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EP 1 641 699 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.05.2021 Patentblatt 2021/21 |
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Anmeldetag: 31.03.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2004/000196 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/003013 (13.01.2005 Gazette 2005/02) |
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Aufzugsanlage mit im Kabinendach integrierter Kabinenelektrik
Elevator with car electrics integrated in the car roof
Ascenseur avec appareillage électrique de cabine intégrée dans le plafond de la cabine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
03.07.2003 EP 03015047
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.04.2006 Patentblatt 2006/14 |
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Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- ROSSIGNOL, Eric
CH-6042 Dietwil (CH)
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 695 632 US-A- 4 043 430
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JP-A- 2000 016 725
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2000, Nr. 04, 31. August 2000 (2000-08-31) -& JP 2000
016725 A (MATSUSHITA ELECTRIC WORKS LTD), 18. Januar 2000 (2000-01-18) in der Anmeldung
erwähnt
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugsanlage mit im Kabinendach integrierter Kabinenelektrik
und ein Verfahren zur Montage einer Aufzugsanlage gemäss Oberbegriff der unabhängigen
Patentansprüche.
[0002] Die Aufzugsanlage beinhaltet eine in einem Aufzugsschacht verfahrbare Aufzugskabine.
Die Aufzugskabine besteht im wesentlichen aus einem Kabinenboden, Seitenwänden, mindestens
einem Kabinenzugang und einem Kabinendach. Der Zugang zur Kabine erfolgt im Normalbetrieb
der Aufzugsanlage über einen Etagenzugang und den Kabinenzugang.
[0003] In der Regel sind im Bereiche des Kabinendaches verschiedene für den Betrieb der
Aufzugsanlage notwendige elektrische oder elektromechanische Geräte und Installationen
angeordnet. Diese Geräte und Installationen sind beispielsweise die Türsteuerung,
Auswertegeräte zur Schachtinformation und/oder zur Türüberwachung, Geräte zum Betrieb
der Anlage im Servicebetrieb, Kommunikationsgeräte, Energiespeichergeräte, Teile der
Kabinenbeleuchtung und/oder Kabelverbindungen oder Prozessoren zur Steuerung weiterer
Funktionsgruppen. Diese Geräte und Installationen bilden Teile der Kabinenelektrik.
Ein Servicebetrieb dient dem Verfahren der Kabine im Schacht zum Zwecke des Unterhaltes
oder ähnlicher Aufgaben. Beim Servicebetrieb kann die Aufzugsanlage vom Kabinendach
her gesteuert werden. Die dazu erforderlichen Steuerelemente sind ebenfalls im Bereiche
des Kabinendaches angeordnet. Weitere elektrische Komponenten wie beispielsweise Anzeigeelemente,
Kabinenrufgeber, Lastmesssensoren oder weitere Teile der Kabinenelektrik wie der Türantrieb
oder Raumüberwachungs-sensoren sind funktionsbezogen an weiteren Orten auf oder in
der Kabine angeordnet.
[0004] In der Patentschrift
US 4043430 ist eine auf dem Kabinendach befestigte Box gezeigt. Die Box beinhalted Teile des
Türantriebes und bietet Platz für Kabinenelektrik. Die Box ist mit einem wegnehmbaren
Deckel versehen, welcher betretbar ausgeführt ist. Die Box gibt dem Kabinendach zusätzliche
Festigkeit. Der Nachteil dieser Lösung ist:
- Die Box ist auf das Kabinendach aufgesetzt und bedingt zusätzliche Bauhöhe.
- Um das Kabinendach zu betreten muss die Box überschritten werden, bzw. es bilden sich
Stufen, welche das Arbeiten, und im besonderen das Betreten des Kabinendaches erschweren.
- Der Montageaufwand ist gross, da die Box erst bei der Montage der Kabine auf der Baustelle
montiert und verkabelt wird.
- Der Deckel der Box wird zum Zwecke der Wartung entfernt. Dies erhöht das Unfallrisiko,
wenn die Wartungsperson bei entfernter Elektroabdeckung auf der Kabine steht, oder
wenn der Deckel bei folgenden Kabinenfahrten nicht montiert ist.
[0005] In der Patentschrift
JP2000-16725 ist eine Kabine gezeigt, bei welcher Kabinenelektrik in Teilräumen des Kabinendaches
angeordnet ist. Die Kabinenelektrik ist dabei über Luken zur Wartung von oben zugänglich
oder die Kabinenelektrik wird durch Aufklappen der Mittenzone des Kabinendaches von
unten, bzw. aus dem Kabineninnern zur Wartung zugreifbar. Die Aufgabe dieser Erfindung
besteht darin, ein Kabinendach bereitzustellen, welches keine vorstehenden Baugruppen
der Kabinenelektrik aufweist.
Nachteile dieser Lösung bestehen darin, dass keine Bedienung des Aufzuges im Servicebetrieb
erkennbar ist und dass bei geöffneter Wartungsluke die betretbare Kabinendachfläche
klein ist.
[0006] FR 2 695 632 A zeigt ein Aufzugskabinendach mit einer Anschlussplatte, die an einer nach oben klappbaren
Dachluke angebracht ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun die zum Betrieb der Kabine erforderliche
Kabinenelektrik derart anzuordnen,
dass eine Bedienung der Kabine zum Servicebetrieb möglich ist,
dass genügend grosse Standflächen vorhanden sind,
dass sie keine zusätzliche Bauhöhe bedingt,
dass sie sich mit kleinem Aufwand montieren lässt und,
dass das Unfallrisiko weitgehenst reduziert wird.
Zudem soll die Kabinenelektrik kostengünstig angeordnet werden und sie soll, zum Zwecke
der Wartung, einfach, sicher und rasch zugänglich sein.
[0008] Die in den Patentansprüchen definierten Lösungen erfüllen diese Aufgabe.
[0009] Als Primärfunktion schliesst das Kabinendach den Fahrgastraum der Kabine nach oben
ab. Es übernimmt die Kräfte welche zur Aussteifung des gesamten Kabinenkörpers erforderlich
sind. Bei selbsttragenden Kabinen übernimmt das Kabinendach zusätzlich den notwendigen
Kraftanteil zur Überleitung der Tragkräfte. Zugleich dient es dem Servicepersonal
als Standfläche bei Servicearbeiten innerhalb des Schachtes. Zum Fahrgastraum hin
dient es als Träger allfälliger Deckendesignelemente oder bildet selbst das von den
Fahrgästen einsehbare Dach der Kabine. Um diese primären Funktionen übernehmen zu
können ist das Kabinendach in der erforderlichen Festigkeit bereitzustellen. Dazu
ist das Kabinendach in der Regel in der Form einer Wanne ausgeführt. Die Höhe der
Wanne ermöglicht die festigkeitsgerechte Ausführung des Kabinendaches um die primären
Funktionen wahrnehmen zu können. Das Kabinendach beansprucht dadurch einen Kabinendachraum,
der durch die Grundfläche des Kabinendaches, bzw. der Kabine multipliziert mit der
Wannenhöhe des Kabinendaches definiert ist. Ein Teil des dadurch entstehenden Kabinendachraumes
wird zur Anordnung von Teilen der Kabinenelektrik verwendet. Dieser Teil des Kabinendachraumes
wird als Geräteraum bezeichnet.
[0010] Gemäss der Erfindung ist nun der Geräteraum welcher zur Anordnung von Teilen der
Kabinenelektrik verwendet ist, entlang einer äusseren Begrenzung des Kabinendaches,
bzw. entlang einem Kabinendachrand angeordnet. Der Kabinendachraum weist im Bereiche
des Kabinendachrandes die zur Befestigung von Teilen der Kabinenelektrik erforderlichen
Befestigungspunkte auf. Der durch die Konstruktion des Daches gegebene Kabinendachraum
wird dadurch optimal genutzt, es ist kein zusätzlicher Bauraum erforderlich. Der Montageaufwand
für die Kabinenelektrik wird stark reduziert, da das Kabinendach mit der Kabinenelektrik
im Herstellwerk in bestens geeigneter Umgebung verdrahtet und bestückt werden kann.
Der entsprechende Aufwand im Feld entfällt, die Kosteneffizienz des Produktes wird
verbessert, im besonderen auch, da die Kabinenelektrik im Herstellwerk weitgehend
funktionsgeprüft werden kann.
[0011] Der Geräteraum, bzw. der Bereich des Kabinendaches der die Kabinenelektrik enthält,
ist vorzugsweise entlang einer seitlichen Begrenzung des Kabinendaches angeordnet,
wobei sich diese seitliche Begrenzung, in der Regel, rechtwinklig zu der Begrenzung
erstreckt, welche dem Hauptkabinenzugang zugeordnet ist. Die seitliche Anordnung bedeutet,
dass der Geräteraum von einem Etagenzugang aus betrachtet, am links-oder rechtsseitigen
Begrenzungsrand des Kabinendaches angeordnet ist. Das Kabinendach kann dadurch zum
Zwecke der Wartung einfach, unter Benutzung eines Etagenzuganges, betreten werden,
da im Bereiche der Hauptzugangsöffnung keine grossen Teile der Kabinenelektrik angeordnet
sind und dadurch das Kabinedach frei betretbar ist. Der Bereich des Kabinendaches,
der zur Unterbringung von Kabinenelektrik ausgeführt ist, ist vorteilhafterweise auf
einen Bereich begrenzt der weniger als 1/3 der entsprechenden Kabinendimension, oder
weniger als 1/3 der Kabinendachfläche, umfasst. Ist die Kabinenelektrik an einer seitlichen
Begrenzung des Kabinendaches angeordnet, beansprucht der Geräteraum welcher zur Unterbringung
von Kabinenelektrik verwendet ist, vorteilhafterweise weniger als 1/3 der Kabinenbreite.
Durch diese Anordnung weist die übrige Kabinendachfläche eine genügende Standfläche
auf, um eine für den Servicefachmann genügend grosse, zusammenhängende Arbeitsfläche
bieten zu können.
[0012] In den folgenden Figuren Fig. 1 bis Fig. 3 ist eine mögliche Ausführung der Erfindung
beispielhaft beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine beispielhafte Anordnung einer Aufzugsanlage.
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Kabinendaches mit seitlich angeordnetem Geräteraum.
- Fig. 3
- zeigt eine Detailansicht eines Kabinendaches mit mit seitlich angeordnetem, geschlossenem,
Geräteraum und montierter weiterer Kabinenelektrik.
[0013] Eine Aufzugsanlage 1 besteht, wie in der
Fig. 1 beispielhaft dargestellt, aus einer Aufzugskabine 3, welche in einem Aufzugsschacht
2, entlang einer im wesentlichen vertikalen Achse, verfahrbar angeordnet ist. Die
Aufzugskabine dient zur Hauptsache dem Verfahren von Personen und/oder Gütern. Die
Aufzugskabine 3 besteht aus Kabinenboden 4, Seitenwänden 5a, 5b, Frontwand beinhaltend
einen Kabinenzugang 6, Rückwand und Kabinendach 7. Der Zugang in die Aufzugskabine
3 wird durch mindestens einen Kabinenzugang 6 und durch Etagenzugänge 12 ermöglicht.
Weist die Aufzugskabine 3 mehr als einen Kabinenzugang 6 auf, wird ein Hauptkabinenzugang
6a bestimmt. Die Aufzugskabine 3 wird im gezeigten Beispiel mittels Tragmittel zu
einem Gegengewicht verbunden und mittels einem Antrieb verfahren. Die Anordnung des
Antriebes ist für diese Erfindung nicht entscheidend, auch kann die Aufzugskabine
in der Form eines selbstfahrenden Fahrzeuges ausgeführt sein.
[0014] Das Kabinendach 7 schliesst die Aufzugskabine 3, wie in den
Fig. 2 und 3 gezeigt nach oben ab. Das Kabinendach 7 ist zum Zwecke der Wartung betretbar. Im
gezeigten Beispiel weist das Kabinendach eine Höhe h von 7 bis 12 Zentimetern (cm)
auf. Die seitlichen Begrenzungen des Kabinendaches 7 werden durch Kabinendachränder
7sh, 7sl, 7sr, 7sv gebildet. Zum Fahrgastraum hin ist das Kabinendach 7 geschlossen.
Diese Seite dient der Aufnahme von Deckengestaltungselementen nach Wahl des Kunden.
Nach oben bildet die, in der Regel, unten geschlossene Decke zusammen mit den Kabinendachrändern
7sh, 7sl, 7sr, 7sv eine Wanne, welche die Höhe h der Kabinendecke aufweist. Diese
Wannen bildet einen Kabinendachraum der dem Produkt aus Höhe h, Breite b mal Tiefe
t (h x b x t) entspricht. Dieser Kabinendachraum ist in Teilräume aufgeteilt. Ein
Geräteraum 7a ist erfindungsgemäss entlang einem Kabinendachrand 7sh, 7sl, 7sr, 7sv,
bzw entlang einer äusseren Begrenzung des Kabinendaches 7 angeordnet. Der Gräteraum
7a kann dabei, abhängig von der Ausführungsart des Kabinendaches 7, wahlweise entlang
einem hinteren Kabinendachrand 7sh, entlang einem vorderen Kabinendachrand 7sv oder
entlang einem seitlichen Kabinendachrand 7sl, 7sr angeordnet sein.
In dem Geräteraum 7a sind Teile der, zum Betrieb der Kabine erforderlichen, Kabinenelektrik
8 angeordnet. Die Kabinenelektrik 8 enthält beispielsweise Geräte und Installationen
wie Kabinenrechner 8c, welche die Datenkommunikation von der Kabine zur Aufzugssteuerung
sicherstellen, Türrechner 8a, welche den Sicherheitsstatus der Türe überprüfen, Kommunikationselemente
8d, welche beispielsweise der Alarmübermittlung dienen, Klemmen und Kabelsteckplätze,
sowie Stauraum für Überlängen von Kabeln oder Energieversorgungseinheiten, etc. Anforderungsentsprechend
sind ebenfalls Steuerelemente 8b welche der Steuerung des Aufzuges im Servicebetrieb
dienen im Geräteraum 7a angeordnet.
[0015] Die Anordnung des Geräteraumes 7a zur Anordnung von Kabinenelektrik entlang einer
äusseren Begrenzung des Kabinendaches 7 erlaubt eine kostengünstige Ausführung der
Kabinenelektrik 8, da keine eigenen Boxen verwendet werden müssen. Der übrige Kabinedachraum
kann zur Versteifung des Kabinendaches, oder zur Unterbringung von Kabinenbeleuchtung,
usw. vorteilhaft genutzt werden. Die Anordnung der Kabinenelektrik (8) im Geräteraum(7a)
erlaubt eine optimale und kostengünstige Herstellung des gesamten Kabinendaches 7
im Herstellwerk. Es kann dort als Einheit verdrahtet und geprüft werden. Die Montage
auf der Baustelle wird dadurch optimiert und die Fehleranfälligkeit durch Fehlverdrahtung
wird reduziert.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführung ist ist der Geräteraum 7a welcher zur Anordnung
von Teilen der Kabinenelektrik 8 verwendet ist, entlang einer seitlichen Begrenzung
7sl, 7sr des Kabinendaches angeordnet ist, wobei sich diese seitliche Begrenzung 7sl,
7sr rechtwinklig zu der Begrenzung erstreckt, welche dem Hauptkabinenzugang 6a zugeordnet
ist. Der aus der Blickrichtung des Hauptzuganges 6a zur Kabine 3, bzw. zum Kabinendach
links 7sl oder rechts 7sr, entlang einer seitlichen Begrenzungslinie des Kabinendaches
angeordnete Geräteraum 7a, zur Aufnahme von Kabinenelektrik 8, erfüllt die Kriterien
der einfachen Zugänglichkeit. Das Betreten des Kabinendaches 7 ist ohne Behinderung
möglich, und ein Unfallrisiko wird vermindert.
[0017] In einem Beispiel beansprucht der Geräteraum 7a welcher zur Anordnung von Teilen
der Kabinenelektrik 8 verwendet ist weniger als 1/3 der Kabinendachfläche. Dadurch
bleibt eine genügend grosse Restfläche des Kabinendaches 7 verfügbar um eine erforderliche
Arbeitsstandfläche für den Servicemann bereitzustellen. In dem in Fig 2 gezeigten
Beispiel erstreckt sich der Geräteraum 7a zum Einbau von Kabinenelektrik 8 im wesentlichen
über die gesamte Tiefe t der Kabine und benötigt in der Breite etwa 1/4 der Kabinenbreite
oder ca 100mm bis 300mm. Diese Abmessungen bieten genügend Platz zur Anordnung der
Kabinenelektrik 8 und ermöglichen gleichzeitig eine optimale, festigkeitsgerechte
Ausführung des Kabinendaches 7.
[0018] Der die Kabinenelektrik 8 aufnehmende Geräteraum 7a ist durch einen Deckel 9 abdeckbar.
Der Deckel 9 ist vorteilhafterweise mittels einem Gelenk entlang einer Seite fest
mit dem Kabinendach 7 verbunden. Der Deckel 9 kann mittels einer Schwenkbewegung,
wie in
Fig. 2 gezeigt geöffnet werden. Dadurch ist die Kabinenelektrik 8 im geschlossenen Zustand
des Deckel 9c geschützt, und in geöffnetem Zustand 9o zum Zwecke der Wartung einfach
und sicher zugreifbar. Der Deckel 9 bildet zudem einen direkten Schutz der Kabinenelektrik
8 während dem Transport des Kabinendaches 7 vom Herstellwerk zur Baustelle. Andere
Öffnungsarten wie beispielsweise ein schiebbarer Deckel 9 oder ein wegnehmbarer Deckel
9 ist nach Wahl des Herstellers ebenfalls möglich.
[0019] Die Schliessposition des Deckels (9) wird vorteilhafterweise elektrisch überwacht.
Die Überwachung verhindert eine Freigabe der Aufzugsanlage 1 für den Normalbetrieb,
solange der Deckel 9 sich nicht in der geschlossenen Stellung befindet. Die Sicherheit
für Wartungsfachleute wird dadurch zusätzlich erhöht. Im Bedarfsfalle kann der Deckel
9 in der geschlossenen Stellung 9c verschlossen werden. Dies verhindert den missbräuchlichen
Zugriff zur Kabinenelektrik 8 und beugt damit unter anderem Vandalismus und Beschädigungen
vor.
[0020] Der Deckel 9 ist vorteilhafterweise betretbar ausgeführt. Er weist die dazu notwendige
Steifigkeit auf und ist im Bedarfsfalle mit einer rutschfesten Struktur, wie z.b.
einem geriffeltem Blech wie es in der Norm DIN 59220 definiert ist, ausgeführt. Der
Servicefachmann kann die durch den Deckel gebildete Fläche als zusätzliche Standfläche
benutzen. Sie ist rutsch- und trittsicher ausgeführt. Zudem ist der Deckel 9, in geschlossenem
Zustand vorteilhafterweise in einer Ebene zum übrigen Kabinendach angeordnet. Der
Servicefachmann hat dadurch bei geschlossenem Deckel 9 die gesamte Kabinendachfläche
7 als Arbeitsplatform zur Verfügung und er kann die im Schacht erforderlichen Servicearbeiten
sicher und in angenehmer Standposition ausführen. Da der geschlossene Deckel keine
Stufe zum übrigen Kabinendach bildet, ist auch das Risiko eines Unfalles infolge Stolpern
reduziert.
[0021] In Fig 3 ist ersichtlich, dass die übrige Kabinengrundfläche zur Anordnung eines
Notausstieges 10 verwendet ist. Die gezeigte Anordnung eines Notausstieges 10 erlaubt
ein sicheres evakuieren von, in der Aufzugskabine eingeschlossenen, Passagieren über
das Kabinendach 7. Ein solcher Notausstieg wird beispielsweise von der Aufzugsnorm
EN-81 in bestimmten Fällen verlangt.
[0022] Wie in den
Fig. 2 und 3 ersichtlich weist der Deckel 9, welcher zur Abdeckung der Kabinenelektrik (8) verwendet
ist, einen Ausschnitt 9a auf, der den Zugriff zu Steuerelementen 8b oder anderen Elementen,
welche zum Servicebetrieb erforderlich sind, ermöglicht, ohne dass der Deckel 9 geöffnet
werden muss.
Ein Service der Aufzugsanlage, im besonderen die Inspektion des Schachtraumes lässt
sich dadurch schnell durchführen. Gefährliche Zustände werden vermieden, da die stromführenden
Teile der Kabinenelektrik 8 abgedeckt bleiben. Diese Anordnung der Steuerelemente
8b im Geräteraum 7a erlaubt ebenfalls eine optimale und kostengünstige Herstellung
des gesamten Kabinendaches 7 im Herstellwerk. Es kann dort als Einheit witgehend verdrahtet
und geprüft werden. Die Montage auf der Baustelle wird dadurch optimiert und die Fehleranfälligkeit
durch Fehlverdrahtung wird reduziert.
[0023] Weitere Kabinenelektrik 11, welche funktionsbezogen oder aus Betriebsgründen ausserhalb
des Geräteraumes 7a angebracht wird, ist entlang einem Kabinendachrand 7sh, 7sl, 7sr,
7sv, angeordnet. Die weitere Kabinenelektrik 11 enthält beispielsweise Teile die der
direkten Steuerung oder Antrieb 11b einer Kabinetür dienen,
und / oder Beleuchtungselemente 11a die dem Servicefachmann zur Ausleuchtung des Servicebereiches
dienen,
und / oder Überwachungselemente 11c welche bei Anwesenheit von Personen auf dem Kabinendach
den Normalbetrieb der Aufzugsanlage unterbrechen.
Diese Anordnungsmöglichkeit ist besonders vorteilhaft, da die Geräte entsprechend
ihrer Funktion in geeigneter Position angeordnet werden können und die Anordnung entlang
einem Kabinendachrand die Standfläche für das Servicepersonal unwesentlich beeinflusst.
Als idealer Anbauort wird die durch einen Türantrieb 13 definierte Kabinenbegrenzung
7sv verwendet. Vor allem die dem Antrieb der Türe dienende weitere Kabinenelektrik
11b ist damit funktionsgerecht in der Nähe ihres Einsatzortes angeordnet.
[0024] Bei Kenntnis der vorliegenden Erfindung kann der Fachmann die gesetzten Grössen und
Anordnungen beliebig verändern. Beispielsweise kann er den Kabinendachraum mehrfach
unterteilen, er kann weitere Teilbereiche zweckentsprechend mit einem Deckel versehen
oder der Geräteraum kann sich bei der seitlichen Anordnung nur über einen Teilbereich
der Kabinentiefe erstrecken.
1. Eine Aufzugsanlage(1) mit einer in einem Aufzugsschacht(2) verfahrbaren Aufzugskabine(3),
welche im wesentlichen aus einem Kabinenboden(4), Seitenwänden(5a,5b), mindestens
einem Kabinenzugang(6) und einem Kabinendach(7) besteht, wobei das Kabinendach(7)
einen im Kabinendach integrierten Geräteraum(7a) aufweist welcher zur Anordnung von
Teilen der Kabinenelektrik(8), verwendet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Geräteraum(7a) einen Teilbereich des Kabinendaches(7) beansprucht, welcher entlang
einer äusseren Begrenzung des Kabinendaches, bzw. entlang einem Kabinendachrand(7sh,
7sl, 7sr, 7sv) angeordnet ist, wobei der Geräteraum(7a) mit einem Deckel(9) zugedeckt
ist, welcher mittels schwenken oder schieben öffenbar, oder wegnehmbar ist und wobei
der Deckel(9), welcher zur Abdeckung der Kabinenelektrik(8) verwendet ist, in geschlossenem
Zustand(9c) eine ebene Fläche mit der anschliessenden Kabinendachfläche bildet und
/ oder, dass der Deckel(9) betretbar ausgeführt ist.
2. Aufzugsanlage gemäss Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Geräteraum(7a) entlang einer seitlichen Begrenzung des Kabinendaches (7sl, 7sr)angeordnet
ist, wobei sich diese seitliche Begrenzung rechtwinklig zu der Begrenzung erstreckt,
welche dem Hauptkabinenzugang(6a) zugeordnet ist.
3. Aufzugsanlage gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Geräteraum(7a) weniger als 1/3 der Kabinendachfläche beansprucht.
4. Aufzugsanlage gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel(9) welcher zur Abdeckung der Kabinenelektrik(8) verwendet ist, einen Ausschnitt(9a)
aufweist, der den Zugriff zu Steuerelementen(8b) oder anderen Elementen, welche zum
Servicebetrieb erforderlich sind, ermöglicht, ohne dass der Deckel(9) geöffnet werden
muss.
5. Aufzugsanlage gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
weitere Kabinenelektrik(11), welche funktionsbezogen oder aus Betriebsgründen ausserhalb
des Geräteraumes(7a) angebracht werden soll, entlang einem Kabinendachrand(7sh, 7sl,
7sr, 7sv) angeordnet ist.
6. Aufzugsanlage gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kabinenelektronik(8) im besonderen Teile enthält die den Datenaustausch(8c) zwischen
Kabine und Aufzugssteuerung ermöglicht, und / oder Teile enthält die den Sicherheitsstatus
der Türe(8d) kontrollieren, und / oder Teile enthält die der Alarmübermittlung(8a)
dienen, und /oder Steuerelemente(8b) enthält die dem Servicebetrieb der Aufzugsanlage(1)
dienen, und / oder Überlängen von Kabel aufnehmen können.
7. Aufzugsanlage gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerelemente(8b) Teile, bzw. Bedienelemente enthält, die der Steuerung des Aufzuges(1)
im Servicebetrieb dienen,
und / oder die die Umschaltung von Normal auf Servicebetrieb ermöglichen,
und / oder die den Anschluss von Servicetools ermöglichen.
8. Aufzugsanlage gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die weitere Kabinenelektrik(11) Teile enthält, die der direkten Steuerung(11b) oder
Antrieb einer Kabinetür dienen, und / oder Beleuchtungselemente(11a) enthält, die
dem Servicefachmann zur Ausleuchtung des Servicebereiches dienen, und / oder Überwachungselemente(11c)
enthält, die bei Anwesenheit von Personen auf dem Kabinendach den Normalbetrieb des
Aufzuges unterbrechen.
1. An elevator installation (1) with an elevator car (3) which is movable in an elevator
shaft (2) and which consists substantially of a car floor (4), side walls (5a, 5b),
at least one car entrance (6) and a car roof (7), wherein the car roof (7) has an
apparatus space (7a) which is integrated in the car roof and which is used for arranging
parts of the car electrical system (8),
characterized in that
the apparatus space (7a) occupies a portion of the car roof (7) which is arranged
along an outer boundary of the cabin roof or along a car roof edge (7sh, 7sl, 7sr,
7sv), wherein the apparatus space (7a) is covered with a cover (9) which can be opened
or removed by means of pivoting or sliding, and wherein the cover (9), which is used
to cover the car electrical system (8), forms a flat surface with the adjoining car
roof surface in the closed state (9c) and/or in that the cover (9) is constructed such that it can be walked on.
2. The elevator installation according to claim 1,
characterized in that
the apparatus space (7a) is arranged along a lateral boundary of the car roof (7sl,
7sr), wherein this lateral boundary extends perpendicular to the boundary which is
associated with the main car entrance (6a).
3. The elevator installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the apparatus space (7a) occupies less than 1/3 of the car roof area.
4. The elevator installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the cover (9) used for covering the car electrical system (8) has a cut-out (9a) which
allows access to control elements (8b) or other elements required for service operation
without the cover (9) having to be opened.
5. The elevator installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a further car electrical system (11) which is to be mounted outside the apparatus
space (7a) for functional or operational reasons, is arranged along a car roof edge
(7sh, 7sl, 7sr, 7sv).
6. The elevator installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the car electronic system (8) includes in particular parts which enable the data exchange
(8c) between car and elevator control, and/or includes parts which check the safety
status of the door (8d), and/or includes parts which serve for alarm transmission
(8a), and/or includes control elements (8b) which serve for service operation of the
elevator installation (1), and/or can accommodate excess lengths of cable.
7. The elevator installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the control elements (8b) include parts or operating elements which serve for controlling
the elevator (1) in service operation,
and/or which enable switching from normal to service operation,
and/or which enable the connection of service tools.
8. The elevator installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the further car electrical system (11) includes parts which serve for the direct control
(11b) or drive of a car door, and/or includes lighting elements (11a) which serve
the service technician for illumination of the service region, and/or includes monitoring
elements (11c) which interrupt normal operation of the elevator in the case of presence
of persons on the car roof.
1. Une installation d'ascenseur (1), comprenant une cabine d'ascenseur (3) déplaçable
dans une cage d'ascenseur (2), laquelle est constituée en majeure partie d'un sol
de cabine (4), de parois latérales (5a,5b), d'au moins un accès à la cabine (6) et
d'un toit de cabine (7), le toit de cabine (7) comportant un local technique (7a)
intégré dans le toit de cabine, qui est utilisé pour y placer des pièces du système
électrique de cabine (8),
caractérisée en ce que
le local technique (7a) occupe une zone partielle du toit de cabine (7), laquelle
est placée le long d'une délimitation extérieure du toit de cabine ou le long d'un
bord de toit de cabine (7sh, 7sl, 7sr, 7sv), le local technique (7a) étant recouvert
d'un capot (9) lequel s'ouvre par pivotement ou coulissement, ou est amovible et le
capot (9), qui est utilisé pour recouvrir le système électrique de cabine (8) créant
en position fermée (9c) une surface plane avec la surface de toit de cabine qui s'y
raccorde et / ou en ce que le capot (9) est réalisé en version praticable.
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le local technique (7a) est placé le long d'une délimitation latérale du toit de cabine
(7sl, 7sr), ladite délimitation latérale s'étendant à angle droit de la délimitation
qui est associée à l'accès principal à la cabine (6a).
3. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le local technique (7a) occupe moins de 1/3 de la surface du toit de cabine.
4. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le capot (9) qui est utilisé pour recouvrir le système électrique de la cabine (8)
comporte une découpe (9a) qui permet d'accéder à des éléments de commande (8b) ou
à d'autres éléments qui sont requis en mode de maintenance, sans qu'il ne soit nécessaire
d'ouvrir le capot (9).
5. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce qu'un système électrique de cabine (11) supplémentaire, qui pour des raisons fonctionnelles
ou pour des motifs de maintenance doit être monté à l'extérieur du local technique
(7a) est placé le long d'un bord de toit de cabine (7sh, 7sl, 7sr, 7sv).
6. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le système électronique de cabine (8) comprend notamment des pièces permettant l'échange
de données (8c) entre la cabine et le système de commande de l'ascenseur et/ou comprend
des pièces contrôlant l'état de sécurité de la porte (8d) et / ou comprend des pièces
servant à la transmission d'alertes (8a) et / ou comprend des éléments de commande
(8b) servant en mode de maintenance de l'installation d'ascenseur (1) et / ou pouvant
recevoir des excédents de longueur de câble.
7. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les éléments de commande (8b) comprennent des pièces ou des éléments de manipulation
servant à commander l'ascenseur (1) en mode de maintenance,
et / ou permettant de commuter du mode normal en mode de maintenance,
et / ou permettant de raccorder des outils de maintenance.
8. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le système électrique de cabine (11) comprend des pièces servant à la commande directe
(11b) ou à l'entrainement d'une porte de cabine et/ou comprend des éléments d'éclairage
(11a) servant au technicien de maintenance à éclairer la zone de maintenance, et /
ou comprend des éléments de supervision (11c), qui en présence de personnes sur le
toit de cabine interrompent le fonctionnement normal de l'ascenseur.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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