[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchtdiodenanordnung und einen Kfz-Scheinwerfer mit
solch einer Leuchtdiodenanordnung.
[0002] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Leuchtdiodenanordnung anzugeben,
die besonders effizient gekühlt ist. Weiter ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Kfz-Scheinwerfer mit solch einer Leuchtdiodenanordnung anzugeben.
[0003] Diese Aufgaben werden gelöst durch eine Leuchtdiodenanordnung nach Patentanspruch
1 sowie einen Kfz-Scheinwerfer nach Anspruch 11. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind Gegenstand abhängiger Ansprüche.
[0004] Es wird eine Leuchtdiodenanordnung angegeben, die wenigstens einen Leuchtdiodenchip
aufweist. Bevorzugt weist die Leuchtdiodenanordnung eine Vielzahl von Leuchtdiodenchips
auf.
[0005] In wenigstens einer ersten Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist jedem Leuchtdiodenchip
wenigstens ein optisches Element zugeordnet. Bei dem optischen Element kann es sich
beispielsweise um eine lichtreflektierende, lichtbrechende oder lichtbeugende Optik
handeln. Es ist z.B. möglich, dass jedem Leuchtdiodenchip genau ein optisches Element
zugeordnet ist. Es ist jedoch auch möglich, dass mehreren Leuchtdiodenchips jeweils
ein gemeinsames optisches Element zugeordnet ist.
[0006] Die Leuchtdiodenanordnung weist weiter bevorzugt wenigstens ein Wärmeleitelement
auf, das geeignet ist, die von dem Leuchtdiodenchip erzeugte Wärme abzuführen. Der
Wärmetransport von den Leuchtdiodenchips weg erfolgt dabei im Wärmeleitelement bevorzugt
im Wesentlichen mittels Wärmeleitung, wobei im Wesentlichen mittels Wärmeleitung bedeutet,
dass andere Mechanismen des Wärmetransports wie Wärmestrahlung oder Konvektion höchstens
eine untergeordnete Rolle spielen.
[0007] Bei dem Wärmeleitelement kann es sich z.B. um einen Träger handeln, auf dem die Leuchtdiodenchips
aufgebracht sind.
[0008] Weiter weist die Leuchtdiodenanordnung bevorzugt wenigstens eine Kühlvorrichtung
auf, die geeignet ist, Wärme vom Wärmeleitelement aufzunehmen und abzuführen. Die
Kühlvorrichtung ist dabei bevorzugt geeignet, die Wärme mittels Wärmeleitung oder
Konvektion abzuführen. Weiter ist es möglich, dass die Kühlvorrichtung geeignet ist,
die von den Leuchtdiodenchips erzeugte Wärme teils mittels Wärmeleitung und teils
mittels Konvektion vom Wärmeleitelement abzuführen.
[0009] Gemäß wenigstens einer Ausführungsform wird also eine Leuchtdiodenanordnung angegeben,
die wenigstens einen Leuchtdiodenchip aufweist, wobei jedem Leuchtdiodenchip wenigstens
ein optisches Element zugeordnet ist. Weiter weist die Leuchtdiodenanordnung wenigstens
ein Wärmeleitelement auf, das geeignet ist, die von den Leuchtdiodenchips erzeugte
Wärme abzuführen und wenigstens eine Kühlvorrichtung, die geeignet ist, die vom Wärmeleitelement
abgeführte Wärme aufzunehmen.
[0010] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung weist wenigstens einer
der Leuchtdiodenchips eine Strahlungsauskoppelfläche auf, durch die ein Großteil der
vom Leuchtdiodenchip emittierten elektromagnetischen Strahlung ausgekoppelt wird.
Besonders bevorzugt tritt die gesamte vom Leuchtdiodenchip emittierte Strahlung durch
die Strahlungsauskoppelfläche aus. Die Strahlungsauskoppelfläche ist beispielsweise
durch einen Teil der Oberfläche des Leuchtdiodenchips gegeben. Bevorzugt ist die Strahlungsauskoppelfläche
durch eine Hauptfläche des Leuchtdiodenchips gegeben, die beispielsweise parallel
zu einer Epitaxieschichtfolge des Leuchtdiodenchips angeordnet ist, welche geeignet
ist, elektromagnetische Strahlung zu erzeugen.
[0011] Dazu kann die Epitaxieschichtfolge beispielsweise einen pn-Übergang, eine Doppelheterostruktur,
einen Einfach-Quantentopf oder besonders bevorzugt eine Mehrfach-Quantentopfstruktur
(MQW) aufweisen. Die Bezeichnung Quantentopfstruktur umfasst im Rahmen der Anmeldung
jegliche Struktur, bei der Ladungsträger durch Einschluss ("confinement") eine Quantisierung
ihrer Energiezustände erfahren. Insbesondere beinhaltet die Bezeichnung Quantentopfstruktur
keine Angabe über die Dimensionalität der Quantisierung. Sie umfasst somit u.a. Quantentröge,
Quantendrähte und Quantenpunkte und jede Kombination dieser Strukturen.
[0012] Bevorzugt handelt es sich bei dem Leuchtdiodenchip um einen Halbleiterleuchtdiodenchip
bei dem das Aufwachssubstrat zumindest teilweise entfernt ist und auf dessen dem ursprünglichen
Aufwachssubstrat abgewandte Oberfläche ein. Trägerelement aufgebracht ist.
[0013] Das Trägerelement kann, verglichen mit einem Aufwachssubstrat, relativ frei gewählt
werden. Bevorzugt wird ein Trägerelement gewählt, das hinsichtlich seines Temperaturausdehnungskoeffizienten
besonders gut an die strahlungserzeugende Epitaxieschichtfolge angepasst ist. Weiter
kann das Trägerelement ein Material enthalten, das besonders gut Wärme leitend ist.
Auf diese Weise wird die im Betrieb vom Leuchtdiodenchip erzeugte Wärme besonders
effizient an das Wärmeleitelement abgeführt.
[0014] Solche, durch das Entfernen des Aufwachssubstrats hergestellten Leuchtdiodenchips,
werden oftmals als Dünnfilmleuchtdiodenchips bezeichnet und zeichnen sich bevorzugt
durch die folgenden Merkmale aus:
- An einer zum Trägerelement hingewandten ersten Hauptfläche der strahlungserzeugenden
Epitaxieschichtfolge ist eine reflektierende Schicht oder Schichtenfolge aufgebracht
oder ausgebildet, die zumindest einen Teil der in der Epitaxieschichtfolge erzeugten
elektromagnetischen Strahlung in diese zurückreflektiert.
- Die Epitaxieschichtfolge weist bevorzugt eine Dicke von maximal 20 µm, besonders bevorzugt
von maximal 10 µm auf.
- Weiter enthält die Epitaxieschichtfolge bevorzugt mindestens eine Halbleiterschicht
mit zumindest einer Fläche, die eine Durchmischungsstruktur aufweist. Im Idealfall
führt diese Durchmischungsstruktur zu einer annähernd ergodischen Verteilung des Lichts
in der Epitaxieschichtfolge, d.h. sie weist ein möglichst ergodisch, stochastisches
Streuverhalten auf.
[0015] Ein Grundprinzip eines Dünnfilmleuchtdiodenchips ist beispielsweise in der Druckschrift
I. Schnitzer at al., Appl. Phys. Lett. 63(16), 18. Oktober 1993, Seiten 2174 bis 2176
beschrieben, deren Offenbarungsgehalt das Grundprinzip eines Dünnfilmleuchtdiodenchips
betreffend hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
[0016] Besonders bevorzugt sind alle Leuchtdiodenchips der Leuchtdiodenanordnung Dünnfilmleuchtdiodenchips.
[0017] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist das optische Element
geeignet, die Divergenz der von den Leuchtdiodenchips emittierten elektromagnetischen
Strahlung zu verringern.
[0018] Das optische Element kann dazu beispielsweise eine reflektive Optik sein. Das heißt,
das optische Element ist geeignet, zumindest einen Teil der von den Leuchtdiodenchips
emittierten elektromagnetischen Strahlung zu reflektieren. Dazu kann das optische
Element beispielsweise Seitenwände aufweisen, die eine Strahlungseingangsöffnung mit
einer Strahlungsausgangsöffnung verbinden. Bevorzugt sind die Seitenwände reflektierend
ausgestaltet. Elektromagnetische Strahlung, die durch die Strahlungseingangsöffnung
des optischen Elements eintritt, kann dann zumindest teilweise an den Seitenwänden
reflektiert werden und das optische Element durch die Strahlungsausgangsöffnung wieder
verlassen.
[0019] Die Seitenwände können dazu beispielsweise mit einem reflektierenden Material beschichtet
sein. Die Seitenwände können jedoch auch ein dielektrisches Material enthalten, das
einen geeigneten Brechungsindex aufweist, sodass durch die Strahlungseintrittsöffnung
eintretende Strahlung durch Totalreflektion an der Grenzfläche von Seitenwand und
umgebendem Medium reflektiert wird.
[0020] Das optische Element kann zudem ein aus einem dielektrischen Material bestehender
Vollkörper sein. Die durch die Strahlungseintrittsöffnung in das optische Element
tretende elektromagnetische Strahlung wird dann bevorzugt mittels Totalreflexion an
den seitlichen Grenzflächen des Vollkörpers zum umgebenden Medium reflektiert.
[0021] Bevorzugt verringert das optische Element die Divergenz eines durch die Strahlungseintrittsöffnung
tretenden Strahlkegels zumindest in einer Raumrichtung derart, dass der Strahlkegel
beim Austritt durch die Strahlungsaustrittsöffnung einen Öffnungswinkel zwischen 0
und 30°, bevorzugt zwischen 0 und 20°, besonders bevorzugt zwischen 0 und 10° zu einer
Mittelachse des optischen Elements aufweist, die senkrecht auf der Strahlungsauskoppelfläche
eines dem optischen Element zugeordneten Leuchtdiodenchips steht.
[0022] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist die reflektive
Optik ein nichtabbildender optischer Konzentrator. Dabei ist das optische Element
bevorzugt derart der Strahlungsauskoppelfläche wenigstens eines Leuchtdiodenchips
nachgeordnet, dass die Strahlungseintrittsöffnung des optischen Elements die eigentliche
Strahlungsaustrittsöffnung des Konzentrators ist. Der Konzentrator verjüngt sich dabei
zum Leuchtdiodenchip hin. Auf diese Weise verlässt durch die Strahlungseintrittsöffnung
in das optische Element tretende elektromagnetische Strahlung den Konzentrator mit
verringerter Divergenz durch die Strahlungsaustrittsöffnung.
[0023] Das optische Element kann dazu zumindest teilweise nach Art eines der folgenden optischen
Elemente gebildet sein:
[0024] Zusammengesetzter parabolischer Konzentrator (CPC-Coumpound Parabolic Concentrator),
zusammengesetzter elliptischer Konzentrator (CEC- Compound Elliptic Concentrator),
zusammengesetzter hyperbolischer Konzentrator (CHC-Compound Hyperbolic Concentrator).
Das heißt, beispielsweise die reflektierenden Seitenwände des optischen Elements sind
zumindest teilweise in der Form wenigstens eines der genannten optischen Elemente
ausgebildet.
[0025] Gemäß wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung kann der nichtabbildende
optische Konzentrator Seitenwände aufweisen, die die Strahlungseintrittsöffnung mit
der Strahlungsaustrittsöffnung verbinden und dabei derart ausgebildet sind, dass auf
den Seitenwänden verlaufende Verbindungslinien zwischen der Strahlungseintrittsöffnung
und der Strahlungsaustrittsöffnung im Wesentlichen gerade verlaufen. Die Seitenwände
bilden dabei beispielsweise die Form eines Pyramiden- oder Kegelstumpfes. Das heißt,
der optische Konzentrator hat dann die Form eines Pyramidenstumpfes oder eines Kegelstumpfes,
der sich zum Leuchtdiodenchip oder den Leuchtdiodenchips, denen er nachgeordnet ist,
hin verjüngt. Bevorzugt ist der Konzentrator in dieser Ausführungsform ein Vollkörper,
der aus einem strahlungsdurchlässigen Kunststoff besteht.
[0026] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist jedem Leuchtdiodenchip
genau ein optisches Element zugeordnet. Die Strahlungseintrittsöffnung des optischen
Elements ist dabei bevorzugt der Strahlungsauskoppelfläche des Leuchtdiodenchips in
einer Hauptabstrahlrichtung des Leuchtdiodenchips nachgeordnet.
[0027] Es ist aber auch möglich, dass mehrere Leuchtdiodenchips einem gemeinsamen optischen
Element zugeordnet sind. Die Leuchtdiodenchips können dazu beispielsweise entlang
wenigstens einer Geraden angeordnet sein. Die Strahlungseintrittsöffnung des optischen
Elements ist dann der Gesamtfläche der Strahlungsauskoppelfläche der einzelnen Leuchtdiodenchips
in einer Hauptabstrahlrichtung der Leuchtdiodenchips nachgeordnet.
[0028] Gemäß wenigstens einer Ausführungsform weist die Strahlungseintrittsöffnung des optischen
Elements eine Fläche auf, die maximal zweimal so groß ist, wie die Gesamtstrahlungauskoppelfläche
der dem optischen Element zugeordneten Leuchtdiodenchips. Die Gesamtstrahlungsauskoppelfläche
ist dabei durch die Summe der Flächen der Strahlungsauskoppelflächen der einzelnen,
dem optischen Element zugeordneten Leuchtdiodenchips gegeben. Bevorzugt ist die Fläche
der Strahlungseintrittsöffnung maximal 1,5, besonders bevorzugt maximal 1,25-mal so
groß wie die Gesamtstrahlungsauskoppelfläche der dem optischen Element zugeordneten
Leuchtdiodenchips.
[0029] Eine derart kleine Strahlungseintrittsöffnung erlaubt es, den Raumwinkel in dem die
elektromagnetische Strahlung emittiert wird, möglichst nahe an der Strahlungsauskoppelfläche
des Leuchtdiodenchips zu verkleinern. Dort ist die Querschnittsfläche des vom Leuchtdiodenchip
emittierten Strahlenkegels besonders klein. Dies ermöglicht die Konstruktion von Bauelementen
mit optimierter Etendue. Das heißt, eine möglichst hohe Strahlungsstärke wird auf
eine möglichst kleine Fläche projiziert. Das Etendue ist dabei eine Erhaltungsgröße
der geometrischen Optik. Es ist im Wesentlichen durch das Produkt aus Flächeninhalt
einer Lichtquelle und dem Raumwinkel in dem die Lichtquelle abstrahlt gebildet.
[0030] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist zwischen der Strahlungsauskoppelfläche
des Leuchtdiodenchips und der Strahlungseintrittsöffnung des optischen Elements ein
Spalt, beispielsweise ein Luftspalt, angeordnet. Dadurch ist erreicht, dass besonders
divergente Strahlung nicht in das optische Element gelangt, sondern durch den Spalt
vor dem Eintritt in das optische Element beispielsweise seitlich austreten kann. Damit
lässt sich die Divergenz der vom optischen Element emittierten Strahlung weiter verringern.
[0031] Anstelle eines Spalts ist es zudem möglich, dass beispielsweise Seitenwände die der
Strahlungsauskoppelfläche des Leuchtdiodenchips nachgeordnet sind nahe an der Strahlungseintrittsöffnung
des optischen Elements absorbierend oder für elektromagnetische Strahlung transparent
ausgebildet sind. Auch auf diese Weise kann erreicht sein, dass der hochdivergente
Anteil der vom Leuchtdiodenchip emittierten Strahlung nicht in das optische Element
tritt.
[0032] Gemäß wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist der Strahlungsaustrittsöffnung
des optischen Elements ein zusätzliches optisches Element in Hauptabstrahlrichtung
nachgeordnet. Bei dem zusätzlichen optischen Element handelt es sich bevorzugt um
eine lichtbrechende oder lichtbeugende Optik mit der eine weitere Verringerung der
Divergenz der durch das zusätzliche optische Element tretenden Strahlung erreicht
werden kann.
[0033] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung weist die Leuchtdiodenanordnung
ein Lumineszenzkonversionsmaterial auf, das der Strahlungsauskoppelfläche wenigstens
einer der Leuchtdiodenchips nachgeordnet ist. Bevorzugt ist ein Lumineszenzkonversionsmaterial
der Strahlungsauskoppelfläche eines jeden Leuchtdiodenchips der Leuchtdiodenanordnung
nachgeordnet.
[0034] Das Lumineszenzkonversionsmaterial ist bevorzugt geeignet wenigstens einen Teil der
vom Leuchtdiodenchip ausgesandten elektromagnetischen Strahlung Wellenlängen zu konvertieren.
Bevorzugt mischt sich die vom Leuchtdiodenchip emittierte Strahlung mit ihrem wellenlängenkonvertierten
Anteil beispielsweise zu weißem Licht.
[0035] Es ist aber auch möglich, dass die vom Leuchtdiodenchip emittierte Strahlung im Wesentlichen
vollständig durch das Lumineszenzkonversionsmaterial wellenlängenkonvertiert wird.
Beispielsweise kann auf diese Weise vom Leuchtdiodenchip emittierte Strahlung im nichtsichtbaren
Spektralbereich zu Strahlung im sichtbaren Spektralbereich, umgewandelt werden. Durch
Verwendung von beispielsweise zwei verschiedenen Leuchtstoffen im Lumineszenskonversionsmaterial
kann dann durch Lichtmischung z.B. weißes Licht erzeugt werden.
[0036] Geeignete Leuchtstoffe zur Wellenlängenkonvertierung sind beispielsweise in der Druckschrift
WO98/12757 beschrieben, deren Offenbarungsgehalt, die Leuchtstoffe betreffend hiermit
durch Rückbezug aufgenommen wird.
[0037] Das Lumineszenzkonversionsmaterial kann in wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung
beispielsweise einer strahlungsdurchlässigen Vergussmasse beigemischt sein, die den
Leuchtdiodenchip zumindest teilweise umgibt. Die Vergussmasse kann dabei beispielsweise
Epoxy- oder Silikonmaterialien enthalten.
[0038] Das Lumineszenzkonversionsmaterial kann jedoch beispielsweise auch als dünne Schicht
direkt auf die Strahlungsauskoppelfläche der einzelnen Leuchtdiodenchips aufgebracht
sein.
[0039] Zudem ist es möglich, dass das Lumineszenzkonversionsmaterial zumindest stellenweise
im optischen Element enthalten ist. So kann das Lumineszenzkonversionsmaterial beispielsweise
als dünne Schicht auf die Seitenwände, die der Strahlungsauskoppelfläche des Leuchtdiodenchips
nachgeordnet sind, aufgebracht sein. Das Lumineszenzkonversionsmaterial kann homogen
auf den Seitenwänden verteilt sein.
[0040] Es ist vorteilhaft aber auch möglich, dass das Lumineszenzkonversionsmaterial auf
definierte Stellen der Seitenwände aufgebracht ist. Auf diese Weise ist eine besonders
definierte Konversion der durch das optische Element tretenden elektromagnetischen
Strahlung möglich.
[0041] Gemäß wenigstens einer Ausführungsformder Leuchtdiodenanordnung ist auf das Wärmeleitelement
der Leuchtdiodenanordnung ein Kühlkörper aufgebracht. Der Kühlkörper besteht bevorzugt
aus einem besonders gut wärmeleitenden Material. Besonders bevorzugt ist zumindest
eine Oberfläche des Kühlkörpers mittels Kühlrippen vergrößert. Die Kühlrippen befinden
sich beispielsweise auf der dem Wärmeleitelement abgewandten Oberfläche des Kühlkörpers.
[0042] In wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung weist die Leuchtdiodenanordnung
eine Kühlvorrichtung auf, die geeignet ist, die vom Leuchtdiodenchip erzeugte Wärme
vom Wärmeleitelement und/oder dem Kühlkörper abzuführen. Die Kühlvorrichtung ist bevorzugt
geeignet Wärme durch wenigstens einen der folgenden Mechanismen des Wärmetransports
abzuführen: freie Konvektion, erzwungene Konvektion, Wärmeleitung.
[0043] Bevorzugt enthält die Kühlvorrichtung wenigstens eines der folgenden Elemente: Kühlkörper,
wärmeleitendes Material, Heatpipe, Thermosyphon, Flüssigkeitskreislauf, Lüfter.
[0044] Die Kühlvorrichtung ist beispielsweise geeignet, die von den Leuchtdiodenchips erzeugte
Wärme an einen Kühlkörper' abzugeben, der wie eine Wärmesenke wirkt. Die Wärmesenke
kann beispielsweise durch die Karosserie eines Kraftfahrzeuges oder die Scheiben eines
Kraftfahrzeugscheinwerfers gegeben sein. Sie kann aber auch durch ein Gehäuse der
Leuchtdiodenanordnung gegeben sein.
[0045] Gemäß wenigstens einer Ausführungsform der Leuchtdiodenanordnung ist die Kühlvorrichtung
geeignet, die von den Leuchtdiodenchips erzeugte Wärme an einen Ort zu transportieren,
an dem sie zu einem gezielten Heizen Verwendung findet. Besonders bevorzugt wird die
Wärme mittels freier Konvektion, erzwungener Konvektion und/oder Wärmeleitung an diesen
Ort transportiert. Die von den Leuchtdiodenchips abgegebene Wärme kann dabei beispielsweise
zum Enteisen oder Entfrosten Verwendung finden. Bei einer Verwendung der Leuchtdiodenanordnung
beispielsweise in einem Kfz-Scheinwerfer können die Scheiben des Scheinwerfers mittels
der von den Leuchtdiodenchips abgegebenen Wärme aufgeheizt werden. Es ist damit beispielsweise
möglich Frontscheinwerfer möglichst schnell von Eis oder Schnee zu befreien. Auch
bei der Verwendung der Leuchtdiodenanordnung beispielsweise als Strahler im Außenbereich
kann auf diese Weise sichergestellt werden, dass die Abdeckscheiben des Strahlers
frei von Eis oder Schnee bleiben. Auch kann durch das gezielte Beheizen von Abdeckscheiben
mittels der von den Leuchtdiodenchips abgegebenen Wärme die Bildung von Kondenswasser
auf den Abdeckscheiben zumindest weitgehend verhindert werden.
[0046] Im Folgenden wird die hier beschriebene Leuchtdiodenanordnung anhand von Ausführungsbeispielen
und den dazugehörigen Figuren näher erläutert.
[0047] In den Ausführungsbeispielen und Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Bestandteile
jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die dargestellten Elemente sind nicht
als maßstabsgerecht anzusehen, vielmehr können einzelne Elemente zum besseren Verständnis
übertrieben groß dargestellt sein.
Figur 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines optischen Elements mit Leuchtdiodenchip
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung.
Figur 2 zeigt eine schematische Skizze zur Erläuterung der Funktionsweise eines nichtabbildenden
optischen Konzentrators.
Figur 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines optischen Elements gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung.
Figur 4 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung
Figur 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 6 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines dritten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 7 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines vierten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 8 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines fünften Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 9 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines sechsten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 10 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines siebten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 11 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines achten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 12 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines neunten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 13 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines zehnten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 14 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines elften Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 15 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines zwölften Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 16 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines dreizehnten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 17 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines vierzehnten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 18 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines fünfzehnten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Figur 19 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines sechzehnten Ausführungsbeispiels
der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
[0048] Figur 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines optischen Elements 4 mit
einem Leuchtdiodenchip 1 gemäß eines Ausführungsbeispiels der Leuchtdiodenanordnung.
[0049] Der Leuchtdiodenchip 1 ist hier auf einem Träger 2 aufgebracht. Der Träger 2 kann
beispielsweise auf einen zweiten Träger 12 oder ein erstes Wärmeleitelement 13 (siehe
beispielsweise Figur 4) montiert sein.
[0050] Der Leuchtdiodenchip 1 ist beispielsweise ein Dünnfilmleuchtdiodenchip, wie er im
allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert ist.
[0051] Dem Leuchtdiodenchip 1 ist ein optisches Element 4 nachgeordnet, bei dem es sich
beispielsweise um einen dreidimensionalen CPC-artigen nicht abbildenden optischen
Konzentrator handeln kann. Das optische Element 4 weist dabei eine Lichteingangsöffnung
b auf, durch die vom Leuchtdiodenchip emittierte elektromagnetische Strahlung 3 treten
kann. Die elektromagnetische Strahlung 3 wird zumindest teilweise an den Seitenwänden
des optischen Elements 4 reflektiert, die dazu bevorzugt mit einer reflektierenden
Beschichtung versehen sind. Die Strahlung 3 verlässt das optische Element dann durch
die Strahlungsaustrittsöffnung 5.
[0052] Je näher die Strahlungseintrittsöffnung b des optischen Elements 4 an die Strahlungsauskoppelfläche
des Leuchtdiodenchips 1 gebracht wird, desto kleiner kann die Strahlungseintrittsöffnung
b gestaltet sein und desto höher ist die Strahldichte (Etendue) der durch die Strahlungsaustrittsöffnung
5 austretenden elektromagnetischen Strahlung 3. Optisches Element 4 und Leuchtdiodenchip
1 bilden zusammen die Beleuchtungseinrichtung 10.
[0053] Alternativ zum in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, dass
mehrere Leuchtdiodenchips beispielsweise entlang einer Geraden auf dem Träger 2 angeordnet
sind und diesen Leuchtdiodenchips ein gemeinsames optisches Element 4 zugeordnet ist.
[0054] Figur 2 zeigt, dass der Strahlkegel 6 der durch das optische Element 4 tretenden
Strahlung die Strahlungsaustrittsöffnung 5 mit einem maximalen Winkel
θ zur Mittelachse 7 des optischen Elements 4 verlässt. Die Länge 1 des optischen Elements
4 bestimmt dabei bei gegebener Breite der Strahlungseintrittsöffnung b den Winkel
θ. Für einen idealen kompakten parabolischen Konzentrator ergibt sich beispielsweise
folgender Zusammenhang:

[0055] Um einen maximalen Öffnungswinkel von beispielsweise
θ = 9° zu erreichen, muss die Länge 1 des optischen Elements etwa 23-mal so groß wie
die Breite der Strahlungseintrittsöffnung b sein.
[0056] Figur 3 zeigt, dass Alternativ zu einem CPC-artigen optischen Konzentrator das optische
Element beispielsweise Seitenwände 8 aufweisen kann, die in geraden Linien von der
Strahlungseintrittsöffnung b zur Strahlungsaustrittsöffnung 5 verlaufen. Dabei kann
das optische Element ein Vollkörper aus einem dielektrischen Material sein, der eine
kegelstumpf-oder pyramidenstumpfartige Grundform aufweist. Zusätzlich kann die Strahlungsaustrittsöffnung
5 nach Art einer sphärischen oder asphärischen Linse nach aussen gewölbt sein, die
ein zweites optisches Element 9 bildet, das geeignet ist, die Divergenz der durch
das optische Element 4 tretenden Strahlung 3 weiter zu verringern.
[0057] Figur 4 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der hier beschriebenen Leuchtdiodenanordnung.
Wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung 10, wie sie beispielsweise in Figur 1 erläutert
ist, ist hier auf einem Träger 12 aufgebracht und bildet die Lichtquelle 11. Bevorzugt
sind mehrere Beleuchtungseinrichtungen 10 auf einem gemeinsamen Träger 12 aufgebracht.
Die Beleuchtungseinrichtungen 10 sind dabei beispielsweise derart auf dem Träger 12
angeordnet, dass die von der Lichtquelle 11 abgestrahlte elektromagnetische Strahlung
beispielsweise dem deutschen Standard ECE für Kfz-Scheinwerfer genügt. Zusätzlich
kann der Lichtquelle 11 ein weiteres optisches Element 18 nachgeordnet sein. Bei dem
zweiten optischen Element 18 handelt es sich beispielsweise um eine linsen- oder reflektorartige
Optik. Zum Beispiel handelt es sich bei dem weiteren optischen Element 18 um eine
Projektionslinse, die insbesondere auch einer Mehrzahl von Beleuchtungseinrichtungen
10 nachgeordnet sein kann.
[0058] Der Träger 12 ist mit seiner der Lichtquelle 11 abgewandeten Oberfläche auf ein erstes
Wärmeleitelement 13 aufgebracht, das beispielsweise in ein Gehäuse 16 der Leuchtdiodenanordnung
integriert sein kann. Alternativ kann die Lichtquelle 11 direkt auf das Wärmeelement
13 aufgebracht sein, der Träger 12 kann dann entfallen.
[0059] Das Wärmeleitelement 13 besteht bevorzugt aus einem gut wärmeleitenden Material wie
Kupfer, Aluminium oder Magnesium.
[0060] Für den Fall, dass die Leuchtdiodenanordnung in einem Kraftfahrzeug Verwendung findet,
kann das Gehäuse 16 der Leuchtdiodenanordnung beispielsweise durch einen Teil der
Kfz-Karosserie gebildet sein.
[0061] Auf die der Lichtquelle 11 abgewandeten Oberfläche des Wärmeleitelements 13 ist in
diesem Ausführungsbeispiel ein Kühlkörper 14 aufgebracht. Der Kühlkörper 14 enthält
bevorzugt ein besonders gut wärmeleitendes Material wie etwa Aluminium oder Kupfer.
Die Verbindung zwischen Wärmeleitelement 13 und Kühlkörper 14 weist bevorzugt einen
besonders geringen Wärmewiderstand auf und ist beispielsweise durch eine Lötverbindung
gegeben. Bevorzugt weist der Kühlkörper 14 zumindest auf seiner dem Wärmeleitelement
13 abgewandeten Oberfläche Kühlrippen auf. Im in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
wird die Wärme vom Kühlkörper 14 mittels freier Konvektion an einen zweiten Kühlkörper
17 abgegeben, der beispielsweise mit dem Gehäuse 16 der Leuchtdiodenanordnung verbunden
ist und als Wärmesenke fungiert. Die Wärme wird dabei mittels eines Luftstroms 15
übertragen, der sich aufgrund des Temperaturgradients zwischen erstem Kühlkörper 14
und zweitem Kühlkörper 17 ausbildet.
[0062] Wie in Figur 5 gezeigt, ist es zudem möglich, dass die Luftzirkulation im Gehäuse
16 der Leuchtdiodenanordnung zusätzlich von wenigstens einem Lüfter 19 unterstützt
wird.
[0063] In Figur 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung gezeigt, bei dem
die durch die Lichtquelle 11 erzeugte Wärme durch ein zweites Wärmeleitelement 20
vom ersten Wärmeleitelement 13 zum Gehäuse 16 abgeführt wird. Das zweite Wärmeleitelement
20 kann dabei beispielsweise ein Flachbandkabel sein, das ein wärmeleitendes Material
enthält.
[0064] Im Ausführungsbeispiel der Figur 7 ist das erste Wärmeleitelement 13 durch einen
metallischen Träger gebildet, der beispielsweise Aluminium, Kupfer oder Magnesium
enthalten kann. Der Träger ist beispielsweise mit einem zweiten Wärmeleitelement 20
thermisch leitend verbunden oder erstes Wärmeleitelement 13 und zweites Wärmeleitelement
20 sind einteilig ausgeführt. Zusätzlich ist es möglich, dass der Träger und damit
das Wärmeleitelement 13 als Halterung für die der Lichtquelle 11 nachgeordneten zusätzlichen
Optik 18 fungiert.
[0065] Im Ausführungsbeispiel der Figur 8 ist auf die der Lichtquelle 11 abgewandten Oberfläche
des Wärmeleitelements 13 ein Flüssigkeitskühler 22 aufgebracht. Ein Kühlkreislauf
21 führt die Wärme vom Flüssigkeitskühler 22 beispielsweise an das Gehäuse 16 der
Leuchtdiodenanordnung ab.
[0066] Figur 9 zeigt die Kühlung der Leuchtdiodenanordnung mittels eines mit dem Wärmelement
13 thermisch kontaktierten Thermosyphons 23. Das Thermosyphon 23 gibt die Wärme an
einem oberhalb des Wärmeleitelements 13 gelegenen Kühlkörper ab, der beispielsweise
durch das Gehäuse 16 der Leuchtdiodenanordnung gegeben ist.
[0067] Figur 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung, in dem die Wärme
vom Wärmeleitelement 13 mittels einer Heatpipe 24 abgegeben wird. Die Heatpipe 24
gibt die aufgenommene Wärme beispielsweise an das Gehäuse 16 und/oder einen Kühlkörper
17 ab. Gegenüber einem Thermosyphon hat die Heatpipe 24 dabei den Vorteil, dass die
Wärme in eine beliebige Richtung abgeführt werden kann. Anders als beim Thermosyphon
geschieht der Transport von Kühlflüssigkeit in der Heatpipe 24 nicht aufgrund von
Gravitationskräften, sondern die Kühlflüssigkeit wird beispielsweise mittels Kapillarwirkung
an den Innenwänden der Heatpipe 24 zu der zu kühlenden Stelle geleitet.
[0068] Figur 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung, bei dem die von
der Lichtquelle 11 erzeugte Wärme an einen Ort transportiert wird, an dem sie zum
gezielten Heizen Verwendung findet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird mittels
der durch einen Kühlkörper 14 und einem Lüfter 19 gebildeten Kühlvorrichtung Wärme
vom Wärmeleitelement 13 zu äußeren und inneren Abdeckscheiben 25a, 25b geführt. Die
Abdeckscheiben 25a, 25b sind dabei beispielsweise Abdeckscheiben eines Kfz-Scheinwerfers.
Ein Luftstrom 15 wird dabei beispielsweise mittels des Lüfters 19 zwischen den Abdeckscheiben
25a, 25b durchgeführt. Beispielsweise enteist der Luftstrom 15 dabei die Abdeckscheiben
25a, 25b indem Wärme vom Luftstrom 15 an die Abdeckscheiben 25a, 25b abgegeben wird.
Der derart abgekühlte Luftstrom 15 wird dann wiederum am Kühlkörper 14 vorbeigeführt,
wo er von den Leuchtdiodenchips erzeugte Wärme aufnehmen kann.
[0069] Alternativ ist es wie in Figur 12 gezeigt möglich, dass Abwärme einer weiteren Wärmequelle,
beispielsweise aus dem Motorraum eines Kraftfahrzeuges, mittels eines Lüfters oder
Ventilators 19 zwischen die beiden Abdeckscheiben 25a, 25b geführt wird. Zusätzlich
kann eine Kühlung der Leuchtdiodenanordnung beispielsweise durch eine der oben beschriebenen
Kühlvorrichtungen erfolgen. Es ist dabei auch möglich, dass die Abwärme einer weiteren
Wärmequelle sowie die Abwärme der Lichtquelle 11 zum Heizen der Abdeckscheiben 25a,
25b Verwendung findet.
[0070] Figur 13 zeigt das Erwärmen einer einzelnen Abdeckscheibe 25a analog zum in Figur
11 erläuterten Ausführungsbeispiel mittels erzwungener Konvektion. Wenigstens ein
Lüfter 19 ist dabei geeignet im Gehäuse 16 der Leuchtdiodenanordnung angeordnet, sodass
ein Luftstrom 15 sowohl an der Abdeckscheibe 25a, als auch am Kühlkörper 14 vorbeigeführt
werden kann. Dabei kann auch das zusätzlich optische Element 18 beheizt werden.
[0071] Figur 14 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung, bei dem das Wärmeleitelement
13 durch einen metallischen Träger gebildet ist. Der Träger kann wenigstens eines
der folgenden Materialien enthalten: Aluminium, Kupfer, Magnesium. Das Wärmeleitelement
13 ist beispielsweise thermisch leitend mit einem zweiten Wärmeleitelement 20 verbunden,
oder die beiden Wärmeleitelemente 13, 20 sind einteilig ausgeführt. Das Wärmeleitelement
13 kann zusätzlich als Halterung für ein optisches Element 18 dienen, das der Lichtquelle
11 nachgeordnet ist. Das Wärmeleitelement 13, 20 ist geeignet, Wärme von der Lichtquelle
11 zur Abdeckscheibe 25a abzuführen. Die Abdeckscheibe 25a kann mittels Wärmeleitung
26 und/oder freier Konvektion 15 beheizt werden. Zudem erlaubt das gezeigte Ausführungsbeispiel
ein gezieltes Erhitzen des optischen Elements 18. Auf diese Weise kann auch das optische
Element 18 durch die von der Lichtquelle 11 abgegebene Wärme beispielsweise entfrostet
werden.
[0072] Figur 15 zeigt das Erwärmen der Abdeckscheibe 25a mittels einer Scheibenheizung,
die beispielsweise aus wenigstens einem dünnen metallischen Draht 27 besteht. Der
Draht 27 kann beispielsweise mittels eines elektrischen Stroms erwärmt werden.
[0073] Zudem ist es möglich, dass der Draht 27 wärmeleitend mit dem Wärmeleitelement 13
verbunden ist. Wie in Figur 16 gezeigt ist; wird die von der Lichtquelle 11 erzeugte
Wärme mittels des Drahtes 27 dann beispielsweise zur Abdeckscheibe 25a geführt.
[0074] Figur 17 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung, bei dem die Abdeckscheibe
25a mittels einer Heatpipe 24 beheizt wird. Zudem ist es auch möglich, dass die Heatpipe
Wärme beispielsweise auch an das optische Element 18 abgibt.
[0075] Im Ausführungsbeispiel der Figur 18 ist ein Absorber 28, der geeignet ist, beispielsweise
Infrarot oder UV Strahlung in Wärme umzuwandeln, auf die Abdeckscheibe 25a aufgebracht.
Auf diese Weise kann die Abdeckscheibe 25a mittels Infrarot oder UV Strahlung aufgeheizt
werden, die beispielsweise von der Lichtquelle 11 emittiert wird.
[0076] Figur 19 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Leuchtdiodenanordnung, bei dem zusätzlich
zur Lichtquelle 11 wenigstens eine Wärmequelle oder Infrarotquelle 29 auf den Träger
12 aufgebracht ist, die Wärme zur Abdeckscheibe 25a hin abstrahlt. Bei der Wärmequelle
kann es sich zum Beispiel um wenigstens eines der folgenden Bauelemente handeln: Infrarot
LED 30, High Power Laser, Glühlampe, Halogenlampe, Gasentladungslampe. Handelt es
sich bei der Wärmequelle um eine Infrarot LED 30, dann kann ein Teil der elektromagnetischen
Strahlung auch zur Ausleuchtung genutzt werden. Beispielsweise unter Verwendung eines
Nachsichtgeräts können schlecht beleuchtete Objekte und Personen dann sichtbar gemacht
werden.
[0077] In allen genannten Ausführungsbeispielen ist es zusätzlich möglich, dass die Lichtquelle
11 derart montiert ist, dass die Hauptabstrahlrichtung des von der Lichtquelle emittierten
Lichts von der Abdeckscheibe 25a, 25b abgewandt ist. Die Lichtquelle 11 strahlt dann
beispielsweise in ein weiteres optisches Element, beispielsweise einen Reflektor,
der das Licht der Lichtquelle 11 zur Abdeckscheibe 25a, 25b hin umleitet.
[0078] Die obige Erläuterung der Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele ist nicht als
Beschränkung der Erfindung auf die Ausführungsbeispiele zu verstehen. So beschränkt
sich die Erfindung keineswegs auf Kfz-Scheinwerfer, sondern umfasst alle denkbaren
Scheinwerferarten. Merkmale die anhand unterschiedlicher Ausführungsbeispiele erläutert
wurden sind unabhängig vom Ausführungsbeispiel beliebig miteinander kombinierbar.
Die Erfindung umfasst jedes neue Merkmal, sowie jede Kombination von Merkmalen, was
insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patenansprüchen beinhaltet, auch
wenn diese Merkmale oder diese Kombinationen selbst nicht explizit in den Patenansprüchen
oder den Ausführungsbeispielen angegeben ist.
1. Leuchtdiodenanordnung, aufweisend
- wenigstens einen Leuchtdiodenchip (1), wobei jedem Leuchtdiodenchip (1) wenigstens
ein optisches Element (4) zugeordnet ist,
- wenigstens ein Wärmeleitelement (13), das geeignet ist, die von den Leuchtdiodenchips
erzeugte Wärme abzuführen, und
- wenigstens eine Kühlvorrichtung, die geeignet ist, die vom Wärmeleitelement abgeführte
Wärme aufzunehmen.
2. Leuchtdiodenanordnung nach Anspruch 1,
bei der wenigstens einer der Leuchtdiodenchips (1) ein Dünnfilmleuchtdiodenchip ist.
3. Leuchtdiodenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der das optische Element (4) zumindest teilweise nach Art wenigstens eines der
folgenden optischen Elemente gebildet ist: CPC, CEC, CHC.
4. Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das optische Element
(4) eine Strahlungseingangsöffnung (b) aufweist, die eine Fläche aufweist, die maximal
zweimal so groß ist wie eine Gesamtstrahlungsauskoppelfläche der dem optischen Element
(4) zugeordneten Leuchtdiodenchips (1).
5. Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der auf dem Wärmeleitelement
ein Kühlkörper (14) aufgebracht ist.
6. Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Kühlvorrichtung
geeignet ist, Wärme mittels freier oder erzwungener Konvektion abzuführen.
7. Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Kühlvorrichtung
durch wenigstens eines der folgenden Wärmeleitelemente gegeben ist: wärmeleitendes
Material (20), Heatpipe (24), Thermosyphon (23), Flüssigkeitskreislauf (21).
8. Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Kühlvorrichtung
geeignet ist, von den Leuchtdiodenchips erzeugte Wärme an einen Ort zu transportieren,
an dem sie zum gezielten Heizen Verwendung findet.
9. Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die von den Leuchtdiodenchips
(1) erzeugte Wärme zum Enteisen Verwendung findet.
10. Kfz-Scheinwerfer mit einer Leuchtdiodenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
die als Lichtquelle (11) des Kfz-Scheinwerfers vorgesehen ist.
11. Kfz-Scheinwerfer nach Anspruch 10,
bei dem eine Kühlvorrichtung die von Leuchtdiodenchips (1) der Leuchtdiodenanordnung
erzeugte Wärme zu einer Abdeckscheibe (25a, 25b) des Kfz-Scheinwerfers abführt, wobei
die Wärme dort zum Heizen der Abdeckscheibe Verwendung findet.
12. Kfz-Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 10 oder 11, bei dem die Kühlvorrichtung
die von den Leuchtdiodenchips (1) erzeugte Wärme zu der Abdeckscheibe (25a, 25b) des
Kfz-Scheinwerfers abführt, wobei die Wärme dort zum Enteisen der Abdeckscheibe (25a,
25b) Verwendung findet.
13. Kfz-Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 10 bis 12, bei dem die Kühlvorrichtung die
von den Leuchtdiodenchips (1) erzeugte Wärme zu einem optischen Element (18) des Kfz-Scheinwerfers
abführt, wobei die Wärme dort zum Heizen des optischen Elements (18) Verwendung findet.
14. Kfz-Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 10 bis 13, bei dem die Kühlvorrichtung die
von den Leuchtdiodenchips (1) erzeugte Wärme zu dem optischen Element (18) des Kfz-Scheinwerfers
abführt, wobei die Wärme dort zum Enteisen des optischen Elements (18) Verwendung
findet.
15. Kfz-Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 10 bis 14, bei dem die Kühlvorrichtung zumindest
eines der folgenden Elemente umfasst: Kühlkörper (14), Lüfter (19), wärmeleitendes
Material (20), Heatpipe (24), Thermosyphon (23), Flüssigkeitskreislauf (21), Draht
(27).
16. Kfz-Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 10 bis 15, bei dem ein Absorber (28) auf
die Abdeckscheibe (25a, 25b) des Kfz-Scheinwerfers aufgebracht ist, der geeignet ist,
Infrarot- oder UV-Strahlung in Wärme umzuwandeln.
17. Kfz-Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 10 bis 16, der zusätzlichen zum Leuchtdiodenchip
(1) eine Infrarot-LED (30) enthält, die die Abdeckscheibe (25a, 25b) des Kfz-Scheinwerfers
bestrahlt.