[0001] Die Erfindung betrifft eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0003] Es ist bekannt, Zentrifugen auf verschiedenste Art anzutreiben. Im Bereich der Vollmantel-Schneckenzentrifugen
hat es sich durchgesetzt, die Schnecke und die Trommel jeweils mit einer Antriebsvorrichtung
zu versehen, um diese beiden Elemente getrennt voneinander ohne die Bindung an ein
festes Übersetzungsverhältnis ansteuern zu können. Ein derartiger Stand der Technik
ist aus der bereits genannten
DE-A-2811887 oder auch aus der
DE 1732887 bekannt.
[0004] Zum Antrieb der Trommel wird i.allg. ein Riementrieb eingesetzt, welcher sich in
der Praxis gut bewährt hat, der aber relativ viel Bauraum benötigt und infolge der
Reibwärme bei Riemenschlupf hohe Temperaturen an den Riemen und den Riemenscheiben
erzeugt sowie auch oftmals relativ laut ist. Daher besteht der Bedarf nach alternativen
Antriebskonzepten, bei welchen ein Riementrieb vermieden wird.
[0005] Beispielsweise von Laborzentrifugen sind auch elektromagnetische Antriebe bekannt,
man denke beispielsweise an den Magneten in einem Becherglas, welches sich dreht.
Aus der
EP 0 930 099 B1 ist darüber hinaus auch ein elektromagnetisches Getriebe zum Antrieb einer Laborzentrifuge
bekannt, dass einem Elektromotor nachgeschaltet ist, das aber für größere Zentrifugen
wie Vollmantel-Schneckenzentrifugen nicht geeignet sind. Eine Spinnzentrifuge mit
einer Art Magnetantrieb zeigt auch die
DE 74 26 623 U1.
[0006] Der Einsatz eines Axialfeld-Elektromotors bei einer Zucker-Trommelzentrifuge ohne
Schnecke ist ferner aus der
DE 33 25 566 A bekannt. Ein Einsatz an einer Vollmantel-Schneckenzentrifuge wurde dagegen bisher
nicht erwogen, wohl, da diese Zentrifugenart stets auch einen Antrieb für die Schnecke
benötigt und da man auch eine zu starke Erwärmung des Produktes über die Trommel befürchtete.
Analoges gilt für die Lösungen der
DE 40 08 945 C2, die eine Verdampfer-Konzentrator-Zentrifuge zeigt, und der
DE 38 34 222 C2.
[0007] Die Schaffung einer Vollmantel-Schneckenzentrifuge, mit einem zu einem Riemenantrieb
alternativen Antrieb ist die Aufgabe der Erfindung.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0009] Danach weist zumindest die Antriebsvorrichtung für die Trommel wenigstens einen elektromechanischen
Direktantrieb auf, dessen Primär- oder Sekundärelemente direkt an oder auf der Trommel
oder an oder auf einem mit der Trommel drehfest verbundenen Teil angeordnet sind,
und dessen korrespondierende Sekundär- oder Primärelemente zu diesen berührungsfrei
beabstandet außerhalb der Trommel oder des mit dieser drehfest verbundenen Teils angeordnet
sind, wobei die Vortriebskraft getriebefrei durch ein elektromagnetisches, rund um
die Trommel oder rund um das mit dieser drehfest verbundene Teil fortschreitendes
Wanderfeld erzeugbar ist, wobei die Sekundärelemente des wenigstens einen Direktantriebes
am Außenumfang der Trommel oder am Außenumfang des mit der Trommel drehfest verbundenen
Teiles und die Primärelemente jeweils radial außerhalb der Sekundärelemente zu diesen
berührungsfrei beabstandet angeordnet sind.
[0010] Die Erzeugung des Wanderfeldes kann beispielsweise durch eine Vielzahl von nacheinander
ansteuerbaren Spulen am Außenumfang der Trommel realisiert werden, die als die Primärelemente
zur Erzeugung des Wanderfeldes dienen, um dabei eine Vielzahl der insbesondere permanentmagnetischen
Sekundärelemente mitzunehmen.
[0011] Damit wird das bestechend einfache Konzept eines direkt ohne vorgeschalteten Elektromotor
erzeugten Wanderfeldes, welches z.B. am Außenumfang der Trommel rundum fortschreitet
und diese nicht wie ein Drehfeld durchsetzt, in einfacher Weise auch zum direkten
Antrieb einer Schleudertrommel eines Dekanters mit Schnecke genutzt, wobei die Schnecke
nach einer Erkenntnis der Erfindung durchaus auch auf andere Weise antreibbar ist
als die Trommel, so z.B. mit einem üblichen Drehfeld-Elektromotor. Auch kann das Problem
der Wärmeentwicklung des Produktes über die Trommel wider Erwarten auch bei einer
Vollmantel-Schneckenzentrifuge durchaus beherrscht werden. Zudem ist eine stufenlose
Drehzahleinstellung auf einfache Weise auch ohne Frequenzumformer möglich.
[0012] Dabei ist das Verhältnis zwischen der inneren axialen Erstreckung der Trommel und
ihrem inneren Durchmesser vorzugsweise größer als 1, insbesondere größer als 2, 5
ist. Gerade bei derartigen Trommeln kann der "Wanderfeldantrieb" auf einfache Weise
im Bereich der langgestreckten Trommel untergebracht werden, ohne störend mit Funktionselementen
an den axialen Enden der Trommel zu interferieren.
[0013] Mit der Erfindung kann auf einen Riementrieb für die Trommel auf einfachste Weise
verzichtet werden. Stattdessen wird in überraschender Weise ein elektromagnetischer,
getriebeloser Direktantrieb für die Trommel genutzt, der bei hohem Drehmoment kompakt
baut und leise sowie gut steuerbar ist. Hierdurch ergibt sich auch ein Sicherheitsvorteil,
denn mit dem Direktantrieb kann die Trommel besonders schnell gebremst werden.
[0014] Nach dem Merkmal h) des Anspruchs 1 sind die Sekundärelemente des wenigstens einen
Direktantriebes am Außenumfang der Trommel oder am Außenumfang eines mit der Trommel
drehfest verbundenen Teiles und die Primärelemente jeweils radial außerhalb der Sekundärelemente
zu diesen berührungsfrei beabstandet angeordnet. Durch diese Anordnung wird eine besonders
kompakte und einfach zu realisierende Variante der Erfindung verwirklicht, welche
es ermöglicht, auf ein Getriebe ganz zu verzichten. Nachteilige axiale Kräfte auf
die Lagerung werden vermieden.
[0015] Die Erfindung eignet sich für den Einsatz bei Vollmantel-Schneckenzentrifugen. So
gibt es bei dieser Zentrifugenart besonders viele Stellen der Trommel, an welcher
- je nach Leistung und konstruktiv-geometrischer Gegebenheit - ein oder auch mehrere
der elektromagnetischen Direkt-Antriebsvorrichtungen für die Trommel angeordnet werden
können. Hier ist die kompakte Anordnung besonders von Vorteil, da die Antriebsvorrichtung
vollständig in das Dekantergestell bzw. das Maschinengestell integrierbar ist. Als
vorteilhaft zu erwähnen sind ferner auch hier die geringe Lärmentwicklung und die
u.U. sogar schwingungsdämpfenden Eigenschaften. Die auf die Trommellagerung einwirkenden
Kräfte, die ein Riementrieb ausüben würde, entfallen.
[0016] Theoretisch können auch mehrere der elektromagnetischen Direktantriebe an der Trommel
oder dem mit der Trommel drehfest verbundenen Teil angeordnet sein.
[0017] Die Trommel selbst, insbesondere ihr zylindrischer Abschnitt, bietet dagegen aus
konstruktiver Hinsicht den ganz besonders bevorzugten Ort der Anordnung des Direktantriebes.
In diesem Bereich entsteht zwar ein thermischer Einfluss auf die Trommel und das Schleudergut.
Dieser kann aber i.allg. relativ gering gehalten werden.
[0018] Wird dagegen ein Ansatz in axialer Verlängerung der Trommel zur Anordnung des Direktantriebes
genutzt, wird eine zusätzliche Wärmeentwicklung des Produktbereichs über die Trommel
vermieden. Dennoch wird ein Antrieb direkt an der Trommel zwischen den beiden Hauptlagern
bevorzugt, zumal hier auch negative Belastungen des Antriebs auf die Hauptlager weitgehendst
vermieden werden können
[0019] Ganz besonders bevorzugt umgeben die Primär- oder Sekundärelemente die Trommel ganz
oder abschnittsweise konzentrisch. Die abschnittsweise Anordnung vereinfacht dabei
deutlich den konstruktiven Aufwand.
[0020] Dabei ist es auch denkbar, wenn die Primär- oder Sekundärelemente auf einer radial
von der Trommel oder einem mit dieser drehfest verbundenen Teil vorkragenden Ringscheibe
angeordnet sind, die mit dieser/diesem drehfest verbunden ist und dass die korrespondierenden
Sekundär- oder Primärelemente auf einer drehfesten Ringscheibe oder an einem Ring
angeordnet sind, die/der beispielsweise axial versetzt parallel zur mitdrehenden Scheibe
angeordnet ist.
[0021] Das Einsatzgebiet der Erfindung ist die Vollmantel-Schneckenzentrifuge, also der
sogenannte Dekanter mit Schnecke, wo ein Riementrieb für die Trommel ersetzt werden
kann. Die Schnecke kann beliebig auf andere Weise angetrieben werden, z. B. hydraulisch
oder mechanisch oder über ein Getriebe zwischen Trommel und Schnecke oder über einen
weiteren Direktantrieb mit Wanderfeldanordnung. In diesem Fall kann auch auf ein Getriebe
zwischen Trommel und Schnecke verzichtet werden.
[0022] Nach einer Variante der Erfindung kann auch eine Antriebsvorrichtung für die Schnecke
wenigstens einen elektromechanischen Direktantrieb(e) aufweisen, dessen Primär- oder
Sekundärelemente direkt an oder auf einem mit der Schnecke drehfest verbundenen Teil
angeordnet sind, und dessen korrespondierende Sekundär- oder Primärelemente berührungsfrei
beabstandet außerhalb dieses Teils angeordnet sind, wobei die Vortriebskraft getriebefrei
durch ein elektromagnetisches, um das drehfest mit der Schnecke verbundene Teil fortschreitendes
Wanderfeld erzeugt ist. Derart könnte sogar auf ein Getriebe zwischen Trommel und
Schnecke verzichtet werden, so dass man die beiden Elemente vollkommen unabhängig
voneinander ansteuern kann. Dabei bietet es sich an, beide Antriebe, d.h., den für
die Trommel und den für die Schnecke als Direktantrieb auszugestalten.
[0023] Es ist denkbar, wenn die Trommel und/oder die Schnecke wenigstens eine spielfreie
Lagerung aufweisen, um oder direkt neben welcher der jeweilige elektromagnetische
Direktantrieb angeordnet ist.
[0024] Vorzugsweise - aber nicht zwingend - ist die Antriebsvorrichtung für die Schnecke
unabhängig von der Antriebsvorrichtung für die Trommel ausgebildet.
[0025] Vorteilhaft ist es schließlich auch, wenn ein weiterer mitrotierender Wanderfeldmotor
(lediglich) die benötigte Differenzdrehzahl zwischen der Schnecke und der Trommel
erzeugt, da dieser nu klein dimensioniert und damit kostengünstig ist.
[0026] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Fig. näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einer schematischen Darstellung
der Antriebsvorrichtung für die Trommel, welche in mehreren alternativen Anordnungen
gezeigt wird; und
- Fig. 2
- zwei schematische Darstellungen von Schleudertrommeln mit Direktantrieben zur Veranschaulichung
der Funktionsweise der Erfindung.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge 1 mit einer drehbar gelagerten Trommel
2 und einer drehbar gelagerten Schnecke 3, welche im Betrieb eine Differenzdrehzahl
zur Trommel 2 aufweist.
[0029] Sowohl die Trommel 2 als auch die Schnecke 3 weisen jeweils einen zylindrischen Abschnitt
2a, 3a mit wenigstens einem Auslass 5 für eine Flüssigkeitsphase sowie einen sich
daran einseitig anschließenden verjüngenden, z.B. konischen Abschnitt 2b, 3b mit einem
Auslass 28 für eine Feststoffphase auf.
[0030] Die Trommel 2 wird an ihrem zylindrischen Ende von einem Trommeldeckel 4 verschlossen,
welcher den Auslaß 5 für die Flüssigkeitsphase aufweist, dem hier rein beispielhaft
eine Kammer 6 mit einer im Betrieb stillstehenden Schälscheibe 7 nachgeschaltet ist,
der wiederum eine Ableitung 8 nachgeordnet ist, dem aber auch eine Drosselscheibe
oder direkt eine Ableitung nachgeschaltet sein kann (hier nicht dargestellt).
[0031] Ein Zulaufrohr 9 mündet axial durch die Schnecke 3 bzw. den Schneckenkörper vom zylindrischen
Ende der Trommel 2 her in einen Verteiler 10, welcher Öffnungen 11 in den Schleuderraum
12 zwischen Trommel 2 und Schnecke 3 aufweist.
[0032] Zwischen der Trommel 2 und der Schnecke 3 sind an beiden Enden der Trommel 2 Lager
13, 14 angeordnet. Die Trommel 2 ist zudem an ihren beiden axialen Enden mit Trommellagern
15, 16 an einem hier nicht dargestellten Maschinengestell 17 gelagert.
[0033] Die Trommel 2 weist mehrere Teile auf, welche mit dieser drehfest verbunden sind.
Dazu gehören die Kammer 6 für die Schälscheibe sowie jeweils mehrere zylindrische
Ansätze 17, 18, 19, 20 der Trommel 2, die z.B. in axialer Richtung zwischen den Haupttrommellagern
15, 16 oder seitlich außerhalb der Haupttrommellager 15, 16 an beiden axialen Enden
der Trommel 2 angeordnet sein können. Das Verhältnis zwischen der axialen inneren
Erstreckung der Trommel und dem maximalen inneren Durchmesser ist größer als 1, insbesondere
größer als 2, 5; insbesondere größer oder größer gleich 3. Die Schnecke 3 weist in
axialer Verlängerung ihres konischen Abschnitts 3b eine Welle 21 auf, an welche sich
die erste Antriebsvorrichtung 22 - zum Antrieb der Schnecke 3 - anschließt, welche
hier ein Getriebe 23 und einen Elektromotor 24 umfasst.
[0034] Als zweite Antriebsvorrichtung bzw. als Antriebsvorrichtung für die Trommel 2 dient
wenigstens ein getriebefreier elektromagnetischer Direktantrieb 25a-f. Der elektromagnetische
Direktantrieb 25a-f kann vorzugsweise an verschiedenen Stellen der Trommel 2 oder
an einem mit der Trommel 2 bevorzugt drehfest verbundenem Teil angeordnet sein, was
hier beispielhaft durch die insgesamt sechs Antriebsvorrichtungen dargestellt wird.
Es ist auch denkbar, mehrere der Antriebesvorrichtungen an der Trommel 2 bzw. an den
mit der Trommel 2 drehfestverbundenen Teilen vorzusehen.
[0035] Dabei sind jeweils auf dem zylindrischen Abschnitt 2a der Trommel 2 oder auf einem
zylindrischen, drehfest mit der langgestreckten Trommel 2 verbundenem Teil (z.B. die
Teile mit den Bezugszeichen 6, 17, 18, 19, 20) Läufer- oder Sekundärelemente 26 sowie
konzentrisch zu den Sekundärelementen 26 angeordnete und berührungsfrei zu diesen
beabstandete Primärelemente 27 angeordnet. Hier bleiben die Enden der Trommel, an
denen sich die Austräge für die Feststoff- und Flüssigkeitsphasen befinden, von Elementen
der Antriebe frei.
[0036] Die Primärelemente 27 können sich um den gesamten Umfang der Trommel 2 herum erstrecken
oder nur über einen Kreissektor, z.B. über einen Umfang von 90°.
[0037] Der elektromagnetische Direktantrieb ist dabei ähnlich zu einem elektromagnetischen
"Linearmotor" aufgebaut, nur dass dieser hier ganz oder abschnittsweise - was konstruktiv
besonders einfach ist - um die Trommel 2 oder das mit der Trommel drehfest verbundene
Teil herum geführt ist. Dabei dient eine Vielzahl - z.B. mehr als acht - von Primärelementen
27 - z.B. jeweils Spulen - dem Aufbau eines Wandermagnetfeldes, welches quasi außen
um die metallische Vollmanteltrommel wandert und dabei eine Vielzahl - z.B. mehr als
acht - insbesondere permanentmagnetischer oder spulenartiger Sekundärelemente 26 auf
der Trommel mitnimmt. Dies ist rein schematisch in Fig. 2 dargestellt. Die Primärelemente
27 umgeben die Trommel vorzugsweise abschnittsweise oder ganz und die Sekundärelemente
26 umgeben die Trommel ganz.
[0038] Die Sekundärelemente 26 werden bevorzugt auf einem zylindrischen Abschnitt der Trommel
2, insbesondere im Bereich der axialen Mitte (z.B. bei 25d) der Trommel 2 und vollständig
oder sektorförmig um diese herum angeordnet und auf diese vorzugsweise radial aufgelegt.
[0039] Der zylindrische Abschnitt ist der bevorzugte Ort des Antriebs. Hierbei bleiben die
axialen Enden der Trommel frei von Antriebskomponenten Komponenten für die Trommel,
was den Aufbau der Anordnung vereinfacht.
[0040] Alternativ kann ein axialer Ansatz 6, 18, 19, 20, 17 an der Trommel, welcher mit
dieser drehfest verbunden ist zur Anordnung der Sekundärelemente 26 genutzt werden,
der in axialer Richtung vorzugsweise innerhalb oder außerhalb der Trommellager 15,
16 sowie in axialer Verlängerung der Trommel 2 oder auf dem konischen Abschnitt 2b
der Trommel - Ansatz 17 angeordnet sein kann. Der Ansatz 19 könnte auch ein Getriebe
zwischen Schnecke und Trommel beinhalten. Diese Ausführungsform wird weniger bevorzugt.
[0041] Es könnte optional/alternativ auch die Schnecke 3 z.B. an der Welle 21 bzw. an einem
mit dieser drehfest verbundenen Element (hier nicht dargestellt) mit einem eigenen
weiteren Direktantrieb (hier ebenfalls nicht dargestellt) nach Art des Direktantriebes
für die Trommel 2 angetrieben werden, wobei man in diesem Fall sogar auf ein Getriebe
zwischen Trommel 2 und Schnecke 3 verzichten könnte.
[0042] Über eine hier nicht dargestellte frequenzumformerfreie Steuerungseinheit lässt sich
die Drehzahl des Antriebs und damit der Trommel 2 und/oder der Schnecke 3 beliebig
einstellen.
Bezugszeichen
| Vollmantel-Schneckenzentrifuge |
1 |
| Trommel |
2 |
| Schnecke |
3 |
| zylindrische Abschnitte |
2a, 3a |
| konische Abschnitte |
2b, 3b |
| Trommeldeckel |
4 |
| Auslaß |
5 |
| Kammer |
6 |
| Schälscheibe |
7 |
| Ableitung |
8 |
| Zulaufrohr |
9 |
| Verteiler |
10 |
| Öffnungen |
11 |
| Schleuderraum |
12 |
| Lager |
13, 14 |
| Trommellagern |
15, 16 |
| Ansätze |
17, 18, 19, 20 |
| Welle |
21 |
| erste Antriebsvorrichtung |
22 |
| Getriebe |
23 |
| Elektromotor |
24 |
| zweite Antriebsvorrichtung |
25a bis 25f |
| Sekundärelemente |
26 |
| Primärelemente |
27 |
| Feststoffauslass |
28 |
1. Vollmantel-Schneckenzentrifuge (1) mit
a) einer drehbar gelagerten, metallischen Trommel (2) mit horizontaler Drehachse,
b) wenigstens einer Antriebsvorrichtung für die Trommel (2)
c) einer mit einer Differenzdrehzahl zur Drehzahl der Trommel (2) drehbar gelagerten
Schnecke (3), die über ein Getriebe durch die erste Antriebsvorrichtung für die Trommel
oder über eine weitere Antriebsvorrichtung für die Schnecke (6) drehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) zumindest die Antriebsvorrichtung für die Trommel (2) wenigstens einen elektromagnetischen
Direktantrieb (25a - f) aufweist,
e) dessen Primär- oder Sekundärelemente (26) direkt an oder auf der Trommel (2) oder
an oder auf einem mit der Trommel (2) drehfest verbundenen Teil (6, 17, 18, 19, 20)
angeordnet sind,
f) und dessen korrespondierende Sekundär- oder Primärelemente (27) zu diesen berührungsfrei
beabstandet außerhalb der Trommel (2) oder des mit dieser drehfest verbundenen Teils
(6, 17, 18, 19, 20) angeordnet sind,
g) wobei die Vortriebskraft getriebefrei durch ein elektromagnetisches, rund um die
Trommel (2) oder rund um das mit dieser drehfest verbundene Teil (6, 17, 18, 19, 20)
fortschreitendes Wanderfeld erzeugbar ist,
h) wobei die Sekundärelemente (26) des wenigstens einen Direktantriebes (25a - f)
am Außenumfang der Trommel (2) oder am Außenumfang des mit der Trommel (2) drehfest
verbundenen Teiles (6, 17, 18, 19, 20) und die Primärelemente (27) jeweils radial
außerhalb der Sekundärelemente (26) zu diesen berührungsfrei beabstandet angeordnet
sind.
2. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen der inneren axialen Erstreckung der Trommel (2) und ihrem
inneren Durchmesser größer als 1, insbesondere größer als 2,5 ist.
3. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Primär- und/oder die Sekundärelemente (27) die Trommel (2) ganz oder abschnittsweise
konzentrisch umgeben und zur Erzeugung des Wanderfeldes dienen.
4. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung für die Trommel (2) mehrere der elektromagnetischen Direktantriebe
(25a - f) aufweist.
5. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer oder mehrere der elektromagnetischen Direktantriebe (25a -f) an
einem Ansatz der Trommel(2) in axialer Verlängerung der Trommel (2) angeordnet ist/sind.
6. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Ansatz (18, 19, 20) in axialer Richtung zwischen den Hauptlagern
(15, 16) angeordnet ist.
7. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Ansatz (17) am Außenumfang des konischen Abschnitts (2b) der Trommel
(2) angeordnet ist.
8. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Ansatz eine Kammer (6) zur Aufnahme einer Schälscheibe (7) ist.
9. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärelemente (27) die Trommel abschnittsweise und die Sekundärelemente (26)
die Trommel ganz umgeben.
10. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von nacheinander ansteuerbaren Spulen am Außenumfang der Trommel als
Primärelemente (27) zur Erzeugung des Wanderfeldes verteilt sind, das um die Trommel
wandert und dabei eine Vielzahl der insbesondere permanentmagnetischen Sekundärelemente
(26) mitnimmt.
11. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (2) wenigstens eine spielfreie Lagerung (15, 16) aufweist, um oder direkt
neben welcher der jeweilige elektromagnetische Direktantrieb angeordnet ist.
12. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer mitrotierender Wanderfeldmotor die Differenzdrehzahl zwischen der Schnecke
und der Trommel erzeugt.
13. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung für die Schnecke unabhängig von der Antriebsvorrichtung für
die Trommel ausgebildet ist.
1. Full-jacket helical conveyor centrifuge (I), having
a) a rotatably disposed, metallic drum (2) with a horizontal axis of rotation,
b) at least one drive device for the drum (2),
c) a helical conveyor (3) which is rotatably disposed at a differential rotational
speed with respect to the rotational speed of the drum (2) and which can be rotated
by way of a gearing by means of the first drive device for the drum or by way of another
device for the helical conveyor (6),
characterized in that
d) at least the drive device for the drum (2) has at least one electromagnetic direct
drive (25a-f),
e) whose primary or secondary elements (26) are arranged directly at or on the drum
(2) or at or on a part (6, 17, 18, 19, 20) non-rotatably connected with the drum (2),
f) and its corresponding secondary or primary elements (27) are arranged at a distance
with respect to these without contact outside the drum (2) or the part (6, 17, 18,
19, 20) non-rotatably connected with the drum (2),
g) the propulsion force being able to be generated in a gearless manner by an electromagnetic
field of travelling waves advancing around the drum (2) or around the part (6, 17,
18, 19, 20) non-rotatably connected with the drum (2), wherein
h) the secondary elements (26) of the at least one direct drive (25a-f) are arranged
on the outer periphery of the drum (2) or on the outer periphery of the part (6, 17,
18, 19, 20) non-rotatably connected with the drum (2), and the primary elements (27)
are in each case arranged radially outside the secondary elements (26) at a distance
from these without contact.
2. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to Claim 1, characterized in that the ratio between the inner axial dimension of the drum (2) and its inside diameter
is greater than 1, particularly greater than 2.5.
3. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the primary and/or the secondary elements (27) surround the drum (2) completely or
in sections concentrically and are used for generating the field of travelling waves.
4. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the drive device for the drum (2) has several of the electromagnetic direct drives
(25a-f).
5. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that at least one or more of the electromagnetic drives (25a-f) is/are arranged on an
attachment of the drum (2) as an axial extension of the drum (2).
6. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the cylindrical attachment (18, 19, 20) is arranged in the axial direction between
the main bearings (15, 16).
7. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the cylindrical attachment (17) is arranged on the outer periphery of the conical
section (2b) of the drum (2).
8. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the cylindrical attachment is a chamber (6) for receiving a centripetal pump (7).
9. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the primary elements (27) surround the drum in sections and the secondary elements
(26) surround the drum completely.
10. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that a plurality of successively controllable coils are distributed on the outer periphery
of the drum as primary elements (27) for generating the field of travelling waves
which travels around the drum and in the process takes along a plurality of the, in
particular, permanent-magnetic secondary elements (26).
11. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the drum (2) has at least one play-free bearing (15, 16) around which or directly
adjacent to which the respective electromagnetic direct drive is arranged.
12. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that an additional co-rotating field of travelling waves motor generates the differential
rotational speed between the helical conveyor and the drum.
13. Full-jacket helical conveyor centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the drive device for the helical conveyor is constructed independently of the drive
device for the drum.
1. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein (1) avec
a) un tambour métallique (2) supporté avec possibilité de rotation avec un axe de
rotation horizontal,
b) au moins un dispositif d'entraînement pour le tambour (2),
c) une vis sans fin sans fin (3) supportée avec possibilité de rotation à une vitesse
différente de la rotation du tambour (2), qui peut être entraînée en rotation par
l'intermédiaire d'un engrenage par le premier dispositif d'entraînement du tambour
ou par un autre dispositif d'entraînement de la vis sans fin (6),
caractérisée en ce que
d) le dispositif d'entraînement du tambour (2), au minimum, présente au moins un entraînement
direct électromagnétique (25a-f),
e) dont les éléments primaires et secondaires (26) sont directement disposés sur le
tambour (2) ou sur une pièce (6, 17, 18, 19, 20) reliée au tambour (2) de manière
solidaire en rotation,
f) et dont les éléments secondaires et primaires (27) correspondants sont disposés
à distance de ceux-ci sans contact à l'extérieur du tambour (2) ou de la pièce (6,
17, 18, 19, 20) reliée à celui-ci de manière solidaire en rotation,
g) la force motrice pouvant être produite sans engrenage par un champ électromagnétique
progressant tout autour du tambour (2) ou tout autour de la pièce (6, 17, 18, 19,
20) reliée à celui-ci de manière solidaire en rotation,
h) les éléments secondaires (26) de l'au moins un entraînement direct (25a-f) étant
disposés sur la circonférence extérieure du tambour (2) ou sur la circonférence extérieure
de la pièce (6, 17, 18, 19, 20) reliée au tambour (2) de manière solidaire en rotation
et les éléments primaires (27) à l'extérieur dans le sens radial des éléments secondaires
(26) à distance de ceux-ci, sans contact.
2. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport entre l'étendue axiale intérieure du tambour (2) et son diamètre intérieur
est supérieur à 1, de préférence supérieur à 2,5.
3. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les éléments primaires et/ou secondaires (27) entourent le tambour (2), entièrement
ou en partie, de façon concentrique et servent à produire le champ progressif.
4. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif d'entraînement pour le tambour (2) présente plusieurs entraînements
directs électromagnétiques (25a-f).
5. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'au moins un ou plusieurs des entraînements directs électromagnétiques (25a-f) sont
disposés sur un épaulement du tambour(2) dans le prolongement axial du tambour (2).
6. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'épaulement cylindrique (18, 19, 20) est disposé dans le sens axial entre les paliers
principaux (15, 16).
7. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'épaulement cylindrique (17) est disposé sur la circonférence extérieure de la partie
conique (2b) du tambour (2).
8. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'épaulement cylindrique est une chambre (6) destinée à recevoir un disque de séparation
(7).
9. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les éléments primaires (27) entourent partiellement le tambour et les éléments secondaires
(26) entourent complètement le tambour.
10. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que plusieurs bobines pouvant être contrôlées successivement sont réparties sur la circonférence
extérieure du tambour pour servir d'éléments primaires (27) afin de produire le champ
progressif, qui progresse autour du tambour et entraîne ainsi un grand nombre des
éléments secondaires (26), en particulier des aimants permanents.
11. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le tambour (2) présente au moins un appui (15, 16) sans jeu, autour duquel ou juste
à côté duquel l'entraînement direct électromagnétique est disposé.
12. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'un autre moteur à champ progressif qui tourne en même temps produit la vitesse de
rotation différente entre la vis sans fin et le tambour.
13. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif d'entraînement pour la vis sans fin est réalisé indépendamment du dispositif
d'entraînement pour le tambour.