[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckanordnung zum Zusammenstecken eines HF-Signalweges
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zum elektrischen Verbinden von beispielsweise einer Kfz-Dachantenne, die mehrere
Antennen aufweist, beispielsweise eine Mobilfunkantenne und eine GPS-Antenne, mit
entsprechenden Geräten, wie beispielsweise einem Mobilfunkgerät und einem GPS-Empfänger,
ist es bisher üblich, aus dem Gehäuse der Kfz-Dachantenne Kabel herauszuführen, die
an ihren freien Enden mit entsprechenden Koaxialverbindern versehen sind. Diese Koaxialverbinder
werden dann separat und einzeln mit komplementären Koaxialverbindern von zu den Geräten
weiterführenden Kabeln verbunden. Diese Art der elektrischen Verbindung ist jedoch
aufwändig und kostenintensiv.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckanordnung der o.g. Art bzgl.
Montage und elektrischem Kontakt zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Steckanordnung der o.g. Art mit den
in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0005] Bei einer Steckanordnung der o.g. Art ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass am
ersten Bauteil für jedes HF-Bauelement eine Koaxialleitung mit Innenleiter und Außenleiter
derart angeordnet und ausgebildet ist, dass die Koaxialleitung starr mit einer Wandung
des ersten Bauteils und diese Wandung durchgreifend verbunden ist, so dass ein erstes
Ende der Koaxialleitung an einer ersten Seite der Wandung des ersten Bauteils, welche
dem HF-Bauelement zugewandt ist, und ein zweites Ende der Koaxialleitung an einer
der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite der Wandung des ersten Bauteils
angeordnet ist, wobei der Innenleiter am ersten Ende und zweiten Ende in axialer Richtung
aus der Koaxialleitung heraus ragt, und dass ein zweites Bauteil vorgesehen ist, welches
zum Verbinden mit dem HF-Signal-Übertragungskabel Anschlüsse aufweist sowie zum Befestigen
an der zweiten Seite der Wandung des ersten Bauteils ausgebildet ist und für jede
Koaxialleitung des ersten Bauteils eine Kontakteinrichtung aufweist, die derart am
zweiten Bauteil angeordnet und ausgebildet ist, dass die Kontakteinrichtung bei am
ersten Bauteil befestigten zweiten Bauteil jeweils einen elektrischen Kontakt zwischen
dem Innenleiter einer Koaxialleitung und einem Anschluss für den Innenleiter eines
dieser Koaxialleitung zugeordneten HF-Signal-Übertragungskabels sowie zwischen dem
Außenleiter dieser Koaxialleitung und einem Anschluss für den Außenleiter des zugeordneten
HF-Signal-Übertragungskabels herstellt, wobei die Kontakteinrichtung ein Federblech
aufweist, welches mit dem Anschluss für den Innenleiter des zugehörigen HF-Signal-Übertragungskabels
elektrisch verbunden und derart angeordnet und ausgebildet ist, dass das Federblech
bei am ersten Bauteil befestigten zweiten Bauteil den Innenleiter der Koaxialleitung
am zweiten Ende stirnseitig kontaktiert und elastisch federnd aus einer Ruheposition
ausgelenkt ist.
[0006] Dies hat den Vorteil, dass eine elektrisch funktionssichere und für die Übertragung
von HF-Signalen auch mit hohen Frequenzen geeignete, elektrische Kontaktierung zwischen
HF-Bauelementen und zugehörigen HF-Signal-Übertragungskabeln zur Verfügung steht,
welche schnell und einfach in einem Arbeitsschritt auch für mehrere getrennte HF-Signalwege
bzw. HF-Signal-Übertragungskabel herstellbar ist.
[0007] Einen auch für hohe Frequenzen HF-Signaltauglichen Außenleiterkontakt erzielt man
dadurch, dass jede Kontakteinrichtung des zweiten Bauteils einen Federkorb aus elektrisch
leitendem Werkstoff aufweist, welcher elektrisch mit dem Anschluss für den Außenleiter
des zugehörigen HF-Signal-Übertragungskabels verbunden und derart ausgebildet ist,
dass bei am ersten Bauteil befestigten zweiten Bauteil der Außenleiter am zweiten
Ende der zugehörigen Koaxialleitung des ersten Bauteils in den Federkorb eintaucht
und diesen elastisch federnd sowie elektrisch kontaktierend aufweitet.
[0008] Eine Anpassung an toleranzbedingte Maßabweichungen erzielt man dadurch, dass der
Innenleiter der Koaxialleitung in axialer Richtung verschiebbar ist.
[0009] Eine ausreichende Kontaktkraft an den stirnseitigen Enden des Innenleiters der Koaxialleitung
erzielt man dadurch, dass der Innenleiter der Koaxialleitung zwei in axialer Richtung
bewegliche Kontaktstifte aufweist, zwischen denen ein Federelement, insbesondere eine
Spiralfeder, derart angeordnet ist, dass das Federelement die beiden Kontaktstifte
in axialer Richtung und entgegengesetzt zueinander mit einer elastischen Federkraft
beaufschlagt.
[0010] Eine einfache elektrische Kontaktierung zwischen den ersten Enden der Koaxialleitungen
und zugehörigen HF-Bauelementen erzielt man dadurch, dass die ersten Enden jeder Koaxialleitung
in einer Ebene angeordnet sind, so dass eine auf diese ersten Enden aufgelegte Leiterplatte,
welche an Auflagestellen der zweiten Enden entsprechende Kontaktflächen für Innenleiter
und Außenleiter trägt, unmittelbar elektrische Kontakte zwischen den Innenleitern
und Außenleitern der Koaxialleitungen zu den zugehörigen HF-Bauelementen herstellt.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das HF-Bauelement eine Mobilfunkantenne,
eine Rundfunkantenne und/oder eine GPS-Antenne, und das erste Bauteil ist ein Antennengehäuse,
insbesondere eine Kfz-Dachantenne.
[0012] Eine besonders einfache Herstellung und Montage erzielt man dadurch, dass der Außenleiter
der Koaxialleitung einstückig mit der Wandung des ersten Bauteils ausgebildet ist.
[0013] Eine einfache Befestigung des zweiten Bauteils am ersten Bauteil mittels einer Schraube
erzielt man dadurch, dass das zweite Bauteil ein Durchgangsloch und das erste Bauteil
eine Gewindehülse aufweist, wobei das Durchgangsloch und die Gewindehülse miteinander
fluchten, wenn das zweite Bauteil am ersten Bauteil derart angeordnet ist, dass jeweils
eine Koaxialleitung und eine Kontakteinrichtung ineinander gesteckt sind.
[0014] Zweckmäßigerweise ist in dem zweiten Bauteil zwischen jedem Anschluss für ein HF-Signal-Übertragungskabel
und zugehöriger Kontakteinrichtung eine HF-Streifenleitung angeordnet.
[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
in:
- Fig. 1
- eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Steckanordnung in Schnittansicht,
- Fig.2
- die Steckanordnung gemäß Fig. 1 in perspektivischer Ansicht in ungestecktem Zustand,
- Fig. 3
- die Steckanordnung gemäß Fig. 1 in einer weiteren perspektivischen Ansicht in ungestecktem
Zustand,
- Fig. 4
- ein erstes Bauteil der Steckanordnung gemäß Fig. 1 in perspektivischer Schnittansicht,
- Fig. 5
- ein zweites Bauteil der Steckanordnung gemäß Fig. 1 in perspektivischer Ansicht von
oben,
- Fig. 6
- das zweite Bauteil der Steckanordnung gemäß Fig. 1 in perspektivischer Ansicht von
unten und
- Fig. 7
- eine Schnittansicht eines Details einer Koaxialleitung der Steckanordnung gemäß Fig.
1.
[0016] Die aus den Fig. 1 bis 7 ersichtliche Steckanordnung umfasst ein erstes Bauteil 10,
welches insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist, und ein zweites Bauteil 12, welches
insbesondere aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist. Das erste Bauteil 10 umfasst eine Wandung
14 und dient zum Tragen von wenigstens einem HF-Bauelement (nicht dargestellt), beispielsweise
einer Mobilfunkantenne (nicht dargestellt) und einer GPS-Antenne (nicht dargestellt),
die beispielsweise auf einem Kfz-Dach (nicht dargestellt) zu montieren und durch die
Wandung 14 hindurch elektrisch mit jeweiligen HF-Signal-Übertragungskabeln (nicht
dargestellt), beispielsweise in Form von Koaxialkabeln, zu verbinden sind. Hierbei
befindet sich das erste Bauteil 10 außen auf dem Kfz-Dach und das zweite Bauteil 12
in einem Fahrgastraum innen am Kfz-Dach, wobei durch das Kfz-Dach bzw. einer in diesem
ausgebildeten Öffnung hindurch die elektrische Kontaktierung zwischen den Antennen
mit jeweils einem HF-Signal-Übertragungskabel zu erfolgen hat.
[0017] Zur Herstellung dieser elektrischen Verbindung zwischen jeweils einem HF-Bauelement
mit einem zugehörigen HF-Signal-Übertragungskabel durch die Wandung 14 hindurch ist
die Kombination aus erstem Bauteil 10 und zweitem Bauteil 12 vorgesehen, wie nachfolgend
näher erläutert wird.
[0018] Das erste Bauteil 10 umfasst für jedes von dem ersten Bauteil 10 getragenen HF-Bauelement
eine Koaxialleitung 16 mit einem Innenleiter 18 und einem Außenleiter 20. In dem dargestellten
Beispiel sind vier Koaxialleitungen 16 vorgesehen, die beispielsweise mit vier verschiedenen
Antennen (nicht dargestellt) elektrisch verbindbar sind. Die Koaxialleitungen 16 sind
starr mit der Wandung 14 des ersten Bauteils 10 verbunden und durchgreifen diese Wandung,
so dass ein erstes Ende 22 der Koaxialleitung 16 an einer ersten Seite 24 der Wandung
14 des ersten Bauteils 10, welche dem HF-Bauelement zugewandt ist, und ein zweites
Ende 26 der Koaxialleitung 16 an einer der ersten Seite 24 gegenüberliegenden zweiten
Seite 28 der Wandung 14 des ersten Bauteils 10 angeordnet ist. In dem dargestellten
Beispiel sind die Außenleiter 20 der Koaxialleitungen 16 einstückig mit der Wandung
14 ausgebildet. Innerhalb des Außenleiters 20 ist jeweils der Innenleiter 18 von einem
Dielektrikum 30 getragen und ragt am ersten Ende 22 und zweiten Ende 26 in axialer
Richtung aus der Koaxialleitung 16 heraus. Der Innenleiter 18 umfasst, wie insbesondere
aus Fig. 4 und 7 ersichtlich, zwei in axialer Richtung innerhalb des Dielektrikums
30 verschiebbare Kontaktstifte, wobei ein erster Kontaktstift 32 am ersten Ende 22
der Koaxialleitung 16 und ein zweiter Kontaktstift 34 am zweiten Ende 26 der Koaxialleitung
16 heraus ragt. Zwischen den Kontaktstiften 32, 34 ist eine Spiralfeder 36 angeordnet,
die die Kontaktstifte 32, 34 in axialer Richtung voneinander weg mit elastischer Federkraft
beaufschlagt, d.h. die Spiralfeder 36 drückt den ersten Kontaktstift 32 axial in Richtung
des ersten Endes 22 der Koaxialleitung 16 und den zweiten Kontaktstift 34 in Richtung
des zweiten Endes 26 der Koaxialleitung 16. Jeweilige Anschläge für die Kontaktstifte
32, 34 verhindern ein Herausfallen der Kontaktstifte 32, 34 aus dem Durchgangsloch
in dem Dielektrikum 30.
[0019] Die ersten Enden 22 der Koaxialleitungen 16 sind in einer Ebene angeordnet, so dass
die jeweiligen Außenleiter 20 der Koaxialleitungen 16 an der ersten Seite 24 der Wandung
14 eine elektrische stirnseitige Kontaktfläche ausbilden. Die ersten Kontaktstifte
32 der Koaxialleitungen 16 bilden jeweils ebenfalls einen elektrischen Stirnkontakt.
Dies ermöglicht eine einfache elektrische Kontaktierung von den ersten Enden 22 der
Koaxialleitungen 16 zu jeweiligen HF-Bauelementen. Hierzu sind beispielsweise auf
einer Leiterplatte, an denen die HF-Bauelementen elektrisch und mechanisch befestigt
sowie ggf. mit weiteren elektrischen oder elektronischen Bauelementen beschaltet sind,
in demselben Muster wie die Stirnkontaktflächen der Außenleiter 20 und Innenleiter
18 der Koaxialleitungen 16 angeordnet sind, elektrische Kontaktflächen vorgesehen,
welche über die Leiterplatte mit einem jeweiligen Kontakt eines zugehörigen HF-Bauelementes
elektrisch verbunden sind. Somit muss die Leiterplatte lediglich auf die ersten Enden
22 der Koaxialleitungen 16 aufgelegt und in dieser Stellung fixiert werden, um die
elektrischen Kontaktierungen zwischen den Koaxialleitungen 16 und den HF-Bauelementen
herzustellen.
[0020] An der zweiten Seite 28 der Wandung 14 ist der jeweilige Außenleiter 20 der Koaxialleitungen
16 als verlängerte Buchse ausgebildet. Ein Außenumfang dieser verlängerten Buchsen
dient zum Herstellen eines elektrischen Außenleiterkontaktes, wie nachfolgend näher
beschrieben wird.
[0021] Das zweite Bauteil 12 umfasst Kontakteinrichtungen 27 mit buchsenförmigen Aufnahmen
38, welche in demselben Muster angeordnet sind, wie die zweiten Enden 26 der Koaxialleitungen
16 des ersten Bauteils 10 und zum Einstecken der Außenleiter 20 der Koaxialleitungen
16 in Form der verlängerten Buchsen der zweiten Enden 26 der Koaxialleitungen 16 ausgebildet
sind. Mit anderen Worten werden zum Herstellen des elektrischen Kontaktes mittels
der erfindungsgemäßen Steckanordnung die zweiten Enden 26 der Koaxialleitungen 16
in die buchsenförmigen Aufnahmen 38 des zweiten Bauteils 12 eingesteckt. In jeder
buchsenförmigen Aufnahme 38 des zweiten Bauteils 12 sind jeweils ein Federkorb 40
und ein Federblech 42 angeordnet. Der Federkorb 40 ist derart ausgebildet, dass das
zweite Ende 26 der Koaxialleitung 16 diesen beim Einstecken in die buchsenförmige
Aufnahmen 38 aufweitet und dadurch ein elektrischer Außenleiterkontakt zwischen dem
Außenleiter 20 der Koaxialleitung 16 und dem Federkorb 40 in der buchsenförmigen Aufnahmen
38 hergestellt ist. Jeder Federkorb 40 ist wiederum über eine Streifenleitung (nicht
dargestellt) in dem zweiten Bauteil 12 elektrisch mit einem jeweiligen Anschluss 44
verbunden, der am zweiten Bauteil 12 angeordnet ist und zum Verbinden mit jeweils
einem HF-Signal-Übertragungskabel dient.
[0022] Jedes Federblech 42 ist derart angeordnet, dass es bei in die buchsenförmige Aufnahme
38 eingestecktem zweiten Ende 26 einer Koaxialleitung 16 den zweiten Kontaktstift
34 dieser Koaxialleitung 16 stirnseitig elektrisch kontaktiert, wobei der zweite Kontaktstift
34 das Federblech 42 elastisch federnd auslenkt. Hierdurch ist ein elektrischer Innenleiter-Stirnkontakt
zwischen jeweils einer Koaxialleitung 16 des ersten Bauteils 10 und einer Kontakteinrichtungen
27 des zweiten Bauteils 12 hergestellt. Das Federblech 42 ist über eine in dem zweiten
Bauteil 12 angeordnete Streifenleitung 46 mit einem jeweiligen Anschluss 44 des zweiten
Bauteils 12 verbunden, wie insbesondere aus Fig. 1 und 6 ersichtlich.
[0023] Zum Befestigen des zweiten Bauteils 12 am ersten Bauteil 10 weist das zweite Bauteil
12 ein Durchgangsloch 48 zum Hindurchstecken einer Schraube (nicht dargestellt) auf.
Diese Schraube greift in eine Gewindehülse 50 im ersten Bauteil 10 und durch Festziehen
dieser Schraube wird das zweite Bauteil 12 am ersten Bauteil 10 befestigt.
[0024] Zur Montage eines beispielsweise als Kfz-Dachantenne ausgebildeten ersten Bauteils
10 wird dieses von außen auf das Kfz-Dach aufgesetzt, so dass die zweiten Enden 26
der Koaxialleitungen 16 durch eine Öffnung im Kfz-Dach ragen. Von innen, d.h. innerhalb
des Fahrgastraumes des Kfz, wird das zweite Bauteil 12 an das Kfz-Dach angelegt und
auf die zweiten Enden 26 der Koaxialleitungen 16 geschoben, so dass das Durchgangsloch
48 des zweiten Bauteils 12 mit der Gewindehülse 50 des ersten Bauteils 10 fluchtet.
Anschließend wird die Schraube in die Gewindehülse 50 des ersten Bauteils 10 eingeschraubt
und fest gezogen. Allein durch diese Montage sind gleichzeitig alle elektrischen HF-Kontakte
zwischen den am ersten Bauteil 10 angeordneten HF-Bauelementen, d.h. Antennen, mit
den jeweiligen HF-Signal-Übertragungskabeln, die über die Anschlüsse 44 mit dem zweiten
Bauteil 12 elektrisch und mechanisch verbunden sind, hergestellt. Die Federwirkungen
der axial federnd gelagerten Kontaktstifte 32 und 34, des Federkorbes 40 sowie des
Federbleches 42 sorgen für einen durchgängig gut elektrisch kontaktierenden Signalweg
von den HF-Bauelementen zu den HF-Signal-Übertragungskabeln, wobei dieser Signalweg
auch für HF-Signale mit hohen Frequenzen geeignet ist und durch einfaches Aufstecken
des zweiten Bauteiles 12 auf das erste Bauteil 10 ohne zusätzlich Montageaufwand sicher
herstellbar ist.
1. Steckanordnung zum Zusammenstecken eines HF-Signalweges zwischen wenigstens einem
HF-Bauelement und wenigstens einem HF-Signal-Übertragungskabel, insbesondere Koaxialkabel,
wobei die Steckanordnung ein erstes Bauteil (10) umfasst, welches zum Tragen des HF-Bauelementes
ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass am ersten Bauteil (10) für jedes HF-Bauelement eine Koaxialleitung (16) mit Innenleiter
(18) und Außenleiter (20) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass die Koaxialleitung
(16) starr mit einer Wandung (14) des ersten Bauteils (10) und diese Wandung (14)
durchgreifend verbunden ist, so dass ein erstes Ende (22) der Koaxialleitung (16)
an einer ersten Seite (24) der Wandung (14) des ersten Bauteils (10), welche dem HF-Bauelement
zugewandt ist, und ein zweites Ende (26) der Koaxialleitung (16) an einer der ersten
Seite (24) gegenüberliegenden zweiten Seite (28) der Wandung (14) des ersten Bauteils
(10) angeordnet ist, wobei der Innenleiter (18) am ersten Ende (22) und zweiten Ende
(26) in axialer Richtung aus der Koaxialleitung (16) heraus ragt, und
dass ein zweites Bauteil (12) vorgesehen ist, welches zum Verbinden mit dem HF-Signal-Übertragungskabel
Anschlüsse (44) aufweist sowie zum Befestigen an der zweiten Seite (28) der Wandung
(14) des ersten Bauteils (10) ausgebildet ist und für jede Koaxialleitung (16) des
ersten Bauteils (10) eine Kontakteinrichtung (27) aufweist, die derart am zweiten
Bauteil (12) angeordnet und ausgebildet ist, dass die Kontakteinrichtung (27) bei
am ersten Bauteil (10) befestigten zweiten Bauteil (12) jeweils einen elektrischen
Kontakt zwischen dem Innenleiter (18, 32, 34) einer Koaxialleitung (16) und einem
Anschluss (44) für den Innenleiter eines dieser Koaxialleitung (16) zugeordneten HF-Signal-Übertragungskabels
sowie zwischen dem Außenleiter (20) dieser Koaxialleitung (16) und einem Anschluss
(44) für den Außenleiter des zugeordneten HF-Signal-Übertragungskabels herstellt,
wobei die Kontakteinrichtung (27) ein Federblech (42) aufweist, welches mit dem Anschluss
(44) für den Innenleiter des zugehörigen HF-Signal-Übertragungskabels elektrisch verbunden
und derart angeordnet und ausgebildet ist, dass das Federblech (42) bei am ersten
Bauteil (10) befestigten zweiten Bauteil (12) den Innenleiter (18, 34) der Koaxialleitung
(16) am zweiten Ende (26) stirnseitig elektrisch kontaktiert und elastisch federnd
aus einer Ruheposition ausgelenkt ist.
2. Steckanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kontakteinrichtung (27) des zweiten Bauteils (12) einen Federkorb (40) aus elektrisch
leitendem Werkstoff aufweist, welcher elektrisch mit dem Anschluss (44) für den Außenleiter
des zugehörigen HF-Signal-Übertragungskabels verbunden und derart ausgebildet ist,
dass bei am ersten Bauteil (10) befestigten zweiten Bauteil (12) der Außenleiter (20)
am zweiten Ende (26) der zugehörigen Koaxialleitung (16) des ersten Bauteils (10)
in den Federkorb (40) eintaucht und diesen elastisch federnd sowie elektrisch kontaktierend
aufweitet.
3. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter (18, 32, 34) der Koaxialleitung (16) in axialer Richtung verschiebbar
ist.
4. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter (18) der Koaxialleitung (16) zwei in axialer Richtung bewegliche
Kontaktstifte (32, 34) aufweist, zwischen denen ein Federelement (36), insbesondere
eine Spiralfeder, derart angeordnet ist, dass das Federelement (36) die beiden Kontaktstifte
(32, 34) in axialer Richtung und entgegengesetzt zueinander mit einer elastischen
Federkraft beaufschlagt.
5. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Enden (22) jeder Koaxialleitung (16) in einer Ebene angeordnet sind.
6. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das HF-Bauelement eine Mobilfunkantenne, eine Rundfunkantenne und/oder eine GPS-Antenne
umfasst und dass das erste Bauteil (10) ein Antennengehäuse ist.
7. Steckanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennengehäuse als Kfz-Dachantenne ausgebildet ist.
8. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenleiter (20) der Koaxialleitung (16) einstückig mit der Wandung (14) des
ersten Bauteils (10) ausgebildet ist.
9. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bauteil (12) ein Durchgangsloch (48) und das erste Bauteil (10) eine Gewindehülse
(50) aufweist, wobei das Durchgangsloch (48) und die Gewindehülse (50) miteinander
fluchten, wenn das zweite Bauteil (12) am ersten Bauteil (10) derart angeordnet ist,
dass jeweils eine Koaxialleitung (16) und eine Kontakteinrichtung (27) ineinander
gesteckt sind.
10. Steckanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Bauteil (12) zwischen jedem Anschluss (44) für ein HF-Signal-Übertragungskabel
und zugehöriger Kontakteinrichtung (27) eine HF-Streifenleitung (46) angeordnet ist.