(19)
(11) EP 1 652 450 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.05.2006  Patentblatt  2006/18

(21) Anmeldenummer: 05023370.9

(22) Anmeldetag:  26.10.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 13/02(2006.01)
A47B 17/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 27.10.2004 DE 202004016604 U
16.12.2004 DE 202004019411 U

(71) Anmelder: Sander, Armin
90763 Fürth (DE)

(72) Erfinder:
  • Sander, Armin
    90763 Fürth (DE)
  • Schmidt, Christopher
    90419 Nürnberg (DE)

(74) Vertreter: Tergau & Pohl Patentanwälte 
Mögeldorfer Hauptstrasse 51
D-90482 Nürnberg
D-90482 Nürnberg (DE)

   


(54) Bausatz zur Herstellung von Tischen


(57) Bausatz zur Herstellung von Tischen (18), insbesondere von Bürotischen, mit mindestens einem Tischbein (5) und mit einem Verbindungselement (4) zur Befestigung des Tischbeins (5) an einer Tischplatte (3) sowie mit einem am Tischbein (5) befestigbaren Fußstück (11, 12, 13), wobei das Verbindungselement (4) eine gegenüber einer Auflagefläche (4d) zur Tischplatte (3) unter einem Neigungswinkel (α) angeordnete Verbindungsfläche (4a bis 4c) zur Montage des Tischbeins (5) aufweist, wobei das Fußstück (11, 12, 13) eine Montagefläche (14, 16) zur Montage an dem Tischbein (5) aufweist, und wobei das Tischbein (5) beidendseitig zueinander parallele Befestigungsflächen (6) aufweist, von denen jede wahlweise sowohl an dem Verbindungselement (4) als auch an dem Fußstück (11, 12, 13) anschließbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Bausatz zur Herstellung von Tischen, insbesondere von Bürotischen.

[0002] Insbesondere bei Büro- oder Schreibtischen bestehen im Wesentlichen bezüglich des die Tisch- oder Arbeitsplatte tragenden Tischgestells hinsichtlich konstruktiver, ergonomischer und/oder optischer Aspekte unterschiedliche Konzepte und Gestaltungsanforderungen. So sind zusätzlich zum klassischen vierbeinigen Tisch häufig auch Tische mit L-, T- oder U-förmigem Gestell gewünscht. Dies erfordert die Bereitstellung einer Vielzahl von Einzel- und/oder Konstruktionsteilen.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau derartiger Tische, insbesondere von Büro- oder Schreibtischen, möglichst weitgehend zu vereinfachen. Zudem soll nur eine möglichst geringe Anzahl einzelner Tischbestandteile erforderlich sein, um eine möglichst große Anzahl verschiedener Gestaltungsformen derartiger Tische herzustellen.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Dazu ist ein Bausatz mit einer Anzahl von Tischbeinen und Verbindungselementen zur Befestigung jedes Tischbeins an einer Tischplatte sowie ein am jeweiligen Tischbein befestigbares Fußstück vorgesehen.

[0005] Zur Herstellung unterschiedlicher Gestellkonstruktionen oder -varianten weist das Verbindungselement eine gegenüber einer Auflagefläche zur Tischplatte unter einem Neigungswinkel angeordnete Verbindungsfläche zur Montage des jeweiligen Tischbeins an das Verbindungselement auf. Ebenso weist das Fußstück eine Montagefläche zur Montage an dem Tischbein auf. Das Tischbein selbst weist an dessen beiden stirnseitigen Beinenden zueinander parallele Befestigungsflächen auf, von denen jede wahlweise sowohl an dem Verbindungselement als auch an dem Fußstück anschließbar ist. Dadurch kann das Tischbein an beiden Beinenden mit dem Verbindungselement bzw. mit dem Fußstück verbunden werden.

[0006] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung weist das Tischbein zwei zueinander unter einem Knickwinkel verlaufende Beinabschnitte auf. Insbesondere hinsichtlich dieser speziellen konstruktiven Ausgestaltung des Tischbeins kann dieses in unterschiedlichen Stellungen, d.h. sowohl mit beiden Beinenden als auch in zumindest zwei unterschiedlichen Drehpositionen mit dem Verbindungselement einerseits und mit dem Fußstück andererseits verbunden werden.

[0007] In vorteilhafter Ausgestaltung nimmt jede Befestigungsfläche des Tischbeins zur Achse des jeweils abgewandten Beinabschnitts einen Anstellwinkel ein, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel zu einem rechten Winkel ergänzt. Der Neigungswinkel liegt dabei zweckmäßigerweise zwischen 10° und 15°. Vorzugsweise beträgt der Neigungswinkel 12°.

[0008] Vorzugsweise sind die unter einem Knickwinkel verlaufenden Beinabschnitte unterschiedlich lang. Der Knickwinkel beträgt dabei zweckmäßigerweise 180° vermindert um den doppelten Neigungswinkel. Jede Befestigungsfläche des Tischbeins nimmt zur Achse des jeweils angrenzenden Beinabschnitts einen Anstellwinkel ein, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel zu einem rechten Winkel ergänzt. Auch die Montagefläche des Fußstücks ist zweckmäßigerweise um den Neigungswinkel - bezogen auf die Horizontale bzw. auf die Auflagefläche des Verbindungselementes bei montiertem und aufgestelltem Tisch - schräg gestellt.

[0009] In vorteilhafter Weiterbildung weist das Verbindungselement auf der der Auflagefläche für die Tischplatte gegenüberliegenden Montageseite zwei zueinander gegensinnig unter dem Neigungswinkel schräg verlaufende Verbindungsflächen zur Befestigung jeweils eines Tischbeins auf. Das Verbindungselement dient somit zur Befestigung eines Beinpaares, so dass zur Herstellung eines symmetrisch aufgebauten Tisches lediglich zwei gleichartige Verbindungselemente und vier gleichartige Tischbeine bereitzustellen sind.

[0010] Das jeweilige Tischbein ist dabei in mindestens zwei Positionen auf der Verbindungsfläche des Verbindungselementes montierbar. Dadurch können die Tischbeine eines Beinpaares in einer Vielzahl von Stellungen an das jeweilige Verbindungselement unter Bildung unterschiedlicher Gestellformen, insbesondere einer T-, U-, A- oder auch einer X-Form, montiert werden. Werden zusätzlich zwei zu einem horizontalen Fußausleger kombinierbare Fußstücke bereitgestellt, die ebenfalls unter dem Neigungswinkel schräggestellte Montageflächen aufweisen, so kann darüber hinaus mit den Tischbeinen und dem Verbindungselement auch eine L-förmige Beinkonstruktion hergestellt werden.

[0011] Das Verbindungselement ist zweckmäßigerweise aus aus Blech bestehenden Halbzeugen gefügt. Es kann jedoch auch aus Kunststoff bestehen und z. B. als Spritzgussteil ausgeführt sein,

[0012] Zweckmäßigerweise umfasst der Bausatz zusätzlich zu den zu einem Fußausleger kombinierbaren Fußstücken auch als Rollen oder als einfache Standfüße ausgebildete Fußstücke. Bei einem als Rolle ausgeführten Fußstück nimmt dessen Montagefläche zur Gierachse, d.h. zu der zur Rollenachse senkrechten Achse einen Anstellwinkel ein, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel zu einem rechten Winkel ergänzt. Auch ist beim Standfuß die Montagefläche entsprechen unter dem Neigungswinkel schräg gestellt.

[0013] Das Tischbein selbst ist zweckmäßigerweise als Hohlprofil, insbesondere mit quadratischem Querschnitt, ausgebildet. Zudem können auch teleskopartig verlängerbare Tischbeine bereitgestellt werden. Hierzu ist das Tischbein zweckmäßigerweise am vergleichsweise langen Beinabschnitt aufgetrennt und dort mit einem an die Querschnittsform des Tischbeins angepassten Einsatz versehen, entlang dessen die beiden Beinabschnitte gegeneinander verschiebbar sind.

[0014] Zur Erhöhung der Stabilität der gesamten Tischkonstruktion ist zweckmäßigerweise mindestens eine Auflagestütze - z. B. in Form einer Traverse - vorgesehen, die in eine Aufnahmehülse des Verbindungselementes einschiebbar oder auf einen Flansch aufschiebbar ist.

[0015] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch die Ausgestaltung des Verbindungselements einerseits und des Tischbeins andererseits mit vorzugsweise unter demselben Neigungswinkel schräggestellten Verbindungs- bzw. Befestigungsflächen sowie der geknickten oder abgekröpften Ausgestaltung des Tischbeins selbst ein Bausatz für unterschiedliche Tischgestellvarianten oder -typen mit möglichst wenigen Einzelteilen bereitgestellt ist. Durch das Vorhalten von nur wenigen unterschiedlichen Fußstücken mit ebenfalls unter dem Neigungswinkel schräg gestellten Montageflächen kann die Variantenvielfalt in einfacher Art und Weise erhöht werden.

[0016] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1
in einer Seitenansicht einen erfindungsgemäßen Tisch mit zu einem Beinpaar an ein Verbindungselement montierten Tischbeinen mit Standfuß bzw. Rollenfußstück,
Fig. 2
in perspektivischer Darstellung das Beinpaar mit alternativer Beinposition und mit einem Fußausleger,
Fig. 3
in perspektivischer Darstellung einen Bausatz mit unterschiedlichen Tischelementen,
Fig. 4 und 5
in perspektivischer Darstellung das Verbindungselement in unterschiedlichen Ansichten, und
Fig. 6 bis 9
in perspektivischer Darstellung aus dem Bausatz hergestellte Tischvarianten mit unterschiedliche gestalteten Tischgestellen.


[0017] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

[0018] Die Figuren 1 und 2 zeigen in einer Seiten- oder Stirnansicht bzw. in perspektivischer Darstellung ein aus einem in Fig. 3 gezeigten Bausatz 1 zusammengesetztes Beinpaar 2, das eine Tischplatte 3 trägt. Das Beinpaar 2 ist aufgebaut aus einem in den Fig. 4 und 5 in unterschiedlichen Ansichten dargestellten Verbindungselement 4, an den zwei Tischbeine 5 lösbar montiert sind.

[0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind die beiden Tischbeine 5 mit deren einem oberen, vergleichsweise kurzen Beinabschnitt 5a zugewandten Befestigungsflächen 6 jeweils an einer äußeren Verbindungsfläche 4a des Verbindungselementes 4 lösbar befestigt. Zur Befestigung sind beispielsweise (nicht dargestellte) Schrauben vorgesehen. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Tischbeine 5 mit den Befestigungsflächen 6 an innen liegenden Verbindungsflächen 4b des Verbindungselementes 4 lösbar befestigt. Das Verbindungselement 4 weist darüber hinaus zwei weitere, mittlere Verbindungsflächen 4c für die Montage der Tischbeine 5 auf.

[0020] Die Verbindungsflächen 4a bis 4c des Verbindungselementes 4 sind gegenüber einer aus Fig. 4 vergleichsweise deutlich ersichtlichen Auflagefläche 4d des Verbindungselementes 4 unter einem Neigungswinkel α schräg verlaufend ausgeführt. Der Neigungswinkel beträgt zweckmäßigerweise α = 12°. Die schräg verlaufenden inneren Verbindungsflächen 4b des Verbindungselementes 4 sind gegenüber den mittleren Verbindungsflächen 4c und den äußeren Verbindungsflächen 4a des Verbindungselementes 4 zur Auflagefläche 4d hin zurückversetzt. Die Verbindungsflächen 4a bis 4c sind jeweils paarweise gegenüberliegend angeordnet, wobei je Verbindungsflächenpaar 4a, 4b und 4c jeweils zwei zueinander gegensinnig unter dem Neigungswinkel α verlaufende Verbindungsflächen 4a, 4b bzw. 4c zur Befestigung jeweils eines Tischbeins 5 vorgesehen sind.

[0021] Das Verbindungselement 4 weist zudem zwei an dieses vorzugsweise angeformte Aufnahmehülsen 7 auf, in die rohrförmige Auflagestützen 8 (Fig. 3) als zusätzliche Auflageflächen oder -stützen für die Tischplatte 3 einsteckbar sind.

[0022] Wie aus Fig. 1 vergleichsweise deutlich ersichtlich ist, sind sowohl die dem vergleichsweise kurzen Beinabschnitt 5a des jeweiligen Tischbeins 5 zugewandten Befestigungsflächen 6 als auch die diesen gegenüberliegenden und den vergleichsweise langen Beinabschnitten 5b zugewandten Befestigungsflächen 6 unter dem Neigungswinkel α schräg verlaufend ausgeführt. Die beiden Beinabschnitte 5a und 5b des jeweiligen Tischbeins 5 verlaufen zueinander unter einem Knickwinkel γ. Dabei nimmt jede Befestigungsfläche 6 des Tischbeins 5 zur Achse 9, 10 sowohl des jeweils abgewandten Beinabschnitts 5a bzw. 5b als auch zum jeweils angrenzenden Beinabschnitt 5b bzw. 5a einen Anstellwinkel β ein, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel α zu einem rechten Winkel (90°) ergänzt. Der Knickwinkel γ zwischen den beiden Beinabschnitten 5a und 5b des Tischbeins 5 beträgt somit γ = 180° - 2α.

[0023] Ebenso wie die Verbindungsflächen 4a bis 4c des Verbindungselementes 4 und die beidendseitig des Tischbeins 5 vorgesehenen Befestigungsflächen 6 weisen auch den Bausatz 1 ergänzende Fußstücke 11, 12, 13 unter dem Neigungswinkel α schräg angestellte Montageflächen 14 auf. Diese sind bei den in Fig. 3 gezeigten, in jeweils doppelter Ausführung zu einem Fußausleger 15 (Fig. 2) sich ergänzenden Fußstücken 13 erkennbar. Die Schrägstellung der Montageflächen 16 von als einzelne Stützfüße 11 bzw. als Rollen 12 ausgeführten Fußstücken ist aus Fig. 1 vergleichsweise deutlich ersichtlich. Der in Fig. 3 gezeigte Bausatz 1 ist ergänzt um eine Steckdosenleiste 17, die bei der Ausführungsform nach Fig. 2 zwischen die das Beinpaar 2 bildenden Tischbeine 5 passgenau eingesetzt ist.

[0024] In Fig. 1 ist am Beispiel des in dieser Darstellung linken Tischbeins 5 dessen unterschiedliche Positioniermöglichkeit veranschaulicht. Dazu ist das linke Tischbein 5 einerseits in dessen mit dem rechten Tischbein 5 übereinstimmenden oder symmetrischen Position und andererseits in einer um die strichliniert dargestellte Achse D um 180° gedrehten Position dargestellt. Ersichtlich hierbei ist, dass die Position des dort beispielhaft gezeigten Stützfußes 11 in der Verbindung dessen Montagefläche 16 mit der Befestigungsfläche 6 des vergleichsweise langen Beinabschnitts 5b erhalten bleibt, während die Befestigungsfläche 6 am vergleichsweise kurzen Beinabschnitt 5a von der äußeren Verbindungsfläche 4a zur mittleren Verbindungsfläche 4c des Verbindungselementes 4 wechselt.

[0025] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die beiden Tischbeine 5 mit deren den kurzen Beinabschnitten 5a zugeordneten Befestigungsflächen 6 an den inneren Verbindungsflächen 4b des Verbindungselementes 4 montiert. An die gegenüberliegenden Befestigungsflächen 6 der vergleichsweise langen Beinabschnitte 5b der beiden Tischbeine 5 sind über die ebenfalls unter dem Neigungswinkel α schräg verlaufenden Montageflächen 14 die zum Fußausleger 15 zusammengesetzten Fußstücke 13 montiert.

[0026] Die Fig. 6 bis 9 zeigen mögliche Ausführungs- bzw. Gestaltungsvarianten eines mittels der Komponenten aus dem Baukasten 1 aufgebauten Tisches 18. So zeigt Fig. 6 einen Tisch 18 mit zwei Beinträgern oder -paaren 2 nach Art des in Fig. 1 dargestellten Beinpaares 2 oder Tischgestells. Dort sind jedoch die Tischbeine 5 mittels eines teleskopartigen Auszugs 19 verlängerbar. Hierzu ist das jeweilige Tischbein 5 im Bereich zwischen den beiden Beinabschnitten 5a und 5b unterteilt und mit einem innen liegenden Profilstück 20 versehen. Das Profilstück 20 ist an den im Ausführungsbeispiel quadratischen Querschnitt der als Hohlprofil ausgeführten Tischbeine 5 angepasst. Das durch die beiden Beinträger 2 gebildete Traggestell des Tisches 18 nach Fig. 6 bildet ein U-förmiges Tischgestell.

[0027] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 weist der Tisch 18 ein X-förmiges Beingestell mit wiederum zwei Beinpaaren 2 auf. Hierbei sind die beiden Tischbeine 5 des jeweiligen Beinpaares oder Beinträgers 2 mit den kurzen Beinabschnitten 5a über deren Befestigungsflächen 6 an die innen liegenden Verbindungsflächen 4b des Verbindungselementes 4 montiert. Als Fußstützen sind - ebenso wie bei der Ausführungsform nach Fig. 6 - einzelne Stütz- oder Standfüße 11 montiert.

[0028] Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind die Tischbeine 5 mit deren vergleichsweise langen Beinabschnitten 5b über die zugehörigen Befestigungsflächen 6 an die mittleren Verbindungsflächen 4c des jeweiligen Verbindungselementes 4 montiert. Über die Befestigungsflächen 6 der vergleichsweise kurzen Beinabschnitte 5a sind bei jedem Beinträger 2 jeweils ein Standfuß 11 und ein als Rolle 12 ausgeführtes Fußstück mit deren Montageflächen 16 befestigt. Bei dem mit der Rolle 12 als Fußstück versehenen Tischbein 5 nimmt dessen Montagefläche 16 zur Gierachse 21 einen Anstellwinkel δ ein, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel α wiederum zu einem rechten Winkel (90°) ergänzt.

[0029] Fig. 9 zeigt einen Tisch 18 mit L-förmigem Tischgestell. Hierzu sind an die Beinpaare 2 ein vergleichsweise langes Fußstück 13 und ein vergleichsweise kurzes Fußstück 13 montiert und somit zu einem Fußausleger 15 verbunden. Dabei sind an die jeweiligen, wiederum schräg gestellten Montageflächen 14 die Tischbeine 5 mit den Befestigungsflächen 6 der vergleichsweise kurzen Beinabschnitte 5a derart montiert, dass die vergleichsweise langen Beinabschnitte 5b direkt aneinander liegen. Deren Befestigungsflächen 6 sind an die innen liegenden Verbindungsflächen 4b des Verbindungselementes 4 montiert.

[0030] Die in den Fig. 6 bis 9 dargestellten Tische 18 eignen sich besonders als Schreib-, Arbeits- oder Bürotische.

Bezugszeichenliste



[0031] 
1
Bausatz
2
Beinpaar
3
Tischplatte
4
Verbindungselement
4a bis 4c
Verbindungsfläche
4d
Auflagefläche
5
Tischbein
5a,5b
Beinabschnitte
6
Befestigungsfläche
7
Aufnahmehülse
8
Auflagestütze
9,10
Achse
11,12,13
Fußstück
14,16
Montagefläche
15
Fußausleger
17
Steckdosenleiste
18
Tisch
19
teleskopartiger Auszug
20
Profilstück
21
Gierachse
γ
Knickwinkel
β
Anstellwinkel
α
Neigungswinkel



Ansprüche

1. Bausatz zur Herstellung von Tischen (18), insbesondere von Bürotischen, mit mindestens einem Tischbein (5) und mit einem Verbindungselement (4) zur Befestigung des Tischbeins (5) an einer Tischplatte (3) sowie mit einem am Tischbein (5) befestigbaren Fußstück (11, 12, 13),

- wobei das Verbindungselement (4) eine gegenüber einer Auflagefläche (4d) zur Tischplatte (3) unter einem Neigungswinkel (α) angeordnete Verbindungsfläche (4a bis 4c) zur Montage des Tischbeins (5) aufweist,

- wobei das Fußstück (11, 12, 13) eine Montagefläche (14, 16) zur Montage an dem Tischbein (5) aufweist, und

- wobei das Tischbein (5) beidendseitig zueinander parallele Befestigungsflächen (6) aufweist, von denen jede wahlweise sowohl an dem Verbindungselement (4) als auch an dem Fußstück (11, 12, 13) anschließbar ist.


 
2. Bausatz nach Anspruch 1, wobei das Tischbein (5) zwei zueinander unter einem Knickwinkel (γ) verlaufende Beinabschnitte (5a, 5b) aufweist.
 
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2 , wobei jede Befestigungsfläche (6) des Tischbeins (5) zur Achse (9, 10) des jeweils abgewandten Beinabschnitts (5a, 5b) einen Anstellwinkel (β) einnimmt, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel (α) zu einem rechten Winkel ergänzt.
 
4. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Neigungswinkel (α) zwischen 10° und 15°, vorzugsweise (12 ± 1)°, beträgt.
 
5. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die unter dem Knickwinkel (γ) verlaufenden Beinabschnitte (5a, 5b) unterschiedlich lang sind.
 
6. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei jede Befestigungsfläche (6) des Tischbeins (5) zur Achse (9, 10) des jeweils angrenzenden Beinabschnitts (5a, 5b) einen Anstellwinkel (β) einnimmt, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel (α) zu einem rechten Winkel ergänzt.
 
7. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Montagefläche (14, 16) des Fußstücks (11, 12, 13) um den Neigungswinkel (α) schräg angestellt ist.
 
8. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Verbindungselement (4) zwei zueinander gegensinnig unter dem Neigungswinkel (α) verlaufende Verbindungsflächen (4a bis 4c) zur Befestigung jeweils eines Tischbeins (5) aufweist.
 
9. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Tischbein (5) in mindestens zwei Positionen auf der Verbindungsfläche (4a bis 4c) des Verbindungselement (4) montierbar.
 
10. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei zwei zu einem horizontalen Fußausleger (15) kombinierbare Fußstücke (13) vorgesehen sind.
 
11. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einem als Rolle ausgebildeten Fußstück (12), dessen Montagefläche (16) zur Gierachse (21) einen Anstellwinkel (β) einnimmt, der sich zusammen mit dem Neigungswinkel (α) zu einem rechten Winkel ergänzt.
 
12. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Tischbein (5) als Hohlprofil ausgebildet ist.
 
13. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Tischbein (5) einen eckigen, insbesondere einen quadratischen, Querschnitt aufweist.
 
14. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Tischbein (5) mittels eines teleskopartigen Auszugs (19) verlängerbar ist.
 
15. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 14, mit mindestens einer in eine Aufnahmehülse (7) des Verbindungselementes (4) einsteckbaren Auflagestütze (8) für die Tischplatte (3).
 




Zeichnung