[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tischfußballspiel mit einem zum Zwecke des Transportes
und der Aufbewahrung verkleinerbaren Spielfeld mit aufstellbarem Torgestell, einer
Fang- bzw. Begrenzungswand hinter dem Tor, Seitenbanden (14, 15), bewegbaren Spielerfiguren
und mit mindestens einem Spielball, wobei das Spielfeld (10), die Begrenzungswand
und die Seitenbanden (14, 15) mit einem schachtel- oder kofferartigen Behälter (11)
kombiniert ist, welcher aus zwei aneinander oder ineinander verschwenkbaren aus steifem
Material bestehenden Behälterhälften (12, 13) zusammengesetzt ist, so dass der Behälter
in aufgeschwenkter für das Spiel bereiten Lage die Spielfläche bildet.
[0002] Ein derartiges Tischfußballspiel ist bekannt (DE 35 23 174 A1). Beim Spielen mit
dem bekannten Tischfußballspiel wird eine Spielfigur auf dem Feld aufgestellt und
mit Hilfe eines Kickmechanismus kann ein Ball abgeschossen werden.
[0003] Es ist weiterhin bekannt, ein Kick-Tischfußballspiel der eingangs genannten Art aus
einer Wellpapp-Schachtel herzustellen, so dass die Schachtel einerseits als Transportbehältnis
dient und andererseits im aufgestellten Zustand die Spielfläche, die Umrandungen und
Seitenbanden bildet.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Tischfußballspiele der eingangs genannten
Art so auszugestalten, dass der Ball mit Hilfe von Teilen des schachtel- oder kofferartigen
Behälters abgeschossen werden kann.
[0005] Erreicht wird dies bei einem Tischfußballspiel der eingangs genannten Art dadurch,
dass an der dem Torgestell abgewandten Begrenzung die Spielfläche eine mit dieser
scharnierartig verbundene Lasche ausgebildet ist und dass an der Lasche und an den
Seitenbanden jeweils Kerben oder Vorsprünge zum Einhängen eines Gummibandes vorgesehen
sind.
[0006] Die dem Tor abgewandte Seite ist in der Art eines Wellpappkartons mit einer Lasche
versehen, wie ein Schanier bewegt werden kann. Sowohl die Lasche als auch die Seitenbanden
weisen Kerben oder nach oben stehende Vorsprünge auf, so dass dort ein Gummiring eingesetzt
werden kann. Wenn nunmehr die Lage in die gestreckte Lage zur Spielfläche gebracht
wird, wird einerseits das Gummiband gespannt, so dass beim Loslassen die Lasche ein
Ball, der irgendwo auf die Lasche aufgelegt wurde, abgeschossen werden kann.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das Torgestell zur Spielfläche hin abgeschlossen,
jedoch sind im linken oberen Eck und im rechten unteren Bereich zwei kreisrunde Ausnehmungen
vorgesehen, die etwas größer ausgestaltet sind als der Ball. So kann in der Art des
bekannten Torwandschießens ein Ball abgeschossen werden, und zwar mit dem Ziel, dass
er durch eine der Ausnehmungen hindurch tritt.
[0008] Die Lasche kann in zwei Laschenteile aufgeteilt sein und jede Laschenhälfte kann
mit einem Gummiband bestückt werden, so dass ein oder zwei Spieler zu unterschiedlichen
Zeitpunkten die in die gestreckte Lage gebrachte Laschen hochschnellen lassen können,
um zwei Bälle abschießen zu können.
[0009] Es ist auch denkbar, dass das Torgestell mit einem Torwart ausgestattet, der beispielsweise
an der Spielfläche über eine Spiralfeder verbunden ist, so dass er seitlich hin- und
hergehende Schwingbewegungen ausführen kann. Denkbar ist, dass der Torwart über irgendeine
mechanische Verbindung über Stäbe oder einem zusätzlichen Gummizug mit der einen Lasche
verbunden ist, so dass durch Loslassen dieser Lasche der Torwart Schwenkbewegungen
ausführt. Auf diese Art und Weise kann das so genannte Elf-Meter-Schießen simuliert
werden.
[0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
[0011] Die einzige Figur der Zeichnung ist eine schaubildliche Darstellung des Tischfußballspiels
gemäß der Erfindung in Spielstellung.
[0012] Aus der Figur ist zu erkennen, dass das Tischfußballspiel in einer Schachtel ausgebildet
worden ist, die beispielsweise aus Wellpappe hergestellt sein könnte. Der eigentliche
Boden der Schachtel 11 ist der Teil 13, der hinter einem Torgestell 20 von der Tischplatte
im wesentlichen senkrecht nach oben vorsteht. Die Spielfläche 10 liegt dabei im wesentlichen
auf einer Tischoberfläche auf. Seitlich sind an dem Deckelteil des Behälters, also
an der Spielfläche 10 zwei Banden 14 und 15 ausgebildet, die beispielsweise mit Reklame
oder eine Beschriftung versehen sein könnten. Das gleiche trifft auch für den Boden
13 zu, allerdings könnte dort auch eine Abbildung eines mit Zuschauer gefüllten Stadions
zu sehen sein.
[0013] Die beiden Seitenbanden 14 und 15 sind mit Einkerbungen 16 ausgebildet, die so gestaltet
sind, dass darin ein ringförmiges Gummiband 14 eingehängt oder eingehakt werden könnte.
Eine ähnliche Kerbe befindet sich in dem Laschenteil 30. In der Figur ist lediglich
zur Vereinfachung der Darstellung ein einziger Gummiring 40 gezeigt, der im mehr oder
weniger ungespannten Zustand in je einer Kerbe 16 der einen Seitenbande 15 und der
Lasche 13 angeordnet ist.
[0014] Wird die Lasche 30 bei Betrachtung der Figur entgegen der Uhrzeigerrichtung im wesentlichen
um 90 Grad verschwenkt und auf die nach oben zeigende Fläche einen Ball gelegt, so
kann durch Loslassen der Lasche durch die Einwirkung des Gummibandes 40 der Ball abgeschossen
werden, um sein Ziel, in der gezeigten Ausführungsform eine der beiden Ausnehmungen
in der Torwand 20, zu erreichen.
[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Lasche 30 etwa in der Mitte geteilt, so
dass zwei Laschen unabhängig voneinander verschwenkbar mit der Spielfläche 10 verbunden
sind. Entsprechend können die beiden Laschenteile unabhängig voneinander mit Gummiringen
40 versehen werden.
1. Tischfußballspiel mit einem zum Zwecke des Transportes und der Aufbewahrung verkleinerbaren
Spielfeld mit aufstellbarem Torgestell, einer Fang- bzw. Begrenzungswand hinter dem
Tor, Seitenbanden (14, 15), bewegbaren Spielerfiguren und mit mindestens einem Spielball,
wobei das Spielfeld (10), die Begrenzungswand und die Seitenbanden (14, 15) mit einem
schachtel- oder kofferartigen Behälter (11) kombiniert ist, welcher aus zwei aneinander
oder ineinander verschwenkbaren aus steifem Material bestehenden Behälterhälften (12,
13) zusammengesetzt ist, so dass der Behälter in aufgeschwenkter für das Spiel bereiten
Lage die Spielfläche bildet, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Torgestell (20) abgewandten Begrenzung die Spielfläche eine mit dieser
scharnierartig verbundene Lasche (30) ausgebildet ist und dass an der Lasche und an
den Seitenbanden (14, 15) jeweils Kerben oder Vorsprünge (16) zum Einhängen eines
Gummibandes (40) vorgesehen sind.
2. Tischfußballspiel, dadurch gekennzeichnet, dass das Torgestell (20) bis auf zwei kreisrunde Ausnehmungen zur Spielfläche (10) hin
abgeschlossen ist.
3. Tischfußballspiel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (30) in zwei unabhängig voneinander bewegbare Teile geteilt ist.
4. Tischfußballspiel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Lasche mechanisch mit der Torwartfigur verbunden ist, die bei Betätigung
dieser Lasche Schwing- oder Schwenkbewegungen ausführt.