| (19) |
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(11) |
EP 1 652 619 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.2007 Patentblatt 2007/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.10.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Polierwerkzeug mit mehreren Druckzonen
Polishing tool having a plurality of pressure zones
Outil de polissage à plusieurs zones de pression
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
29.10.2004 DE 102004052945
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.05.2006 Patentblatt 2006/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Schneider GmbH + Co. KG |
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35239 Steffenberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schneider, Gunter
35037 Marburg (DE)
- Buchenauer, Helwig
35232 Dautphetal-Buchenau (DE)
- Börner, Ulf
35037 Marburg (DE)
- Krämer, Klaus
35232 Dautphetal-Friedensdorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thews, Karl et al |
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Sartorius, Thews & Thews
Patentanwälte
Augustaanlage 32 (Augusta Carree) 68165 Mannheim 68165 Mannheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 884 135 WO-A-99/38650
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EP-A- 1 473 116
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Polierwerkzeug für optische Linsen mit mindestens
einem an die Form einer Linsenoberfläche der Linsen zumindest teilweise anpassbaren
und über eine Antriebswelle antreibbaren Polierkissen mit einer Membrane, wobei durch
das Polierkissen eine Anlagekraft der Membrane zumindest in Richtung rechtwinklig
bzw. normal zu einer Linsenoberfläche übertragbar ist, und einem mit der Membrane
verbindbaren Versteifungselement, das in einer Richtung parallel zu einer Oberfläche
der Membrane formstabil und in einer Richtung rechtwinklig bzw. normal zur Oberfläche
der Membrane flexibel und/oder biegeweich ausgebildet ist.
[0002] Es ist bereits eine Vorrichtung aus der DE 103 19 945 A1 (EP 0 1 473 116 A1, Stand
des Technik nach Art. 54(3) EPÜ) bekannt. Diese zeigt ein Polierwerkzeug für optische
Linsen mit mindestens einem an die Form einer Linsenoberfläche zumindest teilweise
anpassbaren und über eine Antriebswelle angetriebenen Polierkissen, wobei durch das
Polierkissen eine Anlagekraft zumindest rechtwinklig zur Linsenoberfläche übertragbar
ist. Zwischen dem Polierkissen und der Linse ist gemäß Ausführungsbeispiel Figur 4
eine in das Polierkissen integrierte Armierung vorgesehen, gegen welche die Polierauflage
anliegt. Die Armierung ist derart ausgebildet, dass sie in einer Richtung parallel
zur Linsenoberfläche formstabil und in einer Richtung rechtwinklig zur Linsenoberfläche
flexibel und/oder biegeweich ist.
[0003] Die WO 03/059572 zeigt ein Polierwerkzeug für optische Linsen mit einem an die Form
einer Linsenoberfläche anpassbaren und über eine Antriebswelle angetriebenen Polierkissen.
Daneben ist ein oberhalb des Polierkissens angeordnetes Vorspannelement vorgesehen,
das punktuell über mehrere elastische Andrückarme das Polierkissen umfangsseitig gegen
die Polierauflage andrückt bzw. vorspannt.
[0004] Die EP 0 971 810 B1 zeigt ein Läppwerkzeug für Augenkorrekturlinsen mit einer Läpp-Membrane,
die mit einer Zylinderanordnung in Wirkkontakt steht, so dass die Membrane gegen die
zu bearbeitende Oberfläche anlegbar und relativ zu dieser bewegbar ist. Die jeweilige
Zylinderachse weist dabei eine vorgegebene Stirnseitengeometrie auf, so dass in Abhängigkeit
von der Relativbewegung die Förderung von Poliermittel möglich ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug zum Polieren von Linsen derart
auszubilden und anzuordnen, dass ein gleichmäßiger Poliervorgang und eine kontinuierliche
Anpassung des Werkzeugs gewährleistet ist.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruchs. Hierdurch wird erreicht,
dass die Membrane des Polierkissens mittels der innerhalb angeordneten Druckkissen
abweichend von einer symmetrischen bzw. sphärischen Form verformt und somit an die
Linsenoberfläche optimal angepasst werden kann. Die Druckkissen drücken dabei über
ihre Druckmembranen gegen die Polierkissenmembrane bzw. das darin enthaltene Versteifungselement
und wölben diese partiell im Bereich der Form und Größe der Druckmembrane aus. Die
Druckmembrane ist elastisch, so dass sie sich den Anlageverhältnissen anpasst, d.
h. die Druckmembrane kann jegliche Oberflächenform annehmen und bezüglich der so gestalteten
Oberfläche gleichmäßig Druckkraft generieren. Beim Einsatz von drei Druckkissen kann
eine Wölbung des Polierkissens in der Ebene der Druckkissen generiert werden, wobei
das mittlere Druckkissen über die beiden benachbarten Druckkissen hervorsteht, wohingegen
die beiden benachbarten Druckkissen einen sanften Auslauf der so gebildeten Wölbung
gewährleisten. Die verschiedenen Innendrücke bzw. Druckniveaus gewährleisten die gewünschte,
vorzugsweise bogenförmige Auswölbung des Polierkissens mit Rücksicht auf die gewünschten
Anlagezonen zwischen dem Polierkissen und der Linsenoberfläche.
[0007] Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass die Druckmembrane bezogen auf eine gegen die
Membrane oder das Versteifungselement anlegbare Fläche mindestens 20 % kleiner ausgebildet
ist als eine an die Linsenoberfläche anpassbare Fläche der Membrane. Zwecks Anpassung
an die Linsenoberfläche und mit Rücksicht auf die in der Linse vorhandenen Krümmungsradien
gewährleistet eine relativ kleine Druckmembrane die Ausbildung einer Krümmungszone
innerhalb der Membrane. Innerhalb der Krümmungszone weicht die Krümmung der Membrane
von ihrer Grundkrümmung ab. Bei dem Einsatz mehrerer Druckmembrane ist der Flächenanteil
mindestens 50 % kleiner als jener der Membrane. Es ist auch vorgesehen, eine Druckmembrane
einzusetzen, die mit Bezug auf die Form ihrer Anlagefläche an die gewünschte Krümmungszone
angepasst ist.
[0008] Hierzu ist es vorteilhaft, dass die Druckmembrane bezogen auf die gegen die Membrane
oder das Versteifungselement anlegbare Fläche rund, oval oder knochenförmig ausgebildet
ist. Die Form der Druckmembrane ist derart ausgebildet, dass sich die gewünschte Wölbung
des Polierkissens bzw. des Versteifungselements mit Rücksicht auf die anliegende Linsenoberfläche
ergibt. Neben einer runden bzw. ovalen Form der Druckmembrane stellt die knochenförmige
Form die Möglichkeit dar, mittels einer Druckmembrane vorzugsweise gegenüberliegend
zum Mittelpunkt des Polierkissens einen entsprechenden Druck auf die Membrane des
Polierkissens zu generieren, um somit innerhalb dieser beiden Bereiche eine Anlage
des Polierkissens an die Linsenoberfläche zu gewährleisten. Andere Formen der Druckmembrane,
die eine Anlage des Polierkissens bzw. dessen Membrane an die Oberfläche der Linse
gewährleisten, insbesondere solche Formen, die eine gewünschte geometrische Fläche
entstehen lassen, sind ebenfalls vorgesehen.
[0009] Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass das Polierkissen rotationssymmetrisch ausgebildet
ist und eine Symmetrieachse S aufweist, wobei das erste Druckkissen konzentrisch zu
einer Symmetrieachse S angeordnet ist und das zweite Druckkissen sowie das dritte
Druckkissen diametral angeordnet sind. Somit kann die Bearbeitung der Linse ganzflächig
erfolgen. Eine zonale Bearbeitung der Linsenoberfläche, die neben der Polierbewegung
eine überlagerte Bahnführung des Polierwerkzeugs auf der Linsenoberfläche vorsieht,
ist nicht notwendig. Die Polierauflage kommt ganzflächig gegen die Linsenoberfläche
zur Anlage und wird über die Druckkissen und das Versteifungselement entsprechend
gegen die Oberfläche gedrückt bzw. an diese angepasst, so dass mit Einsetzen der Polierbewegung,
vorzugsweise Schwingungs- bzw. Exzenterbewegung, jeder Punkt auf der Linsenoberfläche
gleichmäßig und gleichermaßen bearbeitet wird.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, dass fünf oder sieben Druckkissen vorgesehen sind, wobei
vier oder sechs Druckkissen um das konzentrisch angeordnete erste Druckkissen herum
angeordnet sind. Beim Einsatz von fünf Druckkissen können ausgehend von den zentrischen
Druckkissen wie vorstehend beschrieben zwei verschiedene Krümmungsradien des Polierkissens
generiert werden. Beim Einsatz von weiteren Druckkissen können entsprechend den Geometrieverhältnissen,
insbesondere den Symmetrieverhältnissen ausgehend vom zentrisch angeordneten Druckkissen,
entsprechende Wölbungsformen des Polierkissens bzw. der Membrane gewährleistet werden.
[0011] Schließlich ist es von Vorteil, dass alle weiteren Druckkissen gleichmäßig verteilt
gegenüberliegend zu den diametral angeordneten Druckkissen angeordnet sind. Die Gleichverteilung
der Druckkissen gewährleistet eine symmetrische Ausbildung der so generierbaren Wölbung
des Polierkissens.
[0012] Daneben ist es von Vorteil, dass ein Anschlussflansch zum Befestigen der Membrane
und je ein Anschlussflansch zum Befestigen der jeweiligen Druckmembrane vorgesehen
sind. Die aus Anschlussflansch und Membrane bzw. Druckmembrane gebildeten Kissen werden
über den Anschlussflansch befestigt und mit Druckluft versorgt. Die jeweilige Membrane
bzw. Druckmembrane weist eine vorzugsweise wellenförmige Seitenwand auf, die an den
jeweiligen Anschlussflansch dichtend angeschlossen werden kann.
[0013] Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfindung, dass der erste Anschlussflansch
für das erste Druckkissen, der zweite und dritte Anschlussflansch für das zweite und
dritte Druckkissen und die weiteren Anschlussflansche für die weiteren Druckkissen
jeweils an gleiche oder an verschiedene Druckniveaus anschließbar sind.
[0014] Außerdem ist es vorteilhaft, dass das Versteifungselement zumindest teilweise in
die Membrane eingeschlossen oder integriert ist oder das Versteifungselement innerhalb
des Polierkissens angeordnet ist und von innen gegen die Membrane anlegbar ist. Das
Versteifungselement dient der verlustfreien Übertragung der Polierbewegung in Richtung
parallel zur Linsenoberfläche und ist daher an die Membrane angebunden. Die Einbindung
in die Membrane selbst in Form einer Armierung stellt dabei eine sehr feste und verlustfreie
Verbindungsvariante zwischen den beiden Teilen dar. Alternativ kann das Versteifungselement
aber auch von innen gegen die Membrane anliegen und vorzugsweise im Randbereich des
Versteifungselements mit der Membrane kraft- und/oder formschlüssig verbunden sein,
so dass die vom Werkzeug über die Membrane auf das Versteifungselement generierte
Polierbewegung parallel zur Linsenoberfläche möglichst verlustfrei auch im Zentrum
des Polierkissens generiert wird.
[0015] Ferner ist es vorteilhaft, dass das Versteifungselement aus Blech, Kunststoff und/oder
faserverstärktem Kunststoff gebildet ist. Die Ausbildung aus Blech bzw. faserverstärktem
Kunststoff gewährleistet die gewünschte Steifigkeit in Richtung parallel zur Linsenoberfläche
mit Rücksicht auf eine Krafteinleitungsstelle, an der das Versteifungselement unmittelbar
mit dem Polierwerkzeug bzw. einer Antriebsachse fest verbunden ist.
[0016] Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung, dass das Versteifungselement
in einer Richtung rechtwinklig bzw. normal zur Membrane bzw. zur Linsenoberfläche
flexibel ausgebildet ist und eine Dicke zwischen 0,1 mm und 5 mm, zwischen 0,2 mm
und 0,8 mm, insbesondere 0,3 mm aufweist, wobei eine flexible und universelle Anpassung
des Versteifungselements an verschiedenste Linsenoberflächen vorgesehen ist. Trotz
der Festigkeiten bzw. Steifigkeiten der verwendeten Materialien wie Blech oder faserverstärkter
Kunststoff gewährleistet die sehr dünne Ausbildung des Versteifungselements die gewünschte
Anpassung an die Linsenoberfläche, also im Wesentlichen in eine Richtung normal zur
Linsenoberfläche. Dadurch, dass das Versteifungselement während der Bearbeitung über
die Polierauflage gegen die Linsenoberfläche angelegt bzw. angeformt ist, ist trotz
sehr dünner Wandstärken ein Ausknicken bzw. Einknicken des Versteifungselements nicht
möglich. Je nach Form der Linsenoberfläche und den darin enthaltenen Radien bzw. Krümmungen
wird durch Anpassung der Dicke des Versteifungselements mit Rücksicht auf den verwendeten
Werkstoff die gewünschte Flexibilität des Versteifungselements, und damit die gleichmäßige
und universelle Anlage bzw. Anformung desselben an Formen von Linsenoberflächen von
Linsen unterschiedlichster optischer Stärke bzw. unterschiedlichster Krümmungsradien
gewährleistet.
[0017] Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung ist es von Vorteil,
dass das Versteifungselement mittels der Druckkissen in eine torische Grundform verformbar
ist. Die torische Grundform des Versteifungselements dient der groben bzw. insoweit
möglichen Anpassung an die jeweils zu bearbeitende Linsenoberfläche, auch bereits
ohne Anlage an die Linse. Die Anpassung an die jeweilige spezifische Linse und deren
Oberflächengeometrie wird durch das bzw. die Druckkissen in Verbindung mit der Elastizität
des Versteifungselements gewährleistet. Der Polierprozess ist ein kontinuierlicher
Vorgang, der eine kontinuierliche bzw. dynamische Anpassung der Druckkissen, des Versteifungselements
und der Membrane an die sich lokal verändernde Oberflächengeometrie der relativ bewegten
Linse voraussetzt. Die Anpassung der durch die Druckkissen generierten Krümmungen
der Membrane des Polierkissens ist durch Variation der Druckverhältnisse in dem bzw.
den Kissen während der Bearbeitung ebenfalls vorgesehen.
[0018] Letztlich ist es von Vorteil, dass das Polierkissen zur Aufnahme in ein Antriebsfutter
einen Halteflansch mit einer zylinderförmigen Lagerfläche aufweist, der zur radialen
Führung der Membrane dient. Das Polierkissen ist innerhalb dieses zylinderförmigen
Halteflansches angeordnet, so dass die Polierbewegung des Halteflansches über die
Außenwand des Polierkissens auf die Membrane und somit auf das Versteifungselement
übertragen wird. Das Versteifungselement ist hierzu vorzugsweise im Randbereich der
Membrane mit dieser verbunden, so dass der Formschluss zwischen dem Halteflansch bzw.
dessen zylinderförmiger Lagerfläche und dem Versteifungselement über einen Teil der
Membrane gegeben ist.
[0019] Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass die Lagerfläche einen Innendurchmesser d
i, der einem Außendurchmesser d
a der Membrane entspricht, sowie eine Höhe h
H, die einer Höhe h
R der Membrane entspricht, aufweist. Somit ist vorgenannte Anlage zwischen der Lagerfläche
und der Membrane gewährleistet.
[0020] Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass der Halteflansch mehrere Druckmittelanschlüsse
für mehrere Druckmittelkanäle aufweist, an die jeweils mindestens ein Anschlussflansch
anschließbar ist. Da aufgrund der Symmetrieverhältnisse verschiedene Druckkissen mit
gleichem Druck beaufschlagt werden, ist der Einsatz von Druckmittelkanälen, die über
entsprechende Anschlussbohrungen mit den jeweiligen Anschlussflanschen verbindbar
sind, vorteilhaft und gewährt eine entsprechend symmetrische Druckverteilung.
[0021] Dabei ist es vorteilhaft, dass die Druckmittelanschlüsse mit jeweils mindestens einer
antriebsseitigen Druckmittelsteuerleitung verbindbar sind und die Druckmittelsteuerleitung
antriebsseitig in das Antriebsfutter für den Halteflansch integriert und mit dem Antriebsfutter
an den Halteflansch anschließbar ist. Bei Aufnahme des Werkzeugs kann dieses ohne
weitere Anschlusstätigkeiten unmittelbar durch Aufnehmen desselben im Antriebsfutter
mit den entsprechenden Druckmittelsteuerleitungen verbunden werden. Da das Antriebsfutter
den Halteflansch zwangsläufig klemmt, steht diese Klemmkraft als Anschlusskraft zwischen
den antriebsseitigen Druckmittelsteuerleitungen und den Druckmittelanschlüssen zur
Verfügung. Entsprechende Kupplungsstücke könnten eventuell federvorbelastet sein,
so dass eine Überbestimmung der Haltelager des Halteflansches innerhalb des Antriebsfutters
verhindert wird.
[0022] Beim Bearbeitungsablauf ist es vorteilhaft, dass das erste Druckkissen vor und/oder
während der Bearbeitung der Linse mit einem größeren oder kleineren Innendruck beaufschlagt
wird als die übrigen Druckkissen und dass das zweite Druckkissen und das dritte Druckkissen
vor und/oder während der Bearbeitung der Linse mit einem größeren oder kleineren Innendruck
beaufschlagt werden als die übrigen Druckkissen. Somit kann eine optimale Anpassung
des Polierkissens an die Oberflächenform der Linse gewährleistet werden. Je nach Polierbewegung
des Polierkissens, insbesondere je nach Größe der Schwenkamplitude, ist auch während
der Bearbeitung eine Steuerung der verschiedenen Druckniveaus der verschiedenen Druckkissen
möglich. Daneben ist aufgrund der relativen Drücke die Anpassung der Membrane an eine
konkave oder an eine konvexe Linsenoberfläche möglich.
[0023] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung des Polierkissens in Schnitt A-A;
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung A-A des Polierkissens;
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung des Polierkissens in Schnitt B-B;
- Figur 4
- eine Schnittdarstellung B-B des Polierkissens;
- Figur 5
- eine Ansicht von oben durch die Membrane;
- Figur 6a
- eine perspektivische Darstellung des Polierkissens von unten;
- Figur 6b
- eine perspektivische Darstellung des Polierkissens von oben.
[0024] Ein in Figur 1 dargestelltes Polierwerkzeug 1 weist einen Halteflansch 6 für eine
nicht dargestellte Werkzeugaufnahme einer nicht dargestellten Werkzeugmaschine auf.
Der Halteflansch 6 weist eine als Mantel ausgebildete, zylinderförmige Führungswand
6.9 auf, wobei innerhalb des so gebildeten Halteflansches 6 ein Polierkissen 7 angeordnet
ist. Das Polierkissen 7 besteht aus einer Membrane 7.1, die über einen Anschlussflansch
7.2 mit dem Halteflansch 6 verbunden ist. Die Membrane 7.1 ist kuppelförmig ausgebildet
und weist einen gefalteten, zylinderförmigen Randbereich 7.3 auf, der die Verbindung
zum Anschlussflansch 7.2 bildet.
[0025] Innerhalb des Polierkissens 7 sind mehrere Druckkissen 16.1, 16.4, 16.6 angeordnet,
die aufgrund ihres Innendrucks eine lokale Auswölbung der Membrane 7.1 gewährleisten.
Das Druckkissen 16.1 weist eine Druckmembrane 16.1' auf, die über einen Anschlussflansch
6.1 mit dem Anschlussflansch 7.2 verbunden ist. Entsprechendes gilt für die weiteren
Druckkissen bzw. Druckmembrane 16.4, 16.6. Über einen hier teilweise dargestellten
Druckmittelkanal 6.10' des Halteflansches 6 wird das Druckkissen 16.1 mit Druckluft
versorgt. Zwecks Versorgung der übrigen Druckkissen 16.4, 16.6 weist der Anschlussflansch
7.2 zwei Ringkanäle 6.11, 6.11' auf, die jeweils eine nicht dargestellte Durchflussverbindung
zu den einzelnen Druckkissen 16.4, 16.6 bilden. Die Ringkanäle 6.11, 6.11' sind über
weitere Druckmittelkanäle 6.10 gemäß Figur 4 mit Druckmittel versorgbar.
[0026] Zwischen den einzelnen Druckkissen 16.1, 16.4, 16.6 und der Membrane 7.1 ist ein
ebenfalls kuppelförmiges Versteifungselement 2 angeordnet. Das Versteifungselement
2 ist im Randbereich 7.3, d. h. zirkumferenziell in einer dafür vorgesehenen Haltenut
7.4 der Membrane 7.1 angeordnet. Die Polierbewegung des Polierwerkzeugs 1, die über
die nicht dargestellte Werkzeugaufnahme auf den Halteflansch 6 übertragen wird, wird
über die Führungswand 6.9 auf den Randbereich 7.3 der Membrane 7.1 übertragen und
von dort auf das Versteifungselement 2. Neben der formschlüssigen Verbindung zwischen
dem Versteifungselement 2 und der Membrane 7.1 im Randbereich 7.3 bzw. in der Haltenut
7.4 ist das Versteifungselement 2 über die verschiedenen Druckkissen 16.1, 16.4, 16.6
kraftschlüssig mit der Membrane 7.1 verbunden.
[0027] Zwischen der zylinderförmigen Führungswand 6.9 und der Membrane 7.1 ist ein Zwischenelement
7.6 vorgesehen, das die Polierbewegung von der zylinderförmigen Führungswand 6.9 auf
die Membrane 7.1 bzw. deren Randbereich 7.3 überträgt.
[0028] Die Schnittdarstellung gemäß Figur 2 zeigt ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie
Figur 1. Das rechte und das linke Druckkissen 16.4, 16.6 sind symmetrisch zu einer
Symmetrieachse S angeordnet, wobei das mittlere Druckkissen 16.1 koaxial zur Symmetrieachse
S platziert ist. Der Anschlussflansch 6.1 für das mittlere Druckkissen 16.1 weist
einen Druckmittelkanal 6.1' auf, der das über den Halteflansch 6 geleitete Druckmittel
an das mittlere bzw. erste Druckkissen 16.1 weiterführt. Die übrigen Anschlussflansche
6.2 bis 6.7 weisen entsprechende Druckmittelkanäle 6.2' bis 6.7' auf. Der Randbereich
7.3 der Membrane 7.1 liegt dabei unmittelbar an dem zylinderförmigen Mantel bzw. der
zylinderförmigen Führungswand 6.9 an.
[0029] Figur 3 zeigt eine weitere perspektivische Schnittdarstellung in einer Ebene senkrecht
zu der Schnittebene gemäß Figur 1. Neben dem ersten Druckkissen 16.1 sind weitere
Druckkissen, ein zweites Druckkissen 16.2 und ein drittes Druckkissen 16.3, geschnitten
dargestellt. Die drei Druckkissen 16.1 bis 16.3 sind hintereinander, diametral zur
Membrane 7.1 platziert. Der Anschlussflansch 6.1 weist einen Druckmittelanschluss
6.14' auf, der in den Druckmittelkanal 6.10' führt, wobei der Druckmittelkanal 6.10'
über entsprechende Verbindungskanäle 6.16 bis 6.16'' des Anschlussflansches 7.2 mit
dem jeweiligen Anschlussflansch 6.1 bis 6.3 für das erste, zweite und dritte Druckkissen
16.1 bis 16.3 in Durchflussverbindung steht. Über einen weiteren Druckmittelanschluss
6.14 für den nicht weiter dargestellten Druckmittelkanal 6.10 gemäß Figur 4 werden
die Ringkanäle 6.11 bzw. 6.11' für die übrigen Druckkissen mit Druckmittel versorgt.
Der zylinderförmige Mantel bzw. die zylinderförmige Führungswand 6.9 weist umfangsseitig
mehrere in Umfangsrichtung versetzt angeordnete Austrittsöffnungen 6.9' für Poliermittel
auf.
[0030] Figur 4 zeigt ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie Figur 3 im Schnitt. Neben dem
ersten Druckmittelkanal 6.10' zur Versorgung des zentrischen Druckkissens 16.1 ist
der weitere Druckmittelkanal 6.10 mit seinem Druckmittelanschluss 6.14 dargestellt,
der den Ringkanal 6.11' und über den Ringkanal 6.11' das zweite Druckkissen 16.2 und
das dritte Druckkissen 16.3 mit Druckmittel versorgt.
[0031] Figur 5 zeigt eine Ansicht von oben. Innerhalb der zylinderförmigen Führungswand
6.9 sind sieben Druckkissen 16.1 bis 16.7 angeordnet. Das erste Druckkissen 16.1 ist
koaxial zur zylinderförmigen Führungswand 6.9 und der darin angeordneten Membrane
7.1 platziert, wohingegen das zweite Druckkissen 16.2 und das dritte Druckkissen 16.3
diametral dazu angeordnet sind. Die weiteren Druckkissen 16.4, 16.5 und die Druckkissen
16.6, 16.7 sind paarweise gegenüberliegend zu den ersten drei Druckkissen 16.1 bis
16.3 angeordnet. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel sind lediglich fünf
Druckkissen 16.1 bis 16.5 vorgesehen, wobei jeweils drei Druckkissen diametral angeordnet
sind, so dass sich eine kreuzförmige Ausrichtung der Druckkissen 16.1 bis 16.5 ergibt.
[0032] Die perspektivische Darstellung gemäß Figur 6a zeigt den Halteflansch 6 seitlich
von unten. Neben dem Druckmittelanschluss 6.14' für das zentrische erste Druckkissen
16.1 ist ein weiterer Druckmittelanschluss 6.14" vorgesehen, der den Ringkanal 6.11
gemäß Figur 4 mit Druckmittel versorgt. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
befinden sich die Druckmittelanschlüsse 6.14 bis 6.14" im Bereich einer hier nicht
weiter dargestellten Klemmfläche des Halteflansches 6, so dass diese beim Festsetzen
des Halteflansches 6 in dem hier nicht dargestellten Werkzeugfutter unmittelbar an
eine Druckluftsteuerleitung 1.3 des Werkzeugfutters angekoppelt werden.
[0033] Figur 6b zeigt die perspektivische Draufsicht seitlich von oben mit der Membrane
7.1 und den darin angeordneten Druckkissen 16.1 bis 16.7.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Polierwerkzeug
- 1.3
- Druckluftsteuerleitung
- 2
- Versteifungselement
- 3
- Antriebswelle
- 6
- Halteflansch, Anschlussteil
- 6.1
- Anschlussflansch
- 6.1'
- Druckmittelkanal
- 6.2
- Anschlussflansch
- 6.2'
- Druckmittelkanal
- 6.3
- Anschlussflansch
- 6.4
- Anschlussflansch
- 6.7
- Anschlussflansch
- 6.7'
- Druckmittelkanal
- 6.9
- Mantel, zylinderförmige Führung(swand)
- 6.9'
- Austrittsöffnung für Poliermittel
- 6.10
- Druckmittelkanal
- 6.10'
- Druckmittelkanal
- 6.11
- Ringkanal
- 6.11'
- Ringkanal
- 6.14
- Druckmittelanschluss
- 6.14'
- Druckmittelanschluss
- 6.14"
- Druckmittelanschluss
- 6.16
- Verbindungskanal
- 6.16'
- Verbindungskanal
- 6.16"
- Verbindungskanal
- 7
- Polierkissen, Luftkissen
- 7.1
- Ringmembrane, Membrane
- 7.2
- Halteteil, Anschlussflansch
- 7.3
- Randbereich
- 7.4
- Haltenut
- 7.6
- Zwischenelement
- 10
- Linse
- 10.1
- Linsenoberfläche
- 16.1
- Druckkissen
- 16.1'
- Druckmembrane
- 16.2
- Druckkissen
- 16.3
- Druckkissen
- 16.3'
- Druckmembrane
- 16.4
- Druckkissen
- 16.5
- Druckkissen
- 16.6
- Druckkissen
- 16.7
- Druckkissen
- 16.7'
- Druckmembrane
- da
- Außendurchmesser
- di
- Innendurchmesser
- hH
- Höhe des Mantels 6.9
- hR
- Höhe der Ringmembrane
- S
- Symmetrieachse
1. Polierwerkzeug (1) für optische Linsen (10) mit mindestens einem an die Form einer
Linsenoberfläche (10.1) der Linsen (10) zumindest teilweise anpassbaren und über eine
Antriebswelle (3) antreibbaren Polierkissen (7) mit einer Membrane (7.1), wobei durch
das Polierkissen (7) eine Anlagekraft der Membrane (7.1) zumindest in Richtung rechtwinklig
zu einer Linsenoberfläche (10.1) übertragbar ist, und einem mit der Membrane (7.1)
verbindbaren Versteifungselement (2), das in einer Richtung parallel zu einer Oberfläche
der Membrane (7.1) formstabil und in einer Richtung rechtwinklig zur Oberfläche der
Membrane (7.1) flexibel und/oder biegeweich ausgebildet ist, wobei innerhalb des Polierkissens
(7) mindestens drei Druckkissen (16.1 - 16.7) mit je einer Druckmembrane (16.1' - 16.3') nebeneinander angeordnet sind, die mittel-
oder unmittelbar gegen die Membrane (7.1) oder das Versteifungselement (2) anlegbar
und/oder vorspannbar sind, wobei die Druckkissen (16.1 - 16.7) relativ zueinander
mit verschiedenen Innendrücken beaufschlagbar sind.
2. Polierwerkzeug (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , dass die Druckmembrane (16.1') bezogen auf eine gegen die Membrane (7.1) oder das Versteifungselement
(2) anlegbare Fläche mindestens 20 % kleiner ausgebildet ist als eine an die Linsenoberfläche
(10.1) anpassbare Fläche der Membrane (7.1).
3. Polierwerkzeug (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Druckmembrane (16.1') bezogen auf die gegen die Membrane (7.1) oder das Versteifungselement
(2) anlegbare Fläche rund, oval oder knochenförmig ausgebildet ist.
4. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das Polierkissen (7) rotationssymmetrisch ausgebildet ist und eine Symmetrieachse
S aufweist, wobei das erste Druckkissen (16.1) konzentrisch zu der Symmetrieachse
S angeordnet ist und das zweite Druckkissen (16.2) sowie das dritte Druckkissen (16.3)
diametral angeordnet sind.
5. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass fünf oder sieben Druckkissen (16.1 - 16.7) vorgesehen sind, wobei vier oder sechs
Druckkissen (16.2 - 16.7) um das konzentrisch angeordnete erste Druckkissen (16.1)
herum angeordnet sind.
6. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle weiteren Druckkissen (16.4 - 16.7) gleichmäßig verteilt gegenüberliegend zu
den diametral angeordneten Druckkissen (16.1 - 16.3) angeordnet sind.
7. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass ein Anschlussflansch (6) zum Befestigen der Membrane (7.1) und je ein Anschlussflansch
(6.1 - 6.7) zum Befestigen der jeweiligen Druckmembrane (16.1' - 16.7') vorgesehen
sind.
8. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Anschlussflansch (6.1) für das erste Druckkissen (16.1), der zweite und
dritte Anschlussflansch (6.2, 6.3) für das zweite und dritte Druckkissen (16.2, 16.3)
und die weiteren Anschlussflansche (6.4 - 6.7) für die weiteren Druckkissen (16.4
- 16.7) jeweils an gleiche oder an verschiedene Druckniveaus anschließbar sind.
9. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass
das Versteifungselement (2) zumindest teilweise in die Membrane (7.1) eingeschlossen
oder integriert ist oder das Versteifungselement (2) innerhalb des Polierkissens (7)
angeordnet ist und von innen gegen die Membrane (7.1) anlegbar ist.
10. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Versteifungselement (2) aus Blech, Kunststoff und/oder faserverstärktem Kunststoff
gebildet ist.
11. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Versteifungselement (2) in einer Richtung normal zur Membrane (7.1) eine Dicke
zwischen 0,1 mm und 5 mm, zwischen 0,2 mm und 0,8 mm, insbesondere 0,3 mm aufweist.
12. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das Versteifungselement (2) mittels der Druckkissen (16.1 - 16.7) in eine torische
Grundform verformbar ist.
13. Polierwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Polierkissen (7) zur Aufnahme in ein Antriebsfutter einen Halteflansch (6) mit
einer zylinderförmigen Führungswand (6.9) aufweist, der zur radialen Führung der Membrane
(7.1) dient.
14. Polierwerkzeug (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Führungswand (6.9) einen Innendurchmesser di aufweist, der einem Außendurchmesser da der Membrane (7.1) entspricht.
15. Polierwerkzeug (1) nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungswand (6.9) eine Höhe hH aufweist, die einer Höhe hR der Membrane (7.1) entspricht.
16. Polierwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Halteflansch (6) mehrere Druckmittelanschlüsse (6.14, 6.14') für mehrere Druckmittelkanäle
(6.10, 6.10') aufweist, an die jeweils mindestens ein Anschlussflansch (6.1 - 6.7)
anschließbar ist.
17. Polierwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Druckmittelanschlüsse (6.14, 6.14') mit jeweils mindestens einer antriebsseitigen
Druckmittelsteuerleitung (1.3) verbindbar sind.
18. Polierwerkzeug (1) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Druckmittelsteuerleitung (1.3) antriebsseitig in das Antriebsfutter für den Halteflansch
(6) integriert ist und mit dem Antriebsfutter an den Halteflansch (6) anschließbar
ist.
19. Verfahren zum Betreiben eines Polierwerkzeugs (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Druckkissen (16.1) vor und/oder während der Bearbeitung der Linse (10)
mit einem größeren oder kleineren Innendruck beaufschlagt wird als die übrigen Druckkissen
(16.2 - 16.7).
20. Verfahren zum Betreiben eines Polierwerkzeugs (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das zweite Druckkissen (16.2) und das dritte Druckkissen (16.3) vor und/oder während
der Bearbeitung der Linse (10) mit einem größeren oder kleineren Innendruck beaufschlagt
werden als die übrigen Druckkissen (16.4 - 16.7).
1. A polishing tool (1) for optical lenses (10) with at least one polishing cushion (7)
which can at least partially be adapted to the form of a lens surface (10.1) of the
lenses (10), and which can be driven via a drive shaft (3), with a membrane (7.1),
whereby via the polishing cushion (7) a contact force of the membrane (7.1) at least
in a right-angled direction to a lens surface (10.1) can be transmitted, and to a
reinforcement element (2) which can be connected with the membrane (7.1), which in
one direction parallel to a surface of the membrane (7.1) is dimensionally stable
and in a direction at right-angles to the surface of the membrane (7.1) is flexible
and/or bendable, whereby within the polishing cushion (7), at least three pressure
cushions (16.1 - 16.7) each with a pressure membrane (16.1'-16.3') are arranged next
to each other, which can be brought either directly or indirectly into contact with
the membrane (7.1) or the reinforcement element (2), and/or can be pretensioned, whereby
the pressure cushions (16.1 - 16.7) can be subjected relative to each other to different
inner pressures.
2. A polishing tool (1) according to claim 1
characterized in that
the pressure membrane (16.1') in relation to a surface which can be brought into contact
with the membrane (7.1) or the reinforcement element (2), is designed to be at least
20% smaller than a surface of the membrane (7.1) which can be adapted to the lens
surface (10.1).
3. A polishing tool (1) according to either of claims 1 or 2
characterized in that
the pressure membrane (16.1') is round, oval or bone-shaped in relation to the surface
which can be brought into contact with the membrane (7.1) or the reinforcement element
(2).
4. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the polishing cushion (7) is rotationally symmetrical and comprises a symmetry axis
S, whereby the first pressure cushion (16.1) is arranged concentrically to the symmetry
axis S, and the second pressure cushion (16.2) and the third pressure cushion (16.3)
are diametrically arranged.
5. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
five or seven pressure cushions (16.1 - 16.7) are provided, whereby four or six pressure
cushions (16.2 - 16.7) are arranged around the concentrically arrange first pressure
cushion (16.1).
6. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
all further pressure cushions (16.4 - 16.7) are evenly distributed opposite the diametrically
arranged pressure cushions (16.1 - 16.3).
7. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
a connecting flange (6) for attaching the membrane (7.1) and in each case, one connecting
flange (6.1 - 6.7) for attaching each pressure membrane (16.1' - 16.7').
8. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the first connecting flange (6.1) for the first pressure cushion (16.1), the second
and third connecting flange (6.2, 6.3) for the second and third pressure cushion (16.2,
16.3) and the remaining connecting flanges (6.4 - 6.7) for the remaining pressure
cushions (16.4 - 16.7) are in each case connectable to the same or to different pressure
levels.
9. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the reinforcement element (2) is at least partially embedded or integrated into the
membrane (7.1), or the reinforcement element (2) is arranged within the polishing
cushion (7) and can be brought into contact with the membrane (7.1) from inside.
10. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the reinforcement element (2) is formed from sheet metal, plastic and/or fibre reinforced
plastic.
11. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the reinforcement element (2) comprises in a normal direction to the membrane (7.1)
a thickness of between 0.1 mm and 5 mm, between 0.2 mm and 0.8 mm, in particular,
0.3 mm.
12. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the reinforcement element (2) can be deformed using the pressure cushions (16.1 -
16.7) into a toric basic form.
13. A polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the polishing cushion (7) comprises a holding flange (6) with a cylinder-shaped guide
wall (6.9) for retention in a drive chuck, which is used for the radial guidance of
the membrane (7.1).
14. A polishing tool (1) according to claim 13
characterized in that
the guide wall (6.9) comprises an inner diameter di, which corresponds to an outer diameter da of the membrane (7.1).
15. A polishing tool (1) according to either of claims 13 or 14
characterized in that
the guide wall (6.9) comprises a height hH which corresponds to a height hR of the membrane (7.1).
16. A polishing tool (1) according to any one of claims 13 to 15
characterized in that
the holding flange (6) comprises several compressed agent connections (6.14, 6.14')
for several compressed agent channels (6.10, 6.10'), to which in each case, at least
one connecting flange (6.1 - 6.7) can be connected.
17. A polishing tool (1) according to any one of claims 13 to 16
characterized in that
the compressed agent connections (6.14, 6.14') can in each case be connected with
at least one compressed agent control line (1.3) on the drive side.
18. A polishing tool (1) according to claim 17
characterized in that
the compressed agent control line (1.3) is integrated on the drive side into the drive
chuck for the holding flange (6), and can be connected with the drive chuck to the
holding flange (6).
19. A procedure for operating a polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the first pressure cushion (16.1) is subjected before and/or during the processing
of the lens (10) with a greater or lower inner pressure than the remaining pressure
cushions (16. 2 - 16.7).
20. A procedure for operating a polishing tool (1) according to any one of the above claims
characterized in that
the second pressure cushion (16.2) and the third pressure cushion (16.3) are subjected
before and/or during the processing of the lens (10) with a greater or lower inner
pressure than the remaining pressure cushions (16.4 -16.7).
1. Polissoir (1) pour lentilles optiques (10) avec au moins un coussin polisseur (7),
avec une membrane (7.1), pouvant être adapté au moins partiellement à la forme d'une
surface de lentille (10.1) des lentilles (10) et pouvant être entraîné via un arbre
d'entraînement (3), une force d'appui de la membrane (7.1) pouvant être transmise
par le coussin polisseur (7) au moins dans la direction à angle droit par rapport
à une surface de lentille (10.1), et avec un élément de raidissement (2), pouvant
être raccordé à la membrane (7.1), qui est constitué de façon indéformable dans une
direction parallèle à une surface de la membrane (7.1) et de façon flexible et/ou
souple dans une direction à angle droit par rapport à la surface de la membrane (7.1),
au moins trois coussins de pression (16.1 - 16.7) étant disposés de façon juxtaposée
à l'intérieur du coussin polisseur (7) avec respectivement une membrane de pression
(16.1' - 16.3'), coussins de pression qui peuvent être mis en appui et/ou en prétension,
indirectement ou directement, contre la membrane (7.1) ou l'élément de raidissement
(2), les coussins de pression (16.1 - 16.7) pouvant être alimentés relativement les
uns aux autres avec différentes pressions intérieures.
2. Polissoir (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la membrane de pression (16.1'), rapportée à une surface pouvant être mise en appui
contre la membrane (7.1) ou l'élément de raidissement (2), est constituée de façon
à être plus petite d'au moins 20% qu'une surface de la membrane (7.1) adaptable à
la surface de lentille (10.1).
3. Polissoir (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la membrane de pression (16.1'), rapportée à la surface pouvant être mise en appui
contre la membrane (7.1) ou l'élément de raidissement (2), est constituée de façon
ronde, ovale ou en forme d'os.
4. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le coussin polisseur (7) est constitué de façon symétrique en rotation et présente
un axe de symétrie S, le premier coussin de pression (16.1) étant disposé de façon
concentrique par rapport à l'axe de symétrie S, et le deuxième coussin de pression
(16.2) ainsi que le troisième coussin de pression (16.3) étant disposés de façon diamétralement
opposée.
5. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
cinq ou sept coussins de pression (16.1 - 16.7) sont prévus, quatre ou six coussins
de pression (16.2 - 16.7) étant disposés tout autour du premier coussin de pression
(16.1) disposé de façon concentrique.
6. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
tous les autres coussins de pression (16.4 - 16.7) sont disposés répartis de façon
régulière en face des coussins de pression (16.1 - 16.3) disposés de façon diamétralement
opposée.
7. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une bride de raccordement (6) est prévue pour la fixation de la membrane (7.1), et
respectivement une bride de raccordement (6.1 - 6.7) est prévue pour la fixation de
la membrane de pression (16.1' - 16.7') respective.
8. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première bride de raccordement (6.1) pour le premier coussin de pression (16.1),
la deuxième et la troisième bride de raccordement (6.2, 6.3) pour le deuxième et le
troisième coussin de pression (16.2, 16.3), et les autres brides de raccordement (6.4
- 6.7) pour les autres coussins de pression (16.4 - 16.7) peuvent être respectivement
rattachées à des niveaux de pression identiques ou différents.
9. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de raidissement (2) est inclus ou intégré au moins partiellement dans la
membrane (7.1) ou en ce que l'élément de raidissement (2) est disposé à l'intérieur du coussin polisseur (7)
et peut être mis en appui depuis l'intérieur contre la membrane (7.1).
10. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de raidissement (2) est formé de tôle, de matière plastique et/ou de matière
plastique renforcée de fibre.
11. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de raidissement (2) présente, dans une direction perpendiculaire à la membrane
(7.1), une épaisseur entre 0,1 mm et 5 mm, entre 0,2 mm et 0,8 mm, en particulier
0,3 mm.
12. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de raidissement (2) peut être déformé en une forme torique de base au moyen
des coussins de pression (16.1 - 16.7).
13. Polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le coussin polisseur (7) présente, pour le logement dans un mandrin d'entraînement,
une bride de retenue (6) avec une paroi de guidage (6.9) de forme cylindrique qui
sert au guidage radial de la membrane (7.1).
14. Polissoir (1) selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la paroi de guidage (6.9) présente un diamètre intérieur di qui correspond à un diamètre extérieur da de la membrane (7.1).
15. Polissoir (1) selon la revendication 13 ou 14,
caractérisé en ce que
la paroi de guidage (6.9) présente une hauteur hH qui correspond à une hauteur hR de la membrane (7.1).
16. Polissoir (1) selon une des revendications 13 à 15,
caractérisé en ce que
la bride de retenue (6) présente plusieurs raccord de moyen de pression (6.14, 6.14')
pour plusieurs canaux de moyen de pression (6.10, 6.10') auxquels respectivement au
moins une bride de raccordement (6.1 - 6.7) peut être rattachée.
17. Polissoir (1) selon une des revendications 13 à 16,
caractérisé en ce que
les raccords de moyen de pression (6.14, 6.14') peuvent être raccordés à respectivement
au moins une conduite de commande de moyen de pression (1.3) côté entraînement.
18. Polissoir (1) selon la revendication 17,
caractérisé en ce que
la conduite de commande de moyen de pression (1.3) est intégrée côté entraînement
dans le mandrin d'entraînement de la bride de retenue (6) et peut être rattachée avec
le mandrin d'entraînement à la bride de retenue (6).
19. Procédé de mise en oeuvre d'un polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier coussin de pression (16.1), avant et/ou pendant l'usinage de la lentille
(10) est alimenté avec une pression intérieure supérieure ou inférieure à celle alimentant
les autres coussins de pression (16.2 - 16.7).
20. Procédé de mise en oeuvre d'un polissoir (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le deuxième coussin de pression (16.2) et le troisième coussin de pression (16.3),
avant et/ou pendant l'usinage de la lentille (10), sont alimentés avec une pression
intérieure supérieure ou inférieure à celle alimentant les autres coussins de pression
(16.4 - 16.7).