[0001] Die Erfindung betrifft einen Motor, umfassend eine Verdichtungseinheit, eine Expansionseinheit
und eine Verbindungsvorrichtung, die einen Lufteinlassbereich und einen Gasauslassbereich
umfasst. Weiter betrifft die Erfindung ein Kraftgewinnungsverfahren.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind vielfältige Motorkonzepte bekannt, die auf dem Prinzip
der Ausnutzung der bei der Expansion von komprimierten und unter hohem Druck stehenden
Gasen wirkenden Kräfte beruhen. Beispielhaft für solche Motorkonzepte seien Kolbenmotoren,
wie z.B. der Otto-, der Diesel- oder der Wankelmotor, genannt, aber auch Gasturbinen.
In allen diesen Motorkonzepten wird der Gasdruck zunächst durch Verdichtung und Temperaturerhöhung
erhöht, wobei die Verdichtung des Gases entweder, wie bei Kolbenmotoren, durch die
Verkleinerung eines Hubraums geschieht, oder, wie bei Gasturbinen, durch die Kompression
in einer Verdichtungsstufe. Die Erhitzung des Gases erfolgt entweder durch eine gepulste
Verbrennung zum Zeitpunkt der maximalen Kompression des Gases, wie Im Fall der Kolben-Verbrennungsmotoren,
oder durch kontinuierliche Verbrennung eines Kraftstoffs, wie im Falle der Gasturbine.
[0003] Beide Konzepte weisen spezifische Nachtelle auf, die die Effizienz des Motors bzw.
die Ausbeute der bei der Verbrennung verfügbaren Energie herabsetzen. Bei Kolbenmotoren
ist dies der Fall, weil bei jedem Zyklus, in dem zunächst ein Kraftstoff-Luft-Gemisch
angesaugt, komprimiert und entzündet wird, das gesamte im Hubraum befindliche Gas
abgeführt wird und der Zyklus mit frischem, kaltem Gas erneut beginnen muss. Bei Abfuhr
des Gases nach der Expansion herrscht allerdings noch ein Restdruck, der ungenutzt
bleibt.
[0004] Bei Gasturbinen ist kein abgeschlossenes, konstantes Volumen vorgegeben. Vielmehr
strömt Luft durch eine Brennkammer und wird dort mittels einer kontinuierlichen Verbrennung
erhitzt. Dies führt zu einer Expansion der Luft, die mit großer Geschwindigkeit In
Strömungsrichtung aus der Brennkammer entweicht. Dabei weist die Luft in der Brennkammer
einen konstanten Druck auf. Bei kleinen Gasturbinen ohne Wärmetauscher beträgt die
Effizienz weniger als 20 %.
[0005] Den genannten Systemen ist gemeinsam, dass sie aus vielen beweglichen Teilen aufgebaut
sind und eine relativ niedrige Effizienz in der Nutzung der bei der Verbrennung frei
werdenden Energie aufweisen.
[0006] Demgegenüber liegt die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe darin, einen Motor
und ein Kraftgewinnungsverfahren zur Verfügung zu stellen, denen ein neuartiges Konzept
zugrunde liegt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Motor, insbesondere auf dem Prinzip der Expansion
von Gasen beruhend, gelöst, umfassend eine Verdichtungseinheit, eine Expansionseinheit
und eine Verbindungsvorrichtung mit einem Energlazufuhrmittel, wobei die Verbindungsvorrichtung
einen Lufteinlassbereich und einen Gasauslassbereich umfasst, wobei die Verbindungsvorrichtung
im Lufteinlassbereich von der Verdichtungseinheit und im Gasauslassbereich von der
Expansionseinheit, insbesondere wenigstens zeitweise, insbesondere abschließend, begrenzt
Ist. Vorteilhaft weist ein von Verbindungsvorrichtung, Verdichtungseinhelt und Expansionseinheit
eingeschlossenes Gasvolumen ein im Wesentlichen konstantes Volumen auf.
[0008] Dieses Motorprinzip beruht auf dem Grundkonzept, dass eine Energiezufuhr in ein Gas
stattfindet, das In ein abgeschlossenes, im Wesentlichen konstantes Volumen einer
Verbindungsvorrichtung eingeschlossen ist. Energiezufuhr kann in Form von Wärmeenergie,
aber auch in anderer geeigneter Weise, z. B. durch weitere Luft- oder Gaszufuhr, erfolgen.
[0009] Im Fall der Zufuhr von Wärmeenergie wird davon Gebrauch gemacht, dass die spezifische
Wärmekapazität (c
P, c
V) von Luft, bei konstantem Volumen gemessen (c
V), um 40 % niedriger ist, als bei konstantem Druck gemessen (c
P). Somit führt die Zufuhr von Energie In ein konstantes Volumen zu einer stärkeren
Erhöhung der Temperatur der darin befindlichen Gasmenge, als wenn sich das Volumen
vergrößert. Eine Temperaturerhöhung eines Gases in einem konstanten Volumen führt
gleichzeitig zu einem Druckanstieg, sofern das Volumen abgeschlossen ist und das Gas
nicht entweichen kann.
[0010] Einige Kolbenmotoren, wie z.B. der Diesel-Motor, weisen kein konstantes Volumen für
eine Verbrennung auf. Aufgrund der langsamen Verbrennung des Kraftstoffs erfolgt die
Verbrennung beim Diesel-Motor annähernd isobar, also bei konstantem Druck. Anders
ausgeprägt ist dies bei Gasturbinen, bei denen überhaupt kein abgeschlossenes Gasvolumen
vorhanden ist. Stattdessen fließt ein kontinuierlicher Luftstrom durch die Gasturbine,
wobei im Brennraum eine kontinuierliche Verbrennung im strömenden Gas stattfindet.
Der Gasdruck im Brennraum der Gasturbine ist dabei konstant.
[0011] Da die Erwärmung des Gases aufgrund der hohen spezifischen Wärmekapazität c
V in einem konstanten Volumen besonders effizient ist, wird bei dem erfindungsgemäßen
Motor auch eine besonders effiziente Gasdruckerhöhung in einem Gasvolumen bewirkt.
[0012] Im Rahmen der Erfindung wird unter einem Gasvolumen das einheitliche Gesamtvolumen
der Verbindungsvorrichtung zuzüglich der Luft- bzw. Gasvolumen In der Verdichtungseinheit
und Expansionseinheit, die mit dem Volumen der Verbindungsvorrichtung in direkter
Verbindung stehen und nicht von diesem abgetrennt sind, verstanden. Der Lufteinlassbereich
ist der Übergangsbereich zwischen der Verdichtungseinheit und der Verbindungsvorrichtung,
der Gasauslassbereich ist der Übergangsbereich zwischen Verbindungsvorrichtung und
Expansionseinheit. Lufteinlassbereich und Gasauslassbereich erstrecken sich gegebenenfalls
In die Verdichtungs- bzw. Expansionseinheit hinein, soweit diese mit dem Gasvolumen
direkt verbunden sind.
[0013] In einem erfindungsgemäßen Motor enthält das Gasvolumen insbesondere Luft, oder gegebenenfalls
ein Gemisch aus Luft und Verbrennungsrückständen von Kraftstoff, oder weiter zugeführte
Luft oder Gas, und ist im Lufteinlassbereich von der Verdichtungseinheit und im Gasauslassbereich
von der Expansionseinheit so begrenzt, dass das Gasvolumen vollständig umschlossen
ist und, zumindest im Wesentlichen, nicht entweichen kann.
[0014] Unter einer Verdichtungseinheit werden zur Kompression von Gas geeignete Vorrichtungen,
wie zum Beispiel Kolben- oder Rotationsverdichter, verstanden. Unter einer Expansionseinheit
wird unter anderem eine Turbine, beispielsweise eine Axial- oder Radialturbine verstanden,
aber auch andere Vorrichtungen, die bei der Expansion von unter hohem Druck stehenden
Gasen wirkende Kräfte nutzbar machen, wie Kolbensysteme oder in umgekehrter Richtung
betrlebene Verdichter oder Kompressoren.
[0015] In einer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in oder an der Verbindungsvorrichtung
ein Heizmittel angeordnet ist. Vorzugsweise ist das Heizmittel eine Verbrennungseinheit,
die insbesondere eine Kraftstoffzuleitung und eine Verbrennungsdüse zur, insbesondere
wahlweise, kontinuierlichen oder gepulsten Verbrennung des Kraftstoffs umfasst. Diese
vorteilhafte Ausführungsform ermöglicht einen direkten und somit besonders effizienten
Eintrag von Energie In Form von Wärme in das im Heizraum befindliche Gasvolumen. Alternativ
sind auch andere Arten der Wärmezufuhr im Sinne der Erfindung möglich, wie z.B. durch
Heizspulen oder Wärmetauscher außerhalb oder innerhalb des Helzraums oder durch ein
Wärmebad. Weiterhin kann der Gasdruck in der Verbindungsvorrichtung auch durch weitere
Zufuhr von Luft oder Gas erhöht werden.
[0016] Da die Verbrennung bzw. die Erhitzung des Gases in einem geschlossenen Volumen geschieht,
ist wahlweise kontinuierliche oder gepulste Verbrennung möglich, wobei jedoch im Fall
kontinuierlicher Verbrennung der Verschleiß an ggf. notwendigen Zündern erheblich
niedriger ist als bei gepulster Verbrennung. Beispielhafte Verbrennungsprozesse sind
Verpuffung, katalytische Verbrennung, Detonation oder Wärmeumwandlung, auch im Zusammenhang
mit einer Brennstoffzelle und einem Wärmetauscher.
[0017] In einer Ausbildung des erfindungsgemäßen Motors ist die Verdichtungseinheit zum
Einschluss einer Luftmenge ausgebildet. Weiterhin ist die Verdichtungseinheit zur
Verdichtung der eingeschlossenen Luftmenge ausgebildet und ist die verdichtete Luftmenge
mit Gas in einem Gasvolumen in der Verbindungsvorrichtung verbindbar. Diese Ausführung
hat den Vorteil, dass einem Verbrennungsprozess im Gasvolumen unverbrauchte und vorkomprimierte
Luft zugeführt wird, ohne dass das Gasvolumen geöffnet wird und ein Verlust der Gasdichte
in der Verbindungsvorrichtung eintritt. Die zugeführte Luft weist vorzugsweise dieselbe
Dichte auf wie das Gas im Gasvolumen In der Verbindungsvorrichtung, jedoch eine geringere
Temperatur und einen geringeren Druck, da die Verdichtung ohne Wärmezufuhr erfolgt.
[0018] Im Rahmen der Erfindung wird das Volumen der Luftmenge nach Verbindung mit dem Gasvolumen
in der Verbindungsvorrichtung als Lufteintassbereich zum Gasvolumen hinzugerechnet.
[0019] Wenn in einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Motors die Expansionseinheit zur
Abtrennung und zum Einschluss einer Gasmenge aus dem Gasvolumen in der Verbindungsvorrichtung
ausgebildet ist, hat dies den Vorteil, dass verbrauchtes Gas aus dem Gasvolumen abgeführt
wird, ohne dass das Gasvolumen geöffnet wird.
[0020] In einer besonders vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Motors weist die
Gasmenge bei Abtrennung vom Gasvolumen im Wesentlichen das gleiche Volumen auf wie
die Luftmenge bei Verbindung mit dem Gasvolumen. Die Zufuhr von Luftmengen zum Gasvolumen
und die Abfuhr von Gasmengen aus dem Gasvolumen in der Verbindungsvorrichtung erfolgt
zyklisch und mit gleicher Frequenz. Dies hat den Vorteil, dass das Gesamtvolumen des
Gases in der Verbindungsvorrichtung einschließlich der Übergangsbereiche in der Verdichtungseinheit
und in der Expansionseinheit im Wesentlichen konstant bleibt, und dass die Masse des
Gases im Gesamtvolumen auch über viele Zyklen hinweg konstant bleibt, sich also ein
konstanter Massenfluss ausbildet. Dadurch ist eine besonders effektive, volumenkonstante
Erhitzung des Gases in der Verbindungsvorrichtung möglich. Einzurechnen sind bei einer
Verbrennung allerdings geringe Anteile von Verbrennungsprodukten, die zusätzlich zur
eingeführten Luftmenge abgeführt werden müssen.
[0021] Besonders vorteilhaft ist, wenn die Volumen der Luft- und Gasmengen in der Verdichtungs-
und Expansionseinheit kleiner sind als das Gasvolumen in der Verbindungsvorrichtung,
so dass bei jedem Zyklus nur ein Teil des Gases erneuert und abgeführt wird. In einem
solchen Fall sind Schwankungen im Gesamtvolumen bei nicht exakter Synchronisation
der Zyklen der Verdichtungs- und der Expansionseinheit klein gegenüber dem Gesamtvolumen.
In diesem Fall ist das Gesamtvolumen immer noch im Wesentlichen konstant.
[0022] Im Rahmen der Erfindung ist alternativ ebenfalls vorgesehen, dass die Luftmenge ein
anderes Volumen aufweist als die Gasmenge. In diesem Fall wird ein gleichmäßiger Massenfluss
dadurch erreicht, dass die Verbindungs- und Abtrennungszyklen mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit bzw. Frequenz ablaufen. Eine solche Ausführung hat den Vorteil, dass
für verschiedene Zwecke flexibel dimensioniert werden kann, wenn beispielsweise unterschiedliche
Baukonzepte für die Verdichtungs- und Expansionseinheit verwirklicht werden. Außerdem
wird auf diese Weise die Ausbildung unerwünschter stehender Wellen im Gasvolumen verhindert.
[0023] Wenn in Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Motors die Expansionseinheit zur Expansion
des Volumens der Gasmenge ausgebildet ist, und wenn eine Vorrichtung zur Nutzbarmachung
der bei der Expansion der Gasmenge wirkenden Kraft vorgesehen ist, ergibt sich der
Vorteil, dass die Druckdifferenz zwischen dem hohen, durch Verdichtung und Erwärmung
erzeugten Gasdruck des Gases in der Verbindungsvorrichtung und beispielsweise dem
Normaldruck der Umgebungsluft für andere Verwendungszwecke, wie zum Beispiel Stromerzeugung
oder Bewegung mechanischer Vorrichtungen, nutzbar gemacht wird. Das geschieht beispielsweise
durch Antrieb einer Pleuelstange mittels eines Kolbens oder durch die Drehbewegung
eines Rotationskörpers in einem asymmetrisch um den Rotationskörper angeordneten Gehäuseabschnitt.
[0024] Ein solcher Motor arbeitet insbesondere unter Ausnutzung des Effekts, dass beim durch
Energiezufuhr in der Verbindungsvorrichtung erreichten hohen Gasdruck ein Expansionsverhältnis
in der Expansionseinheit ermöglicht wird, das größer ist als das Verdichtungsverhältnis
in der Verdichtungseinheit. Dabei ist das erreichbare Expansionsverhältnis das Verhältnis
des Volumens einer Gasmenge vor der Expansion zum Volumen nach der Expansion und Abfall
des Gasdrucks auf den Umgebungsdruck. Das Verdichtungsverhältnis ist das Volumenverhältnis
einer Luftmenge vor und nach Verdichtung. Ohne Energiezufuhr wäre das erreichbare
Expansionsverhälfnis ohne Erzeugung eines Unterdrucks bei der Expansion selbst im
Idealfall nur gleich dem Verdichtungsverhältnis. Wegen auftretender Reibungsverluste
ist es tatsächlich sogar kleiner.
[0025] Beispielsweise bei Kolbenverbrennungsmotoren, wie dem Otto-Motor, ist das Expansionsverhältnis
konstruktionsbedingt gleich dem Verdichtungsverhältnis, weil Verdichtung und Expansion
im gleichen Zylinder ablaufen. Etwa am Punkte größter Verdichtung erfolgt Energiezufuhr
in Form einer Verbrennung, wodurch sich der Gasdruck auf den Kolben stark erhöht.
Bei der Expansion wird aber aufgrund des begrenzten Hubwegs des Kolbens nur das gleiche
Expansionsverhältnis erreicht wie bel der vorangegangenen Verdichtung, so dass ein
ungenutzter Restüberdruck verbleibt.
[0026] In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Motors ist eine Vorrichtung zum Antrieb
der Verdichtung der Luftmenge in der Verdichtungseinheit aus wenigstens einem Teil
der bei der Expansion der Gasmenge in der Expansionseinheit wirkenden Kraft vorgesehen.
Dies ist besonders vorteilhaft, weil ein weiterer Antrieb der Verdichtungseinheit
unnötig ist. Der Antrieb geschieht durch Auskopplung von Energie Je nach Art der Verdichtungseinheit
und der Expansionseinheit beispielsweise durch Getriebestangen, Keilriemen oder ähnliches,
aber auch durch Erzeugung von elektrischem Strom zur Zwischenspeicherung oder zum
direkten Antrieb eines Elektromotors.
[0027] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass eine Vorrichtung
zur, Insbesondere alternierenden, Synchronisation der Verbindung des Volumens der
Luftmenge mit dem Gasvolumen und der Abtrennung des Volumens der Gasmenge vom Gasvolumen
vorgesehen ist. Alternierende Synchronisation bedeutet im Rahmen der Erfindung, dass
die Verbindung der Luftmenge mit dem Gas im Gasvolumen und die Abtrennung der Gasmenge
aus dem Gasvolumen in der Verbindungsvorrichtung im Wesentlichen gleichzeitig geschehen.
Weil bei einer solchen Synchronisierung die Luftmenge zu einem Zeitpunkt mit dem Gasvolumen
verbunden wird, an dem eine, insbesondere gleich große, Gasmenge vom Gasvolumen der
Verbindungsvorrichtung abgetrennt wird, bleibt das Gesamtvolumen des Gasvolumens im
Wesentlichen konstant. Dadurch Ist eine noch effizientere Nutzung der Verbrennungsenergie
zur Erhöhung der Gastemperatur und des Gasdrucks erreicht.
[0028] Die ideale Synchronisation hängt von den Betriebsbedingungen, d.h. von der Durchsatzrate
des Massenflusses, von den Verhältnissen der Volumen der Luftmenge, der Gasmenge und
des Volumens der Verbindungsvorrichtung und von der Intensität der Energiezufuhr in
der Verbindungsvorrichtung ab. Dafür ist insbesondere vorteilhaft, dass die Synchronisation
der Arbeitszyklen der Verdichtungseinheit mit Einschluss und Verdichtung einer Luftmenge,
Verbindung der Luftmenge mit dem Gas im Gasvolumen und die Arbeitszyklen der Expansionseinheit,
nämlich Einschluss einer Gasmenge und Expansion der Gasmenge, mit gleicher Frequenz
ablaufen, die Phasen der Arbeitszyklen von Verdichtungseinheit und Expansionseinheit
jedoch gegeneinander verschlebbar sind. Im Falle einer rotierenden Ausführungsform
der Expansionseinheit Ist die Phasenverschiebung beispielsweise mittels einer steuerbaren
Winkelverstellung des Rotationselements auf der Rotationsachse erreichbar. Bei elektronischer
Ansteuerung eines Elektromotors für die Verdichtungseinheit ergibt sich eine besonders
einfache Steuerung der Phasenverschiebung.
[0029] Wenn in einer Ausbildung eines erfindungsgemäßen Motors die Verdichtungseinheit ein
erstes Rotationselement umfasst, das insbesondere in einem Gehäuseabschnitt angeordnet
ist, und wenn das erste Rotationselement in radialer Richtung Schlitze aufweist, in
denen erste Flächenelemente radial beweglich angeordnet sind, ist vorteilhaft eine
besonders einfache und kompakt bauende Konstruktion erreicht. Dabei sind die Schlitze
mit den Flächenelementen In regelmäßigen Abständen entlang dem Umfang des Rotationselements
angeordnet. Der Gehäuseabschnitt ist vorteilhaft einstückig mit dem Gehäuse der Verbindungsvorrichtung
ausgeführt, so dass ein dichter Übergang zwischen Verdichtungseinheit und Verbindungsvorrichtung
realisiert ist. Ferner vorzugsweise beschreibt der Gehäuseabschnitt um das Rotationselement
eine Krümmung, deren Zentrum von der Rotationsachse des Rotationselements beabstandet
ist.
[0030] Vorzugsweise ist die Verdichtungseinheit dadurch weitergebildet, dass die Luftmenge
nach Einschluss durch zwei aufeinander folgende erste Flächenelemente, eine Außenwand
des ersten Rotationselements und eine Innenwand des Gehäuseabschnitts, begrenzt ist.
Auf diese besonders einfache Weise wird ein zyklischer Einschluss von Luftmengen bewirkt,
die mittels der Rotation des Rotationselements und des Einschlusses zwischen dem Gehäuseabschnitt,
dem Rotationselement und aufeinander folgenden Flächenelementen weitertransportiert
werden.
[0031] Das Zentrum der Krümmung des Gehäuseabschnitts ist vorzugsweise so von der Rotationsachse
des Rotationselements beabstandet, dass im Verlauf der Drehung des Rotationselements
das Volumen der eingeschlossenen Luftmenge verkleinert wird, weil es in einen Bereich
transportiert wird, in dem der Abstand zwischen der Innenwand des Gehäuseabschnitts
und der Außenwand des Rotationselements kleiner wird. Zum Einschluss der Luftmenge
in der Verdichtungseinheit ist es ferner notwendig, dass die Flächenelemente mit den
Seitenwänden abdichten bzw. bündig abschließen.
[0032] In einer Weiterbildung der Erfindung sind insbesondere mechanische oder elektrische
Mittel zur rotationswinkelabhängigen Steuerung der radialen Bewegung der ersten Flächenelemente
vorgesehen. Dadurch wird erreicht, dass die Flächenelemente sich in ihren Schlitzen
jeweils radial soweit von der Rotationsachse des Rotationselements fortbewegen, dass
sie mit der Innenwand des Gehäuseabschnitts bündig abschließen. So wird ein möglichst
dichter Einschluss der Luftmenge bewirkt. Mechanische Mittel zur Steuerung der radialen
Bewegung der ersten Flächenelemente sind beispielsweise Führungsschienen oder Hebelsysteme,
elektrische Steuerungsmittel sind beispielsweise drehwinkelgesteuerte Elektromotoren.
[0033] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Expansionseinheit ein
zweites Rotationselement, das insbesondere in einem Gehäuseabschnitt angeordnet ist.
Analog zum oben genannten Fall der Verdichtungseinheit ist auch in diesem Fall vorteilhaft,
dass das zweite Rotationselement in radialer Richtung Schlitze aufweist, in denen
zweite Flächenelemente radial beweglich angeordnet sind, und dass die Gasmenge nach
Abtrennung durch zwei aufeinander folgende zweite Flächenelemente, eine Außenwand
des zweiten Rotationselements und eine Innenwand des Gehäuseabschnitts begrenzt ist.
Auch in diesem Fall ist der Gehäuseabschnitt vorzugsweise einstückig mit dem Gehäuse
des Heizraums ausgeführt und dichten bzw. schließen die Flächenelemente mit den Seitenwänden
des Gehäuseabschnitts bündig ab.
[0034] Umgekehrt analog zur Verdichtungseinheit ist in diesem Fall die Krümmung des Gehäuseabschnitts
so gewählt, dass der Abstand zwischen der Innenwand des Gehäuseabschnitts und der
Außenwand des Rotationselements im Laufe der Drehung des Rotationselements wächst.
Mithin wächst auch das Volumen der eingeschlossenen Gasmenge. Dies hat den Vorteil,
dass die Expansion des im Heizraum erhltzten Gases zur Drehung des zweiten Rotationselements
beiträgt. Aufgrund des erhöhten Drucks ist ein größeres Expansionsverhältnis als Verdichtungsverhältnis
möglich.
[0035] Mit den gleichen Argumenten wie bei der Verdichtungseinheit sind auch in einer Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Motors, insbesondere mechanische oder elektrische, Mittel zur
rotationswinkelabhängigen Steuerung der radialen Bewegung der zweiten Flächenelemente
vorgesehen. Bezüglich der Ausführungsformen wird auf die oben genannten Ausführungen
verwiesen.
[0036] Im vorliegenden Fall eines ersten oder eines zweiten Rotationselements in der Verdichtungseinheit
bzw. in der Expansionseinheit ist weiterhin vorgesehen, dass eine Vorrichtung zur,
Insbesondere lösbaren, Verbindung der Rotation des ersten Rotationselements und des
zweiten Rotationselements vorgesehen ist, insbesondere eine Achse, ein Keilriemen
oder ein Schaft. Auf diese Weise wird die bei der Expansion des Volumens der Gasmenge
in der Expansionseinheit wirkende Kraft zur Verdichtung der Luftmenge In der Verdichtungseinheit
genutzt.
[0037] Wenn die aus den Druckdifferenzen zwischen dem Gasdruck in der Verbindungsvorrichtung
und den Luftdrücken außerhalb der Verdichtungseinheit bzw. Expansionseinheit resultierenden
auf die ersten und zweiten Rotationselemente wirkenden Drehmomente entgegengesetzt
gerichtet und im Wesentlichen gleich groß sind, hat dies den Vorteil, dass die Expansion
des Gases in der Expansionseinheit nicht auch noch gegen eine Drehmomentdifferenz
zwischen den Rotationseinheiten anwirken muss. Zur Einstellung der auf die ersten
und zweiten Rotationselemente wirkenden Drehmomente werden vorzugsweise die wirksamen
Flächen der Flächenelemente im Lufteinlass- und Gasauslassbereich sowie deren Abstände
von den Drehachsen der ersten und zweiten Rotationselemente passend gewählt. Unter
einer wirksamen Fläche wird im Rahmen der Erfindung der Teil der Oberfläche eines
Flächenelements verstanden, der über die Außenwand eines entsprechenden Rotationselements
herausragt und so ein Luft- oder Gasvolumen begrenzt.
[0038] Weiter vorzugsweise ist ein erfindungsgemäßer Motor dadurch weitergebildet, dass
die Rotation des ersten Rotationselements in der Verdichtungseinheit durch die Rotation
des zweiten Rotationselements in der Expansionseinheit angetrieben wird. Das hat den
Vorteil, dass ein separater Antrieb des Rotationselements in der Verdichtungseinheit
entfällt.
[0039] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung erfährt der erfindungsgemäße Motor dadurch,
dass der Verdichtungseinheit eine Vorverdichtungsstufe vorgeschaltet ist. Auf diese
Weise wird das gesamte auf das erste Rotationselement wirkende Drehmoment wirksam
verkleinert und die durch Verbrennung im Heizraum gewonnene und in der Expansionseinheit
ausgekoppelte Arbeit effektiver genutzt und weniger davon zum Antrieb des ersten Rotationselements
in der Verdichtungseinheit abgezweigt als ohne Vorverdichtungsstufe.
[0040] Weiterhin wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch einen Motor,
umfassend eine Verdichtungseinheit mit einem Mittel zum Einschluss einer Luftmenge,
eine Expansionseinheit und ein Energiezufuhrmittel, wobei das Expansionsverhältnis
in der Expansionseinheit größer ist als das Verdichtungsverhältnis in der Verdichtungseinheit.
In einem solchen Motor ist es möglich, in Luft oder Gas, das in einer Verdichtungseinheit
eingeschlossen und verdichtet worden Ist, durch Energiezufuhr den Luft- bzw. Gasdruck
zu erhöhen. Bezüglich der Art der Energiezufuhr und des Energiezufuhrmittels wird
auf die vorigen Ausführungen verwiesen. Der Luft- bzw. Gasdruck, der gegenüber dem
In der Verdichtungseinheit entsprechend dem Verdichtungsverhältnis erzeugten Druck
durch Energiezufuhr weiter erhöht ist, ermöglicht ein Expansionsverhältnis In der
Expansionseinheit, das größer ist, als das Verdichtungsverhältnis.
[0041] In einer vorteilhaften Ausbildung des Motors ist das Energiezufuhrmittel in der Expansionseinheit
angeordnet. Auf diese Weise ist eine besonders kompakte Bauweise erreicht.
[0042] Wenn also beispielsweise ein Teil der bei der Expansion der Luft bzw. des Gases in
der Expansionseinheit des erfindungsgemäßen Motors ausgekoppelten Energie zum Betrieb
der Verdichtungseinheit verwandt wird, verbleibt ein Überschuss für andere Zwecke,
wie oben beschrieben. Alternativ kann die Energie, anders als in den bisher dargestellten
Ausführungen, auch in der Expansionseinheit zugeführt werden.
[0043] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird weiter durch ein Kraftgewinnungsverfahren
mit folgenden Schritten gelöst:
- Einschließen einer Luftmenge in einer Verdichtungseinheit,
- Verdichten der Luftmenge durch Verkleinern des Volumens der Luftmenge in der Verdichtungseinheit,
- Verbinden des Volumens der Luftmenge mit einem Gasvolumen in einer Verbindungsvorrichtung,
- Vermischen der Luftmenge mit dem in der Verbindungsvorrichtung enthaltenen Gas,
- Erhöhen des Gasdrucks in der Verbindungsvorrichtung,
- Abtrennen einer Gasmenge vom Gas im Gasvolumen und Einschließen der Gasmenge in einer
Expansionseinheit,
- Expandieren der Gasmenge in der Expansionseinheit und Nutzbarmachen der bei der Expansion
der Gasmenge wirkenden Kraft.
[0044] Dieses Kraftgewinnungsverfahren beschreibt Im Wesentlichen die Im erfindungsgemäßen
Motor ablaufenden Prozessschritte. Auch durch dieses Verfahren ist es möglich, eine
kontinuierliche Erwärmung eines Gases in einem abgeschlossenen Gasvolumen im Wesentlichen
konstanten Volumens zu erreichen, dem durch Zugabe begrenzter Luftmengen und durch
Abschluss begrenzter Gasmengen dennoch regelmäßig frische Luft zugeführt wird und
verbrauchtes Gas abgeführt wird. Auch bei dem erfindungsgemäßen Kraftgewinnungsverfahren
wird das Gas in der geschlossenen Verbindungsvorrichtung besonders effektiv erhitzt
und der Gasdruck entsprechend effektiv erhöht. Die voran stehenden Erläuterungen zum
erfindungsgemäßen Motor gelten im Folgenden entsprechend für das Kraftgewinnungsverfahren.
Dasselbe gilt für die Definition des Gasvolumens.
[0045] In einer bevorzugten Ausbildung des erfindungsgemäßen Kraftgewinnungsverfahrens erfolgt
das Erhöhen des Gasdrucks In der Verbindungsvorrichtung im Wesentlichen durch Erhitzen
des Gases. Vorzugsweise erfolgt das Erhitzen des Gases in der Verbindungsvorrichtung
kontinuierlich, was vorteilhaft eine besonders einfache und kompakt bauende Energiezufuhr
ermöglicht. Zum Ausgleich möglicher Druckschwankungen ist jedoch auch vorgesehen,
dass das Erhitzen des Gases In der Verbindungsvorrichtung gepulst erfolgt. Besonders
bevorzugt erfolgt das Erhitzen des Gases In der Verbindungsvorrichtung mittels Verbrennung.
Dies stellt einen direkten, mithin besonders effektiven Energieeintrag dar.
[0046] Um einen vorteilhaften konstanten Massenfluss zugeführter Luft und abgeführten Gases
zur erreichen, ist vorgesehen, dass die Massen der dem Gasvolumen in der Verbindungsvorrichtung
zu- bzw. abgeführten Luft- und Gasmengen im Wesentlichen gleich groß sind. Dabei ist
zu berücksichtigen, dass im Falle einer Verbrennung in der Verbindungsvorrichtung
auch die Verbrennungsprodukte von eingeführtem Kraftstoff abgeführt werden müssen,
was Im Allgemeinen allerdings nur einen kleinen Teil der Luft- und Gasmengen ausmacht.
Das gleiche gilt für den Fall, dass Energie in Form von Druck- oder Pressluft in die
Verbindungsvorrichtung zugeführt wird.
[0047] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftgewinnungsverfahrens
ist vorgesehen, dass die Verfahrensschritte Öffnen und Verkleinern von Volumen von
Luftmengen im Lufteinlassbereich sowie Vergrößern des Gasvolumens und Abschließen
von Gasmengen im Gasauslassbereich gleich schnell und gleichzeitig ablaufen, und dass
das Gesamtvolumen aus Lufteinlassbereich, Gasvolumen und Gasauslassbereich im Wesentlichen
konstant bleibt.
[0048] Um eine möglichst kleine Schwankung des Gasdrucks im Heizraum im Verlauf des Zyklus
zu gewährleisten, sind die Volumen der Luftmenge beim Verbinden mit dem Gasvolumen
und der Gasmengen beim Abtrennen vom Gasvolumen kleiner als das Gasvolumen, insbesondere
kleiner als 50 % des Gasvolumens, ferner insbesondere kleiner als 30 % des Gasvolumens.
Auf diese Weise wird jeweils nur ein kleiner Teil des Gases in der Verbindungsvorrichtung
ersetzt, was den Vorteil hat, dass Druckschwankungen nur einen Bruchteil des Maximaldrucks
ausmachen. Vorzugsweise sind Gasdruckschwankungen Im Gasvolumen kleiner als 50 % des
maximalen Gasdrucks in der Verbindungsvorrichtung, insbesondere weniger als 30 % des
maximalen Gasdrucks.
[0049] Um eine fortgesetzte Arbeitsweise des Kraftgewinnungsverfahrens zu gewährleisten,
Ist vorgesehen, dass die Verfahrensschritte des Kraftgewinnungsverfahrens zyklisch
wiederholt werden und dass zwei oder mehrere der Verfahrensschritte gleichzeitig ausgeführt
werden, insbesondere Einschließen der Luftmenge, Verdichten der Luftmenge, Erhitzen
des Gases in der Verbindungsvorrichtung und/oder Expandieren der Gasmenge.
[0050] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller Im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Motors,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der im Motor gemäß Ausführungsbeispiel ablaufenden Prozesse,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der zeitlichen Abfolge der Positionen der Luft- und
Gasvolumen gemäß Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- eine beispielhafte Darstellung der zeitlichen Entwicklung des Gasdrucks in der Luftmenge,
im Gasvolumen Im Heizraum und in der Gasmenge sowie die Schließungs- und Öffnungszustände
der ersten und zweiten Flächenelemente gemäß Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5
- eine Gegenüberstellung der prinzipiellen thermodynamischen Prozessabläufe eines Otto-Motors
und eines erfindungsgemäßen Motors in einem p-V-Diagramm.
[0051] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird und lediglich Abweichungen der in diesen Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.
[0052] In Fig. 1 ist eine schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Motors 1 dargestellt. Durch einen Lufteinlass 2 wird Luft In einer
Richtung, die durch einen Pfeil dargestellt ist, zur Verdichtungseinheit 10 geführt,
die als Rotationsverdichter ausgebildet Ist. Der Rotationsverdichter 10 umfasst einen
Gehäuseabschnitt 14, ein Rotationselement 12 mit radialen Schlitzen 16 und in den
Schlitzen angeordnete, radial bewegliche erste Flächenelemente 17. Die ersten Flächenelemente
17 sind beispielsweise Lamellen, starre Blätter oder ähnliches, und dichten bzw. schließen
bündig mit dem Gehäuseabschnitt 14 und mit den Seitenwänden des Gehäuseabschnitts
14 ab, so dass Luftmengen 11, 11', 11" eingeschlossen werden. Die Rotationsachse des
ersten Rotationselements 12 ist gegenüber dem Zentrum der Krümmung des Gehäuseabschnitts
14 versetzt angeordnet, so dass im Bereich des Einlasses 2 der Abstand zwischen der
Innenwand des Gehäuseabschnitts 14 und der Außenwand 13 des ersten, in Figur 1 im
Gegenuhrzeigersinn rotierenden, Rotationselements 12 größer ist als im Lufteinlassbereich
23.
[0053] Die Volumen der zwischen der Innenwand 15 des Gehäuseabschnitts 14 der Verdichtungseinheit
1 0, der Außenwand 13 des ersten Rotationselements 12 und den Flächenelementen 17
eingeschlossenen Luftmengen 11, 11', 11" wird durch Rotation des ersten Rotationselerrients
12 vom Einlass 2 in Richtung des Luftelnlassbereichs 23 der Verbindungsvorrichtung
20, also von 11 über 11' nach 11", transportiert und dabei verkleinert, wodurch sich
sowohl die Dichte als auch die Temperatur und der Druck der Luftmengen 11, 11', 11"
erhöht.
[0054] In Fig. 1 öffnet sich nach weiterer Drehung des ersten Rotationselements 12 das Volumen
der Luftmenge 11" zur Verbindungsvorrichtung 20. Dadurch erstreckt sich der Lufteinlassbereich
23 des Gasvolumens 22 aus einem Innenraum 21 der Verbindungsvorrichtung 20 in die
Verdichtungseinheit 10 hinein, und zwar bis zum folgenden, die Luftmenge 11" rückwärtig
begrenzenden, ersten Flächenelement 17.
[0055] An der Verbindungsvorrichtung 20 ist eine Verbrennungseinheit 25 mit einer Kraftstoffzufuhr
26 angeordnet, wobei eine Düse 27 der Verbrennungseinheit 25 im Innenraum 21 der Verbindungsvorrichtung
20 angeordnet ist. Die Verbrennung des Kraftstoffs führt zu einer Flamme 28 im Gasvolumen
22, durch die das Gas im Innenraum 21 der Verbindungsvorrichtung 20 erhitzt wird.
Es sind auch andere Mittel zur Energiezufuhr einsetzbar, wie z.B. katalytische Heizprozesse,
Explosionen oder Heizspulen, die beispielsweise durch Brennstoffzellen versorgt werden,
oder eine Druckluftzuleitung.
[0056] Im Gasauslassbereich 24 des Gasvolumens 22 ist eine Expansionseinheit 30 angeordnet,
die in diesem Ausführungsbeispiel analog einem umgekehrt betriebenen Rotationsverdichter
ausgestaltet ist. Die Expansionseinheit 30 umfasst einen gekrümmten Gehäuseabschnitt
34, ein zweites Rotationselement 32 mit radial angeordneten Schlitzen 36 und darin
radial beweglich angeordneten zweiten Flächenelementen 37, wobei die Rotationsachse
des zweiten Rotationselements 32 gegen das Zentrum der Krümmung des Gehäuseabschnitts
34 der Expansionseinheit 30 versetzt ist. Das zweite Rotationselement 32 rotiert im
in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel gegen den Uhrzeigersinn. Dabei werden zyklisch
Gasmengen 31, 31', 31" aus dem Gasvolumen 22 abgeschlossen, die unter Expansion in
Richtung Auslass 3 transportiert werden.
[0057] Da das Gasvolumen 22 sowohl durch die Kammerwand des Innenraums 21 als auch durch
Außenwände 13, 33 der ersten bzw. zweiten Rotationselemente 12, 32, sowie die wirksamen
Oberflächen erster bzw. zweiter Flächenelemente 17, 37 in der Verdichtungseinheit
10 bzw. Expansionseinheit 30 vollständig abgeschlossen und eingeschlossen ist, erfolgt
die Erhitzung des Gasvolumens 22 weitgehend isochor, also bei annähernd konstantem
Gesamtvolumen des Gasvolumens 22 mit zugehörigen Übergangsbereichen 23, 24. Daraus
ergibt sich eine besonders effektive Umsetzung der bei der Verbrennung frei werdenden
Energie In eine Temperatur- und Druckerhöhung des in der Verbindungsvorrichtung 20
befindlichen Gases.
[0058] Die Versetzung der Rotationsachse des zweiten Rotationselements 32 gegenüber dem
Zentrum der Krümmung des Gehäuseabschnitts 34 der Expansionseinheit 30 Ist so gewählt,
dass bei der Rotation des zweiten Rotationselements 32 die Volumen eingeschlossener
Gasmengen 31, 31', 31" im Laufe der Rotation des zweiten Rotationselements 32 vergrößert
werden (31', 31 "). Im gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Gasmengen 31, 31',
31" nach einer Rotation von ungefähr 135° durch den Auslass 3 in einer durch einen
Pfeil angegebenen Richtung abgeführt. Das In der Expansionseinheit 30 realisierte
Expansionsverhältnis ist größer als das Verdichtungsverhältnis In der Verdichtungseinheit
10.
[0059] Das Wirkprinzip des erfindungsgemäßen Motors beruht im Wesentlichen auf der isochoren
Temperatur- und Druckerhöhung des Gasvolumens 22, die einen Gasdruck erzeugt, der
wesentlich über dem Druck der Umgebungsluft im Einlass 2 und im Auslass 3 liegt. Die
Druckdifferenz führt dazu, dass auf das erste und das zweite Rotationselement 12,
32 Drehmomente in entgegengesetzten Richtungen wirken, und zwar beim ersten Rotationselement
12 entgegen der Rotationsrichtung, und beim zweiten Rotationselement 12 in Rotationsrichtung
(beide rotieren im Gegenuhrzeigersinn). Zweite Beiträge zu den Drehmomenten, die auf
das erste und zweite Rotationselement 12, 32 wirken, und die jeweils die gleichen
Richtungen aufweisen wie die Beiträge aus den Druckdifferenzen; stammen aus dem Druck
In den Luftmengen 11, 11', 11'', 31, 31', 31", die in der Verdichtungseinheit 10 ein
Drehmoment im Uhrzeigersinn und in der Verdichtungseinheit 30 ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn
bewirken. Wegen des höheren Drucks in der Gasmenge als in der Luftmenge ist ein höheres
Expansionsverhältnis möglich.
[0060] Die in der Expansionseinheit 30 aufgrund des im Vergleich zum Luftdruck in der Verdichtungseinheit
10 höheren Gasdruck und durch das dadurch ermöglichte höhere Expansionsverhältnis
wirkende überschüssige Kraft wird zum Teil zur Verdichtung von Luft in der Verdichtungseinheit
10 und zum Teil anderweitig nutzbar gemacht, beispielsweise mittels mit dem zweiten
Rotationselement 32 verbundener elektrischer Generatoren oder anderer geeigneter,
an sich bekannter Mittel.
[0061] Die Verdichtung erfolgt dabei adiabatisch, also ohne weitere Energiezufuhr, so dass
eine eingeschlossene Luftmenge 11, 11', 11" an der Position 11 ", d.h. kurz vor der
Verbindung des Volumens der Luftmenge 11" mit dem Gasvolumen 22, die gleiche Dichte
aufweist wie das Gas im Gasvolumen 22, jedoch einen niedrigeren Druck und eine niedrigere
Temperatur. Bei weiterer Drehung des ersten Rotationselements 12 öffnet sich das Volumen
der Luftmenge 11" zum Gasvolumen 22, wobei sich die Luftmenge 11" mit dem Gas durchmischt.
Weil das Volumen der Luftmenge 11" im Vergleich zum Gasvolumen 22 klein ist, ergibt
sich eine moderate Druck- und Temperaturabsenkung des Gases im Gasvolumen 22, während
die Gasdichte konstant bleibt. Wegen des Druckausgleichs treten im Lufteinlassbereich
23 kurzzeitig lokale Dichteschwankungen auf, die jedoch die mittlere Gasdichte im
Gasvolumen 22 nicht beeinflussen.
[0062] Nach Verbindung des Volumens der Luftmenge 11'' mit dem Gasvolumen 22 vermischen
sich Luftmenge 11" und Gas im Gasvolumen 22. Im Verlauf der Rotation des ersten Rotationselements
12 verkleinert sich das Volumen des Lufteinlassbereichs 23 (ehemals 11''), das durch
das nächste Flächenelement 17 begrenzt wird, in der Verdichtungseinheit 10 wieder.
Gleichzeitig vergrößert sich das Gasvolumen 22 Im Gasauslassbereich 24 durch Rotation
des zweiten Rotationselements 32 in die Expansionseinheit 30 hinein. Die Verkleinerung
des Gasvolumens 22 im Lufteinlassbereich 23 in der Verdichtungseinheit 10 und die
Vergrößerung im Gasaustassbereich 24 in die Expansionseinheit 30 hinein halten sich
die Waage, so dass trotz der Rotation der ersten und zweiten Rotationselemente 12,
32 das Gasvolumen 22 im Verlaufe eines Zyklus annähernd konstant bleibt.
[0063] Zum Antrieb des ersten Rotationselements 12 in der Verdichtungseinheit 10 durch die
Rotation des zweiten Rotationselements 32 in der Expansionseinheit 30 sind die ersten
und zweiten Rotationselemente 12, 32 miteinander verbunden, beispielsweise über eine
Achse, einen Keilriemen oder einen Schaft. Auch ein separater Antrieb des ersten Rotationselements
12, beispielsweise durch einen Elektromotor, ist vorgesehen, wobei die Energie für
den Antrieb aus der während der Expansion der Gasmengen 31, 31', 31" in der Expansionseinheit
30 geleisteten Arbeit gespeist wird.
[0064] Abhängig von den Betriebsbedingungen kann eine Abstimmung der auf die Rotationselemente
12, 32 wirkenden Drehmomente nötig sein, die dadurch bewirkt werden kann, dass die
Synchronisation der Rotation der Rotationselemente 12, 32 phasenverschoben wird und
dadurch die wirksame Oberfläche der Flächenelemente 17, 37 vergrößert bzw. verkleinert
wird. Durch die Abstimmung der Drehmomente, die auf das erste und zweite Rotationselement
12, 32 wirken; wird verhindert, dass schlagartig hohe Druckdifferenzen bzw. Druckspitzen
auftreten und auf die Flächenelemente 17, 37 wirken, so dass diese sich schnell abnutzen
und ggf. brechen.
[0065] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der im Motor 1 gemäß dem in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel ablaufenden Prozesse. Im Einlass 2 strömt, dargestellt durch einen
Pfeil, Luft ein und wird In einer Luftmenge 11' zwischen Außenwand 13 des Rotationselements
12 und Innenwand 15 des Gehäuseabschnitts 14 der Verdichtungseinheit 10 sowie zwei
ersten Flächenelementen 17 begrenzt und eingeschlossen.
[0066] Im Verlauf der Rotation des ersten Rotationselements 12 wird die eingeschlossene
Luftmenge 11' verdichtet, dargestellt durch den verkleinerten Raum 11". Im in Fig.
1 dargestellten Ausführungsbeispiel geschieht dies durch Rotation In einen Bereich,
In dem der Abstand zwischen Außenwand 13 des ersten Rotationselements 12 und Innenwand
15 des Gehäuseabschnitts 14 der Verdichtungseinheit 10 kleiner ist, als beim Einlass
2. Der Winkel zwischen den aufeinander zu laufenden Linien ist ein Maß für das Verdichtungsverhältnis.
[0067] Sobald das erste Flächenelement 17, das in Rotationsrichtung des ersten Rotationselements
12 voranläuft, die Verbindungsvorrichtung 20 erreicht, öffnet sich das Volumen der
Luftmenge 11' unter Bildung des Lufteinlassbereichs 23 des Gasvolumens 22 in der Verbindungsvorrichtung
20, dargestellt durch ein sich zurückziehendes erstes Flächenelement 17. Es erfolgt
eine sehr schnelle Durchmischung bzw. ein sehr schneller Ausgleich der Luftmenge 11'
im Lufteinlassbereich 23 mit dem Gasvolumen 22, so dass das Gasvolumen nach kurzer
Zeit auch den Lufteinlassbereich 23 umfasst.
[0068] Im Gasvolumen 22 findet eine Verbrennung mit einer aus einer Düse 27 kommenden Flamme
28 statt, die das Gasvolumen 22 kontinuierlich aufheizt. Ausgangsseitig des Gasvolumens
22 ist eine Gasmenge 31, die Temperatur, Druck und Dichte des Gases im Gasvolumen
22 aufweist, in der Expansionseinheit 30 mittels zweier zweiter Flächenelemente 37
eingeschlossen worden. Im Laufe der Rotation des zweiten Rotationselements 32 expandiert
die Gasmenge 31, dargestellt durch die vergrößerten Flächen 31' und 31", indem die
Rotation die Gasmenge 31 in einen Bereich weiter befördert, in dem sich der Abstand
zwischen der Außenwand 33 des zweiten Rotationselements 32 und der Innenwand 35 des
Gehäuseabschnitts 34 vergrößert. Das im Verhältnis zum Verdichtungsverhältnis größere
Expansionsverhältnis Ist durch den Im Verhältnis zur Verdichtungseinheit 20 größeren
Winkel zwischen den auseinander strebenden Begrenzungslinien 33, 34 dargestellt. Nach
vollendetem Weitertransport öffnet sich das Volumen der Gasmenge 31" zum Auslass 3,
aus dem das Gas in Richtung des Pfeils abgeführt wird, beispielsweise zu einem Auspuff
oder einem Wärmetauscher.
[0069] In Fig. 3 ist die zeitliche Abfolge der Positionen der Luftmengen 11, 11', 11", des
Gasvolumens 22 und der Gasmengen 31, 31', sowie die Schließungs- und Öffnungszustände
der ersten und zweiten Flächenelemente 17, 37 dargestellt. Die Darstellung entspricht
der Darstellung In Fig. 2, jedoch wurde die symbolische Darstellung der Verdichtung
und Expansion in der Verdichtungseinheit 10 und der Expansioriseinheit 30 der Übersichtlichkeit
halber weggelassen. Verdichtung und Expansion finden in vorbeschriebener Weise statt.
[0070] Die oberste Darstellung in Fig. 3 zeigt den Motorzustand nach Einschluss einer Gasmenge
31 und vor Verbindung eines Volumens einer Luftmenge 11" mit dem Gasvolumen 22. Eine
Luftmenge 11' Ist eingeschlossen worden und eine Luftmenge 11" ist nach Einschluss
unter adiabatischer Verdichtung bis zum Lufteinlassbereich 23 des Gasvolumens 22 transportiert
worden, wobei die Luftmenge 11" die gleiche Dichte, jedoch niedrigere Temperatur und
niedrigeren Druck als das Gas im Gasvolumen 22 aufweist, das mittels einer Düse 27
und einer Flamme 28 kontinuierlich aufgehelzt wird. In Pfeilrichtung stromabwärts
der Verbindungsvorrichtung 20 ist eine Gasmenge 31 mit Dichte, Temperatur und Druck
des Gases im Gasvolumen 22 durch Einschluss zwischen zwei zweiten Flächenelementen
37 eingeschlossen worden. Eine weitere eingeschlossene Gasmenge 31' ist unter adiabatischer
Expansion zur Position 31' weiter transportiert worden.
[0071] Im nächsten Schritt, in der zweiten Zeile dargestellt, sind die Luftmengen 11', 11"
soweit weitertransportiert worden, dass das erste Flächenelement 17, das zuvor die
Luftmenge 11" vom Gasvolumen 22 abgetrennt hatte, zurückgezogen wird, symbolisiert
durch einen Pfeil nach unten. Dadurch wird das Volumen der Luftmenge 11" zu einem
Teil des Lufteinlassbereichs 23. Gas aus dem Gasvolumen 22 strömt aufgrund seines
höheren Drucks in den Lufteinlassbereich 23 und vermischt sich mit der darin befindlichen
Luft. Dabei tritt lokal kurzzeitig eine höhere Gasdichte auf. In der Expansionseinheit
30 haben sich auch die eingeschlossenen Gasmengen 31, 31' unter Expansion in Richtung
des Auslasses 3 weiterbewegt. Dabei hat sich das Gasvolumen 22, der Rotation eines
zweiten Flächenelements 37 folgend, etwas in die Expansionseinheit 30 hineinbewegt.
[0072] Im folgenden Schritt, dargestellt in der dritten Zeile von Fig. 3, hat sich die Luft
im Lufteinlassbereich 23 vollständig mit dem Gas im Gasvolumen 22 vermischt, und ist
die eingeschlossene Luftmenge 11' weiter in Richtung der Verbindungsvorrichtung 20
transportiert worden. In Pfeilrichtung ausgangsseitig des Helzraums 21 schließt sich
ein zweites Flächenelement 37, dargestellt durch einen nach oben gerichteten Pfeil,
und schließt eine Gasmenge in einer Verschlusszone in einem Gasauslassbereich 24 ein,
in dem das Gas noch mit dem Gas des Gasvolumens 22 verbunden ist und dessen Eigenschaften
aufweist. Die eingeschlossenen Gasmengen 31, 31' sind weiter in Richtung Auslass 3
transportiert worden.
[0073] Die unterste Zeile von Fig. 3 stellt den Zustand nach Schließung des zweiten Flächenelements
37 dar. Dieser Zustand ist im Prinzip gleich dem in der obersten Zeile von Fig. 3
dargestellten Zustand des Motors 1. Auf Seiten des Einlasses 2 ist eine neue Luftmenge
11 eingeschlossen worden, die in Richtung der Verbindungsvorrichtung 20 transportiert
wird. Die zunächst eingeschlossene Luftmenge 11' ist bis unmittelbar vor Verbindung
mit dem Gasvolumen 22 weitertransportiert worden, jedoch noch durch ein erstes Flächenelement
17 von diesem getrennt. Der Einschluss von Gas aus dem Gasvolumen 22 in einem Verschlussvolumen
24' in der Expansionseinheit 30 analog dem Volumen der Gasmenge 31 im ersten Schritt
in Figur 3 ist vollendet. Die eingeschlossene Gasmenge 31 ist weiter in Richtung des
Auslasses 3 transportiert worden, während die zunächst noch eingeschlossene Gasmenge
31' inzwischen geöffnet worden ist und aus dem Auslass 3 abgeführt wurde. Damit ist
ein Arbeitszyklus des Motors 1 vollendet.
[0074] Fig. 4 stellt über mehrere Zyklen den zeitlichen Verlauf des Drucks im Lufteinlassbereich
23 (obere Darstellung), im Gasvolumen 22 (mittlere Darstellung) und im Gasauslassbereich
24 (untere Darstellung) für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 dar. Die obere Darstellung
von Fig. 4 zeigt den zeitlichen Verlauf des Drucks im Lufteinlassbereich 23 des Gasvolumens
22 im Innenraum 21 der Verbindungsvorrichtung 20 nach Öffnung des Volumens der Luftmenge
11" zum Gasvolumen 22. Die aufeinander folgenden Zyklen der periodischen Funktion
betreffen dabei aufeinander folgende Luftmengen 11'', 11', 11 usw.
[0075] Direkt nach Öffnung des Volumens der Luftmenge 11" zum Gasvolumen 23 besitzt dieses
in der dadurch gebildeten Ausgleichszone 23 den Druck P
1, den schon die eingeschlossene Luftmenge 11" durch adiabatische Verdichtung in der
Verdichtungseinhelt 20 erreicht hatte. Während die ehemals eingeschlossene Luftmenge
11" nach Öffnung im Lufteinlassbereich 23 weiterhin in Richtung des Heizraums 21 transportiert
wird, gleicht sich der Druck und die Temperatur des Gases im Lufteinlassbereich 23
mit dem Druck und der Temperatur des Gases im Gasvolumen 22 aus, wodurch sehr schnell
ein mittlerer Druck P
2 erreicht wird. Nach vollständigem Ausgleich erfolgt eine isochore Erwärmung durch
Verbrennung im Gasvolumen 22, wodurch das Gas Im Lufteinlassbereich 23 mit hoher Effizienz
erwärmt wird und ein maximaler Druck P
3 erzeugt wird.
[0076] Mit Öffnung des nächsten Flächenelements 17 bildet sich ein neuer Luftelnlassbereich
23 in Form eines geöffneten Volumens der Luftmenge 11', das sich mit dem Gasvolumen
22 verbindet, und der Zyklus beginnt aufs Neue. Daraus ergibt sich der übergangslose
Fall der Funktion vom Wert P
3 des Gasvolumens 22 unmittelbar vor Öffnung des Volumens der Luftmenge 11' auf den
Druck P
1 des Volumens der Luftmenge 11' vor der Durchmischung und dem Ausgleich im Lufteinlassbereich
23.
[0077] Die mittlere Darstellung von Fig. 4 zeigt den Druckverlauf über mehrere Zyklen Im
Gasvolumen 22. Die Spitze beim Druck P
3 korrespondiert mit dem Zeitpunkt, gerade bevor eine Luftmenge 11" oder 11' mit dem
Gas im Gasvolumen 22 verbunden wird. Nach Verbindung der Luftmenge 11 ", 11', 11 mit
dem Gas im Gasvolumen 22 erfolgt eine Durchmischung und ein Ausgleich der verschiedenen
Drücke und Temperaturen, so dass der Gasdruck im Gasvolumen 22 sehr schnell auf einen
Wert P
2 fällt. Nach vollständigem Ausgleich mit der Luftmenge 11" im Lufteinlassbereich 23
gewinnt die Erwärmung des Gases im Gasvolumens 22 Im Heizraum 21 Oberhand und es wird
ein maximaler Druck P
3 erreicht. Mit Öffnung einer weiteren Luftmenge 11 beginnt der Zyklus aufs Neue.
[0078] Die unterste Darstellung von Fig. 4 zeigt den Druckverlauf In der Verschlusszone
24' nach Einschluss einer Gasmenge 31, 31', 31" in der Expansionseinheit 30. Da der
Einschluss von Gasmengen 31, 31', 31" in der Verschlusszone 24' erst auf dem Höhepunkt
der Druckregeneration im Gasvolumen 22 geschieht, weist der Druck in der Verschlusszone
24' immer den maximalen Druck P
3 auf. Die senkrechten Striche stellen den Zeitpunkt eines Gasmengeneinschlusses in
der Verschlusszone 24' dar.
[0079] Fig. 5 zeigt eine Gegenüberstellung der prinzipiellen thermodynamischen Prozessabläufe
eines Otto-Motors und eines erfindungsgemäßen Motors in einem p-V-Diagramm in schematisierter
Darstellung, wobei auf der X-Achse das Volumen V und auf der Y-Achse der Druck p aufgetragen
ist. In beiden Fällen wird eine Luft- oder Gasmenge in einem ersten Volumen eingeschlossen,
wobei die Luftmenge das Volumen und den Druck an Punkt 41 des Diagramms einnimmt.
Der Druck an Punkt 41 ist beispielsweise der Umgebungsluftdruck. Durch Bewegung eines
Kolbens in einem Zylinder oder durch Verkleinerung des Luftvolumens in der Verdichtungseinheit
10 des erfindungsgemäßen Motors erfolgt eine adiabatische Verdichtung der Luftmenge,
also eine Verdichtung ohne Energiezufuhr. Dabei verkleinert sich das Volumen und erhöht
sich der Druck in der Luftmenge, gemäß der Pfeilrichtung in Richtung auf den Zustandspunkt
42.
[0080] Der Zustandspunkt 42 beschreibt den Zustand größter Verdichtung. Im Otto-Motor wird
an diesem Punkt ein Kraftstoff-Luft-Gemisch gezündet, wodurch sich die Temperatur
und der Druck bei annähernd konstantem Volumen stark erhöhen, bis zu einem Zustand,
der durch den Zustandspunkt 43 angedeutet wird. Im Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Motors gemäß Fig. 1 verbindet sich an dieser Stelle eine eingeschlossene Luftmenge
11, 11', 11" mit dem Gasvolumen 22, in dem eine Verbrennung bel konstantem Volumen
stattfindet, durch die die Temperatur und der Druck erhöht werden.
[0081] An der Stelle des Zustandspunktes 42 wird in Flg. 5 für den erfindungsgemäßen Motor
keine Volumenvergrößerung angezeigt, weil die Luft aus der Luftmenge 11, 11', 11"
keine Dichteveränderung erfährt. Nach Durchmischung mit dem Gas des Gasvolumens 22
nimmt die Luftmenge 11, 11', 11" im größeren Gasvolumen 22 ein Partialvolumen ein,
das gleich dem bei maximaler Verdichtung erreichten Volumen der Luftmenge 11, 11',
11" in der Verdichtungseinheit 10 Ist. Das Gas im Gasvolumen 22 ist also in eine Mehrzahl
gleichartiger Partialvolumen unterteilbar, die wegen der Durchmischung alle die gleichen
Eigenschaften, also Temperatur, Druck und Dichte aufweisen.
[0082] Nach Verbindung einer Luftmenge 11, 11', 11" mit einem am Zustandspunkt 42 angedeuteten
Volumen mit dem Gasvolumen 22 nimmt die Luftmenge 11, 11', 11" also ein unverändertes
Partialvolumen ein. Aufgrund der Durchmischung mit dem unter größerem Druck stehenden
Gasvolumen und der Erhitzung durch Verbrennung weist die Luftmenge bei konstant gebliebenem
Partialvolumen einen höheren Druck, entsprechend Zustandspunkt 43, auf.
[0083] Der nächste Schritt beim Otto-Motor ist die Vergrößerung des Gasvolumens durch Bewegung
des Kolbens im Zylinder. Hier erfährt das heiße Gas im Kolben eine adiabatische Expansion,
angedeutet durch einen Pfeil, mit sinkendem Druck, bis zum Volumen am Zustandspunkt
44, der durch den maximalen Hubraum des Zylinders begrenzt und gleich dem Volumen
am Anfang des Zyklus bei Zustandspunkt 41 ist. Da sowohl Verdichtung wie Expansion
im gleichen Zylindervolumen, und daher mit gleichem Verdichtungs- und Expahsionsverhältnis
ablaufen, weist das Gas am Zustandspunkt 44 noch einen gegenüber dem Anfangspunkt
41 erhöhten Druck auf, der beim Auslassen des Gases aus dem Zylinder entweicht.
[0084] Beim erfindungsgemäßen Motor ist das Expansionsverhältnis konstruktionsbedingt größer
als das Verdichtungsverhältnis. Dadurch ist der Endpunkt der adiabatischen Expansion
des Gases, die in einem Partialvolumen und Druck entsprechend Zustandspunkt 43 beginnt,
bei einem Zustandspunkt 44', der sowohl ein größeres Volumen als auch einen niedrigeren
Druck aufweist als der Endpunkt 44 beim Otto-Motor. Die Verschiebung des Endpunktes
des Zyklus von 44 nach 44' bedeutet eine Steigerung der Effizienz des erfindungsgemäßen
Motors im Vergleich zu beispielsweise herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Die Nutzung
restlicher Wärme des Gases z. B. in einem Wärmetauscher im Abgas erhöht diese Effizienz
weiter.
[0085] Der erfindungsgemäße Motor und das erfindungsgemäße Kraftgewinnungsverfahren erlauben
kleinformatigen und leichtgewichtigen Bau, eine hohe Kraftstoffnutzungseffizienz,
niedrige Betriebskosten und einen vielfältigen Einsatz, z.B. als Antriebsturbine für
Flugzeuge, Propollerflugzeuge, unbemannte Flugvehikel (Unmanned Airborne Vehicles,
UAV), Raketensysteme, Hilfsenergieeinheiten, in Industriellen Anwendungen, wie z.B.
Trocknung, Kühlung, Wärme- und Elektrizitätserzeugung für Büros, Hotels, Swimming
Pools, Einkaufszentren und Wohngebäude. Weiterhin sind sie einsetzbar für Notstromaggregate,
mobile Stromgeneratoren zum Einsatz und zur Zuschaltung bei Verbrauchsspitzen, als
ununterbrechbare Stromquellen (UPS) oder als Hauptantriebsaggregate für Schiffe, Autos,
LKWs, Busse, Motorräder, Züge und ähnliches.
Bezugszeichenliste
[0086]
- 1
- Motor
- 2
- Einlass
- 3
- Auslass
- 10
- Verdichtungseinheit
- 11, 11', 11"
- Luftmenge
- 12
- erstes Rotationselement
- 13
- Außenwand des ersten Rotationselements
- 14
- Gehäuseabschnitt
- 15
- Innenwand des Gehäuseabschnitts
- 16
- radiale Schlitze
- 17
- erstes Flächenelement
- 20
- Verbindungsvorrichtung
- 21
- Innenraum der Verbindungsvorrichtung
- 22
- Gasvolumen
- 23
- Lufteinlassbereich
- 24
- Gasauslassbereich
- 24'
- Verschlusszone
- 25
- Verbrennungseinheit
- 26
- Kraftstoffzufuhr
- 27
- Düse
- 28
- Flamme
- 30
- Expansionseinheit
- 31, 31', 31"
- Gasmenge
- 32
- zweites Rotationselement
- 33
- Außenwand des zweiten Rotationselements
- 34
- Gehäuseabschnitt
- 35
- Innenwand des Gehäuseabschnitts
- 36
- Schlitze
- 37
- zweites Flächenelement
- 41 - 44, 44'
- Zustandspunkte im p-V-Diagramm
1. Motor (1), umfassend eine Verdichtungseinheit (10), eine Expansionseinhalt (30), und
eine Verbindungsvorrichtung (20) mit einem Energiezufuhrmittel, wobei die Verbindungsvorrichtung
(20) einen Lufteinlassbereich (23) und einen Gasauslassbereich (24) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (20) im Lufteinlassbereich (23) von der Verdichtungseinheit
(10) und im Gasauslassbereich (24) von der Expansionseinheit (30) begrenzt ist.
2. Motor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein von Verbindungsvorrichtung (20), Verdichtungseinheit (10) und Expansionseinheit
(30) eingeschlossenes Gasvolumen (22) ein im Wesentlichen konstantes Volumen aufweist.
3. Motor (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an der Verbindungsvorrichtung (20) ein Heizmittel angeordnet ist.
4. Motor (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Energiezufuhrmittel eine Verbrennungseinheit (25) ist, die insbesondere eine
Kraftstoffzuleitung (26) und eine Verbrennungsdüse (27) zur, insbesondere wahlweise,
kontinuierlichen oder gepulsten Verbrennung des Kraftstoffs umfasst.
5. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinheit (10) zum Einschluss einer Luftmenge (11, 11', 11 ") ausgebildet
ist.
6. Motor (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinhelt (10) zur Verdichtung der eingeschlossenen Luftmenge (11,
11', 11") ausgebildet ist.
7. Motor (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die verdichtete Luftmenge (11, 11', 11 ") mit Gas in einem Gasvolumen (22) in der
Verbindungsvorrichtung (20) verbindbar Ist.
8. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Expansionseinheit (30) zur Abtrennung und zum Einschluss einer Gasmenge (31,
31', 31") aus dem Gasvolumen (22) in der Verbindungsvorrichtung (20) ausgebildet ist.
9. Motor (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmenge (31) bei Abtrennung vom Gasvolumen (22) im Wesentlichen das gleiche
Volumen aufweist wie die Luftmenge (11 ") bei Verbindung mit dem Gasvolumen (22).
10. Motor (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Expansionseinheit (30) zur Expansion des Volumens der Gasmenge (31, 31", 31")
ausgebildet ist.
11. Motor (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur Nutzbarmachung der bei der Expansion der Gasmenge (31, 31',
31") wirkenden Kraft vorgesehen ist.
12. Motor (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Antrieb der Verdichtung der Luftmenge (11, 11', 11") in der
Verdichtungseinheit aus wenigstens einem Teil der bei der Expansion der Gasmenge (31,
31', 31") In der Expansionseinheit (30) wirkenden Kraft vorgesehen ist.
13. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur, insbesondere alternierenden, Synchronisation der Verbindung
des Volumens der Luftmenge (11, 11', 11'') mit dem Gasvolumen (22) und der Abtrennung
des Volumens der Gasmenge (31, 31', 31") vom Gasvolumen (22) vorgesehen ist.
14. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinheit (10) ein erstes Rotationselement (12) umfasst.
15. Motor (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rotationselement (12) in radialer Richtung Schlitze (16) aufweist, in denen
erste Flächenelemente (17) radial beweglich angeordnet sind.
16. Motor (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftmenge (11, 11', 11") nach Einschluss durch zwei aufeinander folgende erste
Flächenelemente (17), eine Außenwand (13) des ersten Rotationselements (12) und eine
Innenwand (15) eines Gehäuseabschnitts (14) begrenzt ist.
17. Motor (1) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere mechanische und/oder elektrische Mittel zur rotationswinkelabhängigen
Steuerung der radialen Bewegung der ersten Flächenelemente (17) vorgesehen sind.
18. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Expansionseinheit (30) ein zweites Rotationselement (32) umfasst.
19. Motor (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rotationselement (32) in radialer Richtung Schlitze (36) aufweist, in
denen zweite Flächenelemente (37) radial beweglich angeordnet sind.
20. Motor (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmenge (31, 31', 31'') nach Abtrennung durch zwei aufeinander folgende zweite
Flächenelemente (17), eine Außenwand (33) des zweiten Rotationselements (32) und eine
Innenwand (35) eines Gehäuseabschnitts (34) begrenzt ist.
21. Motor (1) nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere mechanische und/oder elektrische, Mittel zur rotationswinkelabhängigen
Steuerung der radialen Bewegung der zweiten Flächenelemente (37) vorgesehen sind.
22. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur, insbesondere lösbaren, Verbindung der Rotation des ersten Rotationselements
(12) und des zweiten Rotationselements (32) vorgesehen ist, insbesondere eine Achse,
ein Keilriemen oder ein Schaft.
23. Motor (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotation das ersten Rotationselements (12) in der Verdichtungseinheit (10) durch
die Rotation des zweiten Rotationselements (32) in der Expansionseinheit (30) angetrieben
wird.
24. Motor (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichtungseinheit (10) eine Vorverdichtungsstufe vorgeschaltet ist.
25. Motor (1), insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 24, umfassend
eine Verdichtungseinheit (10) mit einem Mittel zum Einschluss einer Luftmenge (11,
11', 11"), eine Expansionseinheit (30) und ein Energiezufuhrmittel, dadurch gekennzeichnet, dass das Expansionsverhältnis in der Expansionseinheit (30) größer ist als das Verdichtungsverhältnis
in der Verdichtungseinheit (10).
26. Motor (1) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Energiezufuhrmittel in der Expansionseinheit (30) angeordnet ist.
27. Kraftgewinnungsverfahren mit folgenden Schritten:
- Einschließen einer Luftmenge (11, 11', 11") in einer Verdichtungseinheit (10),
- Verdichten der Luftmenge (11, 11'; 11'') durch Verkleinern des Volumens der Luftmenge
(11, 11', 11") in der Verdichtungseinheit (10),
- Verbinden des Volumens der Luftmenge (11, 11', 11'') mit einem Gasvolumen (22) in
einer Verbindungsvorrichtung (20),
- Vermischen der Luftmenge (11, 11', 11'') mit dem in der Verbindungsvorrichtung (20)
enthaltenen Gas,
- Erhöhen des Gasdrucks In der Verbindungsvorrichtung (20),
- Abtrennen einer Gasmenge (31, 31', 31") vom Gas im Gasvolumen (22) und Einschließen
der Gasmenge (31, 31', 31") in einer Expansionseinheit (30),
- Expandieren der Gasmenge (31, 31', 31") in der Expansionseinheit (30) und Nutzbarmachen
der bei der Expansion der Gasmenge (31, 31', 31") wirkenden Kraft.
28. Kraftgewinnungsverfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhöhen des Gasdrucks in der Verbindungsvorrichtung (20) im Wesentlichen durch
Erhitzen des Gases erfolgt.
29. Kraftgewinnungsverfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhitzen des Gases in der Verbindungsvorrichtung (22) kontinuierlich erfolgt.
30. Kraftgewinnungsverfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhitzen des Gases in der Verbindungsvorrichtung (22) gepulst erfolgt.
31. Kraftgewinnungsverfahren nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhitzen des Gases in der Verbindungsvorrichtung (20) mittels Verbrennung erfolgt.
32. Kraftgewinnungsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Massen der dem Gasvolumen (22) in der Verbindungsvorrichtung (20) zu- bzw. abgeführten
Luft- und Gasmengen (11, 11', 11", 31, 31', 31") im Wesentlichen gleich groß sind.
33. Kraftgewinnungsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte Öffnen und Verkleinern des Volumens einer Luftmenge (11, 11',
11') im Lufteinlassbereich (23) sowie Vergrößern des Gasvolumens (22) und Abschließen
einer Gasmenge (31, 31', 31") im Gasauslassbereich (24) gleich schnell und gleichzeitig
ablaufen, und dass das Gesamtvolumen aus Lufteinlassbereich (23), Gasvolumen (22)
und Gasauslassbereich (24) im Wesentlichen konstant bleibt.
34. Kraftgewinnungsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Volumen der Luftmenge (11, 11', 11") beim Verbinden mit dem Gasvolumen (22) und
der Gasmenge (31, 31', 31") beim Abtrennen vom Gasvolumen (22) kleiner sind als das
Gasvolumen (22), insbesondere kleiner als 50 % des Gasvolumens (22), insbesondere
kleiner als 30 % des Gasvolumens (22).
35. Kraftgewinnungsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass Gasdruckschwankungen im Gasvolumen (22) kleiner sind als 50 % des maximalen Gasdrucks
in der Verbindungsvorrichtung (20), insbesondere weniger als 30 % des maximalen Gasdrucks.
36. Kraftgewinnungsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschrltte des Kraftgewinnungsverfahrens zyklisch wiederholt werden.
37. Kraftgewinnungsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere der Verfahrensschritte gleichzeitig ausgeführt werden, insbesondere
Einschließen einer Luftmenge (11, 11', 11"), Verdichten der Luftmenge (11, 11', 11"),
Erhitzen des Gases in der Verbindungsvorrichtung (20) und/oder Expandieren der Gasmenge
(31, 31', 31").