[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Wickels aus einem Faservlies
für die Wärme- und Schalldämmung von Gebäuden, insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise
aus Steinwolle und/oder aus Glaswolle, bei dem ein Faservlies über eine Fördereinrichtung
einer Wickelstation zugeführt wird, in der ein in die Wickelstation einlaufendes Ende
des Faservlieses in einer Umlenkeinrichtung in Richtung auf das einlaufende Faservlies
umgelenkt wird, wobei das Faservlies in der Wickelstation an einem Führungselement
in Form eines Bandes anliegend geführt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung
zur Herstellung eines Wickels aus einem Faservlies für die Wärme- und Schalldämmung
von Gebäuden, insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise aus Steinwolle und/oder
aus Glaswolle, mit einer das Faservlies in eine Wickelstation fördernden Fördereinrichtung,
wobei die Wickelstation eine Umlenkeinrichtung aufweist, die ein in die Wickelstation
einlaufendes Ende des Faservlieses aufnimmt und in Richtung auf das einlaufende Faservlies
umlenkt, wobei die Umlenkeinrichtung ein Führungselement in Form eines Bandes hat,
welches über Rollen umläuft und während eines Wickelvorgangs an einer Außenmantelfläche
des Wickels anliegt, wobei eine erste Rolle im Bereich eines Einlaufs des Faservlieses
in die Wickelstation angeordnet ist.
[0002] Faservliese für die Wärme- und Schalldämmung von Gebäuden bestehen aus glasig erstarrten
Fasem, die mit geringen Mengen eines zumeist duroplastischen Bindemittels miteinander
verbunden sind. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung der Fasern wird handelsüblich
zwischen Glaswolle und Steinwolle unterschieden. Wegen der günstigen Verarbeitungseigenschaften
kann Glaswolle im Schleuder-Blas-Verfahren hergestellt werden. Hierbei tritt eine
Glaschmelze durch Öffnungen einer rotierenden Schale aus. Bei diesem Verfahren ergeben
sich längere glatte Fasem, die flach auf einem Transportband abgelegt werden. Glaswolle
wird üblicherweise mit ca. 5 bis 8 Masse-% eines duroplastisch erhärtenden Gemischs
von Phenol-Formaldehyd-Hamstoffharzen gebunden. Zur Hydrophobierung und Staubbindung
wird die Fasermasse mit ca. 0,2 bis 0,4 Masse-% Mineralöl, Öl-Emulsionen, Silikonöl
bzw. Gemische daraus imprägniert. Aus Glaswolle hergestellte Dämmstoffe weisen eine
ausgesprochen laminare Struktur mit überwiegend horizontaler Lagerung der Monofile
auf. Diese Struktur führt in Abhängigkeit von der Rohdichte und dem Bindemittelgehalt
sowie der Gleichmäßigkeit der Bindemittelverteilung zu Strukturen mit hoher Zugfestigkeit
parallel zu den großen Oberflächen und geringer Querzugfestigkeit bzw. andererseits
hoher Kompressibilität. Zwischen den horizontal gelagerten Fasern sind Relativbewegungen
möglich, so dass die Strukturen beim Aufwickeln in der Regel nicht beschädigt werden.
[0003] Glaswolle-Dämmstoffe mit Rohdichten <25 kg/m
3 werden sowohl in Form von Platten als auch in Form aufgerollter Dämmfilze (Faservliese)
auf dem Markt angeboten. Die aufgerollten Dämmfilze werden zur Reduktion des spezifischen
Volumens um ca. 40 bis 60% gegenüber der Ausgangsdicke komprimiert. Nach dem Abrollen
muss die nominelle Lieferdicke wieder erreicht werden, wobei bestimmte Toleranzen
zulässig sind. Ein derartiger Dämmfilz ist beispielsweise aus der DE 36 12 587 C2
bekannt. Dieser vorbekannte Dämmfilz soll eine Rohdichte zwischen 10 und 40 kg/m
3 aufweisen und einen erhöhten Bindemittelgehalt von 6 bis 7 Masse-% haben. Gemäß diesem
Stand der Technik soll ein derartiger Dämmfilz einerseits wickelbar und somit flexibel
sein, andererseits aber auch die Eigenschaft haben, dass ein von dem Dämmfilz abgelenkter
Abschnitt eine ausreichende Steifigkeit aufweist, so dass dieser Abschnitt beispielsweise
zwischen die Sparren von Schrägdach-Konstruktionen geklemmt werden kann und dort zumindest
solange hält, bis unmittelbar folgend unterstützende Folien oder Leisten auf der Unterseite
der Sparren aufgebracht werden.
[0004] Aufgerollte Dämmfilze aus Glasfasern mit Rohdichten deutlich über 25 kg/m
3, insbesondere im Bereich von 40 kg/m
3 sind allerdings noch nicht auf dem Markt angeboten worden. Das hat zum einen wirtschaftliche
Gründe, zum anderen ist es technisch nur bedingt möglich, derartig steife Glaswolle-Produkte
ohne Beschädigungen aufzurollen und zu komprimieren. Ein Dämmfilz aus Glaswolle mit
den voranstehend beschriebenen Eigenschaften würde beim Aufrollen dazu tendieren,
zumindest in den im Wickel außenliegenden Zugzonen aufzureißen, so dass hier wesentliche
Qualitätsansprüche an das Produkt nicht mehr erfüllt werden können.
[0005] Auf der anderen Seite sind Faservliese bekannt, die aus Steinwollefasern bestehen.
Derartige Dämmstoffe bestehen zumeist aus relativ kurzen, häufig in sich verkrümmten
Fasern, die mit nur ca. 2 bis 2,5 Masse-% duroplastischen Harz-Gemischen oder dergleichen
gebunden werden.
[0006] Wie bei den Faservliesen aus Glasfasern ist auch bei den Faservliesen aus Steinwollefasern
die Verteilung des Bindemittels in der Fasermasse generell sehr ungleich. Es finden
sich Bereiche mit höheren Bindemittelgehalten und solche mit geringeren Anteilen neben
völlig bindemittelfreien Fasern. Bereits eine grobe Überschlagsrechnung zeigt, dass
die geringen absoluten Bindemittelanteile bei weitem nicht ausreichen, jede Faser
im Idealfall punktweise mit der nächsten zu verbinden, um so die elastischfedernden
Eigenschaften der Monofile voll zur Geltung kommen zu lassen. In Faservliesen aus
Steinwolle befinden sich generell ca. 25 bis 33, durchschnittlich 30 Masse-% nichtfaserige,
ungebundene Partikel. Diese Partikel können keinen Beitrag zur Verbesserung der mechanischen
Eigenschaften der Dämmstoffe leisten. Ein Vergleich der Rohdichten von Glas- und Steinwolle-Faservliesen
kann deshalb nur auf der Basis von Faser-Äquivalenten erfolgen.
[0007] Die Struktur der hier betrachteten Steinwolle-Faservliese ist abhängig von dem Herstellungsverfahren,
insbesondere aber auch von der Methodik der Faseraufsammlung. Die gegenüber Glaswolle-Monofilen
generell kürzeren Fasern bei Steinwolle-Faservliesen können direkt auf einem Transportband
gesammelt werden, bis die für die Lieferdicke des Dämmstoffes äquivalente Höhe erreicht
ist. Die bei Berücksichtigung mehrerer Aspekte technisch bessere Lösung besteht darin,
die aufgesammelten Fasern als ein möglichst dünnes Primärvlies abzuziehen und dieses
anschließend auf einem weiteren Transportband, beispielsweise mit Hilfe einer Pendelvorrichtung
so abzulegen, dass unter Berücksichtigung der erforderlichen Höhen- und Längskompression
äquivalente Ablagerungshöhen erreicht werden. Beim üblichen Einpendeln quer zur Transportrichtung
ergibt sich eine schräge Lagerung der Primärvlieslagen. Um eine möglichst gleichmäßige
Verteilung der Fasern zu erreichen, wird eine hohe Zahl von Primärvlieslagen pro Volumeneinheit
angestrebt.
[0008] Durch den Transport und die Ablagerung des Primärvlieses tritt jedoch in den Oberflächen
eine Umorientierung der Monofile ein. Außerdem wird die Klebefähigkeit des in der
Fasermasse vorhandenen Bindemittels reduziert. Die Grenzflächen wirken sich in bezug
auf die mechanischen Eigenschaften der Dämmstoffstruktur als potentielle Schwächezonen
aus.
[0009] Faservliese aus Steinwollfasern sind im wesentlichen in Richtung der drei Hauptachsen
relativ stabil gegenüber Druck, so dass eine geringere Kompressibilität gegenüber
Faservliesen aus Glasfasern besteht. Weiterhin haben Faservliese aus Steinwolle eine
gegenüber Faservliesen aus Glasfasern geringere Querzugfestigkeit in Produktionsrichtung,
so dass das Aufwickeln von Faservliesen aus Steinwollefasern insbesondere bei hohen
Rohdichten des Faservlieses problematisch ist. Um ein Aufwickeln dennoch zu ermöglichen
und die hohe Rissgefahr in den Zugzonen des Dämmstoffwickels zu reduzieren, ist es
daher üblich, Faservliese aus Steinwollefasern mit zugfesten Folien, Papier bzw. Verbundmaterialien
zu kaschieren.
[0010] Für den Wickelvorgang sind verschiedene Vorrichtungen zum Aufwickeln eines Faservlieses
bekannt. Die übliche Wickeltechnik für Faservliese besteht darin, dass das unbelastete
Faservlies auf einem Förderband unverändert in Produktionsrichtung liegend in eine
Wickelstation gefördert wird, die zumeist aus einem schräg nach oben verlaufenden
Transportband besteht. Um das Faservlies zu elastifizieren, kann eine Druckwalze oder
ein Paar Druckwalzen vor der Wickelstation angeordnet sein. Hierbei kann jedoch auch
die Struktur des Faservlieses derart beschädigt werden, dass das Faservlies bereits
beim Aufwickeln reißt oder nach dem Abrollen vor Ort auseinander fällt.
[0011] Bei der üblichen Wickeltechnik wird das Faservlies von dem nach oben laufenden Band
erfasst und schlagartig um einen Winkel von mehr als 100° umgebogen. Das pendelnd
aufgehängte und über Druckzylinder geführte Band reißt den Faservliesabschnitt mit
und drückt ihn gleichzeitig zurück auf das einlaufende Faservlies, so dass sich dieses
aufgrund der hohen Reibung aufzurollen beginnt. Hierbei wird das Faservlies zusätzlich
stark auf Scherung beansprucht. Weitere Scherkräfte werden auf die bereits unter Zugspannung
stehenden Au-βenzonen des Faservlieses dadurch ausgeübt, dass das Faservlies stark
komprimiert wird und gleichzeitig die den Aufwickelvorgang bewirkende Kraft übertragen
wird. Die Krafteinleitung ist hierbei auf einen relativ kleinen Bereich der Außenfläche
beschränkt. Die Druck- und Scherkräfte müssen hoch sein, um eine Kompression von 50
bis 70% im Kern, um im Mittel über die ganze Dämmstoffrolle von 40 bis 60% zu erreichen.
Hinzutritt, dass sich durch die Vergrößerung des Rollendurchmessers während des Wickelvorganges
auch die Hebelwirkung des Aufrollbandes erhöht, so dass der Wickel temporär eine elliptische
Form annimmt, die zu lokal sehr engen Krümmungsradien führt.
[0012] Gegen Ende des Wickelvorganges läuft ein Papier, eine PE-Folie oder ein anderes Umhüllungsmaterial
in die Wickelstation ein und ummantelt den Wickel. Das umhüllte Faservlies wird in
der Regel miteinander fest verklebt, um den nicht unerheblichen Expansionsdruck des
Wickels zu kompensieren. Hierzu wird ein Kleber vorzugsweise quer zur Laufrichtung
der Umhüllung aufgetragen. Um die einzelnen Lagen des Faservlieses fest aufeinander
zu pressen und die für die Festigkeitsentwicklung des Klebers erforderliche Reaktionszeit
zu ermöglichen, wird der Wickelvorgang fortgesetzt. Diese Vorgehensweise führt jedoch
zu erheblichen Beanspruchungen des Faservlieses, insbesondere im Bereich der Teilflächen
unmittelbar vor dem Ende der Dämmstoffbahn. In diesem Bereich wird das Faservlies
je nach Ausgangsdicke und Kompressionsgrad erheblich auf Scherung beansprucht, so
dass bei nicht ausreichender Zugfestigkeit das Faservlies aufreißt. Die Fortsetzung
des Wickelvorganges festigkeit das Faservlies aufreißt. Die Fortsetzung des Wickelvorganges
führt im Bereich des freien Endes des Faservlieses zu einem kerbstellenartigen Aufrei-βen.
Um diesen Kerbstellen-Effekt durch eine innere Federungskonstante des Faservlieses
abzumindern, kann die Kompression der letzten Wicklung deutlich verringert werden.
Bei Dämmstoffen mit einer bereits höheren Ausgangs-Rohdichte und einer größeren inneren
Federkonstante, beispielsweise bei Steinwolle-Dämmstoffen, ist diese Vorgehensweise
aber weniger wirksam, wenn die Kompression nicht um zumindest 80% verringert wird.
[0013] Der Expansionsdruck innerhalb des Wickels führt dazu, dass die voranstehend beschriebene
temporär elliptische Form des Wickels im Anschluss an den Wickelvorgang in eine im
Querschnitt runde Form des Wickels überführt wird. Dieser Expansionsdruck führt aber
auch zu einer Dauerbeanspruchung des Bereichs des Faservlieses, der quasi als Einspannstelle
des Faservlieses wirkt. Durch eine form- und kraftschlüssige Umhüllung mit einem zugfesten
und wenig dehnfähigen Umhüllungsmaterial kann der Expansionsdruck teilweise reduziert
werden.
[0014] Darüber hinaus sind auch andere Vorrichtungen zum Aufwickeln eines Faservlieses bekannt.
Beispielsweise offenbart die US 3 964 232 eine derartige Vorrichtung, bei der das
Faservlies über ein Förderband einer Rollenbahn zugeführt wird, welche an ihrem Ende
eine Anordnung von einer Vielzahl von Rollen in einem im Querschnitt halbkreisförmig
ausgebildeten Wickelgestell aufweist, wobei der Durchmesser des Wickelgestells über
Hydraulikzylinder veränderbar und dem Wickeldurchmesser anpassbar ist.
[0015] Das komprimierende kernlose Wickeln von Faservliesen aus Mineralfasern gilt als besonders
schwierig, weil die Faservliese wegen der kurzen, in sich verwirbelten Mineralfasern
und des großen Anteils an nicht gebundenen Mineralfasern in sich nur einen geringen
Zusammenhalt aufweisen. Zusätzlich wird der Kern des Wickels in besonders hohem Maße
gestaucht und/oder abgeknickt. Für die Herstellung einer endlosen Dämmfilz-Bahn benötigte,
mit nicht verfestigten Binde- und sonstigen Zusatzmitteln imprägnierte Faserbahnen
werden in der Regel nicht direkt hinter oder unter einer Zerfaserungsmaschine aufgesammelt,
sondern zumeist nur indirekt. Hierbei wird eine möglichst dünne primäre Faserbahn
gebildet und mit Hilfe einer pendelnden Vorrichtung quer auf einer zweiten Fördereinrichtung
abgelegt. Zur Herstellung von Faservliesen sollte die Breite der primären Faserbahn
möglichst groß sein. Ein guter innerer Zusammenhalt der Faservliese wird erreicht,
wenn die Breite in etwa deren späteren Länge entspricht. Die meisten der bekannten
Sammelkammern weisen nicht die erforderlichen Breiten auf, da sie nicht unter diesem
Gesichtspunkt konzipiert worden sind.
[0016] Es werden zahlreiche Faserbahnen versetzt übereinander abgelegt, bis die gewünschte
Dicke erreicht ist. Die allgemein als aufgependelt bezeichneten Faserbahnen werden
zumeist in vertikaler wie auch in Förderrichtung komprimiert, um glatte, in sich geschlossene
große Oberflächen zu schaffen. Bei dem Durchlauf durch einen Härteofen wird Heißluft
durch luftdurchlässige Druckbänder gesaugt und auf diese Weise das Bindemittel in
dem Faservlies ausgehärtet.
[0017] In einer aus dem Faservlies gebildeten, den Härteofen verlassenden Dämmstoffbahn
bilden die Oberflächen der primären Faserbahnen Zonen mit verringerter Haftung, während
die Mineralfasern im Inneren der einzelnen Faserbahnen fester miteinander verbunden
sind und somit prinzipiell steifere Substrukturen bilden. Um diese Steifigkeitsunterschiede
auszugleichen, wird die Dämmstoffbahn durch einen oder mehrere Kompressionsvorgänge
mit dazwischen eingeschalteten Dekompressionsphasen elastifiziert. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn die Dämmstoffbahn dabei noch in verschiedene Richtungen umgelenkt wird.
Durch diese Vorbehandlung wird die Gefahr des Aufreißens der Dämmstoffbahn entlang
der ursprünglichen Grenzflächen zwischen den primären Faserbahnen beim Wickeln ohne
Wickelkern deutlich reduziert bzw. verhindert.
[0018] Die durch die Elastifizierung der Dämmstoffbahn erreichte Verminderung der Steifigkeit
führt auch dazu, dass die Kräfte, die auf eine die gewickelte Dämmstoffbahn bzw. das
gerichtete Faservlies umgebende Banderole bzw. auf eine an den Stirnseiten teilweise
offenen Umhüllung resp. deren Verklebung wirken, deutlich geringer sind. Damit ist
die Verklebung der Banderole oder Umhüllung aus beispielsweise Polyethylenfolie verbessert.
Weiterhin können weniger reißfeste Folien verwendet werden, die in der Regel dünner
und damit preiswerter sind.
[0019] Mit Binde- und sonstigen Zusatzmitteln imprägnierte Faserbahnen aus Glaswolle werden
direkt auf eine Fördereinrichtung aufgefangen und bis zu der gewünschten Höhe aufgesammelt.
Die ohnehin längeren und glatten Glasfasern sind hierbei weitgehend flach übereinander
liegend angeordnet, so dass sich Elementarschichten ausbilden, die sich bei Aufrollen
leicht relativ zueinander bewegen können.
[0020] Dennoch werden diese Dämmstoffbahnen auch vor dem Aufrollen elastifiziert, um diese
Dämmstoffbahnen noch komprimieren zu können. Die Höhe der Kompression wird bei Dämmstoffbahnen
aus Steinwolle, wie auch aus Glaswolle dadurch begrenzt, dass die Dämmstoffbahnen
oder Faservliese nach der Dekompression die angestrebte und angegebene Lieferdicke
erreichen müssen. Deshalb werden die Dämmstoffbahnen zumeist auch mit einer Überdicke
hergestellt.
[0021] Eine wirtschaftliche Fertigung erfordert eine möglichst hohe Komprimierung der Faservliese
bzw. Dämmstoffbahnen, um gering volumige Verpackungseinheiten zu schaffen, die zu
einer Reduzierung des erforderlichen Lager- und Transportraums führen und die Handhabung
unter den schwierigen räumlichen Verhältnissen auf Baustellen erleichtern. Die Komprimierung
erfolgt nur in Bezug auf die Dicke und erreicht in Abhängigkeit von der Rohdichte
und der Dicke der betreffenden Faservliese bzw. Dämmstoffbahnen aus Steinwolle Größenordnungen
von 40% bis ca. 70%.
[0022] Die Kompression des Faservlieses erfolgt zum einen vor dem Wickeln und zum andern
auch während des Wickelvorgangs. Das Faservlies wird zu diesem Zweck zwischen zwei
parallel übereinander angeordneten Fördereinrichtungen zusammengepresst und anschließend
wieder frei gegeben in eine Wickelstation gefördert, wo das Faservlies beispielsweise
gegen ein schräg stehendes Aufrollband läuft, welches das auflaufende Ende des Faservlieses
scharf umlenkt. Wegen des fehlenden vertikalen Drucks entspannt sich das Faservlies
während dieses Vorgangs rasch. Das Auftreffen des Faservlieses auf das Aufrollband
bewirkt zunächst ein Aufstauchen und Knicken des Faservlieses vor der eigentlichen
Umlenkung, woraus ein Auseinanderdrücken des Faservlieses resultiert. Diese Deformation
des einlaufenden Faservlieses bleibt naturgemäß während des ganzen Wickelvorgangs
erhalten und führt regelmäßig zu Beschädigungen des Faservlieses bzw. der Dämmstoffbahn.
Sehr häufig erlangt ein derart gewickeltes Faservlies beim Ausrollen auch nicht mehr
die ursprüngliche Dicke bzw. die gewünschte Liederdicke.
[0023] Aus der DE 199 23 352 C2 ist eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wickels eines
vorkomprimierten Faservlieses aus Mineralfasern bekannt. Bei der aus dieser Druckschrift
bekannten Vorrichtung ist ein in sich geschlossenes Band einschließlich geführter
Umlenkeinrichtung vorgesehen, wobei die Umlenkeinrichtungen für eine gleichmäßige
Spannung und damit für einen ausreichenden Anpressdruck an das zu wickelnde Faservlies
sorgen.
[0024] Mit Hilfe einer beispielsweise oberhalb des Faservlieses angeordneten reversierbaren
Fördereinrichtung wird das Faservlies komprimiert und bis in den Bereich geführt,
wo es materialgerecht umgelenkt und der Kompressionsvorgang von der Wickelstation
übernommen wird. Um eine schonende Umlenkung des Faservlieses zu ermöglichen und insbesondere
ein Abknicken des Faservlieses zu vermeiden und auch gleichzeitig den zentralen Bereich
des zu bildenden Wickels vollständig mit dem Faservlies auszufüllen, wird das Band
mit Hilfe einer Führungsrolle leicht nach oben angehoben und mit dem Faservlies umgelenkt.
[0025] Die voranstehend beschriebene Vorrichtung hat sich zur Herstellung eines Wickels
aus einem Faservlies bewährt.
[0026] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die A u f g a b e zugrunde,
ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Vorrichtung dahingehend weiterzuentwickeln,
dass Dämmstoffbahnen in einfacher und wirtschaftlicher Weise aus insbesondere vorkomprimierten
Faservliesen, vorzugsweise aus aufgependelten Faservliesen mit einer Kompression von
bis zu 70% der Ausgangsmaterialstärke gewickelt werden können.
[0027] Die L ö s u n g dieser Aufgabenstellung sieht bei einem erfindungsgemäßen Verfahren
vor, dass das in die Wickelstation einlaufende Ende des Faservlieses in eine Schlaufe
des Bandes eingeführt wird, die das Ende des Faservlieses in Richtung auf das einlaufende
Faservlies umlenkt, wobei die Schlaufe während des Wickelvorgangs entsprechend einer
Volumenzunahme des Wickels vergrößert wird.
[0028] Seitens der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zur L ö s u n g der Aufgabenstellung
vorgesehen, dass der ersten Rolle gegenüberliegend eine zweite Rolle angeordnet ist
und dass zwischen der ersten Rolle und der zweiten Rolle die Umlenkeinrichtung ausgebildet
ist, in der das Band vor dem Einlauf des Faservlieses als Schlaufe ausgebildet ist,
die sich während des Wickelvorgangs entsprechend einer Volumenzunahme des Wickels
vergrößert.
[0029] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist somit vorgesehen, dass das in die Wickelstation
einlaufende Ende des Faservlieses in eine Schlaufe des Bandes eingeführt wird, die
das Ende des Faservlieses in Richtung auf das einlaufende Faservlies umlenkt, wobei
die Schlaufe während des Biegevorgangs entsprechend einer Volumenzunahme des Wickels
vergrößert wird. Im einzelnen ist vorgesehen, dass das Faservlies bzw. eine hieraus
hergestellte Dämmstoffbahn bis in den Bereich des Bandes gefördert wird. Zum Zeitpunkt
des Auftreffens des einlaufenden Endes des Faservlieses wird das Band angefahren,
so dass sich die zuvor über einen Bremsvorgang gebildete Schlaufe streckt und durch
die Reibkraft zwischen dem einlaufenden Ende des Faservlieses und dem Band des Faservlieses
aufgenommen und umgelenkt wird. Durch die hierdurch größer werdende Kontaktfläche
zwischen dem Faservlies und dem Band läuft der Wickelvorgang an. Mit zunehmenden Wickellagen
vergrößert sich das Volumen des Wickels, wobei das Band während des Wickelvorgangs
schlaufenförmig an der Außenmantelfläche des Faservlieses anliegt und dieses Faservlies
wickelt, bis die voreingestellte und gewünschte Länge des Faservlieses gewickelt ist.
Während des Wickelvorgangs vergrößert sich somit die Schlaufe entsprechend der Volumenzunahme
des Wickels.
[0030] Bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das
Band beim Einlaufen des Endes des Faservlieses anläuft, so dass die Schlaufe des Bandes
verkleinert wird, um das einlaufende Ende des Faservlieses umzulenken. Diese Ausgestaltung
hat den Vorteil, dass die Haftreibung zwischen dem Faservlies und dem Band bei stillstehendem
Band und nachfolgendem Anlaufen des Bandes genutzt wird, um den Wickelvorgang fehlerfrei
zu beginnen.
[0031] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Faservlies
beim Umlenken des in die Wickeleinrichtung einlaufenden Endes des Faservlieses und/oder
während des Wickelvorgangs rechtwinklig zu seinen großen Oberflächen verdichtet wird.
Hierdurch kann das Faservlies enger gewickelt werden, so dass geringvolumige Verpackungseinheiten
ausgebildet werden.
[0032] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Faservlies
durch veränderbare Spannungen des Bandes unterschiedlichen Druck- und Scherkräften
ausgesetzt wird. Durch die unterschiedlichen Druck- und Scherkräfte können unterschiedliche
Faservliese bzw. unterschiedliche Rohdichten und/oder Materialstärken in auf die Eigenschaften
der Faservliese abgestimmten Verfahren gewickelt werden, so dass ein schonender Wickelvorgang
unabhängig von den Eigenschaften des Faservlieses ausgeführt werden kann.
[0033] Um den sich ändernden Radien des Wickels Rechnung tragen zu können und gleichzeitig
Zugspannungen innerhalb des Faservlieses begrenzt zu halten, ist nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Band mit unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten
angetrieben wird. Hierdurch kann auch die Leistung der Wickelstation in Abhängigkeit
der zu wickelnden Faservliese variiert werden.
[0034] Die Ausbildung der für den Beginn des Wickelvorgangs vorteilhaften Schlaufe des Bandes
wird vorzugsweise durch ein Abbremsen des Bandes ausgeführt. Durch das Abbremsen des
Bandes entsteht ein Nachlauf, durch den sich die Schlaufe im Bereich des Einlaufs
in die Wickelstation ausbildet. Zu diesem Zweck ist eine Spanneinrichtung für das
Band vorgesehen, die zur Ausbildung der Schlaufe die Spannung im Band reduziert, so
dass beim Bremsvorgang die Schlaufe gebildet wird.
[0035] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Faservlies
vor dem Einlauf in die Wickelstation in Richtung der Flächennormalen seiner großen
Oberflächen komprimiert wird. Diese zusätzliche Kompression des Faservlieses dient
zum einen der Elastifizierung des Faservlieses und zum anderen der Reduzierung der
Materialstärke des Faservlieses, so dass ein Wickel bei vorgegebener Länge des Faservlieses
mit geringem Durchmesser gebildet werden kann.
[0036] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Faservlies in Richtung der Flächenormalen seiner
großen Oberflächen komprimiert der Wickelstation zugeführt wird. Bei dieser Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens wird verhindert, dass sich das Faservlies nach der
vorgeschalteten Komprimiereinrichtung entspannt, so dass eine weitergehende Komprimierung
in der Wickelstation erforderlich ist, die zu hohen Zugkräften innerhalb des Faservlieses
führen kann.
[0037] Mit dem Faservlies wird eine Umhüllung, insbesondere eine zugfeste Folienbahn in
die Wickelstation eingeführt, die auf den Außenmantelflächen des Wickels aufliegend
angeordnet ist und den Wickel in Form hält. Diese Umhüllung dient als Verpackung und
kann als Banderole oder als Umhüllung mit offenen Stirnseiten ausgebildet werden.
In Abhängigkeit der Länge des zu wickelnden Faservlieses läuft die Umhüllung mit dem
abschließend einlaufenden Ende des Faservlieses in die Wickelstation ein. Diese Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dadurch weitergebildet, dass das gewickelte
und einfolierte Faservlies nach Beendigung des Wickelvorgangs durch eine Spannung
des Bandes im Bereich der Schlaufe aus der Wickelstation ausgestoßen wird. Hierzu
wird das Band über die zuvor genannte Spannvorrichtung derart gespannt, dass sich
die Schlaufe mit dem darin angeordneten gewickelten Faservlies spannt und das Faservlies
aus der Wickelstation ausstößt.
[0038] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verfahrensschritte
durch einen Zentralrechner gesteuert werden. Hierzu können beispielsweise die einzelnen
Komponenten einer nachfolgend zu beschreibenden Vorrichtung zur Herstellung eines
Wickels aus einem Faservlies für die Wärme- und Schalldämmung mit einer hochfunktionalen
speicherprogrammierbaren Steuerung ausgebildet werden, mit der ein entsprechender
Verfahrensablauf und insbesondere die Bewegung der einzelnen Komponenten einer nachfolgend
zu beschreibenden Vorrichtung gesteuert werden. Die speicherprogrammierbare Steuerung
kann in Verbindung mit Servoantrieben für die Wickelstation und/oder eine vorgeschaltete
Fördereinrichtung aus zu einem Abstand voneinander angeordneten Förderbändern ausgebildet
sein, die durch Hochgeschwindigkeitsprozessoren gesteuert werden. Hierdurch können
die Bewegungssteuerungen dahingehend optimiert werden, dass kritische Zykluszeiten
erheblich reduziert und darüber hinaus eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
eröffnet werden, die ein erfindungsgemäßes Verfahren für eine Vielzahl von Faservliesen
anwendbar machen. Darüber hinaus dient diese Ausgestaltung der Darstellung des Verfahrensablaufs
in einer Kontrolleinrichtung, beispielsweise auf einem Monitor.
[0039] Es ist schließlich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen, dass die Spannung
des Bandes der Wickelstation über eine verschiebbare Spannrolle eingestellt wird.
Hieraus resultiert insbesondere der Vorteil, dass die Spannung des Bandes in einfacher
Weise variabel ist. Zu diesem Zweck wird die Spannrolle in einer Bandschleife hin-
und herbewegt, um beispielsweise die Schlaufe an das zunehmende Volumen des zu wickelnden
Faservlieses anzupassen bzw. bei einem Bremsvorgang die zum Anlaufen des Wickelvorgangs
vorteilhafte Schlaufe auszubilden.
[0040] Das voranstehend beschriebene Verfahren wird vorzugsweise mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung durchgeführt, die sich gemäß der erfindungsgemä-βen Lösung auszeichnet,
dass der ersten Rolle gegenüberliegend eine Führungseinrichtung, insbesondere eine
zweite Rolle angeordnet ist und dass zwischen der ersten Rolle und der Führungseinrichtung,
insbesondere der zweiten Rolle die Umlenkeinrichtung ausgebildet ist, in der das Band
vor dem Einlauf des Faservlieses als Schlaufe ausgebildet ist, die sich während des
Wickelvorgangs entsprechend einer Volumenzunahme des Wickels vergrößert.
[0041] Die Schlaufe wird somit zwischen der ersten Rolle und der Umlenkeinrichtung, insbesondere
der zweiten Rolle ausgebildet, wobei das Faservlies zwischen die erste Rolle und die
Umlenkeinrichtung geführt wird, bis dass das Faservlies in Kontakt mit dem auf der
ersten Rolle aufliegenden Band Kontakt hat.
[0042] Vorzugsweise läuft das Band über eine Spannrolle, so dass die Spannung im Band veränderbar
ist, um insbesondere unterschiedliche Druck- und Scherkräfte auf das Faservlies zu
übertragen. Durch diese Ausgestaltung kann die Kompression innerhalb der Wickelstation
verändert werden, so dass Faservliese unterschiedlicher Ausgestaltung, d.h. mit unterschiedlichen
Eigenschaften möglichst materialschonend verarbeitet werden, ohne dass die anzustrebende
Komprimierung des Faservlieses einen angestrebten Wert nicht erreicht.
[0043] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Rollen radial
strahlig um einen in seinem Zentrum drehbar gelagerten Träger angeordnet sind, wobei
der Abstand zwischen dem Zentrum und der Rolle zumindest dem halben maximalen Durchmesser
des Wickels aus dem Faservlies entspricht. Der Träger besteht insbesondere aus zwei
im Abstand zueinander angeordneten Scheiben, zwischen denen die Rollen angeordnet
sind. Die Drehbarkeit des Trägers hat den Vorteil, dass die Wickelstation nach Abschluss
des Wickelvorgangs in eine Position verdreht werden kann, in der das gewickelte Faservlies
in gewünschter Richtung ausgestoßen werden kann.
[0044] Um die vor dem Anlaufen des Bandes für den vorteilhaften Wickelvorgang erforderliche
Schlaufe auszubilden ist eine Bremsvorrichtung vorgesehen, die das Band derart bremst,
dass ein Nachlauf des Bandes die Schlaufe im Bereich des Einlaufs zwischen der ersten
Rolle und der Umlenkeinrichtung ausbildet. Darüber hinaus hat die Bremsvorrichtung
den Vorteil, dass das Band unmittelbar nach Beendigung des Wickelvorgangs angehalten
und das fertig gewickelte Faservlies möglichst umgehend aus der Wickelstation entfernt
wird, so dass die Wickelstation in kurzer Zeit zur Aufnahme eines weitern Faservlieses
zur Verfügung steht.
[0045] Um den unterschiedlichen Materialeigenschaften der zu wickelnden Faservliese und
dem zunehmenden Volumen des Wickels gerecht werden zu können, ohne dass unzulässig
hohe Zugspannungen im Faservlies entstehen, ist vorgesehen, dass das Band mit unterschiedlichen
Umlaufgeschwindigkeiten antreibbar ist.
[0046] Vorzugsweise ist zwischen den beiden Rollen der Umlenkeinrichtung ein Führungselement,
insbesondere in Form einer auf einer großen Oberfläche des Faservlieses aufliegenden
Gleitschiene angeordnet. Diese Gleitschiene ist starr im Bereich der zweiten oberen
Rolle, insbesondere als Verlängerung eines vorgeschalteten Förderbands angeordnet,
mit dem Druck auf eine große Oberfläche des in die Wickelstation geförderten Faservlieses
ausgeübt wird. Die Gleitschiene weist eine Gleitfläche auf, die bevorzugt parallel
zur Einlaufrichtung in die Schlaufe ausgerichtet ist. Am hinteren, der Schlaufe zugewandten
Ende, ist die Gleitschiene nach oben hin abgerundet, wodurch das Führen des Bandes
der Wickelstation und die Umlenkung des einlaufenden Faservlieses wesentlich erleichtert
wird. Um die Reibung auf die große Oberfläche des einlaufenden Faservlieses und damit
einen möglicherweise auftretenden Bremseffekt möglichst gering zu halten, ist vorgesehen,
dass die Gleitschiene nur eine kurze Länge in Förderrichtung des Faservlieses aufweist.
[0047] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Gleitschiene unterhalb
der oberen Rolle angeordnet und am Träger befestigt ist, so dass sich die Gleitschiene
auch bei einer Bewegung des Trägers um sein Zentrum mit den Rollen bewegt.
[0048] Um das Gewicht der Gleitschiene möglichst gering zu halten, ist vorgesehen, dass
die Gleitschiene aus einem Material mit geringem Gewicht, beispielsweise aus Kunststoff
und/oder Leichtmetall ausgebildet ist. Vorzugsweise weist die Gleitschiene eine auf
der Oberfläche des Faservlieses aufliegende Gleitfläche mit geringem Reibungswiderstand
auf.
[0049] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Fördereinrichtung
aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Förderbändern und/oder Rollenbahnen besteht,
die zur Wickelstation aufeinander zulaufend angeordnet sind und/oder in ihrem Abstand
zueinander verstellbar sind.
[0050] Eine Weiterbildung dieser Ausgestaltung sieht vor, dass das untere Förderband bzw.
die untere Rollenbahn bis in den Bereich zwischen den, die Umlenkeinrichtung ausbildenden
Rollen reicht, um das Faservlies in möglichst weiten Förderbereichen unterstützt in
die Wickelstation einzuführen.
[0051] Nach einem weiteren Merkmal der voranstehend dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen,
dass das untere Förderband bzw. die untere Rollenbahn mit ihrem der Umlenkeinrichtung
zugewandten Ende der Gleitschiene gegenüberliegend angeordnet ist.
[0052] Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der Wickelstation
gegenüberliegend eine Leitvorrichtung angeordnet ist, über die der fertige Wickel
des einfolierten Faservlieses bei einem Auswurf des Faservlieses in eine bestimmte
Richtung abgeführt wird.
[0053] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wickels aus einem Faservlies in
einer ersten Stellung in Seitenansicht;
- Figur 2
- einen Teil der Vorrichtung gemäß Figur 1 in einer zweiten Stellung in Seitenansicht
und
- Figur 3
- die Vorrichtung gemäß Figur 1 in einer dritten Stellung in Seitenansicht.
[0054] In Figur 1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wickels aus einem Faservlies
für die Wärme- und Schalldämmung von Gebäuden, insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise
aus Steinwolle und/oder aus Glaswolle dargestellt. Die Vorrichtung weist eine das
Faservlies in eine Wickelstation 1 fördernde Fördereinrichtung 2 auf. Die Wickelstation
1 hat eine Umlenkeinrichtung 3, die ein in die Wickelstation 1 einlaufendes Ende des
Faservlieses aufnimmt und in Richtung auf das einlaufende Faservlies umlenkt, wobei
die Umlenkeinrichtung 3 ein Führungselement in Form eines Bandes 4 hat, welches über
Rollen 5 umläuft und während eines Wickelvorgangs an einer Außenmantelfläche des Wickels
anliegt, wobei eine erste Rolle 5 im Bereich eines Einlaufs 6 des Faservlieses in
die Wickelstation 1 angeordnet ist.
[0055] Der ersten Rolle 5 gegenüberliegend ist eine zweite Rolle 7 angeordnet. Zwischen
der ersten Rolle 5 und der zweiten Rolle 7 ist die Umlenkeinrichtung 3 ausgebildet,
in der das Band 4 vor dem Einlauf des Faservlieses als Schlaufe 8 ausgebildet ist,
die sich während des Wickelvorgangs entsprechend einer Volumenzunahme des Wickels
vergrößert. Es wird diesbezüglich auf die Figur 2 verwiesen, die nachfolgend noch
beschrieben wird.
[0056] Das Band 4 läuft über eine Spannrolle 9, die Bestandteil einer Spanneinrichtung 10
ist, und in der Spanneinrichtung 10 parallel zum Verlauf des Bandes 4 verfahrbar angeordnet
ist.
[0057] Die Rollen 5 bzw. die Rolle 7 der Wickelstation 1 sind radialstrahlig um einen in
seinem Zentrum 11 beschränkt drehbar gelagerten Träger 12 angeordnet, wobei der Abstand
zwischen dem Zentrum 11 und den Rollen 5, 7 zumindest dem halben maximalen Durchmesser
des Wickels aus dem Faservlies entspricht. Der Träger 12 besteht aus zwei im Abstand
zueinander angeordneten Scheiben 13, von denen in Figur 1 lediglich eine Scheibe 13
dargestellt ist und zwischen denen sich die Rollen 5 und 7 erstrecken. Die Rollen
5 und 7 sind drehbar zwischen den Scheiben 13 des Trägers 12 angeordnet, wobei die
Rollen 5 insgesamt oberhalb des Einlaufs 6 angeordnet sind und der unterhalb des Einlaufs
6 liegende Bereich des Trägers 12 frei von Rollen 5 bzw. 7 ist. Es ist ferner zu erkennen,
dass die erste Rolle 5 der Umlenkeinrichtung 3 außerhalb des Trägers 12 ortsfest angeordnet
ist.
[0058] Die Vorrichtung weist ferner eine Bremsvorrichtung 14 auf, mit der das Band 4 in
seiner Umlaufgeschwindigkeit reduziert oder angehalten werden kann. Die Bremsvorrichtung
14 ist der Spanneinrichtung 10 vorgeschaltet.
[0059] Im Bereich des Einlaufs 6 ist ergänzend eine Gleitschiene 15 oberhalb der ersten
Rolle 5 und im Bereich der zweiten Rolle 7 angeordnet. Die Gleitschiene 15 dient als
Führungselement der Einführung des nicht näher dargestellten Faservlieses, welches
über die Fördereinrichtung 2 in den Bereich des Einlaufs 6 gefördert wird, wobei die
Fördereinrichtung 2 ein erstes unteres Förderband 16 und ein zweites oberes Förderband
17 aufweist, die aufeinander zulaufend ausgerichtet sind und in einen Bereich unmittelbar
vor dem Einlauf 6 parallel zueinander verlaufen.
[0060] Das untere Förderband 16 erstreckt sich in einen Bereich bis unterhalb der Gleitschiene
15 zwischen der am Träger 12 angeordneten Rolle 7 und der zweiten außerhalb des Trägers
12 angeordneten, die Umlenkeinrichtung 3 bildenden Rolle 5. Das nicht näher dargestellte
Faservlies wird über das untere Förderband 16 somit in den unmittelbaren Bereich des
Einlaufs 6 geführt, wobei das Faservlies zwischen dem oberen Förderband 17 und dem
unteren Förderband 16 komprimiert und im komprimierten Zustand zwischen der Gleitschiene
15 und dem unteren Förderband 16 in den Einlauf 6 eingeführt wird.
[0061] Die Gleitschiene 15 ist unterhalb der oberen Rolle 7 der Umlenkeinrichtung 3 angeordnet
und drehfest am Träger 12 befestigt. Das Band 4 ist zwischen der Gleitschiene 15 und
der Rolle 7 der Umlenkeinrichtung 3 geführt.
[0062] Die Gleitschiene 15 besteht aus Leichtmetall, beispielsweise Aluminium und weist
eine Fläche 18 mit geringem Reibungskoeffizienten auf.
[0063] Das Band 4 ist über einen nicht dargestellten Antrieb aus einem Elektromotor und
einem angeflanschten Getriebe angetrieben, wobei die Umlaufgeschwindigkeit des Bandes
4 über eine Steuerung des Antriebsmotors variiert werden kann. In Figur 1 ist die
Vorrichtung in einer Position unmittelbar vor Aufnahme eines nicht näher dargestellten
Faservlieses in die Wickelstation 1 dargestellt. Demgegenüber zeigt die Figur 2 die
Wickelstation 1 in einer Position, in der die Spannrolle 9 bzw. 9' derart zurückgefahren
ist, dass sich die Schlaufe 8 bzw. 8' des Bandes 4 bzw. 4' entsprechend einer Volumenzunahme
des Wickels innerhalb der Wickelstation 1 vergrößert hat. Es ist darauf hinzuweisen,
dass die Schlaufe 8' des Bandes 4' mit einer Stellung der Spannrolle 9' übereinstimmt,
während die Schlaufe 8 des Bandes 4 einer Stellung der Spannrolle 9 in Figur 2 entspricht.
Aus Figur 2 ist erkennbar, dass ein in der Schlaufe 8 bzw. 8' angeordneter Wickel
eines Faservlieses annähernd über die gesamte Außenmantelfläche des Wickels von dem
Band 4 bzw. 4' umschlungen ist. Demzufolge wird der Wickel während des Wickelvorgangs
in der Wickelstation 1 konstant mit gleichbleibendem Kompressionsdruck gehalten, der
jedoch über die Spannrolle 9 bzw. 9' variabel ist. In Figur 2 ist die Laufrichtung
des Bandes 4 durch einen Pfeil 19 dargestellt. Figur 3 zeigt die Vorrichtung gemäß
Figur 1 in einer Stellung unmittelbar nach dem Auswurf eines fertigen Wickels eines
Faservlieses aus der Wickelstation 1. Ergänzend ist eine Leitvorrichtung 20 dargestellt,
die der Führung des auszuwerfenden Wickels aus der Wickelstation 1 dient.
[0064] Es ist erkennbar, dass der Träger 12 entgegen der Uhrzeigerrichtung in Richtung eines
Pfeils 21 gegenüber seiner Position in Figur 1 verdreht ist und die Spannrolle 9 in
eine Position innerhalb der Spanneinrichtung 10 verfahren ist, in der das Band 4 maximal
gespannt ist, wobei die Schlaufe 8 derart gestreckt ist, dass der nicht näher dargestellte
Wickel aus der Schlaufe 8 herausgeschleudert wird. Nach dem Herausschleudern des Wickels
8 wird der Träger 12 in seine in Figur 1 dargestellte Ausgangsposition zurückgedreht,
wobei sich die Schlaufe 8 im Bereich des Einlaufs 6 ausbildet, um einen neuen Wickelvorgang
zu starten.
[0065] Das Band 4 nimmt in der eigentlichen Wickelstation 1 unterschiedliche Formen an,
woraus unterschiedliche Umschlingungswinkel und Bandlängen resultieren, während gleichzeitig
über eine veränderbare Spannung des Bandes 4 entsprechende Druck- und Scherkräfte
auf das zu wickelnde Faservlies ausgeübt werden. Durch eine veränderbare Umlaufgeschwindigkeit
des Bandes 4 wird die Umdrehungsgeschwindigkeit des Wickels und damit die spezifische
Leistung der Wickelstation 1 eingesamt variiert.
[0066] Die in Wickelstellung am tiefsten liegende Rolle 7 bildet die obere Rolle 7 der Umlenkeinrichtung
3. Unterhalb dieser Rolle 7 befindet sich nach hinten versetzt die untere Einführungsrolle
5. Diese Positionen sind deshalb so gewählt, weil das Faservlies hier nach oben hin
umgelenkt und im Uhrzeigersinn eingewickelt werden soll. Vor dem Einlaufen des Faservlieses
wird das Band 4 in dieser zentralen Umlenkeinrichtung 3 der Wickelstation so abgebremst,
dass es zwischen der oberen und der unteren Rolle 5, 7 die Schlaufe 8 bildet.
[0067] Zwischen den beiden druckübertragenden Förderbändern 16, 17 wird bei steigender Komprimierung
eine zerstörungsfreie Umorientierung der Mineralfasern oder der aus ihnen gebildeten
Substrukturen des Mineralfaservlieses ermöglicht. Der Abstand beider Förderbänder
16, 17 voneinander ist in Abhängigkeit von der Dicke des Faservlieses und des Komprimierungsgrad
veränderbar. Die Enden der beiden druckübertragenden Förderbänder 16, 17 sind derart
gestaltet, dass sie weit in die Schlaufe 8 hineinführen.
[0068] Die unterhalb der oberen Rolle 7 angeordnete Gleitschiene 15 stellt eine Verlängerung
des oberen druckübertragenden Förderbandes 17 dar. Ihre Gleitfläche 18 ist bevorzugt
leicht schräg bis parallel zu der Ebene des unteren Förderbandes 16 ausgerichtet.
Das Ende der Gleitfläche 18 ist nach oben hin abgerundet, was das Führen des Bandes
4 und die Umlenkung des einlaufenden Faservlieses ganz wesentlich erleichtert. Die
Gleitfläche 18 ist relativ kurz so dass der Bremseffekt auf die obere Oberfläche des
Faservlieses unberücksichtigt bleiben kann und insbesondere keine großen Zugspannungen
im Faservlies verursacht.
[0069] Der vordere Teil der Gleitschiene 15 und der rückwärtige Obertrum des oberen Förderbandes
17 sind so gestaltet, dass die obere Rolle 7 mitsamt der Gleitschiene 15 an dem Förderband
17 vorbeibewegt werden können. Das geringe zusätzliche Gewicht der Gleitschiene 15
erfordert weder eine Verstärkung der Konstruktion noch des Antriebs.
[0070] In dem Augenblick, in dem das Faservlies das Band 4 erreicht, wird dieses angefahren,
wobei sich die Tiefe der Schlaufe 8 verringert. Dadurch und durch die Bewegungsrichtung
des Bandes 4 entgegen dem Uhrzeigersinn wird das Faservlies nach oben hin umgelenkt.
Gleichzeitig erzeugt diese Umlenkung eine Verdichtung der oberen Oberflächenzonen.
Diese versteifte Zone kann einen Druck auf die nachfolgenden Abschnitte des Faservlieses
ausüben, die nach unten gedrückt werden, so dass die Reibung der Gleitschiene 15 verringert
wird.
[0071] Mit dem letzten Abschnitt des zu wickelnden Faservlieses wird zwischen dem Ende des
unteren druckübertragenden Förderbandes 16 und der unteren Einführungsrolle 5 eine
zugfeste Bahn eingeführt, welche das unter hoher innerer Spannung stehende Faservlies
zusammenhält.
[0072] Diese zugfeste Bahn sichert die Form des Wickels, schützt das Faservlies und dient
gleichzeitig der optischen Gestaltung einer Verpackungseinheit. Die zugfeste Bahn
wird entweder als Banderole oder als Umhüllung mit offenen Stirnseiten ausgebildet.
Die zugfeste Bahn besteht aus einer Kunststofffolie, beispielsweise aus einer Polyethylenfolie.
[0073] Nachdem die Form des Wickels gesichert ist, werden die oberen Rollen 5 mitsamt der
oberen Einführungsrolle 7 und der Gleitschiene 15 um die zentralen Achsen 11 entgegen
dem Uhrzeigersinn herum geschwenkt, während das Band 4 durch Hinausfahren der Spannrolle
9 in die weiteste Position gespannt wird. Durch diese Bewegungen wird der in der großen
Schlaufe 8 angeordnete Wickel liegend nach oben gefördert und durch das Spannen des
Bandes 4 herausgeschleudert. Eine hier nur skizzierte Leitvorrichtung 20 verhindert
das Abwerfen des Wickels in Richtung der Förderbänder 16, 17.
[0074] Die Spannvorrichtung 10 kann in kurzer Zeit verfahren werden, um eine auf die Dicke,
Struktur und sonstige relevante Eigenschaften des Faservlieses sowie möglicherweise
eine unterschiedliche Höhe der Kompression über die Länge des Faservlieses bzw. den
Umfang des Wickels abgestimmte Zugspannung einzustellen. Gleichzeitig kann die Geschwindigkeit
des Bandes 4 verändert werden, um beispielsweise während des Wickelvorganges eine
Umlagerung von Strukturelementen innerhalb des Faservlieses zu ermöglichen. Die Ansteuerung
der einzelnen Vorgänge, die den Wickelvorgang von der Einführung des Faservlieses
in die Fördereinrichtung 2 bis hin zum Auswerfen bilden, lassen sich deshalb extrem
verkürzen und können sogar parallel ablaufen, so dass auf die empfindlichen Faservliese
optimal abgestimmte, stark verkürzte Wickelzyklen erreicht werden. Das führt naturgemäß
zu einer wesentlichen Erhöhung der Leistungskapazität der Wickelvorrichtung.
1. Verfahren zur Herstellung eines Wickels aus einem Faservlies für die Wärme- und Schalldämmung
von Gebäuden, insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise aus Steinwolle und/oder
aus Glaswolle, bei dem ein Faservlies über eine Fördereinrichtung einer Wickelstation
zugeführt wird, in der ein in die Wickelstation einlaufendes Ende des Faservlieses
in einer Umlenkeinrichtung in Richtung auf das einlaufende Faservlies umgelenkt wird,
wobei das Faservlies in der Wickelstation an einem Führungselement in Form eines Bandes
anliegend geführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das in die Wickelstation (1) einlaufende Ende des Faservlieses in eine Schlaufe (8)
des Bandes (4) eingeführt wird, die das Ende des Faservlieses in Richtung auf das
einlaufende Faservlies umlenkt, wobei die Schlaufe (8) während des Wickelvorgangs
entsprechend einer Volumenzunahme des Wickels vergrößert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band (4) beim Einlauf des Endes des Faservlieses anläuft, so dass die Schlaufe
(8) des Bandes (4) verkleinert wird, um das einlaufende Ende des Faservlieses umzulenken.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Faservlies beim Umlenken des in die Wickeleinrichtung einlaufenden Endes des
Faservlieses und/oder während des Wickelvorgangs rechtwinklig zu seinen großen Oberflächen
verdichtet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Faservlies durch veränderbare Spannungen des Bandes (4) unterschiedlichen Druck-
und Scherkräften ausgesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band (4) mit unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten angetrieben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band (4) zur Bildung der Schlaufe (8) gebremst wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Faservlies vor dem Einlauf in die Wickelvorrichtung in Richtung der Flächennormalen
seiner großen Oberflächen komprimiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Faservlies in Richtung der Flächennormalen seiner großen Oberflächen komprimiert
der Wickelvorrichtung (1) zugeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem Faservlies eine Umhüllung, insbesondere eine zugfeste Folienbahn in die Wickelvorrichtung
(1) eingeführt wird, die auf den Außenmantelflächen des Wickels aufliegend angeordnet
ist und den Wickel in Form hält.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das gewickelte und einfolierte Faservlies nach Beendigung des Wickelvorgangs durch
eine Spannung des Bandes (4) im Bereich der Schlaufe (8) aus der Wickelvorrichtung
ausgestoßen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verfahrensschritte durch einen Zentralrechner gesteuert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannung des Bandes (4) der Wickelvorrichtung (1) über eine verschiebbare Spannrolle
(9) eingestellt wird.
13. Vorrichtung zur Herstellung eines Wickels aus einem Faservlies für die Wärme- und
Schalldämmung von Gebäuden, insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise aus Steinwolle
und/oder aus Glaswolle, mit einer das Faservlies in eine Wickelstation fördernden
Fördereinrichtung, wobei die Wickelstation eine Umlenkeinrichtung aufweist, die ein
in die Wickelstation einlaufendes Ende des Faservlieses aufnimmt und in Richtung auf
das einlaufende Faservlies umlenkt, wobei die Umlenkeinrichtung ein Führungselement
in Form eines Bandes hat, welches über Rollen umläuft und während eines Wickelvorgangs
an einer Außenmantelfläche des Wickels anliegt, wobei eine erste Rolle im Bereich
eines Einlaufs des Faservlieses in die Wickelstation angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der ersten Rolle (5) gegenüberliegend eine Führungseinrichtung, insbesondere eine
zweite Rolle (7) angeordnet ist und dass zwischen der ersten Rolle (5) und der Führungseinrichtung,
insbesondere der zweiten Rolle (7) die Umlenkeinrichtung (3) ausgebildet ist, in der
das Band (4) vor dem Einlauf des Faservlieses als Schlaufe (8) ausgebildet ist, die
sich während des Wickelvorgangs entsprechend einer Volumenzunahme des Wickels vergrö-βert.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band (4) über eine Spannrolle (9) läuft, so dass die Spannung im Band (4) veränderbar
ist um insbesondere unterschiedliche Druck- und Scherkräfte auf das Faservlies zu
übertragen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollen (5, 7) radialstrahlig um einen in seinem Zentrum (11) drehbar gelagerten
Träger (12) angeordnet sind, wobei der Abstand zwischen dem Zentrum (11) und der Rolle
(5) zumindest dem halben maximalen Durchmesser des Wickels aus dem Faservlies entspricht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) aus zwei im Abstand zueinander angeordneten Scheiben (13) besteht,
zwischen denen die Rollen (5, 7) angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelstation (1) eine Bremsvorrichtung (14) für das Band (4) aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band (4) mit unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten antreibbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den beiden Rollen (5, 7) der Umlenkeinrichtung (3) eine Führungselement,
insbesondere in Form einer auf einer großen Oberfläche des Faservlieses aufliegenden
Gleitschiene (15) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitschiene (15) unterhalb der oberen Rolle (7) angeordnet und am Träger (12)
befestigt ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitschiene (15) aus einem Material mit geringer Dichte, beispielsweise aus
Kunststoff und/oder Leichtmetall ausgebildet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fördereinrichtung (2) aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Förderbändern
(16, 17) und/oder Rollenbahnen besteht, die zur Wickelstation (1) aufeinanderzulaufend
angeordnet sind und/oder in ihrem Abstand zueinander verstellbar sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass das untere Förderband (16) bzw. die untere Rollenbahn bis in den Bereich zwischen
den, die Umlenkeinrichtung (3) ausbildenden Rollen (5, 7) reicht.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass das untere Förderband (16) bzw. die untere Rollenbahn mit ihrem der Umlenkeinrichtung
(3) zugewandten Ende der Gleitschiene (15) gegenüberliegend angeordnet ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wickelstation (1) gegenüberliegend eine Leitvorrichtung (20) angeordnet ist,
über die der fertige Wickel des einfolierten Faservlieses bei einem Auswurf des Faservlieses
in eine bestimmte Richtung abgeführt wird.