Gegenstand der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen mit bioaktiven Lipidtransferproteinen
in stabilen Trägersystemen. Derartige Systeme sind vor allem geeignet zur Beeinflussung
/ Änderung von Lipidzellstrukturen durch verbesserten Lipidaustausch bei gleichzeitig
hoher Stabilität. Dabei werden neben Transferproteinen und Lipidkomponenten insbesondere
Schutzkolloide eingesetzt, durch welche eine Beeinträchtigung der Transferwirkung
der Proteine und ein Verlust an Stabilität vermieden werden kann. Die Zusammensetzungen
eignen sich vor allem zur extern - topischen Anwendung zur Reinigung, Pflege, dermatologischen
und / oder therapeutischen Behandlung der Haut, Haar oder Schleimhaut.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Wirkstoffsysteme für den Lipidaustausch von und zu Zielstrukturen sind aus der
DE- PS 3815 473 und den parallelen Schutzrechten
FR 2631236,
US -A-5776470,
US-A 6077520 bekannt. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine amphiphile und /
oder lipophile Komponente mit mindestens einem wasserlöslichen Transferprotein das
Wirkstoffsystem bilden. Als Grundlagen zur Applikation auf die Haut werden allgemein
Emulsionen bzw. Cremes erwähnt. Spezielle Formulierungen sind jedoch nicht offenbart.
[0003] Bekannt sind auch Lipoprotein- Cremes in Form von O/W-Emulsionen, die als Öl-Komponente
wenigstens ein polares Öl und als Emulgator ein Protein aus Pflanzen (z. B. ab 3 bis
10 Gew.%) enthalten, vgl.
EP- B- 1 047 396 Bevorzugte Emulgatoren sind Lipoproteine aus Hafer, Weizen oder Erbsen. Die (Ölkomponenten
(1 bis 20%) müssen bestimmte Grenzflächenspannungen aufweisen und sind daher vorzugsweise
ausgewählt aus C
2-C
6-Alkanolen oder der C
8-C
22-Alkanolestern einwertiger oder mehrwertiger C
2-C
6-Hydroxy-Alkanole oder der C
8-C
22-Alkanolester einwertiger oder mehrwertiger C
2-C
6-Hydroxycarbonsäuren. In derartigen Formulierungen sollen keine ionischen und hydrophilen
O/W - Emulgatoren mit einem HLB- Wert von 5 und darüber eingesetzt werden. Als Zusatzstoffe
können übliche galenische Hilfsstoffe wie Verdicker (Pflanzengumme, Celluloseether,
synthetische und natürliche Polymere), sowie Co- Emulgatoren wie Cetyl- / Stearylalkohol
(0,1 bis 1 Gewichtsteil pro Gewichtsteil Ölkomponente), Wirk- und Pflegestoffe enthalten
sein.
[0004] Topisch applizierbare Produkte, enthaltend klassische hydrophile O/W-Emulgatoren
sind aus der
EP-A 0 532 465 bekannt. Dort werden ganz bestimmte Leguminosenfraktionen (Soja, Erbsen, nicht Getreide)
eingesetzt zur Hautpflege, insbesondere zur Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen.
[0005] Gemäß dem europäischen Patent
EP-B 0 835 674 werden aus entsprechenden Vorrichtungen als schäumende O/W- Emulsionen erhältliche
Cremes aus einer Fettphase, Wasser und 0,1 bis 2% eines gelbildenden Systems aus vernetzten
Acrylat - Homopolymeren oder vernetzten Acrylat -Copolymeren hergestellt. Dabei sollen
maximal 2 % übliche O/W- Emulgatoren wie Natriumlaurylsulfat enthalten sein. Als emulgierende
Polymere eignen sich Acrylat/Acrylatcopolymere wie Pemulen®.
[0006] In einer Übersicht
von R. Daniels, Pharm. Ztg. 147, (24.10.2002) werden solche Hydrodispersionsgele allgemein beschrieben. Im Gegensatz zu den "üblichen"
Emulsionen erfolgt die notwendige Stabilisierung bei diesen Produkten wie erwähnt
nicht mit sog. klassischen Emulgatoren, sondern mit Hilfe geeigneter Makromoleküle,
d. h. mit Gelbildnern (siehe oben,
EP-B 0835 674). Der Polymerzusatz bewirkt einen Verdickungseffekt und verleiht der Außenphase eine
Fließgrenze. Derartige Systeme werden auch als Quasi-Emulsionen bezeichnet. Die genannten
Hydrodispersionsgele enthalten als Polymer, z.B. Carbomer, und ein Silikonöl in Form
von Phenyl Trimethicone oder auch Capryl/Caprinsäure - Triglyceride oder andere Öle.
Kennzeichnend für die in der oben genannten Publikation beschriebenen Systeme ist
die hier Abwesenheit von polareren Substanzen wie Partialester mehrwertiger Alkohole
oder höherer Fettalkohole. Ebenso werden keine Proteinhaltigen Produkte als Inhaltsstoffe
beschrieben.
[0007] Die
DE 100 61 419 betrifft die Verwendung von Proteinhydrolysaten als Wirkstoff zur Restrukturierung
keratinöser Fasern von Haaren.
[0008] In der
CH B 686 554 werden kosmetische Mittel beschrieben aus Proteinhydrolysaten ohne weitere Charakterisierung
und Wasser / Glycerin. Derartige Mittel werden auf herkömmliche Weise in kosmetische
Produkte eingearbeitet.
[0009] In der US- Patentanmeldung
US A1 2002/0054918 werden pharmazeutische Wasserstoffperoxid haltige Mittel zur Behandlung entzündlicher
Hautpartien beschrieben. Dabei können ggf. Feuchtigkeitsmittel wie Hyaluronsäure,
Weizenprotein ohne weitere Charakterisierung, Glycerin oder Dimethicon, Tocopherol
zusätzlich verwendet werden z. B. bei der Herstellung von Lotionen, Cremes, Emulsionen
oder Salben auf herkömmliche Weise.
[0010] Die
WO 00/64472 beschreibt Zusammensetzungen zur Behandlung dermatologischer Störungen, enthaltend
Fruchtextrakte wie Granatapfelextrakt, um freie Radikale zu neutralisieren. Als Träger
für den Fruchtextrakt werden bekannte Grundlagen wie Stärke, Polyvinylpyrrolidon u.
ä. beschrieben. Daneben können Feuchtigkeitsmittel wie Hydroxypolycarboxylsäuren,
Dimethicone, Glycerin , Natriumchlorid oder Weizenprotein ohne spezielle Charakterisierung
eingesetzt werden.
[0011] Insgesamt ergibt sich hieraus, dass Proteinhydrolysate oder Proteine bisher als Wirkstoffe,
insbesondere Feuchthalter, in kosmetischen Produkten zur Verbesserung von Haut oder
Haar eingesetzt wurden. Dabei wurden herkömmliche kosmetische Formulierungen, insbesondere
unter Einsatz herkömmlicher, vor allem O/W- Emulgatoren, hergestellt.
Aufgabe der Erfindung
[0012] Angesichts der unerwünschten Eigenschaften von Emulgatoren vor allem des klassischen
O/W- Typs, wie ionische Substanzen wie z. B. Natriumlaurylsulfat u.ä. oder auch nichtionische
O/W-Emulgatoren vom Typ der Macrogolabkömmlinge mit höheren Alkoholen oder -fettsäuren
sollen Zusammensetzungen, - für insbesondere extern, d.h. topisch applizierbare Produkte
- bereitgestellt werden, die trotz des Fehlens derartiger klassischer Emulgatoren
stabil sind und wobei Proteine als Lipidtransfer - Komponenten eingesetzt werden können,
ohne dass deren Wirksamkeit z. B. infolge einer emulgierenden Wirkung beeinträchtigt
wird.
Erläuterung der Erfindung
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Zusammensetzung, welche wenigstens
ein Lipidtransferprotein sowie wenigstens eine lipophile und / oder amphiphile Komponente
sowie Wasser enthält und darüber hinaus wenigstens ein emulgierendes Schutzkolloid
aufweist, das ausgewählt ist aus natürlichen Hydrokolloiden, insbesondere der Gruppe
umfassend Caseinate, tierische Proteinderivate, Gelatine, Albumine, tierisch - marine
Kolloide und Derivaten hiervon, oder der Gruppe aus synthetisch / partial synthetisch
hergestellten Kolloiden oder Mischungen hiervon.
[0014] Hierdurch wird einerseits ein stabiles Emulsionssystem gebildet, worin die Transferproteine
als solche ihre gewünschte katalytische Wirkung entfalten, ohne in das emulgierende
System einzugreifen. Andererseits werden Schutzkolloide eingesetzt, welche sowohl
eine stabile Emulsion, z. B. als Creme gewährleisten als auch eine Emulgierwirkung
der Transferproteine überflüssig machen. Diese wäre dem beabsichtigten Zweck kontraindiziert,
da ansonsten die Strukturen emulgiert würden, die transferiert werden sollen, nämlich
die Lipidkomponenten. Mit Hilfe der besonderen Schutzkolloide ist es daher überraschenderweise
gelungen, einen verbesserten Lipidtransfer zu ermöglichen, wodurch der Lipidhaushalt
der Zellen, insbesondere der Haut, zum einen ausgeglichen und zum anderen besser mit
lipidischen Wirkstoffen versorgt werden kann. Dabei kann auf klassische O/W- (=hydrophile)
Emulgatoren verzichtet werden.
[0015] Somit ist die erfindungsgemäße Kombination, d. h. das System aus lipophilen und /
oder amphiphilen Komponenten, Lipidtransferproteinen und Schutzkolloiden für breite
Anwendungsgebiete geeignet , insbesondere als extern / topisch applizierbares Kosmetikum
oder Dermatikum, auch unter Einsatz von Zusatzstoffen. Die Zusammensetzung kann insofern
als Creme, Lotion, Milch z. B. in Form einer W/O-, O/W-, insbesondere vor allem einer
O/W -Zusammensetzung, Salbe, Gel, Spray u. ä. vorliegen, je nach Anteil der einzelnen
Komponenten bzw. Wassergehalt. Insbesondere kann die Zusammensetzung verwendet werden
zur Herstellung von Mitteln zur Beeinflussung von Lipidzellstrukturen, insbesondere
zur Reinigung, Pflege, Sonnenschutz und/ oder der prophylaktischen oder therapeutischen
Behandlung der Haut von Säugern, vor allem zur Verbesserung der Hautzellstruktur von
alternder, geschädigter, insbesondere Licht geschädigter, trockener, empfindlicher,
entzündlicher Haut, zum Schutz gegen Sonne von Säugern bzw. auch als Duschpräparat,
Pflegecreme oder Lotion.
[0016] Die erfindungsgemäße Zusammensetzungen können auch auf die Schleimhaut appliziert
werden, wobei ebenfalls ein besonders guter Lipidtransfer möglich ist.
[0017] Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.%, soweit nichts anderes angegeben.
[0018] Besonders geeignete Zusammensetzungen umfassen Proteine aus tierischen pflanzlichen,
marinen mikrobiologischen Quellen wie Getreide, Knollenfrüchten, Milch, Seide, insbesondere
tierischen Quellen, wie nachfolgend beschrieben.
[0019] Die Lipide sind vor allem ausgewählt aus Lecithinen, Cholesterinen, Phospholipiden,
Sphingolipiden, Gangliosiden, Cerebrosiden, Ceramiden lipophilen oder amphiphilen
Pflanzenstoffen, Glyceriden, Kohlenwasserstoffen, natürlichen oder synthetischen Fetten,
Ölen, Wachsen, Fettalkoholen, Fettsäureestern, Fettsäurepartialestern, Silikonölen,
Silikonwachsen oder Mischungen hiervon, insbesondere aus Kombinationen aus wenigstens
einer Substanz aus der Gruppe der stärker polaren Lipide /Amphiphile in Kombination
mit wenigstens einer Substanz aus der Gruppe der schwächer polaren Lipide / Amphiphilen,
wie nachfolgend beschrieben.
[0020] Bevorzugt weist die Zusammensetzung Wasser, z. B. 0,1 bis 85 %, insbesondere 10 bis
60 % auf. In einer anderen Ausführungsform können vor allem auch 35 bis 70% Wasser
vorhanden sein.
Nähere Beschreibung der Inhaltstoffe
1) Lipidtransferproteine
[0021] Die erfindungsgemäßen Lipidtransferproteine werden bevorzugt ausgewählt aus hydrolpsiertem
Milchprotein, in Kombination mit Haferprotein bzw. Hydrolysat.
[0022] Zu den geeigneten Proteinen gehören insbesondere solche Lipidtransferproteine aus
Getreide, vor allem die aus Hafer erhältlich sind, mit einer mittleren Molekülmasse
von 4000 bis 10 000 D, Proteine aus Milch mit einer mittleren Molekülmasse von 2000
bis 8000 D, oder Mischungen hiervon.
[0023] Ferner eignen sich vor allem vorteilhafter Weise auch tierische Proteine aus Milch
sowie entsprechende Hydrolysate (mittlere Molekülmasse, vor allem 2000 bis 4000 D).
[0024] Hierunter sind ganz besonders Getreideproteine und insbesondere Milchproteine geeignet.
[0025] Besonders geeignet sind auch Mischungen von Lipidtransferproteinen wie z. B. Mischungen
aus pflanzlichen Proteinen und tierischen Proteinen.
[0026] Die Proteine können auf bekannte Weise durch Aufschlämmung in Wasser, Zentrifugation
und Chromatographie erhalten werden, wobei weitere dem Fachmann bekannte Aufarbeitungsmethoden
wie Homogenisierung, Entfettung mit organischen Lösungsmitteln, Ausfällen, Dialyse,
Filtration zur Anwendung kommen können, vgl. die vorgenannte
US-A- 5,776,470. Weitere Methoden zum Erhalt von Proteinen dieser Art sind z. B. in der
EP- A 0 620 979 und darin genannter Literatur beschrieben.
[0027] Auf diese Weise werden Proteine bzw. Hydrolysate hiervon mit den genannten Molekülmassen
gewonnen, die dann in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingesetzt werden. Sie
weisen eine insbesondere katalytische Transferaktivität auf, welche nach dem bekannten
Resonanz - Energie - Transfer Test (RET- Test) bestimmt werden kann, vgl.
Nichols, J.W., Pagano R.E., J. Biol. Chem. 258 (1983), 5368-5371. Demnach können beispielsweise zwei Liposomenspezies unterschiedlicher Lipidzusammensetzung
eingesetzt werden, wobei eine als Sonde verwendet wird und das Resonanz - Energie-
Transfer- System zwei in Resonanz stehenden Fluorophoren, wie z. B. Nitrobenzoxadiazol
und Rhodamin B enthält. Bei räumlicher Nähe der beiden Fluorophore in den Sondenliposomen
verschwindet die Eigenfluoreszenz des angeregten Fluorophors, da die Energie vom zweiten
Fluorophor unmittelbar absorbiert wird. Wird nun durch Protein - katalytischen Lipidtransfer
der Abstand zwischen den beiden Fluorophoren verändert, so tritt die Eigenfluoreszenz
des angeregten Fluorophors wieder auf. Sie ist ein direktes Maß für den Lipidtransfer.
[0028] Insbesondere sind die erfindungsgemäß eingesetzten Proteine zumindest wasserdispergierbar,
vor allem aber wasserlöslich. Sie wirken vor allem als Transfervehikel. Sie können
in Mengen von 0,01 bis 10 Gew.%, vor allem 0,01 bis 8 Gew. %, eingesetzt werden.
[0029] Bevorzugt werden Mengen von 0,01 bis 5 Gew. %, insbesondere 0,01 bis 2 Gew. % , vor
allem 0,01 bis 0,95 Gew. %, und ganz besonders 0,01 bis 0,85 oder auch 0,1 bis 0,85,
insbesondere 0,1 bis 0,5 Gew. % gewählt.
[0030] Werden Kombinationen eingesetzt, insbesondere aus tierischen Proteinen und pflanzlichen
Proteinen der genannten Art , kann dies z. B. im Verhältnis 10:1 bis 1:10, insbesondere
5:1 bis 1:1 erfolgen. Vor allem geeignet ist Milchprotein, insbesondere hydrolysiertes
Milchprotein in Kombination mit Pflanzenprotein (z. B. Haferprotein bzw. Hydrolysat
hiervon.
2. Lipidkomponenten
[0031] Als Lipidkomponenten, nämliche lipophile oder amphiphile Komponenten, sind sowohl
stärker polare Substanzen als auch schwächer polare Substanzen geeignet.
[0032] So können vor allem aus der Gruppe der schwächer polaren Substanzen natürliche oder
synthetische (gesättigte, ungesättigte) Fette /Öle bzw. Wachse eingesetzt werden.
Hierzu gehören natürliche, partialsynthetische oder synthetische Öle, Kohlenwasserstoffe
wie Squalen, Squalan, insbesondere auch flüssige Paraffine, Isoparaffine, Dioctylcyclohexane,
Isodecan, Isohexadecane.
[0033] Auch Fettsäureester, z.B. C
2-18-Alkoholfettsäureester wie Isopropylfettsäureester (Palmitat, Myristat, Isostearat,
Oleat), Decyl Oleate, Hexyl Laurate, C 12 - 15 Alkyl Benzoate , Dicaprylyl Carbonate
sowie verzweigte Fettsäureester wie Cetearyl Octanoate, Di-n-Butyladipate sind geeignet;
[0034] Weiterhin sind C
8-22- Fettalkoholether wie Dicaprylyl Ether oder Fettalkoholester wie C
12-13- Alkyl Lactate, insbesondere Glyceride (C
12-22 Fettsäure-Glyceride) wie Triglyceride, insbesondere mittelkettige (Neutralöle) wie
Caprylic/Capric Triglyceride sowie deren Polyolester wie Propylene Glycol Dicaprylate/
Dicaprate geeignet;
[0035] Auch Natürliche (gesättigte/ungesättigte) Fette und Öle finden Anwendung wie Sonnenblumen-,
Soja-, Pfirsichkem-, Aprikosenkern-, Traubenkem-, Ricinus-, Erdnuß-, Mandel-, Nerz-,
Weizenkeim-, Sesam- Distel- , Avocadoöl, Shea Butter oder Illipé Butter; Natürliche
flüssige Wachse, z.B. Jojobaöl oder dessen Substitut Oleyl Erucate;
[0036] Weiterhin geeignet sind auch Silikonderivate wie Silikonöle und -wachse, z.B. Polydimethylsiloxane
wie Dimethicone, Cyclomethylsiloxane wie Cyclopentasiloxane, Phenylmethylpolysiloxane
wie Phenyl Dimethicone oder Alkyl-Polymethylsiloxan-Copolymere wie Cetyl Dimethicone,
Stearyl Dimethicone Dialkoxydimethylpolysiloxane wie Stearoxy Dimethicone, Behenoxy
Dimethicone;
[0037] Geeignet sind auch Wachse wie natürliches oder gebleichtes Bienenwachs (C
20-40- Alkylstearat) oder Micro Wax oder Kohlenwasserstoffwachse wie Mineral Wax sowie
hydriertes Rizinusöl oder synthetische Wachse wie Cetylpalmitat oder Myristylmyristat,
oder Stearylstearate .
[0038] Als stärker polare Lipid - Komponenten sind C
8-22-Fettalkohole wie - Oleylalkohol, Octyldodecanol, Cetyl/stearylalkohol; geeignet;
Auch C
12-22 - Fettsäurepartialester von mehrwertigen C
2-6- Alkoholen wie insbesondere Monoglyceride, oder Diglyceride z. B. Glycerolmono /
Distearat, Mischungen hiervon; Polyol C
12-22 - Fettsäureester wie PEG-7- Glyceryl Cocoate, propylen Glykol Dicaprylate /dicaprate,Gemische
wie Hexyldecanol und Hexyldecyl Laurat können eingesetzt werden.
[0039] Besonders geeignet sind hier auch liposomale Lipidkomponenten oder Derivate hiervon
wie insbesondere Lecithin wie Soja- Eilecithin; Phospholipide, wie Phosphatidylcholin,
Phosphatidylserin, Phosphatidylethanolamin, Phophatidylglycerol, Phosphatidylinositol,
Ganglioside, Cerebroside, Cholesterin und Ceramide, wie z.B. Ceramid-2, -3, -6 sowie
Sphingolipide.
[0040] Ganz besonders bevorzugt werden die Lipidkomponente(n) ausgewählt aus den genannten
Kohlenwasserstoffen, (C
8-22-) Fettalkoholen, -ethern, (C
2-6Alkohol)- (C
12-22) Fettsäurepartialester, (Polyol- C
12-22-) / C
2-18- Fettsäureester, Mono- Di/ Tri (C
12-22-) Glyceriden, natürlichen oder synthetischen Ölen oder Fetten, Lecithinen, Phospolipiden,
Ceramiden, Sphingolipiden, Gangliosiden, Cerebrosiden, Cholesterinen, Silikonölen,
Silikonwachsen, lipophile oder amphiphile Pflanzenstoffen oder Mischungen hiervon.
[0041] Insbesondere sind flüssige Paraffine, natürliche Fette/Öle/Wachse, Mono-/Triglyceride
von C
12-22- Fettsäuren, C
12-22Fettalkohole, C
12-22-Fettsäurepartialester von C
2-6-mehrwertigen Alkoholen , Polyol C
12-22-Fettsäureester Lecithine, Phospholipide, hierunter vor allem die oben erwähnten,
Ganglioside, Cerebroside, Cholesterin, Ceramide, Sphingolipide, Polysiloxanverbindungen,
lipophile oder amphiphile Vitamine und Mischungen hiervon geeignet.
[0042] Es hat sich ferner gezeigt, dass eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung erfindungsgemäßer
Zusammensetzungen dann erhalten wird, wenn die lipophilen / amphiphilen Substanzen
eine Kombination aus einer oder mehreren stärker polaren Substanzen und einer oder
mehreren schwächer polaren Substanzen darstellen. Zu den schwächer polaren, lipophilen
Substanzen zählen Kohlenwasserstoffe, natürliche oder synthetische Fette oder Öle
oder Wachse, Triglyceride, Silikonderivate wie beschrieben, insbesondere Polysiloxanverbindungen.
Zu den stärker polaren Substanzen gehören Lecithine, Ceramide, Cholesterine, Phospholipide,
Sphingolipide, Ganglioside, Cerebroside, lipophile oder amphiphile Pflanzenstoffe,
Mono- /Diglyceride von C
12-22- Fettsäuren, C
12-22Fettalkohole, C
12-22-Fettsäurepartialester von mehrwertigen C
2-6- Alkoholen, C
2-6- Polyol- C
12-22- Fettsäureester. In bevorzugten Zusammensetzungen ist / sind die lipophile und /
oder amphiphile Komponente(n) ausgewählt aus Lecithinen, Sphinglipiden, Cholesterinen,
Phospholipiden, Sphingolipiden, Gangliosiden, Cerebrosiden, Ceramiden lipophilen oder
amphiphilen Pflanzenstoffen, Glyceriden, Kohlenwasserstoffen, natürlichen oder synthetischen
Fetten, Ölen, Wachsen, Fettalkoholen, Fettsäureestern, Fettsäurepartialestern, Silikonölen,
Silikonwachsen oder Mischungen hiervon.
[0043] Es ist weiterhin bevorzugt, wenn die lipophile und / oder amphiphile Komponente(n)
ausgewählt ist (sind) aus je einer oder mehreren Substanzen der Gruppe aus Kohlenwasserstoffen,
natürlichen oder synthetischen Fetten, Ölen, Wachsen, Fettsäureester, Fettalkoholether,
Polysiloxanverbindungen, Triglyceride, in Kombination mit je einer oder mehreren Substanzen
aus der Gruppe aus Lecithinen, Sphingomyelinen, Cholesterinen, Phospholipiden, Sphingolipiden,
Gangliosiden, Cerebrosiden, lipophilen oder amphiphilen Pflanzenstoffen, Mono- /Diglyceride
von C
12-22- Fettsäuren, C
12-22Fettalkohole, C
12-22-Fettsäurepartialester von C
2-6-Alkoholen, Polyol - C
12-22- Fettsäureester.
[0044] Werden je einer oder mehrere Vertreter der stärker polaren Gruppe und je ein oder
mehrere Vertreter der schwächer polaren Gruppe kombiniert, so führt dies in unerwarteter
Weise zusammen mit dem oder den Lipidtransferprotein/en zu einem möglicherweise aufgrund
einer Adduktbildung noch besseren Lipidtransfer.
[0045] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden diese Lipide bzw. Lipidkombinationen
mit den Transferproteinen mit einer mittleren molaren Masse von 2000 bis 30000 D zusammen
eingesetzt, insbesondere solchen, ausgewählt aus tierischen oder tierischen und pflanzlichen
Transferproteinen.
[0046] Ganz besonders bevorzugt sind Kombinationen aus liposomalen Lipidkomponenten, Mono-
/Triglyceriden von C
12-22-Fettsäuren, C
12-22 Fettalkoholen und Fettsäureestern /Partialestern wie beschrieben, Vitaminen und Kohlenwasserstoffen.
[0047] Ganz besonders bevorzugt können auch Silikonderivate wie beschrieben, insbesondere
Polysiloxane, vor allem in Verbindung mit o.g. Kombinationen eingesetzt werden.
[0048] Die lipophile(n) / amphiphile(n) Komponente(n) liegen in Mengen von 0,1 bis 40 Gew.%,
bevorzugt 1 bis 30, und ganz besonders 1 bis 20 Gew.% vor.
3. Schutzkolloide
[0049] Das oder die erfindungsgemäß eingesetzten Schutzkolloide sind solche natürlichen
Ursprungs, nämlich tierischen oder tierisch - marinen Ursprungs und Derivaten hiervon
oder synthetische oder (partial)synthetisch hergestellte Kolloide, insbesondere Hydrokolloide.
Diese sind insbesondere neutral nicht ionisch oder ionisch. Besonders bevorzugt sind
solche natürlichen Ursprungs, vor allem tierischen Ursprungs. Ferner sind auch Kombinationen
von Vertretern dieser Gruppen (z. B. tierisch /synthetisch und / oder partialsynthetisch
oder mehrere aus einer Gruppe), sehr gut geeignet, um ebenso wie einzeln quasi in
der Zusammensetzung als Emulgator zu wirken.
[0050] Insbesondere geeignet sind insofern besonders aus der Gruppe der natürlichen Vertreter
(tierische) Caseinate, Proteinderivate tierischer Natur, Gelatine, Albumine, oder
Mischungen hiervon.
[0051] Als Proteinderivate tierischer Natur (oder entsprechend synthetisch hergestellte
Produkte) eignen sich Hydrolysate mit einer höheren mittleren Molmasse .
[0052] Ganz besonders bevorzugt sind als Schutzkolloide (natürlicher, tierischer Herkunft)
wasserlösliche Caseinverbindungen, insbesondere Salze von Casein, wie Natriumcaseinat.
Die relativen Molmassen können insbesondere im Bereich von 15000 bis 30000 D liegen.
[0053] Als Gelatine eignen sich die Typen A und B gemäß Ph.Eur. 4. Ebenfalls geeignet sind
Albumine aus Ei, Serum, die chromatographisch aus dem natürlichen Ausgangsmaterial
gewonnen werden können.
[0054] Die genannten Verbindungen sind an sich bekannt.
[0055] Zu den synthetisch / partial synthetischen Kolloiden gehören bevorzugt wasserlösliche
(Poly)(Meth)Acrylatpolymere wie Carbomere, vgl. Ph.Eur.4 oder wasserlösliche Cellulosederivate
wie Methylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose.
[0056] Diese letztgenannten Kolloide weisen insbesondere eine mittlere molare Masse von
mehr als 40 000 D , z. B. Carbomere 1,25 bis 4 Mio. auf.
[0057] Das oder die Schutzkolloide werden bevorzugt in Mengen von 0,01 bis 10 Gew.%, vor
allem 0,01 bis 5 Gew.% eingesetzt, und vor allem 0,1 bis 4 Gew.%. In einer weiteren
Ausführungsform können sie auch in Mengen von 0,1 bis 3 Gew. % vorliegen.
[0058] Die efindungsgemäßen Zusammensetzungen weisen bevorzugt neben diesen genannten drei
Komponenten Lipid/ Transferprotein / Schutzkolloid noch Wasser auf, wobei dessen Menge
von der galenischen Formulierung abhängt und insofern zwischen 0 und 80 %, insbesondere
5 und 75 %, weiterhin auch 35 bis 65 Gew.%, liegen kann.
[0059] Hierin können bevorzugt noch Zusatzstoffe, z. B. 0,01 bis 40 Gew. % vorhanden sein.
[0060] Besonders bevorzugt werden die Zusammensetzungen daher in Form von O /W- artigen
Emulsionen wie Cremes hergestellt, wobei aber jede andere Formulierungsart möglich
ist wie Gel, Salbe, Spray oder auch W/ O Emulsion.
[0061] Insbesondere bevorzugt sind Zusammensetzungen, welche 0,01 bis 10 Gew.% , insbesondere
0,01 bis 3 Gew.%, vor allem aber 0,1 bis 0,9 Gew.%, eines oder mehrerer Lipidtransferproteine,
0,01 bis 40 Gew.%, bevorzugt 0,1 bis 25 Gew.% einer oder mehrerer lipophiler und /
oder amphiphiler Komponenten, insbesondere 1 bis 20 Gew.%, ferner 0,01 bis 10 Gew.%,
insbesondere 0,1 bis 6 Gew. % eines oder mehrerer Schutzkolloide, sowie 0,01 bis 30
, bevorzugt 0,1 bis 20 Gew. % Zusatzstoffe und als Rest Wasser enthalten. Ganz besonders
bevorzugt sind hier die erwähnten Lipidkombinationen aus stärker polaren und schwächer
polaren Substanzen i. V. m. den Transferproteinen mit einer mittleren molaren Masse
von 2000 bis 30 000 D.
4. Zusatzstoffe
[0062] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können wie erläutert, Zusatzstoffe in einer
Menge von 0 bis 40%, insbesondere 0,01 bis 40 Gew.%, bevorzugt 0,1 bis 30 Gew. %,
vor allem 0,1 bis 20 Gew. % aufweisen.
[0063] Zu den bevorzugten Zusatzstoffen gehören Wirkstoffe, Konditioniermittel Konservierungsmittel,
Farbstoffe, Parfümstoffe, Pflegestoffe. Diese können insbesondere in Mengen von jeweils
0,01 bis 10%, bevorzugt ; .0,01 bis 5%, vorliegen.
[0064] Die Wirkstoffe können Wasser- oder fettlöslich sein und sind insbesondere ausgewählt
aus Extrakten aus Pflanzen, diesen Extrakten entsprechenden synthetisch hergestellten
Substanzen und analogen Derivaten hiervon, Vitaminen, sowie Haut beeinflussenden Wirkstoffen
und Mischungen hiervon.
[0065] Extrakte aus Pflanzen sind beispielsweise solche aus Ylang Ylang, Kiefemnadel, Zypresse,
Thymian, Minze, Limetten, Orangen, Grapefruit, Mandarine, Wacholder, Baldrian, Zitronenmelisse,
Eukalyptus, Palmarosa, Rosmarin, Lavendel, Rosenholz, Lemongras, Fichtennadel, , Ingwer-,
Johannisbeer-, Lindenblüten-, Magnolien-, Algen-, Aloe Vera-, Ananas-, Guave-, Echinacea-,
Efeublätterxtrakt, Birkenblätterextrakt, , Ringelblumen- Hibiskus-, Klettenwurzel
- Hamamelis-, Wassemabelkraut-, , Quitten-, Wasserlilien-, Zimtextrakt oder Mischungen
hiervon.
[0066] Als Vitamine eignen sich z. B. Vitamin A, B, E, C bzw. geeignete Derivate hiervon
wie Ester z.B. Palmitat, Acetat oder Phosphat.
[0067] Weiter geeignete Wirkstoffe sind Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kupfer, Zink,
Magnesium bzw. deren Derivate, vor allem Salze, wie Zincidone
® (Zink PCA), Zinkglukonat oder Kupfergluconat.
[0068] Weiterhin können adstringierende und sebumregulierende Substanzen eingesetzt werden
wie Hydroxydecanoic Acid, Pyridoxine, Niacinamide, Glycerin, Caproyl Collagen Aminoacids,
Sebacic Acid, Cinnamonum zeylanicum.
[0069] Es können auch kühlende/beruhigende Wirkstoffe wie Menthyl Lactate oder Sodium Hyaluronate,
Wheat Germ Extrakt, Saccharomyces Cerevisiae Extrakt inkorporiert werden.
[0070] Darüber hinaus sind als Wirkstoffe durchblutungsfördernde Stoffe, z. B. Nikotinsäurederivate
wie Methyl- oder Tocopherylnikotinat, Alpha- und Betahydroxysäuren und deren Derivate,
z. B. Glykol-, Äpfel-, Zitronen-, Wein-, Milchsäure, Salicylsäure, Isopropylbenzylsalicylate,
C12 - 13 Alkyl Lactate Minoxidil oder auch antiphlogistische und antibakterielle Substanzen
wie Triterpene, z. B. Ursolsäure, Glycyrrhizinsäure oder Glycyrrhetinsäure und deren
Derivate, z. B. Stearyl Glycyrrhetinate, Kaliumglycyrrhinat; Pantothensäurederivate,
z. B. D-Panthenol, Panthenyltriacetat; Allatoin; Bisabolol; Azulene, z. B. Cham-Azulene
oder Guaj-Azulen; Phytosphingosine; Triclosan; Chlorhexidin-Derivate einsetzbar.
[0071] Ferner können auch antioxidativ sowie zellschützend wirkende Stoffe wie Polyphenole,
Flavonoide, z. B. Rutin, Ferulasäure und deren Ester oder Isoflavone wie Soja-Isoflavone
oder Coenzym Q 10 , Hyaluronsäure, Oleanolsäure und /oder Ursolsäure als wirksame
Zusatzstoffe eingesetzt werden.
[0072] Dagegen werden stark oxidative Substanzen wie insbesondere Wasserstoffperoxid nicht
eingesetzt.
[0073] Weitere Wirkstoffe sind UV-Filter wie UVB, UVA und Breitbandfilter wie sie allgemein
bekannt sind, z.B. Zimtsäureester, Salicylate, analoge bekannte Substanzen oder auch
anorganische UV-Filter wie Zinkoxid und Titandioxid insbesondere mikronisiert und/oder
beschichtet.
[0074] Weitere gebräuchliche Wirkstoffe sind Biotin, Allantoin, Panthenol, Niacinamid, Harnstoff,
Inositol.
[0075] Je nach Anwendungszweck können auch öllösliche bzw. wasserlösliche Wirkstoffe für
kosmetische und / oder dermatologisch/pharmazeutische Zwecke eingesetzt oder kombiniert
werden.
[0076] Dermatologisch/ pharmazeutische Wirkstoffe können insbesondere antimikrobiell wirksame
Substanzen (Antibiotika; Antimykotika, antivirale Stoffe), Hormone oder hormonwirksamen
Stoffen wie Sexualhormonen, Wundreinigungsmitteln, Analgetika, Cytokine, Zytostatika,
Antiaknemittel, Immunsuppressiva, Pigmentierungsregulatoren, Mittel gegen Photodermatosen
oder oben genannte vasoaktive / antiphlogistische Substanzen oder Kombinationen hiervon
sein.
[0077] Zu weiteren Zusatzstoffen gehören wie erwähnt übliche Konditioniermittel in geeigneten
Mengen wie Acrylamide, Stärke, wie beispielsweise Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose,
Carmellose-Na, Hydroxypropylcellulose, Hypromellose oder Stärkeglycola, Reis-, Weizen-,
Mais- und Kartoffelstärke, ferner auch hydrophobisch modifizierte Stärken (Corn Starch
Modified), Aluminium Starch Octenylsuccinate, Hydroxypropyl Starch Phosphate Ester
oder dessen Gemische wie Aluminium Starch Octenylsuccinate, Acrylates Copolymer, Magnesium
Carbonate, und ähnliches geeignet.
[0078] Ferner sind hier auch Acrylate sowie Polysaccharide (z. B. Xanthan Gum), Cellulose-Derivate
wie Hydroxypropyl Methyl Cellulose oder Ethylcellulose oder Silikate wie Magnesium
Aluminium Silikat zu nennen.
[0079] Bekannte Acrylamide sind Polyacrylamid, oder Polyacrylamidhaltige Gemische. Als Acrylate
können Carboxy-Vinyl-Mischpolymerisate mit hohem Molekulargewicht (1 - 3 Mio.) sowie
deren Copolymere eingesetzt, insbesondere nach Neutralisierung durch Alkali, wie Carbomer,
oder die bereits neutralisierten Carbomere wie Sodium Carbomer. Es können auch AcrylatCopolymere
eingesetzt werden, z.B. Acylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, oder Acrylamidalkylsulfonsäurederivate
wie Ammonium AcryloyldimethyltaurateNP Copolymer.
[0080] Als Konditioniermittel können weiterhin auch Komplexbildner wie EDTA, Na-Salz, Mittel
zur pH- Einstellung, z.B. Zitronensäure, Natronlauge Lösungsmittel wie Propylenglykol
oder Alkohole, Salze wie NaCl, Stärke, bzw. Stärke-Derivate oder Mischungen hiervon
enthalten sein.
[0081] Weitere Konditioniermittel sind insbesondere Mono- und Dialkylphosphate oder Glycerylstearat.
[0082] Besonders geeignete Pflegestoffe sind Phytosterole (im wesentlichen Gemische aus
β-Sitosterol, Campesterol und Stigmasterol oder ethoxylierte Derivate hiervon) wie
solche aus Rapsöl.Auch Lecithin (z.B. Sojalecithin). Phosphatidylcholin, Phosphatidylserin
oder- diethanolamin, oder Mischunggen hiervon mit den oben genannten Phytosterolen
sind hier verwendbar.
[0083] Weiterhin können hier Silikonöle z.B. Dimethicone oder Silikon -(Co)Polymere, z.B.
Di- Cyclomethicon oder Divinyldimethicone/Dimethicone Copolymer, C12-13 Pareth-3/C12-13
Pareth-23 Verwendung finden.
[0084] Weitere Pflegestoffe sind Feuchthaltemittel wie Glycerin, Propylenglykol oder Polyethylenglykole,
Butylenglykol, Sorbitol oder Polymere, z.B. Polyquaternium-Typen wie Polyquaternium
-39 , Collagen oder dessen Hydrolysate, Aminosäuren, Harnstoff, Polysaccharide (Biosaccharide
Gum-1), Glucosaminoglykane, z.B. Hyaluronsäure oder sulfatierte Glucosaminoglykane
wie Chondroitinsulfat, Dermatansulfat, Keratansulfat, Heparansulfat, insbesondere
deren Na-Salze oder Heparin-Na , Glukane, z.B. β-Glukan, z.B.
[0085] Hafer β-Glukan Mannane wie Konjac Mannane, oder handelsübliche Feuchthaltemittel
wie Inositol, Salze, z.B. Natriumlactat, DL-2-Pyrrolidon-5-Carbonsäure, Na-Salz.
[0086] Bevorzugt sind Polyethylen-/ Propylenglykol oder Polysaccharid-Verbindungen, Algenextrakte
und/oder Hyaluronsäure, Na-Salz.
[0087] Weitere mögliche Zusatzstoffe sind geeignete Tenside wie Sarcosinate, Acylglutamate,
Isethionate, Polyglycoside.
[0088] Daneben können gegebenenfalls ein oder mehrere Konservierungsmittel vorhanden sein.
Geeignete Konservierungsmittel sind beispielsweise lodopropynylbutylcarbamat, DMDM
Hydantoin, Phenoxyethanol und weitere gebräuchliche Konservierungsstoffe, wie z.B.
Sorbin- und Dehydracetsäure und deren Salze, Methyldibromoglutarononitril, etc. oder
Kombinationen hiervon, oder andere Säuren wie Benzoe- oder Salicylsäure, oder Benzylalkohol
oder Ester wie p-Hydroxy-benzoesäureester, z.B. Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-,
Iso-Butylparaben, bevorzugt Methyl-oder Propylparaben oder Mischungen hiervon oder
Climbazol oder geeignete Kombinationen der genannten Stoffe wie z.B. Methyl-, Propylparaben
und Sorbinsäure in Frage. Insbesondere geeignet sind Mischungen, z.B. aus DMDM Hydantoin
und lodopropynylbutylcarbamat oder aus Phenoxyethanol mit p-Hydroxybenzoesäureester,
Isothiazolinone, Methyldibromoglutanonitril, etc.
[0089] Geeignete Parfümstoffe (z.B. bevorzugt 0,01 bis 5%) sind z.B. die unter Wirkstoffen
genannten etherischen Öle oder handelsübliche Parfümmischungen.
[0090] Als Farbstoffe (z.B. bevorzugt 0,01 bis 2%) werden vorzugsweise die für gattungsgemäße
Produkte bekannten Komponenten gewählt.
[0091] Die Art und Menge der Zusatzstoffe richtet sich nach der gewünschten Anwendungsform
und dem gewünschten Zweck. Es ist bevorzugt, wenn höchstens 30%, bevorzugt 0,01 bis
25%, vor allem auch 0,1 bis 25% oder 1 bis 20 %, insbesondere 3 bis 20% an Zusatzstoffen
vorhanden sind.
[0092] Besonders bevorzugt sind 0,01 bis 25% Zusatzstoffe, welche vor allem ausgewählt sind
aus Wirkstoffen, Pflegestoffen, Konditioniermitteln, Parfümstoffen, geeignet
[0093] Bevorzugt werden vor allem auch die genannten Vitamine, insbesondere Tocopherol oder
Derivate hiervon und/oder Panthenol eingesetzt, insbesondere auch in Kombination mit
Ursolsäure und /oder Oleanolsäure und / oder Hyaluronsäure (z. B. Natriumsalz), und
/ oder Q 10.
Anwendung
[0094] Je nach beabsichtigtem Zweck können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen auch
durch Wahl geeigneter Zusatzstoffe, eingesetzt werden zur kosmetischen und dermatologischen
/therapeutischen Behandlung von Haut, Haar oder Schleimhaut. Die Zusammensetzungen
können insofern als Creme, Lotion, Milch, Salbe, Gele, Sprays vorliegen und angewendet
werden als solche zur Pflege, Reinigung (z. B. Dusche, Maske, Creme).
[0095] Besonders bevorzugt ist die Anwendung in Form einer Creme. Mittels der erfindungsgemäßen
Kombination können die eingesetzten Transferproteine ihre Wirkung als Vehikel für
lipophile / amphiphile Komponenten entfalten. Durch den Transfer von Lipiden erfolgt
die Erneuerung der zellulären und extrazellulären Lipidstrukturen der Zellen, vor
allem der Haut. Somit kann eine gute Transferrate zum Wirkstofftransport erzielt werden,
ohne dass aufwendige Verfahren hierfür, wie z. B. bei Liposomen, erforderlich wären.
So ist neben der Aufrechterhaltung von intakten, nicht starr vernetzten Lipidstrukturen,
wie sie besonders im Alter auftreten, auch eine verbesserte Behandlung von Hautfunktionsstörungen
möglich, da durch gezielten Transport einer jeweils benötigten Lipidkomponente eine
rasche Behebung der Störung erfolgen kann. Umgekehrt können unerwünschte Lipidische
Stoffe mittels dieses Systems entfernt werden. So kann z. B. neben der allgemeinen
kosmetischen Anwendung für Reinigung, Pflege, Erscheinungen der Altershaut, auch ein
therapeutischer Einsatz z. B. bei entzündlichen Zuständen, Reizzuständen der Haut
z. B. infolge Allergie, oder Hautverbrennungen, bei Reizzuständen der Atemwege z.
B. infolge Allergie , oder Irritationen vorgenommen werden. Insbesondere können mit
den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bei topischer externer Anwendung Hautzellstrukturen
von alternder, geschädigter, insbesondere Licht geschädigter, trockener, empfindlicher,
entzündlicher Haut von Säugern, insbesondere Menschen, beeinflusst werden.
Herstellung der Produkte
[0096] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden hergestellt, indem man die wasserlöslichen
bzw. wasserdispergierbaren Bestandteile in Wasser einarbeitet, analog die Lipidphase
bereitet und beide Phasen bei geeigneten Temperaturen wie z. B. 20 bis 80° C, bevorzugt
30 bis 60° C bis Raumtemperatur so durchmischt, dass eine stabile Emulsion erhalten
wird und ggf. bei Raumtemperatur temperaturlabile Phasen unter Rühren hinzufügt. Die
Emulgierung erfolgt so, dass einerseits eine hohe Dispersität der kohärenten Phase
erreicht wird und andererseits eine Depolymerisation der Schutzkolloide durch z. B.
zu hohe Scherkräfte verhindert wird.
Beispiele
[0097] Der Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1 O/W- Emulsion
[0098]
| Pos. |
INCI |
% [ W/W] |
| Fettphase |
|
|
| 1 |
Stearyl Alcohol |
2,0 |
| 2 |
Glyceryl Stearat |
2,0 |
| 3 |
Isopropyl Stearat |
6,0 |
| 4 |
Persea Gratissima (Avocadoöl) |
3,0 |
| 5 |
Dicaprylyl Ether |
3,0 |
| 6 |
Squalane |
5,0 |
| 7 |
Tocopheryl, Hydrogenanted Palm Glycerides Citrate |
0,05 |
| Wasserphase |
|
|
| 8 |
Aqua |
Ad 100 |
| 9 |
Glycerin |
2,0 |
| 10 |
Butylene Glykol |
2,0 |
| 11 |
Disodium EDTA |
0,1 |
| 12 |
Sodium Caseinate |
3,0 |
| 13 |
Hydrolyzed Milk Protein |
0,5 |
| 14 |
Avena Sativa (Haferprotein) |
0,5 |
| Wirkstoffphase |
|
|
| 15 |
Cyclomethicone |
1,0 |
| 16 |
Tocopheryl Acetate |
1,0 |
| 17 |
Konservierungsstoffe |
q.s. |
| 18 |
Parfüm |
q.s. |
1. Extern applizierbare Zusammensetzung, enthaltend wenigstens ein Lipidtransferprotein,
sowie wenigstens eine lipophilie und / oder amphiphile Komponente und Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung wenigstens ein emulgierendes Schutzkolloid aufweist, das ausgewählt
ist aus natürlichen Hydrokolloiden, umfassend Caseinate, Proteinderivate tierischer
Natur, Gelatine, Albumine; tierisch - marinen Kolloiden und Derivaten hiervon; oder
synthetischen oder partialsynthetisch hergestellten Kolloiden oder Mischungen hiervon
und dass das oder die Lipidtransferproteine ausgewählt ist /sind aus hydrolysiertem
Milchprotein in Kombination mit Haferprotein bzw. Hydrolysat hiervon.
2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Haferprotein bzw. Hydrolysat mit einer mittleren Molekülmasse von 4000 - 10000 D
und hydrolysiertes Milchprotein mit einer mittleren Molekülmasse von 2000 bis 4000
D ausgewählt ist.
3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophile und / oder amphiphile Komponente(n) ausgewählt ist (sind) aus Lecithinen,
Cholesterinen, Phospholipiden, Sphingolipiden, Gangliosiden, Cerebrosiden, Ceramiden
lipophilen oder amphiphilen Pflanzenstoffen, Glyceriden, Kohlenwasserstoffen, natürlichen
oder synthetischen Fetten, Ölen, Wachsen, Fettalkoholen, Fettsäurestern, Fettsäurepartialestern,
Silikonölen, Silikonwachsen oder Mischungen hiervon.
4. Zusammensetzung gemäß einem der Anspruche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophile und / oder amphiphile Komponente(n) ausgewählt ist (sind) aus je einer
oder mehreren Substanzen der Gruppe aus Kohlenwasserstoffen, natürlichen oder synthetischen
Fetten, Ölen, Wachsen, Fettsäureester, Fettalkoholether, Polysiloxanverbindungen,
Triglyceride, in Kombination mit je einer oder mehreren Substanzen aus der Gruppe
aus Lecithinen, Sphingomyelinen, Cholesterinen, Phospholipiden, Sphingolipiden, Gangliosiden,
Cerebrosiden, lipophilen oder amphiphilen Pfianzenstoffen, Mono-/Diglyceride von C12-22- Fettsäuren, C12-22Fettalkohole, C12-22-Fettsäurepartialester von C2-6-Alkoholen, Polyol - C12-22- Fettsäureester.
5. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass 0,01 Gew. % bis 40 Gew. % Zusatzstoffe enthalten sind.
6. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass 0,01 bis 10 Gew. % eines oder mehrerer Lipidtransferproteine, 0,01 bis 40 Gew. %
einer oder mehrerer lipophiler und /oder amphiphiler Komponenten, 0,01 bis 10 Gew.
% eines oder mehrerer Schutzkolloide, 0,01 bis 30 Gew. Zusatzstoffe und als Rest Wasser
enthalten ist.
7. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzkolloid ausgewählt ist aus Substanzen natürlichen, insbesondere tierischen
Ursprungs.
8. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Lipidtransferproteine in einer Menge von 0,01 bis 8 Gew. % vorliegen.
9. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Form einer Creme, Lotion, Milch, Salbe, Gels, Spray vorliegt.
10. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Herstellung
von Mitteln zur Beeinflussung von Lipidzelistrukturen.
11. Verwendung gemäß Anspruch 10 zur Herstellung von Mitteln zur Reinigung, Pflege und/
oder der prophylaktischen oder therapeutischen Behandlung der Haut von Säugern.
12. Verwendung gemäß Anspruch 10 oder 11 zur Herstellung von Mitteln. zur Verbesserung
der Hautzellstruktur von alternder, geschädigter, insbesondere Licht geschädigter,
trockener, empfindlicher, entzündlicher Haut von Säugem.
13. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 zur kosmetischen
Behandlung der Haut.
14. Verwendung gemäß Anspruch 13, dadurch kennzeichnet, dass die kosmetische Behandlung eine Reinigung, eine Pflege oder Sonnenschutz ist.
15. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 14 als Duschpräparat, Pflegecreme
oder Lotion.
16. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Herstellung
eines Mittels zur therapeutischen Behandlung der Haut von Säugem
17. Verwendung gemäß Anspruch 16 zur Verbesserung der Hautzellstruktur von alternder,
geschädigter, insbesondere Licht geschädigter, trockener, empfindlicher, entzündlicher
Haut von Säugem.
1. Composition that can be applied externally, containing at least one lipid transfer
protein as well as at least one lipophilic and/or amphiphilic component and water,
characterised in that the composition has at least one emulsifying protective colloid selected from amongst
natural hydrocolloids, including caseinates, protein derivatives of an animal nature,
gelatins, albumins; animal-marine colloids and derivatives thereof; or synthetically
or partially synthetically produced colloids or mixtures thereof, and in that the lipid transfer protein(s) is/are selected from amongst hydrolysed milk protein
in conjunction with oat protein or a hydrolysate thereof.
2. Composition according to claim 1, characterised in that oat protein or hydrolysate having an average molecular mass of from 4,000 to 10,000
D is selected and hydrolysed milk protein, having an average molecular mass of from
2,000 to 4,000 D is selected.
3. Composition according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the lipophilic and/or amphiphilic component(s) is/are selected from lecithins, cholesterols,
phospholipids, sphingolipids, gangliosides, cerebrosides, ceramides, lipophilic or
amphiphilic plant substances, glycerides, hydrocarbons, natural or synthetic fats,
oils, waxes, fatty alcohols, fatty acid esters, fatty acid partial esters, silicone
oils, silicone waxes, or mixtures thereof.
4. Composition according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the lipophilic and/or amphiphilic component(s) is/are selected from one or more substances
of the group of hydrocarbons, natural or synthetic fats, oils, waxes, fatty acid esters,
fatty alcohol ethers, polysiloxane compounds, triglycerides, in each instance, in
combination with one or more substances from the group of lecithins, sphingomyelins,
cholesterols, phospholipids, sphingolipids, gangliosides, cerebrosides, lipophilic
or amphiphilic plant substances, mono/diglycerides of C12-22 fatty acids, C12-22 fatty alcohols, C12-22 fatty acid partial esters of C2-6 alcohols, polyol-C12-22 fatty acid esters.
5. Composition according to any one of claims 1 to 4, characterised in that it contains 0.01 % by weight to 40 % by weight of additives.
6. Composition according to any one of claims 1 to 5, characterised in that it contains 0.01 to 10 % by weight of one or more lipid transfer proteins, 0.01 to
40 % by weight of one or more lipophilic and/or amphiphilic components, 0.01 to 10
% by weight of one or more protective colloids, 0.01 to 30 % by weight of additives
and the remainder is water.
7. Composition according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the protective colloid is selected from amongst substances having a natural origin,
in particular an animal origin.
8. Composition according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the content of lipid transfer protein(s) is from 0.01 to 8 % by weight.
9. Composition according to any one of claims 1 to 8, characterised in that it is in the form of a cream, lotion, milk, ointment, gel, spray.
10. Use of a composition according to any one of claims 1 to 9 for the production of agents
for influencing lipid cell structures.
11. Use according to claim 10 for the production of agents for cleansing, care, and/or
the prophylactic or therapeutic treatment of the skin of mammals.
12. Use according to either claim 10 or claim 11 for the production of agents for improving
the skin cell structure of aging, damaged, particularly light-damaged, dry, sensitive,
inflamed skin of mammals.
13. Use of a composition according to any one of claims 1 to 9 for cosmetic treatment
of the skin.
14. Use according to claim 13, characterised in that the cosmetic treatment is cleansing, care or sun protection.
15. Use of a composition according to claim 14 as a shower preparation, care cream or
lotion.
16. Use of a composition according to any one of claims 1 to 9 for the production of an
agent for therapeutically treating the skin of mammals.
17. Use according to claim 16 for improving the skin cell structure of ageing, damaged,
particularly light-damaged, dry, sensitive, inflamed skin of mammals.
1. Composition à application externe, contenant au moins une protéine de transfert lipidique
et au moins un composant lipophile et/ou amphiphile et de l'eau, caractérisée en ce que la composition présente au moins un colloïde de protection émulsifiant qui est choisi
parmi des hydrocolloïdes naturels, comprenant des caséinates, des dérivés protéiques
d'origine animale, la gélatine, l'albumine; des colloïdes animaux-marins et leurs
dérivés ; ou bien des colloïdes préparés par voie synthétique ou par voie partiellement
synthétique ou encore leurs mélanges, et en ce que la protéine ou les protéines de transfert lipidique est ou sont choisie(s) parmi
des protéines du lait hydrolysée en combinaison avec de la protéine d'avoine, respectivement
un hydrolysat de cette dernière.
2. Composition selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'on choisit de la protéine d'avoine respectivement un de ses hydrolysats possédant
une masse moléculaire moyenne de 4000 à 10.000 D et de la protéine du lait hydrolysée,
possédant une masse moléculaire moyenne de 2000 à 4000 D.
3. Composition selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le ou les composants lipophile(s) et/ou amphiphile(s) est/sont choisi(s) parmi les
lécithines, les cholestérols, les phospholipides, les sphingolipides, les gangliosides,
les cérébrosides, les céramides, des substances végétales lipophiles ou amphiphiles,
des glycérides, des hydrocarbures, des graisses naturelles ou synthétiques, des huiles,
des cires, des alcools gras, des esters d'acides gras, des esters partiels d'acide
gras, des huiles de silicone, des cires de silicone, ou leurs mélanges.
4. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le/les composants lipophile(s) et/ou amphiphile(s) est/sont choisi(s) à partir respectivement
d'une ou de plusieurs substances faisant partie du groupe des hydrocarbures, des graisses
naturelles ou synthétiques, des huiles, des cires, des esters d'acides gras, des éthers
d'alcools gras, des composés polysiloxane, des triglycérides, en combinaison avec
respectivement une ou plusieurs substances faisant partie du groupe des lécithines,
des sphingomyélines, des cholestérols, des phospholipides, des sphingolipides, des
gangliosides, des cérébrosides, des substances végétales lipophiles ou amphiphiles,
des mono-/diglycérides d'acides gras en C12-C22, des alcools gras en C12-C22, des esters partiels d'acides gras en C12-C22 d'alcools en C2-C6, d'esters d'acides gras en C12-C22 de polyols.
5. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'elle contient des additifs à concurrence de 0,01 % en poids à 40 % en poids.
6. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'elle contient une ou plusieurs protéines de transfert lipidique à concurrence de 0,01
à 10 % en poids, un ou plusieurs composants lipophiles et/ou amphiphiles à concurrence
de 0,01 à 40 % en poids, un ou plusieurs colloïdes de protection à concurrence de
0,01 à 10 % en poids, des additifs à concurrence de 0,01 à 30 % en poids, le reste
étant de l'eau.
7. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le colloïde de protection est choisi parmi des substances d'origine naturelle, en
particulier d'origine animale.
8. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la ou les protéines de transfert lipidique sont présentes en une quantité de 0,01
à 8 % en poids.
9. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'elle est présente sous la forme d'une crème, d'une lotion, d'un lait, d'un onguent,
d'un gel, d'un spray.
10. Utilisation d'une composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, pour
la préparation d'agents destinés à influencer des structures de cellules lipidiques.
11. Utilisation selon la revendication 10, pour la préparation d'agents destinés à la
purification, aux soins et/ou au traitement prophylactique ou thérapeutique de la
peau de mammifères.
12. Utilisation selon la revendication 10 ou 11, pour la préparation d'agents destinés
à améliorer la structure des cellules cutanées d'une peau vieillissante, abîmée, en
particulier abîmée sous l'effet de la lumière, sèche, sensible, enflammée de mammifères.
13. Utilisation d'une composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, pour
le traitement cosmétique de la peau.
14. Utilisation selon la revendication 13, caractérisée en ce que le traitement cosmétique est une purification, un soin ou une protection solaire.
15. Utilisation d'une composition selon la revendication 14, comme préparation de douche,
comme crème de soins ou comme lotion.
16. Utilisation d'une composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, pour
la préparation d'un agent destiné au traitement thérapeutique de la peau de mammifères.
17. Utilisation selon la revendication 16, pour améliorer la structure de cellules cutanées
d'une peau vieillissante, abîmée, en particulier abîmée sous l'effet de la lumière,
sèche, sensible, enflammée de mammifères.