[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen von zwei unterschiedlichen
Komponenten.
[0002] Zwei-Komponenten-Systeme, bei denen zwei unterschiedliche Komponenten gezielt miteinander
vermischt werden, sind hinlänglich bekannt. Beispielsweise können reaktionsfähige
Kleb- und Dichtstoffe bei unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt werden. Auch
können Zwei-Komponenten-Systeme zum Gießen und Einkapseln im Bereich der Elektrotechnik
verwendet werden.
[0003] Eine bekannte Vorrichtung zum Mischen ist beispielsweise als 2-K-Mischpistole ausgeführt,
bei der die zu mischenden Materialien in zwei Kartuschen bereitgestellt werden. Über
jeweils einen Kolben wird das Material aus den Kartuschen in einen rohr- oder spritzenförmigen
Mischer gepreßt. Zur Betätigung der Mischpistole ist ein Rastmechanismus vorgesehen,
der ein stufenweises Vorschieben der Kolben in den Kartuschen bewirkt. Auch ist bekannt,
anstelle des mechanischen Rastmechanismus einen pneumatischen Vorschub der Kolben
vorzusehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Mischen von zwei unterschiedlichen
Komponenten bereitzustellen, die eine einfache Handhabung und einen kontrollierten
Austrag der zu mischenden Komponenten erlaubt.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen bilden die Gegenstände der Unteransprüche.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient zum Mischen von zwei unterschiedlichen Komponenten,
die vorzugsweise miteinander reagieren, um das gewünschte Material zu erhalten. Sie
besitzt zwei Behälter, die jeweils eine Komponente aufnehmen, Anschlußmittel, denen
die Komponenten aus dem Behälter getrennt zugeführt werden und aus der sie austreten,
um beispielsweise in einem Mischer miteinander in Kontakt gebracht zu werden. Ferner
ist eine Betätigungseinrichtung vorgesehen, die den Eintritt der Komponenten in einem
vorbestimmten Verhältnis aus den Behältern in die Anschlußmittel auslöst. Erfindungsgemäß
ist als Behälter jeweils ein druckbeaufschlagter Behälter vorgesehen, aus dem die
Komponenten über ein Ventil mit Hilfe eines Treibmittels ausgetragen werden. Bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Ventile des Behälters über die Betätigungseinrichtung
geöffnet und geschlossen.
[0007] Im Gegensatz zu der bekannten 2-K-Mischpistole, wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht länger unmittelbar durch die Betätigungseinrichtung ein Kolben in der Kartusche
bewegt, sondern ein Ventil eines druckbeaufschlagten Behälters geöffnet. Die Komponenten
treten dann jeweils über das Ventil aus dem Druckbehälter aus und werden den Anschlußmitteln
zugeführt und/oder an einen Mischer weitergeleitet. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung besteht darin, dass die zu mischenden Komponenten in druckbeaufschlagten
Behältern bereitgestellt werden, bei denen der Austritt der zu mischenden Komponenten
durch ein Treibmittel in dem Behälter bewirkt wird.
[0008] Bevorzugt ist als Behälter ein Spenderbehälter mit einer im Wesentlichen zylindrischen
Form vorgesehen. Die Spenderbehälter können als Paket parallel zueinander angeordnet
sein, wobei die Behälter bevorzugt stirnseitig jeweils mit einem Ventil versehen sind.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist mindestens einer der Behälter mit einem männlichen
Ventil versehen, das durch Druck in axialer Richtung auf einen vorstehenden Stem öffnet
und/oder das durch Kippen des vorstehenden Stems quer zur axialen Richtung öffnet.
Alternativ ist auch möglich, dass mindestens einer der Behälter mit einem weiblichen
Ventil versehen ist, das auf Druck in axialer Richtung öffnet.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Anschlußmittel einen Mischkörper mit
zwei Eintrittsöffnungen und zwei Kanälen auf. In dem Mischkörper ist bevorzugt jeweils
in dem Kanal ein Rückschlagventil vorgesehen, das ein Zurückströmen der Komponenten
zu dem Behälter verhindert. Hierdurch wird ein ungewolltes Reagieren der Komponenten
in dem Mischkörper vermieden. Die Anschlußmittel besitzen ferner einen Einsatzkörper,
der zusammen mit dem Mischkörper die Kanäle bildet. Die Anschlußmittel werden bevorzugt
mit einem Mischerrohr versehen, in dem die Komponenten dann miteinander durchmischt
werden. Zweckmäßigerweise wird das Mischerrohr auf den Mischkörper aufgesetzt.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt ein Halteteil zur lösbaren Verbindung mit
den Behältern. Die Behälter können einzeln oder paarweise zur Verwendung an dem Halteteil
ausgetauscht werden. Das Halteteil ist mit einem Handgriff und einem Betätigungshebel
ausgestattet. Der Betätigungshebel ist an dem Halteteil angelenkt und besitzt einen
mit den Behältern zusammenwirkenden Vorsprung. Das Halteteil besitzt ferner bevorzugt
einen Kopfabschnitt, in dem die Anschlußmittel angeordnet sind.
[0012] Die Behälter können gemeinsam in einer Aufnahmemanschette angeordnet sein, wobei
die Manschette Rastmittel besitzt, die einen Vorsprung des Behälters hintergreifen.
Die Rastmittel weisen eine Rastplatte mit zwei Vertiefungen auf, wobei zusätzlich
ein Hebel vorgesehen sein kann, um die Rastplatte aus ihrer verrasteten Position zu
lösen.
[0013] Die Aufnahmemanschette besitzt weiterhin eine Anlagefläche, die mit der Betätigungseinrichtung
zusammenwirkt. Die Manschette kann gemeinsam mit den Behältern in dem Kopfabschnitt
der Halteeinrichtung bewegt werden, um die Ventile der Behälter zu öffnen. Die Kraft
wird hierbei über die Anschlußmittel auf das Ventil übertragen.
[0014] Alternativ zu der Aufnahmemanschette kann ebenfalls ein Paar von Behälteraufsätzen
verwendet werden, die jeweils auf das Kopf- und Fußteil der Behälter aufgesetzt werden.
Jeder Behälteraufsatz besitzt zwei Aufnahmen, die den Behälter im Kopf- bzw. Fußbereich
aufnehmen. Mindestens einer der Behälteraufsätze besitzt im Bereich der Aufnahme eine
Durchbrechung, durch die das Ventil des Behälters zugänglich ist. Wird ein Behälter
mit einem männlichen Ventil verwendet, steht der Stem durch die Durchbrechung vor.
Bei einem weiblichen Ventil kann ein Ansatzstutzen oder dergleichen durch die Durchbrechung
hindurchreichen und das Ventil in dem Behälteraufsatz betätigen. Zur Verbindung von
Behältern und Behälteraufsätzen sind bevorzugt Rastvorsprünge vorgesehen, die entsprechende
Vorsprünge an den Behältern hintergreifen.
[0015] Wie auch bei der Aufnahmemanschette besitzt der Behälteraufsatz für den Kopfbereich
der Behälter eine Anschlagfläche, die mit der Betätigungseinrichtung zusammenwirkt.
Bei der Betätigung wird der Behälteraufsatz zusammen mit den Behältern vorgeschoben
und die dafür aufgewendete Kraft wird zur Öffnung der Behälterventile umgesetzt.
[0016] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden nachfolgend
näher erläutert.
[0017] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Mischpistole von schräg vorne,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Mischpistole in einer Ansicht von
der Seite,
- Fig. 3
- eine explosionsartig auseinandergezogene Ansicht der Mischpistole aus Fig. 1 von schräg
oben,
- Fig. 4
- eine explosionsartig auseinandergezogene Ansicht der Mischpistole aus Fig. 1 in einer
perspektivischen Ansicht von schräg unten,
- Fig. 5
- ein Schnitt durch die Anschlußmittel,
- Fign. 6 u. 7
- zwei perspektivische Darstellungen von Behälteraufsätzen für Fuß- und Kopfbereich
der Behälter und
- Fign. 8 u. 9
- eine alternative Ausgestaltung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 10
- eine explositionsartig auseinandergezogene Ansicht der Mischpistole aus Fig. 8 und
- Fig. 11
- einen Schnitt durch die Anschlußmittel bei der Mischpistole aus Fig. 8.
[0018] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Zwei-Komponenten-Mischpistole
10. Die Mischpistole 10 besitzt einen Handgriff 12 mit einem Betätigungshebel 14.
Der Handgriff 12 besitzt eine Aufnahme 16, die den Betätigungshebel 14 im gedrückten
Zustand aufnimmt. Ferner ist der Handgriff 12 seitlich mit einem Vorsprung 18 versehen,
der als Widerlage für den Daumen bei der Betätigung dienen kann.
[0019] Die 2-K-Mischpistole besitzt einen Mischer 20, der in seinem Inneren an sich bekannte
spiralförmige Mischbleche aufweist, um die sie vorbewegenden zwei Komponenten zu vermischen.
Die miteinander vermischten Komponenten, treten an der Mischerspitze 22 aus. Der Mischer
20 wird mit seinem Durchmesser und der Anordnung der verwendeten Leitbleche in an
sich bekannter Weise nach den Anforderungen der zu mischenden Komponenten ausgewählt.
Der Mischer 20 ist mit einer Überwurfmutter 24 an einem Halter 26 angeschraubt. Der
Halter 26 besitzt einen Kopfabschnitt 28, der eine obere Hälfte 30 und eine untere
Hälfte 32 besitzt, die mit dem Handgriff 12 verbunden ist. Der Halter 26 besitzt ferner
eine Stützplatte 34, durch die der Betätigungshebel 14 vorsteht (vgl. Figur 3). Oberer
und unterer Teil des Kopfabschnitts 28 können miteinander verschraubt sein.
[0020] Zurück zu Figur 1: Die dargestellte Zwei-K-Mischpistole besitzt ferner eine manschettenartige
Behälteraufnahme 36, die zwei zylindrische Spenderbehälter 38, 40 aufnimmt. Die Behälteraufnahme
36 besitzt an ihrem zum Mischer 20 weisenden Ende eine Rastplatte 42, die an einer
beweglichen Zunge 46 der Halterung 36 befestigt ist und über einen abstehenden Hebel
44 bewegt werden kann (vgl. Figur 3).
[0021] Zum Einsetzen werden die Spenderbehälter 38 und 40 in axialer Richtung in die Aufnahme
36 eingeführt und soweit vorgeschoben, bis die Rastplatte 42 die Ventilteller, den
Rand des Behälters oder einen anderen Vorsprung an den Spenderbehältern hintergreift.
Die Behälter sind dann mit der Behälteraufnahme 36 verbunden. Um nach einem Gebrauch
die Behälter 38 und 40 auszutauschen, wird der Hebel 44 von dem Mischer 20 fortgebogen,
um die Dosen 38 und 40 freizugeben.
[0022] Wie aus Figur 3 und 4 ersichtlich, sind in dem Kopfbereich 28 Anschlußmittel vorgesehen.
Das dargestellte Anschlußmittel besteht aus einem Mischerkörper 46, der zwei Eintrittsöffnungen
48, 50 für die Ventile der Behälter 38 und 40 besitzt. Wie nachfolgend erläutert wird,
erfolgt eine Mischung der Komponenten erst in dem Mischer und noch nicht in dem Mischerkörper.
Durch den Mischerkörper werden die Komponenten dem Mischer getrennt zugeführt. Die
Eintrittsöffnungen weisen in Richtung des Mischerrohrs 20. Der sich an die Eintrittsöffnung
48 und 50 jeweils anschließende Eintrittskanal 52 und 54 besitzt ein Rückschlagventil
56 und 58. Zur leichteren Montage wird das Rückschlagventil 56 und 58 über eine seitliche
Öffnung in den Mischerkörper eingesetzt. Bei den Rückschlagventilen handelt es sich
um kegelförmig zulaufende Membranelemente, die einen Schlitz aufweisen, der in Durchlassrichtung
durch das Medium geöffnet und in der entgegengesetzten Richtung zusammengepreßt wird.
[0023] Zentral zwischen die Kanäle 52 und 54 ist ein Kanalkörper 60 gesetzt, der eine Verlängerung
der beiden Kanäle 52 und 54 hin zu dem Mischer bildet. Der Einsatzkörper 60 besitzt
eine Trennwand 62, die sich durch den Kanal erstreckt. Der Einsatzkörper 60 kann beispielsweise
auf der vom Mischer fortweisenden Seite des Mischkörpers 46 mit Vorsprüngen gehalten
sein.
[0024] Der Kanalkörper 60 dient auch als Ansatz für den Mischer 20.
[0025] Wie in Figur 4 deutlich zu erkennen, besitzt die Behälteraufnahme 36 an ihrer Unterseite
eine Nut 64, die an der zum Mischer weisenden Seite in eine Anschlagfläche 66 mündet.
Der Betätigungshebel 14 besitzt eine Bohrung 70, durch die der Betätigungshebel 14
mit einem Zapfen 68 an dem Handgriff 12 schwenkbar gelagert ist. Ein Vorsprung 72
steht in den Halter vor und liegt an der Anschlagfläche 66 an. Durch eine Betätigung
des Hebels 14 wird über den Vorsprung 72 und die Anschlagfläche 66 die Aufnahme 36
auf den Mischer zubewegt. Hierdurch werden die Behälter 38 und 40 mit dem vorstehenden
Stem der Ventile 74 und 78 in die Aufnahmen 48 und 50 gedrückt. Nach einem ausreichenden
Hub öffnen die Ventile der Behälter 38 und 40 und die Komponenten treten unter Druck
aus und gelangen in den Mischer 20.
[0026] Zur Führung der Aufnahme an der Haltereinrichtung ist diese seitlich mit Vorsprüngen
78 versehen, die in einer entsprechenden Aufnahme 80 an dem Kopfabschnitt 28 geführt
sind.
[0027] Nicht dargestellt ist eine zweite Rastplatte, die in ihrer Geometrie im Wesentlichen
der Rastplatte 42 entspricht und dieser gegenüberliegend in der Behälteraufnahme 36
angeordnet ist. Hierdurch können die Spenderbehälter 38 und 40 zur Aufbringung der
entsprechenden Kraft in der Behälteraufnahme 36 gehalten werden. Um ein versehentliches
Lösen der Rastplatte 42 zu verhindern, kann diese über eine Blattfeder 80 in die verrastete
Position vorgespannt sein. Die Blattfeder 80 ist durch Schienen 82 und 84 auf der
Aufnahme 36 geführt.
[0028] Das dargestellte Ausführungsbeispiel wird die Kraft direkt von dem Betätigungshebel
auf die Behälteraufnahme für die Spenderbehälter aufgebracht. Zur Verstärkung der
Kraft ist es auch möglich, hier noch eine Umsetzung oder ein Getriebe vorzusehen.
[0029] Die 2-K-Mischpistole ist bevorzugt aus einem verstärkten Kunststoff hergestellt und
für den dauerhaften Einsatz ausgelegt. Je nach verwendetem Ventil ist ein unterschiedlicher
Hub vorzusehen. Für Standardventile ist in der Regel ein Hub von zwei bis drei Millimetern
ausreichend. Neben den dargestellten axialbetätigten Ventilen können auch Kippventile
eingesetzt werden. Auch die Konstruktion der Ventile kann variieren, so sind beispielsweise
auch sogenannte Bag-on-valve-Ventile oder Ventile mit einem internen, druckgeführten
Kolben verwendbar.
[0030] Figur 6 zeigt zwei dosenförmige Behälter 160 und 162, die jeweils einen vorstehenden
Stem 164, 166 besitzen. Das mit dem Stem zusammenwirkende Ventil kann beispielsweise
ein Ventil sein, wie es für PU-Schaum verwendet wird. Die Behälter 60 und 62 sind
über ein Paar Behälteraufsätze 168 und 170 parallel und gleich orientiert zueinander
gehalten. Jeder Behälteraufsatz besitzt eine ungefähr knochenförmige Form, mit jeweils
einer Aufnahme für den Behälter. Die im Wesentlichen kreisförmigen Aufnahmen für die
Behälterenden sind über einen Brückenabschnitt miteinander verbunden. Die Brückenabschnitte
besitzen kreuzförmige Stege 172, 174. Der im Kopfbereich der Behälter vorgesehene
Behälteraufsatz 168 besitzt eine auf der von den Ventilen fortweisenden Seite vorgesehene
Anschlagfläche für eine Betätigungseinrichtung. Zweckmäßigerweise kann diese Anschlagfläche
ungefähr auf Höhe der Längsachse der Behälter 160, 162 liegen, sodass ein Kippen der
Behälter beim Vorschieben vermieden wird.
[0031] Zur Verbindung der Behälteraufsätze 168 und 170 mit den Behältern 160 und 162 wird
bevorzugt ein Rastmechanismus verwendet. Bei einem Austausch werden die Behälteraufsätze
gemeinsam mit den Behältern erneuert. Hierbei kann durch entsprechende Profilierung
der Behälteraufsätze und des Halters eine Vertauschsicherheit erzielt werden.
[0032] Wie bereits bei der Behälteraufnahme 136 wird der Behälteraufsatz 168 verschieblich
in dem Kopfbereich 128 des Halters geführt, wobei die Behälteraufnahme 136 hierbei
nicht erforderlich ist.
[0033] Bei dieser Ausgestaltung kann ein gefederter Auslösehebel vorgesehen sein, der hinter
den Brückenabschnitt greift. Hierdurch werden zugleich die eingesetzten Behälter gegen
ein Herausnehmen gesichert. Zum Lösen der Behälter mit dem Behälteraufsatz ist ein
Lösemittel vorgesehen, das den Behälteraufsatz in dem Kopfteil des Halters löst, sodass
der Behälteraufsatz entfernt werden kann.
[0034] In einer möglichen Ausgestaltung sind die beiden Spenderbehälter bereits zu einem
Paket miteinander verbunden. Durch eine entsprechende Geometrie dieses Pakets kann
ebenfalls mit einer geeigneten Aufnahme oder einem geeigneten Mischkörper verhindert
werden, dass die Behälter vertauscht eingesetzt werden. Je nach gewünschtem Mischungsverhältnis
können Spenderbehälter mit unterschiedlichem Volumen und unterschiedlichen Ventilen
vorgesehen sein. Bei Spenderbehältern, die einen Rollrand besitzen, hintergreifen
die Rastmittel bevorzugt diesen.
[0035] In Figur 8 und 9 ist eine alternative Ausgestaltung einer Zweikomponenten-Mischpistole
210 dargestellt. Die Mischpistole besitzt wie das bereits beschriebene Modell einen
Handgriff 212, mit einer Aufnahme 216 für den Betätigungshebel 214. Auch ist wieder
ein Vorsprung 18 als Ablage für den Daumen vorgesehen. Der Mischer 220 wird ebenso
wie bereits bei dem bekannten Modell über eine Überwurfmutter 224 an einem Halter
226 befestigt.
[0036] Wie aus Figur 10 ersichtlich, besteht der Halter 226 aus einer unteren Halbschale
228 und einer oberen Halbschale 230. Die untere Halbschale 228 ist mit dem Griff 212
verbunden und besitzt an der dem Griff zugewandten Seite eine Öffnung, durch die ein
Vorsprung 272 des Betätigungshebels 214 in das Innere vorsteht. Die obere Halbschale
230 kann mit der unteren Halbschale 228 über zwei Paar Schrauben befestigt werden,
die durch Schraubenkanäle 229 in der unteren Halbschale 228 geführt sind.
[0037] Zusätzlich zu der oberen Halbschale 230 ist ein Abdeckelement 231 vorgesehen, das
über seitliche Rastkanten 233 und einen Rastvorsprung 235 sowohl mit der oberen Halbschale
230 als auch mit der unteren Halbschale 228 verrastet. Die Abdeckung 231 besitzt am
hinteren Ende, mittig, einen Vorsprung 237 mit einer Rastnase 239. Der Vorsprung 237
wird zwischen den Behältern 238 und 240 durchgeführt und sichert das Abdeckteil 231
zusätzlich an der unteren Halbschale 228.
[0038] Die beiden Behälter 238 und 240 sind in ein Paar Behälteraufsätze 268 und 270 aufgenommen.
Der vordere Behälteraufsatz 268 ist mit beiden Behältern 238 und 240 verbunden. Der
Behälteraufsatz 268 besitzt eine ringförmige Vertiefung mit Rastmitteln, die mit einem
umlaufenden Vorsprung entlang dem Ventilteller verrasten. Der Behälteradapter 268
besitzt auf seiner Unterseite eine Ausnehmung, in die der Vorsprung 272 des Betätigungshebels
214 vorsteht. Bei der Benutzung wird der Betätigungshebel 214 gedrückt und die aufgebrachte
Kraft auf den oberen Behälteradapter übertragen. Die Behälter 238 und 240 zusammen
mit dem unteren Behälteraufsatz 270 werden so auf den Mischer 220 zu bewegt.
[0039] Der vorstehende Stem der Ventile ragt durch den Behälteraufsatz 268 in einen Mischerkörper
246, der als Ansatz für den Mischer dient .Die zu mischenden Komponenten werden separat
durch den Mischerkörper dem Mischer zugeführt.
[0040] Figur 11 zeigt einen Querschnitt durch den vorderen Abschnitt der Mischpistole. Der
Mischerkörper 246 besitzt zwei getrennte Kanäle 252 und 254. Die Stem 248 und 250
sind in dem Mischerkörper 246 eingesetzt. Als Ventile sind in Figur 11 sogenannte
Kippventile dargestellt, die auch auf Druck in axialer Richtung öffnen.
1. Vorrichtung zum Mischen von zwei unterschiedlichen Komponenten, mit
• zwei Behältern (38, 40), die jeweils eine der Komponenten enthalten,
• Anschlußmittel (46, 48), denen die Komponenten aus dem Behälter getrennt zugeführt
werden, und
• einer Betätigungseinrichtung (14, 72), die den Eintritt der Komponenten in einem
vorbestimmten Verhältnis aus den Behältern in die Anschlußmittel auslöst,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Behälter (38, 40) jeweils ein druckbeaufschlagter Behälter (38, 40) vorgesehen
ist, aus dem die Komponente über ein Ventil mit Hilfe eines Treibmittels ausgetragen
wird, wobei über die Betätigungseinrichtung (14, 72) die Ventile der Behälter betätigt
werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (38, 40) als Spenderbehälter in einer ungefähr zylindrischen Form ausgebildet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spenderbehälter (38, 40) als Paket parallel zueinander angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter stirnseitig mit einem Ventil versehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Behälter ein männliches Ventil aufweist, das durch Druck in
axialer Richtung auf einen vorstehenden Stem öffnet und/oder das durch Kippen des
vorstehenden Stem quer zur axialen Richtung öffnet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Behälter ein weibliches Ventil aufweist, das auf Druck in axialer
Richtung öffnet.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlußmittel einen Mischkörper mit zwei Eintrittsöffnungen und zwei Kanälen
aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mischkörper jeweils in dem Kanal ein Rückschlagventil (56, 58) vorgesehen
ist, das ein Zurückströmen der Komponenten zu dem Behälter verhindert.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlußmittel einen Einsatzkörper (48) besitzen, der mit dem Mischkörper die
Kanäle bildet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlußmittel eine Mischerspitze aufweisen, in der ein Durchmischen der Komponenten
erfolgt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerspitze auf den Mischkörper aufgesetzt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halteteil zur lösbaren Verbindung mit den Behältern vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil einen Handgriff (12) und einen Betätigungshebel (14) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (14) an dem Halteteil angelenkt ist und einen mit dem Behälter
zusammenwirkenden Vorsprung (72) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil einen Kopfabschnitt (26, 28) aufweist, in dem die Anschlußmittel angeordnet
sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter lösbar in einer Aufnahmemanschette (36) gehalten sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemanschette (36) Rastmittel besitzt, die einen Vorsprung des Behälters
hintergreifen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel mindestens eine Rastplatte mit zwei Vertiefungen besitzen.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel einen Hebel (44) aufweisen, um die Rastplatte aus ihrer verrasteten
Position zu lösen.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemanschette (36) eine Anlagefläche aufweist, die mit der Betätigungseinrichtung
zusammenwirkt.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemanschette verschieblich in die Kopfabschnitte des Halteteils angeordnet
ist, wobei ein Verschieben über die Betätigungseinrichtung erfolgt und in der vorgeschobenen
Position die Ventile der Behälter geöffnet sind.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Paar von Behälteraufsätzen vorgesehen ist, die jeweils eine Aufnahme für den
Behälterkörper bilden.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Behälteraufsätze im Bereich der Aufnahme eine Durchbrechung
besitzt, durch die das Ventil zugänglich ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteraufsätze Rastvorsprünge besitzen, die Vorsprünge an den Behältern hintergreifen.
25. Vorrichtung nach Anspruch 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz für den Kopfbereich der Behälter eine Anschlagfläche für ein
Zusammenwirken mit der Betätigungseinrichtung besitzen.