[0001] Die Erfindung betrifft einen manuellen Gefahrenmelder, mit einem Gehäuse aus einer
Grundplatte und einer haubenförmigen Deckplatte, die mindestens eine fensterartige
Öffnung hat, in der eine eindrückbare rechteckige Platte sitzt, die in Wirkverbindung
mit mindestens einem Schalter steht, der bei und nach dem Eindrücken der Platte dauerhaft
seinen Schaltzustand wechselt.
[0002] Derartige Gefahrenmelder, die häufig als Feuermelder oder als Druckknopfmelder bezeichnet
werden, sind bekannt. Einige Länder schreiben eine eindrückbare elastische Kunststoffplatte
vor, die beim manuellen Rückstellen des Melders wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrt.
Andere Länder schreiben eine Glasscheibe vor, die beim Eindrücken zerstört wird. Im
Ruhezustand hält die Platte mit einem ihrer Ränder, gewöhnlich mit ihrem oberen Rand,
den Drücker eines Mikroschalters in seiner Arbeitsstellung. Beim Eindrücken der Platte
wird der Drücker des Mikroschalters frei, so dass dessen Schaltkontakt von der Arbeits-
in die Ruhelage wechselt. Das dadurch erzeugte Schaltsignal wird über eine an den
Melder angeschlossene Leitung direkt oder nach Verarbeitung in einer elektronischen
Schaltung einer Zentrale zugeleitet.
[0003] Die äußeren Abmessungen eines derartigen Melders sind genormt und relativ klein.
Der zur Verfügung stehende Platz reicht in der Regel nicht aus, um in dem gleichen
Volumen noch eine elektrische Schaltung unterzubringen. Dies ist jedoch wünschenswert,
wenn die Meldung an die Zentrale als Datentelegramm übertragen werden soll oder weitere
Melder-Zustände, z.B. "Test" und/oder "Rückmeldung" signalisiert werden sollen.
[0004] Ein manueller Gefahrenmelder der einleitend und im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten
Art ist aus der DE 101 43 284 A1 bekannt. Die eindrückbare Platte besteht aus Kunststoff.
Gegen ihre Innenseite liegt das eine Ende eines zweiarmigen Hebels an. Bei Eindrücken
der Platte betätigt dieser Arm des Hebels einen darunter angeordneten Schalter. Gleichzeitig
kommt der andere Arm des Hebels unter eine Öffnung des Gehäuseoberteils zu liegen.
Zur Rückstellung wird ein Werkzeug oder Schlüssel in die Öffnung eingeführt, um den
Hebel wieder in seine Ausgangslage zu drücken.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gefahrenmelder der einleitend angegebenen
Gattung, jedoch demgegenüber vereinfachter Konstruktion zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Platte im Ruhezustand
des Melders mit einem ihrer Ränder einen um eine zu der Grundplatte rechtwinklige
Achse schwenkbaren einarmigen Hebel entgegen der Kraft mindestens einer Feder in seiner
Ruhelage hält, dass der Hebel in Wirkverbindung mit dem Schalter steht, dass die Platte
mit ihrem gegenüberliegenden Rand gegen einen Nocken eines walzenförmigen Körpers
anliegt, der um eine zur Grundplatte rechtwinkelige Achse drehbar ist und dass der
walzenförmige Körper in eine Stellung drehbar ist, in der der Nocken außer Eingriff
mit dem Rand der Platte kommt, wodurch der federbelastete Hebel in seine ausgelöste
oder Alarmstellung schwenkt.
[0007] Diese Konstruktion ist sehr platzsparend und kommt mit wenigen einfach geformten
Teilen aus, die daher kostengünstig aus Kunststoff im Spritzgussverfahren herstellbar
sind. Ausgelöst, d.h. in den Alarmzustand gebracht wird der Melder in üblicher Weise
durch Eindrücken der zwischen dem Hebel und dem Nocken des walzenförmigen Körpers
gewissermaßen eingespannten Platte. Handelt es sich um eine Kunststoffplatte, so gleitet
deren Rand von dem Nocken des walzenförmigen Körpers ab und unter der Wirkung des
federbelasteten Hebels in eine in Richtung der Grundplatte des Melders hinter dem
Nocken liegende Freistellung. Handelt es sich um eine Glasplatte, so wird der Hebel
durch deren Zerstörung frei. In beiden Fällen wechselt demzufolge das seinerseits
unter Federvorspannung stehende Schaltorgan des Schalters z.B. von seiner Arbeits-
in seine Ruhelage, so dass ein Arbeitskontakt öffnet und/oder ein Ruhekontakt schließt.
Zum Zweck eines Funktionstests des Melders wird hingegen die Einspannung der eindrückbaren
Platte zwischen dem Hebel und dem Nocken des walzenförmigen Körpers durch Drehung
des letzteren aufgehoben. Der Hebel verschiebt somit die Platte in der Ebene ihrer
Ruhelage, wobei die Platte auch bei Ausführung als Glasscheibe nicht bricht. Durch
Zurückdrehen des walzenförmigen Körpers in seine Ausgangsstellung kommt der Melder
nach dem Funktionstest wieder in seinen normalen Ruhe- oder Bereitschaftszustand.
Da die mechanischen Funktionsorgane im Bereich von zwei gegenüberliegenden Rändern
der Platte, zweckmäßig im Bereich deren unteren Randes, angeordnet sind, bleibt hinter
der Platte im Gehäuseunterteil genügend Raum zur Unterbringung einer elektrischen
Schaltungsplatine.
[0008] Zweckmäßig ist der walzenförmige Körper durch eine Öffnung der haubenförmigen Deckplatte
hindurch mittels eines schlüsselartigen Werkzeugs drehbar (Anspruch 2), so dass das
Meldergehäuse zur Durchführung eines Funktionstests oder zur Rückstellung einer eingedrückten
(Kunststoff-) Platte nicht geöffnet werden muss.
[0009] Insbesondere kann die haubenförmige Deckplatte eine vorzugsweise verschließbare Öffnung
haben, über welche ein schlüsselartiges Werkzeug zum Drehen des walzenförmigen Körpers
einführbar ist (Anspruch 3). Der Verschluss der Öffnung in der Deckplatte verhindert
das Eindringen von Staub und Wasser in den Melder und erschwert zusammen mit dem schlüsselartigen
Werkzeug unbefugte Manipulationen an dem Melder.
[0010] Die Platte kann an ihren beiden anderen, freien Längsrändern, vorzugsweise sind dies
ihre Seitenränder, verschiebbar geführt sein (Anspruch 4), so dass einerseits hinter
der Platte ein großer Freiraum verbleibt, in den die Platte eindrückbar ist und andererseits
die einem Verschieben der Platte entgegenwirkenden Reibungskräfte gering gehalten
werden können.
[0011] Insbesondere kann die Platte sich mit ihren beiden anderen, freien Längsrändern auf
einer Staubschutzhaube abstützen, die mittig einen wannenförmig vertieften Bereich
als Freiraum hat, in den die Platte eindrückbar ist (Anspruch 5). Bevorzugt ist diese
Staubschutzhaube im Zusammenwirken mit der Grundplatte so ausgebildet, dass sie auch
Schutz gegen das Eindringen von Wasser bietet.
[0012] Zur definierten Führung der Platte kann letztere im Bereich desjenigen Randes, gegen
den der schwenkbare Hebel anliegt, mittig einen sich gegen die darunter liegende Staubschutzhaube
abstützenden Zapfen haben (Anspruch 6).
[0013] Vorzugsweise hat der Hebel eine Fahne, die im Ruhezustand des Melders außerhalb der
Fensteröffnung und im ausgelösten Zustand innerhalb der Fensteröffnung liegt (Anspruch
7), so dass auf einen Blick erkennbar ist, ob der Melder sich im Ruhe- oder im Alarmzustand
befindet, was vor allem dann, wenn der Melder mit einer elastischen Kunststoffplatte
ausgerüstet ist, sonst nicht ohne weiteres feststellbar ist.
[0014] Zur Minimierung des Platzbedarfes und des Schwenkwinkels des Hebels ist es zweckmäßig,
wenn die Schwenkachse des Hebels sich nahe einer Ecke der Grundplatte befindet (Anspruch
8).
[0015] Die den Hebel in seine Arbeitslage belastende Feder kann an dessen freien Ende angreifen
(Anspruch 9). Es genügt deshalb eine relativ schwache Feder, was bei einem aus Kunststoff
bestehenden Hebel das Risiko ausschließt, dass der Hebel sich im Laufe der Zeit durch
Kaltfließen verformt.
[0016] Zur Schraubbefestigung des Melders kann die Grundplatte zwei Löcher und die Staubschutzhaube
korrespondierende, versenkte Öffnungen haben, die staubdicht mit diesen Löchern fluchten
(Anspruch 10), damit der Melder montiert werden kann, ohne dass in sein Inneres Staub
und Schmutz eindringen können.
[0017] Bevorzugt ist die haubenförmige Deckplatte mit ihrem einen Rand in den korrespondierenden
Rand der Grundplatte einhängbar und die Grundplatte hat im Bereich ihres gegenüberliegenden
Randes Rastklauen, die in korrespondierende Öffnungen in der benachbarten Seitenfläche
der haubenförmigen Deckplatte eingreifen (Anspruch 11), so dass die haubenförmige
Deckplatte werkzeuglos auf die Meldergrundplatte aufschnappbar ist.
[0018] Zum Öffnen des Melders kann das schlüsselförmige Werkzeug zwei Nasen im Abstand der
Öffnungen in der betreffenden Seitenfläche der haubenförmigen Deckplatte haben (Anspruch
12).
[0019] Stattdessen kann der walzenförmige Körper in eine Stellung drehbar sein, in der sein
Nocken oder ein zweiter Nocken die betreffende Seitenwand der haubenförmigen Deckplatte
so weit auswölbt, dass die Rastklauen außer Eingriff mit den Öffnungen in dieser Seitenfläche
kommen (Anspruch 13). Dies ermöglicht es, den Melder ohne Zusatzwerkzeug zu öffnen,
um ihn durch Rückstellung der Kunststoffplatte oder Ersatz der Glasplatte aus dem
Alarmzustand wieder in den Ruhe- oder Bereitschaftszustand zu bringen.
[0020] Der walzenförmige Körper kann in derjenigen Drehstellung, in der sein Nocken die
Platte in der Ruhelage hält, gegen einen Anschlag anliegen oder lösbar verrastet sein
(Anspruch 14). Damit ist sichergestellt, dass die Platte, sei es nach einem Funktionstest,
sei es nach einer Rückstellung des Melders aus dem Alarm- in den Ruhezustand, erschütterungssicher
die vorschriftsmäßige Lage hat.
[0021] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des vorgeschlagenen Melders in teilweise
schematischer Vereinfachung dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung des Melders,
- Fig. 2
- die Deckplatte,
- Fig. 3
- den Melder im Ruhestand bei abgenommener Deckplatte,
- Fig. 4
- die Staubschutzhaube,
- Fig. 5
- den Melder im Alarmzustand, bei abgenommener Deckplatte,
- Fig. 6
- den Melder im durch einen Funktionstest ausgelösten und
- Fig. 7
- das Öffnen des Meldergehäuses.
- Der in Fig. 1
- dargestellte, manuell auslösbare Gefahren- melder umfasst eine wandmontierbare Grundplatte
1, eine Schaltungsplatine 2, einen schwenkbaren Hebel 3, eine Staubschutzhaube 4,
eine eindrückbare Platte 5, einen walzenförmigen Körper 6, eine haubenförmige Deckplatte
7 als Außengehäuse, ein schlüsselartiges Werkzeug 8 und eine Schutzklappe 9.
[0022] Die Grundplatte 1 hat Positionierungszapfen 1.1 für die Schaltungsplatine 2 und Löcher
1.2 für den Durchtritt von auf der Rückseite der Schaltungsplatine 2 angeordneten
Kontaktstiften 2.1 zu deren Verbindung mit einem Klemmenblock 2.4. Die Grundplatte
1 hat an ihrem oberen Rand Ausnehmungen 1.3 zum Einhängen von in dieser Darstellung
nicht sichtbaren Nasen am oberen Seitenrand der haubenförmigen Deckplatte 7, die an
ihrem unteren Seitenrand in dieser Darstellung ebenfalls nicht sichtbare Öffnungen
hat, in welche am unteren Rand der Grundplatte 1 befindliche Rastklauen 1.4 eingreifen.
An ihren Seitenstegen 1.5 hat die Grundplatte 1 Rastklinken 1.6, mit denen Ausnehmungen
4.1 in den Seitenwänden 4.2 der Staubschutzhaube 4 korrespondieren. In der Grundplatte
1 sind zwei Montagelöcher 1.7 mit einer buchsenförmigen Umrandung ausgebildet.
[0023] Die Schaltungsplatine 2 trägt neben den angedeuteten elektronischen Bauelementen
nahe ihrem oberen Rand zwei Mikroschalter 2.2 und 2.3 mit Schaltfahnen 2.21 und 2.31.
[0024] Der Hebel 3 steht mit den Schaltfahnen 2.21 und 2.31 in Wirkverbindung. Er umfasst
eine Lagerbüchse 3.1 und eine Fahne 3.2. Auf das freie Ende des Hebels wirkt eine
gebogene Blattfeder 3.3.
[0025] Die Staubschutzhaube 4 hat Durchbrüche 4.3, die mit den Löchern 1.7 der Grundplatte
1 korrespondieren, beidseitige Führungsstege 4.4 und dazwischen einen wannenförmig
vertieften Bereich 4.5. In dieser Ansicht nicht sichtbare Lichtleitzapfen korrespondieren
mit nicht dargestellte LEDs auf der Schaltungsplatine 2, die den Betriebszustand des
Melders signalisieren.
[0026] Die eindrückbare Platte 5, die aus einer elastischen Kunststoffscheibe oder einer
vorgespannten, leicht zerstörbaren Glasscheibe bestehen kann, ist seitlich von den
Führungsstegen 4.4 der Staubschutzhaube 4 gehalten und überdeckt den wannenförmig
vertieften Bereich 4.5 der Staubschutzhaube 4. Nahe ihres Oberrandes hat die Platte
rückseitig, d.h. in dieser Ansicht verdeckt, einen Distanzzapfen, mit dem sie sich
auf der Staubschutzhaube 4 im Bereich deren wannenförmiger Vertiefung 4.5 abstützt.
[0027] Der walzenförmige Körper 6 ist in einer Büchse 1.8 der Grundplatte 1 drehbar gehalten
und hat eine ihn in dieser Büchse haltende, elastische Rastnase 6.1, einen zum Zusammenwirken
mit dem Unterrand der Platte 5 bestimmten Nocken 6.2, einen versenkten, im Querschnitt
etwa dreieckigen Zapfen 6.3 und eine Anschlagnase 6.4.
[0028] Die haubenförmige Deckplatte 7 hat eine obere fensterförmige Vertiefung 7.1, in die
ein transparentes Kunststofffenster 7.2 einschnappbar ist, eine untere, große Fensteröffnung
7.3, über die die Platte 5 zugänglich ist und eine über einen Kunststoffschieber 7.4
verschließbare Öffnung 7.5 in Höhe der Achse des walzenförmigen Körpers 6.
[0029] Das schlüsselförmige Werkzeug 8 hat am Ende seines zylindrischen Schaftes 8.1 ein
Schlüsselprofil 8.2, das komplementär zu dem versenkten Zapfen 6.3 des walzenförmigen
Körpers 6 ist.
[0030] Die Schutzklappe 9 besteht vorzugsweise aus einem transparenten Kunststoff und hat
seitliche Schwenkzapfen, die in Löcher in den Seitenflächen der Deckplatte 7 nahe
deren Oberrandes eingreifen.
[0031] Figur 2 zeigt eine Ansicht der Deckplatte 7 von innen. An ihrem Oberrand hat sie
zwei Nasen 7.6, die zum Eingriff in die Ausnehmungen 1.3 der Grundplatte 1 (vgl. Fig.
1) bestimmt sind. Nahe der Öffnung 7.5 hat die untere Seitenwand zwei kleine Öffnungen
7.7, die zum Eingriff der Rastklauen 1.4 der Grundplatte 1 (vgl. Fig. 1) bestimmt
sind.
[0032] Figur 3 zeigt den Melder im zusammengebauten Zustand, jedoch ohne die haubenförmige
Deckplatte. Die Staubschutzhaube 4 ist im oberen Bereich teilweise aufgebrochen dargestellt.
Der Melder befindet sich in seiner Ruhe- oder Bereitschaftsstellung. Die eindrückbare
Platte 5 stützt sich mit ihrem Unterrand gegen den Nocken 6.2 des walzenförmigen Körpers
6 ab, dessen Anschlagnase 6.4 gegen einen Zapfen der Grundplatte 1 anliegt. Mit ihrem
Oberrand hält die Platte 5 deshalb den an seinem linken Ende um einen Drehzapfen schwenkbar
gelagerten Hebel 3 gegen die Kraft der das freie Ende des Hebels 3 belastenden Blattfeder
3.3 in der gezeichneten Stellung, in der der Hebel 3 mit seiner abgewandten Seitenfläche
die Schaltfahnen 2.21 und 2.31 der Mikroschalter 2.2 und 2.3 in deren federbelasteter
Arbeitsstellung, d.h. niedergedrückt hält. Die Fahne 3.2 des Hebels 3 befindet sich
außerhalb der Fensteröffnung 7.3 der haubenförmigen Deckplatte 7 (vgl. Fig. 1).
[0033] Figur 4 ist ein Blick auf die Staubschutzhaube 4 von innen. Ein einstückig angeformter
Drehzapfen 4.6 für die Lagerbüchse 3.1 des Hebels 3 (vgl. Fig. 3) hat eine Rastnase
4.61, die diesen Hebel auf dem Drehzapfen 4.6 sichert. Die Durchbrüche 4.3 haben gestufte,
erhabene Ränder 4.31, die dazu bestimmt sind, in die korrespondierenden, buchsenförmigen
Umrandungen der Montagelöcher 1.7 der Grundplatte 1 (vgl. Fig. 1) einzugreifen um
das Eindringen von Staub und Wasser in den von der Staubschutzhaube 4 umgebenen Innenraum
des Melders zu verhindern. Hohlzapfen 4.7 dienen als Niederhalter für die Schaltungsplatine
2 in Fig. 1. Lichtleitzapfen 4.8 überbrücken die Distanz zwischen SMD-LEDs (nicht
dargestellt) auf der Schaltungsplatine 2 und Durchbrüchen in der fensterförmigen Vertiefung
7.1 der Deckplatte (vgl. Fig. 1). An der Innenseite des Oberrandes ist das Gegenlager
4.9 für den festgesetzten Schenkel der Blattfeder 3.3 in Fig. 3 zu erkennen.
[0034] Figur 5 zeigt den Melder in der gleichen Darstellung wie Fig. 3, jedoch im Alarmzustand.
Die in diesem Fall aus einem elastischen Kunststoff bestehende Platte 5 wurde eingedrückt
und ist dementsprechend konkav gewölbt. Ihr Unterrand ist daher hinter den Nocken
6.2 des walzenförmigen Körpers 6 gelangt und von dem Hebel 3 unter der Wirkung der
Blattfeder 3.3 in die gezeichnete Stellung nach unten verschoben worden. Der den Mikroschaltern
2.2 und 2.3 zugewandte Seitenrand des Hebels 3 hat dabei die Schaltfahnen 2.21 und
2.31 der Mikroschalter 2.2 und 2.3 freigegeben, so dass letztere in ihre Ruhestellung
umgeschaltet haben. Die Schaltung auf der Schaltungsplatine 2 verarbeitet diese Änderung
der Schaltzustände der Mikroschalter 2.2 und 2.3 in ein entsprechendes Alarmsignal
an den externen Klemmen 2.4 (vgl. Fig. 1) . Die Fahne 3.2 des Hebels 3 ist nun im
Ausschnitt der Fensteröffnung 7.3 der Deckplatte 7 (vgl. Fig. 1) sichtbar.
[0035] Figur 6 zeigt die gleiche Ansicht des Melders wie Fig. 5, jedoch ist in diesem Fall
der Alarmzustand nicht durch Eindrücken der Platte 5 sondern zum Zweck eines Funktionstests
oder Probealarms durch Drehung des walzenförmigen Körpers 6 mittels des schlüsselförmigen
Werkzeugs 8 erzeugt worden. Unter der Wirkung des federbelasteten Hebels 3 hat sich
die Platte 5 nach unten verschoben, liegt aber nach Drehung des walzenförmigen Körpers
6 um etwa 90° im Uhrzeigersinn mit ihrem Unterrand wie zuvor auf dem Nocken 6.2 des
walzenförmigen Körpers 6 auf. Durch Drehung des schlüsselförmigen Werkzeuges 8 entgegen
dem Uhrzeigersinn kann die Platte 5 wieder in den in Fig. 3 dargestellten Ruhe- oder
Bereitschaftszustand zurückgebracht werden.
[0036] In entsprechender Weise wird der Melder aus dem Alarmzustand (vgl. Fig. 5) zurück
in den Ruhezustand gebracht. Nach Drehung des schlüsselförmigen Werkzeugs 8 in die
in Fig. 6 gezeigte Stellung springt die Platte 5 aus der konkaven Form, in der ihr
Unterrand in der Freistellung hinter den Nocken 6.2 auf dem walzenförmigen Körper
6 aufliegt, in die Planlage zurück, so dass nun ihr Unterrand wieder auf dem Nocken
6.2 des walzenförmigen Körpers 6 aufliegt und durch Drehung des letzteren die Platte
5 nach oben in ihre den Hebel 3 in der Ruhestellung haltenden Stellung verschoben
wird.
[0037] Sofern die Platte 5 nicht aus Kunststoff besteht sondern eine zerstörbare Glasscheibe
ist, wird in der in Figur 6 gezeichneten Stellung des walzenförmigen Körpers 6 nach
Entfernung der zerstörten Scheibe eine neue Scheibe eingesetzt und durch Drehung des
schlüsselförmigen Werkzeugs 8 in ihre obere eingespannte Stellung zurückgebracht.
[0038] Mindestens zum Auswechseln einer zerstörten Glasscheibe muss das Meldergehäuse durch
Abnehmen der haubenförmigen Deckplatte 7 geöffnet werden. Dies ist schematisch in
Figur 7 dargestellt. Das schlüsselförmige Werkzeug 8 hat zwei Nasen 8.3 im Abstand
der Öffnungen 7.7 in dem unteren Seitenrand der haubenförmigen Deckplatte 7 (vgl.
Fig. 2). Mittels dieser Nasen werden gemäß Figur 7 die Rastklauen 1.4 der Grundplatte
1 aus den Öffnungen 7.7 zurück nach innen gedrängt, so dass sich die Deckplatte 7
mit ihrem Unterrand von der Grundplatte 1 abschwenken und anschließend unter leichtem
Anheben abnehmen lässt, wobei die Nasen 7.6 der Deckplatte 7 von den Ausnehmungen
1.3 am oberen Rand der Grundplatte 1 (vgl. Fig. 1) freikommen.
1. Manueller Gefahrenmelder, mit einem Gehäuse aus einer Grundplatte (1) und einer haubenförmigen
Deckplatte (7), die mindestens eine Fensteröffnung (7.2) hat, in der eine eindrückbare
rechteckige Platte (5) sitzt, die in Wirkverbindung mit mindestens einem Schalter
(2.2, 2.3) steht, der bei und nach dem Eindrücken der Platte (5) dauerhaft seinen
Schaltzustand wechselt, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (5) im Ruhezustand des Melders mit einem ihrer Ränder einen um eine zu
der Grundplatte (1) rechtwinklige Achse schwenkbaren einarmigen Hebel (3) entgegen
der Kraft mindestens einer Feder (3.3) in seiner Ruhelage hält, dass der Hebel (3)
in Wirkverbindung mit dem Schalter (2.2, 2.3) steht, dass die Platte (5) mit ihrem
gegenüberliegenden Rand gegen einen Nocken (6.2) eines walzenförmigen Körpers (6)
anliegt, der um eine zur Grundplatte (1) rechtwinkelige Achse drehbar ist und dass
der walzenförmige Körper (6) in eine Stellung drehbar ist, in der der Nocken (6.2)
außer Eingriff mit dem Rand der Platte (5) kommt, wodurch der federbelastete Hebel
(3) in seine ausgelöste oder Alarmstellung schwenkt.
2. Gefahrenmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der walzenförmige Körper (6) durch eine Öffnung (7.5) der haubenförmigen Deckplatte
(7) hindurch mittels eines schlüsselartigen Werkzeugs (8) drehbar ist.
3. Gefahrenmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die haubenförmige Deckplatte (7) eine verschließbare Öffnung (7.5) hat, über welche
ein schlüsselartiges Werkzeug (8) zum Drehen des walzenförmigen Körpers (6) einführbar
ist.
4. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (5) an ihren beiden freien Längsrändern verschiebbar geführt ist.
5. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (5) sich mit ihren beiden freien Längsrändern auf einer Staubschutzhaube
(4) abstützt, die mittig eine Vertiefung (4.5) hat, in welche die Platte eindrückbar
ist.
6. Gefahrenmelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (5) im Bereich desjenigen Randes, gegen den der schwenkbare Hebel (3)
anliegt, mittig einen sich gegen die darunter liegende Staubschutzhaube (4) abstützenden
Zapfen hat.
7. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (3) eine Fahne (3.2) hat, die im Ruhezustand des Melders außerhalb der
Fensteröffnung (7.2) und im ausgelösten Zustand innerhalb dieser Fensteröffnung (7.2)
liegt.
8. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse des Hebels (3) sich nahe einer Ecke der Grundplatte (1) befindet.
9. Gefahrenmelder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die den Hebel (3) in seine Arbeitslage belastende Feder (3.3) am freien Ende des
Hebels (3) angreift.
10. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (1) zwei Löcher (1.2) zur Schraubbefestigung des Gefahrenmelders
hat und dass die Staubschutzhaube (4) korrespondierende versenkte Durchbrüche (4.3)
hat, die staubdicht mit den Befestigungslöchern (1.2) fluchten.
11. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die haubenförmige Deckplatte (7) mit ihrem einen Rand in den korrespondierenden Rand
der Grundplatte (1) einhängbar ist und dass die Grundplatte (1) im Bereich ihres gegenüberliegenden
Randes Rastklauen (1.4) hat, die in korrespondierende Öffnungen (7.7) in der benachbarten
Seitenfläche der haubenförmigen Deckplatte (7) eingreifen.
12. Gefahrenmelder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das schlüsselförmige Werkzeug (8) zwei Nasen (8.3) im Abstand der Öffnungen (7.7)
in der Seitenfläche der haubenförmigen Deckplatte (7) hat.
13. Gefahrenmelder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der walzenförmige Körper (6) in eine Stellung drehbar ist, in der ein Nocken die
Seitenwand der haubenförmigen Deckplatte (7) so weit verformt, dass die Rastklauen
(1.4) außer Eingriff mit den Öffnungen (7.7) in dieser Seitenfläche kommen.
14. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der walzenförmige Körper (6) in derjenigen Stellung, in der sein Nocken (7.4) die
Platte (5) in der Ruhelage hält, lösbar verrastet ist.