[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifizierung von aufzubewahrenden oder
zu versendenden Gegenständen, vorzugsweise Güter enthaltenden Verpackungen, die einen
Aufdruck aufweisen, gemäß Anspruch 1.
[0002] Aus der DE 39 06 122 C2 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Erkennung einer
unbefugten Öffnung eines mit Markierungen versehenen Behältnisses bekannt, bei dem
die Markierungen als zufallsbedingte, nach außen detektierbare Flussstruktur ausgebildet
sind, welche dazu dienen, das Behältnis unlösbar zu verschließen. Vor dem Versenden
des Behältnisses werden die Merkmale der die Markierung bildenden Markierungsstruktur
mit einem geeigneten Detektor aufgenommen. Anschließend wird eine zufallsbedingte
Auswahl von geeigneten Teilen der Markierungsstruktur mit den jeweils auf den Behälter
zugeordneten Orten gespeichert und zusätzlich wird das Behältnis mit einer Identifikationsnummer
gekennzeichnet. Anhand der Identifikationsnummer und der den gespeicherten Ortswerten
entsprechenden Markierungsstruktur wird mittels eines Vergleichsverfahrens geprüft,
in welchem Grad die gespeicherten Vergleichsmuster mit den nach dem Versand detektierten
übereinstimmen. Der Übereinstimmungsgrad wird anzeigt und es wird eine Mitteilung
der Behältnisöffnung bzw. der Nichtöffnung des Behältnisses anzeigt, was von einem
wählbaren Grad der Markierungsübereinstimmung abhängig ist.
[0003] Dieses Verfahren eignet sich jedoch nur für die Identifizierung von Behältnissen,
da die das Behältnis individualisierenden zufallsbedingten Strömungsfäden-Muster nur
dann erzeugt werden können, wenn dieses Behältnis durch zwei verschiedenfarbige Materialien
hergestellt wird.
[0004] Aus der DE 198 55 209 A1 ist eine Einrichtung und ein Verfahren zum Schutz von Gegenständen
oder Informationen gegen unberechtigten Zugriff bekannt, welche auf dem Grundgedanken
basieren, individuelle, den Schließzustand charakterisierende Merkmale des Gehäuses,
das die Gegenstände oder Informationen birgt, zu erfassen und Änderungen dieser Merkmale
zu signalisieren. Bei diesem Verfahren und dieser Vorrichtung handelt es sich mithin
um eine elektronische Versiegelung von Gehäusen, um darin verwahrte Gegenstände oder
gespeicherte Informationen vor einem unberechtigten oder unerkannten Zugriff zu bewahren.
[0005] Die Aufgabe vorliegender Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Identifizierung
von aufzubewahrenden oder zu versendenden Gegenständen, vorzugsweise Güter enthaltenden
Verpackungen, zu schaffen, das schnell, fälschungssicher, einfach und preisgünstig
das Erzeugen einer individualisierenden und später prüfbaren Markierung im Zuge der
Erzeugung eines auf dem Gegenstand aufzubringenden Aufdruckes zu ermöglicht.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruches 1.
[0007] Einer der besonderen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen,
dass die Erzeugung der Original-Markierung im Zuge des ohnehin zu erstellenden Aufdruckes
auf dem Gegenstand möglich ist. Der einzige Zusatzaufwand, der hierfür getroffen werden
muss, ist die Zugabe von Partikeln zu einem der beim Druckvorgang zu verarbeitenden
Medien, die dann bei der Ausführung des Druckvorganges das Zufallsmuster bilden, das
aus einer den jeweiligen Gegenstand individualisierenden Partikelverteilung in dem
jeweiligen Druckmedium besteht.
[0008] Diese Art des Herstellens einer Original-Markierung kann dementsprechend ohne weiteren
Aufwand auch in Hochgeschwindigkeits-Produktionen unter Verwendung modernster Drucktechnologien
angewandt werden.
[0009] Ferner kann die Speicherung der erzeugten Original-Markierung und deren Codierung
ebenfalls vollautomatisch und als Hochgeschwindigkeitsprozess erfolgen, da eine komplett
digitale Verarbeitung möglich ist, ohne dass es hierfür erforderlich wäre, spezielle
Einrichtungen zu verwenden.
[0010] Vielmehr können zur Verfügung stehende Erfassungseinrichtungen, insbesondere Digitalkameras,
digitale Speichermedien, digitale Vergleichseinrichtungen, verwendet werden, die auch
höchsten Anforderungen der Verarbeitungstechnik hinsichtlich Geschwindigkeit, Genauigkeit
und Qualität problemlos angepasst werden können.
[0011] Da somit für die gesamte Erstellung der Original-Markierung, deren Erfassung, Auswertung
sowie der Weiterverarbeitung, insbesondere der Anzeige oder der Ausgabe von Warnungen,
Standardgeräte verwendet werden können, ist das erfindungsgemäße Verfahren äußerst
kostengünstig und einfach zu implementieren.
[0012] Ferner ist es möglich, bei der Auswahl der zu vergleichenden Gegenstände vollautomatische
Such- und Auswertealgorithmen zu verwenden, die ebenfalls zu Verfügung stehen und
es möglich machen, auch große Mengen von Gegenständen in kurzen Verarbeitungszeiten
zu überprüfen.
[0013] Ferner ist es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, den jeweiligen Überprüfungsvorgang
zu protokollieren und somit abzuspeichern, wenn erfolgreich eine Original-Markierung
ermittelt werden konnte, so dass durch den Protokollierungsvorgang sichergestellt
wird, dass keine weitere Überprüfung eines Gegenstandes mit dieser bereits ermittelten,
mit anderen Worten vergebenen Original-Markierung unerkannt bleibt.
[0014] Zu den industriellen Druckverfahren, die beim dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet
werden können, zählen vor allem Normal-Offsetdruck, vorzugsweise unter der Verwendung
von UV-Lackauftrag, sowie Hybriddruckverfahren und Flexdodruckverfahren.
Der Vorteil bei Offsetdruck, vorzugsweise unter Verwendung von UV-Lackauftrag, liegt
in den vergleichsweise niedrigen Kosten für die Original - Markierung in Druckvorstufe
und Verarbeitung. Diese kann problemlos mittels Sonderdruck- oder Lackform in das
Druckbild intregriert werden.
Der besondere Vorteil von Hybriddruckverfahren ist darin zu sehen, dass es möglich
ist, besondere Oberflächeneffekte für die Original-Markierung und eine dreidimensionale
Anmutung dieser Markierung zu erstellen. Ferner ist die Erzeugung haptischer Effekte
möglich.
Da beim UV-Druck und beim Hybriddruckverfahren UV-Lack zum Einsatz kommt, ist dies
für das erfindungsgemäße Verfahren von besonderem Vorteil, da die Partikeleinbringung
in diesen beim UV- und Hybriddruck verwendeten Lack besonders gut und einfach funktioniert
und eine sehr hohe Anzahl an zufälligen Anordnungen der Partikel auf kleinster Fläche
ermöglicht.
[0015] Flexodruckverfahren sind insofern für das erfindungsgemäße Verfahren von besonderem
Vorteil, da die Partikelgröße erhöht werden kann, weil es mit diesem Druckverfahren
möglich ist, höhere Farbschichtdicken zu erzeugen. Durch die Größe der Partikel kann
somit ein hoher Kontrast und eine sichere Erkennung auch bei niedrigen Auflösungen
der Erfassungseinrichtungen erreicht werden.
[0016] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0017] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender
Beschreibung anhand der Zeichnungen.
[0018] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische stark vereinfachte Blockdarstellung zur Erläuterung der Grundprinzipien
des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
- Fig. 2
- ein Flussdiagramm zusammen mit einer bildhaften Darstellung einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0019] In Fig. 1 ist zur Verdeutlichung einer ersten möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ein Gegenstand 2 schematisch vereinfacht dargestellt. Unter dem Begriff
"Gegenstand" kann im Prinzip jedwede Art Artikel verstanden werden, der identifiziert
werden muss oder soll und hierfür eine Markierung tragen kann. Insbesondere ist unter
diesem Begriff jedwede Art von Verpackung zu verstehen, vor allem für die Fälle, in
denen Verpackungen Stoffe enthalten, die selber nicht durch eine gedruckte Markierung
gekennzeichnet werden können, wie beispielsweise Flüssigkeiten, Pulver oder Granulate.
[0020] Der Gegenstand 2 ist mit einem durch ein Rechteck symbolisierten Aufdruck 5 versehen.
Dieser Aufdruck 5 weist an einer geeigneten Stelle eine Original-Markierung 1 auf,
die in Fig. 1 durch ein Quadrat symbolisiert ist, das innerhalb des Aufdruckes 5 angeordnet
ist. Die Original-Markierung 1 ist mit einem Zufallsmuster 3 versehen, das in Fig.
1 beispielhaft durch die Buchstaben "XOX" symbolisiert ist. Der Begriff "Zufallsmuster"
bedeutet hierbei, dass bei jedem Aufbringen des Aufdruckes 5 durch eine geeignete
industrielle Drucktechnologie, die eingangs näher erläutert wurden, die Original-Markierung
1 im Zuge der Erstellung des Aufdruckes 5 mit erzeugt wird. Hierfür wird eine Schicht
auf den Gegenstand 2 aufgebracht, die im Zuge der Durchführung des Druckvorganges
aufgrund der Einbringung von Partikeln in das Material der Schicht die in Fig. 3 durch
die Buchstaben "XOX" symbolisierte individualisierende Zufallskennung 3 ergibt. Da
aufgrund dieser zufallsbedingten Partikelverteilung sichergestellt ist, dass bei jedem
Druckvorgang ein anderes Zufallsmuster 3 entsteht, ist es möglich, ohne weitere Maßnahmen
bei Durchführung ein und desselben Druckvorganges stets von Gegenstand zu Gegenstand
eine andere Zufallskennung 3 zu erzeugen, die dann die individualisierende jeweilige
Partikelverteilung zur Identifizierung des Gegenstandes 2 enthält.
[0021] Wenn der Aufdruck 5 auf den Gegenstand 2 zusammen mit der Original-Markierung aufgebracht
worden ist, ergibt sich die Möglichkeit, die Original-Markierung zu erfassen, da sie
von außen detektierbar ist. Hierzu ist in Fig.1 schematisch vereinfacht eine Erfassungseinrichtung
4 vorgesehen, die beispielsweise als Kamera, insbesondere als Digitalkamera ausgebildet
sein kann. Mit dieser Erfassungseinrichtung 4 wird das Zufallsmuster 3 detektiert
und in einer Speichereinrichtung 6 gespeichert, bevor der Gegenstand 2 aufbewahrt,
beispielsweise gelagert, oder versandt, verkauft oder sonstwie gehandhabt wird. Im
Rahmen der Speicherung ist es möglich, das erfasste Zufallsmuster 3 zu digitalisieren
und zu codieren, was anhand der Ausführungsform gemäß Fig. 2 näher erläutert werden
wird.
[0022] Ferner ist es möglich, die in der Speichereinrichtung 6 gespeicherten Daten Benutzern
zugänglich zu machen, wobei es denkbar ist, diese Daten über das Internet oder über
betriebsinterne Intranets, oder über sonstige vorzugsweise EDVunterstützte Informationssystem
zugänglich zu machen. Es ist selbstverständlich, dass im Bedarfsfalle dieser Zugang
von Zugangsberechtigungen abhängig gemacht werden kann, die es nur einem begrenzten
Personenkreis möglich macht, die gespeicherten Daten zum Zwecke der Überprüfung zu
verwenden.
[0023] Zur Erläuterung des Überprüfungschrittes ist in Fig. 1 ein weiterer Gegenstand 2'
dargestellt, der mit einem Aufdruck 5', einer vermutlichen Original-Markierung 1'
und dementsprechend einem vermutlichen originalen Zufallsmuster 3' versehen ist. Es
wird in diesem Zusammenhang von "vermutlich" gesprochen, da beispielsweise der Empfänger
einer Verpackung unter Umständen aufgrund weitestgehender Ähnlichkeit mit der von
ihm erwarteten Sendung nicht feststellen kann, ob der bei ihm eingetroffene Gegenstand
2' tatsächlich der Originalgegenstand 2 ist, den er erwartet. Mit anderen Worten kann
die Überprüfung ergeben, dass der Gegenstand 2' tatsächlich dem Original entspricht,
also den Gegenstand 2 mit seiner Original-Markierung 1 darstellt, oder dass dies eben
nicht der Fall ist.
[0024] Um dies zu verdeutlichen, ist der Gegenstand 2' mit einer vermutlichen Original-Markierung
1' versehen, deren Zufallsmuster 3' jedoch durch die Buchstaben "XOY" symbolisiert
ist. Um nun die Überprüfung vorzunehmen, wird auch diese Markierung 3' mit einer geeigneten
Erfassungseinrichtung 10, beispielsweise wiederum einer Digitalkamera, erfasst und
einer Vergleichseinrichtung 7 zugeführt, die Zugriff auf die Speichereinrichtung 6
hat, um das dort abgelegte originale Zufallsmuster 3 (Buchstaben XOX) mit dem gerade
erfassten Zufallsmuster 3' (Buchstaben XOY) zu vergleichen. Ergibt dieser Vergleich,
wie in Fig. 1 symbolisch dargestellt, dass keine Übereinstimmung zwischen dem Zufallsmuster
3 der Original-Markierung 1 und dem Zufallsmuster 3' der vermutlichen Original-Markierung
1' besteht, ergibt der Vergleichsschritt dementsprechend, dass der Gegenstand 2' tatsächlich
nicht dem Original-Gegenstand 2 entspricht. Dies ist im Block 8 dadurch symbolisiert,
dass ein Übereinstimmungsgrad Ü definiert wird, der mit einer Übereinstimmungsgradschwelle
S verglichen wird. Ergibt dieser Vergleich, dass der Übereinstimmungsgrad Ü unterhalb
des definierten Schwellenwertes S liegt, wird dies entsprechend angezeigt, wozu der
Block 8 beispielsweise als ein Bildschirm eines PC ausgebildet sein kann. Wahlweise
ist es in diesem Falle möglich, über eine Warneinrichtung 9 die Warnung auszugeben,
dass der überprüfte Gegenstand 2' tatsächlich nicht dem Original-Gegenstand 2 entspricht.
Eine derartige Warnung kann sowohl optisch als auch akustisch oder in einer kombinierten
Warnanzeige erfolgen.
[0025] In Fig.2 ist als Blockschaltbild im Zusammenhang mit einer zeichnerischen Darstellung
eine zweite mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der dort
aufgeführten Verfahrensschritte S
1 bis S
11 erläutert. Auf diese Darstellung des Ablaufes der Verfahrensschritte S
1 bis S
11 im Zusammenhang mit den zeichnerischen Darstellungen wird hiermit explizit Bezug
genommen.
[0026] Bei dem dort verwandten Druckverfahren wird nach Aufbringung des Druckdesigns D in
Schritt S
1 der Druckbogen in ein in der Figur nicht näher dargestelltes UV-Lackwerk eingeleitet
(Verfahrensschritt S
2). Der in diesem Lackwerk verarbeitete Lack enthält die zuvor bereits erläuterten
Partikel, beispielsweise in Form von Metallpartikeln oder auch Farbpigmenten. Bei
der dargestellten Ausführungsform ist im Druckbogen eine Aussparung A vorgesehen,
in die die Original-Markierung 1" eingebracht wird. Auch hierbei entsteht im Zuge
des Einbringens der Original-Markierung 1" ein Zufallsmuster 3" , das in Fig. 2 verdeutlicht
ist.
[0027] Zu den Schritten S
4 bis S
7 kann ohne weiteren Kommentar auf Fig. 2 verwiesen werden.
[0028] In Verfahrensschritt S
8 wird das gespeicherte Partikelmuster mittels statistischer Verfahren ausgewertet,
wozu das zuvor im Bereich der Aussparung A angebrachte Koordinatensystem K vorzugsweise
mit einem Orientierungsmerkmal (O) mit verwendet wird. In diesem Schritt S
8 kann ferner jedem Muster ein reproduzierbarer Code zugeordnet werden.
[0029] Zu den letzten Verfahrensschritten S
9 bis S
11 kann wiederum auf Fig. 2 ohne weitere Erläuterungen verwiesen werden.
[0030] Insbesondere erfolgt der Überprüfungsschritt entsprechend den Erläuterungen, die
zuvor zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 gegeben wurden.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1 - 1' ' '
- Original-Muster
- 2, 2'
- Gegenstand
- 3 - 3"
- Zufallsmuster
- 4
- Erfassungseinrichtung, insbesondere Kamera, vorzugsweise Digitalkamera
- 5, 5'
- Druckbild
- 6
- Speichereinrichtung
- 7
- Vergleichseinrichtung
- 8
- Anzeigeeinrichtung
- 9
- Warneinrichtung
- 10
- Erfassungseinrichtung, insbesondere Kamera, vorzugsweise Digitalkamera,
- D
- Druckmotiv
- K
- Koordinatensystem
- A
- Aussparung
- S1 - S11
- Verfahrensschritte gemäß Figur 2
- XOX, XOY
- Zufallsmuster
- Ü
- Übereinstimmungsgrad (Fig.1)
- S
- Übereinstimmungsschwelle (Fig. 1)
1. Verfahren zur Identifizierung von aufzubewahrenden oder zu versendenden Gegenständen
(2; 2'), vorzugsweise Güter enthaltenden Verpackungen, die einen Aufdruck (5) aufweisen,
mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Anbringen zumindestens einer unlösbaren, detektierbaren und ein Zufallsmuster (3)
aufweisenden Original-Markierung (1) auf dem Gegenstand;
b) Erfassen der aufgebrachten Original-Markierung (1) und Speicherung des Erfassungsergebnisses
vor der Aufbewahrung oder Versendung des Gegenstandes (2); und
c) Überprüfen eines vermutlich die Original-Markierung (1) aufweisenden Gegenstandes
(2') durch Erfassen der auf diesem angebrachten Markierung (1') und Vergleichen dieses
Erfassungsergebnisses mit dem gespeicherten Erfassungsergebnis der Original-Markierung
(1) sowie Anzeigen des Übereinstimmungsgrades (Ü), wobei
d) der Aufdruck (5) in industrieller Drucktechnologie erzeugt wird und die Original-Markierung
(1) bei der Erzeugung des Aufdruckes (5) als eine das Zufallsmuster (3) bildende Schicht
aufgebracht wird, die eine im Zuge des Druckvorganges entstehende zufällige, den Gegenstand
(2) individualisierende Partikelverteilung (XOX) enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Warnung ausgegeben wird, falls der Übereinstimmungsgrad (Ü) eine einstellbare
Übereinstimmungsgradschwelle (S) unterschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel eine einen Kontrast zur Trägerfläche auf dem Gegenstand sicherstellende
Farbgebung haben.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Original-Markierung (1'') mit einem Koordinatensystem (K) und einem Orientierungsmerkmal (O) versehen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das gespeicherte Erfassungsergebnis der Original-Markierung (1) im Internet oder
sonstigen EDV-Netzwerken zugänglich gemacht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das gespeicherte Erfassungsergebnis durch Algorithmen und statistische Verfahren
einem reproduzierbaren Code zugeordnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Original-Markierung (1) direkt auf den Gegenstand (2) aufgedruckt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Original-Markierung (1) auf einem Trägermaterial aufgedruckt wird, das anschließend
mit dem Gegenstand (2) verbunden wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht als Lackschicht aufgebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht als Farbschicht aufgebracht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt b) vollautomatisch als Hochgeschwindigkeits-Speicherung während des Herstellungsprozesses,
vorzugsweise während der Herstellung mehrerer Gegenstände, insbesondere unter Verwendung
digitaler Erfassungseinrichtungen ausgeführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Partikel Teilchen gleich großer Flächendimension verwendet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt c) protokolliert wird und gespeichert wird, wenn eine Original-Markierung
(1) bei einem Überprüfungsvorgang ermittelt wurde.