[0001] Es sind Vorrichtungen zum maschinellen Maschenbilden mit mindestens einem kontinuierlichen
Faden bekannt, bei denen der Faden mittels des Hakenteils einer Strick- oder Wirknadel
jeweils durch die zuvor gebildete Masche als Schleife hindurch bewegt wird und eine
neue Masche bildet. Bei der einen (
DE 101 12 277 C1) weisen die Wandungen eines Nadelkanals je eine nach oben offene Aussparung auf,
die eine vertikale Verschiebekante bilden. Ferner ist die Strick- oder Wirknadel im
Nadelkanal derart gelagert und ausgebildet, dass sie durch einen in Längs- und in
Vertikalrichtung bewegbaren Transferhaken über die mittelpunktseitigen Vertikalkanten
der Aussparung hinaus zurückbewegbar ist.
[0002] Bei einer weiteren Vorrichtung dieser Art (
DE 101 52 856 C1) weist die Strick- oder Wirknadel unterhalb des Nadelhakens einen Schlitz auf, in
den ein in waagerechter und in Vertikalrichtung bewegbarer abwärts gerichteter Transferhaken
eindringbar ist. Der Nadelhaken ist bei dieser Vorrichtung um den Betrag der Eindringtiefe
des Transferhakens versetzt.
[0003] Bei einer dritten Vorrichtung dieser Art (
DE 102 11 231 C1) weist die Strick- oder Wirknadel unterhalb des Nadelhakens einen Schlitz auf, in
den ein in waagerechter und in Vertikalrichtung bewegbarer abwärts gerichteter Transferhaken
eindringbar ist. Die vordere Auflagefläche des Transferhakens ist bei seiner zum Nadelhaken
relativen Aufwärtsbewegung um die Tiefe des in den Schlitz eingreifenden Bereiches
des Transferhakens senkrecht zum Nadelhaken wegbewegbar.
[0004] Die vorherrschenden Bedingungen bei den erwähnten Maschinentypen sind schwierig und
sehr verschieden, so dass unbedeutend aussehende Einzelheiten für die praktische Durchsetzung
der Ausführungen ausschlaggebend sein können. Die erwähnten bekannten Vorrichtungen
haben als gemeinsames Merkmal einen nach unten gerichteten Transferhaken zum Halten
der zuletzt gebildeten Masche, durch welche ein neuer Faden gezogen (kuliert) wird.
Diese Anordnung hat verschiedene Vorteile gegenüber der bisher üblichen Maschenbildung.
[0005] Aus der
DE 29 09 963 C2 ist ein Verfahren zum maschinellen Maschenbilden bekannt, bei dem zwar ein nach oben
gerichteter Transferhaken verwendet wird, aber die nur senkrecht zur Nadel erfolgende
Einwärtsbewegung des Transferhakens verursachte, dass sich unterhalb des Transferhakens
durch Flusenbildung Partikel festsetzen konnten, welche den Übergang der Masche störten.
Auch Probleme der Sicherheit bei der Maschenübernahme auf den Transferhaken durch
Toleranzen in den Nadelkanälen der Maschine verhinderten, dass sich das bekannte Verfahren
bisher durchsetzen konnte.
[0006] Aus der
GB 2 043 714 A ist eine Schiebernadel bekannt, die in ihrer Nadelbrust einen Schlitz sowie im Abstand
dazu eine Ausnehmung aufweist. Der Nadel ist ein Schieber zugeordnet, der einen sich
in die Ausnehmung erstreckenden Fortsatz aufweist. Die Ausnehmung und der Fortsatz
weisen schräg zu der Nadellängsrichtung angeordnete Gleitflächen auf, so dass der
Schieber, wenn er relativ zu der Nadel längs bewegt wird, eine Seitwärtsbewegung erfährt.
Der Schieber weist einen in seiner Breite reduzierten Maschenaufnahmeabschnitt auf,
der in den Nadelschlitz passt. Der Maschenaufnahmeabschnitt dient zum zeitweiligen
Halten einer Masche bei der Maschenbildung.
[0007] Die Aufgabe der im Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung besteht darin, eine Maschenbildungsanordnung
anzugeben, bei der die Steuerung der Maschenbildungselemente und auch die Maschenbildungselemente
für erweiterte Musteranwendungen mit hoher Leistung und Sicherheit vereinfacht sind
und eine größere Stabilität des Transferhakens mit einem Selbstreinigungseffekt beim
Eintauchen in den Nadelschlitz für feinste Nadelausführungen ermöglicht sind.
[0008] Durch die Maßnahme des Anspruchs 1 wird insbesondere der problemlose Übergang der
Masche sichergestellt.
[0009] Neben den Vorteilen, die sich aus der Lösung der Aufgabe ergeben, ist die Erfindung
grundsätzlich für alle genannten Maschinenvarianten vorteilhaft einsetzbar. Sie bietet
auch für feinste Teilungen mit dem Ziel fester Maschenstoffe vielseitige Musterungsmöglichkeiten.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] Mit der erfindungsgemäßen Maschenbildungsanordnung kann eine Strick- oder Kettenwirkmaschine
zum maschinellen Maschenbilden mit mindestens einem kontinuierlichen Faden geschaffen
werden, der mittels des Hakenteils einer Strick- oder Wirknadel jeweils durch die
zuvor gebildete Masche zum Bilden der neuen Masche als Schleife hindurch bewegt wird,
wobei die Auswärts-Querbewegung des Transferhakens und die Bewegung der Nadel durch
an deren Schaftende angeordnete und in Schlossbahnen eingreifende Steuerfüße während
der zueinander relativen Längsbewegung beider Maschenbildungselemente bewirkt wird.
Die Maschenbildungselemente werden durch die Kupplungselemente kraftschlüssig verbunden,
durch die die Einwärts-Querbewegung des nach oben gerichteten Transferhakens innerhalb
des Nadelkanals bzw. (bei Kettenwirkmaschinen) unterhalb des Abschlagkammes während
der Vorwärtsbewegung derart steuerbar ist, dass nach Verlassen nach der Kulierstellung
der Nadel und Freigabe der alten Masche vom Transferhaken die Maschenbildungselemente
gemeinsam in ihre obere Position vorbewegbar sind, derart, dass der Steuerfuß des
Transferhakens über einen Synchronanstieg im Maschinenschloss den Kupplungsstoß der
Nadel abfängt.
[0012] Die Weiterbildung nach Anspruch 2 erleichtert den Maschenübergang von der Nadelbrust
zur Haltesektion des Transferhakens für feinste Nadelausführungen und das gesteuerte
Herausheben des Transferhakens aus dem Nadelschlitz mit einer selbstreinigenden Schrägbewegung.
[0013] Bei einer mit der erfindungsgemäßen Maschenbildungsanordnung versehenen Maschine
sind für die Musterungsfunktion "Fang" vor dem allgemeinen Rückhub der Nadel mit eingeführtem
neuen Faden die durch die Musterung festgelegten Steuerfüße des Transferhakens mit
einem mechanisch oder elektronisch betätigten Rückwärtsimpuls steuerbar, derart, dass
durch Kupplung der Maschenbildungselemente der Nadelhaken und Transferhaken den erforderlichen
kleinen Rückhub gemeinsam ausführen.
[0014] Die alte Masche kann vom Transferhaken zum im Nadelhaken eingeführten neuen Faden
gelangen, bevor die Nadel ihren weiteren Rückhub, gelöst von der Kupplung mit dem
Transferhaken, ausführt. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass die Kuliernadel
immer denselben Bewegungsablauf macht.
[0015] Nach erfolgter Kupplung der Maschenbildungselemente sind diese durch den Steuerfuß
der Nadel phasenbegrenzt gemeinsam vorbewegbar. Durch den Steuerfuß des Transferhakenschafts
sind sie phasenbegrenzt gemeinsam (für Fang) rückbewegbar. Die Kupplung beider Maschenbildungselemente
ist durch die unabhängige Rückwärtsbewegung der Nadel lösbar und für die Einwärtsbewegung
des Transferhakens kann eine am Nadelschloss angeordnete Gleitkufe vorgesehen sein.
[0016] Die Steuerung der Maschenbildungselemente für verschiedene Musterungseffekte und
die Querbewegung des Transferhakens können so verbessert werden.
[0017] Die Maschenbildungsanordnung kann an einer Flachstrickmaschine mit zwei geradlinig
langen, abgewinkelt gegenüber stehenden und in Längsrichtung versetzbaren Nadelbetten
verwendet werden, die bei der Maschenumhängung mit ihren Kanälen fluchten. Die Transferhakenteile
können aus zwei parallelen Lamellen bestehen. Für den Übertragungsvorgang auf die
andere Bettenseite kann ein Transferhaken bis zur Mitte der freien Öffnung beider
Nadelbetten vorbewegt werden und anschließend kann die Nadel mit dem Haken des anderen
Bettes die übergebende Masche und deren haltende Lamellen durchstoßen und aufweiten,
so dass sich nach dem Rückzug der übergebenden Transferhakenlamellen alle Maschen
sich auf den übernehmenden Nadeln befinden.
[0018] Dadurch wird das Umhängen von den Maschen bei Flachstrickmaschinen ohne komplizierte
Änderungen an den Maschenbildungselementen ermöglicht.
[0019] Die Maschenbildungselemente können in zwei unabhängig gesteuerten Barren einer Kettenwirkmaschine
aufgenommen sein und die Transferhakenteile können einen geringfügig vorgespannten
Federbereich aufweisen, so dass über die Relativbewegung beider Barren zueinander
die erforderliche Querbewegung des Transferhakens durch Gleitkontakt der Maschenbildungselemente
erfolgt. Beide Maschenbildungselemente können auch in einem Barren aufgenommen und
die Transferhakenteile darin spannungsfrei längsverschiebbar sein, wobei die Relativbewegung
der Transferhakenteile zu den Nadeln über eine Steuerschiene und die Querbewegung
des Transferhakens bzw. die Kupplung beider Elemente durch Führungsvertiefungen und
zugeordnete fingerartige Vorsprünge am Schaft erfolgt.
[0020] Dadurch wird die Anwendung in einer Kettenwirkmaschine mit zwei unabhängig voneinander
gesteuerten bzw. nur einem Barren ermöglicht.
[0021] Die Schwingbewegung der Transferhaken und/oder der Nadeln kann jeweils durch in Sektionen
unterteilte Schwingsysteme erfolgen, die über Radialnocken, Axialnocken oder über
Schwinghebel erzeugt und von einer Steuerschiene auf den Transferhaken übertragen
wird.
[0022] Dadurch wird die Schwingenkonstruktion für die Befestigung der Barren vereinfacht
und das Auswechseln der Transferhakenteile erleichtert.
[0023] Die Weiterbildung nach Anspruch 3 ermöglicht die störungsfreie Kupplung der Maschenbildungselemente.
[0024] Die Weiterbildung nach Anspruch 4 stabilisiert die Auswärtsstellung des Transferhakens.
[0025] Die Weiterbildung nach Anspruch 5 stellt die Querbewegung des Transferhakens sicher.
[0026] Die Weiterbildung nach Anspruch 7 eignet sich für sehr feine Nadelausführungen und
vermeidet Reibungsverluste.
[0027] Ausführungs- und Anwendungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Figuren 1 bis
31 erläutert. Es zeigen:
Figur 1 bis 4 das Prinzip der Maschenbildung, und zwar
Figur 1 die obere Position der Kuliernadel 1 mit dem vorn angeordneten Haken 2;
Figur 2 die Kulierstellung des Nadelhakens 2 mit dem zu einer neuen Schleife geformten
Faden F;
Figur 3 den Transferhaken 12 in zurückbewegter Stellung und
Figur 4 die Bildung einer neuen Masche;
Figuren 5 und 6 die gesteuerte Einwärtsbewegung des nach oben gerichteten Transferhakens
12 in den Nadelschlitz 5 für die Ausführung feinster Nadeln;
Figur 7 einen Schnitt durch den Einführungsbereich a-a;
Figur 8 einen Schnitt durch den Haltebereich b-b;
Figur 9 die Freizügigkeit in der Gestaltung der Hakenzur Brusthöhe;
Figur 10 bis 12 eine Ausführungsvariante der Einwärtsbewegung des Transferhakens;
Figur 13 die Vorrichtung in der Strickfunktion "Fang";
Figur 14 und 15 die Begrenzung des Ansteuerungsweges für die Strickfunktion "Fang";
Figur 16 den stark vergrößerten Ausschnitt der Prinzip-Darstellung in einer Draufsicht
auf die Schlossbahn S;
Figur 17 bis 20 das Umhängen von Maschen bei Flachstrickmaschinen;
Figur 21 bis 23 eine besondere Ausbildung des Nadelhakens;
Figur 24 den Blick auf die Transferhakenlamellen im Bereich der Einführungsfasen;
Figur 25 die Ausführung der Maschenbildungselemente für Kettenwirkmaschinen mit zwei
unabhängig gesteuerten Barren;
Figur 26 den Schnitt a-a-der Figur 25 durch die Befestigung des Führungsbügels;
Figur 27 bis 29 die Ausführung einer Kettenwirkmaschine mit in einem Barren angeordneten
Maschenbildungselementen, und zwar
Figur 27 in oberer Position,
Figur 28 in Kulierposition und
Figur 29 in Kupplungsposition sowie
Figur 30 und Figur 31 Vorder- und Seitenansicht eines in Leichtbauweise ausgeführten
Schwingsystems für den Antrieb der Transferhakenteile.
[0028] Die Fig. 1 zeigt die Nadel 1 mit Nadelschaft 3 und Nadelhaken 2, der bereits einen
Faden F aufgenommen hat. In Wirkverbindung zum Nadelhaken 2 ist der nach oben gerichtete
Transferhaken 12 mit seinem Schaft 11 angeordnet. Der Schaft 3 der Nadel 1 weist eine
Vertiefung 6 auf, die mit der fingerartigen Erhöhung 16 (Fig. 2) des Transferhakens
12 korrespondiert. Die Vertiefung 6 am Schaft der Nadel 1 endigt oben mit der Anstiegsfläche
7 und unten mit einer teilweise abgeschrägten Aussparung 8. Diese Gleitfläche erleichtert
im Zusammenwirken mit der Abschrägung 17 des ebenfalls abgeschrägten Fingers 18 (Fig.
2) des Transferhakenschaftes 11 den beiderseitigen Eingriff. Auch die Anstiegsfläche
7 im Nadelschaft 3 und die Abschrägung 17 im Transferhakenschaft 11 sind so angeordnet,
daß sie in bestimmten Positionen von Nadel und Schaft 11 des Transferhakens 12 in
Wirkverbindung geraten.
[0029] Unterhalb der Anstiegsfläche 7 im Nadelschaft 3 befindet sich eine Aussparung 8.
Bei Relativbewegungen von Nadel 1 und Transferhaken 12 zu einander werden diese beiden
Elemente (1 und 12) um den Betrag x von einander wegbewegt. Z zeigt die vertikale
Bewegungstoleranz der Elemente (Nadel 1 und Transferhaken 12), in welcher die Einwärtsstellung
des Transferhakens 12 in der Nadelbrust 4 sichergestellt ist.
[0030] Gemäß Fig. 1 beginnt die Querbewegung des Transferhakens 12 dadurch, daß der Schaft
11 des Transferhakens 12 mit seiner Erhöhung 16 der Anstiegsfläche 7 entlang gleitet
und die formschlüssige Verbindung mit dem Nadelschaft 3 verläßt. Dabei wird auch die
Kupplung beider Elemente (1 und 12) gelöst. Um die Auswärtsstellung des Transferhakens
12 während des Rückzuges der Nadel zu erhalten, muß die Vertiefung 6 um das Maß y
(entsprechend etwa dem Nadelweg) zurückversetzt sein. Die alte Masche befindet sich
auf dem Transferhaken 12, der in dem Bereich, der im Nadelschlitz 5 (in Fig. 2 ersichtlich)
der Nadelbrust 4 zeitweise geführt ist, seitliche Absetzungen 10 aufweist.
[0031] Die Fig. 2 zeigt die Kulierstellung des Nadelhakens 2 mit dem zu einer neuen Schleife
geformten Faden F, während der Transferhaken 12 in seiner oberen Auswärtsstellung
verbleibt. Auch die Vertiefung 6 und die Erhöhung 16 greifen nicht mehr ineinander.
Die alte Masche befindet sich unmittelbar über der Abschlagkante A.
[0032] Die Maschenbildung erfolgt also statt wie bei den Vorläuferausführungen in vier,
jetzt in drei Verfahrensschritten der beiden Elemente. Auf die Rückwärtsbewegung der
Nadel 1 mit eingeführtem neuen Faden erfolgt der Rückhub des Transferhakens 12, welcher
die von ihm gehaltene Masche freigibt. Die dritte Phase enthält die Aufwärtsbewegungsschritte
der Nadel 1 und des Transferhakens 12, d. h. während der Vorbewegung der Nadel 1 erfolgt
eine Kupplung mit dem Transferhakenschaft 11 innerhalb des Nadelkanals und anschließend
der gemeinsame Vorschub in die obere Position. Die Kupplung innerhalb des Nadelkanals
hat den wichtigen Vorteil der Sicherheit beim Eintauchen des Transferhakens 12 in
die Nadelbrust 4 und ermöglicht den Toleranzausgleich der in den Nadelkanälen vorhandenen
Abweichungen.
[0033] Die vorteilhafte kleine Querbewegung des Transferhakens 12 erfolgt ohne Steuerelement
im Nadelschloß allein durch die gegenseitig relative Längsbewegung der beiden Schaftteile.
Diese sind einfach strukturierte Bauteile in gleicher Schaftstärke ohne Absetzungen
und Überschneidungen. Die erforderliche Genauigkeit läßt sich mit heutiger Stanztechnik
gewährleisten, da keine Biegeoperation vorgesehen ist. Typische Nadelfertigungsarbeitsgänge
sind nur noch im vorderen Teil des Kulierhakens und der anschließenden Zasche notwendig.
Die Erfindung ermöglicht einen kleinen Brustanstieg, d.h. kleine Maschen und größere
Freiheit in der Gestaltung von Nadelhaken 2 zur Brusthöhe.
[0034] In der Fig. 3 hat sich der Transferhaken 12 zurückbewegt, so daß die alte Masche
über die Abschlagkante A abgeworfen wurde.
[0035] Fig. 4 zeigt eine neue Masche, die sich durch Vorbewegen der Nadel 1 gebildet hat.
Bei der Aufwärtsbewegung der Nadel 1 geriet die Erhöhung 16 am Transferhakenschaft
11 wieder in die Vertiefung 6 im Nadelschaft 3. Dieser Kupplungsvorgang veranlaßt
die Einwärts-Querbewegung des Transferhakens 12 in den Nadelschlitz 5. Bei weiterer
Vorwärtsbewegung der Nadel 1 gelangen beide Elemente gemeinsam in die obere Position
der Fig. 1.
[0036] Beim Kupplungsvorgang ist es bei den hohen Geschwindigkeiten wichtig, die ankommende
Nadelbewegung mit einer kurz davor beginnenden Transferhakenbewegung zu harmonisieren.
[0037] In den Figuren 1 bis 4 befindet sich im hinteren Bereich des Nadelschaftes 3 wie
ebenfalls im hinteren Bereich des Schaftes 11 des Transferhakens 12 ein nicht gezeigter
Steuerfuß. Die zuletzt gebildete Masche wird auf der Nadelbrust 4 im Haltebereich
des Transferhakens 12 an der Abschlagkante A des Nadelzylinders oder -bettes gehalten.
Nachdem ein neuer Faden F in den Nadelhaken 2 eingeführt wurde, beginnt der Rückzug
der Nadel 1. Dabei tritt eine Querbewegung des Transferhakens 12 ein, der aus der
Nadelbrust 4 herausgehoben wird, so daß der Nadelhaken 2 am Transferhaken 12 reibungslos
vorbeigeführt werden kann. Der Nadelschaft 3 und der Schaft 11 des Transferhakens
12 haben zum Kanalgrund K (Fig. 3) parallele Auflageflächen, die sich im gekuppelten
Zustand formschlüssig ergänzen. Im vorderen Bereich sind diese um das Maß x der gewünschten
Querbewegung des Transferhakens 12 versetzt.
[0038] Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen - nochmals 2-fach vergrößert - den wichtigen Vorteil
der schrägen Querbewegung des Transferhakens 12 in den Nadelschlitz 5, der besonders
bei feinen Nadelausführungen von Bedeufung ist. Dieser befindet sich mit seinem Haltebereich
b - b (Fig. 6) in einer Ausnehmung 9 hinter der Nadelbrust 4. Bei bekannten Ausführungen
(
DE 10152856 C1 und
DE 10211231 C1) ist für den Übergang von der Einführungs- zur Haltesektion eine leichte Schrägstellung
des Transferhakens 12 erforderlich, welche die Masche geringfügig erweitert. Die erfindungsgemäße
Ausführung vermeidet diesen Nachteil und schafft einen problemlosen Übergang. Der
Schaft 11 mündet in voller Stärke in den Haltebereich b - b des Transferhakens 12,
so daß sich für den Einführungsbereich a - a das mittige Absetzen der Spitze leicht
durchführen läßt. Die Masche gelangt ohne Gleitwiderstand auf den Haltebereich b -
b. Die Querbewegung des Transferhakens 12 schräg zur Nadel 1 ist im Nadelschlitz 5
selbstreinigend. Im Unterschied zur senkrecht zur Nadel 1 erfolgenden Querbewegung
bei der einen bekannten Vorrichtung (
DE 2909963 C2) kann sich kein Flusenflug festsetzen und aufbauen. Gemäß Fig. 7, die einen Schnitt
durch den Einführungsbereich a - a zeigt, kann, wie früher vorgeschlagen, die Zaschenbreite
über die Schaftstärke hinaus erweitert werden.
[0039] Wenn der Transferhaken 12 beim Rückhub der Nadel 1 aus dem Brustbereich auf die jeweilige
Hakenhöhe herausgehoben wird, eröffnet sich zusätzlich ein problemloser Übergang von
der in die Brust eingetauchten Einführungssektion des Transferhakens 12 zu Haltesektion,
ohne die bisher kleine Maschenerweiterung in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem, das
ist ein weiterer Vorteil, sind hier die Anstiegsflächen leicht herstellbar. Es ist
nur noch ein kurzer offener Schlitz in der Nadel notwendig, welcher in eine kleine
Vertiefung hinter der Brust mündet. Darin befindet sich die Haltesektion des Transferhakens
12, wenn seine Einführungssektion in die Nadelbrust 4 eingeschwenkt ist. Die Einwärtsbewegung
des Transferhakens 12 geschieht innerhalb der seitlichen Führung des Nadelkanals,
während der Toleranz-ausgleich in Querrichtung durch den Kupplungsvorgang beim Vorbewegen
der Nadel 1 gewährleistet ist.
[0040] Die Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch den Haltebereich b - b.
[0041] Mit der Fig. 9 ist die Freizügigkeit in der Gestaltung der Haken- zur Brusthöhe verdeutlicht.
[0042] In den Fig.10 bis 12 ist dargestellt, daß die Einwärtsbewegung des Transferhakens
12 auch durch eine Gleitkufe 19a am Nadelschloß herbeigeführt werden kann. Dadurch
ergibt sich analog Fig. 1 bis 4 für den Nadelhaken 2 und den Transferhaken 12 ein
paralleler Schaft mit entsprechender Vertiefung 6 und Erhöhung 16, sowie den mit einander
korrespondierenden Anstiegsflächen 7 und 17. Die Kupplung geschieht dabei mittels
eines Vorsprunges 14 in Flucht zum Transferhaken 12 analog zum Finger 18 (Fig. 2),
der in eine Nut 15 an der Stirnseite der Ausnehmung 9 eingreift und zusätzlich den
Toleranzausgleich in Querrichtung das Transferhakens 12 beim Eintauchen in den Schlitz
5 in der Nadelbrust 4 übernimmt.
[0043] Die Fig. 13 betrifft die Strickfunktion "Fang". Dabei wurde, nachdem ein neuer Faden
F in den Nadelhaken 2 eingeführt worden ist, durch den nicht gezeigten Steuerfuß des
Transferhakens 12 infolge der Kupplung beide Maschenbildungselemente (Nadel 1 und
Transferhaken 12) so weit hinter die Abschlagkante A zurückbewegt, daß die über dem
Transferhaken 12 befindliche Masche von diesem abgleitet, wodurch beim anschließende
Maschenbildungsvorgang entsprechend Fig. 1 bis 4 die neue Schleife und die alte Masche
in den Nadelhaken 2 und anschließend auf den Transferhaken 12 gelangen. Die Auswahl,
welche Nadeln beim Durchlauf eines Schlosses "Fang" machen sollen, geschieht mit bekannter
Technik durch Steuerfüße unterschiedlicher Höhe, denen in den Nadelschlössern Steuerkurven
zugeordnet sind.
[0044] Für die Verwirklichung von Fangmaschenmusterungen hat die Erfindung weitere Vorteile.
Im Gegensatz zur jetzt gebräuchlichen Technologie macht hier die Kuliernadel immer
denselben Bewegungsablauf. Soll eine Fangmasche entstehen, erfolgt nach dem Einführen
des neuen Fadens und vor der Rückwärtsbewegung der Kuliernadel ein kleiner Rückimpuls
auf den Steuerfuß des Transferhakens 12, wodurch beide Elemente kraftschlüssig um
die Transferhakenlänge nach hinten geführt werden. Die vorherige Masche gelangt dadurch
vom Transferhaken 12 wieder in den Nadelhals zum neu eingeführten Faden, der anschließend
kuliert wird.
[0045] Die Erfindung ermöglicht auch, frei programmierbar einzelne Nadeln anzusteuern. Dazu
kommen Betätigungsmagnete mit extrem kurzer. Ansprechzeit zur Anwendung, weil der
Zeitzyklus innerhalb einer Nadelteilung bei den hohen Geschwindigkeiten minimal ist,
so daß sehr kurze Steuerungsbewegungen Voraussetzung sind.
[0046] Die Fig. 14 und 15 zeigen, wie der Ansteuerungsweg auf die Größenordnung eines Millimeter
begrenzt werden kann. Gemäß Fig. 14 werden nach der Austriebsstellung (Fig. 1 oder
Fig.10) mit eingeführtem neuen Faden F alle Nadeln im Maschinenschloß über den nicht
gezeigten Steuerfuß des Transferhakens 12 um das Maß m zurückbewegt. Die alten Maschen
befinden sich dann noch im vorderen Bereich des Transferhakens, so daß der Durchzug
eines neuen Fadens zur Maschenbildung nach dem Sektor f (Fig. 16) möglich ist. Soll
jedoch die Fangfunktion ausgeführt werden, genügt der angesteuerte Weg n im Größenbereich
eines Millimeters für die Ausführung dieser Musteroperation (Fig.15).
[0047] Die Fig. 16 zeigt die stark vergrößerte Ausschnitt Prinzip-Darstellung in einer Draufsicht
auf die Schloßbahn s. Innerhalb des Sektors f läuft die Fangfunktion bei Durchlauf
der Steuerfüße in Pfeilrichtung ab. Beim Durchlauf der Steuerfüße im Schloß der Maschine
ist vor dem Rückhub der Nadel ein Bereich vorgesehen, in dem z.B. nach einem Designmuster
elektronisch gesteuert, die erforderlichen Rückimpulse auf bestimmten Nadeln Fangmaschen
entstehen lassen. Soll keine Fangmasche entstehen, bleibt beim Durchlauf die in Fig.
10 gezeigte Position erhalten. Bei nur mechanisch betätigter Nadelauswahl erfolgt
der gekoppelte Rückzug beider Maschenbildungselemente von der in Fig. 10 gezeigten
Position in die Fig.13 gezeigte Position, bei elektronisch angesteuerter Nadelauswahl
zuerst für alle Nadeln von der in Fig. 10 gezeigten Position in die Fig.14 gezeigte
Position und dann impulsgesteuert einzelne Nadeln von der in Fig. 14 gezeigten Position
in die Fig.15 gezeigte Position.
[0048] In den Fig. 17 bis 20 sind die Verfahrensschritte für das Umhängen von Maschen bei
Flachstrickmaschinen erläutert. Die erfindungsgemäße Maschenbildung läßt sich ebenfalls
für das Flachstricken vorteilhaft anwenden. Dort stehen sich - analog dem Zylinder
und der Rippscheibe der Rundstrickmaschinen - zwei geradlinig lange Nadelbetten, jeweils
mit einer Nadel 1 und einem Transferhaken 12 in einem Winkel von 100 Grad geneigt
gegenüber, so daß in den Lücken jeweils eine Nadel des anderen Bettes sich kreuzen.
Zum im Längsrichtung erfolgenden Bettenversatz müssen die Nadeln 1 zurückgezogen sein.
Die zuletzt gebildeten Maschen sind dabei auf den Transferhaken 12 aufgehängt. Die
Nadelkanäle beider Betten stehen sich während des Übertragungsvorganges genau gegenüber.
[0049] Bei dieser Technologie sind durch Versatz der Nadelbetten in Längsrichtung und anschließendem
Umhängen von Maschen auf die andere Bettenseite, vielseitig verschiedene Musterungseffekte
erzielbar. Das Umhängen selbst ist ein komplexer Vorgang, der komplizierte Zungennadeln
mit seitlichen Aussparungen und Federelementen erfordert, die von den zu übernehmenden
Nadeln durchstoßen werden, so daß beim anschließenden Rückzug der abgebenden Nadel
die Masche auf die andere Bettenseite übertragen wird. Im Gegensatz dazu läßt sich
die Umhängung jetzt grundsätzlich ohne Änderung der zum Stricken verwendeten Nadeln
1 durchführen, wenn der Transferhaken 12, wie bei einer bekannten Vorrichtung dieser
Art (
DE 2909963 C2 beschrieben ist, aus zwei parallelen Lamellen besteht.
[0050] In Fig. 17 ist derrechte Transferhaken 12 mit seinen Lamellen soweit nach vorn bewegt,
daß die zu übergebende Masche etwa in der Mitte der freien Öffnung zwischen beiden
Nadelbetten hängt.
[0051] In Fig. 18 hat sich die übernehmende linke Nadel 1 mit ihrem Haken 2 bei Stillstand
des rechten Transferhakens 12 vorbewegt, so daß sie die übergebende Masche und die
Lamellen 11 mittels mondförmiger Einführungsfasen 20 (entsprechend Fig. 24) durchstößt
und aufweitet.
[0052] In Fig. 19 ist der rechte Transferhaken 12 zurückgezogen und die zu übergebende Masche
befindet sich dadurch auf der linken Bettenseite.
[0053] In der Fig. 20 sind die Nadelbetten für die Operation Stricken in ihre Grundstellung
"Nadeln gegenüber Lücken" gebracht worden. Ein neuer Faden ist im linken Nadelhaken
2 eingeführt und wird anschließend beim Rückzug der linken Nadel 1 durch die vom linken
Transferhaken 12 gehaltenen Maschen gezogen.
[0054] Die Fig. 21 bis 23 zeigen eine Besonderheit des Nadelhakens 2. Beim seitlichen Versatz
der Nadelbetten über mehrere Nadelteilungen entsteht ein beträchtlicher Zug in Querrichtung
der Maschen, so daß die übernehmende Nadel mit dem Kopf auf Fadensektionen stoßen
kann, anstatt die Maschenöffnung zu treffen.
[0055] Ein schuhlöffelartiger Ansatz 21 am Nadelhaken 2 findet direkt unterhalb des Transferhakens
12 sicher die Maschenöffnung an dieser Stelle und bahnt dem Nadelkopf 2 für den Übertragungsvorgang
den Weg.
[0056] Gemäß Fig. 21 ist am noch ungebogenen Vorderteil des Nadelhakens 2 eine zusätzliche
Durchmesserreduzierung 22 vorgesehen, damit er nach dem anschließenden Preßvorgang
in Querrichtung der Nadel 1 flachförmig die halbe Hakenstärke aufweist.
[0057] Fig. 22 zeigt die gepreßte Reduzierung 22, die in Querrichtung zur Nadel 1 auf die
Breite des Nadelhakens 2 in Flucht zum später gebogenen Innenverlauf des Hakens 2
gepreßt wird, so daß nach der Hakenbiegung das um 180 Grad zurückgebogene Vorderteil
der Hakenstärke entspricht und die in Fig. 23 dargestellte Hakenausführung entsteht.
[0058] Fig. 24 zeigt die Draufsicht auf den Rücken der Lamellen im Bereich des Nadelschlitzes
und der anschließenden Erweiterung auf die Kanalbreite in der Ausnehmung 9 (Fig. 5
und 9).
[0059] Die Figuren 25 bis 29 sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Maschenbildungselemente
für Kettenwirk-maschinen. Diese sind dort reihenweise im hinteren Schaftbereich -
in sogenannten Barren eingespannt - über deren Vorderkante sie in gewünschter Feinheit
entsprechenden Teilungsabständen hinausstehen. Das Problem dabei ist, daß die freien
Schaftteile beider Barren über deren beträchtliche Länge genau zueinander fluchten
müssen. Dazu spielen verschiedene Einflüsse, besonders aber die Wärmeausdehnung in
der Maschine eine wichtige Rolle. Es ist daher notwendig, die zusammenwirkenden Elemente
an den wichtigen Stellen ineinander zu führen, wie dies z.B. mit dem in den Nadelschlitz
eingreifenden zungenartigen Ansatz vorgeschlagen wurde.
[0060] Bei sehr feinen Nadelausführungen ist ein den Schaft umgreifender kleiner Führungsbügel
24 eine reibungsgünstige Alternative, weil die beiden Schaftausführungen dieselbe
Stärke aufweisen. Dieser läßt sich analog zur Zungenbefestigung in Strickmaschinennadeln
z.B. am Schaft 11 des Transferhakens 12 befestigen, in dem zwei in Flucht zum Befestigungsloch
25 gegeneinander wirkende Stempel Zapfenstummel wie bei der bekannten Zungenlagerung
aus den Seitenteilen in das Befestigungsloch 25 drücken. Die Fig. 26 verdeutlicht
die Befestigungsart in einem Schnitt a - a der Fig. 25.
[0061] Die Fig. 25 ist eine Prinzipdarstellung der Anordnung beider Maschenbildungselemente
in getrennten Nadelbarren. Diese sind um quer zu den Nadelelementen in größerem Abstand
angeordnete Drehachsen schwenkbar gelagert, so daß sich die Elemente auf einer Kreisbahn
in Längsrichtung entsprechend den Fig.10 bis13 bewegen. Dabei sind die Nadeln 1 einzeln
in Kanäle des nicht gezeigten Nadelbarrens gespannt, während die komplementären Schieberteile,
satzweise in gleicher Teilung in den Halteverband 23 gegossen, im zweiten, ebenfalls
nicht dargestellten Barren aneinander untergebracht sind.
[0062] In der Fig. 25 ist der aus dem Halteverband 23 herausstehende Schaft in seiner Fortsetzung
als Feder 26 ausgebildet, die geringfügig so vorgespannt ist, daß sich in dieser Relativstellung
der beiden Barren zueinander der Transferhaken 12 in der Nadelbrust 4 (Fig. 25) befindet,
während bei den anderen Stellungen der Transferhaken 12 durch Aufgleiten der Erhöhung
16 an der Anstiegsfläche 7 auf die Schaftoberkante 3 der Nadel 1 seine Auswärtsstellung
behält.
[0063] In den Fig. 27 bis 29 ist dargestellt, wie mit nur einer Barrenanordnung die Maschenbildung
möglich ist. Die im hinteren Schaftteil 3 in Kanälen des Barrens eingespannten Nadeln
1 haben eine Absetzung 28, so daß in diesem Bereich des Spanndeckels 29 ein Zwischenraum
entsteht, in welchen der hintere Schaftteil 11 des Transferhakens 12 spannungsfrei
längsverschiebbar eingeführt werden kann. Um bei den hohen Schwingungsfolgen keine
Reibungswärme aufkommen zu lassen, genügt es, wenn die zu einem nicht gezeigten Verband
vereinigten Transferhakenteile nur an den äußeren Begrenzungen den verlängerten Schaftteil
11 aufweisen, Die seitliche Führung beider Elemente 1, 12 zu einander im Maschenbildungsbereich
übernimmt die bekannte Nut- und Federverbindung bzw. die dargestellte U-Führung. Die
Auswärtsbewegung des Transferhakens 12 geschieht nach Fig. 11 über die Anstiegsfläche
7 am Nadelschaft 3. Für die Relativbewegung des Transferhakens 12 zum Nadelhaken 2
ist über die gesamte Barrenlänge eine Steuerschiene 27 vorgesehen, welche in die im
Schaft 11 des Transferhaken 12 entsprechende Nut eingreift. Die Kupplung beider Maschenbildungselemente
erfolgt, wie in Fig. 10 und 11 dargestellt, mittels des Vorsprunges 14 am Transferhaken
12, der in eine Nut 15 an der Stirnseite der Ausnehmung 9 eingreift.
[0064] Die Fig.30 und 31 sind Prinzipdarstellungen für die Anordnung der Steuerschiene 27.
Dabei kann auf die bisher schwere Schwingenkonstruktion für die Befestigung der Barren
verzichtet werden. Es genügt ein in Leichtbauweise ausgeführtes Schwingsystem mit
geringen Massebewegungen. Die Steuer-schiene 27 läßt sich in Sektionen unterteilen,
die sich zum Auswechseln der Transferhakenteile leicht abnehmen lassen.
[0065] Ein über die gesamte Barrenlänge der Nadeln parallel dazu angeordneter Führungsträger
30 enthält in geeigneten Sektionsabständen Führungselemente, z.B. Kugelbüchsen 31.
U-förmige Schwingelemente als Schienenträger 32, die oben eine Befestigungsplattform
34 für die Steuerschiene 27 aufweisen und unten für den Schwingungsantrieb ausgestaltet
sind, können mit den darin befestigten Bolzen 33 auf- und abbewegt werden. Die Schwingelemente
32 sind mit einer Achse 35 seitlich verbunden, die für den Schwingungsantrieb benutzt
werden kann. Ebenfalls in Sektionsabständen sind am Führungsträger 30 seitliche Lagerplatten
38 für den Schwingungsantrieb befestigt. Das Schwingsystem kann auch für die Bewegung
der Nadeln 1 verwendet werden.
[0066] Die Schwingungserzeugung läßt sich erfindungsgemäß 3-fach verschieden ausführen:
- 1) Über die in den Seitenteilen 38 gelagerte Welle 39 (Achse A), deren Radialnocken
40,die auf den Verbindungsachsen 35 der Schwingelemente 32 befindlichen Übertragungselementen
42 vertikal bewegen. Eine Druckfeder 36 sorgt dabei für die Anlage der Übertragungselemente
42 an den Radialnocken 40.
- 2) Über achsial wirkende Nocken 41, die auf einer in Längsrichtung schwingenden Welle
39 befestigt sind und auf unten im Schienenträger 32 gelagerten Übertragungselemente
42 wirken.
- 3) Über eine seitlich parallel des Führungsträgers 30 angeordnete, minimale Drehschwingungen
ausführende Welle (Achse-B), deren Übertragungshebel 44 die Verbindungsachsen 35 vertikal
schwingend bewegen.
1. Maschenbildungsanordnung für eine Strickmaschine oder Kettenwirkmaschine zum maschinellen
Maschenbilden mit mindestens einem kontinuierlichen Faden,
mit einer Nadel (1), die ein erstes Maschenbildungselement bildet und einen Schaft
(3) mit einer Nadelbrust (4) und mit einem Nadelhaken (2) aufweist, wobei in der Nadelbrust
(4) ein Nadelschlitz (5) sowie hinter der Nadelbrust (4) eine Ausnehmung (9) und an
dem Schaft (3) eine Vertiefung (6) ausgebildet sind, und
mit einem Transferhaken (12), der ein zweites Maschenbildungselement bildet und von
einem Schaft (11) mit einer fingerförmigen Erhöhung (16) getragen ist, die in die
Vertiefung (6) eindringen kann, so dass die Vertiefung (6) und die Erhöhung (16) als
Kupplungselemente (6, 16) dienen, wobei der Transferhaken (12) in Längs- und Querrichtung
bewegbar und in den Nadelschlitz (5) einführbar ist,
wobei der Transferhaken (12) und die Nadel (1) an ihren Schaftenden in Schlossbahnen
eingreifende Steuerfüße aufweisen, durch die während der relativen Längsbewegung des
Transferhakens (12) und der Nadel (1) eine Auswärts-Querbewegung und eine Einwärts-Querbewegung
des Transferhakens (12) bewirkbar ist,
wobei durch die die Nadel (1) und den Transferhaken (1, 12) formschlüssig verbindenden
und Abschrägungen (7, 17, 8, 18) aufweisenden Kupplungselemente (6, 16) die Einwärts-Querbewegung
des nach oben gerichteten Transferhakens (12) innerhalb des Nadelkanals bzw. unterhalb
des Abschlagkamms während der Steuerbewegung derart steuerbar ist, dass nach Verlassen
der Kulierstellung der Nadel (1) und Freigabe der alten Maschen von dem Transferhaken
(12) die Nadel (1) und der Transferhaken (12) gemeinsam in ihre obere Position vorbewegbar
sind, derart, dass der Steuerfuß des Transferhakens (12) über einen Synchronanstieg
des Maschinenschlosses den Kupplungsstoß der Nadel (1) abfängt, und
wobei der Transferhaken einen Haltebereich (b-b), welcher sich in der Ausnehmung (9)
befinden kann, und einen Einführbereich (a-a)aufweist, dessen Spitze mittig abgesetzt
ist, um in den Nadelschlitz (5) einzudringen, und wobei der Schaft (11) in voller
Stärke in den Haltebereich (b-b) mündet.
2. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) hinter der Brust (4) der Nadel (1) vorgesehen ist, die der Aufnahme
des Haltebereichs (b-b) des Transferhakens (12) in voller Schaftstärke dient, während
der vordere zugespitzte Transferhaken (12) in den Nadelschlitz (5) eintaucht, aus
dem er gesteuert heraushebbar ist.
3. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Spitze des Transferhakens (12) entgegengesetzten Ende ein fingerförmiger
Ansatz (14) vorgesehen ist, dass in der in dem Nadelschaft (3) vorgesehenen Vertiefung
(6) eine Nut (15) vorgesehen ist und dass der Ansatz (14) mit der Nut (15) kuppelbar
ist, um eine Kupplung zwischen der Nadel (1) und dem Transferhaken (12) zu bilden.
4. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung in dem Nadelschaft (3) um ein Maß y so weit zurückversetzt ist, dass
der Transferhaken (12) im ausgekuppelten Zustand während seiner Relativbewegung zu
der Nadel (1) seine Auswärtsstellung beibehält.
5. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der-Transferhaken (12) einen Federbereich (26) aufweist, der außerhalb eines Halteverbandes
(23) angeordnet ist, mit dem er verbunden ist.
6. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Federbereich (26) geringfügig vorgespannt ist.
7. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (11) ein Befestigungsloch (25) aufweist, dass an dem Schaft (11) des Transferhakens
(12) ein u-förmiger Führungsbügel (24) angeordnet ist und dass aus dem Führungsbügel
(24) zwei gegenüberliegende Zapfenstummel in das Befestigungsloch (25) gedrückt sind.
8. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transferhaken (12) in vorderster Stellung einen vertikalen Abstand zu dem Haken
(2) der Nadel (1) aufweist.
9. Maschenbildungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schaft (3) und dem Schaft (11) eine Führungsvertiefung und ein fingerartiger
Vorsprung vorgesehen sind.
1. Stitch-forming arrangement for a knitting machine or warp knitting machine for machine
knitting with at least one continuous thread,
with a needle (1), which forms a first stitch-forming element and has a blade (3)
with a needle breast (4) and with a needle hook (2), wherein a needle slot (5) is
configured in the needle breast (4) and a recess (9) is configured behind the needle
breast (4) and a depression (6) is configured on the blade (3), and with a transfer
hook (12), which forms a second stitch-forming element and is supported by a blade
(11) with a finger-shaped raised portion (16), which can penetrate into the depression
(6), so that the depression (6) and the raised portion (16) serve as coupling elements
(6,16), wherein the transfer hook (12) is movable in the longitudinal and the transverse
direction and can be inserted into the needle slot (5),
wherein at their blade ends the transfer hook (12) and the needle (1) have control
butts engaging into cam channels, by means of which an outward transverse movement
and an inward transverse movement of the transfer hook (12) can be effected during
the relative longitudinal movement of the transfer hook (12) and the needle (1),
wherein as a result of the coupling elements (6,16), which positively connect the
needle (1) and the transfer hook (1,12) and have sloping sections (7,17, 8, 18), the
inward transverse movement of the upwardly directed transfer hook (12) within the
needle groove or below the knock-over comb can be controlled during the control movement
such that after the needle (1) leaves the sinking position and the transfer hook (12)
releases the old stitches, the needle (1) and the transfer hook (12) can be moved
jointly forward into their upper position in such a way that the control butt of the
transfer hook (12) intercepts the coupling stroke of the needle (1) through a synchronous
ascent of the machine cam, and
wherein the transfer hook has a holding region (b-b), which can be located in the
recess (9), and an insertion region (a-a), its point being centrally offset in order
to penetrate into the needle slot (5), and wherein the blade (11) runs into the holding
region (b-b) at its full thickness.
2. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that the recess (9) is provided behind the breast (4) of the needle (1) and serves to
receive the holding region (b-b) of the transfer hook (12) at full blade thickness,
whereas the front transfer hook (12) tapered to a point penetrates into the needle
slot (5), from which it can be lifted in a controlled manner.
3. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that a finger-shaped attachment (14) is provided at the end opposite the point of the
transfer hook (12), that a groove (15) is provided in the depression (6) provided
in the needle blade (3), and that the attachment (14) can be coupled to the groove
(15) in order to form a coupling between the needle (1) and the transfer hook (12).
4. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that the depression in the needle blade (3) is set back by a dimension y to such an extent
that in the decoupled state the transfer hook (12) maintains its outward position
during its movement relative to the needle (1).
5. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that the transfer hook (12) has a spring region (26) arranged outside a holding brace
(23), to which it is connected.
6. Stitch-forming arrangement according to claim 5, characterised in that the spring region (26) is slightly biased.
7. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that the blade (11) has a fastening hole (25), that a U-shaped guide piece (24) is arranged
on the blade (11) of the transfer hook (12), and that from the guide piece (24) two
opposing pin ends are pressed into the fastening hole (25).
8. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that in furthest forward position the transfer hook (12) is spaced vertically from the
hook (2) of the needle (I).
9. Stitch-forming arrangement according to claim 1, characterised in that a guide depression and a finger-like projection are provided on the butt (3) and
the butt (11).
1. Dispositif de formation de mailles pour une machine à tricoter ou un métier chaîne
destiné à la formation mécanique de mailles avec au moins un fil continu,
comprenant une aiguille (1) qui constitue un premier élément de formation de mailles
et présente une tige (3) avec un bossage d'aiguille (4) et un crochet d'aiguille (2),
une fente d'aiguille (5) étant aménagée dans le bossage d'aiguille (4), et un creux
(9) étant réalisé derrière le bossage d'aiguille (4) et un évidement (6) dans la tige
(3), et
comprenant un crochet de transfert (12) qui constitue un deuxième élément de formation
de mailles et est porté par une tige (11) dotée d'une saillie (16) en forme de doigt
qui peut s'engager dans l'évidement (6), de sorte que l'évidement (6) et la saillie
(16) servent d'éléments d'accouplement (6, 16), le crochet de transfert (12) pouvant
être déplacé dans les directions longitudinale et transversale et engagé dans la fente
d'aiguille (5),
dans lequel le crochet de transfert (12) et l'aiguille (1) présentent à leurs extrémités
de tige des talons de commande qui s'engagent dans des chemins de cames et peuvent
provoquer un mouvement transversal vers l'extérieur et un mouvement transversal vers
l'intérieur du crochet de transfert (12), pendant le déplacement longitudinal relatif
du crochet de transfert (12) et de l'aiguille (1),
dans lequel les éléments d'accouplement (6, 16) reliant par complémentarité de formes
l'aiguille (1) et le crochet de transfert (12) et présentant des biseaux (7, 17, 8,
18) permettent de commander le mouvement transversal vers l'intérieur du crochet de
transfert (12) tourné vers le haut, à l'intérieur du canal d'aiguille ou en dessous
du peigne d'abattage, pendant le mouvement de commande, de manière telle qu'après
que l'aiguille (1) a quitté la position de cueillage de maille et les anciennes mailles
ont été libérées par le crochet de transfert (12), l'aiguille (1) et le crochet de
transfert (12) peuvent être avancés ensemble dans leur position haute, de manière
à ce que le talon de commande du crochet de transfert (12) amortisse, par l'intermédiaire
d'une montée synchrone de la serrure de machine, le choc d'accouplement de l'aiguille
(1), et
dans lequel le crochet de transfert présente une zone de support (b-b), pouvant se
situer dans le creux (9), et une zone d'introduction (a-a) dont la pointe est étagée
au milieu pour pénétrer dans la fente d'aiguille (5), et dans lequel la tige (11)
débouche avec toute son épaisseur dans la zone de support (b-b).
2. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 1, caractérisé en ce que le creux (9) est prévu derrière le bossage (4) de l'aiguille (1), qui sert à recevoir
la zone de support (b-b) du crochet de transfert (12) sur toute l'épaisseur de la
tige, pendant que le crochet de transfert (12) antérieur en pointe pénètre dans la
fente d'aiguille (5) dont il peut être retiré de manière contrôlée.
3. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité opposée à la pointe du crochet de transfert (12) porte un prolongement
(14) en forme de doigt, en ce qu'une rainure (15) est prévue dans l'évidement (6) aménagé dans la tige d'aiguille (3),
et en ce que le prolongement (14) peut être accouplé à la rainure (15) pour établir un accouplement
entre l'aiguille (1) et le crochet de transfert (12).
4. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'évidement de la tige d'aiguille (3) est décalé en arrière d'une valeur y telle
qu'à l'état découplé, le crochet de transfert (12) conserve sa position tournée vers
l'extérieur, pendant son mouvement relatif par rapport à l'aiguille (1).
5. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 1, caractérisé en ce que le crochet de transfert (12) présente une zone élastique (26) qui est disposée à
l'extérieur d'un système de support (23) auquel elle est reliée.
6. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 5, caractérisé en ce que la zone élastique (26) est légèrement précontrainte.
7. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige (11) présente un trou de fixation (25), en ce qu'un étrier de guidage (24) en forme de U est disposé sur la tige (11) du crochet de
transfert (12), et en ce que deux bouts d'axe mutuellement en vis-à-vis sont façonnés dans l'étrier de guidage
(24) et enfoncés dans le trou de fixation (25).
8. Dispositif de formation de mailles selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans sa position la plus avancée, le crochet de transfert (12) présente une distance
verticale par rapport au crochet (2) de l'aiguille (1).
9. Dispositif de formation selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un évidement de guidage et une saillie en forme de doigt sont prévus sur la tige (3)
et la tige (11).