[0001] Die Erfindung betrifft eine Preßzange nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Preßzangen werden hauptsächlich in der Sanitärinstallation eingesetzt, um zwei Rohre
oder Rohrstücke über Verbindungsstücke, sogenannte Fittings, miteinander zu verbinden.
Hierzu werden die Verbindungsstücke über die Enden zweier Rohre geschoben und plastisch
verformt, um eine feste Verbindung zwischen den beiden Rohren über das Verbindungsstück
zu erreichen. Die Preßzangen haben hierfür zwei Preßbacken mit jeweils eingearbeiteter
systemspezifischer Preßkontur. Um die Preßbacken zu betätigen und insbesondere die
Preßkraft aufzubringen, wird die Preßzange mit dem ersten Anschluß an eine motorische
Antriebsvorrichtung mit einem axial verstellbaren Stößel angeschlossen. Solche Antriebsvorrichtungen
arbeiten elektromechanisch oder elektrohydraulisch. Der Stößel trägt Druckrollen,
mit denen beim Ausfahren des Stößels die Preßzange geschlossen und damit die Preßkraft
aufgebracht wird.
[0003] Es sind auch handbetätigte Preßvorrichtungen in Form von Rohrzangen bekannt, bei
denen die jeweilige Preßkontur einstückig eingearbeitet ist. Darum ist für jede Rohrgröße
eine gesonderte Rohrzange erforderlich. Es sind auch Wechseleinsätze bekannt, welche
die Preßkontur enthalten und in die Rohrzange eingesetzt werden. Dann kann die Rohrzange
für einen begrenzten Durchmesserbereich der zu verpressenden Rohre bzw. Verbindungsstücke
eingesetzt werden.
[0004] Es sind auch Antriebsvorrichtungen bekannt, die aus zwei gelenkig miteinander verbundenen
Hebeln bestehen, mit denen die Preßbacken direkt geöffnet bzw. geschlossen werden
können. Diese Preßzangen sind im Vergleich zu den Preßzangen für die motorischen Antriebsvorrichtungen
unterschiedlich gestaltet. Der Benutzer der Preßzangen benötigt darum für den Einsatz
der manuellen und der motorischen Antriebsvorrichtungen jeweils eigene Sätze von Preßzangen.
[0005] Es ist bekannt (US 5 758 729), die Preßzange als Greifzange auszubilden. Sie hat
zwei Arme, von denen der eine Arm als Motorgehäuse und der andere Arm als Schwenkhebel
ausgebildet ist. Die beiden Arme sind fest mit der Preßzange verbunden. Der Motor
im Motorgehäuse dient dazu, dem Installateur den manuellen Preßvorgang zu erleichtern.
Ab Erreichen einer bestimmten Preßkraft wird der Motor zugeschaltet, so daß der Installateur
von Hand nur einen Teil der notwendigen Preßkraft aufbringen muß. Da die Preßzange
fest mit dem Gehäuse und dem Hebel verbunden ist, muß der Installateur für unterschiedliche
Rohrdurchmesser jeweils komplette Preßzangen mit Gehäuse und Hebel anschaffen.
[0006] Es ist auch bekannt (Montageanleitung der Firma velta 7-93), die Preßzange mit einer
motorischen Antriebsvorrichtung zu verbinden, mit der die beiden Preßbacken beim Preßvorgang
betätigt werden. Der Benutzer der Preßzangen benötigt darum für den manuellen und
den motorischen Betrieb der Preßzangen jeweils eigene Sätze von Preßzangen.
[0007] Es ist auch bekannt (EP 0 860 245 A2), die Preßbacken der Preßzange beim Preßvorgang
motorisch zu betätigen. Der entsprechende Antrieb ist an die Preßzange angeschlossen
und hat einen Betätigungshebel, der nach dem Preßvorgang in eine Freigabestellung
verschwenkt wird.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Preßzange so auszubilden,
daß sie kostengünstig für unterschiedliche Preßaufgaben herangezogen werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Preßzange erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0010] Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung kann die Preßzange über ihre beiden Anschlüsse
wahlweise manuell oder motorisch angetrieben werden. Beide Anschlüsse sind als lösbare
Anschlüsse ausgebildet, so daß der Benutzer der erfindungsgemäßen Preßzange an die
beiden Anschlüsse wahlweise eine motorische und eine manuelle Antriebsvorrichtung
anschließen kann. Die Preßzange kann mit dem ersten Anschluß an die motorische Antriebsvorrichtung
angeschlossen werden. Möchte der Benutzer hingegen die Preßzange manuell betätigen
können, läßt sich die Preßzange über den zweiten Anschluß problemlos an eine manuelle
Antriebsvorrichtung anschließen. Der Benutzer der erfindungsgemäßen Preßzange ist
darum nicht mehr genötigt, für die unterschiedlichen Arten von Antriebsvorrichtungen
unterschiedliche Preßzangen mit systemspezifischer Preßkontur oder Preßwerkzeuge mit
Wechseleinsätzen oder unterschiedliche Rohrzangen anzuschaffen. Je nach gewünschter
Einsatzart schließt der Benutzer die Preßzange entweder an die manuelle oder an die
motorische Antriebsvorrichtung an.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsformen
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in Vorderansicht eine erfindungsgemäße Preßzange, die an eine manuelle Antriebsvorrichtung
angeschlossen ist,
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Preßzange,
die an eine manuelle Antriebsvorrichtung angeschlossen ist,
- Fig. 4
- die Preßzange gemäß Fig. 1, die an eine motorische Antriebsvorrichtung angeschlossen
ist,
- Fig. 5
- die Preßzange gemäß Fig. 1, deren Preßbacken geschlossen sind, bei einer Zwischenstellung
von Betätigungshebeln der manuellen Antriebsvorrichtung,
- Fig. 6
- die Preßzange gemäß Fig. 5 in geöffnetem Zustand,
- Fig. 7
- in schematischer Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VII in Fig. 5,
- Fig. 8 und 9
- jeweils in Seitenansicht weitere Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Preßzangen,
die an manuelle Antriebsvorrichtungen angeschlossen sind.
[0013] Mit den im folgenden beschriebenen Preßzangen bzw. Preßwerkzeugen werden Verbindungsstücke,
die auf miteinander zu verbindende Rohre gesteckt werden, plastisch verformt. Die
Preßzangen werden hauptsächlich in der Sanitär- und Heizungstechnik eingesetzt. Die
zu verformenden Verbindungsstücke können aus Metall und/oder aus Kunststoff bestehen.
Durch die plastische Verformung werden die miteinander zu verbindenden Rohre und das
Verbindungsstück sicher miteinander verbunden. Da diese Preßtechnik bekannt ist, wird
sie nicht im einzelnen erläutert.
[0014] Die Preßzange kann von Hand und motorisch betrieben werden. Die Fig. 1 bis 3 zeigen
die Preßzange für eine Handbetätigung, während Fig. 4 die gleiche Preßzange für eine
motorische Betätigung zeigt. Somit kann der Installateur die Preßzange wahlweise für
den manuellen und für den motorischen Antrieb verwenden. Für die unterschiedlichen
Antriebsarten sind keine unterschiedlichen Preßzangen notwendig.
[0015] Die Preßzange nach den Fig. 1 und 2 hat zwei gegeneinander verschwenkbare Preßbacken
1, 2, die in der in Fig. 1 dargestellten Schließstellung mit ebenen Stirnseiten 3,
4 aneinanderliegen. Die Stirnseiten sind mit jeweils einer halbkreisförmigen Vertiefung
5, 6 versehen, die in der Schließstellung der Preßbacken 1, 2 eine kreisrunde Aufnahme
7 für das zu verpressende (nicht dargestellte) Teil bilden.
[0016] Die beiden Preßbacken 1, 2 sind spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet und haben
gleiche Dicke. An ihren einander gegenüberliegenden Außenseiten 8, 9 (Fig. 3) liegt
jeweils eine Verbindungslasche 10, 11 an. Sie erstrekken sich, wie Fig. 1 zeigt, senkrecht
zur Längsmittelebene der Preßzange und sind nahe ihren beiden Enden mit jeweils einer
Durchgangsöffnung 12, 13 für Bolzen 14, 15 versehen, welche auch die zwischen den
beiden Verbindungslaschen 10, 11 befindlichen Preßbacken 1, 2 durchsetzen. Auf den
Bolzen 14, 15 sind die Verbindungslaschen 10, 11 und die Preßbacken 1, 2 in bekannter
Weise axial gesichert. Die Achsen 16, 17 der Bolzen 14, 15 bilden Schwenkachsen für
die beiden Preßbacken 1, 2.
[0017] Die Stirnseiten 3, 4 der beiden Preßbacken 1, 2 gehen jeweils stumpfwinklig in Schrägflächen
18, 19 über, mit denen die Preßbacken 1, 2 in der Offenstellung (Fig. 6) flächig aneinanderliegen.
Die Schrägflächen 18, 19 sind kürzer als die ebenen Stirnseiten 3, 4. Der Übergang
zwischen den Schrägflächen 18, 19 zu den Stirnseiten 3, 4 liegt in Höhe der Verbindungslaschen
10, 11, über welche die Schrägflächen 18, 19 vorstehen (Fig. 1).
[0018] Die beiden Preßbacken 1, 2 sind vorteilhaft einstückig mit Armen 20, 21 ausgebildet,
die sich in Richtung auf ihr freies Ende in der Breite verjüngen. Vorteilhaft sind
die Arme 20, 21 gleich breit wie die Preßbacken 1, 2.
[0019] Die Arme 20, 21 haben einander zugewandte Schrägflächen 22, 23, die in der Schließstellung
der Preßbacken 1, 2 gemäß Fig. 1 divergierend in Richtung auf die freien Ende der
Arme verlaufen. Die Schrägflächen 22, 23 sind im Ausführungsbeispiel eben und erstrecken
sich von den freien Enden der Arme 20, 21 aus. Mit Abstand von den Schrägflächen 18,
19 gehen die Schrägflächen 22, 23 jeweils in eine teilkreisförmige Vertiefung 24,
25 über. Der gekrümmte Boden 26, 27 der Vertiefungen 24, 25 verbindet die Schrägflächen
22, 23 mit den Schrägflächen 18, 19.
[0020] Die Arme 20, 21 sind durch wenigstens eine (nicht dargestellte) Druckfeder belastet,
die in jeweils eine Sacklochbohrung 28, 29 in den einander zugewandten Schrägflächen
18, 19 der beiden Arme 20, 21 eingreift. Diese Druckfeder sorgt dafür, daß die Preßbacken
1, 2, wenn sie nicht an eine Antriebsvorrichtung angeschlossen sind, in die Schließstellung
geschwenkt werden. In der Schließstellung gemäß Fig. 1 fluchten die beiden Sacklochbohrungen
28, 29 miteinander. Ihre Achsen liegen in der Schließstellung der Preßbacken 1, 2
senkrecht zu den aneinanderliegenden Stirnseiten 3, 4 der Preßbacken 1, 2.
[0021] An den unteren Rand der beiden Verbindungslaschen 10, 11 schließt mittig jeweils
eine rechteckige Lasche 30, 31 an, die im Ausführungsbeispiel geringfügig dünner ist
als die zugehörige Verbindungslasche 10, 11 (Fig. 3) und einstückig mit ihr ausgebildet.
Die Verbindungslaschen 10, 11 und die Laschen 30, 31 können selbstverständlich gleiche
Dicke haben. Ebenso ist es möglich, die Laschen 30, 31 dicker auszubilden als die
Verbindungslaschen 10, 11.
[0022] Die Arme 20, 21 der Preßbacken 1, 2 sind mit jeweils einer Aufnahme 32, 33 (Fig.
1) versehen, um die Preßbacken 1, 2 an eine manuelle Antriebsvorrichtung 34 anschließen
zu können. Die Aufnahmen 32, 33 werden durch die Arme 20, 21 durchsetzende Öffnungen
gebildet, durch welche Bolzen 35, 36 gesteckt werden können. Mit ihnen werden an die
Arme 20, 21 zwei Hebelarme 37, 38 der Antriebsvorrichtung 34 angeschlossen. Die beiden
Hebelarme 37, 38 sind jeweils L-förmig ausgebildet. Die langen Schenkel 39, 40 der
beiden Hebel 37, 38 sind wesentlich länger als die senkrecht zu ihnen liegenden kurzen
Schenkel 41, 42 der Hebel 37, 38. Die freien Enden der beiden kurzen Schenkel 41,
42 sind gelenkig miteinander verbunden. Die auf diese Weise gebildete Kniehebelachse
43 liegt bei geschlossenen Preßbakken 1, 2 mittig zwischen den beiden Armen 20, 21.
Außerdem liegt die Kniehebelachse 43 in einer gemeinsamen Ebene mit den aneinanderliegenden
Stirnseiten 3, 4 der Preßbacken 1, 2. Diese Ebene liegt in der Schließstellung der
Preßbacken 1, 2 senkrecht zu der die Achsen der Bolzen 35, 36 enthaltenden Ebene.
Wie Fig. 1 zeigt, befindet sich die Kniehebelachse 43 etwa in Höhe der freien Enden
der Arme 20, 21 der Preßbacken 1, 2 oberhalb einer die beiden Achsen der Aufnahmen
32, 33 verbindenden Geraden.
[0023] Die Schenkel 39, 40 der beiden Hebel 37, 38 verjüngen sich von den kurzen Schenkeln
41, 42 aus (Fig. 1). Mit Abstand von der Kniehebelachse 43 haben die beiden Schenkel
39, 40 gleiche Breite bzw. gleichen Querschnitt. Mit diesem Bereich werden die beiden
Hebel 37, 38 in Rohren bzw. Rohrstücken 44, 45 aufgenommen und in ihnen in geeigneter
Weise gesichert.
[0024] Der die Kniehebelachse 43 aufweisende Bolzen 46 (Fig. 2) durchsetzt die beiden kurzen
Schenkel 41, 42, die mit ihren freien Enden aufeinander liegen. Wie Fig. 2 zeigt,
liegen die beiden kurzen Schenkel 41, 42 der beiden Hebel 37, 38 innerhalb der Breite
der Preßbacken 1, 2.
[0025] Die beiden Bolzen 35, 36, mit denen die Antriebsvorrichtung 34 an die Preßbacken
1, 2 gelenkig angeschlossen wird, sind leicht lösbar, so daß die mechanische Antriebsvorrichtung
34 im Bedarfsfalle einfach von der Preßzange gelöst werden kann. Die beiden kurzen
Schenkel 39, 40 und die Kniehebelachse 43 liegen mit Abstand von den Laschen 30, 31,
so daß die Preßbacken 1, 2 ohne Behinderung durch die Laschen 30, 31 im erforderlichen
Maße geschwenkt werden können.
[0026] Die Laschen 30, 31 haben mittig jeweils eine Durchgangsöffnung 47, die eine Aufnahme
für den Anschluß der Preßzange an eine motorische Antriebsvorrichtung 48 (Fig. 4)
bilden.
[0027] Um ein Verbindungsstück (Fitting) auf einem entsprechenden Rohr verpressen zu können,
werden die beiden Hebel 37, 38 in Richtung der Pfeile 49, 50 in Fig. 1 um die Kniehebelachse
43 entgegengesetzt zueinander geschwenkt. Dabei werden die beiden Arme 20, 21 infolge
ihrer Anlenkung an die Hebel 37, 38 mittels der Bolzen 35, 36 in Richtung zueinander
geschwenkt (Fig. 6). Fig. 5 zeigt eine Zwischenstellung der beiden Hebel 37, 38 beim
Schwenken aus der Ausgangsstellung gemäß Fig. 1. In der Ausgangsstellung sind die
beiden kurzen Schenkel 41, 42 geringfügig um die Kniehebelachse 43 über ihre zueinander
parallelen Lage hinaus geschwenkt, wodurch der Kniehebel 37, 38 geringfügig durchgedrückt
ist. Dadurch wird gewährleistet, daß die beiden Preßbacken 1, 2 mit großer Kraft mit
ihren Stirnseiten 3, 4 aneinander liegen. Dadurch wird sichergestellt, daß ein in
der Aufnahmeöffnung 7 liegendes Verbindungsstück in ausreichendem Maße plastisch verformt
wird.
[0028] Beim Verschwenken der Hebel 37, 38 um die Kniehebelachse 43 schwenken die kurzen
Schenkel 41, 42 geringfügig gegeneinander, ohne daß die beiden Preßbacken 1, 2 gegeneinander
geschwenkt werden (Fig. 5). In dieser Stellung sind die beiden Preßbacken 1, 2 entlastet,
so daß sie nur noch mit einem sehr geringen Druck mit ihren Stirnseiten 3, 4 aneinander
liegen. Werden die beiden Hebel 37, 38 weiter in Richtung der Pfeile 49, 50 (Fig.
1) um die Kniehebelachse 43 verschwenkt, werden die Arme 20, 21 der Preßbakken 1,
2 in Richtung zueinander um die Bolzenachsen 16, 17 geschwenkt, wodurch die Preßbacken
1, 2 mit ihren Stirnseiten 3, 4 voneinander abheben (Fig. 6). Die Preßbacken 1, 2
können maximal so weit gegeneinander geschwenkt werden, bis ihre Schrägflächen 18,
19 aneinander liegen. Die Preßbacken 1, 2 sind dann so weit auseinander geschwenkt,
daß das zu verpressende Teil bequem zwischen die beiden Preßbacken 1, 2 eingelegt
werden kann. Die Preßzange kann auch mit den geöffneten Preßbacken 1, 2 auf das zu
verpressende Teil aufgesetzt werden. Anschließend werden die beiden Hebel 37, 38 entgegen
Pfeilrichtung 49, 50 in Richtung zueinander um die Kniehebelachse 43 geschwenkt. Dies
hat zur Folge, daß die über die Bolzen 35, 36 angelenkten Arme 20, 21 der Preßbacken
1, 2 auseinandergeschwenkt werden. Dementsprechend schwenken die Preßbacken 1, 2 um
die Achsen 16, 17 der Bolzen 14, 15. Sobald die Preßbacken 1, 2 mit ihren Stirnseiten
3, 5 aneinanderliegen (Fig. 5), wird durch weiteres Verschwenken der Hebel 37, 38
aus der Lage gemäß Fig. 5 in die Lage gemäß Fig. 1 die notwendige Preßkraft aufgebracht,
um das in der Aufnahmeöffnung 7 befindliche Teil im erforderlichen Maße zu verpressen.
Aufgrund der Übersetzungsverhältnisse kann diese Preßkraft vom Benutzer ohne Mühe
aufgebracht werden. Die Hebel 37, 38 sind um ein Mehrfaches länger als die Preßbacken
1, 2. Da die kurzen Schenkel 41, 42 der Hebel 37, 38 vorteilhaft überdrückt werden,
schwenken die Hebel 37, 38, wenn sie vom Benutzer freigegeben werden, aus der Lage
gemäß Fig. 1 nicht wieder zurück. In der durchgedrückten Lage der kurzen Arme 41,
42 liegt die Kniehebelachse 43 mit geringem Abstand auf der den Bolzen 14, 15 zugewandten
Seite der die Achsen der Bolzen 35, 36 enthaltenden Ebene.
[0029] Die Schenkel 39, 40 der Hebel 37, 38 verbreitern sich von den Rohren 44, 45 aus bis
zu den kurzen Hebelarmen 41, 42 (Fig. 1). Dadurch haben die Hebel 37, 38 eine ausreichende
Festigkeit.
[0030] Wie sich aus Fig. 2 ergibt, sind zumindest die kurzen Hebelarme 41, 42 als Flachstücke
ausgebildet. Im Bereich des Bolzens 46, dessen Achse die Kniehebelachse 43 bildet,
liegen somit die kurzen Hebelarme 41, 42 flächig aneinander, so daß die Hebel 37,
38 zuverlässig geschwenkt werden können. Vorteilhaft sind die beiden Hebel 37, 38
insgesamt als Flachstücke bzw. Blechteile ausgebildet, so daß sie in einfacher und
kostengünstiger Weise gestanzt werden können. Die Rohre bzw. Rohrstücke 44, 45 können
im Griffbereich vorteilhaft mit Profilierungen oder dergleichen versehen sein, damit
der Benutzer des Preßgerätes einen sicheren Halt findet. Selbstverständlich können
die Rohre bzw. Rohrstücke 44, 45 auch unprofiliert ausgebildet sein. Sie können runden,
unrunden oder eckigen Querschnitt haben und bestehen vorteilhaft aus metallischem
Werkstoff. Darüber hinaus können die Rohrstücke bzw. Rohre 44, 45 auch aus hartem
Kunststoff bestehen.
[0031] Die Preßbacken 1, 2 können auch mit der motorischen Antriebsvorrichtung 48 gemäß
Fig. 5 betätigt werden. Hierzu ist es lediglich notwendig, die beiden Bolzen 35, 36
zu lösen, wodurch die beiden Preßbacken 1, 2 von der manuellen Antriebsvorrichtung
34 freikommen. Anschließend werden die Preßbacken 1, 2 mit der Antriebsvorrichtung
48 verbunden. Sie hat einen in Achsrichtung verschiebbaren Stößel 51, der an seinem
freien Ende wenigstens zwei Druckrollen 52, 53 frei drehbar trägt. Sie sind um senkrecht
zur Stößelachse liegende Achsen 54, 55 frei drehbar und liegen vorteilhaft aneinander.
[0032] Die Antriebsvorrichtung 48 hat zwei vorstehende Anschlußarme 56, von denen in Fig.
4 nur der eine Anschlußarm dargestellt ist. Mit einem Steckbolzen 57 wird die Preßzange
mit den Anschlußarmen 56 verbunden. Der Steckbolzen 57 wird durch Öffnungen in den
Anschlußarmen 56 sowie durch die Durchgangsöffnungen 47 in den Laschen 30, 31 der
Preßzange gesteckt und in geeigneter Weise axial gesichert. Auf diese Weise ist die
Preßzange starr mit der Antriebsvorrichtung 48 verbunden. Der Stößel 51 mit den Druckrollen
52, 53 ist im Bereich zwischen den Anschlußachsen 56 axial verschiebbar. Fig. 4 zeigt
die Stellung, in welcher die Druckrollen 52, 53 in einer Ausgangsstellung, in welcher
die Preßbacken 1, 2 geschlossen sind, an den Schrägflächen 22, 23 der Arme 20, 21
der Preßbacken 1, 2 anliegen. Die Drehachsen 54, 55 der Druckrollen 52, 53 sind in
einem Gabelstück 58 gelagert, das am freien Ende des Stößels 51 vorgesehen ist. Am
gegenüberliegenden Ende ist der Stößel 51 mit einer Spindelmutter 59 versehen, die
in ein Innengewinde 60 einer Spindelbuchse 61 eingreift. Sie ist in einem rohrförmigen
Ansatz 62 eines Gehäuses 63 der Antriebsvorrichtung 48 drehbar gelagert und sitzt
drehfest auf einem Wellenstumpf 64, auf den mit einem Keil 65 ein Zahnrad 66 aufgekeilt
ist. Auf dem Wellenstumpf 64 sitzt ein radial nach außen gerichtetes Flanschstück
67, das zwischen zwei Sicherungsscheiben 68 axial gesichert ist. Somit ist der Wellenstumpf
64 im Gehäuse 63 axial gesichert.
[0033] Benachbart zum Flanschstück 67 sitzt auf dem Wellenstumpf 64 eine Scheibe 69, die
sich an einem Rollenlager 70 axial abstützt. Der Wellenstumpf 64 hat an seinem dem
Stößel 51 zugewandten Ende einen radial nach außen gerichteten Flansch 71, der vom
freien Ende der Spindelbuchse 61 umgeben wird. Das Rollenlager 70 liegt am freien
Ende der Spindelbuchse 61 sowie am Flansch 71 an.
[0034] Das Zahnrad 66 ist von wenigstens einer Bohrung 72 axial durchsetzt und kämmt mit
einem Zwischenritzel 73, das achsparallel zum Wellenstumpf 64 liegt und ein Zahnrad
74 trägt, das mit einem Keil 75 auf dem Zwischenritzel 73 drehfest befestigt ist.
Das Zahnrad 74 ist mit einem Sicherungsring 76 auf dem Zwischenritzel 73 axial gesichert.
[0035] Das Zahnrad 74 hat etwa gleichen Durchmesser wie das Zahnrad 66 und ist in Eingriff
mit einem Ritzel 77, das auf einer (nicht dargestellten) Antriebswelle der Antriebsvorrichtung
48 sitzt.
[0036] Das Zwischenritzel 73 ist mit einem Lager 78, vorzugsweise einem Wälzlager, in einem
zylindrischen Ansatz 79 an der Innenseite des Gehäuses 63 drehbar gelagert.
[0037] Die Antriebsvorrichtung 48 hat einen Antriebsmotor, vorzugsweise einen Elektromotor,
der wenigstens zwei Getriebestufen 74, 77 und 66, 73 aufweist. Je nach der gewünschten
Untersetzung kann der Motor ein mehrstufiges Untersetzungsgetriebe mit mehr als zwei
Getriebestufen aufweisen.
[0038] Um die Preßbacken 1, 2 aus der in Fig. 4 dargestellten Schließstellung öffnen zu
können, wird der Antriebsmotor der Antriebsvorrichtung 48 eingeschaltet. Über die
Getriebestufen 74, 77; 66, 73 wird der Wellenstumpf 64 und damit die Spindelbuchse
61 drehbar angetrieben. Dadurch wird die Spindelmutter 59 axial innerhalb der Spindelbuchse
61 verschoben. Die Drehrichtung des Antriebsmotors ist so gewählt, daß der Stößel
51 in Fig. 4 nach links axial verschoben wird. Die Druckrollen 52, 53 kommen dadurch
von den Armen 20, 21 frei. Die Druckfeder, die mit ihren Enden in die Sacklochbohrungen
28, 29 (Fig. 1) eingreift, hält über die Arme 20, 21 die Preßbacken 1, 2 in Schließstellung.
Zum Öffnen werden die Arme 20, 21 nach dem Zurückfahren des Stößels 51 zusammengedrückt,
wodurch die Preßbacken 1, 2 geöffnet werden, wie dies anhand der Fig. 5 und 6 erläutert
worden ist. Die maximale Öffnung der Preßbacken 1, 2 wird erreicht, wenn sie mit ihren
Schrägflächen 18, 19 aneinander liegen (Fig. 6).
[0039] Das zu verpressende Teil läßt sich nunmehr bequem zwischen die Preßbakken 1, 2 einbringen
oder die Preßzange bequem auf das zu verpressende Teil aufsetzen. Anschließend schwenken
die Preßbacken 1, 2 unter der Kraft der Druckfeder bis zur Anlage an das eingelegte,
zu verpressende Teil zurück, wenn die Arme 20, 21 wieder freigegeben werden.
[0040] Der Benutzer der Preßeinrichtung muß nunmehr den Antriebsmotor umschalten, so daß
der Wellenstumpf 64 mit der Spindelbuchse 61 in umgekehrter Richtung dreht. Dadurch
wird der Stößel 51 mit den Druckrollen 52, 53 aus dem Ansatz 62 des Gehäuses 63 herausgefahren.
Die Druckrollen 52, 53 laufen im Bereich der abgerundeten Stirnseiten 80, 81 auf die
Schrägflächen 22, 23 der Arme 20, 21 auf und drücken sie auseinander. Sobald die Endstellung
gemäß Fig. 4 erreicht ist, ist das in der Aufnahmeöffnung 7 zwischen den Preßbacken
1, 2 liegende Teil in ausreichendem Maße plastisch verformt.
[0041] Zur Entnahme des verpreßten Teils wird der Antriebsmotor der Antriebsvorrichtung
48 wieder umgeschaltet, so daß der Stößel 51 mit den Druckrollen 52, 53 zurückgefahren
wird und die Preßbacken 1, 2 in der beschriebenen Weise geöffnet werden.
[0042] Die Preßzange läßt sich in der beschriebenen Weise wahlweise an die Antriebsvorrichtung
34 oder an die Antriebsvorrichtung 48 anschließen, da sie mit den entsprechenden Anschlüssen
32, 33 und 47 versehen ist. Über die Anschlüsse 32, 33 lassen sich die Hebel 37, 38
der Antriebsvorrichtung 34 anschließen. Der weitere Anschluß 47 wird durch die Stecköffnungen
für den Steckbolzen 57 in den Laschen 30, 31 gebildet. Der Benutzer kann somit, ohne
daß eine konstruktive Änderung an der Preßzange notwendig ist, diese wahlweise manuell
oder motorisch antreiben. Der Anwender benötigt darum für den manuellen Antrieb und
für den motorischen Antrieb nicht unterschiedliche Preßzangen, sondern kann dieselben
Preßzangen wahlweise für den manuellen oder den motorischen Betrieb einsetzen.
[0043] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausbildung der Antriebsvorrichtung 34, mit welcher die
beiden Preßbacken 1, 2 manuell betätigt werden können. Im Unterschied zur Ausführungsform
nach den Fig. 1 und 2 werden die Hebel 37, 38 durch jeweils zwei Hebel 37a, 37b gebildet.
Sie haben ebene und flache Endstücke 83, 84, die aneinander liegen und im Rohr bzw.
Rohrstück 44 befestigt sind. Diese ebenen Endstücke 83, 84 gehen außerhalb des Rohres
44 in zueinander divergierend verlaufende Schrägabschnitte 85, 86 über, die in zueinander
parallele Endbereiche 87, 88 übergehen. Sie liegen auf den einander gegenüberliegenden
Seiten der Arme 20, 21 der Preßbacken 1, 2 und sind durch die Bolzen 35, 36 miteinander
verbunden, welche die Durchstecköffnungen 32, 33 in den Armen 20, 21 und Stecköffnungen
89, 90 in den Endbereichen 87, 88 der Hebel 37, 38 durchsetzen.
[0044] Fig. 3 zeigt die Antriebsvorrichtung 34 in Seitenansicht. In Vorderansicht sind die
Hebel 37a, 37b gleich ausgebildet wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und
2. Da die Hebel 37a, 37b jedes Hebels an beiden Seiten der Arme 20, 21 der Preßbacken
1, 2 liegen, wird eine optimale mittige Krafteinleitung durch die beiden Doppelhebel
auf die Preßbacken 1, 2 gewährleistet. Die Bolzen 35, 36 können entsprechend der Ausführungsform
nach den Fig. 1 und 2 einfache Steckbolzen sein, die eine einfache Befestigung der
Antriebsvorrichtung an den Preßbacken 1, 2 der Preßzange ermöglicht. Die beiden Hebel
37a, 37b sind entsprechend der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 vorteilhaft Blechteile,
die einfach und kostengünstig hergestellt werden können.
[0045] Die Endbereiche 87, 88 der Hebel 37a, 37b sind so an der Preßzange vorgesehen, daß
sie, in Längsrichtung der Preßzange gesehen, seitlich nicht über die Laschen 30, 31
bzw. die Verbindungslaschen 10, 11 vorstehen.
[0046] Die Hebel der Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 können auch einen geschlitzten
Gußkopf oder Schmiedekopf aufweisen, der die freien Enden der Arme 20, 21 der Preßbacken
1, 2 aufnimmt, die darin in der beschriebenen Weise gelenkig gelagert sind.
[0047] Wie Fig. 7 zeigt, sind die kurzen Schenkel der L-förmigen Hebel 37a, 37b und 38a,
38b durch den Bolzen 46 miteinander verbunden, dessen Achse 43 die Kniehebelachse
bildet. Damit auch bei sehr dünnen Hebeln 37a, 37b; 38a, 38b die Bolzen 35, 36 als
Gewindebolzen eingesetzt werden können, ist es vorteilhaft, zum Einschrauben der Gewindebolzen
Scheiben 91, 92 zu verwenden (Fig. 3 und 7), die jeweils an der Außenseite des Hebels
37b bzw. 38b anliegen und jeweils mit einer Gewindebohrung 93, 94 für die entsprechenden
Gewindeabschnitte der Gewindebolzen 35, 36 versehen sind. In montierter Lage liegen
die Bolzen 35, 36 mit einem Kopf 95, 96 an den Außenseiten der Hebel 37a, 38a an.
[0048] Die Bolzen 35, 36 können auch auf andere Weise so gesichert werden, beispielsweise
durch Splinte, Sicherungsringe und dgl., daß ein einfacher und rascher Wechsel möglich
ist.
[0049] Fig. 8 zeigt eine weitere Möglichkeit des Anschlusses der Preßzange an die manuelle
Antriebsvorrichtung 34. Sie hat wiederum die doppelten Hebel, von denen in Fig. 8
die Hebel 37a, 37b dargestellt sind. Ihre freien Endbereiche 87, 88 sind mit gegeneinander
gerichteten Vorsprüngen 97, 98 versehen, die in die Aufnahmen 32a, 32b der Arme 20
der Preßbacken eingreifen. Im Unterschied zu den vorigen Ausführungsbeispielen sind
die Aufnahmen 32a, 32b als Vertiefungen ausgebildet, in welche die Vorsprünge 97,
98 formschlüssig eingreifen. Zumindest der eine Hebel, vorzugsweise beide Hebel 37a,
37b, sind so biegbar ausgebildet, daß die Antriebsvorrichtung 34 einfach mit der Preßzange
verbunden werden kann. Möglich ist es, den oder die Hebel 37a, 37b nachgiebig auszubilden
oder im Endbereich mit einem Gelenk zu versehen. Die Vorsprünge 97, 98 können beispielsweise
auch Steckteile sein, die zum Anschluß der Antriebsvorrichtung 34 an die Preßzange
zunächst zurückgezogen und dann in die Aufnahmen 32a, 32b zurückgeschoben werden.
Die Vorsprünge 97, 98 können in diesem Fall beispielsweise nach Art von federnden
Rastbolzen ausgebildet sein.
[0050] Da die kurzen Schenkel der Hebel 37a, 37b einander überlappen, wie in den Fig. 1,
2, 5, 6 und 7 dargestellt ist, ist am einen Hebel 37a auf dessen dem gegenüberliegenden
Hebel 37b zugewandten Seite ein Ansatz 99 vorgesehen, von dem zentrisch der Vorsprung
97 absteht. Der Hebel 37a liegt mit der Stirnseite 100 des Ansatzes 99 an der entsprechenden
Seitenfläche des Arms 20 der Preßbacke an. Dadurch hat der Endbereich 87 einen solchen
Abstand von der Seitenfläche 101 des Armes 20, daß der kurze Hebelarm des anderen
(nicht dargestellten) Hebels in diesen Zwischenraum eingreifen kann.
[0051] Auch bei dieser Ausführungsform greifen die Hebel 37a, 37b auf beiden Seiten der
Preßbacken 1, 2 an, wodurch eine mittige Krafteinleitung durch die Hebel auf die Preßbacken
erfolgt. Dadurch wird wiederum die Kniehebelachse 43, die in Fig. 8 nicht zu erkennen
ist, optimal entlastet, so daß die Hebel auch über eine lange Einsatzdauer zuverlässig
geschwenkt werden können.
[0052] Die Preßzange sowie die Antriebsvorrichtung 34 sind im übrigen gleich ausgebildet
wie bei den vorigen Ausführungsformen. Insbesondere bilden die über den Bolzen 46
gelenkig miteinander verbundenen Hebel ein Kniegelenk, wie es beispielhaft anhand
der Fig. 1, 2, 5 und 6 erläutert worden ist.
[0053] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Endbereiche 87, 88 der Hebel 37a,
37b mit den als Öffnungen ausgebildeten Aufnahmen 32a, 32b versehen sind. In sie greifen
zwei Vorsprünge 102, 103 ein, die an den Armen 20, 21 der Preßbacken 1, 2 vorgesehen
sind und von den Seitenflächen 101, 104 der Arme senkrecht abstehen. Der Vorsprung
102 ist länger als der Vorsprung 103, so daß im Bereich zwischen der Seitenfläche
101 des Armes 20 und dem über den Vorsprung 102 ragenden Endteil des Endbereiches
87 der entsprechende kurze Schenkel des benachbarten Hebels eingreifen kann. Dadurch
können die beiden Hebel 37a, 37b, 38a, 38b (Fig. 7) der Antriebsvorrichtung 34 kniehebelartig
über den Bolzen 46 miteinander gelenkig verbunden werden, wie dies anhand der vorigen
Ausführungsbeispiele im einzelnen beschriebenen worden ist. Die Hebel 37a, 37b sind
wiederum als flache Blechteile ausgebildet. Die über die Rohre bzw. Rohrstücke 44,
45 (Fig. 1) überstehenden Teile der einander gegenüberliegenden Hebel sind elastisch
biegbar ausgebildet, so daß die Preßzange mit den Vorsprüngen 102, 103 einfach mit
der Antriebsvorrichtung 34 verbunden werden kann. Die Vorsprünge 102, 103 können entsprechend
den Vorsprüngen 97, 98 der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ausgebildet sein. Es ist ferner
möglich, anstelle der Öffnungen 32a, 32b in den Endbereichen 87, 88 der Hebel 37a,
37b zum Rand hin offene Kulissenführungen zu verwenden, so daß die Hebel 37a, 37b
einfach auf die Vorsprünge 102, 103 der Preßzange geschoben werden können. Im übrigen
ist die Preßzange gleich ausgebildet wie bei den vorigen Ausführungsbeispielen.
[0054] Die Hebel der Antriebsvorrichtung 34 können bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen
Endanschläge 105, 106 aufweisen (Fig. 5), um eine definierte Endlage der Hebel zu
gewährleisten. Die Anschläge 105, 106 sind vorteilhaft einstückig mit den Hebeln 37,
38 ausgebildet und an den freien Enden der kurzen Schenkel 41, 42 vorgesehen. Die
Anschläge 105, 106 stehen in Richtung auf die Laschen 30, 31 über die kurzen Schenkel
41, 42 vor und kommen an ihnen in der zusammengedrückten Endlage der Hebel 37, 38
zur Anlage. Die Aufnahmen 32, 33; 32a, 32b sind bei den beschriebenen und dargestellten
Ausführungsformen einstückig in Form von Öffnungen, Vertiefungen oder Ansätzen mit
den Preßbacken 1, 2 ausgebildet. Es ist darüber hinaus möglich, diese Aufnahmen auch
gesondert an den Enden der Arme 20, 21 der Preßzange anzubringen.
1. Preßzange mit mindestens zwei Preßbacken (1, 2), von denen wenigstens eine aus einer
Schließ- in eine Offenstellung verstellbar ist, und mit wenigstens einem ersten Anschluß
(47), der an wenigstens einer einen lösbaren Anschluß ermöglichenden Lasche (30, 31)
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Enden der Preßbacken (1, 2) jeweils ein zweiter, einen lösbaren Anschluß
ermöglichender Anschluß (32, 33; 32a, 32b; 102, 103) vorgesehen ist.
2. Preßzange nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die eine, vorzugsweise beide Preßbacken (1, 2) als zweiarmige Hebel ausgebildet
sind.
3. Preßzange nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der eine Hebelarm eine Aufnahme (5, 6) für ein zu verpressendes Teil aufweist.
4. Preßzange nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der andere Hebelarm (20, 22) den zweiten Anschluß (32, 33; 32a, 32b; 102, 103) aufweist.
5. Preßzange nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Preßbacken (1, 2) durch wenigstens eine Verbindungslasche (10, 11) gelenkig
miteinander verbunden sind.
6. Preßzange nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Preßbacken (1, 2) jeweils eine Verbindungslasche (10, 11) vorgesehen
ist.
7. Preßzange nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die eine Verbindungslasche (10, 11) mit der den ersten Anschluß (47) aufweisenden
Lasche (30, 31) versehen ist.
8. Preßzange nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (30, 31) von der Verbindungslasche (10, 11) absteht.
9. Preßzange nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschluß (32, 33; 32a, 32b; 102, 103) größeren Abstand von der Aufnahme
(5, 6) für das zu verpressende Teil hat als der erste Anschluß (47).
10. Preßzange nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschluß (32, 33) eine die jeweilige Preßbacke (1, 2) durchsetzende Stecköffnung
ist.
11. Preßzange nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschluß (32a, 32b) durch wenigstens eine Vertiefung in der Preßbacke
(1, 2) gebildet ist.
12. Preßzange nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschluß (102, 103) durch wenigstens einen Vorsprung an der Preßbacke
(1, 2) gebildet ist.