Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Montage eines Leitgitters variabler
Geometrie bestehend aus:
a) einem Schaufellagerring, an dem ein Ende von Wellen oder Achsen von Leitschaufeln
verstellbarer Position gelagert werden,
b) die über eine Getriebeanordnung durch Verdrehung eines mit dem Schaufellagerring
koaxialen und zu diesem mittels einer Lagerungsanordnung drehbar gelagerten Verstellringes
hinsichtlich ihrer Position verstellt werden,
c) wogegen die Wellen oder Achsen der Leitschaufeln andernends in einem dem Schaufellagerring
gegenüberliegenden und ebenfalls koaxialen Montagering gelagert werden, der bei der
Montage mittels einer Befestigungsanordnung an einem Turbinengehäuse befestigt wird.
[0002] Leitgitter dieser Art werden häufig für Turbolader eingesetzt, könnten aber allgemein
auch bei anderen Strömungsmaschinen, wie Turbinen oder Sekundärluftpumpen Anwendung
finden. Wenn hierbei von "einer Getriebeanordnung die Rede ist, so sei darauf hingewiesen,
daß es zwar häufig ist, an Schaufelwellen je einen Hebel anzubringen, der mit dem
Verstellring getrieblich verbunden ist, daß es aber ebenso bekannt ist, die Leitschaufeln
mit Achsstummeln zu versehen und sie durch am Verstellring angebrachte Nockenschlitze
zu verstellen. Die vorliegende Erfindung ist jedenfalls auf keine dieser möglichen
Getriebeverbindungen eingeschränkt.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Die Montage eines Leitgitters, und insbesondere eines Leitgitters mit variabler Geometrie,
ist eine relativ aufwendige Angelegenheit, weil eine Vielzahl von Teilen in genauen
Positionen eingesetzt werden müssen. Im allgemeinen geschieht die Montage im Zuge
der Herstellung der gesamten Strömungsmaschine (Turbine, Turbolader, Sekundärluftpumpe),
etwa indem in die Gehäusewand Bohrungen zur Aufnahme von Teilen des Leitgitters gebohrt
und Wandungen geschliffen werden. Nun wurde in der EP-Patentanmeldung Nr. 02 020 412.9
vom 10. Sept. 2002 bereits der Vorschlag gemacht, das Leitgitter fix-fertig vorzumontieren
und als Modul in das Gehäuse einzubringen.
Kurzfassung der Erfindung
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Montage weiterhin zu vereinfachen
und damit kostengünstiger zu gestalten.
[0005] Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung dieser Aufgabe in einem ersten Aspekt durch die
folgenden Verfahrensschritte:
d) Aufbringen einer Orientierungsmarke an mindestens einem der koaxialen Teile;
e) danach Einsetzen der Wellen oder Achsen in den Schaufellagerring;
f) Anbringen der koaxialen Lagerung für den Verstellring und koaxiales Montieren des
Verstellringes an seiner Lagerung bei gleichzeitigem In-Eingriff-Bringen mit der Getriebeanordnung;
wobei zur Durchführung wenigstens eines der Schritte b) bzw. c) mindestens ein Roboter
eingesetzt wird, und die Position wenigstens einer der Teile an Hand der mindestens
einen Orientierungsmarke in eine vorherbestimmte Position ausgerichtet wird.
[0006] Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird - ausgehend von den eingangs
erwähnten Merkmalen - eine Schablone vorgesehen, welche durch, insbesondere körperliche,
Orientierungsmarken die Lage der Schaufeln wenigstens in Umfangsrichtung, zweckmäßig
auch hinsichtlich ihrer Schwenkausrichtung, definieren.
[0007] In beiden Fällen werden also Orientierungsmarken verwendet, um von vornherein die
richtige Position der Teile festzulegen, was eine mühsame Überprüfung während der
Montage erspart und so die Herstellungszeit verringert.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0008] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung schematisch dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispieles.
Es zeigen jeweils in Perspektivansicht, mit Ausnahme der Fig. 9:
- Fig. 1
- den Verlauf eines ersten Schrittes des erfindungsgemäßen Verfahrens (Einlegen des
Leitschaufelkranzes unter Verwendung einer topfförmigen Schablone;
- Fig. 2
- den darauf folgenden Schritt (Einlegen des Schaufellagerringes);
- Fig. 3
- das Einlegen eines vorzugsweise vorgesehenen Wälzlagers koaxial zum Schaufellagerring;
- Fig. 4
- das Aufsetzen eines Verstellringes;
- Fig. 5
- das Einsetzen der Verstellhebel mit nachfolgendem Verschweißen oder Verlöten;
- Fig. 6
- das Wenden des bisher fertiggestellten Leitgitters;
- Fig. 7
- die Montage von Abstandhaltern;
- Fig. 8
- die Befestigung eines Montageringes an den Abstandhaltern; und
- Fig. 9
- einen Axialschnitt durch einen erfindungsgemäß hergestellten Turbolader mit als vorgefertigtem
Modul eingesetztem Leitgitter.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0009] Um das erwähnte Leitgitter für Turbinen als vorgefertigten Modul herzustellen, wird
zunächst einmal eine Schablone bereitgestellt, welche die Positionen der einzelnen
Leitschaufeln 7 koaxial zu einer zentralen Achse R (welche im Turbinengehäuse später
die Rotationsachse der Turbine sein wird) festlegt. An sich könnte die Schablone beliebiger
Art sein, doch ist sie bevorzugt als Topfschablone 4 - somit als dreidimensionale
Schab-lone (eine 2-dimensionale wäre an sich ebenfalls möglich) ausgebildet und besitzt
einen von einem Topfrand 11 umgebenen Innenraum 12. Eine zentrale Buchse 13 durchsetzt
die Mitte des Topfes 4 und bildet entweder einen Teil desselben oder ist als gesonderter,
in eine Öffnung des Topfes 4 eingeschobener Teil ausgebildet.
[0010] Die Topfschablone 4 ist in einen Ring 14 eingesetzt. Seitliche Klammern 15 haben
die Funktion, während des später besprochenen Schweißens (oder Lötens) der später
besprochenen Schaufelhebel 19 diese an ihre jeweils zugehörige Schaufelwelle 8 radial
anzudrücken und damit zu fixieren. Im Innenraum 12 der Topfschablone sind körperliche
Orientierungsmarken 16, am einfachsten in Form von Zylinderstücken, derart befestigt,
daß ein Bestückungs-Roboter 23 an sich beliebiger Art und Bauweise einzelne Leitschaufeln
7 nur in einer vorgegebenen Stellung in den Innenraum 12 einzusetzen vermag. In dieser
Stellung der Leitschaufeln 7 ist gesichert, daß sie einerseits koaxial zur Achse R
angeordnet sind und anderseits alle in derselben - etwa tangentialen - Winkellage
relativ zur Topfschablone liegen.
[0011] Damit auch die Relativlage der Orientierungsmarken 16 zum Bestückungs-Roboter 23
gesichert ist, ist auch einerseits der Topf 4 durch einen in eine Ausnehmung des Ringes
14 eingreifenden Orientierungsvorsprung 24 gegenüber dem Ring 14 in die gewünschte
Richtung orientiert, anderseits besitzt der Ring 14 an seinem Außenrand eine weitere
Orientierungsmarke 25 in Form einer Ausnehmung. Eine an dieser Station vorgesehene
Zunge 26 orientiert, beispielsweise über (nicht dargestellte) Passstifte bzw. über
eine Verschraubung, den Verstellring 5 vor und während des Schweißvorganges, der später
an Hand der Fig. 4 beschrieben wird
[0012] Sind alle Leitschaufeln 7 in den Innenraum 12 eingelegt (in Fig. 1 fehlt nur noch
die letzte Leitschaufel 7, die der Roboter 23 gerade heranbringt), dann ist gesichert,
daß alle Schwenkwellen 8 koaxial zur zentralen Achse R ausgerichtet sind. Daher kann
anschliessend der nächste Montagevorgang erfolgen, der nun an Hand der Fig. 2 besprochen
werden soll.
[0013] Auf die nun nach oben stehenden Schwenkwellen 8 wird sodann der Schaufellagerring
6 so aufgelegt, daß die Schwenkwellen 8 seine koaxialen Lagerbohrungen 27 durchsetzen.
Damit ist auch die koaxiale Lage des Schaufellagerringes 6 gesichert, wobei die Ausbildung
der Schablone 4 in Topfform die koaxiale Lage des Ringes 6 noch unterstützt.
[0014] In der EP-Patentanmeldung Nr. 02 020 412.9 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines
Leitgitters mit an einem Lagerring 33 gelagerten Wälzkörpern in Form von Rollen 30
beschrieben, welche auf einer Schulter 28 (vgl. Fig. 2, 3) des Schaufellagerringes
6 abrollt.
Fig. 3 veranschaulicht, daß dieser Lagerring 33 samt den in Abständen gehaltenen Rollen
30 auf den bereits in der Topfschablone liegenden Schaufellagerring (vgl. Fig. 2)
daraufgelegt wird, so daß die Koaxialität wiederum gesichert ist. Um den Robotern
die Anbringung der Rollen 30 zu erleichtern, ist zweckmäßig eine Orientierungsmarke,
z.B. in Form einer Orientierungs-Ausnehmung 44, am Lagerring 33 vorgesehen, welche
beispielsweise mit einem Orientierungsvorsprung 57 zusammenwirkt.
[0015] Ferner sei im Zusammenhang mit Fig. 3 auf eine Markierbohrung 55 hingewiesen, deren
Position entlang des Umfanges des Schaufellagerringes 6 beispielsweise mit Hilfe eines
Bildsensors 56 abgelesen werden kann, um etwa die Abfolge der Schritte (je nach Typ
des Leitgitters) für den bzw. die Roboter 23 zu steuern oder dem jeweiligen Bestückungsroboter
eine durch die Marke 55 repräsentierte Information über die Art oder Qualität der
einzulegenden Stücke (z.B. Art der Legierung, Größe etc.) zu geben.
[0016] Es sei jedoch erwähnt, daß es ohne weiteres möglich und zweckmäßig ist, die sowieso
schon vorhandenen Orientierungsmarken 16 (Fig. 1) zur Angabe einer solchen Zusatzinformation
zu benutzen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besitzen die zylindrischen Orientierungsmarken
16 an ihrer Oberseite Löcher 55', 55" größeren und kleineren Durchmessers, die entweder
einzeln oder in ihrer Gesamtheit gelesen und dabei eine binär codierte Information
beinhaltend eine solche Information abgeben können. Auch hier würde wiederum ein an
einen zentralen Prozessor, insbesondere für die Roboter 23, angeschlossener Bildsensor
56 eingesetzt.
[0017] Nach der schon erwähnten, und die bevorzugte Konstruktion beschreibenden, EP-Patentanmeldung
Nr. 02 020 412.9 laufen die Rollen 30 einerseits auf der Schulter 28, anderseits auf
einer dieser Ringschulter axial gegenüberliegenden und koaxialen Fläche des Verstellringes.
Deshalb kann nach dem Aufbringen des Lagerringes (oder Käfigringes) 33 mit den Rollen
30 der Verstellring 5 darüber gelegt werden (Fig. 4). Dieser Verstellring besitzt
neben seiner der Schulter 28 (Fig. 2, 3) gegenüberliegenden, in Fig. 4 nicht sichtbaren
Lauffläche für die Rollen 30 eine die Rollen 30 seitlich führende, sich radial erstreckende
Wand 34. Radial außen besitzt der Verstellring 5 in an sich bekannter Weise einen
durch Ausnehmungen 35 unterbrochenen Kranz, der zur Aufnahme der Köpfe der Verstellhebel
dient, wie später an Hand der Fig. 5 noch ersichtlich wird. Durch die Anlage der Lauffläche
des Verstellringes 5 an den Rollen 30 ist wiederum die Koaxialität gesichert.
[0018] Während in Fig. 4 die aus dem Schaufellagerring 6 hervorstehenden Schaufelwellen
8 noch klar zu erkennen sind, sieht man in Fig. 5 bereits die auf diese Wellenenden
aufgesetzten Verstellhebel, welche die leichte Schwenkbewegung des Verstellringes
5 auf die Schaufelwellen 8 übertragen sollen. Zu diesem Zwecke werden die verbreiterten
Köpfe 18 der Verstellhebel 19, zweckmäßig vom jeweiligen Roboter (in Fig. 5 nicht
dargestellt), in die Ausnehmungen 35 des Kranzes 36 eingelegt, wogegen eine Bohrung
ihres anderen, radial einwärts gelegenen Endes auf die Schaufelwellen 8 (vgl. Fig.
4) aufgesetzt und mit diesen, wie ersichtlich, vorteilhaft von einem in Fig. 5 lediglich
angedeuteten Schweißroboter 23a, angeschweißt, gegebenenfalls aber auch angelötet
werden. Dabei ist die Ausbildung der Topfschablone 4 aus Metall von Vorteil (obwohl
an sich jedes beliebige Material für ihre Herstellung herangezogen werden könnte),
weil sie gleichzeitig die Gegenelektrode zur gezeigten Roboterelektrode des Roboters
23a bilden kann. Der Schweißroboter kann sich beispielsweise an der schon erwähnten
Orientierungsmarke 55 des Schaufellagerringes 6 orientieren, die ihm die Lage desjenigen
Umfangsbereiches angibt, in dem die radial inneren Enden der Verstellhebel 19 liegen,
wobei diese selbst dann (z.B. über den Bildsensor 56) die Zusatzinformation über ihre
Winkellage entlang des Umfanges des Schaufellagerringes 6 geben können.
[0019] Im Prinzip wäre damit das Leitgitter fertiggestellt, und es ist ersichtlich, daß
durch die blo-βe Anordnung von Orientierungsmarken die gegenseitige Position gesichert
und damit ein automatisches Arbeiten mit großer Genauigkeit ermöglicht werden kann.
Um aber den Einbau des Leitgitters in ein Turbinengehäuse 1, wie es später an Hand
der Fig. 9 beschrieben wird, weiter zu erleichtern, werden nun noch die folgenden
Schritte durchgeführt.
[0020] Bezugnehmend auf Fig. 5 sind die Klammern 15 nach dem Schweißen und dem radialen
Andrücken der Schaufelhebel 19 an die Schwenkwellen 8 wieder ausgefahren. Sodann wird
die so geschaffene Einheit aus dem Topf 4 herausgenommen und kopfüber um 180° gedreht,
so daß die zu unterst montierten Leitschaufeln 7 nach oben gelangen. Dieser Zustand
ist in Fig. 6 dargestellt, wo die Einheit auf eine separate Montagestation 58, 59
aufgelegt ist (Fig. 6-8).
[0021] Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, ist nun nicht nur der durch die Orientierungsmarken
16 (Fig. 1) hinsichtlich ihrer Schwenklage fixierte Kranz von Leitschaufeln 7 an dem
an einem Montage-Untergestell 58 aufliegende Schaufellagerring 6 frei zugänglich,
sondern auch drei (nur zwei sind sichtbar) Gewindebohrungen 37, die zur Befestigung
von Abstandhaltern 31 dienen. Die Klaue 23' eines Bestückungs-Roboters ist seitlich
angedeutet, welche in diesem Moment einen solchen Abstandhalter 31 heranbringt. Eine
das Leitgitter zentral durchsetzender Haltezylinder 59 des Montagegestells 58 weist
ein zentrierendes Orientierungsloch 60 auf, dessen Funktion an Hand der Fig. 8 beschrieben
wird.
[0022] Tatsächlich erfolgt nun aber zweckmäßig die Montage aller drei Abstandhalter 31 gleichzeitig,
wie aus Fig. 7 zu ersehen ist. Es versteht sich, daß dies nur ein mögliches Beispiel
ist, wie vorgegangen werden kann. Es ist nämlich auch bereits vorgeschlagen worden,
die Abstandhalter 31 nicht erst am Schaufellagerring 6 festzuschrauben (wie an Hand
der Fig. 8 noch erläutert wird), sondern sie unmittelbar an ihm oder an einem ihm
gegenüberliegenden Ring anzuformen. In letzterem Falle erübrigt sich natürlich der
aus Fig. 7 ersichtliche Verfahrensschritt.
[0023] Wie Fig. 7 deutlich zeigt, haben die auf die Bohrungen 37 (Fig. 6) aufgesetzten Abstandhalterhülsen
31 jeweils eine durchgehende Bohrung 38. Wenn nun im folgenden Verfahrensschritt auf
diese Abstandhalter 31 und den Kranz von Leitschaufeln 7 eine Montagescheibe 29 mit
den Bohrungen 38 entsprechenden Bohrungen 39 aufgesetzt wird, so kann dieser Ring
29 als Abschluß des Moduls über diese Bohrungen 39 und die Gewindebohrungen 37 (Fig.
6) zugeschraubt werden. Dazu mag ein Schraub-Roboter 23" vorgesehen werden. Um auch
hier eine Zentrierung und Orientierung, insbesondere des Montageringes 29 gegenüber
dem der Schablone 4, 14 ja bereits entnommenen und auf der Montagestation 58, 59 liegenden
Leitgitters zu erreichen, wird vorteilhaft das Zentrierloch 60 dazu verwendet, einen
(nicht dargestellten) Halter für den Montagering 29 daran zu zentrieren und so ein
zentriertes Aufsetzen des Montageringes 29 auf das übrige, bereits fertiggestellte
Leitgitter zu sichern.
[0024] Die Fig. 9 entspricht im wesentlichen der Fig. 1 der schon erwähnten EP-Patentanmeldung
Nr. 02 020 412.9, deren Inhalt hier durch Bezugnahme als geoffenbart gelten soll.
An Hand dieser Figur soll nun erläutert werden, wie der Einbau des entsprechend der
obigen Beschreibung vormontierten Leitgitters in das Turbinengehäuse 2 eines Turboladers
1 erfolgt.
[0025] Das Turbinengehäuse 2 weist in typischer Weise einen sich etwa spiralig um eine zentrale
Achse R windenden Zufuhrkanal 9 für ein Fluid - im Falle eines Turboladers des Abgases
eines Verbrennungsmotors - auf. Dieses Fluid wird dann in radialer Richtung durch
den rund um die zentrale Achse R und koaxial zu dieser angeordneten Kranz von Leitschaufeln
7 einem an der Achse R gelegenen, nicht dargestellten Turbinenrotor zugeführt, der
am Ende einer (ebenfalls nicht dargestellten) Welle sitzt, die in einem Lagergehäuse
40, und zwar in darin ausgebildeten Lagern 41 und 41' gelagert ist. Im Falle eines
Turboladers erstreckt sich diese Welle durch dieses Lagergehäuse 40 hindurch zu einem
am anderen Ende befestigten Kompressorgehäuse, dessen Kompressorrotor von der Welle
- und damit von den dem Turbinengehäuse 2 zugeführten Abgasen in bekannter Weise angetrieben
wird.
[0026] Es ist klar. daß die Leitschaufeln 7 in an sich bekannter Ausbildung verstellbar
sind und dabei entweder eine mehr radial zur zentralen Achse R geneigt sind oder annähernd
tangential dazu verlaufen. Dabei ist vorzugsweise das bereits oben beschriebene Wälzlager
mit Wälzkörpern 3 in Form von Rollen zwischen dem Verstellring 5 und dem Schaufellagerring
6 vorgesehen, in dem die Schwenkachsen der Leitschaufeln 7 bildenden Verstellwellen
8 gelagert sind. Die Verdrehung bzw. Verstellung der Verstellwellen 8 bzw. des sie
betätigenden Verstellringes 5 kann in an sich bekannter und beispielsweise in der
genannten US-A-4,659,295 nachzulesender Weise erfolgen. Jedenfalls bewirkt die daraus
bekannte Steuerung, daß sich der Verstellring 5 relativ zum ortsfesten Schaufellagerring
verdreht, was eine entsprechende Verschwenkung der Wellen 8 ergibt.
[0027] Denn in den Nuten oder Ausnehmungen 17 des Verstellringes 5 sind die freien Hebelenen
oder Köpfe 18 der Verstellhebel 19 gelagert, die an den Verstellwellen 8 befestigt
sind (wie erwähnt: verschweißt oder verlötet). An Stelle von in Radialrichtung durchgehenden
Ausnehmungen 17 können aber auch in an sich bekannter Weise Nuten an der radialen
Innenseite des Verstellringes 5 vorgesehen werden, in denen die Köpfe 18 gelagert
sind, so daß dann diese Köpfe 18 eine gewisse Vorzentrierung sichern. Es ist klar,
daß dies nur eine mögliche Ausführung ist, und es wurde bereits eingangs darauf hingewiesen,
daß die Verstellung auch über Schlitznocken oder ineinandergreifende Verzahnungen
vor sich gehen und übertragen werden könnte.
[0028] Dadurch wird das über den Zufuhrkanal 9 zugeführte Abgas eines Verbrennungsmotors
mehr oder weniger dem im Inneren des Leitschaufelkranzes befindlichen (nicht dargestellten)
Turbinenrotor zugeführt, bevor es bei dem sich entlang der zentralen Drehachse R erstreckenden
Axialstutzen 10 wieder austritt. Dieser Auslaßstutzen 10 ist hier durch einen Entkopplungsraum
42 von einer ihm folgenden Fortsetzung 43 entkoppelt, kann aber gewünschtenfalls auch
direkt mit einem Auspuffsystem verbunden sein.
[0029] Der Verstellring 5 besitzt eine radial einwärts gerichtete Lauffläche 20, an der
die Rollen 3 ablaufen können. Bevorzugt ist dies aber nur zum Toleranzausgleich vorgesehen,
denn in der Praxis ist es bevorzugt, wenn die Rollen 3 in im wesentlichen allen Betriebszuständen
sowohl gegenüber dieser Lauffläche 20 als auch einer gegenüberliegenden äußeren, eine
Schulter bildenden Lauffläche 21 am Schaufellagerring 6 ein gewisses Spiel aufweisen.
[0030] In dem durch die koaxial zur zentrale Achse R am Schaufellagerring 6 angeordneten
Abstandhalterhülsen 31 definierten Abstand ist der die Schaufeln 7 schützender Montagering
bzw. eine Scheibe 29 vorgesehen, der am Rotorgehäuse 2 etwa im Bereiche des aus Fig.
1 ersichtlichen Gehäuseflansches 2b angebracht wird. Der Montagering 29 wird mittels
strichliert angedeuteten, z.B. durch die Hülsen 31 gesteckte Bolzen 30' am Schaufellagerring
6 befestigt, wobei in bekannter Weise die Abstandhalter 31 für einen etwas größeren
Abstand sorgen, als der Breite der Schaufeln 7 entspricht, um diese bei ihrer Bewegung
in allen Temperaturbereichen nicht zu behindern. Auf diese Weise kann also das Leitgitter
in der geschilderten Weise fertig vormontiert werden, um in das Turbinengehäuse 2
eingesetzt zu werden.
[0031] Um den so geschaffenen Modul rasch und präzise in das Turbinengehäuse 2 einsetzen
zu können, wird er mit einer in den zentralen Axialstutzen 10 einsetzbaren Hülse 45
mit einer zentralen Öffnung 53 verbunden, die im Prinzip lediglich in den Auslaßstutzen
10 eingesetzt zu werden braucht. Zu diesem Zweck besitzt die Hülse 45 mindestens einen
Mitnehmer 46, der die Scheibe 29 - und damit den ganzen Leitgitter-Modul - beim Einsetzen
in den Auslaßstutzen 10 mitnimmt und so die axiale Lage des Moduls bestimmt. Wenn
hier von "mindestens einem" Mitnehmer 46 die Rede ist, so soll darunter verstanden
werden, daß es möglich wäre, über den Umfang der Hülse 45 mehrere radial abstehende
Pratzen oder Vorsprünge, insbesondere in gleichmäßigen Winkelabständen, vorzusehen.
Bevorzugt ist es jedoch, wenn der Mitnehmer als radial sich von der Hülse 45 erstreckender,
die Scheibe 29 hintergreifender Flansch 46 ausgebildet ist.
[0032] Es ist vorteilhaft, wenn die Scheibe 29 an der zentralen Öffnung mindestens eine
Ausnehmung 47 aufweist, in welche der mindestens eine Mitnehmer 46 eingreift, so daß
er vorzugsweise mit der Fläche der Scheibe 29 bündig abschließt. Im oben erläuterten
Fall mehrerer über den Umfang verteilter radialer Vorsprünge könnten auch mehrere
über den Umfang verteilte Ausnehmungen vorgesehen sein. Damit würde gleichzeitig eine
genaue Festlegung des Leitgitter-Moduls in Drehrichtung koaxial zur zentralen Achse
R erfolgen. Allerdings sind solche einzelnen und präzisen Ausnehmungen schwerer herstellbar,
weshalb es bevorzugt ist, wenn die Ausnehmung 47 als sich in Umfangsrichtung der Hülse
45 erstreckende Nut (vgl. Fig. 2) ausgebildet ist. Dabei zeigt Fig. 9 deutlich, daß
bei gleicher axialer Tiefe der Nut 47 und des Flansches 46 der letztere mit der Fläche
der Scheibe 29 bündig abschließt, so daß die Strömungsverhältnisse im Bereich der
Leitschaufeln 7 nicht beeinträchtigt werden. Natürlich wäre die Verwendung einer Ringnut
47 auch dann möglich, wenn die Hülse nur einzelne, in Winkelabständen angeordnete
Vorsprünge als Mitnehmer besäße, doch führt dies dann zu einer Störung des zu den
Leitschaufeln 7 strömenden Abgasstromes.
[0033] Für die Festlegung in Umfangsrichtung ist vorzugsweise mindestens eine Bohrung 48'
in der Scheibe 29 vorgesehen, die einen im Turbinengehäuse 2, und zwar in der Wand
2b, sitzenden Stift 49 aufnimmt. Es wurde oben bereits darauf hingewiesen, daß die
Festlegung in Umfangsrichtung auch durch die Ausnehmungen (mindestens eine) erfolgen
könnte. Nach einer anderen Alternative könnte die Anordnung umgekehrt sein, so daß
die Scheibe 29, beispielsweise einen angeformten, Stift trägt, der in ein Loch der
Wand 2b eingesetzt wird. Ferner könnte die Festlegung in Umfangsrichtung auch mit
Hilfe von Schraubbolzen erfolgen, doch ist dies wegen des zusätzlichen Montageaufwandes
nicht bevorzugt.
[0034] Beim dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Turbinengehäuse 2 derart
bearbeitet, daß das Einsetzen der Hülse 45 durch Einschrauben mittels eines Gewindes
50 erfolgt. Daher muß in den Axialstutzen 10 ein Innengewinde eingeschnitten werden,
in das ein entsprechendes Außengewinde der Hülse 45 einschraubbar ist. An sich ist
die axiale Festlegung dann gesichert, wenn die Scheibe 29 an der Wand 2b anschlägt.
Allerdings können Vibrationen während des Betriebes dazu führen, daß sich das Gewinde
löst. Daher kann zur Sicherung die Hülse 45 angeschweißt oder auch plastisch verformt
werden.
[0035] Überdies ist es zweckmäßig, ein Hitzeschild 32' zwischen dem Lagergehäuse 40 und
dem vom Leitgitter umschlossenen Raum vorzusehen. Dieses Hitzeschild liegt bei der
vorliegenden Ausführung einerseits an einer Fläche des Leitgitters - zweckmäßig am
Schaufellagerring 6. Zu diesem Zwecke kann der Schaufellagerring 6 mindestens einen
radial einwärts (bezogen auf die zentrale Achse R) gerichteten Vorsprung 54 aufweisen.
Auch hier ist es (wie bei den oben besprochenen Ausnehmungen 47) wiederum möglich,
mehrere, über den Innenumfang des Schaufellagerringes 6 verteilte Vorsprünge vorzusehen,
doch wird man, schon aus fertigungstechnischen Gründen, einen radial nach innen ragenden
Flansch als Vorsprung 54 anordnen. Anderseits liegt das Hitzeschild an einer Wand
des Lagergehäuses 40. Selbstverständlich sind auch andere Anordnungen möglich.
[0036] Dies ist nur eines von vielen möglichen Ausführungsbeispielen. Denn es wäre ebenso
denkbar, andere bekannte Mittel der Sicherung eines Gewindes, wie eine Kontermutter
(in Hülsenform) einzusetzen, beispielsweise von der in Fig. 1 linken Seite her. Eine
andere Möglichkeit bestünde darin, mindestens eine Klemmschraube in den Axialstutzen
10 einzusetzen, die als Vorsprung gegen das Innere des Stutzens 10 ragt und die Hülse
45 festklemmt. Auch wäre es möglich, andere Vorsprünge (wie bei 52 angedeutet) vorzusehen,
welche in wenigstens eine Ausnehmung 51 (durchgehende, wie in Fig. 1 gezeigt, oder
nur an der Außenseite der Hülse befindliche) eingreifen und so die axiale Lage exakt
bestimmen. Im allgemeinen wird dies bei einer starren Hülse 45 schwierig sein, doch
wäre es möglich, das in Fig. 1 linke Ende der Hülse 45 als, z.B. in Axialnuten des
Axialstutzens 10 eingreifende, Federzungen auszubilden, die in entsprechende Rastvorsprünge
einschnappen. Natürlich läßt sich auch diese Anordnung wieder umkehren, indem die
Hülse 45 mindestens einen radial nach außen ragenden Vorsprung aufweist, der in eine
Ausnehmung des Axialstutzens 10 eingreift. Im Prinzip aber werden die Ausnehmungen
51 zweckmäßig mindestens zum Ansetzen eines entsprechenden Werkzeuges dienen.
[0037] Aus der obigen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform ist wohl ersichtlich,
daß zwar die verschiedenen Ringe 5, 6, 33 relativ leicht koaxial anzuordnen sind,
daß aber die anfängliche Positionierung und Ausrichtung der Leitschaufeln das größte
Problem darstellt. Deshalb wird auch verständlich, daß die Erfindung keineswegs auf
die Durchführung aller oben geschilderter Verfahrensschritte beschränkt ist, sondern
daß im einfachsten Fall im Rahmen der Erfindung durch entsprechende Orientierungsmarken
(mindestens eine) gesichert sein soll, daß gerade die schwierig zu positionierenden
Teile, und hier insbesondere die Leitschaufeln, in Position gebracht werden, um eine
Automatisierung des Montagevorganges zu sichern.
[0038] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abwandlungen des Verfahrens möglich; so wurde
bereits oben erwähnt, daß die Automatisierung auf das Einsetzen der Leitschaufeln
in einem zur Achse R koaxialen Kranz beschränkt bleiben und der Rest der Montage in
herkömmlicher Weise erfolgen könnte. Auch wurde hier eine besonders bevorzugte Ausführungsform
einer Schablone beschrieben, die aber gegebenenfalls auch anders ausgebildet werden
könnte. Auch kann die Art des zu montierenden Leitgitters, wie erwähnt, verschieden
sein. Ferner braucht das Leitgitter nicht unbedingt einen mittels Wälzlager 28, 30
gelagerten Verstellring 5 aufzuweisen.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Turbolader
- 3
- Wälzkörper (Rollen)
- 5
- Verstellring
- 7
- Leitschaufeln
- 9
- Zufuhrkanal
- 11
- Topfrand
- 13
- zentrale Buchse
- 15
- Klammern an 14
- 17
- Ausnehmung
- 19
- Verstellhebel
- 21
- Lauffläche v. 6
- 23
- Bestückungsroboter
- 25
- Orientierungsmarke (Ausnehmung)
- 27
- Lagerbohrung v. 6
- 29
- Scheibe (Montagering)
- 31
- Abstandhalter
- 33
- Lagerring für 30
- 35
- Ausnehmungen v. 5
- 38
- Bohrung v. 31
- 40
- Lagergehäuse
- 42
- Entkopplungsraum
- 44
- Orientierungsausnehmung
- 46
- Mitnehmer, Flansch
- 48'
- Bohrung
- 50
- Gewinde
- 52
- Vorsprung
- 54
- Vorsprung von 6
- 56
- Bildsensor
- 58
- Montage-Untergestell
- 60
- Zentrierloch v. 59
- 2
- Turbinen- oder Rotorgehäuse
- 4
- Topfschablone
- 6
- Schaufellagerring
- 8
- Verstellwelle, Schwenkachse
- 10
- Axialstutzen, Auslassstutzen
- 12
- Innenraum
- 14
- Ring
- 16
- Orientierungsmarken
- 18
- Kopf bzw. Hebelende v. 19
- 20
- Lauffläche v. 5
- 22
- Käfig- oder Haltering
- 24
- Orientierungsvorsprung
- 26
- Zunge
- 28
- Schulter v. 6
- 30
- Rollen
- 32'
- Hitzeschild
- 34
- Wand von 5
- 36
- Kranz v. 5
- 39
- Bohrungen
- 41, 41'
- Lager in 40
- 43
- Fortsetzung von 10
- 45
- Hülse
- 47
- Ausnehmung
- 49
- Stift
- 51
- Ausnehmung
- 53
- zentrale Öffnung von 45
- 55
- Markierbohrung
- 57
- Orientierungsvorsprung
- 59
- Haltezylinder
1. Verfahren zur Montage eines Leitgitters variabler Geometrie bestehend aus
a) einem Schaufellagerring (6), an dem ein Ende von Wellen (8) oder Achsen von Leitschaufeln
(7) verstellbarer Position in einem Kranz koaxial zum Schaufellagerring (6) gelagert
werden,
b) die über eine Getriebeanordnung (18, 19, 35) durch Verdrehung eines mit dem Schaufellagerring
(6) koaxialen und zu diesem mittels einer Lagerungsanordnung (28, 30) drehbar gelagerten
Verstellringes (5) hinsichtlich ihrer Position verstellt werden,
c) wogegen die Wellen (8) oder Achsen der Leitschaufeln (7) andernends in einem dem
Schaufellagerring (6) gegenüberliegenden und ebenfalls koaxialen Montagering (29)
gelagert werden, der bei der Montage mittels einer Befestigungsanordnung (48', 49)
an einem Turbinengehäuse (2) befestigt wird,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
d) Aufbringen einer Orientierungsmarke (16; 55) für mindestens einen der koaxialen
Teile (5, 6, 7, 30);
e) danach Einsetzen der Wellen (8) oder Achsen in den Schaufellagerring (6) (Fig.
2);
f) gegebenenfalls Anbringen der koaxialen Lagerung (28, 30) für den Verstellring (5)
und koaxiales Montieren des Verstellringes (5) an seiner Lagerung (28, 30) bei etwa
gleichzeitigem In-Eingriff-Bringen mit der Getriebeanordnung (18, 19, 35);
wobei zur Durchführung wenigstens eines der Schritte b) bzw. c) mindestens ein Roboter
(23) eingesetzt wird, und die Position wenigstens einer der Teile an Hand der mindestens
einen Orientierungsmarke (16; 55) in eine vorherbestimmte Position ausgerichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Marke (16; 55) als körperliche Marke, insbesondere als Vertiefung
bzw. Ausnehmung (55), ausgebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Marke (16) Träger mindestens zweier Informationen ist, beispielsweise
außer der Orientierung auch noch des Materials des Teiles bzw. einer Type des Leitgitters.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Leitschaufeln (7) an
Wellen (8) gelagert sind, welche über ein Hebelgetriebe (18, 19) mit je einem an der
jeweiligen Welle (8) befestigten und mit dem Verstellring (5) im Eingriff stehenden
Hebel (19) bei Drehung des Verstellringes (5) selbst verschwenkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Roboter ein Schweißroboter (23a) ist, welcher sich an einer Orientierungsmarke
(55) des Schaufellagerringes (6) orientiert und anschließend den jeweiligen Hebel
(19) an der zugehörigen Welle (7) anschweißt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Schweissung an der einen Seite des Leitgitters vorgenommen wird, und
daß hierauf der Montagering (29) von der anderen Seite des Leitgitters her am Schaufellagerring
(6) verschraubt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Befestigung des Montageringes (29) am Schaufellagerring (6) durch ersteren
eine in seine Öffnung gut passende und an seinen Seitenflächen angreifende Hülse (45)
mit einem Außengewinde (50) eingesteckt und am Turbinengehäuse (2) verschraubt wird
(Fig. 9).
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Verstellring (5) über
ein Wälzlager (28, 30) mit mindestens einem koaxialen Lagerring, insbesondere mit
einem die Wälzkörper in einem Winkelabstand haltenden Käfigring (33), gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Orientierungsmarke (44) am koaxialen Lagerring vorgesehen wird, insbesondere
am koaxialen Käfigring (33).
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schablone (4, 14) vorgesehen wird, welche durch, insbesondere körperliche, Orientierungsmarken
(16) die Lage der Schaufeln wenigstens in Umfangsrichtung, zweckmäßig auch hinsichtlich
ihrer Schwenkausrichtung, definieren.
9. Schablone zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie (4, 14) etwa topfförmig ausgebildet ist und in ihrem Inneren die Markierungen
(16) zur Bestimmung der Lage der Leitschaufeln (7) trägt.
10. Schablone nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß sie (4, 14) wenigstens eines der folgenden Merkmale aufweist:
a) sie besteht aus Metall;
b) sie besitzt eine zentrale Buchse (13).