[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Wellenfeldsynthesesysteme und insbesondere
auf die Vermeidung von Artefakten aufgrund von Lautsprecherarrays mit einer begrenzten
Anzahl von Lautsprechern.
[0002] Es besteht ein steigender Bedarf an neuen Technologien und innovativen Produkten
im Bereich der Unterhaltungselektronik. Dabei ist es eine wichtige Voraussetzung für
den Erfolg neuer multimedialer Systeme, optimale Funktionalitäten bzw. Fähigkeiten
anzubieten. Erreicht wird das durch den Einsatz digitaler Technologien und insbesondere
der Computertechnik. Beispiele hierfür sind die Applikationen, die einen verbesserten
realitätsnahen audiovisuellen Eindruck bieten. Bei bisherigen Audiosystemen liegt
ein wesentlicher Schwachpunkt in der Qualität der räumlichen Schallwiedergabe von
natürlichen, aber auch von virtuellen Umgebungen.
[0003] Verfahren zur mehrkanaligen Lautsprecherwiedergabe von Audiosignalen sind seit vielen
Jahren bekannt und standardisiert. Alle üblichen Techniken besitzen den Nachteil,
dass sowohl der Aufstellungsort der Lautsprecher als auch die Position des Hörers
dem Übertragungsformat bereits eingeprägt sind. Bei falscher Anordnung der Lautsprecher
im Bezug auf den Hörer leidet die Audioqualität deutlich. Ein optimaler Klang ist
nur in einem kleinen Bereich des Wiedergaberaums, dem so genannten Sweet Spot, möglich.
[0004] Ein besserer natürlicher Raumeindruck sowie eine stärkere Einhüllung bei der Audiowiedergabe
kann mit Hilfe einer neuen Technologie erreicht werden. Die Grundlagen dieser Technologie,
die so genannte Wellenfeldsynthese (WFS; WFS = Wave-Field Synthesis), wurden an der
TU Delft erforscht und erstmals in den späten 80er-Jahren vorgestellt (Berkhout, A.J.;
de Vries, D.; Vogel, P.: Acoustic control by Wave-field Synthesis. JASA 93, 1993).
[0005] Die Wellenfeldsynthese ist des Weiteren aus den folgenden Dokumenten bekannt:
- i) De Vries, D. and Boone, M.B.: "Wave field synthesis and analysis using array technology",
Applications of Signal Processing to Audio and Acoustics, 17. Oktober 1999, Seiten
15-18, ISBN: 0-7803-5612-8,
- ii) EP 0 735 796,
- iii) Theile G. et al.: "Wellenfeldsynthese: neue Möglichkeiten der räumlichen Tonaufnahme
und Wiedergabe", Fernseh- und Kino-Technik, April 2003 , Seiten 222-226, ISSN: 0015-0142.
[0006] Infolge der enormen Anforderungen dieser Methode an Rechnerleistung und Übertragungsraten
wurde die Wellenfeldsynthese bis jetzt nur selten in der Praxis angewendet. Erst die
Fortschritte in den Bereichen der Mikroprozessortechnik und der Audiocodierung gestatten
heute den Einsatz dieser Technologie in konkreten Anwendungen. Erste Produkte im professionellen
Bereich werden nächstes Jahr erwartet. In wenigen Jahren sollen auch erste Wellenfeldsynthese-Anwendungen
für den Konsumerbereich auf den Markt kommen.
[0007] Die Grundidee von WFS basiert auf der Anwendung des Huygens'schen Prinzips der Wellentheorie:
[0008] Jeder Punkt, der von einer Welle erfasst wird, ist Ausgangspunkt einer Elementarwelle,
die sich kugelförmig bzw. kreisförmig ausbreitet.
[0009] Angewandt auf die Akustik kann durch eine große Anzahl von Lautsprechern, die nebeneinander
angeordnet sind (einem so genannten Lautsprecherarray), jede beliebige Form einer
einlaufenden Wellenfront nachgebildet werden. Im einfachsten Fall, einer einzelnen
wiederzugebenden Punktquelle und einer linearen Anordnung der Lautsprecher, müssen
die Audiosignale eines jeden Lautsprechers mit einer Zeitverzögerung und Amplitudenskalierung
so gespeist werden, dass sich die abgestrahlten Klangfelder der einzelnen Lautsprecher
richtig überlagern. Bei mehreren Schallquellen wird für jede Quelle der Beitrag zu
jedem Lautsprecher getrennt berechnet und die resultierenden Signale addiert. In einem
Raum mit reflektierenden Wänden können auch Reflexionen als zusätzliche Quellen über
das Lautsprecherarray wiedergegeben werden. Der Aufwand bei der Berechnung hängt daher
stark von der Anzahl der Schallquellen, den Reflexionseigenschaften des Aufnahmeraums
und der Anzahl der Lautsprecher ab.
[0010] Der Vorteil dieser Technik liegt im Besonderen darin, dass ein natürlicher räumlicher
Klangeindruck über einen großen Bereich des Wiedergaberaums möglich ist. Im Gegensatz
zu den bekannten Techniken werden Richtung und Entfernung von Schallquellen sehr exakt
wiedergegeben. In beschränktem Maße können virtuelle Schallquellen sogar zwischen
dem realen Lautsprecherarray und dem Hörer positioniert werden.
[0011] Obgleich die Wellenfeldsynthese für Umgebungen gut funktioniert, deren Beschaffenheiten
bekannt sind, treten doch Unregelmäßigkeiten auf, wenn sich die Beschaffenheit ändert
bzw. wenn die Wellenfeldsynthese auf der Basis einer Umgebungsbeschaffenheit ausgeführt
wird, die nicht mit der tatsächlichen Beschaffenheit der Umgebung übereinstimmt.
[0012] Die Technik der Wellenfeldsynthese kann jedoch ebenfalls vorteilhaft eingesetzt werden,
um eine visuelle Wahrnehmung um eine entsprechende räumliche Audiowahrnehmung zu ergänzen.
Bisher stand bei der Produktion in virtuellen Studios die Vermittlung eines authentischen
visuellen Eindrucks der virtuellen Szene im Vordergrund. Der zum Bild passende akustische
Eindruck wird in der Regel durch manuelle Arbeitsschritte in der sogenannten Postproduktion
nachträglich dem Audiosignal aufgeprägt oder als zu aufwendig und zeitintensiv in
der Realisierung eingestuft und daher vernachlässigt. Dadurch kommt es üblicherweise
zu einem Widerspruch der einzelnen Sinnesempfindungen, der dazu führt, daß der entworfene
Raum, d. h. die entworfene Szene, als weniger authentisch empfunden wird.
[0013] In der Fachveröffentlichung "Subjective experiments on the effects of combining spatialized
audio and 2D video projection in audio-visual systems", W. de Bruijn und M. Boone,
AES convention paper 5582, 10. bis 13. Mai 2002, München, werden subjektive Experimente
bezüglich der Auswirkungen des Kombinierens von räumlichem Audio und einer zweidimensionalen
Videoprojektion in audiovisuellen Systemen dargestellt. Insbesondere wird hervorgehoben,
daß zwei in einer unterschiedlichen Entfernung zu einer Kamera stehende Sprecher,
die nahezu hintereinander stehen, von einem Betrachter besser verstanden werden können,
wenn mit Hilfe der Wellenfeldsynthese die zwei hintereinander stehenden Personen als
unterschiedliche virtuelle Schallquellen aufgefaßt und rekonstruiert werden. In diesem
Fall hat sich durch subjektive Tests herausgestellt, daß ein Zuhörer die beiden gleichzeitig
sprechenden Sprecher getrennt voneinander besser verstehen und unterscheiden kann.
[0014] In einem Tagungsbeitrag zum 46. internationalen wissenschaftlichen Kolloquium in
Ilmenau vom 24. bis 27. September 2001 mit dem Titel "Automatisierte Anpassung der
Akustik an virtuelle Räume", U. Reiter, F. Melchior und C. Seidel, wird ein Ansatz
vorgestellt, Tonnachbearbeitungsprozesse zu automatisieren. Hierzu werden die für
die Visualisierung notwendigen Parameter eines Film-Sets, wie z. B. Raumgröße, Textur
der Oberflächen oder Kameraposition und Position der Akteure auf ihre akustische Relevanz
hin überprüft, woraufhin entsprechende Steuerdaten generiert werden. Diese beeinflussen
dann automatisiert die zur Postproduktion eingesetzten Effekt- und Nachbearbeitungsprozesse,
wie z. B. die Anpassung der Sprecherlautstärkenabhängigkeit von der Entfernung zur
Kamera oder die Nachhallzeit in Abhängigkeit von Raumgröße und Wandbeschaffenheit.
Hierbei besteht das Ziel darin, den visuellen Eindruck einer virtuellen Szene für
eine gesteigerte Realitätsempfindung zu verstärken.
[0015] Es soll ein "Hören mit den Ohren der Kamera" ermöglicht werden, um eine Szene echter
erscheinen zu lassen. Hierbei wird eine möglichst hohe Korrelation zwischen Schallereignisort
im Bild und Hörereignisort im Surroundfeld angestrebt. Das bedeutet, daß Schallquellenpositionen
ständig einem Bild angepaßt sein sollen. Kameraparameter, wie z. B. Zoom, sollen in
die Tongestaltung ebenso mit einbezogen werden wie eine Position von zwei Lautsprechern
L und R. Hierzu werden Trackingdaten eines virtuellen Studios zusammen mit einem zugehörigen
Timecode vom System in eine Datei geschrieben. Gleichzeitig werden Bild, Ton und Timecode
auf einer MAZ aufgezeichnet. Das Camdump-File wird zu einem Computer übertragen, der
daraus Steuerdaten für eine Audioworkstation geniert und synchron zum von der MAZ
stammenden Bild über eine MIDI-Schnittstelle ausgibt. Die eigentliche Audiobearbeitung
wie Positionierung der Schallquelle im Surroundfeld und Einfügen von frühen Reflexionen
und Nachhall findet innerhalb der Audioworkstation statt. Das Signal wird für ein
5.1-Surround-Lautsprechersystem aufbereitet.
[0016] Kamera-Tracking-Parameter genauso wie Positionen von Schallquellen im Aufnahme-Setting
können bei realen Film-Sets aufgezeichnet werden. Solche Daten können auch in virtuellen
Studios erzeugt werden.
[0017] In einem virtuellen Studio steht ein Schauspieler oder Moderator allein in einem
Aufnahmeraum. Insbesondere steht er vor einer blauen Wand, die auch als Blue-Box oder
Blue-Panel bezeichnet wird. Auf diese Blauwand ist ein Muster aus blauen und hellblauen
Streifen aufgebracht. Das besondere an diesem Muster ist, daß die Streifen unterschiedlich
breit sind und sich somit eine Vielzahl von Streifen-Kombinationen ergeben. Aufgrund
der einmaligen Streifen-Kombinationen auf der Blauwand ist es bei der Nachbearbeitung,
wenn die Blauwand durch einen virtuellen Hintergrund ersetzt wird, möglich, genau
zu bestimmen, in welche Richtung die Kamera blickt. Mit Hilfe dieser Informationen
kann der Rechner den Hintergrund für den aktuellen Kamerablickwinkel ermitteln. Ferner
werden Sensoren an der Kamera ausgewertet, die zusätzliche Kameraparameter erfassen
und ausgeben. Typische Parameter einer Kamera, die mittels Sensorik erfaßt werden,
sind die drei Translationsgrade x, y, z, die drei Rotationsgrade, die auch als Roll,
Tilt, Pan bezeichnet werden, und die Brennweite bzw. der Zoom, der gleichbedeutend
mit der Information über den Öffnungswinkel der Kamera ist.
[0018] Damit die genaue Position der Kamera auch ohne Bilderkennung und ohne aufwendige
Sensortechnik bestimmt werden kann, kann man auch ein Tracking-System einsetzen, das
aus mehreren Infrarot-Kameras besteht, die die Position eines an der Kamera befestigten
Infrarot-Sensors ermitteln. Somit ist auch die Position der Kamera bestimmt. Mit den
von der Sensorik gelieferten Kameraparametern und den von der Bilderkennung ausgewerteten
Streifen-Informationen kann ein Echtzeitrechner nun den Hintergrund für das aktuelle
Bild berechnen. Hierauf wird der Blau-Farbton, den der blaue Hintergrund hatte, aus
dem Bild entfernt, so daß statt dem blauen Hintergrund der virtuelle Hintergrund eingespielt
wird.
[0019] In der Mehrzahl der Fälle wird ein Konzept verfolgt, bei dem es darum geht, einen
akustischen Gesamteindruck der visuell abgebildeten Szenerie zu bekommen. Dieses lässt
sich gut mit dem aus der Bildgestaltung stammenden Begriff der "Totalen" umschreiben.
Dieser "totale" Klangeindruck bleibt meist über alle Einstellungen in einer Szene
konstant, obwohl sich der optische Blickwinkel auf die Dinge meist stark ändert. So
werden optische Details durch entsprechende Einstellungen herausgehoben oder in den
Hintergrund gestellt. Auch Gegenschüsse bei der filmischen Dialoggestaltung werden
vom Ton nicht nachvollzogen.
[0020] Daher besteht der Bedarf, den Zuschauer akustisch in eine audiovisuelle Szene einzubetten.
Hierbei bildet die Leinwand oder Bildfläche die Blickrichtung und den Blickwinkel
des Zuschauers. Dies bedeutet, daß der Ton dem Bild in der Form nachgeführt werden
soll, daß er stets mit dem gesehenen Bild übereinstimmt. Dies wird insbesondere für
virtuelle Studios noch wichtiger, da es typischerweise keine Korrelation zwischen
dem Ton der Moderation beispielsweise und der Umgebung gibt, in der sich der Moderator
gerade befindet. Um einen audiovisuellen Gesamteindruck der Szene zu bekommen, muß
ein zum gerenderten Bild passender Raumeindruck simuliert werden. Eine wesentliche
subjektive Eigenschaft bei einem solchen klanglichen Konzept ist in diesem Zusammenhang
der Ort einer Schallquelle, wie ihn ein Betrachter beispielsweise einer Kinoleinwand
empfindet.
[0021] Im Audiobereich läßt sich also durch die Technik der Wellenfeldsynthese (WFS) ein
guter räumlicher Klang für eine großen Hörerbereich erzielen. Wie es ausgeführt worden
ist, basiert die Wellenfeldsynthese auf dem Prinzip von Huygens, nach welchem sich
Wellenfronten durch Überlagerung von Elementarwellen formen und aufbauen lassen. Nach
mathematisch exakter theoretischer Beschreibung müßten unendlich viele Quellen in
unendlich kleinem Abstand für die Erzeugung der Elementarwellen genutzt werden. Praktisch
werden jedoch endlich viele Lautsprecher in einem endlich kleinen Abstand zueinander
genutzt. Jeder dieser Lautsprecher wird gemäß dem WFS-Prinzip mit einem Audiosignal
von einer virtuellen Quelle, das ein bestimmtes Delay und einen bestimmten Pegel hat,
angesteuert. Pegel und Delays sind in der Regel für alle Lautsprecher unterschiedlich.
[0022] Wie es bereits ausgeführt worden ist, arbeitet das Wellenfeldsynthesesystem auf der
Basis des Huygens-Prinzips und rekonstruiert eine gegebene Wellenform beispielsweise
einer virtuellen Quelle, die in einem bestimmten Abstand zu einem Vorführbereich bzw.
zu einem Hörer in dem Vorführbereich angeordnet ist durch eine Vielzahl von Einzelwellen.
Der Wellenfeldsynthesealgorithmus erhält somit Informationen über die tatsächliche
Position eines Einzellautsprechers aus dem Lautsprecherarray, um dann für diesen Einzellautsprecher
ein Komponentensignal zu berechnen, das dieser Lautsprecher dann letztendlich abstrahlen
muß, damit beim Zuhörer eine Überlagerung des Lautsprechersignals von dem einen Lautsprecher
mit den Lautsprechersignalen der anderen aktiven Lautsprecher eine Rekonstruktion
dahingehend durchführt, daß der Hörer den Eindruck hat, daß er nicht von vielen Einzellautsprechern
"beschallt" wird, sondern lediglich von einem einzigen Lautsprecher an der Position
der virtuellen Quelle.
[0023] Für mehrere virtuelle Quellen in einem Wellenfeldsynthesesetting wird der Beitrag
von jeder virtuellen Quelle für jeden Lautsprecher, also das Komponentensignal der
ersten virtuellen Quelle für den ersten Lautsprecher, der zweiten virtuellen Quelle
für den ersten Lautsprecher, etc. berechnet, um dann die Komponentensignale aufzuaddieren,
um schließlich das tatsächliche Lautsprechersignal zu erhalten. Im Falle von beispielsweise
drei virtuellen Quellen würde die Überlagerung der Lautsprechersignale aller aktiven
Lautsprecher beim Hörer dazu führen, daß der Hörer nicht den Eindruck hat, daß er
von einem großen Array von Lautsprechern beschallt wird, sondern daß der Schall, den
er hört, lediglich von drei an speziellen Positionen positionierten Schallquellen
kommt, die gleich den virtuellen Quellen sind.
[0024] Die Berechnung der Komponentensignale erfolgt in der Praxis meist dadurch, daß das
einer virtuellen Quelle zugeordnete Audiosignal je nach Position der virtuellen Quelle
und Position des Lautsprechers zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einer Verzögerung
und einem Skalierungsfaktor beaufschlagt wird, um ein verzögertes und/oder skaliertes
Audiosignal der virtuellen Quelle zu erhalten, das das Lautsprechersignal unmittelbar
darstellt, wenn nur eine virtuellen Quelle vorhanden ist, oder das nach Addition mit
weiteren Komponentensignalen für den betrachteten Lautsprecher von anderen virtuellen
Quellen dann zum Lautsprechersignal für den betrachteten Lautsprecher beiträgt.
[0025] Typische Wellenfeldsynthesealgorithmen arbeiten unabhängig davon, wie viele Lautsprecher
im Lautsprecherarray vorhanden sind. Die der Wellenfeldsynthese zugrundeliegende Theorie
besteht darin, daß jedes beliebige Schallfeld durch eine unendlich hohe Anzahl von
Einzellautsprechern exakt rekonstruiert werden kann, wobei die einzelnen Einzellautsprecher
unendlich nahe zueinander angeordnet sind. In der Praxis kann jedoch weder die unendlich
hohe Anzahl noch die unendlich nahe Anordnung realisiert werden. Statt dessen existiert
eine begrenzte Anzahl von Lautsprechern, die zudem in bestimmten vorgegebenen Abständen
zueinander angeordnet sind. Damit wird in realen Systemen immer nur eine Annäherung
an die tatsächliche Wellenform erreicht, die stattfinden würde, wenn die virtuelle
Quelle tatsächlich vorhanden wäre, also eine reale Quelle sein würde.
[0026] Ferner existieren verschiedene Szenarien, dahingehend, daß das Lautsprecherarray
nur, wenn ein Kinosaal betrachtet wird, z. B. auf der Seite der Kinoleinwand angeordnet
ist. In diesem Fall würde das Wellenfeldsynthesemodul Lautsprechersignale für diese
Lautsprecher erzeugen, wobei die Lautsprechersignale für diese Lautsprecher normalerweise
dieselben sein werden wie für entsprechende Lautsprecher in einem Lautsprecherarray,
das sich nicht nur über die Seite eines Kinos beispielsweise erstreckt, an der die
Leinwand angeordnet ist, sondern das auch links, rechts und hinter dem Zuhörerraum
angeordnet ist. Dieses "360°"-Lautsprecherarray wird natürlich eine bessere Annäherung
an ein exaktes Wellenfeld schaffen als lediglich ein einseitiges Array, beispielsweise
vor den Zuschauern. Dennoch sind die Lautsprechersignale für die Lautsprecher, die
sich vor den Zuschauern befinden, in beiden Fällen die gleichen. Dies bedeutet, daß
ein Wellenfeldsynthesemodul typischerweise keine Rückkopplung dahingehend erhält,
wie viele Lautsprecher vorhanden sind bzw. ob es sich um ein einseitiges oder mehrseitiges
oder gar um ein 360°-Array handelt oder nicht. Anders ausgedrückt berechnet eine Wellenfeldsyntheseeinrichtung
ein Lautsprechersignal für einen Lautsprecher aufgrund der Position des Lautsprechers
und unabhängig davon, welche weiteren Lautsprecher noch vorhanden sind oder nicht
vorhanden sind.
[0027] Nachfolgend wird anhand von Fig. 9 auf eine Artefaktproblematik eingegangen, die
sich ergibt, wenn sich eine virtuelle Quelle 900 in einem Zuhörraum 902 befindet,
der durch ein um den Raum angeordnetes Lautsprecherarray 904 definiert ist, das bei
dem in Fig. 9 gezeigten Ausführungsbeispiel Arraygruppen 904a, 904b, 904c und 904d
aufweist.
[0028] Durch eine in Fig. 9 nicht gezeigte Berechnungseinrichtung werden für die zu den
Lautsprecher-Unterarrays 904a, 904b, 904c, 904d gehörigen Lautsprecher, von denen
einer beispielhaft als 906 bezeichnet ist, Treibersignale erzeugt. Zur Rekonstruktion
einer virtuellen Quelle 900, die bei dem in Fig. 9 gezeigten Bild als punktförmig
strahlende Quelle angenommen wird, werden die Treibersignale für die einzelnen Lautsprecher
904 so geliefert, daß die von den Lautsprechern abgegebenen Schallsignale bzw. Wellenfronten
auf die virtuelle Position der virtuellen Quelle 900 fokussiert werden. Selbstverständlich
gibt jeder Lautsprecher 904 zunächst in seiner Hauptstrahlungsrichtung, also typischerweise
senkrecht zur Lautsprechermembran, ein Schallsignal ab. Aufgrund der gegenseitigen
Überlagerungen der Schallsignale der einzelnen Lautsprecher, die durch die auf den
Gesetzen der Wellenfeldsynthese basierenden Treibersignale bewirkt wird, findet jedoch
eine Fokussierung der Wellenfronten auf die virtuelle Position der virtuellen Quelle
900 statt, wie es durch die von den einzelnen Lautsprechern ausgehenden gestrichelten
Linien (z. B. 910) dargestellt ist. Der Lautsprecher, von dem die gestrichelte Linie
910 ausgeht, erzeugt ebenso wie alle anderen Lautsprecher ein Lautsprechersignal,
das zu der virtuellen Quelle hinläuft, und zwar so, daß eine zu der gestrichelten
Linie 910 zugehörige durchgezogene Linie, die mit einer Pfeilspitze abgeschlossen
ist und in Fig. 9 mit 912 bezeichnet ist, gewissermaßen das Nutzsignal der virtuellen
Quelle darstellt.
[0029] Entsprechend ist die zu der virtuellen Quelle 900 hinlaufende Wellenfront durch eine
weitere gestrichelte Linie 914 dargestellt, die zu einem Nutzsignal 916 der virtuellen
Quelle 900 führt, wie es durch die mit einem Pfeil abgeschlossene durchgezogene Linie
916 dargestellt ist. Dies bedeutet, daß sich in dem Zuhörerraum 902 prinzipiell zwei
Wellenfelder überlagern. Das eine Wellenfeld sind bei dem in Fig. 9 gezeigten Ausführungsbeispiel
sämtliche gestrichelte Linien, die die Fokussierung der Lautsprechersignale auf die
Position der virtuellen Quelle 900 darstellen sollen. Zum anderen existiert das "Nutz"-Wellenfeld,
das durch die in Fig. 9 mit einem Pfeil abgeschlossenen durchgezogenen Linien (z.
B. 912 und 916) dargestellt ist. Aufgrund der Überlagerung dieser beiden Wellenfelder,
nämlich einerseits des "Erzeugungs-Wellenfelds" und anderseits des "Nutz-Wellenfelds"
entstehen im gesamten Zuhörerraum 902 Artefakte. Diese Artefakte sind systembedingt,
da die virtuelle Quelle 900 innerhalb des Arrays positioniert ist und da an der Position
der virtuellen Quelle kein Lautsprecher vorgesehen ist, der eine Punktstrahlcharakteristik
hat.
[0030] In anderen Worten ausgedrückt würde zur Erzeugung des Nutzsignals auf der Seite der
virtuellen Quelle 900, auf der in Fig. 9 die durchgezogene Linie 916 eingezeichnet
ist, ein Signal des Lautsprecher-Unterarrays 904a und ein Lautsprechersignal von zumindest
den unteren Teilen der Lautsprecherarrays 904b und 904d erzeugt werden. Um jedoch
andererseits auf der Seite der virtuellen Quelle, auf der die durchgezogene Linie
912 eingezeichnet ist, ein Signal der virtuellen Quelle 900 als Nutzsignal zu erzeugen,
würde eine Wellenfront von dem Lautsprecher-Unterarray 904c sowie von zumindest Teilen
der Lautsprecher-Arrays 904d und 904b, die typischerweise oberhalb der virtuellen
Quelle sein werden, erzeugt werden. Damit kommt es, wie es ausgeführt worden ist,
im gesamten Zuhörerraum 902 zu Artefakten, da der Zuhörer sowohl das Erzeugungs-Wellenfeld,
das mit den gestrichelten Linien in Fig. 9 skizziert ist, als auch das Nutz-Wellenfeld
hören wird, das in Fig. 9 mit den durchgezogenen Linien gekennzeichnet ist.
[0031] Eigentlich möchte der Zuhörer jedoch lediglich das Nutz-Wellenfeld, also das Wellenfeld,
das durch die durchgezogenen Linien, die mit einem Pfeil abgeschlossen sind, hören,
während er natürlich kein Interesse an dem Erzeugungs-Wellenfeld hat, das durch die
gestrichelten Linien in Fig. 9 dargestellt ist. Da der Zuhörer jedoch, wie es ausgeführt
worden ist, beide Wellenfelder hört, kommt es zu unerwünschten Artefakten.
[0032] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Wellenfeldsynthesekonzept
mit zumindest reduzierten Artefakten zu schaffen.
[0033] Diese Aufgabe wird durch eine Wellenfeldsynthesevorrichtung nach Patentanspruch 1,
ein Verfahren zum Treiben eines Arrays von Lautsprechern nach Patentanspruch 15 oder
ein Computer-Programm nach Patentanspruch 16 gelöst.
[0034] Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß eine Reduktion bzw.
Eliminierung von Artefakten aufgrund des "Erzeugungs-Wellenfelds", wie es Bezug nehmend
auf Fig. 9 erläutert worden ist, dadurch erreicht wird, daß lediglich eine Teil-Rekonstruktion
des Wellenfelds einer virtuellen Quelle durchgeführt wird, indem nicht alle Lautsprecher
des Lautsprecherarrays mit Treibersignalkomponenten versorgt werden, sondern indem
zunächst relevante Lautsprecher des Lautsprecherarrays auf der Basis der Position
der virtuellen Quelle ermittelt werden, wonach für die als relevant ermittelten Lautsprecher
Treibersignalkomponenten auf der Basis des Audiosignals für die virtuelle Quelle berechnet
werden, und wobei dann lediglich die relevanten Lautsprecher mit für dieselben berechneten
Treibersignalkomponenten bedient werden, während die nicht-relevanten Lautsprecher
nicht mit Treibersignalkomponenten aufgrund des der virtuellen Quelle zugeordneten
Audiosignals bedient werden.
[0035] Damit wird lediglich ein Teil des Nutz-Wellenfeldes einer virtuellen Quelle rekonstruiert,
wobei dieses zu rekonstruierende Teil-Wellenfeld beliebig bestimmbar ist. Insbesondere
wird erfindungsgemäß abhängig von einer bestimmten Zuhörerposition eine Schallemission
der Lautsprecher unterdrückt, die derart bezüglich der Zuhörerposition und der virtuellen
Quelle angeordnet sind, daß sich die Zuhörerposition zwischen der virtuellen Quelle
und den Lautsprechern befindet.
[0036] Die Lautsprecher, bei denen dies der Fall ist, sind nicht-relevante Lautsprecher
und werden somit auch nicht angesteuert, um in dem Teilraum, in dem sich die Zuhörerposition
befindet, das Erzeugungs-Wellenfeld zu unterdrücken, so daß der Zuhörer an seiner
Zuhörerposition nur noch das Nutz-Wellenfeld der virtuellen Quelle wahrnimmt und somit
einen Artefakt-freien Hörgenuß haben wird.
[0037] Dies führt jedoch dazu, daß auf der entgegengesetzten Seite der virtuellen Quelle,
also auf der Seite der virtuellen Quelle, wo die relevanten Lautsprecher sitzen, nur
noch das Erzeugungs-Wellenfeld vorhanden ist, daß jedoch dort das Nutz-Wellenfeld
deaktiviert wird. Ein Zuhörer wird daher auf dieser Seite einen deutlich reduzierten
Hörgenuß haben da hier nur das Erzeugungs-Wellenfeld existiert, nicht jedoch das Nutz-Wellenfeld
bezüglich einer virtuellen Quelle.
[0038] Nachdem typischerweise jedoch mehrere virtuellen Quellen an mehreren Positionen vorhanden
sein werden, und nachdem es oft der Fall sein wird, daß die virtuelle Position nicht
in der Mitte des Zuhörerraums sein wird, sondern an einem Rand, ist die Verringerung
des Höreindrucks auf der "schlechten" Seite des Zuhörerraums, also in dem Bereich
des Zuhörerraums, der sich bezüglich der virtuellen Quelle auf der entgegengesetzten
Seite der zur Relevanzermittlung herangezogenen definierten Zuhörerposition befindet,
nicht so gravierend, so daß dieser Qualitätsverlust im Hinblick auf den Gesamtgewinn
auf den gesamten Zuhörerraum bzw. auf die Mehrheit der Zuhörer bezogen hinnehmbar
ist.
[0039] In anderen Worten ausgedrückt ist die Einrichtung zum Ermitteln der relevanten Lautsprecher
des Lautsprecherarrays auf der Basis der Position der virtuellen Quelle und der definierten
Positionen der Lautsprecher wirksam, um Artefakte aufgrund von Lautsprechersignalen
des "Erzeugungs-Wellenfelds" zu reduzieren, die sich entgegengesetzt zu einer Richtung
von der virtuellen Quelle zu der definierten Zuhörerposition bewegen.
[0040] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung werden - für
Quellen außerhalb des Zuhörerraums - sämtliche Lautsprecher als nicht-relevant für
eine virtuellen Quelle ermittelt, bei denen ein Winkel zwischen ihrer Hauptstrahlungsrichtung
und der Richtung von der virtuellen Quelle durch diesen Lautsprecher größer als 90
Grad ist. Dies bedeutet, daß ein Vektor von der virtuellen Quelle zum Lautsprecher
keine Richtungskomponente hat, die parallel zu einer Hauptstrahlungsrichtung eines
Lautsprechers ist. Ist dies der Fall, so wird der Lautsprecher als nicht-relevant
ermittelt, da dieser Lautsprecher dann nicht in der Lage sein wird, zu der Rekonstruktion
eines Wellenfelds beizutragen, das sich von der virtuellen Quelle zur Zuhörerposition
ausbreiten soll und nicht umgekehrt.
[0041] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass für die vorstehenden Betrachtungen
ein gewissermaßen halbkreisförmiges Strahlungsfeld des Lautsprechers betrachtet wird,
in dem seine Hauptstrahlungsrichtung liegt, das also vor dem Lautsprecher ist. Eventuelle
zusätzliche Abstrahlungen nach hinten werden dabei nicht berücksichtigt. Hat also
eine solche zusätzliche Abstrahlung "nach hinten" eine Richtungskomponente, so wird
diese ignoriert und spielt somit bei der Bestimmung der Lautsprecher keine Rolle.
[0042] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, bei dem als
Lautsprecherarray ein Linienarray verwendet wird, mit dem eine sogenannte Receiver-Linie
in dem Zuhörerraum erzeugt werden kann, die prinzipiell beliebige Formen annehmen
kann, wie es in der Dissertation mit dem Titel "Sound Reproduction by Wave Field Synthesis",
Edwin N. G. Verheijen, 1998, dargelegt ist, wird der Zuhörerraum auf der Basis der
Receiver-Linie, für die die Wellenfeldrekonstruktion optimal ist, in zwei Halbräume
aufgeteilt. Eine Linie, die parallel zur Receiver-Linie ist und durch die virtuelle
Position läuft, teilt den Zuhörerraum in einen ersten und in einen zweiten Halbraum.
In dem Halbraum, in dem sich die Zuhörerposition befindet, werden sämtliche Lautsprecher
als nicht-relevant ermittelt, um in diesem Halbraum, in dem ein guter Audioeindruck
sein soll, das Erzeugungs-Wellenfeld aufgrund der virtuellen Quelle zu deaktivieren.
Im anderen Halbraum dagegen werden alle Lautsprecher als relevant ermittelt, um das
in dem Halbraum, in dem sich die Zuhörerposition befindet, für einen guten Audioeindruck
nötige Nutz-Wellenfeld der virtuellen Quelle zu erzeugen.
[0043] Die vorstehenden Betrachtungen beziehen sich auf eine virtuelle Quelle mit einer
virtuellen Position im Zuhörerraum. Befindet sich dagegen eine virtuellen Quelle an
einer virtuellen Position außerhalb des Zuhörerraums, so wird es bevorzugt, sämtliche
Lautsprecher, die jenseits der Receiver-Linie liegen, als nicht-relevante Lautsprecher
zu ermitteln. Gleichzeitig werden Lautsprecher als nicht-relevant bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ermittelt, bei denen der Winkel zwischen
der Lautsprecherachse, also der Hauptstrahlungsrichtung, und einer Linie durch die
virtuelle Quelle einerseits und den betrachteten Lautsprecher andererseits nicht größer
als 90 Grad ist, um wiederum das Erzeugungs-Wellenfeld für Komponenten der virtuellen
Quelle außerhalb des Raums, die von dem Zuhörerraum abgewandt sind, zu eliminieren,
derart, daß im Zuhörerraum lediglich das Nutz-Wellenfeld der virtuellen Quelle vorhanden
ist. Anders ausgedrückt werden wiederum die Lautsprecher deaktiviert, die Lautsprechersignale
emittieren, die eine Richtung haben, die zu der Richtung von der virtuellen Quelle
zu der Zuhörerposition entgegengesetzt gerichtet ist.
[0044] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug
nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Wellenfeldsynthesevorrichtung;
- Fig. 2
- ein Prinzipschaltbild einer Wellenfeldsyntheseumgebung;
- Fig. 3
- eine detailliertere Darstellung der in Fig. 2 gezeigten Wellenfeldsyntheseumgebung;
- Fig. 4
- eine Darstellung der Situation bei einer virtuellen Quelle außerhalb des Zuhörerraums
zur Kennzeichnung der relevanten Lautsprecher und der nicht-relevanten Lautsprecher
für die virtuelle Quelle;
- Fig. 5
- eine Darstellung der Winkelbeziehung zwischen einer virtuellen Quelle und einer Lautsprecherachse;
- Fig. 6
- eine Darstellung der Situation bei einer virtuellen Quelle innerhalb des Zuhörerraums;
- Fig. 7
- eine detailliertere Darstellung der Situation einer virtuellen Quelle innerhalb des
Zuhörerraums;
- Fig. 8
- ein prinzipielles Blockschaltbild eines Wellenfeldsynthesesystems mit Wellenfeldsynthesemodul
und Lautsprecherarray in einem Vorführbereich; und
- Fig. 9
- eine Prinzipdarstellung zur Erläuterung der Rekonstruktion eines Wellenfelds einer
punktförmig strahlenden virtuellen Quelle.
[0045] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Wellenfeldsynthesevorrichtung.
Die Wellenfeldsynthesevorrichtung dient zum Treiben eines Arrays von Lautsprechern
mit Treibersignalen. Die Lautsprecher sind, wie es anhand von Fig. 8 noch erläutert
werden wird, an unterschiedlichen definierten Positionen eines Zuhörerraums angeordnet,
wie es auf dem Gebiet der Wellenfeldsynthese bekannt ist. Ein Treibersignal für einen
Lautsprecher basiert einerseits auf einem Audiosignal, das einer virtuellen Quelle
zugeordnet ist, die eine virtuelle Position bezüglich des Lautsprecherarrays hat,
und andererseits auf der definierten Position des Lautsprechers, für den das Treibersignal
bestimmt ist.
[0046] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß in einem Wellenfeldsynthese-Setting
typischerweise mehrere virtuelle Quellen existieren werden, die an verschiedenen virtuellen
Positionen angeordnet sind. Die Wellenfeldsynthesevorrichtung ist ausgebildet, um
in diesem Fall für jede virtuelle Quelle eine Treibersignalkomponente für einen Lautsprecher
zu berechnen, wobei dann die Treibersignalkomponenten für einen betrachteten Lautsprecher,
die aufgrund der verschiedenen virtuellen Quellen berechnet worden sind, zusammengefaßt
werden, um schließlich das Treibersignal für den Lautsprecher zu erhalten, in das
somit mehrere virtuelle Quellen bzw. die mehreren virtuellen Quellen zugeordneten
Audiosignale eingehen.
[0047] Die in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Wellenfeldsynthesevorrichtung umfaßt eine
Einrichtung 10 zum Ermitteln von relevanten Lautsprechern des Lautsprecherarrays.
Die Einrichtung 10 ist ausgebildet, um die Ermittlung auf der Basis einer virtuellen
Position der virtuellen Quelle durchzuführen, die über einen ersten Eingang 12 zugeführt
wird. Ferner arbeitet die Einrichtung 10 zum Ermitteln auf der Basis der Position
des gerade betrachteten Lautsprechers, die bei dem in Fig. 1 gezeigten Prinzipblockschaltbild
über einen weiteren Eingang 14 der Einrichtung zugeführt wird. Es sei darauf hingewiesen,
daß die Positionen der Lautsprecher im Lautsprecher-Array typischerweise fest vorgegeben
sind und beispielsweise innerhalb der Einrichtung 10 in Form einer Tabelle beispielsweise
abgespeichert sein werden, also nicht unbedingt über einen eigenen Eingang 14 zugeführt
werden müssen. Schließlich arbeitet die Einrichtung 10 zum Ermitteln von relevanten
Lautsprechern auf der Basis einer betrachteten Zuhörerposition, die über einen weiteren
Eingang 16 zugeführt werden kann. Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß
die Zuhörerposition bzw. bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ein Halbraum von
Zuhörerpositionen, die Artefakt-frei bedient werden sollen, nicht jedesmal sich ändern
wird, sondern ebenfalls fest eingestellt sein kann. Je nach Ausführungsform kann somit
die Zuhörerposition bzw. die mehreren Zuhörerpositionen, die sich dort befinden, wo
das Erzeugungs-Wellenfeld deaktiviert wird, ständig ändern oder aber fest vorgegeben
sein.
[0048] Wie es später noch erläutert werden wird, wird es bevorzugt, auf der Basis der Receiver-Linie,
die wiederum ebenfalls vorzugsweise durch den Mittelpunkt des Zuhörerraums gelegt
wird, die definierte Zuhörerposition für jede virtuelle Quelle einerseits und jede
Position jeder virtuellen Quelle andererseits zu bestimmen, derart, daß der Zuhörerpositionseingang
16 verwendet wird, um die relevanten Lautsprecher des Lautsprecherarrays zu ermitteln.
[0049] Die Einrichtung 10 ist ausgebildet, um Artefakte aufgrund von Lautsprechern zu reduzieren
oder zu eliminieren, die Lautsprechersignale ausgeben, die sich entgegengesetzt zu
einer Richtung von der virtuellen Quelle zu der Zuhörerposition bewegen. An dieser
Stelle sei darauf hingewiesen, daß bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung nicht nur die Lautsprecher deaktiviert werden, die genau entgegengesetzt
zu der Richtung von der virtuellen Quelle zu der Zuhörerposition emittieren, sondern
daß ebenfalls Lautsprecher als nicht-relevant ermittelt werden, deren Emissionsrichtung
eine Komponente hat, die entgegengesetzt zu der Richtung von der virtuellen Quelle
zu der Zuhörerposition ist, oder die nur eine Komponente haben, die senkrecht zu der
Richtung von der virtuellen Quelle zu der Zuhörerposition ist.
[0050] Die Einrichtung 10 ist ausgebildet, um die relevanten Lautsprecher zu identifizieren,
und um diese Informationen über einen Ausgang 18 einer Einrichtung 20 zum Berechnen
der Treibersignalkomponenten für die relevanten Lautsprecher zu übermitteln. Die Einrichtung
20 ist als übliches Wellenfeldsynthesemodul ausgebildet, dahingehend, daß sie auf
der Basis der Wellenfeldsynthesetechnik Treibersignalkomponenten für Lautsprecher
berechnet, wobei sich die Treibersignalkomponenten für die Lautsprecher untereinander
in einer Verzögerung (Delay) und einer Skalierung, also einer Dämpfung/Verstärkung,
unterscheiden werden, wobei jedoch abgesehen von der Delay einerseits und der Skalierung
andererseits die Folge von Abtastwerten in einer Treibersignalkomponente dieselbe
sein wird, wie sie für eine virtuelle Quelle vorgegeben ist, also gleich dem Audiosignal
sein wird, das der virtuellen Quelle zugeordnet ist.
[0051] Die Einrichtung 20 zum Berechnen ist ausgebildet, um die Treibersignalkomponenten
für die relevanten Lautsprecher an einem Ausgang 22 auszugeben und einer Einrichtung
24 zuzuführen. Die Einrichtung 24 dient zum Liefern der Treibersignalkomponenten für
eine virtuelle Quelle zu den relevanten Lautsprechern, während keine Treibersignalkomponenten
für die virtuelle Quelle an nicht-relevante Lautsprecher übermittelt werden, um damit
das "Erzeugungs-Wellenfeld", das anhand der Fig. 9 erläutert worden ist, in einem
Bereich des Zuhörerraums zu unterdrücken, in dem sich die definierte Zuhörerposition
befindet.
[0052] Nachfolgend wird Bezug nehmend auf die Fig. 2 und 3 auf die allgemeine Funktionalität
des Wellenfeldsynthesemoduls allgemein bzw. auf das Berechnen der Treibersignale für
die Lautsprecher eingegangen, also die Berechnung der Lautsprechersignale auf der
Basis der Treibersignalkomponenten bzw. Komponentensignale erläutert. Zunächst wird
jedoch noch anhand von Fig. 8 eine übliche Wellenfeldsynthese-Gesamtumgebung dargestellt.
[0053] Bevor detailliert auf die vorliegende Erfindung eingegangen wird, wird nachfolgend
anhand von Fig. 8 der prinzipielle Aufbau eines Wellenfeldsynthesesystems dargestellt.
Das Wellenfeldsynthesesystem hat ein Lautsprecherarray 800, das bezüglich eines Vorführbereichs
802 platziert ist. Im einzelnen umfaßt das in Fig. 8 gezeigte Lautsprecherarray, das
ein 360°-Array ist, vier Arrayseiten 800a, 800b, 800c und 800d. Ist der Vorführbereich
802 z. B. ein Kinosaal, so wird bezüglich der Konventionen vorne/hinten oder rechts/links
davon ausgegangen, daß sich die Kinoleinwand auf derselben Seite des Vorführbereichs
802 befindet, an der auch das Teil-Array 800c angeordnet ist. In diesem Fall würde
der Betrachter, der an dem hier so genannten Optimal-Punkt P in dem Vorführbereich
802 sitzt, nach vorne, also auf die Leinwand, sehen. Hinter dem Zuschauer würde sich
dann das Teil-Array 800a befinden, während sich links vom Zuschauer das Teil-Array
800d befinden würde, und während sich rechts vom Zuschauer das Teil-Array 800b befinden
würde. Jedes Lautsprecherarray besteht aus einer Anzahl von verschiedenen Einzellautsprechern
808, die jeweils mit eigenen Lautsprechersignalen angesteuert werden, die von einem
Wellenfeldsynthesemodul 810 über einen in Fig. 8 lediglich schematisch gezeigten Datenbus
812 bereitgestellt werden. Das Wellenfeldsynthesemodul ist ausgebildet, um unter Verwendung
der Informationen über z. B. Art und Lage der Lautsprecher bezüglich des Vorführbereichs
802, also von Lautsprecher-Informationen (LS-Infos), und gegebenenfalls mit sonstigen
Inputs Lautsprechersignale für die einzelnen Lautsprecher 808 zu berechnen, die jeweils
von den Audiotracks für virtuelle Quellen, denen ferner Positionsinformationen zugeordnet
sind, gemäß den bekannten Wellenfeldsynthesealgorithmen abgeleitet werden. Das Wellenfeldsynthesemodul
kann ferner noch weitere Eingaben erhalten, wie beispielsweise Informationen über
die Raumakustik des Vorführbereichs etc.
[0054] Die nachfolgenden Ausführungen zur vorliegenden Erfindung können prinzipiell für
jeden Punkt P in dem Vorführbereich durchgeführt werden. Der Optimal-Punkt kann somit
an jeder beliebigen Stelle im Vorführbereich 802 liegen. Es kann auch mehrere Optimal-Punkte,
z. B. auf einer Optimal-Linie, geben. Um jedoch möglichst gute Verhältnisse für möglichst
viele Punkte im Vorführbereich 802 zu erhalten, wird es bevorzugt, den Optimal-Punkt
bzw. die Optimal-Linie in der Mitte bzw. am Schwerpunkt des Wellenfeldsynthesesystems,
das durch die Laut sprecher-Teilarrays 800a, 800b, 800c, 800d definiert ist, anzunehmen.
[0055] Eine detailliertere Darstellung des Wellenfeldsynthesemoduls 800 wird nachfolgend
anhand der Fig. 2 und 3 Bezug nehmend auf das Wellenfeldsynthesemodul 200 in Fig.
2 bzw. auf die in Fig. 3 detailliert dargestellte Anordnung gegeben.
[0056] Fig. 2 zeigt eine Wellenfeldsyntheseumgebung, in der die vorliegende Erfindung implementiert
werden kann. Zentrum einer Wellenfeldsyntheseumgebung ist ein Wellenfeldsynthesemodul
200, das diverse Eingänge 202, 204, 206 und 208 sowie diverse Ausgänge 210, 212, 214,
216 umfaßt. Über Eingänge 202 bis 204 werden dem Wellenfeldsynthesemodul verschiedene
Audiosignale für virtuelle Quellen zugeführt. So empfängt der Eingang 202 z. B. ein
Audiosignal der virtuellen Quelle 1 sowie zugeordnete Positionsinformationen der virtuellen
Quelle. In einem Kinosetting beispielsweise wäre das Audiosignal 1 z. B. die Sprache
eines Schauspielers, der sich von einer linken Seite der Leinwand zu einer rechten
Seite der Leinwand und möglicherweise zusätzlich noch vom Zuschauer weg bzw. zum Zuschauer
hin bewegt. Das Audiosignal 1 wäre dann die tatsächliche Sprache dieses Schauspielers,
während die Positionsinformationen als Funktion der Zeit die zu einem bestimmten Zeitpunkt
aktuelle Position des ersten Schauspielers im Aufnahmesetting darstellt. Dagegen wäre
das Audiosignal n die Sprache beispielsweise eines weiteren Schauspielers, der sich
gleich oder anders als der erste Schauspieler bewegt. Die aktuelle Position des anderen
Schauspielers, dem das Audiosignal n zugeordnet ist, wird durch mit dem Audiosignal
n synchronisierte Positionsinformationen dem Wellenfeldsynthesemodul 200 mitgeteilt.
In der Praxis existieren verschiedene virtuelle Quellen je nach Aufnahmesetting, wobei
das Audiosignal jeder virtuellen Quelle als eigener Audiotrack dem Wellenfeldsynthesemodul
200 zugeführt wird.
[0057] Wie es vorstehend dargelegt worden ist, speist ein Wellenfeldsynthesemodul eine Vielzahl
von Lautsprechern LS1, LS2, LS3, LSm durch Ausgabe von Lautsprechersignalen über die
Ausgänge 210 bis 216 zu den einzelnen Lautsprechern. Dem Wellenfeldsynthesemodul 200
werden über den Eingang 206 die Positionen der einzelnen Lautsprecher in einem Wiedergabesetting,
wie beispielsweise einem Kinosaal mitgeteilt. Im Kinosaal befinden sich um den Kinozuschauer
herum gruppiert viele einzelne Lautsprecher, die in Arrays vorzugsweise derart angeordnet
sind, daß sich sowohl vor dem Zuschauer, also beispielsweise hinter der Leinwand,
als auch hinter dem Zuschauer sowie rechts und links des Zuschauers Lautsprecher befinden.
Ferner können dem Wellenfeldsynthesemodul 200 noch sonstige Eingaben mitgeteilt werden,
wie beispielsweise Informationen über die Raumakustik etc., um in einem Kinosaal die
tatsächliche während des Aufnahmesettings herrschende Raumakustik simulieren zu können.
[0058] Allgemein gesagt wird das Lautsprechersignal, das beispielsweise dem Lautsprecher
LS1 über den Ausgang 210 zugeführt wird, eine Überlagerung von Komponentensignalen
der virtuellen Quellen sein, dahingehend, daß das Lautsprechersignal für den Lautsprecher
LS1 eine erste Komponente, die auf die virtuelle Quelle 1 zurückgeht, eine zweite
Komponente, die auf die virtuelle Quelle 2 zurückgeht, sowie eine n-te Komponente,
die auf die virtuelle Quelle n zurückgeht, umfassen. Die einzelnen Komponentensignale
werden linear superponiert, also nach ihrer Berechnung addiert, um die lineare Superposition
am Ohr des Zuhörers nachzubilden, der in einem realen Setting eine lineare Überlagerung
der von ihm wahrnehmbaren Schallquellen hören wird.
[0059] Nachfolgend wird Bezug nehmend auf Fig. 3 eine detailliertere Ausgestaltung des Wellenfeldsynthesemoduls
200 dargelegt. Das Wellenfeldsynthesemodul 200 hat einen stark parallelen Aufbau dahingehend,
daß ausgehend von dem Audiosignal für jede virtuelle Quelle und ausgehend von den
Positionsinformationen für die entsprechende virtuelle Quelle zunächst Verzögerungsinformationen
V
i sowie Skalierungsfaktoren SF
i berechnet werden, die von den Positionsinformationen und der Position des gerade
betrachteten Lautsprechers, z. B. dem Lautsprecher mit der Ordnungsnummer j, also
LSj, abhängen. Die Berechnung einer Verzögerungsinformation V
i sowie eines Skalierungsfaktors SF
i aufgrund der Positionsinformationen einer virtuellen Quelle und der Lage des betrachteten
Lautsprechers j geschieht durch bekannte Algorithmen, die in Einrichtungen 300, 302,
304, 306 implementiert sind. Auf der Basis der Verzögerungsinformationen V
i(t) und SF
i(t) sowie auf der Basis des der einzelnen virtuellen Quelle zugeordneten Audiosignals
AS
i(t) wird für einen aktuellen Zeitpunkt t
A ein diskreter Wert AW
i(t
A) für das Komponentensignal K
ij in einem letztendlich erhaltenen Lautsprechersignal berechnet. Dies erfolgt durch
Einrichtungen, 310, 312, 314, 316, wie sie in Fig. 3 schematisch dargestellt sind.
Fig. 3 zeigt ferner gewissermaßen eine "Blitzlichtaufnahme" zum Zeitpunkt t
A für die einzelnen Komponentensignale. Die einzelnen Komponentensignale werden dann
durch einen Summierer 320 summiert, um den diskreten Wert für den aktuellen Zeitpunkt
t
A des Lautsprechersignals für den Lautsprecher j zu ermitteln, der dann für den Ausgang
(beispielsweise der Ausgang 214, wenn der Lautsprecher j der Lautsprecher LS3 ist),
dem Lautsprecher zugeführt werden kann.
[0060] Wie es aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird zunächst für jede virtuelle Quelle einzeln
ein aufgrund einer Verzögerung und einer Skalierung mit einem Skalierungsfaktor zu
einem aktuellen Zeitpunkt gültiger Wert berechnet, wonach sämtliche Komponentensignale
für einen Lautsprecher aufgrund der verschiedenen virtuellen Quellen summiert werden.
Wäre beispielsweise nur eine virtuelle Quelle vorhanden, so würde der Summierer entfallen,
und das am Ausgang des Summierers in Fig. 3 anliegende Signal würde z. B. dem Signal
entsprechen, das von der Einrichtung 310 ausgegeben wird, wenn die virtuelle Quelle
1 die einzige virtuelle Quelle ist.
[0061] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß an dem Ausgang 322 von Fig. 3 der Wert
eines Lautsprechersignals erhalten wird, das eine Überlagerung der Komponentensignale
für diesen Lautsprecher aufgrund der verschiedenen virtuellen Quellen 1, 2, 3, ...,
n ist. Eine Anordnung, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist, wäre prinzipiell für jeden Lautsprecher
808 im Wellenfeldsynthesemodul 810 vorgesehen, es sei denn, daß, was aus praktischen
Gründen bevorzugt wird, immer z. B. 2, 4 oder 8 zusammenliegende Lautsprecher mit
demselben Lautsprechersignal angesteuert werden.
[0062] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird unterschieden,
ob sich die virtuelle Quelle innerhalb des Zuhörerraums befindet, oder ob sich die
virtuelle Quelle außerhalb des Zuhörerraums befindet. Die Situation der virtuellen
Quelle innerhalb des Zuhörerraums wird anhand von Fig. 4 dargestellt, während die
Situation der virtuellen Quelle innerhalb des Zuhörerraums anhand von Fig. 6 erläutert
werden wird.
[0063] In Fig. 4 ist ein Zuhörerraum 902 dargestellt, wobei sich jedoch die virtuelle Quelle
900 außerhalb des Zuhörerraums befindet. Ferner ist in Fig. 4 eine Receiver-Linie
400 dargestellt, die derart definiert ist, daß auf ihr eine optimale Wellensynthese
stattfindet. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
wird die Receiver-Linie 400, die für jede virtuelle Quelle einzeln berechnet wird,
so definiert, daß sie einerseits durch den Mittelpunkt 402 des Zuhörerraums verläuft
und andererseits senkrecht zu einer Linie 404 ist, die sich von der virtuellen Quelle
900 zu dem Mittelpunkt 402 des Zuhörerraums erstreckt. Die Receiver-Linie 400 bildet
die Grenze zwischen den relevanten Lautsprechern, die sich auf der zur virtuellen
Quelle 900 zugewandten Seite der Receiver-Linie 400 befinden, und den nicht-relevanten
Lautsprechern, die sich auf der anderen Seite der Receiver-Linie befinden. Die Bestimmung
der oberhalb der Receiver-Linie 400 liegenden Lautsprecher als relevante Lautsprecher
(vorzugsweise noch unter Berücksichtigung des 90°-Kriteriums für virtuelle Quellen
außerhalb des Raums, auf das später noch eingegangen wird) stellt sicher, daß zumindest
sämtliche Lautsprecher des Lautsprecher-Unterarrays 904a, die Lautsprechersignale
emittieren, die eine Komponente parallel zur Linie 404 haben, die jedoch entgegengesetzt
zu der Richtung von der virtuellen Quelle 900 zu dem Mittelpunkt des Zuhörerraums
gerichtet ist, nicht mit Treibersignalkomponenten beaufschlagt werden. Da sich die
virtuelle Quelle an der in Fig. 4 gezeigten Position befindet, ist eine Artefakt-reduzierte
oder sogar Artefakt-freie Wiedergabe dann erreicht, wenn der Zuhörer, der beispielsweise
auf der Receiver-Linie und insbesondere im Mittelpunkt des Zuhörerraums als definierter
Zuhörerposition angeordnet ist, spürt, daß der Schall aus der Richtung der virtuellen
Quelle 900 kommt und nicht gewissermaßen "von hinten", wenn der Zuhörer an der definierten
Zuhörerposition 402 in Richtung der virtuellen Quelle 900 sieht. So stellt es ein
Artefakt dar, daß der Zuhörer, obgleich er die virtuelle Quelle vor sich sieht, eine
Wellenfront wahrnimmt, die sich von seinem Rücken zu seiner Vorderseite ausbreitet.
[0064] Ferner sei darauf hingewiesen, daß für sämtliche Lautsprecher, die jenseits der Receiver-Linie
liegen, also für die Lautsprecher auf der Seite der Receiver-Linie 400, die von der
virtuellen Quelle 900 weggewandt ist, eine Anwendung der üblichen Wellenfeldsynthese-Formen
zur Berechnung der Skalierung problematisch ist.
[0065] Weiterhin wird es für Quellen außerhalb des Raumes bevorzugt, daß nur die Lautsprecher
als relevante Lautsprecher ermittelt werden, bei denen der Winkel zwischen einer Lautsprecherachse
500 und einer Linie von der virtuellen Quelle 900 zu dem Lautsprecher nicht größer
als 90 Grad ist, da dieser Lautsprecher sonst keinen Artefakt-freien Beitrag für die
virtuelle Quelle 900 liefern wird, wie es anhand von Fig. 5 dargestellt ist. So wird
es bevorzugt, nur die Lautsprecher als relevante Lautsprecher zu ermitteln, bei denen
der Winkel α, wie er in Fig. 5 eingezeichnet ist, kleiner oder gleich 90 Grad ist.
[0066] Nachfolgend wird anhand von Fig. 6 auf die Situation eingegangen, bei der sich die
virtuelle Quelle 900 im Zuhörerraum befindet. Insofern ähnelt die Situation in Fig.
6 der in Fig. 9 dargestellten allgemeinen Problematik. Analog zu Fig. 9 ist auch in
Fig. 6 das "Erzeugungs-Wellenfeld" mit gestrichelten Linien dargestellt, während das
"Nutz-Wellenfeld" mit durchgezogenen Linien, die mit einer Pfeilspitze abgeschlossen
sind, dargestellt ist. Ferner ist in Fig. 6 ebenfalls der Mittelpunkt 402 des Zuhörerraums
als Beispiel für eine definierte Zuhörerposition eingezeichnet. Wieder ist ein Lautsprecher
des unteren Lautsprecher-Unterarrays 904a als Artefakt-erzeugender Lautsprecher dargestellt.
Insbesondere ist bei dem in Fig. 6 gezeigten Beispiel der Zuhörerraum beispielhaft
durch eine Teilungslinie 600 in einen Artefakt-freien Bereich 600a, in dem sich nach
erfindungsgemäßer Bestimmung der relevanten Lautsprecher lediglich das Nutz-Wellenfeld
befindet, und in einen Artefakt-Bereich 600b aufgeteilt, in dem sich lediglich das
Erzeugungs-Wellenfeld befindet, in dem jedoch aufgrund der Deaktivierung der Artefakt-erzeugenden
Lautsprecher für die virtuelle Quelle kein Nutz-Wellenfeld der virtuellen Quelle 900
befindet, sondern lediglich das Erzeugungs-Wellenfeld, das richtungsmäßig entgegengesetzt
zu dem Nutz-Wellenfeld ist.
[0067] Die im Hinblick auf Fig. 5 dargestellte 90-Grad-Grenze existiert bei dem in Fig.
6 gezeigten Szenario, bei dem sich die virtuelle Quelle 900 innerhalb des Zuhörerraums
902 befindet, nicht, da prinzipiell alle Lautsprecher einen Beitrag liefern können.
[0068] Da sich aber aufgrund der Artefakte der sich mit entsprechenden Richtungen ausbreitenden
Wellenfelder erfindungsgemäß der Hörer nicht zwischen den Lautsprechern und der virtuellen
Quelle befinden soll, um nicht das "Erzeugungs"-Wellenfeld zu hören, wird bei der
Ermittlung der relevanten Lautsprecher vorgegangen, wie es nachfolgend anhand von
Fig. 7 dargestellt wird. Wieder wird die Receiver-Linie 400 herangezogen, um die relevanten
Lautsprecher von den nicht-relevanten Lautsprechern zu trennen. Im einzelnen wird
wieder, wie es anhand von Fig. 4 bereits erläutert wird, vorzugsweise die Receiver-Linie
für die virtuelle Quelle 900 derart positioniert, daß sie durch den Mittelpunkt 402
des Zuhörerraums bzw. des Wellenfeldsynthese-Lautsprecherarrays verläuft. Ferner wird
wieder die Linie 404 von der virtuellen Quelle 900 zu dem Mittelpunkt 402, der beispielsweise
die definierte Zuhörerposition ist, konstruiert, um dann eine Teilungslinie 600 zu
bilden, die parallel zu der Receiver-Linie 400 ist, die jedoch durch die virtuelle
Position der virtuellen Quelle 900 verläuft, wie es anhand von Fig. 7 ersichtlich
ist. Damit wird der Zuhörerraum wieder in den Artefakt-freien Bereich 600a und den
Artefaktbehafteten Bereich 600b aufgeteilt, wobei der Artefakt-freie Bereich 600a
der Bereich des Zuhörerraums bezüglich der Teilungslinie 600 ist, in dem sich die
definierte Zuhörerposition 402 befindet, während der Artefakt-behaftete Bereich 600b
der Bereich des Zuhörerraums ist, in dem sich der definierte Zuhörer nicht befindet.
[0069] Die Basis für die Definition der Teilungslinie 600 und damit der relevanten Lautsprecher
einerseits und der nicht-relevanten Lautsprecher andererseits ist somit bei dem in
Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel die Festlegung der Receiver-Linie für die Wellenfeldsynthese,
die relativ frei erfolgen kann. Wie es ausgeführt worden ist, ist die Linie, für die
es keinen Amplitudenfehler gibt, die Receiverlinie, während es vor und hinter der
Receiver-Linie aufgrund der Tatsache, daß das Lautsprecherarray nicht vollständig
dreidimensional ist, einen geringen Fehler aus systematischen Gründen geben wird.
[0070] Ferner wird bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel der Mittelpunkt des Arrays
als Zuhörerposition gewählt, durch den insbesondere die Receiver-Linie gehen soll,
derart, daß wenigstens in der Mitte des Zuhörerraums kein Amplitudenfehler vorhanden
ist. Darüber hinaus wird es bevorzugt, die Receiverlinie als gerade auszuführen, obgleich
beliebige Receiver-Linienformen möglich sind, wie es ausgeführt worden ist.
[0071] Ferner wird es bevorzugt, die Teilungslinie 600 senkrecht zur Geraden 404 von der
virtuellen Quelle zum Mittelpunkt 402 auszuführen, derart, daß die Berechnungsmöglichkeit
für die Wellenfeldsynthese aufgrund der damit vereinfachten geometrischen Verhältnisse
effizienter ausführbar ist.
[0072] Ferner wird es bevorzugt, als Begrenzung für die relevanten Lautsprecher wiederum
die Linie zu wählen, die parallel zur Receiver-Linie, aber durch die virtuelle Quelle
statt durch den Arraymittelpunkt läuft.
[0073] Wie es bereits ausgeführt worden ist, wird es bevorzugt, für jede neue Position einer
virtuellen Quelle die Situation der Lautsprecher zu bestimmen, also die Unterscheidung
zwischen relevanten und nicht-relevanten Lautsprechern durchzuführen, um eine optimale
Artefakt-reduzierte Situation zumindest im größten Bereich des Zuhörerraums zu erreichen.
Dies führt jedoch dazu, daß bei der Bewegung virtueller Quellen Lautsprecher aufgrund
der Änderung der Grenze zwischen relevanten und nicht-relevanten Lautsprechern an-
oder abgeschaltet werden. Zur Reduzierung von dabei potentiell auftretenden leichten
Knackgeräuschen insbesondere bei Bewegungen von virtuellen Quellen im Zuhörerraum
und bei sinusförmigen Audiosignalen wird es bevorzugt, im Falle daß ein Lautsprecher
zu einem vorherigen Zeitpunkt noch kein relevanter Lautsprecher war, jedoch aufgrund
einer sich bewegenden virtuellen Quelle zu einem relevanten Lautsprecher geworden
ist, diesen "neuerdings" relevanten Lautsprecher "weich" einzuschalten.
[0074] In anderen Worten ausgedrückt soll der Pegel eines neuerdings für relevant erkannten
Lautsprechers langsam auf seinen Nennpegel gebracht werden. Der Nennpegel ist hierbei
der Pegel bzw. die Skalierung, die die Einrichtung zum Berechnen der Treibersignalkomponenten
aufgrund der üblichen Wellenfeldsynthesegesetze ermittelt. Damit wird sichergestellt,
daß keine Pegelsprünge auftreten, insbesondere dann, wenn beispielsweise bei Quellen
innerhalb des Zuhörerraums sich die Position stark verändert und somit von einem Zeitpunkt
zum nächsten ein Lautsprecher auf einmal eine starke Signalkomponente aufgrund einer
virtuellen Quelle haben wird, die zum vorherigen Zeitpunkt noch nicht vorhanden war.
[0075] Je nach Implementierung kann das "weiche" Einschalten dahingehend stattfinden, daß
innerhalb eines Zeitraums von z. B. 10 Zeitpunkten, also 10 zeitlichen Abtastwerten
des Audiosignals, von einem Null-Pegel zum Zeitpunkt des Einschaltens des Lautsprechers,
also zum Zeitpunkt der Bestimmung, daß der Lautsprecher relevant ist, auf den NennPegel,
der sich aufgrund der Wellenfeldsyntheseberechnungen ergibt, gegangen wird.
[0076] Die detaillierte Wahl der "Einschaltzeitdauer", also ob es sich hier um, wie vorstehend
ausgeführt, 10 Zeitpunkte handeln wird oder auch nur um zwei Zeitpunkte oder sogar
um 20 Zeitpunkte, wird insbesondere von der konkreten Implementierung abhängen, da
auch noch sonstige Anforderungen der Wellenfeldsynthese betrachtet werden müssen,
nämlich daß der Gesamtpegel der virtuellen Quelle trotzdem stimmen sollte, und daß
die Lokalisierbarkeit der virtuellen Quelle nicht verloren gehen darf, wenn zu stark
auf den Pegel der Treibersignalkomponenten aufgrund einer virtuellen Quelle eingewirkt
wird.
[0077] In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäßen Manipulationen
dazu führen können, daß Treibersignalkomponenten für nicht-relevante Lautsprecher,
die, wie es oben ausgeführt worden sind, nicht zu den Lautsprechern bereitgestellt
werden, die jedoch von einer Wellenfeldsyntheseeinrichtung berechnet werden können,
dazu führen werden, daß es zu einem insgesamt wahrgenommenen reduzierten Pegel des
Audiosignals von der virtuellen Quelle kommt. Dieser Problematik kann dahingehend
gegengewirkt werden, daß die Treibersignalkomponenten für die relevanten Lautsprecher
angehoben werden, um insgesamt wieder einen bestimmten Soll-Pegel der virtuellen Quelle
gewissermaßen am "Ohr" des Zuhörers zu erreichen. In diesem Zusammenhang wird es bevorzugt,
Treibersignalkomponenten für Lautsprecher, die sich gerade noch im Einschaltvorgang
befinden, die also noch nicht beispielsweise 10 Zeitpunkte hintereinander relevant
waren, von einer solchen Pegelanhebung auszunehmen, derart, daß zwar einerseits der
Pegel der virtuellen Quelle ohne Pegelschwankungen wahrgenommen wird, daß jedoch andererseits
das "weiche" Einschalten nicht gefährdet wird.
[0078] Bezüglich des weichen Einschaltens sei darauf hingewiesen, daß die Amplitude der
Treibersignalkomponente für einen Lautsprecher, der sich gerade im Einschaltvorgang
befindet, über eine vorbestimmte Anzahl von Zeitpunkten stufenförmig, linear, sinusförmig
oder auf eine beliebige andere Art und Weise monoton angehoben werden kann, je nach
vorhandenen Rechenressourcen und Implementierungswünschen.
[0079] Abhängig von den insgesamten Gegebenheiten kann das erfindungsgemäße Verfahren zum
Treiben eines Arrays von Lautsprechern mit Treibersignalen in Hardware oder in Software
implementiert werden. Die Implementierung kann auf einem digitalen Speichermedium,
insbesondere einer Diskette oder CD mit elektronisch auslesbaren Steuersignalen, erfolgen,
die so mit einem programmierbaren Computersystem zusammenwirken können, daß das Verfahren
ausgeführt wird. Allgemein besteht die Erfindung somit auch in einem Computer-Programm-Produkt
mit einem auf einem maschinenlesbaren Träger gespeicherten Programmcode zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, wenn das Computer-Programm-Produkt auf einem Rechner
abläuft. In anderen Worten ausgedrückt kann die Erfindung somit also ein Computer-Programm
mit einem Programmcode zur Durchführung des Verfahrens zum Treiben eines Arrays von
Lautsprechern realisiert werden, wenn das Computer-Programm auf einem Computer abläuft.
1. Wellenfeldsynthesevorrichtung zum Treiben eines Arrays (904a, 904b, 904c, 904d) von
Lautsprechern (904) mit Treibersignalen, wobei die Lautsprecher an unterschiedlichen
definierten Positionen angeordnet sind, wobei ein Treibersignal für einen Lautsprecher
auf einem Audiosignal, das einer virtuellen Quelle (900) zugeordnet ist, die eine
virtuelle Position bezüglich des Lautsprecherarrays hat, und der definierten Position
des Lautsprechers basiert, mit folgenden Merkmalen:
einer Einrichtung (10) zum Ermitteln von relevanten Lautsprechern des Lautsprecherarrays
auf der Basis der Position der virtuellen Quelle, einer vordefinierten Zuhörerposition
und den definierten Positionen der Lautsprecher, wobei die relevanten Lautsprecher
derart bestimmt werden, daß bei einer Ansteuerung nur der relevanten Lautsprecher
Artefakte aufgrund von Lautsprechersignalen, die sich entgegengesetzt zu einer Richtung
von der virtuellen Quelle zu der vordefinierten Zuhörerposition bewegen, reduziert
sind;
einer Einrichtung (20) zum Berechnen der Treibersignalkomponenten für die relevanten
Lautsprecher und die virtuelle Quelle; und
einer Einrichtung (24) zum Liefern der Treibersignalkomponenten für die relevanten
Lautsprecher für die virtuelle Quelle zu den relevanten Lautsprechern, wobei zu Lautsprechern
des Lautsprecherarrays, die nicht zu den relevanten Lautsprechern gehören, keine Treibersignale
für die virtuelle Quelle geliefert werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Einrichtung (20) zum Bereitstellen ausgerechnet
ist, um für die virtuelle Quelle eine Receiver-Linie (400) zu definieren, und bei
der die Einrichtung zum Ermitteln ausgebildet ist, um für die Zuhörerposition, die
auf der Receiverlinie (400) angeordnet ist, Lautsprecher als relevant zu ermitteln,
die ansprechend auf zu denselben gelieferten Treibersignalkomponenten für die virtuelle
Quelle Lautsprechersignale emittieren, deren Bewegungsrichtung zumindest eine Richtungskomponente
umfassen, die parallel zu der Richtung von der virtuellen Quelle zu der Receiverlinie
ist.
3. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Einrichtung (10)
zum Ermitteln ausgebildet ist, um für die Zuhörerposition bezüglich des Arrays von
Lautsprechern Lautsprecher als relevant zu ermitteln, die ansprechend auf zu denselben
gelieferten Treibersignalkomponenten für die virtuelle Quelle Lautsprechersignale
emittieren, deren Bewegungsrichtung zumindest einen Anteil hat, der parallel zu einem
Vektor von der virtuellen Position der virtuellen Quelle zu einem jeweiligen Lautsprecher
ist.
4. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der die Einrichtung (10) zum Ermitteln ausgebildet ist, um zu erfassen, ob die
virtuelle Position außerhalb eines durch das Lautsprecherarray definierten Zuhörerraums
(902) ist,
bei der im Fall eines positiven Erfassungsergebnisses Lautsprecher als relevant ermittelt
werden, die zwischen der virtuellen Position der virtuellen Quelle (900) und einer
Receiver-Linie (400) liegen.
5. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der die Einrichtung (10) zum Ermitteln ausgebildet ist, um einen Winkel (α) zwischen
einer Lautsprecher-Hauptemissionsrichtung (500) und einer Linie zwischen der virtuellen
Quelle (900) und dem Lautsprecher zu bestimmen, und nur die Lautsprecher als relevant
zu bestimmen, für die der Winkel kleiner als ein Grenzwinkel ist, der in einem vorbestimmten
Bereich um 90 Grad herum ist.
6. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach Anspruch 5, bei der der vorbestimmte Bereich +/-
20 Grad umfaßt.
7. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Einrichtung
(10) zum Ermitteln ausgebildet ist, um zu erfassen, ob die virtuelle Position der
virtuellen Quelle (900) innerhalb eines durch das Lautsprecherarray definierten Zuhörerraums
(902) ist,
bei der im Falle eines positiven Erfassungsergebnisses Lautsprecher als relevant ermittelt
werden, die in einem Bereich liegen, der auf einer bezüglich einer Receiver-Linie
(400) abgewandten Seite einer Bezugslinie (600) liegt, die parallel zu der Receiver-Linie
(400) ist und durch die virtuelle Position der virtuellen Quelle (900) verläuft.
8. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das
Lautsprecherarray ein Linienarray ist, und
bei der die Einrichtung (20) zum Berechnen der Treibersignalkomponenten für die virtuelle
Quelle ausgebildet ist, um die Treibersignalkomponenten für die Lautsprecher und für
die virtuelle Quelle so zu berechnen, daß sich eine Receiver-Linie (400) ergibt, wobei
für Zuhörerpositionen auf der Receiver-Linie eine fehlerfreie Wellensynthese erzeugbar
ist.
9. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der sich eine Receiver-Linie (400) durch einen Mittelpunkt (402) des Zuhörerraums
(902) erstreckt.
10. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
bei der die Einrichtung (20) zum Berechnen ausgebildet ist, um die Treibersignalkomponenten
für eine virtuelle Quelle und für die Lautsprecher des Arrays von Lautsprechern so
zu berechnen, daß sich als Receiver-Linie (400) eine Gerade ergibt.
11. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der die virtuelle Position der virtuellen Quelle (900) zeitvariabel ist, und
bei der die Einrichtung (20) zum Berechnen ausgebildet ist, um die Treibersignalkomponenten
für die virtuelle Quelle (900) und für einen Lautsprecher so zu berechnen, daß eine
Treibersignalkomponente für einen Lautsprecher, der zu einem vorherigen Zeitpunkt
nicht relevant war, und der zu einem aktuellen Zeitpunkt relevant ist, um ein vorbestimmtes
Dämpfungsmaß bezüglich eines Nennpegels gedämpft ist.
12. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach Anspruch 11,
bei der die Einrichtung (20) zum Berechnen ausgebildet ist, um das Dämpfungsmaß innerhalb
einer vorbestimmten Anzahl von Zeitpunkten von einer maximalen Dämpfung zu einer Dämpfung
gleich 0 schrittweise zu reduzieren.
13. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach Anspruch 12, bei der die vorbestimmte Anzahl von
Zeitpunkten größer als 2 und kleiner als 40 ist.
14. Wellenfeldsynthesevorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
bei der der virtuellen Quelle ein Soll-Pegel zugeordnet ist, und
bei der die Treibersignalkomponenten für die virtuelle Quelle für Lautsprecher, die
zum vorherigen Zeitpunkt und zum aktuellen Zeitpunkt relevante Lautsprecher sind,
pegelmäßig verstärkt werden, um die Dämpfung aufgrund des vorbestimmten Dämpfungsmaßes
hinsichtlich des Pegels der virtuellen Quelle zu kompensieren.
15. Verfahren zum Treiben eines Arrays (904a, 904b, 904c, 904d) von Lautsprechern (904)
mit Treibersignalen, wobei die Lautsprecher an unterschiedlichen definierten Positionen
angeordnet sind, wobei ein Treibersignal für einen Lautsprecher auf einem Audiosignal,
das einer virtuellen Quelle (900) zugeordnet ist, die eine virtuelle Position bezüglich
des Lautsprecherarrays hat, und der definierten Position des Lautsprechers basiert,
mit folgenden Schritten:
Ermitteln (10) von relevanten Lautsprechern des Lautsprecherarrays auf der Basis der
Position der virtuellen Quelle, einer vordefinierten Zuhörerposition und den definierten
Positionen der Lautsprecher, wobei die relevanten Lautsprecher derart bestimmt werden,
daß bei einer Ansteuerung nur der relevanten Lautsprecher Artefakte aufgrund von Lautsprechersignalen,
die sich entgegengesetzt zu einer Richtung von der virtuellen Quelle zu der vordefinierten
Zuhörerposition bewegen, reduziert sind;
Berechnen (20) der Treibersignalkomponenten für die relevanten Lautsprecher und die
virtuelle Quelle; und
Liefern (24) der Treibersignalkomponenten für die relevanten Lautsprecher für die
virtuelle Quelle zu den relevanten Lautsprechern, wobei zu Lautsprechern des Lautsprecherarrays,
die nicht zu den relevanten Lautsprechern gehören, keine Treibersignale für die virtuelle
Quelle geliefert werden.
16. Computer-Programm mit einem Programmcode zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch
15, wenn das Programm auf einem Computer abläuft.
1. Wave field synthesis apparatus for driving an array (904a, 904b, 904c, 904d) of loudspeakers
(904) with drive signals, the loudspeakers being arranged at different defined positions,
a drive signal for a loudspeaker being based on an audio signal associated with a
virtual source (900) having a virtual position with reference to the loudspeaker array
and the defined position of the loudspeaker, comprising:
means (10) for determining relevant loudspeakers of the loudspeaker array on the basis
of the position of the virtual source, a predefined listener position, and the defined
positions of the loudspeakers, such that artifacts due to loudspeaker signals moving
opposite to a direction from the virtual source to the predefined listener position
are reduced;
means (20) for calculating the drive signal components for the relevant loudspeakers
and the virtual source; and
means (24) for providing the drive signal components for the relevant loudspeakers
for the virtual source to the relevant loudspeakers, wherein no drive signals for
the virtual source are provided to loudspeakers of the loudspeaker array not belonging
to the relevant loudspeakers.
2. Apparatus of claim 1, wherein means (20) for providing is formed to define a receiver
line (400) for the virtual source, and means for determining is formed to determine
as relevant, for the listener position arranged on the receiver line (400), loudspeakers
emitting, in response to drive signal components for the virtual source provided thereto,
loudspeaker signals the direction of movement of which includes at least one directional
component parallel to the direction from the virtual source to the receiver line.
3. Wave field synthesis apparatus of claim 1 or 2, wherein means (10) for determining
is formed to determine as relevant, for the listener position with reference to the
array of loudspeakers, loudspeakers emitting, in response to drive signal components
for the virtual source provided thereto, loudspeaker signals the direction of movement
of which has at least one portion parallel to a vector from the virtual position of
the virtual source to a respective loudspeaker.
4. Wave field synthesis apparatus of one of the preceding claims,
wherein means (10) for determining is formed to detect whether the virtual position
is outside an audience room (902) defined by the loudspeaker array,
wherein, in the case of a positive detection result, loudspeakers lying between the
virtual position of the virtual source (900) and a receiver line (400) are determined
as relevant.
5. Wave field synthesis apparatus of one of the preceding claims,
wherein means (10) for determining is formed to determine an angle (α) between a loudspeaker
main emission direction (500) and a line between the virtual source (900) and the
loudspeaker, and to only determine the loudspeakers for which the angle is smaller
than a boundary angle in a predetermined region around 90 degrees as relevant.
6. Wave field synthesis apparatus of claim 5, wherein the predetermined region includes
+/- 20 degrees.
7. Wave field synthesis apparatus of one of claims 1 to 3, wherein means (10) for determining
is formed to detect whether the virtual position of the virtual source (900) is within
an audience room (902) defined by the loudspeaker array,
wherein, in the case of a positive detection result, loudspeakers lying in a region
lying on a side facing away from a reference line (600) parallel to the receiver line
(400) and passing through the virtual position of the virtual source (900) with reference
to a receiver line (400) are determined as relevant.
8. Wave field synthesis apparatus of one of the preceding claims, wherein the loudspeaker
array is a line array, and
wherein means (20) for calculating the drive signal components for the virtual source
is formed to calculate the drive signal components for the loudspeakers and for the
virtual source so that a receiver line (400) results, wherein error-free wave synthesis
can be generated for listener positions on the receiver line.
9. Wave field synthesis apparatus of one of the preceding claims,
wherein a receiver line (400) extends through a center (402) of the audience room
(902).
10. Wave field synthesis apparatus of claim 8 or 9,
wherein means (20) for calculating is formed to calculate the drive signal components
for a virtual source and for the loudspeakers of the array of loudspeakers so that
a straight line results as receiver line (400).
11. Wave field synthesis apparatus of one of the preceding claims,
wherein the virtual position of the virtual source (900) is time-variable, and
wherein means (20) for calculating is formed to calculate the drive signal components
for the virtual source (900) and for a loudspeaker so that a drive signal component
for a loudspeaker not relevant at a previous time instant and relevant at a current
time instant is attenuated by a predetermined attenuation measure with reference to
a nominal level.
12. Wave field synthesis apparatus of claim 11,
wherein means (20) for calculating is formed to reduce the attenuation measure step
by step within a predetermined number of time instants from a maximum attenuation
to an attenuation equal to 0.
13. Wave field synthesis apparatus of claim 12, wherein the predetermined number of time
instants is greater than 2 and smaller than 40.
14. Wave field synthesis apparatus of one of claims 11 to 13,
wherein a target level is associated with the virtual source, and
wherein the drive signal components for the virtual source for loudspeakers being
relevant loudspeakers at the previous time instant and at the current time instant
are amplified in level, in order to compensate for the attenuation due to the predetermined
attenuation measure regarding the level of the virtual source.
15. Method of driving an array (904a, 904b, 904c, 904d) of loudspeakers (904) with drive
signals, the loudspeakers being arranged at different defined positions, a drive signal
for a loudspeaker being based on an audio signal associated with a virtual source
(900) having a virtual position with reference to the loudspeaker array and on the
defined position of the loudspeaker, comprising the steps of:
determining (10) relevant loudspeakers of the loudspeaker array on the basis of the
position of the virtual source, a predefined listener position, and the defined positions
of the loudspeakers, such that artifacts due to loudspeaker signals moving opposite
to a direction from the virtual source to the predefined listener position are reduced;
calculating (20) the drive signal components for the relevant loudspeakers and the
virtual source; and
providing (24) the drive signal components for the relevant loudspeakers for the virtual
source to the relevant loudspeakers, wherein no drive signals for the virtual source
are provided to loudspeakers of the loudspeaker array not belonging to the relevant
loudspeakers.
16. Computer program with program code for performing the method of claim 15, when the
program is executed on a computer.
1. Dispositif de synthèse de champ d'ondes pour piloter une rangée (904a, 904b, 904c,
904d) de haut-parleurs (904) par des signaux de pilote, les haut-parleurs étant disposés
à des positions définies différentes, un signal de pilote pour un haut-parleur étant
basé sur un signal audio associé à une source virtuelle (900) ayant une position virtuelle
par rapport à la rangée de haut-parleurs, et sur la position définie du haut-parleur,
aux caractéristiques suivantes :
un dispositif (10) destiné à déterminer les haut-parleurs pertinents de la rangée
de haut-parleurs sur base de la position de la source virtuelle, d'une position d'auditeur
prédéfinie et des positions définies des haut-parleurs, les haut-parleurs pertinents
étant déterminés de sorte que lors d'une activation uniquement des haut-parleurs pertinents
soient réduits les artifices par suite de signaux de haut-parleur qui se déplacent
dans le sens opposé à une direction de la source virtuelle vers la position d'auditeur
prédéfinie ;
un dispositif (20) destiné à calculer les composantes de signal de pilote pour les
haut-parleurs pertinents et la source virtuelle ; et
un dispositif (24) destiné à fournir aux haut-parleurs pertinents les composantes
de signal de pilote pour les haut-parleurs pertinents pour la source virtuelle, aux
haut-parleurs de la rangée de haut-parleurs n'appartenant pas aux haut-parleurs pertinents
n'étant pas fournis de signaux de pilote pour la source virtuelle.
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel le dispositif (20) destiné à mettre
à disposition est calculé pour définir, pour la source virtuelle, une ligne de récepteur
(400), et dans lequel le dispositif destiné à déterminer est réalisé de manière à
déterminer comme étant pertinents pour la position d'auditeur disposée sur la ligne
de récepteur (400) les haut-parleurs qui, en réaction aux composantes de signal de
pilote fournis à ces derniers pour la source virtuelle, émettent des signaux de haut-parleur
dont la direction de déplacement comporte au moins une composante de direction qui
est parallèle à la direction de la source virtuelle vers la ligne de récepteur.
3. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
le dispositif (10) destiné à déterminer est réalisé de manière à déterminer comme
pertinents, pour la position d'auditeur par rapport à la rangée de haut-parleurs,
les haut-parleurs qui, en réaction aux composantes de signal de pilote fournies à
ces derniers pour la source virtuelle, émettent des signaux de haut-parleur dont la
direction de déplacement a au moins une partie qui est parallèle à un vecteur de la
position virtuelle de la source virtuelle vers un haut-parleur respectif.
4. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif (10) destiné à déterminer est réalisé de manière à détecter
si la position virtuelle se situe en dehors d'une salle d'auditeurs (902) définie
par la rangée de haut-parleurs,
dans lequel sont déterminés comme pertinents, dans le cas d'un résultat de détection
positif, les haut-parleurs qui se situent entre la position virtuelle de la source
virtuelle (900) et une ligne de récepteur (400).
5. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif (10) destiné à déterminer est réalisé de manière à déterminer
un angle (α) entre une direction d'émission principale de haut-parleur (500) et une
ligne entre la source virtuelle (900) et le haut-parleur, et à ne déterminer comme
pertinents que les haut-parleur pour lesquels l'angle est plus petit qu'un angle limite
qui se situe dans une plage prédéterminée autour de 90 degrés.
6. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon la revendication 5, dans lequel la plage
prédéterminée comprend +/- 20 degrés.
7. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications 1 à 3, dans
lequel le dispositif (10) destiné à déterminer est réalisé de manière à détecter si
la position virtuelle de la source virtuelle (900) se trouve dans une salle d'auditeurs
(902) définie par la rangée de haut-parleurs,
dans lequel sont déterminés comme pertinents, dans le cas d'un résultat de détection
positif, les haut-parleurs qui se situent dans une zone qui se trouve d'un côté d'une
ligne de référence (600), éloignée par rapport à une ligne de récepteur (400), qui
est parallèle à la ligne de récepteur (400) et qui passe par la position virtuelle
de la source virtuelle (900).
8. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel la rangée de haut-parleurs est une rangée linéaire, et
dans lequel le dispositif (20) destiné à calculer les composantes de signal de pilote
pour la source virtuelle est réalisé de manière à calculer les composantes de signal
de pilote pour les haut-parleurs et pour la source virtuelle de sorte qu'il soit obtenu
une ligne de récepteur (400), pour les positions d'auditeur sur le ligne de récepteur
pouvant être générée une synthèse d'ondes sans erreur.
9. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel une ligne de récepteur (400) s'étend à travers un centre (402) de la salle
d'auditeurs (902).
10. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon la revendication 8 ou 9,
dans lequel le dispositif (20) destiné à calculer est réalisé de manière à calculer
les composantes de signal de pilote pour une source virtuelle et pour les haut-parleurs
de la rangée de haut-parleurs de sorte qu'il soit obtenu, comme ligne de récepteur
(400), une droite.
11. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel la position virtuelle de la source virtuelle (900) est variable dans le
temps, et
dans lequel le dispositif (20) destiné à calculer est réalisé de manière à calculer
les composantes de signal de pilote pour la source virtuelle (900) et pour un haut-parleur
de sorte qu'une composante de signal de pilote pour un haut-parleur qui n'était pas
pertinent à un moment précédent et qui est pertinent à un moment actuel soit atténué
d'une mesure d'atténuation prédéterminée par rapport à un niveau nominal.
12. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon la revendication 11,
dans lequel le dispositif (20) destiné à calculer est réalisé de manière à réduire
par étapes la mesure d'atténuation dans un nombre prédéterminé de points de temps
d'une atténuation maximale à une atténuation égale à 0.
13. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon la revendication 12, dans lequel le
nombre prédéterminé de points de temps est supérieur à 2 et inférieur à 40.
14. Dispositif de synthèse de champ d'ondes selon l'une des revendications 11 à 13,
dans lequel à la source virtuelle est associé un niveau de consigne, et
dans lequel les composantes de signal de pilote pour la source virtuelle pour les
haut-parleurs qui sont des haut-parleurs au moment précédent et au moment actuel sont
amplifiées en niveau, pour compenser l'atténuation par suite de la mesure d'atténuation
prédéterminée en ce qui concerne le niveau de la source virtuelle.
15. Procédé pour piloter une rangée (904a, 904b, 904c, 904d) de haut-parleurs (904) par
des signaux de pilote, les haut-parleurs étant disposés à des positions définies différentes,
un signal de pilote pour un haut-parleur étant basé sur un signal audio associé à
une source virtuelle (900) ayant une position virtuelle par rapport à la rangée de
haut-parleurs, et sur la position définie du haut-parleur, aux étapes suivantes consistant
à :
déterminer (10) les haut-parleurs pertinents de la rangée de haut-parleurs sur base
de la position de la source virtuelle, d'une position d'auditeur prédéfinie et des
positions définies des haut-parleurs, les haut-parleurs pertinents étant déterminés
de sorte que lors d'une activation uniquement des haut-parleurs pertinents soient
réduits les artifices par suite de signaux de haut-parleur qui se déplacent dans le
sens opposé à une direction de la source virtuelle vers la position d'auditeur prédéfinie
;
calculer (20) les composantes de signal de pilote pour les haut-parleurs pertinents
et la source virtuelle ; et
fournir (24) aux haut-parleurs pertinents les composantes de signal de pilote pour
les haut-parleurs pertinents pour la source virtuelle, aux haut-parleurs de la rangée
de haut-parleurs n'appartenant pas aux haut-parleurs pertinents n'étant pas fournis
de signaux de pilote pour la source virtuelle.
16. Programme d'ordinateur avec un code de programme pour réaliser le procédé selon la
revendication 15 lorsque le programme se déroule sur un ordinateur.