(19)
(11) EP 1 649 908 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.04.2006  Patentblatt  2006/17

(21) Anmeldenummer: 05022547.3

(22) Anmeldetag:  15.10.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63F 3/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 23.10.2004 DE 202004016424 U

(71) Anmelder: IPS Handels GmbH
21035 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Adler, Matthias
    22159 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: Glaeser, Joachim 
Patentanwalt Zippelhaus 5
20457 Hamburg
20457 Hamburg (DE)

   


(54) Tischfussballspiel


(57) Die Erfindung betrifft ein Tischfußballspiel mit einem zum Zwecke des Transportes und der Aufbewahrung verkleinerbaren Spielfeld mit aufstellbarem Torgestell, einer Fang- bzw. Begrenzungswand hinter dem Tor, Seitenbanden (14, 15), bewegbaren Spielerfiguren und mit mindestens einem Spielball.
Das Spielfeld (10), die Begrenzungswand und die Seitenbanden (14, 15) sind mit einem schachtel- oder kofferartigen Behälter (11) kombiniert, welcher aus zwei aneinander oder ineinander verschwenkbaren aus steifem Material bestehenden Behälterhälften (12, 13) zusammengesetzt ist, so dass der Behälter in aufgeschwenkter für das Spiel bereiten Lage die Spielfläche bildet.
An der dem Torgestell (20) abgewandten Begrenzung der Spielfläche ist eine mit dieser scharnierartig verbundene Lasche (30) ausgebildet und an der Lasche und an den Seitenbanden (14, 15) sind jeweils Kerben oder Vorsprünge (16) zum Einhängen eines Gummibandes (40) vorgesehen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tischfußballspiel mit einem zum Zwecke des Transportes und der Aufbewahrung verkleinerbaren Spielfeld mit aufstellbarem Torgestell, einer Fang- bzw. Begrenzungswand hinter dem Tor, Seitenbanden (14, 15), bewegbaren Spielerfiguren und mit mindestens einem Spielball, wobei das Spielfeld (10), die Begrenzungswand und die Seitenbanden (14, 15) mit einem schachtel- oder kofferartigen Behälter (11) kombiniert ist, welcher aus zwei aneinander oder ineinander verschwenkbaren aus steifem Material bestehenden Behälterhälften (12, 13) zusammengesetzt ist, so dass der Behälter in aufgeschwenkter für das Spiel bereiten Lage die Spielfläche bildet.

[0002] Ein derartiges Tischfußballspiel ist bekannt (DE 35 23 174 A1). Beim Spielen mit dem bekannten Tischfußballspiel wird eine Spielfigur auf dem Feld aufgestellt und mit Hilfe eines Kickmechanismus kann ein Ball abgeschossen werden.

[0003] Es ist weiterhin bekannt, ein Kick-Tischfußballspiel der eingangs genannten Art aus einer Wellpapp-Schachtel herzustellen, so dass die Schachtel einerseits als Transportbehältnis dient und andererseits im aufgestellten Zustand die Spielfläche, die Umrandungen und Seitenbanden bildet.

[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Tischfußballspiele der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass der Ball mit Hilfe von Teilen des schachtel- oder kofferartigen Behälters abgeschossen werden kann.

[0005] Erreicht wird dies bei einem Tischfußballspiel der eingangs genannten Art dadurch, dass an der dem Torgestell abgewandten Begrenzung die Spielfläche eine mit dieser scharnierartig verbundene Lasche ausgebildet ist und dass an der Lasche und an den Seitenbanden jeweils Kerben oder Vorsprünge zum Einhängen eines Gummibandes vorgesehen sind.

[0006] Die dem Tor abgewandte Seite ist in der Art eines Wellpappkartons mit einer Lasche versehen, wie ein Schanier bewegt werden kann. Sowohl die Lasche als auch die Seitenbanden weisen Kerben oder nach oben stehende Vorsprünge auf, so dass dort ein Gummiring eingesetzt werden kann. Wenn nunmehr die Lage in die gestreckte Lage zur Spielfläche gebracht wird, wird einerseits das Gummiband gespannt, so dass beim Loslassen die Lasche ein Ball, der irgendwo auf die Lasche aufgelegt wurde, abgeschossen werden kann.

[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das Torgestell zur Spielfläche hin abgeschlossen, jedoch sind im linken oberen Eck und im rechten unteren Bereich zwei kreisrunde Ausnehmungen vorgesehen, die etwas größer ausgestaltet sind als der Ball. So kann in der Art des bekannten Torwandschießens ein Ball abgeschossen werden, und zwar mit dem Ziel, dass er durch eine der Ausnehmungen hindurch tritt.

[0008] Die Lasche kann in zwei Laschenteile aufgeteilt sein und jede Laschenhälfte kann mit einem Gummiband bestückt werden, so dass ein oder zwei Spieler zu unterschiedlichen Zeitpunkten die in die gestreckte Lage gebrachte Laschen hochschnellen lassen können, um zwei Bälle abschießen zu können.

[0009] Es ist auch denkbar, dass das Torgestell mit einem Torwart ausgestattet, der beispielsweise an der Spielfläche über eine Spiralfeder verbunden ist, so dass er seitlich hin- und hergehende Schwingbewegungen ausführen kann. Denkbar ist, dass der Torwart über irgendeine mechanische Verbindung über Stäbe oder einem zusätzlichen Gummizug mit der einen Lasche verbunden ist, so dass durch Loslassen dieser Lasche der Torwart Schwenkbewegungen ausführt. Auf diese Art und Weise kann das so genannte Elf-Meter-Schießen simuliert werden.

[0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.

[0011] Die einzige Figur der Zeichnung ist eine schaubildliche Darstellung des Tischfußballspiels gemäß der Erfindung in Spielstellung.

[0012] Aus der Figur ist zu erkennen, dass das Tischfußballspiel in einer Schachtel ausgebildet worden ist, die beispielsweise aus Wellpappe hergestellt sein könnte. Der eigentliche Boden der Schachtel 11 ist der Teil 13, der hinter einem Torgestell 20 von der Tischplatte im wesentlichen senkrecht nach oben vorsteht. Die Spielfläche 10 liegt dabei im wesentlichen auf einer Tischoberfläche auf. Seitlich sind an dem Deckelteil des Behälters, also an der Spielfläche 10 zwei Banden 14 und 15 ausgebildet, die beispielsweise mit Reklame oder eine Beschriftung versehen sein könnten. Das gleiche trifft auch für den Boden 13 zu, allerdings könnte dort auch eine Abbildung eines mit Zuschauer gefüllten Stadions zu sehen sein.

[0013] Die beiden Seitenbanden 14 und 15 sind mit Einkerbungen 16 ausgebildet, die so gestaltet sind, dass darin ein ringförmiges Gummiband 14 eingehängt oder eingehakt werden könnte. Eine ähnliche Kerbe befindet sich in dem Laschenteil 30. In der Figur ist lediglich zur Vereinfachung der Darstellung ein einziger Gummiring 40 gezeigt, der im mehr oder weniger ungespannten Zustand in je einer Kerbe 16 der einen Seitenbande 15 und der Lasche 13 angeordnet ist.

[0014] Wird die Lasche 30 bei Betrachtung der Figur entgegen der Uhrzeigerrichtung im wesentlichen um 90 Grad verschwenkt und auf die nach oben zeigende Fläche einen Ball gelegt, so kann durch Loslassen der Lasche durch die Einwirkung des Gummibandes 40 der Ball abgeschossen werden, um sein Ziel, in der gezeigten Ausführungsform eine der beiden Ausnehmungen in der Torwand 20, zu erreichen.

[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Lasche 30 etwa in der Mitte geteilt, so dass zwei Laschen unabhängig voneinander verschwenkbar mit der Spielfläche 10 verbunden sind. Entsprechend können die beiden Laschenteile unabhängig voneinander mit Gummiringen 40 versehen werden.


Ansprüche

1. Tischfußballspiel mit einem zum Zwecke des Transportes und der Aufbewahrung verkleinerbaren Spielfeld mit aufstellbarem Torgestell, einer Fang- bzw. Begrenzungswand hinter dem Tor, Seitenbanden (14, 15), bewegbaren Spielerfiguren und mit mindestens einem Spielball, wobei das Spielfeld (10), die Begrenzungswand und die Seitenbanden (14, 15) mit einem schachtel- oder kofferartigen Behälter (11) kombiniert ist, welcher aus zwei aneinander oder ineinander verschwenkbaren aus steifem Material bestehenden Behälterhälften (12, 13) zusammengesetzt ist, so dass der Behälter in aufgeschwenkter für das Spiel bereiten Lage die Spielfläche bildet, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Torgestell (20) abgewandten Begrenzung die Spielfläche eine mit dieser scharnierartig verbundene Lasche (30) ausgebildet ist und dass an der Lasche und an den Seitenbanden (14, 15) jeweils Kerben oder Vorsprünge (16) zum Einhängen eines Gummibandes (40) vorgesehen sind.
 
2. Tischfußballspiel, dadurch gekennzeichnet, dass das Torgestell (20) bis auf zwei kreisrunde Ausnehmungen zur Spielfläche (10) hin abgeschlossen ist.
 
3. Tischfußballspiel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (30) in zwei unabhängig voneinander bewegbare Teile geteilt ist.
 
4. Tischfußballspiel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Lasche mechanisch mit der Torwartfigur verbunden ist, die bei Betätigung dieser Lasche Schwing- oder Schwenkbewegungen ausführt.
 




Zeichnung







Recherchenbericht