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(11) |
EP 1 640 273 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.06.2007 Patentblatt 2007/23 |
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Anmeldetag: 22.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Wickelvorrichtung zur Entfernung von aufgeschnittenem Bindematerial
Coiling device for removing cut binding material
Dispositif d'enroulement pour enlever des matériaux de cerclage coupés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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MK YU |
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Priorität: |
23.09.2004 DE 102004046117
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.03.2006 Patentblatt 2006/13 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Gabanski, Eduard
53879 Euskirchen (DE)
- Peters, Erich
53879 Euskirchen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 381 634 DE-A1- 10 247 586 US-A- 4 550 881
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WO-A-92/13768 DE-B1- 2 821 336
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 1996, Nr. 07, 31. Juli 1996 (1996-07-31) & JP 08 078265
A (AICHI ELECTRIC CO LTD), 22. März 1996 (1996-03-22)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Vorrichtungen dieser Art werden z.B. in der Papierindustrie verwendet. Oft wird nämlich
der Rohstoff für die Papiererzeugung, also Zellstoff oder Altpapier, in gepressten
Ballen angeliefert, die durch Bindematerial, insbesondere Drähte oder Bänder, zusammengehalten
werden. Bevor die Rohstoffe dann z.B. in einem Stofflöser zu einer wässrigen Suspension
verarbeitet werden, müssen solche Drähte oder Bänder in der Regel entfernt werden.
Das kann zwar auch manuell geschehen, ist dann aber gefährlich und aufwändig. Daher
sind Vorrichtungen der hier genannten Art entwickelt worden, mit deren Hilfe die Entfernung
von aufgeschnittenen Drähten und Bändern automatisch vonstatten gehen kann. Wickelvorrichtungen,
die für solche Zwecke verwendet werden können, sind z.B. aus der DE 28 21 336 C2 bekannt.
[0003] Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Wickelkopfes in einer Ballenentbindungseinrichtung
wird die Wickelvorrichtung vorzugsweise derart angeordnet, dass sie auf der der Schneidvorrichtung
gegenüberliegenden Seite des Ballens angreifen kann. Bevor oder nachdem das Band oder
der Draht auf der gegenüberliegenden Seite durchtrennt ist, wird entweder das Aufnahmeteil
gegen den Ballen oder der Ballen derart gegen das Aufnahmeteil gefahren, dass sein
stirnseitiges Arbeitsende unmittelbar an dem zu entfernenden Bindematerial anliegt.
Wenn dann das Aufnahmeteil in Rotation versetzt wird, spült sich das Band oder der
Draht auf, so dass er von den Ballen abgezogen wird und daraus ein kleiner, fester
Wickel entsteht, der sich leicht sammeln und abtransportieren lässt.
[0004] Das Aufnahmeteil sitzt vorzugsweise auf einer Welle eines Motors, vorzugsweise eines
Elektro-Getriebemotors mit einer langsamen Ausgangsdrehzahl. Es kann aber auch beispielsweise
ein Hydromotor vorgesehen sein. Der Motor ist vorzugsweise so ausgebildet, dass er
in der Weise einstellbar ist, dass seine Welle im Stillstand eine bestimmte Stellung
relativ zu dem aufzunehmenden Bindematerial einnimmt. Dies hat den Vorteil, dass dieses
sicherer und einfacher von den Schlitzen des Aufnahmeteils aufgenommen wird.
[0005] Um Ballen zu Transportzwecken zusammen zu pressen, werden in vielen Fällen runde
Stahldrähte mit z.B. 4 mm Durchmesser verwendet. Diese lassen sich auch mit bekannten
Wickelvorrichtungen zu Drahtwickeln, sogenannten coils aufwickeln und von dem Aufnahmeteil
axial abschieben. In anders gelagerten Fällen, bei denen als Bindematerial Stahlbänder
verwendet werden, kann es allerdings vorkommen, dass sich die Bandwickel in der Wickelvorrichtung
so verklemmen, dass ihre Entfernung nicht zuverlässig möglich ist. Solche Stahlbänder
haben z.B. eine Dicke von 2 mm und sind aus Stahl, Edelstahl oder sonstigem federnd
elastischen Material. Sie haben die Neigung, nach dem Aufspulen, also wenn das zum
Wickeln durch das Aufnahmeteil aufgebrachte Torsionsmoment fehlt, elastisch stark
zurück zu federn, also wieder aufzugehen. Das kann dazu führen, dass sich das Bindematerial
nach der Entlastung so stark nach außen ausdehnt, dass es zu einem Verklemmen in der
Wickelvorrichtung kommt.
[0006] In wiederum anders gelagerten Fällen besteht das Bindematerial nicht aus Metall,
sondern aus Kunststoff. Solches Bindematerial wird in den meisten Fällen als Band
verwendet, z.B. mit einer Breite zwischen 10 und 20 mm, und einer Dicke von ca. 1
mm. Kunststoffbänder können z.B. geflochten oder durch einen Extruder hergestellt
sein. Auch aus Kunststoff hergestelltes Bindematerial kann die Neigung haben, nach
dem Aufspulen so weit wieder aufzugehen, dass eine Beeinträchtigung der Ballenentbindung
erfolgen kann.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine neue Wickelvorrichtung zu finden,
mit der es möglich ist, nicht nur Drähte, sondern auch Bänder, die zum Verschnüren
von Ballen verwendet werden, zuverlässig aufzuwickeln und aus der Wickelvorrichtung
wieder entfernen zu können. In speziellen Ausführungen sollen auch problematische
Kunststoffbänder entfernt werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wirken die Außenfläche des Aufnahmeteils und
die Innenkontur des Pressteils in besonders vorteilhafter Weise zusammen. Auf Grund
der eckigen Form kann das aufgewickelte Bindematerial an den Eckstellen besonders
stark und damit plastisch verformt werden. Ein auf diese Weise bearbeiteter Band-
oder Drahtwickel hat nicht mehr die Tendenz, sich nach der Entlastung störend auszudehnen.
Mit dieser einfachen Maßnahme ist es also auch bei Bindematerialien, die z.B. dazu
neigen, nach dem Wickeln wieder aufzugehen, was bei federndem Stahl oder bestimmten
Kunststoffen auftritt, möglich, ohne besondere Schwierigkeiten aufzuwickeln und dann
zu entsorgen. Ein besonderer Vorteil des Erfindungsgegenstandes liegt auch darin,
dass eine Unterscheidung zwischen Bändern und Drähten nicht erforderlich ist, da es
sich hierbei um eine universell verwendbare Vorrichtung handelt. Es ist also nicht
erforderlich, die ankommenden Rohstoffballen ständig zu überprüfen auf Art des Bindematerials.
Es versteht sich, dass auch bei weichem Bindematerial, das an sich nicht dazu neigt,
nach dem Wickeln wieder aufzugehen, nach wie vor eine problemlose Entfernung mit der
erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung möglich ist.
[0010] Die Erfindung und ihre Vorteile werden erläutert an Hand von schematischen Zeichnungen.
Dabei zeigen:
- Fig. 1a-d
- Prinzip und Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes beim Wickeln;
- Fig. 2a-c
- Prinzip und Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes beim Aufschneiden des Bandwinkels;
- Fig. 3
- eine Variante mit spitzen Eckenwinkeln;
- Fig. 4
- eine Variante der in Fig. 3 gezeigten Form mit speziellen Mitteln zur Erweiterung
des Bindematerials;
- Fig. 5
- eine weitere Variante mit Mitteln zur Erwärmung.
[0011] In den Figuren 1a - 1d sind Teil der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung und vier
wichtige Phasen ihres Betriebes dargestellt. Das Aufnahmeteil 2 ist mit der Wickelfläche
4 zwischen zwei Pressteilen 5 und 6 angeordnet. Nicht gezeigt ist das Aufschneiden
des Bindematerials am Ballen, Lockern und Anheben. Anschließend wird das Bindematerial
in die richtigen Positionen zur Wickelvorrichtung gebracht. Im in Fig. 1 a gezeigten
Zustand ist das Bindematerial 1 bereits in den Aufnahmeschlitz 3 des Aufnahmeteils
2 eingeschoben. In diesem Betriebszustand befinden sich die beiden Pressteile 5 und
6 in einem größeren Abstand vom Aufnahmeteil 2 und können dabei eventuell die Funktion
eines Führungsteils für das aufzuwickelnde Bindematerial übernehmen. Die Innenflächen
7 der Pressteile 5 und 6 bilden jeweils einen Wangenwinkel β = 90°, der zum Aufnahmeteil
2 hin geöffnet ist. Die Kammlinie 8 des Winkels verläuft parallel zur Drehachse 9.
Der senkrecht zur Drehachse 9 an der Wickelfläche 4 durch das Aufnahmeteil 2 gelegte
Querschnitt hat hier die Form eines Quadrates mit leicht abgerundeten Ecken. Der Eckenwinkel
α beträgt hier 360° geteilt durch 4 gleich 90°. Die Abrundungen haben z.B. einen Krümmungsradius
von maximal 10 mm, vorzugsweise maximal 1 mm. Je nach hauptsächlich zu verarbeitendem
Bandmaterial kann auch ein Krümmungsradius von ca. 0,1 mm besonders günstig sein.
Fig. 1b zeigt den durch Rotieren des Aufnahmeteils 2 gebildeten Bandwickel 10. Bei
dem sich anschließenden Pressvorgang gemäß Fig. 1c werden die beiden Pressteile 5
und 6 in Richtung zum Aufnahmeteil 2 bewegt und gepresst, wozu z.B. Hydraulikzylinder
dienen. Dadurch wird der in Fig. 1b gezeigte Bandwickel 10 umgeformt zu einem Bandwickel
10' mit einer Form, die der Wickelfläche 4 des Aufnahmeteils 2 angenähert ist. Wie
bereits erläutert wurde, werden dadurch auf besonders wirksame Weise plastische Verformungen
im Bandmaterial hervorgerufen. Nach dem Auseinanderbewegen der Pressteile 5 und 6
kann sich der verformte Bandwickel ausdehnen und wird als entspannter Bandwickel 10"
vom Aufnahmeteil axial herunter geschoben. Hierzu dient - wie in den Figuren 2 gezeigt
ist - ein im Aufnahmeteil 2 axial beweglicher Ausstoßer 11.
[0012] In Fig. 1 a ist die Winkelstellung des Aufnahmeteils 2 so gelegt, dass das Bandmaterial
1 an dem Pressteil 5 und 6 vorbei in den Bereich des Aufnahmeteils gelangen kann.
In Fig. 1c hingegen ist das Aufnahmeteil 2 so gedreht, dass sich die Wickelfläche
4 und die Innenflächen 7 der Pressteile 5 und 6 etwa entsprechen.
[0013] Die Figuren 2a - 2c zeigen ein Ausführungsbeispiel für den erfindungsgemäßen Wickelkopf
in drei verschiedenen Funktionen, wobei auf die konstruktive Darstellung der Details
verzichtet wurde. Der hier waagerecht angeordnete Wickelkopf mit einem drehbaren Aufnahmeteil
2 (Drehachse 9) ist an seinem Wickelbereich mit der Wickelfläche 4 versehen. Das Aufnahmeteil
ist teilweise geschnitten gezeichnet, so dass der in seinem Zentrum ruhende Auswurfstempel
11 und die dazugehörige Ausstoßerstange 12 sichtbar sind. Im Wickelbereich befindet
sich der am Ende offene Aufnahmeschlitz 3, der zum Ergreifen des hier nicht gezeichneten
Bindematerials dient. Ein oberes Pressteil 5 und ein unteres Pressteil 6 sind in einem
Abstand von der Wickelfläche 4 positioniert, der mindestens so groß ist, dass der
gebildete Bandwickel 10 in den Zwischenraum hineinpasst. Er kann während des ganzen
Wickelvorganges maximal eingestellt sein, um Platz für den Wickel am Ende des Vorganges
zu lassen oder auch dem größer werdenden Wickel ständig angepasst werden und dabei
eine Bandführungsfunktion erfüllen.
[0014] Wie Fig. 2b zeigt, wird durch Zusammenpressen der beiden Pressteile in Richtung zum
Aufnahmeteil 2 der Bandwickel mit den bereits erwähnten Vorteilen umgeformt. Nachdem
die beiden Pressteile 5 und 6 wieder auseinander gefahren sind, wird der gepresste
Bandwickel frei, dehnt sich etwas aus und kann als entspannter Bandwickel 10" mit
Hilfe des Ausstoßers 11 axial aus der Vorrichtung entfernt werden. Dazu wird die Ausstoßerstange
12 in Richtung Arbeitsende des Aufnahmeteils verschoben.
[0015] Eine unter bestimmten Voraussetzungen begünstigte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
zeigt die Fig. 3. Bei diesem ist der Eckenwinkel α' des Aufnahmeteils 2' abweichend
vom Beispiel der Fig. 1 kleiner als es dem Wert 360° durch Anzahl der Ecken entspricht.
In dem hier gezeigten Fall sind es nicht 90 sondern 45°, wobei auch andere Werte,
insbesondere zwischen 45° und 90° auf Grund von bindematerialspezifischen Anforderungen
möglich sind. Entsprechend sind auch die Pressteile 5' und 6' dieser Kontur angepasst,
also ihnen geometrisch ähnlich oder gleich. Bei dem hier gezeigten Fall hat der Wangenwinkel
β' einen Wert, der um 2° über dem des Eckenwinkels α' liegt. Eine solche Ausführungsform
ist besonders geeignet für Bindematerial, das aus Kunststoff besteht, da der beim
Wickelvorgang erzeugte Winkel spitzer ist als z.B. 90° (bei einem Viereck), wodurch
die Neigung des Bindematerials wieder aufzugehen, weiter reduziert wird.
[0016] Speziell wenn die erfindungsgemäße Wickelvorrichtung für Kunststoff verwendet werden
soll, kann eine Beheizung ihre Arbeitsweise weiter verbessern, was in Fig. 4 in einem
Beispiel dargestellt ist. Vorzugsweise kann diese Beheizung durch elektrische Heizdrähte
13 in den Pressteilen 5" bzw. 6" realisiert werden. Es ist aber auch möglich, Heizdrähte
14 zusätzlich oder ausschließlich im Aufnahmeteil 2, 2' anzubringen. Die Aufheizung
des Bandmaterials kann auch durch Strahlung oder durch Reibung, z.B. zwischen Band
und den Pressteilen erzeugt werden, wenn man den Bandwickel mit leicht angedrückten
Pressteilen rotieren lässt. Das Band sollte auf eine Temperatur gebracht werden, die
zumindest an den Knickstellen 15 über dem Erweichungspunkt des Kunststoffes, zumeist
zwischen 80° C und 120° C, liegt.
[0017] Die Beheizung der Wickelvorrichtung kann auch bei Ausführungsformen ausgeführt werden,
wie sie in Fig. 1 gezeigt sind. Die günstigste Ausgestaltung richtet sich nach den
Anforderungen, wobei es durchaus wichtig sein kann, eine universell einsetzbare Wickelvorrichtung
zu konstruieren, d.h. eine Wickelvorrichtung, die sowohl für Metall- als auch für
Kunststoffbänder geeignet ist. Wie bereits erwähnt, ist es bei praktischem Betrieb
sehr viel einfacher, wenn dieselbe Wickelvorrichtung auch bei unterschiedlichen Chargen
ohne Änderungen benutzt werden kann. Wird z.B. die in Fig. 5 gezeigte Wickelvorrichtung
mit einer Heizung in den Pressteilen und/oder im Aufnahmeteil versehen, ist zu erwarten,
dass sie problemlos alle vorkommenden Bindematerialien verarbeiten kann. Die Anordnung
der Heizdrähte o.ä. kann so sein, dass gerade an den Knickstellen 15 die höchste Temperatur
erzeugt wird.
1. Wickelvorrichtung , geeignet, um aufgeschnittenes Bindematerial (1), insbesondere
Metallbänder, von Ballen zu entfernen, bestehend aus
mindestens einem Führungsteil für das Bindematerial,
einem Aufnahmeteil (2, 2', 2"), das in seinem Wickelbereich eine Wickelfläche (4,
4') und einen Aufnahmeschlitz (3) zum Ergreifen des Bindematerials (1) aufweist und
das relativ zum Führungsteil drehbar ist sowie
einer Einrichtung (11, 12) zum axialen Abschieben des aufgewickelten Bindematerials
vom Aufnahmeteil,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelfläche (4, 4') des Aufnahmeteils (2) im Wesentlichen die Querschnittsform
eines Vielecks, vorzugsweise eines Quadrats, aufweist und
dass das Aufnahmeteil (2, 2', 2") von mindestens zwei Pressteilen (5, 5', 5", 6, 6', 6")
in einem Abstand umgeben ist, die zum Aufnahmeteil (2, 2', 2") hin und von diesem
weg bewegbar sind und
dass die Innenfläche (7, 7') des Pressteiles (5, 5', 5", 6, 6', 6") einem Teil der Wickelfläche
(4, 4', 4") des Aufnahmeteils (2, 2', 2") geometrisch ähnlich oder gleich ist.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenfläche (7, 7') des Pressteils (5,5', 5", 6, 6', 6") eine Winkelfläche mit
zwei dem Aufnahmeteil zugewandten Schenkeln ist, dessen Kammlinie (8) parallel zur
Drehachse (9) des Aufnahmeteils (2, 2', 2") liegt.
3. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das die Wickelfläche (4, 4', 4") des Aufnahmeteils (2, 2', 2") bestimmende Vieleck
gleichseitig ist.
4. Wickelvorrichtung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wangenwinkel (β, β') der Wickelflächen (4, 4', 4") den Eckenwinkeln (α, α') des
Vielecks mit einer Toleranz von ± 10° entspricht.
5. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das die Querschnittsform der Wickelfläche (4, 4') bildende Vieleck an den Enden abgerundet
ist mit einem Krümmungsradius von maximal 10 mm, vorzugsweise maximal 1 mm.
6. Wickelvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Krümmungsradius ca. 0,1 mm beträgt.
7. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl der Ecken des Vielecks nicht größer als 8, vorzugsweise nicht größer als
6, ist.
8. Wickelvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl der Ecken des Vielecks gleich 4, ist.
9. Wickelvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckenwinkel (α) des Vielecks dem Wert 360° geteilt durch Anzahl der Ecken entsprechen.
10. Wickelvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckenwinkel (α') des Vielecks kleiner sind als der Wert 360° geteilt durch Anzahl
der Ecken, insbesondere etwa halb so groß.
11. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (9) des Aufnahmeteils im Betrieb waagerecht liegt mit einer maximalen
Abweichung von -15° bis + 15°.
12. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmeteil (2, 2', 2") in beiden Richtungen rotierbar angetrieben ist.
13. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressteile (5, 5', 5", 6, 6', 6") nur zum Aufnahmeteil (2, 2') hin und von diesem
weg bewegbar sind.
14. Wickelvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Bewegung der Pressteile (5, 5', 5", 6, 6', 6') hydraulische Zylinder dienen.
15. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es genau zwei Pressteile (5, 5', 5", 6, 6', 6") in einer Wickelvorrichtung gibt.
16. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie zur Bewegung von Aufnahmeteil (2, 2', 2") und Pressteilen (5, 5', 5", 6, 6',
6") eine automatische Ablaufsteuerung aufweist.
17. Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Erwärmung des Bindematerials vorhanden sind.
18. Wickelvorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Pressteil (5", 6") erwärmbar ist.
19. Wickelvorrichtung nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelfläche (4") des Aufnahmeteils (2") erwärmbar ist.
20. Wickelvorrichtung nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erwärmung elektrisch erfolgt.
21. Wickelvorrichtung nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erwärmung durch Strahlung erfolgt.
22. Wickelvorrichtung nach Anspruch 17 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur Erwärmung so eingesetzt werden, dass an den Knickstellen (15) die
höchste Temperatur erreichbar ist.
23. Verwendung der Wickelvorrichtung nach einem der voran stehenden Ansprüche zur Entfernung
von Bändern von Altpaper- oder Zellstoffballen im Zusammenwirken mit einer Vorrichtung
zum Aufschneiden der Bänder.
1. A coiling device suitable for removing cut binding material (1), in particular metal
bands, from bales, and consisting of
at least one guide part for the binding material,
a holder part (2, 2', 2") which has in its winding area a winding surface (4, 4')
and a holder slot (3) to grasp the binding material (1), and which can be rotated
relative to the guide part,
and a device (11, 12) to push the wound-up binding material axially off the holder
part,
characterised in that
the winding surface (4, 4') of the holder part (2) essentially has, in cross-section,
the shape of a polygon, preferably a square, and
the holder part (2, 2', 2") is surrounded, with a space in between, by at least two
pressing parts (5, 5', 5", 6, 6', 6") which can be moved towards and away from the
holder part (2, 2', 2") and
the inside surface (7, 7') of the pressing part (5, 5', 5", 6, 6', 6") is geometrically
similar or identical to a part of the winding surface (4, 4', 4") of the holder part
(2, 2', 2").
2. Coiling device as in claim 1,
characterised in that
the inside surface (7, 7') of the pressing part (5, 5', 5", 6, 6', 6") is an angled
surface with two sides that face towards the holder part, the ridge line (8) of which
sides is parallel to the axis of rotation (9) of the holder part (2, 2', 2").
3. Coiling device as in claim 1 or 2,
characterised in that
the polygon that defines the winding surface (4, 4', 4") of the holder part (2, 2',
2") is equilateral.
4. Coiling device as in claim 2 and 3,
characterised in that
the face angle (β, β') of the winding surfaces (4, 4', 4") is the same as the corner
angles (α, α') of the polygon with a tolerance of ± 10°.
5. Coiling device as in one of the previous claims,
characterised in that
the polygon that forms the cross-sectional shape of the winding surface (4, 4') is
rounded off at the ends with a radius of curvature of a maximum of 10 mm, preferably
a maximum of 1 mm.
6. Coiling device as in claim 5,
characterised in that
the radius of curvature is approximately 0.1 mm.
7. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
the number of the corners of the polygon is not greater than 8, preferably not greater
than 6.
8. Coiling device as in claim 7,
characterised in that
the number of the corners of the polygon is 4.
9. Coiling device as in claim 7 or 8,
characterised in that
the corner angles (α) of the polygon are equal to the figure of 360° divided by the
number of corners.
10. Coiling device as in claim 7 or 8,
characterised in that
the corner angles (α') of the polygon are smaller than the figure of 360° divided
by the number of corners, in particular approximately half as big.
11. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
the axis of rotation (9) of the holder part is horizontal when in operation, with
a maximum deviation of between -15° and +15°.
12. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
the holder part (2, 2', 2") is powered to rotate in both directions.
13. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
the pressing parts (5, 5', 5", 6, 6', 6") can be moved only towards and away from
the holder part (2, 2').
14. Coiling device as in claim 13,
characterised in that
hydraulic cylinders are used to move the pressing parts (5, 5', 5", 6, 6', 6").
15. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
there are exactly two pressing parts (5, 5', 5", 6, 6', 6") in one coiling device.
16. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
it has an automatic run-off control to move the holder part (2, 2', 2") and the pressing
parts (5, 5', 5", 6, 6', 6").
17. Coiling device as in one of the preceding claims,
characterised in that
means of heating the binding material are present.
18. Coiling device as in claim 17,
characterised in that
at least one pressing part (5", 6") can be heated.
19. Coiling device as in claim 17 or 18,
characterised in that
the winding surface (4") of the holder part (2") can be heated.
20. Coiling device as in claim 18 or 19,
characterised in that
the heating is effected by electricity.
21. Coiling device as in claim 18 or 19,
characterised in that
the heating is effected by radiation.
22. Coiling device as in claim 17 to 21,
characterised in that
the means of heating are used in such a way that the maximum temperature can be achieved
at the bending points (15).
23. Use of the coiling device as in one of the preceding claims to remove bands from bales
of recycled paper or cellulose in conjunction with a device for cutting the bands.
1. Dispositif d'enroulement, approprié pour enlever du matériau de cerclage (1) coupé,
en particulier des bandes métalliques, de balles, comprenant
au moins une partie de guidage pour le matériau de cerclage,
une partie de réception (2, 2', 2"), qui présente dans sa zone d'enroulement une surface
d'enroulement (4, 4') et une fente de réception (3) pour la saisie du matériau de
cerclage (1) et qui peut tourner par rapport à la partie de guidage ainsi que
un dispositif (11, 12) pour l'enlèvement axial du matériau de cerclage enroulé de
la partie de réception
caractérisé en ce que
la surface d'enroulement (4, 4') de la partie de réception (2) présente sensiblement
la forme de section d'un polygone, de préférence d'un carré et
en ce que la partie de réception (2, 2', 2") est entourée par au moins deux pièces pressées
(5, 5', 5", 6, 6', 6") à une distance, lesquelles peuvent être déplacées en direction
de la partie de réception (2, 2', 2") et à partir de celle-ci et
en ce que la surface intérieure (7, 7') de la pièce pressée (5, 5', 5", 6, 6', 6") est similaire
ou identique au plan géométrique à une partie de la surface d'enroulement (4, 4',
4") de la partie de réception (2, 2', 2'').
2. Dispositif d'enroulement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la surface intérieure (7, 7') de la pièce pressée (5, 5', 5", 6, 6', 6") est une surface
d'angle avec deux branches tournées vers la partie de réception, dont la ligne de
crête (8) est parallèle à l'axe de rotation (9) de la partie de réception (2, 2',
2'').
3. Dispositif d'enroulement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le polygone déterminant la surface d'enroulement (4, 4', 4") de la partie de réception
(2, 2', 2'') est équilatéral.
4. Dispositif d'enroulement selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'angle des joues (β, β') des surfaces d'enroulement (4, 4', 4") correspond aux angles
aux sommets (α, α') du polygone avec une tolérance de ± 10°.
5. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le polygone formant la forme de section de la surface d'enroulement (4, 4') est arrondi
sur les extrémités avec un rayon de courbure maximum de 10 mm, de préférence au maximum
de 1 mm.
6. Dispositif d'enroulement selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le rayon de courbure est d'environ 0,1 mm.
7. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nombre des sommets du polygone n'est pas supérieur à 8, de préférence pas supérieur
à 6.
8. Dispositif d'enroulement selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le nombre des sommets du polygone est égal à 4.
9. Dispositif d'enroulement selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
les angles au sommet (α) du polygone correspondent à la valeur de 360° divisée par
le nombre des sommets.
10. Dispositif d'enroulement selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
les angles au sommet (α') du polygone sont inférieurs à la valeur de 360° divisée
par le nombre des sommets, en particulier à peu près moitié moins grands.
11. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'axe de rotation (9) de la partie de réception est horizontal pendant le service
avec un écart maximum de -15° jusqu'à +15°.
12. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la partie de réception (2, 2', 2") est entraînée de façon rotative dans les deux directions.
13. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les pièces pressées (5, 5', 5" , 6, 6', 6'') ne peuvent être déplacées qu'en direction
de la partie de réception (2, 2') et à partir de celle-ci.
14. Dispositif d'enroulement selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
des vérins hydrauliques servent au déplacement des pièces pressées (5, 5', 5", 6,
6', 6'').
15. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il y a exactement deux pièces pressées (5, 5', 5", 6, 6', 6") dans un dispositif d'enroulement.
16. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il présente une commande séquentielle automatique pour le déplacement de la partie
de réception (2, 2', 2") et des pièces pressées (5, 5', 5" , 6, 6', 6'').
17. Dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des moyens pour le réchauffement du matériau de cerclage sont présents.
18. Dispositif d'enroulement selon la revendication 17,
caractérisé en ce que
au moins une pièce pressée (5", 6") peut être réchauffée.
19. Dispositif d'enroulement selon la revendication 17 ou 18,
caractérisé en ce que
la surface d'enroulement (4") de la partie de réception (2") peut être réchauffée.
20. Dispositif d'enroulement selon la revendication 18 ou 19,
caractérisé en ce que
le réchauffement s'effectue de façon électrique.
21. Dispositif d'enroulement selon la revendication 18 ou 19,
caractérisé en ce que
le réchauffement s'effectue par rayonnement.
22. Dispositif d'enroulement selon la revendication 17 à 21,
caractérisé en ce que
les moyens pour le réchauffement sont utilisés de telle sorte que la température maximale
peut être obtenue sur les points de pliage (15).
23. Utilisation d'un dispositif d'enroulement selon l'une quelconque des revendications
précédentes pour l'enlèvement de bandes de balles de papier usagé ou de balles de
cellulose en interaction avec un dispositif destiné à l'ouverture des bandes.