[0001] Die Erfindung betrifft eine Türzarge bzw. ein ein Türblatt umgebendes Rahmenelement,
an dem das Türblatt angelenkt oder im Falle einer Schiebetür geführt ist.
[0002] Türzargen haben im Wesentlichen einen U-förmigen Querschnitt, wobei sie die angrenzende
Wand mit den beabstandeten Schenkeln übergreifen und mit der Wand verbunden sind.
Installationseinrichtungen wie elektrische Schalter, Türöffner oder Anzeigeelemente
werden in der Wand selbst integriert.
[0003] Erfindungsgemäß wird eine Türzarge mit Hohlquerschnitt vorgesehen, wobei die Türzarge
so ausgebildet ist, dass Schalter, Anzeigeelemente und dergleichen Installationseinrichtungen
in der Türzarge selbst integriert werden können.
[0004] Hierdurch ist es möglich, Einrichtungen, die üblicherweise in der Wand neben der
Türzarge installiert werden, in der Türzarge selbst zu integrieren, so dass die angrenzende
Wand frei von Installationen gehalten werden kann. Dies ist insbesondere für Glastrennwände
von Vorteil, bei denen sich die Glasscheiben bis zur Türzarge erstrecken.
[0005] Die Erfindung wird beispielsweise an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Türzarge mit angrenzender Trennwand,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Wange der Zarge ohne Abdeckprofil,
- Fig. 3
- schematisch einen Querschnitt durch eine Zarge mit unterschiedlichen Aufnahmenuten
an den gegenüberliegenden Seitenwangen,
- Fig. 4
- eine weitere Abwandlung im Querschnitt,
- Fig. 5
- eine andere Ausgestaltung eines Abdeckprofils, und
- Fig. 6
- schematisch eine weitere Ausführungsform.
[0006] Fig. 1 zeigt eine Zarge 1 mit Hohlquerschnitt zwischen einer Trennwand 2 und einem
Türblatt 3. Der Querschnitt der Zarge 1 hat bei diesem Ausführungsbeispiel etwa eine
E-Form, wobei auf den gegenüberliegenden Seitenwangen 1a und 1a' nebeneinanderliegende
Nuten 1b ausgebildet sind, die über einen Abschnitt, vorzugsweise über die Höhe der
Zarge, verlaufen und in Abhängigkeit von den vorgesehenen Installationseinrichtungen
eine vorgegebene Querschnittsform haben. Die Nuten 1b sind vorzugsweise so geformt,
dass ein darin eingesetztes Installationselement, wie bspw. ein Anzeigeelement, von
der Türzarge bzw. von der Wand weggeschwenkt werden kann. Mit 4 sind Elektrokabel
bezeichnet, die innerhalb der Hohlzarge 1 verlegt sind. Diese Elektrokabel können
vom Boden aus oder oder vom Bodenprofil aus oder auch von oben bzw. von der Decke
in die Zarge verlaufen.
[0007] Auf der dem Türblatt 3 zugewandten Seite des Zargenprofils sind zwei sich von den
Seitenwangen 1a, 1a' aus erstreckende Schenkel 1 c und 1 d des Zargenprofils ausgebildet,
deren Enden einen vorgegebenen Abstand voneinander haben, so dass das Zargenprofil
auf der Innenseite bzw. der dem Türblatt 3 zugewandten Seite mit einer zumindest abschnittsweise
ausgebildeten Öffnung versehen ist, durch die der Innenraum der hohlen Zarge 1 zugänglich
ist. Diese Öffnung auf der Innenseite der Zarge 1 ist durch ein Abdeckelement 5 geschlossen,
das bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen Hohlquerschnitt aufweist und auf
der der Anlageseite des Türblatts zugewandten Seite mit einer Nut 5a versehen ist,
in die eine Türdichtung 6 eingesetzt ist, an der das Türblatt 3 in der Schließstellung
anliegt. Das etwa rechteckige Hohlprofil des Abdeckelementes 5 weist einen Schenkel
5b auf, der an Absätzen der Schenkel 1c und 1d des Zargenprofils anliegt. Auf der
dem Türblatt 3 abgewandten Seite ist das Abdeckelement 5 mit einer sich quer zu der
U-förmigen Nut 5a erstreckenden U-förmigen Ausnehmung 5c versehen, deren äußerer Schenkel
an einem Absatz des Schenkels 1d des Zargenprofils anliegt, während der innenliegende
Schenkel durch eine Schraube 7 mit einem etwa prallel zur Trennwandachse verlaufenden
Steg 1e verschraubt ist, der etwa vom Ende des Schenkels 1d senkrecht absteht. Bei
abgenommener Türdichtung 6 kann von der Seite der Türdichtung aus eine Bohrung in
das Abdeckprofil 5 eingebracht werden, durch die die Schraube 7 zum Befestigen des
Abdeckprofils 5 eingeführt werden kann. In der gleichen Weise kann das Abdeckprofil
5 vom Zargenprofil 1 gelöst werden, wenn die Türdichtung 6 herausgenommen und durch
die Bohrung die Schraube 7 gelöst wird.
[0008] Mit 5a' ist durch strichpunktiere Linien ein verkürztes Abdeckprofil 5 wiedergegeben,
wenn beispielsweise ein dickeres Türblatt 3 vorgesehen wird. Hierbei kann der Schenkel
5b des Abdekcprofils 5 zum Abdecken der Öffnung in der Zarge 1 ebenso lang wie dargestellt
ausgebildet sein. Durch die bei 5a' angedeutete verkürzte Bauform kommt die Türdichtung
6 etwa in die Mitte des Zargenprofils zu liegen.
[0009] Auf der der Trennwand 2 zugewandten Seite der Zarge 1 ist durch eine Schraube 8 ein
Ständerprofil 9 am Zargenprofil befestigt, das einen im wesentlichen I-förmigen Querschnitt
aufweist, wobei die beiden hohlen Querstege in die beiden Ausnehmungen des E-förmigen
Zargenprofils eingreifen. Die Schraube 8 wird bei abgenommenem Abdeckprofil 5 von
der Innenseite der Zarge 1 eingeschraubt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ein Abdeckelement 10 beispielsweise durch eine Rastverbindung mit dem Ständerprofil
9 verbunden. Die Beplankung der Trennwand 2 kann beispielsweise aus Glasscheiben 2a
bestehen, die über ein Verbindungselement 2b jeweils mit dem Ständerprofil 9 verbunden
sind. Mit 9a ist in Fig. 1 ein Bodenprofil bezeichnet, das quer zum Ständerprofil
9 verläuft.
[0010] Das Zargenprofil 1 ist zumindest auf einer der beiden Seiten des Türblattes 3 in
der beschriebenen Weise ausgestaltet; vorzugsweise auf beiden Seiten. Das über dem
Türblatt 3 liegende Querelement der Zarge kann eine andere Ausgestaltung haben, es
kann aber mit dem gleichen Querschnittsprofil wie in Fig. 1 dargestellt versehen sein.
[0011] Die durch den Abstand der Schenkel 1c und 1d des Zargenprofils ausgebildete Öffnung
kann durchgehend oder auch nur abschnittsweise ausgebildet sein. Bei einer abschnittsweisen
Ausgestaltung verläuft ein Verbindungssteg zwischen den Enden der Schenkel 1c und
1d, der zur Versteifung des Zargenprofils beiträgt.
[0012] Das Abdeckprofil 5 wird unabhängig davon, ob die Öffnung auf der Innenseite des Zargenprofils
durchgehend oder nur abschnittsweise ausgebildet ist, vorzugsweise durchgehend ausgebildet,
wobei es sich zumindest über die Höhe der hohlen Seitenelemente der Zarge erstreckt.
Wird auch die Querstrebe der Türzarge aus dem gleichen Profil wie die Seitenzargen
gefertigt, so kann das Abdeckprofil 5 an den oberen Ecken auf Gehrung geschnitten
und eingesetzt werden. Bei dieser Ausgestaltung der Türzarge kann das Abdeckprofil
5 auch als Rahmen in die Türzarge eingesetzt sein.
[0013] Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Seitenwange 1 a des Zargenprofils 1 mit den Nuten 1b.
Wie dargestellt, sind in Abständen über die Länge des Zargenprofils Ausnehmungen 1f
ausgebildet. An den Stegen 1g zwischen diesen Ausnehmungen 1f sind Bohrungen 1h oder
dergleichen Vertiefungen angebracht, durch die beispielsweise ein Schalter oder ein
Anzeigeelement an der Seitenwange 1 a des Zargenprofils 1 befestigt werden kann. Zum
Anschließen eines Schalters oder Anzeigeelementes können die Elektrokabel 4 durch
die Ausnehmungen 1f mit dem Schalter an unterschiedlichen, vordefinierten Stellen
verbunden werden.
[0014] Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform des Zargenprofils, wobei an den gegenüberliegenden
Seitenwangen unterschiedliche Querschnittsformen von Nuten 1b und 1b' ausgebildet
sind. Auf der einen Seitenwange sind zwei beabstandete Nuten 1b etwa entsprechend
der Ausführungsform nach Fig. 1 vorgesehen, während auf der gegenüberliegenden Seitenwange
eine einzelne Nut 1b' ausgebildet ist. In die Nuten sind jeweils Abdeckleisten 11
und 12 mit entsprechenden Ansätzen 11a und 12a eingesetzt. Durch derartige Abdeckleisten
11 und 12 werden die Abschnitte der Seitenwangen des Zargenprofils abgedeckt, die
nicht für Installationszwecke verwendet werden.
[0015] Fig. 4 zeigt eine weitere Abwandlung der Ausgestaltung der Nuten an den Seitenwangen
des Zargenprofils 1 mit darin eingesetzten Abdeckleisten, wobei auf einer Seite eine
breite Nut 1b" mit einer entsprechend breiten Abdeckleiste 11" ausgebildet ist. Am
Boden der Nut ist eine Montageleiste 13, z. B. eine Magnetleiste, angebracht.
[0016] Fig. 5 zeigt eine Querschnittsform einer Abdeckleiste 12', die auf der der Trennwand
zugewandten Seite mit einem abgewinkelten Abschnitt 12c versehen ist, der mit der
Oberfläche der Zarge fluchtet und als Clip ausgebildet sein kann. Bei dieser Ausführungsform
nach Fig. 5 ist die Seitenwange des Zargenprofils im Bereich der Nuten 1b etwas zurückversetzt,
so dass sich ein Absatz 1k ergibt. Die Abdeckleiste 12' fluchtet mit der verbleibenden
Außenfläche der Seitenwange, so dass sich insgesamt eine glatte Außenfläche der Seitenwange
ergibt. Eine entsprechende Ausführungsform ist in Fig. 4 wiedergegeben.
[0017] Es können auch andere Ausgestaltungen von Ausnehmungen an den Seitenwangen des Zargenprofils
1 vorgesehen werden, je nach Art der vorgesehenen Installationseinrichtungen. So können
in den Seitenflanken einer tieferen Nut auch Magnetleisten vorgesehen sein, die als
Anschlusselemente dienen.
[0018] Nach einer vereinfachten Bauform kann ein Hohlprofil als Zarge ausgebildet sein,
wobei an den Stellen, an denen eine Installation eines Schalters oder dergleichen
Betätigungs- bzw.
[0019] Steuerelementes vorgesehen ist, eine Bohrung zur Aufnahme des Schalters eingebracht
werden kann.
[0020] Durch die beschriebene Ausgestaltung einer hohlen Türzarge wird diese mit verschiedenen
Funktionen ausgerüstet, so dass sie ein Bauelement mit integrierten Installationselementen
bildet und die angrenzenden Wand oder Trennwand für die Installationen nicht benötigt
wird. Entsprechend den vorgesehenen Installationseinrichtungen kann das Zargenprofil
auch breiter als dargestellt ausgebildet sein und entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck
unterschiedliche Nutformen oder Ausnehmungen an den Seitenflanken aufweisen.
[0021] Auch kann insbesondere die der Trennwand 2 zugewandte Seite des Zargenprofils mit
den beiden Vertiefungen in anderer Weise als dargestellt gestaltet sein, so dass das
Zargenprofil an eine andere Wandausgestaltung bzw. an ein anderes Ständerprofil 9
(Fig. 1) angepasst ist.
[0022] Anstelle eines anderen mit der Zarge verbundenen Ständerprofils 9 kann die Hohlzarge
auch mit beabstandeten Schenkeln versehen sein, zwischen denen die Trennwand oder
ein Teil von dieser aufgenommen wird, sodass ein gesondertes, mit der Hohlzarge verbundenes
Ständerprofil 9 entfallen kann. Fig. 6 zeigt schematisch eine solche Bauform einer
Hohlzarge 1 mit Schenkeln 90 zur Aufnahme eines Trennwandaufbaus. In Fig. 6 ist die
den Hohlraum der Zarge abdeckende Leiste 5 nicht dargestellt.
[0023] Nach einer weiteren Ausgestaltung können die Abdeckleisten 11, 12 an den Seitenwangen
des Zargenprofils als Montageleisten zur Aufnahme von Schaltern und dergleichen ausgebildet
sein, wobei die elektrischen Anschlussleitungen von den in der Montageleiste montierten
Schaltern durch Durchbrechungen der Seitenwange in den Hohlraum der Zarge führen.
1. Türzarge mit Hohlquerschnitt, wobei die Seitenwangen (1a) der Zarge (1) zumindest
auf einer Seite zur Aufnahme von Installationseinrichtungen wie Schaltern, Anzeigeelementen
und dergleichen ausgebildet ist, deren Anschlussleitungen (4) durch den Hohlraum der
Zarge verlaufen.
2. Türzarge nach Anspruch 1, wobei zumindest an einer Seitenwange (1a) der Zarge (1)
eine Nut oder mehrere Nuten (1b) für die Installation von Zusatzeinrichtungen wie
Schaltern, Anzeigeelementen oder dergleichen ausgebildet ist.
3. Türzarge nach Anspruch 1 oder 2, wobei auf der Innenseite der Zarge mehrere Ausnehmungen
oder eine durchgehende Ausnehmung ausgebildet sind bzw. ist, die durch ein abnehmbares
Abdeckprofil (5) abgedeckt ist, durch das der Hohlraum innerhalb der Zarge (1) zugänglich
ist.
4. Türzarge nach Anspruch 3, wobei in eine Nut des Abdeckprofils (5) eine Türdichtung
(6) lösbar eingesetzt ist.
5. Türzarge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf den gegenüberliegenden
Seitenwangen der Zarge (1) unterschiedliche Nuten oder Ausnehmungen für Installationseinrichtungen
ausgebildet sind.
6. Türzarge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an den Seitenwangen in Abständen
Ausnehmungen (If) ausgebildet sind.
7. Türzarge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in die Ausnehmungen oder Nuten
an den Seitenwangen der Zarge (1) Abdeckleisten (11,12) oder Abdeckelemente eingesetzt
sind.
8. Türzarge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in einer Ausnehmung oder Nut
(1b") eine Montageleiste (13) angeordnet ist.
9. Türzarge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlquerschnitt der Zarge
etwa E-förmig ausgebildet ist und die beabstandeten Ausnehmungen des Hohlprofils zur
Aufnahme der Querschenkel eines im Querschnitt etwa I-förmigen Ständerprofils (9)
dienen.
10. Türzarge nach Anspruch 3, wobei das abnehmbare Abdeckprofil (5) als Hohlprofil ausgebildet
und durch Befestigungselemente wie Schrauben (7) mit der Zarge (1) lösbar verbunden
ist.