[0001] Die Erfindung betrifft ein Abschalelement.
[0002] Vor dem Betonieren eines Betonierabschnittes wird üblicherweise eine Verschalung
errichtet, in welche Flüssigbeton zur Ausbildung der Betonierabschnitte eingegossen
wird. Eine solche Verschalung ist in der Regel aus Schalungsplatten zusammengesetzt,
die meistens aus Holzbrettern bestehen. Es sind auch Schalungsplatten aus Stahl, Kunststoff
oder Aluminium bekannt.
[0003] Derartige Betonierabschnitte sind horizontale Boden- oder Dekkenteile oder vertikale
Wandteile, die jeweils zwei zueinander parallel angeordnete großflächige Seitenflächen
und vier schmale Stirnflächen aufweisen.
[0004] Bei horizontalen Betonierabschnitten, den Boden-und Deckenabschnitten, werden an
der Unterseite des zu errichtenden Betonierabschnittes und an dessen Stirnflächen
Verschalungsplatten angeordnet, die eine wannenförmige Verschalung bilden. Bei der
Errichtung von vertikalen Betonierabschnitten, den Wandabschnitten, werden Verschalungsplatten
für beide vertikalen, großflächigen Seitenflächen und für die vertikalen Stirnflächen
errichtet, die eine schmale, langgestreckte, kastenförmige Verschalung bilden. Die
Verschalungen werden mit flüssigem Beton ausgegossen. Nach dem Erhärten des Betons
wird der Betonierabschnitt durch Entfernen der Verschalung freigelegt.
[0005] Nach DIN 1045 sind großflächige Betonierabschnitte in mehrere Teilabschnitte aufzuteilen,
so daß zwischen den Teilabschnitten Dehn- bzw. Arbeitsfugen gebildet werden, die sich
an den Stoßbereichen der Teilabschnitte befinden.
[0006] Zur Herstellung solcher Teilabschnitte werden in die Verschalung von horizontalen
Betonierabschnitten einzelne Bereiche durch vertikale in die wannenförmige Verschalung
eingestellte Verschalungsplatten abgetrennt.
[0007] Nachfolgend werden die wannenförmige Verschalung für die horizontalen Betonierabschnitte
und die kastenförmige Verschalung für die vertikalen Betonierabschnitte unter dem
Begriff "Hauptverschalung" zusammengefaßt und die in die Hauptverschalung eingebrachte
Verschalung zur Unterteilung des Betonierabschnittes in Betonier-Teilabschnitte als
"Trennverschalung" bezeichnet.
[0008] Beim Ausgießen einer durch eine Trennverschalung in mehrere Teilabschnitte unterteilte
Hauptverschalung wird in einem ersten Vergießvorgang nur jeder zweite Teilabschnitt
vergossen, so daß die hierzu benachbarten Teilabschnitte frei von Beton sind. Nach
dem Erhärten des Betons wird die Trennverschalung entfernt und die freien Teilabschnitte
vergossen. Nach dem ersten Vergießvorgang ergibt sich somit ein Muster, in dem die
ausgegossenen und die nicht ausgegossenen Betonier-Teilabschnitte ähnlich wie in einem
Schachbrett die schwarzen und weißen Felder angeordnet sind.
[0009] Beim Einschalen einer Trennverschalung für einen bewehrten Betonierabschnitt muß
die Trennverschalung im Bereich von kreuzenden Bewehrungsstreben an diese angepaßt
werden. Hierbei werden einzelne Schalungselemente um die Bewehrungsstreben herum zusammengesetzt
und miteinander vernagelt. Das Einschalen von bewehrten Betonierabschnitten verursacht
deshalb einen erheblichen Arbeitsaufwand. Beim Ausschalen nach dem Betonieren müssen
die Schalungselemente wieder entfernt werden, wobei die die Bewehrungsstreben umgreifenden
Bereiche der Trennverschalung herausgebrochen werden. Das Ausschalen ist deshalb mindestens
genauso arbeitsintensiv wie das Einschalen. Das Unterteilen von bewehrten Betonierabschnitten
in einzelne Betonier-Teilabschnitte ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden,
da die Trennverschalung an die Bewehrung angepaßt und nach dem Vergießen aus der Bewehrung
ausgelöst werden muß.
[0010] Bei vertikalen Betonierabschnitten ist eine derartige Unterteilung in mehrere Teilabschnitte
nicht üblich, da zwischen den gegenüberliegenden Verschalungsbrettern der kastenförmigen
Verschalung weitere Verschalungsbretter eingepaßt werden müssten und dies einen erheblichen
Aufwand darstellen würde. Deshalb werden bei der Errichtung von Wandabschnitten zur
gezielten Rißerzeugung Sollriß-Fugenschienen (DE 44 22 648 A1) eingesetzt, die an
bestimmten Stellen einen gezielten Riß erzeugen, der nachträglich abgedichtet werden
kann. Hierdurch wird die Dichtfunktion der Wand sichergestellt. Eine Unterteilung
in mehrere Betonier-Teilabschnitte ist mit diesen Sollriß-Fugenschienen jedoch nicht
möglich. Durch das Vorsehen von Sollrissen kann ein großflächiger und dichter Betonierabschnitt
hergestellt werden. Jedoch bilden die Sollrisse an der Oberfläche der Betonierabschnitte
keine geradlinige Sichtkante, sondern weisen einen unregelmäßigen Verlauf auf, der
einen negativen optischen Eindruck hinterläßt.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abschalelement zu schaffen, das den
Arbeitsaufwand beim Errichten einer Trennverschalung erheblich vereinfacht und ein
schnelles Ausgießen der Verschalung mit flüssigem Beton erlaubt sowie eine Fugenabdichtung
ermöglicht.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Abschalelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0013] Das erfindungsgemäße Abschalelement zum Trennen eines Betonierabschnittes in Betonier-Teilabschnitte
weist eine streifenförmige Form auf und ist in seiner Breite der Dicke des Betonierabschnittes
angepaßt. Das Abschalelement weist zwei aus einem dünnwandigen, blechartigen Material
ausgebildete Verschalungslatten auf, die nach dem Ausgießen der Betonier-Teilabschnitte
zwischen den Betonier-Teilabschnitten verbleiben können.
[0014] Durch die dünnwandige, blechartige Ausbildung des Abschalelementes ist es nicht notwendig,
daß das Abschalelement bzw. die Verschalungslatten zwischen den Betonier-Teilabschnitten
entfernt werden müssen. Dies bewirkt eine erhebliche Arbeitserleichterung beim Vergießen
des flüssigen Betons, da alle Betonier-Teilabschnitte gleichzeitig vergossen werden
können und das Gießen des gesamten Betonierabschnittes nicht in zwei Betoniervorgänge
unterteilt werden muß. Die zum Vergießen eines großflächigen Betonierabschnittes notwendige
Zeitdauer kann mit dem erfindungsgemäßen Abschalelement auf etwa 1/4 der herkömmlichen
zum Vergießen des flüssigen Betons notwendigen Arbeitszeit vermindert werden.
[0015] Zudem kann bei horizontalen Betonierabschnitten die Oberkante des Abschalelementes
nach dem Gießen des Betons als Abstreifkante verwendet werden, um den flüssigen Beton
mit einer Abstreifleiste gleichmäßig ebenflächig über die einzelnen Betonier-Teilabschnitte
zu verteilen. Dies bedeutet eine wesentliche Arbeitserleichterung.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Abschalelement mit Ausnehmungen für
Bewehrungsstreben versehen, so daß sich die Bewehrungsstreben im Bereich der Ausnehmungen
durch das Abschalelement hindurch erstrecken können, wodurch ein weiterer bedeutender
Vorteil der Erfindung erzielt wird. Dieses Abschalelement kann einfach und schnell
als Trennverschalung in eine Hauptverschalung eingesetzt werden, selbst wenn sich
die Trennverschalung mit Bewehrungsstreben einer Bewehrung kreuzen sollte, da das
Abschalelement einfach und schnell an den Bewehrugsstreben angesetzt werden kann.
[0017] Die durch das erfindungsgemäße Abschalelement ausgebildeten Fugen weisen einen ästhetisch
ansprechenden geradlinigen Verlauf auf. Insbesondere, wenn das Abschalelement in seinen
zur Sichtseite des Betonierabschnittes angrenzenden Randbereich als Dreikantleiste
ausgebildet ist, ergibt sich ein formschöner Fugenverlauf, da sich an der relativ
breiten Kante keine Betonüberbrückungen ausbilden können.
[0018] Das Abschalelement ist mit einem oder mehreren Funktionselementen, wie einem Injektionskanal,
einem Injektionsschlauch, einem Quellband oder Querstegen versehen, die die Dichtheit
der Fuge zwischen zwei durch das erfindungsgemäße Abschalelement getrennte Betonier-Teilabschnitte
sicherstellen. Die Funktionselemente können einzeln oder in Kombination vorgesehen
sein.
[0019] Die Erfindung wird beispielhaft anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Bereich eines erfindungsgemäßen Basisabschalelements ohne Injektionskanal in
der Seitenansicht;
- Fig. 2
- einen Endbereich eines erfindungsgemäßen Abschalelements ohne Injektionskanal in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 3a bis 3c
- jeweils eine Stirnansicht eines Verbindungselementes;
- Fig. 4 bis 11
- jeweils einen Endbereich eines erfindungsgemäßen Abschalelementes (Fig. 4 bis 7 und
10 und 11 jeweils ohne Injektionskanal).
[0020] In Fig. 1 ist ein Bereich eines erfindungsgemäßen Basisabschalelementes nach einem
ersten Ausführungsbeispiel abgebildet.
[0021] Dieses Abschalelement ist aus einer einzigen streifenförmigen, ebenflächigen Fugenlatte
1 ausgebildet. Die Fugenlatte 1 besteht aus einem blechartigen, dünnwandigen Material.
Blechartig bedeutet, daß die Fugenlatte 1 ein im wesentlichen flächiges, dünnwandiges
Element ist, das ähnlich wie ein dünnes Metallblech eine gewisse Eigensteifigkeit
aufweist. Die Fugenlatte 1 ist aus Kunststoff ausgebildet.
[0022] Die streifenförmige Fugenlatte 1 weist zwei lange Längskanten 2 und zwei kurze Stirnkanten
3 auf, die zwei Seitenflächen 4 begrenzen. In die Fugenlatte 1 sind Ausnehmungen in
Form von Schlitzen 5 eingebracht, die an den Längskanten 2 offen münden. Die Schlitze
werden von Bewehrungsstreben 6 durchgriffen, wobei die Öffnung der Schlitze 5 durch
ein Abdeckelement 7 geschlossen ist, so daß nur ein schmaler Spalt 8 zwischen den
Bewehrungsstreben 6 und der Fugenlatte 1 verbleibt. Das Abdeckelement 7 kann aus einem
Kunststoffplättchen bestehen, das mit Rastarmen versehen ist, um an der Fugenlatte
1 rastend gehaltert zu werden. Es ist aber auch möglich, lediglich ein Klebeband als
Abdeckelement 7 vorzusehen.
[0023] Das erfindungsgemäße Abschalelement wird beim Einschalen in eine Hauptverschalung
als Trennverschalung eingesetzt, so daß die Hauptverschalung in mehrere Teilbereiche
unterteilt wird. Die Verschalungslatte 1 wird hierbei etwa horizontal zwischen den
Bewehrungsstreben 6 eingeführt und in eine vertikale Stellung verdreht, so daß die
Schlitze 5 von den Bewehrungsstreben 6 durchgriffen werden. Die Schlitze 5 werden
dann mit den Abdeckelementen 7 abgeschlossen, so daß nur ein schmaler Spalt 8 zwischen
den Bewehrungsstreben 6 und der Verschalungslatte 1 verbleibt, durch den nur geringste
Mengen an flüssigen Beton beim Vergießen hindurchtreten können. Die Verschalungslatte
1 wird in an sich bekannter Weise durch Stützelemente fixiert und/oder an der Bewehrung
befestigt.
[0024] Nach dem Einschalen wird die Verschalung mit flüssigem Beton ausgegossen. Alle Teilabschnitte
können gleichzeitig mit Beton vergossen werden, so daß der gesamte Betonierabschnitt
in einem einzigen Betoniervorgang vergossen werden kann. Der flüssige Beton wird dann
mit einer Abstreifleiste verstrichen, wobei die Oberkante des Abschalelementes als
Abstreifkante dient und auf einfache Art und Weise eine gleichmäßige, ebenflächige
Verteilung des füssigen Betons ermöglicht.
[0025] Das erfindungsgemäße Abschalelement kann einfach und sehr schnell in die Hauptverschalung
eingesetzt und fixiert werden. Hierdurch wird gegenüber einer herkömmlichen Trennverschalung
ein beträchtlicher Zeitgewinn erreicht.
[0026] Da die erfindungsgemäßen Abschalelemente mit der Oberfläche der Betonier-Teilabschnitte
fluchten und aus einem blechartigen Material ausgebildet sind, müssen sie nicht entfernt
werden, so daß der gesamte Betonierabschnitt in einem einzigen Betoniervorgang vergossen
werden kann. Dies bewirkt einen erheblichen Zeitvorteil gegenüber dem herkömmlichen
Vergießverfahren, bei dem in mehreren Arbeitsvorgängen die einzelnen Betonier-Teilabschnitte
vergossen werden.
[0027] Die Verschalungslatte 1 wird auf Anforderung des Kunden werkseitig vom Hersteller
der Abschalelemente aus großflächigen Kunststoffplatten geschnitten. Entsprechend
den Kundenangaben werden in die Verschalungslatte 1 die Schlitze 5 eingefräst. Die
Anordnung der Schlitze 5 entspricht der Anordnung der Bewehrungsstreben, die oftmals
mit gleichen üblichen Abständen zueinander angeordnet sind. Für derartige Standardanordnungen
der Schlitze 5 kann die Verschalungslatte 1 auch in üblichen Breiten kundenunabhängig
gefertigt werden.
[0028] Fig. 2 zeigt einen Endbereich eines erfindungsgemäßen Abschalelementes.
[0029] In diesem Ausführungsbeispiel ist an jeder der beiden Längskanten der Verschalungslatte
1 ein Verbindungselement 14 angeordnet. Das Verbindungselement 14 ist ein langgestrecktes
Kunststoff- oder Metallprofil, das einen etwa H-förmigen Querschnitt mit zwei Seitenwandungen
15 und zwei kurzen Verbindungsstegen 16 aufweist, die im mittigen Bereich der Seitenwandungen
15 angeordnet sind und sich zwischen den Seitenwandungen 15 mit etwas Abstand zueinander
erstrecken, so daß ein kleiner Kanal 17 zwischen den Verbindungsstegen 16 und den
Seitenwandungen 15 ausgebildet ist.
[0030] An der vom Kanal 17 abgewandten Seite der Verbindungsstege 16 begrenzen jeweils einer
der Verbindungsstege 16 und die Seitenwandungen 15 eine U-förmige Ausnehmung 19 zur
Aufnahme der Verschalungslatte 1 im Bereich ihrer Längskante bzw. zur Aufnahme einer
weiteren Verschalungslatte 20 im Bereich ihrer Längskante.
[0031] Das in Fig. 2 abgebildete Ausführungsbeispiel weist insgesamt drei Verschalungslatten
1, 20 auf, die mit zwei Verbindungselementen 14 zu einem Abschalelement zusammengesetzt
sind. Nachfolgen wird die mittlere Verschalungslatte 1 als "Basisverschalungslatte"
1 und die beiden seitlich an die Basisverschalungslatte 1 angesetzten Verschalungslatten
20 als "Aufsatzverschalungslatte" 20 bezeichnet.
[0032] Die Aufsatzverschalungslatte 20 ist ein flächiges Element, das wie die Basisverschalungslatte
1 vorzugsweise aus einem blechartigen und daher eigensteifen Kunststoff- oder Metallstreifen
ausgebildet ist. Die Aufsatzverschalungslatte 20 weist zwei lange Längskanten 21a
und zwei kurze Stirnkanten 21b auf. Mit einer Längskante 21a ist die Aufsatzverschalungslatte
20 in eine der Ausnehmungen 19 des Verbindungselementes 14 eingesteckt. An der dem
Verbindungselement 14 gegenüberliegenden Seitenkante 21a der Aufsatzverschalungslatte
20 ist eine Dreikantleiste 22 ausgebildet. Die Dreikantleiste 22 weist im Querschnitt
die Form eines im wesentlichen gleichseitigen Dreiecks auf und ist einstückig an der
Aufsatzverschalungslatte 20 ausgebildet, wobei die Dreikantleiste 22 mit einer Dreiecks-Basisfläche
23 nach außen angeordnet und mit seiner, der Dreiecks-Basisfläche 23 gegenüberliegenden
Spitze 24 an die Aufsatzverschalungslatte 20 angebunden ist. Die Dreiecks-Basisfläche
23 der Dreikantleiste 22 ist quer zur Aufspannebene der Aufsatzverschalungslatte 20
angeordnet. Im Bereich der in das Verbindungselement 14 eingesteckten Längskante 21a
der Aufsatzverschalungslatte 20 sind senkrecht zur Längskante 21a verlaufende Schlitze
5 eingebracht, die von einer Bewehrung eines zu fertigenden Betonierabschnittes durchsetzt
werden können.
[0033] Das in mehrere Verschalungslatten 1, 20 aufgeteilte Abschalelement kann sehr einfach
als Trennverschalung in eine Hauptverschalung eingesetzt werden, selbst wenn Bewehrungsstreben
die Trennverschalung kreuzen sollten.
[0034] Die Basisverschalungslatte 1 wird mit den aufgesteckten Verbindungselementen 14 zwischen
den Bewehrungsstreben 6 eingeführt und die Aufsatzverschalunglatten 20 werden an die
Basisverschalungslatte 1 angesetzt. Die Schlitze 5 der Aufsatzverschalungslatte 20
sind an ihrer offenen Seite durch das Verbindungselement 14 abgeschlossen und umschließen
zusammen mit dem Verbindungselement 14 jeweils eine Bewehrungsstrebe 6. Die Breite
der Basisverschalungslatte 1 ist somit etwas geringer als der Abstand zwischen einer
oberen und unteren Bewehrungsstrebe einer Bewehrung und die Breite der Aufsatzverschalungslatte
20 entspricht der Überdeckung des Betonierabschnittes über der Bewehrung.
[0035] Das erfindugsgemäße Abschalelement reduziert somit den bisher sehr aufwendigen Anpaßvorgang
der Trennverschalung an die Bewehrungsstreben auf lediglich ein Zusammenstecken der
Basisverschalungslatte 1 und der Aufsatzverschalungslatte 20.
[0036] Die Aufsatzverschalungslatten 20 bilden mit ihren Dreiecks-Basisflächen 23 jeweils
eine äußere Begrenzungskante 26 des Abschalelementes. Die Erfindung ist jedoch nicht
auf ein Abschalelement mit zwei oder mehr Aufsatzverschalungslatten 20 beschränkt;
im Rahmen der Erfindung liegt auch eine Ausführungsform, bei der ein Abschalelment
aus einer einzigen Basisverschalungslatte 1 und einer einzigen Aufsatzverschalungslatte
20 zusammengesetzt sind.
[0037] Das Verbindungselement 14 kann, wie in Fig. 2 gezeigt, aus einem H-förmigen Profil
bestehen, in das jeweils eine Basisverschalungslatte 1 und eine Aufsatzverschalungslatte
20 eingesetzt werden und durch Reibschluß gehaltert sind.
[0038] Zur Erhöhung der Haltekraft kann das H-förmige Profil an den Innenflächen der Seitenwandungen
15 mit einer Schrägverzahnung 27 versehen sein (Fig. 3a). Die Zähne 27a der Schrägverzahnung
27 weisen jeweils eine in Richtung zum Verbiridungssteg 16 von den Innenflächen der
Seitenwandung 15 schräg ansteigende Flanke 28 und eine senkrecht zur Seitenwandung
15 abfallende Flanke 29 auf, so daß sich die Zähne 27a wie Widerhaken an einer eingesteckten
Verschalungslatte 1, 20 festkrallen.
[0039] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verbindungselement 14 aus einer Schraubklemme
30 ausgebildet, die zwei streifenförmige Platten 31 aufweist (Fig. 3b). In den Platten
31 sind quermittig, paarweise gegenüberliegend Löcher eingebracht, welche von Schrauben
32 durchgriffen werden, die jeweils mit einer Mutter 33 gesichert sind. Die Platten
31 sind jeweils an ihrer zueinander gegenüberliegenden Fläche im quermittigen Bereich
mit einem podestähnlichen Profilsteg 34 gleicher Breite versehen. Diese Profilstege
34 weisen Längskanten 35 auf, die als Anschläge beim Einführen der Basisverschalungslatte
1 bzw. der Aufsatzverschalungslatte 20 in den Zwischenraum zwischen den Platten 31
dienen. An den zueinander gegenüberliegenden Flächen der Platten 31 sind von den Profilstegen
34 seitlich versetzt angeordnete Dorne 36 ausgebildet.
[0040] Mit dieser Schraubklemme 30 kann eine Basisverschalungslatte 1 mit einer Aufsatzverschalungslatte
20 verbunden werden, indem die Basisverschalungslatte 1 und die Aufsatzverschalungslatte
20 mit ihren Längskanten in den Zwischenraum zwischen den streifenförmigen Platten
31 bis jeweils zu einer Längskante 35 der Profilstege 34 eingeführt werden, wobei
dann durch Festziehen der Schraubverbindungen, bestehend aus den Schrauben 32 und
den Muttern 33, die Verschalungslatten 1, 20 durch die Platten 31 festgeklemmt werden
und die Dorne 36 in die Verschalungslatten 1, 20 getrieben werden.
[0041] In Fig. 3c ist eine Ausführungsform des Verbindungselementes 14 dargestellt, das
als Schweißelement 40 ausgebildet ist. Das Schweißelement 40 weist ein im Querschnitt
H-förmiges Profil mit zwei Seitenwandungen 15 und einem Verbindungssteg 16 auf, so
daß zwei U-förmige Ausnehmungen 19 am Verbindungselement 14 ausgebildet sind. Das
Schweißelement 40 ist aus Kunststoff ausgebildet. In den U-förmigen Ausnehmungen 19
ist jeweils ein Kunststoff-Schweißdraht 41 zum Kunststoffschweißen angeordnet. An
das Schweißelement 40 kann eine aus Kunststoff bestehende Verschalungslatte 1, 20
mit einem an sich bekannten Kunststoff-Schweißverfahren, wie z.B. Ultraschall-Schweißen,
geschweißt werden. Hierdurch wird eine hochfeste Verbindung zwischen der Basisverschalungslatte
1 und der Aufsatzverschalungslatte 20 hergestellt.
[0042] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abschalelementes weist die
Basisverschalungslatte 1 Löcher 42 auf (Fig. 4), die in regelmäßigen Abständen in
der Basisverschalungslatte 1 eingebracht sind und eine Perforation bilden. Eine solche
perforierte Basisverschalungslatte 1 wird bevorzugt bei zähflüssigem Beton eingesetzt.
Der Durchmesser der Löcher 42 ist so gewählt, daß nur kleinste Mengen an flüssigem
Beton hindurchtreten, erhärten und kleine kalottenförmige Vorsprünge am Abschalelement
ausbilden. Das Abschalelement wird an dem Betonier-Teilabschnitt durch den durch die
Löcher 42 hindurchtretenden und erhärtenden Beton verankert. Die kalottenförmigen
Vorsprünge verankern sich im nachfolgend betonierten Betonier-Teilabschnitt, so daß
an der Fuge zwischen den beiden Betonier-Teilabschnitten Querkräfte übertragen werden
können. Wenn beide Betonier-Teilabschnitte gleichzeitig vergossen werden, können die
beiden Betonier-Teilabschnitte eine mineralogische Verbindung im Bereich der Löcher
miteinander eingehen.
[0043] Ein Abschalelement mit einem weiteren Verankerungsmittel ist in Fig. 5 dargestellt.
Dieses Abschalelement weist eine Basisverschalungslatte 1 auf, die von Querdübeln
44 durchsetzt ist. Die Querdübel 44 sind Stahlstangen mit kreisförmigem Querschnitt
und einer Dicke von 1 - 2 cm. Die Querdübel 44 sind mit ihrer Längserstreckung quer
zur Aufspannebene der Basisverschalungslatte 1 angeordnet und stehen mit einer Länge
von 10 - 20 cm an den Seitenflächen 4 der Basisverschalungslatte 1 vor.
[0044] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung weist eine Basisverschalungslatte 1 mit
Querstegen 45 auf (Fig. 6). Die Querstege 45 sind einstückig an der Basisverschalungslatte
1 angeformt, wobei die Querstege 45 in Längsrichtung der Basisverschalungslatte 1
ausgerichtet sind und senkrecht von den Seitenflächen 4 der Basisverschalungslatte
1 abstehen. Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an jeder Seitenfläche
4 zwei Querstege 45 spiegelsymmetrisch um eine mittige Längsachse 46 der Basisverschalungslatte
1 angeordnet. Durch die Querstege 45 wird die Grenzfläche zwischen dem Abschalelement
und den Betonier-Teilabschnitten, und insbesondere die Grenzfläche zwischen der Basisverschalungslatte
1 und den Betonier-Teilabschnitten vergrößert und der sog. Wasserweg zwischen dem
Abschalelement und den Betonier-Teilabschnitten verlängert, wodurch eine verbesserte
Dichtheit der zwischen den beiden Betonier-Teilabschnitten durch das erfindungsgemäße
Abschalelement ausgebildeten Fuge resultiert.
[0045] Die Anzahl und die Größe der Querstege 45 kann je nach Bedarf variiert werden. Je
stärker der an der Fuge anliegende Flüssigkeitsdruck ist, desto größer sollte die
Anzahl bzw. die Abmessungen der Querstege 45 sein.
[0046] In einer weiteren Ausführungsform (Fig. 7) sind zur Erhöhung der Dichtheit Quellbänder
47 in Längsrichtung auf der Basisverschalungslatte 1 angeordnet. Die Quellbänder 47
sind vorzugsweise quermittig auf den Seitenflächen 4 der Basisverschalungslatte 1
angeordnet. Derartige Quellbänder quellen unter Wassereinfluß auf. Das Quellmittel
ist eine hydrophile Masse, die in einem Trägerstoff, meist Chloropren-Gummi, eingebettet
ist. Der Trägerstoff hat vor allem die Aufgabe, dem Quellmittel Stabilität und Elastizität
zu veleihen. Die hydrophile (wassersaugende) Komponente nimmt Wassermoleküle auf und
vergrößert dadurch ihr Volumen um das 1,5- bis ca. 4-fache. Dabei wird die zwischen
den zwei Betonier-Teilabschnitten ausgebildete Fuge abgedichtet.
[0047] Nach der Erfindung weist insbesondere die Basisverschalungslatte 1 einen Injektionskanal
48 auf, der eine nachträgliche Abdichtung der Fuge zwischen zwei Betonier-Teilabschnitten
durch Eindrücken von Dichtmaterial in Fehlstellen im Fugenbereich erlaubt (Fig. 8).
[0048] Der einstückig angeformte Injektionskanal 48 wird von jeweils zwei senkrecht zur
Basisverschalungslatte 1 angeordneten Querwandungen 49 und zwei parallel zur Aufspannebene
der Basisverschalungslatte 1 angeordneten Seitenwandungen 50 begrenzt. Die Seitenwandungen
50 sind zu der Aufspannebene der Basisverschalungslatte 1 seitlich versetzt angeordnet,
wobei sie etwa um die Dicke der Basisverschalungslatte 1 voneinander beabstandet sind.
Die Wandungen 49, 50 bilden somit den hohlen, im Querschnitt rechteckigen Injektionskanal
48.
[0049] In den Seitenwandungen 50 sind in regelmäßigen Abständen Löcher (nicht dargestellt)
eingebracht. Die Querwandungen 49 sind seitlich über die Seitenwandungen 50 hinaus
verlängert, so daß an den vom Injektionskanal 48 abgewandten Seiten der Seitenwandungen
50 im Querschnitt U-förmige Ausnehmungen bzw. Rinnen ausgebildet sind. In diesen Rinnen
ist jeweils ein offenzelliger Schaumstoffstreifen 52 angeordnet, der die U-förmige
Ausnehmung ausfüllt.
[0050] Mit dem Injektionskanal 48 kann die Fuge zwischen zwei Betonier-Teilabschnitten nachträglich
abgedichtet werden, indem Dichtmaterial in den Injektionskanal 48 unter Druck injiziert
wird und das Dichtmaterial durch die Löcher in den Seitenwandungen 50 in die Schaumstoffstreifen
52 eintritt, die sich mit dem Dichtmaterial füllen und somit einen weiteren, zum Injektionskanal
48 parallel verlaufenden Kanalabschnitt zur Aufnahme und zum Verteilen des Dichtmaterials
bilden.
[0051] Die Zellengröße des offenzelligen Schaumstoffstreifens 52 ist so gewählt, daß beim
Betonieren kein Beton in den Injektionskanal 48 eindringt. Für das unter Druck in
den Injektionskanal 48. injizierte Dichtmaterial sind die Schaumstoffstreifen 52 jedoch
durchlässig, so daß sich das Dichtmaterial nach außen in einen unerwünschten Hohlraum
ausbreiten und diesen abdichtend ausfüllen kann. Bezüglich der weitergehenden Injektionstechnik
mit Dichtmaterial wird auf den Stand der Technik verwiesen, insbesondere auf die EP
0 418 699 A1.
[0052] Vorzugsweise wird der Injektionskanal 48 mit den den Wasserweg verlängernden Querstegen
45 kombiniert, so daß extreme Anforderungen an die Dichtheit der zwischen zwei Betonier-Teilabschnitten
ausgebildeten Fuge gewährleistet werden können. Zusätzlich können an der Basisverschalungslatte
1 die bereits oben bestehenden Querdübel 44 vorgesehen sein (Fig. 9).
[0053] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Basisverschalungslatte 1
und die Aufsatzverschalungslatte 20 durch eine Klebeverbindung miteinander verbunden
(Fig. 10, 11).
[0054] Die Basisverschalungslatte 1 und die Aufsatzverschalungslatte 20 sind im Bereich
ihrer Längskanten überlappend aneinandergefügt, wobei zwischen der Basisverschalungslatte
1 und der Aufsatzverschalungslatte 20 eine Klebeschicht 57 eingebracht ist, die die
Basisverschalungslatte 1 und das Aufsatzverschalungselement 20 verbindet. Die Klebeschicht
57 kann als doppelseitiges Klebeband oder als heißklebende Klebeschicht aufgetragen
sein.
[0055] Die Basisverschalungslatte 1 und die Aufsatzverschalungslatte 20 sind insbesondere
aus Kunststoff ausgebildet. Es kann auch zweckmäßig sein, lediglich die Aufsatzverschalungslatte
20 aus Karton auszubilden und in Verbindung mit einer Klebeverbindung zwischen der
Aufsatzverschalungslatte 20 und der Basisverschalungslatte 1 zu verwenden, insbesondere
wenn im Fugenrandbereich nach dem Betonieren eines ersten Betonier-Teilabschnittes
das Abschalelement, d.h. die Aufsatzverschalungslatte 20, entfernt werden soll, das
dann lediglich an der Klebeverbindung zur Basisverschälungslatte 1 abgezogen wird.
[0056] Anstatt der überlappenden Anordnung von Basisverschalungslatte 1 und Aufsatzverschalungslatte
20 können diese auch mit ihren Längskanten auf Stoß angeordnet und mit einem einseitigen
Klebeband 58 im Bereich ihrer Stoßfuge miteinander verklebt sein (Fig. 11). Das Klebeband
kann einseitig oder beidseitig am Abschalelement angeordnet sind.
[0057] Als weiteres Verbindungselement zum Verbinden der zwei Verschalungslatten 1, 20 können
Nieten verwendet werden. Die Verschalungslatten 1, 20 sind hierzu in regelmäßigen
Abständen mit Nietlöchern versehen, die beispielsweise mit einer Schablone eingebracht
werden. Beim Zusammensetzen werden die Verschalungslatten 1, 20 so aneinander gehalten,
daß die Nietlöcher zueinander fluchten und mit durch die Löcher eingesteckten Nieten
aneinander befestigt werden. Vorzugsweise werden Poppnieten verwendet, die mit einem
entsprechenden Werkzeug von einer Seite aus bedient werden können.
[0058] Die Aufteilung des Abschalelements in eine Basisverschalungslatte 1 und eine oder
mehrere Aufsatzverschalungslatten 20 erlaubt die Verwendung einer relativ aufwendig
mit einem oder mehreren Funktionselementen ausgestalteten Verschalungslatte einheitlicher
Breite, die kostengünstig in großen Stückzahlen hergestellt werden kann. Die Basisverschalungslatte
wird mittels der relativ einfach ausgestalteten Aufsatzverschalungslatten 20 an die
Dicke des Betonierabschnittes angepaßt. Die Schlitze 5 für die Bewehrugsstreben 6
sind vorzugsweise in der Aufsatzverschalungslatte 20 eingebracht, so daß mit den Aufsatzverschalungslatten
20 die individuelle Anpassung des Abschalelementes an den zu fertigenden Betonierabschnitt
erfolgt. Durch die Kombination der unterschiedlichen Verschalungselemente kann deshalb
ein kostengünstiges, multifunktionales und dennoch individuell angepaßtes Abschalelement
vorgesehen werden.
[0059] Nachfolgend wird die Verwendung des erfindungsgemäßen Abschalelementes auf einer
Baustelle erläutert.
[0060] An der Baustelle werden die Verschalungen für die zu fertigenden Betonierabschnitte
in an sich bekannter Weise aus Verschalungslatten errichtet. In diese an sich bekannten
Verschalungen wird das erfindungsgemäße Abschalelement als Trennverschalung eingesetzt,
so daß ein zu fertigender Betonierabschnitt in zumindest zwei Teilabschnitte unterteilt
ist.
[0061] Bei einem horizontalen Betonierabschnitt wird das erfindungsgemäße Abschalelement
in eine wannenförmige Hauptverschalung mit einer seiner Begrenzungskanten 26 auf den
Wannenboden aufliegend aufgesetzt, so daß das Abschalelement senkrecht auf dem Wannenboden
steht. Das Abschalelement ist an die Breite der Stirnfläche des zu fertigenden Betonierabschnittes
angepaßt, so daß sich das Abschalelement mit seinen Begrenzungskanten 26 vertikal
von der unteren Kante bis zur oberen Kante des zu fertigenden Betonierabschnitts erstreckt.
In horizontaler Richtung erstreckt sich das Abschalelement zwischen zwei Randbereichen
der wannenförmigen Verschalung, so daß die wannenförmige Verschalung in zumindest
zwei Teilbereiche unterteilt ist. In diese Teilbereiche wird flüssiger Beton eingegossen,
der nach dem Erhärten jeweils einen Betonier-Teilabschnitt bildet. Da die erfindungsgemäßen
Abschalelemente nach dem Betonieren der Betonier-Teilabschnitte nicht entfernt werden
müssen und der Härtungsvorgang eines Betonier-Teilabschnittes nicht abgewartet werden
muß, bis das Abschalelement abgenommen werden kann, können die Betonier-Teilabschnitte
gleichzeitig oder mit nur geringem zeitlichen Abstand vergossen werden.
[0062] Bei einem vertikalen Betonier-Abschnitt bildet die Hauptverschalung einen schmalen,
langgestreckten Kasten mit zwei sich gegenüberliegenden, vertikalen, großflächigen
Seitenflächen, die im Abstand der Dicke des zu betonierten Betonierabschnittes voneinander
angeordnet sind. Zwischen diesen beiden großflächen Seitenflächen wird das an die
Dicke des zu fertigenden Betonierabschnittes angepaßte erfindungsgemäße Abschalelement
vertikal eingesetzt, so daß es mit seinen Begrenzungskanten 26 bündig an den Innenflächen
der kastenförmigen Verschalung abschließt. Die Verschalung ist somit wiederum in zumindest
zwei' Teilbereiche unterteilt, die jeweils mit flüssigem Beton zu Betonier-Teilabschnitten
ausgegossen werden. Durch das erfindungsgemäße Abschalelement ist es somit auch möglich,
in vertikalen Betonierabschnitten Arbeitsfugen zwischen Betonier-Teilabschnitten auszubilden,
da das erfindungsgemäße Abschalelement einfach an die Dicke des Betonierabschnitts
anpaßbar und in eine entsprechende Verschalung einsetzbar ist.
1. Abschalelement zum Trennen eines Betonierabschnittes in Betonier-Teilabschnitte, das
eine streifenförmige Form aufweist und in seiner Breite der Dicke des Betonierabschnittes
entspricht und zumindest aus einer streifenförmigen Basisverschalungslatte (1) aus
einem dünnwandigen Kunststoffmaterial, die ähnlich wie ein dünnes Metallblech eine
Eigensteifigkeit aufweist, so daß nach dem Vergießen der Betonierabschnitte die Verschalungslatte
(1) zwischen den vergossenen Betonier-Teilabschnitten verbleiben kann, und einer Aufsatzverschalungslatte
(20) ausgebildet ist, die im Bereich ihrer Längskanten (2, 21a) aneinander angesetzt
und mit einem Verbindungsmittel (14, 57) miteinander verbunden sind, wobei an zumindest
einer der Verschalungslatten (1, 20), insbesondere an der Basisverschalungslatte (1),
ein Injektionskanal (48) ausgebildet ist, der eine nachträgliche Abdichtung der Fuge
zwischen zwei Betonier-Teilabschnitten durch Eindrücken von Dichtmaterial in FehlStellen
im Fugenbereich erlaubt.
2. Abschalelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) oder die Aufsatzverschalungslatte (20) Ausnehmungen
aufweist, die von Bewehrungsstreben (6) durchgriffen werden können.
3. Abschalelement nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) zwei Längskanten (2) aufweist und die Ausnehmungen
als Schlitze (5) ausgebildet sind, die an einer oder beiden Längskanten offen münden.
4. Abschalelement nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Abdeckelement (7) zum Schließen des offenen Mündungsbereiches der Schlitze (5)
vorgesehen ist.
5. Abschalelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abdeckelement (7) aus einem Kunststoffplättchen besteht, das mit Rastarmen versehen
ist, so daß es rastend an der Fugenlatte (1) gehaltert werden kann.
6. Abschalelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abdeckelement (7) ein Klebeband ist.
7. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abschalelement aus einer Basisverschalungslatte (1) und zwei Aufsatzverschalungslatten
(20) ausgebildet ist, wobei die beiden Aufsatzverschalungslatten (20) jeweils mit
einer ihrer Längskanten (21a) jeweils an eine der Längskanten (2) der Basisverschalungslatte
(1) angesetzt und mit einem Verbindungsmittel (14, 57) miteinander verbunden sind.
8. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) und die Aufsatzverschalungslatte (20) eigensteif und
aus Kunststoff ausgebildet sind.
9. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) aus Kunststoff und die Aufsatzverschalungslatte (20)
aus Karton bzw. steifer Pappe ausgebildet ist.
10. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Basisverschalungslatte (1) gegenüberliegenden Längskante (21a) der Aufsatzverschalungslatte
(20) eine Dreikantleiste (22) ausgebildet ist, die im Querschnitt vorzugsweise die
Form eines im wesentlichen gleichseitigen Dreiecks aufweist und mit einer Dreiecks-Basisfläche
(23) nach außen angeordnet ist und mit seiner der Dreiecks-Basisfläche (23) gegenüberliegenden
Spitze (24) an die Aufsatzverschalungslatte (20) angebunden ist.
11. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsmittel ein verbindungselement (14) ist, das ein langgestrecktes Kunststoff-
oder Metallprofil mit einem etwa H-förmigen Querschnitt ist, das zwei Seitenwandungen
(15) und zumindest einen Verbindungssteg (16) aufweist, so daß zwischen den Seitenwandungen
(15) zwei U-förmige Ausnehmungen (19) zur Aufnahme einer der Verschalungslatten (1,
20) im Bereich ihrer Längskanten (1, 21a) ausgebildet sind.
12. Abschalelement nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (14) so ausgebildet ist, daß die Verschalungslatten (1, 20)
in den U-förmigen Ausnehmungen (19) durch Reibschluß gehaltert sind.
13. Abschalelement nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Innenflächen der Seitenwandungen (15) des Verbindungselementes (14) eine Schrägverzahnung
(27) zur Erhöhung des Reibschlusses ausgebildet ist.
14. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsmittel ein Verbindungselement (14) ist, das als Schraubklemme (30)
ausgebildet ist, die zwei streifenförmige Platten (31) aufweist, in die quermittig
paarweise gegenüberliegend Löcher eingebracht sind, welche von Schrauben (32) durchgriffen
und jeweils mit einer. Mutter (33) gesichert sind.
15. Abschalelement nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Platten. (31) in ihren zueinander gegenüberliegenden Flächen jeweils mit einem
podestähnlichen Profilsteg (34) versehen sind, der quermittig an den Platten (31)
angeordnet ist und Längskanten (35) aufweist, die als Anschläge beim Einführen der
Verschalungslatten (1, 20) in den Zwischenraum zwischen den Platten (31) dienen.
16. Abschalelement nach Anspruch 14 und/oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den zueinander gegenüberliegenden Flächen der Platten (31) Dorne (36) ausgebildet
sind.
17. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsmittel ein als Schweißelement (40) ausgebildetes Verbindungselement
(14) ist, das ein im Querschnitt H-förmiges Profil mit zwei Seitenwandungen (15) und
einem Verbindungssteg (16) aufweist, so daß zwei U-förmige Ausnehmungen (19) am Verbindungselement
(14) ausgebildet sind, wobei das Schweißelement (40) aus Kunststoff ausgebildet ist
und in den U-förmigen Ausnehmungen (19) jeweils ein Kunststoff-Schweißdraht (41) zum
Kunststoffschweißen angeordnet ist.
18. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) und die Aufsatzverschalungslatte (20) mit einer Klebeverbindung
miteinander verbunden sind.
19. Abschalelement nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) und die Aufsatzverschalungslatte (20) im Bereich ihrer
Längskanten (2, 21a) überlappend aneinander anliegend angeordnet sind, wobei zwischen
der Basisverschalungslatte (1) und der Aufsatzverschalungslatte (20) eine Klebeschicht
(57) eingebracht ist, die die Basisverschalungslatte (1) und die Aufsatzverschalungslatte
(20) miteinander verbindet, wobei die Klebeschicht (57) beispielsweise als doppelseitiges
Klebeband oder als heißklebende Klebeschicht ausgebildet ist.
20. Abschalelement nach Anspruch 18 und/oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisverschalungslatte (1) und die Aufsatzverschalungslatte (20) mit ihren Längskanten
(1, 21) auf Stoß angeordnet sind und beispielsweise mit einem einseitigen Klebeband
(58) im Bereich ihrer Stoßfuge miteinander verklebt sind.
21. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der Verschalungslatten (1, 20) Löcher (42) aufweist, die vorzugsweise
in regelmäßigen Abständen in der Verschalungslatte (1, 20) eingebracht sind.
22. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der Verschalungslatten (1, 20) von Querdübeln (44) durchsetzt ist,
wobei die Querdübel (44) Stahlstangen sind.
23. Abschalelement nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querdübel (44) einen kreisförmigen Querschnitt mit einer Dicke von 1 bis 2 cm
aufweisen und mit ihrer Längserstreckung quer zur Aufspannebene der Verschalungslatte
(1, 20) angeordnet sind und mit einer Länge von beispielsweise 10 bis 20 cm an.den
Seitenflächen (4) der Verschalungslatte. (1, 20) vorstehen.
24. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß an zumindest einer der Verschalungslatten (1, 20) Querstege (45) ausgebildet sind,
wobei die Querstege (45) in Längsrichtung der Verschalungslatten (1, 20) ausgerichtet
sind und senkrecht von den Seitenflächen (4) der Verschalungslatten (1, 20) abstehen.
25. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest auf einer der Verschalungslatten (1, 20) zumindest ein Quellband (47) in
Längsrichtung verlaufend angeordnet ist.
26. Abschalelement nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf beiden Seitenflächen (4) der Verschalungslatte (1, 20) jeweils ein Quellband
(47) angeordnet ist.
27. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Injektionskanal (48) einstückig an der Verschalungslatte (1, 20) angeformt ist
und von jeweils zwei senkrecht zur Verschalungslatte (1, 20) angeordneten Querwandungen
(49) und zwei parallel zur Aufspannebene der Verschalungslatte (1, 20) angeordneten
Seitenwandungen (50) begrenzt ist, wobei die Seitenwandungen (50) zu der Aufspannebene
der Verschalungslatte (1, 20) seitlich versetzt angeordnet sind, wobei sie beispielsweise
um die Dicke der Verschalungslatte (1, 20) voneinander beabstandet sind.
28. Abschalelement nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Seitenwandungen (50) in regelmäßigem Abstand Löcher eingebracht sind.
29. Abschalelement nach Anspruch 27 und/oder 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querwandungen (49) seitlich über die Seitenwandungen (50) hinaus verlängert sind,
so daß an den vom Injektionskanal (48) abgewandten Seiten der Seitenwandungen (40)
im Querschnitt U-förmige Ausnehmungen ausgebildet sind, in welchen jeweils ein offenzelliger
Schaumstoffstreifen (52) angeordnet ist.
30. Abschalelement nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zellengröße des offenzelligen Schaumstoffstreifens (52) so gewählt ist, daß beim
Betonieren kein Beton in den Injektionskanal (48) eindringen kann, jedoch für das
unter Druck in den Injektionskanal (48) injizierte Dichtmaterial undurchlässig ist,
so daß sich das Dichtmaterial nach außen in einen unerwünschten Hohlraum ausbreiten
und diesen abdichtend ausfüllen kann.
31. Abschalelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 und 21 bis 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschalungslatten (1, 20) mittels Nieten aneinander verbunden sind.
32. Abschalelement nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
daß die' Nieten Poppnieten sind.