[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren und eine Schnittstelleneinheit zum Zuführen und
Abführen eines Kühlmediums zu und von wenigstens einer Verlustwärme erzeugenden, zu
kühlenden Verbrauchereinheit.
[0002] Das Ankoppeln von Verlustwärme erzeugenden Verbrauchereinheiten an ein übergeordnetes
Kühlsystem, beispielsweise ein Kühlsystem der Haustechnik, erfolgt üblicherweise mittels
fest verlegter Anschlüsse und fest verlegter Leitungen. Dabei ist es in vielen Fällen
erforderlich, zusätzliche Anpassungen, beispielsweise zusätzliche Pumpen oder andere
Regelelemente oder -einheiten, wie Regelventile, Temperatursensoren und dergleichen,
zwischen dem übergeordneten Kühlsystem und der jeweiligen Verbrauchercinheit anzuordnen.
[0003] Es ist darüber hinaus bekannt, mehrere Verlustwärme erzeugende Verbrauchereinheiten
an ein gemeinsames, übergeordnetes Kühlsystem anzuschließen. Hierzu können beispielsweise
Verteilersysteme verwendet werden, die an dem zentralen Vorlaufanschluss und dem zentralen
Rücklaufanschluss des Kühlsystems angeordnet sind.
[0004] Nacheilig bei diesem Stand der Technik ist die Tatsache, dass für jeden Anschluss
einer zu kühlenden Verbrauchereinheit an das übergeordnete Kühlsystem entsprechende
Anschlussmittel, insbesondere Anschlussleitungen und gegebenenfalls weitere Komponenten
wie Regelventile, Pumpen, Temperatursensoren und dergleichen, vorgesehen und separat
installiert werden müssen.
[0005] Beim Anschluss einer Verbrauchereinheit an ein übergeordnetes Kühlsystem kann das
Problem auftreten, dass die Temperatur des Kühlmediums derart niedrig ist, dass an
den Leitungen zwischen den Anschlüssen des übergeordneten Kühlsystems und der zu kühlenden
Verbrauchereinheit die Taupunkt-Temperatur der Umgebungsluft unterschritten wird.
In diesem Fall würde sich Feuchtigkeit aus der Umgebung an den Leitungen niederschlagen,
was bei empfindlichen Verbrauchereinheiten zu Störungen oder sogar zu einer Beschädigung
oder Zerstörung führen kann. Es ist daher erforderlich, dafür Sorge zu tragen, dass
die vom Kühlmedium durchflossenen Leitungen ausreichend zu isolieren. Dies erfordert
jedoch einen entsprechenden Aufwand.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren und eine Schnittstelleneinheit zum Zuführen und Abführen eines Kühlmediums
zu und von wenigstens einer Verlustwärme erzeugenden, zu kühlenden Verbrauchereinheit
zu schaffen, wobei die vorstehend erläuterten Nachteile des bekannten Standes der
Technik vermieden und insbesondere auf einfache und kostengünstige sowie flexible
Art und Weise der Anschluss zu kühlender Verbrauchereinheiten an ein übergeordnetes
Kühlsystem ermöglicht wird.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. 17.
[0008] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass durch die Verwendung einer Schnittstelleneinheit
mit einer Vorlaufverteilereinheit und einer Rücklaufsammlereinheit eine oder mehrere
zu kühlende Verbrauchereinheiten flexibel an ein übergeordnetes Kühlsystem angeschlossen
werden können. Die Schnittstelleneinheit kann dabei insbesondere mobil ausgebildet
oder in eine der Verbrauchereinheiten integriert sein.
[0009] Die Schnittstelleneinheit umfasst des Weiteren wenigstens eine Pumpe, die im Vorlaufleitungssystem
oder Rücklaufleitungssystem der Schnittstelleneinheit angeordnet ist. Die Pumpe ist
so beschaffen, dass in jedem Fall ein ausreichender Differenzdruck zwischen dem Kühlmedium
in der Vorlaufverteilereinheit und dem Kühlmedium in der Rücklaufvearteilereinheit
aufrecht erhalten wird. Dies gilt selbstverständlich für einen vorgegebenen zulässigen
Bereich des gesamten Massenstroms des Kühlmediums, der zwischen dem übergeordneten
Kühlsystem und der wenigstens einen zu kühlenden Verbrauchereinheit transportiert
werden muss.
[0010] Des Weiteren umfasst die Schnittstelleneinheit Mittel zum Steuern oder Regeln der
Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystem derart, dass das Kühlmedium ab
einer vorbestimmten Position innerhalb des Vorlaufleitungssystems, in Strömungsrichtung
des Kühlmediums gesehen, an keiner Position des sich an die vorbestimmte Position
anschließenden Teils des Vorlaufleitungssystems die Taupunkt-Temperatur der Umgebungsluft
unterschreitet.
[0011] Auf diese Weise ist es allenfalls erforderlich, die Leitungen bzw. Komponenten des
Leitungssystems zwischen dem primärseitigen Vorlaufanschluss für das Zuführen des
Kühlmediums und der vorbestimmten Position zu isolieren oder auf andere Weise dafür
Sorge zu tragen, dass diese Teile des Vorlaufleitungssystems und die darin befindlichen
Komponenten eine Oberflächentemperatur aufweisen, die oberhalb der Taupunkt-Temperatur
der Umgebung liegen. Es wäre beispielsweise auch möglich, die Schnittstelleneinheit
mit einem geschlossenen Gehäuse zu versehen und dafür Sorge zu tragen, dass die Taupunkt-Tempetatur
innerhalb des Gehäuses unterhalb der minimalen Temperatur liegt, welche das der Schnittstelleneinheit
zugeführte Kühlmedium im ungünstigsten Fall annehmen kann.
[0012] Die erfindungsgemäße Schnittstelleneinheit bietet daher den Vorteil, dass nach der
vorbestimmten Position, ab welcher das Kühlmedium eine höhere Temperatur aufweist
als die Taupunkt-Temperatur der Umgebung, keinerlei Kondensationseffekte mehr auftreten
können.
[0013] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Mittel zum Steuern oder Regeln
der Temperatur des Kühlmediums ein Ventil und Leitungsabschnitte umfassen, mit welchen
ein vorbestimmter oder vorbestimmbarer Teil des wärmeren Kühlmediums aus dem Rücklaufleitungssystem
in das Vorlaufleitungssystem eingespeist wird.
[0014] Das Ventil kann manuell einstellbar ausgebildet sein oder aber als ansteuerbares
Ventil. Im erstgenannten Fall kann das Ventil beispielsweise einmalig manuell so eingestellt
werden, dass in jedem Fall ein ausreichender Massenstrom des Kühlmediums aus dem Rücklaufleitungssystem
in das Vorlaufleitungssystem, welches das vom übergeordneten Kühlsystem zugeführte
kältere Kühlmedium führt, eingespeist wird. Beispielsweise kann dafür Sorge getragen
werden, dass der beigemischte Massenstrom des wärmeren Kühlmediums aus dem Rücklaufleitungssystem
so groß ist, dass die Temperatur des nach der vorbestimmten Position im Vorlaufleitungssystem
geführten Kühlmediums größer ist als 17 °. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen,
dass als Kühlmedium insbesondere ein flüssiges Kühlmedium, beispielsweise Wasser,
in Frage kommt. Generell kann jedoch auch ein gasförmiges Kühlmedium verwendet werden.
[0015] Im zweitgenannten Fall kann das ansteuerbare Ventil von einer Steuereinheit so angesteuert
werden, dass abhängig von bestimmten Parametern der beigemischte Massenstrom des Kühlmediums
aus dem Rücklaufleitungssystem jeweils gerade so groß gewählt ist, dass die Temperatur
des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystem der vorbestimmten Position geringfügig oder
einen vorbestimmten Betrag größer ist als die Taupunkt-Temperatur der Umgebung.
[0016] Die Parameter, abhängig von denen die Ventilstellung mittels der Steuereinheit gesteuert
wird, können beispielsweise die Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystem
und/oder Rücklaufleitungssystem sein sowie die Taupunkt-Temperatur der Umgebung. Diese
kann mittels eines Taupunkt-Temperaturfühlers oder mittels eines Temperaturfühlers
und eines Feuchtefühlers gemessen und der Steuereinheit zugeführt oder von dieser
ermittelt werden.
[0017] Das Ansteuern des Ventils kann entweder als reine Steuerung oder als Regelung in
einer geschlossenen Regelschleife erfolgen.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Mittel zum Steuern oder
Regeln der Temperatur des Kühlmediums einen Wärmetauscher umfassen, welcher sekundärseitig
von dem zu erwärmenden Kühlmedium im Vorlaufleitunassystem durchflossen ist und dem
primärseitig ein wärmeres Kühlmedium zugeführt ist. Auch auf diese Weise kann dem
Kühlmedium im Vorlaufleitungssystem ab einer bestimmten Position jeweils ausreichend
Energie zugeführt werden, um sicherzustellen, dass nach dieser Position die Taupunkt-Temperatur
der Umgebung nicht unterschritten wird.
[0019] Der Wärmetauscher kann dabei vom wärmeren Medium im Rücklaufleitungssystem durchflossen
sein. Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, dem Wärmetauscher die erforderliche
Energie primärseitig auf andere Weise zuzuführen, beispielsweise mittels eines weiteren
Kühlmediums oder durch eine elektrische oder sonstige Heizung.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Mittel zum Steuern oder
Regeln der Temperatur des Kühlmediums eine in ihrer Förderleistung ansteuerbare Pumpe
umfassen. In diesem Fall kann auf das Beimischen von Kühlmedium aus dem Rücklauf zum
Kühlmedium des Vorlaufs verzichtet werden, jedoch können ggf. auch beide Möglichkeiten
zum Vermeiden des Durchfahrens der Taupunkttemperatur gleichzeitig nebeneinander bzw.
kombiniert realisiert sein.
[0021] Die Mittel zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums können auch bei
der Verwendung einer ansteuerbaren Pumpe einen im Vorlaufleitungssystem angeordneten
Temperatursensor umfassen sowie eine Steuer- oder Regeleinheit (57), welche die Pumpe
(21) so ansteuert, die Taupunkttemperatur sicher nicht erreicht und/oder unterschritten
wird.
[0022] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können der primärseitige Vorlaufanschluss
und der primärseitige Rücklaufanschluss mit einem Wärmetauscher verbunden sein, welcher
den Kreislauf des Kühlmediums innerhalb der Schnittstelleneinheit vom Kreislauf des
vom übergeordneten Kühlsystem gelieferten Kühlmediums trennt. Hierdurch kann beispielsweise
im geschlossenen Kreislauf innerhalb der Schnittstelleneinheit ein anderes Kühlmedium
als das vom übergeordneten Kühlsystem gelieferte Kühlmedium verwendet werden.
[0023] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können alle hinsichtlich eines Ausfalls
kritischen Elemente, insbesondere Pumpen und ansteuerbare Ventile, redundant, insbcsondere
doppelt vorhanden sein. Hierdurch wird die Ausfallsicherheit der Schnittstelleneinheit
verbessert.
[0024] An einem, mehreren oder an allen sckundärseitigen Rücklaufanschlüssen kann jeweils
ein Regelventil vorgesehen sein, welches den Massenstrom des Kühlmediums im Pfad zu
und von der betreffenden Verbrauchereinheit so regelt, dass die Temperatur des Kühlmediums
an dem betreffenden sekundärseitigen Rücklaufanschluss im Wesentlichen auf einen vorgegebenen
Wert konstant gehalten wird. Der vorgegebene Temperaturwert ist dabei so zu wählen,
dass sichergestellt ist, dass eine ausreichende Kühlung in der betreffenden Verbrauchereinheit
gegeben ist.
[0025] Durch diese Maßnahme kann erreicht werden, dass der Massenstrom durch die betreffende
Verbrauchereinheit an die abzuführende Verlustleistung angepasst werden kann und nicht
in jedem Fall so groß gewählt werden muss, dass die in einem Worst Case auftretende
maximale Verlustleistung noch sicher abgeführt werden kann. Dies hat des Weiteren
zur Folge, dass die Pumpe oder die mehreren Pumpen der Schnittstelleneinheit mit einer
kleineren Leistung betrieben werden können, wodurch sich die Energiekosten reduzieren.
[0026] Zudem kann auch bei zeitlich schwankenden abzuführenden Verlustleistungen eine Anpassung
des erforderlichen Massenstroms des Kühlmediums durch die betreffende Verbrauchereinheit
erfolgen.
[0027] Es erfolgt somit nicht nur ein hydraulischer Abgleich für die Strömungspfade, in
denen die einzelnen zu kühlenden Verbrauchereinheiten liegen, d.h. bei identischen
erforderlichen Kühlleistungen in den einzelnen Pfaden würde der gesamte Strömungswiderstand
in den Pfaden auf den selben Wert geregelt (dies könnte auch über eine Regelung der
Druckdifferenz in den einzelnen Pfaden auf einen vorbestimmten Wert erfolgen), sondern
es erfolgt gleichzeitig eine Anpassung der Strömungswiderstände in den einzelnen Pfaden
an unterschiedliche erforderliche Kühlleistungen.
[0028] Durch das automatische Anpassen des Massenstroms an die erforderliche Kühlleistung
bzw. die abzuführende Verlustleistung kann auch jederzeit ein Austausch der zu kühlenden
Verbrauchereinheit erfolgen, ohne dass eine manuelle Anpassung des Massenstroms vorgenommen
werden müsste. Selbstverständlich können dabei in einem Kühlmittelpfad auch eine oder
mehrere weitere Verbrauchereinheiten in Serie geschaltet werden.
[0029] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Schnittstelleneinheit
ein Gehäuse und kann demzufolge als selbstständig einsetzbare Schnittstelleneinheit
verwendet werden.
[0030] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können auch an einem, mehreren
oder an allen sekundärseitigen Vorlaufanschlüssen Ventile vorgesehen sein, die zum
Abgleich der Strömungswiderstände zwischen den paarweise korrespondierenden sekundärseitigen
Vorlauf- und Rücklaufanschlüssen dienen. Ist beispielsweise eine zu kühlende Verbrauchereinheit
wesentlich weiter von der Schnittstelleneinheit entfernt positioniert als eine andere
Verbrauchereinheit, so kann mittels eines derartigen Ventils der Strömungswiderstand
zwischen den jeweiligen Vor- und Rücklaufanschlüssen in etwa auf denselben Wert abgeglichen
werden. Auf diese Weise lässt sich auch dann eine gleichmäßige Aufteilung des Massenstroms
an der Vorlaufverteilereinheit in die einzelnen Teilmassenströme bewirken, wenn die
Summe der einzelnen Strömungswiderstände in jedem Pfad (Strömungswiderstände der Leitungen
und Strömungswiderstände innerhalb der Verbrauchereinheiten ohne den Strömungswiderstand
des betreffenden Ventils) unterschiedlich groß sind.
[0031] Die betreffenden Stellventile können selbstverständlich nicht nur an den sekundärseitigen
Vorlaufanschlüssen, sondern auch an den sekundärseitigen Rücklaufanschlüssen vorgesehen
sein. Werden diese jedoch an den sekundärseitigen Vorlaufanschlüssen vorgesehen, so
können diese auch in Kombination mit den vorstehend erläuterten Temperatur-Regelventilen
verwendet werden. In diesem Fall kann der Stellbereich der Temperatur-Regelventilc
kleiner gewählt werden. Dies wirkt sich positiv in Bezug auf ein stabiles Regelverhalten
aus.
[0032] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0033] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer mobilen Schnittstelleneinheit nach der Erfindung;
- Fig. 2
- eine vergrößerte perspektivische Darstellung der wesentlichen Komponenten der Schnittstelleneinheit
in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Flussdiagramms der Schnittstelleneinheit nach
den Fig. 1 und 2 und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Flussdiagramms einer weiteren Ausführungsform
einer Schnittstelleneinheit nach der Erfindung.
[0034] Die in Fig. 1 dargestellte Schnittstelleneinheit 1 umfasst ein Gehäuse 3, von dem
im Wesentlichen nur der Gehäuserahmen dargestellt ist. Das Gehäuse kann eine Breite
von beispielsweise 19 Zoll aufweisen, so dass die Schnittstelleneinheit 1 in ein 19
Zoll-Rack integriert werden kann. In einem derartigen Rack kann beispielsweise auch
eine zu kühlende Verbrauchereinheit angeordnet sein.
[0035] Im Gehäuse 3 ist ein Vorlaufleitungssystem 5 und ein Rücklaufleitungssystem 7 der
Schnittstelleneinheit 1 angeordnet und in diesem mittels mehrerer Befestigungselemente
9 gehalten.
[0036] Der in Fig. 1 dargestellte Rahmen des Gehäuses 3 kann selbstverständlich nicht dargestellte
Seitenwände aufweisen, die das Gehäuse 3 verschließen und erforderlichenfalls auch
gegenüber der Umgebungsluft abdichten können. In diesem Fall müssen sämtliche Anschlüsse
selbstverständlich dicht aus dem Gehäuse herausgeführt sein.
[0037] Fig. 2 zeigt die Schnittstelleneinheit 1 in Fig. 1 ohne das Gehäuse 3 und die Befestigungselemente
9. Das Vorlaufleitungssystem 5 umfasst einen primärseitigen Vorlaufanschluss 11, welchem
das Kühlmedium von einem nicht näher dargestellten übergeordneten Kühlsystem zugeführt
wird. Unmittelbar am primärseitigen Vorlaufanschluss 11 ist ein Absperrventil 13 vorgesehen,
mit dem verhindert werden kann, dass beim Anschließen bzw. Demontieren einer Leitung
zum übergeordneten Kühlsystem das Kühlmedium aus dem Vorlaufleitungssystem entweicht.
Das zugeführte Kühlmedium (bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform wird
ein flüssiges Kühlmedium, beispielsweise Wasser verwendet) wird über das Absperrventil
13 und einer abgewinkcltcn Rohrleitung einem Verzweigungsstück 15 zugeführt. Das Kühlmedium
wird mittels des Verzweigungsstücks 15 in zwei parallel geführte Rohrleitungszweige
17a und 17b aufgeteilt. In jedem Rohrleitungszweig ist, in Flussrichtung des Kühlmediums
gesehen, die Serienschaltung eines steuerbaren Mischventils 19 und einer Pumpe 21
vorgesehen.
[0038] Bei den Pumpen 21 kann es sich beispielsweise um geregelte Pumpen handeln, die zwischen
der Ansaugseite und der Druckseite der Pumpe eine konstante Druckdifferenz, unabhängig
vom geförderten Massenstrom, aufrecht erhalten.
[0039] Die Rohrleitungszweige 17a, 17b werden, in Flussrichtung des Kühlmediums gesehen,
nach den Pumpen 21 mittels eines weiteren Verzweigungsstücks 23 wieder zusammengeführt.
[0040] Nach dem Zusammenführpunkt strömt das Kühlmedium durch ein mehrmals abgewinkelt geführtes
Leitungsstück 25 zu einer Vorlaufverteilereinheit 27. Die Vorlaufverteilereinheit
27 umfasst mehrere, im dargestellten Ausführungsbeispiel 5 Stellventile 29, mittels
welcher jeder sekundärseitige Vorlaufanschluss 31 der Vorlaufverteilereinheit 27 vollständig
abgesperrt werden kann. Hierdurch ist es möglich, bedarfsweise nur einen oder mehrere
ausgewählte sckundärseitige Vorlaufanschlüsse 31 mit einer betreffenden nicht dargestellten
Verbrauchereinheit zu verbinden. Das Vorlaufleitungssystem 5 umfasst des Weiteren
einen Entlüftungstopf 33, der im Leitungsstück 25 in einem oberen Abschnitt angeordnet
ist.
[0041] Die parallel geführten Rohrleitungszweige 17a, 17b des Vorlaufleitungssystems 5 und
die darin jeweils angeordneten Pumpen 21 bzw. Mischventile 19 erhöhen die Ausfallsicherheit
des gesamten Systems drastisch. Denn bei den Pumpen 21 und den ansteuerbaren Mischventilen
19 handelt es sich um ausfallkritische Komponenten, die durch die gewählte Anordnung
redundant im Vorlaufleitungssystem 5 bzw. der Schnittstelleinheit 1 enthalten sind.
[0042] Das Rücklaufleitungssystem 7 umfasst eine Rücklaufsammlereinheit 35, die hinsichtlich
ihrer Struktur im Wesentlichen analog zur Vorlaufverteilereinheit 27 ausgebildet ist.
Anstelle der manuell bedienbaren Stellventile 29 umfasst die Rucklaufsammlereinheit
35 jedoch Temperaturregelventile 37.
[0043] Die Temperaturregelventile 37 können vorzugsweise als passive, d.h. ohne Hilfsenergie
arbeitende Thermostatventile ausgebildet sein, wobei jedes Temperaturregelventil die
Temperatur des das Ventil durchströmenden Kühlmediums erfasst und den Strömungswiderstand
des Ventils so regelt, dass die Temperatur des Kühlmediums einen vorgegebenen Temperatur-Sollwert
innerhalb vorgegebener Schranken einhält. Hierdurch ist es möglich, den Massenstrom
des Kühlmediums durch die betreffende Verbrauchereinheit, die zwischen einem sekundärseitigen
Vorlaufanschluss 31 und einem sekundärseitigen Rücklaufanschluss 39 angeschlossen
ist, an die jeweils erforderliche Kühlleistung bzw. abzuführende Verlustleistung anzupassen.
Diese Anpassung erfolgt mittels des betreffenden Temperaturregelventils 37 selbsttätig.
Auf diese Weise kann der Massenstrom auch an zeitlich schwankende Verlustleistungen
angepasst werden.
[0044] Die Temperaturregelventile 37 sind vorzugsweise so ausgebildet, dass sie in jedem
Fall, d.h. auch wenn diese in den "geschlossenen" Zustand gesteuert werden, weil keine
Verbrauchereinheit angeschlossen ist oder weil keine Kühlleistung benötigt wird, eine
Leckflussrate aufweisen. Die Leckflussrate kann beispielsweise dadurch erzeugt werden,
dass das Temperaturregelventil 37 eine interne Bypassleitung aufweist.
[0045] Die Leckflussrate gewährleistet, dass bei einer angeschlossenen Verbrauchereinheit
in jedem Fall ein der Leckflussrate entsprechender Massenstrom durch die Verbrauchereinheit
fließt. Erhöht sich die abzuführende Verlustleistung von Null auf einen vorbestimmten
Wert, so gewährleistet die Leckflussrate, dass das infolge der sprunghaft gestiegenen
Verlustleistung erwärmte Kühlmedium ausreichend schnell bis an das Temperaturregelventil
37 gelangt und dieses entsprechend der erfassten Temperaturerhöhung den Massenstrom
höher regelt.
[0046] Für unterschiedlich weit entfernte Verbrauchereinheiten ergibt sich durch die unterschiedlichen
Leitungslängen regelmäßig ein unterschiedlicher Strömungswiderstand zwischen den betreffenden
Anschlüssen 31 und 39 der Vorlaufverteilereinheit 27 und der Rücklaufsammlereinheit
35. Eine Anpassung der Strömungswiderstände zwischen den Anschlüssen 31 und 39 kann
dadurch erfolgen, dass die Stellventile 29 nicht nur Stellpositionen "ein" und "aus"
aufweisen, sondern hinsichtlich des Strömungswiderstands veränderbar sind. Hierdurch
kann mittels entsprechend gestalteter Stellventile 29 der gesamte Strömungswiderstand
zwischen den Anschlüssen 31 und 39 in etwa auf denselben Wert abgeglichen werden.
Auf diese Weise kann auch ohne das Vorsehen von Temperaturregelventilen 37 in der
Rücklaufsammlereinheit 35 erreicht werden, dass sich durch die jeweiligen Verbrauchereinheiten
in etwa derselbe Massenstrom des Kühlmittels ergibt. In diesem Fall muss jedoch bei
Veränderungen von Leitungslängen bzw. generell beim Anschluss einer Verbrauchereinheit
der Strömungswiderstand manuell auf den geforderten Wert abgeglichen werden.
[0047] Nach der Rücklaufsammlereinheit 35 umfasst das Rücklaufleitungssystem 7 einen Leitungsabschnitt
41, durch den das Kühlmedium zu einem Verzweigungsstück 43 geführt wird. Der Leitungsabschnitt
41 umfasst dabei des Weiteren einen Entlüftungstopf 45 zur Entlüflung des Rücklaufleitungssystems
7 in einem oberen Abschnitt. Mittels des Verzweigungsstücks 43 wird das Kühlmedium
in zwei im Wesentlichen parallel geführte Rohrleitungszweige 47a und 47b aufgeteilt.
Am Ende der parallel geführten Rohrleitungszweige 47a, 47b werden die beiden Massenströme
des Kühlmittels mittels eines weiteren Verzweigungsstücks 49 wieder zusammengeführt.
Der gemeinsame Anschluss des Verzweigungsstücks 49 ist mit einem primärseitigen Rücklaufanschluss
51 verbunden. Der Rücklaufanschluss 51 kann wiederum mittels eines Absperrventils
13 abgesperrt werden, wenn die betreffende Leitung zwischen dem primärseitigen Rücklaufanschluss
51 und dem Rücklaufanschluss des übergeordneten Kühlsystems demontiert werden muss.
[0048] In jedem der parallel geführten Rohrleitungszweige 47a, 47b zweigt ein Verbindungsstück
55a, 55b ab, wodurch der Rohrleitungszweig 47a mit dem Mischanschluss des Mischventils
im Rohrleitungszwcig 17a und der Rohrleitungszweig 47b mit dem Mischanschluss des
Mischventils 19 im Rohrleitungszweig 17b verbunden ist. Auf diese Weise kann jedes
der Mischventile 19 wärmeres Kühlmedium aus dem Rücklaufleitungssystem 7 in das Vorlaufleitungssystem
5 beimischen. Das Beimischen erfolgt vorzugsweise derart, dass im Vorlaufleitungssystem
5 ab der Position, in Strömungsrichtung gesehen, nach den Mischventilen das Kühlmedium
eine vorbestimmte Temperatur aufweist. Die Temperatur des Kühlmediums in diesem Teil
des Vorlaufleitungssystems kann mittels eines Temperaturfühlers erfasst und einer
Steuer- oder Regeleinheit 57 (Fig. 1) zugeführt werden. Die Steuer- oder Regeleinheit
kann dann die Mischventile 19 so ansteuern, dass die Temperatur im Vorlaufleitungssystem
5 den gewünschten Sollwert innerhalb vorgegebener Schranken einhält.
[0049] Wie in Fig. 2 dargestellt, kann der erforderliche Temperatursensor 59 im Vorlaufleitungssystem
5 nach dem Verzweigungsstück 23, d.h. im Leitungsstück 25, angeordnet sein. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit ist in Fig. 2 keinerlei elektrische Verbindung zwischen der
Steuer- oder Regeleinheit 57 und den betreffenden Komponenten, wie dem Temperatursensor
59 und den Mischventilen 19 dargestellt. Diese elektrischen Verbindungen sind in Fig.
3 angedeutet.
[0050] Selbstverständlich kann die Steuer- oder Regeleinheit 57 auch die Ansteuerung bzw.
Regelung der Pumpen 21 übernehmen, sofern diese Pumpen die erforderlichen Regelungselektroniken
nicht bereits integriert haben.
[0051] Die gesamte Einheit, die aus den Pumpen 21, den Mischventilen 19 und den Verbindungsstücken
55a, 55b besteht, kann, wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, insgesamt austauschbar
gestaltet sein. Hierzu sind in jedem der parallel verlaufenden Zweige jeweils zwei
Absperrventile 13 mit sich daran anschließenden lösbaren Verbindungen für die betreffenden
Rohrstücke vorgesehen. Die gesamte Einheit ist dabei, wie in Fig. 1 dargestellt, so
angeordnet, dass sie von der Vorderseite des Racks bzw. Gehäuses 3 leicht zugänglich
und damit einfach austauschbar ist.
[0052] Fig. 3 veranschaulicht nochmals schematisch den Strömungsverlauf des Kühlmediums
der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Schnittstelleneinheit 1. Dabei sind entsprechende
Komponenten mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Verbrauchereinheiten sind in
Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 61 versehen.
[0053] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, kann auch im Rücklaufpfad, beispielsweise den Temperaturregelventilen
37 nachgeschaltet, ein weiterer Temperatursensor 63 vorgesehen sein, dessen Signal
ebenfalls der Steuer- oder Regeleinheit 57 zugeführt ist. Auf diese Weise kann die
Steuer- oder Regeleinheit bestimmte Defekte, Fehler oder Fehlfunktionen der Schnittstelleneinheit
1 ermitteln. Wird beispielsweise die Temperaturdifferenz zwischen der Vorlauftemperatur
und der Rücklauftemperatur kleiner als ein vorbestimmter Wert, z.B. 2 K, so kann ein
Warnsignal erzeugt werden. Denn in diesem Fall ist davon auszugehen, dass von den
Verbrauchereinheiten nicht genügend Wärmeenergie abgefördert wird. Diese Situation
kann dann von einer Bedienperson überprüft werden.
[0054] Wird die Temperaturdifferenz noch kleiner, so kann aber einem vorbestimmten weiteren
Schwellwert, z.b. annähernd 0 K, ein Alarmsignal erzeugt werden. Gleichzeitig kann
die im Normalen Betriebszustand ruhende Pumpe 21, von der Steuer- oder Regeleinheit
57 in Betrieb gesetzt werden. Zudem können die Mischventile 19 in diesem Fall so angesteuert
werden, dass dem Vorlauf keinerlei erwärmtes Kühlmedium aus dem Rücklauf mehr beigemischt
wird.
[0055] Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform einer Schnittstelleneinheit,
bei der die primärseitigen Vorlauf- und Rücklaufanschlüsse 11, 51, welche mit dem
übergeordneten Kühlsystem verbunden werden, über einen Wärmetauscher 65 mit den weiteren
Komponenten der Schnittstelleneinheit 1 verbunden sind. Komponenten dieser Ausführungsform,
die auch in der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 verwendet sind, sind in Fig.
4 mit übereinstimmenden Bezugsziffern versehen.
[0056] Durch die Verwendung des Wärmetauschers 65 kann innerhalb der Schnittstelleneinheit
1 ein anderes Kühlmedium verwendet werden als das von dem übergeordneten Kühlsystem
(Primärkreislauf) gelieferte Kühlmedium. Zudem gewährleistet der geschlossenen Kühlmittelkreislauf
innerhalb der Schnittstelleneinheit, dass sich Verunreinigungen im Kühlmedium des
übergeordneten Kühlsystems nicht auf die Funktionsfähigkeit der Schnittstelleneinheit
auswirken können.
[0057] Bei dieser Ausführungsform wird das Durchfahren der Taupunkttemperatur nicht durch
das Beimischen von Kühlmedium aus dem Rücklauf zum Kühlmedium des Vorlaufs vermieden,
sondern durch eine geeignete Ansteuerung der Pumpen 21 durch die Steuer- oder Regeleinheit
57 in Form einer Steuerung oder Regelung. Die Pumpen 21 werden dabei abhängig von
der Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufpfad, also beispielsweise abhängig vom Signal
des Temperatursensors 59, und ggf. zusätzlich abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt der
Umgebungsluft so angesteuert, dass die Taupunkttemperatur niemals durchfahren wird.
Die Solltemperatur des Kühlmediums im Vorlaufs kann dabei im einfachsten Fall so gesteuert
oder geregelt werden, dass sie abhängig von der Umgebungstemperatur, die beispielsweise
in Spezialräumen für EDV-Anlagen immer innerhalb enger Grenzen konstant gehalten wird,
um einen vorgegebenen Betrag höher liegt als die Taupunkttemperatur für den ungünstigsten
Fall eines möglichen Wertes für die Luftfeuchtigkeit Wird dagegen die Taupunkttemperatur
mittels eines Temperatursensors und eines Feuchtigkeitssensors laufend oder in vorgegebenen
Abständen bestimmt, so kann die Steuerung oder Regelung der Vorlauftemperatur abhängig
von der tatsächlichen Taupunkttemperatur so erfolgen, dass die Vorlauftemperatur immer
einen ausreichend großen Betrag über der Taupunkttemperatur liegt. Anstelle einer
Ermittlung des Taupunkts aus der Temperatur und Feuchte der Luft, welche mit entsprechende
Sensoren erfasst werden, kann auch ein Taupunktsensor verwendet werden. Dieser kann
beispielsweise aus Kondensationsfühler ausgebildet sein, der mit einer das Kühlmedium
im Verlauf führenden Leitung thermisch verbunden ist. Erreicht die Leitung und damit
der Kondensationsfühler die Taupunkttemperatur, so schlägt sich auf einer hierfür
vorgesehenen Fläche des Fühlers Kondensat nieder. Dieser Niederschlag wird erfasst,
wobei sich auf der Fläche des Fühlers bereits Luftfeuchtigkeit als Kondensat niederschlägt,
wenn die Leitung noch weitgehend vom Niederschlag verschont ist. Die Vorlauftemperatur
kann dann entsprechend rasch soweit erhöht werden, bis die Taupunkttemperatur sicher
überschritten ist.
[0058] Die Steuerung oder Regelung der Vorlauftemperatur kann durch eine geeignete Ansteuerung
der Förderleistung der jeweiligen Pumpe 21 durch die Steuer- oder Regeleinheit 57
erfolgen, beispielsweise durch die Beeinflussung der Pumpendrehzahl. Hierzu müssen
selbstverständlich entsprechend ansteuerbare Pumpen 21 verwendet werden.
[0059] Anstelle einer Ansteuerung der Pumpen oder (generell oder in speziellen Betriebszuständen)
auch zusätzlich hierzu kann auch der primärseitige Massendurchsatz des Kühlmittels,
d.h. der Massendurchsatz des vom übergeordneten Kühlsystem gelieferten Kühlmediums
gesteuert oder geregelt werden. Hierzu kann der Wärmetauscher 65 mit einem steuerbaren
Ventil (nicht dargestellt) verbunden sein, so dass die Steuer- oder Regeleinheit 57
den Massendurchsatz im Primärkreislauf.
[0060] Infolge des geschlossenen Kühlmittelkreislaufs bei der Ausführungsform nach Fig.
4 sind hier zusätzlich Sicherheitseinrichtungen erforderlich, wie die Verwendung eines
Ausdehnungsgefäßes 67 und eines Sicherheitsventils 69. Selbstverständlich kann auch
ein Drucksensor (nicht dargestellt) vorgesehen sein.
[0061] Die Schnittstelleneinheit 1 in den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 und 4
ermöglicht somit, einen flexiblen Anschluss beliebiger Verbrauchereinheiten 61 zwischen
zwei korrespondierenden sekundärseitigen Vorlauf- und Rücklaufanschltissen 31 und
39. Selbstverständlich kann eine grundsätzlich beliebige Anzahl von Vorlauf- und Rücklaufanschlüssen
31, 39 vorgesehen sein. Durch das Sicherstellen einer Temperatur ab einer vorbestimmten
Position innerhalb des Vorlaufleitungssystems 5, die größer ist als die Taupunkt-Temperatur
der Umgebung besteht keine Gefahr, dass sich an den Leitungen zwischen den sekundärseitigen
Vorlauf- und Rücklaufanschlüssen 31 bzw. 39 oder innerhalb der Verbrauchereinheiten
61 Kondensat niederschlägt und zu Störungen bzw. Beschädigungen führt.
[0062] Die Schnittstelleneinheit ist vorzugsweise so kompakt aufgebaut, dass sie in einem
relativ kleinen Gehäuse, beispielsweise einem 19-Zoll-Rack mit vorzugsweise geringer
Bauhöhe, Platz findet. Die Komponenten mit mechanisch bewegten Bauteilen, wie Pumpen,
Ventile, Messaufnehmer etc., sind vorzugsweise so angeordnet, dass sie von der Vorder-
oder Rückseite des Gehäuses her leicht zugänglich und austauschbar sind.
[0063] Die Steuer- oder Regeleinheit 57 kann unter anderem folgende Funktionen ausüben:
[0064] Im Normalbetrieb kann (z.B. werksseitig) eine bestimmte Standard-Vorlauftemperatur,
beispielsweise 16 °C vorgegeben sein, wobei die Steuer- oder Regeleinheit die Mischventile
19 so ansteuert, dass diese Temperatur konstant gehalten wird. Diese Temperatur kann
so gewählt sein, dass sie in den meisten Fällen einerseits eine ausreichende Kühlung
gewährleistet und andererseits bei normalen Umgebungsbedingungen die Taupunkttemperatur
nicht unterschritten wird.
[0065] Sollte während des Betriebs der Schnittstelleneinheit 1 die Taupunkttemperatur der
Umgebung absinken, z.B. infolge einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, und die Temperatur
des Kühlmediums bzw. der dieses führenden Leitungen unterschreiten, so wird dies von
der Steuer- oder Regeleinheit 57 aus dem oder den ihr zugeführten Signalen der betreffenden
Sensoren (z.B. des Taupunktfühlers oder der Sensoren für die Lufttemperatur, die Luftfeuchte
und der Temperatur des Mediums im Vorlauf) erfasst. Die Steuer- oder Regeleinheit
57 steuert dann das oder die Mischventile 19 (Ausführungsform nach Fig. 3) oder das
Ventil im Primärkreislauf (Ausführungsform nach Fig. 4) so an, dass das Kühlmedium
oder die dieses führenden Leitungen die Taupunkttemperatur nicht unterschreiten. Die
jeweils aktive Pumpe 21 kann beispielsweise mit konstanter Förderleistung betrieben
werden.
[0066] Diese Anpassung der Temperatur des Vorlaufs an die Taupunkttemperatur kann bei Verwendung
eines Taupunktfühlers so erfolgen, dass nach dem Detektieren einer die Taupunkttemperatur
unterschreitenden Vorlauftemperatur die Vorlauftemperatur zunächst so weit erhöht
wird, bis sie größer ist als die Taupunkttemperatur. Nach einer vorbestimmten Haltezeit,
während der die Taupunkttemperatur nicht erneut unterschritten wird, kann dann in
den Ausgangszustand zurückgekehrt werden und die Temperatur des Vorlaufs durch eine
entsprechende Ansteuerung des Mischventils bzw. des Ventils im Primärkreislauf wieder
auf die Standard-Vorlauftemperatur abgesenkt werden. Dies führt jedoch zu einem "Takten",
also einem dauernden Erhöhen und Absenken der Vorlauftemperatur, wenn die Standart-Vorlauftemperatur
fortwährend niedriger ist als die normale Taupunkttemperatur.
[0067] Die Steuer- oder Regeleinheit kann die beiden Pumpen 21 auch so ansteuern, dass diese
abwechselnd für bestimmte Betriebszeiten aktiviert werden. Beispielsweise kann täglich
zu einer festen Zeit jeweils die andere Pumpe 21 für den folgenden Tag aktiviert werden.
Zur Sicherheit kann jeweils eine geringfügige zeitliche Überlappung von beispielsweise
einer Minute vorgesehen werden, während der beide Pumpen arbeiten. Während dieser
Überlappungsphase kann die Steuer- und Regeleinheit bei der Ausführungsform nach Fig.
3 die beiden Mischventile 19 in gleicher Weise ansteuern.
[0068] Stellt die Steuer- oder Regeleinheit 57 durch die Auswertung der Signale der Temperatursensoren
59 bzw. 63 im Vorlauf bzw. Rücklauf fest, dass die Rilcklauftemperatur weniger als
um einen vorgegebenen, geringfügigen Betrag, z.B. 2 K, höher ist als die Vorlauftemperatur
(Temperatur-Spreizung), so kann ein Warnsignal erzeugt werden, welches beispielsweise
zur Erzeugung einer akustischen oder optischen Warnung verwendet werden kann. Der
Grund für eine derart geringe Temperatur-Spreizung kann z.B. darin liegen, dass die
eine oder mehreren Verbrauchereinheiten 61cinc geringere Wärmemenge an das Kühlmedium
abgeben, als die im Normalbetrieb zu erwarten wäre. Handelt es sich bei den Verbrauchercinheiten
61 um Schränke für Elektronikeinbauten, bei denen die Innenluft gekühlt wird, so kann
ein derartiger Zustand auftreten, wenn vergessen wird, den Schrank nach einem Öffnen
wieder zu schließen.
[0069] Anstelle oder zusätzlich zum Temperatursensor 63 im gemeinsamen Rücklauf können auch
Temperatursensoren (nicht dargestellt) jeweils im Rücklaufzweig zu einer, mehreren
oder allen Verbrauchereinheiten 61 vorgesehen sein, d.h im betreffenden Zweig der
Rücklaufsammlereinheit 35. Die Steuer- oder Regeleinheit kann dann durch die Auswertung
dieser Sensorsignale und des Signals des Temperatursensors 59 im gemeinsamen Vorlauf
feststellen, welche Verbrauchereinheit 61 eine gegenüber dem Normalbetrieb zu geringe
Wärmemenge abgibt.
[0070] Stellt die Steuer- oder Regeleinheit 57 fest, dass die Temperaturspreizung gleich
Null oder kleiner als eine nahe an Null liegende Schranke ist, so kann sie beide Pumpen
21 einschalten, um einen möglichst großen Massenstrom für das Kühlmedium zu erzeugen
und/oder das Mischventil 19 (falls weiterhin nur eine Pumpe 21 betrieben wird) bzw.
die Mischventile 19 (falls beide Pumpen 21 eingeschaltet werden) so ansteuern, dass
kein Beimischen von Medium aus dem Rücklauf erfolgt, um die Kühlmitteltemperatur im
Vorlauf möglichst niedrig zu halten. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 muss das
Ventil im Primärkreislauf ganz geöffnet werden, so dass entsprechend eine möglichst
geringe Temperatur des Kühlmittels im Sekundärkreislauf erzeugt wird.
[0071] Stellt die Steuer- oder Regeleinheit 57 dann immer noch keine Spreizung fest, so
kann hieraus geschlossen werden, dass entweder die Verbrauchereinheit(en) 61 keine
Energie erzeugt, die abgeführt werden müsste oder dass Energie erzeugt, jedoch auf
andere Weise abgeführt wird, beispielsweise weil die eine oder mehreren Schranktüren
des zu kühlenden Verbrauchers, beispielsweise Racks, offen sind. Es kann dann ein
entsprechendes Warn- oder Fehlersignal erzeugt und ggf. eine entsprechende Warnung
oder Fehlermeldung ausgegeben werden.
[0072] Wird nach dem Einschalten der zweiten Pumpe und/oder dem Absenken der Vorlauftemperatur
eine bezogen auf die Vorlauftemperatur (geringfügig) höhere Rücklauftemperatur festgestellt
bzw. eine gegenüber dem Zustand im Normalbetrieb größere Temperatur-Spreizung, so
kann darauf geschlossen werden, dass doch eine, wenn auch geringe Wärmemenge abzuführen
ist. Demzufolge muss dann ggf. kein Fehlersignal, sondern allenfalls eine Warnung
ausgegeben werden.
[0073] Im Anschluss an diesen Testbetrieb zur Ermittlung eines möglichen Fehlers kann dann
wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt werden.
[0074] Stellt die Steuer- oder Regeleinheit fest, dass die Rücklauftemperatur zu hoch ist
(beispielsweise größer als 30 °C), so kann sie die Mischventile 19 (Ausführungsform
nach Fig. 3) bzw. das steuerbare Ventil zur Beeinflussung des Massenstroms des vom
übergeordneten Kühlsystem gelieferten Kühlmediums so ansteuern, dass die Vorlauftemperatur
möglichst gering ist, um Schäden durch zu hohe Temperaturen in den Verbrauchereinheiten
61 zu vermeiden. In diesem Fall kann auch eine Unterschreitung des Taupunkts (kurzzeitig)
zugelassen werden.
[0075] Zusätzlich oder stattdessen kann die Steuereinheit auch die Pumpenleistung auf einen
Maximalwert erhöhen oder die zweite, redundante Pumpe 21 einschalten, um den Massenstrom
des Kühlmittels und damit die maximal abführbare Wärmeleistung zu erhöhen.
[0076] Auch in diesem Fall kann ein entsprechendes Felder- oder Warnsignal erzeugt und eine
entsprechende Warnung oder Fehlermeldung ausgegeben werden.
1. Schnittstelleneinheit zum Zuführen und Abführen eines Kühlmediums zu und von wenigstens
einer Verlustwärme erzeugenden, zu kühlenden Verbrauchereinheit,
a) mit einem primärseitigen Vorlaufanschluss (11) für das Zuführen des Kühlmediums
von einem übergeordneten Kühlsystem,
b) welcher über ein Vorlaufleitungssystem (5) mittelbar oder unmittelbar mit einer
Vorlaufverteilereinheit (27) verbunden ist, welche wenigstens einen sekundärseitigen
Vorlaufanschluss (31) zur Verbindung mit dem Vorlaufanschluss einer Verbrauchereinheit
(61) aufweist,
c) mit einem primärseitigen Rücklaufanschluss (51) für das Abführen des Kühlmediums
zu dem übergeordneten Kühlsystem,
d) welcher über ein Rücklaufleitungssystem (7) mittelbar oder unmittelbar mit einer
Rücklaufsammlereinheit (35) verbunden ist, welche wenigstens einen sekundärseitigen
Rücklaufanschluss (39) zur Verbindung mit dem Rücklaufanschluss der betreffenden Verbrauchereinheit
(61) aufweist,
e) mit wenigstens einer im Vorlaufleitungssystem (5) oder Rücklaufleitungssystem (7)
angeordneten Pumpe (21) zur Erzeugung eines Differenzdrucks zwischen dem Kühlmedium
in der Vorlaufverteilereinheit (27) und dem Kühlmedium in der Rücklaufverteilereinheit
(35) und
f) mit Mitteln (55a, 55b, 19, 57, 59) zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums
im Vorlaufleitungssystem (5) derart, dass das Kühlmedium ab einer vorbestimmten Position
des Vorlaufleitungssystems (5), in Strömungsrichtung des Kühlmediums gesehen, an keiner
Position des sich an die vorbestimmte Position anschließenden Teils des Vorlaufleitungssysterns
(5) die Taupunkt-Temperatur der Umgebungsluft unterschreitet.
2. Schnittstelleneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums ein Ventil (19)
und Leitungsabschnitte (55a, 55b) umfassen, mit welchen ein vorbestimmter oder vorbestimmbarer
Teil des wärmeren Kühlmediums aus dem Rücklaufleitungssystem (7) in das Vorlaufleitungssystem
(5) eingespeist wird.
3. Schnittstelleneinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (19) als ansteuerbares Ventil ausgebildet ist.
4. Schnittstelteneinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums einen im Vorlaufleirungssystem
angeordneten Temperatursensor (59) umfassen sowie eine Steuer- oder Regeleinheit (57),
welche das ansteuerbare Ventil (19) so ansteuert, dass die Bedingung nach Merkmal
f) des Anspruchs 1 erfüllt ist
5. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums einen Wärmetauscher
umfassen, welcher sekundärseitig von dem zu erwärmenden Kühlmedium im Vorlaufleitungssystem
(5) durchflossen ist und dem primärseitig ein wärmeres Kühlmedium zugeführt ist.
6. Schnittstelleneinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wärmere Medium das im Rücklaufleitungssystem (7) geführte Kühlmedium ist.
7. Schnittstelleneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums eine in ihrer Förderleistung
ansteuerbare Pumpe (21) umfassen.
8. Schnittstelleneinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Steuern oder Regeln der Temperatur des Kühlmediums einen im Vorlaufleitungssystem
angeordneten Temperatursensor (59) umfassen sowie eine Steuer- oder Regeleinheit (57),
welche die Pumpe (21) so ansteuert, dass die Bedingung nach Merkmal f) des Anspruchs
1 erfüllt ist.
9. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der primärseitige Vorlaufanschluss (11) und der primärseitige Rücklaufanschluss (51)
mit einem Wärmetauscher (65) verbunden sind, welcher den Kreislauf des Kühlmediums
innerhalb der Schnittstelleneinheit (1) vom Kreislauf des vom übergeordneten Kühlsystem
gelieferten Kühlmediums trennt.
10. Schnittstelleneinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Pfad zwischen dem primärseitigen Vorlaufanschluss (11) und dem primärseitigen
Rücklaufanschluss (51) des Wärmetauschers (65) ein steuerbares Ventil zur Steuerung
des Massenstrom des vom übergeordneten Kühlsystem gelieferten Kühlmediums vorgesehen
ist.
11. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Vorlaufleitungssystems (5) in Strömungsrichtung vor der vorbestimmten
Position derart isoliert ist oder aus einem Material besteht, das ausreichende Isoliereigenschaften
besitzt, dass an der äußeren Materialoberfläche oder der Isolierung dieses Teils des
Vorlaufleitungssystems (5) die Taupunkt-Temperatur der Umgebungsluft nicht unterschritten
wird.
12. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Pumpe (21) im Vorlaufleitungssystem (5) angeordnet ist.
13. Schnittstelleneinheit nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle hinsichtlich eines Ausfalls kritischen Elemente, insbesondere Pumpen (21) und
ansteuerbare Ventile (19), redundant, insbesondere doppelt vorhanden sind.
14. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem, mehreren oder allen sekundärseitigen Rücklaufanschlüssen (39) jeweils ein
Regelventil (37) vorgesehen ist, welches den Massenstrom des Kühlmediums im Pfad zu
und von der betreffenden Verbrauchereinheit (61) so regelt, dass die Temperatur des
Kühlmediums an dem betreffenden sekundärseitigen Rücklaufanschluss (39) im Wesentlichen
auf einen vorgegebenen Wert konstant gehalten wird.
15. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem, mehreren oder allen sekundärseitigen Vorlaufanschlüssen (39) jeweils ein
Ventil vorgesehen ist, welches den Massenstrom des Kühlmedium durch die betreffende
Verbrauchereinheit (61) begrenzt.
16. Schnittstelleneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelleneinheit (1) ein Gehäuse (3) aufweist und als selbständig einsetzbare
Schnittstelleneinheit ausgebildet ist.
17. Verfahren zum Zuführen und Abführen eines Kühlmediums zu und von wenigstens einer
Verlustwärme erzeugenden, zu kühlenden Verbrauchereinheit
a) mit einem primärseitigen Vorlaufanschluss (11) für das Zuführen des Kühlmediums
von einem übergeordneten Kühlsystem,
b) welcher über ein Vorlaufleitungssystem (5) mittelbar oder unmittelbar mit einer
Vorlaufverteilereinheit (27) verbunden ist, welche wenigstens einen sekundärseitigen
Vorlaufanschluss (31) zur Verbindung mit dem Vorlaufanschluss einer Verbrauchereinheit
(61) aufweist,
c) mit einem primärseitigen Rücklaufanschluss (51) für das Abführen des Kühlmediums
zu dem übergeordneten Kühlsystem,
d) welcher über ein Rücklaufleitungssystem (7) mittelbar oder unmittelbar mit einer
Rüchlaufsammlereinheit (35) verbunden ist, welche wenigstens einen sekundärseitigen
Rücklaufanschluss (39) zur Verbindung mit dem Rücklaufanschluss der betreffenden Verbrauchereinheit
(61) aufweist,
e) mit wenigstens einer im Vorlaufleitungssystem (5) oder Rücklaufleitungssystem (7)
angeordneten Pumpe (21) zur Erzeugung eines Differenzdrucks zwischen dem Kühlmedium
in der Vorlaufverteilereinheit (27) und dem Kühlmedium in der Rücklaufverteilereinheit
(35)
f) wobei die Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystem (5) derart gesteuert
oder geregelt wird, dass das Kühlmedium ab einer vorbestimmten Position des Vorlaufleitungssystems
(5), in Strömungsrichtung des Kühlmediums gesehen, an keiner Position des sich an
die vorbestimmte Position anschließenden Teils des Vorlaufleitungssystems (5) die
Taupunkt-Temperatur der Umgebungsluft unterschreitet.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung oder Regelung der Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystem
(5) dem vom übergeordneten Kühlsystem gelieferten Kühlmedium ein Teil des im Rücklaufleitungssystem
(7) geführten Kühlmediums beigemischt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung oder Regelung der Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystem
(5) dem darin geführten Kühlmedium Wärmeenergie aus dem im Rücklaufleitungssystem
(7) geführten Kühlmediums zugeführt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wärmetauscher verwendet wird, der sekundärseitig mit dem Vorlaufleitungssstem
(5) und dem Rücklaufleitungssystem (7) verbunden ist und dem primärseitig das vom
übergeordneten Kühlsystem gelieferte Kühlmedium zugeführt wird, wobei zur Steuerung
oder Regelung der Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssystcm (5) der Massenstrom
des übergeordneten Kühlsystem gelieferten Kühlmedium gesteuert oder geregelt wird.
21. Schnittstelleneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regeleinheit (57) eine Prozessoreinheit umfasst, mit welcher ein
Computerprogramm zur Steuerung der Mittel (55a, 55b, 19, 57, 59) zum Steuern oder
Regeln der Temperatur des Kühlmediums im Vorlaufleitungssstem (5) ausgeführt wird,
wobei das Computerprogram so beschaffen ist, dass bei dessen Ausführung die Funktionen
der Schnittstelleneinheit (1) und Verfahrensschritte nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche verwirklicht werden.
22. Computerprogrammprodukt für eine Schnittstelleneinheit nach Anspruch 21, auf einen
Datenträger aufgezeichnet, welches Programmcodemittel aufweist, die so beschaffen
sind, dass bei Ausführen der Programmcodemittel mittels der Prozessoreinheit die Funktionen
der Schnittstelleneinheit (1) und Verfahrensschritte nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 20 verwirklicht werden