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EP 1 646 464 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.11.2006 Patentblatt 2006/48 |
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Anmeldetag: 25.06.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/006884 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/002757 (13.01.2005 Gazette 2005/02) |
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VERFAHREN ZUM BETRIEB EINER BANDGIESSMASCHINE F R DIE ERZEUG UNG EINES METALLBANDES
METHOD FOR OPERATING A STRIP CASTING MACHINE FOR PRODUCING A METAL STRIP
PROCEDE D'EXPLOITATION D'UNE MACHINE DE COULEE EN BANDE POUR PRODUIRE UN FEUILLARD
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
01.07.2003 CH 116103
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.04.2006 Patentblatt 2006/16 |
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Patentinhaber: |
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- SMS Demag Aktiengesellschaft
40237 Düsseldorf (DE)
- Main Management Inspiration AG
6052 Hergiswil/NW (CH)
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Erfinder: |
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- Marti Heinrich
CH-8127 Forch (CH)
- Barbé Jacques
F-42669 Tarantaise (FR)
- Streubel Hans
40699 Erkrath (DE)
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Vertreter: Luchs, Willi |
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Luchs & Partner,
Patentanwälte,
Schulhausstrasse 12 8002 Zürich 8002 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 546 206 WO-A-20/04000487
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EP-A- 0 677 345 US-B1- 6 296 046
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Bandgießmaschine für die Erzeugung
eines Metallbandes gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Es ist beispielsweise aus der WO-A-01/23122 bekannt, mit Dichtplatten versehene Seitenabdichtungen
zur Begrenzung eines zwischen zwei Gießrollen gebildeten Gießspaltes während der gesamten
Gießdauer gegen die Stirnseiten der Gießrollen mit einer vorgegebenen Kraft anzustellen
bzw. anzupressen, um die erforderliche Dichtheit zu gewährleisten. Ein Überwachungs-
und Regelungssystem sorgt für die genaue Auflage der Dichtplatten an den Stirnseiten
der Gießrollen und für die kontinuierliche Regelung des Anpressdruckes. Bekannt sind
auch Bandgießmaschinen, bei denen die Seitenabdichtungen zusätzlich in horizontaler
oder vertikaler Richtung verschoben oder oszillierend bewegt werden, um den ungleichmäßigen
Verschleiß der Dichtplatten zu vermindern. Dennoch kann auch bei dieser Art der Dichtplatten-Anstellung
der hohe Verschleiß sowohl der Dichtplatten als auch der Rollenstimseiten nicht verhindert
werden, wodurch die Gießzeit begrenzt ist und die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
wegen der hohen Kosten für die Dichtplatten und wegen der großen Ausbringungsverluste
in Frage gestellt wird.
[0003] Aus dem Dokument EP 0 546 206 A ist ein Verfahren zum Zweirollen-Bandgießen bekannt,
bei dem die Aufgabe genannt ist, den Verschleiß der seitlichen Dichtplatten zu reduzieren.
Hierzu werden die Dichtplatten abwechselnd angestellt und danach in ihrer Position
gehalten. Dabei erfolgt die Regelung jedoch nicht mit vorgegebener Zeit und Kraft,
sondern verschleißabhängig bzw. reaktionskraftabhängig.
[0004] Gemäß dem Dokument EP 0 677 345 soll beim Zweirollengießen die Abdichtung der Stirnseiten
der Gießrollen mittels seitlicher Dichtplatten durch den Einsatz von Schmiermittel
verbessert werden, welches auf den äußerem Umfang der Gießrollen-Stirnseiten aufgetragen
und dort mittels Bürsten verteilt wird.
[0005] Im Dokument US 6,296,046 B1 wird ein Verfahren zur Reduzierung der Anstellkräfte
an die Dichtplatten einer Zweirollen-Gießanlage beschrieben. Hierzu wird die Position
des durcherstarrten gegossenen Bandes ermittelt, indem die ANtriebskräfte der Gießrollen
bestimmt werden. Die Positon der Dichtplatten bzw. die eingestellte Höhe der Dichtplatten
wird der Position des durcherstarrten Bandes (solidification point) angepasst.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs
genannten Art vorzuschlagen, das eine deutliche Verschleißverminderung ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0008] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens bilden den Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0009] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, die Dichtplatten in wiederholbaren "Goand Stop-"
Schritten mit einer vorgegebenen Kraft und Zeit gegen die Stirnflächen der Gießrollen
Dichtplatten anzustellen und in der Halteposition für eine vorgegebene Zeit zu halten,
wird der Verschleiß der Dichtplatten sowie der Gießrollen-Stimseiten deutlich verringert.
[0010] Vorteilhaft kann die Anstellkraft der Dichtplatten gegen die Stirnflächen der Gießrollen
bzw. die Haltezeit der Dichtplatten in der Halteposition variiert und demnach das
Verfahren den spezifischen Gießverhältnissen angepasst werden.
[0011] Mit Vorteil wird die Haltezeit mindestens doppelt so lang und maximal 300 mal so
lang wie die Anstellzeit gehalten. Die durch den geringeren Verschleiß bedingten,
längeren Standzeiten führen zu deutlich geringeren Kosten der Dichtplatten pro Tonne
Stahl, zu längeren Gießsequenzen und zu einer höheren Ausbringung, wodurch die Wirtschaftlichkeit
des Verfahrens wesentlich verbessert wird.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- im vertikalen Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel einer Seitenabdichtung mit einer
Dichtplatte für eine Bandgießmaschine;
- Fig. 2
- einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1.
[0013] In Fig.1 und Fig.2 ist eine Seitenabdichtung 10 für eine Rollen-Bandgiessmaschine
gezeigt, die zur seitlichen Abdichtung eines zwischen zwei Giessrollen gebildeten
Giessspaltes vorgesehen ist. Zwei zu beiden Stirnseiten der Giessrollen angeordnete
Seitenabdichtungen 10 (auch Schmalseitenteile genannt) begrenzen den Giessspalt in
seiner Länge. Die Giessrollen sind in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet und mit 1,
2 bezeichnet.
[0014] Die Seitenabdichtung 10 umfasst gemäss Fig. 1 eine Dichtplatte 11, die in einem mit
einer Anstellvorrichtung 13 wirkverbundenen Halterahmen 12 untergebracht ist. Mittels
der Anstellvorrichtung 13 ist der Halterahmen 12 mitsamt der Dichtplatte 11 in Längsrichtung
der Giessrollen 1, 2 verstellbar und dadurch die Dichtplatte 11 mit ihrer Abdichtseite
11a an Stirnseiten der Giessrollen 1, 2 anstellbar bzw. anpressbar.
[0015] Die Anstellvorrichtung 13 ist an sich bekannt; eine ähnliche Anstellvorrichtung ist
beispielsweise in der bereits erwähnten WO-A-01/23122 ausführlich beschrieben. Im
folgenden werden daher nur die wesentlichen Elemente der Anstellvorrichtung 13 erwähnt,
wobei für den möglichen genauen Aufbau auf die vorstehend erwähnte Druckschrift verwiesen
wird.
[0016] Die Seitenabdichtungen 10 werden mittels eines in der Zeichnung nicht näher dargestellten
Manipulators seitlich zu den Giessrollen zu- bzw. von diesen weggeführt. Die Anstellvorrichtung
13 umfasst eine aus Fig. 1 ersichtliche Verbindungsplatte 50, die in nicht dargestellter
Weise mit einem Trägerelement des Manipulators verbunden bzw. am letzteren schwimmend
gelagert ist. Der die Dichtplatte 11 aufnehmende Halterahmen 12 ist über Gelenkverbindungen
an der Verbindungsplatte 50 gelagert, die durch einen annähernd horizontalen Gelenkhebel
51 und einen vertikalen Gelenkhebel 52 gebildet sind. Die Gelenkhebel 51, 52 sind
jeweils mit einem Ende am Halterahmen 12 und mit dem anderen Ende an der Verbindungsplatte
50 sphärisch gelagert. Der Halterahmen 12 ist über eine elastische Verbindung, beispielsweise
eine einstellbare Zugfeder 53 mit Anker zwischen ihm und der Verbindungsplatte 50,
permanent an Kolben von drei Anstellzylindern 55 angedrückt, welche in der Art einer
Dreipunktauflage über den Halterahmen 12 einen steuerbaren Anpressdruck auf die jeweilige
Dichtplatte 11 ausüben. Die Anstellzylinder 55 werden - nachdem die Seitenabdichtungen
10 in die Stellung seitlich der Giessrollen 1, 2 zugeführt und zentriert worden sind
- aktiviert.
[0017] Die Dichtplatte 11 ist in einem behälterförmigen Teil (containment) 16 des Halterahmens
12 untergebracht, der auf einer Stahlauflage 17 des Halterahmens 12 aufliegt und mit
dieser verbunden, beispielsweise verschweisst ist. Die Stahlauflage 17 ist wiederum
einerseits mit einem hinteren Rahmenteil 18 und anderseits mit den behälterförmigen
Teil 16 umschliessenden und in seiner Lage positionierenden Seitenteil 20 verbunden,
vorzugsweise verschweisst. Sowohl der hintere Rahmenteil 18 als auch das Seitenteil
20 des Halterahmens 12 sind mit Kühlkanälen 22, 23 für ein Kühlmedium, vorzugsweise
Kühlwasser, versehen. Der Kühlwasser-Zulauf ist in Fig. 1 und 2 mit Pfeil E angedeutet,
der Kühlwasser-Ablauf ist in Fig. 2 mit Pfeilen A bezeichnet.
[0018] Die Dichtplatte 11 besteht vorzugsweise aus einem preiswerten Material, wobei es
sich um einen graphithaltigen Kohlenstoff oder um eine Mischung aus SiO
2, Al
2O
3, Zirkonoxyd und Graphit - ähnlich wie bei heutigen Giessrohren - handeln kann. Auf
der Abdichtseite 11a ist sie mit einem Material beschichtet, welches gute Gleit- und
Abriebeigenschaften aufweist, wie z.B. mit Bornitrid, SiALON oder dem als Dichtungsmaterial
bei Gasturbinen bekannten Abradables. Die Beschichtung erfolgt durch ein Auftragen.
Die Dicke der Schicht beträgt 0,1 bis 2 mm. Die Abdichtseite 11 a kann über ihre ganze
Fläche mit dem gleichen Material beschichtet sein. Es kann sich aber auch beispielsweise
im benetzten Bereich um eine unterschiedliche Beschichtung handeln, zum Beispiel mit
niedriger Benetzbarkeit, mit guten Isolationseigenschaften und Abnutzungswerten etc.
[0019] Die Dichtplatte 11 ist im behälterförmigen Teil 16 mit ihrer der Abdichtseite 11a
abgewandten Fläche auf drei Hartauflagen 28 abgestützt und vorzugsweise mittels an
ihrem Umfang angeordneter Halteelemente 29 positioniert (diese Befestigungsart ermöglicht
leichtes Einlegen und Herausdrücken der Dichtplatte 11 in den Halterahmen 12, d.h.
ein rasches Auswechseln der Dichtplatte 11). Zwischen der Dichtplatte 11 und dem behälterförmigen
Teil 16 ist eine Isolation 30 vorhanden. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Hartauflagen
28 den Eckbereichen der im wesentlichen dreieckförmigen Dichtplatte 11 zugeordnet.
Gleich verteilt sind auch die Anstellzylinder 55.
[0020] Die vorstehend beschriebene Anstellvorrichtung 13, die eine dreidimensionale Bewegung
der Seitenabdichtung 10 beim Anstellen bzw. Anpressen der jeweiligen Dichtplatte 11
erlaubt, ermöglicht eine sehr genaue Auflage an den Stirnseiten der Giessrollen 1,
2 auch im erwärmten Betriebszustand, wodurch der Verschleiss möglichst klein gehalten
wird.
[0021] Damit dieser Verschleiss noch weiter reduziert werden kann, wird erfindungsgemäss
vorgeschlagen, nach dem beim Angiessen durchgeführten Einschleifen der Dichtplatten
11, welches durch Anpressen der Dichtplatten 11 mit einer vorgegebenen Kraft an die
Stirnseiten der Giessrollen 1, 2 erfolgt, den Anpressdruck während des nachfolgenden
Giessbetriebs nicht konstant aufrechtzuerhalten, d.h. die Dichtplatten 11 nicht kontinuierlich
anzustellen, sondern die Anstellung in einem sogenannten "Stop and Go"- Verfahren
durchzuführen, bei dem in wiederholbaren "Stop- and Go-"Schritten während einer bestimmten
Dauer, einer Haltezeit, die Position der Dichtplatten unverändert gehalten wird, bevor
wieder das Anstellen mit einer vorgegebenen Kraft während einer vorgegebenen Zeit
erfolgt. Sowohl diese Anstellkraft als auch die Haltezeit kann hierbei variierbar
gehalten werden. Dies wird insbesondere dem Abdichtungsverhalten der Dichtplatten
11 angepasst.
[0022] In der Angiessphase werden die Dichtplatten 11 zunächst während einer vergleichsweise
kurzen Zeit an die Stirnflächen der Giessrollen 1, 2 angepresst und anschliessend
von der Anpresskraft entlastet und in Position gehalten, bevor die "Stop and Go"-Anstellung
der Dichtplatten vorgenommen wird.
[0023] Dabei kann die Zeit für das Halten der Position, die Haltezeit, wesentlich länger
sein als die Zeit für das Anstellen mit einer vorgegebenen Kraft, und zwar jeweils
nach 5 Umdrehungen, wobei dies bis auch jeweils nach 500 Umdrehungen erfolgen kann.
Die Länge der Anstellzeit hängt vom Durchmesser der Giessrollen 1, 2, vom Giessrollen-Material,
von der Grösse der Anpress- bzw. Anstellkraft, von der Giessgeschwindigkeit, von der
Stahlqualität, vom Material der Dichtplatten 11 und/oder von anderen Faktoren ab.
In Grössenordnung handelt es sich um eine Anstellzeit von 1 bis 30 Sekunden. Der Anpressdruck
beträgt in der Regel zwischen 0.05 und 1.00 N/mm
2.
[0024] In einer besonders bevorzugten Weise können die Seitenabdichtungen 10 vor dem jeweiligen
erneuten Anstellen in vertikaler und/oder horizontaler Richtung verschoben oder verschwenkt
werden, um einen ungleichmässigen Verschleiss zu vermeiden bzw. zu vermindern.
[0025] Das in bestimmten Zeitabständen stattfindende Anstellen der Dichtplatten 11 mit einer
vorgegebenen Kraft wird mittels eines Überwachungs- und Steuerungssystems gesteuert.
[0026] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren zum Betrieb einer Bandgiessmaschine, das durch
längere Haltezeiten zwischen einzelnen Anstellzeiten charakterisiert ist, wird der
Verschleiss der Dichtplatten 11 sowie der Giessrollen-Stirnseiten deutlich verringert.
Die durch den geringeren Verschleiss bedingten, längeren Standzeiten führen zu deutlich
geringeren Kosten für die Dichtplatten pro Tonne Stahl, zu längeren Giesssequenzen
und zu einer höheren Ausbringung, wodurch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wesentlich
verbessert wird.
1. Verfahren zum Betrieb einer Bandgießmaschine für die Erzeugung eines Metallbandes
durch einen kontinuierlichen Einguss von Metallschmelze zwischen zwei einen Gießspalt
bildende Gießrollen (1, 2), wobei zur seitlichen Begrenzung des Gießspaltes mit Dichtplatten
(11) versehene Seitenabdichtungen (10) vorgesehen sind, welche Dichtplatten (11) mit
einer vorgegebenen, in ihrer Größe einstellbaren Anstell- bzw. Anpresskraft gegen
die Stirnflächen der Gießrollen (1, 2) angestellt bzw. angepresst werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtplatten (11) in wiederholbaren Go- and Stop-Schritten angestellt werden,
wobei im "Go"-Schritt die Dichtplatten (11) mit einer vorgegebenen Kraft und Zeit
gegen die Stirnflächen der Gießrollen (1, 2) angestellt werden und in der Halteposition
für eine vorgegebene Zeit gehalten werden.
2. Anstellverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anstellkraft der Dichtplatten (11) gegen die Stirnflächen der Giessrollen (1,
2) gegebenenfalls periodisch variiert wird.
3. Anstellverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltezeit der Dichtplatten (11) in der Anstellposition variiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass dadurch gekennzeichnet, dass die Anstellkraft und die Anstellzeit während der Giesszeit dem Abdichtungsverhalten
der Dichtplatten (1,2) angepasst wird.
5. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltezeit deutlich länger als die Anstellzeit ist.
6. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtplatten (11) in der Angiessphase zunächst während einer vergleichsweise
kurzen Zeit an die Stirnflächen der Giessrollen (1, 2) angepresst und anschliessend
von der Anpresskraft entlastet und in Position gehalten werden, bevor die "Stop and
Go"-Anstellung der Dichtplatten vorgenommen wird.
7. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltezeit mindestens doppelt so lang wie die Anstellzeit ist.
8. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltezeit maximal 300 mal so lang wie die Anstellzeit ist.
9. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge der Anstellzeit abhängig vom Durchmesser der Giessrollen (1, 2), vom Material
der Giessrollen-Stirnseiten, von der Grösse der Anpress- bzw. Anstellkraft, von der
Giessgeschwindigkeit, von der Stahlqualität, vom Material der Dichtplatten (11) und/oder
von anderen Faktoren eingestellt wird.
10. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge der Anstellzeit zwischen 1 und 30 s beträgt.
11. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Dichtplatten (11) aufnehmenden Seitenabdichtungen (10) vor dem jeweiligen
Anstellen in vertikaler und/oder horizontaler Richtung verschoben oder verschwenkt
werden.
12. Anstellverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anstellen mit einem Anpressdruck zwischen 0,05 und 1,00 N/mm2 erfolgt.
1. Method for operating a strip casting machine for producing a metal strip by a continuous
pouring of a metal melt between two casting rolls (1, 2) forming a casting gap, wherein
for a lateral limitation of a casting gap, there are provided lateral seals (10) provided
with sealing plates (11), which sealing plates (11) are placed respectively pressed
against end surfaces of the casting rolls (1, 2) with a predetermined placement or
press-on force a value of which is adjustable,
characterized in
that the sealing plates (11) are placed in repeatable go- and stop-steps, wherein with
the "go"-step the sealing plates (11) are placed against the end surfaces of the casting
rolls (1, 2) with a predetermined force and time, and are held in the placed position
for a predetermined time.
2. Placing method according to claim 1,
characterized in
that the placement force of the sealing plates (11) against the end surfaces of the casting
rolls (1, 2), if needed, is periodically varied.
3. Placing method according to claim 1 or 2,
characterized in
that in the placement position the holding time of the sealing plates (11) is varied.
4. Method according to any one of the claims 1 to 3,
characterized in
that the placement force and the placement time is adapted to the sealing behaviour of
the sealing plates (1, 2) during the casting time.
5. Placing method according to one or several of the claims 1 to 4,
characterized in
that the holding time is noticeably longer than the placement time.
6. Placing method according to one or several of the claims 1 to 5,
characterized in
that in the beginning of the casting phase, the sealing plates (11) first, for a relatively
short time, are pressed against the end surfaces of the casting rolls (1, 2) and are
subsequently released from the press-on force and are held in a position before the
"stop and go" placement of the sealing plates is carried out.
7. Placing method according to one or several of the preceding claims,
characterized in
that the holding time is at least the double of the placement time.
8. Placing method according to one or several of the preceding claims,
characterized in
that the holding time exceeds the placement time maximum in 300 times.
9. Placing method according to one or several of the preceding claims,
characterized in
that a length of the placement time is adjusted dependent on a diameter of the casting
rolls (1, 2), material of the end surfaces of the casting rolls, a value of the pressed-on
or placement force, the casting speed, the steel quality, the material of the sealing
plates (11), and/or other factors.
10. Placing method according to one or several of the preceding claims,
characterized in
that the length of the placement time amounts to from 1 to 30 sec.
11. Placing method according to one or several of the preceding claims,
characterized in
that the lateral seals (10) receiving the sealing plates (11) are displaced or pivoted
in vertical and/or horizontal direction before the respective placement.
12. Placing method according to one or several of the preceding claims,
characterized in
that the placement is effected with a press-on pressure between 0.05 and 1.00 N/mm2.
1. Procédé pour faire fonctionner une machine de coulée de feuillard pour la production
d'un feuillard métallique par une coulée continue de métal fondu entre deux rouleaux
(1, 2) de coulée formant un intervalle de coulée, dans lequel il est prévu, pour délimiter
latéralement l'intervalle de coulée, des étanchéités (10) latérales munies de plaques
(11) d'étanchéité qui sont serrées ou appliquées avec une force de serrage ou d'application
prescrite d'intensité réglable sur les surfaces frontales des rouleaux (1, 2) de coulée,
caractérisé
en ce que les plaques (11) d'étanchéité sont serrées par des stades pouvant se répéter de Go
and Stop, les plaques (11) d'étanchéité étant serrées dans le stade "Go" par une force
et pendant une durée prescrites sur les surfaces frontales des rouleaux (1, 2) de
coulée, et étant maintenues dans la position de maintien pendant une durée prescrite.
2. Procédé de serrage suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que l'on fait varier, le cas échéant périodiquement, la force de serrage des plaques
(11) d'étanchéité sur les surfaces frontales des rouleaux (1, 2) de coulée.
3. Procédé de serrage suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'on fait varier la durée de maintien des plaques (11) d'étanchéité en la positon
de serrage.
4. Procédé de serrage suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'on adapte la force de serrage et la durée de serrage pendant la durée de coulée
au comportement d'étanchéité des plaques (1, 2) d'étanchéité.
5. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la durée de maintien est nettement plus longue que la durée de serrage.
6. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que l'on applique les plaques (11) d'étanchéité dans la phase de coulée d'abord pendant
une durée relativement courte sur les faces frontales des rouleaux (1, 2) de coulée,
et ensuite on les soulage de la force d'application et on les maintient en position
avant d'effectuer le serrage "Stop and Go" des plaques d'étanchéité.
7. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la durée de maintien est au moins deux fois plus grande que la durée de serrage.
8. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la durée de maintien est au maximum 300 fois plus grande que la durée de serrage.
9. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on règle la longueur de la durée de serrage en fonction du diamètre des rouleaux
(1, 2) de coulée, du matériau des faces frontales des rouleaux de coulée, de l'intensité
de la force d'application ou de serrage, de la vitesse de coulée, de la qualité de
l'acier, du matériau des plaques (11) d'étanchéité et/ou d'autres facteurs.
10. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la longueur de la durée de serrage est comprise entre 1 et 30 secondes.
11. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on déplace dans la direction verticale et/ou horizontale ou on fait basculer avant
le serrage les étanchéités (10) latérales recevant les plaques (11) d'étanchéité.
12. Procédé de serrage suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on effectue le serrage à une pression de serrage comprise entre 0,05 et 1,00 N/mm2.

