(19)
(11) EP 1 644 577 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.03.2014  Patentblatt  2014/12

(21) Anmeldenummer: 04790881.9

(22) Anmeldetag:  26.10.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D21F 3/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2004/012099
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2005/042834 (12.05.2005 Gazette  2005/19)

(54)

ANPRESSEINRICHTUNG

PRESSING DEVICE

DISPOSITIF DE PRESSION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 31.10.2003 DE 10351294

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.04.2006  Patentblatt  2006/15

(60) Teilanmeldung:
06013814.6 / 1712674

(73) Patentinhaber: Voith Patent GmbH
89522 Heidenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • MUELLER, Jens
    89522 Heidenheim (DE)
  • WELP, Ewald, G.
    40629 Düsseldorf (DE)
  • SCHUETTE, Andreas
    89518 Heidenheim (DE)
  • GIANNOULIS, Dimitrios
    66424 Homburg (DE)
  • PFIFFERLING, Ralf
    89547 Gerstetten (DE)
  • MEYER-GREVENDICK, Wolfgang
    45729 Bochum (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-2004/035914
DE-A- 19 616 800
US-A- 4 713 147
WO-A-2004/079090
US-A- 4 576 682
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Anpressen eines Druckschuhes gegen eine Gegenfläche in einer Maschine zur Herstellung von Papier-, Karton-, Tissue- oder anderen Faserstoffbahnen, wobei die Einrichtung wenigstens zwei an einem Tragkörper abgestützte, zumindest bereichsweise flexible Druckkörper umfasst, die wenigstens einen Hohlraum aufweisen, der mit Druckfluid beaufschlagbar ist, um über ein entsprechendes Druckkörpervolumen eine vorgebbare Anpresskraft zu erzeugen.

    [0002] Ein solcher Druckschuh kann insbesondere Teil einer Schuhpresseinheit, insbesondere einer Schuhwalze, sein und dazu dienen, ein flexibles Band bzw. einen flexiblen Pressmantel zur Bildung eines in Bahnlaufrichtung verlängerten Pressnips gegen eine z.B. durch eine Gegenwalze gebildete Gegenfläche zu pressen. Eine entsprechende Schuhpresseinheit kann beispielsweise zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, vorgesehen sein. Dabei kann die Faserstoffbahn zusammen mit wenigstens einem Filz oder Sieb durch den betreffenden Pressnip geführt sein.

    [0003] Bisher erfolgt die Anpressung des Druckschuhes entweder durch ein Öldruckbett oder getrennte Anpresskolben. Ein Öldruckbett bringt nun aber insbesondere Probleme im Hinblick auf die Abdichtung mit sich. Die Verwendung getrennter Anpresskolben ist mit dem Nachteil einer durch die einzelnen Kolben verursachten Abweichung im Druckquerprofil verbunden.

    [0004] Aus der US-A-4,713,147 ist eine Presseinrichtung in einer faserbahnerzeugenden Maschine bekannt, deren im Pressnip befindliches Gravitationszentrum in Bahnlaufrichtung verschiebbar angeordnet ist. Dadurch ist eine Anpassung an die für unterschiedliche Papiersorten benötigten Arbeitsdruckprofile im Pressnip in Bahnlaufrichtung möglich.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Anpresseinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die zuvor erwähnten Probleme beseitigt sind. Dabei soll insbesondere eine gleichmäßigere Druckverteilung in Maschinenlaufrichtung und in Querrichtung ermöglicht werden, um ein möglichst ebenes Druckprofil zu erhalten. Das Auftreten von Reaktionskräften in Maschinenlaufrichtung und Querrichtung soll auf ein Minimum reduziert werden.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art zur Anpassung an die jeweilige Arbeitsbreite Druckkörper unterschiedlicher in Querrichtung gemessener Länge vorgesehen sind. Dabei ist der Druckkörper vorzugsweise leckagefrei ausgeführt.

    [0007] Aufgrund dieser Ausbildung ist eine gleichmäßigere Druckverteilung in Maschinenlaufrichtung und Querrichtung möglich, so dass möglichst ebene Druckprofile erzeugt werden können. So ergibt sich eine relativ große, dem Druckschuh bzw. dessen Unterteil zugewandte Anpressfläche, was bedeutet, dass der zur Erzielung der erforderlichen Linienkraft benötigte Druck relativ gering gehalten werden kann. Im Vergleich zur Einzelkolbenanpressung sind niedrigere Druckniveaus des Druckfluids möglich. Der Druckkörper kann insbesondere als Hebe- oder Druckkissen oder als Druckschlauch ausgeführt sein.

    [0008] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anpresseinrichtung ist der Druckkörper in Form eines Faltenbalgs ausgeführt. Dabei kann der Faltenbalg mehrere beispielsweise drei vorzugsweise umlaufende Außenfalten besitzen, womit eine relativ geringe Ausgangshöhe erreicht wird.

    [0009] Der Druckkörper kann insbesondere eine allgemein quaderförmige Gestalt besitzen.

    [0010] Der Druckkörper kann aber auch von einem vorzugsweise axial verlaufenden Druckschlauch gebildet.

    [0011] Bevorzugt entspricht die den Druckschuh bzw. dessen Unterteil beaufschlagende Anpressfläche des Druckkörpers zumindest im Wesentlichen dem maximalen Druckkörperquerschnitt. Damit erhält man eine möglichst große Anpressfläche, wodurch der zur Erzielung der erforderlichen Linienkraft benötigte Druck möglichst gering gehalten werden kann.

    [0012] Vorteilhafterweise sind mehrere in Maschinenlaufrichtung aufeinanderfolgende Druckkörper und/oder mehrere in Querrichtung aufeinanderfolgende Druckkörper vorgesehen.

    [0013] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform mit mehreren in Maschinenlaufrichtung aufeinanderfolgenden Druckkörpern sind die Druckkörper zur Variation des Linienkraft- und/oder Drucklängsprofils im mit der Gegenfläche gebildeten Pressnip zumindest teilweise unabhängig voneinander mit Druckfluid beaufschlagbar.

    [0014] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform mit mehreren in Querrichtung aufeinanderfolgenden Druckkörpern sind die in Querrichtung aufeinanderfolgenden Druckkörper zur Variation des Linienkraft- und/oder Druckquerprofils im mit der Gegenfläche gebildeten Pressnip zumindest teilweise unabhängig voneinander mit Druckfluid beaufschlagbar.

    [0015] Vorteilhafterweise sind wenigstens drei in Querrichtung aufeinanderfolgende Druckkörper vorgesehen, wodurch beispielsweise auch eine Randzonensteuerung ermöglicht wird.

    [0016] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anpresseinrichtung mit wenigstens drei in Querrichtung aufeinanderfolgenden Druckkörpern besitzen die beiden randseitigen Druckkörper eine geringere in Querrichtung gemessene Länge als der bzw. die mittleren Druckkörper.

    [0017] Bevorzugt weist der Druckkörper eine oder mehrere Verbindungen zur Druckfluidversorgung auf. Dabei ist über die wenigstens eine Verbindung vorteilhafterweise auch eine Entlüftung und/oder Kühlung und/oder Heizung des Druckkörpers möglich.

    [0018] Als Druckfluid kann beispielsweise Wasser, Gas, Luft und/oder Öl vorgesehen sein.

    [0019] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Anpresseinrichtung ist der Druckkörper in einem Druckbett des Tragkörpers montiert. Dies ist in allen vertikalen und horizontalen Richtungen möglich. Dabei kann der Druckkörper insbesondere durch eine entsprechende Gestaltung des Druckbettes und des Druckschuhunterteils fixiert sein.

    [0020] Vorteilhafterweise ist dem Druckschuh wenigstens ein Rückzugselement zugeordnet, durch das er von der Gegenfläche wegbewegbar ist. Durch eine geeignete Kombination aus Druckkörper bzw. Druckkörpern und Rückzugselement bzw. Rückzugselementen ist eine feinfühligere Querprofilierung möglich.

    [0021] Ein jeweiliges Rückzugselement kann insbesondere wenigstens ein Feder- und/oder wenigstens ein Zylinder/Kolben-Element umfassen.

    [0022] Zweckmäßigerweise sind Länge und Form des Druckkörpers zumindest teilweise durch Anschläge bestimmt.

    [0023] In der Mitte der Arbeitsbreite kann beispielsweise eine Anschlagleiste vorgesehen sein. Dadurch können Bewegungen der Druckschuheinheit in Arbeitsbreitenrichtung vorteilhafterweise unterbunden und gleichzeitig die die verformungsfreie thermische Ausdehnung des Druckschuhunterteils zugelassen werden. Es können auch mehrere Anschlagleisten, beispielsweise jeweils an den Außenseiten des Druckschuhs vorgesehen sein.

    [0024] Die Anschlagleiste kann auch mit Gleitstreifen versehen sein, die bevorzugt austauschbar sind, um die Reibung zwischen den Anschlagleisten und den Balgen bzw. dem Tragkörper zu reduzieren.

    [0025] Die Anschlagleiste in der Mitte der Arbeitsbreite ist bevorzugt länger ausgeführt als die übrigen Anschläge. Außerdem ist die Anschlagleiste bevorzugt in einem U-förmigen Anschlag in der Mitte der Arbeitsbreite geführt.

    [0026] Die der Verbindung mit der Druckfluidversorgung dienenden Armaturen sind zweckmäßigerweise auf der vom Druckschuh abgewandten Seite des Druckkörpers angeordnet.

    [0027] Vorteilhaft ist es außerdem, die Verbindungen zur Druckfluidversorgung relativ zum Druckkörper diagonal anzuordnen. Bei benachbarten Druckkörpern werden die Armaturen bevorzugt paarweise, insbesondere einlaufseitig/auslaufseitig abwechselnd, miteinander verbunden. Dadurch ergeben sich kurze Verbindungswege.

    [0028] Auch bevorzugt ist es, die Verbindung unterhalb des Tragkörper-Obergurtes, das heißt, seines waagerechten Teils, und/oder neben dem Steg des Tragkörpers, das heißt, seinem senkrechten Teil, vorzusehen. Die Verbindungen können hier geschützt untergebracht werden und beanspruchen keinen zusätzlichen Platz.

    [0029] Bevorzugt besteht der Druckkörper zumindest teilweise aus faserverstärktem Kunststoff.

    [0030] Der Druckschuh kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auch in Maschinenlaufrichtung drehbar gelagert sein, und zwar insbesondere mittig. Darüber hinaus kann der Druckschuh auch in Maschinenquerrichtung, insbesondere mehrfach, gelagert sein. Dies hat den Vorteil, dass sich eine definierte Lage des Druckschuhs ergibt, ohne dass Anschlagleisten erforderlich sind. Der Druckschuh erhält dadurch eine exakt berechenbare Position, und auch das Druckprofil ist exakt berechenbar. Weiterhin kann die drehbare Lagerung ihrerseits frei beweglich in horizontaler Richtung gelagert sein.

    [0031] Erfindungsgemäß können auch zwei oder mehr Druckkörper übereinander angeordnet sein. Dabei sind bevorzugt eine oder mehrere Trennplatten zwischen den Druckkörpern angeordnet. Anstelle der unteren Druckkörper können auch zumindest teilweise Druckkolben vorgesehen sein. Damit können weitere Variationsmöglichkeiten und Einstellmöglichkeiten realisiert werden.

    [0032] Anwendung findet die erfinderische Lösung insbesondere bei Entwässerungseinrichtungen in Maschinen zur Herstellung und/oder Veredlung von Papier-, Karton-, Tissue- oder anderen Faserstoffbahnen. Dabei wird die Faserstoffbahn gemeinsam mit zumindest einem Entwässerungsband durch einen Pressspalt geführt, der mit Hilfe der Anpresseinrichtung gebildet wird. Die Linienkraft im Pressspalt liegt vorzugsweise zwischen 50 und 980 KN und insbesondere zwischen 60 und 210 KN. Besonders geeignet ist daher der Einsatz bei der Herstellung von Tissuebahnen.

    [0033] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
    Figur 1
    eine schematische Querschnittsdarstellung eines Druckschuhes mit zugeordneter Anpresseinrichtung,
    Figur 2
    eine schematische Darstellung des in der Figur 1 gezeigten Druckkörpers in einer Ansicht von unten,
    Figur 3
    eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Anpresseinrichtung mit zwei in Maschinenlaufrichtung aufeinanderfolgenden Druckkörpern sowie mit dem Druckschuh zugeordneten Rückholelementen,
    Figur 4
    eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Anpresseinrichtung mit in Maschinenlaufrichtung betrachtet lediglich einem Druckkörper, wobei auch in diesem Fall dem Druckschuh wieder Rückholelemente zugeordnet sind
    Figur 5
    eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Anpresseinrichtung mit drei in Querrichtung aufeinanderfolgenden Druckkörpern, und
    Figur 6
    eine schematische Darstellung einer Ausführungsform mit Druckschlauch.


    [0034] Figur 1 zeigt, wie auch ein Teil der weiteren Figuren, in schematischer Querschnittsdarstellung einen Druckschuh 10 mit zugeordneter Anpresseinrichtung 12, wie er an sich bereits zum Stand der Technik gehört, hier aber noch einmal zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung in etwas weiterer Betrachtung erläutert wird.

    [0035] Die Anpresseinrichtung 12 umfasst wenigstens einen an einem Tragkörper 14 abgestützten, zumindest bereichsweise flexiblen Druckkörper 16. Der Druckkörper 16 weist wenigstens einen mit Druckfluid beaufschlagbaren Hohlraum 18 auf, um über ein entsprechendes Druckkörpervolumen eine vorgebbare Anpresskraft zu erzeugen.

    [0036] Im vorliegenden Fall weist der Druckkörper 16 nur einen einzigen, zusammenhängenden Hohlraum 18 auf.

    [0037] Über den Druckschuh 10 kann ein flexibles Band, beispielsweise der flexible Pressmantel einer Schuhwalze, geführt sein. Über die am Unterteil 20 des Druckschuhs 10 angreifende Anpresseinheit kann der Druckschuh 10 und damit das betreffende flexible Band zur Bildung eines verlängerten Pressspaltes gegen eine Gegenfläche gepresst werden, die beispielsweise durch eine Gegenwalze gebildet sein kann.

    [0038] Der im vorliegenden Fall als Hebe- oder Druckkissen ausgeführte Druckkörper 16 ist praktisch leckagefrei ausgeführt. Wie anhand der Figur 1 zu erkennen ist, ist er im vorliegenden Fall in Form eines Faltenbalgs mit beispielsweise drei vorzugsweise umlaufenden Außenfalten 22 ausgeführt.

    [0039] Der Druckkörper 16 soll eine möglichst große den Druckschuh 10 bzw. dessen Unterteil 20 beaufschlagende Anpressfläche 24 besitzen, um den zur Erzielung der erforderlichen Linienkraft benötigten Druck möglichst gering zu halten. Dies wird mit dem erfindungsgemäßen Druckkörper 16 erreicht.

    [0040] Der Druckkörper 16 kann beispielsweise eine allgemein quaderförmige Gestalt besitzen. Die den Druckschuh 16 bzw. dessen Unterteil 20 beaufschlagende Anpressfläche 24 des Druckkörpers 16 kann zumindest im Wesentlichen dem maximalen Druckkörperquerschnitt entsprechen.

    [0041] In der Figur 1 ist überdies eine Verbindung 26 zur Druckfluidversorgung zu erkennen.

    [0042] Wie sich aus der Figur 2 ergibt, kann der Druckkörper 16 grundsätzlich auch mehrere Verbindungen 26 zur Druckfluidversorgung aufweisen. Im vorliegenden Fall sind zwei solche Verbindungen 26 vorgesehen. Wie anhand der Figur 2 zu erkennen ist, sind die der Verbindung mit der Druckfluidversorgung dienenden Armaturen zweckmäßigerweise auf der vom Druckschuh 10 (vgl. auch Figur 1) abgewandten Seite des Druckkörpers 16 angeordnet. Für einen verbesserten Durchfluss des Druckfluids kann hierbei eine diagonale Anordnung dieser Armaturen vorgesehen sein.

    [0043] Der Druckkörper 16 ist zweckmäßigerweise variabel mit dem betreffenden Druckfluid beaufschlagbar, um durch eine entsprechende Variation des Druckkörpervolumens eine variabel einstellbare Anpresskraft zu erzeugen.

    [0044] Wie sich aus den Figuren 3 bis 5 ergibt, können mehrere in Maschinenlaufrichtung MD aufeinanderfolgende Druckkörper 16 und/ oder mehrere in Querrichtung CD aufeinanderfolgende Druckkörper 16 vorgesehen sein.

    [0045] Figur 3 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der Anpresseinrichtung 12 mit zwei in Maschinenlaufrichtung MD aufeinanderfolgenden Druckkörpern 16 sowie mit dem Druckschuh 10 zugeordneten Rückzugs- oder Rückholelementen 28.

    [0046] Die in Machinenlaufrichtung MD aufeinanderfolgenden Druckkörper 16 sind mit getrennten Verbindungen 26 zur Druckfluidquelle 30 versehen. Dabei sind diese in Machinenlaufrichtung MD aufeinanderfolgenden Druckkörper 16 zur Variation des Linienkraft- und/oder Drucklängsprofils im mit der Gegenfläche gebildeten Pressnip insbesondere unabhängig voneinander mit Druckfluid beaufschlagbar. Im vorliegenden Fall sind die Druckkörper 16 zwar mit der gleichen Druckfluidquelle 30 verbunden, der Zuleitung zu dem einen der beiden Druckkörper 16 kann jedoch beispielsweise ein Druckreduzierventil 32 oder dergleichen vorgesehen sein, so dass die beiden Druckkörper 16 erforderlichenfalls mit unterschiedlichem Druck beaufschlagt werden können.

    [0047] Wie anhand der Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, können in Maschinenlaufrichtung betrachtet sowohl an der Vorderseite als auch an der Rückseite des Druckschuhs 10 Rückzugs- oder Rückholelemente 28 vorgesehen sein, um den Druckschuh 10 von der Gegenfläche wegzubewegen.

    [0048] Ein jeweiliges Rückzugselement 28 kann beispielsweise wenigstens ein Feder- und/oder wenigstens ein Zylinder/Kolben-Element umfassen.

    [0049] Figur 4 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der Anpresseinrichtung 12 mit in Maschinenlaufrichtung MD betrachtet lediglich einem Druckkörper 16. Auch in diesem Fall sind dem Druckschuh 10 wieder Rückzugselemente 28 zugeordnet. Ein jeweiliges Rückzugselement 28 kann auch im vorliegenden Fall beispielsweise wieder wenigstens ein Feder- und/oder wenigstens ein Zylinder/Kolben-Element umfassen.

    [0050] Wie anhand der Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, können die Rückzugselemente 28 auf der vom Druckschuh 10 abgewandten Seite des Tragkörpers 14 vorgesehen und über sich durch den Tragkörper 14 hindurch erstreckende Zugelemente 34 mit dem Druckschuh 10 verbunden sein.

    [0051] Wie anhand der Figur 4 zu erkennen ist, ist der Druckkörper 16 wieder mit wenigstens einer Verbindung 16 zur Druckfluidversorgung 30 versehen.

    [0052] Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der Anpresseinrichtung 12 mit drei in Querrichtung CD aufeinanderfolgenden Druckkörpern 16.

    [0053] Die in Querrichtung CD aufeinanderfolgenden Druckkörper 16 können zur Variation des Linienkraft- und/oder Druckquerprofils im mit der Gegenfläche gebildeten Pressnip insbesondere wieder unabhängig voneinander mit Druckfluid beaufschlagbar sein. Sie sind also wieder mit getrennten Verbindungen 26 zur Druckfluidversorgung versehen.

    [0054] Im vorliegenden Fall sind beispielsweise drei in Querrichtung CD aufeinanderfolgende Druckkörper 16 vorgesehen, es können jedoch auch mehr als drei oder nur zwei Druckkörper 16 in Querrichtung aufeinander folgen.

    [0055] Es ist insbesondere auch eine Kombination der Ausführungen gemäß Figur 3 bzw. 4 mit der Ausführung gemäß Fig. 5 denkbar.

    [0056] In Figur 6 wird der Druckschuh 10 über zwei in Rotationsrichtung nebeneinander im Druckbett 36 liegende Druckkörper 16 in Form von axial verlaufenden Druckschläuchen angepresst. Auch hier wird die Ausdehnung des Druckschlauches in Pressrichtung über den Druck des Druckfluids im Druckschlauch eingestellt.

    [0057] Zur Anpassung an die jeweilige Arbeitsbreite können Druckkörper 16 unterschiedlicher Länge vorgesehen sein.

    [0058] Sind zumindest drei in Querrichtung CD aufeinanderfolgende Druckkörper 16 vorgesehen, so ist über die randseitigen Druckkörper 16 beispielsweise eine Randzonensteuerung möglich. Wie anhand der Figur 5 zu erkennen ist, können die randseitigen Druckkörper 16 z.B. eine geringere in Querrichtung gemessene Länge besitzen als der bzw. die mittleren Druckkörper 16.

    [0059] Länge und Form der Druckkörper 16 können insbesondere durch Anschläge begrenzt sein.

    [0060] Die dem Druckschuh 10 zugewandte Anpressfläche eines jeweiligen Druckkörpers 16 ist relativ groß, so dass der erforderliche Öldruck entsprechend gering gehalten wird. Die Armaturen zur Verbindung mit der Druckfluidversorgung sind an der Unterseite eines jeweiligen Druckkörpers 16 angeordnet (vgl. Figur 2). Dabei können die Armaturen für einen verbesserten Druckfluiddurchfluss diagonal angeordnet sein (vgl. insbesondere wieder Figur 2). Der jeweilige Hub ergibt sich über eine Volumenänderung durch Öffnen der Falten 22 (vgl. insbesondere Figur 1). Mit einer begrenzten Anzahl von Außenfalten 22 (vgl. die Ausführungsform gemäß Figur 1 mit lediglich drei Außenfalten) ergibt sich eine entsprechend geringere Ausgangshöhe. Die Druckkörper 16 können insbesondere aus faserverstärktem Kunststoff oder dergleichen bestehen.

    [0061] Ein jeweiliger Druckkörper 16 kann in einem Druckbett 36 des Tragkörpers 14 montiert sein (vgl. insbesondere Figur 1). Dabei kann der Druckkörper 16 durch eine entsprechende Gestaltung des Druckbettes 36 und des Druckschuhunterteils 20 fixiert sein.

    Bezugszeichenliste



    [0062] 
    10
    Druckschuh
    12
    Anpresseinrichtung
    14
    Tragkörper
    16
    Druckkörper
    18
    Hohlraum
    20
    Unterteil
    22
    Außenfalte
    24
    Anpressfläche
    26
    Verbindung
    28
    Rückzugs- oder Rückholelement
    30
    Druckfluidquelle
    32
    Druckreduzierventil
    34
    Zugelement
    36
    Druckbett
    37
    Lagerung
    38
    Pfeil
    40
    horizontales Lager
    42
    Trennplatte
    MD
    Maschinenlaufrichtung
    CD
    Querrichtung



    Ansprüche

    1. Einrichtung (12) zum Anpressen eines Druckschuhes (10) gegen eine Gegenfläche, in einer Maschine zur Herstellung von Papier-, Karton-, Tissue-, oder anderen Faserstoffbahnen,
    wobei die Einrichtung wenigstens zwei an einem Tragkörper (14) abgestützte, zumindest bereichsweise flexible Druckkörper (16) umfasst, die wenigstens einen Hohlraum (18) aufweisen, der mit Druckfluid beaufschlagbar ist, um über ein entsprechendes Druckkörpervolumen eine vorgebbare Anpresskraft zu erzeugen,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zur Anpassung an die jeweilige Arbeitsbreite Druckkörper (16) unterschiedlicher in Querrichtung gemessener Länge vorgesehen sind.
     
    2. Anpresseinrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Druckkörper (16) Leckage frei ausgeführt ist.
     
    3. Anpresseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Druckkörper (16) als Hebe- oder Druckkissen ausgeführt ist.
     
    4. Anpresseinrichtung nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) in Form eines Faltenbalgs ausgeführt ist.
     
    5. Anpresseinrichtung nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Faltenbalg mehrere vorzugsweise umlaufende Außenfalten (22) besitzt.
     
    6. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) eine allgemein quaderförmige Gestalt besitzt.
     
    7. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) von einem vorzugsweise axial verlaufenden Druckschlauch gebildet wird.
     
    8. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die den Druckschuh (16) bzw. dessen Unterteil (20) beaufschlagende Anpressfläche (24) der Druckkörper (16) zumindest im Wesentlichen dem maximalen Druckkörperquerschnitt entspricht.
     
    9. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Druckkörper (16) mit Druckfluid variabel beaufschlagbar sind, um durch eine entsprechende Variation des Druckkörpervolumens eine variabel einstellbare Anpresskraft zu erzeugen.
     
    10. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass sie mehrere in Maschinenlaufrichtung (MD) aufeinander folgende Druckkörper (16) umfasst.
     
    11. Anpresseinrichtung nach Anspruch 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die in Maschinenlaufrichtung (MD) aufeinander folgenden Druckkörper (16) zur Variation des Linienkraft- und/oder Drucklängsprofils im mit der Gegenfläche gebildeten Pressnip zumindest teilweise unabhängig voneinander mit Druckfluid beaufschlagbar sind.
     
    12. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass sie mehrere in Querrichtung (CD) aufeinander folgende Druckkörper (16) umfasst.
     
    13. Anpresseinrichtwng nach Anspruch 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die in Querrichtung (CD) aufeinander folgenden Druckkörper (16) zur Variation des Linienkraft- und/oder Druckquerprofils im mit der Gegenfläche gebildeten Pressnip zumindest teilweise unabhängig voneinander mit Druckfluid beaufschlagbar sind.
     
    14. Anpresseinrichtung nach Anspruch 12 oder 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens drei in Querrichtung (CD) aufeinander folgende Druckkörper (16) vorgesehen sind.
     
    15. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens drei in Querrichtung (CD) aufeinander folgende Druckkörper (16) vorgesehen sind und die beiden randseitigen Druckkörper (16) eine geringere in Querrichtung gemessene Länge besitzen als der bzw. die mittleren Druckkörper (16).
     
    16. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zur Bildung eines modularen Systems Druckkörper (16) mit einer Länge vorgesehen sind, die einem Bruchteil einer Arbeitsbreite entspricht..
     
    17. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) eine oder mehrere Verbindungen (26) zur Druckfluidversorgung aufweist.
     
    18. Anpresseinrichtung nach Anspruch 17,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) über die wenigstens eine Verbindung (26) entlüftbar und/oder kühlbar und/oder heizbar ist.
     
    19. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass als Druckfluid Wasser, Gas, Luft und/oder Öl vorgesehen ist.
     
    20. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) in einem Druckbett (36) des Tragkörpers (14) montiert ist.
     
    21. Anpresseinrichtung nach Anspruch 20,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) durch eine entsprechende Gestaltung des Druckbettes (36) und des Druckschuhunterteils (20) fixiert ist.
     
    22. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet ,
    dass dem Druckschuh (10) wenigstens ein Rückzugselement (28) zugeordnet ist, durch das er von der Gegenfläche wegbewegbar ist.
     
    23. Anpresseinrichtung nach Anspruch 22,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Rückzugselement (28) wenigstens ein Feder- und/oder wenigstens ein Zylinder/Kolben-Element umfasst.
     
    24. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass Länge und Form wenigstens eines Druckkörpers (16) zumindest teilweise durch Anschläge bestimmt sind.
     
    25. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in der Mitte der Arbeitsbreite und/oder an den Außenseiten wenigstens eines Druckschuhs (10) eine Anschlagleiste vorgesehen ist.
     
    26. Anpresseinrichtung nach Anspruch 25,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Anschlagleiste mit, bevorzugt austauschbaren, Gleitstreifen versehen ist.
     
    27. Anpresseinrichtung nach Anspruch 25 oder 26,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Anschlagleiste in der Mitte der Arbeitsbreite länger ist als die übrigen Anschläge.
     
    28. Anpresseinrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 27,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Anschlagleiste in der Mitte der Arbeitsbreite in einem U-förmigen Anschlag geführt ist.
     
    29. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die der Verbindung mit der Druckfluidversorgung dienenden Armaturen auf der vom Druckschuh (10) abgewandten Seite wenigstens eines Druckkörpers (16) angeordnet sind.
     
    30. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Verbindungen zur Druckfluidversorgung (26) relativ zu mindestens einem Druckkörper (16) diagonal angeordnet sind.
     
    31. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Armaturen benachbarter Druckkörper (16) paarweise, insbesondere einlaufseitig/auslaufseitig abwechselnd, miteinander verbunden sind.
     
    32. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Verbindung unterhalb des Tragkörper-Obergurtes und/oder neben dem Steg des Tragkörpers (14) vorgesehen ist.
     
    33. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet ,
    dass wenigstens ein Druckkörper (16) zumindest teilweise aus Faser verstärktem Kunststoff besteht.
     
    34. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Druckschuh (10) in Maschinenlaufrichtung (MD), insbesondere mittig, drehbar gelagert ist.
     
    35. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Druckschuh (10) in Maschinenquerrichtung (CD), insbesondere mehrfach, drehbar gelagert ist.
     
    36. Anpresseinrichtung nach Anspruch 34 oder 35,
    dadurch gekennzeichn e t ,
    dass die drehbare Lagerung (36) ihrerseits in horizontaler Richtung frei beweglich gelagert ist.
     
    37. Anpresseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwei oder mehr Druckkörper (16) übereinander angeordnet sind.
     
    38. Anpresseinrichtung nach Anspruch 37,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen den übereinander angeordneten Druckkörper (16) eine oder mehrere Trennplatten (42) angeordnet sind.
     
    39. Anpresseinrichtung nach Anspruch 37 oder 38,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass anstelle der unteren Druckkörper (16) mindestens teilweise Druckkolben vorgesehen sind.
     


    Claims

    1. Device (12) for pressing a pressure shoe (10) against a mating surface in a machine for producing paper, board, tissue or other fibrous webs,
    the device comprising at least two pressure elements (16) which are supported on a supporting body (14) and are flexible, at least in some regions, and which have at least one hollow chamber (18) that can be pressurized with pressurized fluid in order to generate a predefinable pressing force via a corresponding pressure element volume,
    characterized in that
    in order to match the respective working width, pressure elements (16) of different lengths, measured in the transverse direction, are provided.
     
    2. Pressing device according to Claim 1,
    characterized in that
    the pressure element (16) is designed to be leak-free.
     
    3. Pressing device according to Claim 1 or 2,
    characterized in that
    the pressure element (16) is designed as a lifting or pressure pad.
     
    4. Pressing device according to Claim 3,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) is designed in the form of a bellows.
     
    5. Pressing device according to Claim 4,
    characterized in that
    the bellows has a plurality of preferably circumferential outer folds (22).
     
    6. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) has a generally cuboidal shape.
     
    7. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) is formed from a pressure hose preferably extending axially.
     
    8. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the pressing surface (24) of the pressure elements (16) that acts on the pressure shoe (10) or the lower part (20) of the latter corresponds at least substantially to the maximum pressure element cross section.
     
    9. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the pressure elements (16) can be pressurized variably with pressurized fluid in order to generate a variably adjustable pressing force by means of an appropriate variation in the pressure element volume.
     
    10. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    it comprises a plurality of pressure elements (16) following one another in the machine running direction (MD).
     
    11. Pressing device according to Claim 10,
    characterized in that
    the pressure elements (16) following one another in the machine running direction (MD) can be pressurized with pressurized fluid at least partly independently of one another in order to vary the line force and/or longitudinal pressure profile in the press nip formed with the mating surface.
     
    12. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    it comprises a plurality of pressure elements (16) following one another in the transverse direction (CD).
     
    13. Pressing device according to Claim 12,
    characterized in that
    the pressure elements (16) following one another in the transverse direction (CD) can be pressurized with pressurized fluid at least partly independently of one another in order to vary the line force and/or transverse pressure profile in the press nip formed with the mating surface.
     
    14. Pressing device according to Claim 12 or 13,
    characterized in that
    at least three pressure elements (16) following one another in the transverse direction (CD) are provided.
     
    15. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least three pressure elements (16) following one another in the transverse direction (CD) are provided, and the two pressure elements (16) at the edges have a shorter length, measured in the transverse direction, than the central pressure element or elements (16).
     
    16. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    in order to form a modular system, pressure elements (16) having a length which corresponds to a fraction of a working width are provided.
     
    17. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) has one or more connections (26) to the pressurized fluid supply.
     
    18. Pressing device according to Claim 17,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) can be vented and/or cooled and/or heated via the at least one connection (26).
     
    19. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the pressurized fluid provided is water, gas, air and/or oil.
     
    20. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) is mounted in a pressure bed (36) of the supporting body (14).
     
    21. Pressing device according to Claim 20,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) is fixed by means of an appropriate configuration of the pressure bed (36) and of the pressure shoe lower part (20).
     
    22. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the pressure shoe (10) is assigned at least one withdrawal element (28), by means of which it can be moved away from the mating surface.
     
    23. Pressing device according to Claim 22,
    characterized in that
    the withdrawal element (28) comprises at least one spring and/or at least one cylinder/piston element.
     
    24. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    length and shape of at least one pressure element (16) are at least partly determined by stops.
     
    25. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    a stop bar is provided in the centre of the working width and/or on the outer sides of at least one pressure shoe (10).
     
    26. Pressing device according to Claim 25,
    characterized in that
    the stop bar is provided with preferably replaceable sliding strips.
     
    27. Pressing device according to Claim 25 or 26,
    characterized in that
    the stop bar in the centre of the working width is longer than the other stops.
     
    28. Pressing device according to one of Claims 25 to 27,
    characterized in that
    the stop bar in the centre of the working width is guided in a U-shaped stop.
     
    29. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the fittings used for the connection to the pressurized fluid supply are arranged on the side of at least one pressure element (16) that faces away from the pressure shoe (10).
     
    30. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the connections to the pressurized fluid supply (26) are arranged diagonally relative to at least one pressure element (16).
     
    31. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the fittings of adjacent pressure elements (16) are connected to one another in pairs, in particular alternately on the inlet side/outlet side.
     
    32. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the connection is provided underneath the supporting body upper flange and/or beside the web of the supporting body (14).
     
    33. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least one pressure element (16) consists at least partly of fibre reinforced plastic.
     
    34. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the pressure shoe (10) is mounted, in particular centrally, such that it can rotate in the machine running direction (MD).
     
    35. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the pressure shoe (10) is mounted, in particular multiply, such that it can rotate in the machine transverse direction (CD).
     
    36. Pressing device according to Claim 34 or 35,
    characterized in that
    the rotatable mounting (36) is in turn mounted such that it can move freely in the horizontal direction.
     
    37. Pressing device according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    two or more pressure elements (16) are arranged above one another.
     
    38. Pressing device according to Claim 37,
    characterized in that
    one or more dividing plates (42) are arranged between the pressure elements (16) arranged above one another.
     
    39. Pressing device according to Claim 37 or 38,
    characterized in that
    instead of the lower pressure elements (16), pressure pistons are provided, at least to some extent.
     


    Revendications

    1. Dispositif (12) pour presser un sabot de pression (10) contre une surface conjuguée, dans une machine de fabrication de bandes de papier, carton, papier tissu, ou d'autres bandes fibreuses, le dispositif comprenant au moins deux corps de pression (16) au moins en partie flexibles supportés sur un corps porteur (14), lesquels présentent au moins une cavité (18) qui peut être sollicitée avec du fluide sous pression afin de générer une force de pressage prédéfinissable par le biais d'un volume correspondant des corps de pression,
    caractérisé en ce que
    des corps de pression (16) de longueurs différentes, mesurées dans le sens travers, sont prévus pour l'adaptation à la largeur de travail respective.
     
    2. Dispositif de pressage selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le corps de pression (16) est réalisé de manière étanche aux fuites.
     
    3. Dispositif de pressage selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    le corps de pression (16) est réalisé sous forme de coussin de levage ou de coussin de pression.
     
    4. Dispositif de pressage selon la revendication 3,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) est réalisé en forme de soufflet.
     
    5. Dispositif de pressage selon la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    le soufflet possède plusieurs plis extérieurs (22) de préférence périphériques.
     
    6. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) possède une forme généralement parallélépipédique.
     
    7. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) est formé par un tuyau de pression s'étendant de préférence axialement.
     
    8. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la surface de pressage (24) des corps de pression (16), sollicitant le sabot de pression (10) ou sa partie inférieure (20), correspond au moins essentiellement à la section transversale maximale des corps de pression.
     
    9. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les corps de pression (16) peuvent être sollicités de manière variable avec du fluide sous pression, afin de générer, par une variation correspondante du volume des corps de pression, une force de pressage ajustable de manière variable.
     
    10. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'il comprend plusieurs corps de pression (16) se suivant les uns les autres dans le sens machine (MD).
     
    11. Dispositif de pressage selon la revendication 10,
    caractérisé en ce que
    les corps de pression (16) se suivant les uns les autres dans le sens machine (MD) peuvent être sollicités au moins en partie indépendamment les uns des autres avec du fluide sous pression pour faire varier le profil longitudinal de la force linéaire et/ou le profil longitudinal de pression dans le pinçage formé avec la surface conjuguée.
     
    12. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'il comprend plusieurs corps de pression (16) se suivant les uns les autres dans le sens travers (CD).
     
    13. Dispositif de pressage selon la revendication 12,
    caractérisé en ce que
    les corps de pression (16) se suivant les uns les autres dans le sens travers (CD) peuvent être sollicités au moins en partie indépendamment les uns des autres avec du fluide sous pression pour faire varier le profil transversal de la force linéaire et/ou le profil transversal de pression dans le pinçage formé avec la surface conjuguée.
     
    14. Dispositif de pressage selon la revendication 12 ou 13,
    caractérisé en ce
    qu'au moins trois corps de pression (16) se suivant les uns les autres dans le sens travers (CD) sont prévus.
     
    15. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins trois corps de pression (16) se suivant les uns les autres dans le sens travers (CD) sont prévus et les deux corps de pression (16) du côté du bord possèdent une plus faible longueur, mesurée dans le sens travers, que le ou les corps de pression (16) central ou centraux.
     
    16. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    pour former un système modulaire, on prévoit des corps de pression (16) ayant une longueur qui correspond à une fraction d'une largeur de travail.
     
    17. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) présente une ou plusieurs connexions (26) à une alimentation en fluide sous pression.
     
    18. Dispositif de pressage selon la revendication 17,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) peut être désaéré et/ou refroidi et/ou chauffé par le biais de l'au moins une connexion (26).
     
    19. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'on prévoit en tant que fluide sous pression de l'eau, du gaz, de l'air et/ou de l'huile.
     
    20. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) est monté dans un lit de pression (36) du corps porteur (14).
     
    21. Dispositif de pressage selon la revendication 20,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) est fixé par une forme correspondante du lit de pression (36) et de la partie inférieure du sabot de pression (20).
     
    22. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un élément de retrait (28) est associé au sabot de pression (10), par le biais duquel le sabot de pression peut être écarté de la surface conjuguée.
     
    23. Dispositif de pressage selon la revendication 22,
    caractérisé en ce que
    l'élément de retrait (28) comprend au moins un élément à ressort et/ou au moins un élément à cylindre/piston.
     
    24. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la longueur et la forme d'au moins un corps de pression (16) sont au moins en partie déterminées par des butées.
     
    25. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au milieu de la largeur de travail et/ou au niveau des côtés extérieurs d'au moins un sabot de pression (10) est prévue une barrette de butée.
     
    26. Dispositif de pressage selon la revendication 25,
    caractérisé en ce que
    la barrette de butée est munie de bandes de glissement de préférence remplaçables.
     
    27. Dispositif de pressage selon la revendication 25 ou 26,
    caractérisé en ce que
    la barrette de butée au milieu de la largeur de travail est plus longue que les autres butées.
     
    28. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications 25 à 27,
    caractérisé en ce que
    la barrette de butée au milieu de la largeur de travail est guidée dans une butée en forme de U.
     
    29. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les robinets servant à la connexion à l'alimentation en fluide sous pression sont disposés du côté d'au moins un corps de pression (16) opposé au sabot de pression (10).
     
    30. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les connexions à l'alimentation en fluide sous pression (26) sont disposées en diagonale par rapport à au moins un corps de pression (16).
     
    31. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les robinets de corps de pression adjacents (16) sont connectés ensemble par paires, notamment en alternance du côté de l'entrée/du côté de la sortie.
     
    32. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la connexion est prévue en dessous de la section supérieure du corps porteur et/ou à côté de la nervure du corps porteur (14).
     
    33. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un corps de pression (16) se compose au moins en partie de plastique renforcé par des fibres.
     
    34. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le sabot de pression (10) est supporté à rotation dans le sens machine (MD), notamment centralement.
     
    35. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le sabot de pression (10) est supporté à rotation dans le sens travers de la machine (CD), en particulier plusieurs fois.
     
    36. Dispositif de pressage selon la revendication 34 ou 35,
    caractérisé en ce que
    le support rotatif (36) est pour sa part supporté de manière librement mobile dans la direction horizontale.
     
    37. Dispositif de pressage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    deux ou plus de deux corps de pression (16) sont disposés les uns au-dessus des autres.
     
    38. Dispositif de pressage selon la revendication 37,
    caractérisé en ce que
    une ou plusieurs plaques de séparation (42) sont disposées entre les corps de pression disposés les uns au-dessus des autres (16).
     
    39. Dispositif de pressage selon la revendication 37 ou 38,
    caractérisé en ce que
    des pistons de pression sont au moins en partie prévus au lieu des corps de pression inférieurs (16).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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