[0001] Die Erfindung gehört zu Verfahren und Einrichtungen der Flugsicherheit, insbesondere
zu Verfahren zur Vorbeugung von außerordentlichen Situationen, die mit einem möglichen
Einflug von Flugzeugen in die Wirbelschleppengefährdungszone eines Wirbelerzeugers,
u. a. beim Luftabfluss eines Objekts, verbunden sind.
[0002] Das Problem der Flugsicherheit ist sehr aktuell und beinhaltet eine ganze Reihe von
sowohl wissenschaftlich-technischen als auch methodischen Organisationsaufgaben. Eine
dieser Aufgaben ist die Flugsicherheit in einer solchen Situation, in der der flugsicherheitsbestimmende
Faktor die Wirkung einer aerodynamischen Strömung hoher Turbulenz auf ein Flugzeug
ist, wobei die Strömung sowohl bei der Bewegung des stromerzeugenden Objekts in der
Umgebung des Flugzeugs als auch bei Gegenwart der mit Strömungen hoher Turbulenz und
Wirbelung umfließenden Objekte in der Umgebung eines Flugzeugs erzeugt werden.
[0003] Es ist bekannt, dass bei der Bewegung eines Flugzeugs in der Luft eine so genannte
Wirbelschleppe erzeugt wird, die von der das Flugzeug umfließenden Luftströmung gebildet
wird.
[0004] Der Einflug des Flugzeugs in die Wirbelschleppe eines anderen Objekts, beispielsweise
eines anderen Flugzeugs, führt zu einer wesentlichen Änderung des Angriffs- und Gleitwinkels.
Das Flugzeug ist dabei der Wirkung aerodynamischer Kräfte und Momente ausgesetzt,
die es beispielsweise seitlich von der Schleppe verschieben und in kleineren Höhen,
beispielsweise beim Starten oder Landen, wegen der unmöglichen Kompensation dieser
Wirkung mittels Bedienungsorganen des Flugzeugs zu außerordentlichen Situationen führen
können. Die Entwicklung von Flugzeugen kleiner Spannweite mit großer spezifischer
Beanspruchung führen zu einer Erhöhung der Wirbelschleppenintensität, wodurch die
Einfluggefahr eines Flugzeugs in diese Schleppe erhöht wird.
[0005] Mehrere Untersuchungen der Wirbelausbreitung und -alterung zeigten, dass atmosphärische
Faktoren, wie Wind, Windverschiebung, Luftraumschichtung und Turbulenz, große Bedeutung
für diese Prozesse haben.
[0006] Es besteht eine potenzielle Optimierungsmöglichkeit eines Sicherheitsabstands zwischen
den Flugzeugen bei Landung, Starten und Flug aufgrund zuverlässiger Prognosen des
Wirbelschleppenverhaltens unter Einsatz laufender und kurzzeitiger Prognosen für meteorologische
Bedingungen sowie der Wirkung von atmosphärischen Bedingungen und der Erdnähe auf
das Wirbelschleppenverhalten.
[0007] Eine der Problemlösungen der Flugsicherheit in der Situation, in der der bestimmende
Faktor eine aerodynamische Wirbelschleppe ist, ist die Wahl der Flugzustände, die
das vorgegebene Sicherheitsniveau gewährleisten.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe kann die Entwicklung von Bordrechensystemen beitragen,
die in Echtzeit arbeiten, das Gefährdungspotential der auf das Flugzeug wirkenden
aerodynamischen Strömung bestimmen und die Wahl des Verfahrens zur weiteren Korrektur
der Flugzeuglenkung zur wirksameren Kompensierung dieser Strömungen erlauben.
[0009] Eine weitere Aufgabe, die zu den Informationsaufgaben gezählt werden kann, ist die
Bereitstellung einer Information über die Lage der Wirbelschleppe und des Flugzeugs
in Bezug auf den prognostizierenden Zeitpunkt.
[0010] Durch die US 5 845 874 A ist ein Verfahren und eine Vorrichtung visueller Wirbelschleppenabbildung
mittels mathematischer Wirbelschleppenmodelle aufgrund von Flugparametern des wirbelerzeugenden
Flugzeugs unter Berücksichtigung der Wirkung atmosphärischer Bedingungen auf das Wirbelschleppenverhalten
bekannt. Gemäß einer technischen Lösung ist dabei ein schnellwirkendes Display eingesetzt,
mit dem eine Visualisierung simulierter Wirbelschleppen einzelner Flugzeuge durchgeführt
wird, die sich in der Nähe des genannten Flugzeugs befinden. Bei mehreren anderen
Flugzeugen in dem das genannte Flugzeug umgebenden Luftraum, beispielsweise in der
Nähe eines Flughafens, bildet das Display eine große Anzahl von simulierten Wirbelschleppen
ab, wodurch Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Wirbelschleppen, die eine tatsächliche
Gefahr für das Flugzeug darstellen, und bei der Bestimmung der Gefahr, die vernachlässigt
werden kann, entstehen.
[0011] Einer der vielversprechenden Wege zur Erhöhung der Flugsicherheit ist eine Datenverfügbarkeit
über die prognostizierende Lage der Wirbelschleppe in Realzeit bei einem Einflug,
bei dem ein Unfall passieren kann.
[0012] Durch die US 6 177 888 A ist ein Warnsystem gegen die Wirbetschleppenturbulenz bekannt,
das an Bord eines Flugzeugs angeordnet ist und dem Piloten eine Information über den
eventuellen Einflug in die Wirbelschleppe eines anderen Flugzeugs erst dann liefert,
wenn das Warnsystem sicherstellt, dass der Einflug des nachfliegenden Flugzeugs in
die Wirbelschleppe eines anderen Flugzeugs in einer gewissen vorgegebenen Zeitperiode
erfolgt. Das Warnsystem sieht dabei eine Zusammenwirkung der Flugzeuge, einen Austausch
von Warnsignalen und von Daten über die Flughöhe, den Abstand und die Peilung und
eine Überwachung der Wirbelschleppenbahn unter Berücksichtigung der örtlichen Windgeschwindigkeit
vor und kann den Abstand oder die Zeit bis zum Einflug des Flugzeugs in die Wirbelschleppe
eines anderen Flugzeugs bestimmen. Das Warnsystem gewährleistet die Anzeige der Nähe
zur Wirbelschleppe, wenn der Abstand und die Zeit eine vorgegebene Schwelle unterschreiten.
Die Breite und die Höhe der Wirbelschleppe werden dabei in jedem Punkt einer Punktmenge
längs der Wirbelschleppenbahn als Abstandsfunktion des angegebenen Punkts zum Flugzeug
errechnet.
[0013] Dieses Warnsystem liefert aber keine Informationen über das Gefährdungspotential
des Einflugs in die erkannte Wirbelschleppe und über das angemessene Manöver des Flugzeugs,
um den Einflug in die Wirbelschleppe auszuschließen.
[0014] Darüber hinaus fordert die Mehrzahl der Flugbedingungen eine Verringerung des Abstands
zwischen den Flugzeugen, beispielsweise bei nacheinander folgendem Starten und Landen
im Flughafen; dies ist für die Erhöhung der Flughafenkapazität von Bedeutung.
[0015] Zuverlässige Information über die Lage und Struktur der Wirbelschleppe und über die
Besonderheiten der Wirkung der Wirbelschleppe auf ein Flugzeug in der prognostizierenden
Zeit erfordert die Erfüllung von widersprüchlichen Forderungen an die höhere Wirksamkeit
der Flugaufgabendurchführung und an die Erhöhung der Flugsicherheit.
[0016] Durch die US 6 211 808 B1 ist ein Wirbelschleppenkollisionswarnsystem, mit dem jedes
Flugzeug ausgestattet ist, zur Warnung des Piloten vor einer prognostizierenden, gefährlichen
Gegenwart eines Flugzeugs bekannt, das vor einem anderen in der Umgebung befindlichen
Flugzeug fliegt. Das Warnsystem umfasst eine sphärische Antenne aus dielektrischem
Material und acht Sektoren mit Empfängern zur Gewinnung von Mikrowellensignalen, die
von in der Umgebung befindlichen, anderen Flugzeugen reflektiert werden. Das Warnsystem
ist aber teuer und liefert dem Piloten keine Informationen über gefährliche Luftströme.
[0017] Durch die WO 00/71985 ist eine technische Lösung bekannt, die ein Verfahren zum Vermeiden
der Überschneidung des Flugzeugwegs mit der Wirbelschleppe eines anderen Flugzeugs
betrifft. Diese Lösung beinhaltet eine Bestimmung der Position, der Konfiguration
und der Art der Wirbel, die vom anderen Flugzeug verursacht werden, dessen Gegenwart
mit Hilfe von Informationen des Bordsystems des ersten Flugzeugs, Informationen vom
anderen Flugzeug oder vom Flughafen bestimmt wird, eine Bestimmung der Flugzeughöhe,
der prognostizierenden Position der von Flugzeug erzeugten Wirbelschleppe unter Verwendung
atmosphärischer Bedingungen, insbesondere der Windgeschwindigkeit, der Windrichtung
und der Lufttemperatur, eine Auswertung der erhaltenen Daten in Bezug auf Referenztabellen
oder eine Simulation der Wirbelschleppe mit einer Visualisierung der Position und
Bahn der Wirbelschleppe bezüglich des ersten Flugzeugs und eine Prognose des Überschneidungspunkts
der Wirbelschleppenbahn mit der Bewegung des ersten Flugzeugs mit einer Wamsignalerzeugung
im Fall einer solchen Überschneidung. Im Wesentlichen wird das Verfahren zur Flugsicherheit
zweier Flugzeuge im Terminal-Bereich eingesetzt, und seine Realisierung kann zu einem
größeren Höhenabstand des ersten Flugzeuges vom zweiten Flugzeug führen. Dabei wird
das so genannte Verkehrskollisionsvermeidungssystem (Traffic Collision Avoidance System)
eingesetzt. Dem Piloten des ersten Flugzeugs werden aber Informationen über alle Wirbelbereiche
angezeigt, die in der Umgebung des ersten Flugzeugs infolge des zweiten Flugzeugs
vorhergesagt werden und die aber kein tatsächliches Gefahrenbild für den Flug liefern.
[0018] Es ist bekannt, dass die NASA eine große Aufmerksamkeit der Wirksamkeitssteigerung
des Terminal-Bereichs, insbesondere beim Starten und Landen von Flugzeugen, schenkt,
und eine der Entwicklungen ist die Erarbeitung eines Systems der Wirbelschleppenstaffelung
(AVOSS), das Ausgangssignale mehrerer Systeme vereinigt und von der Wetterlage abhängende,
dynamische Intervallkriterien der Wirbelschleppen festsetzt (37th Aerospace Sciences
Meeting & Exihibit, January 11-14, 1999, Reno, NY, NASA Langly Research Centre, Hampton,
VA). Diese Systeme liefern laufende und prognostizierende Wetterlagen, Modelle der
Wirbelschleppenausbreitung und -alterung in diesen Witterungsverhältnissen von der
Erdoberfläche bis Höhe des Landungs- oder Startgleitwegs und gewährleisten eine Rückmeldung
des Verhaltens der Wirbelschleppen in Realzeit. Das Verhalten der Wirbelschleppe wird
mit vorbestimmten Größen des Sicherheitskorridors und der Bestimmung der Wirbelschleppenalterung
verglichen, und somit wird die gesuchte Staffelung der Flugzeuge bestimmt. Wenn die
Wirbelschleppen länger als erwartet halten, wird die Verkürzung des Sicherheitsabstands
zwischen Start oder Landung verboten. Dabei wird das Verhalten der Wirbelschleppe
durch eine Mehrzahl von "Fenstern" des Landeanflugs von der Gleitweghöhe bis zur Stirnseite
der Start- und Landebahn berechnet.
[0019] Dieses System ist aber dadurch beschränkt, dass eine vertikale Windverschiebung nicht
erfasst wird, die ein Absinken der Wirbelschleppe verhindern oder zu einem Ansteigen
der Wirbelschleppe führen kann, und dass das konkrete Turbulenzausmaß nicht erfasst
wird, das für die Simulation der Schleppenalterung erforderlich ist. Ferner treten
weitere Beschränkungen auf, die zu einer außerordentlichen Situation infolge einer
Nichtkonformität der vorberechneten Schleppenparameter mit den tatsächlichen Parametern
der Wirbelschleppe führen.
[0020] Darüber hinaus führt der Einsatz des VOSS-Systems zur einer Erhöhung der Belastung
der Fluglotsen, die ohnehin hohen emotionellen Stressanstrengungen im Hintergrund
von wesentlicher Intensivierung ihrer Arbeit ausgesetzt werden, was nicht wünschenswert
ist, weil dies die Möglichkeit nicht angemessener Entscheidungen erhöht.
[0021] Man muss im Auge behalten, dass ausländische Sicherheitssysteme meistens auf den
Einsatz von so genannten Instrumentenflugregeln ausgerichtet sind, wobei die Lenkung
des Flugzeugs aufgrund von Lotsenanweisungen in direkter oder automatischer Arbeitsweise
durchgeführt wird.
[0022] Es ist aber bekannt, dass bei der Fluglotsentätigkeit das Treffen von Entscheidungen
in außerordentlichen Situationen das Schwierigste ist. Die Fluglotsentätigkeit besteht
in zwei Schritten: Erkennung der Situation und Festlegung der Vorgehensweise zu ihrer
Beseitigung. Bevor der Lotse einen nächsten Tätigkeitsschritt ausführt, muss er seine
weiteren Schritte überlegen. Die Aufnahme visueller und Sprechsignale in Worten mit
Dauerspeichern und visuelle Mittel oder das Gehör benötigen eine gewisse Zeit gerade
in der Situation des Zeitmangels. Die Aufnahmezeit graphischer Symbole ist wesentlich
kürzer, und die Erkennung der Situation mittels einer Anzeige markierter Abbildungszonen
erlaubt, eine Entscheidung in angemessener Zeit zu treffen.
[0023] Ferner führt die Wirkung der Beschleunigung des Flugzeugs zu einer Störung des Gehirnblutflusses
beim Piloten und kann bei emotioneller Überanstrengung zu kurzzeitiger Bewusstseinslosigkeit
führen. Deswegen wird bevorzugt, dem Piloten oder Fluglotsen die benötigten Informationen
vor dem Treffen von Entscheidungen und in graphischen Symbolen zur Verfügung zu stellen.
[0024] Das Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Sicherheitssystems des Flugzeugs
für die gefährlichen Bedingungen des Einflugs in die Wirbelschleppenzonen, die von
anderen Flugzeugen, oberirdischen Objekten und beweglichen und nicht beweglichen Seeobjekten
erzeugt werden, die sich in der Umgebung des fliegenden Flugzeugs, insbesondere beim
Start und Landen, befinden.
[0025] Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, ein komplexes Wirbelsicherheitssystem zu
entwickeln, das umfasst eine Information des Benutzers über die von unterschiedlichen
Objekten erzeugten Wirbelschleppen in der Umgebung des Flugzeugs, die für das Flugzeug
nach einem von dem Benutzer vorgegebenen Gefahrenkriterium gefährlich sein können,
über geometrische Parameter gefährlicher Zonen, bei Einflug in denen ein Flugunfall
nach gewisser Zeit seit der Information darüber erfolgen kann, und Veranlassen des
Piloten oder anderer Benutzer, die Arbeitsweise des Flugzeuges beeinflussen können,
zur Bildung eines Lenkungssignals, das Ausweichmanöver des Flugzeuges vor Wirbelschleppengefährdungszonen
gewährleistet.
[0026] Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das integrierte Wirbelsicherheitssystem
des Flugzeugs Folgendes aufweist:
- ein Informationssubsystem, das Informationen über das Flugzeug im Luftraum feststellen,
speichern und übermitteln kann,
- ein Wirbelerzeugerinformationssubsystem, das Informationen über Erzeuger der Wirbelschleppen
in der Umgebung des Flugzeugs feststellen, speichern und den Benutzern zur Verfügung
stellen kann,
- ein Umgebungsinformationssubsystem, das Informationen über den Umgebungszustand im
Bereich des Flugzeugs im laufenden und prognostizierenden Zeitpunkt festzustellen,
zu speichern und den Benutzern zur Verfügung zu stellen gestattet,
- ein Benutzerwarnsubsystem des eventuellen Einflugs in die Wirbelschleppengefährdungszone
in der prognostizierenden, vom Benutzer vorgegebenen Vorhaltezeit,
- ein Benutzersubsystem, das mindestens Information anderer Subsysteme empfangen, speichern
und darstellen sowie ein Signal bilden kann, das den Flugzeugen ein Manöver anweist,
das das Ausweichen vor der Wirbelschleppengefährdungszone in der vom Benutzer vorgegebenen
Vorhaltezeit nach dem Warnsignal des eventuellen Einflugs in die Wirbelschleppengefährdungszone
im prognostizierenden Zeitpunkt gewährleistet, und
- ein Kommunikationssubsystem, das eine Integration der Subsysteme in ein einheitliches,
komplexes System gewährleistet.
[0027] In dem integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung
- sichert das Informationssubsystem des Flugzeugs den Empfang, die Verarbeitung, das
Speichern und die Übergabe an das Benutzerwarnsubsystem von Informationen mindestens
über die Konfiguration, die Koordinaten und die Orientierung des Flugzeugs im Trägheitskoordinatensystem,
über die Geschwindigkeitsprojektion des Flugzeugs und die Winkelgeschwindigkeitsprojektion
im mit dem Flugzeug gekoppelten Koordinatensystem,
- sichert das Wirbelerzeugerinformationssubsystem den Empfang, die Verarbeitung, das
Speichern und die Übergabe an den Benutzer von Informationen mindestens über die Art
der Wirbelerzeuger, deren Koordinaten und Orientierung, Geschwindigkeits- und Winkelgeschwindigkeitsprojektion
im Trägheitskoordinatensystem,
- sichert das Umgebungsinformationssystem den Empfang, die Verarbeitung, das Speichern
und die Übergabe an den Benutzer von Informationen mindestens über die Projektion
der Windgeschwindigkeit im Trägheitskoordinatensystem in unterschiedlichen Höhen im
Lokalisierungsbereich der Wirbelschleppen und über den Turbulenzgrad der Atmosphäre,
- berechnet das Benutzerwarnsubsystem des eventuellen Einflugs in die Wirbelschleppengefährdungszone
mindestens die Wirbelschleppenposition und - intensität sowie die gefährlichen Wirbelerzeugerzonen,
Bereiche prognostizierender Flugzeugposition im prognostizierenden Zeitpunkt und liefert
dem Benutzersubsystem Informationen über einen eventuellen Einflug in die Wirbelschleppengefährdungszonen
im prognostizierenden Zeitpunkt,
- sichert das Benutzersubsystem Empfang, Verarbeitung, Speichern und Abbildung Informationen
des Warnsubsystems mindestens über Nullabstand des Bereiches prognostozierender Flugzeugpositionen
zu der Wirbelschleppengefährdungszone mit Hilfe von Anzeige- und Visualisierungsmitteln
und erzeugt ein Signal zur Positionsänderung des Flugfahrzeugs, wobei die Vergrößerung
des genannten Abstands gewährleistet wird.
[0028] Ferner ist es im Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung zweckmäßig, dass
- das Flugzeuginformationssubsystem auf der Basis der Grundausstattung des Flugzeugs
und/oder Ausstattung des Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes
ausgeführt wird,
- das Wirbelerzeugerinformationssubsystem auf Basis der Grundausstattung des Flugzeugs
und/oder Grundausstattung des Wirbelerzeugers und/oder der Ausstattung der Flugkontrolle
des Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes ausgeführt wird,
- das Benutzerwarnsubsystem über den eventuellen Einflug des Flugfahrzeugs in die Wirbelschleppengefährdungszonen
aufgrund der Software der Benutzerrechensysteme und/oder der Anzeigebordsysteme und/oder
der Anzeigesysteme des Flugsicherungsdienstes bzw. der Ausstattung des Boden-, See-
und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes am Fluglotsenstandort ausgeführt wird,
- das Benutzersubsystem aufgrund der Software der Benutzerrechensysteme und der Visualisierungs-
und Anzeigegeräte als Grundausstattung des Flugfahrzeugs und/oder Ausstattung des
Boden- oder See-Navigationskomplexes am Fluglotsenstandort ausgeführt wird und
- das Kommunikationssubsystem aufgrund von Telecode-Verbindungen und/oder bordgestützten
Multiplexkanälen zum Informationsaustausch ausgeführt wird.
[0029] Erfindungsgemäß kann dabei als Benutzer im integrierten Wirbelsicherheitssystem das
Flugfahrzeug sein und das Anweisungssignal von der Besatzung bzw. der automatischen
Steuerungsanlage des Flugzeugs ausgeführt werden.
[0030] Ferner kann als Benutzer im integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung
der Flugsicherungsdienst sein, der das Anweisungssignal der Besatzung übermittelt,
das von der Besatzung bzw. der automatischen Steuerungsanlage des Flugzeuges ausgeführt
wird.
[0031] Gemäß der Erfindung ist es dabei sinnvoll, dass das integrierte Wirbelsicherheitssystem
als Warnsubsystem des eventuellen Einflugs in die Wirbelschleppengefährdungszone im
prognostizierenden Zeitpunkt ein Subsystem enthält, das Folgendes umfasst:
- eine Überwachungseinrichtung der Flugzeugparameter, die Informationen über die Konfiguration,
die Position und die Orientierung des Flugfahrzeugs im Trägheitskoordinatensystem
im laufenden Zeitpunkt empfangen kann,
- eine Überwachungseinrichtung des Wirbelerzeugers, die Informationen über die Position,
die Geometrie- und Massencharakteristik des Wirbelerzeugers im gleichen Koordinatensystem
im laufenden Zeitpunkt und über die Parameter der Bewegung des Wirbelerzeugers empfangen
kann,
- eine Speichereinrichtung, die Informationen über die Lage und die Bewegungsparameter
des Wirbelerzeugers im Trägheitskoordinatensystem abspeichem kann,
- einen Detektor der Umweltparameter, der Informationen über Umweltparameter im gemeinsamen
Bereich des Flugfahrzeugs und Wirbelerzeugers im laufenden Zeitpunkt empfangen kann,
- eine Wirbelschleppenüberwachungseinrichtung, die die Wirbelschleppenbahn und -intensität
als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte von Wirbelbereichen im Trägheitskoordinatensystem
bestimmen kann,
- eine Speichereinrichtung, die Informationen über die Koordinaten der Bahnpunkte und
die Wirbelschleppenintensität als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte von Wirbelbereichen
im Trägheitskoordinatensystem abspeichern kann,
- eine Wähleinrichtung der Vorhaltezeit, in der mindestens das Manöver der Flugbahnänderung
des Flugzeugs durchgeführt werden kann, das ein Ausweichen des Flugfahrzeugs vor der
Wirbelschleppe nach der Warnung vor dem eventuellen Einflug darin gewährleistet,
- eine Simulationseinrichtung der Kontrollfläche, die den Vorhalteabstand, der dem vom
Flugzeug in der Vorhaltezeit geflogenen Abstand entspricht, berechnen kann und eine
Kontrollfläche, die im Raum vor dem Flugzeug und senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung
im Vorhalteabstand vor ihm liegt, erstellen und den prognostizierenden Zeitpunkt der
Überschneidung dieser Kontrollfläche im Trägheitskoordinatensystem bestimmen kann,
- eine Einrichtung zur Bestimmung der Parameter der Gefährdungszone, die die geometrische
Charakteristik der Wirbelschleppengefährdungszone als Gesamtheit der Gefährdungszonen
der Wirbelbereiche im prognostizierenden Zeitpunkt bestimmen kann,
- eine Prognoseeinrichtung, die die Wirbelschleppenbahn als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte
von Wirbelbereichen und die Intensität der Wirbelschleppe im Trägheitskoordinatensystem
im prognostizierenden Zeitpunkt bestimmen kann,
- eine Recheneinrichtung der Überschneidungspunkte, die die Koordinaten der Überschneidungspunkte
der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche im prognostizierenden Zeitpunkt der
Überschneidung mit der Kontrollfläche berechnen kann,
- eine Einrichtung zur Erstellung von Zonen und Bereichen, die eine Erstellung der Wirbelschleppengefährdungszone
um den Überschneidungspunkt der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche als Gesamtheit
der Gefährdungszonen von Wirbelbereichen, bei denen eine Überschneidung der Bewegungsparameter
des Flugzeuges die zulässige Grenze überschreiten können, eine Erstellung der unter
Verwendung festgelegter Normen der Flugdurchführung prognostizierenden Flugzeugposition
in der prognostizierenden Zeit der Kontrollflächenüberschneidung, eine Erstellung
eines Schwerpunktbereichs um den Bereich prognostizierender Flugzeugpositionen und
eine Übermittlung der Information über die Überschneidung des Schwerpunktbereichs
mit der Wirbelschleppengefährdungszone an den Benutzer gewährleistet;
- einen Übergangsblock, der Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen,
des Schwerpunktbereichs und der Wirbelschleppengefährdungszone im mit dem Flugzeug
gekoppelten Koordinatensystem berechnen kann,
- einen ersten Prüfblock der Überschneidungsbedingungen, der den Abstand vom Schwerpunktbereich
zur Wirbelschleppengefährdungszone bestimmen und den Nullabstand festlegen kann,
- einen zweiten Prüfblock der Überschneidungsbedingungen, der den Abstand vom Bereich
der prognostizierenden Flugzeugpositionen zur Wirbelschleppengefährdungszone bestimmen
und den Nullabstand festlegen kann,
- eine erste Signaleinrichtung, die die Bildung und Übermittlung des Signals über den
Nullabstand des Schwerpunktbereichs zur Wirbelschleppengefährdungszone an das Benutzersubsystem
gewährleistet, und
- eine zweite Signaleinrichtung, die die Bildung und Übermittlung des Alarmsignals über
den Nullabstand vom Bereich der prognostizierenden Flugzeugpositionen zur Wirbelschleppengefährdungszone
an das Benutzersubsystem gewährleistet.
[0032] Dabei ist es sinnvoll, dass im integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung
- die Überwachungseinrichtung der Flugzeugparameter Informationen mindestens über die
Konfiguration, Koordinaten, Bewegungsgeschwindigkeit, Stampf-, Wind- und Krängungswinkel
des Flugzeugs empfangen kann,
- die Überwachungseinrichtung des Wirbelerzeugers Informationen mindestens über den
Wirbelerzeugertyp, dessen Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit sowie über die Koordinaten
der Bahnpunkte des Wirbelerzeugers empfangen kann,
- der Detektor der Umgebungsparameter Informationen mindestens über Stärke und Richtung
der Lokalwindgeschwindigkeit, Windprofil abhängig von der Höhe, Turbulenz und dem
Typ der Abschirmfläche empfangen kann,
- die Wirbelschleppenüberwachungseinrichtung Bahn und Intensität der Wirbelschleppe
als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte von Wirbelbereichen aus gespeicherten Daten
über den Typ des Wirbelschleppenerzeugers, die Koordinaten seiner Bahnpunkte und die
Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit bestimmen kann,
- die Simulationseinrichtung eine Kontrollfläche aus Daten über die Position, Orientierung,
Bewegungsgeschwindigkeit des Flugfahrzeugs und die Vorhaltezeit simulieren kann,
- die Einrichtung zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter die geometrische Charakteristik
der Wirbelschleppengefährdungszone aus gespeicherten Daten über die Koordinaten der
Bahnpunkte und die Intensität der Wirbelschleppe, Konfiguration, Position, Bewegungs-
und Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs im Trägheitskoordinatensystem bestimmen kann,
- die Prognoseeinrichtung die Bahn der erzeugten Wirbelschleppe und ihre Intensität
aus Daten über die Wirbelschleppenbahn und -intensität als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte
von Wirbelbereichen im Trägheitskoordinatensystem bestimmen kann,
- die Recheneinrichtung der Überschneidungspunkte die Koordinaten der Überschneidungspunkte
der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche aus Daten über die Koordinaten der
Kontrollfläche und die Bahn der Wirbelschleppe im Trägheitskoordinatensystem im prognostizierenden
Zeitpunkt berechnen kann,
- die Einrichtung zur Erstellung von Zonen und Bereichen der Wirbelschleppengefährdungszone,
von Bereichen der prognostizierenden Flugzeugpositionen und den Schwerpunktbereich
aus Daten über die Koordinaten der Überschneidungspunkte der Wirbelschleppe im prognostizierenden
Zeitpunkt, aus Daten über die geometrische Charakteristik der Gefährdungszone als
Gesamtheit der Gefährdungszonen der Wirbelbereiche und aus Daten über die Konfiguration,
Position, Orientierung und Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs unter
Verwendung der für die Flugdurchführung festgelegten Normen im Trägheitskoordinatensystem
erstellen kann und
- der Übergangsblock die Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen,
des Schwerpunktbereichs und der Wirbelschleppengefährdungszone im mit dem Flugzeug
gekoppelten Koordinatensystem aus Daten über die Koordinaten des Schwerpunktbereichs
und der Wirbelschleppengefährdungszone im prognostizierenden Zeitpunkt im Trägheitskoordinatensystem
und aus Daten über die Konfiguration, Koordinaten des Flugfahrzeuges und dessen Position
sowie vorzugsweise über die Stampf-, Wind- und Krängungswinkel im Trägheitskoordinatensystem
im laufenden Zeitpunkt berechnen kann.
[0033] Ferner ist es sinnvoll, dass im integrierten Wirbeisicherheitssystem gemäß der Erfindung
das Warnsubsystem eine Wirbelerzeugerüberwachungseinrichtung, eine Speichereinrichtung,
eine Wirbelschleppenüberwachungseinrichtung, eine Einrichtung zur Bestimmung der Parameter
der Gefährdungszone, eine Prognoseeinrichtung, eine Recheneinrichtung der Überschneidungspunkte,
eine Einrichtung zur Erstellung von Zonen und Bereichen, einen Übergangsblock, zwei
Prüfblöcke der Überschneidungsbedingung und Signaleinrichtungen, die eine simultane
Funktionsweise in Bezug auf jeden einzelnen, in der Umgebung des Flugfahrzeuges befindlichen
Wirbelerzeuger gewährleisten, aufweist.
[0034] Dabei ist es wünschenswert, dass im integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der
Erfindung die Wähleinrichtung der Vorhaltezeit mit der Möglichkeit einer laufenden
Korrektur der Vorhaltezeit im Warnsubsystem ausgeführt wird.
[0035] Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass im Warnsubsystem des integrierten Wirbelsicherheitssystems
gemäß der Erfindung die Einrichtung zur Erstellung von Zonen und Bereichen mit der
Möglichkeit einer laufenden Korrektur der Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden
Flugzeugpositionen ausgeführt wird.
[0036] Ferner ist es wünschenswert, dass im Warnsubsystem des integrierten Wirbelsicherheitssystems
gemäß der Erfindung die Einrichtung zur Erstellung von Zonen und Bereichen mit der
Möglichkeit einer laufenden Korrektur der Koordinaten des Schwerpunktbereichs ausgeführt
wird.
[0037] Dabei ist es gemäß der Erfindung wünschenswert, dass die laufende Korrektur der Vorhaltezeit,
Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen und des Schwerpunktbereichs
von Hand eingestellt werden kann.
[0038] Ferner ist es gemäß der Erfindung sinnvoll, dass die vorstehend erwähnte Korrektur
auch halb- und vollautomatisch eingestellt werden kann.
[0039] Darüber hinaus ist es zweckmäßig, dass das Benutzersubsystem eine Einrichtung zur
Visualisierung der Information über die Lage des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen
und der Wirbelschleppengefährdungszonen auf der Kontrollfläche enthält.
[0040] Ferner ist es wünschenswert, dass im integrierten Sicherheitssystem das Benutzersubsystem
eine Anzeige- und Alarmanzeigeeinrichtung umfasst, die aus der Gruppe gewählt wird,
die Vorrichtungen zur visuellen, akustischen und Tastenanzeige einschaltet.
[0041] Dabei ist es sinnvoll, dass im integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung
das Warnsubsystem als Einrichtung zur Bestimmung der Parameter der Wirbelschleppengefährdungszone
eine Einrichtung enthält, die Folgendes umfasst:
- einen Schematisierungsblock des Flugfahrzeugs, der alle geometrischen Flugzeugcharakteristiken
berechnen kann, die für die Berechnung der auf das Flugzeug wirkenden, wirbelinduzierenden
Zusatzkräfte und -momente erforderlich sind,
- einen Block zur Bestimmung der im vorgegebenen Raumpunkt auf das Flugzeug wirkenden,
wirbelinduzierenden Zusatzkräfte und -momente, der diese aus gespeicherten Koordinaten
der Bahnenpunkte der Wirbelmittelpunkte und Wirbelintensität als Bahnengesamtheit
der Mittelpunkte von Wirbelbereichen im Trägheitskoordinatensystem und aus der Konfiguration,
Position, Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs im Trägheitskoordinatensystem
sowie aus der geometrischen Charakteristik des Flugzugs berechnen kann,
- einen Block zur Bestimmung des Gefährdungspotentials der Wirbelströme im vorgegebenen
Raumpunkt, der die Gefährdung der Wirbelströme nach einem vom Benutzer vorgegebenen
Kriterium auswerten kann,
- einen Block zur Bestimmung der Menge von Raumpunkten, in denen die wirbelinduzierenden
Zusatzkräfte und -momente gefährlich sind, und der Koordinaten der in der Gefährdungszone
liegenden Raumpunkte durch Auswahl nach einem vom Benutzer vorgegebenen Gefährdungskriterium
bestimmen kann,
- einen Block zur Bestimmung der geometrischen Charakteristik der Wirbelschleppengefährdungszone,
der diese aus Koordinaten der in der Gefährdungszone liegenden Punkte berechnen kann.
[0042] Dabei kann der Block zur Bestimmung der geometrischen Charakteristik der Wirbelgefährdungszone
in der Einrichtung zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter des integrierten Wirbelsicherheitssystems
gemäß der Erfindung die Gefährdungsschwelle anpassen.
[0043] Es ist dabei zweckmäßig, dass im integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung
ein zulässiger Krängungswert des Flugzeugs als Gefährdungskriterium der Wirbelschleppe
ausgewählt wird.
[0044] Ferner kann im integrierten Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung der wirbelinduzierende
Krängungsmoment als Kriterium der Wirbelschleppengefährdung ausgewählt werden.
[0045] Gemäß der Erfindung ist es dabei sinnvoll, dass im Warnsubsystem des integrierten
Wirbelsicherheitssystems die Wirbelschleppenüberwachungseinrichtung und die Prognoseeinrichtung
eine programmierbare Komponente enthalten und die Einrichtung zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter
in der Software der programmierbaren Komponente gebildet wird.
[0046] Dabei können die Einrichtungen und Blöcke des Warn- und Benutzersubsystems im integrierten
Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung unterschiedliche Standorte aufweisen.
[0047] Darüber hinaus kann das integrierte Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung ein
Speichersystem im Benutzersubsystem enthalten, das mindestens eine Information des
Warnsystems über die Vorhaltezeit, Koordinaten der Kontrollfläche, des Bereiches der
prognostizierenden Flugzeugpositionen und der Wirbelschleppengefährdungszonen mindestens
im Laufe der Alarmanzeigezeit des Nullabstands des Bereichs der prognostizierenden
Flugzeugpositionen zur Wirbelgefährdungszone abspeichert.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0048] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichnungen näher erläutert,
die zeigen:
- Fig. 1
- ein beispielhaftes Blockschaltbild von Informationsflüssen des integrierten Wirbelsicherheitssystems
gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild als Ausführungsbeispiel des Warnsubsystems über einen eventuellen
Einflug in die Wirbelschleppengefährdungszone in Zusammenwirkung mit einem Teil des
Benutzersubsystems,
- Fig. 3
- ein beispielhaftes Blockschaltbild der Einrichtung zur Bestimmung der geometrischen
Charakteristik der Wirbelgefährdungszone,
- Fig. 4
- ein schematisches Ausführungsbeispiel des integrierten Wirbelsicherheitssystems gemäß
der Erfindung und
- Fig. 5
- eine beispielhafte, schematische Darstellung der Information, die im Benutzersubsystem
gemäß der Erfindung visualisiert wird.
[0049] Die Erfindung kann durch ein sich nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel erläutert
werden, dessen Blockschaltbild in Fig.1 für den Fall dargestellt ist, dass der Benutzer
ein fliegendes Flugzeug in der Terminal-Bereich ist und in seiner Umgebung ein anderes,
wirbelerzeugendes Flugzeug fliegt. Dabei ist das Flugzeug mit einem Navigationskomplex
ausgestattet, der Flugparameter des eigenen Flugzeugs und anderer Objekte misst und
die einander ergänzende und korrigierende Subsysteme, nämlich Funksysteme der Nah-
und Fernnavigation, ein Funkfeuersystem, ein Satellitennavigationssystem, ein Doppler-System
zur Messung der Weggeschwindigkeit und des Abweichungswinkels, ein Trägheitssystem,
ein Radarsystem, ein optoelektronisches System, einen Laser-Entfernungsmesser, einen
Funkhöhenmesser, ein Luftdatensystem, Sensoren der Angriffs- und Gleitwinkel, der
Überladung und der Winkelgeschwindigkeit, eine Kreiselvertikale, ein Interflugnavigationssystem
und ein Bordanzeigesystem, umfasst sowie ein Rechensystem, Anzeige-, Signal- und Visualisierungsmittel,
beispielsweise ein Anzeigegerät auf der Vorderseite und/oder auf dem Display, enthält.
[0050] Die Navigationsausstattung des Flughafens stellt beispielsweise einen Komplex dar,
der ein internationales Funksystem zur Nahnavigation, wie VOR/DME (VOR ist ein Azimutfunkfeuer,
DME ist ein Weitefunkfeuer), das eine Grundausstattung für die Sicherheit im internationalen
Flugverkehr ist und kontinuierlich die Position des Flugzeugs misst (Reichweite bis
370 km, Wirkungszone 0-40°), einen automatischen Funkpeiler zur Azimutanzeige des
Flugzeugs Typ AΠP-7C und eine angetriebene Funkstation, beispielsweise vom Typ AnP-8,
die zur Flugsicherheit des mit einem Funkkompass ausgestatteten Flugzeuges bestimmt
ist, umfasst.
[0051] In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild der Informationsflüsse des integrierten Sicherheitssystems
gemäß der Erfindung als ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Im Beispiel werden ein
Flugzeuginformationssubsystem 1, ein Wirbelerzeugerinformationssubsystem 2 und ein
Umgebungsinformationssubsystem in dem genannten Navigationskomplex und teilweise auf
der Basis der Bodenstation des Flughafens ausgeführt. Sie fixieren, speichern und
übermitteln an andere Subsysteme des integrierten Sicherheitssystems gemäß der Erfindung
Informationen über die Angriffs- und Gleitwinkel, Winkelgeschwindigkeit der Flugzeugrotation
um die Koordinatenachsen, über die Abweichung der Lenkungsorgane, Arbeitsbedingungen
der Motoren, Überladung längs der Koordinatenachsen, Orientierungswinkel des Flugzeugs
im Koordinatensystem, Informationen über die Flugzeugkonfiguration, Gerätegeschwindigkeit,
Beschleunigung, Orientierungswinkel des Geschwindigkeitsvektors im Trägheitskoordinatensystem,
Koordinaten der Flugzeugposition im Raum, Radarinformationen über meteorologische
Situation, den Typ der Abschirmfläche, die Wirbelerzeugerposition im Raum sowie die
von der Bodenstationen des Flughafens funkübermittelten Information, beispielsweise
über die Position anderer Wirbelerzeuger, deren Form und Abmessung, Geschwindigkeit
und Orientierung, Windprofil abhängig von der Höhe, Wirbelerzeugertyp, Koordinaten
der Bahnpunkte und die geometrische und Massencharakteristik dieser Wirbelerzeuger.
[0052] Das Benutzerwarnsubsystem 4 des eventuellen Einflugs in die Wirbelschleppengefährdungszone
wird aufgrund des Navigationskomplexes und Rechensystems des Flugzeugs ausgeführt;
das Benutzersubsystem 5 wird auf der Basis des Rechensystems des Flugzeugs, der Datenanzeige-
und Visualisierungseinrichtung, beispielsweise eines Anzeigegerätes auf der Vorderseite
und/oder auf dem Display, ausgeführt; das Kommunikationssubsystem 6 wird auf der Basis
von Multiplexkanälen zum Informationsaustausch an Bord ausgeführt.
[0053] Gemäß der Erfindung werden das Benutzerwarnsubsystem 4 und ein Teil des Benutzersystems
5, das ein Visualisierungssystem enthält, nach dem Blockschaltbild in Fig. 2 ausgeführt.
Das Warnsubsystem 4 errechnet aufgrund der von den Subsystemen 1, 2 und 3 gelieferten
Daten die Bahn der in der Flugzeugumgebung befindlichen Wirbelschleppen als Gesamtheit
der Bahnpunkte der Mittelpunkte von Wirbelbereichen im Raum, bestimmt die geometrische
Charakteristik der Wirbelschleppenzone, die das von dem Benutzer vorgegebene Gefährdungskriterium
erfüllt, beispielsweise den Krängungswinkel des Flugzeugs unter der prognostizierenden
Wirkung der Wirbelschleppe im prognostizierenden Zeitpunkt der Überschneidung einer
gewissen, simulierten Kontrollfläche, die im umgebenden Raum vor dem Flugzeug senkrecht
zu seiner Bewegungsrichtung im Vorhalteabstand vom Flugzeug liegt, bildet auf der
Kontrollfläche Daten über die prognostizierende, gegenseitige Position des Flugzeuges
und der Wirbelgefährdungszonen, bestimmt das Gefährdungspotential für das Flugzeug
und überwacht laufend den Abstand zwischen der Gefährdungszone und dem Flugzeug.
[0054] Das Benutzersubsystem 5 informiert den Piloten über den prognostizierenden Einflug
in die Gefährdungszone mittels einer akustischen, visuellen und Tastenanzeige und
sichert die Visualisierung dieser Daten für den Benutzer, wobei es ein Anweisungssignal,
beispielsweise ein akustisches Signal, bildet. Ist das Benutzersubsystem 5 auch noch
am Lotsenstandort angeordnet, wird es dem Lotsen möglich, seine Aufmerksamkeit auf
die Lösung der vorgefundenen Situation zu konzentrieren.
[0055] Gemäß dem Blockschaltbild in Fig. 2 empfängt eine Überwachungseinrichtung 7 der Flugzeugparameter
im beschriebenen Subsystem 4 Daten vom Flugzeugsubsystem 1, insbesondere über die
Konfiguration, Koordinaten, Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs und
die Stampf-, Wind- und Krängungswinkel im laufenden Zeitpunkt
t im Trägheitskoordinatensystem (IKS), über das Kommunikationssubsystem 6.
[0056] Eine Wirbelerzeugerübenrwachungseinrichtung 8 empfängt Daten vom Wirbelerzeugerinformationssubsystem
2 über das Kommunikationssubsystem 6, und eine Speichereinrichtung 9 speichert diese
Daten über den Typ des Wirbelerzeugers, dessen Bewegungsgeschwindigkeit, Winkelgeschwindigkeit
und Koordinaten der Bahnpunkte des Wirbelerzeugers im IKS ab.
[0057] Ein Detektor 10 der Umgebungsparameter empfängt vom Umgebungsinformationssubsystem
3, beispielsweise vom Luftdatensystem bzw. vom Fluglotsen, über das Kommunikationssubsystem
6 Daten über die Größe und Richtung der Lokalwindgeschwindigkeit, des Windprofils
abhängig von der Höhe, Turbulenz und dem Typ der Abschirmfläche im gemeinsamen Gebiet
des Flugzeugs und des Wirbelerzeugers im IKS im laufenden Zeitpunkt t.
[0058] Die Wirbelschleppenüberwachungseinrichtung 11 errechnet aufgrund von Daten aus der
Speichereinrichtung 9 die Wirbelschleppenbahn und -intensität als Bahnengesamtheit
der Mittelpunkte von Wirbelbereichen im IKS, beispielsweise mittels eines Algorithmus,
der ein Know-how-Objekt der Erfinder ist, bzw. mittels des bekannten Algorithmus zur
Berechnung der Wirbelschleppenbahn und -intensität (Northwest Research Associates,
Inc., Aircraft Vortex Spacing System [AVOSS], Algorithm Version 3.1.1), der die Berechnung
der Koordinaten der Wirbelmittelpunkte durch Integration einer Differentialgleichung
durchführt und die Ausbreitung und Alterung der Wirbelbereiche im Raum und in der
Zeit beschreibt, sowie mittels anderer Algorithmen, die solche Berechnungen gewährleisten.
Eine Speichereinrichtung 12 speichert diese Daten ab. Die Parameter der Koordinaten
von Wirbelbereichen können auch messtechnisch, beispielsweise mittels eines Lidars,
und mittels Messung und Auswertung der Tangentialgeschwindigkeit der Luftströmung
mit nachfolgender Berechnung der Wirbelschleppenbahn und -intensität bestimmt werden.
Eine Einrichtung 13 wählt die Vorhaltezeit aus, die für die Manöverdurchführung zur
Bahnänderung des Flugzeugs erforderlich ist. Diese Vorhaltezeit kann erfindungsgemäß
laufend mittels einer Einstellung von Hand, einer halb- bzw. vollautomatischen Einstellung,
beispielsweise unter Berücksichtigung der Pilotenqualifikation bzw. Besonderheiten
der gestellten Aufgabe, korrigiert werden. Eine Simulationseinrichtung 14 der Kontrollfläche
simuliert unter Benutzung der Daten über die Koordinaten, Bewegungsgeschwindigkeit,
Stampf-, Wind- und Krängungswinkel des Flugzeugs von der Einrichtung 7 und Daten über
die gewählte Vorhaltezeit Δ
t von der Einrichtung 13 eine Kontrollfläche, die im Raum vor dem Flugzeug und senkrecht
zu seiner Bewegungsrichtung im berechneten Vorbehaltabstand zum Flugzeug liegt, beispielsweise
in Form von Faktoren der Flächengleichung der Kontrollfläche im IKS, und bestimmt
den prognostizierenden Zeitpunkt
t + Δ
t der Überschneidung der Kontrollfläche im IKS. Als Simulationseinrichtung 14 kann
jede Recheneinrichtung, die solche Berechnungen erlaubt, beispielsweise ein Bordrechner,
eingesetzt werden. Eine Prognoseeinrichtung 15 errechnet aufgrund der in der Einrichtung
12 gespeicherten Daten über die Wirbelschleppenbahn und -intensität sowie über den
prognostizierenden Zeitpunkt aus der Simulationseinrichtung 14 die Koordinaten der
Wirbelschleppenbahn und -intensität als Gesamtheit der Bahnen von Wirbelmittelpunkten
im prognostizierenden Zeitpunkt im IKS. Eine Einrichtung 16 zur Parameterbestimmung
der Gefährdungszone bestimmt aufgrund von Daten über die Koordinaten, Bewegungs- und
Winkelgeschwindigkeit des Flugzeuges von der Einrichtung 7 und aufgrund von Daten
über die Koordinaten der Punkte der Wirbelschleppenbahn und -intensität als Gesamtheit
der Bahnen der Wirbelmittelpunkte von der Einrichtung 12 die geometrische Charakteristik
der Wirbelgefährdungszone als Gesamtheit der Wirbelgefährdungszonen im prognostizierenden
Zeitpunkt
t + Δt in Übereinstimmung mit den ausgewählten Gefährdungskriterien. Als Gefährdungskriterium
kann dabei gemäß der Erfindung ein zulässiger Krängungswinkel des Flugzeugs bzw. ein
wirbelinduzierender, zulässiger Krängungsmoment ausgewählt werden.
[0059] Die Wirbelschleppenüberwachungseinrichtung 11 und Prognoseeinrichtung 15 können erfindungsgemäß
eine programmierbare Komponente, beispielsweise die Wirbelschleppenbahn und -intensität,
enthalten und die Einrichtung 16 kann in der Software dieser Komponente ausgeführt
werden, beispielsweise in der Datenbank für die berechneten, geometrischen Charakteristiken
der Wirbelgefährdungszonen unterschiedlicher Erzeugertypen in Abhängigkeit von unterschiedlichen
Bedingungen der Umgebung und Bewegungsparameter des Wirbelerzeugers, der wirbelinduzierenden
Kräfte und Momente, beispielsweise der Krängungsmomente.
[0060] Eine Einrichtung 17 (Fig. 2), die beispielsweise im Rechner des Navigationssystems
an Bord ausgeführt wird, errechnet aus Daten über die Koordinaten der Kontrollfläche
Koordinaten der Überschneidungspunkte der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche
im prognostizierenden Zeitpunkt
t + Δ
t aus der Einrichtung 14 und Daten über die Wirbelschleppenbahn aus der Einrichtung
15 mittels einer Auswahl der auf beiden Seiten der Kontrollfläche liegenden Punkte
der Wirbelschleppenbahn mit Interpolation des Abstands dazwischen.
[0061] Eine Einrichtung 18 zur Erstellung von Zonen und Bereichen, beispielsweise als Rechnerbestandteil
des Navigationsträgheitssystems an Bord des Flugzeuges, erstellt um den Überschneidungspunkt
der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche eine Wirbelgefährdungszone, einen Bereich
prognostizierender Flugzeugpositionen unter Benutzung der vorgeschriebenen Flugdurchführungsnormen
im prognostizierenden Zeitpunkt
t + Δ
t und einen Schwerpunktbereich als Gesamtheit der Punktmenge auf der Kontrollfläche.
Gemäß der Erfindung ermöglicht die Einrichtung 12 eine laufende Korrektur der Koordinaten
des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen und des Schwerpunktbereichs
vorzunehmen, was für den Piloten für die Koordinierung des Ausweichmanövers und der
Flugaufgabe wichtig ist.
[0062] Ein Übergangsblock 19 errechnet die Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden
Flugzeugpositionen, der Wirbelgefährdungszone und des Schwerpunktbereiches im mit
dem Flugzeug gekoppelten Koordinatensystem.
[0063] Danach errechnet ein erster Prüfblock 20 der Überschneidungsbedingungen den Abstand
vom Schwerpunktbereich zur Wirbelgefährdungszone, wobei der Nullabstand überwacht
wird, und der zweite Block 21 errechnet den Abstand von dem Bereich der prognostizierenden
Flugzeugpositionen zur Wirbelgefährdungszone, wobei der Nullabstand überwacht wird.
[0064] Daten über den Nullabstand im prognostizierenden Zeitpunkt werden in das Benutzersubsystem
5 in Anzeigeeinrichtungen 22 und 23, beispielsweise in die Einrichtung 22 zur Audioanzeige,
wenn der Abstand zwischen dem Schwerpunktbereich und der Wirbelgefährdungszone Null
ist, und danach beispielsweise in die Einrichtung 23 zur Tastenalarmanzeige, wenn
der Abstand zwischen dem Bereich der prognostizierenden Flugzeugpositionen und der
Wirbelgefährdungszone Null ist, übermittelt. Die Tastenanzeige soll den Piloten zum
eiligen Treffen von Maßnahmen veranlassen, um ein Ausweichmanöver vor der Gefährdungszone
durchzuführen. Der Pilot verfügt dabei über Zeit zum Manövrieren, die von der Simulationseinrichtung
14 der Kontrollfläche mit der Erfassung der Bewegungsgeschwindigkeit des Flugzeugs
und des Vorhalteabstands errechnet wird. In Abhängigkeit von der Situation kann die
Vorhaltezeit nach dem Signal der ersten Anzeige aus der Einrichtung 22 von dem Piloten
korrigiert werden, beispielsweise mittels einer Einstellung von Hand zur Festsetzung
eines diskreten Werts, mittels einer halbautomatischer Einstellung zum Übergang auf
einen anderen Wert oder mittels einer vollautomatischer Einstellung, bei der das Änderungskriterium,
beispielsweise die Zeitvergrößerung bzw. -verkleinerung, eingestellt wird. Bei der
Vergrößerung der genannten Abstände hört die Anzeige auf.
[0065] Es ist sinnvoll, für den Benutzer Daten über die gegenseitige Position des Bereichs
der prognostizierenden Flugzeugpositionen und der Gefährdungszone auf der Kontrollfläche
im prognostizierenden Zeitpunkt mittels einer Visualisierungseinrichtung 24, beispielsweise
auf dem Display, auf der Anzeige auf der Vorderseite oder in der Ortungskarte des
Flugzeugs, sichtbar zu machen und die Position der Gefährdungszonen erst nach ihrer
Überschneidung mit dem Schwerpunktbereich anzuzeigen, um die für den Piloten nicht
aktuellen Daten auszuschließen.
[0066] Die Einrichtung 16 zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter kann gemäß der Erfindung
so ausgeführt werden, wie es aus dem Blockschaltbild der Fig. 3 ersichtlich ist, und
enthält einen Schematisierungsblock 25 in bekannter Ausführung, der die Information
von der Einrichtung 7 des Warnsubsystems 4 empfängt und alle geometrischen Flugzeugcharakteristiken
mit der Erfassung der Flugzeugkonfiguration errechnet, einen Block 26, der Informationen
vom Block 25 und von der Einrichtung 12 des Warnsubsystems 4 empfängt und wirbelinduzierende
Zusatzkräfte und - momente im Raumpunkt bestimmt. Dann bestimmt ein Block 27 aufgrund
eines vorgegebenen Gefährdungskriteriums das Wirbelgefährdungspotential im vorgegebenen
Raumpunkt. Ein Block 28 bestimmt die der Wirbelgefährdungszone angehörigen Raumpunkte,
und ein Block 29 bestimmt die geometrische Charakteristik der Gefährdungszone als
Gesamtheit der Punkte und passt die Gefährdungsschwelle zur Vereinfachung der Gefährdungszonenvisualisierung
auf dem Display an. Daten über die Parameter der Gefährdungszone werden dann in die
Einrichtung 18 des Warnsystems übermittelt und im Fall des Einflugs in die Wirbelzone
angezeigt.
[0067] In Fig. 4 wird schematisch die Position der Wirbelschleppen und der Kontrollfläche,
die in dem an Bord befindlichen Benutzerwarnsubsystem 4 simuliert wird, dargestellt.
Das Subsystem 4 kann aber am Lotsenstandort beispielsweise im Flughafen oder am Schiff
angeordnet sein, und dem Piloten werden dann nur die mittels Bordeinrichtungen angezeigten
Daten zur Verfügung gestellt.
[0068] In Fig. 5 sind schematisch Daten dargestellt, die auf dem Display der Ortungskarte,
die zur Kursanzeige und Abbildung der von dem Navigationsträgheitssystem erzeugten
Symbole, beispielsweise Airborne Inertial Navigation System (AINS), eingesetzt wird,
angezeigt werden und einen Bereich 30 von prognostizierenden Flugzeugpositionen und
Wirbelgefährdungszonen 31, 32 im Raum im prognostizierenden Zeitpunkt anzeigen. Der
Bereich 30 kann beispielsweise die Form eines Rechtecks aufweisen, dessen Größe den
Abmessungen des Bereichs einer eventuellen Flugzeugposition im Raum proportional ist.
Die Grenzen eines Schwerpunktbereichs 36 sind auf dem Display nicht angezeigt, da
es gemäß der Erfindung sinnvoll ist, die Abbildung der Wirbelgefährdungszonen mit
gleichzeitiger Anzeige, beispielsweise der visuellen Anzeige, auf dem Display erst
dann zu projizieren, wenn die Gefährdungszonen 31, 32 einen Schwerpunktbereich 33
überschneiden. Die Gefährdungszonen 31, 32 können beispielsweise die Form eines Kreises
oder einer anderen geometrischen Figur für eine bequeme, visuelle Aufnahme haben.
Dabei kann die visuelle Anzeige von Bereichen oder Grenzen 33, 34, 35, des Bereichs
30 und der Wirbelgefährdungszonen 31, 32 beispielsweise durch eine Licht- oder Farbanzeige
begleitet werden.
[0069] Gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, die laufenden Daten über die ausgewählte Vorhaltezeit,
Koordinaten der Kontrollfläche und den Bereich der prognostizierenden Flugzeugpositionen
und Wirbelgefährdungszonen im Laufe der Alarmanzeige des Nullabstands vom Bereich
der prognostizierten Flugzeugpositionen zur Wirbelgefährdungszone abzuspeichern. Die
Abspeicherung kann beispielsweise mit Hilfe einer separaten Datenspeichereinrichtung
(in den Figuren nicht dargestellt) gewährleistet werden, die beispielsweise sowohl
an Bord als Bestandteil des Flugschreibers (der so genannten Blackbox) als auch in
den boden-, see- und satellitengestützten Systemen der Flugkontrolle angeordnet sind.
Eine solche Datenverfügbarkeit ermöglicht, die Ursachen eines Flugzeugunglücks festzustellen,
um Pilotenhandlungen in derjenigen Situation zu bewerten, in der der Einflug in die
Wirbelschleppengefährdungszone, beispielsweise zur Änderung der Flugzeugkonfiguration
oder Flugbahn, hätte führen können.
[0070] Obwohl in dem beschriebenen Beispiel nur einer der Wirbelerzeuger dargestellt und
das Verhalten nur einer Wirbelgefährdungszone angezeigt und induziert wird, werden
selbstverständlich alle Wirbelerzeuger, die sich in dem das Flugzeug umgebenden Raum
befinden, erfasst, ihre Wirbelschleppen messtechnisch überwacht und auf dem Display
nur diejenigen Wirbelschleppengefährdungszonen abgebildet, die für das Flugzeug eine
mögliche Gefahr darstellen. Dabei kann der Pilot aufgrund der Bewertung der schematisch
abgebildeten Position möglicher Gefährdungszonen eine angemessene Entscheidung über
das Manöver treffen, um vor Wirbelgefährdungszonen auszuweichen.
[0071] Das Warnsubsystem 4 des eventuellen Einflugs in die Wirbelgefährdungszone kann gemäß
der Erfindung mit Hilfe einer bord- und bodengestützten Grundausstattung, beispielsweise
mit einem Navigationsträgheitssystem an Bord (Airborne Inertial Navigation System
(AINS), Air Data Computer System (ADS), Doppler- System (DS), Forward View Radar (FVR)
und unter Benutzung von Daten, die von der Air Traffic Control (ATC), vom United Indication
System (UIS), von Multiplexkanälen zum Datenaustausch (Information Exchange Multiplex
Channel (IEMC) übermittel werden, sowie Daten von Systemen, die mit den genannten
Informationssystemen kompatibel sind und in anderen ausländischen Flugzeugen eingesetzt
werden, beispielsweise in den amerikanischen Systemen Collision Avoidance System (TCAS)
und Traffic Alert, ausgeführt werden.
[0072] Darüber hinaus können die Einrichtungen des integrierten Wirbelsicherheitssystem
gemäß der Erfindung in unterschiedlichen Objekten des Systems der Flugverkehrslenkung
oder des Flugzeugs und des Wirbelerzeugers angeordnet sein, wobei der Benutzer Informationen
über die Ergebnisse der Berechnungen mittels einer Anzeige und einer Visualisierung
erhält. Dabei können als Benutzer dieser Information sowohl die Besatzung eines Flugzeugs
als auch die Lotsen eines Flughafens oder eines Schiffes sein, die der Besatzung Anweisungen
über die empfohlene Flugbahn oder das erforderliche Manöver des Flugzeugs geben, um
gefährliche Situationen auszuschließen, wobei dies eine große Bedeutung bei schlechter
Sichtweite und schlechten, meteorologischen Bedingungen hat.
[0073] Für die Fachleute im Flugwesen sollte es klar sein, dass das integrierte Wirbelsicherheitssystem
gemäß der Erfindung einen komplexen Ansatz zur Problemlösung der Flugsicherheit realisiert
und sowohl in der Flugsituation als auch beim Sink- oder Steigflug anwendbar ist.
[0074] Dabei kann das Benutzersubsystem, das sowohl an Bord als auch am Lotsenstandort angeordnet
ist, eine laufende Korrektur der dem Lotsen zur Verfügung stehenden Information über
die Wirbelsituation im Lande- und Startbereich gewährleisten, so dass es möglich ist,
nicht nur die Lande- und Startsicherheit zu erhöhen, sondern auch den Sicherheitsabstand
zwischen den Iandenden und startenden Flugzeugen zu vermindern.
[0075] Ferner ermöglicht der Einsatz des integrierten Sicherheitssystems gemäß der Erfindung,
die Belastung der Lotsen bei Anweisungen der Piloten zu senken, da die Verantwortung
des Treffens von Entscheidungen über das Ausweichmanöver vor Wirbelgefährdungszone
beim Piloten liegt, und die das Treffen der Entscheidung erleichternde, zusätzliche
Information zur Verfügung zu stellen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Pilot
auch heutzutage ohne das integrierte Sicherheitssystem gemäß der Erfindung immer eine
Entscheidung zu treffen hat, ohne eine Information über die Position der Wirbelgefährdungszonen
verwenden zu können.
[0076] Für die Fachleute im Flugwesen und in der Luftfahrtelektronik sollte es klar sein,
dass in das integrierte Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung Verbesserungen
eingebracht werden können, die den Rahmen der Ansprüche dieser Erfindung nicht sprengen,
und die mit unterschiedlichen Einsatzbedingungen des Systems sowie mit einer Verbesserung
der Navigations- und Informationssysteme zusammenhängen. Es können beispielsweise
unterschiedliche Rechenalgorithmen, die die gestellten Aufgaben genauer lösen, eingesetzt
und unterschiedliche Anzeige- und Visualisierungsverfahren für die dem Benutzer verfügbaren
Information, die die angemessene Aufnahme der erhaltenen Information verbessern, sowie
unterschiedliche Informationsflüsse eingesetzt werden.
[0077] Für die Fachleute der Luftverkehrslenkung sollte es klar sein, dass das integrierte
Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung für die Flug- und Rollkontrolle eingesetzt
werden kann, da die Überwachung der Wirbelsituation in der Umgebung der gelandeten
Wirbelerzeuger sowie Wirbelerzeuger im Flug mit Hilfe der Warnsysteme durchgeführt
werden kann, die an Bord, auf einem Schiff oder in Flughäfen angeordnet und Bestandteil
des einheitlichen Systems sind, das die außerordentliche Situation des Einflugs in
die Wirbelgefährdungszone vermeidet. Dabei können die Wirbelerzeuger Flugfahrzeuge
unterschiedlichen Typs, beispielsweise Flugzeuge, Hubschrauber, unbemannte Flugzeuge,
Seeschiffe, darunter Flugzeugträger, und Bodeneinrichtungen sowie andere Objekte,
sein.
[0078] Das integrierte Wirbelsicherheitssystem des Flugfahrzeugs wird sinnvollerweise als
Software, die an den Typ des Flugfahrzeugs, an dessen Flugbedingungen, an den Typ
der an Bord eingesetzten Ausstattung angepasst wird und mit den Informationssystemen
der Luftverkehrskontrolle kompatibel ist, ausgeführt.
[0079] Das integrierte Wirbelsicherheitssystem gemäß der Erfindung kann mit Hilfe bestehender
Einrichtungen leicht ausgeführt und zum Aufbau in unterschiedlichen Flugfahrzeugen
sowie Trainingsgeräten für Piloten- und Lotsenschulung eingesetzt werden.
1. Integriertes Wirbelsicherheitssystem eines Flugfahrzeugs mit:
- einem Flugzeuginformationssubsystem (1), das eine Information über die Konfiguration,
Position, Bewegungsgeschwindigkeit und Raumorientierung des Flugzeugs festlegen, speichern
und den Benutzern zur Verfügung stellen kann,
- einem Informationssubsystem (2) des Wirbelerzeugers, das eine Information über den
Typ, die Position, die Bewegungsgeschwindigkeit und die Orientierung des Wirbelerzeugers
im Bereich des Flugfahrzeugs festlegen, speichern und den Benutzern zur Verfügung
stellen kann,
- einem Umweltinformationssubsystem (3), das Informationen über Umweltbedingungen
im Bereich des Flugzeugs im laufenden und prognostizierenden Zeitpunkt festlegen,
speichern und den Benutzern zur Verfügung stellen kann,
- einem Benutzerwarnsubsystem (4) über den eventuellen Einflug in die Wirbelgefährdungszone
des Wirbelerzeugers im prognostizierenden Zeitpunkt,
- einem Benutzersubsystem (5), die eine von anderen Systemen übermittelte Information
aufnehmen, speichern und abbilden sowie das Anweisungssignal zur Durchführung eines
Manövers, das das Ausweichen vor der Wirbelgefährdungszone im Laufe der vorgegebenen
Vomaltezeit nach dem Eintreffen der Warnung über einen möglichen Einflug des Flugzeugs
in die Gefährdungszone im prognostizierenden Zeitpunkt gewährleistet, bilden kann,
und
- einem Kommunikationssubsystem (6), das eine Integration der Subsysteme in einen
Komplex gewährleistet.
2. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Informationssubsystem (1) des Flugzeugs den Empfang, die Verarbeitung, das Speichern
und die Übergabe an das Benutzerwarnsubsystem von Informationen mindestens über die
Konfiguration, Koordinaten und Orientierung des Flugzeugs im Trägheitskoordinatensystem,
über die Geschwindigkeitsprojektion des Flugzeugs und der Windgeschwindigkeit im mit
dem Flugzeug gekoppelten Koordinatensystem gewährleistet,
- das Informationssubsystem (2) des Wirbelerzeugers den Empfang, die Verarbeitung,
das Speichern und die Übergabe an den Benutzer von tnformationen mindestens über den
Typ der Wirbelerzeuger, die Koordinaten und Orientierung sowie die Geschwindigkeits-
und Winketgeschwindigkeitsprojektion der Wirbelerzeuger im Trägtteitskoordinatensystem
gewährleistet,
- ein Umweltinformationssubsystem (3) den Empfang, die Verarbeitung, das Speichern
und die Übergabe an den Benutzer von Informationen mindestens über Projektion der
Windgeschwindigkeit im Trägheitskoordinatensystem in unterschiedlichen Höhen im Bereich
der Wirbelschleppen und Turbulenz der Atmosphäre gewährleistet,
- das Benutzerwarnsubsystem (4) über den möglichen Einflug des Flugfahrzeugs in die
gefährlichen Wirbelschleppenzonen der Wirbelerzeuger mindestens eine Berechnung der
Wirbelschleppenposition und -intensität, den Bereich der prognostizierten Flugzeugpositionen
im prognostizierenden Zeitpunkt durchführt und Daten über den möglichen Einflug des
Flugzeugs in die wirbelerzeugenden Gefährdungszonen im prognostizierten Zeitpunkt
an das Benutzerinformationssubsystem übermittelt, und
- das Benutzersubsystem (5) Daten des Warnsubsystems mindestens über den Nullabstand
vom Bereich der prognostizierten Flugzeugpositionen zu den Wirbelgefährdungszonen
empfängt, verarbeitet, speichert und abbikiet und ein Anweisungssignal zur Änderung
der Flugzeugposition bildet, das die Erhöhung des vorgenannten Abstands gewährleistet.
3. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Informationssubsystem (1) des Flugzeugs auf der Basis der Grundausstattung des
Flugzeugs und/oder Ausstattung des Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes
ausgeführt wird,
- das Informationssubsystem (2) der Wirbelerzeuger auf der Basis der Grundausstattung
des Flugzeugs und/oder Grundausstattung des Wirbelerzeugers und/oder der Ausstattung
der Flugkontrolle von Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplex ausgeführt
wird,
- das Umweltinformationssubsystem (3) auf der Basis der Grundausstattung des Flugzeugs
und/oder der Grundausstattung der meteorologischen Sicherung der Flugkontrolle oder
als Bestandteil des Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes ausgeführt
wird,
- das Benutzerwarnsubsystem (4) des möglichen Einflugs des Flugzeugs in die Wirbelgefährdungszonen
aufgrund der Software des Benutzerrechensystems und/oder des bordgestützten Systems
der einheitlichen Anzeige und/oder des Anzeigesystems des Luftverkehrskontrolldienstes
oder als Bestandteil des Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes
am Lotsenstandort ausgeführt wird,
- das Benutzersubsystem (5) aufgrund der Rechen- und Navigationssysteme als Bestandteil
der Grundausstattung des Flugzeugs und/oder des Boden-, See- und/oder Luft-Raumfahrt-Navigationskomplexes
am Lotsenstandort ausgeführt wird und
- das Kommunikationssubsystem (6) aufgrund einer Telecode-Verbindung und/oder der
bordgestützten Multiplexkanäle zum Informationsaustausch ausgefOhrt wird.
4. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Benutzer ein Flugzeug ist und das Anweisungssignal im Lenkungssystem des Flugzeugs
ausgeführt wird.
5. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Benutzer der Luftverkehrsdfenst ist und das Anweisungssignal im Lenkungssystem
des Flugzeugs ausgeführt wird.
6. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass es als Warnsubsystem (4) des möglichen Einflugs in die wirbelerzeugenden Gefährdungszonen
im prognostizierenden Zeitpunkt ein System enthält, das Folgendes umfasst:
- eine Überwachungseinrichtung (7) der Flugzeugparameter, die Informationen mindestens
über die Flugzeugkonfiguration, -position und -orientierung im Trägheitskoordinatensystem
im laufenden Zeitpunkt aufnehmen kann,
- eine Überwachungseinrichtung (8) des Wirbelerzeugers, die Informationen mindestens
über die Wirbeterzeugerposition, die geometrische und Massencharakteristik des Wirbelerzeugers
in demselben Koordinatensystem im laufenden Zeitpunkt sowie Bewegungsparameter des
Wirbelerzeugers aufnehmen kann,
- eine Speichereinrichtung (9), die Daten über die Wirbelerzeugerposition und
- bewegungsparameter im Trägheitskoordinatensystem abspeichem kann,
- einen Detektor (10) der Umweltparameter, der Daten über Umweltparameter im gemeinsamen
Bereich des Flugzeugs und Wirbelerzeugers im laufenden Zeitpunkt aufnehmen kann,
- eine Überwachungseinrichtung (11) der Wirbeischleppe, die deren Bahn und Intensität
als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte von Wirbelbereichen im Trägheitskoordinatensystem
aufnehmen kann,
- eine Speichereinrichtung (12), die Informafionen über die Koordinaten der Bahnpunkte
und die Wirbelintensität als Bahnengesamtheit der Mittelpunkte von Wirbelbereichen
im Trägheitskoordinatensystem abspeichem kann,
- eine Wähleinrichtung (13) der Vorhaltezeit, in die mindestens das Manöver der Flugbahnänderung
durchgeführt werden kann, das ein Ausweichen des Flugzeugs vor der Wirbelschleppe
nach der Warnung über den möglichen Einflug gewährleistet,
- eine Simulationseinrichtung (14) der Kontrollfläche, die den Vorhalteabstand errechnen
kann, der dem vom Flugzeug in der Vorhaltezeit geflogenen Abstand entspricht, eine
Kontrollfläche im Raum vor dem Flugzeug und senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung
in dem Vorhalteabstand zum Flugzeug gestalten und den prognostizierenden Zeitpunkt
der Oberschneidung der Kontrollfläche im Trägheitskoordinatensystem bestimmen kann,
- eine Einrichtung (15) zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter, die die geometrische
Charakteristik der Wirbelgefährdungszone als Gesamtheit der Gefährdungszonen der Wirbelbereiche
im prognostizierenden Zeitpunkt bestimmen kann,
- eine Prognoseeinrichtung (16), die die Wirbelschleppenbahn als Bahnengesamtheit
der Mittelpunkte von Wirbelbereichen und die Wirbelschleppenintensität im Trägheitskoordinatensystem
bestimmen kann,
- eine Recheneinrichtung (17) der Überschneidungspunkte, die die Koordinaten der Überschneidungspunkte
der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche im prognostizierenden Zeitpunkt der
Überschneidung dieser Kontrollfläche errechnen kann,
- eine Einrichtung (18) zur Erstellung von Zonen und Bereichen, die die Erstellung
der Wirbelgefährdungszone um den Überschneidungspunkt der Wirbelschleppenbahn mit
der Kontrollfläche als Gesamtheit der Gefährdungszonen von Wirbelbereichen, bei denen
bei der Überschneidung die Bewegungsparameter des Flugzeugs die zulässigen Grenzen
überschreiten können, die Erstellung des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugposition
unter Einsatz von festgelegten Normen der Flugdurchführung in der Kontrollfläche in
der prognostizierenden Zeit der Kontrolfflächeüberschneidung und die Erstellung des
Schwerpunktbereichs um den Bereich der prognostizierenden Positionen, bei dessen Überschneidung
mit der Wirbelgefährdungszone der Benutzer informiert sein sollte, gewährleistet,
- einen Übergangsblock (19), der die Koordinaten des Bereichs derrognostizierenden
Flugzeugpositionen, des Schwerpunktbereichs und der Wirbelgefährdungszone im mit dem
Flugzeug gekoppelten Koordinatensystem errechnen kann,
- einen ersten Prüfblock (20) der Überschneidungsbedingungen, der den Abstand vom
aufmerksamkeitswürdigen Gebiet zur Gefährdungszone der Wirbelschleppe bestimmen und
dessen Nullgleichheit festlegen kann,
- einen zweiten Prüfblock (21) der Überschneidungsbedingungen, der den Abstand vom
Bereich der prognostizierenden Flugzeugpositionen zur Gefährdungszone der Wirbelschleppe
bestimmen und dessen Nullgleichheit festlegen kann,
- eine erste Signaleinrichtung (22), die die Bildung und Übermittlung des Signals
über den Nullabstand vom Schwerpunktbereich zur Wirbelschleppengefährdungszone an
das Benutzersubsystem gewährleistet, und
- eine zweite Signaleinrichtung (23), die die Bildung und Übermittlung des Alarmsignals
über den Nullabstand des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen zur Wirbelschleppengefährdungszone
an das Benutzersubsystem gewährleistet.
7. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Überwachungseincichtung (7) der Flugzeugparameter Informationen mindestens über
die Konfiguration, Koordinaten, Bewegungsgeschwindigkeit, Stampf-, Wind- und Krängungswinkel
des Flugzeugs aufnehmen kann,
- die Überwachungseinrichtung (8) des Wirbelerzeugers Informationen mindestens über
den Wirbelerzeugertyp, die Bewegungs- und Winkeigeschwindigkeit sowie die Koordinaten
der Bahnpunkte des Wirbelerzeugers aufnehmen kann,
- der Detektor (10) der Umweltparameter Informationen mindestens Ober die Stärke und
Richtung der Lokalwindgeschwindigkeit, das Windprofif abhängig von der Höhe, die Turbulenz
und den Typ der Abschirmfläche aufnehmen kann,
- die Überwachungseinrichtung (11) der Wirbelschleppe deren Bahn und Intensität als
Bahnengesamtheit der Mittelpunkte von Wirbelbereichen aufgrund gespeicherter Information
über den Typ des Wirbelscttleppenerzeugers, die Koordinaten der Bahnpunkte und der
Bewegungs- und Winketgeschwindigkeit der Wirbelschleppe bestimmen kann,
- die Simulationseinrichtung (14) der Kontrollfläche diese aufgrund von Informationen
über die Position, Orientierung, Bewegungsgeschwindigkeit des Flugfahrzeuges und Vorhaltezeit
simulieren kann,
- die Einrichtung (14) zur Bestimmung der Parameter der Gefährdungszone die geometrische
Charakteristik der Wirbelschleppengefährdungszone aufgrund der gespeicherten Informationen
über die Koordinaten der Wirbeischleppenbahnpunkte und -intensität, die Konfiguration,
die Lage und die Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs im Trägheitskoordinatensystem
bestimmen kann,
- die Prognoseeinrichtung (16) die Wirbelschleppenbahn und -intensität aufgrund der
Informationen über die Wirbelschleppenbahn und -intensität als Bahnengesamtheit der
Mittelpunkte von Wirbelbereichen im Trägheitskoordinatensystem bestimmen kann,
- die Recheneinrichtung (17) der Überschneidungspunkte die Koordinaten der Überschneidungspunkte
der Wirbelschleppenbahn mit der Kontrollfläche aufgrund der Informationen über die
Koordinaten der Kontrollfläche und der Bahn der Wirbelschleppe im Trägheitskoordinatensystem
im prognostizierenden Zeitpunkt berechnen kann,
- die Einrichtung (18) zur Bildung von Zonen und Bereichen die Wirbelschleppengefährdungszone,
den Bereich der prognostizierenden Flugzeuglage und den Schwerpunktbereich aufgrund
der Informationen über die Koordinaten der Überschneidungspunkte der Wirbelschleppe
im prognostizierenden Zeitpunkt, der Informationen über die geometrische Charakteristik
der Gefährdungszone als Gesamtheit der Gefährdungszonen der Wirbelbereiche und der
Informationen über die Konfiguration, Lage, Orientierung und Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit
des Flugzeugs unter Einsatz der für die Flugdurchführung festgelegten Normen im Trägheitskoordinatensystem
bilden kann,
- der Übergangsblock (19) die Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen,
des Schwerpunktbereichs und der Wirbelschleppengefährdungszone im mit dem Flugzeug
gekoppelten Koordinatensystem aufgrund der Informationen über die Koordinaten des
Schwerpunktbereichs und der Wirbelschleppengefährdungszone im prognostizierenden Zeitpunkt
im Trägheitskoordinatensystem und der Information über die Konfiguration, Koordinaten
des Flugfahrzeuges und dessen Position sowie vorzugsweise über die Stampf-, Wind-
und Krängungswinkel im Trägheitskoordinatensystem im laufenden Zeitpunkt berechnen
kann.
8. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Warnsubsystem (4) eine Überwachungseinrichtung (8) des Wirbeterzeugers, Speichereinrichtungen
(9, 12), eine Überwachungseinrichtung (11) der Wirbelschleppe, eine Einrichtung (15)
zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter, eine Prognoseeinrichtung (16), eine
Einrichtung (17) zur Berechnung der Überschneidungspunkte, eine Einrichtung (18) zur
Erstellung von Zonen und Bereichen und zwei Prüfblöcke (19, 20) zur Überprüfung der
Überschneidungsbedingungen und Signaleinrichtungen umfasst, die eine gleichzeitige
Funktionsweise für jeden in der Flugzeugumgebung befindlichen Wirbelerzeuger gewährleisten
können.
9. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Warnsubsystem (4) die Wähleinrichtung (14) der Vorhaltezeit mit der Möglichkeit
einer laufenden Korrektur der Vorhaltezeit ausgeführt wird.
10. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Warnsubsystem (4) die Einrichtung (18) zur Bildung von Zonen und Bereichen mit
der Möglichkeit einer laufenden Korrektur der Koordinaten des Bereichs der prognostizierenden
Flugzeugpositionen ausgeführt wird.
11. Integriertes Wirbeisicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Warnsubsystem (4) die Einrichtung (18) zur Bildung von Zonen und Bereichen mit
der Möglichkeit einer laufenden Korrektur der Koordinaten des Schwerpunktbereichs
ausgeführt wird.
12. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Korrektur von Hand eingestellt wird.
13. Integriertes Wirbelsichefieitssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Korrektur halb- bzw. vollautomatisch eingestellt wird.
14. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Benutzersubsystem (5) eine Einrichtung (24) zur Visualisierung von Daten Ober
die Lage des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen und Wirbelgefährdungszonen
in der Kontrollfläche aufweist.
15. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Benutzersubsystem (5) eine Anzeigeeinrichtung (22) und eine Alarmanzeigeeinrichtung
(23) aufweist, die aus der visuellen, akustischen und Tastenanzeigeeinrichtungen einschaltenden
Gruppe ausgewählt werden.
16. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Warnsubsystem (4) als Einrichtung (15) zur Bestimmung der Wirbelgefährdungszonenparameter
eine Einrichtung aufweist, die Folgendes umfasst:
- einen Schematisierungsblock (25) des Flugfahrzeugs, der die Gesamtheit der geometrischen
Flugzeugcharakteristik berechnen kann, die für die Berechnung der auf das Flugzeug
wirkenden, wirbelinduzierenden Zusatzkräfte und -momente erforderlich sind,
- einen Block (26) zur Bestimmung der im vorgegebenen Raumpunkt auf das Flugzeug wirkenden,
wirbelinduzierenden Zusatzkräfte und -momente, der sie aufgrund der gespeicherten
Koordinaten der Bahnpunkte der Wirbelmittelpunkte und Wirbelintensität als Bahnengesamtheit
der Mittelpunkte von Wirbelbereichen im Trägheitskoordinatensystem aufgrund der Konfiguration,
Lage, Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs im Trägheitskoordinatensystem
und aufgrund der geometrischen Charakteristik des Flugzugs berechnen kann,
- einen Block (27) zur Bestimmung des Gefährdungspotentiats des Wirbels im vorgegebenen
Raumpunkt, der die Wirbelgefährdung nach einem vom Benutzer vorgegebenen Gefahrenkriterium
auswerten kann,
- einen Block (28) zur Bestimmung der Menge der Raumpunkte, in denen die wirbelinduzierenden
Zusatzkräfte und -momente gefährlich sind, der die Koordinaten der in der Gefährdungszone
liegenden Raumpunkte auf der Wahlbasis nach einem vom Benutzer vorgegebenen Gefahrenkriterium
bestimmen kann, und
- einen Block (29) zur Bestimmung der geometrischen Charakteristik der Wirbelschleppengefährdungszone,
der diese aufgrund der Koordinaten von in der Gefährdungszone liegenden Punkten berechnen
kann.
17. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Block (29) zur Bestimmung der geometrischen Charakteristik der Wirbelgefährdungszone
in der Einrichtung (15) zur Bestimmung der Gefährdungszoneparameter im Warnsubsystems
(4) die Grenze der Gefährdungszone anpassen kann.
18. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Gefahrenkriterium der Wirbelschleppe ein zulässiger Krängungswert des Flugzeugs
ausgewählt wird.
19. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Gefahrenkriterium der Wirbelschleppe ein wirbelinduzierendes Krängungsmoment
des Flugzeugs ausgewählt wird.
20. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Warnsubsystem (4) die Überwachungseinrichtung (11) der Wirbelschleppe und die
Prognoseeinrichtung (16) eine programmierbare Komponente enthalten und die Einrichtung
(15) zur Bestimmung der Gefährdungszonenparameter in der Software der programmierbaren
Komponente ausgeführt wird.
21. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtungen und Blöcke des Warnsubsystems (4) und des Benutzersubsystems (5)
unterschiedliche Standorte aufweisen.
22. Integriertes Wirbelsicherheitssystem nach einem der Ansprüche 6 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Benutzersubsystem (5) ein System zur Datenspeicherung über die Vorhaltezeit,
Koordinaten der Kontrollfläche, den Bereich der prognostizierenden Flugzeugpositionen
und der Wirbelgefährdungszonen im Laufe mindestens der Alarmanzeige des Nullabstands
des Bereichs der prognostizierenden Flugzeugpositionen zum Wirbeigefährdungsbereich
aufweist.