[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erkennung von aufeinanderfolgenden
Einheiten einer endlosen, in einem Förderprozess befindlichen Bahn mit einem Sensor
zur Detektion von sich entlang der Bahn ändernden Eigenschaften derselben. Derartige
Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden beispielsweise in
der Papier- oder Druckindustrie zum Schneiden von bedruckten oder unbedruckten Papierbahnen
in einzelne Blätter oder Bögen eingesetzt. Um einen Schneidvorgang jeweils möglichst
genau an einem Übergang zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einheiten bzw. Blättern
oder Bögen auslösen zu können, wird gemäß Stand der Technik die endlose Bahn bzw.
der endlose Papierstreifen mit Markierungen versehen, welche sich an einer vorbestimmten
Relativposition zu der gewünschten Sollschnittstelle befinden. Diese Markierungen
können dann durch beispielsweise als Kontrasttaster ausgebildete Sensoren erkannt
werden, wobei jedes Erkennen einer Markierung einen Schneidprozess auslöst.
[0002] Nachteilig an diesen bekannten Vorrichtungen und Verfahren ist die Tatsache, dass
eigens für die Bearbeitung der endlosen Bahn bzw. für das Schneiden eines Papierstreifens
Markierungen auf der Bahn vorgesehen werden müssen, welche aus Designgründen jedoch
grundsätzlich unerwünscht sind. Ferner können die Markierungen pro Einheit in unerwünschter
Weise zu einem mehrmaligen Schalten eines Kontrasttasters führen, so dass nicht eindeutig
erkannt werden kann, welches der auf die gewünschte Schnittposition bezogene Schaltvorgang
ist, was dann wiederum einen fehlerhaften Schnitt zur Folge haben kann.
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren der
eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass einerseits auf die nachteiligen
Markierungen verzichtet werden kann und andererseits sichergestellt wird, dass die
Bearbeitung bzw. das Schneiden der Bahn jeweils an der korrekten Position erfolgt.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch gelöst, dass der
Sensor zur Erfassung von solchen Bahneigenschaften ausgelegt ist, die einerseits auf
der Bahn nicht eigens für deren Erkennung durch den Sensor vorgesehen sind und die
sich andererseits bei aufeinander folgenden Einheiten wiederholen.
[0005] Gemäß einem erfindungsgemäßen Verfahren wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst,
dass solche Bahneigenschaften detektiert werden, die einerseits auf der Bahn nicht
eigens für deren Erkennung durch den Sensor vorgesehen sind und die sich andererseits
bei aufeinander folgenden, insbesondere allen aufeinander folgenden Einheiten wiederholen.
[0006] Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass zum Detektieren
von aufeinander folgenden Einheiten einer endlosen Bahn nicht unbedingt eigens dafür
vorgesehene Markierungen angebracht werden müssen, sondern dass es vielmehr genügt,
die ohnehin auf der Bahn vorhandenen, über die Länge der Bahn variierenden Eigenschaften
sensorisch zu erfassen und in geeigneter Weise auszuwerten. Dabei kann man sich erfindungsgemäß
insbesondere die Tatsache zunutze machen, dass sich die genannten Änderungen der Bahneigenschaften
bei aufeinanderfolgenden Einheiten jeweils wiederholen, so dass die detektierten Änderungen
jeweils genau einer Einheit der Bahn zugeordnet werden können. Durch diese Zuordnungsmöglichkeit
können dementsprechend die aufeinanderfolgenden Einheiten einer Bahn erkannt werden.
Da die sich ändernden Bahneigenschaften ferner einen konstanten Ortsbezug zu den Übergängen
benachbarter Einheiten aufweisen, können diese Übergänge mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sowie mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ebenfalls problemlos ermittelt
werden, so dass beispielsweise an diesen Übergängen jeweils automatisch ein Schneidprozess
auslösbar ist.
[0007] Bei üblichen Anwendungsfällen wiederholen sich die zu detektierenden Änderungen der
Bahneigenschaften bei allen Einheiten der Bahn, so dass diese beispielsweise in lauter
untereinander gleiche Einheiten zerschnitten werden kann. Es sind jedoch auch andere
Anwendungsfälle denkbar, bei denen die sich wiederholenden Änderungen der Bahneigenschaften
nicht bei allen Einheiten in gleicher Weise vorhanden sind. Beispielsweise ist es
möglich, dass eine Bahn zwei unterschiedliche Arten von Einheiten aufweist, wobei
jede dieser beiden Arten untereinander sich wiederholende Änderungen der Bahneigenschaften
aufweisen, wobei sich jedoch die Änderungen der einen Art von den Änderungen der anderen
Art unterscheiden. In diesem Fall kann dann erfindungsgemäß unterschieden werden,
von welcher der beiden Arten die jeweils erkannte Einheit ist, woraufhin eine auf
die jeweilige Art abgestimmte Bearbeitung ausgelöst werden kann.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Sensor zur Erkennung einer Abfolge von mehreren,
voneinander verschiedenen Änderungen der Bahneigenschaften ausgelegt ist. Hierdurch
wird es möglich, bezogen auf jede einzelne Einheit der Bahn zwei oder mehr Änderungen
der Bahneigenschaften zu detektieren, was die Eindeutigkeit des Detektionsergebnisses
erhöht. Wenn beispielsweise pro Einheit drei unterschiedliche Änderungen detektiert
werden sollen, von denen die letzte Änderung beim Übergang auf die nachfolgende Einheit
auftritt, kann erfindungsgemäß überprüft werden, ob zuerst die ersten beiden Änderungen
erkannt wurden, woraufhin die dritte Änderung nur dann als Übergang zur nächsten Einheit
gewertet wird, wenn zuvor die ersten beiden Änderungen korrekt erkannt wurden. Die
Sicherheit und Zuverlässigkeit einer korrekten Erkennung lässt sich somit durch diese
bevorzugte Erfindungsvariante deutlich erhöhen.
[0009] Erfindungsgemäß kann ein Speicher vorgesehen werden, in welchem eine chronologische
Sollabfolge der pro Einheit zu detektierenden Änderungen speicherbar ist. Ferner kann
dann in diesem Fall eine Auswerteeinheit zum Vergleich der tatsächlich chronologisch
detektierten Änderungsfolge mit der gespeicherten Sollabfolge vorgesehen werden, mit
welcher überprüft werden kann, ob auch tatsächlich die erwartete Änderungsfolge detektiert
und somit eine Einheit erkannt wurde. Im Fall der Übereinstimmung zwischen der gespeicherten
Sollabfolge und der detektierten Änderungsfolge kann die Auswerteeinheit dann ein
auf die erkannte Einheit bezogenes Detektionssignal abgeben.
[0010] Um bei dem genannten Vergleich zwischen Sollabfolge und tatsächlich detektierter
Änderungsfolge hinsichtlich des Vergleichsergebnisses zusätzliche Sicherheit zu erreichen,
können neben der Chronologie der Änderungen auch noch deren relative Zeitbezüge und/oder
die jeweilige Art der Änderungen und/oder der jeweilige Grad der Änderungen berücksichtigt
werden. Es wird in diesem Fall dann also untersucht, in welchem zeitlichen Bezug die
detektierten Änderungen zueinander stehen und/oder welcher Art und von welcher Stärke
die detektierten Änderungen waren.
[0011] Alle auf eine Einheit detektierten Änderungen führen bevorzugt zur Abgabe lediglich
eines einzigen Detektionssignals, welches eindeutig der jeweils detektierten Einheit
zugeordnet werden kann. Dieses einzige Detektionssignal ist bevorzugt von einer Änderung
mit vergleichsweise hohem Änderungsgrad abhängig, da eine solche Änderung, die beispielsweise
als besonders markanter, scharfer Farbübergang ausgebildet sein kann, besonders gut
vom Sensor zu erkennen ist. Wenn der Abstand zwischen dieser Änderung und dem Anfang
oder dem Ende der jeweiligen Einheit bekannt ist, können Anfang und Ende der Einheit
so mit einer besonders hohen Ortsauflösung erkannt werden, da die jeweilige Position
einfach aus der Position der erkannten Änderung und dem bekannten Abstand berechenbar
ist.
[0012] Es kann ferner ein Verzögerungsglied zur Auslösung des Detektionssignals mit einer
einstellbaren zeitlichen Verzögerung nach Erkennung der Übereinstimmung zwischen der
gespeicherten Sollabfolge und der tatsächlich detektierten Änderungsfolge vorgesehen
werden. Mit einem solchen Verzögerungsglied kann z.B. dem Umstand Rechnung getragen
werden, dass sich eine Schneideinrichtung in Förderrichtung hinter dem erfindungsgemäßen
Sensor befindet und somit nach der Detektion einer Einheit eine von der Fördergeschwindigkeit
abhängige Zeit vergehen muss, bis sich die detektierte Einheit bzw. deren Anfang oder
deren Ende im Bereich der Schneideinrichtung befindet. Das Verzögerungsglied kann
somit z.B. exakt so eingestellt werden, dass in Abhängigkeit von den erfindungsgemäß
detektierten Einheiten durch die Schneidvorrichtung immer exakt am Übergang zwischen
zwei Einheiten ein Schnitt erfolgt. Ferner kann mit dem Verzögerungsglied berücksichtigt
werden, wenn die letzte Detektion einer Änderung einer Einheit nicht am Ende der Einheit
sondern bereits vorher erfolgt, so dass sich das Ende der Einheit bei Detektion der
letzten Änderung noch nicht unterhalb des Sensors befindet. Das Verzögerungsglied
wird dann in Abhängigkeit von der Fördergeschwindigkeit so eingestellt, dass die Verzögerungszeit
oder zumindest eine Komponente derselben derjenigen Zeit entspricht, die benötigt
wird, um die Einheit um den Abstand zwischen der letzten detektierten Änderung und
dem Ende der Einheit weiter zu fördern. Das Verzögerungsglied kann natürlich auch
so eingestellt werden, dass zum einen die letztgenannte Verzögerung und zum anderen
zusätzlich der bereits erwähnte Abstand zwischen dem Sensor und einer Schneidvorrichtung
berücksichtigt wird.
[0013] Die durch das Verzögerungsglied bewirkten Verzögerungszeiten müssen nicht zwangsläufig
konstant sein. Vielmehr können sie an die jeweiligen Fördergeschwindigkeiten angepasst
werden. Insbesondere kann aber auch eine Änderung der Verzögerungszeiten während des
Förderprozesses einer einzelnen Bahn stattfinden, wenn diese Bahn zu unterschiedlichen
Zeiten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gefördert wird.
[0014] Alternativ zur Verwendung eines Verzögerungsgliedes mit einstellbarer Verzögerungszeit
kann bei konstanter Fördergeschwindigkeit auch eine konstante Verzögerungszeit gegeben
sein, da in diesem Fall beispielsweise der Sensor einfach im Rahmen eines Teachvorganges
solange entlang der Förderstrecke verschoben werden kann, bis z.B. ein vom Sensor
ausgelöster Scheidvorgang immer exakt an den Übergängen zwischen zwei Einheiten erfolgt.
[0015] Bei bekannter Fördergeschwindigkeit kann aus den detektierten Änderungen auf die
Länge von Farbelementen, die sich auf der Bahn befinden, geschlossen werden. Anfang
und Ende solcher Farbelemente werden als erfindungsgemäße Änderungen detektiert, und
aus der zwischen diesen Detektionsvorgängen verstrichenen Zeit kann dann unter Berücksichtigung
der Fördergeschwindigkeit die Länge eines Farbelements berechnet und gespeichert werden.
Weiterhin kann die so berechnete Länge der Farbelemente dann als Erkennungsmerkmal
für aufeinander folgende Einheiten herangezogen werden, indem bei jeder Einheit der
Bahn überprüft wird, ob die der jeweiligen Einheit zugeordneten Farbelemente die bei
vorhergehenden Einheiten ermittelte Länge besitzen.
[0016] Wenn andererseits die Fördergeschwindigkeit nur im Rahmen einer Einlernphase bekannt
und im weiteren Betrieb nicht mehr bekannt ist, kann die im normalen Betrieb jeweils
ermittelte Länge eines Farbelements dazu herangezogen werden, die momentan gerade
vorhandene relative Fördergeschwindigkeit zu berechnen. Beispielsweise kann im Rahmen
des Einlernvorgangs eine normierte Fördergeschwindigkeit von 1 vorhanden sein, bei
der als Länge eines Farbelements beispielsweise der ebenfalls normierte Wert 1 ermittelt
wird. Wenn nun im auf die Einlernphase folgenden Normalbetrieb der Anlage eine Länge
des Farbelements von 2 detektiert wird, kann davon ausgegangen werden, dass die momentane
Fördergeschwindigkeit - ebenfalls normiert - 0,5 beträgt.
[0017] Der erfindungsgemäß eingesetzte Sensor zur Erkennung der Änderungen der Bahneigenschaften
kann so ausgelegt werden, dass er Änderungen der Farbe, des Kontrastes, des Reflexionsvermögens
und/oder sonstiger Oberflächenbeschaffenheiten der Bahn erkennen kann. Es können also
zur Realisierung des erfindungsgemäßen Gedankens unterschiedliche Arten von Änderungen
der Bahneigenschaften herangezogen werden, wobei z.B. auch aus mehreren Sensoren bestehende
Sensoranordnungen eingesetzt werden können, die gleichzeitig verschiedene Arten von
Änderungen detektieren können. Es ist also durchaus möglich, eine einzelne Einheit
zu detektieren, indem aufeinanderfolgende Änderungen der Bahneigenschaften unterschiedlicher
Art detektiert werden. Grundsätzlich wird man immer diejenigen Arten von Änderungen
für die Auswertung heranziehen, mit denen die amplitudenmäßig größten Sensorsignale
erzeugbar sind, da auf diese Weise das Risiko von Fehldetektionen minimiert wird.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Sensor als Kontrasttaster ausgebildet
werden, welcher die Bahn mit unterschiedlichen Sendefarben beleuchten kann. In diesem
Fall kann dann in Abhängigkeit von der Farbe der zu detektierenden Änderungen während
des Abtastens jeder Einheit die Sendefarbe derart verändert werden, dass sich ein
jeweils maximaler Kontrastwert einstellt.
[0019] Bei der erfindungsgemäß untersuchten Bahn kann es sich um eine bedruckte oder unbedruckte
Papierbahn handeln. Bei der Verarbeitung von bedruckten Papierbahnen kann die auf
der Bahn befindliche Druckfarbe die erfindungsgemäß auszuwertenden Kontrastsprünge
auslösen.
[0020] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Figuren beschrieben; in diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine schematisch dargestellte erfindungsgemäße Anordnung, und
- Fig. 2
- ein vereinfachtes Blockschaltbild einer erfindungsgemäß zum Einsatz gelangenden Auswerteeinheit.
[0022] In Fig. 1 ist ein Abschnitt einer langgestreckten Bahn 1 gezeigt, welche aus Papier
besteht und in Förderrichtung A transportiert wird. Diese Papierbahn wurde zuvor in
einer Druckmaschine unter anderem mit Aufdrucken 2, 3 versehen, wobei sich die Aufdrucke
2 farblich von den Aufdrucken 3 unterscheiden.
[0023] Die Papierbahn 1 besteht dabei aus aneinander angrenzenden, untereinander gleichen
Einheiten 10. Der Übergang zwischen zwei aneinander angrenzenden Einheiten ist in
Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 11 gekennzeichnet.
[0024] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass die Aufdrucke 2, 3 in allen aufeinanderfolgenden
Einheiten 10 jeweils an der gleichen Position und insbesondere an der gleichen Relativposition
gegenüber den Übergängen 11 angeordnet sind, so dass die Aufdrucke 2, 3 entlang der
Bahn 1 letztlich ein sich periodisch wiederholendes Muster bilden.
[0025] Oberhalb der Bahn 1 ist ein Sensor 4 angeordnet, welcher als Kontrasttaster ausgebildet
ist, der die Bahn 4 mit unterschiedlichen Farben beleuchten kann. In Förderrichtung
beabstandet vom Sensor 4 ist eine Schneidvorrichtung 5 vorgesehen, mittels welcher
die Bahn 1 senkrecht zur Förderrichtung A geschnitten werden kann.
[0026] Sensor 4 sowie Schneidvorrichtung 5 sind über Daten und Steuerleitungen mit einer
Auswerteeinheit 6 gekoppelt, welche Daten vom Sensor 4 empfängt und verarbeitet sowie
weiterhin dazu in der Lage ist, den Sensor 4 und die Schneidvorrichtung 5 anzusteuern.
[0027] Ein Blockschaltbild der Auswerteeinheit 6 gemäß Fig. 1 ist in Fig. 2 dargestellt.
[0028] Zentraler Bestandteil dieser Auswerteeinheit 6 ist die Recheneinheit 7, welche beispielsweise
als handelsüblicher Mikroprozessor ausgebildet werden kann. Über eine Schnittstelle
A empfängt die Recheneinheit 7 Signale vom Sensor 4, über eine Schnittstelle B kann
die Recheneinheit 7 den Sensor 4 ansteuern. Über eine Schnittstelle C erhält die Recheneinheit
7 Informationen hinsichtlich der aktuellen Fördergeschwindigkeit der Bahn 1.
[0029] Die Recheneinheit 7 kommuniziert mit einem Speicher 8, in welchem eine chronologische
Sollabfolge der vom Sensor 4 zu detektierenden Farbänderungen speicherbar ist.
[0030] Die Recheneinheit 7 beaufschlagt eine Verzögerungseinheit 9, deren Verzögerungszeit
Δt über die Recheneinheit 7 variabel einstellbar ist. Der Ausgang der Verzögerungseinheit
9 wird an eine Schnittstelle D geführt, welche mit der Schneidvorrichtung 5 verbunden
ist und bei Abgabe eines Signals über die Schnittstelle D einen Schneidvorgang auslöst.
[0031] Beim Betrieb der Anordnung gemäß den Fig. 1 und 2 wird zuerst im Speicher 8 eine
chronologische Sollabfolge der pro Einheit 10 zu detektierenden Farbänderungen abgelegt.
Diese Sollabfolge kann beispielsweise mittels eines Teach-Vorgangs über den Sensor
4 ermittelt werden. Im Speicher 8 wird zudem gespeichert, in welcher zeitlichen Abfolge
die durch die Aufdrucke 2, 3 hervorgerufenen Änderungen auftreten. Konkret wird also
gespeichert, mit welchem zeitlichen Bezug jeweils Anfang und Ende der Aufdrucke 2,
3 am Sensor 4 bei vorgegebener Fördergeschwindigkeit vorbeilaufen. Das in Förderrichtung
A hintere Ende der Aufdrucke 2 ist im dargestellten Beispiel der markanteste Farbübergang
im Bereich der Aufdrucke 2, 3 und der Abstand d dieses Farbübergangs vom Übergang
der den jeweiligen Aufdruck tragenden Einheit 10 zur nächsten Einheit 10 ist der Auswerteeinheit
6 bekannt.
[0032] Beim tatsächlichen Betrieb der Anordnung liefert der Sensor 4 dann jeweils Änderungssignale,
wenn jeweils Anfang und Ende der Aufdrucke 2, 3 am Sensor vorbeigeführt werden. Diese
Daten werden der Recheneinheit 7 über die Schnittstelle A zugeführt, woraufhin die
Recheneinheit 7 diese Daten mit den im Speicher 8 abgelegten Werten vergleicht. Wenn
die Recheneinheit 7 im Rahmen einer Echtzeitverarbeitung feststellt, dass die Abfolge
der detektierten Änderungen mit der im Speicher 8 abgelegten Abfolge übereinstimmt,
kann davon ausgegangen werden, dass sich nach dem Erkennen des dann zu erwartenden
hinteren Endes des Aufdrucks 2, welches den markantesten Farbübergang darstellt, dieses
hintere Ende des Aufdrucks 2 gerade unterhalb des Sensors 4 befindet. Bei konstanter
Fördergeschwindigkeit kann die Recheneinheit 7 aus dem bekannten Abstand zwischen
Sensor 4 und Schneidvorrichtung 5 und dem genannten Abstand d genau berechnen, nach
welcher Verzögerungszeit der Übergang 11, welcher dem Ende des detektierten Aufdrucks
2 folgt, unterhalb der Schneidvorrichtung 5 zu liegen kommt. Nach Verstreichen einer
entsprechenden Verzögerungszeit Δt, welche durch das Verzögerungsglied 9 bewirkt wird,
wird dann über die Schnittstelle D ein Schaltsignal an die Schneidvorrichtung ausgegeben,
welche einen Schneidvorgang entlang des Übergangs 11 auslöst. Wenn sich die Fördergeschwindigkeit
ändert, kann die Recheneinheit 7 eine entsprechend angepasste Verzögerungszeit Δt
berechnen, welche dann von der Recheneinheit 7 dem Verzögerungsglied 9 zur Verfügung
gestellt wird.
[0033] Im Rahmen des vorstehend erwähnten Teach-Prozesses kann ferner überprüft werden,
mit welcher Farbe die Bahn 1 vom Sensor 4 beleuchtet werden muss, damit Kontrastübergänge
der Aufdrucke 2, 3 besonders gut erkennbar sind. Beispielsweise kann es sinnvoll sein,
Anfang und Ende des Aufdrucks 2 mit der Beleuchtungsfarbe grün und Anfang und Ende
des Aufdrucks 3 mit der Beleuchtungsfarbe blau zu erkennen. Ein Umschalten der Beleuchtungsfarbe
währen des Abtastens einer Einheit 10 kann dabei wiederum von der Recheneinheit 7,
beispielsweise über die Schnittstelle B gemäß Fig. 2 in Abhängigkeit von im Speicher
8 abgelegten Daten ausgelöst werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Bahn
- 2
- Aufdruck
- 3
- Aufdruck
- 4
- Sensor
- 5
- Schneidvorrichtung
- 6
- Auswerteeinheit
- 7
- Recheneinheit
- 8
- Speicher
- 9
- Verzögerungsglied
- 10
- Einheit
- 11
- Übergang
- A
- Förderrichtung
1. Vorrichtung zur Erkennung von aufeinander folgenden Einheiten (10) einer endlosen,
in einem Förderprozess befindlichen Bahn (1) mit einem Sensor (4) zur Detektion von
sich entlang der Bahn (1) ändernden Eigenschaften der Bahn (1),
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Sensor (4) zur Erfassung von solchen Bahneigenschaften ausgelegt ist, die einerseits
auf der Bahn (1) nicht eigens für deren Erkennung durch den Sensor (4) vorgesehen
sind und die sich andererseits bei aufeinander folgenden Einheiten (10) wiederholen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Sensor (4) zur Erkennung der Abfolge von mehreren, voneinander verschiedenen
Änderungen der Bahneigenschaften ausgelegt ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass ein Speicher (8) vorgesehen ist, in welchem eine chronologische Sollabfolge der pro
Einheit (10) zu detektierenden Änderungen speicherbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet ,
dass eine Auswerteeinheit (6) zum Vergleich der tatsächlich chronologisch detektierten
Änderungsfolge mit der Sollabfolge und zur Auslösung eines auf eine erkannte Einheit
(10) bezogenen Detektionssignals vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet ,
dass beim Vergleich der gespeicherten Sollabfolge mit der tatsächlich detektierten Änderungsfolge
neben der Chronologie der Änderungen auch noch deren relative Zeitbezüge und/oder
die jeweilige Art der Änderungen und/oder der jeweilige Grad der Änderungen berücksichtigt
werden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet ,
dass pro Einheit (10) nur ein einziges, insbesondere von einer Änderung mit vergleichsweise
hohem Änderungsgrad abhängiges Detektionssignal auslösbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet ,
dass ein Verzögerungsglied (9) zur Auslösung des Detektionssignal mit einer einstellbaren
oder einer konstanten zeitlichen Verzögerung nach Erkennung der Übereinstimmung zwischen
der gespeicherten Sollabfolge und der tatsächlich detektierten Änderungsfolge vorgesehen
ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Sensor (4) zur Erkennung von Änderungen der Farbe, des Kontrastes, des Reflexionsvermögens
und/oder sonstiger Oberflächenbeschaffenheiten der Bahn (1) ausgelegt ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Sensor (4) als Kontrasttaster ausgebildet ist, dessen Sendefarbe in Abhängigkeit
von den zu detektierenden Änderungen während des Abtastens jeder Einheit (10) zur
Erzielung eines jeweils maximalen Kontrastwerts veränderbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass es sich bei der Bahn (1) um eine insbesondere bedruckte Papierbahn handelt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet ,
dass in Abhängigkeit vom Detektionssignal ein Schneidvorgang auslösbar ist.
12. Verfahren zur Erkennung von aufeinander folgenden Einheiten (10) einer endlosen, in
einem Förderprozess befindlichen Bahn (1) mit einem Sensor (4), der sich entlang der
Bahn (1) ändernde Eigenschaften der Bahn (1) detektiert,
dadurch gekennzeichnet ,
dass solche Bahneigenschaften detektiert werden, die einerseits auf der Bahn (1) nicht
eigens für deren Erkennung durch den Sensor (4) vorgesehen sind und die sich andererseits
bei aufeinander folgenden, insbesondere allen aufeinander folgenden Einheiten (10)
wiederholen.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet ,
dass eine Abfolge von mehreren, voneinander verschiedene Änderungen der Bahneigenschaften
detektiert wird.