[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Überwachungssystem zum Überwachen eines vorgegebenen
Bereichs. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Kamera, welche zur Realisierung
eines derartigen Überwachungssystems ausgestaltet ist.
[0002] Überwachungssysteme, mit denen bestimmte Bereiche oder Einrichtungen überwacht werden
sollen, beruhen in der Regel auf dem Einsatz eines oder mehrerer Sensoren, welche
zusammengeschaltet eine Alarmanlage bilden, die wiederum mit einer zentralen Einrichtung,
beispielsweise der Leitstelle eines Sicherheitsdiensts verbunden ist. Die Sensoren,
bei denen es sich z.B. um Bewegungsmelder oder Glasbruchsensoren handeln kann, erfassen
dabei das Vorliegen einer Alarmsituation, beispielsweise die unerlaubte Anwesenheit
einer Person in dem zu überwachenden Bereich oder das Zerstören eines Fensters, und
erzeugen daraufhin ein Alarmsignal, welches an die zentrale Einrichtung übermittelt
wird. In der Regel wird auf den Erhalt dieser Alarmnachricht hin ein Mitglied des
Sicherheitsdiensts den zu überwachenden Bereich persönlich aufsuchen, um festzustellen,
ob tatsächlich eine Alarmsituation vorliegt und ob gegebenenfalls bestimmte Maßnahmen
einzuleiten sind.
[0003] Neben diesen klassischen Überwachungssystemen, die auf Alarmanlagen mit Sensoren
basieren, kommen oftmals auch Videoüberwachungssysteme zum Einsatz. Bei derartigen
Systemen sind eine Vielzahl von Videokameras vorgesehen, welche Bilder der ihnen zugeordneten
Bereiche erstellen und fortwährend an eine Überwachungszentrale weiterleiten. In dieser
Überwachungszentrale, die in der Regel an einer bestimmten Stelle innerhalb des zu
überwachenden Gebäudes oder Bereichs angeordnet ist, werden dann diese Bilder von
einem entsprechend ausgebildeten Personal überwacht und analysiert, wobei bei Erkennen
einer ungewöhnlichen Situation in den von den Kameras übermittelten Bildern geeignete
Maßnahmen eingeleitet werden. Beispielsweise wird in solchen Fällen das Wachpersonal
darüber informiert, dass ein bestimmter Bereich näher untersucht werden sollte.
[0004] Charakteristisch für diese klassischen Videoüberwachungssysteme ist, dass die Zentrale,
in der die Bilder der verschiedenen Überwachungskameras ausgewertet werden, in der
Regel unmittelbar in dem zu überwachenden Bereich bzw. Gebäude selbst angeordnet ist.
Ferner erfolgt die Ansteuerung der Kameras von der Zentrale aus, d.h., das Ein- und
Ausschalten sowie das Abrufen von Bildern erfolgt durch Steuerbefehle, die von der
Zentrale aus zu den Kameras übermittelt werden.
[0005] Schließlich ist es auch bekannt, selbstständig arbeitende Videokameras zur Überwachung
von bestimmten Bereichen einzusetzen. Diese Kameras können zwar nicht unmittelbar
dazu genutzt werden, einen aktuell vorliegenden Alarmzustand zu erkennen, allerdings
zeichnen sie das Bild des zu überwachenden Bereichs für einen längeren Zeitraum auf.
Wurde nun festgestellt, dass in dem Bereich eine Alarmsituation vorlag, dass also
beispielsweise eingebrochen wurde, so kann nachträglich der von der Kamera aufgezeichnete
Film ausgewertet werden, um eventuelle Ursachen für den Alarmzustand festzustellen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Möglichkeit
anzugeben, vorgegebene Bereiche zu überwachen. Dabei soll zum einen das Überwachungssystem
möglichst unempfindlich gegenüber äußeren Störeinflüssen sein, zum anderen soll für
einen Benutzer des Überwachungssystems die Möglichkeit bestehen, flexibel auf das
Auftreten einer Alarmsituation hin reagieren zu können. Voraussetzung hierfür ist,
dass der Benutzer des Überwachungssystems bereits bei der Benachrichtigung über den
Alarmzustand möglichst umfangreich über die aktuelle Situation in dem überwachten
Bereich informiert wird.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Überwachungssystem gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 bzw.
durch ein Verfahren zum Überwachen eines vorgegebenen Bereichs gemäß Anspruch 28 gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung basiert auf einer sog. ereignisorientierten Videoüberwachung.
Das Überwachungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung weist hierzu zumindest eine
auf einen zu überwachenden Bereich gerichtete Kamera, einen Sensor zum Erfassen einer
Alarmsituation in dem zu überwachenden Bereich sowie eine mit der Kamera verbundene
Zentrale auf, wobei die Kamera dazu ausgebildet ist, nach Feststellen einer Alarmsituation
durch den Sensor von sich aus zumindest ein Bild des zu überwachenden Bereichs an
die Zentrale zu übermitteln, und wobei ferner die Zentrale eine Kommunikationseinheit
aufweist, welche auf den Empfang des Bildes von der Kamera hin eine Alarmnachricht
an einen Empfänger übermittelt. Dabei ist der Begriff "verbunden" dahingehend zu verstehen,
dass ein Datenaustausch, evtl. auch auf drahtlose Weise, zwischen Kamera und Zentrale
möglich ist.
[0009] Zentraler Gedanke der vorliegenden Erfindung ist also, dass eine Videokamera vorgesehen
ist, in deren Blickfeld der zu überwachende Bereich liegt, und dass die Kamera im
Bedarfsfall von sich aus, also selbständig und ohne die entsprechende Aufforderung
durch ein externes Steuersignal zumindest ein Bild des zu überwachenden Bereichs an
die Zentrale übermittelt. Die Funktion der Kamera ist dabei derart, dass während einer
normalen Überwachungsphase kein Bild von dem zu überwachenden Bereich an die Zentrale
übermittelt wird. Die Kamera befindet sich somit in einem Standby-Zustand, in dem
sie zwar gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel regelmäßig Bilder von dem zu
überwachenden Bereich aufzeichnet, jedoch nicht an die Zentrale weiterleitet. Wird
nun allerdings mit Hilfe des Sensors festgestellt, dass eine Alarmsituation in dem
zu überwachenden Bereich vorliegt, wird die Kamera augenblicklich aktiv und erstellt
zumindest ein Bild des zu überwachenden Bereichs bzw. greift auf das aktuellste der
aufgezeichneten Bilder zurück, welches dann als entsprechendes Alarmsignal an die
Zentrale übermittelt wird. Das von der Kamera übermittelte Bild des zu überwachenden
Bereichs ersetzt somit das herkömmliche Alarmsignal klassischer Alarmanlagen, die
ausschließlich auf dem Einsatz von Sensoren beruhen.
[0010] Gegenüber klassischen Videoüberwachungssystemen unterscheidet sich das System gemäß
der vorliegenden Erfindung darin, dass die Kamera und der Sensor in Kombination eine
selbstständige Einheit bilden, welche in der Lage ist, selbständig eine Alarmsituation
zu erkennen und in diesem Fall dann ein entsprechendes Bildinformationen enthaltendes
Signal an die Zentrale zu übermitteln. Eine permanente Auswertung der von verschiedenen
Kameras dauerhaft übermittelten Videobildern ist somit nicht erforderlich.
[0011] Der Einsatz der Kommunikationseinheit in der Zentrale schließlich eröffnet einem
Nutzer des Überwachungssystems die Möglichkeit, flexibel festzulegen, inwiefern auf
das Auftreten einer Alarmsituation hin reagiert werden soll. Insbesondere kann ein
Nutzer des Systems selbst bestimmen, in welcher Weise dann anschließend eine Alarmnachricht
und an welchen Empfänger übermittelt werden soll.
[0012] Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Diese
betreffen insbesondere die Ausgestaltung und Funktionsweise der Kamera sowie die Datenübermittlung
zwischen der Kamera und der Zentrale.
[0013] So ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Kamera mit der Zentrale über ein Kommunikationsnetzwerk,
insbesondere über das Internet verbunden ist. Die Kamera, die beispielsweise auch
Bestandteil eines lokalen Netzwerks sein kann, weist hierzu entsprechende Anschluss-
und Datenübertragungsmittel zur Anbindung an das lokale Netzwerk bzw. an einen DSL-
oder Kabel-Router auf. Eine besondere Eigenschaft des erfindungsgemäßen Überwachungssystems
besteht dabei darin, dass die Überwachung der Kamera ohne eine Kommunikation vom Internet
in das lokale Netzwerk durchgeführt wird. Eine gegebenenfalls vorhandene Firewall,
die den Zugriff auf Internet-Webseiten gestattet, stellt dementsprechend insofern
kein Hindernis dar, als die Kommunikation zwischen der Kamera und einem in der Zentrale
angeordneten Server auf dem gleichen Wege erfolgt, wie das klassische Abrufen von
Webseiten. Wesentlich hierbei ist, dass ein Kommunikationsaufbau zwischen Kamera und
Zentrale grundsätzlichen von der Kamera aus erfolgt.
[0014] Die Kommunikation zwischen der Kamera und der Zentrale findet damit unmittelbar zwischen
beiden Komponenten statt, ohne eine Einwirkung durch das lokale Netzwerk zu erwirken.
Hierdurch wird vermieden, dass im lokalen Netz Manipulationen vorgenommen werden könnten,
welche möglicherweise die Funktionalität des Überwachungssystems beeinträchtigen.
Die Konfiguration des Überwachungssystems, beispielsweise die Änderung von Informationen,
auf welche Weise von der Kommunikationseinheit der Zentrale im Bedarfsfall Alarmnachrichten
übermittelt werden sollen, wird in diesem Fall ausschließlich über die Zentrale selbst
vorgenommen. Auch Änderungen der Funktionsparameter der Kamera bzw. die Durchführung
von Updates und dergleichen erfolgen ausschließlich über die Zentrale, wodurch das
gesamte System sehr unempfindlich gegenüber äußeren Störungen oder Manipulationen
ist.
[0015] Unabhängig von der Möglichkeit, die Konfiguration der Kamera über die Zentrale zu
beeinflussen, kann allerdings auch vorgesehen sein, dass eine Aktivierung bzw. Deaktivierung
der Kamera lokal vorgenommen wird. Hierzu kann die Kamera beispielsweise zusätzliche
Empfangsmittel aufweisen, mit deren Hilfe externe Aktivierungsinformationen empfangen
werden können. Vorzugsweise ist vorgesehen, das Ein- und Ausschalten der Kamera, also
das Scharf- bzw. Unscharfstellen des Überwachungssystems in Form von Funksignalen
zu ermöglichen.
[0016] Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft das Verhalten dar Kamera,
nachdem von dem Sensor, der vorzugsweise integraler Bestandteil der Kamera ist, ein
Alarmzustand erkannt wurde. Um die Zentrale möglichst umfassend über die Situation
in dem zu überwachenden Bereich informieren zu können, ist gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass die Kamera eine Sequenz
mehrerer Bilder aufzeichnet, die nacheinander an die Zentrale übermittelt werden.
Damit zumindest ein erstes Bild möglichst sofort an die Zentrale weitergeleitet werden
kann, ist vorgesehen, dass das erste Bild für eine schnelle Übertragung hoch komprimiert
und unmittelbar an die Zentrale gesendet wird. Der Zeitaufwand hierfür liegt unterhalb
von 3 Sekunden, so dass selbst im Falle eines Einbruchs mit Zerstörungsfolge der Kamera
zumindest ein Bild an die Zentrale übermittelt werden kann. Die weiteren in der Sequenz
übertragenen Bilder an die Zentrale weisen dann allerdings vorzugsweise eine niedrigere
Komprimierung auf, um die Möglichkeit zu eröffnen, nähere Details in den Bildern zu
erkennen. Gemäß einer ersten Variante kann vorgesehen sein, dass die Bildersequenz
von der Kamera erst im Falle der Detektion eines Alarmzustands aufgezeichnet wird,
bei der bereits oben erwähnten bevorzugten Alternativ-Variante ist allerdings vorgesehen,
dass die Kamera kontinuierlich Bilder aufzeichnet und diese in einem Ringspeicher
ablegt. Für den Fall der Erkennung eines Alarmzustands kann dann unmittelbar auf die
in dem Speicher abgelegten Bilder zurückgegriffen werden. In beiden Varianten werden
die aufgezeichneten Bilder vorzugsweise mit einem Datums- und Zeitstempel versehen.
[0017] Das Gesamtsystem kann ferner noch mit einer Funktionalitätsüberwachung ausgestaltet
sein, wozu vorgesehen ist, dass die Kamera in regelmäßigen Zeitabständen ein Kontrollsignal
an die Zentrale übermittelt. Sollte die Übermittlung eines vorgesehenen Kontrollsignals
hingegen ausbleiben, wird dies von der Zentrale dahingehend interpretiert, dass ein
Fehlzustand in dem Überwachungssystem vorliegt. Auch für diesen Fall kann die Generierung
einer Alarmnachricht vorgesehen sein.
[0018] Die von der Zentrale auf den Empfang der Bilder von der Kamera hin ausgegebenen Alarmnachrichten
können auf verschiedene Weise übermittelt werden. So besteht u. a. die Möglichkeit,
SMS- oder MMS-Nachrichten zu übermitteln. Auch die Übermittlung von Email- oder Sprachnachrichten
sowie das Informieren eines CallCenters oder der Zentrale einer Überwachungsleitstelle
wäre denkbar, wobei hier der Nutzer des Systems frei wählen kann, an wen und in welcher
Weise entsprechende Informationen übermittelt werden.
[0019] Das erfindungsgemäße System zeichnet sich somit durch seine hohe Zuverlässigkeit
und gleichzeitige Flexibilität aus. Ein zentrales Element des Überwachungssystems
ist dabei die Kamera, die einen Sensor zum Erfassen einer Alarmsituation in dem zu
überwachenden Bereich aufweist oder mit einem derartigen Sensor verbindbar ist, wobei
die Kamera ferner Mittel zum Übermitteln zumindest eines Bilds des zu überwachenden
Bereichs an eine Zentrale nach Feststellung einer Alarmsituation durch den Sensor
aufweist. Ein weiterer unabhängiger Anspruch bezieht sich dementsprechend auch eine
derartige erfindungsgemäß ausgestaltete Kamera.
[0020] Im Folgenden soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Überwachungsystems;
- Figur 2
- die wesentlichen Komponenten einer erfindungsgemäß ausgestalteten Überwachungskamera;
- Figur 3
- die Struktur eines in der Zentrale vorgesehenen Servers;
- Figur 4
- ein Schema zur Verdeutlichung des Informations-Austauschs zwischen Kamera und Server
und
- Figur 5
- eine vereinfachte Darstellung zur Funktionsweise des erfindungsgemäßen Überwachungssystems.
[0021] Figur 1 zeigt zunächst schematisch den Aufbau des allgemein mit dem Bezugszeichen
1 versehenen Überwachungssystems, welches zur Überwachung eines Bereichs 100 - bei
dem es sich beispielsweise um einen Büro- oder Geschäftsraum handelt - vorgesehen
ist. Wesentliche Komponenten des Überwachungssystems 1 sind zum einem eine Kamera
10 zur bedarfsweisen Aufzeichnung von Bildinformationen über den zu überwachenden
Bereich 100 sowie zum anderen eine Zentrale 30, welche von der Kamera 10 übermittelte
Informationen empfängt und im Bedarfsfall Alarmnachrichten an einen Benutzer des Systems
bzw. an eine von dem Benutzer ausgewählte Person oder Einrichtung, beispielsweise
auch an die Leitstelle 40 eines Sicherheitsdienstes übermittelt.
[0022] Das erfindungsgemäße Überwachungsverfahren geht von der Nutzung einer oder mehrerer
Videokameras 10 aus, die Bestandteil eines lokalen Netzwerks sind und über ein Kommunikationsnetzwerk
an einen in der Zentrale befindlichen Dienst bzw. Server 31 angebunden sein können.
Insbesondere erfolgt die Anbindung der Kamera 10 an den Server 31 über das Internet
50, wozu die Kamera 10 - wie später noch erläutert wird - entsprechende Mittel zur
Datenkommunikation aufweist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist für mehrere Hunderttausend
derartiger lokaler Netzwerke skalierbar. Ein Kernpunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist dabei die Überwachung sowohl der Kamera 10 als auch des von der Kamera 10 überwachten
Bereichs 100 ohne eine Kommunikation vom Internet 50 in das lokale Netzwerk zu initiieren.
Eine gegebenenfalls vorhandene Firewall, die den Zugriff auf Intemet-Webseiten gestattet,
stellt dementsprechend insofern kein Hindernis dar, als die Kommunikation zwischen
Kamera 10 und Server 31 von der Kamera 10 aus initiiert wird und auf dem gleichen
Wege erfolgt, wie der Aufruf von normalen Webseiten.
[0023] Bevor die Vorgehensweise zur Überwachung des Raums 100 näher erläutert wird, sollen
zunächst die einzelnen Komponenten des erfindungsgemäßen Überwachungssystems 1 näher
beschrieben werden.
[0024] Figur 2 zeigt hierbei schematisch den Aufbau der Kamera 10. Wesentliches Element
dieser Kamera 10 ist zunächst eine optische Einheit 11 zur optischen Überwachung des
Bereichs 100. Die optische Einheit 11 kann beispielsweise mittels CCD- (chargecoupled
device) oder CMOS- (complementary metal oxide semi-conductor) Technologie einzelne
Bilder oder einen Videodatenstrom erstellen, der an eine Verarbeitungseinheit 15 weitergereicht
wird. Innerhalb dieser Verarbeitungseinheit 15 ist eine entsprechende Elektronik 16
zur Bearbeitung der von der optischen Einheit 11 empfangenen Bildinformationen vorgesehen,
welche eine einstellbare Anzahl von Einzelbildern oder einen zeitlich begrenzten Videodatenstrom
in einem Ringspeicher 19a ablegt.
[0025] Ein weiteres wesentliches Element der Kamera 10 ist ferner ein Überwachungssensor
12, mit dessen Hilfe ein Alarmzustand in dem zu überwachenden Raum 100 festgestellt
wird. Insbesondere kann es sich bei diesem Sensor 12 um einen PIR (pyroelectric infrared)
-Bewegungssensor handeln, der die Bewegung wärmestrahlungemittierenderr Quellen innerhalb
des zu überwachenden Bereichs 100 erkennt. Entsprechende Signale des Sensors 12 werden
ebenfalls an eine Elektronik 17 innerhalb der Verarbeitungseinheit 15 weitergeleitet,
welche bei Feststellen einer Alaramsituation durch den Sensor 12 das später noch näher
beschriebene Alarmszenario startet.
[0026] Schließlich ist an der Kamera noch ein RF-(radio-frequency) Funkempfänger 13 vorgesehen,
der ebenfalls mit einer Steuereinheit 18 innerhalb der Verarbeitungseinheit 15 verbunden
ist und der das Ein- bzw. Ausschalten der Überwachungsaktivität der Kamera 10 über
einen Funksender erlaubt. Signale des Sensors 12 oder des Empfängers 13 werden von
den entsprechenden Einheiten 17 und 18 innerhalb der Verarbeitungseinheit 15 überwacht
und zur Steuerung des Verhaltens der Kamera 10 ausgewertet. Neben dem Speicher 19a
zur Ringspeicherung der Bildinformationen kann darüber hinaus noch ein weiterer Speicher
19b vorgesehen sein, der zum Ablegen von Konfigurationsdaten, welche das Verhalten
der Kamera 10 betreffen, genutzt werden kann. Ferner kann die Kamera 10 auch digitale
Ein- und Ausgänge zum Anschließen weiterer Zusatzgeräte, z.B. zusätzlicher Sensoren
aufweisen. Auch die Anordnung von LEDs an der Außenseite der Kamera 10, welche den
Zustand des Überwachungssystem signalisieren, kann vorgesehen sein.
[0027] Anzumerken ist, dass gemäß dem dargestellten bevorzugten Ausgangsbeispiel der Sensor
12 integraler Bestandteil der Kamera 10 ist. Alternativ dazu könnte allerdings vorgesehen
sein, dass der Sensor 12 ein separates Bauteil bildet und - über Leitungen oder drahtlos
- mit der Kamera 10 verbunden ist. Auch wäre denkbar, mehrere Sensoren an die Kamera
10 anzuschließen, wobei es sich nicht ausschließlich um Bewegungsdetektoren handeln
muß. So wäre z.B. auch der Einsatz von Glasbruchsensoren oder ähnlichen Detektoren
denkbar.
[0028] Die die zentrale Einheit der Kamera 10 bildende Verarbeitungseinheit 15 ist in der
Lage, Daten mit der Zentrale, genauer genommen mit dem in der Zentrale angeordneten
Server, auszutauschen. Dies erfolgt vorzugsweise mittels IP (Internet Protocol) aus
einem LAN oder WLAN über eine Schnittstelle gemäß dem IEEE Standard 802.3, 802.11
(a/b/g/i). Die hierzu vorgesehene Schnittstelleneinheit 20 ist dabei derart ausgestaltet,
dass die Datenverbindung mittels HTTPS verschlüsselt erfolgt. Vorzugsweise ist die
Schnittstelle mit einem 10/100 Mbit/s Ethernet Port ausgestattet.
[0029] Ist die Kamera 10 Bestandteil eines lokalen Netzwerks, so ist für den Übergang zwischen
dem lokalen Netzwerk und dem vorzugsweise verwendeten Breitbandanschluss an das Internet
ein entsprechend konfigurierter Router vorgesehen. Als Breitbandanschluss können dabei
insbesondere DSL- und Kabelmodem-Anschlüsse eingesetzt werden, welche mindestens eine
Datentransferrate von 128 Kbit pro Sekunde vom lokalen Netzwerk zum Internet ermöglichen
und permanent mit dem Internet verbunden sind. Der Router stellt in diesem Fall regelmäßig
auch ein DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) zur dynamischen Zuweisung einer
IP-Adresse und weiterer Konfigurierungsparameter bereit. Alternativ dazu könnte allerdings
auch vorgesehen sein, die Kamera 10 manuell mit einer IP-Adresse und den übrigen Konfigurationsparametern
zu versehen.
[0030] Der Aufbau des Servers 31, dessen Primäraufgabe die Weiterleitung empfangener Alarmsignale
von der Kamera ist, ist schematisch in Figur 3 dargestellt. Vorzugsweise wird der
Server 31 in einem hoch verfügbaren Rechenzentrum betrieben, welches aus Sicherheitsgründen
über mehrere unabhängig voneinander arbeitende Internetverbindungen verfügt. Hierdurch
ist gewährleistet, dass das Überwachungssystem dem Nutzer jederzeit zur Verfügung
steht.
[0031] Der Server 31 selbst stellt ein Anbindungssystem dar, welches auf mehrere Rechner
33 bis 35 verteilt ist. Durch entsprechende Trennungen dieser Rechner 33 bis 35 mittels
mehrerer Firewalls 36 und 37 kann sichergestellt werden, dass die abrechnungsrelevanten
Teile des Systems, welche beispielsweise Kundendaten beinhalten, von den anderen Komponenten
des Systems, insbesondere von der Internetplattform, welche für die Kunden zugänglich
ist, getrennt werden.
[0032] Die Anwendungen des Servers 31 gliedern sich dementsprechend in drei verschiedene
Bereiche auf, welche von den drei verschiedenen Rechnern 33 bis 35 verarbeitet werden.
Es handelt sich hierbei um die Bereiche
Endgerätezugang, Kundenzugang und
Vertriebszugang. Der Endgerätezugang nimmt dabei die Signale und Videodaten der Kameras entgegen und
verarbeitet diese gemäß der von den Kunden gewählten Konfigurationen. Der Kundenzugang
hingegen ermöglicht über einen Webbrowser Anpassungen der Konfigurationen, Modifikationen
des Vertrags zwischen dem Kunden und dem Betreiber des Überwachungssystems sowie Einsicht
und Download eines für den Kunden zugänglichen Video- und Alarmarchivs.
[0033] Mit Abschluss eines Vertrags und dem damit verbundenen Erwerb zumindest einer Kamera
erhält der Kunde ein Konto auf dem Server 31. Alle Eingaben werden dann über von dem
Server 31 zur Verfügung gestellte Webseiten vorgenommen, wobei der Zugang gesichert
auf der Basis von SSL erfolgt. Die Konfiguration von Dienstparametern, beispielsweise
die Angabe von Rufnummern eines Empfängers, der im Alarmfall zu benachrichtigen ist,
wird ausschließlich über den Server 31 vorgenommen. Eine direkte Konfiguration der
Kamera hingegen im lokalen Netzwerk wird vorzugsweise nicht unterstützt, da hierdurch
Manipulationen ausgeschlossen werden. Zur Ermöglichung einer exakten Verrechnung der
von dem Kunden genutzten Dienste werden sämtliche Veränderungen zeitgenau erfasst.
[0034] Eine weitere Eigenschaft des Servers 31 ist ferner, dass der Kundenzugang das Aktivieren
bzw. Deaktivieren der Überwachungsfunktion der Kamera 10 ermöglicht. Dieser Vorgang,
der später noch näher beschrieben wird, wird auch als Scharf- oder Unscharfschalten
des Systems bezeichnet. Das Aktivieren oder. Deaktivieren der Kamera kann allerdings
nicht nur mittels des Webbrowsers über die Zwischenschaltung des Servers 31 erfolgen,
sondern auch - wie bereits im Zusammenhang mit Figur 2 erläutert wurde - mit Hilfe
einer Fernbedienung. Ferner wäre es auch denkbar, das Scharf- und Unscharfstellen
über ein Mobiltelefon per SMS oder dgl. vorzunehmen. In diesem Fall wird vorzugsweise
das Aktivierungs-/Deaktivierungssignal mittels eines PIN-Codes bestätigt.
[0035] Eine Besonderheit des erfindungsgemäßen Überwachungssystems besteht ferner auch in
der Art und Weise der Übertragung von Daten zwischen der Kamera 10 und dem Server
31. Hierbei ist vorgesehen, dass jeglicher Datentransfer unter Verwendung des Hypertext-Transfer-Protocols
(http) über SSL (Secure Socket Layer) bzw. https erfolgt. Eine Beeinflussung der Kommunikation
oder eine Veränderung der Daten während ihrer Weiterleitung durch das Internet 50
ist hierdurch nahezu unmöglich. Die Kommunikation zwischen beiden Elementen (Kamera
10 und Server 31) wird sozusagen getunnelt.
[0036] Ein besonderes Merkmal der Datenübermittlung ist ferner, dass eine Datenübertragung,
insbesondere auch die Übermittlung der Alarminformationen - stets von der Kamera 10
aus initiiert wird. Wie in Figur 4 dargestellt ist, stellt grundsätzlich gesehen zunächst
die Kamera 10 jeweils eine Anfrage an den Server 31 bzw. übermittelt Informationen
an diesen, und dieser antwortet genau auf diese eine Datenübertragung. Ein Verbindungsaufbau
durch einen Netzwerkteilnehmer zur Kamera 10 hin ist in diesem Fall nicht erforderlich
und wird aus Sicherheitsgründen auch nicht unterstützt. Sofern der Nutzer des Überwachungssystems
allerdings eine Live-Übermittlung der von der Kamera 10 erstellten Bilder wünscht,
muß er zunächst eine separate Internet-Adresse angeben, an welche die Kamera die Bilder
unabhängig von dem Vorliegen eines Alarmzustands übermittelt.
[0037] Durch die oben beschriebenen Maßnahmen kann vermieden werden, dass durch externe
Einflussnahme die Funktionalität des Überwachungssystems beeinträchtigt wird. Auch
eine Rekonfiguration der Kamera 10 oder eine Manipulation durch die direkte Einwirkung
eines Dritten wird hierdurch vermieden. Einzig der Server 31 ist hierzu in der Lage,
allerdings erst, nachdem ein Verbindungsaufbau durch die Kamera 10 erfolgt ist. Das
erfindungsgemäße Verfahren bedingt daher auch keine Öffnung des lokalen Netzwerks,
in welchem die Kamera 10 installiert ist, so dass eine sehr hohe Sicherheit hinsichtlich
der Funktionalität des Überwachungssystems besteht.
[0038] Abschließend sollten nunmehr die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Überwachungssystems
erläutert werden, wobei in Figur 5 nochmals eine vereinfachte Version des Systems
1 dargestellt ist, welches aus der Kamera 10, dem Server 31 sowie dem beide Elemente
verbindenden Internet 50 besteht. Dargestellt sind ferner auch die für die Kommunikation
erforderlichen Router 10a und 31a sowie eine Firewall zur Überwachung des Datentransfers.
[0039] Wie bereits im Zusammenhang mit Figur 4 erläutert wurde, ist einzig aktiver Initiator
einer jeden Kommunikation zwischen dem Server 31 und der Kamera 10 die Kamera 10 selbst.
Diese kennt nun vier verschiedene Szenarien der Kommunikation, nämlich
Initialisierung, Lebenszeichenübermittlung, Ein- bzw. Ausschalten des Überwachungsmodus (bzw. Scharf-/Unscharfschalten) und
Alarm.
[0040] Das Initialisierungsszenario wird unmittelbar während der ersten Inbetriebnahme der
Kamera 10 durchlaufen. Hierbei kontaktiert die Kamera 10 den Server 31 unter Verwendung
einer gesicherten Datenübertragung (SSL bzw. https) und wird von diesem automatisch
erkannt. Sofern ein Vertrag für den Betrieb der Kamera 10 an dem Server 31 vorliegt,
erhält die Kamera 10 einen sogenannten Token (also eine Bitsequenz, die ein elektronisches
OK darstellt), um dieses Szenario abzuschließen. Hierdurch wird gleichzeitig auch
die Durchführung der weiteren drei Szenarien in dem jeweiligen Anwendungsfall zugelassen.
Das Initialisierungszenario hingegen wird ein weiteres Mal ausschließlich nach einem
Reset der Kamera 10 oder einem Stromlossetzen durchlaufen.
[0041] Zu bemerken ist, dass zur Initialisierung des Überwachungssystems von Seiten des
Nutzers also lediglich die Herstellung der Verbindung zwischen Kamera und Internet
sowie der Anschluß an die Stromversorgung erforderlich ist. Alle anderen Maßnahmen
werden in einer automatischen Installationsprozedur durch die Kamera bzw. den Server
durchgeführt, so dass das System auch besonders anwenderfreundlich ist.
[0042] Das Szenario Lebenszeichenübermittlung dient der Überwachung der Funktionalität der
Kamera 10 durch den Server 31. Hierzu überwacht der Server 31 die Kamera 10 passiv,
d.h. es ist in einem Normalzustand vorgesehen, dass die Kamera 10 in regelmäßigen
Zeitabständen ein Kontrollsignal an den Server 31 übermittelt. Sollte der Server 31
nunmehr in einem mit der Kamera 10 vereinbarten Zeitinterval kein Kontrollsignal,
das sog. Lebenszeichentelegramm erhalten, so geht der Server 31 davon aus, dass die
Übermittlung von Alarmen durch die Kamera 10 nicht mehr ordnungsgemäß gewährleistet
ist und führt dementsprechend eine Alarmierung oder Benachrichtigung des Nutzers der
Kamera 10 oder einer von dem Nutzer bestimmten Person durch.
[0043] Die zuvor beschriebene Lebenszeichenübermittlung findet permanent statt, d.h. in
Zeitabständen von vorzugsweise weniger als einer Minute. Dieses Szenario dient darüber
hinaus noch einem weiteren Zweck, der berücksichtigt, dass die Kommunikation bidirektional
erfolgt, allerdings nur von der Kamera 10 aus initiiert werden kann. Da es nicht möglich
ist, ausgehend von dem Server 31 eine Konfigurierung der Kamera 10 vorzunehmen, ist
vorgesehen, dass die Kamera 10 grundsätzlich als Bestätigung des Lebenszeichensignals
vom Server 31 ein entsprechendes Antwortsignal erhält. Ist nun eine Konfigurierung
der Kamera 10 erforderlich, so können diese Konfigurierungsdaten, welche beispielsweise
Steuerbefehle oder auch Software-Updates beinhalten, gemeinsam mit dem Antwortsignal
an die Kamera 10 übermittelt werden. Auf diese Weise wird trotz des hohen Sicherheitsstandards
die Möglichkeit eröffnet, die Kamera 10 bei Bedarf neu zu konfigurieren.
[0044] Dass dritte Szenario Ein- bzw. Ausschalten dient dazu, an den Server 31 den Zustand
der Kamera 10 hinsichtlich der Überwachungstätigkeit zu übermitteln. Bei herkömmlichen
Alarmanlagen wird dies auch als Scharf- bzw. Unscharfstellen bezeichnet. Solange sich
die Kamera im Zustand "Unscharf" befindet, sendet sie keinen Alarm bzw. keine Alarmbilder
an den Server, selbst wenn durch den Sensor ein Alarmzustand erkannte wurde bzw. der
Sensor ist selbst inaktiv. Erst für den Fall, dass die Kamera scharfgestellt, bzw.
aktiviert wurde, kann durch den Sensor das nachfolgend beschriebene Alarmszenario
ausgelöst werden. Das Scharf- bzw. Unscharfschalten erfolgt - wie bereits erwähnt
wurde - durch den Benutzer des Überwachungssystems selbst, indem er im Rahmen der
oben beschriebenen Frage-Antwort-Kommunikation einen entsprechenden Befehl von dem
Server 31 aus an die Kamera 10 übermittelt oder indem er diese unmittelbar mittels
eines RF-Signals oder über eine SMS-Nachricht aktiviert. Alternativ zu der SMS-Nachricht
wäre selbstverständlich auch ein Scharf- bzw. Unscharfschalten der Kamera mittels
anderer von Mobiltelefonen genutzten Übertragungsstandards (z.B. mittels WAP oder
dgl.) möglich.
[0045] Das Alarmszenario schließlich wird für den Fall initiiert, dass im scharfgestellten
Zustand der Kamera 10 der Sensor eine Alarmsituation innerhalb des zu überwachenden
Raums erkennt. In diesem Fall zeichnet die Kamera 10 mehrere Bilder bzw. eine Bildsequenz
auf und übermittelt diese Bilder an den Server 31. Alternativ dazu kann vorgesehen
sein, dass die Kamera 10 in diesem Fall auf die bereits in dem Ringspeicher abgelegten
zyklisch erstellten Bilddaten zurückgreift.
[0046] Grundsätzlich wird eine einstellbare Anzahl von Alarmbildern an den Server 31 gesendet,
welcher dann die Bilder speichert und gemäß der aktuellen Konfiguration des Systems
gleichzeitig mit dem ersten Alarmbild die Weiterleitung einer Alarmnachricht an den
Nutzer der Kamera 10 oder an eine von dem Nutzer bestimmte Person, z.B. auch an eine
bemannte Leitstelle 40 (dargestellt in Figur 1) eines Sicherheitsdiensts zur weiteren
Bearbeitung signalisiert. In dieser Leitstelle 40 können die von der Kamera übermittelten
Bilder näher ausgewertet werden, um beispielsweise festzustellen, ob es sich um einen
Fehlalarm handelt oder nicht. Ferner kann die Ursache für den Alarm ermittelt und
festgelegt werden, welche Maßnahmen zu treffen sind und wer zu benachrichtigen ist.
[0047] Wesentlich hierbei ist, dass der Benutzer durch die Konfigurierungsmöglichkeiten
frei einstellen kann, auf welche Weise und an welchen Empfänger eine entsprechende
Alarmnachricht übermittelt werden soll. Möglichkeiten bestehen insbesondere in der
Übermittlung von SMS-, MMS- oder 3G-Nachrichten, die beispielsweise auf einer UMTS-Übermittlung
beruhen. Auch die Übermittlung von Emails oder Sprachnachrichten an eine von dem Nutzer
vorgegebene Adresse bzw. Telefonnummer kann vorgesehen sein. Schließlich kann auch
- wie bereits angesprochen - ein CallCenter oder die Leitstelle eines Sicherheitsdiensts
benachrichtigt werden.
[0048] Insgesamt bleibt damit festzuhalten, dass durch die vorliegende Erfindung ein Überwachungssystem
geschaffen wird, welches die Möglichkeit eröffnet, den Nutzer des Systems in kürzester
Zeit und insbesondere unter Übermittlung von Bildinformationen über Alarmzustände
in einem zu überwachenden Bereich in Kenntnis zu versetzen. Das erfindungsgemäße System
zeichnet sich dabei zum einem durch seine hohe Sicherheit und andererseits durch seine
hohe Flexibilität aus. Insbesondere besteht für einen Nutzer des Systems die Möglichkeit,
frei zu wählen, in welcher Weise erkannte Alarmsituationen verarbeitet werden sollen.
1. Überwachungssystem (1) mit
- einer auf einen zu überwachenden Bereich (100) gerichteten Kamera (10),
- einen Sensor (12) zum Erfassen einer Alarmsituation in dem zu überwachenden Bereich
(100) sowie
- einer mit der Kamera (10) verbundenen Zentrale (30),
wobei die Kamera (10) dazu ausgebildet ist, nach Feststellen einer Alarmsituation
durch den Sensor (12) von sich aus zumindest ein Bild des zu überwachenden Bereichs
(100) an die Zentrale (30) zu übermitteln, und
wobei die Zentrale (30) eine Kommunikationseinheit (32) aufweist, welche auf den Empfang
des Bildes von der Kamera (10) hin eine Alarmnachricht an einen Empfänger übermittelt.
2. Überwachungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kamera (10) mit der Zentrale (30) über ein Kommunikationsnetzwerk (50) verbunden
ist.
3. Überwachungssystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Kommunikationsnetzwerk um ein IP-Netzwerk, insbesondere um das Internet
(50) handelt.
4. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Sensor um einen Bewegungsmelder (12) handelt.
5. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (12) in die Kamera (10) integriert ist.
6. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kamera (10) in regelmäßigen Abständen Bilder des zu überwachenden Bereichs (100)
aufzeichnet, wobei bei Feststellen einer Alarmsituation das zuletzt aufgezeichnete
Bild an die Zentrale (30) übermittelt wird.
7. Überwachungssystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kamera (10) einen Ringspeicher (19a) zum zyklischen Zwischenspeichern der Bilder
des zu überwachenden Bereichs (100) aufweist.
8. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kamera (10) dazu ausgebildet ist, nach Feststellen einer Alarmsituation durch
den Sensor (12) mehrere Bilder an die Zentrale (30) zu übermitteln.
9. Überwachungssystem nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die von der Kamera (10) übermittelten Bilder sich hinsichtlich ihrer Komprimierung
unterscheiden.
10. Überwachungssystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste von der Kamera (10) übermittelte Bild stärker komprimiert ist als die nachfolgend
übermittelten Bilder.
11. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kamera (10) dazu ausgebildet ist, in vorgegebenen Zeitabständen ein Kontrollsignal
an die Zentrale (30) zu übermitteln.
12. Überwachungssystem nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zentrale (30) automatisch eine Alarmnachricht übermittelt, falls kein Kontrollsignal
von der Kamera (10) erhalten wurde.
13. Überwachungssystem nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zentrale (30) nach Empfang des Kontrollsignals ein Antwortsignal an die Kamera
(10) übermittelt.
14. Überwachungssystem nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Antwortsignal bei Bedarf Konfigurationsdaten für die Kamera (10) beinhaltet.
15. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die von der Zentrale (30) übermittelte Alarmnachricht auch das/die von der Kamera
(10) empfangene(n) Bild(er) beinhaltet.
16. Überwachungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kamera (10) Empfangsmittel (13) zum Empfangen externer Steuer- und/oder Aktivierungsinformationen
aufweist.
17. Überwachungssystem nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Empfangsmittel (13) zum drahtlosen Empfangen der Steuer- und/oder Aktivierungsinformationen
ausgebildet sind.
18. Kamera (10) zur Realisierung eines Systems für die Überwachung eines von der Kamera
(10) zu betrachteten Bereichs (100),
wobei die Kamera (10) einen Sensor (12) zum Erfassen einer Alarmsituation in dem zu
überwachenden Bereich (100) aufweist oder mit einem derartigen Sensor (12) verbindbar
ist, und
wobei die Kamera (10) ferner Mittel (20) zum Übermitteln zumindest eines Bilds des
zu überwachenden Bereichs (100) an eine Zentrale (30) nach Feststellen einer Alarmsituation
durch den Sensor (12) aufweist.
19. Kamera nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (12) integraler Bestandteil der Kamera (10) ist.
20. Kamera nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Sensor um einen Bewegungsmelder (12) handelt.
21. Kamera nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (20) zum Übermitteln des zumindest einen Bilds an eine Zentrale (30) zum
Anschluß an ein Kommunikationsnetzwerk, insbesondere zum Anschluß an ein IP-Netzwerk
vorgesehen sind.
22. Kamera nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese dazu ausgebildet ist, nach Feststellen einer Alarmsituation durch den Sensor
(12) mehrere Bilder an eine Zentrale (30) zu übermitteln.
23. Kamera nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die von der Kamera (10) übermittelten Bilder sich hinsichtlich ihrer Komprimierung
unterscheiden.
24. Kamera nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste von der Kamera (10) übermittelte Bild stärker komprimiert ist als die nachfolgend
übermittelten Bilder.
25. Kamera nach einem der Ansprüche 18 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese dazu ausgebildet ist, in vorgegebenen Zeitabständen ein Kontrollsignal an die
Zentrale (30) zu übermitteln.
26. Kamera nach einem der Ansprüche 18 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese ferner Empfangsmittel (13) zum Empfangen externer Steuer- und/oder Aktivierungsinformationen
aufweist.
27. Kamera nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Empfangsmittel (13) zum drahtlosen Empfangen der Steuer- und/oder Aktivierungsinformationen
ausgebildet sind.
28. Verfahren zur Überwachung eines vorgegebenen Bereichs (100) mit folgenden Schritten:
a) Überwachen des Bereichs (100) und Feststellen, ob eine Alarmsituation vorliegt,
b) Erstellen eines Bildes von dem zu überwachenden Bereich (100) auf das Erkennen
einer Alarmsituation hin,
c) Übermittlung des Bildes an eine von dem zu überwachenden Bereich (100) getrennte
Zentrale (30) und
d) Übermittlung einer Alarmnachricht durch die Zentrale (30) an einen Empfänger, wobei
ein Kommunikationsaufbau zu der Zentrale (30) zum Übermitteln das Bildes von dem zu
überwachenden Bereich (100) aus erfolgt.
29. Verfahren nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach Feststellen einer Alarmsituation mehrere Bilder an die Zentrale (30) übermittelt
werden.
30. Verfahren nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
dass die übermittelten Bilder sich hinsichtlich ihrer Komprimierung unterscheiden.
31. Verfahren nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste übermittelte Bild stärker komprimiert ist als die nachfolgend übermittelten
Bilder.