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EP 1 643 203 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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05.04.2006 Patentblatt 2006/14 |
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Anmeldetag: 30.09.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL HR LT LV MK |
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Anmelder: S.A.T. Swiss Arms Technology AG |
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8212 Neuhausen (CH) |
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Erfinder: |
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- Kellermann, Harald
24340 Eckernförde (DE)
- Bremer, Jens-Peter
24340 Eckernförde (DE)
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Vertreter: Schwarz, Thomas et al |
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Charrier Rapp & Liebau,
Postfach 31 02 60 86063 Augsburg 86063 Augsburg (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86 (2) EPÜ. |
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Abzugsystem für Handfeuerwaffen |
(57) Die Erfindung betrifft ein Abzugsystem für Handfeuerwaffen mit einem Schlaghebel
(1), einer dem Schlaghebel (1) zugeordneten Fangklinke (2), einem Abzug (3) und eine
mit diesem zusammenwirkende Abzugschiene (4), wobei der Schlaghebel (1) eine erste
Raste (25) zur Halterung des Schlaghebels (1) in einer vollständig gespannten Stellung
und die Abzugsschiene (4) eine erste Abzugschienenrastkante (18) zum Eingriff mit
einer zugehörigen ersten Schlaghebelrast (21) des Schlaghebels (1) aufweist. Um auch
im Double Action Modus ein Abziehen mit geringerem Abzuggewicht zu ermöglichen, enthält
der Schlaghebel (1) eine zweite Raste (24) zur Halterung des Schlaghebels (1) in einer
teilvorgespannten Stellung und die Abzugschiene (4) weist eine zweite Abzugschienenrastkante
(19) zum Eingriff mit einer zugehörigen zweiten Schlaghebelrast (22) des Schlaghebels
(1) auf.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Abzugsystem für Handfeuerwaffen nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits sogenannte Single Action/ Double Action Abzugsysteme für Handfeuerwaffen
bekannt, bei denen die Möglichkeit besteht, den Schlaghebel z.B. über einen Entspannhebel
kontrolliert und gefahrlos aus einer Single Action Position (Schlaghebel vollständig
gespannt) in eine Double Action Position (Schlaghebel vollständig entspannt) zu bewegen.
Derartige Abzugsysteme weisen allerdings im Double Action Modus ein relativ hohes
Abzugsgewicht auf, da hier der Schlaghebel zur Abgabe eines Schusses entgegen der
Kraft der Schlaghebelfeder aus ungespannten in die Spannstellung bewegt werden muss.
Der hierfür erforderliche Kraftaufwand kann allerdings zu einer Beeinträchtigung der
Schusspräzision führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Abzugsystem der eingangs genannten Art zu schaffen,
das ein Abziehen auch im Double Action Modus mit geringerem Abzugsgewicht ermöglicht
und selbst bei Zündversagern funktionstüchtig bleibt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Abzugsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Im Vergleich zu bekannten Single Action/Double Action Abzugsystemen ist der Schlaghebel
bei der dem erfindungsgemäßen Abzugsystem im Double Action Modus teilvorgespannt und
verfügt in dieser Position zusätzlich über ein günstiges Hebelverhältnis von den in
Eingriff befindlichen Rasten von Abzugschiene und Schlaghebel zur Schlaghebelachse.
Dadurch wird im Double Action Modus ein gegenüber herkömmlichen Systemen geringerer
Abzugswiderstand ermöglicht.
[0006] Eine mit dem erfindungemäßen Abzugsystem ausgestattete Handfeuerwaffe kann immer
in einem teilvorgespannten Zustand getragen werden, ohne dass die Gefahr einer unbeabsichtigten
Abgabe eines Schusses besteht. In diesem teilvorgespannten Zustand wird der Schlaghebel
in einer teilgespannten Stellung gehalten, wobei in dieser Stellung die Schlagfederkraft
noch nicht ausreichen würde, um eine Patrone zur Zündung zu bringen. Aus dieser Position
heraus kann das Abzugsystem aber mit einem gegenüber den herkömmlichen Double Action
Systemen geringeren Kraftaufwand betätigt werden, da beim Abziehen die Schlagfeder
nicht mehr um das gesamte Maß gespannt werden muss.
[0007] Durch Repetieren (manuelle Betätigung des Verschlusses bzw. durch den infolge des
Rückstosses zurücklaufenden Verschluss nach der Abgabe des ersten Schusses) gelangt
das Abzugsystem in eine vorgespannte Single Action Position. Aus dieser Position kann
das Abzugsystem mit geringem Kraftaufwand betätigt werden, da nur die Rastkante der
Fangklinke aus der Raste des vorgespannten Schlaghebels gedrückt werden muss. Die
Kraftübertragung erfolgt über Abzug, Abzugschiene, Auslösehebel und Fangklinke.
[0008] Selbst bei einem Zündversager oder leer Abschlagen (keine Patrone im Patronenlager)
ist eine Betätigung des Abzugsystems möglich. Durch die zweite Abzugschienenrastkante
und eine dazugehörige zweite Schlaghebelrast kann auch dann der Schlaghebel gespannt
und erneut abgeschlagen werden. Aufgrund eines ungünstigeren Hebelverhältnisses von
der hier in Funktion stehenden zweiten Abzugschienenrastkante und der dazugehörigen
Schlaghebelrast zum Drehpunkt des Schlaghebels ist zum Abziehen aus dieser Stellung
jedoch ein höherer Kraftaufwand erforderlich.
[0009] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Abzugsystem einer Handfeuerwaffe in einer teilvorgespannten
Double Action Position;
- Figur 2
- das in Figur 1 gezeigte Abzugsystem bei der Betätigung des Abzugs aus der in Figur
1 dargestellten teilvorgespannten Double Action Position;
- Figur 3
- das in Figur 1 gezeigte Abzugsystem in einer gespannten Single Action Position;
- Figur 4
- das in Figur 1 gezeigte Abzugsystem nach einem Zündversager;
- Figur 5
- die Abzugschiene des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Abzugsystems in einer schematischen
Perspektive;
- Figur 6
- den Schlaghebel des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Abzugsystems in einer schematischen
Perspektive;
- Figur 7
- die Fangklinke des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Abzugsystems in einer schematischen
Perspektive und
- Figur 8
- den Auslösehebel des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Abzugsystems in einer schematischen
Perspektive.
[0010] Das in den Figuren 1 bis 4 in unterschiedlichen Stellungen schematisch dargestellte
Abzugsystem einer Handfeuerwaffe enthält einen Schlaghebel 1 mit einer Fangklinke
2, einen Abzug 3 und eine mit diesem gelenkig verbundene Abzugschiene 4, über die
der Schlaghebel 1 bei der Betätigung des Abzugs 3 zunächst entgegen der Kraft einer
nicht dargestellten Schlaghebelfeder gespannt und anschließend zum Auslösen eines
Schusses freigegeben wird. Die Abzugschiene 4 wird über eine - nicht gezeigte - Abzugschienenfeder
nach hinten und nach oben beaufschlagt.
[0011] Wie aus den oberen Darstellungen der Figuren 1 bis 4 hervorgeht, ist der Schlaghebel
1 um eine Schlaghebelachse 5 drehbar zwischen zwei voneinander beabstandeten Seitenteilen
eines Griffstücks oder Einbauteils 6 angeordnet. Zwischen den beiden Seitenteilen
des Griffstücks oder Einbauteils 6 ist die Fangklinke 2 um einen Querstift 7 drehbar
montiert. Durch diese Fangklinke 2 wird der Schlaghebel 1 in einer teilvorgespannten
Stellung oder einer vollständig gespannten Stellung gehalten, was im Folgenden noch
näher erläutert wird. Der Abzug 3 ist um eine Abzugachse 8 drehbar an dem Griffstück
oder Einbauteil 6 angeordnet.
[0012] Er enthält ein schräg nach oben weisendes Anlenkteil 9 mit einem Gelenkzapfen 10,
an dem das vordere Ende 11 der Abzugschiene 4 angelenkt ist.
[0013] Die in Figur 5 gesondert dargestellte Abzugschiene 4 weist an ihrem nach innen abgekröpften
vorderen Ende 11 eine Bohrung 12 zum Aufstecken auf den Gelenkzapfen 10 des Abzugs
3 auf. An ihrem ebenfalls nach innen abgekröpften hinteren Ende 13 enthält die Abzugschiene
4 einen nach oben vorstehenden Steuernocken 14, einen nach hinten ragenden Steg 15
mit einer schräg nach oben verlaufenden Steuerschräge 16 und einen in Richtung des
Schlaghebels rechtwinklig nach innen umgebogenen Abschnitt 17 mit einer ersten unteren
Abzugschienenrastkante 18 und einer dazu seitlich und nach oben versetzten zweiten
Abzugschienenrastkante 19.
[0014] Wie aus Figur 6 hervorgeht, weist der Schlaghebel 1 an seiner Unterseite eine Steuerkurve
20 und eine erste untere Schlaghebelrast 21 auf. Der Schlaghebel 1 enthält ferner
an seiner der Abzugschiene 4 zugewandten Seite eine seitlich vorstehende zweite obere
Schlaghebelrast 22. Die erste Schlaghebelrast 21 dient zum Eingriff mit der Abzugschienenrastkante
18. Die zweite Schlaghebelrast 22, die oberhalb der ersten Schlaghebelrast 21 und
gegenüber dieser nach vorne versetzt angeordnet ist, gelangt dagegen in Eingriff mit
der Abzugschienenrastkante 19. Während die erste Schlaghebelrast 21 an einer seitlichen
Freimachung 35 an der zur Abzugschiene 4 gewandten Seite des Schlaghammers 1 angeordnet
ist, befindet sich die zweite Schlaghebelrast 22 an einem seitlichen Ansatz 36 an
der zur Abzugschiene 4 weisenden Seite des Schlaghammers 1. Oberhalb der zweiten Schlaghebelrast
22 enthält der Schlaghebel 1 außerdem eine Querbohrung 23 für die in Figur 1 dargestellte
Schlaghebelachse 5, über die der Schlaghebel 1 zwischen den Seitenteilen des Griffstücks
oder Einbauteils 6 drehbar angeordnet ist. An der Vorderseite des Schlaghebels 1 sind
außerdem eine obere und untere Raste 24 bzw. 25 zum Eingriff der Fangklinke 2 vorgesehen.
[0015] Die in Figur 7 gesondert dargestellte Fangklinke 2 weist an ihrer Unterseite eine
Fangklinkenrast 26 zum Eingriff in die Rasten 24 bzw. 25 des Schlaghebels 1 auf. Die
Fangklinke 2 enthält außerdem einen seitlich vorstehenden Mitnehmer 27, der mit einem
Mitnehmer 33 eines in Figur 8 dargestellten Auslösehebels 31 zusammenwirkt. Die Fangklinke
2 weist an der Vorderseite eine Nut 28 auf, in der eine hier nicht gezeigte Schenkelfeder
zur Vorspannung der Fangklinke 2 untergebracht ist. In der Fangklinke 2 sind ferner
zwei miteinander fluchtende Bohrungen 29 und 30 für den Querstift 7 vorgesehen.
[0016] In Figur 8 ist der Auslösehebel 31 gezeigt, der ebenfalls um den Querstift 7 drehbar
angeordnet ist. Hierzu weist der Auslösehebel 31 eine Bohrung 32 auf. Der Auslösehebel
31 enthält neben dem nach unten vorstehenden Mitnehmer 33 außerdem einen nach innen
gebogenen Steg 34, der mit dem Steg 14 der Abzugschiene 4 zusammenwirkt.
[0017] Im Folgenden wird die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Abzugsystems anhand der
Figuren 1 bis 4 erläutert, wobei in den jeweils oberen Darstellungen die Abzugschiene
4 vollständig dargestellt und in den unteren Darstellungen nur jeweils die in Funktion
gelangenden Elemente der jeweiligen Bauteile gezeigt sind.
[0018] Figur 1 zeigt das Abzugsystem in einer teilvorgespannten Double Action Position.
In dieser Position greift die Fangklinkenrast 26 der Fangklinke 2 in die obere Raste
24 des Schlaghebels 1 ein, wodurch der Schlaghebel 1 in einer Stellung gehalten wird,
in der die Kraft der nicht dargestellten Schlaghebelfeder noch nicht ausreichen würde,
um eine Patrone zu zünden. Wie aus der linken unteren Darstellung der Figur 1 hervorgeht,
kann der Schlaghebel 1 über die mit der unteren Schlaghebelrast 21 zusammenwirkende
untere Abzugschienenrastkante 18 betätigt werden. Da die untere Schlaghebelrast 21
einen größeren Abstand von der Schlaghebelachse 5 als die obere Schlaghebelrast 22
aufweist, kann der Schlaghebel 1 aus dieser Position mit geringerem Abzugswiderstand
betätigt werden. Die in der rechten unteren Darstellung gezeigte obere Abzugschienenrastkante
19 und die untere Raste 25 des Schlaghebels 1 sind in der teilvorgespannten Double
Action Position nicht in Funktion.
[0019] Durch Betätigung des Abzugs 3 bei der in Figur 1 dargestellten teilvorgespannten
Double Action Position wird der teilvorgespannte Schlaghebel 1 gemäß Figur 2 durch
die Abzugschiene 4 über die in Eingriff mit der unteren Schlaghebelrast 21 stehende
untere Abzugschienenrastkante 18 weiter gespannt. Während des Spannvorgangs wird die
Abzugschiene 4 über die an der Schlaghebelachse 5 anliegende Steuerschräge 16 der
Abzugschiene 4 nach unten in eine Position bewegt, in der die Abzugschienenrastkante
18 außer Eingriff mit der zugehörigen Schlaghebelrast 21 gelangt und damit den Schlaghebel
1 zur Auslösung eines Schusses freigibt. Im Verlauf des Spannvorgangs wird der Auslösehebel
31 durch den Steuernocken 14 der Abzugschiene 4, der mit dem Steg 34 des Auslösehebels
31 in Eingriff steht, nach oben verschwenkt. Dabei wird auch die Fangklinke 2 über
den Mitnehmer 33 des Auslösehebels 31 und den zugehörigen seitlichen Mitnehmer 27
an der Fangklinke 2 in eine Position gebracht und gehalten, die das Abschlagen des
Schlaghebels 1 ermöglicht.
[0020] Figur 3 zeigt das Abzugsystem in einer gespannten Single Action Position. Diese Position
nimmt das Abzugsystem durch das Repetieren (manuelles Zurückziehen des Verschlusses
bzw. Zurückfahren des Verschlusses durch Rückstossimpuls bei der Abgabe eines Schusses)
ein. In dieser Single Action Position wird der Schlaghebel 1 in seiner vollständig
gespannten Stellung durch Eingriff der Fangklinkenrast 26 in die untere Raste 25 des
Schlaghebels 1 gehalten. Bei der Betätigung des Abzugs 3 wird der Auslösehebel 31
durch den Steuernocken 14 der Abzugschiene 4 und den Steg 34 des Auslösehebels 31
nach oben verschwenkt. Dabei wird auch die Fangklinke 2 über den Mitnehmer 33 des
Auslösehebels 31 und den zugehörigen seitlichen Mitnehmer 27 an der Fangklinke 2 so
gedreht, dass die Fangklinkenrast 26 aus der unteren Raste 25 des Schlaghebels 1 gehoben
und der Schlaghebel 1 somit freigegeben wird. Durch einen hier nicht gezeigten Entspannhebel
kann das Abzugsystem in an sich bekannter Weise kontrolliert und gefahrlos aus der
Single Action Position in die vorgespannte Double Action Position gebracht werden.
[0021] In Figur 4 ist das vorstehend beschriebene Abzugsystem in einer Position nach einem
Zündversager oder einem Abschlagen mit leerem Patronenlager gezeigt. Der Schlaghebel
1 befindet sich in einer ungespannten vorderen Ausgangsstellung. In dieser Position
steht die Abzugschienenrastkante 19 in Eingriff mit der oberen Schlaghebelrast 22.
Durch nochmalige Betätigung des Abzugs 3 kann der Schlaghebel 1 so über die Abzugschienenrastkante
19 und die obere Schlaghebelrast 22 gespannt und erneut abgeschlagen werden. Da die
obere Schlaghebelrast 22 einen geringeren Abstand von der Schlaghebelachse 5 als die
untere Schlaghebelrast 21 aufweist, ist hier allerdings ein erhöhter Kraftaufwand
erforderlich. Bei diesem Vorgang wird die Abzugschiene 4 über die ebenfalls in Funktion
tretende Abzugschienenrastkante 18 und die Steuerkurve 20 am Schlaghebel 1 in eine
Position gesteuert, in der die Abzugschienenrastkante 19 und die Schlaghebelrast 22
nicht mehr in Funktion stehen.
1. Abzugsystem für Handfeuerwaffen mit einem Schlaghebel (1), einer dem Schlaghebel (1)
zugeordneten Fangklinke (2), einem Abzug (3) und eine mit diesem zusammenwirkende
Abzugschiene (4), wobei der Schlaghebel (1) eine erste Raste (25) zur Halterung des
Schlaghebels (1) in einer vollständig gespannten Stellung und die Abzugsschiene (4)
eine erste Abzugschienenrastkante (18) zum Eingriff mit einer zugehörigen ersten Schlaghebelrast
(21) des Schlaghebels (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlaghebel (1) eine zweite Raste (24) zur Halterung des Schlaghebels (1) in
einer teilvorgespannten Stellung enthält und dass die Abzugschiene (4) eine zweite
Abzugschienenrastkante (19) zum Eingriff mit einer zugehörigen zweiten Schlaghebelrast
(22) des Schlaghebels (1) aufweist.
2. Abzugsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaghebelrast (21) zur Betätigung des teilvorgespannten Schlaghebels
(1) und die zweite Schlaghebelrast (22) zur Betätigung des entspannten Schlaghebels
(1) dient.
3. Abzugsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaghebelrast (21) einen größeren Abstand von einer Schlaghebelachse
(5) als die zweite Schlaghebelrast (22) aufweist.
4. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaghebelrast (21) an einer seitlichen Freimachung (35) an der zur Abzugschiene
gewandten Seite des Schlaghebels (1) angeordnet ist.
5. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schlaghebelrast (22) an einem seitlichen Ansatz (36) an der zur Abzugschiene
(4) gewandten Seite des Schlaghebels (1) angeordnet ist.
6. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Raste (24) des Schlaghebels (1) oberhalb der ersten Raste (25) angeordnet
ist.
7. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schlaghebelrast (22) oberhalb der ersten Schlaghebelrast (21) und zu dieser
nach vorne versetzt an dem Schlaghebel (1) angeordnet ist.
8. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugschiene (4) ein nach innen abgekröpftes vorderes Ende (11) und ein nach
innen abgekröpftes hinteres Ende (13) mit einem nach oben vorstehenden Steuernocken
(14), einem nach hinten ragenden Steg (15) mit einer oberen Steuerschräge (16) und
einen in Richtung des Schlaghebels (1) rechtwinklig umgebogenen Abschnitt (17) enthält,
an dem die erste und zweite Abzugsschienenrastkante (18, 19) angeordnet sind.
9. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangklinke (2) über einen Auslösehebel (31) mit der Abzugschiene (4) gekoppelt
ist.
10. Abzugsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangklinke (2) einen seitlichen Mitnehmer (27) zum Eingriff mit einem Mitnehmer
(33) des Auslösehebels (31) enthält.
11. Abzugsystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösehebel (31) einen rechtwinklig umgebogenen Steg (34) zum Eingriff mit der
Abzugschiene (4) enthält.
12. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangklinke (2) an ihrer Unterseite eine Fangklinkenrast (26) zum Eingriff mit
den beiden Rasten (24, 25) des Schlaghebels (1) enthält.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Abzugsystem für Handfeuerwaffen mit einem Schlaghebel (1), einer dem Schlaghebel
(1) zugeordneten Fangklinke (2), einem Abzug (3) und eine mit diesem zusammenwirkende
Abzugschiene (4), wobei der Schlaghebel (1) eine erste Raste (25) zur Halterung des
Schlaghebels (1) in einer vollständig gespannten Stellung und eine zweite Raste (24)
zur Halterung des Schlaghebels (1) in einer teilvorgespannten Stellung enthält und
wobei die Abzugsschiene (4) eine erste Abzugschienenrastkante (18) zum Eingriff mit
einer zugehörigen ersten Schlaghebelrast (21) des Schlaghebels (1) und eine zweite
Abzugschienenrastkante (19) zum Eingriff mit einer zugehörigen zweiten Schlaghebelrast
(22) des Schlaghebels (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schlaghebelrast (22) an einem seitlichen Ansatz (36) an der zur Abzugschiene
(4) gewandten Seite des Schlaghebels (1) angeordnet ist.
2. Abzugsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaghebelrast (21) zur Betätigung des teilvorgespannten Schlaghebels
(1) und die zweite Schlaghebelrast (22) zur Betätigung des entspannten Schlaghebels
(1) dient.
3. Abzugsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaghebelrast (21) einen größeren Abstand von einer Schlaghebelachse
(5) als die zweite Schlaghebelrast (22) aufweist.
4. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schlaghebelrast (21) an einer seitlichen Freimachung (35) an der zur Abzugschiene
gewandten Seite des Schlaghebels (1) angeordnet ist.
5. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Raste (24) des Schlaghebels (1) oberhalb der ersten Raste (25) angeordnet
ist.
6. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schlaghebelrast (22) oberhalb der ersten Schlaghebelrast (21) und zu dieser
nach vorne versetzt an dem Schlaghebel (1) angeordnet ist.
7. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugschiene (4) ein nach innen abgekröpftes vorderes Ende (11) und ein nach
innen abgekröpftes hinteres Ende (13) mit einem nach oben vorstehenden Steuernocken
(14), einem nach hinten ragenden Steg (15) mit einer oberen Steuerschräge (16) und
einen in Richtung des Schlaghebels (1) rechtwinklig umgebogenen Abschnitt (17) enthält,
an dem die erste und zweite Abzugsschienenrastkante (18, 19) angeordnet sind.
8. Abzugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangklinke (2) über einen Auslösehebel (31) mit der Abzugschiene (4) gekoppelt
ist.
9. Abzugsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangklinke (2) einen seitlichen Mitnehmer (27) zum Eingriff mit einem Mitnehmer
(33) des Auslösehebels (31) enthält.
10. Abzugsystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösehebel (31) einen rechtwinklig umgebogenen Steg (34) zum Eingriff mit der
Abzugschiene (4) enthält.
11. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangklinke (2) an ihrer Unterseite eine Fangklinkenrast (26) zum Eingriff mit
den beiden Rasten (24, 25) des Schlaghebels (1) enthält.