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EP 1 640 145 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.06.2007 Patentblatt 2007/25 |
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Anmeldetag: 27.09.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Direktantrieb und Steuerung für eine Exzenterpresse
Direct drive and control for eccentric press
Entraînement direct et régulation pour presse à excentrique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.03.2006 Patentblatt 2006/13 |
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Patentinhaber: Burkhardt GmbH Maschinenfabrik |
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95444 Bayreuth (DE) |
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Erfinder: |
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- Mergner, Stephan
95349 Thurnau (DE)
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Vertreter: LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ |
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P.O. Box 30 55 90014 Nürnberg 90014 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-20/04056559 DE-B- 1 294 809 US-A- 5 832 816
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DE-A1- 4 109 796 DE-C- 884 278 US-A1- 2004 003 729
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen drehzahlmodulierten Direktantrieb mit Servomotor für
eine Exzenterpresse und eine Steuerung dazu.
[0002] Antriebe für Pressen, insbesondere Exzenterpressen, sind in herkömmlicher Weise als
Kompaktantrieb mit elektrischen Antriebsmotoren ausgebildet, die mit Energiespeichern
in Form von rotierenden Schwungmassen verbunden sind. Die Rotationsbewegung des Antriebs
wird durch eine Exzenterwelle mit Pleuel in eine Translationsbewegung des Pressenstößels
gewandelt.
[0003] Die für das Umformen notwendige hohe Energie wird als kinetische Energie aus der
rotierenden Schwungmasse entnommen. So ist es möglich, relativ kleine und leistungsschwache
Motoren einzusetzen, die in den Pausen zwischen den Arbeitstakten der Schwungmasse
die ihr entnommene Energie wieder zuführen. Das Schwungrad ist integrierter Bestandteil
des Antriebes. Es sind auch Ausführungen bekannt, bei denen der mit der Schwungmasse
verbundene Antrieb mittels einer Kupplung zugeschaltet wird.
[0004] Exzenterpressen sind weiter mit Hilfseinrichtungen versehen, zu denen Hubverstellung,
Stößelverstellung und hydraulische Überlastsicherung zählen.
[0005] Bei Umformmaschinen, zu denen die Pressen zählen, wird einerseits eine kurze Taktzeit,
andererseits eine möglichst geringe Umform- oder Stanzgeschwindigkeit angestrebt.
Diese Aufgabe kann durch Modulation des Übersetzungsverhältnisses des Antriebs, d.h.
Variation des Übersetzungsverhältnisses erreicht werden.
[0006] In der
DE 43 09 785 C2 wird dazu ein schaltbares Planetengetriebe vorgeschlagen. In der
DE 196 01 300 sind zur Antriebsmodulation unrunde Zahnräder vorgesehen. Beide Lösungen sind dadurch
gekennzeichnet, daß für die Drehzahlmodulation ein zwischen dem mit konstanter Drehzahl
betriebenen Motor und der Exzenterwelle angeordnetes Getriebe vorgesehen ist.
[0007] Die
DE 1 294 809 sieht einen Pressenantrieb mit zwei durch jeweils einen Elektromotor angetriebenen
Schwungrädern vor, wobei das eine Schwungrad für die Arbeitsphase und das andere Schwungrad
für die Transportphase vorgesehen ist. Die Schwungräder sind mit jeweils einer schaltbaren
Kupplung mit der Antriebswelle des Pressenstößels verbunden.
[0008] In der
DE 884 278 wird eine mechanische Presse beschrieben, bei der dem Pressenstößel für die innerhalb
eines Arbeitsspiels zu durchfahrenden Wege verschiedene Antriebseinrichtungen zugeordnet
sind, die bei Beginn der Wege zu- bzw. abgeschaltet werden. Dabei ist ein Hilfsmotor
ständig mit dem Pressenstößel verbunden, während ein mit oder ohne Schwungrad ausgeblideter
Hauptmotor in der Arbeitsphase zugeschaltet wird.
[0009] In der
US 2004/0003729 A1 wird ein Pressenantrieb beschrieben, bei dem ein als Servomotor ausgebildeter Hilfsmotor
ständig mit dem Pressenantrieb verbunden ist und den Antrieb mit hoher Drehzahl in
der Transportphase antreibt. In der Arbeitsphase ist die Zuschaltung eines Schwungrades
vorgesehen, das ständig mit einem Hauptmotor verbunden ist, der die Energie für den
in der Arbeitsphase durchgeführten Umformvorgang bereitstellt.
[0010] In der
WO 2004/056559 A1 ist eine Preßvorrichtung mit Servomotor beschrieben mit einem Hauptantrieb, der als
rotatorischer Direktantrieb, d.h. als Antrieb ohne Getriebe ausgeführt ist, mit einem
Exzenter, einer Pleuelstange und zumindest einem daran angeordneten Pressenstößel.
Bei diesem Antriebskonzept sind Getriebe, Schwungmassen, Kupplungen und Bremsen eingespart.
Der Motor ist als Servomotor ausgebildet, der für die Maximallast ausgelegt ist und
deshalb im elektrischen Versorgungsnetz hohe Lastspitzen erzeugt. In einer Ausführung
dieses Antriebs ist deshalb wieder ein Schwungrad vorgesehen, das ständig mit dem
Antrieb verbunden ist und damit die dynamischen Eigenschaften des Direktantriebes
verschlechtert.
[0011] Ein ähnliches Antriebskonzept für einen Direktantrieb ist in der
US 5 832 816 beschrieben, wobei vorgesehen ist, einen zweiten Servomotor in Betrieb zu setzen,
wenn eine hohe Preßkraft benötigt wird und auf diese Weise kleiner dimensionierte
Servomotoren als im Beispiel zuvor vorzusehen.
[0012] Die
DE 41 09 796 A1 sieht u.a. vor, den Servomotor mit einem Kniehebeltrieb zu verbinden und somit die
kraftverstärkende Eigenschaft des Kniehebeltriebs für den Preßvorgang auszunutzen.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antriebsanordnung für eine Umformmaschine
mit Exzenterwelle zu schaffen, die einfach und kostengünstig aufgebaut ist und einen
besonders effektiven Betrieb ermöglicht.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 und dem Gegenstand
des Anspruchs 15 gelöst. Damit wird eine drehzahlmodulierbare Antriebseinrichtung
für eine Umformmaschine mit einer Exzenterwelle mit einem Pressenstößel, vorzugsweise
eine Exzenterpresse, mit einem Antrieb mit einem Servomotor und der Exzenterwelle
als Abtriebswelle des Antriebs und einem mit dem Antrieb verbindbaren Schwungrad vorgeschlagen,
wobei der Antrieb mit änderbarem Trägheitsmoment ausgebildet ist, indem er mit dem
Schwungrad ein- und auskuppelbar ist. Es wird weiter ein Verfahren zur Steuerung eines
drehzahlveränderlichen Antriebs mit einer Exzenterwelle als Abtriebswelle mit einem
Servomotor für eine Umformmaschine mit einem Pressenstößel, vorzugsweise eine Exzenterpresse,
vorgeschlagen, wobei der Antrieb so steuerbar ist, daß er über die Umdrehung der Exzenterwelle
variiert in einer Arbeitsdrehzahl und einer Transportdrehzahl läuft, um die Geschwindigkeit
der Exzenterwelle über ihre Umdrehung zu variieren, wobei im Bereich der Arbeitsdrehzahl
das Trägheitsmoment des Antriebs erhöht wird und im Bereich außerhalb der Arbeitsdrehzahl,
insbesondere im Bereich der Transportdrehzahl, das Trägheitsmoment des Antriebs reduziert
wird.
[0015] Damit ist ein Antrieb mit Servomotor für Pressen angeben, der die Vorzüge des Direktantriebs
mit Servomotor mit den Vorzügen des Kompaktantriebs mit Standardmotor und Schwungmasse
vereint. Ein Servomotor ist ein drehwinkel- und/oder drehzahlsteuerbarer Motor. Im
folgenden werden unter Servomotor ausdrücklich auch Torquemotoren und andere Ausführungsformen
von drehwinkel- und drehzahlsteuerbaren Motoren verstanden.
[0016] Der Antrieb, gebildet aus dem Servomotor, mindestens einem Getriebe, vorzugsweise
einem Rädergetriebe oder einem Zahnriemengetriebe, und der Exzenterwelle als Abtriebswelle,
kann also so dimensioniert sein, daß er ein möglichst kleines Trägheitsmoment aufweist.
Der Servomotor kann deshalb für eine vergleichsweise niedrige Leistung ausgelegt sein,
um dem Antrieb eine hohe Transportgeschwindigkeit zu erteilen und anschließend die
hohe Transportgeschwindigkeit auf die niedrige Arbeitsgeschwindigkeit zu reduzieren.
Die Unterscheidung zwischen der für eine gute Umformung möglichst niedrig gewählten
Arbeitsgeschwindigkeit im Arbeitsschritt und der für einen möglichst kurze Aufeinanderfolge
der Arbeitsschritte hoch gewählten Transportgeschwindigkeit zwischen den Arbeitsschritten
ist für moderne Umformmaschinen typisch. Dadurch, daß der Antrieb mit einem kleinen
Trägheitsmoment ausgebildet ist, kann der Wechsel zwischen der Transportgeschwindigkeit
und der Arbeitsgeschwindigkeit rasch erfolgen, d.h. innerhalb einer vollständigen
Umdrehung der Exzenterwelle.
[0017] Die Arbeitsgeschwindigkeit ist die Arbeitsdrehzahl, die die Exzenterwelle während
des Arbeitsschritts einnimmt, die Transportgeschwindigkeit ist die Transportdrehzahl,
die die Exzenterwelle während des Umlaufs zwischen den Arbeitsschritten einnimmt.
[0018] Wegen des erhöhten Leistungsbedarfs für den Arbeitsschritt ist vorgesehen, dafür
das Schwungrad über eine schaltbare Kupplung mit dem Antrieb zu verbinden und so die
im Schwungrad gespeicherte Energie für den Arbeitsschritt zu nutzen. Nach dem Arbeitsschritt
kann dem Schwungrad die verbrauchte Energie mit dem Servomotor wieder zugeführt werden,
d.h. das Schwungrad wird vor dem nächsten Arbeitsschritt wieder auf die Arbeitsdrehzahl
beschleunigt.
[0019] Zur Drehzahlmodulation des Antriebs kann folgender zyklischer Ablauf vorgesehen sein:
- a) Durchführen des Umformvorgangs und Abgabe von in der Schwungmasse gespeicherter
Energie an den Antrieb verbunden mit der Absenkung der Drehzahl der Exzenterwelle;
- b) Beenden des Umformvorgangs bei Erreichen des unteren Totpunktes (UT) und Erhöhung
der Drehzahl der Exzenterwelle auf die Arbeitsdrehzahl;
- c) Auskuppeln der Kupplung zum Trennen der Schwungmasse vom Antrieb;
- d) Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle auf die Transportdrehzahl;
- e) Abbremsen der Exzenterwelle auf die Arbeitsdrehzahl nach Erreichen des oberen Totpunktes
(OT);
- f) Synchronisieren der Drehzahlen der Kupplungshälften der Kupplung;
- g) Einkuppeln der Kupplung zur drehstarren Verbindung der Schwungmasse mit dem Antrieb;
- h) zyklische Wiederholung der Schritte a) bis g).
[0020] Zum Anfahren des Antriebs kann das Einkuppeln der Kupplung zur drehstarren Verbindung
der Schwungmasse mit dem Antrieb und Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle aus dem
Stillstand bis auf die Arbeitsdrehzahl vorgesehen sein. Die Beschleunigungsphase kann
einige Exzenterwellenumdrehungen andauern. Dabei werden bereits Umformvorgänge ausgeführt.
Die Entkuppelung von Schwungrad und Antrieb erfolgt erst, wenn die Exzenterwelle nach
dem unteren Totpunkt das erste Mal die Arbeitsdrehzahl erreicht.
[0021] Es kann vorgesehen sein, daß das Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle gemäß b)
und/oder d) und/oder h) mit Wirkung des Servomotors bzw. des Torquemotors erfolgt.
[0022] Es kann vorgesehen sein, zwischen der Abtriebswelle des Servomotors und der Exzenterwelle
ein Getriebe anzuordnen, beispielsweise ein Zahnriemengetriebe oder ein Rädergetriebe
oder eine Kombination beider Getriebe. Ein solches Getriebe kann vorteilhaft sein,
um ein hohes Drehmoment an der Exzenterwelle bereitzustellen bzw. um die Drehzahl
des Servomotors zu untersetzen.
[0023] Die Ankopplung des Schwungrades durch die schaltbare Kupplung an den Antrieb kann
prinzipiell an allen Stellen von der Abtriebswelle des Servomotors bis zu der Exzenterwelle
vorgesehen sein. Jede dieser Anordnungen weist spezifische Vor- und Nachteile auf.
Die im Schwungrad speicherbare kinetische Energie ist dem Quadrat der Drehzahl und
dem Massenträgheitsmonent des Schwungrades proportional. Wenn also eine geringe Masse
des Schwungrades vorgesehen ist, kann die Ankopplung des Schwungrades an den Abtrieb
des Servomotors vorgesehen sein. Wenn die im Schwungrad gespeicherte Energie ohne
Reibungsverluste genutzt sein soll, kann die Ankopplung des Schwungrades an die Exzenterwelle
vorgesehen sein. Von Nachteil ist bei dieser Anordnung allerdings die notwendig hohe
Masse des Schwungrads, um trotz niedriger Drehzahl genügend Energie zu speichern.
Es kann deshalb bevorzugt sein, das Schwungrad zwischen zwei Getrieben anzukoppeln,
beispielsweise am Abtrieb des ersten Getriebes.
Vorteilhafterweise kann für die Steuerung des Verfahrens eine Steuerungseinrichtung
vorgesehen sein, die Signale von Sensoren empfängt, die an dem Servomotor und/oder
der Kupplung und/oder dem Schwungrad und/oder der Exzenterwelle angeordnet sind.
[0024] Es kann vorgesehen sein, daß die Sensoren als Drehwinkelsensoren und/oder Drehzahlsensoren
ausgebildet sind. Diese Sensorbezeichnungen sind als funktionelle Charakterisierung
zu verstehen. Die Meßgröße Drehzahl ist als Anzahl der Umdrehungen eines rotierenden
Körpers pro Zeiteinheit definiert. Die Drehzahl wird hier auch als Drehwinkeländerung
pro Zeiteinheit verstanden, d.h. sie wird als innerhalb einer vollständigen Umdrehung
des rotierenden Körpers änderbare Meßgröße verstanden. Deshalb sind die Arbeitsgeschwindigkeit
und die Transportgeschwindigkeit als Drehzahlen angebbar. Folglich kann aus dem Signal
eines Drehwinkelsensors und gleichzeitiger Zeitmessung die aktuelle Drehzahl ermittelt
werden. Die Sensoren können an allen rotierenden Komponenten des Antriebs angeordnet
sein.
[0025] Dazu können unterschiedliche Wirkprinzipien genutzt sein, beispielsweise können die
Sensoren als photoelektrische Sensoren und/oder als Hallsensoren und/oder als kapazitive
Sensoren und/oder als induktive Sensoren ausgebildet sein.
[0026] Dabei kann vorgesehen sein, die Sensoren auf einem Teilkreis einer rotierenden Komponente
des Antriebs anzuordnen. Wenn also der Drehwinkel auf 1 ° bestimmt werden soll, können
360 Sensoren auf einem Teilkreis angeordnet sein. Eine solche Anordnung ist mit einem
hohen Aufwand für die Sensoren verbunden, der allerdings durch Miniaturisierung und
Massenproduktion reduzierbar ist. Moderne Bildsensoren, wie sie in elektronischen
Kameras verwendet werden, sind mit Millionen von identisch ausgebildeten Sensoren
bestückt. Es kann aber auch nur ein Sensor vorgesehen sein, der eine in Gradschritten
unterteilte kreisförmige Teilung überstreicht, beispielsweise als Teilscheibe mit
360°-Teilung ausgebildet. Die 360°-Teilung kann in Abhängigkeit vom physikalischen
Effekt des vorgesehenen Sensors ausgebildet sein. Für einen Hallsensor kann die Teilscheibe
beispielsweise als abschnittsweise magnetisierte Scheibe ausgebildet sein, für einen
optischen Sensor als mit Teilstrichen versehene Scheibe.
[0027] Es kann aber auch vorgesehen sein, die Relativbewegung zwischen zwei Elementen zu
ermitteln, indem Sensoren vorgesehen sind, die bei Relativbewegung ein Signal generieren.
Beispielsweise kann ein solcher Sensor durch eine Empfangsspule gebildet sein, in
der durch Vorbeibewegen eines oder mehrerer Permanentmagnete eine elektrische Spannung
induziert wird. Ein solcher Sensor ist besonders geeignet, um die synchrone Drehung
der Kupplungshälften der Kupplung festzustellen. Bei synchroner Drehung sind beide
Kupplungshälften zueinander in Ruhelage, weshalb im Sensor keine Spannung induziert
wird.
[0028] Es kann vorgesehen sein, daß das Schwungrad ständig oder zeitweilig zuschaltbar mit
einem Zusatzmotor verbunden ist.
[0029] Der Zusatzmotor kann zeitweilig zuschaltbar zum Anfahren des Schwungrades mit dem
Schwungrad verbunden sein, so daß der Servomotor des Antriebs nur noch zum Anfahren
des Antriebs vorgesehen ist.
[0030] Der Zusatzmotor kann auch ständig mit dem Schwungrad verbunden sein.
Auf diese Weise kann der Servomotor des Antriebs entlastet werden, weil der Zusatzmotor
die dem Schwungrad während des Umformvorgangs entnommene kinetische Energie unmittelbar
nach Durchlaufen des unteren Totpunktes bereitstellt, so das Schwungrad nach dem Umformvorgang
wieder auf Arbeitsdrehzahl beschleunigt und auf diese Weise die Drehzahl des Schwungrades
konstant hält, während der Servoantrieb direkt nach Passieren des unteren Totpunktes
die Exzenterwelle auf die Transportdrehzahl beschleunigen kann.
[0031] Es kann vorgesehen sein, daß der Zusatzmotor als Servomotor ausgebildet ist, denn
ein solcher Motor ist besonders gut zur Einstellung und Kontrolle der Drehzahl des
Schwungrades geeignet.
[0032] Es kann vorgesehen sein, daß das Schwungrad durch Einschalten der Kupplung ständig
mit dem Antrieb verbunden ist. Auf diese Weise kann der erfindungsgemäße Antrieb wie
ein herkömmlicher Kompaktantrieb genutzt sein.
[0033] Es kann vorgesehen sein, daß das Bedienungspersonal durch Eingabe von Steuerbefehlen
über eine Tastatur und/oder einen Touchscreen und/oder programmierte Code-Karten die
Steuerungseinrichtung bedient. Es kann vorgesehen sein, daß die Steuerungseinrichtung
Eingaben des Bedienungspersonals auf der Basis von Berechnungsprogrammen und/oder
Sensorsignalen des Antriebs und/oder der Kupplung und/oder des Schwungrads ergänzt.
Es kann beispielsweise vorgesehen sein, auf diese Weise die maximal zulässige Transportdrehzahl
zu bestimmen.
[0034] Es kann aber auch vorgesehen sein, daß die Steuerungseinrichtung die Sicherheit des
Antriebs überwacht und zu diesem Zweck fehlerhafte Eingaben korrigiert oder verweigert
und im Störungsfall erforderlichenfalls ein Not-Aus herbeiführt. Ein Störungsfall
kann beispielsweise der von außen erzwungene Stillstand des Pressenstößels bzw. der
Exzenterwelle sein. Es können Bremsvorrichtungen vorgesehen sein, die bei einem Not-Aus
den Stillstand aller rotierenden Elemente herbeiführen.
[0035] Es können weiter spezielle Sensoren, wie Kraft- und Temperatursensoren, vorgesehen
sein, um der Steuerungseinrichtung Gefahrenzustände zu melden.
[0036] Sobald ein Not-Aus ausgelöst ist, kann der weiter oben beschriebene Zusatzmotor vorgesehen
sein, um den festgefahrenen Antrieb "loszubrechen". Dazu kann folgender Ablauf vorgesehen
sein:
- a) Auskuppeln der Kupplung zum Trennen des Schwungrads vom Antrieb;
- b) Hochfahren des Schwungrads, vorzugsweise auf eine Drehzahl, die der Drehzahl des
Schwungrads bei Arbeitsgeschwindigkeit der Exzenterwelle entspricht, mit einer Drehrichtung
entgegengesetzt zur Arbeitsdrehrichtung;
- c) kurzzeitiges Verbinden des Schwungrads mit dem Antrieb durch Einkuppeln der Kupplung;
- d) Trennen des Schwungrads vom Antrieb durch Auskuppeln der Kupplung;
- e) Abbremsen des Schwungrads mit Hilfe des Zusatzmotors und/oder mit Hilfe einer Bremsvorrichtung,
vorzugsweise ausgebildet als Teil der Bremsvorrichtung des Antriebs.
[0037] Durch den kurzzeitigen Drehimpuls entgegen der Arbeitsdrehrichtung des Antriebs,
den das Schwungrad auf den Antrieb überträgt, wird der verspannte Antrieb zurückgedreht
und die Störungsursache kann nach Eintreten des völligen Stillstands aller Elemente
des Antriebs und des Schwungrads beseitigt werden.
[0038] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0039] Es zeigen
- Fig. 1
- eine räumliche Schnittansicht eines für das erfindungsgemäße Verfahren vorgesehenen
Pressenantriebs;
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild des Kraftflusses für eine erste Ausführungsvariante nach Fig.
1;
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild des Kraftflusses für eine zweite Ausführungsvariante;
- Fig. 4
- ein Blockschaltbild des Kraftflusses für eine dritte Ausführungsvariante;
- Fig. 5
- ein Blockschaltbild der Steuerung des Pressenantriebs in Fig. 1;
- Fig. 6
- ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 7
- ein Blockschaltbild des Kraftflusses für eine vierte Ausführungsvariante mit Zusatzantrieb.
[0040] Fig. 1 zeigt einen Antrieb 10 für eine Presse, der einen Servomotor 11, ein Zahnriemengetriebe
12, eine Zwischenwelle 18, ein Rädergetriebe 20 und eine Exzenterwelle 22 umfaßt.
Die Exzenterwelle 22 bildet die Abtriebswelle des Antriebs 10. Sie durchgreift mit
einem exzentrisch zur Drehachse versetzten Mittenabschnitt 22e drehgelenkig ein Pleuel
22p, das an seinem Endabschnitt drehbar mit einem Pressenstößel 24 verbunden ist.
[0041] Der Abtrieb des Servomotors 11 ist mit dem Zahnriemengetriebe 12 verbunden, das aus
einem Motorritzel 12m, einem Zahnriemen 12r und einer Zahnscheibe 12s gebildet ist.
Das Motorritzel 12m ist von der Abtriebswelle des Servomotors 11 durchgriffen und
mit dieser drehstarr verbunden. Die Zahnscheibe 12s ist drehstarr auf der Zwischenwelle
18 angeordnet. Auf diese Weise wird die Drehbewegung der Abtriebswelle des Servomotors
11 über den Zahnriemen 12r, der das Motorritzel 12m und die Zahnscheibe 12s umschlingt,
schlupffrei auf die Zwischenwelle 18 übertragen.
[0042] Der Servomotor 11 fungiert nicht nur als Antriebsmotor, sondern auch als Bremse.
Wenn der Servomotor 11 als Bremse betrieben ist, bildet er einen elektrischen Generator
und führt in den rotierenden Komponenten des Antriebs 10 gespeicherte kinetische Energie
als Elektroenergie in das ihn speisende Elektronetz zurück, so daß der mittlere Energiebedarf
des Servomotors 11 geringer sein kann als sein Spitzenenergiebedarf. Der Begriff des
Servomotors schließt hier auch einen sog. Torquemotor ein, der gegenüber den bekannten
Servomotoren ein höheres Drehmoment bei niedriger Drehzahl aufweist. Die Maximaldrehzahl
des Torquemotors ist niedriger als die des Servomotors ausgelegt. Es kann deshalb
anstelle des Servomotors ein Torquemotor vorgesehen sein.
[0043] Die Zwischenwelle 18 durchgreift mit ihrem Abtriebsabschnitt das Antriebsritzel des
Rädergetriebes 20, das in der schematischen Schnittansicht in Fig. 1 nur angedeutet
ist, und ist mit diesem drehstarr verbunden. Das Abtriebsrad des Rädergetriebes 20
ist von dem Antriebsabschnitt der Exzenterwelle 22 durchgriffen und mit ihr drehstarr
verbunden. Das Rädergetriebe 20 ist zwischen Zwischenwelle 18 und Exzenterwelle 22
geschaltet und zur Drehzahluntersetzung vorgesehen. Bei dem Rädergetriebe 20 handelt
es sich um ein Zwischengetriebe, das vorzugsweise als Zahnrädergetriebe ausgebildet
ist. Bei abgewandelten Ausführungen kann anstelle des Rädergetriebes auch eine andere
Getriebeart vorgesehen sein. Es kann auch vorgesehen sein, das Rädergetriebe 20 fortzulassen,
insbesondere wenn als Antriebsmotor ein Torquemotor vorgesehen ist.
[0044] Das Zahnriemengetriebe 12 hat in diesem Ausführungsbeispiel vorrangig die Aufgabe,
den Antrieb 10 als kompakte Baugruppe auszubilden und ermöglicht die Anordnung des
Servomotors 11 über der Zwischenwelle 18, weil der Zahnriemen 12r den Parallelversatz
zwischen der Abtriebswelle des Servomotoers 11 und der Zwischenwelle 18 überbrückt.
[0045] Der exzentrische Mittenabschnitt 22e der Exzenterwelle 22 bildet mit dem Pleuel 22p
eine Baugruppe, die die rotatorische Antriebsbewegung des Servomotors 11 in eine translatorische
Bewegung des Pressenstößels 24 wandelt. Dazu ist der abtriebsseitige Endabschnitt
des Pleuels drehbar mit dem oberen Endabschnitt des Pressen stößels 24 verbunden.
Eine solche Anordnung ist für Exzenterpressen charakteristisch und wird deshalb hier
nur kurz umrissen.
[0046] Das Schwungrad 16 ist auf dem dem Rädergetriebe 20 abgewandten Endabschnitt der Zwischenwelle
18 drehbar angeordnet. Das Schwungrad 16 ist über die Kupplung 14 mit der Zwischenwelle
18 schaltbar drehstarr verbunden. Dazu ist der Antrieb der Kupplung 14 drehstarr auf
der Zwischenwelle 18 angeordnet und der Abtrieb der Kupplung 14 ist drehstarr mit
dem Schwungrad 16 verbunden. Auf diese Weise kann also das Schwungrad 16 schaltbar
drehstarr mit der Zwischenwelle 18 verbunden sein und durch den Antrieb 10 in Rotation
versetzt werden. Auf Grund der im rotierenden Schwungrad 16 gespeicherten Rotationsenergie
vermag das Schwungrad 16 bei Belastung des Antriebs 10 Energie an diesen abzugeben
und auf diese Weise die Drehzahl des Antriebs 10 zu stabilisieren, d.h. die Drehzahl
der Exzenterwelle 22 wird stabilisiert.
[0047] Die Zahnscheibe 12s, die Kupplung 14 und das Schwungrad 16 sind im dargestellten
Ausführungsbeispiel ohne seitliches Spiel auf der Zwischenwelle 18 angeordnet. Zwischen
dem Rädergetriebe 20 und der Zahnscheibe 12s sind zwei Kugellager 26 voneinander axial
beabstandet angeordnet, welche die Zwischenwelle 18 aufnehmen und lagern.
[0048] Die Figuren 2 bis 4 zeigen nun in Blockschaltbildern Ausführungsvarianten der Ankopplung
der Kupplung 14 und des Schwungrades 16 an den Antrieb 10. Die Richtung des Kraftflusses
ist mit Pfeilen bezeichnet, und zwar mit durchgehenden Pfeilen für den Kraftfluß vom
Servomotor 11 zum Pressenstößel 24 - im folgenden als Hauptkraftfluß bezeichnet -
und mit unterbrochenen Pfeilen zur Darstellung des Kraftflusses von einer Komponente
des Antriebs 10 zum Schwungrad 16 und des Rückflusses von kinetischer Energie, die
im rotierenden Schwungrad 16 gespeichert ist - im folgenden als Nebenkraftfluß bezeichnet
- zu dieser Komponente des Antriebs 10. Die Komponenten des Antriebs 10 sind zur besseren
Verdeutlichung durch eine unterbrochene Begrenzungslinie zusammengefaßt.
[0049] Fig. 2 veranschaulicht den Kraftfluß zwischen den Komponenten des Antriebs 10 und
der Baugruppe Kupplung/Schwungrad 14, 16 für das erste Ausführungsbeispiel in Fig.
1. Gleiche Elemente sind mit gleichen Positionen bezeichnet.
[0050] Der Hauptkraftfluß ist vom Abtrieb des Servomotors 11 über das Zahnriemengetriebe
12, das Rädergetriebe 20 und die Exzenterwelle 22 auf den Pressenstößel 24 gerichtet,
der auf diese Weise in eine Abwärtsbewegung versetzt wird. Der Nebenkraftfluß ist
über die Kupplung 14 auf das Schwungrad 16 gerichtet, das auf diese Weise mit kinetischer
Energie aufgeladen wird.
[0051] Während des Umformvorgangs sinkt nun die Drehzahl des Servomotors 11 ab, weshalb
nunmehr der Nebenkraftfluß vom Schwungrad 16 über die Kupplung 14, das Rädergetriebe
20 und die Exzenterwelle 22 auf den Pressenstößel 24 gerichtet ist. Infolgedessen
wird die Drehzahl der Exzenterwelle 22 stabilisiert.
[0052] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Ankopplung der Baugruppe Kupplung/Schwungrad
14, 16 an den Antrieb 10. Die Kupplung 14 ist nunmehr mit dem Abtrieb des Servomotors
11 verbunden. Der Hauptkraftfluß ist gegenüber dem in Fig. 2 dargestellten ersten
Ausführungsbeispiel unverändert. Der Nebenkraftfluß ist nunmehr vom Abtrieb des Servomotors
11 über die Kupplung 14 auf das Schwungrad 16 gerichtet.
[0053] Während des Umformvorgangs ist der Nebenkraftfluß über die Kupplung 14, das Zahnriemengetriebe
12, das Rädergetriebe 20 und die Exzenterwelle 22 auf den Pressenstößel 24 gerichtet.
[0054] Fig. 4 zeigt nun ein drittes Ausführungsbeispiel der Ankopplung der Baugruppe Kupplung/Schwungrad
14, 16 an den Antrieb 10. Die Kupplung ist nunmehr direkt mit der Exzenterwelle 22
verbunden. Der Hauptkraftfluß ist gegenüber den in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen
unverändert. Der Nebenkraftfluß ist nunmehr von der Exzenterwelle über die Kupplung
14 auf das Schwungrad 16 gerichtet.
[0055] Während des Umformvorgangs ist der Nebenkraftfluß über die Kupplung 14 und die Exzenterwelle
22 auf den Pressenstößel 24 gerichtet.
[0056] Wie aus den in Fig. 2 bis 4 dargestellten drei Ausführungsbeispielen zu erkennen
ist, kann die Baugruppe Kupplung/Schwungrad 14, 16 mit unterschiedlichen Elementen
des Antriebs 10 verbunden sein. Jede dieser Anordnungen weist spezifische Vor- und
Nachteile auf. Die im Schwungrad 16 speicherbare kinetische Energie ist dem Quadrat
der Drehzahl und dem Massenträgheitsmonent des Schwungrades 16 proportional. Wenn
also eine geringe Masse des Schwungrades 16 vorgesehen ist, kann die Anordnung in
Fig. 3 vorgesehen sein. In diesem Fall kann weiter vorgesehen sein, die Masse des
Schwungrades 16 am Umfang des Schwungrades zu konzentrieren, d.h. das Schwungrad im
wesentlichen mit T-förmigem Querschnitt auszubilden.
[0057] Wenn die im Schwungrad 16 gespeicherte Energie ohne Reibungsverluste genutzt sein
soll, kann die Anordnung in Fig. 4 vorgesehen sein. Von Nachteil ist allerdings die
notwendig hohe Masse des Schwungrads 16, um trotz niedriger Drehzahl genügend Energie
zu speichern. Die Anordnung in Fig. 2 ist als Kompromiß ausgebildet und kann deshalb
besonders bevorzugt sein.
[0058] Fig. 5 zeigt nun ein Blockschaltbild der Steuerung des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels.
Eine Steuerungseinrichtung 30, im dargestellten Beispiel ausgebildet als digitale
programmgesteuerte Steuerungseinrichtung, steuert den Servomotor 11 und die Kupplung
14 nach einem zyklischen Ablaufprogramm, Informationen von Sensoren und Eingabewerten
des Bedienpersonals. Bei den Sensoren kann es sich um interne Sensoren 11 s des Servomotors
11, einen oder mehrere mit der Kupplung 14 verbundene Sensoren 14s, einen oder mehrere
mit dem Schwungrad 16 verbundene Sensoren 16s und einen oder mehrere mit der Exzenterwelle
22 verbundene Sensoren 22s handeln. Bei den Sensoren 16s und 22s kann es sich vorzugsweise
um Absolutdrehwertgeber handeln, beispielsweise als mit Laserlicht abgetastete Codescheibe
ausgebildet. Bei dem oder den Sensoren 11 s des Servomotors 11 handelt es sich um
in den Motor integrierte Sensoren, die für die drehwinkelgenaue Steuerung des Servomotors
vorgesehen sind.
[0059] Es können weitere, in dem Blockschaltbild nicht dargestellte Sensoren vorgesehen
sein, beispielsweise zur Temperaturüberwachung hoch beanspruchter Bauteile, wie Servomotor
11 oder Kugellager 26 oder zur Auslösung eines Not-Stops des Antriebs im Störungsfall.
Dazu können weiter nicht dargestellte Bremselemente vorgesehen sein, die im Störungsfall
bewegte Elemente, wie die Exzenterwelle 22 und/oder das Schwungrad 16 zum Stillstand
bringen, oder es kann vorgesehen sein, daß Komponenten des Antriebs 10, wie beispielsweise
der Servomotor 11, als Bremselement ausgebildet sind.
[0060] Zur Veranschaulichung des Steuerungsverfahrens dient Fig. 6 mit Bezug auf das in
Fig. 1, 2 und 5 dargestellte Ausführungsbeispiel.
[0061] In Fig. 6 ist in einem Kreisdiagramm eine Kreisbahn 32 dargestellt, die ein gedachter
Punkt auf dem Umfang des exzentrischen Mittenabschnitts 22e der Exzenterwelle 22 zurücklegt.
Dabei ist die oberste Position der Kreisbahn 32 als oberer Totpunkt OT bezeichnet
und die unterste Position der Kreisbahn 32 als unterer Totpunkt UT. Der Pressenstößel
24 nimmt dazu korrespondierende Lagen ein, d.h. er nimmt im oberen Totpunkt OT seine
oberste Position ein und im unteren Totpunkt UT seine unterste Position.
[0062] Weitere markante Punkte der Kreisbahn 32 sind mit S
1 bis S
6 bezeichnet. Der Antrieb arbeitet mit einem zyklischen Ablauf, wie im folgenden beschrieben.
[0063] Sobald die Exzenterwelle 22 den Punkt S
1 passiert, gibt die Steuerungseinrichtung 30 ein Signal zur Betätigung der Kupplung
14, d.h. zum Einkuppeln. Der Punkt S
2 bezeichnet den Abschluß der elektrischen Ansteuerung der Kupplung 14, dementsprechend
bezeichnet der Winkel W
1 den Drehwinkel, den die Exzenterwelle 22 zurücklegt, bis die elektrische Ansteuerung
der Kupplung 14 abgeschlossen ist, d.h. die Kupplung ist jetzt eingekuppelt. Nunmehr
wird die mechanische Betätigung der Kupplung 14 eingeleitet, die bei Erreichen des
Punktes S
3 abgeschlossen ist. Dementsprechend bezeichnet der Winkel W
2 den Drehwinkel, den die Exzenterwelle 22 zurücklegt, bis die mechanische Ansteuerung
der Kupplung 14 abgeschlossen ist.
[0064] Mit dem Passieren des Punktes S
3 beginnt der mit W
A bezeichnete Arbeitswinkel, der am unteren Totpunkt UT abgeschlossen ist. Beim Durchlaufen
des Arbeitswinkels W
A gibt das Schwungrad 16 einen Teil seiner Rotationsenergie ab. Dabei wirkt das Schwungrad
16 als zusätzliche Energiequelle für den Servomotor 11, der allein nicht in der Lage
ist, die Energie für den im Arbeitswinkel W
A ablaufenden Arbeitstakt bereitzustellen. Durch die Energieabgabe verringert sich
die Drehzahl des Schwungrades 16 und des über die Kupplung 14 und den Zahnriementrieb
12 drehstarr mit dem Schwungrad 16 verbundenen Servomotors 11.
[0065] Die Steuerungseinrichtung 30 steuert nun den Servomotor 11 auf die Arbeitsdrehzahl,
die er rechtzeitig vor Erreichen des Punktes S
4 einnimmt. Am Punkt S
4 beginnt die elektrische Ansteuerung der Kupplung 14 zur Trennung des Schwungrades
16 von der Zwischenwelle 18, die im Punkt S
5 abgeschlossen ist, und an die sich die mechanische Ansteuerung der Kupplung 14 zum
Auskuppeln anschließt, die im Punkt S
6 abgeschlossen ist. Die entsprechenden Winkel sind in Fig. 6 mit W
3 und W
4 bezeichnet. Zur besseren Verdeutlichung ist mit W
E der Winkel zwischen den Punkten S
3 bis S
5 bezeichnet, in dem das Schwungrad 16 mit Antriebsenergie versorgt wird.
[0066] Vom Punkt S
6 an beschleunigt nun der Servomotor 11 den vom Schwungrad 16 getrennten Antrieb 10
auf die Transportdrehzahl, die höher als die Arbeitsdrehzahl ist, so daß der Weg außerhalb
des Arbeitswinkels W
A rascher zurückgelegt wird. Es kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, daß die Steuerungseinrichtung
30 die optimale Transportdrehzahl beispielsweise aus den zu beschleunigenden rotatorischen
Massen, dem vohandenen maximalen Motordrehmoment, dem Übersetzungsverhältnis des Rädergetriebes
20, der zulässigen maximalen Drehzahl der Exzenterwelle 22 und dem zur Verfügung stehenden
freien Kurbelwinkel W
F berechnet. Es kann aber auch vorgesehen sein, daß die maximale Transportdrehzahl
durch das Bedienungspersonal vorgegeben wird.
[0067] Kurz vor dem Erreichen des Punktes S
1 stellt die Steuerungseinrichtung 30 den Servomotor 11 auf die für die Arbeitsdrehzahl
erforderliche Motordrehzahl zurück.
[0068] Der Servomotor 11 arbeitet nunmehr als elektrischer Generator, so daß Energie in
das Elektronetz zurückgeliefert werden kann. Auf diese Weise kann erreicht sein, daß
der Gesamtenergieverbrauch des Servomotors 11 nur unwesentlich höher als der eines
mit konstanter Drehzahl umlaufenden herkömmlichen Antriebsmotors mit geringerer Leistungsaufnahme
ist.
[0069] Die Steuerungseinrichtung 30 ermittelt nun anhand von Sensorsignalen, beispielsweise
der Signale des Sensors 14s der Kupplung 14, ob die beiden Hälften der Kupplung 14
mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit rotieren. Erforderlichenfalls korrigiert die Steuerungseinrichtung
30 die Drehzahl des Servomotors 11. Nunmehr wird die Kupplung 14 eingekuppelt. Wegen
der synchronen Drehzahl beider Hälften der Kupplung 14 tritt dabei kein Reibungsverschleiß
in der Kupplung ein.
[0070] Der Anfahrvorgang kann wie folgt ablaufen: Zu Beginn eines Antriebszyklus befindet
sich das Schwungrad 16 in Ruhe und die Kupplung 14 verbindet das Schwungrad 16 mit
der Zwischenwelle 18, so daß das Schwungrad 16 mit der Zwischenwelle 18 drehstarr
verbunden ist. Das Schwungrad 16 wird nun vom Servomotor 11 von der Drehzahl Null
auf die Arbeitsdrehzahl beschleunigt. Diese Beschleunigungsphase kann einige Umdrehungen
der Exzenterwelle 22 andauern. Dabei werden bereits Stanz- oder Umformvorgänge mit
steigender Taktzahl ausgeführt. Nachdem die Exzenterwelle 22 nach Durchlaufen des
unteren Totpunktes UT das erste Mal die Arbeitsdrehzahl erreicht hat, ist der Anfahrvorgang
des Antriebs 10 beendet. Jetzt kann das Schwungrad 16 abgekoppelt werden, der Zyklus
beginnt.
[0071] Fig. 7 zeigt nun mit Bezug auf Fig. 3 das Blockschaltbild des Kraftflusses für eine
vierte Ausführungsvariante mit einem Zusatzantrieb 40. Der Zusatzantrieb 40 ist aus
einem Zusatzmotor 41 gebildet, der über eine schaltbare Zusatzkupplung 44 mit dem
Schwungrad 16 verbindbar ist. Der vom Zusatzantrieb 40 auf das Schwungrad 16 gerichtete
Kraftfluß ist durch punktierte Pfeile bezeichnet.
[0072] Der Zusatzmotor 41 kann zeitweilig zuschaltbar zum Anfahren des Schwungrades 16 mit
dem Schwungrad 16 verbunden sein, so daß der Servomotor 11 des Antriebs 10 nur noch
zum Anfahren des Antriebs 10 vorgesehen ist.
[0073] Der Zusatzmotor 41 kann auch ständig mit dem Schwungrad 16 verbunden sein. Es kann
also vorgesehen sein, daß der Zusatzantrieb 40 ohne Zusatzkupplung 44 ausgebildet
ist. Auf diese Weise kann der Servomotor 11 des Antriebs 10 entlastet werden, weil
der Zusatzmotor 41 das Schwungrad 16 nach dem Umformvorgang wieder auf Arbeitsdrehzahl
beschleunigt. Dadurch stellt er die dem Schwungrad 16 während des Umformvorgangs entnommene
kinetische Energie unmittelbar nach Durchlaufen des unteren Totpunktes UT bereit und
hält die Drehzahl des Schwungrades 16 konstant, während der Servomotor 11 die Exzenterwelle
22 direkt nach Passieren des unteren Totpunktes UT auf die Transportdrehzahl beschleunigen
kann.
[0074] Es kann vorgesehen sein, daß der Zusatzmotor 41 als Servomotor ausgebildet ist. Eine
solche Ausführung ist besonders vorteilhaft in ihrer Drehzahl steuerbar. Vorzugsweise
ist die Solldrehzahl des Zusatzmotors 41 der Drehzahl des Schwungrades 16 gleich,
die es bei der Arbeitsdrehzahl der Exzenterwelle 22 einnimmt.
[0075] Nunmehr kann vorgesehen sein, daß das Schwungrad 16 bereits nach Passieren des unteren
Totpunktes UT (siehe Fig. 6) vom Antrieb 10 entkuppelt wird und der Servomotor 11
unmittelbar daran anschließend den Antrieb auf die Transportdrehzahl beschleunigt.
Auf diese Weise kann die Taktzeit des Antriebs 10 gegenüber der in Fig. 1 und 3 dargestellten
Ausführungsvariante verringert sein. Der Zusatzantrieb 40 gleicht also die Drehzahl-
bzw. Energieverluste des Schwungrads 16 aus und/oder fährt das Schwungrad 16 vom Stillstand
aus hoch.
[0076] Weiter kann vorgesehen sein, daß der Zusatzantrieb 40 im Störungsfall des festgefahrerenen
Antriebs 10 eingesetzt wird. Dazu wird das Schwungrad 16 vom Antrieb 10 getrennt und
wird mit Hilfe des Zusatzantriebs zunächst mit zur normalen Drehrichtung entgegengesetzter
Drehrichtung hochgefahren. Es wird nach dem Hochfahren kurzzeitig durch Einkuppeln
der Kupplung 14 mit dem Antrieb 10 verbunden. Auf diese Weise wird der festgefahrene
Antrieb 10 "losgebrochen".
[0077] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ansteuerung des Pressenantriebs 10 vereint also
die Vorzüge des Direktantriebs mittels Servomotor ohne Schwungrad mit denen des herkömmlichen
Antriebs mit Schwungrad, indem es für die Transportphase einen Antrieb mit geringem
Trägheitsmoment vorsieht und für die Arbeitsphase einen Antrieb mit hohem Trägheitsmoment
vorsieht. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß das Einkuppeln des Schwungrades
lastfrei und verschleißfrei ausgeführt wird.
[0078] Es kann auch vorgesehen sein, den Pressenantrieb 10 wie einen herkömmlichen Pressenantrieb
zu betreiben, indem die Kupplung 14 ständig eingekuppelt ist.
1. Antriebseinrichtung für eine Umformmaschine mit einer Exzenterwelle mit einem Pressenstößel,
vorzugsweise eine Exzenterpresse,
mit einem die Exzenterwelle antreibenden Antrieb mit einem Servomotor und mit einem
mit dem Antrieb verbindbaren Schwungrad,
wobei die Exzenterwelle als Abtriebswelle des den Servomotor aufweisenden Antriebs
ausgebildet ist, und
wobei der Antrieb so ausgebildet ist, daß die Exzenterwelle während einer Umdrehung
eine Arbeitsphase und eine Transportphase ausführt, wobei in der Arbeitsphase die
Exzenterwelle in Arbeitsdrehzahl dreht und einen Arbeitsschritt ausführt und in der
Transportphase die Exzenterwelle in Transportdrehzahl dreht,
wobei vorgesehen ist,
daß die Exzenterwelle sowohl in der Arbeitsphase als auch in der Transportphase mit
dem Servomotor verbunden ist, und
daß der den Servomotor aufweisende Antrieb (10) mit änderbarem Trägheitsmoment ausgebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb mit dem Schwungrad (16) derart ein- und auskuppelbar ist, daß
a) der Antrieb in der Arbeitsphase, während der Arbeitsschritt ausgeführt wird, mit
dem Schwungrad (16) gekuppelt ist,
b) nach dem Arbeitsschritt dem Schwungrad die verbrauchte Energie mit dem Servomotor
wieder zugeführt wird, und
c) der Antrieb in der Transportphase bei Transportdrehzahl von dem Schwungrad (16)
entkuppelt ist.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad (16) über eine hydraulisch oder pneumatisch oder elektrisch schaltbare
Kupplung (14) mit dem Antrieb (10) verbunden ist.
3. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit dem Schwungrad (16) verbundene Kupplung (14) mit einem zwischen dem Servomotor
(11) und der Exzenterwelle angeordneten Getriebe zusammenwirkt.
4. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit dem Schwungrad (16) verbundene Kupplung (14) mit der Exzenterwelle (22) zusammenwirkt.
5. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit dem Schwungrad (16) verbundene Kupplung (14) mit dem Motorritzel (12m) des
Servomotors (11) zusammenwirkt.
6. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine vorzugsweise elektrische Steuerungseinrichtung (30) für den Antrieb (10) vorgesehen
ist.
7. Antriebseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerungseinrichtung (30) mit Sensoren (11s, 14s, 16s, 22s) verbunden ist, die
an dem Servomotor (11) und/oder der Kupplung (14) und/oder dem Schwungrad (16) und/oder
der Exzenterwelle (22) angeordnet sind.
8. Antriebseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensoren als Drehlagesensoren und/oder Drehzahlsensoren ausgebildet sind.
9. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad (16) mit einem Zusatzantrieb (40), gebildet aus mindestens einem Zusatzmotor
(41), verbunden ist.
10. Antriebseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad (16) durch eine Zusatzkupplung (44) schaltbar mit dem Zusatzmotor
(41) verbunden ist.
11. Antriebseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatzmotor (41) als Servomotor ausgebildet ist.
12. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung mit einer Not-Aus-Vorrichtung ausgebildet ist.
13. Antriebseinrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Not Aus-Vorriohtung mit der Steuerungseinrichtung (30) und/oder einem am Pressenstößel
(24) angeordneten Drucksensor verbunden ist.
14. Antriebseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Not-Aus-Vorrichtung mit mindestens einer mit dem Antrieb (10) verbindbaren oder
Teil des Antriebs (10) bildenden Bremsvorrichtung ausgebildet ist.
15. Verfahren zur Steuerung eines drehzahlveränderlichen Antriebs mit einer Exzenterwelle
als Abtriebswelle mit einem Servomotor für eine Umformmaschine mit einem Pressenstößel,
vorzugsweise eine Exzenterpresse,
wobei der Antrieb so steuerbar ist, daß er über die Umdrehung der Exzenterwelle variiert
in einer Arbeitsdrehzahl und einer Transportdrehzahl läuft, um die Geschwindigkeit
der Exzenterwelle über ihre Umdrehung zu variieren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Exzenterwelle sowohl in der Arbeitsdrehzahl als auch in der Transportdrehzahl
von dem Servomotor angetrieben wird,
daß im Bereich der Arbeitsdrehzahl das Trägheitsmoment des Antriebs (10) erhöht wird,
indem ein Schwungrad (16) mit der Exzenterwelle (22) gekuppelt wird,
daß nach dem Arbeitsschritt dem Schwungrad die verbrauchte Energie mit dem Servomotor
wieder zugeführt wird, und
daß im Bereich außerhalb der Arbeitsdrehzahl, insbesondere im Bereich der Transportdrehzahl,
das Trägheitsmoment des Antriebs (10) reduziert wird, indem das Schwungrad (16) von
der Exzenterwelle (22) entkuppelt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Änderung des Trägheitsmoments des Antriebs (10) durch Zu- und Abschalten einer
rotierenden Schwungmasse erfolgt.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (10) mit folgendem Ablauf zyklisch abläuft:
a) Durchführen des Umformvorgangs und Abgabe von in der Schwungmasse (16) gespeicherter
Energie an den Antrieb (10) verbunden mit der Absenkung der Drehzahl der Exzenterwelle
(22);
b) Beenden des Umformvorgangs bei Erreichen des unteren Totpunktes (UT) und Erhöhung
der Drehzahl der Exzenterwelle (22) auf die Arbeitsdrehzahl;
c) Auskuppeln der Kupplung (14) zum Trennen der Schwungmasse (16) vom Antrieb (10);
d) Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle (22) auf die Transportdrehzahl;
e) Abbremsen der Exzenterwelle (22) auf die Arbeitsdrehzahl nach Erreichen des oberen
Totpunktes (OT);
f) Synchronisieren der Drehzahlen der Kupplungshälften der Kupplung (14);
g) Einkuppeln der Kupplung (14) zur drehstarren Verbindung der Schwungmasse (16) mit
dem Antrieb (10);
h) zyklische Wiederholung der Schritte a) bis g).
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Anfahrvorgang das Einkuppeln der Kupplung (14) zur drehstarren Verbindung der
Schwungmasse (16) mit dem Antrieb (10) und Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle
(22) aus dem Stillstand bis auf die Arbeitsdrehzahl vorgesehen ist.
19. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwungmasse (16) gemäß a) und/oder b) und/oder g) über die Kupplung (14) mit
der Abtriebswelle des Servomotors (11) verbunden wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwungmasse (16) gemäß a) und/oder b) und/oder g) über die Kupplung (14) mit
der Zwischenwelle (18) verbunden wird.
21. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwungmasse (16) gemäß a) und/oder b) und/oder g) über die Kupplung (14) mit
der Exzenterwelle (22) verbunden wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle (22) gemäß b) und/oder d) mit Wirkung
des Servomotors (11) erfolgt.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abbremsen der Drehzahl der Exzenterwelle (22) gemäß e) mit Wirkung des Servomotors
(11) erfolgt.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Synchronisieren der Drehzahl der Kupplungshälften der Kupplung (14) gemäß f)
mit Wirkung des Servomotors (11) erfolgt.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Informationen über die Drehlage und/oder die Drehzahl des Antriebs (10) oder
einer seiner Komponenten, wie beispielsweise die Exzenterwelle (22), durch an den
Komponenten des Antriebs (10) angeordnete oder mit diesen verbundene Sensoren (11s,
14s, 16s, 22s) ermittelt werden und an eine vorzugsweise elektrische Steuerungseinrichtung
(30) weitergegeben werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Informationen über die Drehlage und/oder die Drehzahl der Kupplung (14) und/oder
des Schwungrads (16) durch an diesen angeordnete oder mit diesen verbundene Sensoren
(14s, 16s) ermittelt werden und an die Steuerungseinrichtung (30) weitergegeben werden.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 26;
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad (16) mit einem Zusatzmotor (41) verbunden wird.
28. Verfahren nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad (16) mit einer Zusatzkupplung (44) schaltbar mit dem Zusatzmotor (41)
verbunden wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 28, insbesondere nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Anfahrvorgang das Beschleunigen des mit dem Antrieb (10) verbundenen Schwungrads
(16) auf Arbeitsdrehzahl mit Hilfe des Zusatzmotors (41) erfolgt.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 29, insbesondere nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Not-Aus vorgesehen ist, wenn eine vorgegebene Zeitdauer für einen der Verfahrensschritte
a) bis h) überschritten ist.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 30, insbesondere nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Not-Aus vorgesehen ist, wenn mindestens eine Komponente des Antriebs (10) überlastet
ist und/oder wenn die maximale Preßkraft am Pressenstößel (24) überschritten ist.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 31, insbesondere nach Ansprüchen 30 oder
31,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Auslösung des Not-Aus mindestens eine Bremsvorrichtung mit dem Antrieb (10) verbunden
ist oder Teil des Antriebs (10) bildend den Antrieb (10) unverzüglich in den Ruhezustand
versetzt.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum "Losbrechen" eines festgefahrenen Antriebs vorgesehen ist
a) Auskuppeln der Kupplung (14) zum Trennen des Schwungrads (16) vom Antrieb (10);
b) Hochfahren des Schwungrads (16), vorzugsweise auf eine Drehzahl, die der Drehzahl
des Schwungrads (16) bei Arbeitsgeschwindigkeit der Exzenterwelle (22) entspricht,
mit einer Drehrichtung entgegengesetzt zur Arbeitsdrehrichtung;
c) kurzzeitiges Verbinden des Schwungrads (16) mit dem Antrieb (10) durch Einkuppeln
der Kupplung (14);
d) Trennen des Schwungrads (16) vom Antrieb (10) durch Auskuppeln der Kupplung (14);
e) Abbremsen des Schwungrads (16) mit Hilfe des Zusatzmotors (41) und/oder mit Hilfe
einer Bremsvorrichtung, vorzugsweise ausgebildet als Teil der Bremsvorrichtung nach
Anspruch 32.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß vorgesehen ist, den Antrieb nur in der Arbeitsdrehzahl zu betreiben durch Einkuppeln
der Kupplung (14) zur drehstarren Verbindung der Schwungmasse (16) mit dem Antrieb
(10) und Erhöhen der Drehzahl der Exzenterwelle (22) aus dem Stillstand bis auf die
Arbeitsdrehzahl.
1. Drive device for a forming machine having an eccentric with a press plunger, preferably
an eccentric press, having a drive which drives the eccentric and has a servomotor,
and having a flywheel which can be connected to the drive, the eccentric being embodied
as an output shaft of the drive which has the servomotor, and
the drive being embodied in such a way that the eccentric carries out a working phase
and a transport phase during one revolution, wherein, in the working phase, the eccentric
rotates at the working rotational speed and carries out one working step, and in the
transport phase the eccentric rotates at the transport rotational speed,
wherein there is provision
that the eccentric is connected to the servomotor both in the working phase and in
the transport phase, and
that the drive (10) which has the servomotor is embodied with a variable moment of
inertia,
characterized in that the drive can be engaged with and disengaged from the flywheel (16) in such a way
that
a) the drive is coupled to the flywheel (16) in the working phase while the working
step is carried out,
b) after the working step the consumed energy is returned to the flywheel with the
servomotor, and
c) in the transport phase at the transport rotational speed the drive is decoupled
from the flywheel (16).
2. Drive device according to Claim 1, characterized in that the flywheel (16) is connected to the drive (16) by means of a clutch (14) which
can be connected hydraulically or pneumatically or electrically.
3. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that the clutch (14) which is connected to the flywheel (16) interacts with a transmission
which is arranged between the flywheel (11) and the eccentric.
4. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that the clutch (14) which is connected to the flywheel (16) interacts with the eccentric
(22).
5. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that the clutch (14) which is connected to the flywheel (16) interacts with the motor
pinion (12m) of the servomotor (11).
6. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that a preferably electric control device (30) is provided for the drive (10).
7. Drive device according to Claim 6, characterized in that the control device (30) is connected to sensors (11s, 14s, 16s, 22s) which are arranged
on the servomotor (11) and/or the clutch (14) and/or the flywheel (16) and/or the
eccentric (22).
8. Drive device according to Claim 7, characterized in that the sensors are embodied as rotational position sensors and/or rotational speed sensors.
9. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that the flywheel (16) is connected to an additional drive (40), formed from at least
one additional motor (41).
10. Drive device according to Claim 9, characterized in that the flywheel (16) is connected to the additional motor (41) in such a way that it
can be connected by an additional clutch (44).
11. Drive device according to Claim 9 or 10, characterized in that the additional motor (41) is embodied as a servomotor.
12. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive device is embodied with an emergency off device.
13. Drive device according to Claim 12, characterized in that the emergency off device is connected to the control device (30) and/or to a pressure
sensor which is arranged on the press plunger (24).
14. Drive device according to one of the preceding claims, characterized in that the emergency off device is embodied with at least one brake device which can be
connected to the drive (10) or forms part of the drive (10).
15. Method for controlling a drive with a variable rotational speed and an eccentric as
an output shaft with a servomotor for a forming machine with a press plunger, preferably
an eccentric press,
it being possible to control the drive in such a way that it runs at a working rotational
speed and a transport rotational speed, varied by means of the rotation of the eccentric,
in order to vary the speed of the eccentric over its revolution,
characterized in that the eccentric is driven by the servomotor both at the working rotational speed and
at the transport rotational speed,
in that the moment of inertia of the drive (10) is increased in the region of the working
rotational speed by coupling a flywheel (16) to the eccentric (22),
in that after the working step the consumed energy is returned to the flywheel with the servomotor,
and
in that the moment of inertia of the drive (10) is reduced in the region outside the working
rotational speed, in particular in the region of the transport rotational speed, by
decoupling the flywheel (16) from the eccentric (22).
16. Method according to Claim 15, characterized in that the change in the moment of inertia of the drive (10) occurs by connecting and disconnecting
a rotating flywheel mass (16).
17. Method according to Claim 15 or 16,
characterized
in that the drive (10) runs cyclically with the following sequence:
a) the forming process is carried out and energy stored in the flywheel mass (16)
is output to the drive (10), accompanied by reduction in the rotational speed of the
eccentric (22);
b) the forming process is terminated when the bottom dead centre (UT) is reached,
and the rotational speed of the eccentric (22) is increased to the working rotational
speed
c) the clutch (14) is disengaged in order to separate the flywheel mass (16) from
the drive (10);
d) the rotational speed of the eccentric (22) is increased to the transport rotational
speed;
e) the eccentric (22) is braked to the working rotational speed after the top dead
centre (OT) is reached;
f) the rotational speeds of the halves of the clutch (14) are synchronized;
g) the clutch (14) is engaged in order to connect the flywheel mass (16) to the drive
(10) in a rotationally locked fashion;
h) cyclical repetition of steps a) to g).
18. Method according to Claim 17, characterized in that in the starting process there is provision for the clutch (14) to be engaged in order
to connect the flywheel mass (16) to the drive (14) in a rotationally locked fashion,
and for the rotational speed of the eccentric (22) to be increased from the stationary
state to the working rotational speed.
19. Method according to Claim 17, characterized in that the flywheel mass (16) is connected to the output shaft of the servomotor (11) by
means of the clutch (14) according to a) and/or b) and/or g).
20. Method according to Claim 17, characterized in that the flywheel mass (16) is connected to the countershaft (18) by means of the clutch
(14) according to a) and/or b) and/or g).
21. Method according to Claim 17, characterized in that the flywheel mass (16) is connected to the eccentric (22) by means of the clutch
(14) according to a) and/or b) and/or g).
22. Method according to one of Claims 17 to 21, characterized in that the rotational speed of the eccentric (22) is increased with the effect of the servomotor
(11) according to b) and/or d).
23. Method according to one of claims 17 to 22, characterized in that the rotational speed of the eccentric (22) is braked with the effect of the servomotor
(11) according to e).
24. Method according to one of Claims 17 to 22, characterized in that the rotational speed of the clutch halves of the clutch (14) is synchronized with
the effect of the servomotor (11) according to f).
25. Method according to one of Claims 17 to 24, characterized in that the information about the rotational position and/or the rotational speed of the
drive (10) or one of its components, for example the eccentric (22) is determined
by means of sensors (11s, 14s, 16s, 22s) which are arranged on the components of the
drive (10) or connected thereto, and is passed on to a preferably electric control
device (30).
26. Method according to one of Claims 17 to 25, characterized in that the information about the rotational position and/or the rotational speed of the
clutch (14) and/or of the flywheel (16) is determined by means of sensors (14s, 16s)
which are arranged thereon or connected thereto and is passed on to the control device
(30).
27. Method according to one of Claims 15 to 26, characterized in that the flywheel (16) is connected to an additional motor (41).
28. Method according to Claim 27, characterized in that the flywheel (16) is connected to the additional motor (41) in such a way that it
can be switched with an additional clutch (44).
29. Method according to one of Claims 15 to 28, in particular according to Claim 18, characterized in that in the starting process the flywheel (16) which is connected to the drive (10) is
accelerated to the working rotational speed using the additional motor (41).
30. Method according to one of Claims 15 to 29, in particular according to Claim 17, characterized in that an emergency off is provided if a predefined period for one of the method steps (a)
to (h) is exceeded.
31. Method according to one of Claims 15 to 30, in particular according to Claim 17, characterized in that an emergency off is provided if at least one component of the drive (10) is overloaded
and/or if the maximum pressing force on the press plunger (24) is exceeded.
32. Method according to one of Claims 15 to 31, in particular according to Claims 30 or
31, characterized in that when the emergency off is triggered at least one brake device is connected to the
drive (10) or, forming part of the drive (10), places the drive (10) in the state
of rest immediately.
33. Method according to one of Claims 15 to 32,
characterized in that in order to "brake free" a drive which has jammed there is provision for
a) the clutch (14) to be disengaged in order to separate the flywheel (16) from the
drive (10);
b) the flywheel (16) to be accelerated, preferably to a rotational speed which corresponds
to the rotational speed of the flywheel (16) at the working speed of the eccentric
(22), with a direction of rotation opposed to the working direction of rotation;
c) the flywheel (16) to be briefly connected to the drive (10) by engaging the clutch
(14);
d) the flywheel (16) to be disconnected from the drive (10) by disengaging the clutch
(14);
e) the flywheel (16) to be braked using the additional motor (41) and/or using a brake
device, preferably embodied as part of the brake device according to Claim 32.
34. Method according to one of Claims 17 to 32, characterized in that there is provision for the drive to be operated only at the working rotational speed
by engaging the clutch (14) in order to connect the flywheel mass (16) to the drive
(10) in a rotationally locked fashion, and by increasing the rotational speed of the
eccentric (22) from the stationary state to the working rotational speed.
1. Système d'entraînement pour une machine de formage avec un arbre d'excentrique avec
un coulisseau de presse, de préférence une presse à excentrique,
comportant un système d'entraînement, destiné à entraîner un arbre d'excentrique et
muni d'un servomoteur, et comportant un volant apte à être relié au système d'entraînement,
l'arbre d'excentrique étant réalisé sous forme d'arbre de sortie du système d'entraînement
muni du servomoteur,
et le système d'entraînement étant réalisé de telle sorte que l'arbre d'excentrique
effectue une phase de travail et une phase de transport pendant un tour de rotation,
sachant que, dans la phase de travail, l'arbre d'excentrique tourne avec la vitesse
de rotation de travail et effectue une étape de travail et, dans la phase de transport,
l'arbre d'excentrique tourne avec une vitesse de rotation de transport,
sachant qu'il est prévu que l'arbre d'excentrique, tant dans la phase de travail que
dans la phase de transport, est relié au servomoteur et que le système d'entraînement
(10) muni du servomoteur est réalisé avec un moment d'inertie variable,
caractérisé en ce que le système d'entraînement peut être accouplé au volant (16) et désaccouplé de celui-ci
de telle sorte que
a) dans la phase de travail, le système d'entraînement est accouplé au volant (16)
pendant le déroulement de l'étape de travail,
b) après l'étape de travail, l'énergie consommée avec le servomoteur est à nouveau
acheminée vers le volant, et
c) dans la phase de transport avec la vitesse de rotation de transport, le système
d'entraînement est désaccouplé du volant (16).
2. Système d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le volant (16) est relié au système d'entraînement (10) par l'intermédiaire d'un
embrayage (14) hydraulique ou pneumatique ou à commande électrique.
3. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'embrayage (14) relié au volant (16) coopère avec une boîte de vitesses agencée
entre le servomoteur (11) et l'arbre d'excentrique.
4. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'embrayage (14) relié au volant (16) coopère avec l'arbre d'excentrique (22).
5. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'embrayage (14) relié au volant (16) coopère avec des pignons (12m) du servomoteur
(11).
6. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de commande (30), de préférence électrique, est prévu pour le système
d'entraînement (10).
7. Système d'entraînement selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de commande (30) est relié à des capteurs (11 s, 14s, 16s, 22s), qui
sont disposés sur le servomoteur (11) et/ou l'embrayage (14) et/ou le volant (16)
et/ou l'arbre d'excentrique (22).
8. Système d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que les capteurs sont réalisés sous forme de capteurs de position de rotation et/ou de
capteurs de vitesse de rotation.
9. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le volant (16) est relié à un entraînement supplémentaire (40) formé par au moins
un moteur supplémentaire (41).
10. Système d'entraînement selon la revendication 9, caractérisé en ce que le volant (16) est relié, par l'intermédiaire d'un embrayage supplémentaire (44),
de manière embrayable, avec le moteur supplémentaire (41).
11. Système d'entraînement selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le moteur supplémentaire (41) est réalisé sous forme de servomoteur.
12. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système d'entraînement est réalisé avec un dispositif d'arrêt d'urgence.
13. Système d'entraînement selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif d'arrêt d'urgence est relié au dispositif de commande (30) et/ou à
un capteur de pression disposé sur le coulisseau de presse (24).
14. Système d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'arrêt d'urgence est réalisé avec au moins un dispositif de frein
apte à être relié au système d'entraînement (10) ou faisant partie du système d'entraînement
(10).
15. Procédé de commande d'un système d'entraînement à vitesse de rotation variable, comportant
un arbre d'excentrique formant un arbre de sortie avec un servomoteur, pour une machine
de formage avec un coulisseau de presse, de préférence une presse à excentrique,
le système d'entraînement pouvant être commandé de telle sorte que, pendant un tour
de rotation de l'arbre d'excentrique, il tourne de manière variable avec une vitesse
de rotation de travail et une vitesse de rotation de transport, afin de faire varier
la vitesse de l'arbre d'excentrique sur un tour de rotation,
caractérisé en ce que l'arbre d'excentrique, tant dans la vitesse de rotation de travail que dans la vitesse
de rotation de transport, est entraîné par le servomoteur,
en ce que, dans la zone de la vitesse de rotation de travail, le moment d'inertie du système
d'entraînement (10) est augmenté, du fait qu'un volant (16) est accouplé à l'arbre
d'excentrique (22),
en ce que, après l'étape de travail, l'énergie consommée avec le servomoteur est à nouveau
acheminée vers le volant, et
en ce que, dans la zone en dehors de la vitesse de rotation de travail, en particulier dans
la zone de la vitesse de rotation de transport, le moment d'inertie du système d'entraînement
(10) est diminué, du fait que le volant (16) est désaccouplé de l'arbre d'excentrique
(22).
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que la variation du moment d'inertie du système d'entraînement (10) est assurée par l'accouplement
ou le désaccouplement d'une masse d'inertie rotative.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce que le système d'entraînement (10) fonctionne cycliquement selon la procédure suivante
:
a) mise en oeuvre du processus de formage et transmission de l'énergie, emmagasinée
dans la masse d'inertie (16), au système d'entraînement (10) en association avec la
diminution de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) ;
b) fin du processus de formage lorsque le point mort inférieur (TU) est atteint et
augmentation de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) à la vitesse
de rotation de travail ;
c) débrayage de l'embrayage (14) pour séparer la masse d'inertie (16) du système d'entraînement
(10) ;
d) augmentation de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) à la vitesse
de rotation de transport ;
e) freinage de l'arbre d'excentrique (22) à la vitesse de rotation de travail lorsque
le point mort supérieur (TO) est atteint ;
f) synchronisation des vitesses de rotation des moitiés de l'embrayage (14) ;
g) accouplement de l'embrayage (14) pour relier la masse d'inertie (16) de manière
immobile en rotation avec le système d'entraînement (10);
h) répétition cyclique des étapes a) à g).
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que dans le processus de démarrage sont prévus l'accouplement de l'embrayage (14) pour
relier la masse d'inertie (16) de manière immobile en rotation avec le système d'entraînement
(10), et l'augmentation de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) pour
parvenir, à partir de la position d'arrêt, à la vitesse de rotation de travail.
19. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la masse d'inertie (16) selon a) et/ou b) et/ou g) est reliée par l'intermédiaire
de l'embrayage (14) à l'arbre de sortie du servomoteur (11 ).
20. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la masse d'inertie (16) selon a) et/ou b) et/ou g) est reliée par l'intermédiaire
de l'embrayage (14) à l'arbre intermédiaire (18).
21. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la masse d'inertie (16) selon a) et/ou b) et/ou g) est reliée par l'intermédiaire
de l'embrayage (14) à l'arbre d'excentrique (22).
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 21, caractérisé en ce que l'augmentation de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) selon b) et/ou
d) est effectuée sous l'effet du servomoteur (11 ).
23. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 22, caractérisé en ce que le ralentissement de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) selon e)
est effectué sous l'effet du servomoteur (11).
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 22, caractérisé en ce que la synchronisation de la vitesse de rotation des moitiés de l'embrayage (14) selon
f) est effectuée sous l'effet du servomoteur (11 ).
25. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 24, caractérisé en ce que les informations sur la position de rotation et/ou la vitesse de rotation du système
d'entraînement (10) ou de l'un de ses composants, tels que l'arbre d'excentrique (22),
sont déterminées par des capteurs (11 s, 14s, 16s, 22s) qui sont disposés sur les
composants du système d'entraînement (10) ou sont reliés à ceux-ci, et sont transmises
vers un dispositif de commande (30), de préférence électrique.
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 25, caractérisé en ce que les informations sur la position de rotation et/ou la vitesse de rotation de l'embrayage
(14) et/ou du volant (16) sont déterminées par des capteurs (14s, 16s) qui sont disposés
sur ceux-ci ou sont reliés à ceux-ci, et sont transmises vers un dispositif de commande
(30).
27. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 26, caractérisé en ce que le volant (16) est relié à un moteur supplémentaire (41).
28. Procédé selon la revendication 27, caractérisé en ce que le volant (16) est relié à un embrayage supplémentaire (44) de manière embrayable
avec le moteur supplémentaire (41).
29. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 28, en particulier selon la
revendication 18, caractérisé en ce que, dans le processus de démarrage, l'accélération du volant (16), qui est relié au
système d'entraînement (10), à la vitesse de transport de travail est effectuée au
moyen du moteur supplémentaire (41 ).
30. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 29, en particulier selon la
revendication 17, caractérisé en ce qu'il est prévu un arrêt d'urgence lorsqu'un intervalle de temps prédéfini pour une des
étapes a) à h) est dépassé.
31. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 30, en particulier selon la
revendication 17, caractérisé en ce qu'il est prévu un arrêt d'urgence lorsque au moins un composant du système d'entraînement
(10) est en surcharge et/ou lorsque la force de pression maximale sur le coulisseau
de presse (24) est dépassée.
32. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 31, en particulier selon la
revendication 30 ou 31, caractérisé en ce que, lors du déclenchement de l'arrêt d'urgence, au moins un dispositif de frein est
relié au système d'entraînement (10) ou, en tant que partie du système d'entraînement
(10), amène le système d'entraînement (10) immédiatement dans la position de repos.
33. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 32,
caractérisé en ce que pour « décoller » un entraînement bloqué, il est prévu :
a) de débrayer l'embrayage (14) pour séparer le volant (16) du système d'entraînement
(10) ;
b) d'accélérer le volant (16), de préférence à une vitesse de rotation qui correspond
à la vitesse de rotation du volant (16) dans la vitesse de rotation de travail de
l'arbre d'excentrique (22), avec un sens de rotation opposé au sens de rotation de
travail ;
c) de relier pendant un court laps de temps le volant (16) avec le système d'entraînement
(10) par un accouplement de l'embrayage (14) ;
d) de séparer le volant (16) du système d'entraînement (10) par un débrayage de l'embrayage
(14) ;
e) de freiner le volant (16) au moyen du moteur complémentaire (41) et/ou au moyen
d'un dispositif de frein, de préférence réalisé sous la forme d'une partie du dispositif
de frein selon la revendication 32.
34. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 32, caractérisé en ce qu'il est prévu d'exploiter le système d'entraînement seulement dans la vitesse de rotation
de travail par un accouplement de l'embrayage (14) pour relier la masse d'inertie
(16) de manière immobile en rotation avec le système d'entraînement (10) et par l'augmentation
de la vitesse de rotation de l'arbre d'excentrique (22) pour parvenir, à partir de
la position d'arrêt, à la vitesse de rotation de travail.
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