[0001] Die Erfindung betrifft ein Fräsrad gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für eine
Schlitzwandfräse, mit einer Fräsradnabe und mindestens einem Fräszahnhalter, welcher
im Wesentlichen radial vorstehend an einer Außenseite der Fräsradnabe angeordnet ist.
[0002] Aus der DE 34 24 999 C2 ist eine Schlitzwandfräse zur Herstellung einer Schlitzwand
bekannt. Diese bekannte Schlitzwandfräse weist einen Fräsrahmen sowie an diesem unterseitig
befestigte, rotierend antreibbare Fräsräder auf. Umfangsseitig an den Fräsrädern sind
Fräszähne zum Abarbeiten von Bodenmaterial vorgesehen.
[0003] Aus der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 103 08 538 ist ein Verfahren
zur Herstellung einer Schlitzwand bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren wird die
zur Schlitzwand aushärtende Suspension unmittelbar im Schlitz selbst hergestellt.
Hierzu wird von den Fräsrädern einer Schlitzwandfräse abgetragenes Bodenmaterial durch
Wirkung der Fräsräder im Frässchlitz sozusagen "in situ" mit einem Bindemittel, insbesondere
einer abbindbaren Flüssigkeit, vermengt und dabei eine aushärtende Bindemittel-Boden-Mischung
hergestellt. Bei diesem Verfahren wird das mit dem Bindemittel durchmischte, abgeräumte
Bodenmaterial zumindest teilweise im Frässchlitz belassen, wo es zum Bilden der Schlitzwand
aushärten kann. Hierdurch entfällt die Notwendigkeit, das gesamte abgeräumte Bodenmaterial
durch Pumpeinrichtungen aufwändig nach Übertage zu fördern.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fräsrad für eine Schlitzwandfräse zur Verfügung zu stellen,
welches die Erstellung qualitativ besonders hochwertiger Schlitzwände erlaubt.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fräsrad mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Fräsrad ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Mischflügel
an der Außenseite der Fräsradnabe vorgesehen ist.
[0007] Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, am Fräsrad einen Mischflügel
zur Durchmischung der im erstellten Schlitz befindlichen Suspension vorzusehen. Ebenso
wie der Fräszahnhalter ist auch der Mischflügel an der Außenseite der Fräsradnabe
vorgesehen, die auch als Umfangsseite und/oder Mantelseite der Fräsradnabe bezeichnet
werden kann. Bei einer Drehung der Fräsradnabe im Fräsbetrieb werden somit sowohl
der Fräszahnhalter als auch der Mischflügel gedreht. Dieser drehende Betrieb des Mischflügels
sorgt für eine bessere Durchmischung und damit Homogenität der Suspension und führt
folglich zu einer verbesserten Schlitzwandqualität.
[0008] Das erfindungsgemäße Fräsrad ist besonders gut geeignet für die "in situ"-Suspensionserstellung,
bei der die zur Schlitzwand aushärtende Suspension im Frässchlitz selbst durch Vermischung
von abgearbeitetem Bodenmaterial mit einem Bindemittel erstellt wird. Da der Mischflügel
erfindungsgemäß am Fräsrad angeordnet ist, also in dem Bereich, in dem das anstehende
Bodenmaterial unmittelbar abgearbeitet wird, erlaubt die Erfindung eine besonders
wirksame Durchmischung des frisch abgearbeiteten Bodenmaterials, wodurch die Schlitzwandqualität
weiter verbessert wird.
[0009] Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass der Mischflügel von dem Fräszahnhalter beabstandet
angeordnet ist. Ein konstruktiv besonders einfaches Fräsrad ist jedoch dadurch gegeben,
dass der Mischflügel an einem Fräszahnhalter ausgebildet ist. Erfindungsgemäß können
grundsätzlich mehrere Mischflügel und/oder Fräszahnhalter vorgesehen sein, wobei bevorzugt
jeder Mischflügel an einem anderen Fräszahnhalter angeordnet ist. Besonders bevorzugt
ist es, dass vier Fräszahnhalter vorgesehen sind, wobei an zumindest dreien jeweils
ein Mischflügel angeordnet ist. Selbstverständlich können, abhängig von der axialen
Breite der Fräsradnabe, auch mehr als vier Fräszahnhalter, die über den Umfang der
Fräsradnabe verteilt angeordnet sind, vorgesehen sein. Vorteilhafterweise ist zumindest
ein Fräszahnhalter schwenkbar an der Fräsradnabe angeordnet. Durch einen solchen schwenkbaren
Fräszahnhalter kann ein Klappzahn gebildet werden, der in Axialrichtung verstellbar
ist, und der insbesondere zum Abarbeiten von Bodenmaterial unterhalb eines zur Halterung
des Fräsrades neben der Fräsradnabe angeordneten Frässchildes dienen kann. Im Zusammenhang
mit der Erfindung können die Axialrichtung und die Radialrichtung insbesondere auf
die Drehachse der Fräsradnabe bezogen sein.
[0010] Grundsätzlich kann der Mischflügel an einer beliebigen Position am Fräszahnhalter
vorgesehen sein. So kann der Mischflügel beispielsweise mittig an einer Flachseite
des Fräszahnhalters angebracht sein, die der Axialrichtung zugewandt ist. Eine besonders
gute Mischwirkung kann erfindungsgemäß dadurch erzielt werden, dass der Mischflügel
an einer Längsseite des Fräszahnhalters, insbesondere an einer beim Fräsdrehbetrieb
beströmten Anströmseite des Fräszahnhalters, angeordnet ist. Unter einer Längsseite
kann dabei insbesondere eine längs des Fräszahnhalters von der Fräsradnabe zum Fräsradumfang
verlaufende Stirnseite des Fräszahnhalters verstanden werden. Der Fräszahnhalter ist
geeigneterweise als Blech ausgebildet. Durch Anordnung des Mischflügels an der Anströmseite
kann im Bereich der Flachseiten des Fräszahnhalters ein Totwasserraum geschaffen werden,
in dem eine besonders wirksame Suspensionsdurchmischung stattfinden kann.
[0011] Für eine besonders gute Mischwirkung kann ferner vorgesehen sein, dass der Mischflügel,
bevorzugt beiderseits des Fräszahnhalters, axial am Fräszahnhalter hervorsteht. Gemäß
dieser Ausführungsform ist der Fräszahnhalter im Bereich des Mischflügels also mit
einer Wandstärkenverdickung in Axialrichtung ausgebildet. Dabei kann der Mischflügel
beispielsweise als Steg ausgebildet sein, der an einer der beiden Flachseiten des
Fräszahnhalters verläuft. Bevorzugt sind an beiden gegenüberliegenden Flachseiten
derartige Stege vorgesehen. Ein axial am Fräszahnhalter hervorstehender Mischflügel
kann aber auch dadurch erhalten werden, dass der Fräszahnhalter, beispielsweise rechtwinklig,
umgebogen und/oder zur Wandstärkenerhöhung gestaucht wird.
[0012] Ein konstruktiv besonders einfaches Fräsrad kann dadurch gegeben sein, dass der Mischflügel
eine Platte aufweist, die insbesondere zumindest annähernd senkrecht zum Fräszahnhalter
verläuft. Beispielsweise kann die Platte so an einer Längsseite des Fräszahnhalters,
insbesondere an der Anströmseite, angeordnet sein, dass der Fräszahnhalter zusammen
mit der Platte einen zumindest annähernd T-förmigen Querschnitt aufweist. Neben einer
rechtwinkligen Anordnung der Platte am Fräszahnhalter können auch anderswinklige Anordnungen
vorgesehen sein.
[0013] Die Mischwirkung kann weiter dadurch verbessert werden, dass der Mischflügel zumindest
annähernd tangential zum Umfang der Fräsradnabe gerichtet ist. Bei einer solchen Anordnung
ist es möglich, das zu vermischende Material mittels des Mischflügels an den anstehenden
Boden zu drücken, wodurch sich eine Zwangsmischung zwischen dem Mischflügel und dem
Boden ergibt.
[0014] Um einen besonders hohen Fräsfortschritt zu erzielen, kann es vorteilhaft sein, dass,
insbesondere endseitig, am Fräszahnhalter ein Fräszahn angeordnet ist. Unter der endseitigen
Anordnung kann insbesondere eine Anordnung im Bereich des Fräsradumfanges verstanden
werden. Eine konstruktiv besonders einfache Ausführung ist dabei dadurch gegeben,
dass der Fräszahn zumindest annähernd rechtwinklig zu einer Längsseite des Mischflügels,
insbesondere zur Anströmseite des Fräszahnhalters, verläuft. Vorteilhafterweise ist
der Fräszahn etwa rechtwinklig zum Mischflügel angeordnet.
[0015] Der Fräsfortschritt des erfindungsgemäßen Fräsrades kann dadurch verbessert werden,
dass eine Schneidekante des Fräszahnes gegenüber dem Mischflügel bezogen auf die Umfangsrichtung
des Fräsrades zurückversetzt ist. Gemäß dieser Ausführungsform eilt der Mischflügel
der Schneidekante also in Betriebsdrehrichtung des Fräsrades voraus.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der Fräszahn
vom Mischflügel unter Bildung eines mischflügelfreien Freiraumes beabstandet ist.
Hierdurch kann der Fräszahn beim Drehbetrieb des Fräsrades besonders wirksam von der
umgebenden Suspension beströmt werden und somit für einen guten Fräsfortschritt freigespült
werden.
[0017] Um bei einer weiter guten Mischwirkung ein Fräsrad mit einem besonders geringen Trägheitsmoment
zu erhalten, kann vorgesehen sein, dass die Anströmseite des Fräszahnhalters im Bereich
des Freiraumes unter Bildung einer Ausnehmung, insbesondere im Schnitt kreissegmentartig,
zurückversetzt ist. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Breite des Fräszahnhalters
in einem Zwischenbereich zwischen dem Mischflügel und dem Fräszahn reduziert und somit
eine Verjüngung an der Oberfläche der Flachseiten des Fräszahnhalters gegeben. Vorteilhafterweise
ist die Anströmseite im Bereich der Ausnehmung kreissegmentartig ausgebildet.
[0018] Um einen besonders großen Fräsquerschnitt zu erhalten, ist es vorteilhaft, dass zumindest
ein weiterer Fräszahnhalter schwenkbar an der Fräsradnabe angeordnet ist. Hierdurch
kann der Fräszahnhalter insbesondere in Axialrichtung verstellbar sein. Eine Schwenkachse
für den Fräszahnhalter verläuft geeigneterweise senkrecht zur Drehachse des Fräsrades,
insbesondere etwa tangential zum Umfang der Fräsradnabe. Der weitere Fräszahnhalter
kann mit oder ohne Mischflügel ausgebildet sein.
[0019] Ein weiterer Aspekt der Erfindung liegt in einer Schlitzwandfräse mit einem Rahmen,
mindestens einem am Rahmen drehbar gelagerten Fräsrad und einem Antrieb zum drehenden
Antreiben des mindestens einen Fräsrades, wobei das mindestens eine Fräsrad wie zuvor
und nachstehend beschrieben ausgebildet ist.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele, die in den
Figuren dargestellt sind, näher erläutert. In den Figuren zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Fräsrades;
- Fig. 2
- eine Frontansicht des Fräsrades aus Figur 1; und
- Fig. 3
- eine Frontansicht des unteren Bereichs einer Schlitzwandfräse, an der zwei Fräsräder
gemäß Fig. 1 und 2 angeordnet sind.
[0021] Gleichwirkende Elemente werden in allen Figuren durchgehend mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet.
[0022] Eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fräsrades 1 ist in den Figuren
1 und 2 dargestellt. Das Fräsrad 1 weist mittig eine Fräsradnabe 10 auf. Die Fräsradnabe
10 ist hülsenartig, d.h. zylindermantelartig ausgebildet und weist mittig eine Durchgangsöffnung
13 zur Aufnahme einer in Figur 3 gezeigten Antriebswelle 14, 14' auf. Daneben sind
an der Fräsradnabe umfangsseitig axial verlaufende Haltebohrungen 16 vorgesehen, mit
denen die Fräsradnabe 10 an der Antriebswelle 14, 14' festlegbar ist. An der die Umfangsfläche
bildenden Außenseite 11 der Fräsradnabe 10 sind insgesamt drei feststehende Fräszahnhalter
20, 20', 20'' angeordnet. Die Fräszahnhalter 20, 20', 20'' sind als Haltebleche ausgebildet,
die etwa radial an der Fräsradnabe 10 hervorstehen.
[0023] Wie es beispielhaft für alle Fräszahnhalter 20, 20', 20'' am Fräszahnhalter 20 gezeigt
ist, sind die Flachseiten 60, 60' des Fräszahnhalters 20 der Axialrichtung zugewandt
angeordnet, d.h. sie verlaufen zumindest annähernd senkrecht zur Axialrichtung. Wie
es am Beispiel des Fräszahnhalters 20 ferner gezeigt ist, verlaufen die beiden Längsseiten
61, 62 des Fräszahnhalters 20 spitzwinklig zur Außenseite 11 der Fräsradnabe 10. Hierdurch
steht der Fräszahnhalter 20 nicht exakt radial von der Fräsradnabe 10 ab, sondern
ist gegen die Betriebsdrehrichtung D nach hinten angestellt.
[0024] An der in Betriebsdrehrichtung D vorauseilenden Längsseite 62 des Fräszahnhalters
20, d.h. an dessen Anströmseite 22, ist ein Mischflügel 40 vorgesehen. Dieser Mischflügel
40 ist in Form einer ebenen Platte ausgebildet, die unter Bildung eines T-Profils
rechtwinklig am Fräszahnhalter 20 angeschweißt ist. Ausgehend von der Außenseite 11
der Fräsradnabe 10 verläuft der Mischflügel 40 dabei tangential zu dieser Außenseite
11 entlang der vorauseilenden Längsseite 62 des Fräszahnhalters 20 nach außen. Durch
den Mischflügel 40 ist am Fräszahnhalter 20 anströmseitig ein Bereich gebildet, in
dem die Wandstärke des Fräszahnhalters 20 stufenartig gegenüber einem an den Flachseiten
60, 60' angeordneten, rückwärtigen Bereich 27, 27' des Fräszahnhalters 20 vergrößert
ist. Diese Änderung der Wandstärke in Anströmrichtung kann bei Drehung des Fräsrades
1 zu Verwirbelungen führen, die insbesondere im rückwärtigen Bereich 27, 27', der
auch als Totwasserraum bezeichnet werden kann, zu einer besonders guten Vermischung
der Suspension führen können.
[0025] Außenseitig, d.h. in einem Bereich nahe dem Fräsradumfang, ist am Fräszahnhalter
20 ein Fräszahn 50 vorgesehen. Der Fräszahn 50 weist eine spitz zulaufende Schneidekante
51 zum Abarbeiten von anstehendem Bodenmaterial auf. Der Fräszahn 50 ist zumindest
annähernd spiegelsymmetrisch aufgebaut, wobei die Schneidekante 51 auf der entsprechenden
Symmetrieebene liegt. Der Fräszahn 50 ist so angeordnet, dass seine Symmetrieebene
und/oder seine Längsachse zumindest annähernd senkrecht zum Mischflügel 20 und/oder
der vorderen Längsseite 62 des Fräszahnhalters 20 verläuft.
[0026] Der Fräszahn 50 ist, ebenso wie der Mischflügel 40, an der Anströmseite 22 des Fräszahnhalters
20 vorgesehen. Dabei reicht der Mischflügel 40 jedoch nicht bis an den Fräszahn 50
heran. Vielmehr ist der Fräszahn 50 beabstandet vom Mischflügel 40 angeordnet. In
einem Zwischenbereich zwischen dem Fräszahn 50 und dem Mischflügel 40 wird dadurch
ein Freiraum 24 gebildet, in dem anströmseitig kein Mischflügel 40 vorgesehen ist,
und der somit als mischflügelfreier Freiraum 24 bezeichnet werden kann. Im Bereich
dieses Freiraums 24 ist der Fräszahnhalter 20 mit einer Verjüngung ausgebildet, in
der die in Umfangsrichtung gemessene Breite des Fräszahnhalters 20 ausgehend vom Mischflügel
40 zum Fräszahn 50 hin abnimmt. Zur Bildung dieser Verjüngung verläuft die Anströmseite
22 des Fräszahnhalters 20 ausgehend vom Mischflügel 40 in Form eines Kreissegmentes
zum Fräszahn 50 hin. Durch die Verjüngung ist im Bereich zwischen dem Fräszahn 50
und dem Mischflügel 40 in den Flachseiten 60, 60' eine kreissegmentartige Ausnehmung
26 ausgebildet. Zur Unterstützung der Schneidewirkung kann die Anströmseite 22 des
Fräszahnhalters 20 im Bereich des Freiraumes 24 unter Ausbildung einer Kante 65 spitz
zulaufend ausgebildet sein.
[0027] Die verbleibenden Fräszahnhalter 20', 20" sind im Wesentlichen identisch zum Fräszahnhalter
20 ausgeführt und weisen ebenfalls Mischflügel 40', 40'' und Fräszähne 50', 50" auf.
Dabei sind die einzelnen Fräszahnhalter 20, 20', 20'' an der Außenseite 11 der Fräsradnabe
10 unter einem Winkelversatz von jeweils etwa 90° angeordnet. Wie insbesondere Figur
1 zu entnehmen ist, sind die einzelnen Fräszahnhalter 20, 20', 20'' darüber hinaus
mit einem axialen Versatz an der Außenseite 11 der Fräsradnabe 10 angeordnet.
[0028] Neben den feststehenden Fräszahnhaltern 20, 20', 20'' ist auch ein weiterer Fräszahnhalter
30 vorgesehen, der schwenkbar an der Außenseite 11 der Fräsradnabe 10 angelenkt ist.
Die Schwenkachse verläuft dabei senkrecht zur Drehachse des Fräsrades 1, so dass der
Fräszahnhalter durch die Verschwenkung in Axialrichtung verstellbar ist. Am weiteren
Fräszahnhalter 30 ist ein weiterer Fräszahn 32 angeordnet, der wie die Fräszähne 50,
50', 50'' aufgebaut ist.
[0029] Der untere Teil einer erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse ist in Figur 3 dargestellt.
Die Schlitzwandfräse weist einen Rahmen 70 auf, an dem bodenseitig zwei Fräsräder
1, 1' angeordnet sind. Die Fräsräder 1, 1' sind dabei spiegelsymmetrisch und wie in
den Figuren 1 und 2 beschrieben aufgebaut. Mittig zwischen den beiden Fräsrädern 1,
1' ist am Rahmen 70 eine Flüssigkeitszuführeinrichtung 80 zum Zuführen einer aushärtbaren
Flüssigkeit in den Schlitz vorgesehen.
[0030] Beim Fräsbetrieb werden die beiden Fräsräder 1, 1' mit entgegengesetzten Betriebsdrehrichtungen
D, D' betrieben. Die in Drehrichtung vorne an den Fräszahnhaltern 20 angeordneten,
als Platten oder Leisten ausgebildeten Mischflügel 40 fördern dabei die aus der Flüssigkeitszuführeinrichtung
80 austretende Flüssigkeit nach unten, wo sie in den von den Fräszähnen 50 abgetragenen
Boden eingemischt wird. Dabei können die Mischflügel 40 die Flüssigkeit und/oder die
Mischung gegen den anstehenden Boden drücken, wodurch eine Zwangsmischung zwischen
den Mischflügeln 40 und dem Boden bewirkt werden kann.
[0031] Außenseitig an der Schlitzwandfräse fördern die Fräszahnhalter 20 mit ihren Mischflügeln
40 bei Betrieb in Betriebsdrehrichtung D, D' das abgearbeitete Bodenmaterial nach
oben und von der Fräsradnabe 10 weg. Dabei kann es hinter den Mischflügeln 40 zu einer
Entspannung und weiteren Durchmischung der Suspension kommen. Durch die Fräszähne
50, die insbesondere voreilend ausgebildet werden können, wird weiteres Bodenmaterial
gelöst und mit der Suspension vermischt.
[0032] An dem Rahmen 70 sind Räumplatten 72 vorgesehen, die zwischen den axial benachbarten
Fräszähnen 50, 50', 50'' der axial benachbarten Fräszahnhalter 20, 20', 20'' hindurch
stehen, und die für eine Zwangsmischung und/oder für ein Abstreifen von Material sorgen,
welches an den Fräszähnen 50, 50', 50'' anhaftet.
1. Fräsrad für eine Schlitzwandfräse mit
- einer Fräsradnabe (10) und
- mindestens einem Fräszahnhalter (20, 20', 20''), welcher im Wesentlichen radial
vorstehend an einer Außenseite der Fräsradnabe (10) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass mindestens ein Mischflügel (40, 40', 40'') an der Außenseite (11) der Fräsradnabe
(10) vorgesehen ist.
2. Fräsrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mischflügel (40, 40', 40'') an einem Fräszahnhalter (20, 20', 20'') ausgebildet
ist.
3. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mischflügel (40, 40', 40'') an einer Längsseite des Fräszahnhalters (20, 20',
20''), insbesondere an einer beim Fräsdrehbetrieb beströmten Anströmseite (22) des
Fräszahnhalters (20, 20', 20''), angeordnet ist.
4. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mischflügel (40, 40', 40''), bevorzugt beiderseits des Fräszahnhalters (20, 20',
20''), axial am Fräszahnhalter (20, 20', 20'') hervorsteht.
5. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mischflügel (40, 40', 40'') eine Platte aufweist, die insbesondere zumindest
annähernd senkrecht zum Fräszahnhalter (20, 20', 20'') verläuft.
6. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mischflügel (40, 40', 40") zumindest annähernd tangential zum Umfang der Fräsradnabe
(10) gerichtet ist.
7. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass, insbesondere endseitig, am Fräszahnhalter (20, 20', 20'') ein Fräszahn (50, 50',
50'') angeordnet ist, welcher bevorzugt zumindest annähernd rechtwinklig zu einer
Längsseite des Mischflügels (40, 40', 40'') verläuft.
8. Fräsrad nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Schneidekante (51) des Fräszahns (50, 50', 50") gegenüber dem Mischflügel (40,
40' 40'') bezogen auf die Umfangsrichtung des Fräsrades (20, 20', 20'') zurückversetzt
ist.
9. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fräszahn (50, 50', 50'') vom Mischflügel (40, 40', 40'') unter Bildung eines
mischflügelfreien Freiraumes (24) beabstandet ist.
10. Fräsrad nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anströmseite (22) des Fräszahnhalters (20, 20', 20'') im Bereich des Freiraums
(24) unter Bildung einer Ausnehmung (26), insbesondere im Schnitt kreissegmentartig,
zurückversetzt ist.
11. Fräsrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein weiterer Fräszahnhalter (30) schwenkbar an der Fräsradnabe vorgesehen
ist.
12. Schlitzwandfräse mit
- einem Rahmen (70),
- mindestens einem am Rahmen (70) drehbar gelagerten Fräsrad (1, 1') und
- einem Antrieb zum drehenden Antreiben des mindestens einen Fräsrades (1, 1'),
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Fräsrad (1, 1') nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet
ist.