[0001] Die Erfindung betrifft einen Schutzschalter mit zumindest einem ersten Schaltschloß,
welches eine erste Schaltbrücke, eine erste Klinke mit einem ersten Rastfortsatz,
und eine erste Klinkenauflage mit einer ersten Einkerbung für den ersten Rastfortsatz
umfaßt.
[0002] Bei derartigen Schutzschaltern wird der Rastfortsatz durch Verschwenken der Klinkenauflage
freigegeben, wodurch eine Bewegung der Schaltbrücke bewirkt wird und eine Kontaktfläche
einer Schaltbrücke geöffnet wird. Insbesondere bei mehrpoligen Schutzschaltem ist
es üblich, die Klinkenauflagen mechanisch zu koppeln, um ein gemeinsames Auslösen
aller Schaltschlösser sicherzustellen, wenn der Schutzschalter hinsichtlich zumindest
eines Poles anspricht. Dabei ist es aus Sicherheitsgründen wünschenswert, wenn der
Kontaktfläche des Schaltschlosses eines Neutralleiters zuletzt geöffnet wird.
[0003] Bei bekannten derartigen Schaltschlössern wird dies beispielsweise durch eine vergrößerte
Schaltbrücke erreicht. Nachteilig dabei ist, daß bei einem Schaltvorgang ein Abbrand
der Kontaktfläche der Schaltbrücke auftreten kann, wodurch diese verkleinert wird.
Daher kann nach mehreren Schaltzyklen das Nacheilen des Neutralleiters nicht mehr
gewährleistet sein.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schutzschalter der eingangs genannten Art anzugeben,
der die bekannten Nachteile vermeidet, der ein verzögertes Auslösen der ersten Schaltbrücke
auch nach mehreren Schaltzyklen jedenfalls gewährleistet, der einfach herzustellen
ist und eine hohe Sicherheit aufweist. Das Dokument
FR 634746 offenbart die Merkmale der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 6.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die erste Klinkenauflage ein Verzögerungselement
zur Verzögerung der Freigabe der ersten Klinke aufweist.
[0006] Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß die Verzögerung des Auslösens des ersten Schaltschlosses
unabhängig von der Form und Größe der ersten Schaltbrücke und der ersten Kontaktfläche
der ersten Schaltbrücke erfolgt und durch einen Verschleiß der ersten Kontaktfläche
der ersten Schaltbrücke nicht beeinträchtigt wird.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Verzögerungselement
als Erhebung ausgebildet ist. Eine Erhebung stellt eine einfache und besonders robuste
Ausgestaltung des Verzögerungselementes dar, wodurch eine hohe Zuverlässigkeit des
verzögerten Auslösens auch nach einer Vielzahl an Schaltzyklen erreicht wird.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die
der ersten Einkerbung abgewandte Seite des Verzögerungselementes abgeschrägt ausgebildet
ist. Durch die abgeschrägte Ausführung wird eine Führung für den ersten Rastfortsatz
beim Einrastvorgang des ersten Rastfortsatzes in die erste Einkerbung der ersten Klinkenauflage
bereitgestellt.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß zumindest ein weiteres
Schaltschloß mit einer weiteren Klinkenauflage und einer weiteren Klinke vorgesehen
ist, wobei die erste Klinkenauflage mit der weiteren Klinkenauflage mechanisch gekoppelt
ist. Durch die mechanische Koppelung der ersten Klinkenauflage mit der weiteren Klinkenauflage
kann ein gemeinsames Verschwenken der Klinkenauflagen erreicht werden, wobei das erste
Schaltschloß aufgrund des Verzögerungselementes nach dem weiteren Schaltschloß auslöst.
[0010] In diesem Zusammenhang kann in Weiterführung der Erfindung vorgesehen sein, daß das
erste Schaltschloß einem Neutralleiter zugeordnet ist. Dadurch kann auf einfache Weise
ein Nacheilen des Schaltschlosses des Neutralleiters sichergestellt werden, welches
auch noch nach einer Vielzahl an Schaltzyklen gewährleistet ist.
[0011] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zum Öffnen des Stromkreises in einem
Schutzschalter mit einem ersten Schaltschloß mit einer ersten Schaltbrücke, wobei
eine erste Klinke mit einem ersten Rastfortsatz in einer ersten Einkerbung einer ersten
Klinkenauflage in Eingriff ist, wobei durch Verschwenken der ersten Klinkenauflage
der erste Rastfortsatz von der ersten Einkerbung freigegeben wird.
[0012] Bei mehrpoligen Schutzschaltem ist es üblich, die Klinkenauflagen mechanisch zu koppeln,
um ein gemeinsames Öffnen der Stromkreise aller Pole sicherzustellen, wenn der Schutzschalter
hinsichtlich zumindest eines Poles anspricht. Dabei ist es aus Sicherheitsgründen
wünschenswert, wenn der Stromkreis des Schaltschlosses des Neutralleiters als letztes
geöffnet wird. Bei bekannten derartigen Verfahren wird dies beispielsweise durch eine
vergrößerte Schaltbrücke erreicht. Nachteilig dabei ist, daß bei einem Schaltvorgang
ein Abbrand der Kontaktfläche der Schaltbrücke auftreten kann, wodurch diese verkleinert
wird. Daher kann nach mehreren Schaltzyklen das Nacheilen des Neutralleiters nicht
mehr gewährleistet sein.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der oben genannten Art anzugeben, das
die bekannten Nachteile vermeidet und ein verzögertes Öffnen des Stromkreises auch
nach mehreren Schaltzyklen jedenfalls gewährleistet.
[0014] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der erste Rastfortsatz nach der Freigabe
durch die erste Einkerbung während weiterer Verschwenkung um einen vorgebbaren Winkel
mit einem an der ersten Klinkenauflage angeformten Verzögerungselement in Eingriff
ist und anschließend von der ersten Klinkenauflage freigegeben wird und eine Bewegung
der ersten Schaltbrücke bewirkt.
[0015] Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß die Verzögerung des Auslösens des ersten Schaltschlosses
unabhängig von der Form und Größe der ersten Schaltbrücke und der ersten Kontaktfläche
der ersten Schaltbrücke erfolgt und durch einen Verschleiß der ersten Kontaktfläche
der ersten Schaltbrücke nicht beeinträchtigt wird.
[0016] In Weiterführung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die erste Klinkenauflage
mittels einer mechanischen Koppelung zugleich mit zumindest einer weiteren Klinkenauflage
verschwenkt wird, wobei wenigstens eine weitere Klinke von der zumindest einen weiteren
Klinkenauflage freigegeben wird, bevor die erste Klinke von der ersten Klinkenauflage
freigegeben wird. Dadurch kann in einem mehrpoligen Schutzschalter ein gemeinsames
Auslösen aller Pole bei einem gezielten Nacheilen des dem ersten Schaltschloß zugeordneten
Poles erreicht werden, unabhängig davon, welcher Pol das Auslösen des Schutzschalters
bewirkt.
[0017] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
Ausführungsformen dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schutzschalters,
wobei eine Oberschale abgenommen ist;
Fig. 2 eine Schrägansicht auf das erste Schaltschloß des Schutzschalters nach Fig.
1;
Fig. 3 und 4 jeweils eine Schrägansicht auf die erste Klinkenauflage des ersten Schaltschlosses
nach Fig. 2;
Fig. 5 eine Schrägansicht auf vier mechanisch gekoppelte Klinkenauflagen; und
Fig. 6 bis 8 eine erste Einkerbung und ein Verzögerungselement der erste Klinkenauflage
und einen ersten Rastfortsatz einer ersten Klinke in verschiedenen Stellungen während
des Auslösens des ersten Schaltschlosses nach Fig. 2.
[0018] In Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schutzschalters
dargestellt, bei dem eine Oberschale abgenommen ist, wobei der Schutzschalter zumindest
ein erstes Schaltschloß 1 aufweist. Das erste Schaltschloß 1 ist in Fig. 2 in Schrägansicht
dargestellt und umfaßt eine erste Schaltbrücke 2, eine erste Klinke 3 mit einem ersten
Rastfortsatz 31 und eine erste Klinkenauflage 4 mit einer ersten Einkerbung 41 für
den ersten Rastfortsatz 31. Die erste Klinkenauflage 4 weist ein Verzögerungselement
42 zur Verzögerung der Freigabe der ersten Klinke 3 auf.
[0019] Der Schutzschalter kann eine Unterschale 61, Liftklemmen 62, 63 und eine Kurzschlußauslöseeinrichtung
64 umfassen. Weiters ist ein feststehender Kontakt 66 vorgesehen, mit dem eine erste
Kontaktfläche 21 der ersten Schaltbrücke 2 in Eingriff bringbar ist. Dadurch kann
ein mit den Liftklemmen 62, 63 verbundener Stromkreis geschlossen werden, welcher
durch den Schutzschalter gesichert ist. Andere erfindungsgemäße Schutzschalter können
auch einen anderen Aufbau aufweisen.
[0020] Im geschlossenen Zustand des Schutzschalters, wenn die erste Kontaktfläche 21 der
ersten Schaltbrücke 2 mit dem feststehenden Kontakt 66 in Eingriff ist, wird die erste
Kontaktfläche 21 der ersten Schaltbrücke 2 mittels einer Feder 65 gegen den feststehenden
Kontakt 66 belastet. Bei Auslösen des Schutzschalters wird die erste Klinkenauflage
4 verschwenkt, wodurch der erste Rastfortsatz 31 der ersten Klinke 3 von der ersten
Einkerbung 41 freigegeben wird. Während der weiteren Verschwenkung um einen vorgebbaren
Winkel ist der erste Rastfortsatz 31 mit dem Verzögerungselement 42 in Eingriff und
wird anschließend von der ersten Klinkenauflage 4 freigegeben und bewirkt eine Bewegung
der ersten Schaltbrücke 2, wodurch die erste Kontaktfläche 21 der ersten Schaltbrücke
2 von dem feststehenden Kontakt 66 getrennt wird und der Stromkreis zwischen den Liftklemmen
62, 63 geöffnet wird. Dabei wird ein Hebel 5 mittels eines Bügels 51 in eine Aus-Stellung
verbracht.
[0021] In den Fig. 6 bis 8 sind verschiedene Stellungen der ersten Klinke 3 und der ersten
Klinkenauflage 4 während des Auslösens dargestellt. In Fig. 6 ist der erste Rastfortsatz
31 mit der ersten Einkerbung 41 in Eingriff, in Fig. 7 ist der erste Rastfortsatz
31 mit dem Verzögerungselement 42 in Eingriff und in Fig. 8 ist der erste Rastfortsatz
31 von dem Verzögerungselement 42 freigegeben, wodurch die erste Klinke 3 von der
ersten Klinkenauflage 4 freigegeben ist und eine Bewegung der ersten Schaltbrücke
2 bewirkt wird.
[0022] Nach dem Trennen der ersten Kontaktfläche 21 der ersten Schaltbrücke, 2 wird die
erste Klinke 3 gegen die erste Klinkenauflage 4 verschwenkt, wodurch der erste Rastfortsatz
31 wieder mit der ersten Einkerbung 41 in Eingriff kommt.
[0023] Das Verzögerungselement 42 kann als Erhebung 43 ausgebildet sein, wodurch ein stabiles
und kompaktes Verzögerungselement 42 ausgebildet wird, das eine hohe Lebensdauer und
Zuverlässigkeit aufweist. Dabei weist die Erhebung im Wesentlichen die Form eines
Höckers auf. In anderen Ausführungsformen kann das Verzögerungselement 42 beispielsweise
auch als Rampe, Verdickung oder Rille ausgebildet sein.
[0024] Ist die der ersten Einkerbung 41 abgewandte Seite des Verzögerungselementes 42 abgeschrägt
ausgebildet, so wird der erste Rastfortsatz 31 bei dem Einrastvorgang in die erste
Einkerbung 41 entlang einer Schräge geführt, wodurch ein sicheres Einrasten gewährleistet
und die Gefahr des Hängenbleibens des ersten Rastfortsatzes 31 an einer Kante des
Verzögerungselementes 42 vermieden wird.
[0025] In den Fig. 3 und 4 ist jeweils eine Schrägansicht der ersten Klinkenauflage 4 dargestellt.
[0026] Die Vorteile der ersten Klinkenauflage 4 können bei der Verwendung in einem mehrpoligen,
insbesondere in einem vierpoligen, Schutzschalter vorteilhaft ausgenützt werden. Dabei
kann in einem vierpoligen Schutzschalter sichergestellt werden, daß der Stromkreis
des Neutralleiters nach den anderen Stromkreisen geöffnet wird. Dazu kann die erste
Klinkenauflage 4 mit weiteren Klinkenauflagen 71, 72, 73 mechanisch verbunden sein,
wobei die Verbindung vorzugsweise im wesentlichen drehfest ausgebildet ist. In Fig.
5 ist eine Ausführungsform der ersten Klinkenauffage 4 dargestellt, welche ist mittels
einer mechanischen Kopplung 8 drehfest mit drei weiteren Klinkenauflagen 71, 72, 73
verbunden ist. Den weiteren Klinkenauflagen 71, 72, 73 sind weitere Schaltschlösser
zugeordnet, mittels denen weitere Stromkreise geöffnet und/oder geschlossen werden
können.
[0027] Die mechanische Kopplung 8 stellt sicher, daß in dem mehrpoligen Schutzschalter ein
gemeinsames Auslösen aller Pole bei Ansprechen eines Poles gewährleistet ist. Dabei
ist sichergestellt, daß die weiteren Klinken der zumindest einen weiteren Klinkenauflage
71, 72, 73 freigegeben wird, bevor die erste Klinke 3 von der ersten Klinkenauflage
4 freigegeben wird. Wird der Neutralleiter dem ersten Schaltschloß 1 zugeordnet, so
ist gewährleistet, daß der Stromkreis des Neutralleiters als letzter geöffnet wird.
Dieses Nacheilen des Neutralleiters ist auch bei einer Abnutzung und Verschleiß des
Schutzschalters gewährleistet, welcher insbesondere durch Abbrand der Kontaktflächen
21, 66 entsteht.
[0028] Das Nacheilen des Neutralleiters ist unabhängig davon gewährleistet, welcher Pol
das Auslösen des Schutzschalters bewirkt.
1. Schutzschalter mit zumindest einem ersten Schaltschloß (1), welches eine erste Schaltbrücke
(2), eine erste Klinke (3) mit einem ersten Rastfortsatz (31), und eine erste Klinkenauflage
(4) mit einer ersten Einkerbung (41) für den ersten Rastfortsatz (31) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Klinkenauflage (4) ein Verzögerungselement (42) zur Verzögerung der Freigabe
der ersten Klinke (3) aufweist.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungselement (42) als Erhebung (43) ausgebildet ist.
3. Schutzschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der ersten Einkerbung (41) abgewandte Seite des Verzögerungselementes (42) abgeschrägt
ausgebildet ist.
4. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein weiteres Schaltschloß mit einer weiteren Klinkenauflage (71, 72, 73)
und einer weiteren Klinke vorgesehen ist, wobei die erste Klinkenauflage (4) mit der
weiteren Klinkenauflage (71, 72, 73) mechanisch gekoppelt ist.
5. Schutzschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Schaltschloß (1) einem Neutralleiter zugeordnet ist.
6. Verfahren zum Öffnen des Stromkreises in einem Schutzschalter mit einem ersten Schaltschloß
(1) mit einer ersten Schaltbrücke (2), wobei eine erste Klinke (3) mit einem ersten
Rastfortsatz (31) in einer ersten Einkerbung (41) einer ersten Klinkenauflage (4)
in Eingriff ist, wobei durch Verschwenken der ersten Klinkenauflage (4) der erste
Rastfortsatz (31) von der ersten Einkerbung (41) freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Rastfortsatz (31) nach der Freigabe durch die erste Einkerbung (41) während
weiterer Verschwenkung um einen vorgebbaren Winkel mit einem an der ersten Klinkenauflage
(4) angeformten Verzögerungselement (42) in Eingriff ist und anschließend von der
ersten Klinkenauflage (4) freigegeben wird und eine Bewegung der ersten Schaltbrücke
(2) bewirkt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Klinkenauflage (4) mittels einer mechanischen Koppelung (8) zugleich mit
zumindest einer weiteren Klinkenauflage (71, 72, 73) verschwenkt wird, wobei wenigstens
eine weitere Klinke von der zumindest einen weiteren Klinkenauflage (71, 72, 73) freigegeben
wird, bevor die erste Klinke (3) von der ersten Klinkenauflage (4) freigegeben wird.
1. A circuit breaker, comprising at least a first latching mechanism (1) which comprises
a first switching bridge (2), a first latch (3) with a first latching extension (31),
and a first latch support (4) with a first notch (41) for the first latching extension
(31), characterized in that the first latch support (4) comprises a delay element (42) for delaying the release
of the first latch (3).
2. A circuit breaker according to claim 1, characterized in that the delay element (42) is arranged as an elevation (43).
3. A circuit breaker according to claim 1 or 2, characterized in that the side of the delay element (42) which is averted from the first notch (41) is
provided with a beveled configuration.
4. A circuit breaker according to one of the claims 1 to 3, characterized in that at least one further latching mechanism is provided comprising a further latch support
(71, 72, 73) and a further latch, with the first latch support (4) being mechanically
coupled with the further latch support (71, 72, 73).
5. A circuit breaker according to claim 4, characterized in that the first latching mechanism (1) is associated with a neutral conductor.
6. A method for opening the electric circuit in a circuit breaker with a first latching
mechanism (1) with a first switching bridge (2), with a first latch (3) with a first
latching extension (31) being in engagement in a first notch (41) of a first latch
support (4), with the first latching extension (31) being released from the first
notch (41) by swiveling the first latch support (4), characterized in that the first latching extension (31), after release by the first notch (41), is in engagement
with a delay element (42) formed on the first latch support (4) during further swiveling
about a predeterminable angle and is subsequently released by the first latch support
(4) and causes a movement of the first switching bridge (2).
7. A method according to claim 6, characterized in that the first latch support (4) is swiveled by means of a mechanical coupling (8) simultaneously
with at least one further latch support (71, 72, 73), with at least one further latch
being released by the at least one further latch support (71, 72, 73) before the first
latch (3) is released by the first latch support (4).
1. Interrupteur de protection avec au moins un premier verrou de commutation (1) comprenant
un premier pont de commutation (2), un premier cliquet (3) avec une première saillie
d'engagement (31), et un premier appui de cliquet (4) avec une première encoche (41)
pour la première saillie d'engagement (31), caractérisé en ce que le premier appui de cliquet (4) comporte un élément retardateur (42) destiné à retarder
la libération du premier cliquet (3).
2. Interrupteur de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément retardateur (42) est conformé comme une surélévation (43).
3. Interrupteur de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le côté de l'élément retardateur (42) tourné à l'opposé de la première encoche (41)
est biseauté.
4. Interrupteur de protection selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un autre verrou de commutation avec un autre appui de cliquet
(71, 72, 73) et un autre cliquet, le premier appui de cliquet (4) étant couplé mécaniquement
avec l'autre appui de cliquet (71, 72, 73).
5. Interrupteur de protection selon la revendication 4, caractérisé en ce que le premier verrou de commutation (1) est associé à un conducteur neutre.
6. Procédé pour l'ouverture du circuit électrique dans un interrupteur de protection
avec un premier verrou de commutation (1) comportant un premier pont de commutation
(2), dans lequel un premier cliquet (3) avec une première saillie d'engagement (31)
est en prise dans une première encoche (41) d'un premier appui de cliquet (4), dans
lequel le basculement du premier appui de cliquet (4) libère la première saillie d'engagement
(31) de la première encoche (41), caractérisé en ce que la première saillie d'engagement (31), après avoir été libérée par la première encoche
(41), est en prise pendant la suite de son basculement selon un angle pouvant être
prédéterminé avec un élément retardateur (42) formé sur le premier appui de cliquet
(4) et est ensuite libérée par le premier appui de cliquet (4) et provoque un déplacement
du premier pont de commutation (2).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le premier appui de cliquet (4) est basculé au moyen d'un couplage mécanique (8)
en même temps qu'au moins un autre appui de cliquet (71, 72, 73), au moins un autre
cliquet étant libéré par l'au moins un autre appui de cliquet (71, 72, 73) avant que
le premier cliquet (3) soit libéré par le premier appui de cliquet (4).