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(11) |
EP 1 633 488 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.12.2007 Patentblatt 2007/51 |
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Anmeldetag: 14.06.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2004/001206 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/112969 (29.12.2004 Gazette 2004/53) |
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SPRÜHWERKZEUG FÜR GIESSEREIFORMEN
SPRAYING TOOL FOR CASTING MOLDS
OUTIL DE PULVERISATION POUR DES MOULES DE FONDERIE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
13.06.2003 DE 10327096
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.03.2006 Patentblatt 2006/11 |
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Patentinhaber: WOTEC Automatisierungssysteme GmbH |
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73164 Schorndorf (DE) |
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Erfinder: |
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- WOLLIN, Rudolf
73547 Lorch (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schuster, Gregor |
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Schuster, Müller & Partner
Patentanwälte
Wiederholdstrasse 10 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 398 389 DE-A- 3 709 956
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DE-A- 3 431 253 DE-A- 4 420 679
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Sprühwerkzeug nach der Gattung des Anspruchs 1.
[0002] Für die seinerzeitige Sprühtechnik, wie in der
DE PS 36 40 818 beschrieben, mit den nacheinander ablaufenden Sprühvorgängen unter Verwendung toxische
Gase entwickelnder Stoffe wurden für die verschiedenen Stoffe durchaus gleiche Zerstäubungsdüsen
verwendet, allerdings bei zeitlich getrenntem Ablauf, was auch zu einem heute wohl
kaum mehr vertretbaren Zeitaufwand geführt hatte. Als weiteres wurden seinerzeit -
und zum Teil auch heute noch - Einzelrohrschlauchleitungen für die Medien verwendet,
die zu der Spritzdüse führen, was nicht nur sehr aufwendig ist, sondern bei dem typischen
Schmutzanfall in einer Gießerei zu Ausfällen führt und erhöhtem Arbeitsaufwand, da
die Schläuche verkapselt werden müssen. Zudem ist eine derartige Verschlauchung teuer
und die Ausschussquoten sind aus heutiger Sicht zu hoch.
[0003] In der
EP 0 724 486 B1 ist bereits ein Sprühwerkzeugkonzept im Baukastensystem beschrieben, bei dem alle
Sprühdüsen je Sprühleiste gleich gesteuert sind. Es gibt bei diesem Baukastensystem
bis zu 8 verschieden Sprühleisten mit je einem Sprühkreis. Da die Gießformen immer
größer und komplexer werden und die Sprüh- und Blasfunktionen nach allen möglichen
Richtungen und Reihenfolgen vonstatten gehen, wird das räumliche Verbauen von 8 verschiedenen
Sprühkreisen aufwendig und erhöht das Gewicht drastisch. Zudem sind alle Sprühdüsen
eines Sprühkreises gleichgeschaltet und damit nicht spezifisch bedarfsgerecht.
[0004] In der
DE 44 20 679 A1 wird ein gattungsgemäßes Sprühelement mit einem Schaltventil vorgeschlagen zum Wahlweisen
Herstellen oder Unterbrechen der Verbindung zwischen der Zuführung für das Arbeitsmedium
und der Zerstäubereinrichtung.
[0005] In der
DE 37 09 956 A1 wird ein Zwei-Fluida Steuer-Sprühventil zum Zerstäuben von zwei Fluida beschrieben.
[0006] In der
DE 34 31 253 A1 wird eine Vorrichtung beschrieben zu Kühl-, Reinigungs-, und/oder Schmierzwecken
mittels Sprührohren.
[0007] In der
EP 0 398 389 A2 wird ein Sprühkopf mit zwei sich gegenüberliegenden Sprühblöcken beschrieben, bei
dem der Abstand der Sprühblöcke zu der Gießform mittels eines Distanzstückes zwischen
den Sprühblöcken angepasst werden kann.
Die Erfindung und ihre Vorteile
[0008] Das erfindungsgemäße Sprühwerkzeug mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass die Steuerung der Sprühdüsen nur über das
Steuermittel erfolgt und damit eine Änderung der Prozesssteuerung vereinfacht wird
und dass für verschiedene Medien entsprechend angepasste Sprühdüsen verwendbar sind.
[0009] Eine zusätzliche Ausgestaltung der Erfindung ist die Multifunktionsleiste, die 1
bis 8 Steuerkanäle und 1 bis 3 Kanäle, insbesondere für Luft und/oder Wasser und oder
Trennmittel, bereitstellt, wodurch in Verbindung mit Wahlplatten zwischen Multifunktionsleisten
und Sprühplätzen eine beliebige Anzahl von Sprühdüsen mit völlig unterschiedlichen
räumlichen Positionen zu einer Sprühgruppe frei konfiguriert werden kann, während
direkt benachbarte Sprühplätze zu einer anderen Sprühgruppe gehören können. Damit
wird jede Sprühdüse - Einzel oder als Gruppe - optimal entsprechend dem Bedarf der
entsprechenden Gießformpartie eingesetzt. Dies führt zu einem Qualitätssprung und
damit zur Verminderung der Ausschussquote. Durch das sehr differenzierte bedarfsgerechte
Sprühen wird deutlich Trennmittel eingespart und die Gießformlebensdauer durch bedarfsgerechtes
Kühlen erhöht. Auch das Sprühwerkzeuggewicht wird reduziert. In der Summe wird eine
signifikante Kostensenkung erzielt. Einen weiteren Vorteil der Erfindung gibt es auch
bei Änderungen, Umbau oder Erweiterungen des Sprühwerkzeuges bzw. des Sprühprozesses,
da diese mit dem System der Multifunktionsleiste und der Wahlplatte einfach und schnell
durchgeführt werden kann.
[0010] Die Erfindung und ihre Ausgestaltungen ermöglichen eine höhere Prozesssicherheit
und eine Verringerung der Menge des Trennmittels mit seinen umweltbelastenden Beimischungen,
dies reduziert den Ausschuss und die Kosten.
[0011] Das Besprühen von Druckgießformen lässt sich in vier Funktionen aufteilen:
- a) Säubern der Formen durch Ausblasen
- b) Kühlen von überhitzten Abschnitten der Form
- c) Trennmittel ganzflächig auf die vom Werkstoff betroffene Form auftragen
- d) Schmieren beweglicher Teile.
[0012] Die früher eingesetzten Trennstoffe wie Öle, Fette, Grafite waren zwar funktionell
gut, entwickelten aber toxische Gase und sind deshalb heute verboten. Heute wird deshalb
überwiegend die Einstofftechnik auf Wasserbasis mit geringem Trennstoffanteil von
circa 0,5% bis 5% eingesetzt. Hierdurch werden zwar die Funktionen b) bis d) mit nur
einem Medium gelöst und bei einfachen Gussteilen auch ausreichend eingesetzt. Sobald
es sich jedoch um komplexere Gussformen handelt, was in der neuen Technik zunehmend
ist, reicht dieses überwiegend verwendete Verfahren nicht mehr aus - die Ausschussquoten
sind zu hoch.
[0013] Die Erfindung besteht deshalb auch in einem Trennen der Einzelfunktionen b) von den
Funktionen c) und d), in dem nämlich das Kühlen mit Wasser als selbständige Aufgabe
gesehen wird und das Auftragen von Trennmittel mit gleichzeitiger Schmierwirkung ein
separater Schritt ist. Tatsächlich erfolgen beide Teilprozesse erst Herunterkühlen
(b) auf die ideale Benetzungstemperatur und danach Auftragung (c, d) von Trennmitteln
von einer Stelle aus, nämlich entweder über nur eine Sprühdüse mit entsprechend zwei
Zuleitungen für die zwei Stoffe oder zwei einen gemeinsamen Bereich besprühende Einzeldüsen
mit jeweils einer Stoffzuführung. Insgesamt kann dadurch durch diese sichere und stets
beherrschbaren Teilprozesse die Ausschussquote und der Trennmittelverbrauch drastisch
gesenkt werden bei gleichzeitig sogar verkürzter Prozessdauer.
[0014] Bei der Trennung der beiden Sprühdüsenausgänge, die dazu dienen einen gemeinsamen
Bereich zu besprühen, kann vor allem darauf Rücksicht genommen werden, dass beim Kühlmittel
ein harter energiereicher Strahl gegeben ist, hingegen beim Trenn- und Schmiermittel
ein weicher Strahl. Zudem ist auch eine Vermischungsgefahr der beiden Mittel, wie
sie zumindest teilweise bei der einfachen Sprühdüse stattfinden könnte, hier nicht
gegeben.
[0015] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können die Sprühdüsen auf einer gemeinsamen
Sprühplatte angeordnet sein, ähnlich wie sie in dem europäischen Patent der Anmelderin
0 724 486 beschrieben ist.
[0016] Insbesondere die Anpassung des Sprühbereichs bei der Verwendung von zwei Sprühdüsen
für einen bestimmten Bereich ist besonders vorteilhaft gegeben bei Verwendung von
Sprühdüsen, wie sie in der
DE OS 44 37 777 der Anmelderin beschrieben sind.
[0017] Nicht zuletzt weist die gegebene Erfindung ein bedeutendes Merkmal insoweit auf als
die jeweils zum Einsatz kommenden Sprühdüsen oder Sprühdüsengruppen in ihrer Zuordnung,
bzw. ihrem Einsatz frei programmierbar sind, wofür eine Matrix auf einem Bildschirm
einer EDV-Anlage dienen kann. Nicht zuletzt besteht eine Ausgestaltung der Erfindung
in dem Merkmal, dass bei Formwechsel in einfachster Weise die Sprühplatte mit ihren
Sprühdüsen austauschbar und entsprechend archivierbar ist. Gleiches gilt für die Kugeldüsen,
wie sie in oben genannter OS (
DE 44 37 777) beschrieben sind. Hierdurch wird eine komfortable und kostengünstige Lösung, insbesondere
für kleine und mittlere Maschinen und Losgrößen unter Beibehaltung der vollen Prozessoptimierung
erreicht. In jedem Fall wird jede Sprühdüse über eine einheitliche Luftleitung und
zwei Sprühmittelleitungen versorgt unter Verwendung von Steuerplatten, insbesondere
wie in obigem europäischem Patent beschrieben.
[0018] Für die Ansteuerung der Sprühdüsen dienen eine elektr. Steuer-BUS-Leitung, elektr.
Steuerventile und/oder pneumatische Steuerelemente mit pneumatischen Steuerkanälen.
[0019] Die Erfindung schließt den Einsatz von nur einem Mittel nicht aus.
Zeichnungen
[0020] Mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Sprühwerkzeugs sind in den Zeichnungen
dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- den Schnitt durch ein Sprühwerkzeug mit einem Sprühplatz in einer Ausführung,
- Fig. 2
- die Draufsicht auf einen Sprühplatz mit einer Sprühdüse nach Fig. 1,
- Fig. 3
- die Draufsicht auf einen Sprühplatz mit zwei Sprühdüsen nach Fig. 1;
- Fig. 4
- den Schnitt durch ein Sprühwerkzeug mit einem Sprühplatz in einer weiteren Ausführung,
- Fig. 5
- die Draufsicht auf einen Sprühplatz mit zwei Sprühdüsen nach Fig. 4,
- Fig. 6
- die Draufsicht auf einen Sprühplatz mit drei Sprühdüsen nach Fig. 4,
- Fig. 7
- ein Wahlplatte,
- Fig. 8
- eine Platte mit einem Wahlschalter;
- Fig. 9
- den Schnitt durch ein Sprühwerkzeug mit einem Sprühplatz in einer anderen Ausführung
mit einer Steuerplatte,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf eine Wechselplatte mit einer Sprühdüse je Sprühplatz und
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf eine Wechselplatte mit zwei Sprühdüsen je Sprühplatz.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0021] Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch ein Sprühwerkzeug 1 mit einem Sprühplatz 2 mit einer
Sprühdüse 3. Die Wahlplatte 4 verbindet die Sprühdüse 3 mit der Multifunktionsleiste
5 und ermöglicht damit die Steuerung der Sprühdüse 3. Die Multifunktionsleiste 5 stellt
acht Steuerluftkanäle 6 - 13, einen Trennmittelkanal 15, einen Wasserkanal 16 und
einen Luftkanal 17 bereit. Durch die verschiedenen Steuerluftkanäle 6 - 13 wird mit
Hilfe der vorkonfigurierten austauschbaren Wahlplatte 4 die Sprühdüse 3 angesteuert,
so dass die Sprühdüse 3 entweder Luft, Wasser oder Trennmittel sprüht.
[0022] Fig. 2 zeigt die Draufsicht auf Fig. 1 mit einer Sprühdüse 3.
[0023] Fig. 3 zeigt eine erste Alternative, bei der statt der einen Sprühdüse 3 eine Sprühdüse
18 mit einem weichen Strahl für das Trennmittel und einer Sprühdüse 19 mit einem energiereichen
Strahl für das Wasser oder die Blasluft, die Ansteuerung erfolgt ebenfalls mit den
Steuerluftkanälen und einer Wahlplatte 4, die zwei Sprühdüsen 18, 19 ansteuern kann.
[0024] Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch ein Sprühwerkzeug in einer weiteren Ausführung mit
einem Sprühplatz 2 mit zwei Sprühdüsen 20 und 21.
[0025] Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf Fig. 4, bei dieser Ausführung wird das Trennmittel
und/oder Wasser durch die Sprühdüse 20 gesprüht und die Blasluft durch die Sprühdüse
21.
[0026] Fig. 6 zeigt eine erweiterte Ausführung, bei der für die Blasluft die Sprühdüse 21
verwendet wird, für das Trennmittel die weicheingestellte Sprühdüse 22 und für das
Wasser die energiereicher eingestellte Sprühdüse 23.
[0027] Fig. 7 zeigt eine Wahlplatte, bei der das Trennmittel aus dem Trennmittelkanal 15
mit der Luft aus dem Sprühluftkanal 14 zusammen durch den Steuerluftkanal 13 gesteuert
wird, der Wasserkanal 16 durch den Steuerluftkanal 6 und der Blasluftkanal 35 durch
den Steuerluftkanal 9.
[0028] Fig. 8 zeigt eine zusätzliche Ausführung, bei der anstatt der Wahlplatte 4 mit einer
jeweils festen Konfiguration eine Platte 24 mit einem Wahlschalter 25, bei dem die
Verbindung 26 zwischen dem Sprühdüsenzugang 27 und einem der Steuerluftkanäle 6 -
13 variabel einstellbar ist, in der Fig. 8 ist er auf den Steuerluftkanal 13 eingestellt.
[0029] Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch ein Sprühwerkzeug mit einer Steuerplatte 28, diese
ist auf eine Verteilerplatte 29 montiert, die die Sprühmedien zur Verfügung stellt
und ein elektronisches Bussystem. Die Sprühdüsen 30, die auf der Wechselplatte 31
montiert sind, können nachdem die Wechselplatte 31 auf der Steuerplatte 28 befestigt
worden ist elektronisch einzeln oder in Gruppen über das Bussystem angesteuert werden.
[0030] Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf die Wechselplatte 31 mit den Sprühdüsen 30.
[0031] Die Fig. 11 zeigt eine Wechselplatte 31 auf der Doppelsprühdüsen 32, 33 als Matrix
angeordnet sind. Wie oben beschrieben wird auch hier durch eine energiereiche Sprühdüse
33 das Wasser gesprüht und danach durch ein weich eingestellte Sprühdüse 32 das Trennmittel
gesprüht.
[0032] System nach den Figuren 9 bis 11:
- Einzelsprühdüsensteuerung durch pneumatische Steuerbohrungen (keine Schläuche);
- Sprühdüsenanordnung in Matrix-Form auf einer Platte;
- Auswahl von Einzelsprühdüsen und Konfiguration von Sprühgruppen frei programmierbar
am Bildschirm;
- Wechselplatte für Sprüheinrichtungen archivierbar;
- 2 Trennmittel je Sprühplatz versprühbar über eine Sprühdüse oder alternativ zwei getrennte
Sprühdüsen;
- gemeinsame Versorgung aller Sprühdüsen mit Luft und zwei Mitteln;
- gemeinsame Steuerplatte für alle Sprühdüsen, Steuerung über Membran oder Steuerkolben.
System nach den Figuren 1 bis 8:
[0033] Die Ansteuerung der Sprühdüsen erfolgt beim Beispiel über Wahlschalter oder Wahlplatte
und über interne Steuerbohrungen (keine Schläuche). Ein elektronisches Steuer-Bussystem
kann ebenfalls durchgeführt werden.
[0034] Im Einzelnen gilt hier:
- nur ein Typ Multifunktionsleiste mit 8 Steuerluftkreisen, Luft und zwei Trennmitteln;
- nur interne Steuerluftkanäle (Keine Schläuche);
- Konfiguration der Einzelsprühdüse zu max. 8 Sprühgruppen manuell durch Wahlplatte
oder Wahlschalter;
- 2 Trennmittel je Sprühplatz versprühbar über 1 Sprühdüse oder alternativ 2 getrennte
Sprühdüsen;
- gemeinsame Versorgung aller Sprühdüsen mit erstens Luft und zweitens Trennmittel;
- Steuerung der Sprühdüsen über Membran oder Steuerkolben.
[0035] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0036]
1 - Sprühwerkzeug
2 - Sprühplatz
3 - Sprühdüse
4 - Wahlplatte
5 - Multifunktionsleiste
6 - 13 - Steuerluftkanal
14 - Sprühluftkanal
15 - Trennmittelkanal
16 - Wasserkanal
17 - Luftkanal
18 - 23 - Sprühdüse
24 - Platte
25 - Wahlschalter
26 - Verbindung
27 - Sprühdüsenzugang
28 - Steuerplatte
29 - Verteilerplatte
30 - Sprühdüse
31 - Wechselplatte
32, 33 - Sprühdüse
35 - Blasluftkanal
1. Sprühwerkzeug, insbesondere für Gießereiformen, zum Ausblasen und/oder Kühlen und/oder
zum Behandeln, insbesondere Benetzen und/oder Schmieren, mit mindestens einem Medium,
wobei an einem Bereitstellungsmittel (5, 29) mindestens ein Medium verfügbar ist und
an diesem mindestens ein Steuermittel (4, 24, 28) anordenbar ist und am Steuermittel
(4, 24, 28) ein Sprühplatz (2) mit mindestens einer Sprühdüse (3, 18 - 23, 30, 32,
33) angeordnet ist, die durch das Steuermittel (4, 24, 28) steuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bereitstellungsmittel eine Multifunktionsleiste (5) ist, die mindestens einen
Steuerluftkanal (6 - 13) und mindestens ein Sprühmedium zur Verfügung stellt, und
dass das Steuermittel eine Wahlplatte (4) oder eine Platte (24) mit Wahlschalter (25)
ist, wodurch in Verbindung mit Wahlplatten (4) oder Platten (24) mit Wahlschalter
(25) zwischen den Multifunktionsleisten (5) und Sprühplätzen (2) eine beliebige Anzahl
von Sprühdüsen (3, 18-23, 30, 32, 33) mit völlig unterschiedlichen räumlichen Positionen
zu einer Sprühgruppe frei konfiguriert werden kann, während direkt benachbarte Sprühplätze
(3, 18-23, 30, 32, 33) zu einer anderen Sprühgruppe gehören können.
2. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Multifunktionsleiste (5) acht Steuerluftkanäle (6-13) und/oder mindestens einen
Sprühluftkanal (17) und/oder mindestens einen Kanal (15) für ein Trennmittel und/oder
einen Kanal (16) für Wasser und/oder mindestens ein Blasluftkanal (17) zur Verfügung
stellt und dass mindestens eine Sprühdüse (3, 18 - 23), insbesondere zwei bis drei
Sprühdüsen (18-23), durch die Steuerluftkanäle(6 - 13) und mindestens einer Wahlplatte
(4) oder/und mindestens einer Platte (24) mit Wahlschalter (25) steuerbar ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuermittel, das eine elektronisch steuerbare Steuerplatte (28) ist, an der
einen Seite an einem Bereitstellungsmittel, das eine Verteilerplatte (29) ist, fixiert
ist und an der anderen Seite eine Wechselplatte (31), auf der die Sprühplätze (2)
als Matrix angeordnet sind, angeordnet ist.
4. Werkzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprühdüsen (30, 32, 33) elektronisch durch die Steuerplatte (28) steuerbar sind,
und insbesondere über einen Bildschirm, der über ein Bussystem mit der Steuerplatte
(28) verbunden ist, frei programmierbar sind.
5. Werkzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprühdüsen (30, 32, 33) einzeln und/oder in Gruppen programmierbar sind.
6. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass je Sprühplatz (2) eine Sprühdüse (3,30) für mindestens ein Medium, insbesondere ein
Trennmittel und/oder Wasser und/oder Luft, vorhanden ist.
7. Werkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Sprühdüse (3,30) mindestens ein Medium, insbesondere zwei oder drei Medien
nacheinander oder gleichzeitig sprühbar sind, sprühbar ist.
8. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass je Sprühplatz zwei Sprühdüsen (18 - 21, 32, 33) vorhanden sind, wofür eine insbesondere
für das Medium eines Trennmittels und/oder Luft und die andere insbesondere für das
Medium Wasser und/oder Luft vorgesehen ist.
9. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass je Sprühplatz drei Sprühdüsen (21 - 23) vorhanden sind, und die Erste insbesondere
für das Medium Luft, die Zweite insbesondere für das Medium Wasser und die Dritte
insbesondere für das Medium eines Trennmittels vorgesehen sind.
10. Werkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Medium, insbesondere Trennmittel und/oder Wasser, zusammen mit einem weiteren
Medium, insbesondere Luft, sprühbar ist.
11. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennmittel aus einer Beimischung, insbesondere Wachs, Öl und/oder Silikon, besteht
und der restliche Anteil aus Wasser besteht.
1. A spraying tool, in particular for casting moulds, for blowing out and/or cooling
and/or for treating, in particular wetting and/or lubricating, comprising at least
one medium, wherein at least one medium is available at a provision means (5, 29)
and at least one control means (4, 24, 28) can be arranged thereon, and located at
the control means (4, 24, 28) is a spray location (2) comprising at least one spray
nozzle (3, 18-23, 30, 32, 33), which can be controlled by the control means (4, 24,
28), characterised in that the provision means is a multifunction strip (5) which provides at least one controlling
air channel (6-13) and at least one spray medium and that the control means is a selector
plate (4) or a plate (24) with selector switch (25), whereby an arbitrary number of
spray nozzles (3, 18-23, 30, 32, 33) having completely different spatial positions
can be freely configured to form a spray group in conjunction with selector plates
(4) or plates (24) with selector switches (25) between the multifunction strips (5)
and spray locations (2), whilst directly adjacent spray locations (3, 18-23, 30, 32,
33) can belong to a different spray group.
2. The tool according to claim 1, characterised in that the multifunction strip (5) provides eight controlling air channels (6-13) and/or
at least one spraying air channel (17) and/or at least one channel (15) for a release
agent and/or one channel (16) for water and/or at least one blowing air channel (17)
and that at least one spray nozzle (3, 18-23), in particular two to three spray nozzles
(18-23), can be controlled by the controlling air channels (6-13) and at least one
selector plate (4) or/and at least one plate (24) with selector switch (25).
3. The tool according to claim 1, characterised in that the control means which comprises an electronically controlled control plate (28)
is fixed on one side of a provision means comprising a distributor plate (29) and
located on the other side is a removable plate (31) on which the spray locations (2)
are arranged as a matrix.
4. The tool according to claim 3, characterised in that the spray nozzles (30, 32, 33) can be controlled electronically by the control plate
(28) and in particular can be freely programmed via a screen which is connected to
a bus system via the control plate (28).
5. The tool according to claim 4, characterised in that the spray nozzles (30, 32, 33) can be programmed individually and/or in groups.
6. The tool according to claim 1, characterised in that a spray nozzle (3, 30) for at least one medium, in particular a release agent and/or
water and/or air is provided per spray location (2).
7. The tool according to claim 6, characterised in that at least one medium, in particular two or three media, can be sprayed successively
or simultaneously with the spray nozzle (3, 30).
8. The tool according to claim 1, characterised in that two spray nozzles (18-21, 32, 33) are provided per spray location, for which one
in particular is provided for the medium of a release agent and/or air and the other
in particular is provided for the medium water and/or air.
9. The tool according to claim 1, characterised in that three spray nozzles (21-23) are provided per spray location and the first is provided
in particular for the medium air, the second in particular for the medium water and
the third in particular for the medium of a release agent.
10. The tool according to any one claims 6 to 9, characterised in that the medium, in particular release agent and/or water can be sprayed together with
another medium, in particular air.
11. The tool according to claim 1, characterised in that the release agent consists of a mixture, in particular wax, oil and/or silicone and
the remaining fraction consists of water.
1. Outil de pulvérisation, notamment pour des moules de fonderie, pour le soufflage et/ou
le refroidissement et/ou le traitement, notamment pour le mouillage et/ou la lubrification,
avec au moins un fluide,
dans lequel au moins un fluide est mis à disposition par un moyen de préparation (5,
29),
qui comporte au moins un moyen de commande (4, 24, 28), ce moyen de commande (4, 24,
28) comportant une section de pulvérisation (2) avec au moins une buse de pulvérisation
(3, 18-23, 30, 32, 33) qui peut être commandée grâce au moyen de commande (4, 24,
28),
caractérisé en ce que
le moyen de préparation est une barre multifonctions (5), qui met à disposition au
moins un canal d'air de commande (6-13) et au moins un moyen de pulvérisation, et
le moyen de commande est une plaque de sélection (4) ou une plaque (24) avec un sélecteur
(25), la plaque de sélection (4) ou la plaque (24) avec le sélecteur (25), entre les
barres multifonctions (5) et les sections de pulvérisation (2), permettant de configurer
librement un nombre au choix de buses de pulvérisation (3, 18-23, 30, 32, 33) dans
des positions spatiales totalement différentes dans le cadre d'un groupe de pulvérisation,
tandis que des sections de pulvérisation (3, 18-23, 30, 32, 33) peuvent faire partie
d'un autre groupe de pulvérisation.
2. Outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la barre multifonctions (5) met à disposition huit canaux d'air de commande (6-13)
et/ou au moins un canal d'air de pulvérisation (17) et/ou au moins un canal (15) destiné
à un agent de démoulage et/ou un canal (16) pour l'eau et/ou au moins un canal d'air
de soufflage (17), et en ce qu'au moins une buse de pulvérisation (3, 18-23), notamment deux à trois buses de pulvérisation
(18-23), peut être commandée avec les canaux d'air de commande (6-13) et au moins
une plaque de sélection (4) et/ou au moins une plaque (24) avec un sélecteur (25).
3. Outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
un moyen de commande, notamment une plaque de commande (28) actionnable de façon électronique,
est fixé d'un côté sur un moyen de préparation, notamment une plaque de distribution
(29), et une plaque de changement (31) est prévue de l'autre côté, sur laquelle des
sections de pulvérisation (2) sont agencées sous forme de matrice.
4. Outil selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les buses de pulvérisation (30, 32, 33) peuvent être commandées de façon électronique
grâce à la plaque de commande (28), et programmées librement, notamment grâce à un
écran, qui est relié à la plaque de commande (28) par l'intermédiaire d'un système
de bus.
5. Outil selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
les buses de pulvérisation (30, 32, 33) peuvent être programmées séparément et/ou
par groupes.
6. Outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
une buse de pulvérisation (3, 30) pour au moins un fluide, notamment pour un agent
de démoulage et/ou de l'eau et/ou de l'air, est disponible par section de pulvérisation
(2).
7. Outil selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la buse de pulvérisation (3, 30) permet de pulvériser au moins un fluide, notamment
deux ou trois fluide de façon consécutive ou simultanée.
8. Outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
deux buses de pulvérisation (18-21, 32, 33) sont prévues par section de pulvérisation,
dont l'une est prévue spécialement pour l'agent de démoulage et/ou l'air et l'autre
spécialement pour l'eau et/ou l'air.
9. Outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
trois buses de pulvérisation (21-23) sont prévues par section de pulvérisation, dont
la première spécialement pour l'air, la deuxième spécialement pour l'eau et la troisième
spécialement pour l'agent de démoulage.
10. Outil selon l'une des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que
le fluide, notamment l'agent de démoulage et/ou l'eau, peut être pulvérisé ensemble
avec un autre produit, notamment avec de l'air.
11. Outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'agent de démoulage est constitué d'un mélange d'incorporation, notamment un mélange
de cire, d'huile et/ou de silicone, le reste étant de l'eau.
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