[0001] Die Erfindung betrifft eine neue Art eines drucklosen Plattenheizkörpers, der mit
Flüssigkeit befüllt wird und auf ähnliche Weise wie die üblichen Plattenheizkörper
angefertigt wird, jedoch mit einer Blechstärke von 0,4 bis 0,8 mm.
Die üblichen Plattenheizkörper werden heute in der ganzen Welt auf ähnliche Weise
aus 1,0-1,25 mm dickem Blech angefertigt und müssen den Druck von 15 bar aushalten.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist , daß man am bestehenden Konzept der üblichen
Plattenheizkörperproduktion Unwesentliches verändert und dabei aber eine neue Art
von Plattenheizkörpern produziert, die aus dünnem Blech (0,4- 0,8 mm) angefertigt
werden und dabei den Betriebsdruck von 70 bar aushalten können.
Durch die Umgestaltung der Produktion auf die neue Art der Plattenheizkörper werden
keine große Einbußen der Heizleistung verursacht. Die Umstellung auf die neue Produktionsform
ermöglicht es, weltweit millionen Tonnen an Stahlblech zu sparen.
Im Sinne dieser Erfindung wird die Lösung gegeben, wie man prinzipiell unter der Einbeziehung
der Gesetze der Strömungsdynamik und der Wärmeübertragung eine Heizschlange in die
bestehende Konfiguration einer üblichen Heizplatte einbaut und damit verbunden die
höchste Wärmeleistung bei einer Heizplatte erzielt.
[0002] Unter Einbeziehung des Standes der Technik gemäß der Erfindung DE 27 30 541 A vom
12.01.78 im weiteren (D1),der Erfindung DE 196 53 440 A 1 vom 25.06.1998 im weiteren
(D2), der Erfindung EP 0 807 795 A2 vom 19.11.1997 im weiteren (D3), der Erfindung
EP 0 807 795 A3 vom 10.02.1999 im weiteren (D4) und der Erfindung WO 02/50479 A1 vom
27.06.2002 im weiteren (D5), werden die vorgeschlagenen Lösungen der Lösung gemäß
dieser Erfindung gegenüber gestellt und dabei werden die Merkmale der neuen Erfindung
dargestellt. Die praktische Realisierung der neuen Idee wird dabei in den Vordergrund
gestellt.
In der Patentschrift D1 ist das Prinzip des Heizkörpers mit darin eingebautem Wärmetauscher
auf die Weise gegeben, daß ein hermetisch verschlossener hohler Heizkörper unter Unterdruck
steht und mit der Verdampfungsflüssigkeit befüllt ist. Im Bereich seines unteren Randes
ist ein Leitungsrohr als Wärmetauscher eingebaut. Die Wärme aus dem Heizungskreislauf
wird über das Leitungsrohr an die Füllflüssigkeit übertragen und dabei verdampft die
Füllflüssigkeit. Diese Patentlösung ist im Grunde unterschiedlich von der Lösung gemäß
der neuen Erfindung. Die Lösung gemäß der neuen Erfindung betrachtet zum einen die
Möglichkeit, daß das Wärmeübertragungsmedium im hohlen Heizkörper die Füllflüssigkeit
ist (die ist drucklos) und zum anderen wird die Idee gegeben, wie in den Heizplatten
der üblichen Produktion eine Rohrschlange eingebaut werden kann und dabei die optimalen
Wärmeübergangskoeffizienten und die optimale Strömungsdynamik erreicht werden können.
[0003] In der Patentschrift D2 ist die Lösung auf die Weise gegeben, daß eine Rohrschlange
durch den hohlen Heizkörper (bevorzugt aus Kunstoff) durchgezogen wird, wobei sich
in einer Variante die Rohrschlange im Heizkörper über die ganze Länge und über die
ganze Höhe der Heizplatte erstreckt (gleichmäßig aufgelegt). In einer anderen Variante
wird die Heizschlange im unteren Randkanal des Heizkörpers eingebaut, dabei ist vorgesehen,
daß der hohle Heizkörper mit Flüssigkeit befüllt wird, die als Wärmeübertragungsmedium
dient. Es ist charakteristisch bei dieser Erfindung, daß sich die Rohrschlange über
die ganze Länge des Heizkörpers erstreckt, was dazu führt, daß sich immer am oberen
Rand des Heizkörpers ein "warmes Polster" ausbildet, so daß keine Zirkulationsbewegung
der Füllflüssigkeit in der Heizplatte zustande kommt .Das Merkmal dieser Erfindung
(D2) ist auch, daß keine Möglichkeit vorgesehen ist , die Rohrschlange in die übliche
Heizplatte einzubauen.
Die Zirkulationsbewegung der Füllflüssigkeit ist wegen der effizienten Wärmeübertragung
unbedingt notwendig. Bekanntlich hängt der Wärmeübergangskoeffizient von der Rohrschlange
an die Füllflüssigkeit (entweder um das Rohr oder entlang des Rohres) ab. Wenn sich
, gemäß der Erfindung in D2 die Füllflüssigkeit in den oberen Schichten auf die Temperatur
abkühlt, die niedriger als die Temperatur in den unteren Schichten der Heizplatte
liegt, dann beginnt die abfallende Bewegung der Füllflüssigkeit von oben nach unten
hin und es kommt dabei zur Vermischung des aufsteigenden mit dem abfallenden Strom
der Füllflüssigkeit. Dies führt zum Erliegen der Zirkulationsbewegung der Füllflüssigkeit.
[0004] Die Patentlösungen in den Patentschriften D3, D4 und D5 sind ähnlich der Patentlösung
in der Patentschrift D1 und davon abgesehen unterscheiden sich diese Patentlösungen
grundsätzlich von der Grundidee, die Gegenstand der vorliegenden neuen Patentanmeldung
ist.
Um die praktische Realisierung der vorgeschlagenen Lösung in der Patentschrift D2
zum Stand der Technik zu bringen, wird es erforderlich, durch die Einbeziehung der
physikalischen Gesetze die gegenständliche Lösung dieser neuen Patentanmeldung anzumelden
und zwar, wie ein Heizelement in einer üblichen Heizplatte eingebaut werden muß, um
die optimale Strömungsdynamik und damit verbunden, die maximalen Wärmeübergangskoeffizienten
erzielen zu können.
Um eine ausreichende Zirkulationsbewegung der Füllflüssigkeit in der Heizplatte erreichen
zu können, muß die Heizplatte auf den "warmen" und den "kalten" Bereich aufgeteilt
werden. Unter dem "warmen" Bereich versteht sich der Flächenanteil der Heizplatte,
in dem das Heizelement eingebaut ist (in diesem Bereich bildet sich eine aufsteigende
Strömung) und unter dem "kalten" Bereich versteht sich der Flächenanteil der Heizplatte,
in dem kein Heizelement plaziert ist (in diesem Bereich bildet sich eine abfallende
Strömung). Die aufsteigende und die abfallende Strömung müssen voneinander, entweder
durch die vorhandenen Einprägungen in der bestehenden Heizplatte oder durch die speziell
dafür vorgesehenen Einbauten (z.B. U-Profile, L-Profile oder Flachprofile) getrennt
werden. Zum anderen müssen die Strömungswiderstände bei der Zirkulationsbewegung der
Füllflüssikgeit auf dem Minimum gehalten werden, damit die Strömungsgeschwindigkeit
der Füllflüssigkeit um das Heizelement herum ausreichend groß wird, damit der Wärmeübertragungskoeffizient
vom Heizelement auf die Füllflüssigkeit groß genug erhalten bleibt. Die Berechnungen
zeigen, daß die Verwendung der Heizkörper mit indirekter Beheizung nur dann einen
Sinn hat, wenn der Wärmeübertragungskoeffizient vom Heizelement an die Füllflüssigkeit
in der Grössenordnung um 600W/m
2K liegt. Daraus geht hervor, daß die Flächenanteile der Heizplatte mit aufsteigender
Strömung und die Flächenanteile der Heizplatte mit abfallender Strömung in einem bestimmten
Verhältnis zueinander stehen müssen. Ebenso muß die Heizfläche des Heizelementes zur
Aussenfläche der Heizplatte in einem bestimmten Verhältnis stehen.
[0005] Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist, auf die gegenseitigen Einflüsse aufmerksam
zu machen und gleichzeitig eine neue Lösung zu geben, wie man ein Heizelement in einem
bestehenden Heizkörper einbauen muß, um seine praktische Realisierung zu verwirklichen.
Um die Vorteile des neuen Konzeptes gegenüber den üblichen Heizkörpern zum Ausdruck
zu bringen liegt es nah, die Strömungsvorgänge bei einem üblichen Heizkörper näher
zu erläutern.
Bei herkömmlichen Heizkörpern strömt das Heizungswasser durch die senkrechten Kanäle
von oben nach unten. Je weiter die senkrechten Kanäle von der Eintrittsstelle (Heizungsvorlauf)
entfernt sind, desto größer sind die Strömungswiderstände und dem entsprechend strömt
von Kanal zu Kanal eine immer kleinere Durchflußmenge des Heizungswassers. Dies führt
dazu, daß sich die Temperaturprofile über die Längsrichtung der Heizplatte unterscheiden
und damit der Wärmeübertragungskoeffizient von der Heizplatte an die Raumluft immer
kleiner über die Plattenlänge wird [da der Wasserwert (mxCp) von Kanal zu Kanal immer
kleiner wird].
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden wegen der gleichmäßigen Zirkulationsströmung
der Füllflüssigkeit über die Höhe und über die Länge der Heizplatte die Wärmeübergangsverhältnisse
über die ganze Länge der Heizplatte ausreichend konstant gehalten. Dies hat zur Folge,
daß der stationäre Zustand in einer Heizplatte gemäß der neuen, gegenständlichen Erfindung
sehr rasch erreicht wird.
Die Schlußfolgerung daraus ist, daß der Vorteil bei diesem Konzept auf eine andere
Weise genutzt werden muß, auf Grund der Tatsache, daß die Wärmeübertragung von der
Flüssigkeit (Heizungswasser in der Rohrschlange) auf die Flüssigkeit(Füllflüssigkeit
in der Heizplatte) in der Größenordnung 50 bis 100 mal größer ist als von der Flüssigkeit
auf die Luft. Die Berechnungen zeigen, daß wenn der Wärmeübergangskoeffizient von
der Heizschlange auf die Füllflüssigkeit in der Heizplatte in der Größenordnung um
600 W/m
2K liegt, der Vorteil des vorgeschlagenen Konzeptes offensichtlich ist.
Um diese Größenordnung des Wärmeübergangskoeffizienten erreichen zu können, muß die
Strömungsgeschwindigkeit der Füllflüssigkeit um die Rohrschlange einen bestimmten
Wert erreichen. Die Strömungsgeschindigkeit der Füllflüssigkeit ist widerum abhängig
von der Zirkulationsbewegung der Füllflüssigkeit in der Heizplatte. Die Zirkulationsbewegung
kann nur dann hervorgerufen werden, wenn eine bestimmte Strömungsdynamik in der Heizplatte
erfüllt ist. Um die günstige Strömungsdynamik in der Heizplatte zu sichern, muß die
Heizplatte auf den "warmen Bereich" und auf den "kalten Bereich" aufgeteilt werden.
Unter dem "warmen Bereich" versteht sich der Anteil der Fläche, in dem die Heizschlange
eingebaut ist und unter dem "kalten Bereich" wird der Anteil der Heizplattenfläche
ohne Rohrschlange verstanden.
[0006] Bei einer üblichen Heizplatte zeigt es sich als optimale Lösung, die Rohrschlange
in jeder zweiten Einprägung der Heizplattenschale zu verlegen, so daß die Einprägungen
in denen die Rohrschlange eingebettet ist die Kanäle darstellen, in denen sich eine
aufsteigende Strömung bildet und in den "rohrleeren" Kanälen sich eine absteigende
Strömung (kalte Säule) bildet. Dabei ist wichtig zu beachten, daß die warme und die
kalte Säule voneinander getrennt werden müssen , damit es nicht zur Vermischung des
warmen und des kalten Stromes kommt. Falls es zur Vermischung der beiden Ströme kommen
würde, kommt die Zirkulationsbewegung der Füllflüssigkeit zum Erliegen und die Wärmeübertragung
von der Heizschlange auf die Füllflüssigkeit kommt zum Einbruch. In diesem Fall verliert
das Konzept seinen Sinn.
[0007] Die Berechnungen zeigen, daß der "warme Bereich" und der "kalte Bereich" in einem
bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen, um eine optimale Zirkulationsbewegung
der Füllflüssigkeit zu sichern. Laut Berechnungen soll dieses Verhältnis im Rahmen
von (3 - 4,5) :1 liegen.
[0008] Hierzu kommt noch die Anforderung, daß die Heizleistung der Heizplatte so hoch wie
möglich ist. Da diese beiden Bedingungen widersprüchlich sind, besteht in jedem Fall
eine optimale Lösung, die die beiden Bedingungen erfüllt. Berechnungen zeigen, daß
das Verhältnis der Heizfläche der Heizplatte zu der Heizfläche der Rohrschlange (3,5
- 5) : 1 betragen soll.
[0009] Im Sinne dieser Erfindung ist es, daß die Rohrschlange aus Rohr ∅ 10 x 0,5 mm aus
Stahl, Kupfer, VA, Aluminium oder aus einem anderem gut wärmeleitendem Material verwendet
wird. Dieses Rohr kann einen Druck bis 70 bar aushalten, womit die Möglichkeit gegeben
ist diese Heizkörper in Hochhäusern einzusetzen und besonders zu erwähnen ist, daß
diese Heizkörper dort eingesetzt werden können wo aggressive Medien in der Heizungsanlage
präsent sind. Man kann zwar die Rohrschlange mit anderen Durchmessern einsetzen, dabei
sind aber wieder zwei widersprüchliche Forderungen gestellt, zum einen der Strömungswiderstand
in der Rohrschlange (dem entsprechend soll die Rohrschlange einen größeren Durchmessr
haben) und zum anderen die Dicke der üblichen Heizplatte die üblicherweise auf 16
-20 mm begrenzt ist.
Um die Zirkulationsbewegung der Füllflüssigkeit in der Heizplatte aufrecht zu erhalten
ist es wichtig, daß im aufsteigendem Kanal der Kanalquerschnitt genug groß ist, damit
die Strömungswiderstände niedrig gehalten werden können. Dabei ist auch wichtig, daß
die Querschnittverhältnisse, d.h. Kanalquerschnitt zum Rohrquerschnitt in einem bestimmten
Verhältnis zu einander stehen müssen, um oben genannte Forderungen erfüllen zu können.
Die Berechnungen zeigen, daß dieses Verhältnis im Rahmen (1,7 - 2,5) : 1 liegen muß.
[0010] Es stellt sich gleich die Frage: Warum braucht man so etwas? Die Antwort dafür ergibt
sich ganz deutlich. Die Schale bei der üblichen Heizplattenproduktion wird aus Blech
(1,2-1,25 mm) angefertigt. Die zwei Schalen (eine Heizplatte) mit der Abmessung 600
mm x 1000 mm wiegen ca. 11,52 kg - 12 kg.
Nach dem Konzept der vorliegenden Erfindung, d.h. eine Heizplatte mit eingebauter
Rohrschlange gemäß den vorgenannten Erläuterungen, kann die Schale aus Blech 0,5 mm
angefertigt werden und dem entsprechend wiegt eine Heizplatte nur 4,8 kg.
Beispielsweise wird für eine Heizplatte (1000x600mm) eine Rohrschlange von ca. 10
-12m Länge erforderlich, die aus aus Rohr Ø 10 x 0,5mm angefertigt wird. Das Gewicht
der Rohrschlange beträgt 1,19 kg und somit beträgt das Gesamtgewicht der Heizplatte
5,99 kg - 6 kg.
Wenn man davon ausgeht, daß in einer üblichen Heizplatte mit der Wanddicke 0,5 mm,
die Rohrschlange eingebaut wird, ist es leicht auszurechnen, daß man pro Heizkörper
12kg an Stahlblech spart.
In Anbetracht der auf dem Weltmarkt ansteigenden Stahlpreise, bietet sich die neue
Lösung als ausgezeichnete Möglichkeit für eine wirtschaftliche Herstellung von Plattenheizkörpem.
Die andere Möglichkeit ist, die Rohrschlange in "Queranordnug" zu gestalten, z.B.
die Rohre in horizontaler Anordnung einzubauen, wobei die Höhe der Rohrschlange ca.
die halbe Höhe der Heizplatte annimmt. An den beiden Enden der Rohrschlange sind jeweils
ein "U-Profil" angebracht um die Schwerkraftströmungen in dem aufsteigenden und in
dem abfallenden Bereich voneinander zu trennen, damit nicht eine Vermischung der Teilströme
auftritt.
[0011] Als eine "Untervariante" dieser Lösung besteht die Möglichkeit, daß die Rohrschlange
nur in einer Hälfte der Heizplatte angebracht wird, wobei die "warme Hälfte"- (die
Hälfte der Heizplatte in der die Rohrschlange aufgelegt ist) von der "kalten Hälfte"
mittels eines "U-Profils"oder eines "L-Profils" voneinander getrennt sind, damit die
kalte und die warme Strömung nicht miteinander vermischt werden.
[0012] Um die Schale zu versteifen, sind über die ganze Schalenoberfläche Einprägungen vorgesehen,
die durch das Punktschweißen die beiden Schalen zusammenhalten.
[0013] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Plattenheizkörper mit eingebauter Rohrschlange
aus einem Rohr, das in versetzter Anordnung (in jedem zweiten Kanal ist das Rohr eingelegt)
eingelegt ist.
Fig.1A zur Verdeutlichung der Fig.1
Fig.1B zur Verdeutlichung der Fig.1
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze mit eingebauter Rohrschlange bis zu einer bestimmten Länge der
Heizplatte, jedoch sind die Rohre in jedem Kanal eingelegt
- Fig. 3
- eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Plattenheizkörpers mit eingebauter Rohrschlange
in horizontaler Ausführung. Die Rohrschlange ist bis zu einer bestimmten Länge und
bis zur einen bestimmten Höhe des Plattenheizkörpers eingebaut. Der Flächenanteil
des Plattenheizkörpers der nicht mit der Rohrschlange bedeckt ist, dient als absteigender
Teil bei der Gravitationsströmung innerhalb der Heizplatte.
Fig.3A zur Verdeutlichung der Fig.3
Fig.3B zur Verdeutlichung der Fig.3
- Fig.4
- eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Plattenheizkörpers mit eingebauter Rohrschlange
in horizontaler Ausführung. Die Rohrschlange ist über die ganze Höhe und bis zu einer
bestimmten Länge des Plattenheizkörpers eingebaut. Der Teil der Fläche des Plattenheizkörpers
der nicht mit der Rohrschlange bedeckt ist, dient als absteigender Teil bei der Gravitationsströmung
innerhalb der Heizplatte.
- Fig.5
- Gemäß der Fig.5 ist die Möglichkeit dargestellt, daß die Rohrschlange an den beiden Enden der Heizplatte
angebracht ist, d.h. in der Mitte der Heizplatte ist die abfallende Strömung und an
den Enden der Heizplatte die aufsteigende Strömung. Mittels der U-Profile, die an
den beiden Enden der Rohrschlange angebracht sind wird verhindert, daß es zur Überlagerung
der aufsteigenden und absteigenden Strömung kommt.
- Fig.6
- Gemäß Fig.6 ist die Gestaltung eines Plattenheizkörpers aus zwei Heizplatten und zwei Lamellen
dargestellt, wobie die Lamellen von der Innenseite der Heizplatten durch Punktschweißen
befestigt sind, sowie mit Befüllungs- und Verschlußschrauben und mit Versteifungsblechen
versehen.
Fig.6A zur Verdeutlichung der Fig.6
Fig.6B zur Verdeutlichung der Fig. 6
Fig. 6C zur Verdeutlichung der Fig. 6
Fig. 6D zur Verdeutlichung der Fig. 6
[0014] Gemäß
Fig. 1 ist die Rohrschlange so angeordnet, daß das Heizrohr
17 in jedem zweiten Kanal
18 eingelegt ist. Die Kanäle
18 sind aufsteigend, da das Umlaufwasser vom Heizrohr
17 aufgewärmt wird und hoch steigt. Durch die Abkühlung des Wassers in den absteigenden
Kanälen
19 wird eine zirkulierende Bewegung des Wassers in der Heizplatte hervorgerufen, auf
die Weise, daß immer wechselweise ein Kanal
18 aufsteigend und ein Kanal
19 daneben absteigend ist. Diese Lösung bietet eine hervorragende Möglichkeit bei der
Heizkörperproduktion, die Heizkörper aus dünnem Blech zu produzieren und dabei braucht
man an der Produktionslinie kaum etwas zu ändern. Es müssen nur die extra nach Maß
angefertigten Rohrschlangen zwischen zwei Schalen eingelegt und die Heizplatte durch
das Punkt- und Nahtschweißen verschlossen werden. Das Einsparpotential an Material
bei einer solchen Ausführung ist enorm.
[0015] Gemäß
Fig.2 ist die Rohrschlange bis zu einer bestimmten Länge der Heizplatte eingebaut, wobei
in jedem Kanal
18 das Heizrohr
17 eingelegt ist und der ganze, mit Rohrschlange bedeckte Bereich als aufsteigend gilt
und der rohrleere Bereich
19 gilt als absteigend. Dadurch wird eine zirkulierende Bewegung des Wärmeübertragungsmediums
(z.B. Wasser vermischt mit Kälteschutzmittel) über die Höhe der Heizplatte hervorgerufen.
[0016] Gemäß
Fig.3 ist die Möglichkeit dargestellt, daß die Schalen nicht mit eingeprägten Kanälen angefertigt
werden, sondern mit runden (kreisförmigen) Einprägungen
(Fig.3A) die ermöglichen, daß die beiden Schalen miteinander durch Punktschweißen fest verbunden
werden und die Heizspirale in horizontaler Anordnung zwischen den beiden Schalen eingebaut
wird. Die Einprägungen
20 halten die Spirale fest und positionieren die Spirale. An den beiden Enden der Rohrschlange
sind die U-Profile
21 angebracht, die verhindern, daß sich der aufsteigende und der abfallende Strom
19a vermischen und dabei die Zirkulationsbewegung des Wassers beeinträchtigt wird. An
den Oberflächen der Heizplatte können die Lamellen durch Punktschweißen angebracht
werden, welche die Wärmeübertragung nach Außen hin intensivieren. Bei dieser Variante
ist die Heizplatte teils über die Höhe mit der Rohrschlange bedeckt und teils über
die Länge. Auf diese Weise ist die gesamte Heizplattenfläche auf die Heiz- und Kühlfläche
aufgeteilt.
[0017] Gemäß
Fig.4 ist eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Plattenheizkörpers mit eingebauter Rohrschlange
in horizontaler Ausführung dargestellt. Die Rohrschlange ist über die ganze Höhe und
bis zu einer bestimmten Länge des Plattenheizkörpers eingebaut. Der Flächenanteil
des Plattenheizkörpers, der nicht mit der Rohrschlange bedeckt ist, dient als absteigender
Teil
19a.
Bei der Gravitationsströmung innerhalb der Heizplatte ist die Rohrschlange bis zu
einer bestimmten Länge der Heizplatte angebracht, wobei im Kanal
18a die Rohrschlange eingelegt ist und der ganze, mit der Heizspirale bedeckte Bereich,
als aufsteigend
18a gilt und der rohrteere Bereich
19a ,als absteigend. Dadurch wird die zirkulierende Bewegung der Füllflüssigkeit über
die Länge und über die Höhe der Heizplatte hervorgerufen.
[0018] Gemäß
Fig.5 ist die Möglichkeit dargestellt, daß die Rohrschlange an den beiden Enden der Heizplatte
angebracht ist, d. h. in der Mitte der Heizplatte ist die abfallende Strömung
19a und an den Enden der Heizplatte die aufsteigende Strömung
18a. Die U-Profile
21 verhindern, daß es zur Überlagerung der beidenStrömungen kommt. Heizungsvor- und
Rücklaufanschluß sind auf verschiedenen Seiten der Heizplatte angebracht.
[0019] Gemäß
Fig.6 ist beispielsweise die Gestaltung eines Plattenheizkörpers
24 mit zwei Heizplatten
25 und zwei Lamellen
26 dargestellt. Die Gestaltung eines kompletten Heizkörpers entspricht der Ausführungsmöglichkeit
gemäß
Fig.6. Die Heizplatte
25 wird werkseitig mit der Wärmeübertragungsflüßigkeit befüllt und nach der Befüllung
mittels der Verschlußschrabe
27 luftdicht verschloßen. Vor dem Verschliessen der Heizplatte
25 wird teils die Luft evakuiert (mittels eines Gerätes zur Vakumerzeugung), damit es
nicht zum Druckaufbau bei der Ausdehnung des Wärmeübertragungsmediums bei seiner Erwärmung
in der Heizplatte
25 kommt. Der Heizkörper
24 wird zum Vertrieb werkseitig befüllt, geliefert. Bei der Befüllung der Heizplatte
25 mit dem Wärmeübertragungsmedium wird ein Volumen vorgesehen, das die Dehnung des
Wärmeübertragmediums kompensieren kann. Für einen Heizkörper mit den Abmessungen 600
x 1000 mm beträgt der Inhalt der Füllflüssigkeit ca. 3 kg. Als Füllflüssigkeit wird
chemisch aufbereitetes Wasser verwendet, mit Zugabe von Gegenfrostmittel und eines
Inhibitors gegen Korrosion. Die so befüllten Heizplatten
25 bleiben während der Lebensdauer des Heizkörpers mit chemisch aufbereitetem Wasser
befüllt. Damit wird eine Korrosion in der Heizplatte ausgeschloßen. Für extreme Bedingungen
in der Heizungsanlage wie z.B. die Anwesenheit von Chloriden, lässt sich das Problem
damit lösen, daß die Rohrschlange aus rostfreiem Material angefertigt wird oder aus
üblichem Stahl mit einer Beschichtung der Innenfläche der Rohrschlange mit einem Mittel,
welches gegen Korrosion beständig ist.
Geht man davon aus, daß ein üblicher Heizkörper mit den Abmessungen 600 x 1000 mm
39,87 kg wiegt (zwei Heizplatten + zwei Lamellen, z.B. Vogel und Not) und der Heizkörper
gemäß dieser Erfindung um 12 kg leichter ist, lässt sich schließen, daß der Heizkörper
in der gleichen Größe gemäß dieser Erfindung der mit der Füllflüssigkeit befüllt ist,
nur 27,87 kg schwer ist. Es ist offensichtlich, daß an Transportkosten zusätzlich
gespart wird.
1. Der Plattenheizkörper besteht aus einer oder mehreren Heizplatten, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizelement eine Rohrschlange (17) in den Einprägungen der üblichen Heizplatte oder einer anderen Art der Heizplatten
in senkrechter Anordnung eingebaut wird, so daß im eingeprägten Kanal (18) in dem die Rohrschlange (17) eingebettet ist, eine aufsteigende (18) und im daneben liegenden Kanal (19) ohne Rohrschlange, eine abfallende Strömung im Inneren der Heizplatte hervorgerufen
wird. Die Flächenanteile in Heizplatte, die mit der Rohrschlange (17) bedeckt sind und die Flächenanteile der Heizplatte, die nicht mit der Rohrschlange
(17) bedeckt sind, stehen in einem bestimmten Verhältnis (3 - 4,5) : 1 zu einander, welches
rechnerisch mittels der Theorie der Wärmeübertragung und der Strömungsmechanik bestimmt
ist.
2. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrschlange (17) in jeder zweiten Einprägung [dem Kanal (18)] der üblichen Heizplatte eingelegt wird. Die übliche Heizplatte wird aus Blech 0,4
bis 0,8 mm dick angefertigt. In den Einprägungen der Heizplatte, in denen die Rohrschlange
eingelegt ist, bildet sich die aufsteigende Strömung und in den "rohrleeren" Einprägungen
bildet sich die abfallende Strömung der Füllflüssigkeit aus.
3. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrschlange (17) in jeder nebenstehenden Einprägung [dem Kanal (18)], die in senkrechter Anordnung bei der üblichen Heizplatte steht, bis zur einer bestimmten
Länge der Heizplatte eingelegt wird. Der andere Teil der Heizplatte ist nicht mit
der Rohrschlange (17) bedeckt. An der Heizplatteninnenfläche, die mit der Rohrschlange (17) bedeckt ist, wird eine aufsteigende Strömung und an der Heizplatteninnenfläche ohne
Rohrschlange ("rohrleerer Bereich") wird eine abfallende Strömung hervorgerufen. Die
Flächenanteile mit und ohne Rohrschlange stehen in einem bestimmten Verhältnis (3
- 4,5) :1 zu einander, um die optimale Zirkulationsströmung und damit die größten
Wärmeübergangskoeffizienten erzielen zu können.
4. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrschlange (17) in horizontaler Anordnung in einer Heizplatte, die als plane Platte geformt wird,
eingebaut ist, mit der Möglichkeit, die Rohrschlange (17) in verschiedenen Bereichen innerhalb der Heizplatte einzubauen, auf die Weise, daß
die Heizplatteninnenfläche, die mit der Rohrschlange (17) bedeckt ist in einem bestimmten Verhältnis (3 - 4,5):1 zum Flächenanteil der Heizplatte,
der nicht mit der Rohrschlange (17) bedeckt ist, steht. Die Trennung der Heizfläche, die mit der Rohrschlange bedeckt
ist, von der Heizfläche ohne Rohrschlange, erfolgt mittels zwei U-Profilen oder L-Profilen
(21) oder einer anderen Art, damit es nicht zur Vermischung der aufsteigenden (18a) und der abfallenden (19a) Strömung kommt. Falls es zur Vermischung der aufsteigenden (18a) und der abfallenden (19a) Strömung kommen würde, fällt die Zirkulationsbewegung stark ab und damit auch die
Wärmeübertragung von der Rohrschlange (17) an die Füllflüßigkeit in der Heizplatte.
5. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei U-Profile (21) oder L-profile (21), die die Strömung um die Rohrschlange (17) von der abfallenden Strömung (19a) trennen , sich über die ganze Höhe der Heizplatte hinweg erstrecken; es bleibt nur
ein Spalt für die Umlenkung der aufsteigenden (18a) in die abfallende Strömung (19a) offen. Dadurch wird erzielt, daß die abfallende Säule (19a) eine niedrigere Temperatur erfährt, womit die Zirkulationsgeschwindigkeit der Füllflüßigkeit
steigt und damit die Wärmeübertragung von der Rohrschlange (17) an die Füllflüßigkeit erhöht wird.
6. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des in der Heizplatte eingeprägten Kanals (18) in einem bestimmten Verhältnis zum Rohrquerschnitt der Rohrschlange (17) stehen muß, um die optimalen Strömungsgeschwindigkeiten und den optimalen Wärmeübergangskoeffizienten
erzielen zu können. Laut Berechnungen beträgt dieses Verhältnis (1,7 - 2,5) : 1.
7. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Heizkörpertemperatur der Füllflüßigkeit bei optimaler Auslegung der
Heizschlange (17) um 2 - 6°C niedriger liegt, als die mittlere Temperatur beim Standardheizkörper und
die Heizleistung 85% - 98% vom Standardheizkörper beträgt.
8. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizfläche der Heizplatte zu der Heizfläche der Rohrschlange (17) für die optimale Heizleistung in einem bestimmten Verhältnis steht. Die optimale
Heizleistung wird erreicht, wenn dieses Verhältnis (3,5 - 5) :1 beträgt.
9. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Heizschlange (17) [Heizschlange aus Rohr , ∅ 10 mm Aussendurchmesser]
aus einem Stück, nicht mehr als 10 m betragen soll (für übliche Heizungsanlagen).
Für die maximale Länge eines Heizkörpers (Heizkörper bis 3m lang) werden zwei oder
mehrere Rohrschlangen in einer Heizplatte parallel geschaltet.
10. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Heizplatten zusammengesetzt werden können, wobei mittels der T-Stücke
(27) die Heizschlangen (17) miteinander verbunden werden. Die Rohrschlangen (17) werden in einer Schale (25) eingebettet und mit der zweiten Schale luftdicht verschloßen. Dabei wird das Heizungswasser
auf zwei Heizplatten gleichmäßig an die Heizschlangen (17), die in den Schalen (25) eingebettet sind, verteilt. An den Innenseiten der Heizplatten werden standardgemäß
die Lamellen (26) durch Punktschweissen befestigt.
11. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß für die Umgestaltung der üblichen Plattenheizkörperproduktion auf die Produktion
der Plattenheizkörper mit indirekter Beheizung das Rohr ∅ 6 mm bis ∅ 14 mm Durchmesser
aus Stahl, Kupfer,Alu- oder einem anderen, wärmeleitenden Material geeignet ist, da
es sämtlichen Bedingungen bezüglich der Strömungsmechanik, Wärmeübertragung und der
Kanalgröße bei der üblichen Heizplattenproduktion entspricht.
12. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Erkenntnis gewonnen ist, daß die Rohrschlange (17) sich nicht über die ganze Heizplattenlänge erstrecken darf. Es wird nur ein Teil
der Heizplatte mit der Rohrschlange (17) bedeckt, in dem sich die aufsteigende Bewegung der Füllflüssigkeit ausbildet und
im nicht mit der Rohrschlange (17) bedecktem Teil in der Heizplatte bildet sich eine absteigende Bewegung der Füllflüssigkeit
aus. Diese beiden Teilflächen in der Heizplatte werden bei jeder Art der Heizkörper
miteinander (rechnerisch) abgestimmt. Falls eine Heizplatte als plane Platte geformt
wird, werden unbedingt die Einbauten erforderlich, die den aufsteigenden vom abfallenden
Strom trennen, damit es nicht zur Vermischung der beiden Ströme kommt. Das eingebaute
Trennelement erstreckt sich über die ganze Höhe der Heizplatte. Im Verteilerkanal
der Heizplatte werden die Öffnungen vorgesehen, durch welche es zur Umlenkung der
aufsteigenden in die abfallende Strömung kommt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Drucklose, mit Flüssigkeit befüllte Plattenheizkörper (24), bestehend aus einer oder
mehreren Heizplatten und einem als Rohrschlange (17) eingebauten Heizelement,
dadurch gekennzeichnet, dass durch Einprägungen der Heizplatten senkrechte Kanäle (18) gebildet werden und eine
Rohrschlange (17) in den Einprägungen der Heizplatten in senkrechter Anordnung eingebaut
wird, so dass im eingeprägten Kanal (18) in dem die Rohrschlange (17) eingebaut ist,
eine aufsteigende (18) und im daneben liegenden Kanal (19), ohne Rohrschlange, eine
abfallende Strömung im Inneren der Heizplatte hervorgerufen wird, wobei die Flächenanteile
der Heizplatte die mit der Rohrschlange (17) bedeckt sind und die Flächenanteile der
Heizplatte die nicht mit der Rohrschlange (17) bedeckt sind, in einem Verhältnis von
2-4,5 :1 zueinander stehen.
Dabei bestehen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten:
- die Rohrschlange (17) wird in jeder nebeneinander liegenden Einprägung der Heizplatte
(24) bis zu einer bestimmten Länge der Heizplatte eingebettet, so dass eine Teilfläche
der Heizplatte mit der Rohrschlange (17) bedeckt wird. Der Rest (19) der Heizplattenfläche
(24) wird als "rohrleerer Bereich"bezeichnet.
- die Heizplatte (24) wird als plane Platte angefertigt und die Rohrschlange (17)
in horizontaler Anordnung zwischen den planen Platten eingelegt, so dass immer ein
bestimmter Teil der Plattenheizfläche mit der Rohrschlange (19) bedeckt wird. Der
mit der Rohrschlange (17) bedeckte Anteil (18a) der Plattenheizfläche muss immer in
einem bestimmten Verhältnis zum "rohrleeren Bereich" stehen. Zur Gewährleistung der
Zirkulationsströmung der Füllflüssigkeit zwischen zwei planen Platten (24) sind die
Einbauten (21) vorgesehen, die den "kalten Bereich" vom "warmen Bereich" (18a) trennen.
2. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrschlange (17) in jeder zweiten Einprägung [dem Kanal (18)] der üblichen Heizplatte
eingelegt wird. Die übliche Heizplatte wird aus Blech 0,4 bis 0,8 mm dick angefertigt.
In den Einprägungen der Heizplatte, in denen die Rohrschlange eingelegt ist, bildet
sich die aufsteigende Strömung und in den "rohrleeren" Einprägungen bildet sich die
abfallende Strömung der Füllflüssigkeit aus.
3. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrschlange (17) in jeder nebenstehenden Einprägung [dem Kanal (18)], die in senkrechter Anordnung bei der üblichen Heizplatte steht, bis zur einer bestimmten
Länge der Heizplatte eingelegt wird. Der andere Teil der Heizplatte ist nicht mit
der Rohrschlange (17) bedeckt. An der Heizplatteninnenfläche, die mit der Rohrschlange (17) bedeckt ist, wird eine aufsteigende Strömung und an der Heizplatteninnenfläche ohne
Rohrschlange ("rohrleerer Bereich") wird eine abfallende Strömung hervorgerufen. Die
Flächenanteile mit und ohne Rohrschlange stehen in einem bestimmten Verhältnis (3
- 4,5):1 zu einander, um die optimale Zirkulationsströmung und damit die größten Warmeübergangskoeffizienten
erzielen zu können.
4. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrschlange (17) in horizontaler Anordnung in einer Heizplatte, die als plane Platte geformt wird,
eingebaut ist, mit der Möglichkeit, die Rohrschlange (17) in verschiedenen Bereichen innerhalb der Heizplatte einzubauen, auf die Weise, dass
die Heizplatteninnenfläche, die mit der Rohrschlange (17) bedeckt ist in einem bestimmten Verhältnis (3 - 4,5):1 zum Flächenanteil der Heizplatte,
der nicht mit der Rohrschlange (17) bedeckt ist, steht. Die Trennung der Heizfläche, die mit der Rohrschlange bedeckt
ist, von der Heizfläche ohne Rohrschlange, erfolgt mittels zwei U-Profilen oder L-Profilen
(21) oder einer anderen Art, damit es nicht zur Vermischung der aufsteigenden (18a) und der abfallenden (19a) Strömung kommt. Falls es zur Vermischung der aufsteigenden (18a) und der abfallenden (19a) Strömung kommen würde, fällt die Zirkulationsbewegung stark ab und damit auch die
Wärmeübertragung von der Rohrschlange (17) an die Füllflüssigkeit in der Heizplatte.
5. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei U-Profile (21) oder L-Profile (21), die die Strömung um die Rohrschlange (17) von der abfallenden Strömung (19a) trennen , sich über die ganze Höhe der Heizplatte hinweg erstrecken; es bleibt nur
ein Spalt für die Umlenkung der aufsteigenden (18a) in die abfallende Strömung (19a) offen. Dadurch wird erzielt, dass die abfallende Säule (19a) eine niedrigere Temperatur erfährt, womit die Zirkulationsgeschwindigkeit der Füllflüssigkeit
steigt und damit die Wärmeübertragung von der Rohrschlange (17) an die Füllflüssigkeit erhöht wird.
6. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des in der Heizplatte eingeprägten Kanals (18) in einem bestimmten Verhältnis zum Rohrquerschnitt der Rohrschlange (17) stehen muss, um die optimalen Strömungsgeschwindigkeiten und den optimalen Wärmeübergangskoeffizienten
erzielen zu können. Laut Berechnungen beträgt dieses Verhältnis (1,7 - 2,5) : 1.
7. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Heizkörpertemperatur der Füllflüssigkeit bei optimaler Auslegung der
Heizschlange (17) um 2 - 6°C niedriger liegt, als die mittlere Temperatur beim Standardheizkörper und
die Heizleistung 85% - 98% vom Standardheizkörper beträgt. Die Heizfläche der Heizplatte
steht zu der Heizfläche der Rohrschlange (17) für die optimale Heizleistung in einem bestimmten Verhältnis. Die optimale Heizleistung
wird erreicht, wenn dieses Verhältnis (3,5 - 5):1 beträgt.
8. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Heizschlange (17) [Heizschlange aus Rohr, Ø 10 mm Außendurchmesser] aus einem Stück, nicht mehr als
10 m betragen soll (für übliche Heizungsanlagen). Für die maximale Länge eines Heizkörpers
(Heizkörper bis 3m lang) werden zwei oder mehrere Rohrschlangen in einer Heizplatte
parallel geschaltet.
9. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Heizplatten zusammengesetzt werden können, wobei mittels der T-Stücke
(27) die Heizschlangen (17) miteinander verbunden werden. Die Rohrschlangen (17) werden in einer Schale (25) eingebettet und mit der zweiten Schale luftdicht verschlossen. Dabei wird das Heizungswasser
auf zwei Heizplatten gleichmäßig an die Heizschlangen (17), die in den Schalen (25) eingebettet sind, verteilt. An den Innenseiten der Heizplatten werden standardgemäß
die Lamellen (26) durch Punktschweißen befestigt.
10. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass für die Umgestaltung der üblichen Plattenheizkörperproduktion auf die Produktion
der Plattenheizkörper mit indirekter Beheizung das Rohr Ø 6 mm bis Ø 14 mm Durchmesser
aus Stahl, Kupfer, Aluminium oder einem anderen, wärmeleitenden Material geeignet
ist, da es sämtlichen Bedingungen bezüglich der Strömungsmechanik, Wärmeübertragung
und der Kanalgröße bei der üblichen Heizplattenproduktion entspricht.
11. Der Plattenheizkörper nach Anspruch 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkenntnis gewonnen ist, dass die Rohrschlange (17) sich nicht über die ganze Heizplattenlänge erstrecken darf. Es wird nur ein Teil
der Heizplatte mit der Rohrschlange (17) bedeckt, in dem sich die aufsteigende Bewegung der Füllflüssigkeit ausbildet und
in den nicht mit der Rohrschlange (17) bedeckten Teil in der Heizplatte bildet sich eine absteigende Bewegung der Füllflüssigkeit
aus. Diese beiden Teilflächen in der Heizplatte werden bei jeder Art der Heizkörper
miteinander (rechnerisch) abgestimmt. Falls eine Heizplatte als plane Platte geformt
wird, werden unbedingt die Einbauten erforderlich, die den aufsteigenden vom abfallenden
Strom trennen, damit es nicht zur Vermischung der beiden Ströme kommt. Das eingebaute
Trennelement erstreckt sich über die ganze Höhe der Heizplatte. Im Verteilerkanal
der Heizplatte werden die Öffnungen vorgesehen, durch welche es zur Umlenkung der
aufsteigenden in die abfallende Strömung kommt.