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(11) |
EP 1 648 688 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.2006 Patentblatt 2006/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.07.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/007298 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/002837 (13.01.2005 Gazette 2005/02) |
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| (54) |
BODENLEGEVORRICHTUNG FÜR PAPIERSÄCKE
BASE INSERT DEVICE FOR PAPER BAGS
DISPOSITIF D'APPLICATION DE FONDS POUR SACS EN PAPIER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
07.07.2003 DE 10330750
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.04.2006 Patentblatt 2006/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Windmöller & Hölscher KG |
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49525 Lengerich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DAHER, Marco
49132 Wallenhorst (DE)
- KÖHN, Uwe
49078 Osnabrück (DE)
- LAMKEMEYER, Andreas
49082 Osnabrück (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 229 828
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US-A1- 2002 026 897
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bodenlegevorrichtung für Papiersäcke nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Vorrichtungen dieser Art werden zur Herstellung verschiedenster Arten von Säcken
eingesetzt. Zu diesen Säcken zählen beispielsweise die so genannten Ventilsäcke, in
die in der Regel bei der Herstellung der Böden Ventilzettel eingelegt werden. Die
Böden selbst werden häufig als Kreuzböden ausgestaltet, wie sie beispielweise in der
DE 090 145 48 U1, DE 12 29 828 B und der DE 3020043 A1 dargestellt sind. Um den Böden
und den eingelegten Ventilzetteln einen dauerhaften Zusammenhalt zu verleihen, werden
Teile der Böden untereinander und/oder mit den Ventilzetteln mit Hilfe von Leim verklebt.
[0003] Zu diesem Zweck werden entweder die zu verklebenden Bereiche der Bodenfaltungen oder
die ihnen zugeordneten Zettel, also alle miteinander zu verklebende Bereiche, mit
einem Leimauftrag versehen und anschließend durch Zusammenführung oder -faltung miteinander
verklebt.
[0004] Ein formatgerechter Leimauftrag erfolgt in der Regel, indem ein auf einer rotierenden
Walze befestigtes Formatteil bei einer Umdrehung der Walze mit einer Leimwalze oder
sonstigen Leimspeicher- oder Übertragungsteilen in Kontakt gebracht und dabei mit
Leim beaufschlagt wird. Im weiteren Verlauf der Walzendrehung überträgt die Formatplatte
den auf ihr gespeicherten Leim auf die jeweils zu verklebenden Bereiche der späteren
Sackböden oder der Zettel. Zu diesem Zweck ist das Formatteil mit charakteristischen
Erhöhungen versehen, die auf ein bestimmtes Sackformat abgestimmt ist. Zur Herstellung
von Säcken mit anderen Formaten auf der Bodenlegevorrichtung werden die Formatteile
ausgetauscht. Diese Art des Leimauftrags hat sich bewährt, da so große Mengen des
schwierig handhabbaren Stärkeleims sauber und formatgerecht auftragbar sind.
[0005] Unter "formatgerechter Leimauftrag" ist hierbei eine auf die Art und das Format des
Sackes abgestimmte Auftragsform. Der Auftrag innerhalb dieser Auftragsform erfolgt
in der Regel flächig, wobei oft den Rändern der Form besondere Bedeutung für die Haltbarkeit
und Dichtigkeit der Säcke zukommt.
[0006] Nachteilig ist dabei allerdings, dass für diese Vorrichtungen eine Vielzahl von Leimübertragungskomponenten,
beispielsweise Formatwalzen und Formatteile, vorgehalten und auch nach Gebrauch wieder
gereinigt werden müssen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Bodenlegevorrichtung derart weiterzubilden,
dass auf diese Teile verzichtet oder deren Zahl zumindest reduziert werden kann und
dennoch ein formatgerechtes Auftragen des Leims möglich ist.
[0008] Die vorliegende Erfindung geht von den hinlänglich bekannten Bodenlegevorrichtungen
aus, welche ausschließlich über Beleimungsstationen verfügen, die Formatteile zur
Definition des Leimauftragsformats benötigen.
[0009] Die obenstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Bodenlegevorrichtung mit zumindest
einer Beleimungsstation für Zettel und/oder Böden
■ welche über Leimaustrittsöffnungen verfügt, welche selektiv mit Leim versorgbar
sind, wobei durch die Auswahl der Leimaustrittsöffnungen das Format des Leimauftrags
definierbar ist,
■ wobei diese Leimaustrittsöffnungen zumindest zwei Auftragsköpfen zugeordnet sind
■ von denen zumindest ein Auftragskopf in einer Richtung orthogonal zur Förderrichtung
der Zettel und/oder der gefalteten Böden derart verschiebbar ist, dass durch die Verschiebung
eine Relativbewegung der zumindest zwei Auftragsköpfe stattfindet.
[0010] Der erste Unterpunkt der kennzeichnenden Teils befasst sich mit der Definition des
Leimauftrags durch die Extrusion von Leim aus selektiv mit Leim versorgbaren Leimaustrittsdüsen.
Durch das Öffnen und Schließen von Leimventilen kann bestimmt werden, welche Leimaustrittsöffnungen
mit Leim versorgt werden und welche nicht. Die Art, in welcher das Leimprofil zustande
kommt, ist in der noch unveröffentlichten DE 103 09 893 beschrieben. Im Gegensatz
zu dieser Anmeldung umfasst die vorliegende Erfindung jedoch auch Vorrichtungen, welche
Leim nicht direkt auf Sackbestandteile extrudieren, sondern das Leimprofil zunächst
einem anderen Maschinenbestandteil wie einer Walze bilden und dann auf die Sackbestandteile
übertragen.
[0011] Die vorgenannten Ventile sind in der Regel an eine oder mehrere Leimleitungen oder
-Reservoirs angeschlossen, in welchen der Leim einem Druck ausgesetzt ist.
[0012] Auftragsköpfe im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind Maschinenbestandteile, welche
mit Leimaustrittsöffnungen versehen sind. In der Regel werden diese Auftragsköpfe
eine Vielzahl von Öffnungen umfassen, mit Leimversorgungsleitungen ausgestattet sein
und auch eine Mehrzahl von Ventilen tragen. Falls eine Beleimungsstation nur über
einen Auftragskopf verfügt, ist der Abstand der Leimaustrittsöffnungen in der Richtung
quer zur Förderrichtung der Zettel oder Schlauchstücke entscheidend für die Genauigkeit,
mit der beliebige Leimprofile nachgebildet werden können. Aufgrund der obengenannten
Aufgaben eines Auftragskopfes ist dieser Abstand jedoch nicht beliebig minimierbar.
Werden zwei oder mehr Auftragsköpfe vorgesehen, deren Relativpositionen in der Richtung
quer zur Förderrichtung der Zettel oder Schlauchstücke veränderbar ist, so wird die
Möglichkeit des formatgerechten Auftrags erheblich verbessert. Insbesondere das Versehen
der Ränder des zu beleimenden Zettel und/oder Bereiche des Sackbodens mit ausreichenden
Mengen Leims ist hierbei von besonderer Bedeutung.
[0013] Vorteilhafterweise ist jedem Auftragskopf eine Auftragsplatte zugeordnet, in der
jeweils mehrere Leimaustrittsöffnungen äquidistant auf einer Linie in der Richtung
quer zur Förderrichtung der Zettel und/oder der Faltungen der Böden angeordnet sind,
wobei die Auftragsplatten so angeordnet sind, dass die benachbarten Leimaustrittsöffnungen
zweier verschiedener Auftragsköpfe einen geringeren als den beschriebenen äquidistanten
Abstand einnehmen können. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Auftragsplatten
leicht versetzt auf den Auftragsköpfen angeordnet sind. Bei beispielsweise drei Auftragsköpfen
kann die Auftragsplatte mittig an dem mittleren Auftragskopf angebracht werden, wogegen
die Auftragsplatten an den äußeren Auftragsköpfen leicht zum mittleren Auftragskopf
hin verschoben angebracht sein können. Auf diese Weise wird erreicht, dass, wenn die
äußeren Auftragsköpfe nach außen verschoben wurden, an den Grenzen zu den benachbarten
Auftragsköpfen kein zu großer Abstand zwischen den Leimaustrittsöffnungen und damit
zwischen den späteren Leimspuren entsteht. Ein zu großer Abstand könnte zu einem nicht
ausreichenden Leimauftrag führen.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind Mittel zur automatischen
Verschiebung zumindest eines Auftragskopfes und eine Steuerung vorgesehen, welche
die Verschiebung steuert. Auf diese Weise ist es möglich, auf eine manuelle Verschiebung
der Auftragsköpfe zu verzichten, wodurch die beschriebenen Beleimungsstationen kompakter
gebaut werden können.
[0015] Vorteilhaft ist es dabei, wenn der Steuerung das Sollbild des Leimauftrages zuführbar
ist und wenn die Steuerung über Mittel verfügt, aus diesem Sollbild Sollpositionen
der von den Leimaustrittsöffnungen zu extrudierenden Leimspuren zu errechnen. Das
Sollbild kann dabei der Steuerung von außen zugeführt werden, beispielsweise über
eine manuelle Eingabe oder aus einem Speicher, der eine Mehrzahl solcher Sollbilder
enthalten kann. Aufgrund der aus diesem Sollbild errechneten Sollpositionen der Leimspuren
auf dem Zettel und/oder zu dem zu beleimenden Bodenbereich kann dann die Steuerung
die Verschiebung der Auftragsköpfe steuern.
[0016] Dabei ist es vorteilhaft, Positionssensoren vorzusehen, welche die Istposition zumindest
einer Spindel aufzeichnen und der Steuereinheit melden. Mit der Istposition der Spindel
ist auch gleichzeitig die Istposition der Auftragsköpfe, also deren Relativposition
zu den die Zettel oder die Boden transportierenden Maschinenteilen, bekannt. Durch
den Abgleich von Soll- und Istposition der Auftragsköpfe kann eine fehlerfreie Positionierung
der Auftragsköpfe sichergestellt werden.
[0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine gemeinsame Leimversorgungsleitung
vorgesehen, aus welcher alle Auftragsköpfe der zumindest einen Beleimungsstation mit
Leim versorgt werden. Im Sinne der Erfindung bedeutet eine gemeinsame Leimversorgungsleitung,
dass alle Auftragsköpfe aus dieser einen Leitung mit Leim versorgt werden. Die Leimeinspeisung
kann jedoch an einem beliebigen Punkt der Leimversorungsleitung liegen, so dass sich
der Leimstrom am Einspeisepunkt teilt, aber ab dem Einspeisepunkt eine serielle Versorgung
der Auftragsköpfe mit Leim erfolgt. Vorteilhafterweise verläuft die Leimversorgungsleitung
im wesentlichen in einer Richtung orthogonal zur Förderrichtung der Zettel, so dass
eine möglichst direkt Versorgung aller Ventile mit Leim erfolgt.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Leimversorgungsleitung als Führungsschiene
ausgebildet ist. Zu diesem Zweck kann die Leimversorgungsleitung als Rohr ausgeformt
sein, welches im Bereich der Auftragsköpfe Bohrungen ausweist, so dass dort der Leim
austreten kann.
[0019] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung umfasst Führungselemente, welche die
zu beleimenden Sackbestandteile im Bereich der zumindest einen Beleimungsstation führen.
Dabei sind die Führungselemente gemeinsam mit dem zumindest einen verschiebbaren Auftragskopf
verschiebbar. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Sackbestandteile während
des Beleimungsvorgangs eine definierte Position relativ zu den Auftragsköpfen einnehmen.
So kann beispielsweise gewährleistet werden, dass die Sackbestandteile fest auf die
sie fördernden Walzen gedrückt werden.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus der gegenständlichen
Beschreibung, den Zeichnungen und den weiteren Ansprüchen hervor. Die einzelnen Figuren
zeigen:
- Fig. 1
- einen einzelnen für die Beleimungsstation in der erfindungsgemäßen Bodenlegevorrichtung
vorgesehenen Auftragskopf
- Fig. 2
- eine Übersicht über die Beleimungsstation in der erfindungsgemäßen Bodenlegevorrichtung
- Fig. 3
- Ansicht III-III aus Fig. 2
- Fig. 4
- Schematische Darstellung der Auftragsköpfe aus den Figuren 2 und 3 in auseinander
gezogener Position
- Fig. 5
- Schematische Darstellung der drei Auftragsköpfe aus Fig. 4, jedoch in zusammengefahrener
Position.
[0021] Fig. 1 zeigt einen Auftragskopf 1, wie er in einer Beleimungsstation in der erfindungsgemäßen
Bodenlegevorrichtung Verwendung findet. Dieser Auftragskopf 1 setzt sich zusammen
aus einer Auftragsplatte 2, an welcher Ventile 3 angebracht sind. Der Leim wird dem
Auftragskopf 1 über die Leimzuleitung 4 zugeführt. Der Beleimungsstation werden in
Richtung x unbeleimte Zettel 5 zugeführt.
[0022] Jedem Ventil 3 ist in der den unbeleimten Zetteln 5 zugewandten Seite der Auftragsplatte
2 einer oder einer Gruppe von Leimaustrittsöffnungen zugeordnet. Der Leimfluss zu
der Leimaustrittsöffnung kann durch das zugeordnete Ventil 3 hergestellt oder unterbrochen
werden. Auf diese Weise ist es möglich, auf die unbeleimten Zettel 5 verschiedene
Leimspuren, die parallel zu der Förderrichtung x der unbeleimten Zettel 5 verlaufen,
aufzubringen. Durch regelmäßiges Öffnen und Schließen des Ventils 3 kann eine regelmäßig
unterbrochene Leimspur 5 aufgetragen werden. Ebenfalls herstellbar sind kurze Leimspuren
7, unterbrochene Leimspuren 8 und durchgehende Leimspuren 9. Befindet sich unter dem
Auftragskopf 1 kein unbeleimter Zettel 5, so wird der Leimfluss durch alle Ventile
3 unterbrochen, um nicht die Beleimungsstation unnötig zu verschmutzen. Um alle Bereiche
der unbeleimten. Zettel in Richtung y quer zur Förderrichtung beleimen zu können,
ist der Auftragskopf 1 ebenfalls in dieser Richtung verschiebbar. Der soeben beschriebene
Auftragskopf 1 lässt sich jedoch nicht nur zur Beleimung von Zetteln 5 verwenden,
sondern eignet sich aufgrund einer Variabilität der erzeugbaren Leimspuren auch zum
Leimauftrag auf die zu verklebenden Bereiche des späteren Sackbodens.
[0023] Die Figuren 2 und 3 zeigen eine Beleimungsstation in einer erfindungsgemäßen Bodenlegevorrichtung,
in der drei Auftragsköpfe 1 vorgesehen sind. Die beiden äußeren Auftragsköpfe 1 sind
in Richtung y verschieblich auf einer Führungsschiene 13 gelagert. Der mittlere Auftragskopf
1 kann fest mit der Führungsschiene 13 verbunden sein. Die Führungsschiene 13 ist
über den Tragarm 12 an der Strebe 11 befestigt, welche wiederum in den beiden Teilen
des Rahmens 10 verschieblich in Richtung y gelagert ist. Eine Verschiebung der Strebe
11 und damit des mittleren Auftragskopfes 1 erfolgt durch die Betätigung des Antriebs
17, welcher beispielsweise ein Schrittmotor sein kann. An den äußeren Auftragsköpfen
1 sind Halter 14 fest angebracht. Die Halter 14 umfassen Gewindebohrungen, die als
Spindelmuttern dienen und in welche Spindeln 15 eingeschraubt sind. Die Spindeln 15
sind drehbar, aber unverschieblich im Tragarm 12 gelagert. Der Antrieb der Spindeln
15 erfolgt über die Antriebseinheiten 16, die auf nicht näher dargestellte Weise mit
dem Tragarm 12 verbunden sind. In dieser Beleimungsstation lassen sich die äußeren
Auftragsköpfe 1 unabhängig voneinander derart verfahren, dass sich auch - in Richtung
y betrachtet - die äußeren Ränder der in diesen Figuren nicht gezeigten Zettel beleimen
lassen. Die Zettel laufen auf der Walze 18 in der in Fig. 3 angedeuteten Richtung
x und werden dabei von den Führungselementen 19 auf dieser Walze 18 gehalten. Über
die Halter 20 sind die Führungselemente 19 mit den Auftragsköpfen 1 verbunden, so
dass die Führungselemente 19 mit der Verschiebung der Auftragsköpfe 1 ebenfalls mit
verschoben werden.
[0024] Die Figuren 4 und 5 zeigen die drei in den Figuren 2 und 3 gezeigten Auftragsköpfe
1 in einer schematischen Darstellung. Von den Auftragsköpfen 1 sind im wesentlichen
die Ventile 3 erkennbar, welche praktisch ohne Zwischenräume auf dem Auftragskopf
1 angeordnet sind. Jedes Ventil 3 kann Leim in die Leimverteilungskanäle 21 geben,
welche in die Auftragsplatte 2 eingebracht sind. Die Leimverteilungskanäle 21 verteilen
den Leim auf zwei Leimaustrittsöffnungen 22. Selbstverständlich kann auch eine kleinere
oder größere Zahl an Leimaustrittsöffnungen 22 vorgesehen werden, wobei jedoch der
Leimaustritt nur gleichzeitig für alle einem Ventil 3 zugeordneten Leimaustrittsöffnungen
22 hergestellt oder unterbrochen werden kann. Die Leimaustrittsöffnungen 22 sind so
angeordnet, dass sie einen äquidistanten Abstand A voneinander einnehmen.
[0025] Die Auftragsplatten 2 sind an den Rändern derart eingekürzt, dass der Abstand zwischen
diesen Rändern und der jeweils ersten Leimaustrittsöffnung 22 kleiner ist als die
Hälfte des Abstandes A. Zudem sind die Auftragsplatten 2 der beiden äußeren Auftragsköpfe
1 leicht zum mittleren Auftragskopf 1 hin verschoben befestigt. Auf diese Weise ist
der Abstand zwischen zwei benachbarten Leimaustrittsöffnungen 22, welche aber zu zwei
verschiedenen Auftragsplatten 2 gehören, im zusammengefahrenen Zustand kleiner als
der Abstand A zwischen den Leimaustrittsöffnungen 22 an einer Auftragsplatte 2. Diese
Situation ist in Fig. 5 dargestellt. Durch die dargestellte Ausführungsform ist es
möglich, die Auftragsköpfe 1 über einen weiten Verstellbereich auseinander zu fahren,
ohne dass die benachbarten Leimaustrittsöffnungen 22, welche aber zu zwei verschiedenen
Auftragsplatten 2 gehören, einen größeren Abstand als den Abstand A einnehmen. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Auftragsköpfe soweit zu verfahren, dass die benachbarten
Leimaustrittsöffnungen 22 einen größeren Abstand als den Abstand A einnehmen.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Auftragskopf |
| 2 |
Auftragsplatte |
| 3 |
Ventil |
| 4 |
Leimzuleitung |
| 5 |
unbeleimter Zettel |
| 6 |
regelmäßig unterbrochene Leimspur |
| 7 |
kurze Leimspur |
| 8 |
unterbrochene Leimspur |
| 9 |
durchgehende Leimspur |
| 10 |
Rahmen |
| 11 |
Strebe |
| 12 |
Tragarm |
| 13 |
Führungsschiene |
| 14 |
Halter |
| 15 |
Spindel |
| 16 |
Antriebseinheit |
| 17 |
Antrieb |
| 18 |
Walze |
| 19 |
Führungselement |
| 20 |
Träger |
| 21 |
Leimverteilungskanäle |
| 22 |
Leimaustrittsöffnung |
| |
|
| A |
Abstand zwischen zwei Leimaustrittsöffnungen 22 |
| x |
Förderrichtung der Zettel |
| y |
Richtung quer zur Förderrichtung x der Zettel |
| |
|
| |
|
1. Bodenlegevorrichtung für Kreuzbodenventüsäcke zur Bildung von Kreuzböden an Papiersäcken,
welche folgende Merkmale umfasst:
■ Faltvorrichtungen, welche Faltungen an den Enden der Schlauchabschnitte, aus welchen
die Säcke hergestellt werden, vornehmen
■ eine oder mehrere Beleimungsstationen, welche die zu verklebenden Bereiche der Faltungen
und/oder die für die Verleimung mit den Böden vorgesehenen Zettel (5) in Beleimungsstationen
mit Leimaufträgen versehen
■ zumindest eine Verpressstation, in welcher die gefalteten Böden und die Zettel (5)
miteinander in Kontakt gebracht und verklebt werden
gekennzeichnet durch
zumindest eine Beleimungsstation für Zettel und/oder Böden
■ welche über Leimaustrittsöffnungen (22) verfügt, welche selektiv mit Leim versorgbar
sind, wobei durch die Auswahl der Leimaustrittsöffnungen (22) das Format des Leimauftrags (6, 7, 8,
9) definierbar ist,
■ wobei diese Leimaustrittsöffnungen (22) zumindest zwei Auftragsköpfen (1) zugeordnet
sind
■ von denen zumindest ein Auftragskopf (1) in einer Richtung (y) orthogonal zur Förderrichtung
der Zettel (5) und/oder der gefalteten Böden derart verschiebbar ist, dass durch die Verschiebung eine Relativbewegung der zumindest zwei Auftragsköpfe (1) stattfindet.
2. Bodenlegevorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
in der zumindest einen Beleimungsstation jedem Auftragskopf (1) eine Auftragsplatte
(2) zugeordnet ist, in denen jeweils mehrere Leimaustrittsöffnungen (22) äquidistant
mit einem Abstand (A) auf einer Linie in der Richtung (y) quer zur Förderrichtung
der Zettel (5) und/oder der Faltungen der Böden angeordnet sind, wobei die Auftragsplatten
(2) so angeordnet sind, dass die benachbarten Leimaustrittsöffnungen (22) zweier verschiedener
Auftragsköpfe (1) einen anderen Abstand als den Abstand (A) einnehmen können.
3. Bodenlegevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der zumindest einen Beleimungsstation die zumindest zwei Auftragsköpfe (1) auf
einer gemeinsamen Führungsschiene (13) verschieblich gelagert sind.
4. Bodenlegevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche
gekennzeichnet durch
zumindest einen Spindeltrieb (15, 16) zur Bereitstellung der Kraft zum Verfahren zumindest
eines verschiebbaren Auftragskopfes (1).
5. Bodenlegevorrichtung nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Spindel (15) motorisch antreibbar ist.
6. Bodenlegevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche
gekennzeichnet durch
Mittel zur automatischen Verschiebung des zumindest einen Auftragskopfes (1) und eine
Steuerung, welche die Verschiebung steuert.
7. Bodenlegevorrichtung nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steuerung das Sollbild des Leimauftrags (6, 7, 8, 9) zuführbar ist und dass die
Steuerung über Mittel verfügt, aus diesem Sollbild Sollpositionen der von den Leimaustrittsöffnungen
zu extrudierenden Leimspuren (6, 7, 8, 9) zu errechnen.
8. Bodenlegevorrichtung nach Anspruch 6 oder 7
gekennzeichnet durch
Positionssensoren, welche die Istposition zumindest einer Spindel (15) und/oder der
Strebe (11) aufzeichnen und der Steuereinheit melden.
9. Bodenlegevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Auftragsköpfe (1) der zumindest einen Beleimungsstation aus einer gemeinsamen
Leimversorgungsleitung, welche den Leim direkt an die Auftragsköpfe heranführt, mit
Leim versorgbar sind.
10. Bodenlegevorrichtung nach Anspruch 9
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leimversorgungsleitung im wesentlichen in einer Richtung (y) orthogonal zur Förderrichtung
der Zettel (5) und/oder der Sackböden verläuft.
11. Bodenlegevorrichtung nach Anspruch 9 oder 10
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leimversorgungsleitung als Führungsschiene (13) ausgebildet ist.
12. Bodenlegevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Führungselemente (19), welche die zu beleimenden Sackbestandteile im Bereich der zumindest
einen Beleimungsstation führen,
wobei die Führungselemente (19) gemeinsam mit dem zumindest einen verschiebbaren Auftragskopf
(1) verschiebbar ist.
13. Verfahren zum Betrieb einer Bodenlegevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in zumindest einer Beleimungsstation ein Auftragskopf (1) bei der Formateinstellung
gegenüber der Führungsschiene (13) ortsfest verbleibt.
14. Verfahren nach Anspruch 13
dadurch gekennzeichnet, dass
die Formatdefinition durch drei Auftragsköpfe (1) erfolgt, von denen der mittlere
bei der Einstellung des Formats gegenüber der Führungsschiene (13) ortsfest bleibt.
1. Bottom-applying apparatus for cross-bottom valve bags (or sacks), for forming cross-bottoms
on paper bags, which comprises the following features:
• folding devices, which provide folds at the ends of the flexible-tube sections from
which the bags are produced,
• one or more gluing stations, by means of which those regions of the folds which
are to be adhesively bonded and/or the panels (5) which are provided in gluing stations
for gluing to the bottoms are provided with applications of glue,
• at least one pressing station, in which the folded bottoms and the panels (5) are
brought into contact with one another and adhesively bonded,
characterized by
at least one gluing station for panels and/or bottoms
• which has glue-outlet openings (22) which can be selectively supplied with glue,
it being possible for the format of the application of glue (6, 7, 8, 9) to be defined
by the selection of the glue outlet openings (22),
• these glue-outlet openings (22) being assigned to at least two application heads
(1),
• of which at least one application head (1) can be displaced in a direction (y) orthogonal
to the conveying direction of the panels (5) and or of the folded bottoms such that
the displacement gives rise to a relative movement of the at least two application
heads (1).
2. Bottom-applying apparatus according to Claim 1, characterized in that, in the at least one gluing station, each application head (1) is assigned an application
plate (2) in which in each case a plurality of glue-outlet openings (22) are arranged
equidistantly at spacings (A) apart on a line in the direction (y), which is transverse
to the conveying direction of the panels. (5) and/or of the folds of the bottoms,
the application plates (2) being arranged such that the adjacent glue-outlet openings
(22) of two different application heads (1) can assume a spacing apart from one another
which differs from the spacing (A).
3. Bottom-applying apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that, in the at least one gluing station, the at least two application heads (1) are mounted
such that they can be displaced on a common guide rail (13).
4. Bottom-applying apparatus according to one of the preceding claims, characterized by at least one spindle drive (15, 16) for providing the force for displacing at least
one displaceable application head (1).
5. Bottom-applying apparatus according to Claim 4, characterized in that the at least one spindle (15) can be motor-driven.
6. Bottom-applying apparatus according to one of the preceding claims, characterized by means for automatically displacing the at least one application head (1), and by
a control unit which controls the displacement.
7. Bottom-applying apparatus according to Claim 6, characterized in that the desired pattern of the application of glue (6, 7, 8, 9) can be supplied to the
control- unit, and in that the control unit has means of calculating, from this desired pattern, desired positions
of the glue tracks (6, 7, 8, 9) which are to be extruded from the glue-outlet openings.
8. Bottom-applying apparatus according to Claim 6 or 7, characterized by position sensors which record the actual position of at least one spindle (15) and/or
of the strut (11) and signal this to the control unit.
9. Bottom-applying apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that all the application heads (1) of the at least one gluing station can be supplied
with glue from a common glue-supply line which channels the glue up directly to the
application heads.
10. Bottom-applying apparatus according to Claim 9, characterized in that the glue-supply line runs essentially in a direction (y) orthogonal to the conveying
direction of the panels (5) and/or of the bag bottoms.
11. Bottom-applying apparatus according to Claim 9 or 10, characterized in that the glue-supply line is designed as a guide rail (13).
12. Bottom-applying apparatus according to one of the preceding claims, characterized by guide elements (19), by means of which those constituent parts of the bags which
are to be glued are guided in the region of the at least one gluing station, it being
possible for the guide elements (19) to be displaced together with the at least one
displaceable application head (1).
13. Method of operating a bottom-applying apparatus according to one of the preceding
claims, characterized in that, in at least one gluing station, one application head (1) remains stationary in relation
to the guide rail (13) during format adjustment.
14. Method according to Claim 13, characterized in that the format definition takes place by means of three application heads (1), of which
the central one remains stationary in relation to the guide rail (13) during format
adjustment.
1. Dispositif de pose de fonds pour des sacs à fond croisé à vanne pour former des fonds
croisés à des sacs de papier, qui comprend les caractéristiques suivantes :
les dispositifs de pliage, qui procèdent à des pliages aux extrémités des tronçons
tubulaires à partir desquelles sont fabriqués les sacs,
. une ou plusieurs stations de collage qui appliquent de la colle sur les zones à
coller des pliages et/ou sur les bouts de papier (5) prévus pour le collage avec les
fonds dans des stations de collage,
. au moins une station de compression dans laquelle les fonds pliés et les bouts de
papier (5) sont amenés en contact et sont collés,
caractérisé par
au moins une station de collage pour des bouts de papier et/ou des fonds
. qui dispose d'ouvertures de sortie de colle (22) qui peuvent être alimentées sélectivement
en colle, où par le choix des ouvertures de sortie de colle (22), le format de l'application
de colle (6, 7, 8, 9) peut être défini,
où ces ouvertures de sortie de colle (22) sont associées à au moins deux têtes d'application
(1)
. parmi lesquelles au moins une tête d'application (1) est déplaçable dans une direction
(y) orthogonalement à la direction de convoyage des bouts de papier (5) et/ou des
fonds pliés de telle sorte que par le déplacement a lieu un mouvement relatif des
au moins deux, têtes d'application (1).
2. Dispositif de pose de fonds selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans au moins une station de collage, à chaque tête d'application (1) est associée
une plaque d'application (2), dans lesquelles sont disposées à chaque fois plusieurs
ouvertures de sortie de colle (22) d'une manière équidistante avec un écart (A) sur
une ligne dans la direction (y) transversalement à la direction de convoyage des bouts
de papier (5) et/ou des pliages des fonds, où les plaques d'application (2) sont disposées
de telle sorte que les ouvertures de sortie de colle avoisinantes (22) de deux têtes
d'application différentes (1) peuvent prendre un écart différent de l'écart (A).
3. Dispositif de pose de fonds selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans au moins une station de collage, au moins deux têtes d'application (1) sont
logées d'une manière déplaçable sur un rail de guidage commun (13).
4. Dispositif de pose de fonds selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins une commande à broche (15, 16) pour la mise à disposition de la force pour
déplacer au moins une tête d'application déplaçable (1).
5. Dispositif de pose de fond selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins une broche (15) peut être entraînée par moteur.
6. Dispositif de pose de fonds selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par des moyens pour le déplacement automatique d'au moins une tête d'application (1)
et une commande qui commande le déplacement.
7. Dispositif de pose de fonds selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'image de consigne de l'application de colle (6, 7, 8, 9) peut être transmise à
la commande, et en ce que la commande dispose de moyens pour calculer à partir de cette image de consigne des
positions de consigne des traces de colle (6, 7, 8, 9) à extruder des ouvertures de
sortie de colle.
8. Dispositif de pose de fonds selon la revendication 6 ou 7, caractérisé par des capteurs de position qui enregistrent la position réelle d'au moins une broche
(15) et/ou du montant (11) et la signalent à l'unité de commande.
9. Dispositif de pose de fonds selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que toutes les têtes d'application (1) d'au moins une station de collage peuvent être
alimentées en colle à partir d'un conduit d'alimentation en colle commun qui amène
la colle directement aux têtes d'application.
10. Dispositif de pose de fonds selon la revendication 9, caractérisé en ce que le conduit d'alimentation en colle s'étend sensiblement dans un8 direction (y) orthogonalement
à la direction de convoyage des bouts de papier (5) et/ou des fonds de sacs.
11. Dispositif de pose de fonds selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le conduit d'alimentation en colle est réalisé comme rail de guidage (13).
12. Dispositif de pose de fonds selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par des éléments de guidage (19) qui amènent les parties constitutives de sac à coller
dans la zone d'au moins une station de collage, où les éléments de guidage (19) sont
déplaçables conjointement avec au moins une tête d'application déplaçable (1).
13. Procédé de fonctionnement d'un dispositif de pose de fonds selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que dans au moins une station de collage, une tête d'application (1) reste fixe lors
du réglage du format par rapport au rail de guidage (13).
14. Dispositif selon la revendication (13), caractérisé en ce que la définition du format a lieu par trois têtes d'application (1) dont celle du milieu,
lors du réglage du format par rapport au rail de guidage, reste fixe.