[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Betätigungsvorrichtung der im Oberbegriff des
Anspruches 1 angegebenen Art. Ein sogenannter "Turm" kann einen Schließzylinder aufweisen
oder nur als Styling-Attrappe ausgebildet sein. Dieser Turm wird normalerweise erst
nach Befestigung des Trägers im Türinneren von der Außenseite der Tür aus in den Träger
eingesteckt bzw. aus dem Träger herausgezogen. Um die Einstecklage des Turms im Träger
zu sichern, dient eine Verriegelungseinrichtung. Außerdem ist ein Betätiger vorgesehen,
der nur befugten Personen zugänglich ist, um die Verriegelungseinrichtung zwischen
zwei Endstellungen zu verstellen. Es gibt eine Freigabestellung, wo das Einstecken
und Herausziehen des Turms aus dem Träger möglich sind, und eine Sperrstellung, wo
der eingesteckte Turm, wie gesagt, im Turm fixiert ist.
[0002] Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art ist die Verriegelungseinrichtung Bestandteil
des Trägers. Man verwendet dazu z.B. einen U-förmigen Schieber (EP 1 026 351 A1),
der mit seinen U-Schenkeln in seitlichen Führungsschienen des Trägers verschieblich
ist. Am die beiden U-Schenkel verbindenden Steg ist eine Gewindeaufnahme für eine
als Betätiger dienende Stellschraube vorgesehen, die mit ihrem Schraubenkopf ins Bügelinnere
weist, während das zur Betätigung der Schraube dienende Betätigungsende seitlich aus
dem Träger herausragt. Dieses Betätigungsende der Stellschraube ist durch eine seitliche
Öffnung im Falzbereich der Tür zugänglich. Beim Betätigen der Stellschraube stößt
der Schraubenkopf an eine Seitenwand des in einer Öffnung des Trägers eingesteckten
Turms und bewegt beim Verschrauben den U-förmigen Schieber in Richtung des Türfalzes.
Am stegseitigen Ende der beiden U-Schenkel sitzen Nasen, die bei diesem Verschrauben
in entsprechende Aussparungen des Turms eingreifen. Dadurch wird der Turm im Träger
fixiert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Betätigungsvorrichtung des im
Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu entwickeln, der eine besonders wirksame
Fixierung der Einstecklage des Turms im Träger gewährleistet. Dies wird erfindungsgemäß
durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angeführten Maßnahmen erreicht, denen folgende
besondere Bedeutung zukommt.
[0004] Bei der Erfindung ist die Verriegelungseinrichtung als ein Spreizhebel ausgebildet,
der am Turm schwenkbar gelagert ist. Die Besonderheit der Erfindung besteht folglich
darin, die Verriegelungseinrichtung baueinheitlich mit dem Turm zu verbinden. Es liegt
also eine Einsteck-Baueinheit aus dem Turm und dem Spreizhebel vor. Der Spreizhebel
weist ein Stellende und ein Sperrende auf. Ein Betätiger wirkt auf das Stellende des
Spreizhebels ein. Die Sperrstellung des Spreizhebels ergibt sich dadurch, dass sein
Sperrende vom Turm weggespreizt wird, bis es eine Sperrschulter im Träger hintergreift.
In der Freigabestellung dagegen ist das Sperrende vom Spreizhebel an den Turm herangeschwenkt,
wodurch die Einsteck-Baueinheit aus dem Träger herausgezogen oder in den Träger hineingesteckt
werden kann.
[0005] Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine teilweise längsgeschnittene Seitenansicht eines Teilstücks der erfindungsgemäßen
Betätigungsvorrichtung, wobei der Schnittverlauf durch die strichpunktierte Schnittlinie
I ― I von Fig. 2 zu entnehmen ist,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch das hintere Ende der Betätigungsvorrichtung von Fig. 1 in
Blickrichtung der dortigen Schnittlinie II - II, wenn sich die Verriegelungseinrichtung
in ihrer Freigabestellung befindet, und
- Fig. 3
- den gleichen Querschnitt wie in Fig. 2, wenn eine Sperrstellung der Verriegelungseinrichtung
vorliegt.
[0006] In den Zeichnungen soll die Betätigungsvorrichtung in einer Tür 10 eingebaut sein,
von der in Fig. 1 lediglich ein Bruchstück einer Türaußenverkleidung 16 zu erkennen
ist. Im Türinneren 12 befindet sich ein nicht näher gezeigtes Schloss, das von der
Türaußenseite 11 aus normalerweise auf zwei Wegen betätigbar ist.
[0007] Die eine Betätigung erfolgt über eine nur im Bruchstück dargestellte Handhabe 13,
die in einer nicht näher gezeigten Weise in einem Träger 30 gelagert ist. Zur Betätigung
des Schlosses muss die Handhabe 13 im Sinne des Bewegungspfeils 14 von Fig. 1 bewegt
werden. Dazu besitzt die Handhabe 13 einen Ausleger 15, der eine Öffnung 31 im Träger
30 und der Türaußenverkleidung 16 durchsetzt. Dort greift der Anleger 15 an einem
nicht näher gezeigten Übertragungsglied an, welches die Betätigung 14 auf das Schloss
überträgt. Ist das Schloss entsichert, so wird durch die Bewegung 14 das Schloss geöffnet.
[0008] Die andere Betätigungsmöglichkeit kann über einen drehbaren Schließzylinder 25 erfolgen,
der in einem Turm 20 integriert ist. Der Schließzylinder 25 besteht in üblicher Weise
aus einem drehbar in einem Zylindergehäuse 27 aufgenommenen Zylinderkern 26, der einen
Schlüsselkanal 28 zur Aufnahme eines nicht näher gezeigten Schlüssels besitzt. Der
im Besitz der befugten Person befindliche Schlüssel gibt Zuhaltungen zwischen Zylinderkern
26 und Zylindergehäuse 27 frei, wenn er in den Schlüsselkanal 28 eingesteckt ist.
Dann lässt sich der Zylinderkern 26 aus seiner Ruhelage in eine Arbeitslage verdrehen,
wodurch eine am Innenende aus dem Zylindergehäuse 27 herausragende Welle 29 mitgenommen
wird und dadurch auf das Schloss einwirkt.
[0009] Normalerweise wird durch Schlüsseldrehung des Schließzylinders 25 das Schloss zwischen
zwei Positionen umgesteuert. In einer "Sicherungslage" ist eine Betätigung der Handhabe
13 unwirksam und das Schloss bleibt geschlossen. Wird der Schließzylinder 25 durch
Schlüsseldrehung dagegen in eine "Endsicherurigslage" überführt, so gibt durch Drehung
der Ausgangswelle 29 der Schließzylinder 25 das Schloss frei. Wird dann die Handhabe
13 betätigt, so öffnet sich das Schloss. Der Schließzylinder 25 kann aber auch unmittelbar
auf das Schloss einwirken, ohne dass es dazu der Betätigung einer Handhabe 13 bedarf,
um das Schloss zu öffnen bzw. zu schließen.
[0010] Ein Turm 20 mit dem beschriebenen Schließzylinder 25 befindet sich normalerweise
nur an der Tür 10 der Fahrerseite. An den übrigen Türen, insbesondere an den Türen
der Rücksitze, werden Türme 20 ohne solche Schließzylinder 25 verwendet. Dort hat
dann der Turm 20 nur die Funktion einer Styling-Attrappe, welche die Türaußenseite
1 neben der Handhabe 13 attraktiv abschließen soll. Die Erfindung richtet sich also
auch auf solche Türme 20 ohne Schließzylinder 25. Ebenso erfasst die Erfindung auch
Vorrichtungen, bei denen eine Handhabe 13 fehlt.
[0011] In Fig. 1 ist ein Teilstück der Türaußenverkleidung 16 und ein Stück des seitlichen
Türfalzes 17 gezeigt, hinter denen der Träger 20 im Türinneren 12 befestigt ist. Sowohl
die Handhabe 13 als auch der Turm 20 werden in der Regel nachträglich, nach der Montage
des Trägers 30 mit diesem verbunden. Das geschieht regelmäßig von der Türaußenseite
11 aus. Die Montage des Turms 20 erfolgt durch eine Einsteckbewegung 21 von der Türaußenseite
11 aus. Dazu besitzt der Träger 30 eine weitere Öffnung 32, die den Turm 20 formschlüssig
aufnimmt. Für das Einstecken 21 sind natürlich auch in der Türaußenverkleidung 16
entsprechende Ausschnitte vorgesehen. Im Einsteckfall deckt eine kopfartig verbreiterte
Kappe 23 die Öffnungen in der Türaußenverkleidung 16 ab.
[0012] Ist ein solcher Turm 21 in der Tür 11 eingesteckt, so kommt es darauf an, ihn in
der aus Fig. 1 und 2 gezeigten Einstecklage zu fixieren. Dazu dient eine besondere
Verriegelungseinrichtung 40, die Bestandteil des Turms 20 ist. Wegen dieser baueinheitlichen
Verbindung zwischen dem Turm 20 und der Verriegelungseinrichtung 40 soll dieses kombinierte
Gebilde "Einsteck-Baueinheit" bezeichnet werden, die anhand der Fig. 3 näher erläutert
werden soll.
[0013] Die Verriegelungseinrichtung 40 besitzt mindestens einen Spreizhebel 41.1, der bei
42.1 schwenkbar gelagert ist. Im vorliegenden Fall sind ein Paar solcher Sperrhebel
41.1, 41.2 vorgesehen, die voneinander getrennte Lagerstellen 41.1, 41.2 aufweisen,
aber zueinander spiegelbildlich gleich ausgebildet und auch spiegelbildlich betätigbar
sind. Aus diesem Grunde genügt es, wenn der Aufbau und die Wirkungsweise nur des einen
Speicherhebels 41.1 beschrieben wird, weil dies dann sinngemäß auch für den anderen
41.2 gilt.
[0014] Der Spreizhebel 41.1 steht unter der Wirkung einer nicht näher gezeigten Feder, welche
eine Rückstellkraft 43 erzeugt. Diese Kraft 43 ist bestrebt, ein Sperrende 44 an das
Gehäuse des Turms 20 heranzuklappen. Dazu besitzt der Turm 20 eine seitliche Aussparung
24, in die das Sperrende 44 eintauchen kann. Dies ist in Fig. 1 und 2 gezeigt. Die
beiden Spreizhebel 41.1, 41.2 sind gegeneinander geklappt und nehmen die durch eine
Hilfslinie 40.1 ersichtliche Stellung ein. Die Spreizhebel 41.1, 41.2 überragen nicht
das Querschnittsprofil des Turms 20, weshalb die Einsteck-Baueinheit aus dem Turm
20 und dem Spreizhebel-Paar in die Öffnung 32 des Trägers problemlos im Sinne des
bereits beschriebenen Pfeils 21 eingesteckt oder im Sinne des aus Fig. 1 ersichtlichen
Gegenpfeils 22 herausgezogen werden kann. Die Verriegelungseinrichtung 40 ist dann
unwirksam. Die vorbeschriebene Stellung 40.1 erweist sich somit als "Freigabestellung"
der Verriegelungseinrichtung 40.
[0015] Zur Verstellung der Verriegelungseinrichtung 40 ist aber der bereits erwähnte Betätiger
50 vorgesehen. Dieser besteht im vorliegenden Fall aus einer Schraube 51, die mit
ihrem Außengewinde im Innengewinde einer Mutter 52 verschraubbar aufgenommen ist.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Betätiger 50 Bestandteil des Trägers 30, weil
die Mutter 52 ortsfest am Ende des Trägers 30 sitzt. Es wäre aber auch möglich, die
Mutter 52 ortsfest am Turm 20 anzubringen, wodurch dann auch der Betätiger 50 ein
Bestandteil der Einsteck-Baueinheit wird. Dann sind nicht nur die Verriegelungseinrichtung
40, sondern auch ihr Betätiger 50 baueinheitlich mit dem Turm 20 verbunden.
[0016] Die Betätigungsschraube 51 führt mit ihren beiden, voneinander wegweisenden Stirnenden
53, 54 unterschiedliche Funktionen aus. Das erste Stirnende 53 ist, wie aus Fig. 1
zu erkennen ist, mit einem Loch 18 des Türfalzes 17 ausgerichtet. Durch das Loch 18
kann ein geeignetes Drehwerkzeug eingeführt werden, das an Drehmitnahmen 55 dieses
Schraubenendes 53 ankuppelbar ist, um die Betätigungsschraube 51 im Mutterngewinde
52 einzuschrauben bzw. herauszuschrauben.
[0017] In Fig. 1 und 2 ist die Betätigungsschraube 51 herausgeschraubt und nimmt eine ausreichend
große Abstandslage zum Turm 20 ein. Dann liegt die geschilderte "Freigabestellung"
40.1 der Verriegelungseinrichtung 40 vor. Diese "unwirksame Position" des Betätigers
50 ist in Fig. 1 und 2 durch die Hilfslinie 50.1 veranschaulicht.
[0018] Wird die Betätigungsschraube 51 durch das genannte Drehwerkzeug eingeschraubt, dann
stößt sie mit ihrem inneren Stirnende 54 gegen die Stellenden 45 der beiden Spreizhebel
41.1, 41.2. Dazu ist dieses innere Arbeitsende 54 der Stellschraube 51 zweckmäßigerweise
kopfartig verbreitert. Im vorliegenden Fall sind die Spreizhebel 41.1, 41.2 zweiarmig
46, 47 ausgebildet, die beidseitig der jeweiligen Lagerstelle 41.1, 41.2 liegen und
einen Winkel 48 zwischen sich einschließen. Beim Einschrauben der Betätigungsschraube
51 werden die Stellenden 45 der beiden Hebel 41.1, 41.2 gegen die in Fig. 1 strichpunktiert
verdeutlichte Turmachse 49 gedrückt. Dadurch werden die gegenüberliegenden Arme 46
vom Turm 20 weggespreizt und fahren in seitliche Sperrausnehmungen 34 des Trägers
30 ein. In Fig. 3 nehmen die beiden Sperrenden 44 die durch die Hilfslinie 40.2 verdeutlichte
Spreizstellung ein. Die Sperrausnehmungen 34 sind von Stegen des Trägers 30 überdeckt,
die Sperrschultern gegenüber den Sperrenden 44 erzeugen. Wegen dieser Sperrschultern
ist eine Herausziehbewegung der Einsteck-Baueinheit im Sinne des Pfeils 22 von Fig.
1 nicht möglich ist. Diese Spreizstellung 40.2 erweist sich somit als "Sperrstellung"
der Verriegelungseinrichtung 40.
[0019] In der Sperrstellung 40.2 nimmt die Betätigungsschraube 51 die durch die Hilfslinie
50.2 in Fig. 3 veranschaulichte Einschraublage ein. Dann befindet sich der Betätiger
50 in seiner "wirksamen Position" bezüglich der Verriegelungseinrichtung 40.
[0020] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Spreizhebel 41.1 bzw. das Spreizhebel-Paar
41.1, 41.2 in einer durch die Punktlinie 33 in Fig. 1 verdeutlichter Radialebene 33
bezüglich des Turms 20 spreizbeweglich. Es wäre aber auch denkbar, die Schwenkbewegung
des Spreizhebels 41.1 bzw. des Spreizhebel-Paares 41.1, 41.2 in einer zur Turmachse
49 achsparallelen Ebene oder in einer Neigungsebene zwischen der Axialebene und der
Radialebene anzuordnen. Es versteht sich, dass dann die beschriebenen seitlichen Sperrausnehmungen
34 im Träger 30 entsprechend positioniert sein müssen, um die Herausziehbewegung 22
der Einsteck-Baueinheit zu verhindern. Es würden anstelle einer solchen Sperrausnehmung
dann auch nur eine Sperrschulter genügen, welche der Spreizhebel in der Sperrstellung
hintergreift.
[0021] In einer weiteren Variante wäre es auch denkbar, die Spreizhebel 41.1, 41.2 nicht
zum Bestandteil des Turm 20 zu machen, sondern sie baueinheitlich mit dem Träger 30
zu verbinden. Dann wären natürlich die entsprechenden Sperrausnehmungen 34 baueinheitlich
mit dem Turm 20 verbunden.
Bezugszeichenliste :
[0022]
- 10
- Tür (Fig. 1)
- 11
- Türaußenseite (Fig. 1)
- 12
- Türinneres (Fig. 1)
- 13
- Handhabe an 10 (Fig. 1)
- 14
- Pfeil der Betätigung von 13 (Fig. 1)
- 15
- Ausleger an 13 (Fig. 1)
- 16
- Türaußenverkleidung (Fig. 1)
- 17
- Türfalz (Fig. 1)
- 18
- Loch in 17 (Fig. 1)
- 20
- Turm
- 21
- Pfeil der Einsteckbewegung von 20 (Fig. 1)
- 22
- Pfeil der Herausziehbewegung von 20 (Fig. 1)
- 23
- Abdeckkappe von 20 (Fig. 1)
- 24
- Aussparung für 41.1, 41.2 in 20
- 25
- Schließzylinder in 20 (Fig. 2)
- 26
- Zylinderkern von 25 (Fig. 2)
- 27
- Zylindergehäuse von 25 (Fig. 2)
- 28
- Schlüsselkanal in 26 (Fig. 2)
- 29
- Ausgangswelle von 25 (Fig. 1)
- 30
- Träger
- 31
- Öffnung für 15
- 32
- profilierte Öffnung für 20
- 33
- Radialebene von 40.1, 40.2 (Fig. 1)
- 34
- Sperrschulter für 44, Sperrausnehmung in 30 (Fig. 3)
- 40
- Verriegelungseinrichtung an 20
- 40.1
- Freigabestellung von 40 (Fig. 1, 2)
- 40.2
- Sperrstellung von 40 (Fig. 3)
- 41.1
- erster Spreizhebel von 40
- 41.2
- zweiter Spreizhebel von 40
- 42.1
- Lagerstelle an 20 für 41.1
- 42.2
- Lagerstelle an 20 für 41.2
- 43
- auf 41.1, 42.2 wirkende Rückstellkraft (Fig. 3)
- 44
- Sperrende von 41.1, 41.2 (Fig. 3)
- 45
- Stellende von 41.1, 41.2 (Fig. 3)
- 46
- erster Arm von 41.1 (Fig. 3)
- 47
- zweiter Arm von 41.1 (Fig. 3)
- 48
- Winkel zwischen 46, 47
- 49
- Turmachse (Fig. 1)
- 50
- Betätiger für 40
- 50.1
- unwirksame Position von 50 (Fig. 1, 2)
- 50.2
- wirksame Position von 50 (Fig. 3)
- 51
- Betätigungsschraube von 50
- 52
- Mutter für 50
- 53
- erstes Stirnende von 51, Handhabungsende (Fig. 2)
- 54
- zweites Stirnende von 51, Arbeitsende (Fig. 2)
- 55
- Drehmitnahmen bei 53 (Fig. 1)
1. Betätigungsvorrichtung für Türen (10) oder Klappen an Fahrzeugen,
mit einem im Türinneren (12) befestigten Träger (30), der eine Öffnung zum Einstecken
(21) eines Turms (20) aufweist,
wobei der Turm (20) fallweise einen Schließzylinder (25) beinhaltet, der auf ein im
Türinneren (12) befindliches Schloss einwirkt,
mit einer Verriegelungseinrichtung (40), die den eingesteckten Turm (20) im Träger
(30) verriegelt und mittels eines Betätigers (50), der nur für eine befugte Person
zugänglich ist, die Verriegelungseinrichtung (40) zwischen zwei Endstellungen (40.1,
40.2) verstellt,
nämlich einer Freigabestellung (40.1), wo ein Einstecken (21) und Herausziehen (22)
des Turms (20) aus dem Träger (30) möglich sind, und einer Sperrstellung (40.2), wo
der eingesteckte Turm (20) im Träger (30) fixiert ist,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Verriegelungseinrichtung (40) aus mindestens einem Spreizhebel (41.1, 41.2) besteht,
der Bestandteil des Turms (30) ist und mit diesem eine gemeinsam zu handhabende Einsteck-Baueinheit
gegenüber dem Träger (30) bildet,
dass der Spreizhebel (40.1, 40.2) ein Stellende (45) und ein Sperrende (44) aufweist und
der Betätiger (50) auf das Stellende (45) des Spreizhebels (41.1, 41.2) einwirkt,
dass dem Sperrende (44) des Spreizhebels (41.1, 41.2) eine Sperrschulter (34) im Träger
(20) zugeordnet ist, die das Sperrende (44) in Sperrstellung (40.2) des Spreizhebels
(41.1, 41.2) hintergreift, aber in der Freigabestellung (40.1) freigibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Turm (20) zwei Spreizhebel (41.1, 41.2) angeordnet sind,
deren beide Betätigungsenden (45) von dem gleichen Betätiger (50) im gleichen Richtungssinn
betätigt werden, nämlich im Sinne einer Freigabestellung (40.1) oder einer Sperrstellung
(40.2) ihrer beiden Spreizhebel (41.1, 41.2).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Spreizhebel (41.1, 41.2) vom Betätiger (50) zueinander gegensinnig bewegt
werden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Spreizhebel (41.1, 41.2) in einer Radialebene (33) zur Achse (49) des
Turms (20) spreizbeweglich angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Spreizhebel in einer zur Achse (49) des Turms (20) parallelen Axialebene
spreizbeweglich angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätiger (50) für den bzw. für die Spreizhebel (41.1, 41.2) Bestandteil des
Trägers (30) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätiger für den bzw. für die Spreizhebel (41.1, 41.2) Bestandteil des Turms
(20) ist und eine Einsteck-Baueinheit aus Turm (40), Spreizhebeln (41.1, 41.2) und
Betätiger ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätiger (50) aus einer Schraube (51) besteht, die in einem Muttergewinde (52)
verschraubbar aufgenommen ist,
dass das eine Stirnende (54) der Betätigungsschraube (51) unmittelbar oder mittelbar
auf den bzw. die Spreizhebel (41.1, 41.2) einwirkt
und dass das andere Stirnende (53) der Betätigungsschraube (51) eine Angriffsstelle
(55) für ein Drehwerkzeug aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Turm (20) wenigstens eine Aussparung (24) besitzt, in welche wenigstens das Sperrende
(44) des Spreizhebels bzw. die Sperrenden der Spreizhebel (41.1, 41.2) in der Freigabestellung
(40.1) des Betätigers (50) versenkbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (30) Ausnehmungen (34) besitzt, in welche das Sperrende (44) des Sperrhebels
bzw. die Sperrenden (44) der Sperrhebel (41.1, 41.2) in der Sperrstellung (40.2) eingreifen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizhebel (41.1, 41.2) als zweiarmiger (46, 47) Hebel ausgebildet ist, dessen
einer Arm (46) das Sperrende (44) und dessen anderer Arm (47) das Stellende (45) erzeugen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizhebel (41.1, 41.2) zueinander abgewinkelt (48) verlaufende Arme (46, 47)
besitzt, zwischen denen die Lagerstelle (42.1, 42.2) des Spreizhebels (41.1, 41.2)
angeordnet ist.