[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Bearbeitungszentrum zum
Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen Werkstoffen, Holzaustauschwerkstoffen,
Kunststoff o.dgl.
- mit mindestens zwei Bearbeitungsbereichen für die Werkstücke, welche mit Aufspanneinrichtungen
für die Werkstücke ausgestattet sind,
- sowie mindestens einer Bearbeitungseinheit, die verfahrbar gelagert ist, und mindestens
eine Arbeitsspindel trägt, an die Bearbeitungswerkzeuge und/oder Bearbeitungsaggregate
ankoppelbar sind,
[0002] Bearbeitungszentren dieser Art sind als Portal- oder Ausleger-Konstruktionen seit
langem in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt.
[0003] Bei den Portal-Konstruktionen (vgl. beispielsweise DE 10026069) werden die Bearbeitungsbereiche
von einem waagrecht verlaufenden Teil der Portalkonstruktion überspannt.
[0004] Bei den Ausleger-Konstruktionen überspannt ein Kragarm die Bearbeitungsbereiche.
[0005] Unter einem Bearbeitungsbereich ist jede Art von Bearbeitungsauflage zu verstehen,
auf der die plattenförmigen Werkstücke abgelegt und in irgendeiner Weise bearbeitet
werken können. Bekannt sind in diesem Zusammenhang herkömmliche Tischkonstruktionen,
sogenannte Konsolen- oder Rastertische oder auch Kombinationen dieser Tischkonstruktionen.
[0006] Zur Durchführung der Bearbeitungsvorgänge müssen die Werkstücke auf den Bearbeitungsbereichen
unverschiebbar fixiert werden. Hierzu werden Aufspanneinrichtungen eingesetzt, die
die Werkstücke mechanisch oder pneumatisch auf den Tischkonstruktionen halten. Bekannt
sind in diesem Zusammenhang mechanische Einrichtungen, wie-Niederhalter, sog. Klemmspanner,
oder pneumatische Einrichtungen, sog. Saugspanner o.dgl. Einrichtungen, sowie Kombinationen
hiervon.
[0007] Mit Verfahrensweisen und Bearbeitungszentren der bekannten Art können Werkstücke
komplett bearbeitet werden. Dabei wird vorbereitend ein in einem vorangegangenen separaten
Arbeitsgang hergestellter Rohzuschnitt auf den jeweiligen Bearbeitungsbereich aufgespannt
und dann durch die Bearbeitungseinheit unter Einsatz der für den jeweiligen Arbeitsgang
erforderlichen, meist von einem Magazin eingewechselten Bearbeitungswerkzeuge oder
Bearbeitungsaggregate die gewünschte Bearbeitung durchgeführt.
[0008] Das Anordnen und Aufspannen der Rohzuschnitte auf dem Bearbeitungsbereich erfolgt
meist von Hand über eine Bedienungsperson, die nach abgeschlossener Bearbeitung die
Werkstücke auch wieder von Hand vom Bearbeitungsbereich löst und in einem Zwischenlager
ablegt.
[0009] Die Rohzuschnitte werden meist über eine Sägeanlage aus einer Platte unter Zuhilfenahme
eines Optimierungsprogramms (sogenanntes Nesting) herausgelöst.
[0010] Es ist auch bereits bekannt, anstelle einer herkömmlichen Sägeanlage speziell ausgelegte
Bearbeitungszentren einzusetzen und über diese durch Aufteilen der Platten die benötigten
Rohzuschnitte herzustellen. Auch in derartigen Fällen werden die aufzuteilenden Platten
von Hand in den speziell ausgelegten Bearbeitungszentren angeordnet und die erzeugten
Rohzuschnitte nach erfolgtem Aufteilungsvorgang ebenfalls von Hand dem in der Bearbeitungskette
nachgeschalteten Bearbeitungszentrum zur abschließenden Bearbeitung zugeführt.
[0011] Die bekannten Verfahrensweisen haben somit gemeinsam, dass in den jeweiligen Bearbeitungszentren
stets zwar spezielle, bei unterschiedlichen Werkstücken auch variierbare Arbeitsschritte
durchgeführt werden können, das sogenannte Handling (Zuführen, Aufspannen, Abspannen
und Ablegen) jedoch stets von Hand erfolgen muss. Auch werden stark unterschiedliche
Bearbeitungsvorgänge, wie beispielsweise das Herstellen von Rohzuschnitten und die
daran anschließende Komplettbearbeitung bisher jeweils auf eigens hierfür eingerichteten
Bearbeitungszentren vorgenommen, d.h. die notwendigen Prozesse auf mehrere Maschinen
verteilt.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verfahrensweise sowie ein Bearbeitungszentrum
der beschriebenen Art derart weiterzubilden, dass Handlingsarbeiten für die Bedienungsperson
möglichst weitgehend reduziert werden können und ein universeller Einsatz auch hinsichtlich
stark unterschiedlicher Bearbeitungsvorgänge möglich ist.
[0013] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art durch die Schritte
a) bis d) des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0014] Ist dem ersten Bearbeitungsbereich ein Plattenstapelbereich vorgeschaltet und schließt
sich an den zweiten oder letzten Bearbeitungsbereich ein Ablagebereich an, wird erfindungsgemäß
die gestellte Aufgabe durch die Schritte e) bis k) des Patentanspruches 2 gelöst.
[0015] Grundsätzlich kann die gemeinsame Bewegung der Bearbeitungseinheit und der mit dieser
gekoppelten Greifeinrichtung in jeder beliebigen Achse erfolgen. Vorteilhaft ist es
jedoch, wenn die gemeinsame Bewegung der Bearbeitungseinheit und der mit dieser gekoppelten
Greifeinrichtung in einer X-Achse erfolgt und die Bewegung der Greifeinrichtung und
der Bearbeitungseinheit in einer Y-Achse unabhängig voneinander ist.
[0016] Die gestellte Aufgabe wird mit einem Bearbeitungszentrum mit den Merkmalen des Patentanspruchs
5 gelöst.
[0017] Handelt es sich dabei um ein Bearbeitungszentrum, bei dem - in Bearbeitungsrichtung
betrachtet - dem ersten Bearbeitungsbereich ein Plattenstapelbereich vorgeschaltet
und dem zweiten bzw. letzten Bearbeitungsbereich ein Ablagebereich nachgeschaltet
ist, wird die gestellte Aufgabe mit den Merkmalen der Patentansprüche 5 und 6 gelöst.
[0018] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Bearbeitungszentrums wird ein maschinenintegriertes
Handlingsystem geschaffen, das die Funktionalität eines derartigen Bearbeitungszentrums
erheblich erweitert und die Bedienungsperson von einer Vielzahl von Rüst- und Werkstückhandhabungsaufgaben
entlastet.
[0019] Sofern aufgrund des maschinenintegrierten Handlingsystems auf den Einsatz mehrerer
jeweils speziell auf einen Fertigungsprozess eingerichtete Bearbeitungszentren verzichtet
werden kann, ergibt sich neben einer höheren Produktivität zwangsläufig ein geringeres
Investitionsvolumen und ein geringerer Platzbedarf.
[0020] Die Funktionalität eines erfindungsgemäß ausgestalteten Bearbeitungszentrums kann
noch erweitert werden, wenn für die Bearbeitungseinheit eine sowohl ein Aufteilungsprogramm
als auch ein Bearbeitungsprogramm aufweisende Steuereinrichtung und für die Greifeinrichtung
eine programmierbare Handhabungsvorrichtung vorgesehen wird.
[0021] Grundsätzlich können die Bearbeitungseinheit und die Greifeinrichtung in jeder beliebigen
Weise am Bearbeitungszentrum angeordnet werden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die
Bearbeitungseinheit und die Greifeinrichtung an einem im Wesentlichen waagrecht verlaufenden
und quer zu seiner Erstreckungsrichtung horizontal hin und her verfahrbaren Führungsbalken
gelagert sind.
[0022] Die Greifeinrichtung kann an dem Führungsbalken in jeder geeigneten Weise hin und
her verfahrbar gelagert sein. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich
jedoch, wenn die Bearbeitungseinheit an der einen und die Greifeinrichtung an der
anderen Seite des Führungsbalkens hin und her verfahrbar gelagert ist.
[0023] Je nach Art der zu verarbeitenden Werkstücke kann die Greifeinrichtung in der verschiedensten
Weise ausgestaltet sein. So kann die Greifeinrichtung mechanische Einrichtungen, wie
beispielsweise Hebebacken, Hebezapfen oder Hebeleisten aufweisen. Vorteilhaft ist
es jedoch in den überwiegenden Anwendungsfällen pneumatische Einrichtungen, wie Saugheber
oder Saugtraversen einzusetzen, zumal diese eine sehr schonende Handhabung auch bei
empfindlichen Oberflächen ermöglichen.
[0024] Bei einem bevorzugten, als Ausleger-Konstruktion konzipierten Bearbeitungszentrum
erstreckt sich der als Kragarm ausgebildete Führungsbalken in Y-Richtung, wobei an
dessen einer Seite die Bearbeitungseinheit und an dessen anderer Seite die Greifeinrichtung
jeweils in Y-Richtung verfahrbar gelagert sind. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
ist der Kragarm in X-Richtung entlang einer langgestreckten Maschinenbasis verfahrbar
geführt. Bei einem derartigen Maschinenkonzept ist es zweckmäßig, entlang der Maschinenbasis
zufuhrseitig einen Plattenstapelbereich, im Anschluss daran einen ersten Bearbeitungsbereich,
daran anschließend einen zweiten Bearbeitungsbereich und abfuhrseitig einen Ablagebereich,
in X-Richtung jeweils hintereinander liegend anzuordnen.
[0025] Mit einer derartigen Anordnung kann auf einfache Weise mittels der erfindungsgemäßen
Greifeinrichtung die aufzuteilende Platte vom Plattenstapelbereich entnommen und auf
dem ersten Bearbeitungsbereich abgelegt und dort mittels der Aufspannrichtung festgelegt
werden. Im Anschluss daran führt die Bearbeitungseinheit die notwendige Aufteilung
in Rohzuschnitte durch, die nach abgeschlossener Aufteilung mittels der Greifeinrichtung
Stück für Stück dem ersten Bearbeitungsbereich entnommen und auf dem zweiten Bearbeitungsbereich
abgelegt werden. An diesen Rohzuschnitten erfolgt dann nach dem Festspannen die sogenannte
Komplettbearbeitung durch die Bearbeitungseinheit. Nach erfolgter Komplettbearbeitung
wird das fertig bearbeitete Werkstück dann von der Greifeinrichtung wieder aufgenommen
und im Ablagebereich zum Weitertransport oder zur Weiterbearbeitung abgelegt.
[0026] Im Folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Figur näher beschrieben und erläutert.
[0027] Die beigefügte Figur zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Bearbeitungszentrums
zur Bearbeitung von plattenförmigen Werkstücken in einer Draufsicht, die stark vereinfacht
und auf das Wesentliche beschränkt ist.
[0028] Die Figur zeigt eine langgestreckte Maschinenbasis 1, auf der (von links nach rechts
betrachtet) ein Plattenstapelbereich 2, ein erster Bearbeitungsbereich 3, ein zweiter
Bearbeitungsbereich 4 sowie ein Ablagebereich 5 hintereinander angeordnet sind.
[0029] Die Maschinenbasis 1 kann auch derart gestaltet sein, dass sie lediglich den ersten
Bearbeitungsbereich 3 und den zweiten Bearbeitungsbereich 4 trägt, während der Plattenstapelbereich
2 und der Ablagebereich 5 als separate Bereiche neben der Maschinenbasis 1 angeordnet
sind.
[0030] Die Maschinenbasis 1 erstreckt sich (wie der Pfeil über dem ersten Bearbeitungsbereich
3 zeigt) in X-Richtung des Bearbeitungszentrums.
[0031] Auf der in der Figur oberen Seite ist die Maschinenbasis 1 mit einer sich ebenfalls
in X-Richtung erstreckenden Führung ausgestattet, an der über einen Fahrwagen eine
sich in vertikaler Richtung erstreckende Säule 6 in X-Richtung verfahrbar geführt
ist, die im Bereich ihres oberen Endes einen in Y-Richtung und horizontal verlaufenden
Führungsbalken 7 trägt, der die Maschinenbasis überspannt und einen Kragarm bildet.
Bei dem dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel handelt es sich somit um eine
sogenannte Ausleger-Konstruktion.
[0032] Der Führungsbalken 7 besitzt auf jeder Seite in Y-Richtung verlaufende Führungen
(nicht dargestellt). Diese Führungen tragen auf der in der Figur linken Seite eine
Bearbeitungseinheit 8 und auf der in der Figur rechten Seite eine Greifeinrichtung
9. Sowohl die Bearbeitungseinheit 8 als auch die Greifeinrichtung 9 sind an der jeweiligen
Führung in Y-Richtung hin und her verfahrbar. Der Führungsbalken 7 mit der Bearbeitungseinheit
8 und der Greifeinrichtung 9 wiederum ist über die Säule 6 in X-Richtung entlang der
Maschinenbasis 1 über den Fahrwagen verfahrbar. Die in X-Richtung entlang der Maschinenbasis
verlaufende Führung, der auf dieser angeordnete Fahrwagen, die Säule 6 und der Führungsbalken
7 bilden eine Verfahreinrichtung für die Bearbeitungseinheit 8 und die Greifeinrichtung
9.
[0033] An dem Führungsbalken 7 ist im Bereich der Säule 6 ein Tellermagazin 10 angeordnet,
aus dem eine Bearbeitungsspindel (nicht dargestellt) der Bearbeitungseinheit 8 die
für den jeweiligen Bearbeitungsvorgang notwendigen Bearbeitungswerkzeuge oder Bearbeitungsaggregate
im sogenannten Pick-up-Verfahren entnehmen und nach erfolgter Bearbeitung wieder ablegen
kann.
[0034] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der erste Bearbeitungsbereich 3 als sogenannter
Rastertisch und der zweite Bearbeitungsbereich 4 als sogenannter Konsolentisch ausgebildet.
[0035] Die Arbeitsweise des in der Figur dargestellten Bearbeitungszentrums, das nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet, ist wie folgt:
[0036] In einem vorangegangenen Arbeitsvorgang sind auf den Plattenstapelbereich 2 beispielsweise
aus der Richtung des Pfeils 11 Platten 12 gefördert und dort abgestapelt worden.
[0037] Je nach Reichweite des Führungsbalkens 7 werden die Platten 12 dann entweder von
Hand oder über die Greifeinrichtung 9 vom Plattenstapel abgehoben und auf den ersten
Bearbeitungsbereich 3 aufgelegt und dort über Aufspanneinrichtungen (nicht dargestellt)
festgelegt.
[0038] Im Anschluss daran wird die Platte 12 über die Bearbeitungseinheit 8 in die erforderliche
Anzahl von Rohzuschnitten aufgeteilt. Während dieses Aufteilvorganges ist die Greifeinrichtung
9 in der Ruhestellung.
[0039] Nach der Aufteilung in Rohzuschnitte erfasst die Greifeinrichtung 9 einen Rohzuschnitt
und fördert diesen auf den zweiten Bearbeitungsbereich 4. In dieser Phase ist die
Bearbeitungseinheit 8 in ihrer Ruhestellung.
[0040] Sobald der Rohzuschnitt auf dem zweiten Bearbeitungsbereich 4 durch Aufspannvorrichtungen
(nicht dargestellt) festgelegt ist, erfolgt die Komplettbearbeitung über die Bearbeitungseinheit
8. In dieser Phase ist die Greifeinrichtung 9 in ihrer Ruhestellung. Das Erfassen
eines Rohzuschnittes durch die Greifeinrichtung, das Ablegen auf dem zweiten Bearbeitungsbereich
4 sowie die daran anschließende Komplettbearbeitung durch die Bearbeitungseinheit
8 wird so lange fortgesetzt, bis alle auf dem ersten Bearbeitungsbereich 3 befindlichen
Rohzuschnitte einer Komplettbearbeitung auf dem zweiten Bearbeitungsbereich 4 unterzogen,
d.h. abgearbeitet sind.
[0041] Ist die Komplettbearbeitung abgeschlossen, erfasst die Greifeinrichtung 9 das fertige
Werkstück und legt dieses auf dem Ablagebereich 5 ab. Von dort wird das Werkstück
dann in Richtung des Pfeils 13 entnommen oder einer weiteren Bearbeitung zugeführt.
1. Verfahren zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen Werkstoffen,
Holzaustauschwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen mit folgenden Schritten:
a) gemeinsames Bewegen einer Bearbeitungseinheit und einer mit dieser gekoppelten
Greifeinrichtung über einen ersten Bearbeitungsbereich,
b) Aktivieren der über den Bearbeitungsbereich bewegten Bearbeitungseinheit und Aufteilen
der Platte im ersten Bearbeitungsbereich in einen oder mehrere Rohzuschnitte,
c) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen eines Rohzuschnittes sowie Ablegen
dieses Rohzuschnittes auf einem zweiten Bearbeitungsbereich,
d) Aktivieren der gemeinsam mit der Greifeinrichtung über den zweiten Bearbeitungsbereich
bewegten Bearbeitungseinheit und Bearbeiten des jeweils abgelegten Rohzuschnittes
auf dem zweiten Bearbeitungsbereich.
2. Verfahren zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen Werkstoffen,
Holzaustauschwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen mit folgenden Schritten:
e) gemeinsames Bewegen einer Bearbeitungseinheit und einer mit dieser gekoppelten
Greifeinrichtung über einen Plattenstapelbereich,
f) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen einer Platte von dem Plattenstapelbereich
sowie Ablegen der Platte auf einem ersten Bearbeitungsbereich,
g) Aktivieren der gemeinsam mit der Greifeinrichtung über den ersten Bearbeitungsbereich
bewegten Bearbeitungseinheit und Aufteilen der Platte im ersten Bearbeitungsbereich
in einen oder mehrere Rohzuschnitte,
h) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen eines Rohzuschnittes sowie Ablegen
dieses Rohzuschnittes auf einem zweiten Bearbeitungsbereich,
i) Aktivieren der gemeinsam mit der Greifeinrichtung über den zweiten Bearbeitungsbereich
bewegten Bearbeitungseinheit und Bearbeiten des abgelegten Rohzuschnittes auf dem
zweiten Bearbeitungsbereich,
j) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen des bearbeiteten Werkstückes vom
zweiten Bearbeitungsbereich sowie Ablegen auf einem Ablagebereich,
k) Wiederholen der Verfahrensschritte h) bis j) bis alle Rohzuschnitte abgearbeitet
sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Bewegung der Bearbeitungseinheit und der mit dieser gekoppelten Greifeinrichtung
in einer X-Achse erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Greifeinrichtung und der Bearbeitungseinheit in einer Y-Achse unabhängig
voneinander erfolgt.
5. Bearbeitungszentrum zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen
Werkstoffen, Holzaustauschwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen
- mit mindestens zwei Bearbeitungsbereichen (3, 4) für die Werkstücke, welche mit
Aufspanneinrichtungen für die Werkstücke ausgestattet sind,
- mindestens einer die Bearbeitungsbereiche (3, 4) abdeckenden Bearbeitungseinheit
(8), die mit mindestens einer Arbeitsspindel ausgestattet ist, in die Bearbeitungswerkzeuge
und/oder Bearbeitungsaggregate einwechselbar sind,
- sowie einer Verfahreinrichtung, mit der die Bearbeitungseinheit (8) über mindestens
zwei Achsen (X- und Y-Achse) verfahrbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine Greifeinrichtung (9) für die plattenförmigen Werkstücke vorgesehen ist, und
- dass die Bearbeitungseinheit (8) und die Greifeinrichtung (9) in das Bearbeitungszentrum
integriert und zumindest in einer Achse (X-Achse) gemeinsam über die Verfahreinrichtung
bewegbar sind.
6. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass in Bearbeitungsrichtung betrachtet dem ersten Bearbeitungsbereich (3) ein Plattenstapelbereich
(2) vorgeschaltet und dem zweiten bzw. letzten Bearbeitungsbereich (4) ein Ablagebereich
(5) nachgeschaltet ist, und
- dass der Verfahrweg der Verfahreinrichtung derart gestaltet ist, dass die Greifeinrichtung
(9) über den vorgeschalteten Plattenstapelbereich (2) und den nachgeschalteten Ablagebereich
(5) verfahrbar ist.
7. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bearbeitungseinheit (8) eine sowohl ein Aufteilungsprogramm als auch ein
Bearbeitungsprogramm aufweisende Steuereinrichtung und für die Greifeinrichtung (9)
eine programmierbare Handhabungseinrichtung vorgesehen sind.
8. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 5 oder 6 sowie 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseineinheit (8) und die Greifeinrichtung (9) an einem im wesentlichen
waagrecht verlaufenden und quer zu seiner Erstreckungsrichtung horizontal hin und
her verfahrbaren Führungsbalken (7) gelagert sind.
9. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Führungsbalken (7) in Y-Richtung erstreckt.
10. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseinheit (8) an der einen und die Greifeinrichtung (9) an der anderen
Seite des Führungsbalkens (7) hin und her verfahrbar gelagert sind.
11. Bearbeitungszentrum nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (9) als mechanische Einrichtung ausgebildet ist.
12. Bearbeitungszentrum nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (9) als pneumatische Einrichtung ausgebildet ist.
13. Bearbeitungszentrum nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 12,
mit einem sich in Y-Richtung erstreckenden, als Kragarm ausgebildeten Führungsbalken
(7), an dessen einer Seite die Bearbeitungseinheit (8) und an dessen anderer Seite
die Greifeinrichtung (9) jeweils in Y-Richtung unabhängig voneinander verfahrbar gelagert
sind, wobei der Kragarm in X-Richtung entlang einer langgestreckten Maschinenbasis
(1) verfahrbar gelagert ist, wobei entlang der Maschinenbasis zufuhrseitig (11) ein
Plattenstapelbereich (2), im Anschluss daran ein erster Bearbeitungsbereich (3), daran
anschließend ein zweiter Bearbeitungsbereich (4) und abfuhrseitig (13) ein Ablagebereich
(5) in X-Richtung hintereinander angeordnet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen Werkstoffen,
Holzaustauschwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen mit folgenden Schritten:
a) gemeinsames Bewegen einer Bearbeitungseinheit und einer mit dieser gekoppelten
Greifeinrichtung über einen ersten Bearbeitungsbereich,
b) Aktivieren der über den Bearbeitungsbereich bewegten Bearbeitungseinheit und Aufteilen
der Platte im ersten Bearbeitungsbereich in einen oder mehrere Rohzuschnitte,
c) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen eines Rohzuschnittes sowie Ablegen
dieses Rohzuschnittes auf einem zweiten Bearbeitungsbereich,
d) Aktivieren der gemeinsam mit der Greifeinrichtung über den zweiten Bearbeitungsbereich
bewegten Bearbeitungseinheit und Bearbeiten des jeweils abgelegten Rohzuschnittes
auf dem zweiten Bearbeitungsbereich.
2. Verfahren zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen Werkstoffen,
Holzaustauschwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen mit folgenden Schritten:
e) gemeinsames Bewegen einer Bearbeitungseinheit und einer mit dieser gekoppelten
Greifeinrichtung über einen Plattenstapelbereich,
f) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen einer Platte von dem Plattenstapelbereich
sowie Ablegen der Platte auf einem ersten Bearbeitungsbereich,
g) Aktivieren der gemeinsam mit der Greifeinrichtung über den ersten Bearbeitungsbereich
bewegten Bearbeitungseinheit und Aufteilen der Platte im ersten Bearbeitungsbereich
in einen oder mehrere Rohzuschnitte,
h) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen eines Rohzuschnittes sowie Ablegen
dieses Rohzuschnittes auf einem zweiten Bearbeitungsbereich,
i) Aktivieren der gemeinsam mit der Greifeinrichtung über den zweiten Bearbeitungsbereich
bewegten Bearbeitungseinheit und Bearbeiten des abgelegten Rohzuschnittes auf dem
zweiten Bearbeitungsbereich,
j) Aktivieren der Greifeinrichtung und Aufnehmen des bearbeiteten Werkstückes vom
zweiten Bearbeitungsbereich sowie Ablegen auf einem Ablagebereich,
k) Wiederholen der Verfahrensschritte h) bis j) bis alle Rohzuschnitte abgearbeitet
sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Bewegung der Bearbeitungseinheit und der mit dieser gekoppelten Greifeinrichtung
in einer X-Achse erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Greifeinrichtung und der Bearbeitungseinheit in einer Y-Achse unabhängig
voneinander erfolgt.
5. Bearbeitungszentrum zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, holzartigen
Werkstoffen, Holzaustauschwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen
- mit mindestens zwei Bearbeitungsbereichen (3, 4) für die Werkstücke, welche mit
Aufspanneinrichtungen für die Werkstücke ausgestattet sind,
- mindestens einer die Bearbeitungsbereiche (3, 4) abdeckenden Bearbeitungseinheit
(8), die mit mindestens einer Arbeitsspindel ausgestattet ist, in die Bearbeitungswerkzeuge
und/oder Bearbeitungsaggregate einwechselbar sind,
- einer Verfahreinrichtung, mit der die Bearbeitungseinheit (8) über mindestens zwei
Achsen (X- und Y-Achse) verfahrbar gelagert ist,
- sowie einer Greifeinrichtung (9) für die plattenförmigen Werkstücke, die in das
Bearbeitungszentrum integriert und zumindest in einer Achse (X-Achse) gemeinsam über
die Verfahreinrichtung bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der erste Bearbeitungsbereich (3) zum Aufteilen in Rohzuschnitte, der zweite Bearbeitungsbereich
(4) zur Durchführung einer Komplettbearbeitung und die Greifeinrichtung (9) zur Förderung
des jeweiligen Rohzuschnittes von dem ersten Bearbeitungsbereich auf den zweiten Bearbeitungsbereich
eingerichtet sind, und
- dass für die Bearbeitungseinheit (8) eine sowohl ein Aufteilungsprogramm als auch ein
Bearbeitungsprogramm aufweisende Steuereinrichtung und für die Greifeinrichtung (9)
eine programmierbare Handhabungseinrichtung vorgesehen sind.
6. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass in Bearbeitungsrichtung betrachtet dem ersten Bearbeitungsbereich (3) ein Plattenstapelbereich
(2) vorgeschaltet und dem zweiten bzw. letzten Bearbeitungsbereich (4) ein Ablagebereich
(5) nachgeschaltet ist, und
- dass der Verfahrweg der Verfahreinrichtung derart gestaltet ist, dass die Greifeinrichtung
(9) über den vorgeschalteten Plattenstapelbereich (2) und den nachgeschalteten Ablagebereich
(5) verfahrbar ist.
7. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseineinheit (8) und die Greifeinrichtung (9) an einem im wesentlichen
waagrecht verlaufenden und quer zu seiner Erstreckungsrichtung horizontal hin und
her verfahrbaren Führungsbalken (7) gelagert sind.
8. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Führungsbalken (7) in Y-Richtung erstreckt.
9. Bearbeitungszentrum nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseinheit (8) an der einen und die Greifeinrichtung (9) an der anderen
Seite des Führungsbalkens (7) hin und her verfahrbar gelagert sind.
10. Bearbeitungszentrum nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (9) als mechanische Einrichtung ausgebildet ist.
11. Bearbeitungszentrum nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (9) als pneumatische Einrichtung ausgebildet ist.
12. Bearbeitungszentrum nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11,
mit einem sich in Y-Richtung erstreckenden, als Kragarm ausgebildeten Führungsbalken
(7), an dessen einer Seite die Bearbeitungseinheit (8) und an dessen anderer Seite
die Greifeinrichtung (9) jeweils in Y-Richtung unabhängig voneinander verfahrbar gelagert
sind, wobei der Kragarm in X-Richtung entlang einer langgestreckten Maschinenbasis
(1) verfahrbar gelagert ist, wobei entlang der Maschinenbasis zufuhrseitig (11) ein
Plattenstapelbereich (2), im Anschluss daran ein erster Bearbeitungsbereich (3), daran
anschließend ein zweiter Bearbeitungsbereich (4) und abfuhrseitig (13) ein Ablagebereich
(5) in X-Richtung hintereinander angeordnet sind.