[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein absorbierendes hautfreundliches Einwegprodukt
zur Aufnahme und Speicherung insbesondere von wässrigen Körperflüssigkeiten beinhaltend
eine zur dauerhaften Speicherung der Körperflüssigkeiten geeignete Saugkörperkomponente,
die ein partikuläres superabsorbierendes Polymermaterial umfasst, welches ein Hautpflegemittel
aufweist.
[0002] Ein großer Teil marktüblicher Windeln, Inkontinenzvorlagen, Damenbinden, Slipeinlagen,
Verbandstoffen und anderen der Absorption von Körperflüssigkeiten dienenden Einwegprodukten
weist bekanntlich superabsorbierende Polymermaterialien (SAP) auf. Diese oft auch
als Hydrogele, absorbierende Gele, Hydrokolloide oder schlicht als absorbierende Polymere
bezeichneten Materialien sind geeignet, Körperflüssigkeiten wie Urin, Blut, Menstruationsflüssigkeit,
Wundexsudat oder flüssigen Stuhl unter Quellung dauerhaft zu binden, und zwar in Mengen,
die ein Vielfaches ihres Eigengewichts betragen.
[0003] Zwar können SAP enthaltende Einwegprodukte große Mengen Körperflüssigkeit binden
und dauerhaft speichern; oft führt dies jedoch dazu, dass die Produkte über einen
sehr langen Zeitraum am Körper getragen werden. Infolge des anhaltenden feuchten Klimas,
der Hautflora und der Vielzahl der in oben genannten zum Teil sehr komplexen Körperflüssigkeiten
vorkommenden Komponenten wie unter anderem Enzymen und weiteren Proteinen, Lipiden
und Mikroorganismen kommt es bekanntlich zu einer Reihe von chemischen und biochemischen
Reaktionen und mikrobiologischen Abbau- und Zersetzungsvorgängen, die zur Beeinträchtigung
der Haut des Trägers führen. Häufige Folge sind Dermatitis, Hautausschläge, Hautrötungen
und ähnliche Abweichungen vom gesunden Hautzustand. Eine unangenehme Nebenerscheinung
ist außerdem das Entstehen übler Gerüche, die über den Eigengeruch der ursprünglich
ausgeschiedenen Körperflüssigkeit hinausgehen.
[0004] Es hat bereits mehrfach Versuche gegeben, diesen Erscheinungen entgegenzuwirken.
[0005] So beschreibt
WO-2002/051456-A2 den Einsatz eines Windeltopsheets, welches einen pflanzlichen Extrakt aufweist, dem
hautpflegende Eigenschaften zugeschrieben werden.
[0006] Gegenstand der
WO-96/16682-A1 ist eine Pflegewindel, bei der das Topsheet mit einer auf fettartigen Substanzen
basierenden Lotion versehen ist. Die Lotion ist auf dem Topsheet zunächst weitestgehend
immobilisiert, soll dann aber, insbesondere durch den Einfluss der Körpertemperatur
auf die Haut transferiert werden können.
[0007] Absorbierende Hygieneartikel mit biologischen Vorstufen wie Sporen oder Keimzellen,
die sich erst bei Gebrauch der Windel zu Mikroorganismen, z. Bsp. Milchsäureproduzierenden
Organismen entwickeln, die unerwünschte Mikroorganismen verdrängen bzw. gegenüber
diesen antagonistische Eigenschaften entwickeln, sind in
WO-01/52913-A1 offenbart.
[0008] In
WO-01/03749-A1 wird ein Hygieneartikel für Kinder beschrieben mit einem pflanzlichen Wirkstoff,
der Sophorae flavescens beinhaltet. Weitere Bestandteile können Phellodendri Cortex,
Artemisia folis , Dictamnus alpus und Dictamnus alum sein.
[0009] WO-00/72891-A1 beansprucht einen absorbierenden Hygieneartikel, der ein Trockenmittel enthält. Das
Trockenmittel ist vorzugsweise ein Desiccant oder ein Humectant und wird dem Hygieneartikel
hinzugefügt. Dadurch soll eine relative Luftfeuchte < 85 % an der Haut erreicht werden.
[0010] Die Verwendung eines Bakterieninhibitors gegen Staphylococcus aureus zur Verringerung
des Risikos des Toxischen Schocksyndroms bestehend aus Mono- und Diestern mehrwertiger
aliphatischer Alkohole und Fettsäuren offenbart
EP-0395099-B1.
[0011] WO-02/42379-A1 offenbart einen SAP mit einem über eine Formel definierten Geruchsbindevermögen.
Vorzugsweise beinhaltet der SAP einen pflanzlichen Bestandteil, der die Geruchsbindung
positiv beeinflussen soll.
[0012] Die
DE-10257002-A1 beschreibt schaumförmige Hydrogele, die Hautpflegemittel enthalten.
[0013] EP-1051203-B1 =
WO 99/38541 A beschreibt einen SAP, das als antimikrobielle Substanz ein 1-Hydroxy-2-pyrrolidon-Derivat
beinhaltet. Diese Substanz wird als Beschichtung des absorbierenden Polymers beschrieben.
[0014] Im Gebrauch ist davon auszugehen, dass unmittelbar nach Einnässung die antimikrobielle
Substanz in Lösung geht und die Bindung der Flüssigkeit, das heißt die Quellung des
absorbierenden Polymers beginnt. Die sofort einsetzende Quellung behindert und unterbindet
letztlich die Beweglichkeit der antimikrobiellen Substanz. Dies hat zur Folge, dass
die antimikrobielle Substanz nicht in ausreichender Menge an die Haut des Trägers
gelangt. Weiterer Nachteil dieser Ausführung eines SAP mit antimikrobiellen Substanz
ist dessen beschränkte antimikrobielle Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum.
[0015] EP 1 250 940 A1 und
US 2003/0120225 A1 offenbaren, verschiedene Hautpflegemittel, darunter Ketale, Teebaumöl, Eukalyptusöl,
Pfefferminzöl sowie Vitamine in absorbierenden Hygieneartikeln vorzusehen.
[0016] US 2003/0119394 A1 lehrt, ein superabsorbierendes partikuläres Polymermaterial mit einer Verankerungsschicht
aus bevorzugt zellulosischem Fasermaterial zu versehen, um eine bessere Verankerung
und verbesserten Flüssigkeitszutritt in einem Absorptionskörper zu erreichen.
[0017] Es ist deshalb Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Saugkörperkomponente bereitzustellen,
die superabsorbierendes Polymermaterial (SAP) sowie ein Hautpflegemittel aufweist,
dessen Zugänglichkeit für die Haut des Trägers verbessert ist und über einen längeren
Zeitraum eine erhöhte Wirksamkeit aufweist.
[0018] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Saugkörperkomponente mit den Merkmalen des Anspruches
1
[0019] Wenngleich der Wirkungsmechanismus noch nicht vollständig geklärt ist, basiert die
Vorteilhaftigkeit der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente, das heißt die positive
Wirkung auf den Gesundheitszustand der Haut des Trägers des Einwegprodukts, sehr wahrscheinlich
auf folgender Kinetik:
[0020] Nach Einnässung der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente wirkt die Körperflüssigkeit
zunächst auf die Hautpflegemittel enthaltende Beschichtung des superabsorbierenden
Polymermaterials ein. Dabei wird das Hautpflegemittel freigesetzt oder in sonstiger
Weise aktiv, beispielsweise indem das Beschichtungsmittel in Lösung geht und/oder
quillt derart, dass der Kern des superabsorbierenden Polymeres erst zeitverzögert
freigelegt wird, das heißt erst zeitverzögert der Wirkung der Körperflüssigkeit ausgesetzt
wird. Hiermit ist folglich eine Verringerung der Absorptionsrate des Kerns des superabsorbierenden
Polymermaterials verbunden. Wenn von einer Verringerung der Absorptionsrate des Kerns
des superabsorbierenden Polymermaterials die Rede ist, so wird hierunter eine Veränderung
des Absorptionsverhaltens des Kerns verstanden, und zwar dahingehend, dass die Flüssigkeitsabsorption
betrachtet als Funktion der Zeit nach einer Flüssigkeitsbeaufschlagung nur zeitlich
verzögert wird und/oder die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsaufnahme (g Flüssigkeit
je Zeit) reduziert wird und/oder das Flüssigkeitsaufnahmevermögen insgesamt (in g
Flüssigkeit je g SAP des Kerns) reduziert wird.
[0021] Hinsichtlich der Reaktion der Körperflüssigkeit mit dem beschichteten, Hautpflegemittel
aufweisenden superabsorbierenden Polymer sind folglich zwei sich gegebenenfalls überlappende
Phasen zu beobachten. Das in der Beschichtung enthaltende Hautpflegemittel kann in
der ersten Phase mithilfe der noch nicht vollständig gebundenen Körperflüssigkeit
an die Haut gelangen. In Frage kommende Transportmechanismen umfassen beispielsweise
Diffusion und/oder Kapillarkräfte. Erst mit Beginn der zweiten Phase nimmt das Ausmaß
der Menge der freien Körperflüssigkeit und damit die Beweglichkeit der Hautpflegemittel
ab infolge der Absorption der Körperflüssigkeit und damit deren Immobilisierung durch
den von Beschichtungsmittel zunehmend freigelegten Kern der superabsorbierenden Polymere.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält außerdem auch der Kern des superabsorbierenden
Polymeres ein Hautpflegemittel. Solchenfalls könnten mit Absorption der Körperflüssigkeit,
das heißt mit der Bindung der Körperflüssigkeit an den Kern des superabsorbierenden
Polymers dort gleichzeitig chemische Substanzen und/oder Mikroorganismen gebunden
und/oder zur Reaktion mit dem Hautpflegemittel des Kerns gebracht werden, die andernfalls
über die zuvor genannten Abbau- und Zersetzungsreaktionen zur Gefahr der Hautschädigungen
beitragen würden. Damit ist insbesondere also auch eine bakterizide und/oder mikrobizide
Wirkung verbunden. Dabei kann es sich um das gleiche Hautpflegemittel handeln wie
das des Beschichtungsmittels. Vorstellbar wäre aber auch der Einsatz eines oder mehrerer
weiterer anderer Hautpflegemittel. Solchenfalls ist es vorteilhaft, das Hautpflegemittel
der Beschichtung so zu wählen, dass das Hautpflegemittel geeignet ist, über den direkten
Kontakt mit der Haut eine hautpflegende Wirkung zu entfalten, während das Hautpflegemittel
des Kerns wie oben beschrieben geeignet ist, schädliche Substanzen und/oder Mikroorganismen
zu inhibieren oder zu zersetzen.
[0023] Als Hautpflegemittel kommen alle Mittel in Frage, die geeignet sind, direkt oder
indirekt einen positiven Einfluss auf den Gesundheitszustand der Haut auszuüben. Vorteilhaft
sind insbesondere auch die in
DE-10257002-A2 offenbarten Hautpflegemittel. In diesem Zusammenhang wird die
DE-10257002-A2 hiermit vollumfänglich zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Erfindung gemacht.
Insbesondere kommen wasserlösliche Mittel in Frage, aber auch fettlösliche oder amphotere
Mittel sind denkbar und vorteilhaft. Nachfolgende Tabelle 1 enthält eine Übersicht
insbesondere in Frage kommender Stoffe. Jeder einzelne aufgeführte Stoff ist als Hautpflegemittel
einer erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente geeignet und vorteilhaft. Umfasst sein
sollen außerdem alle Kombinationsmöglichkeiten der aufgeführten Stoffe, insbesondere
solche, die sich durch physikalische Mischung und/oder chemische Reaktion ergeben,
wie zum Beispiel der Veresterung von Hydroxy-Verbindungen mit Fettsäuren.
[0024] Neben den in Tabelle 1 unter anderem genannten pflanzlichen Extrakten, wie beispielsweise
dem Extrakt von Tee, insbesondere Grünem Tee, kommt in besonders vorteilhafter Weise
auch das Herbar selbst, also das pflanzliche Blattmaterial, insbesondere des Grünen
Tees in entsprechend zerkleinerter zum Beispiel pulverisierter Form in Frage.
Tabelle 1
| Stoff/Stoffgruppe/Extrakt: |
Wirkung/Schutz: |
Löslichkeit |
| Vitamie u Derivate: |
|
|
| Vitamin A (Retinol), (Provitamin: beta-Carotin) und Derivate mit Fettsäuren wie z.B.
Retinylpal-Mitat |
VG, EH: Wachstumsfaktor für Epithelzellen, Epithelschutz, Resistenzfak-, tor, Infektabwehr |
Fettlöslich |
| Vitamin B Komplex: |
|
|
| B 2 (Riboflavin) |
VG, EH: Cofaktor FAD/FMN bei Redoxenzymen; antiphlogistisch; allgemeiner Hautschutz |
H2O-löslich (eingeschr.) |
| B 6 (Pyridoxin/Pyridoxamin/Pyridoxal |
VG, EH: Cofaktor beim Aminosäurestoffwechsel, Entzündungsschutz |
H2O-löslich |
| Biotin (alt: Vit. H) |
VG: Carboxylierungsreaktionen; "allgemeiner" Hautschutz |
Fettlöslich |
| Vitamin C (Ascorbinsäure), auch als Ester mit Fettsäuren ergibt z.B. Ascorbylpalmitat/-stearat |
AO, VG: Aufbau des Hautkollagen, Immunmodulation |
H2O-löslich/ Fettlöslich |
| Vitamin E (alpha Tocopherol), auch als Derivat wie z.B. Dioleyltocopherylmethylsilanol,
Tocopherylacetat/-linoleat/-nicotinat/-succinat/-oleat |
AO, VG: wichtig für Elektronentransport; oxidativer Schutz |
Fettlöslich |
| Folsäure (Tetrahydrofolsäure) |
VG: wichtig für Purin-/Nukleotidstoffwechsel, Entzündungsschutz |
H2O-löslich |
| "Vitamin" F: s. unter Fettsäuren; insbesondere Linol-, Linolen- u. Arachidonsäure |
|
|
| K (Phyllochinone) |
AO, VG: antihämorhagische Wirksamkeit, antioxidativ |
Fettlöslich |
| Methylmethionin (alt: Vit. U) |
VG: essenzielle Aminosäure |
H2O-löslich |
| Niacin (Nicotinsäureamid) |
VG: Cofaktor NAD/NADP für Redoxreaktionen; Entzündungsschutz; allgemeiner Hautschutz |
H2O-löslich |
| Pantothensäure (alt: Vit. B 3) |
VG: Komponente d. Coenzym A, Entzündungsschutz |
H2O-löslich |
| Coenzym Q 10 (Ubichinon) |
AO, VG: Elektronentransport, antioxidativ |
fettlöslich |
| Organische (Fett)Säuren: |
|
|
| Salicylsäure u. deren Alkylester wie z.B. Hexyldodecylsalicylat |
AO VG, EH; Auflösung von Hornhaut; antiphlogistisch |
H2O-löslich/ Fettlöslich |
| kurzkettige, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren wie z.B. Milch-, Glycerin-, Apfel-,
Bernstein-, Fumarsäure |
VG: Stoffwechselprodukte, pH-Regulatoren |
H2O-löslich |
| alpha Liponsäure |
AO, VG: Antioxidanz |
Fettlöslich |
| Hyaluronsäure (Fettsäure mit Zuckerrest) |
VG: Mucopolysaccharid als "Schmiermittel" |
H2O-löslich |
| alpha Hydroxysäuren (AHA) wie z.B. Glycolsäure u. Derivate wie z.B. Ethylglycolat, |
AO, VG: Glycolsäure ist ein wichtiges Stoffwechselprodukt |
H2O-löslich/ Fettlöslich |
| Arachidonsäure und Fettsäureester mit z.B. Propionsäure |
AO, VG: essenzielle Fettsäure |
Fettlöslich |
| Langkettige, z.T. (mehrfach) ungesättigte u. verzweigte Fettsäuren (s.auch unten |
z.T. AO, VG: Stoffwechselprodukte |
Fettlöslich |
| unter Fettsäuren) |
|
|
| Zitronensäure u. Derivate: Acetyl Triethyl/Tributyl/ Trihexyl/Trioctyl Citrat |
VG: Stoffwechselprodukt |
H2O-löslich |
| Fette/Fettsäureester/Phosphate: |
|
|
| Glycerin u.Triglyceride (Glycerin verestert mit den hier beispielhaft genannten Fettsäuren) |
VG: Stoffwechselprodukte und Membran-/Hautkomponenten |
Fettlöslich |
| Glycerin u.Triglyceride (Glycerin verestert mit den hier beispielhaft genannten Fettsäuren) |
VG: Stoffwechselprodukte und Membran-/Hautkomponenten |
Fettlöslich |
| Fettsäuren (auch z.B als Ammoniumsalze) wie Z.B. Palmitin-/Stearin-/Öl-Linol-/Linolen-/Arachidon-/Behen-/Myristin-/Caprin-/Rizinussäure |
z.T AO, VG: Stoffwechselprodukte, Komponenten von Hautfetten |
fettlöslich |
| Phosphatidylcholin ("Lecithin") |
VG: Stoffwechselprodukte, Komponenten von biologischen Membranen |
Amphoter |
| Sphingolipide/-myeline |
VG: Stoffwechselprodukte, Komponenten von biologischen Membranen |
Amphoter |
| Ceramide/Cerebroside |
VG: Stoffwechselprodukte, Komponenten von biologischen Membranen |
Amphoter |
| Lanolin/Acetylierter Lanolinalkohol u. Derivate mit Fettsäuren |
VG: tierisches Stoffwechselprodukt |
Fettlöslich |
| Aluminiumstearat/Distearat/Tristearat (s. auch unter Fettsäuren) |
AD, VG allgemeiner Hautschutz |
Fettlöslich |
| Zinkstearat (s. auch unter Fettsäuren) |
AD, VG allgemeiner Hautschutz |
Fettlöslich |
| Sarkosinester mit z.B. Kokos-, Laurin-, Myristinsäure |
VG allgemeiner Hautschutz |
Fettlöslich |
| Fettalkohole (der beispielhaft genannten Fettsäuren) |
VG Stoffwechselprodukte |
Fettlöslich |
| Fettsäureester wie z.B. Butyllactat/-myristat/ stearat; Cetylpalmitat/-stearat/-lactat;
Decyl oleat; Dibutyladipat; Diethylhexyladipat; Diiso propyladipat; Dilauryldipropionat;
Dioctylpalmitat/ dilinoleat; Ethylacetat, Glyceryladipat/-arachidat behenat/-caprate/-caprylat/-linoleat/-oleat/-coco
at/-dihydroxystearat/-diisopalmitat/-laurat/-undecylenat; Isoamylacetat; Isobutylstearat/-salicylat/
oleat; Isocetylsalicylat/-oleat; Isopropylisoste-arat/-lactat/-lanolat/-linoleat/-myristat/-palmitat;
Lauryllactat; Myristyllactat/-myristat/-salicylat/- stearat; Octylpalmitat/-stearat |
z.T. AO, VG: Stoffwechselprodukte z.T. Bestandteil natürlicher Membranen |
Fettlöslich |
| Aminosäuren (insbes essenzielle): |
|
|
| essenzielle: |
|
|
| Lysin, Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Threonin, Methionin, Tryptophan |
VG: essenzielle Zellbestandteile; für Threonin u. Leucin gewisse Hautwirksamkeit beschrieben |
Amphoter |
| Prolin |
VG: wesentlicher Bestandteil von Kollagen |
Amphoter |
| Hydroxyprolin |
VG: wesentlicher Bestandteil von Kollagen |
Amphoter |
| Histidin |
VG: Absorption von UV-Licht |
Amphoter |
| Arginin |
VG, EH: Unterstützung bei der |
Amphoter |
| |
Bildung von Hautkollagen |
|
| Cystein |
AO, VG: Antioxidanz |
Amphoter |
| Verschiedene: |
|
|
| L-Carnitin (Lysin und Vitamin C) |
VG allgemeiner Hautschutz |
H2O-löslich |
| Dimethylaminoethanol (DMAE) |
AO: Antioxidant |
H2O-löslich |
| Pycnogenol |
AO, AD, VG, EH |
|
| Harnstoff u.Derivate wie z.B. Imidazolidinylharnstoff |
VG: Feuchtigkeitsspeicherung |
H2O-löslich |
| Allantoin/Glyoxylsäurediureid |
VG: Feuchtigkeitsspeicherung |
H2O-löslich |
| Polyphenole/Tannine: |
AO, AS, AM, VG, EH |
H2O-löslich |
| *Gallussäure und Derivate |
|
|
| *Catechine u. Leukoanthocyane |
|
|
| Retinoide (s. Vitamin A) |
|
|
| Bisabolol |
AM, VG: Antiphlogistikum, antimikrobiell |
Fettlöslich |
| Diole wie z.B. 1,2-Pentandiol oder Hexandiol u. Derivate wie z.B Ethylhexandiol |
VG: Feuchtigkeitsbindung |
H2O-löslich eingeschr. |
| Oben beispielhaft genannte Diole und Derivate mit |
VG: Feuchtigkeitsbindung, Spreitung |
H2O-löslich |
| Fettsäuren zu z.B 1,3-Butandiolester |
|
eingeschr. |
| Poyethylenglykolderivate unterschiedlicher Molmasse u. Fettsäuren von z.B. Kokos-,
Laurin-, |
VG: Erniedrigung der Barrierefunktion d. Haut |
H2O-löslich eingeschr. |
| Stearinsäure |
|
|
| Sorbitanfettsäureester mit Polyethylenglykolen unterschiedlicher Molmasse u. Fettsäuren
zu z.B. Sorbitanmonooleat/-laurat/-tristearat/-palmitat/-trioleat |
VG: Erniedrigung der Barrierefunktion d. Haut |
H2O-löslich eingeschr. |
| Propylenglykol u. Derivate mit Fettsäuren wie z.B. |
VG: Erniedrigung der Barrierefunktion d. Haut |
H2O-löslich eingeschr. |
| Öl-, Laurin-, Myristinsäure; auch Propylenglycoldicaprylat, -dicaprat, -diccconat,
-dipelargonat |
| Propylgallat |
AO, AS, AM, EH |
H2O-löslich |
| Cholin |
VG: allgemeiner Hautschutz |
H2O-löslich |
| D-Panthenol (Dexpanthenol), (s. auch Pantothensäure) |
AO, VG: Hautschutz/-pflege |
H2O-löslich |
| Pflanzliche Extrakte/Öle/Destillate: |
|
|
| Grüner Tee (Camelia sinensis): Extrakt/Destillat |
AO, AS, AM, VG, EH: Adstringenz Infektionsprophylaxe, antimutagen, antikanzerogen |
H2O-löslich |
| Hamamelis (Hamamelis virginiana): Destillat |
VG: wundheilend, antiphlogistisch |
Fettlöslich |
| Aloe (Aloe vera): Gel |
AO, AM, VG, EH: wundheilend, anti-krobiell, antiphlogistisch |
H2O-löslich |
| Kamille (Chamomilla recutifa): Öl |
AO, AM, VG, EH: wundheilend, anti-krobleil, antiphlogistisch |
Fettlöslich |
| Erdnuss (Arachis hypogaea): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Arnika (Arnica montana): Öl |
VG, EH: entzündungshemmend |
Fettlöslich |
| Mandel (Prunus dulcis): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Sonnenblume (Helianthus annuus): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Jojoba (Buxus chinensis): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Avocado (Persea gratissimo): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Kokosnuss (Cocos nucifera): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Pfefferminze (Mentha piperita): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Haselnuss (z.B. Corylus avellana): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Palmkern (Elaeis guineensis): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Reis (Oryza sativa): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Mandel (Prunus arnygdalus dulcis): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Salbei (Salvia officinalis): Öl |
AS, AM, VG, EH: keimhemmend, entzündungshemmend, adstringierend |
fettlöslich |
| Schafgarbe (Achillea milefolium): Extrakt |
AM, EH: antibiotisch, entzündungshemmend |
H2C-löslich |
| Nachtkerze (Oenethera biennis): Öl |
VG: Hautpflege |
Fettlöslich |
| Wintergrün (Gaultheria procumbens): Öl |
VG, EH: antiphlogistisch |
Fettlöslich |
| Birkenrinde (Betula alba): Destillat |
AS, AM, VG, EH; antiphlogistisch |
Fettlöslich |
| Ringelblume (Calendula officinalis): Öl |
VG, EH; Unterstützung Epithelbildung |
Fettlöslich |
AO: Antioxidativ (Schutz vor Radikalen)
AS: Adstringierend, verfestigend, mechanisch stabilisiernd ("gerbend")
AM: Antimikrobiell (Schutz vor opportunistischen Keimen u. Schutz vor toxischen Stoffwechselprodukten)
VG: (Re)vitalisierend, gesunderhaltend, allgemeiner Hautschutz
EH: Entzündungshemmende Wirksamkeit |
[0025] Zur Herstellung des für die erfindungsgemäße Saugkörperkomponente geeigneten Hautpflegemittel
aufweisenden, superabsorbierenden Polymermaterials sind alle dem Fachmann bekannten,
üblichen Herstellverfahren geeignet.
[0026] Zur Herstellung und Auswahl des als Kern in Frage kommenden superabsorbierenden Polymermaterials
wird hierzu auf dem Fachmann bekannte Literatur wie
DE 4020780,
EP 1169372 B1,
US Re.32,649,
EP 0752892 B1,
EP 0744967 B1 und
EP 0304319 B1 verwiesen. Vorzugsweise handelt es sich um teilneutralisierte Polyacrylsäurepolymere,
deren Oberfläche zur Erhöhung der Gelstabilität nachvernetzt ist.
[0027] Falls in der bevorzugten Ausführungsform auch der Kern des superabsorbierenden Polymermaterials
ein Hautpflegemittel aufweist, so kann das Hautpflegemittel in unterschiedlichen Verfahrensstufen
der Herstellung des Kerns des superabsorbierenden Materials mit dem Kern des superabsorbierenden
Materials verbunden werden. Dies umfasst zum Beispiel die Möglichkeit das trockene
Hautpflegemittel a) mit dem bereits fertigen, nachvernetzten Kern des superabsorbierenden
Materials zu mischen, b) mit dem noch nicht nachvernetzten Kern des superabsorbierenden
Materials zu mischen, c) mit dem polymerisierten aber noch nicht getrockneten Gel
zu mischen oder d) die Mischung vor oder während der Polymerisation des Kerns des
superabsorbierenden Materials vorzunehmen. Es kann vorteilhaft sein, zur Verbesserung
der Verbindung des Hautpflegemittels mit dem Kern des superabsorbierenden Materials
vor oder nach der Mischung eine flüssige, insbesondere wässrige Komponente zuzugeben.
[0028] Des Weiteren kann das Hautpflegemittel nicht im trockenen sondern im nassen oder
feuchten Zustand mit dem Kern des superabsorbierenden Materials verbunden oder mit
dem Bechichtungsmittel vermischt werden. Es kann hierfür zuvor in geeigneten flüssigen
oder halbfesten Medien, wie zum Beispiel wässrigen oder organischen Lösungsmitteln
gelöst, gemischt oder dispergiert werden.
[0029] Zur Mischung können dem Fachmann an sich bekannte Vorrichtungen verwendet werden.
[0030] Das Beschichtungsmittel, das wenigstens einen Teil der äußeren Oberfläche des Kerns
des superabsorbierenden Materials bildet und das als weiteren Bestandteil ein Hautpflegemittel
aufweist, ist von Cellulosederivaten wie zum Beispiel Methylcellulosen, Carboxymethylcellulosen,
Ethylcellulosen, Hydroxypropylcellulosen, Celluloseacetate gebildet. Es können außerdem
mehrere also mindestens zwei verschiedene Beschichtungsmittel zum Einsatz kommen.
[0031] Verfahren zur Beschichtung von Kernen superabsorbierender Polymermaterialien sind
dem Fachmann bekannt.
WO 00/62825 und
WO 02/36663 offenbaren zur Ausführung der vorliegenden Erfindung geeignete Beschichtungsverfahren.
Vorgenannte Patentanmeldungen werden hiermit voll umfänglich zum Offenbarungsgehalt
vorliegender Erfindung gemacht. So kann das Beschichtungsmittel insbesondere in pulverisierter
Form mit dem Kern des superabsorbierenden Polymermaterials, das ebenfalls in pulverisierter
Form vorliegt zunächst trocken gemischt, anschließend mit Wasser befeuchtet und nachfolgend
nochmals gemischt werden.
[0032] Um erfindungsgemäß zumindest das Beschichtungsmittel mit einem Hautpflegemittel zu
versehen, kann das Hautpflegemittel in unterschiedlichen Verfahrensstufen der Herstellung
der Beschichtung des Kerns des superabsorbierenden Materials oder der Herstellung
des Beschichtungsmittels selbst mit dem Beschichtungsmittel verbunden werden. Dies
umfasst zum Beispiel die Möglichkeit das trockene Hautpflegemittel a) mit dem bereits
fertigen, mit dem Beschichtungsmittel beschichteten superabsorbierenden Material zu
mischen, b) mit dem bereits fertigen Beschichtungsmittel aber noch vor der Beschichtung
des Kerns des superabsorbierenden Materials zu mischen und die Beschichtung mit dem
bereits Hautpflegemittel aufweisenden Beschichtungsmittel durchzuführen, c) die Mischung
des Hautpflegemittels mit dem Beschichtungsmittel vor oder während der Herstellung
des Beschichtungsmittels vorzunehmen und die Beschichtung anschließend mit dem bereits
Hautpflegemittel aufweisenden Beschichtungsmittel durchzuführen. Es kann ferner vorteilhaft
sein, zur Verbesserung der Verbindung des Hautpflegemittels mit dem Beschichtungsmittel
vor oder nach der Mischung eine flüssige, insbesondere wässrige Komponente zuzugeben.
[0033] Des weiteren kann statt des Einsatzes des trockenen Hautpflegemittels, dieses auch
zuvor in geeigneten flüssigen oder halbfesten Medien wie zum Beispiel wässrigen oder
organischen Lösungsmitteln gelöst, gemischt oder dispergiert werden.
[0034] Es kann außerdem vorgesehen sein, eine Binderkomponente einzusetzen, die zwischen
dem Beschichtungsmittel und dem Hautpflegemittel und/oder dem Kern des superabsorbierenden
Polymermaterials eine haftvermittelnde Wirkung hat.
[0035] Hinsichtlich der Menge des Hautpflegemittels werden vorzugsweise 0,001-100 %, insbesondere
0,1-10%, ganz besonders 0,5-5% bezogen auf das Gesamtgewicht des superabsorbierenden
Polymermaterials als vorteilhaft angesehen.
[0036] Die Partikelgröße des als Kern des superabsorbierenden Polymermaterials vorgesehenen
superabsorbierenden Materials liegt im fachüblichen Bereich, vorzugsweise zwischen
10 und 1000 µm.
[0037] Sollte das Hautpflegemittel in trockener Form mit dem Beschichtungsmittel und vorzugsweise
außerdem mit dem absorbierenden Kern des superabsorbierenden Polymermaterials verbunden
werden, so wird das Hautpflegemittel vorzugsweise jeweils in pulverisierter Form,
insbesondere in einer Partikelgröße von 5-900 µm eingesetzt.
[0038] Die Partikelgröße des beschichteten, Hautpflegemittel aufweisenden superabsorbierenden
Polymermaterials liegt ebenfalls im fachüblichen Bereich, vorzugsweise zwischen 10
und 1000 µm.
[0039] Es kann vorgesehen sein, die Korngröße des beschichteten, Hautpflegemittel aufweisenden
superabsorbierenden Polymermaterials nach der Beschichtung auf den bevorzugten Bereich
einzustellen.
[0040] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst das Trägermaterial
der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente Fasern natürlicher oder synthetischen Herkunft
wie Cellulosefasern, thermoplastische Fasern zum Bespiel aus der Gruppe der Polyolefine
und/oder Schaumstoffe und/oder eine thermoplastische vorzugsweise extrudierte Kunststoffmatrix.
[0041] Das Trägermaterial kann matrixbildend sein, derart dass das superabsorbierende Polymermaterial
insbesondere homogen in das Trägermaterial eingebunden ist.
[0042] In Frage kommt außerdem eine schichtbildende Konfiguration, in der das superabsorbierende
Polymermaterial auf einer der großen Oberflächen des Trägermaterials angeordnet ist.
Solchenfalls umfasst das Trägermaterial insbesondere ein Tissue, ein Nonwoven und/oder
eine Folie.
[0043] In besonders vorteilhafter Weise kommt die erfindungsgemäße Saugkörperkomponente
innerhalb eines absorbierenden Hygieneprodukts zum Einsatz. Solchenfalls umfasst das
Hygieneprodukt vorzugsweise ein zumindest abschnittsweise flüssigkeitsdichtes, insbesondere
atmungsaktives körperabgewandtes Backsheet und/oder ein zumindest abschnittsweise
flüssigkeitsdurchlässiges körperzugewandtes Topsheet. Top- und Backsheet umschließen
solchenfalls die erfindungsgemäße Saugkörperkomponente.
[0044] Ober- oder unterhalb der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente können vorteilhafterweise
weitere Saugkörperschichten angeordnet sein, die insbesondere der verbesserten Verteilung
und/oder Speicherung von Körperausscheidungen wie Urin, Blut oder Stuhl dienen.
[0045] Neben den Hautpflegemittel enthaltenden superabsorbierenden Polymermaterialien kann
die erfindungsgemäße Saugkörperkomponente zusätzlich superabsorbierende Polymermaterialien
ohne Hautpflegemittel insbesondere auch ohne Beschichtungsmittel enthalten, die in
besonderen Anwendungsfällen, die beispielsweise dadurch gekennzeichnet sind, dass
sehr große Flüssigkeitsmengen in sehr kurzer Zeit durch die Saugkörperkomponente zu
absorbieren sind, einen Teil der anfallenden Flüssigkeit schnell binden können.
[0046] Die Erfindung betrifft außerdem die Verwendung einer Saugkörperkomponente zum Aufbringen
von Hautpflegemitteln auf die menschliche Haut gemäß Anspruch 10.
[0047] Außerdem betrifft die Erfindung die Verwendung einer Saugkörperkomponente mit den
Merkmalen eines der Ansprüche 1-7 zur Herstellung eines Produkts zur Verbesserung
des Gesundheitszustands der menschlichen Haut.
[0048] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der zeichnerischen
Darstellung und nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung.
In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf ein Hygieneprodukt zum einmaligen Gebrauch mit erfindungsgemäßer
Saugkörperkomponente;
- Figur 2
- eine Schnittansicht des Hygieneprodukts nach Figur 1 mit Schnittebene II-II in Figur
1;
- Figur 3
- eine vergrößerte Schnittansicht ausschließlich der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente
- Figur 4
- eine Schnittansicht durch einen Partikel des superabsorbierenden Polymermaterials
der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente.
[0049] Figuren 1 und 2 zeigen eine Einwegwindel 1 mit erfindungsgemäßer Saugkörperkomponente
10. Die Saugkörperkomponente 10 ist körpernah von einem flüssigkeitsdurchlässigen
Topsheet 2 überfangen, das gemeinsam mit dem körperfernen flüssigkeitsdichten jedoch
atmungsaktiven Backsheet 3 die Saugkörperkomponente 10 sandwichartig einschließt.
Die Einwegwindel kann weitere hier nicht dargestellte Bauteile wie beispielsweise
Verschlusselemente, elastische Bein- und/oder Taillenabschlüsse sowie in Längs- und/oder
Querrichtung verlaufende Auslaufbarrieren aufweisen.
[0050] Figur 3 zeigt in einer vergrößerten Darstellung die erfindungsgemäße Saugkörperkomponente
10. Die Saugkörperkomponente 10 umfasst ein matrixbildendes Fasermaterial 101, das
im vorliegenden Fall aus geflufftem Cellulosefasermaterial besteht.
[0051] Die superabsorbierenden Polymerpartikel 102 sind im wesentlichen homogen mit dem
Cellulosefasermaterial 101 vermischt. Der Anteil der superabsorbierenden Polymerpartikel
102 am Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Saugkörperkomponente 10 beträgt 15-85 %,
vorzugsweise 30-70 %.
[0052] Figur 4 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Schnitt durch einen bevorzugten,
superabsorbierenden Polymerpartikel 102. Der Polymerpartikel 102 einer Körngröße von
10-1000 µm, vorzugsweise von 100-800 µm, ist gebildet aus einem Kern A aus superabsorbierendem
Polymermaterial. Das superabsorbierende Polymermaterial des Kerns A weist als Hautpflegemittel
zu 2 % (Gewichtsprozent) einen getrockneten Extrakt des Grünen Tees auf.
[0053] Die äußere Oberfläche des Kerns A der superabsorbierenden Polymerpartikel 102 ist
im Wesentlichen vollständig beschichtet mit Na-Carboxymethylcellulose, die als Hautpflegemittel
zu 2 % (Gewichtsprozent) einen getrockneten Extrakt des Grünen Tees aufweist.
1. Eine zur dauerhaften Speicherung von Körperflüssigkeiten geeignete Saugkörperkomponente
für absorbierende hautfreundliche Einwegprodukte, umfassend ein Trägermaterial sowie
ein partikuläres superabsorbierendes Polymermaterial, wobei das superabsorbierende
Polymermaterial einen Kern mit einer äußeren Oberfläche aufweist und zumindest ein
Teil der äußeren Oberfläche dieses Kerns ein Beschichtungsmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmittel von Cellulosederivaten, wie insbesondere Methylcellulosen,
Carboxymethylcellulosen, Ethylcellulosen, Hydroxypropylcellulosen, Celluloseacetaten,
gebildet ist, die die Absorptionsrate des Kerns des superabsorbierenden Polymermaterials
verringern, und dass das Beschichtungsmittel des superabsorbierenden Polymermaterials
ein Hautpflegemittel aufweist, welches ein Vitamin oder einen pflanzlichen Bestandteil,
ein pflanzliches Öl oder ein pflanzliches Destillat oder eine organische Säure oder
Aminosäure umfasst.
2. Saugkörperkomponente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern des superabsorbierenden Polymermaterials ein Hautpflegemittel aufweist
3. Saugkörperkomponente nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern mindestens 50% vorzugsweise mindestens 65% des Hautpflegemittels des superabsorbierenden
Polymermaterials aufweist.
4. Saugkörperkomponente nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hautpflegemittel wasserlöslich ist.
5. Saugkörperkomponente nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial Cellulosefasern und/oder synthetische Fasern und/oder einen Schaumstoff
und/oder eine poröse, insbesondere thermoplastische Kunststoffmatrix umfasst.
6. Saugkörperkomponente nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial matrixbildend ist und das partikuläre superabsorbierende Polymermaterial
in das Trägermaterial insbesondere zumindest bereichsweise homogen eingebunden ist.
7. Saugkörperkomponente nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das superabsorbierende Polymermaterial schichtbildend auf einer der großen Oberflächen
des Trägermaterials angeordnet ist.
8. Absorbierendes Einwegprodukt mit einer Saugkörperkomponente nach einem der vorgenannten
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein körperzugewandtes Topsheet und ein körperabgewandtes Backsheet aufweist, welche
die zur dauerhaften Speicherung der Körperflüssigkeiten geeignete Saugkörperkomponente
sandwichartig umschließen.
9. Absorbierendes Einwegprodukt mit einer Saugkörperkomponente nach einem der vorgenannten
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass körperzugewandt oberhalb der zur dauerhaften Speicherung der Körperflüssigkeiten
geeigneten Saugkörperkomponente mindestens eine weitere flüssigkeitsdurchlässige Schicht
angeordnet ist.
10. Verwendung einer zur dauerhaften Speicherung von Körperflüssigkeiten geeigneten Saugkörperkomponente
nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche zum Aufbringen von Hautpflegemitteln
auf die menschliche Haut.
1. Suction body component which is suited for long-term storage of body liquids for absorbing,
skin-friendly, single-use products, comprising a carrier material and a particulate
super-absorbing polymer material, wherein the super-absorbing polymer material comprises
a core with an outer surface, and wherein at least part of the outer surface of this
core comprises a coating agent, characterized in that the coating agent is formed of cellulose derivatives such as e.g. methyl celluloses,
carboxy methyl celluloses, ethyl celluloses, hydroxy propyl celluloses, cellulose
acetates, which reduce the absorption rate of the core of the super-absorbing polymer
material, and that the coating agent of the super-absorbing polymer material comprising
a skin care product which comprises a vitamin or a plant component, a plant oil or
plant distillate or organic acid or amino acid.
2. Suction body component according to claim 1, characterized in that the core of the super-absorbing polymer material comprises a skin care product.
3. Suction body component according to claim 2, characterized in that the core comprises at least 50%, preferably at least 65 %, of the skin care product
of the super-absorbing polymer material.
4. Suction body component according to any one of the preceding claims, characterized in that the skin care product is water-soluble.
5. Suction body component according to any one of the preceding claims, characterized in that the carrier material comprises cellulose fibers and/or synthetic fibers and/or a
foamed material and/or a porous, in particular, thermoplastic synthetic matrix.
6. Suction body component according to any one of the preceding claims, characterized in that the carrier material forms a matrix, and the particulate super-absorbing polymer
material is homogeneously bound in the carrier material, in particular, in sections
thereof.
7. Suction body component according to any one of the claims 1 through 6, characterized in that the super-absorbing polymer material is disposed on one of the large surfaces of
the carrier material to form a layer.
8. Absorbing single-use product comprising a suction body component for long-term storage
of body liquids according to any one of the preceding claims, characterized in that the product comprises a top sheet facing the body and a back sheet facing away from
the body, which surround and sandwich the suction body component.
9. Absorbing single-use product comprising a suction body component suited for long-term
storage of body liquids according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one further liquid-permeable layer is disposed on the body side above the
suction body component.
10. Use of a suction body component suited for long-term storage of body liquids comprising
the features of any one of the preceding claims for disposing skin care products onto
human skin.
1. Composant de corps absorbant pour des produits à usage unique absorbants et à bonne
affinité cutanée, qui se prête au stockage permanent de fluides corporels, comprenant
une matière support ainsi qu'une matière polymère particulaire superabsorbante, ladite
matière polymère superabsorbante présentant un noyau ayant une surface extérieure
et une partie au moins de ladite surface extérieure de ce noyau présentant un agent
de revêtement, caractérisé par le fait que ledit agent de revêtement est constitué par des dérivés de cellulose, tels que, en
particulier, les méthylcelluloses, les carboxyméthylcelluloses, les éthylcelluloses,
les hydroxypropylcelluloses, les acétates de cellulose qui réduisent le taux d'absorption
du noyau de la matière polymère superabsorbante, et que ledit agent de revêtement
de la matière polymère superabsorbante présente un produit pour le soin de la peau
qui comprend une vitamine ou un composant végétal, une huile végétale ou un distillat
végétal ou un acide organique ou acide aminé.
2. Composant de corps absorbant selon la revendication 1, caractérisé par le fait que ledit noyau de la matière polymère superabsorbante présente un produit pour le soin
de la peau.
3. Composant de corps absorbant selon la revendication 2, caractérisé par le fait que ledit noyau présente au moins 50 %, de préférence au moins 65 % du produit pour le
soin de la peau de la matière polymère superabsorbante.
4. Composant de corps absorbant selon l'une quelconque des revendications susmentionnées,
caractérisé par le fait que le produit pour le soin de la peau est soluble dans l'eau.
5. Composant de corps absorbant selon l'une quelconque des revendications susmentionnées,
caractérisé par le fait que ladite matière support comprend des fibres cellulosiques et/ou des fibres synthétiques
et/ou une mousse et/ou une matrice plastique poreuse, en particulier thermoplastique.
6. Composant de corps absorbant selon l'une quelconque des revendications susmentionnées,
caractérisé par le fait que la matière support est une matière à formation de matrice et que la matière polymère
particulaire superabsorbante est incorporée de façon homogène, en particulier au moins
par zones, dans ladite matière support.
7. Composant de corps absorbant selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que la matière polymère superabsorbante est disposée à formation de couche sur l'une
des grandes surfaces de la matière support.
8. Produit absorbant à usage unique ayant un composant de corps absorbant selon l'une
quelconque des revendications susmentionnées, caractérisé par le fait qu'il présente une feuille supérieure montrant vers le corps et une feuille arrière montrant
dans la direction opposée au corps qui renferment en sandwich ledit composant de corps
absorbant qui se prête au stockage permanent des fluides corporels.
9. Produit absorbant à usage unique ayant un composant de corps absorbant selon l'une
quelconque des revendications susmentionnées, caractérisé par le fait qu'au moins une autre couche perméable aux fluides est disposée dans la direction montrant
vers le corps, au-dessus du composant de corps absorbant qui se prête au stockage
permanent des fluides corporels.
10. Utilisation d'un composant de corps absorbant qui se prête au stockage permanent de
fluides corporels selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, pour appliquer
des produits pour le soin de la peau sur la peau humaine.