Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Adapter zur Aufnahme einer Tintenpatrone sowie eine
Tintenspeichereinheit, welche aus einem derartigen Adapter und einer Tintenpatrone
besteht. Ein erfindungsgemässer Adapter kann z.B. Teil eines Tintenstrahldruckkopfs
sein und eine Düsenplatte mit Düsenöffnungen umfassen oder auch Teil eines Plotters,
doch sind auch andere Anwendungen möglich.
Stand der Technik
[0002] Aus US 5 784 088 A ist ein gattungsgemässer Adapter bekannt, bei welchem die Aufnahmeöffnung
am Ende eines Stutzens angeordnet ist, welcher in eine Oeffnung der Tintenpatrone
eingeführt wird. An der Basis des Stutzens ist eine umlaufende Dichtung angeordnet.
Ein ähnlich ausgebildeter Adapter, bei dem eine Dichtung an der Aussenseite des Stutzens
angeordnet ist, ist aus US 5 767 881 A bekannt. Bei diesen Ausführungen ist stets
das Einsetzen der Tintenpatrone dadurch erschwert, dass gleichzeitig der Stutzen in
die Oeffnung derselben eingeführt werden muss.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen gattungsgemässen Adapter anzugeben,
in welchen die Tintenpatrone problemlos einsetzbar ist, dabei aber eine dichte Verbindung
zwischen dem Adapter und der Tintenpatrone sichergestellt ist, die ein Austreten von
Tinte sicher unterbindet. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichen des
Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemässe Adapter ist so ausgebildet, dass eine geeignete
Tintenpatrone einfach und ohne Schwierigkeiten eingeschoben werden kann und zugleich
eine nach aussen dichte Verbindung zwischen dem Tintenauslass der Tintenpatrone und
der Aufnahmeöffnung des Adapters entsteht, so dass ein Austreten von Tinte in den
umgebenden Bereich des Adapters nicht möglich ist. Ausserdem wird eine Tintenspeichereinheit
mit einem Adapter und einer zum Einsatz mit demselben geeigneten Tintenpatrone angegeben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0004] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Figur, welche lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellt, näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen teilweisen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Tintenspeichereinheit.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0005] Die erfindungsgemässe Tintenspeichereinheit umfasst einen erfindungsgemässen Adapter
1, der im wesentlichen aus einem verhältnismässig steifen Kunststoff, z.B. glasfaserverstärktem
PET besteht, und eine Tintenpatrone 2. Der Adapter 1 weist ein auf einer Seite offenes
Fach zur Aufnahme der Tintenpatrone 2 auf. In Fig. 1 ist nur jener Teil des Adapters
1 dargestellt, der den Grund des Fachs bildet mit einer quadratischen Aufnahmeöffnung
3 für Tinte, welche von einem Rahmen 4 umgeben ist. Der Rahmen 4 bildet eine gegen
das Fach weisende ebene Rahmenfläche 5, welche die Auffnahmeöffnung 3 umgibt. Die
Aufnahmeöffnung 3 ist durch ein Filterelement 6 verschlossen, welches mit der Rahmenfläche
5 überlappt und etwas über deren Aussenrand übersteht. Das Filterelement 6 besteht
im wesentlichen aus einem Flachstück 7 aus flüssigkeitsdurchlässigem, aber für Partikel
ab einer bestimmten Grösse undurchlässigem Material, das vorzugsweise ein metallisches
Wirrvlies ist, doch auch ein siebartiges Gitter, z.B. aus Metalldraht, sein kann.
Das Filterelement 6 dient einerseits dazu, zu verhindern, dass Tinte aus der Aufnahmeöffnung
3 ausfliesst, wenn die Tintenpatrone 2 aus dem Fach entfernt wird und andererseits
als Schutz vor Verunreinigungen des Tintenpfads, insbesondere hält es grössere Partikel
zurück, die z.B. die Düsenöffnungen eines Druckkopfs verstopfen könnten.
[0006] Die Tintenpatrone 2 weist ein Gehäuse 8 aus Kunststoff, z.B. Polypropylen auf mit
an einer Oberseite einer Lüftungsöffnung 9, das eine Kammer umgibt, die von einem
mit Tinte vollgesogenen Speicherkörper 10 aus offenporigem Schaumstoff ausgefüllt
ist. An der flachen Unterseite weist das Gehäuse 8 eine Oeffnung auf, in welche ein
Dichtungselement 11 aus einem verhältnismässig weichen elastischen Material, z.B.
einem thermoplastischen Elastomer eingesetzt ist. Es umfasst einen Ring 12, dessen
Aussenseite am Rand der Oeffnung anliegt und der einen Tintenauslass 13 umgibt. An
den Ring 12 schliesst eine an der Aussenseite des Gehäuses 8 anliegende etwa quadratische
Platte 14 an und an der Innenseite ein umlaufender Kragen 15, der den Rand der Oeffnung
übergreift, so dass das Dichtungselement 11 zuverlässig am Gehäuse 8 festgehalten
ist. Der Tintenauslass 13 ist von einem unmittelbar an den Speicherkörper 10 anschliessenden
Leitelement 16 vollständig ausgefüllt, welches als Stopfen aus porösem, durchlässigem
Material ausgebildet ist und insbesondere aus offenporigem Schaumstoff oder parallelen
Fasern z.B. aus Polyester bestehen kann. Das Leitelement 16 steht etwas über die Platte
14 vor, so dass es die Aussenseite des Flachstücks 7 berührt.
[0007] Zwecks Unterbindung eines seitlichen Austretens von Tinte durch das Filterelement
6 weist dasselbe eine in seinem Randbereich geschlossen umlaufende Sperrzone 17 auf,
in welcher das Flachstück 7 von einer Dichtmasse 18, einem ausgehärteten Kleber vollständig
durchtränkt ist, derart, dass es dort flüssigkeitsdicht, also für Tinte undurchdringlich
ist. Die Sperrzone 17 überdeckt den Bereich, an welchem das Filterelement 6 an der
Rahmenfläche 5 anliegt, so dass die Dichtmasse 18 dort gleichzeitig eine dichte Klebeverbindung
zwischen dem Filterelement 6 und dem Rahmen 4 herstellt.
[0008] Damit auch ein Austreten von Tinte zwischen dem Filterelement 6 und der Tintenpatrone
2, hier der Platte 14 des Dichtungselements 11 sicher verhindert wird, sind weitere
Vorkehrungen getroffen. Das Flachstück 7 ist im Bereich der Sperrzone 17 an der Aussenseite
von einer Abdichtschicht 19 bedeckt, welche aus einer ersten, direkt auf das von der
Dichtmasse 18 durchtränkte Flachstück 7 aufgebrachten Lage aus Schmelzkleber 20 besteht
und darauf einem Folienstreifen 21 aus Polyester, der eine verhältnismässig harte
und glatte Abdichtfläche 22 an der dem Fach zugewandten Aussenseite des Filterelements
6 bildet.
[0009] Die Platte 14 an der Tintenpatrone 2 weist an ihrer Unterseite einen umlaufenden,
geringfügig vorstehenden Kontaktsteg 23 auf, dessen Oberfläche einen der Sperrzone
17 und insbesondere der Abdichtschicht 19 gegenüberliegenden geschlossen umlaufenden
Kontaktbereich bildet. Er ist von dreieckigem Querschnitt, mit einer Kontaktkante
24, die gegen die Abdichtfläche 22 drückt. Da das Material des Dichtungselements 11
weicher ist als die Abdichtfläche 22, wird der Kontaktsteg 23 dabei in der Umgebung
der Kontaktkante 24 elastisch deformiert und liegt fest an der Aussenseite des Filterelements
6 an. Die Verbindung zwischen dem Dichtungselement 11 und dem Filterelement 6 ist
daher dort flüssigkeitsundurchlässig und ein Austreten von Tinte zwischen diesen Teilen
zuverlässig unterbunden.
[0010] Der Kontaktsteg kann auch anderen als dreieckigen, z.B. rechteckigen Querschnitt
haben. Die Abdichtschicht kann auch angelegt werden, indem der zur Bildung der Sperrschicht
aufgebrachte aushärtbare Kleber gleich in dazu ausreichender Menge aufgetragen wird.
Die bei entsprechenden Eigenschaften des Klebers wiederum eine harte und verhältnismässig
glatte Abdichtfläche bildende Abdichtschicht kann dabei eben oder auch wulstartig
konvex sein. An der Tintenpatrone liegt ihr wiederum ein weicherer elastischer, geschlossen
um den Tintenauslass umlaufender Kontaktbereich gegenüber, der wieder als vorstehender
Kontaktsteg bzw. als ebene Kontaktfläche ausgebildet ist, gegen welche die Abdichtfläche
drückt. Die Platte kann dann wie beschrieben ausgebildet bzw. flach sein.
[0011] Bei den bisher beschriebenen Lösungen erfolgt die Abdichtung zwischen einer harten
Abdichtfläche auf der Seite des Adapters und einem weichen, d.h. jedenfalls weicheren
Kontaktbereich an der Tintenpatrone. Alternativ dazu kann aber auch die Abdichtfläche
elastisch und eher weich ausgebildet sein, sei es, dass sie von einem verhältnismässig
weichen elastischen aushärtbaren Kleber, der wiederum auch das Filterelement in der
Sperrzone durchtränkt, gebildet wird oder von einer separaten weichelastischen Abdichtschicht.
Der den Tintenauslass umgebende Kontaktbereich kann dann als harte Kontaktfläche oder
als vorzugsweise am Gehäuse angeformter harter Kontaktsteg ausgebildet sein, der auch
eine Kontaktkante bilden kann. In diesem Fall ist die weichere Abdichtfläche elastisch
deformiert. In jedem Fall hat es sich als günstig erwiesen, auf der einen Seite ein
weicheres Material vorzusehen, mit einer Shore-Härte zwischen 30 und 50, vorzugsweise
ungefähr 40 und auf der anderen Seite ein deutlich härteres Material, z.B. mit einer
Shore-Härte von ca. 100.
[0012] In allen beschriebenen Fällen ist der Tintenpfad zuverlässig abgedichtet und es besteht
keine Gefahr eines Austretens von Tinte in das Fach des Adapters. Es sind natürlich
verschiedene Abwandlungen möglich, ohne dass das Gebiet der Erfindung verlassen würde.
So kann der erfindungsgemässe Adapter mehrere Aufahmeöffnungen aufweisen, welche im
gleichen Fach oder in verschiedenen Fächern angeordnet sind, so dass er eine Tintenpatrone
mit mehreren Kammern und Tintenauslässen aufnehmen kann oder auch mehrere Tintenpatronen.
Tinte ist vor allem als praktisch besonders wichtiges Beispiel angeführt worden, doch
können der erfindungsgemässe Adapter und die erfindungsgemässe Speichereinheit auch
mit Flüssigkeiten verwendet werden, die nicht Tinten im engeren Sinne sind, z.B. Flüssigkeiten,
wie sie in photographischen Verfahren, bei der Bearbeitung von Leiterplatten usw.
eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0013]
- 1
- Adapter
- 2
- Tintenpatrone
- 3
- Aufnahmeöffnung
- 4
- Rahmen
- 5
- Rahmenfläche
- 6
- Filterelement
- 7
- Flachstück
- 8
- Gehäuse
- 9
- Lüftungsöffnung
- 10
- Speicherkörper
- 11
- Dichtungselement
- 12
- Ring
- 13
- Tintenauslass
- 14
- Platte
- 15
- Kragen
- 16
- Leitelement
- 17
- Sperrzone
- 18
- Dichtmasse
- 19
- Abdichtschicht
- 20
- Schmelzkleber
- 21
- Folienstreifen
- 22
- Abdichtfläche
- 23
- Kontaktsteg
- 24
- Kontaktkante
1. Adapter (1) zur Aufnahme einer Tintenpatrone (2), mit einer Aufnahmeöffnung (3) für
Tinte, welche von einer Rahmenfläche (5) umgeben ist sowie mit einem die Aufnahmeöffnung
(3) bedeckenden und dort flüssigkeitsdurchlässigen Filterelement (6), das mit der
Rahmenfläche (5) überlappt, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (6) eine im Ueberlappungsbereich mit dem Rahmen (4) geschlossen
umlaufende Sperrzone (17) aufweist, in welcher es flüssigkeitsdicht ist.
2. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (6) im Bereich der Sperrzone (17) dicht mit dem Rahmen (4) verbunden,
vorzugsweise verklebt ist.
3. Adapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (6) im wesentlichen als Flachstück (7) aus porösem Material ausgebildet
ist, welches in der Sperrzone (17) von einer Dichtmasse (18) durchtränkt ist.
4. Adapter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmasse (18) ein ausgehärteter Kleber ist.
5. Adapter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material ein Vlies, vorzugsweise ein metallisches Wirrvlies oder ein vorzugsweise
metallisches siebartiges Gewebe ist.
6. Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (6) im Bereich der Sperrzone (17) an der Aussenseite eine glatte
Abdichtfläche (22) aufweist.
7. Adapter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (6) eine Abdichtschicht (18) umfasst, welche die Abdichtfläche
(22) bildet.
8. Adapter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtfläche (22) hart ist.
9. Adapter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtschicht (18) eine Lage Schmelzkleber (19) umfasst.
10. Adapter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtschicht (18) einen Folienstreifen (20), vorzugsweise aus Polyester, umfasst,
welcher die Abdichtfläche (22) bildet.
11. Adapter nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtfläche weich und elastisch ist.
12. Adapter nach Anspruch 7, 8 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtschicht aus Dichtmasse besteht.
13. Tintenspeichereinheit mit einem Adapter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine in den Adapter (1) einsetzbare Tintenpatrone (2) umfasst mit einem Gehäuse
(8), das mit einem an seiner Oberfläche angeordneten, von einem Leitelement (16) ausgefüllten
Tintenauslass (13) versehen ist, welcher von einem geschlossen umlaufenden Kontaktbereich
umgeben ist, der im Bereich der Sperrzone (17) gegen die Aussenseite des Filterelements
(6) drückt.
14. Tintenspeichereinheit nach Anspruch 13, mit einem Adapter (1) nach einem der Ansprüche
8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich auf einem umlaufenden Kontaktsteg (23) liegt, welcher aus weicherem
Material besteht als die Abdichtfläche (22), so dass der Kontaktsteg (23) elastisch
deformiert ist.
15. Tintenspeichereinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktsteg (23) eine Kontaktkante (24) aufweist, welche gegen die Abdichtfläche
(22) drückt.
16. Tintenspeichereinheit nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Tintenauslass (13) durch ein in eine Oeffnung des Gehäuses (8) der Tintenpatrone
(2) eingesetztes Dichtungselement (11) verläuft, das an seiner Aussenseite den Kontaktsteg
(23) trägt.
17. Tintenspeichereinheit nach Anspruch 13, mit einem Adapter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich einen umlaufende Kontaktsteg umfasst, welcher vorzugsweise eine
Kontaktkante aufweist und aus härterem Material besteht als die Abdichtfläche, so
dass dieselbe elastisch deformiert ist.
18. Tintenspeichereinheit nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktsteg am Gehäuse der Tintenpatrone angeformt ist.