[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportsicherung für die Trommel einer Haushaltswaschmaschine
mit einer eine Gehäusewand und ein Trommelteil verbindenden Schraube, die, ausgehend
von ihrem außerhalb der Gehäusewand liegenden Schraubenkopf, die Gehäusewand durchsetzt
und in das Trommelteil eingeschraubt ist, wobei zwischen Schraubenkopf und Gehäusewand
sowie zwischen Gehäusewand und Trommelteil jeweils ein axial federndes Pufferelement
angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Transportsicherung ist in der deutschen Patentschrift DE 42 15 780
C2 beschrieben und dargestellt. Bei dieser bekannten Transportsicherung sind die axial
federnden Pufferelemente als Abstandshülsen aus mehrfach perforiertem Blechmaterial
hergestellt, das aufgrund seiner Perforierung der Abstandshülse in axialer Richtung
eine Elastizität gibt. Das zwischen Schraubenkopf und Gehäuse angeordnete Pufferelement
kann auch als Schraubenfeder ausgebildet sein. Um beim Eindrehen der Schraube in das
Trommelteil die Hülsen nicht übermäßig zusammenzudrücken, wird eine Einschraubbegrenzung
dadurch herbeigeführt, dass die Schraube nur über eine bestimmte Länge mit Gewinde
versehen ist, wobei diese Länge derart gewählt ist, dass mit Erreichen des Gewindeendes
am Trommelteil der Einschraubvorgang begrenzt wird. Die hierdurch eingestellte maximale
Einschraubtiefe ist jedoch ungenau und von dem endgültigen Einschraubmoment abhängig,
so dass sich mit dieser Methode der Begrenzung des Einschraubens ein definierter Federweg
nicht erzielen lässt. Außerdem handelt es sich bei der aus perforiertem Blech bestehenden
Abstandshülse um ein komplizierten Bauteil mit geringem Federweg.
[0003] Bei einer weiteren, aus der DE-OS 198 52 129 Al bekannten Transportsicherung ist
nur zwischen Schraubenkopf und Gehäusewand ein Pufferelement in Form einer Schraubenfeder
vorgesehen. Die Transportsicherung enthält eine Abstandshülse zwischen Gehäusewand
und Trommelteil, die die Schraube umgibt. Die Schraube mit der Abstandshülse wird
zur Montage der Transportsicherung durch ein die Abstandshülse durchlassendes Loch
in der Gehäusewand eingesteckt und danach in dem Loch in eine Verengung seitlich verschoben,
so dass sich die Abstandshülse gegen das Trommelteil und die Gehäusewand von innen
abstützen kann. Die Schraube wird dann angezogen, wobei die Schraubenfeder gespannt
wird. Die Endspannung wird dann vom jeweiligen Anziehen der Schraube bestimmt. Die
Nachgiebigkeit der Federspannung beim Auffangen von auf die Haushaltswaschmaschine
wirkenden Stößen bei ihrem Transport hängt dann von dem Anziehen der Schraube ab,
wodurch nicht sicher gewährleistet werden kann, dass mit dieser Transportsicherung
bei übermäßig angezogener Schraube harte Stöße sicher abgefedert werden können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnte Transportsicherung
so zu gestalten, dass sie einerseits ein konstruktiv einfaches Bauelement bildet und
anderseits den Pufferelementen bei angezogener Schraube eine definierte Vorspannung
gegeben ist, bei der Trägheitskräfte, die bei Stößen auf die Waschmaschine wirken,
sicher und mit ausreichend großem Spielraum aufgefangen werden können. Erfindungsgemäß
geschieht dies dadurch, dass Schraubenkopf und Trommelteil durch ein die Gehäusewand
durchsetzendes, die Schraube umfassendes Rohrstück auf Abstand gehalten sind und das
Rohrstück die beiden Pufferelemente durchsetzt, die in rohrartiger Ausbildung ein
aus einem Elastomer bestehendes Stauchteil enthalten, das durch die Schraube bei beidseitig
anliegendem Rohrstück vorgespannt ist.
[0005] Durch die koaxiale Anordnung von Schraube, Rohrstück und Pufferelement auf beiden
Seiten der Gehäusewand ergibt sich eine Konstruktion, die mittels des Rohrstücks beim
Anziehen der Schraube und damit Spannung der Pufferelemente einen definierten Abstand
zwischen der Innenseite des Schraubenkopfes und dem Trommelteil herbeiführt, bei der
eine gewünschte definierte Spannung der Pufferelemente eingestellt ist. Damit wird
gewährleistet, dass alle in der Praxis auftretenden Stöße von den Pufferelementen
sicher aufgefangen werden können. Diese bestehen aus einem rohrartig ausgebildeten
Elastomer, das sich hannonisch in die koaxiale Gestaltung von Schraube, Rohrstück
und Pufferelement einfügt und das als Bauteil einfach und billig als Spritzteil hergestellt
werden kann.
[0006] Zweckmäßig ordnet man das aus dem Elastomer bestehende Stauchteil zwischen Gehäusewand
und dem Trommelteil derart an, dass das Stauchteil zwischen zwei unelastischen Buchsen
angeordnet ist. Damit wird die Länge des Stauchteils im Sinne der Herstellung einer
gewünschten Elastizität entsprechend begrenzt. Auf der Seite des Schraubenkopfes gestaltet
man das Pufferelement ausschließlich aus dem Stauchteil, da hier nur eine geringere
Länge zwischen Schraubenkopf und Gehäuse durch das Pufferelement zu überbrücken ist.
Dabei wird das Stauchteil von zwei harten Scheiben eingefasst, von denen die eine
das Stauchteil gegen den Schraubenkopf und die andere das Stauchteil gegen die Gehäusewand
abstützt.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Abwandlung kann man das Pufferelement auch so gestalten,
dass es zwischen Gehäusewand und Trommelteil aus einer unelastischen Buchse und einem
Stauchteil besteht.
[0008] Die Gestaltung des Pufferelementes zwischen Schraubenkopf und Gehäusewand kann vorteilhaft
auch so gestaltet sein, dass das Pufferelement zwischen Schraubenkopf und Gehäusewand
aus dem Stauchteil besteht, das einerseits von einer harten, an dem Schraubenkopf
anliegenden Scheibe und andererseits von der Gehäusewand eingefasst ist.
[0009] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- die Transportsicherung vor dem Anschrauben an das Trommelteil;
- Figur 2
- einen Schnitt gemäß der Linie II-II aus Figur 1;
- Figur 3
- die gleiche Transportsicherung angeschraubt an das Trommelteil;
- Figur 4
- einen Schnitt längs der Linie IV-IV aus Figur 3;
- Figur 5
- eine Abwandlung der Transportsicherung, bei der das Pufferelement zwischen Gehäusewand
und Trommelteil gegenüber der Ausführungsform nach Figur 2 vereinfacht ausgebildet
ist.
[0010] Die in der Figur 1 dargestellte Transportsicherung ist dafür vorgesehen, zwischen
dem Trommelteil 1 und der Gehäusewand 2 angebracht zu werden, und zwar durch Eindrehen
der Schraube 3 in das Trommelteil 1 (siehe Figur 4). Auf die Schraube 3 mit ihrem
Schraubenkopf 4 sind folgende Teile aufgesteckt: Die unelastischen Buchsen 5 und 6
und das dazwischen liegende Stauchteil 7, das das wesentliche Bestandteil des zwischen
dem Trommelteil 1 und der Gehäusewand 2 angeordnete Pufferelement bildet. Zwischen
dem Schraubenkopf 4 und der Gehäusewand 2 ist das weitere Stauchteil 8 angeordnet,
das beiderseits von den harten Scheiben 9 und 10 eingefasst ist. Dabei stützt sich
das Stauchteil 8 über die Scheibe 10 am Schraubenkopf 4 und über die Scheibe 9 an
der Gehäusewand 2 ab. Figur 1 zeigt weiterhin den aus der Scheibe 9 herausragenden
Lappen 11, der die Gehäusewand 2 durchsetzt und auf den in der Beschreibung zu Figur
2 näher eingegangen wird.
[0011] Der Schnitt längs der Linie II-II aus Figur 1, dargestellt in Figur 2, zeigt den
inneren Aufbau der Transportsicherung mit den beiden unelastischen Buchsen 5 und 6,
die beidseitig das dazwischen liegende, aus einem Elastomer bestehende Stauchteil
7 einfassen. Diese koaxiale Anordnung von Buchse 5, Stauchteil 7 und Buchse 6 wird
von dem Rohrstück 12 axial durchsetzt, das an seinen beiden. Enden je einen Stützflansch
13 und 14 aufweist. Auf die Bedeutung der beiden Stützflanschen 13 und 14 wird im
Zusammenhang mit der Figur 4 näher eingegangen. In diese insgesamt koaxiale Anordnung
ist die Schraube 3 eingesetzt, die von der Scheibe 10 her bis zu dem äußeren Ende
14 der Buchse 5 die gesamte Anordnung koaxial durchsetzt und hier aus der Buchse 5
herausragt. Für das Einschrauben der Schraube 3 in das Trommelteil 1 ist dieses mit
der Bohrung 16 versehen. Der Lappen 11, herausgebogen aus der Scheibe 9, durchsetzt
eine entsprechende Öffnung in der Gehäusewand 2 und sorgt auf diese Weise dafür, dass
die in die Gehäusewand 2 eingesetzte Transportsicherung nicht aus ihrer in der Figur
2 dargestellten Lage seitlich herausgeschoben werden kann.
[0012] Das Einsetzen der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Transportsicherung erfolgt
in der Weise, wie dies oben im Zusammenhang mit der in der DE-OS 198 52 129 angegebenen
Gestaltung des Loches in der Gehäusewand 2 angegeben ist, in dem die Transportsicherung
seitlich verschoben werden kann in eine Lage, in der sie von der Gehäusewand 2 getragen
wird und aus der sie aufgrund des Lappens 11 nicht mehr herausbewegt werden kann.
[0013] Die beiden Stauchteile 7 und 8 bestehen aus einem Elastomer (EPDM), das sich bei
axialem Druck zusammendrücken lässt und dabei die Länge des betreffenden Stauchteils
7 bzw. 8 verkürzt. Das Stauchteil 7 ist hierzu mit der inneren, ringförmig umlaufenden
Einkerbung 15 versehen, die bei Druck auf das Stauchteil 7 über die beiden unelastischen
Buchsen 5 und 6 her sich nach außen hin auswölben kann (siehe Figuren 3 und 4). Eine
entsprechende Auswölbung ergibt sich auch bei dem Stauchteil 8 bei Druck auf dessen
beide Seiten, wie dies ebenfalls in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist.
[0014] In der Figur 3 ist die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Transportsicherung bei
in das Trommelteil 1 eingedrehter Schraube 3 dargestellt. Dabei ergibt sich vom Schraubenkopf
4 her ein Druck auf die beiden Stauchteile 7 und 8, die sich dabei entsprechend nach
außen aufwölben.
[0015] Wie die Figur 4 zeigt, ist das Gewinde der Schraube 3 so weit in das Trommelteil
leingedreht, bis das Rohrstück 12 mit seinen beiden Stützflanschen 13 und 14 an ihrem
jeweiligen Gegenlager anliegt, nämlich der betreffenden Wandung des Trommelteils 1
und der Scheibe 10. Mit dem Erreichen dieser Anlage der beiden Stützflanschen 13 und
14 hat die Schraube 3 ihre Endlage erreicht, in der die beiden Stauchteile 7 und 8
einem auf sie ausgeübten axialen Druck nachgeben, was zu der in den Figuren 3 und
4 gezeigten Aufwölbung der beiden Stauchteile 7 und 8 führt.
[0016] Wenn nun auf das Trommelteil 1 irgendwelche Schwerkraftimpulse durch Erschütterung
und dergleichen einwirken, dann ergibt sich im Bereich des Stauchteils 7 im Falle
eines Druckes auf dieses eine Annäherung des Trommelteils 1 an die Gehäusewand 2 bei
gleichzeitiger Entfernung des Schraubenkopfes 4 von der Gehäusewand 2 und entsprechender
Entspannung des Stauchteils 8, da auf dieses in diesem Falle ein geringerer axialer
Druck ausgeübt wird. Eine entsprechende Wirkung ergibt sich in umgekehrter Richtung
bei einer Verschiebung des Trommelteils 1 in Richtung von der Gehäusewand 2 weg. Dabei
werden die auf das Trommelteil 1 wirkenden Kräfte von dem Elastomer der beiden Stauchteile
7 und 8 voll aufgefangen, wobei diese nach Abklingen eines Stoßes in ihre in der Figur
4 dargestellte Lage zurückkehren, in der sich die von den beiden Stauchteilen 7 und
8 auswirkenden axialen Drücke gegenseitig gerade ausgleichen. Damit nimmt das in der
Transportsicherung gebildete System der gegenseitigen Spannungen wieder seine ursprüngliche
Lage ein.
[0017] In der Figur 5 ist eine Abwandlung der vorstehend erläuterten Transportsicherung
im Schnitt dargestellt, bei der das zwischen dem Trommelteil 1 und der Gehäusewand
2 angeordnete Pufferelement aus der unelastischen Buchse 5 und dem elastischen Stauchteil
17 besteht, das sich einerseits an der Buchse 5 und andererseits an der Gehäusewand
2 abstützt. Diese Reihenfolge kann auch umgekehrt sein. Dieses Stauchteil 17 wird
dann bei Anziehen der Schraube 3 zusammengestaucht und nimmt dann eine Form an, die
jedenfalls im Bereich der Einkerbung 15 etwa die in der Figur 4 dargestellte Gestaltung
einnimmt und damit die von ihm ausgehende axiale gewünschte Spannung ausübt. Die Ausführungsform
gemäß Figur 5 bildet somit eine gegenüber der Gestaltung nach den Figuren 1 bis 4
vereinfachte Konstruktion, da sie nur mit einer Buchse 5 auskommt. Außerdem ist bei
der Gestaltung gemäß Figur 5 die eine der beiden in den Figuren 1 bis 4 dargestellten
Scheiben weggelassen, so dass das Stauchteil 8 einerseits an der Scheibe 10 und andererseits
direkt an der Gehäusewand 2 anliegt.
1. Transportsicherung für die Trommel einer Haushaltswaschmaschine mit einer eine Gehäusewand
(2) und ein Trommelteil (1) verbindenden Schraube (3), die, ausgehend von ihrem außerhalb
der Gehäusewand (2) liegenden Schraubenkopf (4), die Gehäusewand (2) durchsetzt und
in das Trommelteil (1) eingeschraubt ist, wobei zwischen Schraubenkopf (4) und Gehäusewand
(2) sowie zwischen Gehäusewand (2) und Trommelteil (1) jeweils ein axial federndes
Pufferelement angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass Schraubenkopf (4) und Trommelteil (1) durch ein die Gehäusewand (2) durchsetzendes,
die Schraube (3) umfassendes Rohrstück (12) auf Abstand gehalten sind und das Rohrstück
(12) die beiden Pufferelemente durchsetzt, die in rohrartiger Ausbildung ein aus einem
Elastomer bestehendes Stauchteil (7, 8) enthalten, das durch die Schraube (3) bei
beidseitig anliegendem Rohrstück (12) vorgespannt ist.
2. Transportsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pufferelement zwischen Gehäusewand (2) und Trommelteil (1) aus zwei unelastischen
Buchsen (5, 6) und dem dazwischen liegenden Stauchteil (7) besteht.
3. Transportsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Pufferelement zwischen Schraubenkopf (4) und Gehäusewand (2) aus dem Stauchteil
(8)besteht, das von zwei harten Scheiben (9, 10) eingefasst ist, von denen die eine
an dem Schraubenkopf (4) und die andere an der Gehäusewand (2) anliegt.
4. Transportsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pufferelement zwischen Gehäusewand (2) und Trommelteil (1) aus einer unelastischen
Buchse (5) und einem Stauchteil (17) besteht.
5. Transportsicherung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Pufferelement zwischen Schraubenkopf (4) und Gehäusewand (2) aus dem Stauchteil
(8) besteht, das einerseits von einer harten, an dem Schraubenkopf (4) anliegenden
Scheibe (10) und andererseits von der Gehäusewand (2) eingefasst ist.