| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 646 757 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.04.2014 Patentblatt 2014/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.07.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2004/001410 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2005/007997 (27.01.2005 Gazette 2005/04) |
|
| (54) |
SPANNSCHLOSSVORRICHTUNG MIT SCHRÄG GEFÜHRTEM KEIL
CLAMPING LOCK DEVICE COMPRISING AN OBLIQUELY GUIDED WEDGE
DISPOSITIF DE SERRAGE COMPRENANT UNE CLAVETTE GUIDEE DE MANIERE OBLIQUE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
|
| (30) |
Priorität: |
11.07.2003 DE 10331359
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
19.04.2006 Patentblatt 2006/16 |
| (73) |
Patentinhaber: PERI GMBH |
|
D-89264 Weissenhorn (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SCHWÖRER, Artur
89250 Senden (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Kohler Schmid Möbus |
|
Patentanwälte
Ruppmannstraße 27 70565 Stuttgart 70565 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 537 403 DE-A- 2 716 864 US-A- 2 868 250
|
CH-A5- 685 453 DE-A- 3 545 273
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannschlossvorrichtung zum Verspannen von Betonschalelementen,
mit zwei Pratzen und einem Keil, wobei die Pratzen in einer Verspannrichtung gegeneinander
verschiebbar sind, wobei der Keil in der Spannschlossvorrichtung entlang einer Keilführungsrichtung
geführt ist, und wobei das Maß des Vortriebs des Keils in der Spannschlossvorrichtung
die Verschiebung der Pratzen bestimmt.
[0002] Eine gattungsgemäße Spannschlossvorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 35 45 273 A1 bekannt. Die
DE 35 45 273 A1 offenbart eine Spannschlossvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 9, deren
Keil entlang der Keilführungsrichtung eine konstante Größe aufweist, d.h. der Keil
weist in Keilführungsrichtung einen konstanten Querschnitt auf.
[0003] Weiterhin sind aus der
DE 27 16 864 A1, der
US 2,868,250 A und der
CH 685 453 A5 Spannschlossvorrichtungen bekannt geworden, bei denen jeweils ein einseitig abgeschrägter
Keil in ein Spannschloss eingetrieben wird, um die Pratzen des Spannschlosses zu schließen.
Die Vorrichtung der
CH 685 453 A5 entspricht dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0004] Ferner offenbart die
EP 0 537 403 A1 eine Spannschlossvorrichtung, deren Keil in Verspannrichtung geführt ist.
[0005] Schließlich offenbaren die
WO 01/63073 A1 und die
EP 0 580 537 A2 Spannschlossvorrichtungen, die jeweils einen einseitig abgeschrägten Keil aufweisen,
wobei der Keil eine Erhebung aufweist, durch die der Keil in einem Profil geführt
wird, das in einer der Pratzen ausgebildet ist.
[0006] Betonschalelemente werden zum Errichten von Begrenzungen für zu gießende Betonkörper
wie etwa Gebäudewände eingesetzt. Um ausgießbare Begrenzungen zu erhalten, müssen
in der Regel mehrere Betonschalelemente fest miteinander verbunden werden. Zum Verbinden
der Betonschalelemente werden Spannschlösser eingesetzt.
[0007] Die Betonschalelemente bestehen im Wesentlichen aus einer Schalhaut, einem Rahmen
und Verstrebungen zur Stabilisierung des Rahmens. Im Bereich der Kreuzungen von Verstrebungen
und Rahmen werden die Spannschlösser angeordnet. Jeweils eine Pratze eines Spannschlosses
umgreift jeweils einen Rahmenabschnitt von zwei zu verbindenden Betonschalelementen,
und mittels eines Keils werden die beiden Pratzen - und damit die Betonschalelemente
- gegeneinander verspannt, d.h. die Pratzen werden in einer Verspannrichtung aufeinander
zu und ineinander verfahren.
[0008] In den Spannschlossvorrichtungen des bekannten Standes der Technik haben die Richtung
der Translation des Keils beim Eintreiben in die Spannschlossvorrichtung während des
Verspannens (=Keilführungsrichtung) und die Verspannrichtung zumeist einen rechten
Winkel zueinander. Werden mit einer solchen Spannschlossvorrichtung zwei horizontal
benachbarte Betonschalelemente verbunden, d.h. horizontal verspannt, so wirkt die
Schwerkraft in vollem Umfang auf den Keil in einer Weise, dass dieser in Richtung
einer stärkeren Verspannung gezogen wird.
[0009] Um Grenzflächen von zwei benachbarten Betonschalelementen, die besonders große Kräfte
erfahren (etwa Gelenkecken oder Außenecken) zu verspannen, wird gleichzeitig eine
Vielzahl von Spannschlossvorrichtungen benachbart eingesetzt. Die Spannschlossvorrichtungen
sind dann typischerweise auf einer Geraden (z. B. untereinander) angeordnet, mit jeweils
parallelen Verspannbewegungen der Pratzen und parallelen, auf einer einzigen Geraden
stattfindenden Bewegungen der Keile beim Verspannen.
[0010] Dadurch besteht das Problem, dass die Keile der einzelnen Spannschlossvorrichtungen
sich gegenseitig behindern können. Die Spannschlossvorrichtungen müssen um mindestens
eine Keillänge (das ist die Erstreckung eines Keils in Richtung der Keilführungsrichtung,
wenn der Keil in einer Spannschlossvorrichtung angeordnet ist) beabstandet sein. Dies
begrenzt die Zahl der Spannschlossvorrichtungen, die zur Sicherung einer Grenzfläche
von zwei benachbarten Betonschalelementen eingesetzt werden können.
[0011] In der Praxis wird aber eine noch größere Beabstandung der Spannschlossvorrichtungen
eingehalten, da die Keile beim Aufbau und Abbau der Spannschlossvorrichtungen Bewegungsraum
benötigen. Bei einer Beabstandung lediglich in der Größenordnung der Keillänge müsste
eine genaue Auf- und Abbaureihenfolge der Spannschlossvorrichtungen eingehalten werden,
denn nur eine am Rand befindliche Spannschlossvorrichtung hat genügend Platz zum Bewegen
des Keils. Weiterhin sollten auch ausreichende Abstände der Keilenden zu jeder Art
von Hindernissen eingehalten werden, so dass ein Einsatz von Werkzeugen, insbesondere
von Hämmern, zum Eintreiben und Lösen der Keile möglich ist.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Spannschlossvorrichtung
vorzustellen, bei der eine Behinderung von benachbart angeordneten Spannschlossvorrichtungen
durch deren Keile auch bei einer geringen Beabstandung der Spannschlossvorrichtungen
vermieden werden kann.
[0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Spannschlossvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und durch eine Spannschlossvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
9 gelöst. Die Spannschlossvorrichtungen gemäß den Unteransprüchen stellen bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung dar.
[0014] Beim Verspannen von zwei Betonschalelementen überspannen die beteiligten Spannschlossvorrichtungen
eine typischerweise gerade verlaufende Grenzlinie zwischen den Betonschalelementen.
Die Spannschlossvorrichtungen werden auf einer Geraden, die parallel zu dieser Grenzlinie
verläuft, nebeneinander bzw. übereinander angeordnet, wobei die Verspannbewegungen
der Pratzen der Spannschlossvorrichtungen zueinander parallel verlaufen. Dadurch,
dass die Keilführungsrichtung erfindungsgemäß nicht senkrecht zur Verspannrichtung
verläuft, liegen die Keile mit ihren Längsrichtungen nicht mehr alle auf einer einzigen
Geraden. Der Vortrieb der Keile erfolgt anders als im Stand der Technik nicht für
alle Keile entlang jener einzigen Geraden, sondern der Vortrieb erfolgt für jeden
Keil auf einer eigenen Geraden. Dadurch wird Bewegungsraum für die Keile erschlossen.
Der Abstand der jeweils eigenen Geraden voneinander ist abhängig vom Winkel α und
der Beabstandung der Spannschlossvorrichtungen. Erfindungsgemäß wird der Abstand der
jeweils eigenen Geraden so gewählt, dass dieser wenigstens einem Durchmesser eines
Keils (ggf. dem Maximaldurchmesser eines Keils) einspricht, so dass es zu keinen Berührungen
der Keile mehr kommen kann.
[0015] Durch die erfindungsgemäße Lehre kann eine größere Anzahl von Spannschlossvorrichtungen
pro Länge der Grenzlinie von benachbarten Betonschalelementen zum Verspannen eingesetzt
werden. Dadurch können Verbindungen von Betonschalelementen sicherer gemacht werden
und insbesondere die maximal verträgliche mechanische Belastung von Betonschalelementen
gesteigert werden.
[0016] Im Stand der Technik ist es zumeist vorgesehen, die verspannende Vortriebsrichtung
der Keile streng mit der Schwerkraft auszurichten, um die Keile gegen ein unbeabsichtigtes
Lösen, etwa in Folge von Erschütterungen, zu sichern. Es ist jedoch völlig ausreichend,
einen ausreichenden vektoriellen Anteil der Vortriebsrichtung parallel zur Schwerkraft
zu führen. Selbst bei einer Abweichung von 45° der Keilvortriebsrichtung gegen den
Schwerkraftvektor stehen noch ca. 70% der Gewichtskraft des Keils zum Halten der Verspannposition
zur Verfügung, entsprechend dem Sinus von 45°.
[0017] Die erfindungsgemäße Spannschlossvorrichtung, ist dadurch gekennzeichnet, dass der
Winkel α zwischen 40° und 85°, insbesondere näherungsweise 70° beträgt. Diese Winkelbereiche
sind besonders geeignet für Keildimensionen und Betonschalelementabmessungen, die
derzeit im Gebrauch sind. Auch ist die Sicherungswirkung der Schwerkraft noch ausreichend.
[0018] Besonders bevorzugt ist eine Weiterbildung dieser Ausführungsform, bei der der Winkel
α näherungsweise 45° beträgt. Bei diesem Winkel kann die Spannschlossvorrichtung sowohl
zum Verbinden von horizontal benachbarten als auch vertikal benachbarten Betonschalelementen
gleichermaßen gut eingesetzt werden, d.h. das Spannschloss kann gleich gut mit horizontaler
oder vertikaler Verspannrichtung betrieben werden.
[0019] Dabei ist stets eine Position der Spannschlossvorrichtung wählbar, in der der Keil
durch mehr als 70% seiner Gewichtskraft in die Verspannposition forciert wird.
[0020] Weiterhin bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtung,
bei der für den Winkel α gilt
mit L: Länge des Keils in Keilführungsrichtung, und B: größte Breite des Keils gemessen
quer zur Keilführungsrichtung und in der Ebene von Keilführungsrichtung und Verspannrichtung.
Werden solche Spannschlossvorrichtungen in einem Abstand A, gemessen senkrecht zur
Verspannrichtung bzw. parallel zur Grenzlinie der Betonschalelemente, angeordnet,
wobei der Abstand A größer oder gleich L ist, so ist eine gegenseitige Behinderung
der Keile, insbesondere ein Aneinanderstoßen der Keile bei Auf- oder Abbau der Spannschlossvorrichtungen,
ausgeschlossen. Eine Wahl des Abstandes A größer als die Keillänge L ist bisher bei
allen bekannten Betonschalsystemen mit Spannschlossvorrichtungen eingehalten worden,
und die erfindungsgemäße Ausführungsform kann mit allen Handhabungsvorteilen bei solchen
bestehenden Betonschalelementen eingesetzt werden.
[0021] Bevorzugt ist weiterhin eine Ausführungsform, bei der der Keil durch eine der Pratzen
allein geführt ist. Dadurch wird die Führung des Keils vereinfacht. Der Winkel α kann
dann sehr exakt eingestellt werden.
[0022] Eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtung sieht
vor, dass der Keil mindestens eine Vertiefung und/oder Erhebung aufweist, die schräg
zur Keilführungsrichtung verläuft, und dass mindestens eine der Pratzen ein Profil
aufweist, das ein die Vertiefung und/oder Erhebung des Keils eingreift. Das Profil
kann beispielsweise als Zahnreihe ausgebildet sein. Dergestalt profilierte Spannschlossvorrichtungen
können in einem breiten Bereich von Übersetzungsverhältnissen (Vortrieb gegen Verspannweg)
ausgelegt werden; sie können insbesondere auch gut für Winkel α kleiner oder gleich
45° ausgestaltet werden.
[0023] Eine andere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der Keil einen entlang der
Keilführungsrichtung sich verjüngenden Querschnitt aufweist. Der Keil nimmt also in
seiner Breite in Vortriebsrichtung ab. Spannschlossvorrichtungen, die auf der Wirkung
der veränderlichen Außendimension des Keils beruhen, sind mechanisch besonders einfach
und daher kostengünstig.
[0024] Eine Weiterbildung der Ausführungsform mit profilierter Spannschlossvorrichtung ist
vorteilhafter Weise so gestaltet, dass der Keil eine entlang der Keilführungsrichtung
konstante Größe, insbesondere einen konstanten Durchmesser, aufweist. Der Keil behält
damit seine Breite entlang der Vortriebsrichtung bei. Das vereinfacht die Führung
des Keils in der Spannschlossvorrichtung erheblich, und der Winkel α kann besonders
leicht und exakt eingestellt werden.
[0025] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Spannschlossvorrichtung
zur Montage an Innengelenkecken oder Außengelenkecken oder rechtwinkligen Außenecken
von Betonschalelementen anordenbar ist. An diesen Positionen sind besonders große
Kräfte auf die Betonschalelemente zu erwarten, so dass die einzusetzenden Verspannmittel
besonders leistungsfähig sein müssen. Durch die erfindungsgemäße Lehre kann eine große
Zahl von Spannschlossvorrichtungen in engem Abstand voneinander montiert werden, so
dass auch große Kräfte bewältigt werden können.
[0026] Ebenfalls in den Rahmen der vorliegenden Erfindung fällt ein Betonschalungssystem,
umfassend Betonschalelemente und erfindungsgemäße Spannschlossvorrichtungen der oben
beschriebenen Art, wobei die Betonschalelemente jeweils mehrere Montagepositionen,
insbesondere Verstrebungen, für die Spannschlossvorrichtungen aufweisen, wobei die
Montagepositionen voneinander in einer Richtung senkrecht zur Verspannrichtung der
an den Montagepositionen zu montierenden Spannschlossvorrichtungen in einem Abstand
A beabstandet sind, dadurch gekennzeichnet, dass für den Winkel α gilt: α ≤ 90° -
arcsin (B/A), mit B: größte Breite des Keils gemessen quer zur Keilführungsrichtung
und in der Ebene von Keilführungsrichtung und Verspannrichtung. Bei dieser Geometrie
können die Keile unabhängig voneinander beliebig in oder entgegen der Keilführungsrichtung
bewegt werden, ohne dass die Keile zusammenstoßen könnten. Die Enden der Keile sind
außerdem einem Monteur gut zugänglich. Die Vorteile der Erfindung kommen besonders
gut zur Geltung, wenn der Abstand A kleiner oder näherungsweise gleich der Länge L
eines Keiles ist. In diesem Falle stellt das erfindungsgemäße Betonschalungssystem
die einzige Möglichkeit dar, die Keile bzw. die Spannschlossvorrichtungen in diesem
Abstand einsetzbar und verwendbar zu machen. Besonders bevorzugt ist eine Kombination
des erfindungsgemäßen Betonschalungssystems mit der Ausführungsform der Spannschlossvorrichtungen,
bei der gilt α ≤ 90° - arctan (B/L). In diesem Fall überlappen die Längen der Keile
auch nicht nebeneinander, so dass eine besonders einfache Montage der Spannschlossvorrichtungen
aufgrund des freien Zugangs möglich ist.
[0027] Bei den beschriebenen Ausführungsformen verläuft typischerweise die Verspannrichtung
und die Keilführungsrichtung parallel zu den Ebenen der Schalhäute der Betonschalelemente,
wenn die Schalhäute eine gemeinsame Ebene besitzen. Auch als zum Erfindungsgedanken
zugehörig wird eine Spannschlossvorrichtung angesehen, bei der die Keilführungsrichtung
nicht parallel zur Ebene der Schalhäute verläuft, sondern mit der Ebene einen Winkel
α' > 0° und bevorzugt 0° < α' < 10° einschließt. Dies kann mit Winkeln α = 90 ° oder
auch α < 90° kombiniert werden. Der Winkel α' > 0° kann auch eine Kollision von Keilen
benachbarter Spannschlossvorrichtungen verhindern. Allerdings ist der Bewegungsspielraum
für die Keile durch die der Spannschlossvorrichtung zugewandte Rückseite der Schalhaut
begrenzt.
[0028] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
[0029] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1a:
- eine rechtwinklige Außenecke zweier Betonschalelemente mit Spannschlossvorrichtungen
nach dem Stand der Technik;
- Figur 1b:
- eine rechtwinklige Außenecke zweier Betonschalelemente mit erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtungen;
- Figur 2:
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtung mit schrägem
Keil;
- Figur 3a:
- eine Anordnung von drei Keilen von vorbekannten Spannschlossvorrichtungen auf einer
Gerade, wobei die Keile auf der Geraden verlaufen;
- Figur 3b:
- eine Anordnung von verschwenkten Keilen von erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtungen
auf einer Verbindungsgeraden, wobei die Keile gegen die Verbindungsgerade verschwenkt
sind;
- Figur 3c:
- eine Vergrößerung des mittleren Keils von Figur 3b;
- Figur 3d:
- eine Anordnung von verschwenkten Keilen von erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtungen
auf einer Verbindungsgeraden, wobei die Keile gegen die Verbindungsgerade verschwenkt
sind und sich die Längen der Keile nebeneinander überlappen; .
- Figur 3e:
- eine Vergrößerung von zwei Keilen aus Figur 3d.
[0030] Die Figur 1a zeigt die Verspannung zweier Betonschalelemente 1 und 2, welche ein
rechtwinkliges Außeneck bilden, mit Spannschlossvorrichtungen 3, 4, 5 nach dem Stand
der Technik.
[0031] Das erste Betonschalelement 1 besitzt eine vertikale, zur Zeichenebene von Figur
1a parallel verlaufende Schalhaut. An einem Rahmenabschnitt 6 stößt das erste Betonschalelement
1 mit einer Grenzfläche an das zweite Betonschalelement 2. Von der Grenzfläche ist
in Figur 1a nur eine Grenzlinie 7 sichtbar. Das zweite Betonschalelement 2 besitzt
eine vertikale, senkrecht in die Zeichenebene hinein verlaufende Schalhaut. Es stößt
mit einem Rahmenabschnitt 8 an die Grenzfläche und somit an die Grenzlinie 7 an.
[0032] Die Grenzlinie 7 wird von den drei Spannschlossvorrichtungen 3, 4, 5 überspannt.
Die Spannschlossvorrichtungen 3, 4, 5 sind an horizontal verlaufenden Verstrebungen
der Betonschalelemente 1, 2 angeordnet. Jede Spannschlossvorrichtung 3, 4, 5 besitzt
eine linksseitige erste Pratze 9a, 9b, 9c, die jeweils in den Rahmenabschnitt 6 eingreift,
und eine rechtsseitige zweite Pratze 10a, 10b, 10c, die den Rahmenabschnitt 8 umgreift.
Mittels eines vertikal orientierten Keils 11 a, 11 b, 11 c können die Pratzen 9a-9c,
10a-10c in horizontaler Richtung relativ zueinander verspannt werden (Verspannrichtung).
Werden die Keile 11 a, 11 b, 11 c nach unten in die zugehörigen Spannschlossvorrichtungen
3, 4, 5 eingetrieben, so werden die Betonschalelemente 1, 2 zusammengezogen. Um die
Keile 11 a, 11 b, 11 c zu lösen, müssen sie nach oben bewegt werden.
[0033] Die Bewegungsmöglichkeiten der Keile 11 a, 11 b, 11 c sind dadurch begrenzt, dass
alle Keile 11 a, 11b, 11 c auf einer einzigen Geraden bewegt werden. Der mittlere
Keil 11 b kann zum Beispiel nur etwa um eine viertel Keillänge nach oben oder unten
verschoben werden, ohne auf einen anderen Keil 11a oder 11c zu treffen. Insbesondere
kann der Keil 11b nicht vollständig herausgezogen werden, um die Pratzen 9b, 10b voneinander
zu lösen. Der geringe Abstand zu den benachbarten Keilen 11 a, 11 c in der Bewegungsrichtung
des Keils 11b, d.h. in der hier vertikalen Keilführungsrichtung, behindert außerdem
die Anwendung von einem Werkzeug zum Verspannen (Vortreiben) oder Lösen des Keils
11 b. Insbesondere kann mit einem Hammer, der eines der Enden des Keiles 11 b eintreiben
oder austreiben soll, nicht ausgeholt werden. Deshalb muss bei der Montage des Aufbaus
von Figur 1a Spezialwerkzeug verwendet werden, das trotz des ungünstigen Angriffswinkels
und/oder Zugangs auf die Keilenden die Keile 11 a, 11 b, 11 c handhaben kann. Alternativ
kann man auch auf die mittlere Spannschlossvorrichtung verzichten, was die Belastbarkeit
der Verspannung der Betonschalelemente 1, 2 herabsetzt.
[0034] Figur 1b zeigt die gleichen Betonschalelemente 1, 2, die nunmehr mit drei erfindungsgemäßen
Spannschlossvorrichtungen 12, 13, 14 verbunden sind.
[0035] Die Spannschlossvorrichtungen 12, 13, 14 besitzen jeweils eine linksseitige erste
Pratze 15a, 15b, 15c und eine rechtsseitige zweite Pratze 16a, 16b, 16c. Die Pratzen
15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c können in der Figur in horizontaler Richtung gegeneinander
verschoben werden (=Verspannrichtung), um die Betonschalelemente 1, 2 aneinander zu
pressen. Die Verspannung der Pratzen 15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c ist jeweils durch
einen Keil 17a, 17b, 17c einstellbar. Die Keile 17a, 17b, 17c besitzen eine Keilführungsrichtung
(d.h. eine Translationsrichtung in der jeweiligen Spannschlossvorrichtung 12, 13,
14) nach schräg unten. Beim Vortrieb eines Keiles 17a, 17b, 17c nach schräg unten
werden die zugehörigen Pratzen 15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c in horizontaler Richtung
zusammengezogen. Damit schließen die hier horizontale Verspannrichtung und die Keilführungsrichtung
einen Winkel α kleiner 90°, nämlich ungefähr 70° ein. Bei der Winkelbestimmung von
α bleiben die Vorzeichen der Verspannrichtung und der Keilführungsrichtung außer betracht,
und nur der kleinere der eingeschlossenen Winkel an einer Kreuzung der beiden durch
die Richtungsvektoren bestimmten Richtungslinien wird als Winkel α aufgefasst.
[0036] Alle drei Keile 17a, 17b, 17c können entsprechend ihrer Keilführungsrichtung bewegt
werden, ohne dass es zu Behinderungen durch die Keile 17a, 17b, 17c benachbarter Spannschlossvorrichtungen
12, 13, 14 kommt. Als Bewegungsraum steht der volle Abstand A zwischen den Spannschlossvorrichtungen
12, 13, 14 zur Verfügung; bei stärkerer Keilneigung oder kompakteren ersten Pratzen
15a, 15b, 15c wäre es sogar noch mehr. Auch gibt es oberhalb und unterhalb der Keile
17a, 17b, 17c genügend Raum, um mit Standardwerkzeugen, etwa mit einem Hammer, bequem
auf ein Keilende einwirken zu können.
[0037] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtung 20 ähnlich
den Spannschlossvorrichtungen von Figur 1b in einem vertikalen Querschnitt.
[0038] Die Spannschlossvorrichtung 20 umfasst eine linksseitige erste Pratze 21, eine rechtsseitige
zweite Pratze 22, und einen Keil 23. Die beiden Pratzen 21, 22 führen sich gegenseitig,
um eine Relativbewegung der Pratzen 21, 22 in horizontaler Richtung, nämlich der Verspannrichtung
34, zu ermöglichen. Der Keil 23 ist in der zweiten Pratze 22 mittels zweier Öffnungen
24, 25 in einer Keilführungsrichtung 33 geführt. Die Pratzen 21, 22 verfügen über
Schenkel 26, 27, 28, 29, mit denen sie an Verstrebungen von Betonschalelementen aufliegen
können und Rahmenabschnitte von Betonschalelementen umgreifen oder in diese eingreifen
können.
[0039] Die erste Pratze 22 verfügt über einen profilierten Abschnitt 30, der mit einer Reihe
von Zähnen 31 ausgestaltet ist. Die Zähne 31 sind gegen die Verspannrichtung 34 um
einen Winkel ε geneigt. Der Keil 23 verfügt über mehrere Rillen 32, die ebenfalls
gegen die Verspannrichtung 34 um einen Winkel ε geneigt sind. Die Neigung der Zähne
31 ist also dem Rillenprofil des Keils 23 (also der Relativneigung der Rillen 32 zu
einer Vortriebsrichtung 33 des Keils 23) und der Neigung des Keils 23 in der Spannschlossvorrichtung
20 (also dem Winkel α) angepasst. Weiterhin ist der Abstand der Rillen 32 dem Abstand
der Zähne 31 angepasst.
[0040] Bei einem Vortrieb des Keils 23 nach rechts unten werden die Kanten der Rillen 32
auf Höhe der Zähne 31 nach rechts parallel verschoben, wodurch die Zähne 31 ebenfalls
nach rechts verschoben werden. Da die Zähne 31 zur ersten Pratze 21 gehören, der Keil
23 aber in der zweiten Pratze 22 geführt ist, kommt es so zu einer Relativbewegung
der Pratzen 21, 22 aufeinander zu.
[0041] Die
Figuren 3a bis 3e erläutern die geometrischen Verhältnisse an Spannschlossvorrichtungen. Die Spannschlossvorrichtungen
sind jeweils stark schematisiert dargestellt, indem eine Projektion des jeweiligen
Keils auf eine vertikale Ebene besonders hervorgehoben wird, während die Pratzen nur
als gestricheltes Rechteck dargestellt sind. Die langen Seiten des gestrichelten Rechtecks
verlaufen parallel zur Verspannrichtung, die kurzen Seiten verlaufen parallel zur
Richtung der zu überspannenden Grenzlinie von Betonschalelementen.
[0042] Figur 3a zeigt den Grenzfall einer möglichen Anordnung von Spannschlossvorrichtungen 30a,
30b, 30c mit Keilen 31 a, 31 b, 31 c nach dem Stand der Technik in einer verspannten
Position. Die Keile 31 a, 31 b, 31 c erstrecken sich alle auf einer Geraden, nämlich
der vertikalen Verbindungsgeraden der Mittelpunkte 32a, 32b, 32c der Spannschlossvorrichtungen
30a, 30b, 30c. Der Begriff Mittelpunkt bezieht sich dabei vornehmlich auf das Zentrum
des Pratzenbereichs und das Zentrum der Keile in der dargestellten verspannten Position.
Problematisch an der Anordnung des Standes der Technik ist dabei, dass die Keile 31a,
31 b, 31 c gegenseitig ihre Bewegung entlang ihrer Keilführungsrichtung, die mit der
Richtung der Längserstreckung der Keile 31 a, 31 b, 31 c zusammenfällt, blockieren.
Dies liegt daran, dass die Enden der Keile 31 a, 31 b, 31 c sich im montierten Zustand
berühren (oder einen im Vergleich zur Länge eines Keiles vernachlässigbaren Abstand
haben). Unter Einhaltung der richtigen Auf- und Abbaureihenfolge und/oder bei Verwendung
von Spezialwerkzeug, das zur Bewegung der Keile 31 a, 31 b, 31 c keinen Zugang zu
freien Enden der Keile 31a, 31 b, 31 c benötigt, kann eine solche Anordnung zwar prinzipiell
zum Verspannen von Betonschalelementen genutzt werden, dies ist jedoch kompliziert
und kann die Anordnung von Betonschalelementen zueinander verzögern. Dasselbe gilt
für den Abbau miteinander verspannter Betonschalelemente.
[0043] Um das Problem der sich gegenseitig im Weg stehenden Keile 31 a, 31 b, 31 c bzw.
Keilende zu lösen, schlägt die erfindungsgemäße Lehre vor, die Keile 31a, 31 b, 31
c und die zugehörigen Keilführungsrichtungen gegen die Verspannrichtung, hier die
Horizontale, zu verschwenken. Eine beispielhafte Möglichkeit einer Verschwenkung aus
der senkrechten Stellung der Keile zeigt Fig. 3a. Die Keile 31 a, 31 b, 31 c werden
jeweils gemäß der eingezeichneten Pfeile 34 ein wenig gegen den Uhrzeiger um ihre
Mittelpunkte 32a, 32b, 32c verschwenkt.
[0044] Figur 3b zeigt die Anordnung nach dem Verschwenken um den minimalen, sinnvollen Verschwenkwinkel.
Dieses Verschwenken geht selbstverständlich mit einer Neukonstruktion der Spannschlossvorrichtungen
einher, die in Figur 3b nunmehr mit 35a, 35b, 35c bezeichnet sind. Sie sind nach wie
vor auf einer vertikalen Verbindungsgeraden, die durch Mittelpunkte 36a, 36b, 36c
der Spannschlossvorrichtungen 35a, 35b, 35c definiert ist, aufgereiht, aber die Bewegungsrichtungen
der Keile 37a, 37b, 37c verlaufen nunmehr nebeneinander parallel. Der benötigte Raum
eines jeden Keils 37a, 37b, 37c für Bewegungen in Keilführungsrichtung überlappt weder
mit dem benötigten Raum für Bewegungen eines anderen Keils 37a, 37b, 37c, noch mit
dem Ort eines anderen Keils 37a, 37b, 37c. Die Keile 37a, 37b, 37c haben im gezeigten
verspannten Zustand der Anordnung von Fig. 3b an ihren linken unteren und rechten
oberen Ecken punktuellen Kontakt zueinander, und können bei Bewegungen in Keilführungsrichtung
gerade aneinander vorbeigleiten. Allenfalls die Lagen der Pratzen 38a, 38b, 38c begrenzen
die Bewegungen der Keile 37a, 37b, 37c.
[0045] Figur 3c zeigt einen Ausschnitt aus Figur 3b, um die Bestimmung eines geeigneten Verschwenkwinkels
β zum Erhalt der Anordnung von Figur 3b zu veranschaulichen.
[0046] Der Keil 37b berührt in Eckpunkt E den benachbarten Keil 37c. Die rechte Kante des
Keils 37b liegt dabei in der Verlängerung der linken Kante des Keils 37c, so dass
der Keil 37b bei einer Verschiebung nach links oben in Keilführungsrichtung gerade
noch widerstandsfrei am Keil 37c vorbeigleiten würde. Die Keile 37a, 37b, 37c besitzen
alle eine Breite B und eine Länge L.
[0047] Eine in Keilführungsrichtung verlaufende Mittelachse 40 des Keils 37b (sowie die
Mittelachsen der übrigen Keile 37a, 37c) muss um einen Winkel β gegen eine vertikale
Verbindungsgerade 41 der Mittelpunkte der Keile 37a, 37b, 37c verdreht sein. Die Mittelachse
40 verläuft durch den Mittelpunkt M des Keils 37b und den Kopfpunkt K, der in der
Mitte der oberen kurzen Seite des Keils 37b liegt. Das Verhältnis der Streckenlänge
KE zu Streckenlänge KM definiert den Tangenz von β. Somit gilt

[0048] Der Winkel β stellt den Ergänzungswinkel des Winkels α zu 90° dar, denn α verläuft
als Winkel zwischen Verspannrichtung (hier die Horizontale 42) und der Keilführungsrichtung
(hier repräsentiert durch die Mittelachse 40). Somit gilt α = 90°- arctan (B/L).
[0049] Die Anordnung der Figuren 3b und 3c geht davon aus, dass sich die Keile in montiertem
Zustand entlang ihrer Länge nicht überlappen sollen, auch nicht nebeneinander. Dies
vermeidet zwar Gefahrenstellen, Verschleiß und Probleme mit Fertigungstoleranzen der
erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtungen, ist aber für die beschriebene Erfindung
keine zwingende Voraussetzung.
[0050] In Figur 3d sind überlappende Keile von aneinandergrenzenden Spannschlossvorrichtungen
dargestellt. Die erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtungen 44a, 44b, 44c, haben
die gleiche Breite und den gleichen Montageabstand ihrer Mittelpunkte 45a, 45b, 45c
sowie die gleiche Neigung ihrer Keile 46a, 46b, 46c wie die Anordnung von Figur 3b.
Lediglich die Länge der Keile 46a, 46b, 46c ist größer als in der Anordnung von Figur
3b. Dennoch besitzen die Keile 46a, 46b, 46c Raum für beliebige Bewegungen entlang
ihrer Keilführungsrichtung, die insbesondere nicht durch die benachbarten Keile 46a,
46b, 46c eingeschränkt wird. Dabei gleiten die Keile 46a, 46b, 46c im dargestellten
Grenzfall gerade an den benachbarten Keilen ab, was den größten erfindungsgemäßen,
sinnvollen Winkel α zwischen Verspannrichtung und Keilführungsrichtung darstellt.
[0051] Tatsächlich ist der Raum für Bewegungen der Keile von der Breite der Keile 46a, 46b,
46c, vom Montageabstand der erfindungsgemäßen Spannschlossvorrichtungen mit den darin
schräg geführten Keilen 46a, 46b, 46c und vom Winkel α abhängig.
[0052] Diesen Zusammenhang veranschaulicht Figur 3e. Sie zeigt einen Ausschnitt aus Figur
3d und dient der Illustration des erfindungsgemäß größtmöglichen sinnvollen Winkels
α bzw. des kleinstmöglichen sinnvollen Verschwenkwinkels γ im Falle von Keillängen
größer als dem Montageabstand der Spannschlossvorrichtungen.
[0053] Die Spannschlossvorrichtungen 44b, 44c sind auf einer Verbindungsgeraden 47 aufgereiht,
die durch die Mittelpunkte 45b und 45c der Keile 46b, 46c in Verspannposition oder
auch als Mittelpunkte 45b und 45c der zugehörigen Pratzenbereiche definiert ist. Die
Verbindungsgerade 47 schneidet eine Grenzfläche zwischen den Keilen 46b und 46c im
Schnittpunkt S. Der Schnittpunkt S liegt auf halber Strecke der Verbindungslinie der
Mittelpunkte 45b und 45c. Der Abstand der Mittelpunkte 45b und 45c (und damit der
Abstand der Spannschlossvorrichtungen 44b, 44c in Richtung senkrecht zur Verspannrichtung
bzw. in Richtung parallel der Grenzlinie der zu verbindenden Betonschalelemente) beträgt
A. Die Breite der Keile 46b, 46c gemessen senkrecht zur Keilführungsrichtung, beträgt
B. Der Keil 46b besitzt eine Mittelachse 48, die entlang der Keilführungsrichtung
auf halber Breite des Keils 46b verläuft. Eine Hilfslinie 49 verläuft senkrecht zur
Mittelachse 48 und schneidet den Schnittpunkt S. Der Schnittpunkt der Hilfslinie 49
mit der Mittelachse 48 wird als Innenpunkt I des Keils 46b bezeichnet.
[0054] Zur Bestimmung des Verschwenkwinkels γ zwischen der Mittelachse 48 und der Verbindungsgeraden
47 wird das Dreieck MIS betrachtet. M entspricht 45b. Das Verhältnis der Längen der
Strecken IS zu SM definiert den Sinus von γ.
Somit gilt

Der Winkel γ ist der Ergänzungswinkel des Winkels α zu 90°, so dass gilt

[0055] Man beachte dass im häufig gegebenen Fall von kleinen Breiten B verglichen mit dem
Abstand A als Näherung gilt:
Streckenlänge IM = Streckenlänge SM. Unter Beachtung dieser Randbedingung kann der
Sinus durch den Tangenz angenähert werden.
[0056] Im Falle von konischen Keilen können die Vorteile der Erfindung in jedem Falle erreicht
werden, wenn als Breite des Keils im Sinne der obigen Betrachtungen die größte vorkommende
Breite am Keil verwendet wird. In bestimmten Fällen wird aber auch eine gemittelte
Breite herangezogen werden können.
[0057] Zum Verspannen von Betonschalelementen werden entlang einer Geraden aufgereiht angeordnete
Spannschlossvorrichtungen verwendet, wobei diese Spannschlossvorrichtungen Keile zur
Einstellung der Verspannung mittels des Keilvortriebs aufweisen. Die erfindungsgemäßen
Keile sind gegen diese Gerade geneigt angeordnet, um Kollisionen von Keilen benachbarter
Spannschlossvorrichtungen beim Vor- oder Austreiben der Keile zu vermeiden. Auch wird
eine Versperrung des Zugangs zu den Keilenden durch benachbarte Keile verhindert.
1. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) zum Verspannen
von Betonschalelementen (1, 2), mit zwei Pratzen (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21,
22) und einem Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c), wobei die Pratzen
(15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22) in einer Verspannrichtung (34) gegeneinander
verschiebbar sind, wobei der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c)
in der Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) entlang
einer Keilführungsrichtung (33) geführt ist, und wobei das Maß des Vortriebs des Keils
(17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in der Spannschlossvorrichtung (12,
13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) die Verschiebung der Pratzen (15a, 15b,
15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22) bestimmt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Keilführungsrichtung (33) und die Verspannrichtung (34) einen Winkel α einschließen,
der zwischen 40° und 85°, insbesondere näherungsweise 70° beträgt, wobei eine Behinderung
von benachbart angeordneten Spannschlossvorrichtungen (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c;
44a, 44b, 44c) durch deren Keile (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c)
auch bei einer geringen Beabstandung der Spannschlossvorrichtungen (12, 13, 14; 20;
35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) vermieden werden kann.
2. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α näherungsweise 45° beträgt.
3. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für den Winkel α gilt
mit L: Länge des Keils (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in Keilführungsrichtung
(33), und B: größte Breite des Keils (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b,
46c) gemessen quer zur Keilführungsrichtung (33) und in der Ebene von Keilführungsrichtung
(33) und Verspannrichtung (34).
4. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) durch eine der Pratzen
(22) allein geführt ist.
5. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) mindestens eine Vertiefung
und/oder Erhebung aufweist, die schräg zur Keilführungsrichtung (33) verläuft, und
dass mindestens eine der Pratzen (15a, 15b, 15c; 21) ein Profil aufweist, das in die
Vertiefung und/oder Erhebung des Keils (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b,
46c) eingreift.
6. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) einen entlang der Keilführungsrichtung
(33) sich verjüngenden Querschnitt aufweist.
7. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach Anspruch
5, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) eine entlang der Keilführungsrichtung
(33) konstante Größe aufweist.
8. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) zur Montage
an Innengelenkecken oder Außengelenkecken oder rechtwinkligen Außenecken von Betonschalelementen
81, 2) anordenbar ist.
9. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) zum Verspannen
von Betonschalelementen (1, 2), mit zwei Pratzen (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21,
22) und einem Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c), wobei die Pratzen
(15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22) in einer Verspannrichtung (34) gegeneinander
verschiebbar sind, wobei der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c)
in der Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) entlang
einer Keilführungsrichtung (33) geführt ist, und wobei das Maß des Vortriebs des Keils
(17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in der Spannschlossvorrichtung (12,
13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) die Verschiebung der Pratzen (15a, 15b,
15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22) bestimmt, wobei der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b,
37c; 46a, 46b, 46c) mindestens eine Vertiefung und/oder Erhebung aufweist, die schräg
zur Keilführungsrichtung (33) verläuft, und mindestens eine der Pratzen (15a, 15b,
15c; 21) ein Profil aufweist, das in die Vertiefung und/oder Erhebung des Keils (17a,
17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) eingreift, wobei der Keil (17a, 17b, 17c;
23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) eine entlang der Keilführungsrichtung (33) konstante
Größe aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Keilführungsrichtung (33) und die Verspannrichtung (34) einen Winkel α kleiner
als 90° einschließen.
10. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach Anspruch
9,
dadurch gekennzeichnet, dass für den Winkel α gilt
mit L: Länge des Keils (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in Keilführungsrichtung
(33), und B: größte Breite des Keils (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b,
46c) gemessen quer zur Keilführungsrichtung (33) und in der Ebene von Keilführungsrichtung
(33) und Verspannrichtung (34).
11. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach Anspruch
9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) durch eine der Pratzen
(22) allein geführt ist.
12. Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem
der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschlossvorrichtung (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) zur Montage
an Innengelenkecken oder Außengelenkecken oder rechtwinkligen Außenecken von Betonschalelementen
81, 2) anordenbar ist.
13. Betonschalungssystem, umfassend Betonschalelemente (1, 2) und Spannschlossvorrichtungen
(12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Betonschalelemente (1, 2) jeweils mehrere Montagepositionen, insbesondere
Verstrebungen, für die Spannschlossvorrichtungen (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a,
44b, 44c) aufweisen,
wobei die Montagepositionen voneinander in einer Richtung senkrecht zur Verspannrichtung
(34) der an den Montagepositionen zu montierenden Spannschlossvorrichtungen (12, 13,
14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) in einem Abstand A beabstandet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass für den Winkel α gilt

mit B: größte Breite des Keils (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) gemessen
quer zur Keilführungsrichtung (33) und in der Ebene von Keilführungsrichtung (33)
und Verspannrichtung (34).
1. A turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) for clamping concrete
shell elements (1, 2), having two claws (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22) and
a wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c), the claws (15a, 15b, 15c,
16a, 16b, 16c; 21, 22) being displaceable with respect to one another in a clamping
direction (34), the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) being
guided in the turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) along
a wedge guiding direction (33), and the dimension of the propulsion of the wedge (17a,
17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in the turnbuckle device (12, 13, 14;
20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) determining the displacement of the claws (15a,
15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22),
characterized in that the wedge guiding direction (33) and the clamping direction (34) enclose an angle
α of between 40° and 85°, in particular approximately 70°, wherein obstruction of
neighboring turnbuckle devices (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) by the
wedges (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) thereof is prevented even
when the distance between the turnbuckle devices (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a,
44b, 44c) is small.
2. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
claim 1, characterized in that the angle α is approximately 45°.
3. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
any one of the preceding claims,
characterized in that the following relationship applies for the angle α:
with L: length of the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in the
wedge guiding direction (33), and B: greatest width of the wedge (17a, 17b, 17c; 23;
37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) measured transversely to the wedge guiding direction
(33) and in the plane of the wedge guiding direction (33) and clamping direction (34).
4. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
any one of the preceding claims, characterized in that the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) is solely guided by one
of the claws (22).
5. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
any one of the preceding claims, characterized in that the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) has at least one depression
and/or protrusion, which runs diagonally to the wedge guiding direction (33), and
at least one of the claws (15a, 15b, 15c; 21) has a profile which engages in the depression
and/or protrusion of the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c).
6. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
any one of the preceding claims, characterized in that the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) has a cross-section tapering
along the wedge guiding direction (33).
7. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
claim 5, characterized in that the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) has a constant size along
the wedge guiding direction (33).
8. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
any one of the preceding claims, characterized in that the turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) may be positioned
for mounting on internal joint corners or external joint corners or perpendicular
outer corners of concrete shell elements (1, 2).
9. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) for clamping
concrete shell elements (1, 2), having two claws (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21,
22) and a wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c), the claws (15a,
15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22) being displaceable with respect to one another in
a clamping direction (34), the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b,
46c) being guided in the turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b,
44c) along a wedge guiding direction (33), and the dimension of the propulsion of
the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in the turnbuckle device
(12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) determining the displacement of the
claws (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c; 21, 22), the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b,
37c; 46a, 46b, 46c) having at least one depression and/or protrusion, which runs diagonally
to the wedge guiding direction (33), and at least one of the claws (15a, 15b, 15c;
21) has a profile which engages in the depression and/or protrusion of the wedge (17a,
17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c), the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b,
37c; 46a, 46b, 46c) having a constant size along the wedge guiding direction (33),
characterized in that the wedge guiding direction (33) and the clamping direction (34) enclose an angle
α of less than 90°.
10. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
claim 9,
characterized in that the following relationship applies for the angle α:
with L: length of the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) in the
wedge guiding direction (33), and B: greatest width of the wedge (17a, 17b, 17c; 23;
37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) measured transversely to the wedge guiding direction
(33) and in the plane of the wedge guiding direction (33) and clamping direction (34).
11. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
claim 9 or 10, characterized in that the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c) is solely guided by one
of the claws (22).
12. The turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to
any one of the claims 9 to 11, characterized in that the turnbuckle device (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) may be positioned
for mounting on internal joint corners or external joint corners or perpendicular
outer corners of concrete shell elements (1, 2).
13. A concrete shell system, comprising concrete shell elements (1, 2) and turnbuckle
devices (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) according to any one of the
preceding claims,
the concrete shell elements (1, 2) each having multiple mounting positions, particularly
struts, for the turnbuckle devices (12, 13, 14; 20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c),
the mounting positions being spaced apart at an interval A from one another in a direction
perpendicular to the clamping direction (34) of the turnbuckle devices (12, 13, 14;
20; 35a, 35b, 35c; 44a, 44b, 44c) to be mounted on the mounting positions,
characterized in that the following applies for the angle α:
with B: greatest width of the wedge (17a, 17b, 17c; 23; 37a, 37b, 37c; 46a, 46b, 46c)
measured transversely to the wedge guiding direction (33) and in the plane of wedge
guiding direction (33) and clamping direction (34).
1. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) dévolu au serrage
d'éléments (1, 2) de coffrage de bétonnage, comprenant deux griffes (15a, 15b, 15c,
16a, 16b, 16c ; 21, 22) et un coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b,
46c), lesdites griffes (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c ; 21, 22) pouvant être mutuellement
déplacées dans une direction (34) de serrage en tension, ledit coin (17a, 17b, 17c
; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) étant guidé le long d'une direction (33) de
guidage dudit coin, dans le dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ;
44a, 44b, 44c), et la course d'avance dudit coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c
; 46a, 46b, 46c), dans ledit dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ;
44a, 44b, 44c), déterminant le déplacement desdites griffes (15a, 15b, 15c, 16a, 16b,
16c ; 21, 22),
caractérisé par le fait
que la direction (33) de guidage du coin et la direction (34) de serrage en tension décrivent
un angle α mesurant entre 40° et 85°, approximativement 70° en particulier, une gêne
réciproque de dispositifs tendeurs (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c)
occupant des positions voisines pouvant être évitée par les coins (17a, 17b, 17c ;
23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) de ces derniers, également en présence d'un faible
espacement desdits dispositifs tendeurs (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b,
44c).
2. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon la revendication
1, caractérisé par le fait que l'angle α mesure approximativement 45°.
3. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon l'une des
revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'angle α obéit à la relation
dans laquelle L : longueur du coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b,
46c) dans la direction (33) de guidage dudit coin, et B : largeur maximale dudit coin
(17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) mesurée transversalement par
rapport à ladite direction (33) de guidage du coin, et dans le plan de ladite direction
(33) de guidage du coin et de la direction (34) de serrage en tension.
4. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon l'une des
revendications précédentes, caractérisé par le fait que le coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) est guidé par l'une
seulement (22) des griffes.
5. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon l'une des
revendications précédentes, caractérisé par le fait que le coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) présente au moins une
creusure et/ou une protubérance s'étendant à l'oblique vis-à-vis de la direction (33)
de guidage dudit coin ; et par le fait qu'au moins l'une des griffes (15a, 15b, 15c ; 21) offre un profil pénétrant dans ladite
creusure et/ou ladite protubérance dudit coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c
; 46a, 46b, 46c).
6. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon l'une des
revendications précédentes, caractérisé par le fait que le coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) présente une section
transversale s'amenuisant le long de la direction (33) de guidage dudit coin.
7. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon la revendication
5, caractérisé par le fait que le coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) offre une taille constante
le long de la direction (33) de guidage dudit coin.
8. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon l'une des
revendications précédentes, caractérisé par le fait que ledit dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) peut être
agencé en vue du montage sur des cornières d'articulation intérieure ou des cornières
d'articulation extérieure, voire des cornières extérieures orthogonales d'éléments
(1, 2) de coffrage de bétonnage.
9. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) dévolu au serrage
d'éléments (1, 2) de coffrage de bétonnage, comprenant deux griffes (15a, 15b, 15c,
16a, 16b, 16c ; 21, 22) et un coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b,
46c), lesdites griffes (15a, 15b, 15c, 16a, 16b, 16c ; 21, 22) pouvant être mutuellement
déplacées dans une direction (34) de serrage en tension, ledit coin (17a, 17b, 17c
; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) étant guidé le long d'une direction (33) de
guidage dudit coin, dans le dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ;
44a, 44b, 44c), la course d'avance dudit coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c
; 46a, 46b, 46c), dans ledit dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ;
44a, 44b, 44c), déterminant le déplacement desdites griffes (15a, 15b, 15c, 16a, 16b,
16c ; 21, 22), ledit coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) présentant
au moins une creusure et/ou une protubérance s'étendant à l'oblique vis-à-vis de la
direction (33) de guidage dudit coin, au moins l'une desdites griffes (15a, 15b, 15c
; 21) offrant un profil pénétrant dans ladite creusure et/ou ladite protubérance dudit
coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c), et ledit coin (17a, 17b,
17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) offrant une taille constante le long de
la direction (33) de guidage dudit coin,
caractérisé par le fait que la direction (33) de guidage du coin et la direction (34) de serrage en tension décrivent
un angle α inférieur à 90°.
10. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon la revendication
9,
caractérisé par le fait que l'angle α obéit à la relation
dans laquelle L : longueur du coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b,
46c) dans la direction (33) de guidage dudit coin, et B : largeur maximale dudit coin
(17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) mesurée transversalement par
rapport à ladite direction (33) de guidage du coin, et dans le plan de ladite direction
(33) de guidage du coin et de la direction (34) de serrage en tension.
11. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon la revendication
9 ou 10, caractérisé par le fait que le coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a, 46b, 46c) est guidé par l'une
seulement (22) des griffes.
12. Dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) selon l'une des
revendications 9 à 11, caractérisé par le fait que ledit dispositif tendeur (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) peut être
agencé en vue du montage sur des cornières d'articulation intérieure ou des cornières
d'articulation extérieure, voire des cornières extérieures orthogonales d'éléments
(1, 2) de coffrage de bétonnage.
13. Système de coffrage de béton, comprenant des éléments (1, 2) de coffrage de bétonnage
et des dispositifs tendeurs (12, 13, .14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) conformes
à l'une des revendications précédentes,
lesdits éléments (1, 2) de coffrage de bétonnage étant respectivement pourvus de plusieurs
emplacements de montage, en particulier des entretoisements dédiés auxdits dispositifs
tendeurs (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c),
lesdits emplacements de montage étant mutuellement espacés d'une distance A dans une
direction perpendiculaire à la direction (34) de serrage en tension desdits dispositifs
tendeurs (12, 13, 14 ; 20 ; 35a, 35b, 35c ; 44a, 44b, 44c) devant être montés auxdits
emplacements de montage,
caractérisé par le fait
que l'angle α obéit à la relation
dans laquelle B : largeur maximale du coin (17a, 17b, 17c ; 23 ; 37a, 37b, 37c ; 46a,
46b, 46c) mesurée transversalement par rapport à la direction (33) de guidage dudit
coin, et dans le plan de ladite direction (33) de guidage du coin et de la direction
(34) de serrage en tension.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente