[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais mit einem Sockel, in welchem
Anschlusselemente verankert sind, einem Magnetsystem mit einer Spule, einem in der
Spule angeordneten Kern, einem L-förmigen Joch und einem plattenförmigen Anker, wobei
ein erster Jochschenkel im Wesentlichen parallel zur Spulenachse angeordnet ist und
ein zweiter Jochschenkel mit einem ersten Ende des Kerns verbunden ist und wobei der
Anker an dem ersten Jochschenkel gelagert ist und mit dem zweiten Ende des Kerns einen
Arbeitsluftspalt bildet, und mit einem Kontaktsystem mit einer an dem Anker befestigten,
einen beweglichen Kontakt tragenden Kontaktfeder sowie mindestens einem im Sockel
verankerten, einen Festkontakt tragenden Festkontaktträger.
[0002] Derartige Relais zeichnen sich durch einen kompakten Aufbau aus und dienen beispielsweise
zum Schalten großer Ströme, wie etwa in Niedervolt-Stromkreisen von Automobilen und
dergleichen. Bei bekannten Relais dieser Art ist es häufig nur mit großem Aufwand
möglich, das Magnetsystem sicher auf dem Sockel zu befestigen und die Rückstellkraft
der Anker-Rückstellfeder einzustellen.
[0003] Ein wesentliches Ziel der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Relais der eingangs
genannten Art so zu gestalten, dass das Magnetsystem und der Sockel mit dem Kontaktsystem
auf einfache Weise hergestellt und zusammengefügt werden können, wobei auch unterschiedliche
Ausführungen der Spule und der Kontakte für unterschiedliche Anwendungfälle des Relais
ohne große Umstellung in der Fertigung erzeugt werden können. Durch die Konstruktion
des Relais soll eine günstige Konfiguration der Kontaktanschlüsse und der Spulenanschlüsse
auf kleinstem Raum ermöglicht werden, wobei aber die notwendigen Isolationsabstände
zwischen den Anschlüssen gewährleistet sind. Außerdem soll das Relais einfach zu montieren
sein, insbesondere sollen auch der Luftspalt zwischen dem Anker und dem Spulenkern
sowie die Rückstellkraft auf einfache Weise einstellbar sein,
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Ziel mit einem Relais erreicht, das folgende Merkmale
aufweist:
- einen Sockel, in welchem Anschlusselemente verankert sind,
- ein Magnetsystem mit einer Spule, mit einem in der Spule angeordneten Kern, einem
L-förmigen Joch und einem plattenförmigen Anker, wobei die Spule mit ihrer Achse und
ein dazu parallel liegender erster Jochschenkel im wesentlichen senkrecht zur Hauptebene
des Sockels angeordnet sind und ein zweiter Jochschenkel mit dem von dem Sockel entfernten
ersten Ende des Kerns verbunden ist und wobei der Anker an dem ersten Jochschenkel
gelagert ist und mit einem dem Sockel zugewandten zweiten Ende des Kerns einen Arbeitsluftspalt
bildet, und
- ein Kontaktsystem mit einer an dem Anker befestigten, einen beweglichen Kontakt tragenden
Kontaktfeder sowie mindestens einem in dem Sockel verankerten, einen Festkontakt tragenden
Festkontaktträger, wobei das Relais die folgenden weiteren Merkmale aufweist:
- der erste Jochschenkel ist mit seinem offenen Ende mit zwei gabelförmigen Endabschnitten
auf der Oberseite des Sockels abgestützt, während das offene Ende des zweiten Jochschenkels
über mindestens eine zu dem ersten Jochschenkel parallele Jochstütze ebenfalls auf
der Oberseite des Sockels abgestützt ist, und
- der Anker ist an einer zwischen den beiden Endabschnitten des ersten Jochschenkels
ausgebildeten Lagerkante gelagert und mittels einer zwischen den Endabschnitten hindurchgreifenden
Rückstellfeder an der von der Spule abgewandten Außenseite des ersten Jochschenkels
befestigt.
[0005] Durch die Abstützung des ersten Jochschenkels auf einer Seite der Sockeloberfläche
bzw. durch die Verankerung der Gabelenden dieses ersten Jochschenkels in Vertiefungen
der Sockeloberfläche und durch die zusätzliche Abstützung des freien Endes des zweiten
Jochschenkels über mindestens eine Jochstütze auf der gegenüberliegenden Seite des
Sockels ergibt sich eine sehr stabile Befestigung des Magnetsystems, wobei die Einstellung
de Arbeitsluftspalts zwischen dem Spulenkern und dem Anker sehr genau erfolgen kann,
bevor die Jochstütze mit dem zweiten Jochschenkel verbunden wird. Anstelle einer einzigen
Jochstütze können auch zwei oder sogar noch mehr Jochstützen vorgesehen werden, die
dann gegebenenfalls auch an unterschiedlichen Stellen des Sockels abgestützt werden.
Vorzugsweise besteht die mindestens eine Jochstütze aus Metall und ist mit einem im
Sockel verankerten Anschlusselement verbunden, vorzugsweise verschweisst. Dadurch
ist die Abstützung zuverlässiger als bei einer reinen Abstützung im Sockel, dessen
Kunststoff einen anderen thermischen Ausdehnungskoeffizienten als beispielsweise das
Metall des Magnetsystems hat. Zusätzliche Jochstützen können allerdings nicht an einem
weiteren Anschlusselement befestigt werden, um einen Kurzschluss zu vermeiden.
[0006] Die Rückstellfeder für den Anker erstreckt sich zwischen den Gabelenden des ersten
Jochschenkels hindurch und kann so nach der Montage des Magnetsystems auf dem Sockel
an dem Joch fixiert werden, wobei gleichzeitig die Rückstellkraft eingestellt werden
kann.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Kontaktfeder über eine
Litze mit einem in dem Sockel verankerten Federanschluss verbunden. Dabei kann die
Litze vorzugsweise unterhalb des Ankers in Form eines Bogens angeordnet sein, der
sich quer über die gesamte Breite des Ankers erstreckt. Auf diese Weise dient die
Litze zugleich zur Hubbegrenzung des Ankers.
[0008] Die Anschlusselemente, insbesondere die Kontaktanschlusselemente, können in einer
besonderen Ausgestaltung der Erfindung gabelförmig gespaltene Anschlussenden aufweisen.
Damit kann das Relais in einfacher Weise aus schienenförmigen Stromzuführungen aufgesteckt
werden. Die Gabelenden sind dann vorzugsweise federnd nachgiebig oder mit federnd
nachgiebigen Abschnitten versehen, um eine gewünschte Steckkontaktkraft sicherzustellen.
[0009] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung besitzt ein erfindungsgemäßes Relais
folgende Merkmale:
- einen Sockel, in welchem Anschlusselemente verankert sind,
- ein Magnetsystem mit einer Spule, einen in der Spule angeordneten Kern, ein L-förmiges
Joch und einen plattenförmigen Anker, wobei ein erster Jochschenkel im Wesentlichen
parallel zur Spulenachse angeordnet ist und ein zweiter Jochschenkel mit einem ersten
Ende des Kerns verbunden ist und wobei der Anker an dem ersten Jochschenkel gelagert
ist und mit dem zweiten Ende des Kerns einen Arbeitsluftspalt bildet, und
- ein Kontaktsystem mit einer an dem Anker befestigten, einen beweglichen Kontakt tragenden
Kontaktfeder sowie mindestens einen in dem Sockel verankerten, einen Festkontakt tragenden
Festkontaktträger sowie die folgenden weiteren Merkmale:
- der Anker ist an einer Lagerkante des ersten Jochschenkels gelagert und mittels einer
die Lagerstelle übergreifenden Rückstellfeder an der von der Spule abgewandten Außenseite
des ersten Jochschenkels befestigt,
- wobei die Befestigungsstelle der Rückstellfeder an dem ersten Jochschenkel zur Einstellung
der Rückstellkraft veränderbar ist.
[0010] Für die Einstellung der Rückstellkraft bei der Montage der Rückstellfeder kann eine
Stellschraube verwendet werden, welche mehr oder weniger weit in den Jochschenkel
eingeschraubt werden könnte, um die Rückstellfeder in gewünschter Weise an die Außenseite
des Jochschenkels anzunähern und so vorzuspannen. Eine solche Montage wäre aber sehr
aufwendig. Deshalb ist in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ein von
dem Jochschenkel nach außen vorstehender, beispielsweise geprägter, Zapfen vorgesehen,
auf den die Rückstellfeder mit einem Loch aufgesteckt, bis zum Erreichen der gewünschten
Vorspannung auf dem Zapfen bewegt und in der so erreichten Position fixiert wird.
Hierzu kann beispielsweise der Zapfen durch eine Taumelnietung so lange deformiert
werden, bis die Rückstellfeder die Endposition erreicht hat. In einer weiteren, besonders
vorteilhaften Ausgestaltung kann ein in der Rückstellfeder ausgebildetes Loch einen
kleineren Durchmesser als der Zapfen aufweisen, wobei der Rand des Loches durch strahlenförmig
angeordnete Schlitze zur Bildung von Spreizlappen unterbrochen ist. Zur Justierung
wird dann die Rückstellfeder mit dem Loch auf den Zapfen gepresst, bis die gewünschte
Rückstellkraft erreicht ist. In dieser Position verspreizen sich die Spreizlappen
auf dem Umfang des Zapfens und sichern die Befestigung der Rückstellfeder auf dem
Zapfen.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher
erläutert: Es zeigen
Figur 1 ein erfindungsgemäßes Relais in 3D-Darstellung (ohne Gehäusekappe),
Figur 2 eine Sockelbaugruppe für das Relais von Figur 1 mit Kontakt- und Spulenanschlusselementen,
Anker und Ankerfeder,
Figur 3 eine Ankerfeder für das Relais von Figur 1,
Figur 4 die Sockelbaugruppe und das Magnetsystem des Relais von Figur 1 bei der Montage
in Seitenansicht,
Figur 5 das Relais von Fig 1 in einer seitlichen Schnittansicht,
Figur 6 eine Detailansicht VI der Befestigung der Ankerfeder aus Figur 5,
Figur 7 eine gegenüber Figur 6 abgewandelte Befestigungsmöglichkeit der Ankerfeder
und
Figuren 8 und 9 zwei abgewandelte Ausführungsformen der Kontaktanschlusselemente mit
gabelförmigen Enden.
[0012] Das in den Figuren 1 bis 5 gezeigte Relais besitzt einen Sockel 1 aus Isolierstoff,
auf welchem ein Magnetsystem mit einer Spule 2, einem innerhalb der Spule angeordneten
Kern 3, einem L-förmigen Joch mit einem ersten Jochschenkel 4 und einem zweiten Jochschenkel
5 angeordnet ist. Ein erstes Ende 3a des Kerns ist mit dem zweiten Jochschenkel 5
verbunden. Die Spule 2 steht mit ihrer Achse im Wesentlichen senkrecht zur Hauptebene
des Sockels, ebenso der zu ihr parallel angeordneten erste Jochschenkel 4. Ein im
Wesentlichen flacher Anker 6 ist zwischen der Spule 2 und dem Sockel 1 angeordnet;
er ist an dem freien Ende des ersten Jochschenkels 4 gelagert und bildet mit einem
zweiten Ende 3b des Kerns 3 einen Arbeitsluftspalt.
[0013] Der Anker 6 wird durch eine Ankerfeder 7 gehalten, welche mit einem Kontaktabschnitt
7a als Kontaktfeder und mit einem Rückstellabschnitt 7b als Rückstellfeder dient.
Der Kontaktabschnitt 7a ist mit dem Anker beispielsweise durch Nieten oder auf andere
Weise verbunden. Im Mittelteil besitzt die Ankerfeder 7 einen Bogenabschnitt 7c, mit
dem sie die Lagerstelle des Ankers am ersten Jochschenkel 4 umgreift. Der Kontaktabschnitt
7a bildet mit dem Befestigungsabschnitt zumindest im entspannten Zustand einen Winkel
größer als 90°, so dass der Kontaktabschnitt mit dem Anker 6 im Ruhezustand des Magnetsystems
von dem Kernende 3b abgehalten wird, wenn der Rückstellabschnitt 7b an der Außenseite
des Jochschenkels 4 befestigt ist.
[0014] Zur Befestigung der Ankerfeder 7 besitzt der Jochschenkel 4 einen nach außen vorstehenden
Zapfen 8, der z.B. durch Prägen erzeugt werden kann. Zur Befestigung auf diesem Zapfen
8 besitzt der der Rückstellschenkel 7b ein Loch 9, dessen Durchmesser geringfügig
kleiner ist als der Durchmesser des Zapfens 8. Außerdem erstrecken sich am Umfang
des Loches 9 mehrere Schlitze strahlenförmig oder kreuzförmig nach außen, wodurch
im gezeigten Beispiel vier Spreizlappen 9a gebildet werden. Natürlich könnte die Zahl
der Schlitze und Spreizlappen auch von vier verschieden sein. Wenn der Rückstellschenkel
7b mit Kraft auf den Zapfen 8 aufgesteckt wird, werden die Spreizlappen 9a federnd
nach außen gebogen, und sie verhaken sich in dem Umfang des Zapfens 8, so dass der
Rückstellschenkel 7b gegen ein Zurückschieben gesichert ist.
[0015] In dem Sockel sind zwei Spulenanschlusselemente 10 verankert. Außerdem trägt der
Sockel im vorliegenden Beispiel zwei Kontakt-Anschlusselemente, nämlich einen Federanschluss
11 und einen Festkontaktanschluss 12. Alle Anschlusselemente sind durch Einstecken
in Schlitze des Sockels 1 verankert und, wenn nötig, durch Verkerbungen 13 gesichert.
Der Federanschluss 11 ist mittels einer Litze 14 mit einem Federkontakt oder beweglichem
Kontakt 15 am freien Ende des Kontaktabschnittes 7a verbunden. Die Litze 14 liegt
bogenförmig unterhalb des Ankers 6; dadurch wird der Hub des Ankers 6 ohne zusätzliche
Mittel begrenzt. Der Festkontaktanschluss 12 trägt an seinem abgewinkelten freien
Ende einen Festkontakt 16, der mit dem Federkontakt 15 ein Schaltkontaktpaar bildet.
An dem Federanschluss 11 ist außerdem eine Jochstütze 17 aus stabilem Stahldraht befestigt,
die dem ersten Jochschenkel 4 bezüglich der Spule parallel gegenüberliegt. Es könnte
auch eine weitere Stütze an der anderen Ecke des Jochschenkels 5 vorgesehen werden;
diese dürfte aber nicht an dem anderen Kontaktanschluss befestigt werden, um einen
Kurzschluss zu vermeiden.
[0016] Bei der Montage des Relais werden zunächst die Sockelbaugruppe 8 (siehe Fig 2) und
die Spulenbaugruppe für sich zusammengebaut, und dann werden gemäß Figur 4 diese beiden
Baugruppen vereinigt. Zur Verankerung in Vertiefungen 1a des Sockels besitzt der erste
Jochschenkel zwei gabelförmig angeordnete Fortsätze 4a, welche mit Einkerbungen 4b
zahnartig geformt sind. Mit diesen Fortsätzen 4a wird das Joch auf den Sockel aufgesteckt,
wobei der Anker 6 zwischen den beiden Fortsätzen 4a liegt und an der Lagerkante 4c
zur Anlage kommt. Das Joch wird mit den Fortsätzen 4a so weit in die Vertiefungen
1a eingedrückt, bis der Luftspalt-Abstand zwischen dem Anker 6 und dem Kernende 3b
die vorgegebene Größe hat. Dann wird die Jochstütze 17 mit dem zweiten Kernschenkel
5 verschweißt oder verlötet.
[0017] Zur Befestigung der Ankerfeder 7 und zur Einstellung der Anker-Rückstellkraft wird
dann der Rückstellschenkel 7b auf den Zapfen 8 aufgepresst, wie in Figur 5 und in
der Detaildarstellung von Figur 6 gezeigt. Der Rückstellschenkel wird dabei mit seinem
Loch 9 und den Spreizlapgen 9a so weit auf den Zapfen gedrückt, bis die gewünschte
Rückstellkraft erreicht ist. Je enger der Rückstellschenkel 7b an dem Jochschenkel
4 anliegt bzw. je kleiner der Winkel α (Fig6) ist, umso größer ist die Rückstellkraft.
[0018] Eine andere Möglichkeit der Befestigung der und Einstellung der Ankerfeder ist in
Figur 7 dargestellt. Hierbei wird der Rückstellschenkel 7b, dessen Loch in diesem
Fall den gleichen Durchmesser wie der Zapfen 8 hat, auf den Zapfen 8 aufgesteckt,
und danach wird das freie Ende des Zapfens zu einem Nietkopf 8a verformt. Dabei wird
der Zapfen immer kürzer, und der Rückstellschenkel 7b wird immer näher an den Jochschenkel
4 gedrückt. Wenn die gewünschte Rückstellkraft erreicht ist, ist auch der Rückstellschenkel
7b fixiert.
[0019] Wie aus Figur 1 zu ersehen ist, sind die Anschlusselemente in zwei Reihen angeordnet,
wobei jeweils ein Spulenanschluss 10 mit einem Kontaktanschluss 11 bzw. 12 fluchtet.
Dabei sind die beiden Spulenanschlüsse teilweise unterhalb der Fortsätze 4a des Jochschenkels
4 angeordnet, ohne diese zu berühren, während die Kontaktanschlüsse auf der gegenüberliegenden
Seite des Sockels liegen. Diese neuartige Anschlusskonfiguration (Footprint) des Relais
ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau. Das Relais wird in üblicher weise mit
einer nicht dargestellten Gehäusekappe abgedeckt.
[0020] In den Figuren 8 und 9 ist eine weitere Ausgestaltung der Anschlusselemente mit gabelförmig
gespaltenen Enden zu gezeigt. In Figur 8 ist ein Spulenanschlusselement 20 mit Gabelenden
20a dargestellt, während Figur 9 ein Kontaktanschlusselement 21 mit Gabelenden 21a
zeigt. Durch die Gabelung sind die Gabelenden leicht elastisch, so dass sie beim Aufstecken
mit den zwischen den Gabelenden gebildeten Steckschlitzen 20b bzw. 21b auf eine Kontaktschiene
federnd nachgeben und so die Kontaktkraft erzeugen. Insbesondere bei sehr breiten
Kontaktelementen, wie am Beispiel von Figur 9 gezeigt, ist es zweckmäßig, zur Verbesserung
der Federwirkung längliche Ausnehmungen 21d in den Gabelenden in der Nähe zu den Steckschlitzen
21b vorzusehen. Zur Erzeugung von definierten Kontaktpunkten können in den Steckschlitzen
jeweils Kontaktrippen 20c bzw. 21c angeformt sein.
1. Elektromagnetisches Relais mit folgenden Merkmalen:
- einem Sockel (1), in welchem Anschlusselemente (10, 11, 12; 20, 21) verankert sind,
- einem Magnetsystem mit einer Spule (2), einem in der Spule angeordneten Kern (3),
einem L-förmigen Joch (4, 5) und einem plattenförmigen Anker (6), wobei die Spule
mit ihrer Achse und ein sich dazu parallel erstreckender erster Jochschenkel (4) im
wesentlichen senkrecht zur Hauptebene des Sockels (1) angeordnet sind und ein zweiter
Jochschenkel (5) mit dem vom Sockel (1) entfernten ersten Ende (3a) des Kerns verbunden
ist und wobei der Anker (6) an dem ersten Jochschenkel (4) gelagert ist und mit einem
dem Sockel (1) zugewandten zweiten Ende (3b) des Kerns einen Arbeitsluftspalt bildet,
und
- einem Kontaktsystem mit einer an dem Anker (6) befestigten, einen beweglichen Kontakt
(15) tragenden Kontaktfeder (7a) sowie mindestens einem im Sockel verankerten, einen
Festkontakt (16) tragenden Festkontaktträger (12), und mit folgenden weiteren Merkmalen:
- der erste Jochschenkel (4) ist mit seinem offenen Ende mit zwei gabelförmigen Endabschnitten
(4a) auf der Oberseite des Sockels (1) abgestützt, während das offene Ende des zweiten
Jochschenkels (5) über mindestens eine zu dem ersten Jochschenkel parallele Jochstütze
(17) ebenfalls auf der Oberseite des Sockels abgestützt ist, und
- der Anker (6) ist an einer zwischen den beiden Endabschnitten (4a) des ersten Jochschenkels
ausgebildeten Lagerkante (4b) gelagert und mittels einer zwischen den Endabschnitten
hindurchgreifenden Rückstellfeder (7b) an der von der Spule (2) abgewandten Außenseite
des ersten Jochschenkels (4) befestigt.
2. Relais nach Anspruch 1; wobei die mindestens eine Jochstütze (17) durch einen Stift
aus Metall gebildet ist, der an einem Ende mit einem Kontakt-Anschlusselement (11)
und an seinem anderen Ende mit dem zweiten Jochschenkel (5) verbunden, vorzugsweise
verschweißt oder verlötet, ist.
3. Relais nach Anspruch 1, wobei die Kontaktfeder als Teil einer Ankerfeder (7) ausgebildet
ist, welche einen mit dem Anker verbundenen Kontaktabschnitt (7a) als Kontaktfeder,
einen die Lagerstelle umschließenden Bogenabschnitt (7c) und einen an dem ersten Jochschenkel
(4) befestigten Rückstellabschnitt (7b) aufweist.
4. Relais nach Anspruch 3, wobei in dem Sockel (1) ein Federanschluss (11) verankert
ist, der mit dem Kontaktabschnitt (7a) über eine unterhalb des Ankers (6) liegende
Litze (14) verbunden ist, die sich in Form eines Bogens über die gesamte Breite des
Ankers erstreckt.
5. Relais nach Anspruch 1, wobei zumindest ein Teil der Anschlusselemente (20; 21) gabelförmig
gespaltene Endabschnitte (20a; 21a) zur Bildung von Steckschlitzen (20b; 21b) aufweist.
6. Relais nach Anspruch 5, wobei die Endabschnitte (21a) in der Nähe zu den Steckschlitzen
(21b) angeordnete lang gestreckte Ausnehmungen (21d) aufweisen.
7. Relais nach Anspruch 3, wobei an dem ersten Jochschenkel (4) ein Zapfen (8) ausgebildet
ist, der in ein Loch (9) in dem Rückstellabschnitt (7b) der Ankerfeder eingreift,
und wobei der Rückstellabschnitt (7b) auf dem Zapfen (8) in wählbarem Abstand von
der Oberfläche des ersten Jochschenkels befestigbar ist.
8. Relais nach Anspruch 7, wobei der Abstand des Rückstellabschnittes (7b) zur Oberfläche
des ersten Jochschenkels (4) und damit die Einstellung der Rückstellkraft durch Verformung
des Zapfens (8) zu einem Nietkopf (8a) einstellbar ist.
9. Relais nach Anspruch 7, wobei das Loch (9) in dem Rückstellabschnitt einen kleineren
Durchmesser als der Zapfen (8) besitzt und am Umfang des Loches durch strahlenförmig
angeordnete Schlitze mehrere Spreizlappen (9a) gebildet sind, die den Rückstellschenkel
(7b) auf dem Zapfen sichern.
10. Elektromagnetisches Relais mit folgenden Merkmalen:
- einem Sockel (1), in welchem Anschlusselemente (10, 11, 12; 20, 21) verankert sind,
- einem Magnetsystem mit einer Spule (2), einem in der Spule angeordneten Kern (3),
einem L-förmigen Joch (4, 5) und einem plattenförmigen Anker (6), wobei ein erster
Jochschenkel (4) im Wesentlichen parallel zur Spulenachse angeordnet ist und ein zweiter
Jochschenkel (5) mit einem ersten Ende (4a) des Kerns verbunden ist und wobei der
Anker (6) an dem ersten Jochschenkel (4) gelagert ist und mit dem zweiten Ende des
Kerns (4b) einen Arbeitsluftspalt bildet, und
- einem Kontaktsystem mit einer an dem Anker (6) befestigten, einen beweglichen Kontakt
(15) tragenden Kontaktfeder (6a) sowie mindestens einem in dem Sockel (1) verankerten,
einen Festkontakt (16) tragenden Festkontaktträger (12) sowie den folgenden weiteren
Merkmalen:
- der Anker (6) ist an einer Lagerkante (4c) des ersten Jochschenkels (4) gelagert
und mittels einer die Lagerstelle übergreifenden Rückstellfeder (4b) an der von der
Spule abgewandten Außenseite des ersten Jochschenkels (4) befestigt, und
- die Befestigungsstelle der Rückstellfeder (7) an dem ersten Jochschenkel (4) ist
zur Einstellung der Rückstellkraft veränderbar.
11. Relais nach Anspruch 10, wobei die Kontaktfeder als Teil einer Ankerfeder (7) ausgebildet
ist, welche einen mit dem Anker verbundenen Kontaktabschnitt (7a) als Kontaktfeder,
einen die Lagerstelle umschließenden Bogenabschnitt (7c) und einen an dem ersten Jochschenkel
(4) befestigten Rückstellabschnitt (7b) als Rückstellfeder aufweist.
12. Relais nach Anspruch 11, wobei an dem ersten Jochschenkel (4) ein Zapfen (8) ausgebildet
ist, der in ein Loch (9) in dem Rückstellabschnitt (7b) der Ankerfeder eingreift,
und wobei der Rückstellabschnitt (7b) auf dem Zapfen (8) in wählbarem Abstand von
der Oberfläche des ersten Jochschenkels befestigbar ist.
13. Relais nach Anspruch 12, wobei der Abstand des Rückstellabschnittes (7b) zur Oberfläche
des ersten Jochschenkels (4) und damit die Einstellung der Rückstellkraft durch Verformung
des Zapfens (8) zu einem Nietkopf (8a) einstellbar sind.
14. Relais nach Anspruch 12, wobei das Loch (9) in dem Rückstellabschnitt einen kleineren
Durchmesser als der Zapfen (8) besitzt und wobei im Rand des Loches (9) durch strahlenförmig
angeordnete Schlitze mehrere Spreizlappen (9a) gebildet sind, die den Rückstellschenkel
(7b) auf dem Zapfen sichern.