[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter mit
einer rotierenden Sprühvorrichtung, die einen sich um eine erste im wesentlichen senkrechte
Achse drehenden Tragarm und einen sich in einem Abstand zu der ersten senkrechten
Achse auf dem Tragarm um eine zweite, ebenfalls im wesentlichen senkrechte Achse drehenden
und wenigstens einen Teilarm aufweisenden Sprüharm umfasst, der über Düsen Reinigungsflüssigkeit
auf zu reinigendes Geschirr sprüht und zusammen mit dem Tragarm durch den Rückstoß
der unter Druck stehenden Reinigungsflüssigkeit antreibbar ist.
[0002] Aus der EP 1 050 263 A2 ist eine derartige Geschirrspülmaschine bekannt. In einem
im wesentlichen als Parallelepided ausgebildeten Geschirrbehälter mit einem im wesentlichen
rechteckigen Grundriss ist eine Sprühvorrichtung mit wenigstens einem, um eine im
wesentlichen senkrechte Achse drehbaren Sprüharm angeordnet. Dieser ist seinerseits
drehbar um eine weitere, ebenfalls im wesentlichen senkrechte Achse angeordnet. Diese
Achse verläuft im wesentlichen durch den Mittelpunkt der Geschirrspülmaschine.
[0003] Der Sprüharm vollzieht eine epizykloidale Bewegung, wenn unter Druck stehendes Wasser
zunächst durch die Achse in der Mitte der Geschirrspülmaschine durch einen den Sprüharm
drehbar tragenden Tragarm strömt und anschließend über ein an der Achse des Sprüharms
in dem Tragarm angebrachtes turbinenförmiges Getriebe infolge des Rückstoßes des Wassers
den Sprüharm in eine Drehbewegung versetzt.
[0004] Der Sprüharm erstreckt sich von seiner Drehachse aus über eine radiale Länge, die
im wesentlichen einem Viertel der kürzesten inneren Seite des Spülbehälters entspricht.
Dabei entspricht der Abstand der beiden Rotationsachsen von einander im wesentlichen
der radialen Länge des Sprüharms.
[0005] Der Tragarm erstreckt sich bei dieser Spülmaschine vorzugsweise im wesentlichen zwischen
der Drehachse des Sprüharms und der Drehachse des Tragarms. Es ist vorzugsweise ein
Verteilkreis für das unter Druck stehende Wasser vorgesehen, der je nach der gemäß
dem Spülprogramm vorgesehenen Intensität mit einem niedrigeren oder einem höheren
Druck arbeitet.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, die bekannte Geschirrspülmaschine derart weiterzubilden,
dass noch bessere Reinigungsergebnisse erzielt werden.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Geschirrspülmaschine der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass die Düsen im wesentlichen an dem äußeren Ende des wenigstens
einen Teilarms angeordnet sind.
[0008] Durch die Erfindung wird eine Geschirrspülmaschine geschaffen, in der alle Bereiche
der Oberflächen des Spülgutes durch die Reinigungsflüssigkeit erreicht werden, so
dass eine gute Reinigung mit hoher Reinigungsintensität erzielt wird.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0010] Von Vorteil ist eine Geschirrspülmaschine, in der die Düsen zu 90 % im äußeren Drittel
des wenigstens einen Teilarms angeordnet sind.
[0011] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weisen Öffnungen der Düsen wenigstens
eine Richtungskomponente in tangentialer Richtung des Sprüharms auf, bezogen auf die
von diesem bei seiner Bewegung um die Rotationsachse aufgespannte Kreisebene. Dadurch
lassen sich sowohl der Tragarm als auch der Sprüharm allein durch die Rückstoßkraft
des unter Druck stehenden Wassers antreiben, ohne ein anderes Antriebsmittel oder
ein Getriebe vorsehen zu müssen.
[0012] Von Vorteil ist auch, wenn der Sprüharm zwei bezüglich seiner Drehachse symmetrisch
einander gegenüberliegende Teilarme umfasst, an deren äußeren Peripherien die Düsen
jeweils verteilt angeordnet sind. Durch die beiden Teilarme wird eine vollständige
Besprühung des zu reinigenden Spülgutes gewährleistet.
[0013] Um eine vollständige Benetzung des Geschirrs zu erreichen, sind die Düsen jeweils
in verschiedenen Richtungen orientiert, so dass die Reinigungsflüssigkeit oder das
Wasser aus verschiedenen Winkeln auf das Spülgut auftrifft.
[0014] Beispielsweise können die Düsen in senkrechter Richtung, in oder entgegen der Antriebsrichtung,
nach innen oder nach außen oder schräg zur Längsachse der Teilarme des Sprüharms ausgerichtet
sind. Vorzugsweise ist wenigstens eine der Düsen wenigstens teilweise geneigt bezüglich
der senkrechten Achse des Sprüharms oder in der Drehebene des Sprüharms liegend angeordnet.
[0015] Für eine vollständige Benetzung des Geschirrs ist es ausreichend, wenn sich der Tragarm
im wesentlichen über eine Länge erstreckt, die durch den Abstand zwischen den beiden
Rotationsachsen festgelegt ist. Durch die kurze Länge des Tragarms werden Druckverluste
des Wassers, die durch den Antrieb und das Befüllen eines doppelt so langen Tragarms
verloren gehen würden, eingespart. Damit steht mehr Reinigungswasser innerhalb des
Wasserkreislaufs für die Reinigung des Geschirrs zur Verfügung, so dass insbesondere
auch ein ausreichend hoher Druck zur Erzeugung der Drehbewegung des Sprüharms aufrechterhalten
wird.
[0016] Auch der Sprüharm hat ungefähr die Länge des Tragarms, die ungefähr einem Viertel
der kürzeren Seitenlänge des Spülbehälters entsprechen kann oder noch kürzer ist.
Je nach Ausrichtung der Sprühdüsen kann die Länge des Sprüharms aber auch noch geringer
sein. Somit wird gemäß der Erfindung eine sehr kompakte Sprühvorrichtung geschaffen,
die aufgrund der epizykloidalen Bewegung des Sprüharms eine optimale Benetzung des
Spülgutes gewährleistet. Die Sprühvorrichtung umfasst im Decken- und/oder im Bodenbereich
des Spülbehälters eine jeweils aus einem Tragarm und einem Sprüharm bestehende Drehvorrichtung,
die mit einem Umwälzsystem für die Reinigungsflüssigkeit in Verbindung steht.
[0017] Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Diese zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf eine Sprühvorrichtung innerhalb eines Spülbehälters,
wobei gleichzeitig die Bahnen des Tragarms und des Sprüharms dargestellt sind,
- Fig. 2
- eine Detailansicht des Sprüharms aus Fig. 1 mit auf diesem angebrachten Sprühdüsen
und
- Fig. 3
- die Anordnung der Düsen auf dem Sprüharm gemäß Fig. 2 mit einer Darstellung der Richtungen,
in die Reinigungsflüssigkeit gesprüht wird.
[0018] Eine in einem Kreislauf zur Umwälzung einer Reinigungsflüssigkeit integrierte Sprühvorrichtung
1 (Fig. 1) ist entweder unter der Decke oder oberhalb des Bodens eines Spülbehälters
2 in einer Geschirrspülmaschine angebracht. Die Sprühvorrichtung 1 umfasst einen um
eine im wesentlichen in der Mitte des Spülbehälters 2 angeordnete Drehachse 3 drehbaren
Tragarm 4, dessen Länge weniger als ein Viertel der kleineren Seitenlänge des Spülbehälters
2 beträgt.
[0019] Auf dem Tragarm 4 ist um eine weitere Drehachse 5 drehbar ein Sprüharm 6 angeordnet.
Innerhalb der Umwälzeinrichtung wird dem Tragarm 4 über eine erste Drehdurchführung
im Bereich der Drehachse 3 Reinigungsflüssigkeit unter Druck zugeführt, die durch
das Innere des Tragarms 4 hindurch über eine zweite Drehdurchführung im Bereich der
Drehachse 5 in den Sprüharm 6 weiterströmt.
[0020] Aufgrund des Drucks, unter dem die Reinigungsflüssigkeit steht, wird sie aus Düsen
7 an den äußeren Enden des Sprüharms 6 herausgesprüht. Da wenigstens einige der Düsen
7 eine Öffnung aufweisen, aus der die Reinigungsflüssigkeit derart herausströmt, dass
sie eine Richtungskomponente in tangentialer Richtung, bezogen auf die von dem Sprüharm
6 aufgespannte Kreisebene aufweist, dreht sich der Sprüharm 6 in einer Kreisbewegung
um die Drehachse 5. Gleichzeitig wird aufgrund des Rückstoßes auch der Tragarm 4 in
Bewegung versetzt, so dass auch dieser eine Kreisbewegung entsprechend einer Kreislinie
A, die die Bewegung des äußersten radialen Punkts des Tragarms 4 wiedergibt.
[0021] Durch die Überlagerung der Kreisbewegung des Sprüharms 6 mit der Kreisbewegung des
Tragarms 4 vollzieht der Sprüharm 6 eine epizykloidale Bewegung auf einer Bewegungslinie
B, die die Bewegung der äußeren Peripherie des Sprüharms 6 wiedergibt. Hierdurch wird
das Geschirr in dem Spülbehälter 2 unter einer Vielzahl verschiedener Winkelpositionen
angesprüht und wird dadurch vollständig benetzt.
[0022] Der Sprüharm 6 hat zwei bezüglich der Drehachse 5 symmetrische Teilarme 61 und 62,
an deren äußeren Enden jeweils die Sprühdüsen 7 angeordnet sind. Die Sprühdüsen 7
(Fig. 2, 3) haben bezüglich der Ebene des Sprüharms 6 und bezüglich der Drehachse
5 vorzugsweise verschiedene Öffnungswinkel, so dass die Reinigungsflüssigkeit unter
verschiedenen Richtungen C, D, E, F aus ihnen herausströmt und in jeder Position des
Sprüharms 6 verschiedene Bereiche des Geschirrs innerhalb des Spülbehälters 2 besprüht
werden.
[0023] Gemäß der Erfindung ist es nicht erforderlich, im mittleren Bereich der Teilarme
61, 62, also näher zu der Drehachse 5 hin, zusätzliche Düsen anzubringen, da durch
die epizykloidale Bewegung des Sprüharms 6 eine vollständige Benetzung des Geschirrs
gewährleistet wird.
1. Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter (2) mit einer rotierenden Sprüheinrichtung,
die einen sich um eine erste im wesentlichen senkrechte Achse (3) drehenden Tragarm
(4) und einen sich in einem Abstand zu der ersten senkrechten Achse (3) auf dem Tragarm
(4) um eine zweite, ebenfalls im wesentlichen senkrechte Achse (5) drehenden und wenigstens
einen Teilarm (61, 62) aufweisenden Sprüharm (6) umfasst, der über Düsen (7) Reinigungsflüssigkeit
auf zu reinigendes Geschirr sprüht und zusammen mit dem Tragarm (4) durch den Rückstoß
der unter Druck stehenden Reinigungsflüssigkeit antreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsen im wesentlichen an dem äußeren Ende des wenigstens einen Teilarms angeordnet
sind.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsen (7) zu 90 % im äußeren Drittel des wenigstens einen Teilarms (61, 62) angeordnet
sind.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Öffnungen der Düsen (7) wenigstens eine Richtungskomponente in tangentialer Richtung
des Sprüharms (6) aufweisen.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sprüharm (6) zwei bezüglich seiner Drehachse (5) symmetrisch einander gegenüberliegende
Teilarme (61, 62) umfasst, an deren äußeren Peripherien die Düsen (7) jeweils verteilt
angeordnet sind.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsen (7) jeweils in verschiedenen Richtungen orientiert sind.
6. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsen (7) in senkrechter Richtung, in oder entgegen der Antriebsrichtung, nach
innen oder nach außen oder schräg zur Längsachse der Teilarme (61, 62) des Sprüharms
(6) ausgerichtet sind.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Tragarm (4) im wesentlichen über eine Länge erstreckt, die durch den Abstand
zwischen den beiden Achsen (3, 5) festgelegt ist.