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(11) |
EP 1 637 675 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.2007 Patentblatt 2007/02 |
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Anmeldetag: 20.08.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Drehfallen-Verriegelung für Türen von Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs,
insbesondere von Schienenfahrzeugen
Locking device with pivoting bolts for doors on public transport carriages, especially
for railway vehicles
Dispositif de verrouillage avec pênes pivotants pour portes sur véhicules de transport
en commun, notamment pour véhicules ferroviaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
17.09.2004 DE 202004014568 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.03.2006 Patentblatt 2006/12 |
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Patentinhaber: Gebr. Bode GmbH & Co. KG |
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34123 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- Horn, Manfred
34260 Kaufungen (DE)
- Pellegrini, Andreas
34590 Wabern (DE)
- Stahl, Lars
34320 Söhrewald (DE)
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Vertreter: Feder, Wolf-Dietrich |
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Patentanwalt,
Dominikanerstrasse 37 40545 Düsseldorf 40545 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 109 656 US-B1- 6 279 361
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EP-A- 1 066 438 US-B1- 6 439 623
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehfallen-Verriegelung für Fahrzeugtüren mit den Merkmalen
aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Stand der Technik:
[0002] Drehfallen sind für die Türverriegelung bei Fahrzeugen seit langem bekannt. Bisher
wurden Drehfallen-Verriegelungen bei Fahrzeug-Schiebetüren oder Schwenkschiebetüren
an Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs allerdings nur über Pneumatikzylinder
oder manuell betrieben. Eine solche Drehfalle für eine Fahrzeugschiebetür ist beispielsweise
im Gebrauchsmuster DE 8601065 dargestellt. Bei einer solchen Ausführungsart ist es
allerdings notwendig, dass die Tür mit einer großen Schwungkraft geschlossen wird,
damit die Drehfalle nicht in der Vorrast stehen bleibt, sondern in die Hauptrast bewegt
werden kann. Eine solche große Schwungkraft ist allerdings besonders bei Türen für
den Schienenverkehr nachteilig, da die hier verwendeten Türen häufig ein hohes Gewicht
aufweisen: Eine große Schwungmasse führt zum einen zu einer Personengefährdung (Einklemmgefahr),
zum anderen zu einer hohen Lärmbelästigung für die Fahrgäste. Vorteilhaft ist es also,
wenn die Tür langsam in die zu schließende Stellung einfährt und dann die Drehfalle
in die Hauptrast übergeht.
[0003] Es ist grundsätzlich bekannt, dass die Verriegelung von Fahrzeugtüren durch einen
elektrischen Motor bewirkt wird.
[0004] Das Patent EP 0109656 B1 offenbart ein Schloss für eine Kraftfahrzeugtür mit einem
Schließzapfen, der von einer Gabelfalle gegriffen wird, die in der geschlossenen Stellung
an einem um eine Achse drehbaren Schließhebel einrastet, wobei Gabelfalle und Schließhebel
um ihre Drehachse jeweils durch einen oder einen gemeinsamen Elektromotor angetrieben
sind. In der einen Drehrichtung wird die Drehfalle über einen Freilauf, ein Getriebe
und einen Nocken in Schließrichtung bewegt. In der anderen Drehrichtung wird ein Schließhebel
ebenfalls über einen Freilauf, ein Getriebe und einen Nocken in Entriegetungsd.h.
Öffnungsrichtung bewegt. Durch die beiden Freiläufe wird bewirkt, dass sich die jeweilige
Drehbewegung nur entweder auf die Drehfalle oder auf den Schließhebel überträgt. Nachteilig
bei dieser bekannten Vorrichtung ist allerdings, dass die oben erwähnte Aufgabe nur
teilweise erfüllt wird, da der motorische Antrieb nur in der Lage ist, die Drehfalle
von der Vorrast in die Hauptrast zu bewegen. Die Vorrast wiederum muss aber durch
den Schwung des Türblattes erreicht werden.
[0005] Eine weitere elektrisch angetriebene Drehfallen-Schließvorrichtung ist in der Patentschrift
EP 1066438 B1 beschrieben. Dieses Patent offenbart ein Türschloss, insbesondere für
Fahrzeuge, welches eine Drehfalle aufweist mit einer motorischen Zuziehhilfe und einer
motorischen Öffnungshilfe für die Tür, wobei ein- und derselbe Antriebsmotor zum Öffnen
und Schließen verwendet wird, und einem Übertragungsglied als Getriebe, welches zwischen
zwei Schaltstellungen umsteuerbar ist, so dass die Antriebsenergie in Abhängigkeit
von der Schaltstellung des Übertragungsgliedes alternativ auf einem von zwei getrennten
Abtriebswegen zur Drehfalle gelangt, je nachdem, ob die Drehfalle geöffnet oder geschlossen
wird. Darüber hinaus wird das Schaltwerk bei einem Störfall unwirksam gesetzt. Nachteilig
bei dieser bekannten Vorrichtung ist allerdings, dass sie sehr platzaufwendig ist.
So wird nicht nur der Antriebsmotor benötigt, sondern darüber hinaus noch ein Kupplungsmotor,
welcher für die Schaltung des Getriebes notwendig ist. Ferner wird wiederum die oben
erwähnte Aufgabe nur teilweise erfüllt, da der motorische Antrieb nur in der Lage
ist, die Drehfalle von der Vorrast in die Hauptrast zu bewegen. Die Vorrast muss aber
weiterhin durch den Schwung der Tür erreicht werden.
[0006] Es ist bei Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs Vorschrift, dass eine Tür
im Notfall nach Betätigung eines Nothahns oder Notschalters manuell zu öffnen sein
muss, d.h. die Drehfalle muss aus der Hauptrast entriegelt werden. Dabei ergibt sich
das Problem, dass wegen des anhängigen Getriebes eine Selbsthemmung vorliegt, welche
das Öffnen der Drehfalle behindert. Eine Lösung dieses Problems besteht darin, dass
bei Betätigung des Notschalters das Getriebe vom Antriebselement der Drehfalle entkuppelt
wird.
Aufgabe:
[0007] Aufgabe der Erfindung ist also, eine Drehfallen-Verriegelung mit den im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen so auszubilden, dass eine sichere Verriegelung
bei geringer Krafteinwirkung der Tür gewährleistet ist und dass die Entriegelung der
Drehfalle im Notfall auch ohne den Getriebemotor möglich ist. Das Letztere ist notwendig,
da es, wie oben erwähnt, bei Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs notwendig
ist, dass eine Tür im Notfall nach Betätigung eines Nothahns oder Notschalters manuell
zu öffnen sein muss, d.h. die Drehfalle muss aus der Hauptrast entriegelt werden.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung erfüllt die Aufgabe mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterführungen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche. Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Tür nur mit sehr wenig
Schwung in die Schließstellung einfährt, um dann motorisch angetrieben über die Vorrast
in die Hauptrast verriegelt zu werden.
[0009] Vorteilhaft ist bei der Erfindung ferner, dass die Vorrichtung platzsparend ohne
zusätzliche Antriebe die Entkuppelung der Drehfalle vom Getriebemotor leistet, so
dass im Notfall über eine manuelle Betätigung die Drehfalle ohne Selbsthemmung des
Getriebemotors entriegelt werden kann. Bei vorteilhaften Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung werden darüber hinaus Sensoren verwendet, welche den Zustand der Drehfallen-Verriegelung
überwachen. Dies dient dazu, dass die tatsächliche Verriegelung der Tür sichergestellt
ist. Deswegen wird überwacht, ob zum einen sich der Fangbolzen in der Drehfalle befindet,
und zum anderen, ob die Drehfalle sich in der Hauptrast befindet. Ein Türblatt-Kontrollschalter
kann darüber hinaus sicherstellen, dass das Türblatt tatsächlich geschlossen ist.
[0010] Es kann vorgesehen werden, dass eine Tür aus Sicherheitsgründen mit mehreren Drehfallen-Verriegelungen
ausgestattet ist.
Figurenbeschreibung:
[0011] Ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 1 bis 3 dargestellt.
Es zeigen
- Fig. 1a
- eine Seitenansicht der Schließvorrichtung im geöffneten Zustand;
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht der Schließvorrichtung mit der Drehfalle in Vorrast;
- Fig. 1c
- eine Seitenansicht der Schließvorrichtung mit der Drehfalle in Hauptrast;
- Fig. 2
- eine explodierte Darstellung der Drehfalle im geschlossenen Zustand;
- Fig. 3a
- eine perspektivische Darstellung der Schließvorrichtung im geöffneten Zustand;
- Fig. 3b
- eine perspektivische Darstellung der Schließvorrichtung mit der Drehfalle in Vorrast;
- Fig. 3c
- eine perspektivische Darstellung der Schließvorrichtung mit der Drehfalle in Hauptrast.
[0012] In den Figuren 1a bis 1c ist die Schließvorrichtung in den Zuständen "offen", "Vorrast"
und "Hauptrast" dargestellt. Die Schließvorrichtung dient zum Verriegeln einer nicht
dargestellten Tür. Dargestellt ist ein an der Tür angebrachter Fangbolzen 1, welcher
durch die Schließvorrichtung verriegelt werden kann. Der Weg des Fangbolzens beim
Schließen der Tür ist in Fig. 1a durch die gestrichelten Linien dargestellt. Sobald
der Fangbolzen in die vorgesehene Ausnehmung der Drehfalle 2 einfährt, kann der Schließvorgang
der Drehfalle 2 beginnen. Die Drehfalle 2 wird von einem elektrischen Getriebemotor
7 angetrieben. Nach der Drehung der Drehfalle 2 in die Vorrast greift, wie in Fig.
1b gezeigt, ein Verriegelungselement 3 mit einem Sperrhaken 4 hinter den Vorrastnocken
5 der Drehfalle ein und verhindert ein Zurückdrehen der Drehfalle. Der Fangbolzen
1 ist nun bereits verriegelt, allerdings ist die Tür noch nicht völlig geschlossen.
Um die Tür dicht zu schließen, dreht sich die Drehfalle 2, wie in Fig. 1c dargestellt,
in die Hauptrast, so dass der Sperrhaken 4 nun hinter dem Hauptrastnocken 6 der Drehfalle
2 eingreift.
[0013] Die Fig. 2 zeigt eine explodierte Darstellung der Drehfalle im geschlossenen Zustand.
Der Getriebemotor 7 dreht ein Abtriebsritzel 8, welches die Drehung auf ein zweites
Zahnrad 9 überträgt. Dieses Zahnrad 9 ist mit einer Gewindewelle 10, welche als Steilgewindewelle
ausgeführt ist, drehfest verbunden. Das Gewinde der Gewindewelle 10 hat vorzugsweise
eine Steigung von 30° . Auf der Gewindewelle 10 sitzt eine Mutter 11, welche durch
die Drehbewegung der Welle und durch eine unter Vorspannung stehende Feder 17, welche
als Druckfeder ausgeführt ist, translatorisch entlang der axialen Richtung der Welle
bewegt wird. An der vom Zahnrad 9 abgewandten Stirnseite weist die Mutter 11 einen
Zahnkranz 12 auf. Wenn sich während der Drehbewegung die Mutter in Richtung der Drehfalle
2 bewegt, so greift dieser Zahnkranz 12 in einen entsprechenden, in dieser Darstellung
verdeckten Zahnkranz 13 ein, welcher sich an der Drehfalle befindet. Dieser Zahnkranz
13 ist beispielsweise in Fig. 3c gezeigt. Somit wird über diese Zahnkränze 12 und
13 die Kupplung des Getriebemotors 7 mit der Drehfalle 2 hergestellt. Da sich die
Mutter 11 nun nicht weiter translatorisch bewegen kann, überträgt sich die Drehbewegung
der Gewindewelle 10 über die Zahnkupplung auf die Drehfalle 2. Die Drehfalle 2 dreht
sich, vom Getriebemotor 7 angetrieben, entgegen der Kraft einer Drehfeder 14, welche
somit gespannt wird, erst in die Vorrast und dann in die Hauptrast.
[0014] Der Drehfalle gegenüberliegend angeordnet ist das Verriegelungselement 3, welches
als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist und welches drehbar auf einer Drehachse 15,
die zur Drehachse der Drehfalle parallel liegt, gelagert ist. Im geöffneten Zustand
der Schließvorrichtung ist eine Feder 16 gespannt, welche am unteren Hebelarm des
Verriegelungselements 3 eine Kraft nach oben ausübt, so dass der obere Hebelarm des
Verriegelungselements 3, an dem der Sperrhaken 4 angeordnet ist, eine Kraft in Richtung
der Drehfalle 2 erfährt. Durch diese Kraft wird der Sperrhaken gegen die Drehfalle
2 gedrückt. Wenn nun die Drehfalle 2 eine Drehbewegung in Richtung der Vorrast ausführt,
kann der Sperrhaken hinter den Vorrastnocken 5 eingreifen. Bei einer weiteren Drehbewegung
der Drehfalle 2 in Richtung der Hauptrast greift der Sperrhaken schließlich, von der
Feder 16 gehalten, hinter den Hauptrastnocken 6 der Drehfalle 2 ein und arretiert
somit die Drehfalle 2 in der Hauptraststellung.
[0015] Wenn sich der Getriebemotor 7 nun, nachdem die Drehfalle in die Hauptraststellung
gedreht wurde, um einen vorgegebenen Winkelbetrag in die andere Richtung dreht, so
bewegt sich die Mutter 11 wieder in Richtung auf das Zahnrad 9 zu und die Drehfalle
2 wird vom Getriebemotor 7 entkuppelt, wobei sich die Feder 17 spannt.
[0016] Dieser Entkupplungsvorgang findet stets nach jeder Schließung der Drehfalle 2 statt,
d.h. sobald die Drehfalle in die Hauptrast gedreht ist, kehrt der Getriebemotor 7
aufgrund einer entsprechenden Ansteuerung seine Drehrichtung um, damit die Drehfalle
vom Getriebemotor und vom Getriebe entkuppelt wird. Der Getriebemotor dreht solange
in diese Richtung, bis die Mutter 11 an dem Zahnrad 9 anliegt.
[0017] Öffnen lässt sich die Drehfalle entweder im Normalfall elektrisch oder über eine
Notbetätigung manuell.
[0018] Bei der elektrischen Öffnung der Drehfalle dreht sich der Getriebemotor 7 in der
Richtung, dass die am Zahnrad 9 anliegende Mutter 11 translatorisch blockiert wird
und daher direkt eine Drehbewegung ausführt. An der Mutter 11 ist in Richtung des
Verriegelungselements ein Schwenkarm 18 angeordnet, welcher sich infolge der Drehbewegung
nach oben bewegt. Der Schwenkarm 18 greift an einem Entriegelungshebel 19 an, welcher
am oberen Hebelarm des Verriegelungselements 3 angeordnet ist. Der Entriegelungshebel
19 wird vom Schwenkarm 18 nach oben gedrückt, wodurch sich auch der Sperrhaken 4,
welcher sich an demselben Hebelende des Verriegelungselements 3 befindet, nach oben
bewegt, und zwar entgegen der Kraft der Feder 16, welche sich spannt. Dadurch, dass
der Sperrhaken nicht mehr in Kontakt mit der Drehfalle 2 steht, wird die Drehfalle
entriegelt und sie dreht sich, von der Drehfeder 14 angetrieben, in die offene Stellung
zurück, wodurch der Fangbolzen freigegeben wird. Diese Rückdrehung der Drehfalle unterliegt
keiner Selbsthemmung durch den Getriebemotor oder das Getriebe, da die Drehfalle davon,
wie oben beschrieben, bereits entkuppelt worden ist.
[0019] Wie bereits beschrieben, muss in Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs stets
die Möglichkeit gegeben sein, eine verriegelte Tür im Notfall manuell zu entriegeln
und zu öffnen. Bei dem hier vorgestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung geschieht
dies, durch eine Anlenkstange 20, welche am unteren Hebelarm des Verriegelungselements
angebracht ist und welche durch ein bogenförmiges Langloch 21 aus der Schließvorrichtung
herausgeführt ist. An dieser Anlenkstange lässt sich ein nicht dargestellter Bowdenzug
befestigen, welcher zu einer Notbetätigung innerhalb des Fahrgastraumes führt. Durch
eine Ziehbewegung an dieser Anlenkstange 20 dreht sich das Verriegelungselement 3,
bis die Bewegung des Verriegelungselements durch einen Anschlagwinkel 22 blockiert
wird, und der Sperrhaken 4 hebt sich über die Drehfalle 2, so dass diese entriegelt
ist. Die Drehfalle dreht sich nun, von der Drehfeder 14 angetrieben, in die offene
Stellung zurück, wodurch der Fangbolzen freigegeben wird. Wiederum liegt keine Selbsthemmung
vor, da die Drehfalle bereits von Getriebemotor und Getriebe entkuppelt worden ist.
[0020] Die Fig. 3a bis 3c zeigen eine perspektivische Ansicht der Drehfallenverriegelung
in den Zuständen "offen", "Vorrast" und "Hauptrast". In diesen Darstellungen wird
besonders die Funktion der Sensorik der verschiedenen Stellungen der Schließvorrichtung
deutlich, welches ein wesentliches Sicherheitsmerkmal der Erfindung darstellt. Es
sind neben einem nicht dargestellten Türblatt-Kontrollschalter, welcher das tatsächliche
Schließen des Türblattes anzeigt, zwei Sensoren vorgesehen, welche die Zustände der
Drehfallenverriegelung überwachen. In diesem Ausführungsbeispiel sind diese Sensoren
als Mikroschalter ausgeführt. Ein Mikroschalter 23 dient zur Fangbolzenerkennung,
ein zweiter Mikroschalter 24 zum Anzeigen der Hauptraststellung. Der Mikroschalter
23 der Fangbolzenerkennung sensiert, ob der Fangbolzen 1 der Tür in der Fangbolzenausnehmung
der Drehfalle 2 liegt. Da die Tür immer mit einem gewissen Schwung schließt, wird
beim Kontakt des Fangbolzens 1 mit der Drehfalle 2 diese um einen geringen Winkel
gedreht. Dieser Winkel reicht aus, um den Mikroschalter 23 zu öffnen. Dies ist das
Signal, damit die Drehfalle 2, vom Getriebemotor 7 angetrieben, in die Vorrast drehen
kann. Wenn sich die Drehfalle dann in die Hauptrast dreht, so stößt der untere Hebelarm
des Verriegelungselements 3 gegen den Mikroschalter 24, wodurch dieser geschaltet
wird. Dies ist das Signal, dass die Drehfalle sich in der Hauptrast befindet.
1. Drehfallen-Verriegelung für Türen von Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs,
insbesondere von Schienenfahrzeugen, mit einer Drehfalle (2), welche einen Fangbolzen
(1) aufnimmt und fest verriegelt, wobei die Drehfalle aus einem geöffneten Zustand
vorzugsweise über eine Vorraststellung in eine Hauptraststellung übergeht, wobei ein
Teil der Verriegelungsbewegung, mindestens der Endabschnitt der Drehbewegung der Drehfalle
in die Hauptrast, von einem vorzugsweise elektrischen Getriebemotor (7) bewirkt wird,
wobei derselbe Getriebemotor (7) die Drehfalle im Normalbetrieb wieder entriegelt,
und welche eine Kupplung (8-13) zwischen dem Getriebemotor (7) und der Drehfalle (2)
aufweist, welche ein Verriegelungselement (3) aufweist, die das Zurückdrehen der Drehfalle
(2) in die geöffnete Stellung verhindert, welche nach dem Schließen in die Hauptrast
vom Getriebemotor (7) entkuppelt wird, diese Entkupplung durch denselben Getriebemotor
(7) bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem der Fangbolzen (1) in eine Ausnehmung der Drehfalle eingefahren ist, die
gesamte Verriegelungsbewegung der Drehfalle (2) vom Getriebemotor (7) bewirkt wird.
2. Drehfallen-Verriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung eine auf einer Gewindewelle (10) laufende Mutter (11) enthält.
3. Drehfallen-Verriegelung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter (11) auf ihrer Stirnseite einen Zahnkranz (12) aufweist, welcher in einen
entsprechenden Zahnkranz (13) an der Drehfalle (2) greift.
4. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch Mittel, durch welche der Getriebemotor (7) nach Erreichen der endgültigen Schließstellung der Drehfalle
(2) automatisch um einen vorgegebenen Winkelbetrag zurückgesetzt wird.
5. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Muter (11) und dem Zahnrad 9 eine Feder (17) angeordnet ist, welche
die translatorische Bewegung der Mutter (11) auf der Gewindewelle (10) unterstützt.
6. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (3) einen Sperrhaken (4) aufweist.
7. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Verriegelungselement (3) eine Drehfeder (16) angebracht ist, durch deren Kraftwirkung
auf das Verriegelungselement (3) ein Drehmoment in Richtung auf die Drehfalle (2)
ausgeübt wird.
8. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Drehfeder (14) aufweist, die eine Kraft bewirkt, durch welche die Drehfalle
aus der Hauptrast geöffnet wird, nachdem das Verriegelungselement (3) gelöst wurde.
9. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (3) einen Entriegelungshebel (19) aufweist, über welchen
das Verriegelungselement (3) so bewegt werden kann, dass sich die Drehfalle (2) öffnet.
10. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfalle (2) im Notfall manuell entriegelbar ist.
11. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (3) eine Anlenkstange (20) aufweist, über welche die Drehfalle
(2) im Notfall entriegelbar ist.
12. Drehfallen-Verriegelung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Anlenkstange (20) ein Bowdenzug angreift.
13. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sensor aufweist, welcher erkennt, dass sich der Fangbolzen (1) in der Drehfalle
(2) befindet.
14. Drehfallen-Verriegelung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sensor aufweist, welcher erkennt, dass die Drehfalle (2) sich in der Hauptrast
befindet.
1. Rotating-latch lock for doors on public passenger transport vehicles, in particular
on railway vehicles, with a rotating latch (2) which picks up a catch bolt (1) and
locks it firmly, wherein the rotating latch goes from an open state into a main catch
position, preferably via a pre-catch position, wherein part of the locking movement,
at least the end section of the rotary movement of the rotating latch into the main
catch, is effected by a, preferably electric, geared motor (7), wherein the same geared
motor (7) unlocks the rotating latch again in normal operation, and which has a coupling
(8-13) between the geared motor (7) and the rotating latch (2), which has a locking
element (3) which prevents reverse rotation of the rotating latch (2) into the open
position, which after closing into the main catch is decoupled from the geared motor
(7) and this decoupling is effected by the same transmission motor (7), characterised in that after the catch bolt (1) has moved into a recess of the rotating latch the entire
locking movement of the rotating latch (2) is effected by the geared motor (7).
2. Rotating-latch lock according to claim 1, characterised in that the coupling contains a nut (11) running on a threaded shaft (10).
3. Rotating-latch lock according to claim 1 or 2, characterised in that the nut (11) has a crown gear (12) on its front face, which engages in a corresponding
crown gear (13) on the rotating latch (2) .
4. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 3, characterised by means by which the geared motor (7) is automatically reset by a preset angle amount
after reaching the final closing position of the rotating latch (2).
5. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that arranged between the nut (11) and the toothed wheel (9) is a spring (17) which supports
the translatory movement of the nut (11) on the threaded shaft (10).
6. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 5, characterised in that locking element (3) has a locking hook (4).
7. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 6, characterised in that attached to the locking element (3) is a rotary spring (16), by the effect of force
of which on the locking element (3) a torque is exerted in the direction of the rotating
latch (2).
8. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 7, characterised in that it has a torsion spring (14), which exerts a force by which the rotating latch is
opened from the main catch, after the locking element (3) has been released.
9. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 8, characterised in that the locking element (3) has an unlocking lever (19), via which the locking element
(3) can be moved in such a way that the rotating latch (2) opens.
10. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 9, characterised in that the rotating latch (2) can be unlocked manually in an emergency.
11. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 10, characterised in that the locking element (3) has a connecting rod (20), via which the rotating latch (2)
can be unlocked in an emergency.
12. Rotating-latch lock according to claim 11, characterised in that a Bowden cable acts on the connecting rod (20).
13. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 12, characterised in that it has a sensor which recognises that the catch bolt (1) is located in the rotating
latch (2).
14. Rotating-latch lock according to one or more of claims 1 to 13, characterised in that it has a sensor which recognises that the rotating latch (2) is located in the main
catch.
1. Verrouillage à loquet tournant pour portes de véhicules du transport public de personnes,
en particulier de véhicules sur rails, comprenant un loquet tournant (2), qui reçoit
un boulon de sécurité (1) et le verrouille de façon fixe, le loquet tournant passant
d'un état ouvert de préférence par une position de pré-encliquetage dans une position
d'encliquetage principal, une partie du mouvement de verrouillage, au moins la section
d'extrémité du mouvement tournant du loquet tournant dans l'encliquetage principal,
étant réalisée par un moteur à engrenage (7) de préférence électrique, le moteur à
engrenage (7) déverrouillant à nouveau le loquet tournant lors du service normal,
et lequel présente un couplage (8-13) entre le moteur à engrenage (7) et le loquet
tournant (2), lequel présente un élément de verrouillage (3) qui empêche la rotation
arrière du loquet tournant (2) dans la position ouverte, laquelle est dissociée du
moteur à engrenage (7) après la fermeture dans l'encliquetage principal, cette dissociation
étant réalisée par le même moteur à engrenage (7), caractérisé en ce que, une fois que le boulon de sécurité (1) est entré dans un évidement du loquet tournant,
l'ensemble du mouvement de verrouillage du loquet tournant (2) est réalisé par le
moteur à engrenage (7).
2. Verrouillage à loquet tournant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couplage contient un écrou (11) tournant sur un arbre fileté (10).
3. Verrouillage à loquet tournant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'écrou (11) présente sur son côté avant une couronne dentée (12) qui s'engage dans
une couronne dentée (13) correspondante sur le loquet tournant (2).
4. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 3, caractérisé par des moyens, par lesquels le moteur à engrenage (7) est reculé automatiquement d'un
montant d'angle prédéfini après avoir atteint la position de fermeture définitive
du loquet tournant (2).
5. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que entre l'écrou (11) et la roue dentée (9) est disposé un ressort (17), qui favorise
le mouvement de translation de l'écrou (11) sur l'arbre fileté (10).
6. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (3) présente un crochet de blocage (4).
7. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que sur l'élément de verrouillage (3) est placé un ressort de rotation (16), par l'effet
de force duquel un couple est exercé sur l'élément de verrouillage (3) en direction
du loquet tournant (2).
8. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 7, caractérisé en ce qu'il présente un ressort tournant (14) qui entraîne une force par laquelle le loquet
tournant est ouvert à partir de l'encliquetage principal, une fois que l'élément de
verrouillage (3) a été desserré.
9. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (3) présente un levier de déverrouillage (19), par lequel
l'élément de verrouillage (3) peut être déplacé de telle sorte que le loquet tournant
(2) s'ouvre.
10. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 9, caractérisé en ce que le loquet tournant (2) peut être déverrouillé en cas d'urgence.
11. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (3) présente une tige articulée (20), par laquelle le loquet
tournant (2) peut être déverrouillé en cas d'urgence.
12. Verrouillage à loquet tournant selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un câble Bowden s'applique sur la tige articulée (20).
13. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 12, caractérisé en ce qu'il présente un capteur qui détecte que le boulon de sécurité (1) se trouve dans le
loquet tournant (2).
14. Verrouillage à loquet tournant selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 13, caractérisé en ce qu'il présente un capteur qui détecte que le loquet tournant (2) se trouve dans l'encliquetage
principal.