[0001] Die Erfindung betrifft eine Zahnbürste, welche einen als Griff für den Benutzer ausgebildeten
Halter aufweist, an dem wenigstens ein Träger oder eine Aufnahme für zum Behandeln
der Zähne bestimmte Borsten oder dergleichen angebracht ist.
[0002] Die Erfindung ist sowohl für reine Handzahnbürsten als auch für Zahnbürsten mit angetriebenem
und insbesondere elektrisch angetriebenem Kopf, an dem der Bürstenträger oder die
Borstenaufnahme angeordnet ist, geeignet und bestimmt.
[0003] Zahnbürsten sind zahlreich und in den verschiedensten Ausführungen bekannt. Insbesondere
Handzahnbürsten werden als Ganzes unbrauchbar, sobald deren Borsten abgenutzt oder
sonst wie verbraucht sind. Für elektrische Zahnbürsten sind auch Wechselbürstensysteme
bekannt, bei denen die verschlissenen, verbrauchten oder sonst wie unbrauchbar gewordenen
Borsten mit jeweils einer größeren Bauteilgruppe der Zahnbürste ausgewechselt werden
können , ohne die Zahnbürste insgesamt erneuern zu müssen.
[0004] Die auszuwechselnden Teile der bekannten Wechselbürstensysteme sind komplex und kostspielig
und enthalten zum Teil auch Antriebseinrichtungen, die mit den verbrauchten Borsten
auszuwechseln sind, obwohl sie selbst nicht verschlissen sind. Die auszuwechselnden
Teile verursachen daher hohe Herstellungskosten und dementsprechend verhältnismäßig
hohe Aufwendungen für die Beschaffung der Auswechselteile.
[0005] Diese Nachteile führen dazu, dass der durchschnittliche Benutzer seine Zahnbürste
bzw. die Borsten derselben nicht ausreichend häufig wechselt, um eine optimale Pflege
der Zähne zu gewährleisten. So benötigen Benutzer einer bekannten elektrischen Zahnbürste
durchschnittlich nur 1,5 Wechselbürsten pro Jahr, obwohl ein monatlicher Wechsel von
Zahnärzten bzw. ein drei-monatlicher Wechsel vom Zahnbürstenhersteller empfohlen wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine wirtschaftlich vertretbare Möglichkeit
zu schaffen, verbrauchte Borsten von Zahnbürsten in einfacher Weise auswechseln zu
können, ohne deshalb die Zahnbürste insgesamt (Handzahnbürste) oder Teile der Zahnbürste,
die für die unmittelbare Halterung der Borsten nicht erforderlich sind, auswechseln
zu müssen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Zahnbürste gelöst, welche die Merkmale
des Patentanspruches 1 aufweist.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0009] Die Erfindung ist sowohl für Handzahnbürsten als auch für motorisch und insbesondere
elektrisch betriebene Zahnbürsten geeignet. Sie ist aber besonders für elektrisch
betriebene Zahnbürsten, die einen Halter mit einem Antrieb für eine Bewegung der Borstenaufnahme
aufweisen, bestimmt. Auch ist die Erfindung sowohl bei neuen als auch bei bereits
benutzten Zahnbürsten anwendbar. Als Reinigungselemente können Borsten oder auch mit
Borsten gleich wirkende Teile verwendet werden.
[0010] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass mit den verbrauchten oder
verschlissenen Borsten jeweils nur eine geringe Menge Werkstoff ausgetauscht werden
muss. Die auszutauschenden Bauteile sind einfach ausgebildet und daher preiswert zu
fertigen, so dass die Kosten für die Beschaffung von Austauschteilen niedrig gehalten
werden können. Selbst bei Handzahnbürsten ist es deutlich preiswerter, nur den eigentlichen
Bürstenträger auszuwechseln, anstatt die ganze Zahnbürste oder größere Teile derselben
zu ersetzen.
[0011] Gemäß der Erfindung können die Austauschteile zu mehreren in Packungen zu Preisen
vertrieben werden, die unterhalb einer dominanten Preisschwelle liegen. So ermöglicht
die Erfindung eine bessere dentale Versorgung der Benutzer, weil die Wechselintervalle
der Borsten deutlich verkürzt werden können. Hinzu kommt, dass die erfindungsgemäße
Wechselbürstenaufnahme für unterschiedliche Zahnbürstenmodelle geeignet ist, was sich
positiv auf die Sortimentbreite des Handels mit Ersatzteilen auswirkt.
[0012] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es lediglich erforderlich, von einer vorhandenen
Zahnbürste die verbrauchten Borsten oder borstenähnlichen Reinigungselemente zu entfernen,
entweder mit oder auch ohne die vorhandene Borstenaufnahme selbst. Dadurch wird eine
Auflagefläche für die erfindungsgemäße Wechselborstenaufnahme bzw. den Wechselbürstenträger
geschaffen.
[0013] Die Rückseite des erfindungsgemäßen Wechselbürstenträgers bzw. der erfindungsgemäßen
Wechselborstenaufnahme ist vorzugsweise derart gestaltet, dass sie an einem Borstenträger
einer existierenden Zahnbürste oder einer vergleichbaren Auflage befestigt werden
kann. Die Befestigung kann je nach Werkstoff und Form des vorhandenen Borstenträgers
unterschiedlich sein. In Betracht kommen als Verbindungselemente adhäsive Mittel und/oder
formschlüssige Elemente wie Zapfen, Klammern und dergleichen, welche Scherkräfte und
auch Axialkräfte übertragen können.
[0014] Klebstoffe oder sonstige adhäsive Mittel sind beispielsweise zwischen einem bereits
vorhandenen Borstenträger und einem erfindungsgemäßen Borstenträger anwendbar. Sie
können aber auch innerhalb der vorhandenen Borstenlöcher auf an dem erfindungsgemäßen
Borstenträger befindliche Zapfen einwirken.
[0015] Die schlechten adhäsiven Eigenschaften einiger Werkstoffe wie zum Beispiel Polyoxymethylen
(POM) bedingen unter Umständen die Verwendung formschlüssiger Elemente, zu denen auch
Klammern gehören.
[0016] Anstelle oder zusätzlich zu den adhäsiven Mitteln können also die beim Benutzen der
Zahnbüste auftretenden Kräfte auch formschlüssig übertragen werden. Zapfen oder Klammer
übertragen Scherkräfte, die beispielsweise beim Putzen der Borsten der Zahnbürste
oder bei elektrischen Zahnbürsten durch die motorisch hervorgerufenen Bewegungen wie
Drehbewegungen der Borstenträger auftreten. Zapfen können beispielsweise in Löcher
eingreifen, die beispielsweise auch durch das zuvor erfolgte Entfernen der Borsten
vom Borstenträger der existierenden Zahnbürste entstanden sind.
[0017] Axial auftretende Kräfte nimmt in der einen Richtung, nämlich der Druckrichtung,
der Borstenträger einer bereits vorhandenen Zahnbürste auf. In entgegengesetzter Richtung
(Zug) wirkende Kräfte werden beispielsweise von Clips oder sonstigen Klammern, welche
den vorhandenen Borstenträger umgreifen können, aufgenommen. Gleichwohl ist ein Lösen
und damit Auswechseln des erfindungsgemäßen Wechselbürstenträgers oder Borstenträgers
möglich, insbesondere wenn formschlüssige Verbindungselemente Verwendung finden.
[0018] Die genaue Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wechselbürstenträgers mag von der
jeweils vorhandenen speziellen Zahnbürste abhängen oder mit abhängen. Seine generische
Eigenschaft ist, dass die dem bestehenden Borstenträger zugewandte Seite des erfindungsgemäßen
Wechselbürstenträgers an die morphologischen Eigenschaften des kompatiblen Produktes
derart angepasst ist, dass er an der Oberfläche des jeweils vorhandenen Borstenträgers
angebracht bzw. montiert werden kann.
[0019] Der erfindungsgemäße Wechselbürstenträger kann ein- oder auch mehrteilig sein. Beispielsweise
kann er aus zwei Bauteilen bestehen, wobei eine Aufnahme fest mit dem Borstenträger
einer vorhandenen Zahnbürste verbunden wird und diese Aufnahme ein lösbares Befestigungssystem
für den aufzusetzenden erfindungsgemäßen Wechselbürstenträger aufweist. In diesem
Falle genügt es, wenn eine bereits vorhandene Zahnbürste einmal mit einer entsprechenden
Aufnahme versehen wird, die dann dauerhaft an der vorhandenen Zahnbürste verbleibt,
während nur die die Borsten tragende Wechselbürsteneinrichtung ausgewechselt werden
muss.
[0020] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Klebstoffe sollten einerseits die Wechselbürste
für die Benutzung der Zahnbürste an dieser festhalten, zum Auswechseln des Wechselbürstenträgers
aber wieder lösbar sein. Der Klebstoff sollte auch in feuchter und fluorhaltiger Umgebung
nicht toxisch wirken. Auch sollte er an unpolaren Kunststoffen wie PE und POM halten
und sich zudem möglichst rückstandslos wieder lösen lassen.
[0021] Der zum Anbringen und Befestigen des erfindungsgemäßen Bostenträgers bzw. der erfindungsgemäßen
Borstenaufnahme bzw. Wechselbürste verwendete Klebstoff kann direkt auf die miteinander
zu verbindenden Teile aufgebracht werden. Er kann aber auch beidseitig auf einem Zwischenträger
wie einer flexiblen und gegebenenfalls auch elastischen Folie angebracht werden, zweckmäßig
beidseitig. Diese Folie wird vorzugsweise am auswechselbaren Wechselbürstenträger
oder Borstenträger bzw. der auswechselbaren Borstenaufnahme angebracht und mit diesem
bzw. dieser ausgetauscht.
[0022] Die erfindungsgemäß verwendbare Klebefolie besteht beispielsweise aus einem thermoplastischen
Kautschuk mit klebrig machenden Harzen, auf der ein- oder zweiseitig Klebestoff angebracht
ist.
[0023] Eine für die vorliegende Erfindung geeignete Klebefolie für eine wieder lösbare Klebbindung
ist in der DE 3331016-A1 offenbart. Diese Klebfolie besteht aus thermoplastischem
Kautschuck und klebrig machenden Harzen, die eine hohe Elastizität und eine geringe
Plastizität hat, wobei die Adhäsion geringer als die Kohäsion ist. Beim Dehnen der
Klebfolie verschwindet deren Haftvermögen weitgehend. Das Verhältnis von Abzugkraft
zu Reißlast beträgt wenigstens 1:2. Eeine damit hergestellte Klebbindung ist durch
Ziehen an der Klebfolie in Richtung der Verklebungsebene lösbar.
[0024] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele eines für Zahnbürsten bestimmten, auswechselbaren
Wechselbürstenträgers schematisch dargestellt, und zwar zeigt
- Fig. 1
- eine schaubildliche Ansicht einer ersten Ausführungsform des Wechselbürstenträgers,
der über einer Aufnahme, auf die er aufgesetzt werden kann, angeordnet ist.
- Fig. 2
- eine schaubildliche Ansicht eines gegenüber Fig. 1 abgewandelten Wechselbürstenträgers,
- Fig. 3
- eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wechselbürstenträgers , der auf
einem Zwischenhalter bzw. einer Zwischenlage angebracht werden kann, die ihrerseits
auf der Borstenaufnahme an der nicht dargestellten Zahnbürste zu befestigen ist,
und
- Fig. 4
- eine besonders bevorzugte vierte Ausführungsform einer Zahnbürste mit austauschbarem
Borstenträger bzw. Wechselbürstenträger.
[0025] Der in Fig. 1 gezeigte auswechselbare Bürstenträger 1 besteht aus einer im Grundriss
kreisförmigen Scheibe 2, in welche Borsten 3 eingesteckt sind. Diese Borsten 3 können
Borstenbüschel sein. Bei der dargestellten Ausführungsform stehen über die Unterseite
der Scheibe 2 hohle Zapfen 4 über, welche beispielsweise in Löchern stecken, welche
auch die Borsten aufnehmen können.
[0026] Die in Fig. 1 unterhalb des Bürstenträgers 1 dargestellte, an einer hier nicht gezeigten
Zahnbürste vorgesehene Borstenaufnahme 5 weist eine im Grundriss kreisförmige Scheibe
6 auf, welche am oberen Ende eines Wellenstumpfes 7 angebracht ist.
[0027] Die Scheibe 6 der Aufnahme 5 enthält senkrecht verlaufende Bohrungen 8, in welchen
nicht dargestellte Borsten der ursprünglich ausgestatteten Zahnbürste steckten. In
diese Bohrungen 8 können Zapfen 4 des auswechselbaren Bürstenträgers 1 eingesteckt
werden, wenn der Bürstenträger 1 als Auswechselteil auf die Scheibe 6 der Aufnahme
5 aufgesetzt werden soll.
[0028] Zusätzlich oder anstelle der Zapfen 4 kann auf die Unterseite der Scheibe 2 und/oder
die Oberseite der Scheibe 6 Klebstoff aufgetragen werden, welcher den auswechselbaren
Bürstenträger 1 auf der Aufnahme 5 festhält, um den Betrieb der Zahnbürste zu ermöglichen,
andererseits aber gelöst werden kann, wenn der auswechselbare Bürstenträger nach Verschleiß
bzw. Verbrauch seiner Borsten ausgewechselt werden soll.
[0029] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist der auswechselbare Bürstenträger 9 ähnlich
aufgebaut wie der Bürstenträger gemäß Fig. 1 und hat eine kreisförmige Scheibe 10
mit darauf angeordneten Borsten 11. Am äußeren Rand der Scheibe 10 sind nach unten
vorstehende Haken 12 angeordnet, die unter die hier nicht dargestellte Scheibe einer
an der Zahnbürste angeordneten Aufnahme greifen können, um eine formschlüssige Verbindung
zwischen der Aufnahme und dem auswechselbaren Bürstenhalter 9 herzustellen. Die hier
nicht dargestellte Scheibe der an der Zahnbürste angebrachten Aufnahme kann mit entsprechenden
Ausnehmungen und/oder Vorsprüngen versehen sein, um mit den Haken 12 eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem auswechselbaren Bürstenträger 9 und der an der Zahnbürste
angebrachten Aufnahme zu gewährleisten.
[0030] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 stehen keine Zapfen über die Unterseite der
Scheibe 10 über. Vielmehr kann die Scheibe 10 unmittelbar auf die Oberseite der entsprechenden
Scheibe der an der Zahnbürste angeordneten Aufnahme aufgesetzt werden, nachdem die
verschlissenen oder verbrauchten Borsten von der Scheibe der Aufnahme entfernt wurden
oder zumindest bis auf die Oberfläche der Scheibe abgeschnitten worden sind.
[0031] Zusätzlich kann auf die Unterseite der Scheibe 10 ebenso wie auf die Oberseite der
Scheibe der an der Zahnbürste angeordneten Aufnahme Klebstoff aufgebracht werden,
um eine Klebverbindung zwischen Aufnahme und auswechselbarem Bürsteniräger zu erzielen.
Auch in diesem Falle hat der Klebstoff die Eigenschaft, zwar eine Klebverbindung zu
der an der Zahnbürste angeordneten Aufnahme herzustellen, die den bei der Benutzung
der Zahnbürste auftretenden Scherkräften standhält, die jedoch wieder gelöst werden
kann, wenn der Bürstenträger 9 nach Verbrauch bzw. Verschleiß seiner Borsten 11 ausgewechselt
werden soll.
[0032] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist zwischen einem auswechselbaren Bürstenträger
13 und einer Scheibe 14 der an der Zahnbürste angeordneten Aufnahme eine Zwischenscheibe
15 vorgesehen, welche an der Unterseite überstehende Zapfen 16 und an der Oberseite
nach oben überstehende Kopfbolzen 17 aufweist. Die Zapfen 16 passen in Bohrungen 18
der Scheibe 14, während auf die Kopfbolzen 17 eine Borsten 19 aufweisende Scheibe
20 des Bürstenträgers 13 aufgesteckt werden kann, welche an der Unterseite nicht gezeigte
Ausnehmungen zur Aufnahme der Kopfbolzen enthält.
[0033] Zusätzlich bzw. alternativ zu den eine Verbindung herstellenden Zapfen 16 und Kopfbolzen
17 können Oberseite und Unterseite der Zwischenscheibe 15 mit Klebstoff versehen sein,
der, wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, geeignet ist, Scherkräfte,
welche bei der Benutzung der Zahnbürste auftreten, aufzunehmen, andererseits aber
eine Lösbarkeit gewährleistet, wenn der auswechselbare Bürstenträger 13 nach Verschleiß
oder Verbrauch seiner Borsten 19 ausgewechselt werden soll.
[0034] In Fig. 4 ist eine elektrisch betreibbare Zahnbürste 21 schematisch dargestellt,
welche einen mit der Hand zu ergreifenden Halter 22 aufweist, der eine stabartige
Verlängerung 23 hat, die in den Mund eines Benutzers der Zahnbürste eingeführt werden
kann.
[0035] Nahe dem äußeren Ende der Verlängerung 23 enthält diese ein radial verlaufendes Loch
24, in dem ein Zapfen 25 einer Aufnahme 26 für Reinigungselemente wie Borsten steckt,
der die Antriebskräfte von im Halter 22 und der Verlängerung 23 befindlichen Antriebselementen
der Zahnbürste 21 umlenkt.
[0036] Die scheibenförmige Aufnahme 26 enthält senkrecht verlaufende Bohrungen 27, in denen
bei einer neuen Zahnbürste die Reinigungselemente wie Borsten stecken. In Fig. 4 sind
diese Borsten jedoch abgenutzt und stehen nicht mehr über die Oberseite der scheibenförmigen
Aufnahme 26 über.
[0037] Oberhalb der scheibenförmigen Aufnahme 26 ist eine scheibenförmige Klebefolie 28
angeordnet, über der sich ein als Ersatz an der Zahnbürste anzubringender Bürstenträger
29 befindet, in den hoch stehende Borsten 30 eingesteckt sind.
[0038] In Fig. 4 sind die Teile 23 bis 30 in Explosionsdarstellung und somit auseinander
gezogen dargestellt. Bei der fertig ausgerüsteten Zahnbürste 21 sind diese Teile aber
aneinander befestigt und mittels des Zapfens 25 mit dem Antrieb verbunden.
[0039] Die Klebefolie 28 ist beidseits mit Klebstoff beschichtet und bildet somit die Verbindung
zwischen der Aufnahme 26 und dem auswechselbaren Bürstenträger 29. Die Klebefolie
28 ist dabei so ausgebildet, dass sie von der Aufnahme 26 gelöst werden kann, sobald
die Borsten 30 des Bürstenträgers 29 verschlissen bzw. abgenutzt sind und ein neuer
Bürstenträger an der Aufnahme 26 angebracht werden soll.
[0040] Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist, dass ein Bürstenträger 29 für neue
Borsten 30 auswechselbar auf der Aufnahme 26 angebracht und befestigt werden kann,
damit die Zahnbürste 21 wieder voll funktionsfähig wird, nachdem die ursprünglich
vorgesehenen Borsten abgenutzt bzw. verschlissen sind. Nach der Gebrauchszeit der
Borsten lässt sich die Verbindung zwischen dem Bürstenträger 29 und der Aufnahme 26
lösen, damit ein neuer Wechselbürstenträger angebracht werden kann. Die Verbindung
zwischen Bürstenträger 29 und Aufnahme 26 ist so beschaffen, dass sie sich während
des Gebrauches der Zahnbürste nicht unbeabsichtigt lösen kann, sondern allen Kräften,
die bei Benutzung der Zahnbürste auf den Bürstenträger 29 ausgeübt werden können,
standhält.
1. Zahnbürste, mit einem als Griff für den Benutzer ausgebildeten Halter und daran an
einem Träger angebrachten Borsten,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Träger (1; 9; 13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) an einer Aufnahme (5, 6;
14; 26) auswechselbar angeordnet ist.
2. Zahnbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1; 9; 13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) an der Borstenaufnahme
(5, 6; 14; 26) einer existierenden elektrischen Zahnbürste (21) auswechselbar angebracht
ist.
3. Zahnbürste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1; 9; 13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) mittels eines auf Basis
thermoplastischer Kautschuke ausgebildeten antitoxischen Klebstoffes an der Aufnahme
(5; 26) auswechselbar angeordnet ist.
4. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1; 9; 13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) auf eine abgenutzte Borsten
enthaltende Borstenaufnahme (5, 6; 14; 26) einer gebrauchten Zahnbürste (21) zu befestigen
ist.
5. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1; 9; 13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) mittels eines nach Gebrauch
der Zahnbürste (21) lösbaren Klebstoffes auf die Oberseite der abgenutzte Borsten
(3; 9; 19; 30) enthaltenden Borstenaufnahme (5, 6; 14; 26) der gebrauchten Zahnbürste
aufgeklebt ist.
6. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebstoff ein Cyanacrylat oder ein Hexafluoraceton-Sesquihydrat vorgesehen ist.
7. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1; 9; 13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) als Scheibe ausgebildet
ist.
8. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Borstenaufnahme (5, 6; 14; 26) und dem auswechselbaren Träger (1; 9;
13; 29) für die Borsten (3; 11; 19; 30) eine Zwischenscheibe (15; 28) eingelegt ist,
die ein- oder beidseitig mit Klebstoff versehen ist.
9. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur lösbaren Verbindung zwischen der Borstenaufnahme (5, 6; 14; 26) und dem auswechselbaren
Träger (1; 9; 13; 29) ein Rastmechanismus (Haken 12) vorgesehen ist, der die miteinander
verbundenen Teile formschlüssig umgreift oder formschlüssig in diese Teile eingreift.
10. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander zu verbindenden Teile (5, 6; 14 und 1; 9; 13) mit formschlüssig ineinander
greifenden Zapfen (4; 16; 17 und 8; 18) und Ausnehmungen versehen sind.