[0001] Die Erfindung betrifft ein Schraubgerät mit einem Gehäuse und einer Hohlspindel,
die in dem Gehäuse drehbar gelagert und von einem, insbesondere elektrischen, Motor
antreibbar ist. Zudem weist das Schraubgerät eine Kupplung auf, die die Hohlspindel
in einer Eingriffstellung mit dem Motor rotatorisch koppelt, in einer Trennstellung
von dem Motor rotatorisch entkoppelt und die durch eine Kupplungsfeder in die Trennstellung
vorgespannt ist. Eine Eindrehspindel ist gegenüber der Hohlspindel axial verschiebbar
und drehfest gelagert, wobei die Eindrehspindel mit einer Werkzeugaufnahme zur Anbringung
eines Werkzeuges drehschlüssig gekoppelt und die Kupplung durch Druck auf die Eindrehspindel
entgegen der Kupplungsfeder in die Eingriffstellung verbringbar ist. Ferner weist
das Schraubgerät einen Schlagmechanismus auf, mittels dem die Eindrehspindel mit einer
impulsartig auftretenden Axialkraft beaufschlagbar ist.
[0002] Bei derartigen Schraubgeräten kann die Eindrehspindel beim Schrauben durch den Axialschlagmechanismus
impulsartig in Eindrehrichtung versetzt werden. Hierdurch kann beispielsweise eine
Schnellbauschraube beim Befestigen von weichen Materialelementen, wie beispielsweise
Gipskartonplatten, an einem Metallrahmen nach Durchbohren des weichen Materials ohne
stärkeres Anpressen des Schraubgerätes in den harten Metallrahmen eingeschraubt werden.
Dabei reichen die vom Axialschlagmechanismus erzeugten Axialkräfte als Anpresskräfte
weitestgehend aus, um die Schraube in das Metall einzudrehen.
[0003] Aus der DE 100 32 949 ist ein Schraubgerät mit einem Axialschlagmechanismus zur Erzeugung
von impulsartigen Axialkräften an einer Eindrehspindel bekannt. Hierzu ist die Eindrehspindel
über kugelförmige Verriegelungselemente begrenzt axial verschieblich an der Hohlspindel
gehalten. Die kugelförmigen Verriegelungselemente sind dabei in radialen Aufnahmebohrungen
der Hohlspindel verdrehbar gelagert und ragen permanent in axial ausgerichtete Nuten
an der Oberfläche der Eindrehspindel. Zur Übertragung der Drehbewegung muss die Eindrehspindel
durch Andrücken des Schraubgerätes gegen das zu verschraubende Werkstück gegenüber
dem Gehäuse entgegen der Eindrehrichtung verschoben werden.
[0004] Dabei wird die Hohlspindel ab einem gewissen Punkt von der Eindrehspindel mit verschoben,
bis ein an der Hohlspindel gelagertes Kupplungsteil mit einem gehäusefesten Kupplungsteil
in Eingriff steht.
[0005] Durch diese bekannte Vorgehensweise erhält man ein kompaktes Schraubgerät, mit dem
sich bei reduzierten Anpresskräften eine gute Verschraubungsqualität erzielen lässt.
[0006] Allerdings kann es im Betrieb des bekannten Schraubgerätes vorkommen, dass die durch
den Axialschlagmechanismus erzeugte axiale Verschiebung der Eindrehspindel in Eindrehrichtung
ausreicht, um die Kupplung kurzzeitig zu trennen. Hieraus kann einerseits ein geringerer
Arbeitsfortschritt und andererseits ein höherer Verschleiss resultieren. Zudem erschwert
die verschiebliche Lagerung der Eindrehspindel das Anbringen und Entfernen des Werkzeuges
an der Werkzeugaufnahme wie auch das Aufsetzen einer Schraube auf das Werkzeug.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schraubgerät mit
Axialschlagmechanismus die genannten Nachteile zu vermeiden und bei guter Handhabbarkeit
die Lebenszeit zu verlängern.
[0008] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Kupplung in der Eingriffstellung
verriegelbar ist. Hierdurch ist es möglich, die Kupplung weitestgehend unabhängig
von der Position der Eindrehspindel in Eingriff zu halten. Somit kann auch bei einer
in Eindrehrichtung ausgerückter Eindrehspindel ein Drehmoment vom Antrieb über die
Kupplung und die Hohlspindel auf die Eindrehspindel und die Werkzeugaufnahme übertragen
werden. Auf diese Weise wird eine Trennung der Kupplung infolge der axialen Verschiebung
der Eindrehspindel durch den Axialschlagmechanismus vermieden, was wiederum den Verschleiss
der Kupplung verringert.
[0009] Vorteilhafterweise ist zum Verriegeln der Kupplung ein Sperrmechanismus vorgesehen,
der in Abhängigkeit der Position der Eindrehspindel gegenüber der Hohlspindel betätigt
ist. Hierdurch kann der Sperrmechanismus in einfacher Weise automatisch aktiviert
und deaktiviert werden.
[0010] Bevorzugterweise weist die Kupplung ein bewegliches Kupplungsteil auf, das in der
Eingriffstellung mittels des Sperrmechanismus am Gehäuse festlegbar ist. Auf diese
Weise kann die Kupplung besonders stabil in der Eingriffstellung gehalten werden,
wodurch ein unbeabsichtigtes Verstellen in die Trennstellung vermieden wird.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Eindrehspindel in der Trennstellung
mittels des Sperrmechanismus in axialer Richtung an der Hohlspindel festlegbar. Hierdurch
wird die Eindrehspindel in der Trennstellung der Kupplung über die Hohlspindel und
die Federkraft der Kupplungsfeder in axialer Richtung gegenüber dem Gehäuse festgelegt.
Auf diese Weise wird ein Anbringen oder Lösen eines Werkzeuges an der Werkzeugaufnahme
wesentlich vereinfacht, da sich die Eindrehspindel nicht mehr frei axial bewegen kann.
[0012] Vorteilhafterweise weist der Sperrmechanismus mindestens einen Verriegelungskörper
auf, der in einer radialen Querbohrung der Hohlspindel zwischen einer Einrückposition,
in der er teilweise in eine Längsbohrung der Hohlspindel hinein ragt, und einer Ausrückposition
verschiebbar ist, in der er ausserhalb der Längsbohrung positioniert ist. Hierdurch
ist bei geringen Herstellungskosten ein lösbarer Eingriff mit der in der Längsbohrung
geführten Eindrehspindel herstellbar.
[0013] Dabei ist es günstig, wenn die Eindrehspindel eine Ausnehmung aufweist, deren axiale
Erstreckung auf den in die Längsbohrung einrückbaren Teil des Verriegelungskörpers
abgestimmt ist. Hierdurch kann die Eindrehspindel in axialer Richtung im Wesentlichen
spielfrei gegenüber der Hohlspindel festgelegt werden.
[0014] Dabei ist es günstig, wenn die Ausnehmung durch eine Ringnut gebildet ist, wodurch
die Herstellungskosten vermindert werden können.
[0015] Vorteilhafterweise ist das bewegliche Kupplungsteil fest mit der Hohlspindel verbunden.
Zudem ist am Gehäuse ein Axialanschlag ausgeformt, an den der Verriegelungskörper
in der Ausrückposition in axialer Richtung anlegbar ist. Hierdurch kann das bewegliche
Kupplungsteil über die Hohlspindel und den ausgerückten Verriegelungskörper entgegen
der Federkraft der Kupplungsfeder am Gehäuse abgestützt werden, um die Kupplung stabil
in der Eingriffstellung zu halten.
[0016] Ferner ist es günstig, wenn der Verriegelungskörper kugelförmig ist, um durch Vermeidung
von Verkantungen ein leichtgängiges Wechseln zwischen der Einrück- und Ausrückposition
des Verriegelungskörpers zu ermöglichen.
[0017] Vorteilhafterweise ist der Axialanschlag durch eine Führungshülse mit daran ausgeformtem,
umlaufendem Absatz gebildet. Hierdurch kann der Axialanschlag separat zum Gehäuse
aus besonders hartem Material gefertigt werden, um die Lebenszeit des Schraubgerätes
zu verlängern.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine teilweise geschnittene Ansicht eines vorderen Teils eines erfindungsgemässen
Schraubgerätes vor einem Einschraubvorgang,
- Fig. 2
- eine teilweise geschnittene Ansicht des Schraubgerätes nach Fig. 1 während eines Einschraubvorganges
bei Anlage an einem harten Werkstück und
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene Ansicht des Schraubgerätes nach Fig. 2 unmittelbar nach
Durchdringen des harten Werkstückes.
[0019] Fig. 1 zeigt den arbeitsseitigen Teil eines elektrisch betriebenen, handgeführten
Schraubgerätes 2, das ein Gehäuse 4 aufweist. In dem Gehäuse 4 ist eine Eindrehspindel
6 entlang ihrer Achse A begrenzt verschiebbar aber drehfest in einer Hohlspindel 8
gelagert. An einem abtriebseitigen Ende der Eindrehspindel 6 ist eine Werkzeugaufnahme
10 in Form eines Bithalters befestigt, die zur lösbaren Aufnahme eines Werkzeuges
12, insbesondere in der Form von Schrauberbits dient.
[0020] An einem vom abtriebseitigen Ende abgewandten antriebseitigen Ende der Eindrehspindel
6 weist das Schraubgerät 2 einen insgesamt mit 14 bezeichneten Schlagmechanismus auf.
Dieser besteht im Wesentlichen aus einem von einer schematisch dargestellten Steuereinheit
16 betätigbaren Elektromagneten 18 und einer Schlagmasse 20, die von einer Rückholfeder
22 in eine Ausgangsstellung gedrückt wird, in der der grösste Teil der Schlagmasse
20 ausserhalb des Elektromagneten 18 angeordnet ist.
[0021] In axialer Verlängerung der Eindrehspindel 6 weist die Schlagmasse 20 einen gehärteten
Einsatz 24 auf, über den das antriebseitige Ende der Eindrehspindel 6 mit einer impulsartigen
Axialkraft beaufschlagbar ist. Hierzu wird eine nicht näher dargestellte Spule des
Elektromagneten 18 von der Steuereinheit 16 für einen vorbestimmten Zeitraum mit einer
vorbestimmten Spannung versorgt. Durch die dadurch entstehende Magnetkraft wird die
magnetisierbare Schlagmasse 20 gegen die Kraft der Rückholfeder 22 in Richtung der
Eindrehspindel 6 beschleunigt. Auf diese Weise können Schläge auf das antriebseitige
Ende der Eindrehspindel 6 erzeugt werden, die an dieser impulsartig wirkende Axialschläge
hervorrufen.
[0022] Die Steuereinheit 16 kann dabei beispielsweise als Schalter oder als sensorgesteuerte
Elektronik ausgeformt sein.
[0023] Zur Erzeugung eines Drehmomentes an der Eindrehspindel 6 weist das Schraubgerät 2
einen elektrischen Motor 26 auf, der in nicht näher dargestellter Weise mit einem
Antriebsrad 28 in Form einer Zahnriemenscheibe drehschlüssig gekoppelt ist. Das Antriebsrad
28 ist mit einem ersten Kupplungsteil 32 einer insgesamt mit 30 bezeichneten Kupplung
drehfest verbunden. Das erste Kupplungsteil 32 ist dabei auf der Hohlspindel 8 drehbar
gelagert. Ein zweites Kupplungsteil 34 der Kupplung 30 ist auf der Hohlspindel 8 frei
drehbar und axial versetzbar gelagert. Ein drittes Kupplungsteil 36 ist mit der Hohlspindel
8 fest verbunden.
[0024] Das erste Kupplungsteil 32 und das zweite Kupplungsteil 34 sind durch eine erste
Kupplungsfeder 40 in eine dargestellte Trennstellung vorgespannt, in der an ihnen
ausgeformte nockenförmige erste Eingriffsmittel 38 voneinander beabstandet sind. Das
zweite Kupplungsteil 34 und das dritte Kupplungsteil 36 sind durch eine zweite Kupplungsfeder
44 in die Trennstellung vorgespannt, in der an ihnen ausgeformte nockenförmige zweite
Eingriffsmittel 42 voneinander beabstandet sind.
[0025] Durch Verschieben der Hohlspindel 8 ist die Kupplung 30 in eine Eingriffstellung
verbringbar, in der die Eingriffsmittel 38, 42 in Eingriff stehen, wie später ausgeführt.
[0026] Ferner ist ein insgesamt mit 46 bezeichneter Sperrmechanismus vorgesehen, der zwei
kugelförmige Verriegelungskörper 48 aufweist, die in gegenüber angeordneten radialen
Querbohrungen 50 der Hohlspindel 8 radial bewegbar gehalten sind.
[0027] In der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung des Schraubgerätes 2 ragen die Verriegelungskörper
48 teilweise in eine Längsbohrung 52 der Hohlspindel 8 hinein und greifen dabei in
eine auf die Form der Verriegelungskörper 48 abgestimmte nutförmige Ausnehmung 54,
die in die Oberfläche der Eindrehspindel 6 eingelassen ist. Auf der von der Eindrehspindel
6 abgewandten Seite liegen die Verriegelungskörper 48 an einer Innenseite einer Führungshülse
55 an, die mit dem Gehäuse 4 fest verbunden ist und die von der Hohlspindel 8 durchragt
wird. Durch die Führungshülse 55 werden die Verriegelungskörper 48 radial unverschieblich
in der gezeigten Einrückposition bezüglich der Längsbohrung 52 gehalten.
[0028] Hierdurch ist die Eindrehspindel 6 in axialer Richtung über die Verriegelungskörper
48 an der Hohlspindel 8 festgelegt, die wiederum über die Kupplungsfedern 40, 44 und
die Kupplungsteile 34, 36 in die gezeigte Stellung am Gehäuse 4 gedrückt wird. Durch
diese Festlegung am Gehäuse 4 kann das Werkzeug 12 leichter an der Werkzeugaufnahme
10 angebracht oder von dieser gelöst werden.
[0029] Fig. 2 zeigt das Schraubgerät 2 beim Einschrauben eines Befestigungsmittels 56 in
Form einer Schnellbauschraube zur Befestigung eines weichen Bauelementes 58 in Form
einer Gipskartonplatte an einem harten Bauelement 60 in Form eines Metallrahmens.
[0030] In der dargestellten Situation übt das von einem nicht dargestellten Bediener des
Schraubgerätes 2 gegen das harte Bauelement 60 gedrückte Befestigungsmittel 56 über
das Werkzeug 12 und die Werkzeugaufnahme 10 einen Gegendruck auf die Eindrehspindel
6 aus. Über eine Wellenschulter 62 wird dieser Gegendruck auch auf das abtriebseitige
Ende der Hohlspindel 8 abgegeben, so dass diese zusammen mit der Eindrehspindel 6
relativ zum Gehäuse 4 entgegen einer Eindrehrichtung E verschoben wird. Hierdurch
wechselt die Kupplung 30, wie dargestellt, in die Eingriffstellung, in der sowohl
die ersten Eingriffsmittel 38 als auch die zweiten Eingriffsmittel 42 in Eingriff
stehen.
[0031] Zudem werden dabei die Verriegelungskörper 48 in axialer Richtung gegenüber der gehäusefesten
Führungshülse 55 verschoben und stehen nun auf Höhe einer Aufweitung 66 der Führungshülse
55. Im Bereich dieser Aufweitung 66 verleiht die Führungshülse 55 den Verriegelungskörper
48 ein radiales Bewegungsspiel zwischen der Innenseite der Führungshülse 55 und der
Ausnehmung 54.
[0032] Gleichzeitig wird das antriebseitige Ende der Eindrehspindel 6 in einen durch den
Elektromagneten 18 gebildeten Schlagraum 64 hinein verschoben. Bei Aktivierung des
Schlagmechanismus 14 trifft somit nun der gehärtete Einsatz 24 auf die in den Schlagraum
64 ragende Eindrehspindel 6, wodurch diese in Eindrehrichtung E mit einer impulsartigen
Axialkraft beaufschlagt wird, die das Befestigungsmittel 56 durch das harte Bauelement
60 treibt, wie in Fig. 3 dargestellt.
[0033] Wie aus Fig. 3 weiter hervorgeht, werden durch die Verschiebung der Eindrehspindel
6 gegenüber der Hohlspindel 8 dabei die Verriegelungskörper 48 aus der Ausnehmung
54 herausbewegt und in eine Ausrückposition verbracht, in der sie nicht mehr in die
Längsbohrung 52 hinein ragen. Vielmehr liegen die Verriegelungskörper 48 nun im Bereich
der Aufweitung 66 an der Innenseite der Führungshülse 55 an. Somit besteht nun zwischen
der Eindrehspindel 6 und der Hohlspindel 8 lediglich ein in Drehrichtung wirkender
Formschluss, während der axiale Formschluss aufgehoben ist.
[0034] Gleichzeitig liegen die Verriegelungskörper 48 in der Ausrückposition in axialer
Richtung an einem umlaufenden Absatz 68 der Führungshülse 55 an, der die Aufweitung
66 in axialer Richtung begrenzt. Hierdurch werden das zweite Kupplungsteil 34 und
das dritte Kupplungsteil 36 gegen die Federkräfte der Kupplungsfedern 40 und 44 über
die Verriegelungskörper 48 und die Führungshülse 55 am Gehäuse 4 abgestützt. Auf diese
Weise wird die Kupplung 30 in dem in Fig. 3 gezeigten Moment unmittelbar nach einem
Schlag des Schlagmechanismus 14 auf die Eindrehspindel 6 durch den Sperrmechanismus
46 in der Eingriffstellung verriegelt. Somit wird beim Eindrehvorgang auch bei zugeschaltetem
Schlagmechanismus 14 eine permanente Drehmomentübertragung vom Motor 26 über die Kupplung
30 auf die Hohlspindel 8 und weiter auf die Eindrehspindel 6 sichergestellt.
[0035] Durch Nachführen des übrigen Schraubgerätes 2 gegenüber der in Eindrehrichtung E
beschleunigten Eindrehspindel 6 durch den Bediener kommen die Verriegelungskörper
48 wieder auf die Höhe der Ausnehmung 54, wo sie radial nach Innen wandern können,
und die Federkräfte der Kupplung 30 werden wieder durch das harte Bauelement 60 abgestützt,
entsprechend der Darstellung in Fig. 2.
[0036] Bei Erreichen einer an einem Tiefenanschlag 70 eingestellten Einschraubtiefe wird
die Hohlspindel 8 durch die Kupplungsfedern 40, 44 in Eindrehrichtung E verschoben.
Dabei werden die Verriegelungskörper 48 über den Absatz 68 wieder in den ausserhalb
der Aufweitung 66 befindlichen Bereich der Führungshülse 55 verbracht, wo sie radial
unbeweglich zwischen der Innenseite der Führungshülse 55 und der Eindrehspindel 6
gehalten sind. Damit nimmt das Schraubgerät 2 wieder die in Fig. 1 gezeigte Ausgangsstellung
ein.
1. Schraubgerät (2)
mit einem Gehäuse (4),
einer Hohlspindel (8), die in dem Gehäuse (4) drehbar gelagert und von einem Motor
(26) antreibbar ist,
einer Kupplung (30) die die Hohlspindel (8) in einer Eingriffstellung mit dem Motor
(26) rotatorisch koppelt, in einer Trennstellung von dem Motor (26) rotatorisch entkoppelt
und die durch eine Kupplungsfeder (40, 44) in die Trennstellung vorgespannt ist,
einer Eindrehspindel (6), die mit einer Werkzeugaufnahme (10) zur Anbringung eines
Werkzeuges (12) drehschlüssig gekoppelt und gegenüber der Hohlspindel (8) axial verschiebbar
und drehfest gelagert ist, wobei die Kupplung (30) über die Eindrehspindel (6) entgegen
der Kupplungsfeder (40, 44) in die Eingriffstellung verbringbar ist, sowie
einem Schlagmechanismus (14), mittels dem die Eindrehspindel (6) mit einer impulsartigen
Axialkraft beaufschlagbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (30) in der Eingriffstellung verriegelbar ist.
2. Schraubgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verriegeln der Kupplung (30) ein Sperrmechanismus (46) vorgesehen ist, der in
Abhängigkeit der Position der Eindrehspindel (6) gegenüber der Hohlspindel (8) betätigt
ist.
3. Schraubgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (30) ein bewegliches Kupplungsteil (34, 36) aufweist, das in der Eingriffstellung
mittels des Sperrmechanismus (46) am Gehäuse (4) festlegbar ist.
4. Schraubgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindrehspindel (6) in der Trennstellung mittels des Sperrmechanismus (46) in
axialer Richtung an der Hohlspindel (8) festlegbar ist.
5. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (46) mindestens einen Verriegelungskörper (48) aufweist, der
in einer radialen Querbohrung (50) der Hohlspindel (8) zwischen einer Einrückposition,
in der er teilweise in eine Längsbohrung (52) der Hohlspindel (8) hinein ragt, und
einer Ausrückposition verschiebbar ist, in der er ausserhalb der Längsbohrung (52)
positioniert ist.
6. Schraubgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindrehspindel (6) eine Ausnehmung (54) aufweist, deren axiale Erstreckung auf
den in die Längsbohrung (52) einrückbaren Teil des Verriegelungskörpers (48) abgestimmt
ist.
7. Schraubgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (54) durch eine Ringnut gebildet ist.
8. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Kupplungsteil (34, 36) fest mit der Hohlspindel (8) verbunden ist
und am Gehäuse (4) ein Axialanschlag ausgeformt ist, an den der Verriegelungskörper
(48) in der Ausrückposition anlegbar ist.
9. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskörper (48) kugelförmig ist.
10. Schraubgerät nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialanschlag durch eine Führungshülse (55) mit daran ausgeformten, umlaufenden
Absatz (68) gebildet ist.