[0001] Die Erfindung betrifft einen Hydrospeicher, insbesondere Kolbenspeicher, mit einem
Speichergehäuse und mit mindestens einem darin angeordneten Gasraum und einem Fluidraum,
die über ein Trennelement, insbesondere in Form eines Kolbens, voneinander getrennt
sind gemäß der Merkmalsausgestaltung des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
[0002] Eine der Hauptaufgaben von Hydrospeichern ist unter anderem, bestimmte Volumen unter
Druck stehender Fluide einer hydraulischen Anlage aufzunehmen und diese auf Abruf
wieder an die Anlage zurück zu geben. Als Hydrospeicher kommen dabei regelmäßig Kolbenspeicher,
Blasenspeicher, Membranspeicher, aber auch gewichts- und federbelastete Speicher zum
Einsatz. Mit dahingehenden Hydrospeichern läßt sich eine Vielzahl von Aufgaben realisieren,
wie Energiespeicherung, Stoß-, Schwingungs- und Pulsationsdämpfung, Rückgewinnung
von Energien, Volumenstromkompensation etc..
[0003] Für den Betrieb der Hydrospeicher und zu deren Ansteuerung dienen Ventilsteuereinheiten,
die regelmäßig mit Schalt- oder Wegeventilen versehen sind zur Beherrschung des Fluidstroms
vom und zum Hydrospeicher. Der Hydrospeicher ist dabei regelmäßig an eine Verrohrung
mit Fluidleitungen angeschlossen, die die fluidführende Verbindung zwischen dem Speicher
und der Ventilsteuereinheit herstellen. Nachteile der dahingehend bekannten Lösung,
wie sie in einer Vielzahl von Ausführungsformen auf dem Markt frei zu erhalten ist,
bestehen in Form von Dichtigkeitsproblemen durch die erhöhte Anzahl von Verbindungen
zwischen Hydrospeicher-Verrohrungen und Ventilsteuereinheit und ist auch in den zusätzlichen
Kosten für das Leitungsnetz an Fluidleitungen zu sehen. Insbesondere bei eng bemessenen
Einbauverhältnissen bietet es darüber hinaus Probleme, die Vielzahl der genannten
Komponenten sinnfällig unterzubringen und miteinander fluidführend zu verbinden. Da
darüber hinaus verschiedene Hersteller sich verantwortlich zeichnen für die Hydrospeicher,
die Verrohrung und/oder die Ventile der Ventilsteuereinheit, kommt es insbesondere
an Stellen des Einbaus vor Ort zu Anpassungsschwierigkeiten.
[0004] In der
DE-A-39 41 241 ist bereits bei einem Kolbendruckspeicher, insbesondere für antriebsschlupfgeregelte
Bremsanlagen, vorgeschlagen worden, ein Schaltventil in Form eines Ladeventils mit
seiner Bewegungsrichtung in platzsparender Weise quer zur Bewegungsrichtung eines
Druckspeicherkolbens sowie eines diesen umschließenden Formteils als Trennelement
des Speichers vorzusehen und diesen über einen Kontrollschalter als Bewegungssensor
für das Formteil in einem Ventilblock der Ventilsteuereinheit des Kolbendruckspeichers
anzuordnen. Aufgrund der elektrischen Steuerkomponenten dieses bekannten Kolbendruckspeichers
ist dieser aufwendig in der Herstellung und damit teuer und bei Ausfall der elektrischen
Komponenten kommt es zu Funktionsausfällen.
[0005] Durch die
WO 02/40871 A2 ist ein Hydrospeicher, insbesondere Kolbenspeicher, bekannt mit einem Speichergehäuse
und mit einem darin angeordneten Gasraum und einem Fluidraum, die über ein Trennelement
voneinander getrennt sind, wobei der Fluidraum über eine ein Schaltventil aufweisende
Ventilsteuereinheit mit einem Druckmedium befüllbar oder von diesem zumindest teilweise
entleerbar ist und wobei das Schaltventil in einer zugehörigen Ventilaufnahme untergebracht
ist, das in Bewegungsrichtung des Trennelementes in Form des Kolbens von einer Öffnungsstellung
in eine Schließstellung und umgekehrt bewegbar ist. Die Ventilsteuereinheit ist bei
der bekannten Lösung in einem zum Gehäuse eigenständigen Ventilblock aufgenommen,
wobei der Ventilblock eine weitere Ventilaufnahme für ein weiteres Schaltventil aufweist,
das eine andere Schaltaufgabe löst. Dadurch, dass für einen modularen Einsatz die
genannten beiden Schaltventile als Gleichteile ausgebildet sind, ist ein aufwendiges
Leitungsnetz zwischen dem Hydrospeicher und der Ventilsteuereinheit vermieden und
Dichtigkeits- oder Leckageprobleme, wie im Leitungsnetz üblich, können erst gar nicht
auftreten. Auch die dahingehende Hydrospeicherlösung ist aufwendig und somit teuer
in der Herstellung und, sofern elektrisch angesteuerte Ventilsysteme zum Einsatz kommen,
ist ein aufwendiges Steuerkonzept notwendig, was zu den bereits vorstehend beschriebenen
Nachteilen, bezogen auf die Funktionssicherheit, führt.
[0006] Durch die
DE 101 61 475 A1 ist eine weitere Hydrospeicherlösung bekannt mit einem Speicher-Anschlußblock mit
Anschlüssen zum Anschließen eines Speichergefäßes einer Hydraulikpumpe sowie eines
Tanks und mit einem 3-Wege-Hahn zum Absperren und Entlasten des Speichergefäßes. Das
Absperrorgan des 3-Wege-Hahns ist nach Art einer Kugel ausgebildet, deren Schaltwelle
zum ortsfesten Anordnen des Absperrorgans zentrisch gelagert ist und dessen die Bohrungsmündungen
aufweisende Umfangsfläche an jeweils einer jedem Abgang zugeordneten Dichtungsanordnung
anliegt. Bei dieser bekannten Lösung eines Speicheranschlußblokkes ist ein abgedichteter
Sitz des nach Art einer Kugel ausgebildeten Absperrorgans in jeder Stellung des Hahns
gewährleistet. Bei der bekannten Lösung ist der Speicher-Anschlußblock vom eigentlichen
Hydrospeicher über eine Rohrleitung räumlich getrennt.
[0007] Durch die
DE 196 16 501 C ist eine gattungsgemäße Hydrospeicher-, insbesondere Kolbenspeicherlösung bekannt
mit einem Speichergehäuse und mit mindestens einem darin angeordneten Gasraum und
einem Fluidraum, die über ein Trennelement, insbesondere in Form eines Kolbens, voneinander
getrennt sind, wobei der Hydrospeicher einen Kugelhahn aufweist, der in seiner Öffnungs-
oder Schließstellung einen fluidführenden Weg vom Inneren des Speichergehäuses nach
außen freigibt bzw. absperrt. Dadurch, dass bei der bekannten Lösung mittels einer
Einstellvorrichtung die Lage des Trennkolbens innerhalb des Gehäuses derart vorgebbar
ist, dass mindestens in einer Verfahrrichtung zumindest für einen hydraulischen Einstellvorgang
ein Anschlag gebildet ist, der das Volumen des zugeordneten Teilraumes begrenzt, ist
ein Kolbenspeicher geschaffen, der insbesondere die Vornahme von Einstellvorgängen
bei hydraulischen Anlagen für eine Bedienperson erleichtert. Bei der bekannten Lösung
ist der Kugelhahn als eigenständiges Bauteil außerhalb des Hydrospeichergehäuses angeordnet
und weist in der Öffnungsstellung eine zu sperrende Hauptfluidrichtung entlang der
Längsachse des Speichergehäuses auf. Eine vergleichbare Lösung ist auch durch die
DE 101 61 475 A aufgezeigt.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
unter Beibehalten der Vorteile im Stand der Technik, nämlich einen Hydrospeicher zu
schaffen, der insgesamt wenig Einbauraum benötigt und der eine günstige Fluidführung
der zu beherrschenden Fluidströme erlaubt, diesen derart weiter zu verbessern, dass
er kostengünstig in der Herstellung und in der Wartung ist und einen funktionssicheren
Betrieb erlaubt, insbesondere bei Verwendung in Federungssystemen bei Fahrzeugen,
wie Baggern, Ackerschleppern etc.. Eine dahingehende Aufgabe löst ein Hydrospeicher
mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit.
[0009] Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 das eine freie
Ende des Speichergehäuses über einen Ventilblock abgeschlossen ist, der den Kugelhahn
aufweist, dass die Durchlaßrichtung des Kugelhahns in seiner Öffnungsstellung quer
zur Längsachse des Speichergehäuses verläuft, dass die Schwenkachse des Absperrteils
des Kugelhahns außermittig und parallel zur Längsachse des Speichergehäuses angeordnet
ist, dass ein Teil des fluidführenden Weges parallel und im wesentlichen außermittig
zur Längsachse des Speichergehäuses angeordnet ist, und dass diametral zu dieser Längsachse
gegenüberliegend das Absperrteil des Kugelhahns angeordnet ist, ist der Kugelhahn
über den Ventilblock integraler Bestandteil des Speichergehäuses und dergestalt platzsparend
innerhalb der Hydrospeicherlösung untergebracht, was auch zu einer Reduzierung der
freien Fluidwege und mithin zu Einsparungen bei der Verrohrung führt. Mit der erfindungsgemäßen
Lösung wird das Speichergehäuse über einen, einen Kugelhahn aufweisenden Ventilblock
abgeschlossen, welcher dadurch einen Teil der drucktragenden Wand des Hydrospeichers
bildet, was zu einem hochfesten Anschluß zwischen den genannten Komponenten Speicher
und Speicherblock führt.
[0010] Da die dahingehende Anordnung in der Art eines modularen Baukastensystems aufbaubar
ist, läßt sich über die Komponenten Speichergehäuse, Ventilblock und Kugelhahn ein
weites Feld an Anwendungsmöglichkeiten abdecken, indem die jeweiligen Komponenten
baukastengleich an die zu beherrschenden Fluidströme und ihre Drücke angepaßt werden.
[0011] Sofern für die Betätigung des Kugelhahns auf elektrische Stelleinrichtungen verzichtet
wird, ist dergestalt für den Hydrospeicher eine rein mechanische Lösung erreicht,
die ausgesprochen funktionssicher ist und in sehr kostengünstiger Weise den Betrieb
des Hydrospeichers erlaubt. Findet ein dahingehender Hydrospeicher Einsatz bei einem
Federungssystem mit einem Federungsspeicher, der über den fluidführenden Weg mit dem
Hydrospeicher verbunden ist, wobei in der Öffnungsstellung der Kugelhahn für eine
Federung des Federungsspeichers zugeschaltet und in seiner Sperrstellung derart weggeschaltet
ist, dass die Federung blockiert, ist eine sehr einfache kostengünstige Lösung erreicht
für die Ansteuerung und Beherrschung eines Federungssystems, wie es insbesondere bei
Baggern, Landmaschinen und dergleichen Verwendung findet. So kann beispielsweise die
Federungsdämpfung bei einer Arbeitsmaschine, wie einem Radlader, über den integrierten
Kugelhahn des Hydrospeichers abgeschaltet werden, sobald mit der Schaufel des Radladers
Arbeitsaufgaben, wie Aufnahme einer Last, durchgeführt werden, so dass dergestalt
schädliche Aufschwingvorgänge für den Radlader selbst vermieden sind und sobald Transportaufgaben
mit oder ohne Last, beispielsweise im Straßenbetrieb, anstehen, wird der Federungsspeicher
über den Kugelhahn des Hydrospeichers zugeschaltet. Sofern der Kugelhahn durch eine
Bedienperson von Hand betätigt wird, entfallen in diesem Bereich jegliche elektrische
Steuerungskomponenten, so dass die erfindungsgemäße Lösung sich sehr kostengünstig
realisieren läßt und lang andauernd funktionssicher im Betrieb ist.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Hydrospeichers sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Im folgenden wird der erfindungsgemäße Hydrospeicher anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die einzige Figur teilweise
im Schnitt, teilweise in Ansicht, eine Längsdarstellung auf den Hydrospeicher.
[0014] Der Hydrospeicher nach der Figur ist in der Art eines Kolbenspeichers ausgebildet.
Dieser weist ein Speichergehäuse 10 auf mit einem darin angeordneten Gasraum 12 und
einem Fluidraum 14. Der Gasraum 12 ist gegenüber dem Fluidraum 14 über ein Trennelement
16 in Form eines Kolbens getrennt, der mit seinem Dichtsystem längsverschiebbar entlang
des Innenumfangs des Speichergehäuses 10 geführt ist, so dass das Verhältnis von Gasraum
12 zu Fluidraum 14 veränderlich gehalten ist. Um eine größere Gasmenge an Arbeitsgas
(Stickstoffgas) in dem Gasraum 12 bevorraten zu können, ist das Kolben- oder Trennelement
16 als Hohlteil ausgebildet und weist im Inneren eine entsprechende Ausnehmung 18
auf. In Blickrichtung auf die Figur gesehen ist der Gasraum 12 nach außen hin auf
seiner rechten Seite von einem umgebördelten Deckelteil 20 abgeschlossen, das über
eine Mittenbohrung mit Gasventilkörper 22 verfügt, über die das Arbeitsgas, beispielsweise
in Form von Stickstoffgas, in den Gasraum 12 einbringbar ist. Über den Gasventilkörper
22 ist das Speichergehäuse 10 gasdicht verschlossen, wobei über das Ventil 22 auch
von Zeit zu Zeit die Gasmenge im Gasraum 12 nachprüfbar und über eine Nachfülleinrichtung
(nicht dargestellt) nachfüllbar ist.
[0015] An gegenüberliegenden Enden des Speichergehäuses 10 schließt sich in der Art eines
Steuer- oder Ventilblockes 24 die als Ganzes mit 26 bezeichnete Ventilsteuereinheit
an. Die Ventilsteuereinheit 26 verfügt über einen Kugelhahn 28, der in der Figur in
seiner Öffnungsstellung wieder gegeben ist, bei der er einen fluidführenden Weg 30
vom Inneren des Speichergehäuses 10, hier in Form des Fluidraumes 14, nach außen freigibt.
In seiner demgegenüber um 90° verschwenkten Stellung sperrt er den dahingehenden fluidführenden
Weg 30 fluiddicht ab. Die in der Figur gezeigte Durchlaßrichtung des Kugelhahns 28
in seiner Öffnungsstellung verläuft also über die Querachse 32 quer zur Längsachse
34 des Speichergehäuses 10.
[0016] Ferner ist die Schwenkachse 36 des Absperrteils 38 (Küken) des Kugelhahns 28 außermittig
und parallel zur Längsachse 34 des Speichergehäuses 10 angeordnet. Ein Teil 40 des
fluidführenden Weges 30 innerhalb des Ventilblockes 24 verläuft parallel und außermittig
sowie in Blickrichtung auf die Figur gesehen im wesentlichen unterhalb zur Längsachse
34 des Speichergehäuses 10. Diametral zu diesem Teil 40 und bezogen auf die Längsachse
34 des Speichergehäuses gegenüberliegend ist dann das Absperrteil (Küken) 38 des Kugelhahns
28 angeordnet. Ein weiterer Teil 42 des fluidführenden Weges 30 ist durch ein Einschraubteil
44 gebildet, das quer zur Längsachse 34 des Speichergehäuses 10 verlaufend in den
Ventilblock 24 außenumfangsseitig in Richtung der Querachse 32 eingeschraubt ist.
[0017] Zur Betätigung des Absperrteils 38 des Kugelhahn 28 dient eine Handhabe 46, die einen
Betätigungsgriff 48 aufweist. Die Handhabe 46 weist darüber hinaus einen Drehzapfen
50 auf, der mit seinem einen freien Ende in eine nutförmige Ausnehmung 52 des kugelförmigen
Absperrteils 38 eingreift. An seinem anderen freien Ende ist der Drehzapfen 50 mit
einer Eingriffsschraube 54 versehen, die den Betätigungsgriff 48 dergestalt an dem
Drehzapfen 50 drehsicher festhält, wofür der Betätigungsgriff 48 mit einer Umfassung
56 versehen ist, die in diesem Bereich den Drehzapfen 50 formschlüssig umgreift. Ansonsten
ist der Drehzapfen 50 über eine flanschartige Verbreiterung 58 im Ventilblock 24 schwenkbar
gelagert und der Drehzapfen 50 weist zwischen zwei randartigen Segmenten 60 eine Ringdichtung
62 auf, die dergestalt das Innere des Ventilblockes 24, insbesondere im Hinblick auf
den fluidführenden Weg 30, gegenüber der Umgebung abdichtet.
[0018] Des weiteren ist am stirnseitigen Ende des Ventilblockes 24 der Drehzapfen 50 mit
einem Anschlagring 64 versehen, der mit einem Anschlagzapfen 66 zusammenwirkt, der
im Ventilblock 24 festgelegt im wesentlichen entlang der Längsachse 34 des Speichergehäuses
10 verläuft. Dergestalt läßt sich über den Betätigungsgriff 48 und den Drehzapfen
50 das Absperrteil 38 (Küken) von seiner in der Figur gezeigten Öffnungsstellung um
90° in eine nicht näher dargestellte Sperrstellung verschwenken, wobei der dahingehende
Schwenkweg über den Anschlagring 64 mit Anschlagzapfen 66 begrenzt ist ebenso wie
der mögliche Schwenkweg bei Rückstellung des Absperrteils 38 von seiner Sperrstellung
in die in der Figur gezeigte Öffnungsstellung. Dahingehende Anschlageinrichtungen
sind für Kugelhähne üblich, so dass an dieser Stelle hierauf nicht mehr näher eingegangen
wird.
[0019] Das Speichergehäuse 10 ist vorzugsweise in der Art eines zylindrischen Hohlkörper
ausgebildet und der Ventilblock 24 greift über einen zylindrischen Fortsatz 68 und
über eine Einschraubstrecke 70 in das eine freie Ende des Speichergehäuses 10 ein.
Der dahingehende Fortsatz 68 verbreitert sich flanschartig und radial außerhalb des
Speichergehäuses 10, wobei der dahingehend erhaltene flanschartige Rand 72 des Ventilblockes
24 eine Anlagefläche für das stirnseitige Ende des Speichergehäuses 10 bildet, das
sich dahingehend an dem Rand 72 im aufgeschraubten Zustand auf dem Ventilblock 24
abstützt. Ferner verjüngt sich der zylindrische Fortsatz 68 in Richtung des Fluidraumes
14 und weist im Bereich der dahingehenden Verjüngung ein Dichtteil 74 auf, das den
Fluidraum 14 gegenüber der Umgebung in diesem Bereich abdichtet.
[0020] Der beschriebene Hydrospeicher als Kolbenspeicher ausgebildet, kann vorzugsweise
Bestandteil eines nicht näher dargestellten Federungssystems sein mit mindestens einem
nicht näher dargestellten Federungsspeicher, beispielsweise in Form eines üblichen
Blasen- oder Membranspeichers. Der dahingehend nicht näher dargestellte Federungsspeicher
ist über den fluidführenden Weg 30 mit dem Einschraubteil 44 des Hydrospeichers entweder
direkt oder über eine weitere Verrohrung von seiner Fluidseite her angeschlossen.
In der in der Figur gezeigten Öffnungsstellung des Kugelhahns 28 ist dann die Dämpfung
der Federung eingeschaltet, bei der der Fluidraum 14 des Speichergehäuses 10 mit der
Fluidseite des Federungsspeichers in Verbindung steht und dergestalt werden Druckstöße
durch die dämpfende Wirkung des Gasteils des Federungsspeichers bewirkt. Will man
nun die dahingehende dämpfende Wirkung des Federungsspeichers eliminieren, wird über
den Betätigungsgriff 48 die Handhabe 46 betätigt und dergestalt das Absperrteil 38
(Küken) des Kugelhahns 28 in seine den fluidführenden Weg 30 sperrende Stellung gebracht.
Auf diese Art und Weise ist der Federungsteil des Federungsspeichers weggeschaltet
und demgemäß die Dämpfungseinrichtung blockiert. Bei blockierter oder gesperrter Dämpfung
kann dann beispielsweise mit der Schaufel eines Radladers, für den der beschrieben
Hydrospeicher eingesetzt wird, in das Erdreich, in Schüttgut od. dgl. einfahren, ohne
dass es ungewollt zu Nickbewegungen am Fahrzeug in Form des Radladers selbst kommt.
Letzteres verbessert deutlich das Arbeiten mit der Schaufeleinrichtung eines Radladers.
Ist die Last durch die Schaufel dann aufgenommen, kann für einen Abtransport auf einer
Straße od. dgl. die Federung wieder zugeschaltet werden, indem in umgekehrter Reihenfolge,
wie beschrieben, über den Betätigungsgriff 48 der Kugelhahn 28 in seine in der Figur
gezeigte Öffnungsstellung gebracht wird, bei der das Dämpfungsteil des Federungsspeichers
über den fluidführenden Weg 30 dann wieder zugeschaltet ist.
[0021] Der erfindungsgemäße Hydrospeicher braucht nicht auf Anwendungen bei Radladern beschränkt
zu sein, sondern kann überall dort in Federungssystemen eingesetzt werden, wo man
nach Möglichkeit unter Verzicht auf eine aufwendige Steuerungs- und Regelungselektronik
in einfacher und funktionssicherer Weise ein Zu- und Abschalten von Dämpfungsvorrichtungen,
wie Federungsspeicher od. dgl., wünscht, beispielsweise im Bereich von erdbearbeitenden
Vorrichtungen bei Landmaschinen. Es liegt aber noch im Bereich der Erfindung, die
von Hand zu betätigende Handhabe 46 durch einen elektrischen Stellantrieb in der Art
eines Stellmotors zu ersetzen, um dergestalt eine automatische Ansteuerung des Hydrospeichers,
beispielsweise von einer Fahrerkabine od. dgl., zu ermöglichen. Sofern neben der elektrischen
Stelleinrichtung die Handhabe 46 mit Betätigungsgriff 48 verbleibt, wäre dergestalt
eine Notbetätigung möglich, sofern die elektrischen Stellkomponenten einmal ausfallen
sollten.
1. Hydrospeicher, insbesondere Kolbenspeicher, mit einem Speichergehäuse (10) und mit
mindestens einem darin angeordneten Gasraum (12) und einem Fluidraum (14), die über
ein Trennelement (16), insbesondere in Form eines Kolbens, voneinander getrennt sind,
wobei der Hydrospeicher einen Kugelhahn (28) aufweist, der in seiner Öffnungs- oder
Schließstellung einen fluidführenden Weg (30) vom Inneren des Speichergehäuses (10)
nach außen freigibt bzw. absperrt, dadurch gekennzeichnet, dass das eine freie Ende des Speichergehäuses (10) über einen Ventilblock (24) abgeschlossen
ist, der den Kugelhahn (28) aufweist, dass die Durchlaßrichtung (32) des Kugelhahns
(28) in seiner Öffnungsstellung quer zur Längsachse (34) des Speichergehäuses (10)
verläuft, dass die Schwenkachse (36) des Absperrteils (38) des Kugelhahns (28) außermittig
und parallel zur Längsachse (34) des Speichergehäuses (10) angeordnet ist, dass ein
Teil (40) des fluidführenden Weges (30) parallel und im wesentlichen außermittig zur
Längsachse (34) des Speichergehäuses (10) angeordnet ist, und dass diametral zu dieser
Längsachse (34) gegenüberliegend das Absperrteil (38) des Kugelhahns (28) angeordnet
ist.
2. Hydrospeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Teil (42) des fluidführenden Weges (30) durch ein Einschraubteil (44)
gebildet ist, das quer zur Längsachse (34) des Speichergehäuses (10) verlaufend in
den Ventilblock (24) außenumfangsseitig eingeschraubt ist.
3. Hydrospeicher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrteil (38) des Kugelhahns (28) über eine Handhabe (46) von Hand betätigbar
ist und dass zwischen der Handhabe (46) und dem Speichergehäuse (10) der Ventilblock
(24) angeordnet ist.
4. Hydrospeicher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsgriff (48) der Handhabe (46) in der Öffnungsstellung des Kugelhahns
(28) in die entgegengesetzte Richtung wie der über das Einschraubteil (44) gebildete
weitere Teil (42) des fluidführenden Weges (30) weist.
5. Hydrospeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilblock (24) über einen zylindrischen Fortsatz (68) und über eine Einschraubstrecke
(70) in das eine freie Ende des Speichergehäuses (10) einschraubbar ist, dass der
dahingehende Fortsatz (68) außerhalb des Speichergehäuses (10) sich flanschartig radial
verbreitert und dass dieser flanschartige Rand (72) des Ventilblockes (24) eine Anlagefläche
für das stirnseitige Ende des Speichergehäuses (10) bildet.
6. Hydrospeicher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung des freien Endes des Fortsatzes (68) der Ventilblock (24) außenumfangsseitig
zumindest ein Dichtteil (74) aufweist.
1. Hydro store, in particular piston store, with a store housing (10) and with at least
one gas chamber (12) located therein and a fluid chamber (14), separated from each
other by means of a separating element (16), in particular in the form of a piston,
whereby the hydro store comprises a ball cock (28), the same releasing a fluid conveying
path (30) towards, e.g. blocking the same against the outside from the interior of
the store housing (10) in its opened or closed position, characterised in that the one free end of the store housing (10) is closed across a valve block (24) comprising
the ball cock (28), in that the flow direction (32) of the ball cock (28) extends transverse to the longitudinal
axis (34) of the store housing (10) in its opened position, in that the tilt axis (36) of the blocking part (38) of the ball cock (28) is off centre
and parallel to the longitudinal axis (34) of the store housing (10), in that a part (40) of the fluid conveying path (30) is located parallel and substantially
off centre to the longitudinal axis (34) of the store housing (10), and in that the blocking part (38) of the ball cock (28) is located diametrically opposite to
this longitudinal axis (34).
2. Hydro store according to Claim 1, characterised in that a further part (42) of the fluid conveying path (30) is formed by a screw-in part
(44) extending transverse to the longitudinal axis (34) of the store housing (10),
screwed into the outer circumference of the valve block (24).
3. Hydro store according to Claim 1 or 2, characterised in that the blocking part (38) of the ball cock (28) can be manually activated by means of
a handle (46), and in that the valve block (24) is located between the handle (46) and the store housing (10).
4. Hydro store according to Claim 3, characterised in that the activating grip (48) of the handle (46) points in the opposite direction to the
further part (42) of the fluid conveying path (30) formed by the screw-in part (44)
in the opened position of the ball cock (28).
5. Hydro store according to one of the preceding Claims 1 to 4, characterised in that the valve block (24) can be screwed into the one free end of the store housing (10)
by means of a cylindrical extension (68) and by means of a screw-in section (70),
in that the said extension (68) radially widens in the way of a flange outside the store
housing (10), and in that this flange like edge (72) of the valve block (24) forms an abutment surface for
the facing side end of the store housing (10).
6. Hydro store according to Claim 5, characterised in that the valve block (24) comprises at least one sealing part (74) around its outer circumference
in the direction of the free end of the extension (68)
1. Accumulateur hydraulique, notamment accumulateur en piston, comprenant une enveloppe
( 10 ) d'accumulateur et au moins un espace ( 12 ) pour du gaz et un espace ( 14 )
pour du fluide qui y sont disposés et qui sont séparés l'un de l'autre par un élément
( 16 ) de séparation, notamment sous la forme d'un piston, l'accumulateur hydraulique
ayant un robinet ( 28 ) à boisseau sphérique qui, en sa position d'ouverture ou de
fermeture, dégage ou obture une voie ( 30 ) de conduite de fluide allant de l'intérieur
de l'enveloppe ( 10 ) de l'accumulateur à l'extérieur, caractérisé en ce que l'une des extrémités libres de l'enveloppe ( 10 ) de l'accumulateur est fermée par
un bloc ( 24 ) de vanne qui comporte le robinet ( 28 ) à boisseau sphérique, en ce que le sens ( 32 ) de passage du robinet ( 28 ) à boisseau sphérique s'étend, dans sa
position d'ouverture, transversalement à l'axe ( 34 ) longitudinal de l'enveloppe
( 10 ) de l'accumulateur, en ce que l'axe ( 36 ) de basculement de la partie ( 38 ) d'obturation du robinet ( 28 ) à
boisseau sphérique est excentré et parallèle à l'axe ( 34 ) longitudinal de l'enveloppe
( 10 ) de l'accumulateur, en ce qu'une partie ( 40 ) de la voie ( 30 ) de conduite de fluide est parallèle à l'axe (
34 ) longitudinal de l'enveloppe ( 10 ) de l'accumulateur et est sensiblement excentrée
à celui-ci, et en ce que la partie ( 38 ) d'obturation du robinet ( 28 ) à boisseau sphérique est diamétralement
opposée à cet axe ( 34) longitudinal.
2. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'une autre partie ( 42 ) de la voie ( 30 ) de conduite de fluide est formée par une
partie ( 44) vissée qui est vissée du côté du contour extérieur dans le bloc ( 24
) de vanne en s'étendant transversalement à l'axe ( 34 ) longitudinal de l'enveloppe
( 10 ) de l'accumulateur.
3. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie ( 38 ) d'obturation du robinet ( 28 ) à boisseau sphérique peut être actionnée
à la main par des poignées ( 46 ), et en ce que le bloc ( 24 ) de vanne est disposé entre la poignée ( 46 ) et l'enveloppe ( 10 )
de l'accumulateur.
4. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément ( 48 ) de prise de la poignée ( 46 ) est, dans la position d'ouverture
du robinet ( 28 ) à boisseau sphérique, tourné dans le sens opposé à l'autre partie
( 42 ) de la voie ( 30 ) de conduite de fluide qui est formée par la partie ( 44 )
vissée.
5. Accumulateur hydraulique suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le bloc ( 24 ) de vanne peut être vissé par un prolongement ( 68 ) cylindrique et
par une zone ( 70 ) de vissage dans l'une des extrémités libres de l'enveloppe ( 10
) de l'accumulateur, en ce que le prolongement ( 68 ) s'élargit radialement à la manière d'une bride à l'extérieur
de l'enveloppe ( 10 ) de l'accumulateur, et en ce que ce bord ( 72 ) du type à bride du bloc ( 24 ) de vanne forme une surface d'appui
pour l'extrémité côté frontal de l'enveloppe ( 10 ) de l'accumulateur.
6. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 5, caractérisé en ce que, dans la direction de l'extrémité libre du prolongement ( 68 ), le bloc ( 24 ) de
vanne a au moins une partie ( 74 ) d'étanchéité du côté du pourtour extérieur.