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(11) |
EP 1 641 704 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.2009 Patentblatt 2009/43 |
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Anmeldetag: 04.05.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/004715 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/103882 (02.12.2004 Gazette 2004/49) |
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BEWEGLICHE SENSOREINRICHTUNG AM LASTMITTEL EINES GABELSTAPLERS
MOVABLE SENSOR DEVICE ON THE LOADING MEANS OF A FORKLIFT
DISPOSITIF DE DETECTION MOBILE FIXE AU MOYEN DE CHARGE D'UN CHARIOT ELEVATEUR A FOURCHE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
26.05.2003 DE 10323641
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.04.2006 Patentblatt 2006/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Daimler AG |
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70327 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BRÖSEL, Ralf
10559 Berlin (DE)
- HORSTMANN, Sven
12163 Berlin (DE)
- KÜTTNER, Lars
10707 Berlin (DE)
- STOPP, Andreas
15366 Neuenhagen b. Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 800 129 WO-A-02/064490 US-A- 5 586 620
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EP-A- 0 985 632 US-A- 4 279 328
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines beweglichen Lastsensors für
die Lasterkennung und -überwachung an einem Gabelstapler, sowie eine bewegliche Lastsensor
einrichtung an einem Gabelstapler nach den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und
7.
[0002] Im industriellen Bereich werden vermehrt fahrerlose Transportsysteme eingesetzt,
jedoch sind die derzeit am Markt angebotenen fahrerlosen Transportsysteme noch relativ
unflexibel. Sie können sich nur auf exakt vorgegebenen Fahrspuren fortbewegen und
es ist ihnen nicht möglich selbständig einen Weg zu finden. Ebenso wie bei stationären
Industrierobotern muss die Arbeitsumgebung den Robotern angepasst werden. Daher können
diese Roboter nicht für Aufgaben genutzt werden, bei denen sich die Arbeitsumgebung
dynamisch verändert oder die Platzierung von zu transportierenden Lasten nicht exakt
gesteuert werden kann. Autonome, frei navigierende und universell einsetzbare Roboter
werden aber künftig nicht mehr an fest vorgegebenen Positionen und auf fest vorgegebenen
Wegen arbeiten, diese werden zusammen mit dem Menschen in einer sich dynamisch ändernden
Umgebung eingesetzt werden. Um die dafür notwendigen und anspruchsvollen Anforderungen
erfüllen zu können, benötigen moderne mobile Roboter zusätzliche Sensoren. Beispielsweise
ermöglichen handelsübliche Entfernungs-, Bild- oder Ultraschallsensoren die exakte
Bestimmung der Fahrzeug- und Lastposition sowie das Erkennen von Hindernissen zur
Vermeidung von Kollisionen.
[0003] Die
EP 0800129 B1 zeigt ein Flurförderfahrzeug, insbesondere einen Gegengewichtsgabelstapler, welcher
wahlweise manuell oder automatisch betreibbar ist. Für den automatischen Betrieb ist
der Gabelstapler mit einem Kontrollsystem ausgestattet, welches in Wirkverbindung
mit dem Fahrantrieb, der Lenkung, der Bremsanlage und der Bewegungssteuerung der Gabel
steht. Weiterhin ist ein Mittel zum Eingeben und Speichern von möglichen Fahrrouten
und einer Transportaufgabe vorgesehen. Zur Steuerung der Bewegung des Fahrzeugs in
Abhängigkeit von dessen Position im Raum und von der vorgegebenen Transportaufgabe
sind weitere Mittel vorhanden. Hierbei wird zum autonomen Bestimmen der Fahrzeugposition
im Raum eine Odometrieanlage sowie eine Bildverarbeitungsanlage mit mindestens einer
Navigationskamera verwendet, wobei die Navigationskamera auf der der Gabel gegenüberliegenden
Seite im oberen Bereich des Fahrerschutzdaches angebracht ist. Wenigstens eine weitere
Kamera dient zum Erkennen des Vorhandenseins, der Position und der Ausrichtung einer
Palette. Wobei diese Kamera gabelseitig, bewegungsgleich zur Gabel, am Flurförderzeug
befestigt ist. Die Steuerung der Gabel und/oder des Fahrzeugs erfolgt in Abhängigkeit
von der Position, der Ausrichtung der Palette und der Transportaufgabe. Zusätzlich
ist ein Mittel vorhanden, womit das Fahrzeug beim Vorhandensein von Hindernissen abgebremst
wird.
[0004] In der Patentanmeldung
W0 94/05586 werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Steuerung eines Containerkranes gezeigt.
Dabei werden mittels mindestens einem Sensor die Positionen von Punkten auf einer
Kante des Ladegeschirrs oder einem darin aufgenommenen Container sowie eines Punktes
einer in einem Zielort befindlichen Kante vermessen und in Signale zur Ansteuerung
des Kranantriebes umgesetzt. Als Sensoren kommen hierbei übliche 2D-Entfernungsmesser
zum Einsatz, welche als Mess-Strahl einen Laserstrahl oder einen Mikrowellenstrahl
verwenden. Indem die Abtastebene des 2D-Entfernungsmessers zusätzlich verschwenkt
wird, wird ein Flächenscan generiert. Aus diesem Grund wird der Sensor in Richtung
der ausgewählten abzutastenden Kante beweglich aufgenommen. Ein derartiger 3D-Entfernungsbildsensor
liefert zu den vermessenen Punkten jeweils alle drei Raumkoordinaten.
[0005] In der
US 4279328 wird eine Vorrichtung zur Ausrichtung von Hebemitteln, insbesondere dem Lastmittel
eines Gabelstaplers gezeigt. Bei dem Gabelstapler kann es sich hierbei um einen automatisch
oder halbautomatisch betriebenen Gabelstapler handeln. Die Ausrichtung des Lastmittels
erfolgt mittels der Vorrichtung in eine bestimmte Position relativ zur Last. Die Vorrichtung
umfasst hierzu eine Kamera, mittels derer Bilder der Last abgetastet werden. Unter
Zuhilfenahme einer die Last homogen beleuchtenden Lichtquelle, welche mit der Kamera
mechanisch in Verbindung steht, wird mittels der Kamera ein eindeutiges Abbild der
Last bestehend aus Schatten und Reflexionen optoelektronisch detektiert. Die Kamera
sowie die Lichtquelle sind dabei derart mit dem Lastmittel verbunden, dass diese zusammen
mit dem Lastmittel beweglich angeordnet sind. Hierbei genügt eine eindimensionale
Kameraanordnung, die zweite Dimension wird durch die Bewegung des Lastmittels beim
Abtasten generiert. Damit das Sichtfeld der Kamera nicht durch das Lastmittel verdeckt
wird, befindet sich die Kamera unterhalb des Lastmittels. Lediglich beim Absenken
des Lastmittels auf den Boden wird die Kamera durch einen mechanischen Anschlag gehalten
und teleskopartig über das Niveau des Lastmittels angehoben, um somit eine Beschädigung
der Kamera zu verhindern. Jedoch wird beim Anheben der Kamera über das Niveau des
Lastmittels das Sichtfeld der Kamera durch Konstruktionsteile des Lastmittels zumindest
teilweise verdeckt, insbesondere ist dann ein Blick auf die Last bzw. die Hubgabel
nicht mehr möglich. Zudem werden die bewegungsgleich zur Kamera angeordneten Lichtquellen
zumindest teilweise durch Konstruktionsteile des Lastmittels verdeckt, wodurch eine
homogene Ausleuchtung dann nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund ist es notwendig
beim Absetzen des Lastmittels bzw. beim Einfahren in die Gabeltaschen (Docking) einer
Euro-Palette blind ohne visuelle Informationen rein unter Verwendung von Vorwissen
zu steuern. Der Nachteil bei einer lediglich auf Vorwissen basierender Ansteuerung
ist, dass hierbei dynamische Veränderungen in der Umgebung nicht berücksichtigt werden
und die Positionierung des Lastmittels relativ ungenau erfolgt.
[0006] In der
WO 02/064490A1 wird ein Transportfahrzeug mit einem Mast und einer Hubgabel gezeigt. Die Hubgabel
ist dabei über ein Lastmittel mit dem Mast verbunden und kann in vertikaler Richtung
entlang des Mastes auf und ab bewegt werden. Am Lastmittel ist hierbei eine Kameraeinheit
angeordnet, welche als Lastsensor eingesetzt wird. Der Lastsensor ist dabei innerhalb
eines fest vorgegebenen Bereichs in vertikaler Richtung relativ gegenüber dem Lastmittel
verfahrbar, wobei der fest vorgegebene Bereich eine angehobene und eine abgesenkte
Position umfasst. Bei der angehobenen Position handelt es sich um eine Abstellposition,
in welcher sich der Lastsensor über dem Niveau der Hubgabel befindet. In der abgesenkten
Position befindet sich der Lastsensor dagegen unterhalb dem Niveau der Hubgabel.
[0007] In der
US 5,586,620 wird ein Gabelstapler mit einem zur Umgebungserfassung geeigneten Sensor gezeigt,
womit die tatsächliche Höheneinstellung der Hubgabel erfasst wird. Der Sensor ist
hierbei entfernt vom Mast des Gabelstaplers an dessen Hubgabel angeordnet. Beim Bewegen
der Hubgabel verfährt der Sensor in vertikaler Richtung gemeinsam mit der Hubgabel
relativ gegenüber dem Mast des Gabelstaplers. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass
der Sensor in vertikaler Richtung gegenüber der Hubgabel verfahrbar angeordnet ist.
Die vom Sensor erfasste Bildinformation wird dem Fahrer dabei auf einer Bildanzeige
dargeboten.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grund, eine bewegliche Lastsensor einrichtung
am Lastmittel eines Gabelstaplers sowie ein Verfahren zum Betrieb des Lastsensors
gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 7 zu schaffen, womit es möglich
wird das Lastmittel des Gabelstaplers unter Berücksichtigung dynamischer Umgebungsänderungen
mit hoher Genauigkeit zu positionierten.
[0009] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit
den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen aufgezeigt.
[0010] Gemäß der Erfindung wird ein beweglicher Lastsensor zur Lasterkennung und -überwachung
an einem Gabelstapler eingesetzt. Der Lastsensor ist dabei derart am Gabelstapler
angebracht und ausgerichtet, dass damit die Last und/oder die Hubgabel und/oder die
dem Gabelstapler vorausliegende Umgebung erfasst werden kann. Die mittels dem Lastsensor
erfassten Sensordaten werden sodann mittels einer Rechnereinheit ausgewertet. Der
Lastsensor ist hierbei bewegungsgleich mit dem Lastmittel gegenüber dem Mast verfahrbar
am Gabelstapler angebracht. In einer erfinderischen Weise ist der Lastsensor hierbei
zusätzlich relativ gegenüber dem Lastmittel verfahrbar. In vorteilhafter Weise kann
der Lastsensor beispielsweise, falls das Sichtfeld der Kamera durch Konstruktionsteile
des Gabelstaplers verdeckt wird, innerhalb einem fest vorgegebenen Bereich gegenüber
dem Lastmittel verfahren werden. Ein weiterer Vorteil ist es, dass durch die Verfahrbarkeit
des Lastsensors gegenüber dem Lastmittel die Position und Orientierung der Last auch
während dem Transport überprüft werden kann. Zum Verfahren des Lastsensors kann beispielsweise
ein Linearantrieb am Lastmittel vorgesehen sein. Durch die Erfindung wird es erst
möglich, dynamische Änderungen in der Umgebung des Gabelstaplers während des Docking-Vorgangs
zu berücksichtigen. Beispielsweise befindet sich eine durch einen Werker abgestellte
Last im Gegensatz zu automatisch positionierten Lasten nicht immer exakt an derselben
Position. Auch kann es beispielsweise dazu kommen, dass eine Last bei einem Docking-Vorgang
durch das Lastmittel des Gabelstaplers selbst versehentlich verschoben wird. Durch
das gezielte Verfahren des Lastsensors kann die Last zu jeder Zeit auch bei schwierigen
Beleuchtungsverhältnissen im industriellen Umfeld exakt erfasst werden und das Lastmittel
sodann mit hoher Genauigkeit an dynamische Änderungen in der Umgebung angepasst positioniert
werden.
[0011] Falls der Gabelstapler leer fährt und keine Last zu transportiert hat, wird das Lastmittel
während der Fahrt üblicherweise angehoben. In einer vorteilhaften Weise wird der Lastsensor
dabei in vertikaler Richtung in eine Position unter das Niveau der Hubgabel verfahren.
Dadurch kann mit dem Lastsensor die dem Gabelstapler vorausliegende Umgebung gut erfasst
werden. Die erfasste Umgebungsinformation kann sodann beispielsweise zur Wegplanung
oder zur Weiterverarbeitung im Rahmen einer Hinderniserkennung genutzt werden, um
z.B. Kollisionen zu vermeiden. Falls mit dem Gabelstapler jedoch eine Last transportiert
wird, befindet sich das Lastmittel zwar ebenfalls in angehobenem Zustand, der Lastsensor
wird dabei aber in vorteilhafter Weise in vertikaler Richtung in eine Position über
das Niveau der Hubgabel verfahren. Wodurch die Last mittels dem Lastsensor auch während
der Fahrt hinsichtlich ihrer Position und Orientierung genau erfasst werden kann,
um somit ein Verrutschen der Last rechtzeitig erkennen zu können. Ein Verrutschen
der Last kann mit dem Lastsensor jedoch auch festgestellt werden, falls sich dieser
unter dem Niveau der Hubgabel befindet. Hierbei wird z.B. in vorteilhafter Weise ein
Verrutschen der Last gegenüber der Hubgabel erfasst.
[0012] Gemäß der Erfindung ist der Lastsensor in horizontaler Richtung in eine Position
links oder rechts neben die Hubgabel verfahrbar. Beim Transport einer Last mit dem
Gabelstapler ist es dadurch möglich, mit dem Lastsensor seitlich an der Last vorbei
zu schauen. Beispielsweise kann somit der seitliche Abstand zwischen Last und Fahrwegbegrenzung
besser erfasst werden. Auch beim Einsatz im Zusammenhang mit Hochregallagern ist ein
Blick seitlich neben die Hubgabel von großem Vorteil. Selbst wenn keine Last mit dem
Gabelstapler transportiert wird, kann ein seitliches Verfahren des Lastsensors von
Vorteil sein, beispielsweise kann eine Last vor dem Docking-Vorgang aus einer geeigneten
Ansicht abgetastet werden. In besonderem Maße hat es sich auch bewährt, dass der Lastsensor
zusätzlich in vertikaler Richtung geneigt und/oder in horizontaler Richtung geschwenkt
werden kann, um die Möglichkeit unterschiedlicher Ansichten vollständig ausnutzen
zu können.
[0013] Zur Lasterkennung und -überwachung eigenen sich besonders Entfernungsinformationen
erfassende Sensoren, dem Fachmann sind hierzu unterschiedlichste Sensoren bekannt.
Vor allem haben sich handelsübliche Laserscanner beim Einsatz als Lastsensor bewährt.
Derartige Laserscanner erfassen 2D-Entfernungsdaten im Nahbereich mit einer Tiefenauflösung
von ca. lcm bei einem Entfernungsradius von ca. 8m und unter einem Sichtwinkel von
wenigstens 180 Grad. Hierbei ist es selbstverständlich auch denkbar mehrere dieser
Entfernungsmessenden Sensoren am Lastmittel anzubringen, um damit beispielsweise einen
noch größeren Bereich um den Gabelstapler erfassen zu können. Jedoch ist es auch denkbar,
dass zur Lasterkennung und -überwachung visuelle Informationen herangezogen werden.
Hierbei kommen Bildgebende Sensoren wie beispielsweise Kameras zum Einsatz, welche
CCD-Arrays umfassen. Dem Fachmann sind hierbei unterschiedliche Kameratypen bekannt,
welche sowohl im sichtbaren als auch im nichtsichtbaren Wellenlängenspektrum empfindlich
sein können. Für den Einsatz am bewegten Lastmittel eines Gabelstaplers als Lastsensor
ist jedoch die Verwendung einer Kamerazeile ausreichend. 2D-Entfernungsdaten werden
hierbei aufgrund der Bewegung des Lastmittels generiert. Selbstverständlich ist es
hierbei auch denkbar mehrere Sensoren am Lastmittel anzuordnen. Wobei insbesondere
durch die Verwendung einer Stereoanordnung auch Tiefeninformationen generiert werden
können. Auch ist es denkbar für die Lasterkennung und Lastüberwachung akustische Informationen
heranzuziehen. Hierbei kommen im industriellen Umfeld vor allem Ultraschallsensoren
zum Einsatz. Diese besitzen im Vergleich zu optoelektronischen Sensoren zwar ein etwas
geringeres Auflösungsvermögen, sind dafür aber relativ kostengünstig. Selbstverständlich
ist es im Zusammenhang mit dem Lastsensor auch denkbar mehrere unterschiedliche Sensoren
als beweglichen Lastsensor zu kombinieren und ggf. eine Sensordatenfusion durchzuführen.
Zusätzlich können die mittels unterschiedlicher Sensoren erfassten Umgebungsinformationen
mit den Informationen der Odometrieanlage des Gabelstaplers abgeglichen werden.
[0014] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- Gabelstapler mit einem beweglichen Lastsensor
- Fig. 2a
- Detailansicht des beweglichen Lastsensors mit Positionierung unterhalb der Hubgabel
- Fig. 2b
- Detailansicht des beweglichen Lastsensors mit Positionierung oberhalb der Hubgabel
- Fig. 3
- Anfahrt des Gabelstaplers zur Lastaufnahme
- Fig. 4
- Absenken des Lastmittels Beim Docking-Vorgang
- Fig. 5
- Transport einer Last mit Fahrwegüberwachung
- Fig. 6
- Transport einer Last mit Lastüberwachung
[0015] In
Fig. 1 wird beispielhaft der erfindungsgemäße bewegliche Lastsensor (1) an einem Gabelstapler
(7) gezeigt. Dabei ist der Lastsensor (1) gemeinsam mit dem gegenüber dem Mast (5)
verfahrbaren Lastmittel (6) verbunden. Wobei der Lastsensor (1) hierbei innerhalb
eines vorgegebenen Bereichs zusätzlich gegenüber der Hubgabel (2) verfahrbar ist.
Die mittels dem Lastsensor erfassten Umgebungsinformationen können sodann mittels
der Rechnereinheit (4) ausgewertet werden. Die Rechnereinheit (4) kann dabei Grundsätzlich
auch für die Ansteuerung des Gabelstaplers sowie der Sensorik vorgesehen sein.
[0016] Die
Fig. 2a zeigt beispielhaft eine Detailansicht des Lastsensors (1), welcher mit dem Lastmittel
(6) gemeinsam verbunden und verfahrbar ist. Der Lastsensor (1) wird hierbei mittels
dem Linearantrieb (3) gegenüber der Hubgabel (2) innerhalb eines vorgegebenen Bereichs
verfahren. Bei dem Ausführungsbeispiel gem. Fig. 2a befindet sich der Lastsensor (1)
unterhalb dem Niveau der Hubgabel (2). Diese Variante bietet sich insbesondere für
einen Betrieb des Gabelstaplers mit angehobenem Lastmittel (6) an. Wohingegen in
Fig. 2b eine Detailansicht des Lastsensors (1) dargestellt ist, bei der sich der Last-sensor
(1) über dem Niveau der Hubgabel (2) befindet. Wobei sich die Mechanik für den Linearantrieb
(3) ebenfalls über dem Niveau der Hubgabel (2) befindet. Dadurch wird es erst möglich,
dass die Hubgabel (2) vollständig auf dem Boden abgesetzt wird, ohne dabei den Linearantrieb(3)
oder den Lastsensor (1) zu beschädigen.
[0017] In
Fig. 3 wird ein Gabelstapler (7) mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Der
Gabelstapler (7) befindet sich dabei gerade auf der Anfahrt zur Aufnahme einer Last
(8). Das Lastmittel (6) befindet sich vor dem Docking-Vorgang noch in angehobenem
Zustand. Der Lastsensor (1) befindet sich daher vorzugsweise unter dem Niveau der
Hubgabel (2). Zusätzlich ist ein Schwenk-Neige-Kopf (9) vorgesehen, womit der Lastsensor
(1) geschwenkt und geneigt werden kann und somit unterschiedliche Ansichten realisierbar
sind. Der Lastsensor(1) ist hierbei derart ausgerichtet, dass sowohl der Fahrweg (10)
als auch die Last (8) erfasst werden.
[0018] Bei dem in
Fig. 4 dargestellten Gabelstapler (7) wird das Lastmittel (6) zur Aufnahme der Last (8)
abgesenkt. Hierbei wird der Lastsensor (1) mittels dem Linearantrieb (3) über das
Niveau der Hubgabel (2) angehoben. Dadurch kann beim Docking-Vorgang das Einfahren
der Hubgabel (2) in die Taschen der Euro-Palette (11) selbst bei schwierigen Beleuchtungsverhältnissen
genau erfasst werden und Abweichungen in der Position ggf. korrigiert werden.
[0019] Fig. 5 zeigt den Transport einer Last (8) mit dem Gabelstapler (7). Hierbei befindet sich
der Lastsensor (1) unterhalb der Hubgabel (2), um den Fahrweg des Gabelstaplers, beispielsweise
im Rahmen einer Hinderniserkennung zu erfassen. Falls der Lastsensor (1) dabei nur
wenig unter das Niveau der Hubgabel (2) verfahren wird, kann gleichzeitig auch ggf.
ein Verrutschen der Last (8) gegenüber der Hubgabel (2) festgestellt werden.
[0020] Wie in
Fig. 6 dargestellt ist es auch denkbar, dass der Lastsensor (1) während dem Transport einer
Last (8) über das Niveau der Hubgabel (2) angehoben wird. Hierbei kann die Last (8)
während dem Transport mit dem Gabelstapler (7) genau erfasst werden, wobei gleichzeitig
auch ein Teil des Fahrweges und der Hubgabel(2) beobachtet werden kann. In vorteilhafter
Weise ist der Lastsensor (1) dabei zusätzlich in horizontaler Richtung verfahrbar.
[0021] Selbstverständlich können mehrere/unterschiedliche Sensoren als Lastsensor kombiniert
werden, wodurch sich die Umgebungserfassung weiter verbessern lässt und sich weitere
Anwendungsszenarien ergeben. Auch ist es dabei denkbar weitere Schwenk-Neige-Köpfe
im Zusammenhang mit den Sensoren einzusetzen.
1. Verfahren zum Betrieb eines beweglichen Lastsensors (1) für die Lasterkennung und
-überwachung an einem Gabelstapler,
wobei mittels dem Lastsensor (1) die Last (3) und/oder die Hubgabel (2) und/oder die
dem Gabelstapler (7) vorausliegende Umgebung erfasst wird,
und die mit dem Lastsensor (1) erfassten Sensordaten mittels einer Rechnereinheit
(4) ausgewertet werden, wobei der Lastsensor (1) bewegungsgleich mit dem Lastmittel
(6) gegenüber dem Mast (5) des Gabelstaplers verfahrbar ist
und wobei der Lastsensor (1) innerhalb eines fest vorgegebenen Bereichs in vertikaler
Richtung relativ gegenüber dem Lastmittel (6) verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lastsensor (1) in horizontaler Richtung in eine Position links oder rechts neben
die Hubgabel (2) verfahrbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lastsensor (1) in vertikaler Richtung geneigt und/oder in horizontaler Richtung
geschwenkt werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lastsensor (1) in vertikaler Richtung in eine Position über oder unter das Niveau
der Hubgabel (2) verfahrbar ist.
4. Verfahren nach einem der Vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Lasterkennung und -überwachung Entfernungsinformationen herangezogen werden.
5. Verfahren nach einem der Vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Lasterkennung und -überwachung visuelle Informationen herangezogen werden.
6. Verfahren nach einem der Vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Lasterkennung und -überwachung akustische Informationen herangezogen werden.
7. Bewegliche Lastsensor einrichtung (1) für die Lasterkennung und - überwachung an einem
Gabelstapler,
wobei der Lastsensor (1) derart ausgerichtet ist, dass dieser die Last (3) und/oder
die Hubgabel (2) und/oder die dem Gabelstapler vorausliegende Umgebung erfasst, und
eine Rechnereinheit (4) zur Auswertung der mit dem. Lastsensor (1) erfassten Sensordaten
vorgesehen ist, wobei der Lastsensor (1) derart gelagert ist, dass dieser bewegungsgleich
mit dem Lastmittel (6) gegenüber dem Mast (5) des Gabelstaplers verfahrbar angeordnet
ist und wobei ein Mittel vorgesehen ist, womit der Lastsensor (1) innerhalb eines
fest vorgegebenen Bereichs in vertikaler Richtung relativ gegenüber dem Lastmittel
(6) verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Mittel vorgesehen ist, womit der Lastsensor (1) zusätzlich in horizontaler Richtung
in eine Position links oder rechts neben die Hubgabel (2) verfahrbar ist.
8. Sensoreinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lastsensor (1) in vertikaler Richtung geneigt und/oder in horizontaler Richtung
geschwenkt werden kann.
9. Sensoreinrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Mittel vorgesehen ist, womit der Lastsensor (1) in vertikaler Richtung in eine
Position über oder unter das Niveau der Hubgabel (2) verfahrbar ist.
10. Sensoreinrichtung nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Lastsensor (1) um wenigstens einen Laserscanner handelt,
11. Sensoreinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet
dass es sich bei dem Last-sensor (1) um wenigstens einen Bildgebenden Sensor handelt.
12. Sensoreinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Lastsensor (1) um wenigstens einen Ultraschallsensor handelt.
1. Method for the operation of a movable load sensor (1) for detecting and monitoring
the load on a forklift truck,
wherein the load (3) and/or the lifting fork (2) and/or the environment in front of
the forklift truck (7) is/are detected by means of the load sensor (1)
and the sensor data collected by the load sensor (1) are evaluated by means of a computer
unit (4),
wherein the load sensor (1) is movable in synchrony with the loading means (6) relative
to the mast (5) of the forklift truck and wherein the load sensor (1) is movable within
a fixed range in the vertical direction relative to the loading means (6),
characterised in that
the load sensor (1) is movable in the horizontal direction to a position to the left
or right of the lifting fork (2).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the load sensor (1) can be inclined in the vertical direction and/or swivelled in
the horizontal direction.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the load sensor (1) is movable in the vertical direction to a position above or below
the level of the lifting fork (2).
4. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that
distance information is used for load detection and monitoring.
5. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that
visual information is used for load detection and monitoring.
6. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that
acoustic information is used for load detection and monitoring.
7. Movable load sensor device (1) for detecting and monitoring the load on a forklift
truck,
wherein the load sensor (1) is oriented such that it detects the load (3) and/or the
lifting fork (2) and/or the environment in front of the forklift truck (7)
and wherein a computer unit (4) is provided to evaluate the sensor data collected
by the load sensor (1),
wherein the load sensor (1) is mounted such that it is arranged to move in synchrony
with the loading means (6) relative to the mast (5) of the forklift truck
and wherein means are provided to enable the load sensor (1) to move within a fixed
range in the vertical direction relative to the loading means (6),
characterised in that
means are provided to enable the load sensor (1) to move additionally in the horizontal
direction to a position to the left or right of the lifting fork (2).
8. Sensor device according to claim 7,
characterised in that
the load sensor (1) can be inclined in the vertical direction and/or swivelled in
the horizontal direction.
9. Sensor device according to claim 7 or 8
characterised in that
means are provided to enable the load sensor (1) to move in the vertical direction
to a position above or below the level of the lifting fork (2).
10. Sensor device according to any of claims 7 to 9,
characterised in that
the lead sensor (1) is at least one laser scanner.
11. Sensor device according to any of claims 7 to 10,
characterised in that
the lead sensor (1) is at least one imaging sensor.
12. Sensor device according to any of claims 7 to 11,
characterised in that
the lead sensor (1) is at least one ultrasonic sensor.
1. Procédé permettant de faire fonctionner un capteur de charge (1) mobile pour la reconnaissance
et la surveillance d'une charge et destiné à un chariot à fourche, ce capteur de charge
(1) permettant de détecter la charge (3) et / ou la fourche élévatrice (2) et / ou
l'environnement situé en face du chariot élévateur à fourche (7) et les données détectées
par le capteur (1) sont ensuite évaluées à l'aide d'une unité de calcul (4), le capteur
de charge (1) pouvant se déplacer par rapport au mât (5) du chariot élévateur à fourche
(7) simultanément au moyen de charge (6) et le capteur de charge (1) pouvant se déplacer
à la verticale à l'intérieur d'une zone prédéfinie par rapport au moyen de charge
(6), caractérisé en ce que le capteur de charge (1) peut se déplacer horizontalement à gauche ou à droite à
proximité de la fourche élévatrice (2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur de charge (1) peut être incliné verticalement et / ou pivoté horizontalement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le capteur de charge (1) peut se déplacer verticalement dans une position supérieure
ou inférieure au niveau de la fourche élévatrice (2).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des informations d'éloignement sont utilisées pour la reconnaissance et la surveillance.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des informations visuelles sont utilisées pour la reconnaissance et la surveillance.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des informations acoustiques sont utilisées pour la reconnaissance et la surveillance.
7. Dispositif détecteur de charge mobile (1) permettant la reconnaissance et la surveillance
destiné à un chariot à fourche, le capteur de charge (1) étant orienté de manière
telle qu'il détecte la charge (1) et / ou la fourche élévatrice (2) et / ou l'environnement
situé en face du chariot élévateur à fourche, et il est prévu une unité de calcul
(4) permettant d'évaluer les données détectées par le capteur de charge (1), le capteur
de charge (1) étant disposé de telle sorte qu'il puisse se déplacer par rapport au
mât (5) du chariot élévateur à fourche (7) simultanément au moyen de charge (6) et
un moyen étant prévu avec lequel le capteur de charge (1) puisse se déplacer verticalement
dans une zone prédéfinie par rapport au moyen de charge (6), caractérisé en ce qu'un moyen est prévu avec lequel le capteur de charge (1) peut en outre se déplacer
horizontalement à gauche ou à droite à proximité de la fourche élévatrice (2).
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur de charge (1) peut être incliné verticalement et / ou peut pivoter horizontalement.
9. Dispositif détecteur selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'il est prévu un moyen avec lequel le capteur de charge (1) peut se déplacer verticalement
dans une position supérieure ou inférieure au niveau de la fourche élévatrice (2).
10. Dispositif détecteur selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le capteur de charge (1) est au moins un dispositif de balayage laser.
11. Dispositif détecteur selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que le capteur de charge (1) est au moins un capteur formant une image.
12. Dispositif détecteur selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que le capteur de charge (1) est au moins un capteur à ultrasons.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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