[0001] Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand mit den Merkmalen des einleitenden Teils
des Anspruches 1.
[0002] Bekannte Lärmschutzwände sind zwar mehr oder weniger gut geeignet, die Schallabstrahlung
von Verkehrswegen, insbesondere Schienenwegen, Straßen, Schnellstraßen und Autobahnen
zu vermindern, haben aber darüber hinaus praktisch keine Schutzwirkung gegen das Ausbreiten
von Emissionen, die durch sich auf Verkehrsflächen bewegende (Kraft-)Fahrzeuge verursacht
werden.
[0003] Bestehende Lärmschutzwände sind demnach nicht oder praktisch nicht in der Lage, die
Emissionen der Kraftfahrzeuge, die sich auf Verkehrswegen bewegen, zurückzuhalten.
Insbesondere geht es hier um Emissionen in Form von Rußpartikeln von Dieselfahrzeugen,
in Form von Abgasen, in Form von aufgewirbeltem Staub und ähnlichem.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bestehende Lärmschutzwände so weiter zu
entwickeln, dass diese nicht nur als Lärmschutz wirken, sondern auch Emissionen von
auf Verkehrswegen fahrenden Kraftfahrzeugen zurückhalten, sodass sich diese Emissionen
nicht ungehindert in die Umgebung der Verkehrswege ausbreiten können.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Lärmschutzwand, welche die Merkmale
von Anspruch 1 aufweist.
[0006] Vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Dank der Anordnung von wenigstens einem Filter, bevorzugt aber mehrerer Filter, an
oder in einer Lärmschutzwand werden Emissionen von Kraftfahrzeugen, die sich auf den
mit den erfindungsgemäßen Lärmschutzwänden ausgestatteten Verkehrswegen bewegen, insbesondere
Staub, Rußpartikel, Abgase und ähnliches, wirksam zurückgehalten.
[0008] Überraschend hat sich nämlich herausgestellt, dass durch den Fahrtwind von Fahrzeugen,
insbesondere größeren Fahrzeugen, wie Lastkraftwagen und Bussen, aber auch von Personenkraftwagen,
für das Zuführen der Emissionen zu dem wenigstens einen Filter günstige Druck/Sog-Verhältnisse
entstehen, sodass die durch den Fahrtwind bewegte Luft mit den Emissionen zu dem Filter
gebracht und durch dieses gedrückt wird, wobei in der Luft enthaltene Emissionen,
insbesondere Feststoffteilchen, im Filter zurückgehalten werden.
[0009] Grundsätzlich sind alle Filterstoffe geeignet. Es können als Filtermaterial anorganische
Stoffe ebenso eingesetzt werden, wie organische Stoffe, wobei sowohl natürliche als
auch synthetische Filterstoffe in Betracht gezogen sind. Beispielsweise können als
Filterstoffe Kunstschaumstoff oder Kunststoffschnitzel eingesetzt werden.
[0010] Als Filtermaterial sind erfindungsgemäß auch zellulosehaltige Filterstoffe in Betracht
gezogen. Beispielsweise haben sich als Filtermaterial Hanfschäben als geeignet erwiesen.
Hanfschäben sind der bei der Produktion von Hanffasern verbleibende Teil der Hanfpflanzen,
der im Wesentlichen aus Zellulose bestehen.
[0011] Im Rahmen der Erfindung kann das Filter bzw. können - wenn mehrere Filter vorgesehen
sind - die Filter im Prinzip an beliebigen Stellen wenigstens einer Lärmschutzwand
angeordnet sein. Wenn Lärmschutzwände an beiden Seiten eines Verkehrsweges (Schienenweg
oder Straße) angeordnet sind, werden bevorzugt beide Lärmschutzwände mit je wenigstens
einem Filter ausgestattet.
[0012] Bevorzugt ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform, bei welcher die erfindungsgemäß
vorgesehenen Filter im Bereich des oberen Randes von Lärmschutzwänden angeordnet sind.
Bei dieser Ausführungsform haben sich gekrümmte Filteranordnungen besonders bewährt.
[0013] Aber auch an lotrechten oder im Wesentlichen lotrechten Teilen von Lärmschutzwänden
können erfindungsgemäß Filter angeordnet sein.
[0014] Um die Wirkung der erfindungsgemäß mit wenigstens einem Filter bestückten Lärmschutzwand
zu verstärken, können insbesondere an den freien Rändern von gebogenen, am oberen
Ende von Lärmschutzwänden angeordneten Filtern, weitere Filter, gegebenenfalls auch
pendelnd aufgehängt, angeordnet sein.
[0015] Um die Wirksamkeit der Filteranordnungen der erfindungsgemäßen Lärmschutzwände zu
erhöhen, können Leiteinrichtungen vorgesehen sein, welche die von sich bewegenden
Fahrzeugen erzeugten Luftströmungen verstärkt in die Filter leiten, und so die Wirksamkeit
der erfindungsgemäßen Lärmschutzwände mit Filtern zum Herausfiltern von Emissionen
(Staubpartikel, Rußpartikel und ähnliches) aus der Luft zu verstärken. Solche Leiteinrichtungen
können Leitlamellen aus Metall, Kunststoff oder Holz, Leitkanäle oder beispielsweise
eine besondere Formgebung der der Verkehrsfläche zugekehrten Wand des Filters sein.
[0016] Im Rahmen der Erfindung ist es in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Filter
bzw. Filteranordnungen im wesentlichen aus Körben bestehen, die innen - also auf ihrer
der Verkehrsfläche zugekehrten Seite - mit einer Wand mit Öffnungen, z.B. mit einem
Gitter, versehen sind, damit mit Emissionen beladene Luft wirksam in die Filter eintreten
kann. Die Außenseite, also die von der Verkehrsseite abgekehrte Seite der Körbe, kann
dicht geschlossen oder ebenfalls durch Öffnungen luftdurchlässig ausgebildet sein.
[0017] Dem oder den erfindungsgemäß vorgesehenen Filter(n) kann ein Regenschutz zugeordnet
sein, damit die erfindungsgemäß verwendeten Filtermaterialien nicht nass werden.
[0018] Die von der Verkehrsfläche abgekehrte Seite des erfindungsgemäßen Filters oder wenn
mehrere Filter vorgesehen sind, der erfindungsgemäß vorgesehenen Filter, können luftdurchlässig
ausgebildet sein, wobei zwischen den Filtern und der Lärmschutzwand bevorzugt ein
Raum vorgesehen sein kann, durch den von Emissionen ganz oder teilweise befreite Luft
abströmen kann.
[0019] Bei Ausführungsformen der Erfindung, bei welchen an der Rückseite der Filter ein
Freiraum vorgesehen ist und die Filter an ihrer Rückseite, also an der von der Fahrbahn
abgekehrten Seite luftdurchlässig ausgebildet sind, können ventilartige Anordnungen
vorgesehen sein, welche den Durchtritt von Luft durch das Filter in der Richtung lediglich
von der Verkehrsfläche weg erlauben und den Durchtritt von Luft durch das Filter zum
Verkehrsweg hin verhindern. Dies hat den Vorteil, dass Luft ausschließlich durch das
Filter strömt, wenn es durch den Druck eines vorbeifahrenden Fahrzeuges bewegter Luft
beaufschlagt wird. Beim Sog der nach dem vorbeifahrenden Fahrzeug entsteht, wird keine
Luft mehr durch das Filter zurückgesaugt und allenfalls in diesem enthaltene Emissionen,
wie Staub u.dgl., werden nicht wieder aus dem Filter herausgeblasen. Diese Ventilanordnung
kann in einer einfachen Ausführungsform eine flexible Folie oder eine Anordnung mit
mehreren lamellenartigen Folienbahnen sein, die lose der Rückseite des Filters zugeordnet
ist. Bei Druckgefälle durch das Filter, wobei der höhere Druck auf der der Fahrbahn
zugekehrten Seite vorliegt, bewegt sich die Folie von der Rückseite des Filters weg
und Luft kann durchströmen. Bei umgekehrtem Druckgefälle, also bei höherem Druck hinter
dem Filter - auf der der Fahrbahn abgekehrten Seite desselben - legt sich die Folie
an die Rückseite des Filters an und Luft kann nicht oder praktisch nicht mehr zur
Verkehrsfläche hin durch das Filter strömen.
[0020] Die an den oberen Enden von Lärmschutzwänden vorgesehenen, gebogenen Filter können
ebenfalls an ihrer Rückseite mit Luftaustrittsöffnungen ausgestattete Filterkörbe
sein. Parallel (konzentrisch) zu diesen Filtern ist eine beispielsweise ebenfalls
gebogene Wand vorgesehen, die als Regenschutz dient und welche durch Distanzstifte
in Abstand vom Filter gehalten ist. Durch das oder die Filter tretende Luft strömt
dann unterhalb der als Regenschutz dienenden Abdeckung, insbesondere zur von der Verkehrsfläche
abgekehrten Seite der Lärmschutzwand hin, ab und dann aus der Vorrichtung aus.
[0021] Die erfindungsgemäßen Filter können auch mehrlagig ausgebildet sein, wobei in den
einzelnen Lagen unterschiedliche Filterstoffe, insbesondere bei Verwendung von Hanfschäben
als Filterstoff, diese in den einzelnen Lagen mit unterschiedlichen (Haupt-)Orientierungen
ausgerichtet, vorgesehen sein können.
[0022] Im Rahmen der Erfindung besteht auch die Möglichkeit mehrere Filter vorzusehen, in
denen Filterstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften enthalten sind. Beispielsweise
besteht die Möglichkeit, Filter mit feinem Filterstoff, insbesondere in einem weiter
unten liegenden Bereich der Schallschutzwand vorzusehen, wodurch die Schalldämmung
verbessert wird, und weiter oben Filter mit gröberem Filterstoff vorzusehen, das insbesondere
zum Herausfiltern von Staub und anderen Emissionen geeignet ist.
[0023] Des weiteren kann der Filterstoff so behandelt bzw. ausgewählt werden, dass der Filterstoff
beispielsweise durch Herauswaschen von Staub und anderen Emissionen, mit denen es
beladen ist, regeneriert werden kann.
[0024] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Lärmschutzwände
ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter, in den Zeichnungen teilweise
schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele.
[0025] Es zeigt:
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer Lärmschutzwand mit Filtern;
Fig. 2 einen Teil eines Filters;
Fig. 3 eine andere Ausführungsform einer Lärmschutzwand mit Filtern;
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform einer Lärmschutzwand;
Fig. 5 eine Ausführungsform einer Lärmschutzwand mit sich über die gesamte Breite
der Verkehrsfläche erstreckenden Filtern;
Fig. 6 eine abgeänderte Ausführungsform einer sich über die gesamte Breite der Verkehrsfläche
erstreckenden Anordnung aus Lärmschutzwand und Filtern;
Fig. 7 schematisch in Draufsicht eine Ausführungsform erfindungsgemäßer Filter;
Fig. 8 und 9 schematisch ein Filter mit Leiteinrichtungen;
Fig. 10 und 11 eine andere Ausführungsform eines Filters mit Leiteinrichtungen;
Fig. 12 ein Ausführungsbeispiel für Leiteinrichtungen;
Fig. 13 ein weiteres Ausführungsbeispiel für Leiteinrichtungen;
Fig. 14 eine Lärmschutzwand mit an ihrem oberen Ende angebrachtem Filter;
Fig. 15 eine andere Ausführungsform einer Lärmschutzwand mit Filtern;
Fig. 16 eine weitere Ausführungsform einer Lärmschutzwand mit Filtern;
Fig. 17 eine im Wesentlichen konkav geformte Lärmschutzwand mit Filtern;
Fig. 18 eine Lärmschutzwand mit Glaselementen;
Fig. 19 eine Ausführungsform eines Filters, das zum Nachrüsten bestehender Lärmschutzwände
geeignet ist.
Fig. 20 eine zweischalige Ausführungsform einer Lärmschutzwand;
Fig. 21 ein Bespiel für die Verwendung der Lärmschutzwand von Fig. 20;
Fig. 22 eine weitere Ausführungsform einer Lärmschutzwand.
[0026] Bei der in Fig.1 gezeigten Ausführungsform sind Filter 1, 3, die in Körben aufgenommen
das Filtermaterial enthalten, sowohl im lotrechten Bereich einer (nicht weiter gezeigten)
Lärmschutzwand als auch am oberen Ende der Lärmschutzwand angeordnet. Dabei besteht
die Möglichkeit, dass die Filter 1 im lotrechten Teil der Lärmschutzwand und die im
oberen gebogenen Bereich vorgesehenen Filter 3 unterschiedliche Durchlässigkeiten
für Luft besitzen. Die Filter 1, 3 können mit dem Filterstoff, insbesondere Hanfschäben,
gefüllte Körbe sein, die wenigstens an ihrer der Verkehrsfläche zugekehrten Seite
mit Luftdurchtrittsöffnungen versehene, also beispielsweise gitterförmige Wände aufweisen.
Auch die von der Verkehrsfläche abgekehrten Wände der die Filter 1, 3 bildenden Körbe
können luftdurchläsig ausgebildet sein. Dies insbesondere, wenn die Filter 1, 3 im
Abstand von der Lärmschutzwand und/oder Abdeckungen angeordnet sind, sodass sich an
der Rückseite der Filter 1, 3 Kanäle bzw. Strömungswege für gefilterte Luft ergeben.
[0027] Fig. 2 zeigt einen Teil eines bogenförmigen Filters 3, wie es am oberen Ende von
Lärmschutzwänden angeordnet sein kann, und deutet an, dass Filter 3 auch nur in bestimmten
Bereichen der bogenförmigen Anordnung vorgesehen sein können, wobei auch hier unterschiedliche
Eigenschaften und Durchlässigkeiten der einzelnen Filter 3 gewählt werden können.
[0028] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform einer Lärmschutzwand mit einem Filter 1 im lotrechten
Teil und einem weiteren Filter 3 im Bereich eines schräg ausgerichteten, zur Fahrbahn
hin geneigten, oberen Teils der Lärmschutzwand.
[0029] Es besteht bei diesen Ausführungsformen (Fig. 1 bis 3) auch die Möglichkeit, Filter
3 lediglich im oberen Bereich der Lärmschutzwand, also im z.B. halbkreisförmig gekrümmten
Teil oder im schrägstehenden Teil, anzuordnen.
[0030] Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform sind Filter 3 in zwei zueinander parallel
ausgerichteten Anordnungen im Bereich des lotrechten Teils der Lärmschutzwand 5 und
am oberen Ende derselben vorgesehen. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass insbesondere
im unten liegenden Bereich, welcher der Höhe von Personenkraftwagen entspricht, eine
bessere Filterwirkung erreicht wird. Das obere Filter 3 ergibt eine optimale Filterwirkung
für Lastkraftwagen oder Autobusse.
[0031] In Fig. 5 ist eine Ausführungsform gezeigt, in der in den zu beiden Seiten einer
Verkehrsfläche angeordneten Lärmschutzwänden 5 in deren lotrechten Teil Filter 1 vorgesehen
sind, und bei der die am oberen Ende der Lärmschutzwände vorgesehenen Filter 3 in
einem sich über die gesamte Breite der Verkehrsfläche erstreckenden Dachteil 7 vorgesehen
sind. Auch hier können Bereiche mit unterschiedlicher Filterwirkung vorgesehen sein.
Es ist auch eine Ausführungsform in Betracht gezogen, bei welcher die in Fig. 5 im
Bereich der lotrechten Teile der Lärmschutzwände 5 vorgesehene Filter 1 entfallen.
[0032] In Fig. 6 ist eine Ausführungsform gezeigt, die ähnlich der von Fig. 5 ist, wobei
hier eine Anordnung von drei Filtern 3 im Bereich des Daches 7 zwischen den beiden
lotrechten Teilen der Lärmschutzwände 5 vorgesehen sind, wobei diese im oberen Bereich
angeordneten Filter 3 jeweils eben ausgebildet sind. Auch hier ist eine voll überdachte
Ausführung der erfindungsgemäßen Lärmschutzwand mit Filtern vorgesehen, die sich über
die gesamte Verkehrsfläche erstreckt.
[0033] So wie bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform können auch bei der in Fig. 6
gezeigten Ausführungsform die Filter 1, 3 unterschiedliche Eigenschaften und Durchlässigkeiten
besitzen, sodass sie optimal an die Strömungsverhältnisse in den verschiedenen Höhen
angepasst sind. Ebenso in Betracht gezogen ist eine Ausführungsform, bei welcher in
den lotrechten Teilen der Lärmschutzwände 5 keine Filter 1 vorgesehen sind.
[0034] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform in Draufsicht, bei welcher in den lotrechten Teilen
der Lärmschutzwand 5 Filter 1 vorgesehen sind. Den Filtern 1 sind Luftumlenklamellen
11 (als Leiteinrichtungen) zugeordnet, um die durch sich bewegenden Fahrzeuge bewegte
Luft sicher durch die Filter 1 zu leiten. Zusätzlich ist bei der in Fig. 7 gezeigten
Ausführungsform die Lärmschutzwand 5 in Draufsicht sägezahnartig ausgebildet, sodass
in dem im Bereich des kurzen, senkrecht zur Fahrtrichtung stehenden Abschnittes ein
erhöhter Staudruck entsteht, und Luft besonders gut durch die Filter 1 gedrückt wird.
[0035] Durch die gezahnte Ausführung der Lärmschutzwand 5 gemäß Fig. 7 werden "Staubuchten"
9 erreicht, welche eine besonders große Filterwirkung durch Leiten des Hauptluftstromes,
der von den fahrenden Fahrzeugen erzeugt wird, durch die Filter 1 bewirkt wird.
[0036] In Fig. 8 und 9 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei welcher als Leiteinrichtungen
Lamellen 11 vorgesehen sind, um das Zuführen von Luft zu den Filtern 1 in den lotrechten
Teilen der Lärmschutzwände 5 zu verbessern. Diese Leiteinrichtungen sind in dem in
Fig. 8 und 9 gezeigten Ausführungsbeispiel kiemenartige Lamellen 11, die im wesentlichen
lotrecht ausgerichtet sind.
[0037] Die in Fig. 8 und 9 gezeigten Lamellen 11 sind so ausgerichtet, dass sie entgegen
der Hauptfahrrichtung auf der Verkehrsfläche schräg ausgerichtet sind, wie dies auch
in Fig. 7 angedeutet ist.
[0038] In den Fig. 10 und 11 ist eine gegenüber den Fig. 8 und 9 geänderte Ausführungsform
vorgesehen, bei welcher die (kiemenartigen) Lamellen 11 horizontal ausgerichtet sind,
wobei sie von dem lotrechten Teil der Lärmschutzwand 5 weg zur Verkehrsfläche (Fahrbahn)
hin (in Fig. 10 nach rechts), abfallend ausgebildet sind.
[0039] Die in den Fig. 7 bis 11 gezeigten Leiteinrichtungen können Lamellen 11 sein, die
so wie in Fig. 12 gezeigt vom Filter nach außen abstehen, wobei die Lamellen 11 so
angeordnet sind, dass sie entgegen der Strömungsrichtung schräggestellt sind, wobei
die Strömungsrichtung im Wesentlichen gleich der Fahrtrichtung von Fahrzeugen auf
der Verkehrsfläche ist.
[0040] In Fig. 13 ist eine abgeänderte Ausführungsform von Leiteinrichtungen gezeigt, bei
welcher in der der Verkehrsfläche zugekehrten Wand der Körbe des Filters schräggestellte
Luftführungskanäle 12 vorgesehen sind.
[0041] In Fig. 14 ist schematisiert eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lärmschutzwand
5 mit Filter 3 dargestellt. Diese Lärmschutzwand 5 besteht aus einem in üblicher Weise
im Boden verankerten lotrechten, im gezeigten Ausführungsbeispiel ebenen, Teil und
einem bogenförmigen Filter 3, das am oberen Ende der Lärmschutzwand 5 aufgesetzt ist.
Das gebogene Filter 3 besteht aus einem Korb 15, wobei die Achse der Krümmung des
Filters 3 im Wesentlichen parallel zur Richtung der Verkehrsfläche ausgerichtet ist.
Der Korb 15 besitzt an seiner konkav gekrümmten Innenseite eine Gitterwand 17, sodass
Luft in den Korb 15 eintreten kann, und in der Luft enthaltene Teilchen (Staubpartikel,
Rußpartikel und ähnliches) durch den Filterstoff 19, beispielsweise Hanfschäben, herausgefiltert
werden. Die gefilterte Luft tritt an der Rückseite 21 des Korbes 15 durch Austrittsöffnungen
aus, und strömt unterhalb einer Regenschutzabdeckung 23, die aus Blech, Aluminium
oder Kunststoff bestehen kann, ab. Die Regenschutzabdeckung 23 ist im Abstand von
der gelochten Außenwand 21 des Korbes 15 des Filters 3 angeordnet und wird vom Korb
15 durch beliebige Distanzelemente, beispielsweise Distanzstifte 25, in Abstand gehalten.
Durch das Filter 3 gefilterte Luft tritt durch die Rückseite 21 des Korbes 15 aus
und strömt zwischen dem Korb 15 und der Regenschutzabdeckung 23 bevorzugt auf die
Außenseite der Lärmschutzwand 5 und tritt dort durch den Austrittsschlitz 27 gefiltert
aus.
[0042] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist am freien Ende des gebogenen Filters noch ein
zusätzliches Filter 30 pendelnd angeordnet. Dieses Filter 30, das vom freien Rand
des gebogenen Filters 3 pendelnd nach unten hängt, kann ebenso wie die Filter 3 selbst
beispielsweise mit Hanfschäben als Filtermaterial ausgeführt sein.
[0043] In Fig. 14 sind schematisch auch die Luftströmungen und die Schallausbreitungen gezeigt,
welche durch fahrende Fahrzeuge, im Beispiel ein Lastkraftwagen oder Bus, oder eines
Personenkraftfahrzeuges erzeugt werden.
[0044] Die erfindungsgemäße Anordnung von beispielsweise gebogenen Filtern 3 am oberen Ende
von Lärmschutzwänden 5 verkleinert auch den Austrittsbereich für Schall, sodass nicht
nur eine Filterwirkung, sondern auch eine verbesserte Schallschutzwirkung erzielt
wird, wenn diese Ausführungsform der Erfindung angewendet wird.
[0045] Fig. 15 zeigt eine Ausführungsform ähnlich der von Fig. 14, wobei im lotrechten Teil
der Lärmschutzwand 5 zusätzliche Filter 1 vorgesehen sind. Die Innenseite der Filter
1, genauer der Körbe 15 derselben, ist zusätzlich mit Luftleiteinrichtungen 11 ausgestattet.
Die Filter 3 im lotrechten Teil der Lärmschutzwand 5 sind mehrlagig (Lagen 31 und
33) ausgeführt, wobei in den einzelnen Lagen Filterstoffe mit verschiedenen Eigenschaften
verwendet werden können. Beispielsweise ist die Ausrichtung von Hanfschäben, die als
Filterstoff verwendet werden können, in den einzelnen Lagen 31 und 33 unterschiedlich.
An der Rückseite der Körbe der Lage 33 der Filter 1 ist ein Strömungskanal 35 vorgesehen,
der bis unter den Bereich des Regenschutzes 23 über den gebogenen Filter 3 am Ende
der Lärmschutzwand 5 reicht.
[0046] Es ist im Rahmen der Erfindung auch eine Ausführungsform in Betracht gezogen, bei
welcher lediglich im lotrechten Bereich der Lärmschutzwand 5 Filter 1 vorgesehen sind,
also keine schräggestellten oder gebogenen Filter 3 am oberen Ende der Lärmschutzwand
5 vorgesehen sind. Eine solche Ausführungsform ist in Fig. 16 gezeigt, wobei hier
ein Filter 1 aus zwei unterschiedlichen Lagen 31, 33 aus Filterstoff (beispielsweise
Hanfschäben) vorgesehen ist. Am oberen Ende des Filters 1 ist ein Regenschutzblech
36, das zu einer Sammelrinne 37 nach Art einer Regenrinne an der Außenseite der Lärmschutzwand
5, also an der von der Verkehrfläche abgekehrten Seite der Lärmschutzwand 5, führt.
[0047] Fig. 17 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lärmschutzwand 5, deren
vom Boden abstehender Teil mehrfach gekrümmt ist. Im Einzelnen besitzt die Lärmschutzwand
5 einen unteren, von der Verkehrsfläche weg gekrümmten Teil 51, dann zwei mit unterschiedlicher
Krümmung aneinander anschließend gekrümmte Teile 53, 55, die oben in das gebogene
Filter 3 übergehen. Am freien Ende der gebogenen Filteranordnung ist ein schwenkbares
Zusatzfilter 30 vorgesehen. An den konvex gekrümmten Teilen der Lärmschutzwand können
Bleche 57 als Schallbrecher vorgesehen sein. Zusätzlich kann ein Teil der Lärmschutzwand,
insbesondere am oberen Bereich 59 aus Glas (blendfreies Glas) ausgeführt sein. Auch
im Übergangsbereich des unteren Teils 51 der Lärmschutzwand 5 in den Teil 53 können
Profile 61 als Schallbrecher vorgesehen sein, wobei diese Profile insgesamt auch dazu
dienen können, die Luftströmung sicher zu den Filtern 1 und 3 sowie 30 der Lärmschutzwand
5 zu leiten.
[0048] Fig. 18 zeigt eine Ausführungsform ähnlich der von Fig. 17, wobei im unteren konvex
gekrümmten Bereich 51 der Lärmschutzwand 5 ein zusätzliches Filter 1 in Form eines
von der Wand nach unten schräg abstehenden Korbes vorgesehen ist. Am freien Ende des
oberen gebogengen Filters 3 ist ein zusätzliches Filter 30 pendelnd aufgehängt.
[0049] In Fig. 19 ist eine Ausführungsform eines Filters 3 gezeigt, die zum Nachrüsten bestehender
Lärmschutzwände 5 geeignet ist. Dieser besitzt an einem Ende des gebogengen Filterkorbes
15 ein U-Profil 70, mit dem sie am oberen Ende der Lärmschutzwand 5 aufgesetzt und
mit Hilfe von Klemmschrauben 71 oder ähnlichem dort befestigt wird.
[0050] An der konvex gekrümmten Innenseite des Korbes 15, die als Gitter 17 ausgebildet
ist, sind Leitbleche 11 vorgesehen, um einen sicheren Eintritt mit Emission beladener
Luft in den Filterkörper 19 (Hanfschäbenfilter) zu gewährleisten. Gefilterte Luft
tritt an der konvex gekrümmten Rückseite 21, die ebenfalls als Gitter ausgebildet
oder gelocht ist, aus und tritt unterhalb eines Wasserschutzbleches 23, das vom Filterkorb
15 durch Distanzstifte 25 in Abstand gehalten wird, durch den Schlitz 27 aus. Am freien
Ende des gebogenen Filters ist beispielsweise ein zusätzliches Filter 30 pendelnd
aufgehängt, das als Filterstoff 19 ebenfalls Hanfschäben in einem gelochten Korb enthalten
kann.
[0051] Das wenigstens eine an der erfindungsgemäßen Lärmschutzwand 5 vorgesehenes Filter
1 kann auch den nachstehenden, anhand der Fig. 20 beschriebenen Aufbau besitzen.
[0052] Dieses Filter 1 besteht aus zwei Filterlagen 75, 77, zwischen denen ein Freiraum
76 vorgesehen ist. Jede der Filterlagen 75, 77 ist zwischen - im Beispiel lotrechten
- Lochblechen 79 oder Gittern aus Metall oder Kunststoff angeordnet.
[0053] Die der Lärmquelle zugekehrte, also z.B. straßenseitig vorgesehene (in Fig. 20 rechts
angeordnete) Filterlage 77 ist diffusionsoffener, d.h. mit größeren freien Durchgangsquerschnitten
ausgebildet als die Filterlage 75 der auf von der Lärmquelle (Straße) abgekehrten
(in Fig. 20 links angeordneten, einer Lärmschutzwand 5 benachbarten) Seite des Filters
1.
[0054] An der Außenseite der Filterlage 75, die von der Lärmquelle (Straße) entfernt ist
und der Lärmschutzwand 5 benachbart angeordnet ist, kann noch eine dünne Bahn 81,
beispielsweise in Form einer Membran aus einer Kunststofffolie angeordnet sein, die
an der Oberseite der Filterlage 75 bei 83 befestigt ist und knapp neben der Filterlage
75 frei nach unten hängt.
[0055] Ein Vorteil des in Fig. 20 gezeigten Aufbaus des erfindungsgemäßen Filters 1 besteht
darin, dass die lärmquellenseitige (straßenseitige) Filterlage 77 durchdringender
Feinstaub 85 zwischen den beiden Filterlagen 75, 77 nach unten absinken und sich am
unteren Ende des Filters 1 ansammeln kann.
[0056] Dieses in Fig. 20 gezeigte Filter 1 wird beispielsweise an der Innenseite von Lärmschutzwänden
5 angebracht, so dass die Membran 81 zwischen der Lärmschutzwand 5 und der Filterlage
75 vorgesehen ist.
[0057] Ein Vorteil der zwischen der Lärmschutzwand 5 und dem Filter 1 angeordneten Membran
81 besteht darin, dass sich die Membran 81 von der der Lärmschutzwand 5 zugekehrten
Filterlage 75, bzw. dem dort vorgesehenen Lochblech 79 oder Gitter abhebt, wenn auf
das Filter durch ein vorbeifahrendes Fahrzeug Luftdruck ausgeübt wird und Luft durch
das Filter 1 strömt. Damit ist das Filter 1 beim Heranfahren eines Fahrzeuges luftdurchlässig,
da die Membran 81 von der Filterlage 75 abgehoben ist, da sie weggedrückt wird. Wenn
ein Fahrzeug vorbeigefahren ist und ein Unterdruck (Sog) entsteht, wird die Membran
81 gegen die der Lärmschutzwand 5 zugekehrte Seite der Filterlage 75 gesaugt, so dass
diese Filterlage 75 luftundurchlässig wird. So ist verhindert, dass im Filter 1 angesammelte
Feststoffteilchen 85 (Feinstaub) wieder aus dem Filter 1 herausgesaugt werden. Die
Membran 81 wirkt quasi als Ventil, das die Filterlage 75 bei Überdruck in Richtung
von der Lärmquelle weg luftdurchlässig und bei Unterdruck in Richtung zur Lärmquelle
hin luftundurchlässig macht.
[0058] Die Filterwerkstoffe in den Filterlagen 75 und 77 des in Fig. 20 gezeigten Filters
1 können aus den Werkstoffen bestehen, die auch für die anderen Filter 1 der erfindungsgemäßen
Lärmschutzwand 5 genannt sind.
[0059] Es besteht auch die Möglichkeit, auf den Lochblechen 79 oder Gittern befestigte,
z.B. aufkaschierte, Vliese als Filter vorzusehen.
[0060] Wie in Fig. 21 gezeigt, kann das Filter 1, beispielsweise das in Fig. 20 gezeigte
Filter 1, an der einer Lärmschutzquelle zugekehrten Seite einer Lärmschutzwand 5 unter
einem dachartigen Vorsprung 87 am oberen Rand der Lärmschutzwand 5 angeordnet sein.
Dieser dachartige Vorsprung überdeckt wenigstens eine Filterlage 75 des Filters 1,
kann sich aber auch über die oberen Ränder beider Filteranlagen 75, 77 erstrecken.
[0061] Bei der in Fig. 22 gezeigten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lärmschutzwand
5 ist diese auf einem Betonsockel 90 als Wand aus Elementen 92 gebildet. Die Elemente
92 selbst bestehen aus einer Beton-, Holz-, Metall-(Aluminium-), Kunststoffkonstruktion
oder aus einer Konstruktion aus wenigstens zwei der vorgenannten Werkstoffen, insbesondere
aus einer Holz-Aluminium-Konstruktion, die auch Lagen aus Hanfschäben enthalten können.
Mit Abstand von der der Lärmquelle (rechts in Fig. 22) zugekehrten Seite der Lärmschutzwand
5 ist eine Filterlage 77, insbesondere ein Hanfschäbenfilter, angeordnet, wobei der
Filterwerkstoff zwischen Gittern aus Kunststoff oder Metall (Aluminium) oder zwischen
Lochblechen 79 angeordnet ist.
[0062] Zwischen dem Filter 1 und der Lärmschutzwand 5 ist ein Kanal 35 vorgesehen, der zum
oberen Ende der Lärmschutzwand 5 hin offen ist.
[0063] Auf der der Lärmquelle zugekehrten Seite des Filters 1 sind Luftlenklamellen 11 mit
einer Ausführungsform ähnlich einer der in den Fig. 8 bis 13 gezeigten Ausführungsformen,
insbesondere der Ausführungsform nach Fig. 12 und 13, vorgesehen. Es kann auch, wie
im oberen Teil des Filters 1 angedeutet, wenigstens ein versenkter Luftleitkanal 73
vorgesehen sein.
[0064] Auf der der Lärmschutzwand 5 zugekehrten Seite des Filters 1 ist an den Kanal 35
angrenzend eine Folie 81, insbesondere eine Kunststofffolie aufgehängt. Diese Kunststofffolie
81 ist lediglich oben befestigt und hängt frei nach unten. Diese Folie 81 hat die
selben Wirkungen wie die Membran bei der in Fig. 20 gezeigten Ausführungsform, wirkt
also als Ventil, welches das Filter 1 lediglich in Richtung auf den Kanal 35 zwischen
Filter 1 und Lärmschutzwand 5, nicht aber in entgegengesetzter Richtung luftdurchlässig
macht.
[0065] Der gebogene Aufsatz der in Fig. 22 gezeigten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lärmschutzwand besitzt im wesentlichen den Aufbau, der anhand der Fig. 19 beschrieben
worden ist.
[0066] Im Rahmen der Erfindung ist auch in Betracht gezogen, dass die Lärmschutzwand Teil
eines Bauwerkes, wie eines Gebäudes, beispielsweise eines Wohnhauses oder eines Nutzbauwerkes,
ist. Dies gilt vor allem für die in Fig. 20 gezeigte Ausführungsform, aber grundsätzlich
für alle Ausführungsformen von einer Lärmschutzwand zugeordneten Filtern gemäß der
Erfindung.
[0067] Bei allen Ausführungsformen erfindungsgemäßer Lärmschutzwände ist es bevorzugt, wenn
die der Lärmquelle (Verkehrsweg, Straße u. dgl.) unmittelbar benachbarte Filteranlage
77 diffusionsoffener und/oder dünner ausgebildet sein als die der Lärmschutzwand benachbarte
Filteranlage 75.
[0068] Es ist bei Filtern 1 mit wenigstens zwei Filterlagen 75, 77 auch in Betracht gezogen
die in Fig. 20 und 22 gezeigte Membran 81 an der einen Filterlage 75 und/oder der
anderen Filterlage 77 anzuordnen.
[0069] An Stelle der durchgehenden Membran 81 können an einer oder beiden Filterlagen 75,
77 auch bewegliche, z. B. elastische , Lamellen vorgesehen sein, die nach Art eines
Lamellenvorhanges um horizontale oder vertikale Achsen verschwenkbar sind. Auch durch
diese Lamellen wird die an Hand der Membran 81 erzielte Wirkung erreicht.
[0070] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt dargestellt
werden:
[0071] Eine an einer oder zwei Seiten einer Verkehrsfläche, z.B. einer Autostraße oder Autobahn,
angeordnete Lärmschutzwand 5 besitzt Filter 1, 3, die so angeordnet und eingerichtet
sind, dass sie durch auf der Verkehrsfläche fahrende Fahrzeuge erzeugte Emissionen
herausfiltern. Dabei wird der Effekt ausgenützt, dass Fahrzeuge, insbesondere größere
Fahrzeuge beim Fahren eine Druckerhöhung bewirken, welche dazu ausgenützt wird, mit
Emissionen beladene Luft durch die Filter 1, 3 der erfindungsgemäßen Lärmschutzwand
1 zu drücken. Filter 1, 3 können bei der erfindungsgemäßen Lärmschutzwand am lotrechten
Teil der Lärmschutzwand 5 in Form ebener Filter 1 am oberen Ende der Lärmschutzwand
5 in Form gebogener Filter 3 und/oder als frei pendelnd aufgehängte Filter am freien
Rand gebogener Filter 3 ausgebildet sein. Die Filter 1, 3 sind bevorzugt mit luftdurchlässigen
Begrenzungswänden ausgebildet, so dass Luft unter Herausfiltern von Emissionen von
der Verkehrsfläche her durch die Filter 1, 3 gedrückt werden kann. Um ein Rücksaugen
von Luft zu verhindern, können den Filtern 1, 3 Anordnungen zugewendet sein, welche
das Strömen von Luft durch die Filter 1, 3 in Richtung auf die Verkehrsfläche verhindern.
Um den Eintritt von Luft zu verstärken, können den Filtern 1 Leiteinrichtungen zugeordnet
sein.
1. Lärmschutzwand mit einem im Boden verankerten, neben einer Verkehrsfläche angeordneten
Wandteil (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Lärmschutzwand (5) wenigstens ein Filter (1, 3, 30) zugeordnet ist.
2. Wand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter (1, 3, 30) als Filterstoff (19) natürliche oder synthetische, organische
oder anorganische Stoffe, wie Kunststoffe oder Zellulosematerial enthält.
3. Wand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter (1, 3, 30) als Filterstoff (19) Hanfschäben enthält.
4. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Filter (1) im im wesentlichen lotrechten Bereich der Lärmschutzwand
(5) vorgesehen ist.
5. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Filter (3)im Bereich des oberen Randes der Lärmschutzwand (5)
vorgesehen ist.
6. Wand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das am oberen Rand der Lärmschutzwand (5) vorgesehene Filter (3) gekrümmt ausgeführt
ist.
7. Wand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Rand des gekrümmt ausgebildeten Filters (3) ein weiteres Filter (30) angeordnet
ist, das lotrecht nach unten weist.
8. Wand nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das lotrecht nach unten weisende Filter (30) pendelnd aufgehängt ist.
9. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Filter (1, 3) sowohl im Bereich des lotrechten Randes der Lärmschutzwand (5) als
auch am oberen Rand derselben angeordnet sind.
10. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter (3) am oberen Rand der Lärmschutzwand (5) eben und schräg zur Lotrechten
ausgerichtet sind.
11. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter (1) im Bereich des lotrechten Teils der Lärmschutzwand (5) zur Lotrechten
schräg ausgerichtet ist.
12. Wand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter (1) schräg nach oben ansteigend ausgerichtet ist.
13. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Filter (1, 3), die an Lärmschutzwänden (5) vorgesehen sind, an beiden Seiten der
Fahrbahn einander gegenüberstehend angeordnet sind.
14. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die am oberen Bereich der Lärmschutzwände (5) vorgesehenen Filter (3) in einen sich
über die gesamte Verkehrsfläche erstreckenden diesen überdachenden Bauteil (7) angeordnet
sind.
15. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter (1, 3) an der Lärmschutzwand (5) unterschiedliche Durchlässigkeiten aufweisen.
16. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass dem Filter Luftleiteinrichtungen (11) zugeordnet sind.
17. Wand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleiteinrichtungen (11) horizontal ausgerichtete Leitwände sind.
18. Wand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleiteinrichtungen (11) lotrecht ausgerichtete Leitwände sind.
19. Wand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleiteinrichtungen Kanäle (12) in den die Filter (1, 3) zur Fahrbahn hin begrenzenden
Wänden ausgebildet sind.
20. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter (1, 3) in Körben angeordnet sind, die an ihrer der Verkehrsfläche zugekehrten
Seite als Gitter oder gelocht ausgebildete Wände besitzen.
21. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter (1, 3) wenigstens zwei Lagen Filterstoff aufweisen, wobei diese Filterstoffe
in den einzelnen Lagen des Filters (1, 3) bevorzugt unterschiedlich ausgerichtet sind.
22. Wand nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite des Korbes des Filters (1, 3), die als Gitter oder gelocht ausgebildet
ist, ein Kanal (35) zum Abführen gefilterter Luft vorgesehen ist.
23. Wand nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (35) zwischen dem Filter (1) und der Lärmschutzwand (5) ausgebildet ist.
24. Wand nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (35) zwischen dem Filter (3) und einer diesen oben abdeckenden Regenschutzwand
(23) ausgebildet ist.
25. Wand nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter von der den Kanal begrenzenden Wand durch Distanzstifte auf Abstand gehalten
ist.
26. Wand nach einem der Ansprüche 6 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass an der konvex gekrümmten Außenseite des Filters (3) eine Regenschutzwand (35) angeordnet
ist.
27. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass ein gebogen ausgebildeter am oberen Ende einer Lärmschutzwand anzubringender Filterkorb
mit Einrichtungen zum Festlegen des Filterkorbes an der Lärmschutzwand (5) ausgestattet
ist.
28. Wand nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung eine Profilschiene und Klemm- oder Befestigungsmittel aufweist.
29. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzwand (5) in Draufsicht sägezahnartig ausgeführt ist, wobei Filter (3)
in den zur Fahrtrichtung schräggestellten Abschnitten und in den zur Fahrtrichtung
normal stehenden Abschnitten vorgesehen sind.