[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltvorrichtung mit Anzeigemittel, mit
Betätigungselemente für die Schaltkontakte und mit Anzeigemittel zur Anzeige des Funktions-
oder Schaltzustands der Schaltvorrichtung.
[0002] Bekannt sind Schaltvorrichtungen oder schaltende Signaleinheiten, die ein Gehäuse
und ein gegen Federkraft längst verschiebbares hohles Betätigungselement (Stößel)
aufweisen, wobei ein im Gehäuse befestigtes Leuchtmittel vorhanden ist, welches eine
an der Oberseite oder Stirnseite des Betätigungselements befindliche durchscheinende
Fläche von innen beleuchtet (EP 0 417 048 A2, EP 0 632 474 B1). Die Lichtstärke an
der Stirnseite des Betätigungselements ist nicht hoch. Auch ist eine seitliche Abstrahlung
des Lichts kaum vorhanden, so dass Licht fast nur bei direkter Betrachtung von vorn
sichtbar ist.
[0003] Vorgeschlagen wurde auch schon, die Lichtausbeute dadurch zu erhöhen, dass eine im
Betätigungselement angeordnete Sammellinse das Licht zur Oberseite des Betätigungselements
bündelt (DE 32 37 589 A1).
[0004] Zwar sind Lösungen möglich, bei denen das Anzeige-, insbesondere Leuchtmittel nicht
starr im Gehäuse und relativ tief im Betätigungselement sitzt, sondern mitbeweglich
im Betätigungselement angeordnet wird. Doch hierbei muss die Energieversorgung über
flexible Leitungen erfolgen. Solche Leitungen können elektrische oder optische Leitungen
sein. Solche Lösungen haben den Nachteil, dass flexible elektrische Leitungen gegen
dauernde mechanische Belastungen empfindlich sind, ebenso gilt dies für lichtübermittelnde
Lichtwellenleiter. Weiterhin ist eine aufwendige Verbindungstechnik von starren Kontakten
zum beweglichen Leuchtmittel notwendig.
[0005] Es gibt weiterhin Stand der Technik, bei dem die Energieversorgung nicht leitungsgebunden
erfolgt. DE 37 25 011 C2 zeigt einen Schalter mit einem beweglichen Schaltergriff,
bei dem im Schaltergriff eine elektrische Lichtquelle angeordnet ist. Die Lichtquelle
wird über eine transformatorische (drahtlose) Energieversorgung bestromt.
[0006] Mit größer werdendem Abstand von Sender und Empfänger wird die mögliche Energieübertragung
schwächer und die Helligkeit des Anzeigemittels sinkt, weil das Energiefeld nur eine
begrenzte Ausdehnung in der Größenordnung von einigen Millimetern hat.
[0007] Weiterhin können metallische Frontplatten das nutzbare Feld stark abschwächen oder
gar ganz abschirmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schaltervorrichtung durch
eine Wandung hindurchgreifen soll oder wenn aus anderen Gründen, die Länge der Schaltwelle
vergrößert werden muss. Es gibt zwar die Möglichkeit, im Sender mehr Energie zu erzeugen.
Doch ist damit ein größerer Aufwand und mehr Verlustleistung verbunden.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Energieversorgung für Anzeigemittel
an elektrischen Schaltvorrichtungen oder Installationsgeräten zu verbessern, insbesondere
für die Energieversorgung bei Schaltvorrichtungen mit besonders großem Abstand zwischen
Bedien- und/oder Anzeigeelementen und dem Gehäuse der Schaltvorrichtung.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruches gelöst,
während den abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen
sind.
[0010] Der Kern der Erfindung ist, dass zwischen der Spannungsversorgung (dem Energiesender)
und dem mindestens einen Anzeigemittel (dem Energieempfänger) mindestens ein drahtloser
Energieübertrager vorhanden ist. Der Energieübertrager wird zwischen Primärspule eines
primären Oszillators (Sendespule) und Empfängerspule eines Anzeigeschwingkreises angeordnet.
Damit kommt eine Verlängerung der an sich kurzen Reichweite eines einzigen Oszillators
zustande. Die Erfindung erlaubt eine konstante und dauerhafte Stromversorgung, auch
im Vergleich zum Einsatz von Batterien in einem Anzeigemittel und es entfällt das
Problem der Reichweitenbegrenzung bei Schaltwellenverlängerungen. Durchführung durch
metallische Frontplatten sind möglich.
[0011] Das mindestens eine Anzeigemittel erhält die elektrische Energieversorgung nach dem
Induktionsprinzip von einem im Gehäuse der Schaltvorrichtung angeordneten als Oszillator
ausgebildeten Energiesender. Der primäre Oszillator erzeugt ein elektromagnetisches
Wechselfeld kurzer Reichweite und induziert in einer Empfängerspule des Energieübertragers
eine elektrische Spannung, die an eine Empfängerspule auf der Seite des Anzeigemittels
drahtlos übermittel wird. Die Frequenz des Wechselfeldes kann beispielsweise im Bereich
von 50 bis 150 kHz liegen. Optische Anzeigemittel von Befehls- und Meldegeräten haben
in der Regel geringen Leistungsverbrauch, so dass hier die Erfindung einen optimalen
Einsatz findet.
[0012] Das elektromagnetische Feld der Oszillatoren ist räumlich relativ eng begrenzt. Die
jeweiligen Empfängerspulen werden in dem Feld der Sendespulen angeordnet. Die Spannungsversorgung
erfolgt über Netzanschluss (230 V oder 400 V) oder über auf Kleinspannung (12 oder
24 V) verminderte Netzspannung. Der Energieübertrager kann im Inneren eines vom Betätigungselement
aufgespannten Hohlraums angeordnet sein oder in diesen mehr oder weniger tief hineinragen.
Die Resonanzfrequenzen der eingesetzten Schwingkreise sind untereinander aufeinander
abgestimmt.
[0013] Für rotativ betätigbare Schaltvorrichtungen wird eine Ausführungsform vorgeschlagen,
bei der die Lage des Betätigungselements (Schaltwelle mit Bedienknopf) mit Schaltstellungen
der Schaltvorrichtung korreliert. In der jeweiligen aktiven Stellung des Betätigungselements
kann eine Betriebsanzeige oder Stellungsanzeige optisch und/oder akustisch zur Wirkung
gebracht werden.
[0014] Eine weitere Maßnahme zur Energieübertragung bei Überlänge des Abstandes Sender-Empfänger
soll darin bestehen, dass ein weichmagnetisches Material vorzusehen wird. Dieses Material
kann in Form eines Stabes, beispielsweise in der Welle des Betätigungselements angeordnet
sein. Damit wird das elektromagnetische Wechselfeld über eine ausreichende Strecke
hin zum Anzeigemittel verlängert.
[0015] Mit den vorgelegten Anordnungen lassen sich etwa ab 10 mm Reichweiten überbrücken.
Es können auch zwei oder mehr Energieübertrager (Zwischenschwingkreise) hintereinander
ausgebildet sein. Reichweiten bis 500 mm sind möglich, ohne dass der nötige Energieaufwand
übermäßig vergrößert wird.
[0016] Das mindestens eine Anzeigemittel kann mindestens ein optisches und/oder mindestens
ein akustisches Anzeigemittel sein. Hierbei kommen als optische Anzeigemittel in erster
Linie optische Displays oder Leuchtmittel (beispielsweise LEDs) zum Einsatz. Optische
Displays können als LED-Displays oder als Lichtleitplatten ausgestaltet sein. Als
akustisches Anzeigemittel können allein oder zusammen mit den optischen Mitteln eingesetzt
werden: Lautsprecher, Summer oder Hupen.
[0017] Anzeigemittel sollen in der Regel Funktions- oder Schaltzustände der Schaltvorrichtung
anzeigen. Es sind jedoch auch andere Effekte möglich, etwa im Sinne einer Bedien-
oder Funktionsanzeige. Hierbei könnte beispielsweise das Anzeigemittel von einer übergeordneten
Steuerung (beispielsweise eine speicherprogrammierbaren Steuerung SPS) auf Dauerlicht
oder Blinklicht aktivierbar sein. Es könnte vorgesehen sein, dass das Anzeigemittel
dann aktiviert wird, wenn die zugehörige Schaltvorrichtung von einer Bedienperson
betätigt werden soll (im Sinne einer Betätigungsaufforderung oder Bedienerführung).
[0018] Das mindestens eine Anzeigemittel ist im Betätigungselement - also vorzugsweise im
Bedienknopf - integriert. Als Integration soll vorzugsweise verstanden werden, dass
das Anzeigemittel mit dem Betätigungselement fest verbunden ist, wobei das Anzeigemittel
in Form eines Leuchtmittels entweder auf der Oberfläche oder Stirnfläche des Betätigungselements
sitzt, oder in einem Loch in der Oberfläche untergebracht ist. In diesem Fall strahlt
das Licht in den freien Raum ab. Die Integration kann aber auch darin bestehen, dass
die Fläche des Betätigungselements transparent oder durchscheinend ausgebildet ist,
so dass das Leuchtmittel hinter der Fläche angebracht ist und das Licht durch die
durchscheinende Fläche hindurchtritt.
[0019] Es kann auch ein optisches Anzeigemittel an der Frontseite des Gehäuses angeordnet
sein, ohne direkt auf oder in dem Betätigungselement angebracht zu sein. Beispielsweise
kann es auf einem Frontschild des Schaltgeräts integriert oder als solches ausgebildet
sein.
[0020] Das mindestens eine (ob optisch oder akustisch ausgeführte) Anzeigemittel kann auf
einer Leiterplatte angeordnet und verdrahtet sein. Auf der Leiterplatte können weitere
elektronische Bauelemente vorhanden sein, wobei vorzugsweise an ein Elektronik-Chip
gedacht wird. Solche Bauelementen können der besonderen Verschaltung oder Ansteuerung
des Anzeigemittels dienen, beispielsweise der periodischen Unterbrechung der Versorgungsspannung.
Auf diese Weise können besondere Lichteffekte (z.B. Dauerlicht, Lauflicht oder Blinklicht)
erzeugt werden.
[0021] Vorzugsweise ist das Betätigungselement gegenüber dem Gehäuse beweglich gelagert
und linear oder rotativ betätigbar. Das Betätigungselement muss jedoch nicht notwendigerweise
beweglich, beispielsweise als Wippe, Stößel oder Drehknopf ausgebildet sein. Es kann
sich auch um einen starr angeordneten Berührungssensor handeln. Ein solcher Berührungssensor
kann ebenfalls von dem Primär-Oszillator über das Wechselfeld des Energieübertragers
gespeist und schaltungsmäßig von einem Elektronik-Chip gesteuert sein.
[0022] Die Schaltvorrichtung kann ein einfacher EIN-AUS-Schalter sein, sie kann als Taster,
als Nockenschalter ausgebildet sein oder kann ein Relais beaufschlagen, wobei die
Schaltstellungen rastend oder nicht rastend einnehmbar sein können.
[0023] Als rotationsbeweglicher Gegenstand kann ein Nockenschalter eingesetzt werden. Nockenschalter
haben mehrere Schaltpositionen, wobei die Anordnung dafür eingesetzt wird, einzelne
Schaltpositionen über ein zugeordnetes optisches Anzeigemittel (oder akustisches Anzeigemittel)
kenntlich zu machen.
[0024] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen
- Fig. 1:
- eine Schaltungsanordnung der Energieversorgung;
- Fig. 2:
- ein Schnittbild durch ein erstes Schaltgerät;
- Fig. 3:
- ein Schnittbild durch ein zweites Schaltgerät mit Frontschild;
- Fig. 4:
- eine Aufsicht auf eine Anzeigefläche eines Nockenschalters und
- Fig. 5:
- eine Aufsicht auf eine Anzeigefläche ebenfalls eines Nockenschalters mit Abdeckscheibe.
[0025] Die Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung, bei der die elektrische Energie ausgehend
von einem Primär-Schwingkreis PK über einen als Zwischenschwingkreis ausgebildeten
Energieübertrager 100 an einen Empfängerschwingkreis SK übertragen wird. Die Schaltungsanordnung
dürfte für den Fachmann leicht verständlich sein, wobei mit PK eine Oszillatorschaltung
mit Primärschwingkreis 62 und mit SK die Schaltung des Sekundärkreises gemeint ist.
Der Oszillator des Primärschwingkreises liefert, gespeist von der Netzspannung an
der Primärspule 63, ein Wechselfeld mit vorzugsweise 125 kHz, welches von kurzer Reichweite
ist. Die Schaltung ist so ausgelegt, dass die Schwingungsform möglichst sinusförmig
ist, wodurch unerwünschte Oberschwingungen vermieden werden. Elektromagnetische Felder
mit Frequenzen bis in den Bereich maximal 150 kHz liegen noch deutlich unter den Grenzwerten
der EMV-Vorschriften (Berufsgenossenschaft in DE), so dass - insbesondere auch wegen
der kurzen Reichweite - keine besonderen Abschirmmaßnahmen ergriffen werden müssen.
[0026] Der einfach aufgebaute Empfänger (SK) besteht aus einem LC-Schwingkreis, dessen Resonanzfrequenz
auf die Frequenz (125 kHz) des Oszillators abgestimmt ist. In dem gezeigten Beispiel
sind zwei antiparallel geschaltete LEDs vorhanden. Wegen der geringen Leistungsaufnahme
der verwendeten Elektronikteile ist der Leistungsverbrauch klein. Zwei LEDs können
mit ca. 50 mW betrieben werden. Die Stromaufnahme des Oszillators bei einer Versorgungsspannung
von 12 V hat mit ca. 100 mA einen typischen Wert.
[0027] In der Mitte der Figur 1 ist schematisch der Zwischenschwingkreis 100 gezeigt. Die
Spulen TS1, TS2 und der Kondensator 73 sind verdrahtet. Die elektrische Verdrahtung
kann in der Welle 124 des Bedienknopfs eingelegt sein. Sie kann jedoch auch zwischen
Empfangsspule und Sendespule um die Welle 124 herumgewickelt sein, dadurch kann die
Länge des Zwischenschwingkreises an die jeweilige Länge der Welle angepasst werden.
Je nach Funktion des Schaltgeräts kann der Bedienknopf und/oder das Anzeigemittel
gegenüber dem Gehäuse beweglich aber auch raumfest angeordnet sein. Insbesondere bei
beweglichen Bedienknöpfen hat die drahtlose Energieübertragung besondere Vorteile.
[0028] Die Empfänger-Sender-Kombination 100 wird zwischen Primärspule 63 des Oszillators
und Sekundärspule 65 des Empfängers 30 angeordnet. Der Zwischenschwingkreis ist ein
auf den primären Oszillator 62 abgestimmter Schwingkreis. Er umfasst eine Empfangsspule
(erste Teilspule TS1 der Induktivität) und eine Sendespule (zweite Teilspule TS2 der
Induktivität). Die Empfangsspule TS1 (TS1' in Fig. 2) wird auf der Seite der Primärspule
des Senderschwingkreises angeordnet, und die Sendespule TS1 (TS2" in Fig. 2) auf der
Seite der Sekundärspule 65 (65A1 in Fig. 2) des Empfängerschwingkreises. In Fig. 2
sind zwei Zwischenschwingkreise hintereinander ausgebildet. Dabei sind die Spulen
geometrisch so angeordnet, dass sich die jeweilige Empfängerspule (TS1' und TS2')
innerhalb der zugeordneten Senderspule (63, TS1") befinden. Durch diese Maßnahme lässt
sich die Energie optimal übertragen, da dabei Streuverluste relativ klein sind.
[0029] Die Fig. 2 zeigt ein Schaltgerät im Schnitt. Schaltvorrichtungen haben in der Regel
ein aus Isolationsstoff hergestelltes Gerätegehäuse. Typische Gehäuse bestehen aus
einem Unterteil und einem Oberteil. Im Unterteil kann beispielsweise der Primär-Schwingkreis
PK untergebracht sein, von dem hier nur die Sendespule 63 gezeigt ist. Die Versorgungsspannung
kann über am Gehäuseboden angeordnete Kabelanschlussklemmen zugeführt werden. Im Gehäuse
sind weiterhin mindestens Betätigungskontakte vorhanden, die beim Herunterdrücken
oder beim Drehen des Bedienknopfs 12.2 bewegt werden. Mit Aktivierung der Betätigungskontakte
werden je nach Funktion oder Ausbildung der Schaltvorrichtung Stromkreise geöffnet
oder getrennt, wobei direkt oder über ein zwischengeschaltetes Relais die Stromversorgung
für mindestens ein Anzeigemittel (30A1) geschaltet wird. Ein Anzeigemittel kann beispielsweise
mindestens eine im Bedienknopf oder an der Frontplatte angeordnete LED vorgesehen
sein, die einen aktivierten Schaltzustand zur Anzeige bringen kann.
[0030] Typischerweise wird ein Bedienknopf im Gehäuseoberteil in einer zylindrischen Führung
gelagert, wo auch mit Federn Rückstellfunktionen eingerichtet sein können. An einer
solchen zylindrischen Führung kann beispielsweise auch ein Trägerelement für die Sekundärspule
65A1 angeordnet werden.
[0031] Auf der Bedienerseite sitzt eine (oder auch mehrere) LED als Anzeigemittel 30, 30A1.
Die LEDs erhalten ihre elektrisch Versorgungsspannung über die in der Sekundärspule
65, 65A1 induzierten Spannung. Die in diesem Anordnungsbeispiel angesprochenen elektrischen
Bauelemente können auf einer (hier nicht dargestellten) kleinen Leiterplatte sitzen.
Es kann auch (ebenfalls auf der Leiterplatte) ein Elektronik-Chip vorhanden sein,
der die Dauer der Spannungsversorgung steuert, wobei hier Effekte wie Blinklicht oder
Wechsel zwischen beiden LEDs oder ähnliches programmierbar ist.
[0032] Beide Zwischenschwingkreise (TS1'-TS2'; TS1"-TS2") sind direkt in die Welle 124 der
Schaltvorrichtung eingebaut. Diese ist nach Fig. 2 als Nockenschalter gezeigt und
in einer Montagewand 22 angeordnet. Sie hat einen unbeleuchteten Bedienknopf 12.2
und ein Frontschild mit Leuchtmittel 30A1.
[0033] Die Schaltvorrichtung in Fig. 3 ist ohne Gehäuse dargestellt und hat eine Bedientaste
(oder auch Bedienknopf) 12.1 mit einer Kappe. Die Schaltvorrichtung ist in einer Öffnung
einer Montagewand 22 eingebaut. Die Vorrichtung ist mit einem Schraubring 20 auf dem
Gewinde des die Öffnung durchgreifenden Schafts verschraubt. Die Sekundärspule 63
des Übertrager-Schwingkreises wird gemäß Ausführungsbeispiel von Fig. 3 im Bedienknopf
12.1 angeordnet. Hierbei müssen nicht notwendigerweise mehrere Drahtwindungen vorgesehen
werden. Es kann vorzugsweise die Sekundärspule aus einzelnen in Reihe geschalteten
SMD-Spulen ausgebaut sein, die wegen ihrer Miniaturgröße leicht in einem Bedienknopf
unterzubringen sind. Beispielsweise kann die Sekundärspule aus acht SMD-Spulen mit
je 220 mH aufgebaut sein.
[0034] Bei diesem Gerät ist ein von einem Schildträger 27 gehaltenes Frontschild 26 vorhanden.
Die Bedientaste des Meldegeräts durchgreift von vorn auch den Schildträger. Das Frontschild
besteht aus einem gravierten Plättchen aus Kunststoff, das auch aluminiumbeschichtet
sein kann. Seitlich der Bedientaste sitzt ein Leuchtmittel 30.1. Das Frontschild besteht
aus einer Lichtleitplatte aus transparentem Kunststoff mit oberflächlicher Aluminiumbeschichtung,
welche oberflächliche Einritzungen hat. Die Lichtleitplatte wird an einer Kante von
dem Leuchtmittel 30.1 beleuchtet. An den Stellen der Einritzungen tritt das Licht
nach vorn aus, so dass das Bild der Einritzung bei aktivem Leuchtmittel deutlich sichtbar
wird. Das Leuchtmittel 30.1 (z.B. eine LED) erhält seine Stromversorgung drahtlos
über die Empfängerspule 65. Die Empfängerspule befindet sich außerhalb der Montagewand
22. Die Sendespule 63 des Energieübertragers ragt weit in den Bedienknopf hinein und
kommt außerhalb der Montagewand zu liegen. Damit ist es möglich, das Energiefeld ungeschwächt
durch eine Öffnung hindurchzuführen, auch wenn die Öffnung in einer magnetisierbaren
Platte ausgebildet sein sollte.
[0035] Das in Fig. 3 beschriebene Frontschild könnte alternativ auch als LCD-Display ausgebildet
sein. Die Stromversorgung für ein LCD-Display lässt sich ebenfalls gemäß Erfindung
ausbilden. Dem Fachmann dürfte unmittelbar klar sein, dass mit einem von einem Elektronik-Chip
gesteuerten LCD-Display noch weitere Anzeige- oder Leuchteffekte erzielbar sind, als
sie bei einer nur statisch aktivierbaren Lichtleitplatte möglich sind.
[0036] Die Figur 4 zeigt die Aufsicht auf eine Anzeigefläche eines Nockenschalters und die
Figur 5 die Aufsicht auf die Anzeigefläche ebenfalls eines Nockenschalters mit einer
Abdeckscheibe. Nockenschalter werden rotativ betätigt und haben mehrere Schaltpositionen.
Hier sind die Schaltpositionen mit A1, A2 etc. gekennzeichnet. In der Ausführungsform
gemäß Fig. 4 wird eine Sendespule TS2 des Zwischenschwingkreises verwendet, der mit
dem Bedienknopf des Nockenschalters in die verschiedenen Schaltpositionen verdrehbar
ist. Jeder Schaltposition ist ein Leuchtmittel (LED) 30A1, 30A2 ... usw. zugeordnet,
welches von einem eigenen Energieempfänger (Sekundärspule) 65A1, 65A2 ... usw. gespeist
wird. Wegen der kurzen Reichweite des elektromagnetischen Feldes der Sendespule TS2
wird jeweils nur das der Sendespule TS2 nächstbenachbarte Leuchtmittel 30A1, 30A2
... aktiviert und zum Leuchten gebracht.
[0037] In der Ausführungsform des Nockenschalters gemäß Fig. 5 gibt es für alle den Schaltpositionen
zugeordneten Leuchtmitteln nur einen Energieempfänger (Sekundärspule 65A5'). Das heißt,
bei Stromversorgung durch das Energiefeld des Zwischenschwingkreises leuchten alle
Leuchtmittel. Um die einzelnen Schaltpositionen individuell anzuzeigen, ist am Bedienknopf
eine Abdeckscheibe 122 angebracht, die eine einzige Öffnung hat. Die Öffnung ist derart
in der Abdeckscheibe angeordnet, dass in jeder Schaltposition nur das der Schaltposition
zugeordnete Anzeigemittel sichtbar ist und bei aktiviertem Leuchtmittel durch diese
Öffnung Licht hindurchtritt.
Bezugszeichenliste:
[0038]
- 12.1; 12.2
- Betätigungselement (Bedienknopf, Pilzkopf)
- PK
- Primär-Schwingkreis
- 100
- Zwischenschwingkreis
- SK
- Empfängerschwingkreis
- 20
- Schraubring
- 22
- Trägerplatte, Montagewand, Gehäusewand
- 26
- Frontschild
- 27
- Schildträger
- 28
- Lichtleitplatte
- 30.1; 30A1; 30A2
- optisches Anzeigemittel (LED)
- 62
- Oszillator
- 63
- Primärspule
- 65
- Empfängerspule
- 73
- Kondensator
- 122
- Abdeckscheibe
- 124
- Träger (Schalterwelle, Durchführungswelle)
- A1 A2 ...
- Schaltstellungen
- TS1, TS2
- Teilspulen
1. Elektrische Schaltvorrichtung, welche in einem Gehäuse untergebracht ist, und die
Schaltvorrichtung umfasst:
- mindestens ein Betätigungselement (12.1, 12.2) für die Schaltkontakte der Schaltvorrichtung,
- mindestens ein von elektrischer Energie gespeistes Anzeigemittel (30, 30.1, 30A1)
zur Anzeige des Schaltzustands der Schaltvorrichtung,
- wobei die elektrische Energie zwischen einer Einspeiseseite und einer das Anzeigemittel
(30, 30.1, 30A1) darstellenden Verbraucherseite drahtlos über ein elektromagnetisches
Wechselfeld von einem Energiesender (63, PK) an einen das Anzeigemittel (30, 30.1,
30A1) speisenden Energieempfänger (65, SK) übertragen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Energiesender (63, PK) und dem Energieempfänger (65, SK) mindestens
ein drahtloser Energieübertrager (100) vorhanden ist.
2. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energieübertrager (100) mindestens ein Zwischenschwingkreis ist.
3. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energieübertrager (100) ein Weichmagnetstab ist.
4. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein drahtloser Energieübertrager (TS1'-TS2', TS1"-TS2") in einer Welle
(124) des Betätigungselements (12.2) für die Schaltkontakte angeordnet ist.
5. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anzeigemittel mindestens ein optisches (30, 30.1) oder mindestens
ein akustisches Anzeigemittel ist.
6. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anzeigemittel gemeinsam mit einem elektronischen Bauelement vorhanden
ist, welches der Steuerung der Versorgungsspannung diese Anzeigemittels (30, 30.1)
dient.
7. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (12.1, 12.2) linear oder rotativ oder durch manuelle Berührung
aktivierbar ist.
8. Schaltvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung ein rotativ zu betätigender Schalter ist und die Schaltvorrichtung
für mindestens zwei Schaltpositionen eingerichtet ist, wobei jeweils ein jeder Schaltposition
(A1, A2, ..) zugeordnetes optisches oder akustisches Anzeigemittel (30A1, 30A2, ...)
vorhanden ist, und jedem Anzeigemittel (30A1, 30A2, ...) ein Empfängerschwingkreis
(65A1, 65A2, ...) zugeordnet ist, so dass je Schaltposition (A1, A2, ..) des Betätigungselements
nur ein Anzeigemittel (30A1-65A1; 30A2-65A2, ...) gespeist wird.
9. Schaltvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung ein rotativ zu betätigender Schalter ist und die Schaltvorrichtung
für mindestens zwei Schaltpositionen eingerichtet ist, wobei jeweils ein jeder Schaltposition
(A1, A2, ..) zugeordnetes optisches Anzeigemittel (30A1, 30A2, ...) vorhanden ist
und die Anzeigemittel (30A1, 30A2, ...) von einem Zwischenschwingkreis (TS2) gespeist
werden, und dass an dem Betätigungselement des Schalters eine die Anzeigemittel (30A1,
30A2, ...) abdeckende Scheibe (122) befestigt ist, und die Abdeckscheibe (122) eine
Öffnung enthält, die derart in der Abdeckscheibe angeordnet ist, dass in jeder Schaltposition
nur das der Schaltposition zugeordnete Anzeigemittel sichtbar ist.