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EP 1 632 339 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.2009 Patentblatt 2009/43 |
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Anmeldetag: 24.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung und Verfahren zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten
Apparatus and method for working blanks of paper or carton
Dispositif et procédé de traitement des flans en papier ou carton
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
02.09.2004 DE 102004042529
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Patentinhaber: Mayr-Melnhof Karton AG |
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1040 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Heldt, Fredy
58636 Iserlohn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hofstetter, Alfons J. et al |
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Hofstetter, Schurack & Skora
Balanstrasse 57 81541 München 81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 583 380 DE-B- 1 125 751 US-A- 3 388 641 US-A- 5 212 656
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DE-A1- 1 906 009 US-A- 2 775 923 US-A- 4 544 368
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Papier- oder
Kartonzuschnitten mit einem Transportmechanismus zum Transport der zu bearbeitenden
Papier- oder Kartonzuschnitte, wobei die Papier- oder Kartonzuschnitte jeweils aus
einem flächig ausgebildeten Hauptelement und mindestens einer in Transportrichtung
überstehenden Lasche bestehen und die Lasche jeweils über eine Biegelinie mit dem
Hauptelement verbunden ist und jeweils mindestens einen Schulterbereich aufweist.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten
mit einem Transportmechanismus zum Transport der zu bearbeitenden Papier- oder Kartonzuschnitte,
wobei die Papier- oder Kartonzuschnitte jeweils aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement
und mindestens einer in Transportrichtung überstehenden Lasche bestehen und die Lasche
jeweils über eine Biegelinie mit dem Hauptelement verbunden ist und jeweils mindestens
einen Schulterbereich aufweist.
[0002] Derartige Vorrichtungen und Verfahren zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten
sind bekannt. Insbesondere bei der Herstellung von Faltschachteln ergeben sich immer
höhere Anforderungen an derartige Vorrichtungen und Verfahren, da die herzustellenden
Faltschachteln immer höheren Anforderungen in technischer Hinsicht wie auch im Design
standhalten müssen. So wird zum Beispiel in der
DE 692 03 234 T2 eine Faltschachtel beschrieben, die zur Aufnahme von körnigen oder pulverförmigen
Materialien geeignet ist und dabei wiederverschließbar und rieselsicher ist.
[0003] Auch in der
DE 20 2004 011 723 U1 ist eine Faltschachtel aus Karton, Papier oder dergleichen beschrieben, die wiederschließbar
sein soll. Der Verschlussmechanismus wird dabei in beiden Fällen durch eine ein Hauptelement
des Kartonzuschnitts überstehende Lasche gebildet, wobei die Lasche aus zwei Elementen
besteht und eines dieser Elemente an einer Innenseite der Faltschachtel befestigt
wird und durch ein erstmaliges Öffnen der Faltschachtel eine Trennung der beiden Teile
der Lasche entlang einer Risslinie erfolgt. Bekannte Vorrichtungen und Verfahren zur
Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten sind jedoch zur Herstellung der genannten
wiederverschließbaren Faltschachteln nur bedingt geeignet. In der Praxis ergeben sich
bei der Herstellung der genannten Faltschachteln hohe Ausschussraten, die bei den
üblicherweise benötigten sehr hohen Stückzahlen nicht akzeptabel sind.
[0004] Außerdem sei auf die
US 4,544,368 verwiesen, die eine Vorrichtung und ein Verfahren zum wiederholten Bereithalten von
Kartons offenbart, wobei die Kartons an beiden Enden Verschlusslaschen aufweisen,
deren äußere Kanten im zusammengelegten Zustand jeweils eine gemeinsame gerade Linie
bilden. Ein Transportmechanismus befördert jeweils den untersten Karton aus einem
Stapel von Kartons, wobei die in Transportrichtung vorne liegenden Laschen nach oben
und unten umgeklappt werden. Dazu weist der Transportmechanismus eine Einrichtung
zum Klappen der oberen vorderen Laschen nach oben auf, die drei hakenförmige schwenkbare
Elemente umfasst. Außerdem sind bogenförmige Elemente vorgesehen, die die von den
hakenförmigen Elementen nach oben geschwenkten Laschen in umgeklapptem Zustand halten.
Der Transportmechanismus weist weiterhin eine in Transportrichtung nach der Einrichtung
zum Klappen der Laschen nach oben angeordnete Einrichtung zum Klappen der unteren
vorderen Laschen nach unten auf, die ebenfalls drei schwenkbare hakenförmige Elemente
umfasst. Diese greifen in die Laschen ein, so dass bei einem Vorschub des Kartons
die hakenförmigen Elemente und die Laschen unter die Transportebene des Kartons geschwenkt
werden und nach einem Überfahren des Kartons das Element wieder in die Transportebene
des Kartons geschwenkt wird. Nach dieser Einrichtung ist in Transportrichtung ein
bogenförmiges passives Biegeelement zum Halten der umgebogenen Laschen in dieser Position
vorgesehen.
[0005] Ferner wird auf die
US 3,388,641 verwiesen, die eine Vorrichtung zum Aufrichten der in Bewegungsrichtung vorne liegenden
Bodenteile an Faltschachtelzuschnitten offenbart. Diese Vorrichtung weist einen in
die Bewegungsbahn der Zuschnitte hineinragenden schwenkbaren Falthaken auf, der bei
Auftreffen der Vorderkante des Zuschnitts nach oben bewegt wird und dadurch den Bodenteil
des Zuschnitts aufrichtet. Die Vorrichtung weist ferner eine in Bewegungsrichtung
nach dem Falthaken liegende feststehende bogenförmig ausgebildete Faltweiche auf,
die das Bodenteil vollständig umlegt.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten bereitzustellen, welche eine einfache
und zuverlässige Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten mit mindestens einer
einen Schulterbereich aufweisenden Lasche gewährleisten.
[0007] Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine entsprechend vorteilhafte
Zusatzvorrichtung für eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten
bereitzustellen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgaben dienen eine Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs
1, ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs 5 sowie eine Zusatzvorrichtung
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 9.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten
weist einen Transportmechanismus zum Transport der zu bearbeitenden Papier- oder Kartonzuschnitte
auf, wobei die Papier- oder Kartonzuschnitte jeweils aus einem flächig ausgebildeten
Hauptelement und mindestens einer in Transportrichtung überstehenden Lasche bestehen
und die Lasche jeweils über eine Biegelinie mit dem Hauptelement verbunden ist und
jeweils mindestens einen Schulterbereich aufweist. Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung
in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte mindestens ein hakenförmiges
Element zum Eingriff in jeweils einen Schulterbereich der Lasche auf, wobei das hakenförmige
Element schwenkbar ausgebildet ist, derart, dass bei einem Vorschub des Papier- oder
Kartonzuschnitts und dem Eingriff in den Schulterbereich das Element und die Lasche
unter die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts geschwenkt bzw. gebogen
werden und nach einem Überfahren des Papier- oder Kartonzuschnitts das Element wieder
in oder über die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts geschwenkt wird.
Durch das hakenförmige Element ist gewährleistet, dass die Lasche nach unten, d.h.
unter die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts gebogen wird. Da das hakenförmige
Element ebenfalls nach unten schwenkbar ausgebildet ist, wird eine Beschädigung der
Lasche vermieden und das Hauptelement des Papier- oder Kartonzuschnitts nicht angehoben.
Somit ist ein kontinuierlicher Transport der zu bearbeitenden Papier- oder Kartonzuschnitte
durch die erfindungsgemäße Vorrichtung gewährleistet. Zwischen der Bearbeitung der
einzelnen Papier- oder Kartonzuschnitte wird das hakenförmige Element wieder in oder
über die Transportebene der Papier- oder Kartonzuschnitte geschwenkt, so dass eine
kontinuierliche und zuverlässige Bearbeitungsabfolge ebenfalls gewährleistet ist.
[0011] Ferner weist die Vorrichtung in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte
und nach dem mindestens einen hakenförmigen Element ein unter der Transportebene des
Papier- oder Kartonzuschnitts angeordnetes passives Biegeelement zum weiteren Umbiegen
der Lasche um insgesamt ungefähr 180° relativ zur Ausgangsposition der Lasche und
zum Anlegen an eine Unterseite des Papier- oder Kartonzuschnitts auf. Das Biegeelement
ist dabei als nasenartiges Element an einem bogenförmigen Element ausgebildet. Durch
das Biegeelement ist gewährleistet, dass die Lasche besser umgelegt werden kann und
insbesondere an die Unterseite des Papier- oder Kartonzuschnitts gelegt wird.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung
in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte und nach dem passiven Biegeelement
mindestens ein Sensorelement zur Feststellung der Position und Lage der Lasche auf.
Durch ist vorteilhafterweise gewährleistet, dass nicht vollständig umgelegte Laschen
oder auch beschädigte Laschen oder Hauptelemente der Papier- oder Kartonzuschnitte
in einem weiteren Bearbeitungsschritt aussortiert werden können.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten,
die jeweils aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement und mindestens einer in Transportrichtung
überstehenden Lasche bestehen und die Lasche jeweils über eine Biegelinie mit dem
Hauptelement verbunden ist und jeweils mindestens einen Schulterbereich aufweisen,
umfasst folgende Schritte: (a) Transport des Papier- oder Kartonzuschnitts mit einem
Transportmechanismus bis zu mindestens einem schwenkbaren hakenförmigen Element; (b)
Eingriff des hakenförmigen Elements in den Schulterbereich der Lasche; (c) Weitertransport
des Papier- oder Kartonzuschnitts und Schwenken beziehungsweise Biegen des Elements
und der Lasche unter die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts; und (d)
vollständiges Überfahren des Elements durch den Papier- oder Kartonzuschnitt und Rückschwenken
des hakenförmigen Elements in oder über die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist eine einfache und zuverlässige Bearbeitung
von Papier- oder Kartonzuschnitten mit mindestens einer Lasche gewährleistet. Durch
das Schwenken des hakenförmigen Elements wird die Lasche richtungsgleich gebogen.
Nach der Bearbeitung einer Lasche eines Papier- oder Kartonzuschnitts erfolgt ein
Rückschwenken des hakenförmigen Elements in oder über die Transportebene des Papier-
oder Kartonzuschnitts, so dass eine kontinuierliche und zuverlässige Bearbeitung weiterer
Zuschnitte möglich ist.
[0014] Nach dem Verfahrensschritt (d) erfolgt ein weiteres Umbiegen der Lasche mittels eines
unter der Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts an einem bogenförmigen
Element als nasenartiges Element ausgebildeten passiven Biegelements um insgesamt
ungefähr 180° relativ zur Ausgangsposition der Lasche und ein Anlegen an eine Unterseite
des Papier- oder Kartonzuschnitts. Dadurch ist eine exakte Positionierung und ein
exaktes Anlegen der Lasche an die Unterseite des Papier- oder Kartonzuschnitts gewährleistet.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt
nach dem Umbiegen der Lasche mittels des Biegeelements eine Positions- und Lagekontrolle
der Lasche mittels mindestens eines Sensorelements. Dadurch ist es möglich, nicht
korrekt umgelegte Laschen oder beschädigte Laschen sowie beschädigte Papier- oder
Kartonzuschnitte zu erkennen und in einem weiteren Verfahrensschritt auszusortieren.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bildet der Papier- oder
Kartonzuschnitt in zusammengefaltetem Zustand ein Inlett einer Faltschachtel. Dabei
besteht die Lasche aus einem Vorsprung und einem Grundelement, wobei das Grundelement
mit dem Hauptelement über die Biegelinie verbunden ist und zwischen dem Grundelement
und dem Vorsprung eine Risslinie ausgebildet ist, wobei der Vorsprung an einer Innenseite
der Faltschachtel befestigt wird und durch ein erstmaliges Öffnen der Faltschachtel
eine Trennung des Vorsprungs von dem Grundkörper entlang der Risslinie erfolgt. Dadurch
ist eine einfache und kostengünstige Herstellung einer wiederverschließbaren Faltschachtel
möglich.
[0017] Eine erfindungsgemäße Zusatzvorrichtung ist für eine Vorrichtung zur Bearbeitung
von Papier- oder Kartonzuschnitten ausgebildet, wobei die Vorrichtung einen Transportmechanismus
zum Transport der zu bearbeitenden Papier- oder Kartonzuschnitte aufweist und die
Papier- oder Kartonzuschnitte jeweils aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement
und mindestens einer in Transportrichtung überstehenden Lasche bestehen, wobei die
Lasche jeweils über eine Biegelinie mit dem Hauptelement verbunden ist und jeweils
mindestens einen Schulterbereich aufweist. Erfindungsgemäß ist die Zusatzvorrichtung
in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte innerhalb der Vorrichtung angeordnet
und weist mindestens ein hakenförmiges Element zum Eingriff in jeweils den Schulterbereich
der Lasche auf, wobei das hakenförmige Element schwenkbar ausgebildet ist, derart,
dass bei einem Vorschub des Papier- oder Kartonzuschnitts und dem Eingriff in den
Schulterbereich das Element und die Lasche unter die Transportebene des Papier- oder
Kartonzuschnitts geschwenkt bzw. gebogen werden und nach einem Überfahren des Papier-
oder Kartonzuschnitts das Element wieder in oder über die Transportebene des Papier-
oder Kartonzuschnitts geschwenkt wird. Durch eine derartige Ausgestaltung der Zusatzvorrichtung
ist es ohne weiteres möglich, bereits bestehende Vorrichtungen zur Bearbeitung von
Papier- oder Kartonzuschnitten der genannten Art nachzurüsten. Insbesondere gewährleistet
die erfindungsgemäße Zusatzvorrichtung eine einfache und zuverlässige Bearbeitung
der Papier- oder Kartonzuschnitte mit mindestens einer Lasche. Dabei kann das hakenförmige
Element an dem einem Hakenbereich gegenüberliegenden Ende mit einem Schwenkmechanismus
verbunden sein. Der Schwenkmechanismus kann dabei ein Drehelement aufweisen, wobei
an dem Drehelement das Ende des hakenförmigen Elements mittels einer Befestigungsvorrichtung
befestigt ist und das Drehelement mittels eines daran befestigten Federelements unter
Spannung gehalten wird.
[0018] Die Zusatzvorrichtung weist in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte
und nach dem mindestens einen hakenförmigen Element ein unter der Transportebene des
Papier- oder Kartonzuschnitts angeordnetes passives Biegeelement zum weiteren Umbiegen
der Lasche um insgesamt ungefähr 180° relativ zur Ausgangsposition der Lasche und
zum Anlegen an eine Unterseite des Papier- oder Kartonzuschnitts auf. Das Biegeelement
ist dabei als nasenartiges Element an einem bogenförmigen Element ausgebildet. Durch
die Anordnung des Biegelements ist gewährleistet, dass die Lasche an der Unterseite
des Papier- oder Kartonzuschnitts anliegt.
[0019] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus einem
in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Aufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung
gemäß Figur 1; und
- Figur 3
- eine schematische Darstellung des Funktionsprinzips der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und dem Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0020] Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung einer Seitenansicht eine Vorrichtung
10 zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten 14 (vergleiche auch Figuren
2 und 3). Die Darstellung entspricht auch einer Zusatzvorrichtung 50, die in bereits
vorhandene Vorrichtungen zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten eingebaut
werden kann. Man erkennt, dass die Vorrichtung 10 bzw. die Zusatzvorrichtung 50 zwei
hakenförmige Elemente 24 (vergleiche auch Figur 2) zum Eingriff in jeweils einen Schulterbereich
22 einer Lasche 16 des Papier- oder Kartonzuschnitts 14 aufweist. Die hakenförmigen
Elemente 24 sind dabei schwenkbar ausgebildet, derart, dass bei einem Vorschub des
Papier- oder Kartonzuschnitts 14 und dem Eingriff in den Schulterbereich 22 das Element
24 und die Lasche 16 unter die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts 14
geschwenkt bzw. gebogen werden und nach einem Überfahren des Papier- oder Kartonzuschnitts
14 das Element 24 wieder in oder über die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts
14 geschwenkt wird. Dabei ist hier das hakenförmige Element 24 an dem einem Hakenbereich
28 gegenüberliegenden Ende 30 mit einem Schwenkmechanismus 32 verbunden. Der Schwenkmechanismus
32 weist dabei ein Drehelement 34 auf, wobei an dem Drehelement 34 das Ende 30 des
hakenförmigen Elements 24 mittels einer Befestigungsvorrichtung 36 befestigt ist.
Das Drehelement 34 wird mittels eines daran befestigten Federelements 38, welches
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als zylindrische Zugfeder dargestellt ist,
unter Spannung gehalten. Das Federelement 38 ist dabei einerseits mittels einer Befestigungsvorrichtung
40 an einem Gehäuse 52 der Zusatzvorrichtung 50 und andererseits an dem Drehelement
34 mittels einer Befestigungsvorrichtung 42 befestigt. Im Schwenkbereich des hakenförmigen
Elements 24 ist zudem ein Anschlag 54 angeordnet, der die Schwenkbarkeit des hakenförmigen
Elements 24 nach oben, d. h. in Richtung der Transportebene der Papier- oder Kartonzuschnitte
14, begrenzt. Dem hakenförmigen Element 24 gegenüberliegend und in Transportrichtung
der Papier- oder Kartonzuschnitte 14 dem hakenförmigen Element 24 nachfolgend ist
ein unter der Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts 14 angeordnetes passives
Biegeelement 26 angeordnet. Das Biegeelement 26 ist dabei als nasenartiges Element
ausgebildet und dient zum weiteren Umbiegen der Lasche 16 um insgesamt ungefähr 180°
relativ zur Ausgangsposition der Lasche und zum Anlegen an eine Unterseite 28 des
Papier- oder Kartonzuschnitts 14 (vergleiche auch Figur 3).
[0021] Des Weiteren erkennt man, dass die Vorrichtung 10 bzw. die Zusatzvorrichtung 50 in
Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte 14 und nach dem passiven Biegeelement
26 ein Sensorelement 44 zur Feststellung der Position und Lage der Lasche 16 aufweist.
[0022] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Aufsicht auf die Vorrichtung 10
bzw. die Zusatzvorrichtung 50 gemäß Figur 1. Man erkennt, dass der Papier- oder Kartonzuschnitt
14 aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement 18 und einer in Transportrichtung
überstehenden Lasche 16 besteht. Die Lasche 16 ist dabei über eine Biegelinie 20 mit
dem Hauptelement 18 verbunden und umfasst zwei Schulterbereiche 22. Des Weiteren erkennt
man, dass die hakenförmigen Elemente 24 jeweils in einen Schulterbereich 22 der Lasche
16 beim Vorschub des Papier- oder Kartonzuschnitts 14 in Transportrichtung eingreift.
[0023] Die Lasche 16 besteht dabei aus einem Vorsprung 46 und einem Grundelement 48, wobei
das Grundelement 48 mit dem Hauptelement 18 über die Biegelinie 20 verbunden ist.
Zwischen dem Grundelement 48 und dem Vorsprung 46 ist eine Risslinie 56 ausgebildet,
wobei der Vorsprung 46 an einer Innenseite einer Faltschachtel befestigt wird und
durch ein erstmaliges Öffnen der Faltschachtel eine Trennung des Vorsprungs 46 von
dem Grundkörper 48 entlang der Risslinie 56 erfolgt (nicht dargestellt).
[0024] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung des Funktionsprinzips der Vorrichtung
10 bzw. der Zusatzvorrichtung 50 und dem Ablauf des entsprechenden Verfahrens. Man
erkennt, dass in einem ersten Verfahrensschritt (a) der Transport des Papier- oder
Kartonzuschnitts 14 mittels des Transportmechanismus 12 bis zu den schwenkbaren hakenförmigen
Elementen 24 erfolgt. Der Transportmechanismus 12 besteht dabei aus mindestens einem
Mitnehmer 62 und einer Förderkette 58, an denen die Mitnehmer 62 befestigt sind.
[0025] Im nachfolgenden Verfahrensschritt (b) erfolgt der Eingriff des hakenförmigen Elements
24 in die Schulterbereiche 22 der Lasche 16. Die Schulterbereiche 22 werden dabei
durch eine entsprechende Ausformung des Vorsprungs 46 und des Grundelements 48 der
Lasche 16 ausgebildet. Durch den weiteren Vorschub bzw. den Weitertransport des Papier-
oder Kartonzuschnitts 14 und einem durch den Vorschub der Schulterbereich 22 verursachten
Schwenken der hakenförmigen Elemente 24 nach unten, d. h. weg von der Transportebene
des Zuschnitts 14 erfolgt gemäß Verfahrensschritt (c) ein Umbiegen der Lasche 16 entlang
der Biegelinie 20. Dabei wird die Lasche 16 ebenfalls unter die Transportebene des
Zuschnitts 14 gebogen. Schließlich erfolgt ein vollständiges Überfahren des Elements
24 durch den Zuschnitt 14 und ein Rückschwenken des Elements 24 in oder über die Transportebene
des Zuschnitts 14. Durch den weiteren Vortransport des Zuschnitts 14 können die hakenförmigen
Elemente 24 die Lasche 16 nicht mehr halten, da die Lasche 16 in einem Winkel von
ca. 120° nach hinten umgebogen ist.
[0026] Aus Figur 3 ist zudem erkennbar, dass im Verfahrensschritt (d) ein Nachvorneklappen
der Lasche 16 erfolgt, wobei die Lasche 16 eine Unterseite des Biegeelements 26 berührt.
Man erkennt, dass die Lasche 16 nunmehr in einem Winkel von ca. 70° von dem Hauptelement
18 des Zuschnitts 14 abknickt.
[0027] In Figur 3 ist ein weiterer Verfahrensschritt e) dargestellt, der ein Umbiegen der
Lasche 16 mittels des unter der Transportebene des Papier- und Kartonzuschnitts 14
angeordneten passiven Biegelements 26 um insgesamt 180° relativ zur Ausgangsposition
der Lasche und ein Anlegen an eine Unterseite des Zuschnitts 14 bzw. des Hauptelements
18 durchführt. Mittels des Sensorelements 44 erfolgt anschließend eine Positions-
und Lagekontrolle der Lasche 16.
[0028] Des Weiteren erkennt man, dass der Hakenbereich des Elements 24 kürzer ausgebildet
ist als Grundelement 48 der Lasche 16. Dadurch werden Beschädigungen des Zuschnitts
14 vermieden.
1. Vorrichtung zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten mit einem Transportmechanismus
(12) zum Transport der zu bearbeitenden Papier- oder Kartonzuschnitte (14), wobei
die Papier- oder Kartonzuschnitte (14) jeweils aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement
(18) und mindestens einer in Transportrichtung überstehenden Lasche (16) bestehen
und die Lasche (16) jeweils über eine Biegelinie (20) mit dem Hauptelement (18) verbunden
ist und jeweils mindestens einen Schulterbereich (22) aufweist, wobei die Vorrichtung
(10) in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte (14) mindestens ein hakenförmiges
Element (24) zum Eingriff in jeweils einen Schulterbereich (22) der Lasche (16) aufweist,
wobei das hakenförmige Element (24) schwenkbar ausgebildet ist, derart, dass bei einem
Vorschub des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) und dem Eingriff in den Schulterbereich
(22) das Element (24) und die Lasche (16) unter die Transportebene des Papier- oder
Kartonzuschnitts (14) geschwenkt beziehungsweise gebogen werden und nach einem Überfahren
des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) das Element (24) wieder in oder über die Transportebene
des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) geschwenkt wird, wobei
die Vorrichtung (10) in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte (14) und
nach dem mindestens einen hakenförmigen Element (24) ein unter der Transportebene
des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) angeordnetes passives Biegeelement (26) zum
weiteren Umbiegen der Lasche (16) um insgesamt ungefähr 180° relativ zur Ausgangsposition
der Lasche (16) und zum Anlegen an eine Unterseite (28) des Papier- oder Kartonzuschnitts
(14) aufweist, wobei das Biegeelement (26) als nasenartiges Element an einem bogenförmigen
Element ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das hakenförmige Element (24) an dem einem Hakenbereich (28) gegenüberliegenden Ende
(30) mit einem Schwenkmechanismus (32) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schwenkmechanismus (32) ein Drehelement (34) aufweist, wobei an dem Drehelement
(34) das Ende (30) des hakenförmigen Elements (24) mittels einer Befestigungsvorrichtung
(36) befestigt ist und das Drehelement (34) mittels einem daran befestigten Federelement
(38) unter Spannung gehalten wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (10) in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte (14)
und nach dem passiven Biegeelement (26) mindestens ein Sensorelement (44) zur Feststellung
der Position und Lage der Lasche (16) aufweist.
5. Verfahren zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten (14), wobei die Papier-
oder Kartonzuschnitte (14) jeweils aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement (18)
und mindestens einer in Transportrichtung überstehenden Lasche (16) bestehen und die
Lasche (16) jeweils über eine Biegelinie (20) mit dem Hauptelement (18) verbunden
ist und jeweils mindestens einen Schulterbereich (22) aufweist, wobei das Verfahren
folgende Schritte umfasst:
(a) Transport des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) mit einem Transportmechanismus
(12) bis zu mindestens einem schwenkbaren hakenförmigen Element (24);
(b) Eingriff des hakenförmigen Elements (24) in den Schulterbereich (22) der Lasche
(16);
(c) Weitertransport des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) und Schwenken beziehungsweise
Biegen des Elements (24) und der Lasche (16) unter die Transportebene des Papier-
oder Kartonzuschnitts (14); und
(d) vollständiges Überfahren des Elements (24) durch den Papier- oder Kartonzuschnitt
(14) und Rückschwenken des Elements (24) in oder über die Transportebene des Papier-
oder Kartonzuschnitts (14),
wobei
nach dem Verfahrensschritt (d) ein weiteres Umbiegen der Lasche (16) mittels eines
unter der Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) an einem bogenförmigen
Element als nasenartiges Element ausgebildeten passiven Biegeelements (26) um insgesamt
ungefähr 180° relativ zur Ausgangsposition der Lasche (16) und ein Anlegen an eine
Unterseite (28) des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Umbiegen der Lasche (16) mittels des Biegeelements (26) eine Positions-
und Lagekontrolle der Lasche (16) mittels mindestens eines Sensorelements (44) erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Papier- oder Kartonzuschnitt (14) in zusammengefaltetem Zustand ein Inlett einer
Faltschachtel bildet.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lasche (16) aus einem Vorsprung (46) und einem Grundelement (48) besteht, wobei
das Grundelement (48) mit dem Hauptelement (18) über die Biegelinie (20) verbunden
ist und zwischen dem Grundelement (48) und dem Vorsprung (46) eine Risslinie (56)
ausgebildet ist, wobei der Vorsprung (46) an einer Innenseite der Faltschachtel befestigt
wird und durch ein erstmaliges Öffnen der Faltschachtel eine Trennung des Vorsprung
(46) von dem Grundkörper (48) entlang der Risslinie (56) erfolgt.
9. Zusatzvorrichtung für eine Vorrichtung (10) zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonzuschnitten,
wobei die Vorrichtung (10) einen Transportmechanismus (12) zum Transport der zu bearbeitenden
Papier- oder Kartonzuschnitte (14) aufweist und die Papier- oder Kartonzuschnitte
(14) jeweils aus einem flächig ausgebildeten Hauptelement (18) und mindestens einer
in Transportrichtung überstehenden Lasche (16) bestehen, wobei die Lasche (16) jeweils
über eine Biegelinie (20) mit dem Hauptelement (18) verbunden ist und jeweils mindestens
einen Schulterbereich (22) aufweist, wobei die Zusatzvorrichtung in Transportrichtung
der Papier- oder Kartonzuschnitte (14) innerhalb der Vorrichtung (10) angeordnet ist
und mindestens ein hakenförmiges Element (24) zum Eingriff in jeweils den Schulterbereich
(22) der Lasche (16) aufweist, wobei das hakenförmige Element (24) schwenkbar ausgebildet
ist, derart, dass bei einem Vorschub des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) und dem
Eingriff in den Schulterbereich (22) das Element (24) und die Lasche (16) unter die
Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) geschwenkt beziehungsweise gebogen
werden und nach einem Überfahren des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) das Element
(24) wieder in oder über die Transportebene des Papier- oder Kartonzuschnitts (14)
geschwenkt wird, wobei
die Zusatzvorrichtung in Transportrichtung der Papier- oder Kartonzuschnitte (14)
und nach dem mindestens einen hakenförmigen Element (24) ein unter der Transportebene
des Papier- oder Kartonzuschnitts (14) angeordnetes passives Biegeelement (26) zum
weiteren Umbiegen der Lasche (16) um insgesamt ungefähr 180° relativ zur Ausgangsposition
der Lasche (16) und zum Anlegen an eine Unterseite (28) des Papier- oder Kartonzuschnitts
(14) aufweist, wobei das Biegeelement (26) als nasenartiges Element an einem bogenförmigen
Element ausgebildet ist.
10. Zusatzvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das hakenförmige Element (24) an dem einem Hakenbereich (28) gegenüberliegenden Ende
(30) mit einem Schwenkmechanismus (32) verbunden ist.
11. Zusatzvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schwenkmechanismus (32) ein Drehelement (34) aufweist, wobei an dem Drehelement
(34) das Ende (30) des hakenförmigen Elements (24) mittels einer Befestigungsvorrichtung
(36) befestigt ist und das Drehelement (34) mittels einem daran befestigten Federelement
(38) unter Spannung gehalten wird.
1. Apparatus for processing paper or cardboard blanks including a transport mechanism
(12) for transporting the paper or cardboard blanks (14) to be processed, wherein
the paper or cardboard blanks (14) are each composed of a flatly formed principal
element (18) and at least one flap (16) projecting in the transport direction, and
the flap (16) is connected to the principal element (18) via a bending line (20),
respectively, and has at least one shoulder region (22), respectively, wherein the
apparatus (10) has at least one hook-shaped element (24) for engagement with one shoulder
region (22) of the flap (16), respectively, in the transport direction of the paper
or cardboard blanks (14), wherein the hook-shaped element (24) is formed pivotably
such that upon advancement of the paper or cardboard blank (14) and the engagement
with the shoulder region (22), the element (24) and the flap (16) are pivoted or bent
below the transport plane of the paper or cardboard blank (14), respectively, and
after move-over of the paper or cardboard blank (14), the element (24) is again pivoted
in or above the transport plane of the paper or cardboard blank (14), wherein the
apparatus (10) has a passive bending element (26) disposed below the transport plane
of the paper or cardboard blank (14) in the transport direction of the paper or cardboard
blanks (14) and following the at least one hook-shaped element (24), for further bending
the flap (16) by approximately 180° in total relatively to the starting position of
the flap (16) and for laying on a lower side (28) of the paper or cardboard blank
(14), wherein the bending element (26) is formed as a lug-like element on an arcuate
element.
2. Apparatus according to claim 1,
characterized in that
the hook-shaped element (24) is connected to a pivoting mechanism (32) at the end
(30) opposing a hook region (28).
3. Apparatus according to claim 2,
characterized in that
the pivoting mechanism (32) has a rotating element (34), wherein the end (30) of the
hook-shaped element (24) is attached to the rotating element (34) by means of a fastener
(36), and the rotating element (34) is maintained under tension by means of a spring
element (38) attached thereto.
4. Apparatus according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
the apparatus (10) has at least one sensor element (44) in the transport direction
of the paper or cardboard blanks (14) and following the passive bending element (26),
for determining the position and posture of the flap (16).
5. Method for processing paper or cardboard blanks (14), wherein the paper or cardboard
blanks (14) are each composed of a flatly formed principal element (18) and at least
one flap (16) projecting in the transport direction, and the flap (16) is connected
to the principal element (18) via a bending line (20), respectively, and has at least
one shoulder region (22), respectively, wherein the method comprises the following
steps:
(a) transporting the paper or cardboard blank (14) up to at least one pivotable hook-shaped
element (24) by means of a transport mechanism (12);
(b) engaging the hook-shaped element (24) with the shoulder region (22) of the flap
(16);
(c) further transporting the paper or cardboard blank (14) and pivoting or bending
the element (24) and the flap (16), respectively, below the transport plane of the
paper or cardboard blank (14); and
(d) completely moving over the element (24) by the paper or cardboard blank (14) and
pivoting the element (24) back in or above the transport plane of the paper or cardboard
blank (14),
wherein
after the method step (d), further bending of the flap (16) by means of a passive
bending element (26) formed as a lug-like element on an arcuate element below the
transport plane of the paper or cardboard blank (14) by approximately 180° in total
relatively to the starting position of the flap (16), and laying on a lower side (28)
of the paper or cardboard blank (14) are effected.
6. Method according to claim 5,
characterized in that
after bending the flap (16) by means of the bending element (26), a position and posture
control of the flap (16) is effected by means of at least one sensor element (44).
7. Method according to claim 5 or 6,
characterized in that
the paper or cardboard blank (14) constitutes the ticking of a folding box in the
folded state.
8. Method according to claim 7,
characterized in that
the flap (16) is constituted of a projection (46) and a base element (48), wherein
the base element (48) is connected to the principal element (18) via a bending line
(20), and a tearing line (56) is formed between the base element (48) and the projection
(46), wherein the projection (46) is attached to an inner side of the folding box,
and by opening of the folding box for the first time, separation of the projection
(46) from the base body (48) along the tearing line (56) is effected.
9. Ancillary device for an apparatus (10) for processing paper or cardboard blanks, wherein
the apparatus (10) has a transport mechanism (12) for transporting the paper or cardboard
blanks (14) to be processed, and the paper or cardboard blanks (14) are each composed
of a flatly formed principal element (18) and at least one flap (16) projecting in
the transport direction, wherein the flap (16) is connected to the principal element
(18) via a bending line (20), respectively, and has at least one shoulder region (22),
respectively, wherein the ancillary device is disposed within the apparatus (10) in
the transport direction of the paper or cardboard blanks (14) and has at least one
hook-shaped element (24) for engagement with the shoulder region (22) of the flap
(16), respectively, wherein the hook-shaped element (24) is formed pivotably, such
that upon advancement of the paper or cardboard blank (14) and the engagement with
the shoulder region (22), the element (24) and the flap (16) are pivoted or bent below
the transport plane of the paper or cardboard blank (14), respectively, and after
move-over of the paper or cardboard blank (14), the element (24) is again pivoted
in or above the transport plane of the paper or cardboard blank (14), wherein the
ancillary device has a passive bending element (26) disposed below the transport plane
of the paper or cardboard blank (14) in the transport direction of the paper or cardboard
blanks (14) and following the at least one hook-shaped element (24), for further bending
the flap (16) by approximately 180° in total relatively to the starting position of
the flap (16) and for laying on a lower side (28) of the paper or cardboard blank
(14), wherein the bending element (26) is formed as a lug-like element on an arcuate
element.
10. Ancillary device according to claim 9,
characterized in that
the hook-shaped element (24) is connected to a pivoting mechanism (32) at the end
(30) opposing a hook region (28).
11. Ancillary device according to claim 10,
characterized in that
the pivoting mechanism (32) has a rotating element (34), wherein the end (30) of the
hook-shaped element (24) is attached to the rotating element (34) by means of a fastener
(36), and the rotating element (34) is kept under tension by means of a spring element
(38) attached thereto.
1. Dispositif destiné au façonnage de découpes de papier ou de carton, avec un mécanisme
de convoyage (12), destiné au convoyage des découpes de papier ou de carton (14) à
façonner, les découpes de papier ou de carton (14) se composant respectivement d'un
élément principal (18) constitué à plat et au moins d'une languette (16) en saillie
dans le sens du convoyage et la languette (16) étant reliée respectivement par l'intermédiaire
d'une ligne de flexion (20) à l'élément principal (18) et présentant respectivement
au moins une zone d'épaulement (22), le dispositif (10) présentant dans le sens du
convoyage des découpes de papier ou de carton (14) au moins un élément en forme de
crochet (24), destiné à se mettre en prise dans respectivement une zone d'épaulement
(22) de la languette (16), l'élément en forme de crochet (24) étant constitué de façon
pivotante, de telle sorte qu'en cas d'avance de la découpe de papier ou de carton
(14) et de mise en prise dans la zone d'épaulement (22), l'élément (24) et la languette
(16) seront pivotés ou pliés sous le niveau de convoyage de la découpe de papier ou
de carton (14) et après un dépassement de la découpe de papier ou de carton (14),
l'élément (24) sera pivoté à nouveau dans ou au-dessus du niveau de convoyage de la
découpe de papier ou de carton (14),
le dispositif (10) présentant, dans le sens du convoyage des découpes de papier ou
de carton (14) et après le au moins un élément en forme de crochet (24), un élément
de flexion passif (26), disposé sous le niveau du convoyage de la découpe de papier
ou de carton (14), en vue d'un pliage ultérieur de la languette (16) d'au total environ
180° par rapport à la position de départ de la languette (16) et d'une pose contre
une face inférieure (28) de la découpe de papier ou de carton (14), l'élément de flexion
(26) étant constitué comme élément de type talon contre un élément en forme de voûte.
2. Dispositif suivant la revendication 1,
caractérisé en ce
que l'élément en forme de crochet (24) est relié, à l'extrémité (30), opposée à une zone
formant crochet (28), à un mécanisme de pivotement (32).
3. Dispositif suivant la revendication 2,
caractérisé en ce
que le mécanisme de pivotement (32) présente un élément rotatif (34), l'extrémité (30)
de l'élément en forme de crochet (24) étant fixée sur l'élément rotatif (34) au moyen
d'un dispositif de fixation (36) et l'élément rotatif (34) étant maintenu sous tension
au moyen d'un élément formant ressort (38), qui y est fixé.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que le dispositif (10) présente, dans le sens du convoyage des découpes de papier ou
de carton (14) et après l'élément de flexion passif (26), au moins un élément formant
détecteur (44), destiné à constater l'emplacement et la position de la languette (16).
5. Procédé destiné au façonnage de découpes de papier ou de carton (14), les découpes
de papier ou de carton (14) se composant respectivement d'un élément principal (18)
constitué à plat et au moins d'une languette (16) en saillie dans le sens du convoyage
et la languette (16) étant reliée respectivement par l'intermédiaire d'une ligne de
flexion (20) à l'élément principal (18) et présentant respectivement au moins une
zone d'épaulement (22), le procédé comprenant les étapes suivantes :
(a) convoyage de la découpe de papier ou de carton (14) avec un mécanisme de convoyage
(12) jusqu'à au moins un élément en forme de crochet (24) pivotant ;
(b) mise en prise l'élément en forme de crochet (24) dans la zone d'épaulement (22)
de la languette (16) ;
(c) poursuite du convoyage de la découpe de papier ou de carton (14) et pivotement
ou pliage de l'élément (24) et de la languette (16) sous le niveau du convoyage de
la découpe de papier ou de carton (14) et
(d) dépassement intégral de l'élément (24) par le biais de la découpe de papier ou
de carton (14) et pivotement inverse de l'élément (24) dans ou sur le niveau du convoyage
de la découpe de papier ou de carton (14),
moyennant quoi
il se produit, après l'étape (d) du procédé, un autre pliage de la languette (16)
au moyen d'un élément de flexion passif (26), constitué comme élément de type talon
contre un élément en forme de voûte, sous le niveau de convoyage de la découpe de
papier ou de carton (14), d'au total environ 180° par rapport à la position de départ
de la languette (16) et une pose contre une face inférieure (28) de la découpe de
papier ou de carton (14).
6. Procédé suivant la revendication 5,
caractérisé en ce
qu'après le pliage de la languette (16) au moyen de l'élément de flexion (26), il se
produit un contrôle d'emplacement et de position de la languette (16) au moyen au
moins d'un élément formant détecteur (44).
7. Procédé suivant la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce
que la découpe de papier ou de carton (14) forme, à l'état replié, un compartiment d'une
boîte pliante.
8. Procédé suivant la revendication 7,
caractérisé en ce
que la languette (16) se compose d'une saillie (46) et d'un élément de base (48), l'élément
de base (48) étant relié à l'élément principal (18) par l'intermédiaire de la ligne
de flexion (20) et une ligne de déchirure (56) étant constituée entre l'élément de
base (48) et la saillie (46), la saillie (46) étant fixée à une face intérieure de
la boîte pliante et une séparation de la saillie (46) par rapport au corps de base
(48) se produisant le long de la ligne de déchirure (56), par le biais d'une première
ouverture de la boîte pliante.
9. Dispositif supplémentaire pour un dispositif (10), destiné au façonnage de découpes
de papier ou de carton, le dispositif (10) présentant un mécanisme de convoyage (12),
destiné au convoyage des découpes de papier ou de carton (14) à façonner et les découpes
de papier ou de carton (14) se composant respectivement d'un élément principal (18)
constitué à plat et au moins d'une languette (16), en saillie dans le sens du convoyage,
la languette (16) étant reliée, respectivement par l'intermédiaire d'une ligne de
flexion (20), à l'élément principal (18) et présentant respectivement au moins une
zone d'épaulement (22), le dispositif supplémentaire étant disposé dans le sens du
convoyage des découpes de papier ou de carton (14) à l'intérieur du dispositif (10)
et présentant au moins un élément en forme de crochet (24), destiné à la mise en prise
dans respectivement la zone d'épaulement (22) de la languette (16), l'élément en forme
de crochet (24) étant constitué de manière pivotante, de telle sorte qu'en cas d'avance
de la découpe de papier ou de carton (14) et de mise en prise dans la zone d'épaulement
(22), l'élément (24) et la languette (16) seront pivotés et pliés sous le niveau du
convoyage de la découpe de papier ou de carton (14) et, après un dépassement de la
découpe de papier ou de carton (14), l'élément (24) est à nouveau pivoté dans ou au-dessus
du niveau du convoyage de la découpe de papier ou de carton (14),
moyennant quoi
le dispositif supplémentaire présente, dans le sens du convoyage des découpes de papier
ou de carton (14) et après le au moins un élément en forme de crochet (24), un élément
de flexion passif (26), disposé sous le niveau du convoyage de la découpe de papier
ou de carton (14), en vue d'un pliage ultérieur de la languette (16) d'au total environ
180° par rapport à la position de départ de la languette (16) et d'une pose contre
une face inférieure (28) de la découpe de papier ou de carton (14), l'élément de flexion
(26) étant constitué comme élément de type talon contre un élément en forme de voûte.
10. Dispositif supplémentaire suivant la revendication 9,
caractérisé en ce
que l'élément en forme de crochet (24) est relié à l'extrémité (30), opposée à une zone
formant crochet (28), à un mécanisme de pivotement (32).
11. Dispositif supplémentaire suivant la revendication 10,
caractérisé en ce
que le mécanisme de pivotement (32) présente un élément rotatif (34), l'extrémité (30)
de l'élément en forme de crochet (24) étant fixé à l'élément rotatif (34) au moyen
d'un dispositif de fixation (36) et l'élément rotatif (34) étant maintenu sous tension
au moyen d'un élément formant ressort (38), qui y est fixé.
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