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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
08.10.2004 DE 102004049074
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.04.2006 Patentblatt 2006/15 |
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Patentinhaber: Trimet Aluminium AG |
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45356 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Borchmann, Jana, Dipl.-Ing.
45470 Mülheim (DE)
- Carlson, Ursula, Dipl.-Ing.
45134 Essen (DE)
- Diederichs-Mittler, Ina, Dipl.-Ing.
45259 Essen (DE)
- Kleine, Andreas, Dr. Ing.
38889 Blankenburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller-Wolff, Thomas |
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Patentanwalt,
Postfach 19 02 17 53037 Bonn 53037 Bonn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/10099 US-A- 3 619 181
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US-A- 3 466 170 US-A- 4 648 918
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- SCHAEFER M ET AL: "EFFECT ON STRONTIUM MODIFICATION ON NEAR-THRESHOLD FATIGUE CRACK
GROWTH IN AN AL-SI-CU DIE CAST ALLOY" METALLURGICAL AND MATERIALS TRANSACTIONS A:
PHYSICAL METALLURGY &MATERIALS SCIENCE, ASM INTERNATIONAL, MATERIALS PARK, OH, US,
Bd. 27A, Nr. 5, 1. Mai 1996 (1996-05-01), Seiten 1293-1302, XP000593932 ISSN: 1073-5623
- SAMUEL F H: "INCIPIENT MELTING OF AI5MG8SI6CU2 AND AI2CU INTERMETALLICS IN UNMODIFIED
AND STRONTIUM-MODIFIED AI-SI-CU-MG (319) ALLOYS DURING SOLUTION HEAT TREATMENT" JOURNAL
OF MATERIALS SCIENCE, SPRINGER / BUSINESS MEDIA, DORDRECHT, NL, Bd. 33, Nr. 9, 1.
Mai 1998 (1998-05-01), Seiten 2283-2297, XP000754486 ISSN: 0022-2461
- GOWRI S ET AL: "EFFECT OF ALLOYING ELEMENTS ON THE SOLIDIFICATION CHARACTERISTICS
AND MICROSTRUCTURE OF AL-SI-CU-MG-FR 380 ALLOY" METALLURGICAL AND MATERIALS TRANSACTIONS
A: PHYSICAL METALLURGY &MATERIALS SCIENCE, ASM INTERNATIONAL, MATERIALS PARK, OH,
US, Bd. 25A, Nr. 2, 1. Februar 1994 (1994-02-01), Seiten 437-448, XP000428627 ISSN:
1073-5623
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[0001] Die Erfindung betrifft eine kaltaushärtende Aluminiumgusslegierung, die auf Basis
von Hüttenaluminium Al 99,9 erschmolzen wurde und bei hoher Zugfestigkeit und Streckgrenze
noch eine Dehnung von deutlich über 1 % aufweist, sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines Aluminiumgussteils.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Werkstoff-Datenblatt ENAC-46200 ist als genormte Gusslegierung vom Typ G-AlSi8Cu3
die Legierung 226A (VDS Liste) bekannt. Die chemische Zusammensetzung dieser Legierung
wird in Gewichtsprozent (Gw%) wie folgt angegeben: Silicium 7,5 - 9,5 Gw%, Eisen max
0,8 Gw%, Kupfer 2 - 3,5 Gw%, Mangan 0,15 - 0,65 Gw%, Magnesium 0,05 - 0,55 Gw%, Nickel
max 0,35 Gw%, Zink max 1,2 Gw%, Titan max 0,25 Gw%, Blei max 0,25 Gw%, Chrom max 0,15
Gw%, Rest Aluminium sowie andere Beimengungen 0,05% (einzeln) und 0,25Gw% (insgesamt).
Aufgabenstellung
[0004] Ausgehend davon soll eine kaltaushärtende Aluminiumgusslegierung sowie ein Verfahren
zur Herstellung eines Aluminiumgußteils mit hoher Zugfestigkeit und Streckgrenze bei
gleichzeitig verbesserter Duktilität angegeben werden. Die Legierung soll gut vergießbar
und zur Herstellung thermisch hoch beanspruchbarer Gussteile geeignet sein. Die Gussteile
sollen auch mit herkömmlichen Mitteln gut schweißbar sein.
[0005] Zur Lösung des ersten Teils dieser Aufgabe wird eine neue AlSi9Cu3 mit zusätzlichen
Gehalten an Mangan, Zink, Strontium und Obergrenzen für Magnesium, Eisen und Titan
gemäß kennzeichnendem Teil von Patentanspruch 1 angegeben. Das neue Verfahren ist
durch die im Patentanspruch 2 definierten Maßnahmen gekennzeichnet.
Beispiele
[0006] Im folgenden wird die Erfindung mit einer Standartlegierung verglichen. Dabei wurden
die Werte von Zugfestigkeit, Dehngrenze und Dehnung an einem im Schwerkraftkokillenguss
gegossenen Probestab gemessen, der auf folgende Abmessungen abgedreht wurde: Probendicke
a= 3mm, Probenbreite b= 8mm, Kopfbreite B= 12mm, Kopfhöhe h= 15mm, Anfangslänge L0=
30mm, Versuchslänge Lc= 33mm und Gesamtlänge Lt= 80mm.
1. Beispiel nach dem Stand der Technik
[0007] Als Vergleichslegierung wird eine 226A-Gusslegierung mit folgender Zusammensetzung
verwendet:
Si 8%, Fe 0,6%, Cu 3,0%, Mn 0,3%, Ni 0,2%, Zn 1,0%, Ti 0,2%, Pb 0,1%, Sn 0,1%, Mg
0,45 andere Beimengungen: einzeln 0,05, insgesamt 0,25%, Rest Aluminium.
[0008] Die Gusslegierung G-AlSi8Cu3 (Werkstoff Nr. 3.2162.05) weist im Gusszustand folgende
Werkstoffeigenschaften auf:
Streckgrenze Rp0,2 = 100 MPa
Zugfestigkeit Rm = 170 MPa
Dehnung A50mm = 1%
Vergleich der Verarbeitungseigenschaften
[0009] Der Vergleich zwischen der Legierung 226A nach dem Stand der Technik und der erfindungsgemäßen
Legierung zeigt die überlegenen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Legierung, da
die Werte für
Streckgrenze R
p0,2 ≥ 170MPa
Zugfestigkeit Rm ≥ 230 MPa bei gleichzeitig hoher
Dehnung A
50mm > 1.5% gemessen wurden.
[0010] Außerdem wurden die Gefügestrukturen verglichen. Dabei zeigte sich, dass bei der
erfindungsgemäßen Legierung nur geringe Gehalte an Mg
2Si-Phasen gebildet wurden. Die Rekristallisationstemperatur war bei der erfindungsgemäßen
Legierung ebenfalls deutlich erhöht. Ferner war die Anzahl der Beta-Al-Fe-Si-Nadeln
um ca. 80% verringert, was auf eine deutlich verbesserte Duktilität der erfindungsgemäßen
Legierung schließen lässt.
Weitere Versuche zur Interpretation der Gehaltsgrenzen
[0011] Durch Variation der im Anspruch 1 angegebenen Gusslegierung hinsichtlich der Legierungsgrenzen
wurden folgende Ergebnisse festgehalten:
- 1.
- Magnesium: bei Gehalten von über 0,55 % wird während des Vergießens der erfindungsgemäß
zusammengesetzte Basislegierung die Oxidationsneigung gefördert. Außerdem konnte bei
derartig hohen Mg-Gehalten keine weitere Festigkeitssteigerung festgestellt werden,
da sich Mg 2Si-Phasen bildeten.
- 2.
- Eisen: bei Gehalten über 0,2 % wird bei allen nach Anspruch 8 vergossenen Legierungen
die Dehnung deutlich herabgesetzt.
- 3.
- Titan: Oberhalb von 0,2 % wurde keine Verbesserung des Gefüges eines nach Anspruch
1 ausgebildeten Gussteils im Hinblick auf die Rekristallisationstemperatur festgestellt.
- 4.
- Indium und Cadmium verkürzen die Kaltauslagerungszeit der erfindungsgemäßen Legierung.
- 5.
- Beryllium vermindert bei Magnesiumgehalten von über 0,4 bis 0,55 Gw% die Oxidationsneigung,
die wiederum einen ungünstigen Einfluss auf die Dehnung hat.
- 6.
- Cer erhöht in Aluminiumgusslegierungen der Zusammensetzung nach Anspruch 1 - 4 die
Fließfähigkeit und mindert bis zu Gehalten von 0,4% die Klebneigung.
- 7.
- Zink verbessert bis zu einem Gehalt von 3,5 % bei einer nach Anspruch 1 zusammengesetzten
Legierung die Formstabilität des Gussteils, bei Gehalten von mehr als 3,5% wurde keine
weitere Steigerung der Formstabilität bzw. eine Verringerung der Klebeneigung festgestellt.
[0012] Somit lässt sich die technische Überlegenheit der ausgewählten Parameter für die
erfindungsgemäße Aluminiumgusslegierung als Ergebnis einer synergistischen Wirkung
der jeweils beteiligten Legierungselemente begründen.
1. Kaltaushärtende Aluminiumgusslegierung, die auf Basis von Primärmetall/Hüttenaluminium
der Reinheit Al 99,9 oder einer höheren Reinheitsstufe als Primärlegierung erschmolzen
wurde und bei hoher Zugfestigkeit und Streckgrenze noch eine Dehnung von über 1 %
aufweist,
gekennzeichnet durch folgende Legierungsgehalte in Gewichts(Gw)%:
Silicium 6 -11 Gw%
Kupfer 2,0 - 4,0 Gw%
Mangan 0,65 -1,0 Gw%
Zink 0,5 - 3,5 Gw%
Strontium 0,01 - 0,04 Gw%
Magnesium max 0,55 Gw%
Eisen max 0,2 Gw%
Titan max 0,2 Gw%
und wahlweise eines oder mehrere Elemente aus der Gruppe
- Silber 0,01 - 0,80 Gw%
- Samarium 0,01 - 1,0 Gw%
- Nickel 0,01 - 0,40 Gw%,
und/oder wahlweise eines oder mehrere Elemente aus der Gruppe
- Cadmium 0,01 - 0,30 Gw%
- Indium 0,01 - 0,20 Gw%,
und/oder wahlweise Beryllium bis zu 0,001 Gw%
Rest Aluminium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
2. Verfahren zur Herstellung eines kaltaushärtenden Aluminium-Gussteils, das bei hoher
Zugfestigkeit und Streckgrenze eine Dehnung von deutlich über 1 % aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine AlSiCu-Gusslegierung gemäß Anspruch 1 auf der Basis von Primärmetall/Hüttenmetall
der Reinheit Al 99,9 oder reiner erschmolzen wird und sich dem Gießvorgang unmittelbar
nachfolgend eine Kaltauslagerung von 7 - 9 Tagen anschließt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Festigkeitswerte bei gleichbleibend hoher Dehnung von über 1,5
% nach der Kaltsauslagerung eine Warmauslagerung bei 160 bis 240°C durchgeführt wird.
1. A strain hardening cast aluminium alloy which was molten on the basis of primary metal/primary
aluminium of a purity of 99.9 or a higher degree of purity as a primary alloy and
which, at a high tensile strength and yield point, still comprises an elongation in
excess of 1%,
characterised by the following alloy contents in percentages by weight:
silicon 6 - 11 percent by weight
copper 2.0 - 4.0 percent by weight
manganese 0.65 - 1.0 percent by weight
zinc 0.5 - 3.5 percent by weight
strontium 0.01 - 0.04 percent by weight
manganese max. 0.55 percent by weight
iron max. 0.2 percent by weight
titanium max. 0.2 percent by weight
and, optionally, one or more elements of the following group:
- silver 0.01 - 0.80 percent by weight
- samarium 0.01 - 1.0 percent by weight
- nickel 0.01 - 0.40 per cent by weight
and/or, optionally, up to 0.4 percent by weight of cerium
and/or, optionally, one or several elements of the following group:
- cadmium 0.01 - 0.30 percent by weight
- indium 0.01 - 0.20 percent by weight
and/or
beryllium up to 0.001 percent by weight,
the remainder being aluminium and production-related impurities.
2. A process of producing a strain hardening aluminium casting which, at a high tensile
strength and yield point, comprises an elongation clearly in excess of 1 %,
characterised in
that an AlSiCu cast alloy according to claim 1 is molten on the basis of primary metal/primary
aluminium of a purity of Al 99.9 or purer and that the casting process is followed
directly by a strain hardening period of 7 - 9 days.
3. A process according to claim 2,
characterised in
that for improving the strength values while maintaining a uniformly high elongation value
in excess of 1.5 %, the strain hardening operation is followed by a quench-age hardening
operation at 160 to 240 °C.
1. Un alliage d'aluminium fondu durcissant à froid qui a été élaboré sur la base d'un
aluminium de première fusion, ayant un degré de pureté de Al 99,9 ou mieux comme alliage
primaire, et qui présente non seulement une haute résistance à la traction et une
haute limite d'élasticité, mais encore une extension supérieure à 1% ,
caractérisé par les contenus d'alliage suivants définis en pourcentage pondéral, à savoir:
| silicium |
6 - 11 % en poids |
| cuivre |
2,0 - 4,0% en poids |
| manganèse |
0,65 - 1,0% en poids |
| zinc |
0,5 - 3,5% en poids |
| strontium |
0,01 - 0,04% en poids |
| magnésium |
0,55% en poids max. |
| fer |
0,2% en poids max. |
| titane |
0,2% en poids max. |
et facultativement un ou plusieurs éléments du groupe :
- argent 0,01 - 0,80% en poids
- samarium 0,01 - 1,0% en poids
- nickel 0,01 - 0,40% en poids
et/ou facultativement jusqu'à 0,4% en poids de cérium,
et/ou facultativement un ou plusieurs éléments du groupe :
- cadmium 0,01 - 0,30% en poids
- indium 0,1 - 0,20% en poids
et/ou facultativement jusqu'à 0,001 % en poids de béryllium,
un reste d'aluminium et des impuretés dues à la fabrication.
2. Un procédé de fabrication d'une pièce moulée en fonte d'aluminium durcissant à froid
qui présente une haute résistance à la traction et une haute limite d'élasticité,
une extension nettement supérieure à 1%, caractérisée par le fait qu'un alliage de AlSiCu fondu, conformément à la revendication 1, a été élaboré sur la
base d'un métal de première fusion ayant un degré de pureté de Al 99,9 ou mieux et
que la coulée soit suivie immédiatement d'un refroidissement durant 7 à 9 jours.
3. Un procédé de fabrication, conformément à la revendication 2, caractérisé par le fait qu'un réchauffement à une température de 160 à 240°C a été effectué après le refroidissement,
afin d'améliorer les propriétés de résistance, tout en conservant le haut degré d'extension
de 1,5% et plus.